Nazis raus!

Christian Wulff wünscht sich ja bekanntlich eine "bunte" bzw. eine "buntere" Republik. Das soll dann vermutlich so aussehen,...

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

wie es sich ein Maler in Ber­lin-Kreuz­berg vor­ge­stellt hat. In der Git­schi­ner Stra­ße Rich­tung Kott­bus­ser Tor fin­det sich auf eine Mau­er eine visio­nä­re Idyl­le  gepin­selt, auf die wir (<iro­nie aus>) zwei­fel­los alle zusteu­ern: brau­ne, gel­be, wei­ße, schwar­ze Kind­lein, Jun­gens und Mäd­chen rei­chen sich im Mul­ti­kul­ti­him­mel mit hell­blau­en Schäf­chen­wol­ken und FDJ-arti­ger Son­ne lächelnd die Hän­de und bil­den eine fröh­li­che Menschenkette.

Doch halt: was steht da auf dem Kopf von dem blon­den Kind? Sieht ganz so aus, als hät­te jemand das arme klei­ne Blaß­ge­sicht ange­malt. Zoo­men wir ein­mal näher ran:

Ein Hit­ler­bärt­chen und als Naz­i­ka­ins­mal auf der Stirn ein Spruch im Ghet­torap-Eng­lisch, der wohl soviel hei­ßen soll wie “Denk über dich selbst nach”! Auch ein zwei­ter hell­häu­ti­ger Jun­ge wur­de nach die­sem Prin­zip des “racial pro­filing” aus­ge­son­dert und hitlerisiert.

Die­se hüb­sche klei­ne sym­bo­li­sche Aus­gren­zung fin­det sich in einem Stadt­teil, in dem die brau­nen, gel­ben und schwar­zen Men­schen das Stra­ßen­bild domi­nie­ren. Ver­mut­lich füh­len die­se Armen sich von den paar ver­blie­be­nen Blon­den, Blei­chen und Blau­äu­gi­gen schreck­lich dis­kri­mi­niert und unterdrückt.

Tja, sehr geehr­te Damen und Her­ren, lie­be deut­sche Neger und heu­te gebo­re­ne, mor­gen bes­tens inte­grier­te Kar­tof­feln, Weiß­bro­te, Schlam­pen, Schwei­ne­fleisch­fres­ser und Scheiß­chris­ten, gewöhnt euch schon ein­mal dar­an, daß ihr auch in der zukünf­ti­gen bun­ten Repu­blik bestän­dig euer “Weiß­sein”, eure Nazi­ver­gan­gen­heit und euer Gewis­sen kri­tisch erfor­schen dürft. Man hat ja eine geschicht­li­che Ver­ant­wor­tung. Aber nein, das hat rein gar nichts mit “Ras­sis­mus” zu tun, ganz im Gegen­teil, das sind nur Maß­nah­men, um den Ras­sis­mus end­lich aus der Welt zu schaffen.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

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