Nun ist er da: Jihad in Berlin

Die in den meisten Tageszeitungen gängige Rubrik „Panorama“ ist eher eine Unterhaltungssparte. Klatsch & Tratsch aus aller Welt...

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

wer­den hier ver­mit­telt. Fol­gen­de Nach­richt, gera­de in der online-Prä­senz der hie­si­gen Mit­tel­deut­schen Zei­tung gefun­den, erscheint mir so viel­fach sym­bol­träch­tig, daß sie auch in die­sem seriö­sen web­log Nie­der­schlag fin­den sollte.

Eine Frau hat in der Ber­li­ner Cha­ri­té ein Kind ent­bun­den. Selbst im gebär­fau­len Deu­sch­land nichts ganz Beson­de­res. Aber:

1. wiegt es sechs Kilo­gramm. Nor­mal ist ein Gewicht zwi­schen drei und vier Kilo, bereits ein Zehn­pfün­der ist eine klei­ne Sensation.
2. ist es das der 14. Kind der Familie,
3. trägt es den Namen Jihad.

Hin­zu kommt, daß die Frau, eine gebür­ti­ge Ost­ber­li­ne­rin, gegen drin­gen­des ärzt­li­ches Anra­ten das Kind ohne Kai­ser­schnitt ent­bun­den hat.

Zu all dem drän­gen sich eine Rei­he von Asso­zia­tio­nen auf: Wie­vie­le Kin­der bekommt noch mal die bun­des­durch­schnitt­li­che Frau? So andert­halb? Je nach sta­tis­ti­scher Grund­la­ge sol­len es zwi­schen 1,3 und 1,6 sein, Neu­deut­sche bereits mitgerechnet.

Das Kind ist nun von einer stark adi­pö­sen Frau (240 kg) zur Welt gebracht wor­den und schaut nun mög­li­cher­wei­se selbst einer fet­ten Jugend ent­ge­gen. Immer­hin: kein schmal­brüs­ti­ger Hänf­ling; es paßt.

Der stol­ze Kinds­va­ter kommt aus dem Liba­non und ist gläu­bi­ger Mos­lem. Nach klas­sisch isla­mi­scher Rechts­leh­re dient der Jihad, der nun kinds­na­men­ge­bend wur­de, der Ver­tei­di­gung und Erwei­te­rung isla­mi­schen Ter­ri­to­ri­ums, ver­kürzt hat sich dafür die Über­set­zung „Hei­li­ger Krieg“ ein­ge­bür­gert. Defen­si­ve­re Mos­lems beru­fen sich dar­auf, daß „Jihad“ auch nicht-mili­ta­ris­tisch über­setzt wer­den kann, dann meint das Wort, das hier der Namens­ge­bung dien­te, die »per­ma­nen­te Aus­ein­an­der­set­zung des Gläu­bi­gen mit dem Bösen in der Welt«.

Weil die Eltern genug mit ihrer Kin­der­schar zu tun haben, kön­nen sie kei­ner Erwerbs­tä­tig­keit nach­ge­hen; sie mögen wohl das omen des nomen ergrün­den und erfüllen.

Auch, daß die 40jährige den gewal­ti­gen Säug­ling bewußt unter Ver­zicht auf eine Ope­ra­ti­on zur Welt gebracht hat, fügt sich ins sym­bo­li­sche Bild. Wir haben in Deutsch­land mitt­ler­wei­le eine Kai­ser­schnitt­ra­te von 32%. Davon wer­den nur rund 2% der Frau­en aus medi­zi­ni­schen Grün­den geschnit­ten. Da die­ses Phä­no­men der „Wunsch­s­ec­tio“ in der gesam­ten west­li­chen Welt ver­brei­tet ist, hat sich das Mot­to „too posh to press“, zu fein zum Pres­sen, ein­ge­bür­gert. Vie­le Frau­en scheu­en den Schmerz, das urweib­li­che Opfer und die Archa­ik der Situation.

Je west­li­cher, des­to schnit­ti­ger, die Glei­chung geht auf. In Bra­si­li­en etwa gibt es kaum noch „spon­ta­ne“ Gebur­ten, auch in den USA wird seit je häu­fi­ger geschnit­ten als hier­zu­lan­de, und selbst in Deutsch­land gibt es den Ost-West-Unter­schied: In Sach­sen zäh­len Ärz­te die wenigs­ten, im Saar­land die meis­ten Ent­bin­dun­gen per Kaiserschnitt.

Ein wuch­ti­ger Jihad, gegen alle Norm und Ver­nunft in Deutsch­lands Haupt­stadt gebo­ren: Unser Sym­bol­jun­ge 2011.
Test

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

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