Sezession
8. Dezember 2010

Der Name Heitmeyer

Gastbeitrag

von Karlheinz Weißmann

... ist ein Warnsignal. Wenn der Bielefelder „Sozialwissenschaftler“ wieder „Untersuchungsergebnisse“ veröffentlicht, steht das Ergebnis von vornherein fest: Irgendwo droht der Angriff von „rechts“. Vor einigen Jahren amüsierte er uns sogar schon mit jugendlichen Türken, die er als anfällig für „rechtsradikale“ Ideologien ausgemacht hatte, was unter seinen Fans für eine gewisse Irritation sorgte.

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Jetzt ist Heitmeyer aber zu seinem eigentlichen Thema zurückgekehrt: "Deutsche Zustände" sind für ihn vor allem deutsche Gefahr. Mit Hilfe des gewohnt-suggestiven Repertoires an Fragen, wurde von ihm und seinen Mitarbeitern herausgebracht, daß das deutsche Bürgertum „verroht“, daß die allfällige „Radikalisierung der gesellschaftlichen Mitte“ unabwendbar ist, daß die Besserverdienenden immer weniger Lust haben, immer höhere Prozentsätze an den Umverteilungsstaat abzuführen, daß man gleichzeitig Zweifel an der kulturellen Bereicherung durch Einwanderung nährt und sich die neue „Ideologie der Ungleichwertigkeit“ nicht nur auf Arbeitslose und Fremde, sondern - auch erwartbar – auf Juden beziehungsweise Israelis erstreckt. Die Erklärung für diese bedenkliche Entwicklung? Ewiger Sozialdarwinismus und dann noch Thilo Sarrazin.

Natürlich kann man Verständnis dafür haben, daß Heitmeyer angesichts schwindender Akzeptanz der Soziologie seine akademische Existenzberechtigung nachweisen möchte und der Alarmismus vor allem als Mittel dient, die eigene Unersetzlichkeit nachzuweisen.

Und irgendwie kann man ja auch hoffen, daß wenigstens einmal irgendetwas stimmt, von dem, was er behauptet, also etwa daß die Organisation der Unzufriedenheit von rechts tatsächlich Gestalt annimmt, wo doch die „verdeckte Bewegung, die sich nicht auf der Straße zeigt, aber in den Mentalitäten aufschaukelt“ längst vorhanden ist.


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