Presseschau, 3. April 2010

Auswahlpresseschau, erstellt aus diversen Zeitungen, Magazinen und Blogs. Einige Schwerpunkte diese Woche: Drohender EU-Beitritt der Türkei; Schwarz-Gelb im Sinkflug; Propaganda in Deutschland und anderswo; „vermeintliche“ Islamisierung; neue Fälle von Ausländergewalt; Diskussion um Reformpädagogik.

 Gastbeitrag

Fremde Federn reichen Beiträge ein. Sind sie gut, bringen wir sie.


Äuße­res, Kriegs- und Konfliktforschung

Streit vor Tref­fen in Ankara
Erdo­gan wirft Mer­kel Haß gegen die Tür­kei vor
Vor dem Tref­fen zwi­schen Mer­kel und Erdo­gan ist die Stim­mung zwi­schen bei­den Län­dern auf dem Null­punkt. Der tür­ki­sche Minis­ter­prä­si­dent wirft der Kanz­le­rin Haß gegen sein Land vor. Er habe nicht erwar­tet, daß Mer­kel den Vor­schlag nach tür­ki­schen Gym­na­si­en in Deutsch­land so deut­lich zurückweist.

Was hat Erdo­gan nur für ein Pro­blem? Die CDU han­delt doch ganz in sei­nem Sinne …
Rei­se nach Ankara
CDU-Poli­ti­ker für EU-Bei­tritt der Türkei
Die Uni­on ist uneins über das deut­sche Ver­hält­nis zur Tür­kei. Wäh­rend sich Ruprecht Polenz (CDU) für eine Auf­nah­me des Lan­des in die EU ein­setzt, warnt Horst See­hofer (CSU) vor einem schnel­len Bei­tritt. Die Kanz­le­rin, die zum Staats­be­such in der Tür­kei ist, will das Land näher an Euro­pa binden.

EU-Bei­tritt der Türkei
Unse­riö­se Spielchen
Wäh­rend des jüngs­ten Tür­kei-Besuchs der Bun­des­kanz­le­rin wur­de ein­mal mehr deut­lich, daß es für einen EU-Bei­tritt des Lan­des kei­ne rea­lis­ti­sche Grund­la­ge gibt.

Hin­ter­halt
Tali­ban besche­ren Bun­des­wehr blu­ti­gen Karfreitag
Der Groß­an­griff war offen­bar gut vor­be­rei­tet: Rund 200 Tali­ban-Kämp­fer haben eine Patrouil­le der Bun­des­wehr atta­ckiert, als die­se Minen ent­schär­fen woll­te. Drei deut­sche Sol­da­ten kamen dabei ums Leben [wur­den im Kampf getötet/fielen im Kampf], acht wei­te­re sol­len ver­letzt wor­den sein.

Staat, Demo­gra­phie, Wirtschaft 

Mili­tä­ri­scher Bera­ter im Kanzleramt
Mer­kels rech­te Hand
Erich Vad ist der wich­tigs­te Mili­tär­be­ra­ter der Kanz­le­rin und soll nun zum Gene­ral beför­dert wer­den. Doch ein Text für ein Blatt der „Neu­en Rech­ten“ rückt ihn ins Zwie­licht. VON WOLF SCHMIDT

Schwarz-Grün in Frank­furt am Main geplatzt
FRANKFURT/MAIN. Die schwarz-grü­ne Koali­ti­on in Frank­furt am Main ist geplatzt. Am Don­ners­tag erklär­te der Stadt­ver­ord­ne­te Patrick Schenk sei­nen Aus­tritt aus der CDU-Frak­ti­on, wodurch die Koali­ti­on ihre bis­he­ri­ge Mehr­heit von einer Stim­me ein­büß­te. Bereits vor vier Wochen hat­te der CDU-Stadt­ver­ord­ne­te Wolff Holtz die Frak­ti­on verlassen.
Schenk, der dem Kon­ser­va­ti­ven Flü­gel der Frak­ti­on ange­hör­te, kün­dig­te an, auch die Par­tei zu ver­las­sen. Er begrün­de­te sei­nen Schritt gegen­über der JUNGEN FREIHEIT mit dem Zustand der CDU. Das Erschei­nungs­bild der von der Uni­on geführ­ten Koali­ti­on in Ber­lin bezeich­ne­te er in die­sem Zusam­men­hang als desas­trös. Ange­sicht von drei unter­schied­li­chen Koali­ti­ons­part­nern in Bund und Län­dern ver­schwim­me die Poli­tik der Uni­on immer mehr, sag­te Schenk.

Poli­ti­sche Biographie
Der Rechts­kon­ser­va­ti­ve Patrick Schenk
Von Mat­thi­as Arning
[In dem Arti­kel wer­den auch die „Akti­on Links­trend stop­pen“ und die legen­dä­re ksa in Frank­furt erwähnt!]

Neue Umfra­ge
Mer­kels Sym­pa­thie­wer­te rut­schen ab
Die Unzu­frie­den­heit in der Bevöl­ke­rung mit der Regie­rung schlägt sich jetzt auch auf die Popu­la­ri­tät von Ange­la Mer­kel nie­der: Laut ARD-„Deutschlandtrend“ hat die Zustim­mung für die Kanz­le­rin deut­lich abge­nom­men. Nur Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Gut­ten­berg ver­liert noch mehr.

Hon­ecker & Kohl
Von Thors­ten Hinz
Erich Hon­ecker, der lang­jäh­ri­ge Par­tei- und Staats­chef, beging 1992 sei­nen 80. Geburts­tag im Unter­su­chungs­ge­fäng­nis Ber­lin-Moa­bit. Weni­ge Jah­re zuvor hat­te er auf einem Ple­num des SED-Zen­tral­ko­mi­tees ver­kün­det: „Wir sind die Sie­ger der Geschichte.“

Die Lin­ke, Geschichts- und Iden­ti­täts­po­li­tik, His­to­ri­sches (Zeit­ge­schich­te)

Ber­lin: Frak­tio­nen beschlie­ßen Reso­lu­ti­on gegen lin­ke Gewalt
BERLIN. Die Frak­tio­nen von SPD, Links­par­tei, Grü­nen und CDU im Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­haus haben in einer gemein­sa­men Erklä­rung die zuneh­men­de links­ex­tre­mis­ti­sche Gewalt in der Haupt­stadt „auf das schärfs­te“ verurteilt.

Links­ex­tre­me dro­hen SPD mit Gewalt
BERLIN. Links­ex­tre­me haben in Ber­lin offen mit gewalt­tä­ti­gen Aktio­nen gegen die SPD im all­ge­mei­nen und Innen­se­na­tor Ehr­hart Kör­ting (SPD) im beson­de­ren gedroht. Meh­re­ren Pres­se­be­rich­ten zufol­ge sei in einer E‑Mail ange­kün­digt wor­den, man wer­de dem „SPD-Senat am 1. Mai die Stei­ne ins Gesicht werfen“.

Typisch „Spie­gel“ …
Die Mär von den keu­schen Deutschen
Ras­se­be­wußt und ent­halt­sam – so wünsch­ten sich die NS-Ideo­lo­gen ihre Sol­da­ten an der Ost­front. Die Rea­li­tät sah anders aus: Eine neue Stu­die unter­sucht die sexu­el­len Über­grif­fe deut­scher Sol­da­ten wäh­rend des Krie­ges gegen die Sowjet­uni­on – und zer­stört die Legen­de von der sau­be­ren Wehr­macht. Von Jan Friedmann
[Als wäre es etwas Neu­es, daß es auch Ver­ge­wal­ti­gun­gen durch Wehr­machts­sol­da­ten gab. Aber es war eben – anders als in die­sem Arti­kel behaup­tet – kein Mas­sen­phä­no­men wie in der Roten Armee und wur­de in der Regel streng bestraft. Sexu­el­le Bezie­hun­gen mit Frau­en in den besetz­ten Gebie­ten waren auch nie ein Geheim­nis. Um so per­fi­der, die­se in einen Zusam­men­hang mit sexu­el­len Über­grif­fen zu rücken. Ganz im Gegen­teil spre­chen die­se Ver­bin­dun­gen mit Blick auf das Ver­hält­nis zur Zivil­be­völ­ke­rung im besetz­ten Ost­eu­ro­pa sogar sehr für die gro­ße Mas­se der deut­schen Sol­da­ten, die in ihr – anders als ger­ne unter­stellt – ganz offen­kun­dig kei­ne (wahl­wei­se sla­wi­schen oder bol­sche­wis­ti­schen) „Unter­men­schen“ sahen.]

Alarm an jeder Straßenecke
Keu­len­schwin­gen­de Affen, blut­rüns­ti­ge Wöl­fe, tod­brin­gen­de Adler: Mit mar­tia­li­schen Pla­ka­ten war­ben die Kriegs­par­tei­en wäh­rend des Ers­ten und Zwei­ten Welt­kriegs um Rekru­ten, Geld und Rück­halt an der Hei­mat­front. Nur die Deut­schen, sonst Meis­ter der Pro­pa­gan­da­in­sze­nie­rung, erwie­sen sich als Spät­zün­der. Von Aria­ne Stürmer
[Man beach­te nicht zuletzt die Bild­kom­men­tie­run­gen: Die deut­schen Pro­pa­gan­da­pla­ka­te wer­den durch­weg als voll­kom­men unbe­grün­de­te Het­ze abge­tan, wäh­rend noch die per­fi­des­te gegen Deutsch­land gerich­te­te Pro­pa­gan­da mit gro­ßem Wohl­wol­len und Ver­ständ­nis bedacht wird.]

Völ­ker­mord
Beim Skla­ven­han­del lern­ten Chris­ten von Muslimen
Von Ulrich Baron
In der Geschich­te wird gern den Euro­pä­ern die Schuld an Afri­kas Elend gege­ben. Doch als Kolo­ni­al­mäch­te pro­fi­tier­ten sie ab dem 17. Jahr­hun­dert von einem Sys­tem, das die Ara­ber eta­bliert hat­ten. Über 17 Mil­lio­nen Men­schen waren bereits wegen mus­li­mi­scher Skla­ven­händ­ler gestorben.

Lesens­wert in dem Zusammenhang …
Egon Flaig: Welt­ge­schich­te der Sklaverei

Land­nah­me und Überfremdung/Zuwanderung und Integration

Das hat etwas Lächerliches …
Mer­kel for­dert Tür­ken zum Deutsch­ler­nen auf
Mah­nen­de Wor­te: Vor ihrem Anka­ra-Besuch hat Ange­la Mer­kel mehr Inte­gra­ti­ons­wil­len von den in Deutsch­land leben­den Tür­ken gefor­dert. Dazu gehö­re, „daß die deut­sche Spra­che erlernt wird“, sag­te die Kanzlerin.

Land­tags­wahl­kampf
Par­tei „Pro NRW“ mar­schiert gegen Zentralmoschee
Von Till‑R. Stoldt
Wie­der ein­mal ver­sucht die rechts­ra­di­ka­le Par­tei „Pro NRW“, sich als ein­zi­ge Kraft zu insze­nie­ren, die der ver­meint­li­chen (sic!) Isla­mi­sie­rung Deutsch­lands die Stirn bie­te. Doch nicht nur die Selbst­sti­li­sie­rung der Radi­ka­len, auch die Gegen­wehr der Demo­kra­ten wird geschickter

Rechts­ex­tre­mis­mus
Tau­sen­de demons­trie­ren gegen Moschee-Feinde
Men­schen in Ost und West haben gegen Auf­mär­sche von Rechts­ex­tre­mis­ten pro­tes­tiert. In Duis­burg ver­sam­mel­ten sich Tau­sen­de Pro­tes­tan­ten vor Deutsch­lands größ­ter Moschee, um islam­feind­li­che Aktio­nen der Rech­ten an den Pran­ger zu stel­len. Der Zen­tral­rat der Mus­li­me bedank­te sich.

Bild­stre­cke
„Abend­land in Christenhand“
Rund vier­hun­dert Per­so­nen sind am Wochen­en­de dem Auf­ruf von Pro NRW gefolgt und haben sich an einem Pro­test­marsch zur Mer­kez-Moschee in Duis­burg-Marxloh betei­ligt. Die JF doku­men­tiert die Ereig­nis­se mit einer Bildstrecke.

Tür­ki­sche Natio­na­lis­ten unter­wan­dern FDP-Kreisverband
DELMENHORST. Weil der FDP-Kreis­ver­band in Del­men­horst angeb­lich von tür­kisch-natio­na­lis­ti­schen Kräf­ten unter­wan­dert wor­den ist, haben meh­re­re Mit­glie­der ihren Aus­tritt erklärt. Unter den Pro­tes­tie­ren­den befin­det sich auch der lang­jäh­ri­ge FDP-Frak­ti­ons­chef im Del­men­hors­ter Rat, Uwe Dähne.
„Wir haben nichts gegen die FDP, wir haben nur etwas gegen die­se Maf­i­a­trup­pe“, zitiert die Nord­west-Zei­tung online Däh­ne. Gemeint war damit der FDP-Vor­stand um den Vor­sit­zen­den Tamer Sert. Die­sem wer­fen die Kri­ti­ker Wahl­ma­ni­pu­la­ti­on, nicht sat­zungs­ge­mä­ße Auf­nah­me von Neu­mit­glie­dern und tür­ki­schen Natio­nal­chau­vi­nis­mus vor.

Aus­län­der­ge­walt

Ham­burg-St. Georg
Streit um 50 Cent: Wer kennt die­sen Messerstecher?
Sie sta­chen einen Kell­ner wegen 50 Cent Toi­let­ten­geld nie­der. Nun hat die Poli­zei das Phan­tom­bild von einem der bei­den Täter veröffentlicht.
Wegen 50 Cent haben zwei Män­ner mit­ten am Tag in einem Stra­ßen­ca­fé an der Lan­gen Rei­he (St. Georg) einen 22jährigen Kell­ner nie­der­ge­sto­chen (MOPO berich­te­te). Jetzt sucht die Poli­zei mit einem Phan­tom­bild nach den Tätern.Es geht nur ums Klo-Geld: 50 Cent will Mar­co V. von den bei­den Män­nern für den Toi­let­ten­be­such haben, aber sie wei­gern sich, beschimp­fen ihn als „Huren­sohn“. Als V. die Täter bit­tet, den Laden zu ver­las­sen, bekommt er sofort einen Schlag ins Gesicht.

Sie kam vom Tan­zen, woll­te nach Hause
Jun­ge Frau von Taxi­fah­rer vergewaltigt?
Sie ging auf Num­mer sicher, damit sie heil zu Hau­se ankommt – und ent­schied sich fürs Taxi. Geriet sie dabei in die Fän­ge eines Sex-Gangs­ters? Der schwe­re Ver­dacht: Der Taxi­fah­rer soll die Frau auf der Heim­fahrt ver­ge­wal­tigt haben! (…)
Der gebür­ti­ge Tür­ke bestrei­tet die Tat. Er fährt seit fünf Jah­ren Taxi. Kol­le­gen behaup­ten, daß er schon ein­mal eine jun­ge Frau beläs­tigt haben soll. Angeb­lich stand er am liebs­ten am Rasch­platz, um die Dis­co-Mäd­chen nach Hau­se zu fah­ren. Bei der Poli­zei ist er wegen einer Kör­per­ver­let­zug bekannt, eine Ver­ur­tei­lung gab es aber nicht. Des­halb tauch­te der Vor­fall auch nicht im Füh­rungs­zeug­nis auf, das jeder Taxi­fah­rer vor­wei­sen muß.

Jugend­kri­mi­na­li­tät
Teen­ager-Mor­de erschüt­tern Großbritannien
Von Bar­ba­ra Hans
Erst Sof­y­en Ghai­lan, dann God­win Law­son: Inner­halb von 36 Stun­den wur­den in Lon­don zwei Teen­ager ersto­chen. Die Poli­zei ver­mu­tet, sie sei­en Opfer von Revier­kämp­fen von Jugend­ban­den aus ver­schie­de­nen Stadt­tei­len gewor­den – und fürch­tet eine Eskalation.
[=> Bei­de Jun­gen sind Söh­ne von Ein­wan­de­rern: God­wins Eltern stam­men aus Gha­na, Sof­y­ens Fami­lie soll ihre Wur­zeln in Marok­ko haben.]

Der Zynis­mus der BZ-Schrei­ber­lin­ge ist kaum zu ertragen …
So kann es enden, wenn man in Lich­ten­berg kei­ne Kip­pe abgibt
Auch Nicht­rau­chen kann der Gesund­heit mas­siv scha­den. Das bekam jetzt Johan­nes H. (21) aus Lich­ten­berg am eige­nen Leib zu spüren.
Sams­tag mor­gen, gegen 2.30 Uhr, vor dem U‑Bahnhof Lich­ten­berg. Der Bun­des­po­li­zei-Azu­bi kam gera­de von einer Par­ty, war auf dem Weg zu einem Bekann­ten, wo er über­nach­ten woll­te. Plötz­lich stell­te sich ihm auf der Frank­fur­ter Allee eine Grup­pe Jugend­li­cher in den Weg, for­der­te Ziga­ret­ten. Nicht­rau­cher Johan­nes H. hat­te natür­lich kei­ne Kip­pen dabei. „Da zog einer die­ser süd­län­disch aus­se­hen­den Män­ner sofort ein Mes­ser und stach zu“, erin­nert sich Johan­nes, der ges­tern im Kran­ken­haus noch immer unter Schock stand. Die Klin­ge des knapp zehn Zen­ti­me­ter lan­gen Mes­sers bohr­te sich unter sei­ner Brust in den Kör­per. Der Stich ver­fehl­te nur knapp Lun­ge und Leber. Als die alar­mier­te Poli­zei anrück­te, waren die Täter bereits geflüchtet.

Erzie­hung, Bil­dung, Sonstiges

Wei­te­rer Rück­gang bei Recht­schreib­leis­tun­gen der Schüler
Mehr Ver­wir­rung als Klar­heit durch die Rechtschreibreform
Aus einer Ergän­zungs­stu­die zu IGLU 2006, bei der die Recht­schreib­leis­tun­gen von über 8000 Kin­dern am Ende der 4. Klas­se getes­tet wur­den, geht her­vor, daß die Mehr­zahl der Kin­der am Ende der Grund­schul­zeit gro­ße Unsi­cher­hei­ten im Umgang mit der Ortho­gra­phie hat.
Dr. Peter May, Autor der „Ham­bur­ger Schreib­pro­be“ und Mit­glied des Wis­sen­schaft­li­chen Bei­rats der Lehr­in­sti­tu­te für Ortho­gra­phie und Schreib­tech­nik (LOS), stellt sei­ne Befun­de aus­führ­lich dar – und lädt zu einem gebüh­ren­pflich­ti­gen Online-Recht­schreib­test ein.

Schu­le
Die Reform­päd­ago­gik als Ersatzreligion
Von Josef Kraus
Zu lan­ge wur­den die Ideen der Reform­päd­ago­gik hei­lig­ge­spro­chen. Dabei haben sie weit weni­ger gebracht als gemein­hin behaup­tet. Staat­li­che Schu­len brau­chen einen Ver­gleich nicht zu scheu­en. Und man­che Begrün­der waren dubio­se Zeit­ge­nos­sen. Anlaß für eine nüch­ter­ne Betrachtung.

Man muß sicher­lich nicht alles tei­len, aber immer­hin mal ein dis­kus­si­ons­wür­di­ger Bei­trag von unse­rem ganz spe­zi­el­len Freund Alan Posener …
Ant­wort auf Josef Kraus
Ich bin ein Opfer der Reformpädagogik
… und das ist gut so, bekennt Alan Pose­ner. Denn eine tra­di­tio­nel­le Schu­le in den 60er Jah­ren glich meist einer Unter­ta­nen­fa­brik, die nicht Den­ken lehr­te, son­dern Gehor­sam. Im Ver­gleich dazu waren die reform­päd­ago­gi­schen Ein­rich­tun­gen Inseln der Seli­gen. Gene­ral­an­grif­fe auf sie sind demagogisch.

Furcht­ba­re Verharmloser
Von Micha­el Paulwitz
Der Miß­brauchs­skan­dal hat die katho­li­sche Kir­che erschüt­tert, aber nicht umge­wor­fen. Zur Gene­ral­ab­rech­nung mit der Insti­tu­ti­on Kir­che und ihren Beson­der­hei­ten ist er unge­eig­net: Der Miß­brauch, gera­de der sexu­el­le, von Kin­dern und Jugend­li­chen ist kei­ne Frucht von „Lust­feind­lich­keit“ und Zölibat.

„Man wird eher vom Küs­sen schwan­ger, als vom Zöli­bat pädophil“
Cice­ro-Inter­view mit Hans-Lud­wig Kröber

 Gastbeitrag

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