Integrationsmaschine Offenbach

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Probleme mit der nichtdeutschen Bevölkerung schönzureden. Man kann a) Statistiken schlicht falsch zitieren...

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

(die angeb­lich immensen Abitu­ri­en­ten­zah­len unter Migran­ten­kin­dern, die Nai­ka Fou­rou­tan jüngst vor Mil­lio­nen­pu­bli­kum nann­te und die schnell gera­de­ge­stellt wur­den, sind ein schö­nes Beispiel).

Man kann b) sich der „Klartext“-Sprache bedie­nen (See­hofer et al.) und dabei sug­ge­rie­ren, man arbei­te schon seit Jah­ren an der Behe­bung der Pro­blem­la­gen und man kann c) Zah­len und Täter ver­schlei­ern. Richt­li­nie 12.1. des deut­schen Pres­se­rats sieht vor, daß in Medi­en die eth­ni­sche Zuge­hö­rig­keit des mut­maß­li­chen oder tat­säch­li­chen Täters nicht erwähnt wer­den soll, auch die meis­ten Kri­po-Stel­len – und damit die ver­öf­fent­lich­ten Kri­mi­na­li­täts­sta­tis­ti­ken ver­zich­ten auf eine Erfas­sung nach Migrationshintergrund.

Mit Stra­te­gie d) wie­der­um wer­den Nebel­ker­zen in öffent­li­chen Dis­kus­sio­nen gezün­det. Ein Bei­spiel: Ges­tern hör­te ich zum wie­der­hol­ten Mal das Gerücht – öffent­lich vor­ge­tra­gen– , daß aus­ge­rech­net Offen­bach ein Mus­ter­bei­spiel an Inte­gra­ti­on abbil­de. Offen­bach hat einen Aus­län­der­an­teil von 30%, in Innen­stadt­be­zir­ken und unter der jugend­li­chen Bevöl­ke­rung ist er wesent­lich höher. Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund sind dabei nicht berück­sich­tigt. Her­kunfts­deut­sche dürf­ten dem­nach maxi­mal die Hälf­te der Bevöl­ke­rung aus­ma­chen. Bereits im Sep­tem­ber hat­te der Frei­bur­ger His­to­ri­ker Ulrich Her­bert im Inter­view mit dem Deutsch­land­ra­dio Offen­bach als Bei­spiel ange­führt, daß hier wohl eini­ges rich­tig gemacht werde:

…es fällt ja auf, daß die Rie­sen­pro­ble­me, die man in Ber­lin, in Neu­kölln betrach­ten kann, in der Stadt mit den meis­ten Aus­län­dern in Deutsch­land, das ist glau­be ich Offen­bach, nicht so stark auf­tre­ten, da scheint es also gro­ße Unter­schie­de zu geben, das ver­weist auf poli­ti­sche Unterschiede.

Inwie­fern und auf Grund wel­cher Daten Prof. Her­bert Offen­bach posi­tiv auf­ge­fal­len ist, ver­schweigt er.

Ges­tern spra­chen, eben­falls im Deutsch­land­ra­dio, der Mode­ra­tor und die Offen­ba­cher Bür­ger­meis­te­rin Bir­git Simon eini­ger­ma­ßen begeis­tert über die „Inte­gra­ti­ons­ma­schi­ne Offenbach“.

Scholl: Nun scheint es in Offen­bach aber doch anders und bes­ser zu lau­fen als in ande­ren Städ­ten. Sie, Frau Simon, haben Offen­bach, Ihre Stadt, mal eine Inte­gra­ti­ons­ma­schi­ne genannt. Was mei­nen Sie damit, dass es in Offen­bach beson­ders gut klappt?

Simon: Nein, das heißt … auch, ja, kann ich schon ant­wor­ten, nein, weil es ein Ver­ständ­nis dar­über gibt, dass Inte­gra­ti­on lau­fen muss, dass es einen Motor geben muss, des­we­gen Inte­gra­ti­ons­ma­schi­ne, die immer schön am Lau­fen bleibt, und dass viel Kraft dafür und Ener­gie auf­zu­wen­den ist, weil sonst läuft eine Maschi­ne natür­lich auch nicht. Und was die Stadt macht, ist, dass sie Kraft und Ener­gie auf­bringt, auch Geld ein­setzt, aber auch gute Ideen hat, und die Bür­ger­schaft in der Stadt dies, fin­de ich, gut ver­stan­den hat und selbst anpackt.

Scholl: Erzäh­len Sie mal ein biss­chen von die­sen Ideen, was läuft denn dem­nach in Offen­bach rich­tig oder bes­ser als in ande­ren Städten?

Simon: Na, dass man ein­mal ein Ver­ständ­nis hat oder ich auf jeden Fall ein Ver­ständ­nis habe und die Stadt­re­gie­rung hier, dass es auch einen gro­ßen Sinn macht, die Migran­ten selbst zu Akteu­ren von Inte­gra­ti­ons­leis­tun­gen zu gewin­nen, das heißt, ihnen nicht nur Anfor­de­run­gen zu stel­len und ihnen zu sagen, wie sie sich inte­grie­ren kön­nen, son­dern sie auch ein­zu­be­zie­hen und zu sagen, macht ihr das Ange­bot vor Ort, wir hel­fen euch und unter­stüt­zen euch. Es gibt ein För­der­pro­gramm für bestimm­te Inte­gra­ti­ons­leis­tun­gen, die könnt ihr auch mal in der Moschee machen oder im Kul­tur­ver­ein, wenn es um das The­ma Ein­glie­de­rung von Jugend­li­chen in den Arbeits­markt geht. Und die­se Mög­lich­kei­ten, die wer­den schon in Anspruch genom­men. Oder dass Ein­wan­de­rer jetzt nicht erst lan­ge die Migra­ti­ons­be­ra­tungs­stel­le mal auf­su­chen müs­sen, obwohl das ja nicht so vie­le sind, son­dern dass Ein­wan­de­rer gefragt wer­den in der Aus­län­der­be­hör­de, kön­nen wir Ihren Namen gleich wei­ter­ge­ben zum Migra­ti­ons­be­ra­ter, damit das schnel­ler geht, dass es nicht so viel Her­um­ir­ren gibt, son­dern man mög­lichst früh anfängt. Und ich glau­be, dass das einen guten Sinn macht.

Argu­men­te, Bele­ge fürs Funk­tio­nie­ren der “Inte­gra­ti­ons­ma­schi­ne”: nien­te! Im Kopf von ein paar zehn­tau­send Hörern wird aber hän­gen­blei­ben: Mul­ti­kul­ti kann also klap­pen, da in Offen­bach näm­lich, wo alle irgend­wie an einem Strang ziehen.

Auf ihrer Netz­sei­te schreibt die Grü­nen-Poli­ti­ke­rin übri­gens in viel­leicht nicht zufäl­lig extra­va­gan­ter Rechtschreibung:

“Dass deutsch­land ein Ein­wan­de­rungs­land ist, spricht sich mitt­ler­wei­le selbst in kon­ser­va­ti­ven Krei­sen herum.”

Ich hin­ge­gen kann das hübsch-bun­te Bild aus eige­nem, sub­jek­ti­ven Erle­ben nicht bestä­ti­gen. Von ungu­ten Kon­fron­ta­tio­nen mit Offen­ba­cher Migra­ti­ons­kli­en­tel könn­te ich ein Lied (mit zahl­lo­sen Stro­phen) sin­gen, ich ken­ne auch aus eige­ner Erfah­rung die ein­schlä­gi­ge Ver­tu­schungs­ar­beit, die von Leh­rern und Sozi­al­ar­bei­tern geleis­tet wird, wenn mal wie­der einem aus­län­di­schen Schü­ler oder sons­ti­gen Kli­en­ten „die Zukunft nicht ver­baut“ wer­den soll. Ich erin­ne­re mich noch „gut“ an zahl­rei­che Freun­de die grund­sätz­lich und auf­grund ein“schlägiger“ Erfah­run­gen nie die Offen­ba­cher Innen­stadt besuch­ten. Mei­ne Eltern und vie­le ihrer Bekann­ter mei­den auch heu­te die Stadt und haben sich ihre Geschäf­te und Ärz­te im Umkreis gesucht. Gut, dies alles ist ähn­lich sub­jek­tiv und schwer beleg­bar wie die Rede von der „Inte­gra­ti­ons­ma­schi­ne Offenbach.“

Belegt sind aller­dings fol­gen­de Zah­len, die nicht ganz ein­fach zu fin­den waren – sie­he oben, Stra­te­gie c). Ich ver­mu­te Trans­pa­renz könn­te in man­chen Punk­ten den Inte­gra­ti­ons­mo­tor schwer ins Stot­tern bringen.

Von 7000 Arbeits­lo­sen in Offen­bach (Quo­te: 13%) sind 3200 Aus­län­der. Gar 50% der „erwerbs­fä­hi­gen Hil­fe­be­dürf­ti­gen“ (sprich: Hartz IVler und Ver­gleich­ba­re) sind Aus­län­der. Ein­ge­deutsch­te mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund sind dabei nicht miterfaßt!

Eine Kri­mi­na­li­täts­sta­tis­tik will die Sta­tis­tik­stel­le der Stadt Offen­bach „in Kür­ze“ prä­sen­tie­ren, man darf gespannt sein, ob dort nur nach Straf­tat­be­stän­den oder auch nach eth­ni­scher Zuge­hö­rig­keit dif­fe­ren­ziert wird. Durch­ge­si­ckert ist immer­hin, daß von 16 Mehr­fach- und Inten­siv­tä­tern in Offen­bach 15 einen Migra­ti­ons­hin­ter­grund haben.

Ach ja, „durch­si­ckern“ tut so vie­les! Um die eth­ni­sche Zuschrei­bung „Sin­ti und Roma“ bzw. Zigeu­ner zu umge­hen (die in OF durch­aus nicht in Lagern, son­dern in Pracht­vil­len leben), griff die regio­na­le Tages­zei­tung Offen­bach-Post häu­fi­ger zur For­mu­lie­rung „mobi­le eth­ni­sche Min­der­heit“. Vor eini­ger Zeit ging es um das Trei­ben einer mut­maß­li­chen Betrü­ger­grup­pe, und man schrieb von „Damen mit Vor­lie­be für bun­te Klei­der.“ Die öffent­li­che Rüge des Pres­se­ra­tes folg­te auf den Fuß. Nach des­sen Auf­fas­sung hat der Autor Vor­ur­tei­le gegen eine Min­der­heit geschürt.

Manch­mal eben rat­tert die „Inte­gra­ti­ons­ma­schi­ne Offen­bach“ ein wenig schwer­gän­gig. Häu­fig anschei­nend, weil die „Will­kom­mens­kul­tur“ nicht laut genug dröhn­te. Aber man kann ja ein­fach mal laut sagen: „Hier läuft alles prima.“

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

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Kommentare (24)

Offenbacher

29. Oktober 2010 14:02

Interessant ist sicherlich auch die Situation an den Schulen. Ein großer Teil des Haushalts wurde in den letzten Jahren in die weiterführenden Schulen, insbesondere in die Gymnasien gesteckt. Eine private Grundschule soll das seit letztem Jahr ergänzen.
Unter der Hand ist es bekannt, dass diese Investition der verzweifelte Versuch sind, steuerzahlende Eltern im Offenbacher Stadtgebiet zu halten, wobei selbst Schulen wie das Leibnizgymnasium, das sich gerne einen humanistisch-traditionellen Anstrich gibt, in den unteren Klassenstufen höchst kosmopolitische Mischungen aufweisen, die zu allseitsbekannten Herausforderungen führen...
Das einzig gute an Offenbach sind seine schönen Randgebiete wie Rumpenheim, Waldheim und das Buchraingebiet.
Trotzdem kenne ich nur wenige, die nach dem Abitur dauerhaft in OF bleiben wollen...

derherold

29. Oktober 2010 14:07

Simon, Herbert etc. .... bis runter zum kleinen Beamten im Sozialapparat oder der Grundschullehrerin ... kommen doch aus der selbstaufgestellten Falle nicht wieder heraus.

Was sollen sie denn tun, als a) jede Schwierigkeit als vernachlässigenswert oder zumindest behebbar zu beschreiben und b) weitere Fördermaßnahmen, Zuschüsse, Mitarbeiter, Kurse zu fordern ?

Das hat "man" Ihnen doch nahegelegt:
Die komplette Medien- und akademische Elite hat mitgezogen - aus dem Kulturbereich ist seit 20 Jahren nichts Entscheidendes mehr zum Thema "Einwanderung" gekommen - und der "Bürger", der "Wähler" deckt das Verhalten.

Ich sehe derzeit kein "Heil" in der Rettung der Gesellschaft; der wildgewordene Kleinbürger des Westens muß wohl erst in der Rolle des "weltoffenen Liberalen" zu einem Ende kommen ... wie immer das dann aussehen mag.

schafspelz

29. Oktober 2010 16:12

Grüß Gott Frau Kositza,

apropo falsche Statistiken, blicken wir auf den Kontext. In den Beitrag zuvor - leider keine Kommentierung zugelassen - heißt es, "der häufigste männliche Vorname in England" sei identifiziert.

1. Das klingt nach dem am häufigsten Vornamen aller Personen - das ist falsch.

2. Es geht um die Namensgebung für Neugeborene. Stellen wir uns vor der Name Mohammed wird 7000 mal vergeben, allein der von Kevin "nur" 6500 mal und der von Jaqueline auch "nur" 6500 mal. Und so gehts es weiter mit James, Caroline und Gabriel (dem Erzengel) mit nur noch 100 Namensgebungen zum Schluß.

Wie wäre es mit Addition und dann einer Korrektur ihres Textes?

Fazit: ich glaube nur noch den Statistiken, die ich selber zitiere.

Dies ist zugleich ein Beitrag zur sog. "Deutschenfeindlichkeit" ...Bsp: Mein lieber Nachbar, ein junger deutscher Mann, weigert sich in Schwaben die Kehrwoche einzuhalten, hoffe er taucht in ihrer Statistik als Deutschenfeind auf.

Lasst euch nicht spalten Leute von den Feinden der göttlichen Ordnung!

totti

29. Oktober 2010 16:32

ja,ja so ist es.

rjaeck

29. Oktober 2010 20:45

Verehrte Frau Kositza,

nach dem hier Gelesenen scheint die Offenbacher "Integrationsmachine" nicht zu stottern, sondern gänzlich verkehrt herum zu laufen - na ja, wenn sie von der falschen Seite angetrieben wird, kein Wunder!

Die seit Sarrazin entfachte veröffentlichte Integrationsdebatte ist doch nur ein Versuch, die Probleme mit dem Islam zu beschönigen.

Seien Sie froh, daß Sie in der sächsisch-anhaltinischen Provinz die Anlässe derartiger Maschinenparks nicht vor der Haustür haben!

In der märkischen Tagespresse war vor einigen Wochen ein Leserbrief einer deutschen Dame abgedruckt, die in Berlin in der Gegend des Kottbuser Tores drei Passanten nach einer bestimmten Adresse befragte - keiner konnte ihr eine verständliche (deutschsprachige) Antwort geben. Sie fragte am Schluß resigniert: Ist es nicht das, was Sarrazin meint? - Bezeichnend für den Zustand deutscher Großstädte!

Danilo Tepsa

29. Oktober 2010 21:48

Verehrte Frau Kositza!

Herzlichen Glückwunsch zu diesem auf den Punkt treffenden Artikel von einem nicht "eingedeutschten", sondern durch und durch deutschen (die Engländer verwandten früher mal das schöne Wort "naturalisiert") treuen Verfolger der SiN mit kroatischen Eltern. Mich hat es nur einmal, als Evangelist einer Bachschen Johannespassion nach Offenbach verschlagen, aber schon die Mainzer Neustadt und weite Teile Frankfurts lassen ja erahnen, wie es weiter östlich dann aussehen muss...
Ich frage mich meist, ob die "Nebelkerzen" wirklich aus Gründen der vorsätzlichen Täuschung gezündet werden, oder ob Menschen wie Frau Simon mittlerweile ihrer eigenen Propaganda zum Opfer gefallen sind. Und dann frage ich mich, was schlimmer wäre...

Schopi

29. Oktober 2010 22:02

Ein Mann kommt in den Himmel und sieht eine Menge Uhren, deren Zeiger
sich alle in verschiedenen Geschwindigkeiten bewegen.

Er fragt Petrus:
"Was sind denn das für seltsame Uhren?"

Petrus antwortet:
"Für jede Stadt auf der Erde gibt es eine Uhr, und
jedesmal, wenn ein Idiot geboren wird, bewegt sich der Zeiger um eine
Sekunde nach vorne."

"Aha. Und wo ist die Uhr für Offenbach?"

"In der Küche - wir benutzen sie als Ventilator."

waldemar

30. Oktober 2010 07:49

Lieber Schafspelz,

Sie haben recht. Aber bedenken Sie, Mohammed ist für Neugeborene Jungen der häufigste Vorname, dann folgt Oliver. Keine Information haben wir aber über den Dritt-, Viert- Fünft- usw. -plazierten. Und wenn diese "Fatih", "Jihad" etc. lauten? Was ist mit den Mädchen? Rangiert "Anne" villeicht noch knapp vor "Filiz"? Man müßte schon die gesamte Statistik sehen.
Trotzdem kann man aus der Tatsache, daß "Mohammed" an der Spitze liegt, eine Tendenz in der Gesellschaft ablesen.

PS: Zur Deutschenfeindlichkeit gehört schon mehr, als die Kehrwoche nicht einzuhalten. Ich bin auch nicht germanophob, nur weil ich es als Kölner ablehne, am Karnevalstrubel teilzunehmen.

Flash

30. Oktober 2010 12:13

Wenn es einer so gewaltigen "Integratiosnmaschien" bedarf, um etwas zu bewegen, dann sagt das doch schon alles. Und wenn manches in Offenbach womöglich ruhiger abgeht als anderswo, dann doch wohl deshalb, weil die Einwanderer bereits die Hegemonie erreicht haben!

Wenn die gemolkene Kuh reichlich Milch gibt, warum soll man da Ärger machen??

Die Träger der bisherigen Ordnung befinden sich auf dem Rückzug, weichen aus, machen den Trägern der neuen Ordnung Platz. Medien, Schulen, staatliche Verwaltung und Politik halten die Schnauze, vertuschen, passen sich an, ducken sich weg.

So ergibt sich ein geschöntes Bild, das den wahren Schverhalt völlig konterkariert.

Biobrother

30. Oktober 2010 12:51

Es gab jüngst im WDR5-Morgenradio - anlässlich des Geburtstags des Pädagogen Friedrich Adolph Wilhelm Diesterweg - eine kulturhistorische Gegenüberstellung früherer und heutiger "integrativer" Pädagogik, wobei in einem eingespielten satirischen Sketch ein Lehrer der "Ulrike-Meinhof-Gesamtschule" seine Schüler zur Ordnung rief, darunter auch die kleine Priscilla-Maren-Vanessa (den kleinen Mohammed musste man sich denken). Vermutlich in etwa die gelungene Integrationsarbeit, die der grünen Frau Bürgermeisterin so vorschwebt.

totti

30. Oktober 2010 15:35

@Schopi

Das würde ja heissen , dass in
Offenbach nur noch Idioten geboren werden denn so ein Ventilator dreht sich ja sehr schnell.

Integrationsmaschine ist ein sehr zielweisendes Wort.
Diese Maschine braucht auch eine Masse die sie verarbeiten kann :
die globale Verschiebungsmasse Mensch.
Wäre das BSP der Türkei höher als in der BRD würde Offenbach dann woanders stattfinden .
Die Leute kommen ja schliesslich nicht nach Offenbach weil die Sonne da länger scheint, sondern aus wirtschaftlicher Motivation.

nico

30. Oktober 2010 17:07

Bei +50% Arbeitslosigkeit unter Zugewanderten würde ich nicht von "wirtschaftliche Motivation" sprechen wollen. Vielleich von
"Sozialstaatsmotivation" oder so.

enickmar

30. Oktober 2010 19:56

Hier noch ein Link über Foroutansche Statistik:

https://cdu-politik.de/2010/09/08/sarrazin-debatte-naika-foroutan-und-die-falschen-zahlen/

Schopi

30. Oktober 2010 21:11

@ totti

>>Das würde ja heissen , dass in Offenbach nur noch Idioten geboren werden ...l.<<

Das ist ein sog. "Offenbach-Witz"

Diese, zumeist sehr gehässigen "Witze", werden von den pösen Nachbarn auf der anderen Seite des Maines gern zum Besten gegeben.
Offenbach, die alte Arbeiterstadt, der kleine, nicht so auf Rosen gebettete Nachbar des großkotzigen Frankfurt wird hier auf die Schippe genommen. Der Ursprung dieser Frotzeleien liegt in einer Zeit, als eben dort noch Deutsche wohnten.

Ich mußte nur daran denken, als ich letztens dort (in Offebach) zu Besuch war, ich lief durch ein Viertel unweit des Rathauses und fühlte mich (abgesehen von den Temperaturen) wie in einer Stadt im arabischen Raum. Diese Stadt ist verloren und Witze dieser Art sind hier eigentlich fehl am Platze.

Als Bewohner einer eher ländlichen Gegend sind meine Sinne noch nicht so stumpf geworden und der Begriff "Idiot" ist gar nicht so abwegig für Menschen, die mir dort wie selbstverständlich erzählten, daß sie sich nach 20 Uhr in keine U oder S-Bahn in ihrer HEIMATSTADT mehr trauen, dafür aber in ihrer Parallelgesellschaft "Multikulti" toll finden und die Grünnen wählen.

Bauer Gerhard

31. Oktober 2010 05:00

Das Problem ließe sich auch heute noch relativ einfach lösen, wenn man denn wollte.
Streichung des Elterngeldes, Kindergeldes für Ausländer.
Keine Sozialleistungen für Ausländer.
Sonderschulen für Ausländer, in denen sie in ihrer Heimatsprache unterrichtet werden, um ihnen eine Rückkehr in ihre Heimat zu erleichtern. Das wäre ein gutes Betätigungsfeld für die diversen Zentralräte und völkischen Verbände der Ausländer in Deutschland.
Durch die gute Schulbildung, die sicher besser ist als in ihren Heimatländern, hätten sie in ihrer Heimat gute Chancen und könnten so am Aufbau ihrer Heimat mitwirken.

Unke

31. Oktober 2010 15:41

Es liegt mir ja auf dem Herzen, eine grundsätzliche Suada über diesen "Integrations"- Mist loszulassen, aber da würde ich wahrscheinlich letztlich lediglich zwei Ausgaben der Sezession rezitieren...

Als jemand, der zum Zahnarzt (Deutscher) nach Offenbach geht und auch mal "seinen" Elektriker (naturalisierter [assimilierter, wie Erdogan sagen würde] Kroate) in OF besucht hat könnte ich auch den einen oder anderen Augenschein beisteuern.
Zunächst natürlich, für jedermann sichtbar: vom Straßenbild her ist OF, wie viele anderen Innenstädte (Mannheim-Ludwigshafen, die einschlägigen Stadtteile Berlins etc.) ethnisch längst gekippt. Leute mit Bin-Laden Vollbärten und weißen Kaftans am hellichten Tage sind dort wahrlich nichts Besonderes; immerhin registriert man sie noch --im Unterschied zu den Kopftüchern (zu viele!).

Was hier und anderswo zu beobachten ist ist nicht neu, mit Sarrazin jedoch populär geworden. Es sind Kennzeichen einer demographischen Entwicklung, die ja bereits gekippt ist. Deswegen besteht Sarrazins Verdienst ja auch nicht in seinen untauglichen Lösungsvorschlägen, sondern in der Beschreibung des status quo. Es kann jetzt niemand mehr behaupten, er hätte von nichts gewusst: sowohl anekdotische Evidenz (wie ein Besuch in Offenbach, z.B.) als auch die Statistik ist unerbittlich.
Interessant ist ja, wie aufgeregt sich die politmediale Elite ob der "Enthüllungen" von Sarrazin geriert hat, so als hätte sie sich ertappt gefühlt. Merkwürdig, oder? Denn "Sarrazin" hat lediglich bestätigt, dass die Strategie des bewusst herbeigeführten Volkstods aufgeht. Er und viele andere (Gunnar Heinsohn etwa) teil(t)en ja nur den Befund "Ihr habt gewonnen!" mit ...und schon isses wieder nicht recht.

Aber zum eigentlichen Thema: dass OF im Unterschied zu anderen "Brennpunkten" im nördlicheren Deutschland eine "Integrationsmaschine" ist hat einen ganz einfachen Grund:
Jobs und Geld.

Das Rhein-Main Gebiet ist eines der wirtschaftlichen Kraftzentren der Republik (eine Analyse dessen kann hier nicht geleistet werden). Pro Kopf wird nirgends so viel in den Länderfinanzausgleich eingezahlt wie hier (Dank an die Oberpfeife R. Koch!). Das bedeutet, dass im Unterschied zur Berliner Wüste hier jeder Arbeit findet der welche sucht - auch unser Schätzchen aus den Morgenland; eine Hartz IV - Karriere ist also nicht zwangsläufig. Mit ein paar Gramm Fleiß in der Schule besteht berechtigte Aussicht seinen auskömmlichen Platz in der heimischen Ökonomie -auch der illegal-hochprofitablen- zu finden.
Und diejenigen bei denen das nicht der Fall ist werden halt staatlicherseits mit Geld zugeschissen - wird haben's ja.

Möglich macht das ein überkommener Arbeitsethos, der es den Staatskleptokraten erlaubt, 70% und mehr des erwirtschafteten Sozialprodukts zu rauben und für ihre Zwecke umzuleiten. "Überkommen" ist dieser Mittelklasse- Arbeitsethos deswegen, weil er nur bedingt rational ist und solche Abgabequoten selbstverständlich auch die Leistungserbringer dauerhaft deformieren werden (aber darum geht es hier nicht).

Zusammengefasst:
Die "Offenbacher Integrationsmaschine" besteht aus einem wirtschaftlich prosperierenden Umland, einer demütigen Mittelschicht und einem gegenüber den "Belangen" der Fremdvölker servilen öffentlichen Sektor, inkl. der üblichen Schandjustiz.

Eines noch zum Schluss, sozusagen als Anhang:
Der Begriff "Integration" ist ein Wieselwort und als solches von der die Deutungshoheit innehabenden linksgrünen Mafia längst vereinnahmt. Man kann z.B. eine "Integration" der "Ausländer" in den sozialistischen Mainstream nicht wirklich wünschen (ganz abgesehen davon, dass "Integration" die Definition von Deutschland als Einwanderungsland voraussetzt)!
Was sich viele wünschen -die Reaktionen auf "Sarrazin" zeigen es- sind ganz einfache Dinge: zuvörderst, dass Ausländer ihre Rechnungen selbst bezahlen und dann (aber bereits mit gewissem Abstand) dass sie nicht gegen die Deutschen instrumentalisiert werden (z.B. als Lohndrücker). Niemand verlangt, dass Ausländer so werden wie "wir". Die können bleiben wie sie sind - im Ausland. Das Leben könnte so einfach sein…

I. M.

1. November 2010 00:45

"Alle Religionen sind gleich und wenn nur die Leute, die sich bekennen, ehrliche Leute sind, auch wenn es Türken und Heiden sind, die kämen und das Land besiedeln wollten, so bauen wir ihnen Moscheen und Kirchen" - 1740, Friedrich II von Preußen
wir waren schon mal weiter...

Toni Roidl

1. November 2010 14:28

»Im Kopf von ein paar zehntausend Hörern wird aber hängenbleiben: Multikulti kann also klappen, da in Offenbach nämlich, wo alle irgendwie an einem Strang ziehen.« Das glaube ich nicht. Bei solchen vielleicht, die es glauben wollen. Die reale Kehrseite des Multikulti-Klimbims ist zu offensichtlich. Die linksversifften Medien sind so glaubwürdig wie die Endsiegpropaganda im April '45. Und wer hört schon DLF-Radio? (Außer Ihnen und mir?)

Martin Lichtmesz

1. November 2010 17:24

Abt. Frappierende Eimfältigkeit:

„Alle Religionen sind gleich und wenn nur die Leute, die sich bekennen, ehrliche Leute sind, auch wenn es Türken und Heiden sind, die kämen und das Land besiedeln wollten, so bauen wir ihnen Moscheen und Kirchen“ – 1740, Friedrich II von Preußen
wir waren schon mal weiter…

Oder auch weniger weit: wieviele Muslime gab es denn bitte in Preußen 1740? Ein Dutzend, zwei Dutzend? Und wieviele gibt es heute? Eben.

Joe Müller

1. November 2010 20:47

Das ist das Ärgerliche an solchen Quatschforen: Sie kanalisieren unsere Energie in Debatten mit Wirrköpfen. Anstatt hier auf Unsinn, wie von I. M. einzugehen, sollte man lieber z.B. bei amazon Rezensionen schreiben. Die erreichen viele Leute und sind auf Dauer zu lesen.

totti

2. November 2010 09:09

@i.m.

Den ersten grundlegenden legislativen Schritt Friedrichs auf dem Feld der Judenpolitik bildete das “Revidierte Generalreglement“ von 1750, das an die Stelle jener Judenordnung trat, die sein Vater 1730 erlassen hatte. In unzähligen Paragraphen, die das Regelwerk von 1730 allein quantitativ um ein Mehrfaches übertrafen, formulierte der Monarch den Anspruch, zum Schutze der christlichen Untertanenschaft die demographische und ökonomische Entwicklung der jüdischen Minderheit in feste Bahnen zu lenken und einer stetigen Überwachung zu unterwerfen.

Wir waren schon mal weiter.

Biobrother

2. November 2010 22:26

Seitens der Universität Tübingen wurde zur Zukunft des Islam in Deutschland eine auf das Jahr 2030 projizierende Studie bzw. eine auf Fortschreibung bestimmter Entwicklungen gestützte Prognose erstellt, die ich hier einmal zur Kenntnis geben wollte, da ich selbige recht realistisch fand.

(Auf der verlinkten Seite sind zentrale Aussagen dieser Studie zusammengefasst. Von dort aus geht es durch einen unten auf der Seite stehenden weiteren Link dann direkt zum Originaltext der 13-seitigen Studie (pdf.-Datei). Autor der Studie ist offenbar ein liberaler evangelischer Religionswissenschaftler, der außerdem Mitglied der „Christlich-Islamischen Gesellschaft (CIG)“ ist, somit also ein Befürworter eines Dialogs der Religionen).

https://europenews.dk/de/node/463

Biobrother

2. November 2010 23:16

PS:
Was dem einen ein offenkundiges Horrorszenario (nämlich den Betreibern der verlinkten islamkritischen Seite), ist dem anderen (z.B. dem Autor der Studie) offenbar eine vorsichtig optimistische Vision ... so unterschiedlich kann man das wohl sehen.

FFlecken

3. November 2010 00:04

Solch eine Propaganda ist mäßige Realsatire. Offenbach - die Integrationsmaschine... Frau Bürgermeisterin scheint auf dem Mars zu residieren, um von dort ihre durchsubventionierten Migrationsheinis zu delegieren. Jeder mit Ortskenntnis weiß, wie es sich in der Realität verhält.

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