Sezession
6. Februar 2012

Ausländergang greift linkes Wohnprojekt „Scherer8“ an

Felix Menzel / 20 Kommentare

Berlin-Wedding, Sonnabend, den 4. Februar, um ca. 4:15 Uhr. 30 Anhänger der "Streetfighters", einer kurdisch-libanesischen Gang, greifen das linke Wohnprojekt "Scherer8" mit Eisenstangen und Baseballschlägern an. Der Tagesspiegel schreibt, die Angreifer wollten Schutzgeld erpressen. Die Angegriffenen hingegen sind sich uneinig, wie sie nun vorgehen sollen.

Felix Menzel

Felix Menzel ist Chefredakteur des Schülerblogs blauenarzisse.de.

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Eigentlich dürften wir von diesem Angriff gar nichts wissen, weil die Berliner Polizei wie immer alles tut, um die Hintergründe zu verschleiern. Doch irgendeinem Linken muß der Kragen geplatzt sein, so daß sich ausgerechnet auf dem linken Portal Indymedia ein Bericht findet. Unter anderem heißt es über die Angreifer:

Bei dieser Gang handelt es sich um eine Gruppe von 50 bis 60 Jugendlichen und Heranwachsenden – alle mit Migrationshintergrund, alle als Straftäter bei der Polizei bekannt, viele auch als Intensivtäter - die überwiegend aus zwei libanesischen und kurdischen Großfamilien stammen und Kutten mit einem "Streetfighters"-Aufdruck tragen.

Da nur ein paar Fensterscheiben zu Bruch gegangen sind, plädierten viele Linke zunächst dafür, die Geschichte unter den Tisch zu kehren. Doch so einfach ist es diesmal nicht, weil die Gang immer wieder vorbeischaut. Auf mehreren Netzseiten wird ein erneuter Angriff am Abend des 4. Februar beschrieben:

Liebe Leute,

kommt NICHT bei uns vor­bei. Es ist aus un­se­rer Sicht wirk­lich nicht hilf­reich. Das heu­ti­ge Kon­zert ist ab­ge­sagt.

Un­se­re Knei­pe und un­se­rer In­fo­la­den wur­den ges­tern Nacht an­ge­rif­fen. Heute wurde die Band, die hier spie­len soll­te, vor der Knei­pe ab­ge­fan­gen und ver­prü­gelt. Wir freu­en uns, dass ihr so­li­da­risch seien wollt! Tut das aber NICHT heute und NICHT durch Kon­fron­ta­ti­on. Da es sich weder um Nazis noch um Bul­len han­delt, sind die üb­li­chen ak­tio­nis­ti­schen Mit­tel nicht an­wend­bar. Wir wer­den auf euch zu kom­men und um Un­ter­stü­zung bit­ten, wenn wir wis­sen, wie ihr uns hel­fen könnt.

Jetzt könnt ihr da­durch hel­fen, indem ihr Leu­ten Be­scheid sagt, dass das Kon­zert ab­ge­sagt ist und Ruhe be­wahrt. Noch­mal zum Mit­schrei­ben: Kommt nicht vor­bei, es ist ge­fähr­lich!

So­li­da­ri­sche Grüße
Eure Sche­rer8

So etwas nennt man Zwickmühle. Oder: Einsturz des Weltbilds.
(Dokumentiert auch auf der Seute deutscheopfer.de)


Felix Menzel

Felix Menzel ist Chefredakteur des Schülerblogs blauenarzisse.de.

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Kommentare (20)

eulenfurz
6. Februar 2012 15:35

Wer kümmert sich jetzt um die bemitleidenswerten Migrant_innen aus dem Berliner Stadtteil Wedding, die sich bereiterklärt haben, das linke Hausprojekt „Scherer 8“ vor dem faschistischen Terrorismus zu schützen? Die Beschützten jedoch – spießige Kleinbürger linker Coleur – lassen es an Solidarität mangeln und zeigen sich unwillig, das dafür notwendige Schutzgeld zu entrichten.

Frage an die Scherer:
Hattet ihr früher noch lauthals gegrölt: „Liebe Ausländer, laßt uns mit diesen Deutschen nicht allein“, so disputiert ihr heute allen Ernstes darüber, ob ihr euch jenen Ausländern, die euch nicht allein lassen – im Gegenteil, die euch ordentlich auf die Pelle rücken – erkenntlich zeigen solltet. Daß linke Menschen derart stramm nach rechtsaußen rutschen können, ist erschütternd und macht auch ein Stück weit traurig. Was würde unsere Integrationsministerin Maria Böhmer dazu sagen?

Fragen über Fragen und eine klare Antwort: Streetfight against Rassism!

S. W.
6. Februar 2012 15:36

Es soll aus bestimmten Berliner Stadtteilen zeitweise einen signifikanten Fortzug linksalternativer Studentinnen gegeben haben, und beliebtes Gesprächsthema im kleinen Kreis sollen Tipps gewesen sein, wie man der allgegenwärtigen Belästigung durch vielfältige Menschengruppen entgeht oder zumindest gesichtswahrend begegnen kann. Solche Tipps reichen vom Tragen von Kopfhörern (frau kann dann so tun, als hörte sie die primitive Anmache nicht) bis zur Anpassung von Kleidung und Bewegungsmuster an orientalische Normen.
Nicht nur unter diesen Frauen, sondern auch unter Homosexuellen scheinen zunehmend Zweifel daran zu herrschen, ob ein ethnisch balkanisiertes Deutschland wirklich eine Bereicherung für diese Gruppen darstellt. Bislang werden solche Sorgen aber zurückhaltend geäußert, denn man will ja nicht als "rechts" wahrgenommen werden, und die drohende Isolation vom doch nicht so toleranten eigenen Milieu wird (noch) als unangehmer empfunden als der temporäre finanzielle Zwang, in vielfältigen Stadtteilen zu leben. Sobald man es sich leisten kann, zieht man aber weg, schickt die eigenen Kinder (wenn man denn welche hat) auf ethnisch möglichst homogene Schulen und verlässt sich auf Segregation durch Einkommen. Im teuren Prenzlauer Berg kann man sich z.B. weltoffen und tolerant fühlen, ohne dass einem dabei Drittweltpopulation ständig begegnet.
Manchmal habe ich den Eindruck, dass in von der Multikulti-Realität enttäuschten Bionadesäufern einiges an nationalem Potential steckt.

quer
6. Februar 2012 16:11

"Klammheimliche" Schadenfreude kann da schon aufkommen. Es fallen da spontan auch "Die Revolution frißt ihre Kinder", oder "Biß in die Hand welche den Tieger füttert" ein. Und maches andere dazu.

Zwickmühle ist ja richtig. Aber eine klassische Sackgasse ist es auch.

Volker Faust
6. Februar 2012 16:20

Die Sche­rer8-Leute relativieren die Vorfälle wohl schon auf ihrer Seite, denn sie haben schon Teile des Zitats geändert und behaupten nun, die Gerüchte würden wohl nicht stimmen.
Die kommen mir ein wenig vor, wie eine Frau, die von ihrem "Alten" verprügelt wurde und die diese Tatsache nun lieber totschweigt und erträgt, als der Wahrheit ins Auge zu sehen. Ganz in der Hoffnung: "Die Angreifer haben sich nur vertan. Wir sind doch ihre Freunde und die Guten. Das werden die auch noch erkennen. Schließlich haben sie es gar nicht so gemeint. Das wird sich sicher bald beruhigen und nie wieder vorkommen." *Sonnenbrille aufsetz*

*lach* Ich kann mir eine gewisse Schadenfreude nicht verkneifen.

Rübezahl aus dem deutschen Wald
6. Februar 2012 17:40

Ich würde sagen, das ist ganz offensichtlich ein Fall von "Wenn Politik auf Wirklichkeit trifft"

Hart aber fair sozusagen

Raskolnikow
6. Februar 2012 17:57

Tja,

was soll man sagen außer: "Haaahaaa!"?

Aber bleiben wir mal optimistisch; die Genossen bekommen sicher noch die propagandistische Kurve und weisen nach, dass das Nazi-Migranten waren. Vielleicht hatte ja einer einen Thor-Steinar-Regenschirm dabei ...

Grüße aus dem Elfenbeinturm,

R.

Sugus
6. Februar 2012 19:48

Seien wir ehrlich: der große Traum von uns Rechten ist, daß wir über die Ausländerfrage die politische Hegemonie gewinnen.
Das wäre mir zwar auch das liebste, aber vielleicht ist das Realistischere, daß die Linke (oder Teile von ihr) einen radikalen Kurswechsel vollzieht, wenn sie merkt, daß es ihr selbst an den Kragen geht. So haben ja auch die einst friedensbewegte SPD & Grüne einen Angriffskrieg mitgetragen (Jugoslawien) und "Auslandseinsätze" durchgedrückt, eigentlich klassisch "rechte" Muster.
Meine persönliche Erfahrung ist, daß z.B. Sozialarbeiter schon lange recht ungeschminkt über eine gewisse Klientel reden, aber anscheinend (noch?) nicht bereit sind, ihre Erfahrungen und Antipathien in politische Maßnahmen umgesetzt zu sehen.
Der ganze Komplex Multikulti & Co. ist aber so ideologiebehaftet, daß ich denen auch zutraue, daß sie lieber selbst untergehen (und das deutsche Volk dabei mitnehmen) als daß sie Fehler eingestehen.

Asenkrieger
6. Februar 2012 20:26

Für die Linken ist im Islam kein Platz. Wenn der Islam schon in überschaubarer Zeit zahlenmäßig die Mehrheit stellt, werden sie wohl als politische Kraft komplett eliminert.

An dem Tag, an dem sie begreifen, daß der Islam keinen Unterschied zwischen links und rechts macht, sondern nur zwischen islamisch und nichtislamisch, wird es wahrscheinlich zu spät sein. Sie werden in einem Meer an "Kulturbereicherern" verschwinden.

Mit dem Austausch der Bevölkerung muß man befürchten, daß dann auch unsere Demokratie verschwindet. Die Linken haben jedenfalls alles getan, um dies zu voranzutreiben. Wir erleben einen kollektiven Ethnosuizid.

Edeltraud Lademann
6. Februar 2012 20:57

Die Jugendrichterin Kirsten Heisig könnte uns mehr darüber sagen! Aber ihr Buch "Das Ende der Geduld" ist noch aktuell und aussagekräftig.

Es scheint auch kein Gerücht zu sein, dass es um Schutzgelderpressung ging.

So eine Gang besinnt sich auf das naheliegende und das war in diesem Fall ihr gegenüber.

Ihnen wird auch klar sein, dass dieser Verein Gelder bekommt, bei ihnen also was zu holen ist.

Und wenn ihnen auch eigentlich deren Gesinnungsausrichtung egal ist, nützlich ist sie ihnen doch.

Was aber auch als Gedankengang naheliegt: Die Morde an den Ladenbesitzern, die medienstark einer "NSU" zugewiesen werden, scheinen doch eher auch in die Praxis der Schuldgelderpressungen zu passen. Dies ist noch ein Punkt, der die Szene "Scherer8" davon abhält, die Öffentlichkeit mit dieser Geschichte zu behelligen.

Eigentlich ist ihre bisherige geistige Trägheit daran schuld, dass sie nun fühlen müssen, was Sache ist.

Sie haben sich in ihren eigenen Maschen verfangen und glauben auch noch Hilfe von denen anfordern zu können, die sie selbst immer wieder maßlos als "Bullen" beschimpfen.

Der Klaus
6. Februar 2012 23:23

Poetic justice, nennt das der Engländer.

S. W.
7. Februar 2012 09:05

@Sugus:
"...vielleicht ist das Realistischere, daß die Linke (oder Teile von ihr) einen radikalen Kurswechsel vollzieht, wenn sie merkt, daß es ihr selbst an den Kragen geht."

Man kann eine konfrontative Haltung in ethnischen Konflikten durchaus in linke Formen bringen. Einige serbische Intellektuelle haben dies in den 90ern relativ gut geschafft. Ich erinnere zudem daran, dass die ausländerpolitischen Vorstellungen der Linkspartei früher (als sie noch SED hieß) die der NPD rechts überholten.

In der deutschen Linken scheint ebenfalls eine gewisse Bereitschaft da zu sein, zumindest Teile der ethnischen Problematik zu einem "rechten" Problem umzudefinieren und somit bekämpfbar zu machen. Bruchlinien innerhalb der Linken sind z.B. zwischen Antirassisten einerseits ("alle Fremden sind gut und wir brauchen mehr davon") und einigen Feministen und Homsexuellenaktivisten andererseits ("Patriarchat und Homophobie sind auch dann schlecht, wenn sie von Fremden repräsentiert werden) zu beobachten. Allerdings fixiert man sich sehr auf das Islamthema bzw. argumentiert im identitären Konflikt mit mutmaßlichen universellen Werten. Eine identitäre Positionen versteckt man hinter Frauenrechtsthemen etc. Selbstbehauptung deutscher Identität oder demographische Themen kommen hier naturgemäß nicht vor.

In den Gewerkschaften und Teilen der Linkspartei wird Zuwanderung ebenfalls z.T. negativ gesehen. Lafontaines "Fremdarbeiter"-Rede und Sorgen mancher Gewerkschafter über Lohndrückung zeugen davon. In diesen Reihen kann man auf antikapitalistischer Grundlage durchaus gegen weitere Zuwanderung eintreten.

Es scheint sich zudem allgemein eine gewisse Verwirrung angesichts der Tatsache auszubreiten, dass die willkommen geheißenen Fremden sich nicht so verhalten, wie manche es erwartet haben. Das stellt auch eine Chance für die Rechte dar, zu erklären, warum dies nicht überraschend ist, und was das langfristig bedeutet. Das Ergebnis wären vielleicht nicht zu Rechten konvertierte Linke, aber vielleicht eine Linke, die etwas langsamer auf den Abgrund zumarschiert.

Agricola
7. Februar 2012 10:48

Die linke Traumwelt wird durch die Realität widerlegt!! Das ist das "Schöne" am Linken!!

rsc
7. Februar 2012 11:30

@Sugus:
„…vielleicht ist das Realistischere, daß die Linke (oder Teile von ihr) einen radikalen Kurswechsel vollzieht, wenn sie merkt, daß es ihr selbst an den Kragen geht.“

Unwahrscheinlich das die antinationale Linke sich der antikapitalistischen Linken nähert. O.g. Problem wird ganz einfach geregelt, sie bezahlen und erhalten dafür einen Zuschuß vom Senat.

Martin
7. Februar 2012 14:52

Sehr Verräterisch ist ja auch das Scherer8 so viel Zeit braucht um ein einfaches Statement zu geben darüber was denn nun passiert ist.

Das kann ja so schwer nicht sein. Wenn die Zeitungsberichte falsch sind dann sollen sie doch schreiben was wirklich passiert ist.

Hier versucht wohl jemand die Sache möglichst schlau zu verpacken, vielleicht handelt man aber auch mit den Streetfighters eine Summe aus.
Da wird sich bestimmt ein Geldgeber finden lassen der hilft die Sache unter den Teppich zu kehren.

Karl Eduard
7. Februar 2012 15:43

Was ist nur aus dem schönen linken Grundsatz "Wer sich nicht wehrt lebt - verkehrt" geworden? Jetzt gerade wäre doch ein Solidaritäskonzert fällig. Mit den generalverdächtigten Migranten.

Theosebeios
7. Februar 2012 19:02

Natürlich sieht der "left realism" die Masseneinwanderung auch kritisch (Druck auf den Preis der Ware Arbeitskraft). Von dort bis zum Punkt, sich für die eigene Kultur ins Zeug zu legen, ist jedoch ein weiter Weg, auf dem zwar manche Linksradikale rechts werden können, jedoch gewiss nicht eine ganze Bewegung konservative "Einbrüche" erleben wird.
Es ist gut, dass die Sez. diesen Fall hat aufspießen können. Tatsächlich ist es aber wohl so, dass sich die MIT-Gang wirklich geirrt hat. Das ist bei denen auch früher schon vorgekommen. Ihre kriminelle Energie wird man gewiss umlenken können. Auch darf man nicht verkennen, dass sich in den segregierten Wohngebieten nicht nur religiöse, sondern auch politische Organisationen etablieren, von denen Linksextremisten immer schon profitiert haben.

Wahr-Sager
8. Februar 2012 16:27

Ich kann mir ebenso wie viele hier eine Schadenfreude nicht verkneifen. Schade aber, dass nur ein paar Fensterscheiben zu Bruch gegangen sind.
Diese Linksextremisten müssen noch viel öfter und härter kulturell bereichert werden, dann schreien die nicht mehr "Nazis raus!".

Petra
11. Februar 2012 11:07

Veranstaltungstipp für Koblenz!

Quelle: https://www.deutscheopfer.de/lesungen

Martin
19. Februar 2012 13:57

In der neuesten "Stellungname" heisst es sie hätten sich nicht geäussert da sie ja von den Bösen institutionen und medien keine hilfe erwarteten.

In Wahrheit ist es natürlich andersum.
Wer ein Problem hat und es leugnet, dem kann dann auch garnicht geholfen werden. Eine echte Stellungnahme zu den Ereignissen hat ja bis heute noch nicht stattgefunden. Und wer Ausländerkriminalität zum Tabuthema machen will und auch andere Opfer angreift die das Problem nicht leugnen, der hat auch keine Hilfe verdient. Hätten die "Streetfighters" ein anderes Haus hochgenommen, dann würde Scherer8 ja auch nicht helfen, sondern sich auf die Seite der "Streetfighters" schlagen.

demokratischer_beobachter
22. April 2012 21:04

Da es diese "Linken" ja nicht stört, wenn andere Deutsche oder zumindest westlich-zivilisierte Personen die Opfer vorderorientaler Gewalt werden, so haben sie es selbst verdient auch selbst einmal die "Vorzüge" der multikulturellen Gesellschaft zu spüren zu bekommen.

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