Dies alles war nicht neu …

1961, Stand: 686 200 Ausländer
„Die griechische Regierung wird griechische Arbeitnehmer mit ihren Familien, die aufgrund...

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.


die­ser Ver­ein­ba­rung in das Gebiet der Bun­des­re­pu­blik ein­rei­sen, jeder­zeit form­los zurückübernehmen.“
(§ 18 des deutsch-grie­chi­schen Anwer­be­ver­tra­ges, gleich­lau­ten­de oder ähn­li­che Bestim­mun­gen fan­den sich auch in Abkom­men mit ande­ren Län­dern, etwa der Türkei.)

1964, Stand: 976 000
„Wenn die Arbeits­zeit in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land pro Woche eine Stun­de län­ger sein wür­de und dadurch kein Gast­ar­bei­ter in Deutsch­land wären, wür­den sie das begrü­ßen oder nicht begrüßen?“
(Umfra­ge des Wickert-Insti­tuts; 70 Pro­zent der befrag­ten Män­ner, 64 Pro­zent der befrag­ten Frau­en bejah­ten den Vorschlag.)

1965, Stand: 1 172 000
„Die Her­an­zie­hung von noch mehr aus­län­di­schen Arbeits­kräf­ten stößt auf Gren­zen. Nicht zuletzt führt sie zu wei­te­ren Kos­ten­stei­ge­run­gen und zusätz­li­cher Belas­tung unse­rer Zahlungsbilanz.‘‘
(Bun­des­kanz­ler Lud­wig Erhard, CDU,  in sei­ner Regie­rungs­er­klä­rung vom 10. November)

1973, Stand: 3 527 000
„Es ist aber not­wen­dig gewor­den, daß wir sehr sorg­sam über­le­gen, wo die Auf­nah­me­fä­hig­keit unse­rer Gesell­schaft erschöpft ist und wo sozia­le Ver­nunft und Ver­ant­wor­tung Halt gebieten.‘‘
(Bun­des­kanz­ler Wil­ly Brandt, SPD, in sei­ner Regie­rungs­er­klä­rung vom Januar)

1981, Stand: 4 630 000
„Unse­re Mög­lich­kei­ten, Aus­län­der auf­zu­neh­men, sind erschöpft … Über­steigt der Aus­län­der­an­teil die Zehn-Pro­zent-Mar­ke, dann wird jedes Volk rebellisch.‘‘
(Aus­län­der­be­auf­trag­ter Heinz Kühn, SPD, laut Quick vom 15. Janu­ar 1981)

1982, Stand: 4 667 000
„Mir kommt kein Tür­ke mehr über die Grenze.‘
‘Bun­des­kanz­ler Hel­mut Schmidt, SPD, in Die Zeit vom 5. Febru­ar 1982

1984, Stand: 4 363 000
„Wir sind kein Ein­wan­de­rungs­land. Wir kön­nen es nach unse­rer Grö­ße und wir kön­nen es wegen unse­rer dich­ten Besied­lung nicht sein. Des­halb geht es dar­um, ohne Ein­grif­fe in die Rech­te des ein­zel­nen und der Fami­lie, ohne Ver­let­zung der Grund­sät­ze der Tole­ranz zu einer Ver­min­de­rung der Aus­län­der­zah­len zu kommen.‘‘
(Außen­mi­nis­ter Hans D. Gen­scher, FDP, Rede vor dem Bun­des­tag, zitiert nach Das Par­la­ment vom 27. Oktober.)

1986, Stand: 4 512 000
„Ich habe mich ent­schlos­sen, heu­te selbst vor der Bun­des­pres­se­kon­fe­renz zu spre­chen, weil der Zustrom der Wirt­schafts­asy­lan­ten Aus­ma­ße ange­nom­men hat; die zu einer ganz erheb­li­chen Belas­tung für die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land gewor­den sind und zu einer erheb­li­chen Beun­ru­hi­gung in der Bevöl­ke­rung geführt haben. Die Zahl der Asy­lan­ten steigt von Monat zu Monat . … Ich bin nicht gewillt, die­se Ent­wick­lung taten­los hin­zu­neh­men . … Die Sor­gen der Bevöl­ke­rung müs­sen ernst­ge­nom­men wer­den, denn die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ist kein Ein­wan­de­rungs­land und darf es auch nicht werden.‘‘
(Bun­des­kanz­ler Hel­mut Kohl, CDU, vor der Bun­des­pres­se­kon­fe­renz am 27. August)

1992, Stand: 6 495 000
„Man kann aus Deutsch­land mit immer­hin einer tau­send­jäh­ri­gen Geschich­te seit Otto I. nicht nach­träg­lich einen Schmelz­tie­gel machen. Weder aus Frank­reich, noch aus Eng­land, noch aus Deutsch­land dür­fen Sie Ein­wan­de­rungs­län­der machen. Das ertra­gen die­se Gesell­schaf­ten nicht… Schau­en Sie sich die Lage in die­sen bei­den Kunst­staa­ten an, die in den Pari­ser Vor­ort­ver­trä­gen 1919 geschaf­fen wor­den sind… Aus Deutsch­land ein Ein­wan­der­er­land zu machen, ist absurd…“
(Der frü­he­re Bun­des­kanz­ler Hel­mut Schmidt, SPD, in der Frank­fur­ter Rund­schau vom 12. September)

1999, Stand: 7 344 000
„Die Gren­zen der Belast­bar­keit durch Zuwan­de­rung sind überschritten.“
(Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Otto Schi­ly, SPD, laut Süd­deut­sche Zei­tung vom 3. November)

2004, Stand: 6 765 000 (die Ein­bür­ge­rung trägt sta­tis­ti­sche Früchte)
„Die mul­ti­kul­tu­rel­le Gesell­schaft ist gescheitert.“
(Ange­la Mer­kel als Spit­zen­kan­di­da­tin der Uni­on in einer Rede vom 20. Novem­ber mit Bezug auf die Inte­gra­ti­ons­pro­ble­me der mus­li­mi­schen – vor­wie­gend tür­ki­schen – Bevölkerung.)

Aus­führ­li­che Auf­stel­lung im Son­der­heft Sezes­si­on: Sar­ra­zin lesen.

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

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