Sezession
4. Oktober 2010

Nazis raus!

Martin Lichtmesz

Christian Wulff wünscht sich ja bekanntlich eine "bunte" bzw. eine "buntere" Republik. Das soll dann vermutlich so aussehen, wie es sich ein Maler in Berlin-Kreuzberg vorgestellt hat. In der Gitschiner Straße Richtung Kottbusser Tor findet sich auf eine Mauer eine visionäre Idylle  gepinselt, auf die wir (<ironie aus>) zweifellos alle zusteuern: braune, gelbe, weiße, schwarze Kindlein, Jungens und Mädchen reichen sich im Multikultihimmel mit hellblauen Schäfchenwolken und FDJ-artiger Sonne lächelnd die Hände und bilden eine fröhliche Menschenkette.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Doch halt: was steht da auf dem Kopf von dem blonden Kind? Sieht ganz so aus, als hätte jemand das arme kleine Blaßgesicht angemalt. Zoomen wir einmal näher ran:

Ein Hitlerbärtchen und als Nazikainsmal auf der Stirn ein Spruch im Ghettorap-Englisch, der wohl soviel heißen soll wie "Denk über dich selbst nach"! Auch ein zweiter hellhäutiger Junge wurde nach diesem Prinzip des "racial profiling" ausgesondert und hitlerisiert:

Diese hübsche kleine symbolische Ausgrenzung findet sich in einem Stadtteil, in dem die braunen, gelben und schwarzen Menschen das Straßenbild dominieren. Vermutlich fühlen diese Armen sich von den paar verbliebenen Blonden, Bleichen und Blauäugigen schrecklich diskriminiert und unterdrückt.

Tja, sehr geehrte Damen und Herren, liebe deutsche Neger und heute geborene, morgen bestens integrierte Kartoffeln, Weißbrote, Schlampen, Schweinefleischfresser und Scheißchristen, gewöhnt euch schon einmal daran, daß ihr auch in der zukünftigen bunten Republik beständig euer "Weißsein", eure Nazivergangenheit und euer Gewissen kritisch erforschen dürft. Man hat ja eine geschichtliche Verantwortung. Aber nein, das hat rein gar nichts mit "Rassismus" zu tun, ganz im Gegenteil, das sind nur Maßnahmen, um euch den Rassismus endlich aus der Welt zu schaffen.


Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

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