Sebastian Maaß: Arthur Moeller van den Bruck

 

Kämpfer um ein drittes Reich nennt Sebastian Maaß das zweite von ihm in der Reihe Kieler Ideengeschichtliche Studien vorgelegte Werk, dessen Untersuchungsgegenstand der jungkonservative Kreis um Arthur Moeller van den Bruck darstellt.

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Die Mono­gra­phie besticht durch die poin­tiert geglie­der­te Auf­tei­lung, wor­in nach einem Rück­griff auf Fried­rich Nietz­sche zunächst eine Bio­gra­phie des jung­kon­ser­va­ti­ven Akti­vis­ten vor­ge­legt wird, der eine Ein­ord­nung der Per­son Moel­ler van den Brucks in das insti­tu­tio­nel­le, intel­lek­tu­el­le sowie per­so­nel­le Gefü­ge der »Jung­kon­ser­va­ti­ven« folgt.

Der als Ein­füh­rung in die The­ma­tik ide­al geeig­ne­te Über­blick zur »Ring-Bewe­gung« und deren pro­gram­ma­tisch-welt­an­schau­li­chen Zir­keln (»Juni-Klub«, »Deut­scher Her­ren­klub«, »Poli­ti­sches Kol­leg«) bil­det das Fun­da­ment für Maaß’ aus­führ­li­che Ana­ly­se des Ber­li­ner Krei­ses um Moel­ler van den Bruck. Mit der per­so­nen- und ideen­ge­schicht­li­chen Her­an­ge­hens­wei­se an die Moel­ler van den Bruck nahe­ste­hen­den und des­sen Gedan­ken auf­neh­men­den Hein­rich von Glei­chen, Edu­ard Stadt­ler, Mar­tin Spahn, Heinz Brau­wei­ler und Walt­her Schot­te wid­met sich der Autor kennt­nis­reich den Prot­ago­nis­ten der jung­kon­ser­va­ti­ven Strömung.

Die­ser Kreis hielt auch nach Moel­ler van den Brucks Sui­zid im Jah­re 1925 die Idee eines drit­ten Reichs auf­recht und form­te ent­schei­dend die anti­li­be­ra­le Stoß­rich­tung der Kon­ser­va­ti­ven Revo­lu­ti­on. Die­se Kri­tik am west­li­chen Libe­ra­lis­mus ist der Kern Moel­ler van den Brucks lite­ra­risch-poli­ti­scher Publi­ka­tio­nen, die im zwei­ten Teil der vor­lie­gen­den Stu­die seziert und ana­ly­tisch behan­delt wer­den. Der Ver­fas­ser arbei­tet die zen­tra­le Bedeu­tung von Moel­ler van den Brucks Haupt­werk Das drit­te Reich (1923) für die For­mie­rung der jung­kon­ser­va­ti­ven Bewe­gung her­aus und zeigt fach­kun­dig die welt­an­schau­li­chen Cha­rak­te­ris­ti­ka des »Ring-Krei­ses« anhand die­ses sowie wei­te­rer Wer­ke auf. Den her­vor­ra­gen­den Ein­druck der Stu­die run­den ein instruk­ti­ves Vor­wort Alain de Benoists über die Rezep­ti­on Moel­ler van den Brucks in Frank­reich sowie der als Appen­dix abge­druck­te und gera­de in heu­ti­gen Zei­ten hoch­ak­tu­el­le Auf­satz An Libe­ra­lis­mus gehen die Völ­ker zugrun­de ab.

Sebas­ti­an Maaß: Kämp­fer um ein drit­tes Reich.
Arthur Moel­ler van den Bruck und sein Kreis
(= Kie­ler Ideen­ge­schicht­li­che Stu­di­en, Bd 2)
Kiel: Regin-Ver­lag 2010. 174 S., 18.95 €

 

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