Sezession
16. April 2012

Lies! Den Koran!

Gastbeitrag / 29 Kommentare

von Manfred Kleine-Hartlage

Eines muß man den Salafisten lassen, die mit der Aktion "LIES!" an diesem Wochenende in vierzig deutschen Städten kostenlos den Koran verteilen: Sie tragen ihren Teil dazu bei, die Öffentlichkeit über ihre Religion aufzuklären, und sie füllen damit eine Lücke.

Über den Islam wird zwar täglich öffentlich geredet: Politiker, Journalisten, Kirchenvertreter, halbamtliche "Politikberater", sogenannte Wissenschaftler - kurz, die gesamte ideologieproduzierende Industrie stößt Stellungnahmen zum Thema "Islam" in einer Häufigkeit aus, als gelte es, einen Stalinschen Fünfjahresplan in überzuerfüllen, glänzt dabei aber naturgemäß mehr durch politische Linientreue als durch Kompetenz.

Eine besonders beliebte Masche bei der Irreführung der Öffentlichkeit ist die willkürliche und eklektische "Koranexegese", die im wesentlichen darin besteht, politisch erwünschte Verse aus dem Zusammenhang zu reißen. (Ein Evergreen zum Beispiel ist Sure 5, Vers 32, über dessen tatsächliche Bedeutung ich in dem hier verlinkten Video eine junge Muslimin aufkläre.)

Wer sich über den Islam informieren möchte, kommt nicht daran vorbei, solche Verse in ihrem Kontext zu interpretieren, das heißt den Koran zu lesen, und er wird, wenn er es tut, ernüchtert feststellen, dass praktisch nichts, was die Ideologie-Industrie bisher zum Thema "Islam" beigetragen hat, einer näheren Überprüfung standhält, ja daß er speziell über den Inhalt des Korans direkt und gezielt belogen worden ist. Wenn die Salafisten also die Deutschen auffordern, den Koran zu lesen, so kann ich mich dieser Aufforderung nur anschließen. Koranlektüre wird kaum jemanden zum Muslim machen, schon gar nicht zum Salafisten, aber manchen zum Islamkritiker.

Die Aufregung des Verfassungsschutzes und der politischen Klasse über diese Aktion ist nachvollziehbar, aber nicht etwa deshalb, weil die Salafisten Extremisten sind; das sind sie in der Tat, aber der Salafismus ist per se nicht extremistischer als die sunnitische Orthodoxie. Die Salafisten sprechen nur schroffer und kompromissloser das aus, was für Muslime ohnehin verbindlich ist, was aber ihre taktisch versierteren Mit-Dschihadisten in kollusivem Einverständnis mit der politischen Klasse in gefälligere Formulierungen kleiden, deren Bedeutung sich nur dem erschließt, der mit ihrem religiös-kulturellen Hintergrund vertraut ist.

Auch für die sunnitische Orthodoxie nämlich ist der Islam eine umfassende Lebensordnung, die eine Trennung der religiösen von der politischen Sphäre nicht zuläßt, und eine eminent politische Religion, zu deren - unabänderlichen, da von Allah verkündeten - Lehren gehört, daß ihre Anhänger ihre Verbreitung dadurch forcieren sollen, daß sie sich die politische Kontrolle über die Länder der Ungläubigen verschaffen, um dann die islamischen Spielregeln in der Gesellschaft zu verankern und auch Nichtmuslime ihrem Regelwerk zu unterwerfen: "Und bekämpfet sie, bis die Verführung aufgehört hat und der Glaube an Allah da ist." (Koran 2, 193)

Vom Standpukt des islamischen Rechts spielt es keine Rolle, ob die politische Kontrolle durch militärischen Kampf oder durch ethnische Unterwanderung errungen wird. (Insofern handelte der hochangesehene Rat der Religionsgelehrten der Kairoer Al-Azhar-Universität völlig konsequent, als er in einer Fatwa verkündete, Muslime, die beim Versuch der illegalen Einreise nach Europa ums Leben kommen, seien als Märtyrer für den Islam zu betrachten.) Und selbstredend fordert das islamische Recht nicht zwingend die Anwendung von Gewalt; der Islam gestattet durchaus mildere Mittel, zum Beispiel die Ausnutzung und Korrumpierung willlfähriger deutscher Politiker, nach dem Motto: Wer freiwillig die Beine breitmacht, wird nicht vergewaltigt. Der Dschihad darf auch auf Filzpantoffeln daherschlurfen, sofern er damit ans Ziel gelangt.

Die Salafisten mit ihrer erfrischenden Ehrlichkeit stören die Inszenierung des herrschenden Machtkartells. Sie machen nicht nur klar, daß ein "Dialog" mit ihnen von vornherein zwecklos ist, sofern dieser Dialog etwas Anderes als die ungeschminkte Unterwerfung der Ungläubigen sanktionieren soll. Sie erinnern auch zutreffend daran, daß der Koran, und nicht die deutsche "Islamwissenschaft", das Wesen des Islams definiert und die Wertmuster vorgibt, auf denen muslimische Gesellschaften basieren - und dies nicht im Sinne eines religiösen Postulats, sondern eines empirischen Befundes.

Daß Islamkritiker den Ball aufnehmen, den die Salafisten ihnen unfreiwillig zuspielen, ist nicht mehr als eine Selbstverständlichkeit. Es liegt in der Natur der Sache, daß die Deutungshoheit des Desinformationskartells aus Islamverbänden, "Islamwissenschaft", Politik und Medien nur von Außenseitern herausgefordert werden kann; man könnte geradezu von einem Wahrheitskartell ungleicher Partner sprechen: Salafisten und Islamkritiker sind sich zumindest in dem einen Punkt einig, daß der Islam keine Knetmasse ist, die von größenwahnisnnigen Technokraten nach Belieben geformt werden kann.

Auf die Verbreitung just dieser Illusion ist aber ein Regime angewiesen, das sich die ethnische Durchmischung des eigenen Landes zum Ziel gesetzt hat und deshalb exzessive Masseneinwanderung fördert. Da die Einwanderer vorwiegend aus islamischen Ländern kommen, darf das Regime auf keinen Fall zulassen, daß die Inkompatibilität zwischen islamischer und europäischer Kultur vor der Zeit offenkundig wird, müssen die "extremistischen" Salafisten als Sündenbock für die problematischen Aspekte des Islam schlechthin herhalten, muß verhindert werden, daß ihre öffentliche Präsenz eine Immunreaktion des eigenen Volkes auslöst, muß dessen Radar unterflogen werden, muß das offene Wort des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan ignoriert werden, so etwas wie einen radikalen Islam und einen gemäßigten Islam gebe es nicht, es gebe nur den einen Islam.

Wer eine Million Italiener einwandern läßt, weiß, daß die Mafia mit einwandert, auch wenn die meisten Italiener keine Mafiosi sind. Wer fünf Millionen Muslime einwandern läßt, nimmt in Kauf, daß viele von ihnen - nicht alle, aber auch keineswegs nur die Salafisten - den Islam umfassend und authentisch interpretieren, und das heißt, daß sie die liberale Moderne insgesamt ablehnen. Er nimmt in Kauf, daß solche durch Parallelgesellschaften verfestigten Wertmuster mit ihren politischen Geltungsansprüchen die freiheitliche Gesellschaft unterminieren.

Die politische Klasse fürchtet nicht den "Extremismus" der Salafisten, sie fürchtet diese Wahrheit.
Test


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Kommentare (29)

Hesperiolus
16. April 2012 13:08

Man sollte die salafistischen Strassenaktivisten einfach mal fragen, ob sie das gleiche Recht, zur missionarischen Bibelverteilung in arabischen Ländern, in Mekka z.B., auch ihren christlichen Mitbewerbern auf dem Weltmarkt der Religionen zugestehen würden! Und, werte Sezession, wenn Sie es denn hier abdrucken: wie diese Muselmanen auch antworten, mit einer Lüge oder mit einer Frechheit - für beides wären Fußtritte fällig. Zu denen sich der schlaffe und selbstachtuingslose Fellachenpöbel unserer entheimateten Städte aber nicht aufraffen wird. Nebenbei, den Koran in seiner literarischen und kulturhistorischen Würde achte ich!

Batumi
16. April 2012 14:16

Hesperiolus, bei sowas können Sie und wir nur verlieren. Entweder Sie werden von den Sektierern erdolcht, oder unsere Presse bekommt einen neuen "NSU"-Fall und wir werden monatelang bombardiert mit Titelsotrys von radikal-nationalistischen, ultrareaktionären Faschofaschisten, die das Vierte Reich quasi am Errichten sind.

mmarcus
16. April 2012 14:17

@Hesperiolus
Fragen Sie ruhig, mir hat (in anderem Zusammenhang) schon jemand eine Antwort gegeben: Das Verteilen von Bibeln ist in islamischen Ländern zu unterbinden, da die Bibel gefälscht ist. Das hiesige Verteilen von Koranen ist zuzulassen, da dieser die Wahrheit ist. Da dies unterbewusst auch im Westen jedem klar sei, wird deshalb das Verteilen von Koranen hier auch ebenso selbstverständlich erlaubt, wie hingenommen wird, daß das Bibelverteilen im Orient verboten ist.

Marcus Junge
16. April 2012 15:58

mmarcus

Ein Verteilen von Bibeln ist nicht nur verboten, versuchen Sie einfach mal in Saudi-Arabien eine ins Land zu bekommen, wenn sie aus dem Flugzeug aussteigen wird es lustig. Viel Spaß im Knast oder noch mehr Spaß, wenn sie Mekka "besuchen" wollen. Die Religionspolizei ihr Freund und Folterer, Hilfe von der Botschaft sollte man nicht zwingend erwarten.

Alle Welt geiferte damals gegen Südafrika und dessen weiße Herren (unter denen es weniger Tote in all den Jahrzehnten gab, als in einem Jahr inzwischen ermordet werden und das Land funktionierte, welches bald zu einem weiteren Failed State werden wird), kein Schwein regt sich heute wegen der Moslem-Länder auf, in denen echte Apartheid existiert.

Was will mehr zu den Lügentürmen sagen, die uns hier täglich geboten werden?

Martin Lichtmesz
16. April 2012 17:37

Ehrlich gesagt, kann ich mir durchaus vorstellen, daß gerade das schwarz-weiß Holzschnittartige und Absolute des Korans auf so manchen identitäts-und zweifelszerrütteten Deutschen einen erheblichen Appeal haben kann. Wenn die herrischen Imperative nicht auch noch seinen inzwischen fleischgewordenen Masochismus ansprechen! Da haben es die Christen viel, viel schwerer, auch in Bezug darauf, was ihnen zu glauben abverlangt wird.

Martin
16. April 2012 17:50

In rechten Kreisen gibt es durchaus eine gewisse Sympathie für den Islam, stellt er doch das letzte nennenswerte, lebende Beispiel eines "integralen Systems" dar, wie wir es bspw. in Julius Evolas "Revolte gegen die moderne Welt" finden. Nicht umsonst ist der geistige Pate Evolas, Guénon, zum Islam übergetreten.

Klar, jetzt kommen bestimmt wieder die Einwendungen, dass der Islam doch anders sei, als das, was von Evola beschrieben wurde - aber: Der Islam mag in seinem totalitärem und auch durchaus egalitärem dieseitigen und nur dürftigen transzendenten Anspruch ein Dekadenzprodukt ursprünglicher, integraler, transzendenter vor-mohamedanischer Spiritualität sein, es ändert sich aber nichts daran, dass es ein Knackpunkt für die heutige "rechte" ist, wie man sich zum Islam stellt und damit auch zu solchen "integralen" Denkansätzen.

Nolte romantisiert ja auch in einer gewissen Art den Islam, wenn er ihn als "dritte radikale Widerstandsbewegung" gegen die Moderne erklärt.

Islamkritik als bloßes, populäres fishing for compliments bzw. "Zeitgeist-Reiten" bei versteckter, insgeheimer Sympathie oder fundiert und dezidiert, wie bei Herrn Kleine-Hartlage.

Diese "Gretchenfrage" stellt sich jedem, der sich "konservativ" oder "rechts" nennt. Ich bin eher für fundiert und dezidiert.

Dema Goge
16. April 2012 19:18

@ Martin Lichtmesz

'Da haben es die Christen viel, viel schwerer, auch in Bezug darauf, was ihnen zu glauben abverlangt wird.'

Das ist richtig.
Eine Religion der Vernunft muß selbstverständlich in weiten Kreisen auf Unverständnis stoßen.

@ Manfred Kleine-Hartlage

Womit Sie sich beim Grass-Artikel keine 'Freunde gemacht haben' ist, daß Sie sich von Ihrer Islam-Antipathie den Blick auf die geopolitischen Realitäten haben trüben lassen.
So wie es auch mit Dtld gemacht wird; weil das ‚Nazi’-System böse war (dh nicht den modernen Standards der Gewaltenteilung entsprochen hat) war auch der Krieg Deutschlands 'verbrecherisch'. Das eine hat aber mit dem anderen nichts zu tun. Innen- und Außenpolitik sind scharf zu trennen. Und bloß weil Israel eine Demokratie ist, ist nicht jede außenpolitische Schweinerei gerechtfertigt.

Bei diesem Beitrag volle Zustimmung zum vorletzten Absatz.
Was allerdings verwundert ist, daß die MSM dieses Nichts einer Buchverschenkaktion zu einem Hype aufbauschen.
Heut früh im DLF, der NRW Innenminister Ralf Jäger wagte sich kaum in Antwort auf die inquisitorischen Fragen eines Dirk Müller darauf hinzuweisen, dass ‚Koran verteilen’ keinen Straftatbestand darstellt und daher den Verteilern ‚zunächst einmal nichts’ passiert.

Gardeleutnant
16. April 2012 20:10

zu Hesperiolus:
"Nebenbei, den Koran in seiner literarischen und kulturhistorischen Würde achte ich!"
...dann haben Sie ihn vermutlich nicht gelesen. Im direkten Vergleich mit der Bibel (oder irgendeinem anderen der großen Werke der Weltliteratur, seien es nun geistliche Bekenntnisschriften oder dichterische Werke) ist der Koran ein lächerliches Machwerk ohne theologischen, geistigen oder philosophischen Wert, mit nur sehr geringem literarischem Wert (soweit man das aus einer deutschen Übersetzung schließen kann) und einer "kulturhistorischen Würde", die sich in der Existenz als Legitimationsgrundlage für eine religiös verbrämte Politideologie erschöpft, welche seit Beginn ihres Bestehens ganz überwiegend Krieg und geistige Verarmung über die Welt gebracht hat. Nicht umsonst wird der Koran zwar inzwischen überall in der Welt eifrig gedruckt, verziert und gepriesen, aber kaum gelesen. Von säkularen Moslems in Europa erfährt man meistens, daß sie den Koran zwar für unfehlbar halten aber - ihn nicht gelesen haben!

zu Martin:
sehr richtig.

S. W.
16. April 2012 20:56

@Martin Lichtmesz
Das Islamarchiv wies vor einigen Jahren darauf hin, dass unter Konvertiten überproportional viele Frauen, nicht selten aus dem linksalternativen Lager, seien. Man rätselte über die Ursachen, aber eine Vermutung war, dass ein Bekenntnis zum Islam ein mit dem Selbstbild der Frauen kompatibler und von ihrem Umfeld akzeptierter Weg sei, sich für traditionelle Rollenmodelle und mit der biologischen Realität übereinstimmende Vorstellungen von Geschlechteridentität zu entscheiden und dabei noch der verhassten deutschen Identität zu entkommen.

Eine andere Überlegung: Vielleicht gibt es in nicht so ferner Zukunft ja eine "deutsche Islambewegung", die den Islam teilweise arabischer Folklore entkleidet und so eine gewisse Fortsetzung deutscher Identität ermöglicht, so wie manche Ketzer der Vergangenheit zumindest zeitweise dadurch überleben konnten, dass sie sich pro Forma zum Christentum bekannten. Man würde wohl einige Suren finden, in deren Interpretation man Reste deutscher Identität verstecken könnte.

Man könnte natürlich auch versuchen den direkten Weg zu gehen und dem Islam einerseits und der bundesdeutschen Ideologie des Niedergangs andererseits eine eigene Identitätsbewegung entgegensetzen, die alle praktischen Stärken des Islams teilen könnte, aber ohne seine Schwächen auskäme. Scheitern würde das aber vermutlich daran, dass es "rassistisch" etc. wäre, auf einer deutschen Grundlage das gleiche zu tun was Muslime gegenwärtig aus ihrer Perspektive praktizieren.

Sixty
16. April 2012 21:17

Diese "Gretchenfrage" stellt sich nicht nur für "Konservative" und "Rechte", sondern auch für die (leider wenigen) "politisch unkorrekten Linken". Leute wie z.B. Jürgen Elsässer oder Stephan Steins positionieren sich dazu aufgrund ihrer "antiimperialistisch-antizionistischen" Grundeinstellung mehr oder weniger eindeutig "proislamisch" und "antiisraeisch", wobei so dieser Frage eine meiner Meinung nach viel zu große Bedeutung beimessen.

Ich persönlich finde (auch aus "linksnationaler" Sicht gesehen), daß wir in Deutschland und Europa wichtigere (naheliegendere) Probleme haben, wie z.B. gerade eben die viel zu große Zuwanderung insbesondere von Muslimen. Ich stimme M. K.-H. auch insoweit zu, daß der vom Koran geleitete und das heißt der "eigentliche" Islam mit der "liberalen Moderne" nicht wirklich vereinbar ist. "Fortschrittliche" Muslime (im Sinne unserer "westlich-abendländischen" Kultur" bzw. auch im Sinne von Kemal Atatürk) sind in allgemeinen nämlich auch säkulare, "liberale" Muslime.

Mücke
16. April 2012 21:17

Man könnte das Ganze glatt für eine „False-Flag-Aktion“ halten,
bringen diese Salafisten doch die Union in eine äußerst bequeme Position für den NRW-Wahlkampf.

Sie kann lauthals ein Verbot der Verteilung fordern, und braucht keine Entrüstung ihrer Gegner zu fürchten.
Und sie kann nach dieser „Der-Islam-gehört-zu-Deutschland-Bereicherung“ ihre verstörten Anhänger beschwichtigen,
nach dem Motto:

Der Koran gehört nicht zum Islam.

Als ob diese Extremisten sich zu einer Art evangelischen Kirche weichspülen liessen,
in der alles irgend eine Bedeutung hat,
nur nicht die eigentliche Grundlage, die heilige Schrift.

Cumulus
16. April 2012 21:24

... "Auf die Verbreitung just dieser Illusion ist aber ein Regime angewiesen, das sich die ethnische Durchmischung des eigenen Landes zum Ziel gesetzt hat und deshalb exzessive Masseneinwanderung fördert."..."
und
... "Er nimmt in Kauf, daß solche durch Parallelgesellschaften verfestigten Wertmuster mit ihren politischen Geltungsansprüchen die freiheitliche Gesellschaft unterminieren."

Frage: Wem und warum nützt es wozu?
Wenn es gewollt ist, steckt auch was dahinter! Was?

Mit der Bitte um Beantwortung, gerne auch von Manfred Kleine-Hartlage!

Mücke
16. April 2012 22:21

@Cumulus

Sie stellen d i e großen Fragen, die uns allen, trotz massenweiser brillianter er Essays, Traktate und Blogs immer noch den Schlaf rauben.

Mir zumindest haben all diese Erkenntnisse immer nur eine kurze Erleichterung beschert.

Die größte Genugtuung, die ich mir im Moment vorstellen kann, wäre, wenn ProNRW die 5% schaffen würde.

Damit könnte die Islamkritik endlich aus ihrem Paralleluniversum heraustreten, und die etablierten Strukturen zwingen, anders mit diesem Thema umzugehen.

Sugus
16. April 2012 22:28

@ Cumulus
Ich persönlich würde nicht einmal sagen, daß das (Durchmischung, Masseneinwanderung, Unterminierung freiheitlicher Wertmuster) Ziele sind, die aggressiv und primär verfolgt werden, aber aufgrund der Gesamtlage ist es unmöglich, nicht B zu sagen, wenn A gesagt wurde.
Konkret: es ist unmöglich, z.B. Massenzuwanderung zu beschränken, wenn
- ein solcher Versuch bereits in den 80er Jahren scheiterte
(Kohl - Rückkehranreize für Türken)
- Arbeitgeber und Politik massiv für Öffnung der Grenzen sind (wegen angeblichem "Fachkräftemangel")
- Die (deutsche) Bevölkerung selbst von Reisefreiheit und internationalem Warenverkehr profitiert und vielfach indirekt Massenzuwanderung fördert
("binationale Ehen" etc.)
Die negativen Phänomene werden dann schlicht als "Kollateralschäden" verbucht.

IanS
16. April 2012 23:36

Nun fehlt zum Ausgleich nur noch eine Aufklärungskampagne zur anderen orientalischen Hass-Religion, damit sich jeder ein vollständiges Bild über die Eroberung des christlichen Europas machen kann.

Wenn Europa weiter schläft, wird es 2030 nicht mehr christlich sein, werden andere Mehrheiten in Europa in wesentlichen Bereichen die Politik bestimmen.

neocromagnon
17. April 2012 02:49

Lies! die Bibel!
Und das meine ich ernst.

Raskolnikow
17. April 2012 09:20

Moin,

das Verwunderlichste an dieser absonderlichen Diskussion ist für mich, der Versuch von "Islamkritikern" und Demokraten gegen diese vital-transzendente Botschaft stets die Verfassung und irgendwelche Grundrechte, also die verwaltungsjuristische Aktenlage anzuführen; und dann obendrein noch zu glauben, dies würde irgendwie eine attraktive Alternative darstellen. Zumal diese Aktenlage von einem fundamental falschen Menschenbild ausgeht, wie wir der empfindsame Zeitgenosse weiß.

Solange der Westen nur Paragrafen gegen diese Religion aufbietet, wird sich wohl kein Mensch mit Blut in den Adern auf Europas Seite schlagen.

Dabei hat der Westen das hervorragendste Mittel gegen diese Lehre Mohammeds im Keller liegen: die Lehre Gottes! Alle Muslime werden, wenn sie aus eigener Schuld in ihrem Irrtum beharren, in die Hölle kommen. Solange wir denen diese Wahrheit nicht um die Ohren hauen, sondern mit Paragrafen operieren, werden sie erfolgreich bleiben - bis zum Moment ihres Todes!

Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste,
wie es war am Anfang so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit! Amen!

R.

Dema Goge
17. April 2012 09:59

@ Sugus
'Ich persönlich würde nicht einmal sagen, daß das (Durchmischung, Masseneinwanderung, Unterminierung freiheitlicher Wertmuster) Ziele sind, die aggressiv und primär verfolgt werden'

Mit letzter Gewissheit läßt sich das von außen nie sagen, aber wenn ich mir die berühmte Stellungnahme des Dr. Erhard Wetzel (Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete) zum Generalplan Ost ansehe, dann hab ich den Eindruck, daß dessen westsibirische Visionen nun in Zentral-und Westeuropa Wirklichkeit werden.

siehe Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, 1958 Heft 3 ab S. 293
https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv.html

besonders interessant S.317 Abschnitt c:

'Wege, die zur Zerstörung der biologischen Kraft eines Volkes führen, gibt es viele.'

Sugus
17. April 2012 13:06

@ Cumulus
Warnen würde ich auch davor, das alles in antideutsche Verschwörungstheorien zu packen oder einseitig mit dem 2. Weltkrieg zu verknüpfen. Natürlich macht der verlorene Krieg die Lage in Deutschland noch desolater; das darf nicht darüber hinwegtäuschen, daß ehemalige Neutrale (Schweiz, Schweden) und "Sieger" (Großbritannien, Frankreich) die gleichen Probleme in zum Teil noch erheblicherem Umfang haben.

Hesperiolus
17. April 2012 14:07

Die machen bei uns etwas, was wir bei denen nicht dürften. Das machen sie, damit es bei uns so wird wie bei ihnen. Was soll man noch dialektische Girlanden darum winden? Knüppel aus dem Sack...!

Abendländer
17. April 2012 16:51

@ Martin Lichtmesz

"Ehrlich gesagt, kann ich mir durchaus vorstellen, daß gerade das schwarz-weiß Holzschnittartige und Absolute des Korans auf so manchen identitäts-und zweifelszerrütteten Deutschen einen erheblichen Appeal haben kann. "

Wohl wahr! Halte es für sehr abwegig, nun ausgerechnet bei der Justiz oder gar bei der Anbetung des Götzen "Vernunft" die Lösung zu suchen.

Das Mohammedanertum ist EINE Möglichkeit, aus dem Käfig der Realität des autonomen "Singles" zu fliehen. Es gibt auch die Angebote des Antifantentums oder die Mitgliedschaft bei den "Autonomen nationalen Sozialisten" u.v.m.

Der alleingelassene Sohn einer deutschen alleinerziehenden Mutter in Bochum ist hier genauso gefährdet wie ein junger Iraker, dessen Eltern sich vielleicht schon lange vollständig in unserer Realität eingerichtet haben. (Falls man sich in dieser Realtität denn überhaupt "einrichten" kann.)

Wer der Leitkultur der BUNTEN Republik 2012 entflieht, deren einziges Dogma der optionale und jederzeit wieder aufkündbare Krämervertrag unter zwei autonomen Partnern ist, zeigt damit eine ganz gesunde Reaktion, er hat nämlich seine Vitalität und seinen Wunsch nach Zugehörigkeit noch nicht aufgegeben.

Es müßte jede Menge in der BUNTEN Republik verbotenen Anthropologie, Biologie und allgemeine Völker- und Gesellschaftskunde wieder ausgegraben werden, aber vielleicht läßt sich Radikalisierung auch allein mit normaler Menschenkunde, ganz normaler Empathie und Alltagseinsichtnahme bereits erklären.

Ein guter Fingerzeig ist die Äußerung des skeptisch-widerborstigen pommerschen Philosophen Odo Marquard, daß es zu jeder Zeit immer Bürger gibt, die einen großen Bedarf nach einem "Fest" haben. "Fest": alles, was dem Leidenschaftlichen den Ausbruch aus dem Alltag ermöglicht, z.B. die Euphorie vor dem Ersten Weltkrieg und natürlich auch die Bewegung der nationalen Sozialisten vor dem Zweiten Weltkrieg.

Zusammenfassend: Hier halte ich ehrlich gesagt den Glauben, man könne durch Vernünfteleien irgendetwas Bedeutenderes erreichen, für reichlich schlicht.

Thomas
17. April 2012 17:49

Aber daran kann man mal sehen, wie integriert diese Islamisten eigentlich schon sind, benutzen für ihre Kampagen "Lies!" schon die englische Sprache ...

Magnus Göller
17. April 2012 19:44

Ich stimme Manfred Kleine-Hartlage dahingehend zu, dass der Koran ruhig mal unter die Leute kommen und gelesen werden sollte. Damit die heuchlerische Weichspülerei ein Ende findet.

Ich gehe noch weiter und fordere eine geistige Germanobellion, derenthalben ich mir erlaube, meinen vorher dazu verfassten Artikel hier zu verlinken.

https://unzensiert.zeitgeist-online.de/2012/04/17/germanobellion-gegen-unkuffar/

Die Larve muss ab. Religionsfreiheit gehört vom Kopfe wieder auf die Füße gestellt. So, dass wir wenigstens wieder die Diskursfreiheit herstellen, der ein Nietzsche es vor über hundertdreißig Jahren im Kaiserreich verdankte, nicht ein einziges Mal vor Gericht gezerrt zu werden oder von irgendwelchen Dumpfbacken überfallen und abgestochen.

Biobrother
17. April 2012 19:47

Ich bin nun auch nicht unbedingt ein großer Anhänger des Islam in Europa, empfinde aber letztlich jede ins Absolute gehende religiöse Oberhoheit über das Leben der Menschen als negativ. Dem Christentum ist zweifellos zu attestieren, dass es - neben der jeweiligen Landessprache - der entscheidende kulturprägende Faktor der europäischen Nationen war und ist, egal ob es sich nun um sakrale und teilweise auch um säkulare Baukunst, Malerei und Literatur (auch dort, wo die Kirche wütend bekämpft wurde, liegt ja eine Bezugnahme vor), Redewendungen, Alltagssprache, Volksliteratur (auch Märchen, die stets das Gute siegen lassen, folgen letztlich christlich-biblischen Motiven) oder Rechtsphilosophie handelt, aber das Christentum für eine genuin sanfte und humanistische „Wir haben uns alle lieb“- Veranstaltung zu halten, ist m.E. nun auch etwas schräg, die Geschichte der Religionskriege zwischen Katholiken und Protestanten (der derzeitige Konflikt mit dem Islam hat m.E. gewisse Parallelen hierzu), die Inquisition, aber auch neuzeitliche Erscheinungen wie die sich auch im Internet tummelnden radikalchristlichen Strömungen, die man bei kreuz.net, etwas gemäßigter bei gloria.tv oder unter Schlagworten wie „Jesus Camp“ bei YouTube (die evangelikale Variante) besichtigen kann, sprechen da eine andere Sprache, ebenso auch entsprechende Bibelstellen, die nicht nur puren Humanismus verströmen.

Dass die christlichen Kirchen heutzutage (und m.E. auch ganz zurecht) als positive Stützen der Gesellschaft angesehen werden, liegt eben auch darin begründet, dass Aufklärung und Demokratie, Evolutionstheorie und Marxismus, atheistische Philosophien und sonstige Gegenbewegungen förmlich über sie hinweggefegt sind und sie auf die Rolle eher sanfter gesellschaftlicher Mitgestaltung und des Mahnens bei Fehlentwicklungen festgelegt haben, Entwicklungen, die der Islam in seinen streng traditionellen, autoritär-patriarchial geprägten Herkunftsländern in der Regel (noch) nicht mitgemacht hat.

Was ebenfalls recht interessant ist, ist das Missverhältnis zwischen kulturhegemonialem Anspruch und militärisch-wirtschaftlicher Dominanz, das zwischen islamischer und westlich-christlicher Welt besteht. In Punkto „Sendungsbewusstsein“ kann es insbesondere das altersmilde europäische Christentum wohl nur schwer mit den islamischen Feuerköpfen aufnehmen, in Punkto wirtschaftlich-militärischer Dominanz ist der gesamte Westen der islamischen Welt dagegen haushoch überlegen und bombt sich notfalls unter humanitärer Verbrämung den Weg zu den so dringend benötigen Rohstoffen frei. Ich frage mich manchmal, ob das daraus resultierende Unterlegenheitsgefühl die islamische Welt nicht auch massiv in ihrem trotzigen Festhalten am Althergebrachten (und der mit neidischer Bewunderung gemischten Verachtung für den verderbten Westen) bestärkt.

Ach, übrigens: Die Koran-Verteilerei hat mich dazu animiert, mich auch mal wieder etwas intensiver mit der eigenen (katholischen) Religion und dem „bösen Islam“ zu beschäftigen, d.h. es wurde entsprechende Lektüre beim (der katholischen Kirche gehörenden) Weltbildverlag geordert, Bibel (ich hatte zwar schon eine sehr schöne Bibel, die aber aufgrund des Gewichts und der Bebilderung eher bibliophilen Zwecken diente) plus Bibellexikon, sowie einem kommentierten Koran (die viel gelobte Übersetzung von Muhammad Asad für knapp 45 Euro - dafür hätte ich dem lieben Mit-Kölner Abou Nagi glatt 15 Exemplare der roten Koran-Ausgabe abkaufen können, aber so kommt das Geld dann doch in deutlich bessere Hände ...) ;-)

Biobrother
17. April 2012 21:59

Erratum: "ganz zu Recht" natürlich ...

Folgendes Video zum Thema ist m.E. ganz interessant. Sowohl einige der herrlich naiven Passantenkommentare als auch die recht zutreffend erscheinende Bewertung der Aktion seitens des Kommentators (ab 3:40).

https://www.youtube.com/watch?v=JvbNF2Zf20Q

Kiki
18. April 2012 11:31

@Raskolnikow
Amen!

Genau das ist es - Mohammedanern ist es doch weitegehend wurscht, ob dieses oder jenes Paragräphlein einer sterbenden Gesellschaft mit ihrem ererbten Satanismus kollidiert oder nicht.

Man muß ihnen auf dem Feld der Metaphysik begegnen und wie ehemalige Mohammedaner berichten, ist es genau diese Konfrontation mit der Dürftigkeit islamischer Spiritualität, mit dem Fehlen einer kohärenten Philosopie, der Armseligkeit eines primitiv materialistischen Paradieses und nicht zuletzt mit der sittlichen wie geistigen Zweifelhaftigkeit des Religionsgründers, die sie seinerzeit so tief erschüttert hat, daß sie vom islamischen Irrglauben abgefallen sind.

Von der simplen Frage nach der Sündenvergebung, die grüblerisch veranlagte Mohammedaner in den Wahnsinn treiben kann, ganz zu schweigen.

Aber all diese Gefechte kann man von Postchristen, Kulturabendländern, metaphysischen Abstinenzlern ("diesen ganzen Überbau habe ich nicht nötig") beileibe nicht erwarten. Auf diesem Feld stehen sie nämlich noch viel dürftiger da als die armen irregeleiteten Orientalen.

Daher hät sich der Gegenwartswestler feige aber verbissen an handfestes wie eben dieses Gesetzlein, diverses Verfassungswerk und angestaubte Erklärungen.

Ob´s hilft, darf bezweifelt werden. Es beruhigt ja offensichtlich nicht einmal.

Asenkrieger
18. April 2012 21:40

Alles, was die Überfremdung in der BRD ins öffentliche Bewußtsein rückt, von Kopftüchern über Moscheen bis zu Infoständen mit Koranverteilung, ist zu begrüßen, da es schlimmer wäre, vollzöge sich diese manifestierte Landnahme verdeckt und im Stillen. So sieht man das wahre Ausmaß der schon eingetretenen Katastrophe wenigstens und niemand kann später sagen, daß es es nicht habe wahrnehmen können.

Biobrother
19. April 2012 10:01

@ Raskolnikow & Kiki

Also, sehr viel anders als Abou Nagi klingt ihr jetzt aber auch nicht. Wobei natürlich der schöne alte Satz gilt, dass eine Religion nur durch eine andere bekämpft werden kann ...

Zum flächendeckenden Koran-Verschenken: Man muss sich zu helfen wissen. *g*

https://www.ebay.de/itm/Edle-Quran-/230777761302?pt=Sach_Fachb%C3%BCcher&hash=item35bb6d2e16

Biobrother
24. April 2012 12:18

Als ob man was anderes erwartet hätte:

https://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article2256380/Radikaler-Islamist-soll-100-000-Euro-vom-Staat-kassiert-haben.html

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