Vor dem Bürgerkrieg

pdf der Druckfassung aus Sezession 32 / Oktober 2009

von Werner Olles

Kürzlich sprachen wir mit einer Bekannten, die seit zwanzig Jahren an einer Hauptschule in Dortmund unterrichtet. Die Schule liegt am Rande eines hauptsächlich von Türken, Arabern und Afrikanern bewohnten Stadtteils. Dementsprechend sind über achtzig Prozent der Schüler Muslime, der traurige Rest besteht aus Kindern, die aus deutschen Unterschichtfamilien stammen. Sie fallen in jeder Hinsicht kaum ins Gewicht. Die Bekannte, eine gestandene Pädagogin Ende vierzig, überraschte uns mit der Mitteilung, daß sie nun das Handtuch geschmissen habe. Sie sei am Ende ihrer Kräfte und könne das tägliche Chaos und den permanenten Terror nicht länger ertragen. Es vergehe kein Tag, an dem nicht die Polizei wegen Drogendelikten, Körperverletzung, Erpressung und ähnlichem in der Schule ermittelte. Die Probleme mit chronischen Schwänzern eskalierten, türkische und arabische Jung-Machos, deren Frauenfeindlichkeit jedes Maß überschreite, pöbelten die weiblichen Lehrkräfte an und hätten bereits Referendarinnen in die Flucht getrieben. Mit den Eltern zu reden sei fast immer sinnlose Zeitvergeudung, da diese ihre mißratenen Sprößlinge in aller Regel in Schutz nähmen oder kein Wort von der Problematik verstünden und zudem kaum Deutschkenntnisse vorhanden wären. Zu den Berufswünschen der Schüler, die unsere Bekannte unsentimental als »Grenzgänger der Evolution« bezeichnet, gehörten solch zukunftsträchtige Jobs wie Türsteher, Dealer oder Zuhälter.

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Inter­ven­tio­nen beim Kul­tus- oder dem soge­nann­ten »Inte­gra­ti­ons­mi­nis­te­ri­um« sei­en erfolg­los geblie­ben. Hier wer­de nach der Devi­se ver­fah­ren, daß nicht sein kann, was nicht sein darf. Ihr Dog­ma von der »mul­ti­kul­tu­rel­len Berei­che­rung « möch­te sich die für die­ses Desas­ter ver­ant­wort­li­che poli­ti­sche Klas­se von nie­man­dem kaputt­ma­chen las­sen. Schon gar nicht von den Betrof­fe­nen. Die Bekann­te erzähl­te, sie habe sich als Päd­ago­gin im Jus­tiz­straf­voll­zug bewor­ben. Ihr Freund arbei­te dort seit län­ge­rem, die Ver­hält­nis­se im Knast sei­en im Ver­gleich zu ihrer ehe­ma­li­gen Dienst­stel­le von wohl­tu­en­der Nor­ma­li­tät. Zwar sei­en auch hier über acht­zig Pro­zent der Straf­ge­fan­ge­nen Tür­ken, Ara­ber und Afri­ka­ner, doch befän­den die sich unter Kon­trol­le und wären eini­ger­ma­ßen dis­zi­pli­niert, da die meis­ten ihren Haupt­schul­ab­schluß nach­ho­len oder eine Leh­re anfan­gen woll­ten. Und im Ernst­fall sei auf Knopf­druck der Sicher­heits­dienst zur Stel­le, der nicht lan­ge fackelte.
Nach die­sem so depri­mie­ren­den wie auf­schluß­rei­chen Gespräch scho­ckier­te uns die Lek­tü­re des neu­en Ulf­kot­te-Buches Vor­sicht Bür­ger­krieg. Was lan­ge gärt, wird end­lich Wut nicht mehr so sehr. Einer­seits war uns die CIA-Stu­die, nach der im Jah­re 2020 in »Eura­bia« – die spöt­ti­sche US-Bezeich­nung für Euro­pa – die Lich­ter aus­ge­hen und der Zer­fall staat­li­cher Auto­ri­tät zusam­men mit eth­ni­schen Span­nun­gen und sozia­len Kon­flik­ten zu Revo­lu­tio­nen und Bür­ger­krie­gen füh­ren wür­den, ohne­hin bekannt. Ande­rer­seits lebt man als lang­jäh­ri­ger Bewoh­ner Frank­furts ja mit­ten­drin in einem der 165 von blu­ti­gen Unru­hen bedroh­ten Bezir­ke mit ihren No-Go-Are­as für Ein­hei­mi­sche, die Ulf­kot­te von Kiel-Met­ten­hof und Ros­tock-Lich­ten­ha­gen bis Frei­las­sing auf­lis­tet. Schwer­punk­te sind laut der bei­geleg­ten Kar­te Ham­burg, Bre­men und Han­no­ver, Tei­le Ber­lins und das gesam­te Ruhrund Rhein-Main-Gebiet, wäh­rend es in Mit­tel­deutsch­land, Bay­ern und Baden-Würt­tem­berg (noch) nicht so ver­hee­rend ausschaut.
Der Autor, der für die FAZ jah­re­lang in den Kri­sen­ge­bie­ten im Nahen Osten recher­chier­te und über gute Kon­tak­te zu west­li­chen Nach­rich­ten­diens­ten ver­fügt, leg­te bereits 2003 mit sei­nem zwi­schen­zeit­lich zen­sier­ten Best­sel­ler Der Krieg in unse­ren Städ­ten den Fin­ger in die schwä­ren­de Wunde.

Die poli­ti­sche Klas­se hat nicht nur sei­ne War­nun­gen in den Wind geschla­gen, sie hört selbst nicht mehr auf die Gewerk­schaft der Poli­zei (GdP), die Ulf­kot­tes Dar­stel­lun­gen des mul­ti­kri­mi­nel­len All­tags in deut­schen Metro­po­len voll und ganz bestä­tigt: Poli­zei­be­am­te, die am 1.Mai in Ber­lin von ihrer Füh­rung und den poli­tisch Ver­ant­wort­li­chen zum Stei­ni­gen durch Links­ex­tre­mis­ten und Migran­ten-Jugend­li­che frei­ge­ge­ben wur­den und sich in Haus­ein­gän­ge flüch­te­ten, um Atta­cken mit che­mi­schen Waf­fen zu ent­ge­hen; Feu­er­wehr­leu­te und Sani­tä­ter, die in Aus­län­der­ghet­tos bewußt in Hin­ter­hal­te gelockt und dort mit einem Stein­ha­gel ein­ge­deckt wer­den. Purer Zufall, daß es bei die­sen Gewalt­ver­bre­chen noch nicht zu Todes­op­fern gekom­men ist.
Zwar war­tet die Bun­des­re­gie­rung seit Jah­ren auf den »gro­ßen Knall«, unter­nimmt aber nichts. Man kann die­se ver­ant­wor­tungs­lo­se Hal­tung als »Unbe­lehr­bar­keit« bezeich­nen. Wahr­schein­li­cher ist, daß unse­rer poli­ti­schen Füh­rung die Zukunft Deutsch­lands herz­lich gleich­gül­tig ist. In Groß­bri­tan­ni­en, Frank­reich, Schwe­den, Däne­mark, den Nie­der­lan­den und Grie­chen­land haben Über­frem­dung und zuneh­men­de Kri­mi­na­li­tät bereits zu bür­ger­kriegs­ähn­li­chen Unru­hen geführt. Berich­te­ten unse­re »Qua­li­täts­me­di­en« gera­de noch über die jähr­lich 50.000 bren­nen­den Autos und die Auf­stän­de in fran­zö­si­schen Vor­städ­ten, erfah­ren wir über die explo­si­ven Zustän­de im übri­gen Euro­pa so gut wie nichts. Kein Sen­der berich­te­te dar­über, daß in Athen bei Stra­ßen­kämp­fen kon­ser­va­ti­ve und islam­kri­ti­sche Buch­hand­lun­gen zer­stört wur­den und im Zuge die­ses Van­da­lis­mus über zehn­tau­send Bücher ver­brannt wurden.
Ver­schwie­gen wur­de auch, daß in Stock­holm und Kopen­ha­gen ver­zwei­fel­te Bür­ger den Rocker-Club »Hells Angels« zu Hil­fe rie­fen, weil die Poli­zei sich offen­bar nicht in der Lage sah, sie vor dem Ter­ror »mul­ti­kul­tu­rel­ler Berei­che­rer« zu schüt­zen. Inzwi­schen ist es zu einer unhei­li­gen Alli­anz zwi­schen Links­ex­tre­mis­ten, isla­mi­schen Jugend­ban­den und der Orga­ni­sier­ten Kri­mi­na­li­tät gekom­men. Wobei unse­re Jus­tiz bei lin­ken Extre­mis­ten und »Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund« ger­ne bei­de Augen zudrückt. Die Fäl­le, die Ulf­kot­te hier anführt, sind eben­so gut doku­men­tiert wie bedrü­ckend. Beschä­mend ist auch der vor­aus­ei­len­de Gehor­sam, den »kri­ti­sche Jour­na­lis­ten« üben, wenn es dar­um geht, ihnen unan­ge­neh­me Tat­sa­chen zu ver­dre­hen. Da wird in der Pres­se aus dem Mes­ser­ste­cher »Moham­med B.« kur­zer­hand ein »Hans K.«. Bekannt für sol­che Machen­schaf­ten sind laut Ulf­kot­te u. a. das West­fa­len-Blatt und der Ber­li­ner Tages­spie­gel.
Ener­gisch räumt der Autor auch mit der Legen­de der angeb­lich nur die Tra­di­ti­on pfle­gen­den isla­mi­schen »Kul­tur­ver­ei­ne« auf. Bei nicht weni­gen die­ser »Ver­ei­ne« rei­che die kri­mi­nel­le Palet­te von Ter­ro­ris­mus­un­ter­stüt­zung über Dro­gen- und Frau­en­han­del bis zu Zwangs­pro­sti­tu­ti­on. Natür­lich ist Poli­zei und Jus­tiz das alles bes­tens bekannt. Man ver­schweigt den Deut­schen bis heu­te, daß die Mas­se der hier ansäs­si­gen Tür­ken im Grun­de ille­gal ein­ge­wan­dert ist. Denn es hat – anders als bei Ita­lie­nern, Spa­ni­ern oder Grie­chen – nie ein offi­zi­el­les Anwer­be­ab­kom­men mit der Tür­kei gege­ben. Ledig­lich durch Druck der USA auf das damals noch nicht sou­ve­rä­ne Deutsch­land erklär­te sich die Bun­des­re­pu­blik bereit, wäh­rend der tür­ki­schen Mili­tär­dik­ta­tur klei­ne­re Kon­tin­gen­te Gast­ar­bei­ter auf Zeit zu über­neh­men. Solan­ge die Tür­kei noch kein EU-Mit­glied ist, wäre es also mög­lich, all jene ohne deut­sche Staats­bür­ger­schaft wie­der nach Hau­se zu schicken.
Wir wer­den mit gro­ßer Sicher­heit den von Ulf­kot­te beschrie­be­nen düs­te­ren Sze­na­ri­en nicht ent­ge­hen. Jedoch ist eben­so denk­bar, daß es nicht zu gewalt­tä­ti­gen, bür­ger­kriegs­ähn­li­chen Aus­ein­an­der­set­zun­gen kommt: Man kann als Volk und als Nati­on auch ein­fach ver­schwin­den, also Platz machen für die­je­ni­gen, die die­sen Platz aus­zu­fül­len bereit sind. Denk­bar ist aber auch, daß die Deut­schen ihre lieb­ge­won­ne­ne Schwein­chen-Schlau-Men­ta­li­tät auf­ge­ben und von raff­gie­ri­gen, sanft­mü­ti­gen Ein­zel­ex­em­pla­ren wie­der zu einer Gemein­schaft wer­den, die als Nati­on und Volk über­le­ben will. Geschätz­ten vier Mil­lio­nen Mos­lems wird so oder so eine Grund­satz­ent­schei­dung abver­langt: Wer steht für die Ord­nung des Gast­lan­des ein und wer will eine ande­re Gesellschaft?

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