18. Mai 2012

Staat, Salafisten und Extremisten

Martin Lichtmesz / 14 Kommentare

Thorsten Hinz deutet in der aktuellen JF die gewalttätigen Auschreitungen durch moslemische Demonstranten in Bonn als Fanal und Menetekel. Sie ließen vor allem das Versagen des Staates und die "Wehrlosigkeit" der Republik sichtbar werden. "Die demographischen, ethnischen und religiösen Verhältnisse in Deutschland ordnen sich neu, damit auch die physischen Machtverhältnisse. Was das für die Zukunft bedeutet, wurde jetzt in Bonn sichtbar."

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Noch bin ich mir nicht sicher, wie die Attacken auf die Polizei zu gewichten sind.  Ein besorgter Pressesprecher der Polizei NRW sieht in ihnen durchaus eine neue Dimension der Gewalt. Auch die religiöse Motivation macht den Fall zur "Premiere". Muß man die Salafisten nun fürchten, gibt es nun nach den "Nazis" einen neuen schwarzen Mann?

Die Gruppierung soll in Deutschland bis zu 5000 Anhänger haben. Bei den jüngsten Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen bekam die Pro-Bewegung 24mal soviele Stimmen (über 118,000), was allerdings insgesamt nicht einmal 1,5 % aller Stimmen ausmacht.  In ganz Deutschland leben heute etwa 4,5 Millionen Moslems, davon haben die Hälfte die deutsche Staatsbürgerschaft, die meisten davon sind Türken. Das sind ca. 5% der Gesamtbevölkerung.

Auf ganz Deutschland verteilt scheint das kein allzu großer Anteil zu sein, und es ist zuweilen kaum vorstellbar, daß uns die Demographen ein Kippen der Mehrheitsverhältnisse (wie man es lokal in Großstädten schon beobachten kann) innerhalb der kommenden drei Jahrzehnte prophezeien. Dies ist indessen ein gemeinhin akzeptierter Fakt, und er gehört inzwischen zum offen ausgesprochenen politischen Kalkül islamischer Prediger.  Was die Salafisten betrifft, so sind sie in ihrem Auftreten jedenfalls gruselig genug, um vermutlich reihenweise "Islamophobie" hervorzurufen.

Welches Zukunftsszenario auch immer man erwartet, eine gewisse kritische Masse haben die Moslems insofern bereits erreicht, als ihre Anwesenheit ein tagtäglich debattiertes Politikum geworden ist. Sie stellt das liberale System vor eine Zerreißprobe, die seine Lücken und Schwachstellen hervortreten läßt. Ein pluralistisches System kann eben nur soviel Pluralismus ertragen, wie sein Minimalkonsens zuläßt. Das wird umso schwieriger, je mehr "Vielfalt" im Rahmen dieses Systems Platz haben soll. Und es sieht so aus, als wäre der Bogen allmählich überspannt.

Zur Zeit habe ich einen Disput mit einem geschätzten, durchaus nicht linken Freund, der mich der "Islamophobie" beschuldigt und meine Vorstellungen von Landnahme und bürgerkriegsartigen Entwicklungen für extrem überspannt hält (sein Wort in Gottes Ohr - nichts wünsche ich mehr, als daß er recht hat). Vor allem solle ich nicht mit religiösen Problemen verwechseln, was eigentlich Einwanderungsprobleme sind, die mit "dem Islam" an sich nichts zu tun hätten.

Ich entgegne, daß ich eher an "Islamonausea" als "-phobie" leide, und bezichtige ihn der "Islamognosie" (auch Morbus Bahners), der krankhaften Unfähigkeit, die katalysatorische und dynamische Rolle wahrzunehmen, die der Islam in eben dieser Einwanderungsproblematik spielt.  Dabei beruft sich mein Freund gerne auf  den Staatsrechtler Wolfgang Böckenförde, der das Konfliktpotenzial zwischen Moslems und Nicht-Moslems vor allem über einen starken, religionsneutralen Rechtsstaat befrieden will. Dazu schickte er mir ein amüsantes Dramolett:
Test

Personen: Ali Üzgütürk, Fritz Sauerkraut (Pro-NRW-Anhänger):

1. Variante: Bürgerkrieg

Ali: Guten Tag, Fritz.
Fritz: Halt's Maul, Du folgst einer totalitären Ideologie, die Frauen unterdrückt und barbarische Scharia-Strafen anwendet, und deshalb will ich, daß Du dich verpisst.
Ali: Hmm, was bist Du so unfreundlich? Du kennst mich doch gar nicht. Ausserdem stimmt das so nicht und ich werde mich nicht verpissen, weil das hier meine Heimat ist.
Fritz: Doch das stimmt, ich habe ganz viele Bücher über deine Religion gelesen und wenn Du irgendwas abstreitest, glaube ich Dir erst recht nicht, weil ich auch gelesen habe, daß Muslime lügen, um ihre wahren Absichten zu verheimlichen, also verpiss dich jetzt sofort, du bist von Natur aus rückständig.
Ali: Hmm, wie ich sehe, habe ich bei Dir keine Möglichkeit ein muslimisches Leben zu leben, obwohl dies das Wichtigste in meinem Leben ist und meine innersten Bereiche betrifft. Ich muss wohl zu deinem Glauben konvertieren, damit Du beruhigt bist, aber wahrscheinlich wird dich das auch nicht beruhigen, da Du ja davon ausgehst ich lüge und dann willst Du auch nicht, daß jeder seines Weges geht, sondern Du möchtest mich auch hier raus haben. Natürlich gehe ich nicht. (Ali channelt mal eben Carl Schmitt) Wir müssen wohl Krieg führen und der Gewinner darf bleiben. Leider wird dieser Krieg auch ein ganz regelloser sein, denn Du bist erst nach einem vollständigen Sieg zufrieden, der aber nicht kommen wird, weil meine Religion potenziell attraktiv bleibt. Man müsste fortan versuchen tief in die Köpfe anderer Menschen zu schauen, um immer dann, wenn sich eine leichte Sympathie zum Islam zu zeigen beginnt, direkt zuschlagen. Ewiges Mißtrauen und ein ewiger Partisanenkampf sind die Folgen. Ewiger Krieg für ewigen Frieden - im Horizont immer die gleich entfernte Utopie, ein herrliches Deutschland ohne störende Muslime.

2. Variante: Mühsam gebändigter herrschaftsfreier Diskurs

Ali: Guten Tag, Fritz.
Fritz: Halt's Maul, Ali, du folgst einer totalitären Ideologie, die Frauen unterdrückt und barbarische Scharia-Strafen anwendet, und deshalb will ich, daß Du dich verpisst.
Ali: Hmm, was bist Du so unfreundlich? Du kennst mich doch gar nicht. Ausserdem stimmt das so nicht und ich werde mich nicht verpissen, weil das hier meine Heimat ist.
Fritz: Okay, ich nehme zu Kenntnis, daß Du das hier als Heimat empfindest und Du einer Religion folgst, die ich total totalitär finde, aber ich sehe ein, daß das dein Bier ist bzw. ich muss es einsehen, weil Du ja leibhaftig vor mir stehst in all deiner Rückständigkeit. Ferner ist es dann wohl besser ich kümmere mich um meinen Scheiß, denn wo soll das alles enden, wenn ich nicht akzeptiere, daß es Dich gibt?
Ali: Idiot, selber rückständig, aber ich stimme Dir zu. Dankenswerterweise leben wir ja auch nicht in einer Volksgemeinschaft, in der man sich ständig gegenseitig ankumpeln oder sich ideologische Zuverlässigkeit versichern muss, d.h. man muss sich nicht anfreunden und jeder kann seiner Wege gehen. Ich hoffe, ich werde Dich nie wieder sehen.
Fritz: Ja, Idiot, Du folgst einer krankhaften Ideologie und ich werde dich weiter im Auge behalten.

Vater Staat tritt auf:

Staat: So, Kinder, Ruhe im Karton. Es ist mir völlig wurscht, daß ihr euch nicht leiden könnt, aber ihr lebt beide hier rechtmäßig auf meinem Territorium, deshalb lasst euch in Ruhe, zumindest so, daß die öffentliche Ordnung nicht gefährdet ist: Fritz, wenn Du hier meinen strebsamen Hilfssheriff spielen willst, kannst Du das in einem gewissen Rahmen tun. Du musst Dir aber überlegen welcher Argumentationsmuster Du benutzt bei Deiner Hilfssherifftätigkeit. Es ist in Ordnung, wenn Du mich schützen willst, aber wenn Du nicht begreifen kannst, daß nicht alle so sind wie du und daß ich nicht dafür zuständig bin die Gesinnung meiner Bürger zu kontrollieren, wirst Du für mich selbst zum Problem. Ihr beide, haltet euch an die Gesetze, das Gewaltmonopol liegt bei mir und wenn jemand meint, er könne hier das große Religionskrieg-Drama spielen, bekommt er richtig was auf die Fresse!

Das entspricht also ungefähr der Aussage von Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), er wolle sich "keinen Religionskrieg aufzwingen" lassen.  Das Dramolett freilich zeichnet gleich in mehrfacher Hinsicht ein falsches Bild, wozu vor allem die alte Mär gehört, Ali würde sich nur deswegen radikalisieren oder zumindest aggressiv und ablehnend werden und "abgrenzen", weil der vorurteilsbeladene Fritz ihm nicht genug "Willkommenskultur" entgegenbringt. Wir sind also mal wieder selber schuld, und eigentlich könnten ja alle nett zusammenleben, wenn sie sich vorurteilsfrei begegnen oder zumindest aus dem Weg gehen würden.  Der Einwand, der uns hier beschäftigen soll, kam von einem anderen Bekannten: die Angst des Hilfssheriffs beziehe sich ja gerade darauf, daß der Sheriff irgendwann entmachtet werden könnte. Im Dramolett wird ein souveräner Staat vorausgesetzt, während die andere Partei (also etwa Fritz von Pro-NRW oder ein anderer Islamkritiker) eine schleichende Aushöhlung der Staatssouveränität befürchtet.

Das ist in der Tat der Fall: die islamkritischen "Rechtspopulisten" mit ihrem großen Vorbild Geert Wilders sind in der Regel (National-)Liberale, die in erster Linie fürchten, der Islam könne zur Gefahr für die westlichen "Freiheiten" werden. Umso mehr wundern sie sich, wenn ihnen der liberale Staat, also in unserem Beispiel der Sheriff, beharrlich in den Rücken fällt, und eher ihnen auf die Finger schaut als den Moslems. Dazu gehört auch, daß sie sich plötzlich einer Allianz von Linken gegenüber sehen, die sich rätselhafterweise auf die Seite einer "frauenfeindlichen, homophoben, antisemitischen, patriarchalischen" Religion und Gesellschaft stellt.
Test

So kommt es zu der merkwürdigen Schieflage, daß die Anhänger der Pro-Bewegung allerorts als "Rechtsextremisten" bezeichnet werden. Hier ist offensichtlich jeder vernünftige Maßstab verloren gegangen ("rechtsextrem" ist heute ohnehin jeder, der sich für den Nationalstaat engagiert), aber die Sache hat Methode: man versucht ein Bild zu zeichnen, in dem zwei "extremistische" Gruppen einander spiegelbildlich gegenüber stehen, was natürlich von hinten bis vorne nicht paßt. Die eine Gruppe ist fanatisch religiös motiviert, fordert die Scharia als Gesellschaftsordnung, wendet Gewalt und Gewaltdrohung an, die andere ist säkular-bürgerlich engagiert, will den freiheitlich-demokratischen Nationalstaat verteidigen und ist friedfertig. Die eine bekommt hunderte junge Männer auf die Straße, die andere allenfalls ein paar dutzend mittelalterliche PI-Junkies und Politdilettanten.

Nun haben die Pro-Anhänger freilich eine bewußte Provokation gegenüber den Salafisten begangen und gezielt den roten Knopf gedrückt. Was da zutage trat, ist dennoch nicht ohne Erkenntniswert. Lebensschützer und Christen werden von linksextremen Abtreibungsgegnern und homosexuellen Aktivisten zum Teil auf das gröbste beschimpft ("Hätt Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben", "Christen fisten!"), manchmal gar physisch attackiert.  Nie hat man gehört, daß die Provozierten darauf hin Polizisten abgestochen hätten. Nicht einmal Rechtsextremisten, bekanntlich alles andere als Waisenknaben, reagieren in der Regel so heftig auf Antifaprovokationen wie die Salafisten in Bonn auf die Pro-Demonstranten. Beleidigungen und Provokationen des Gegners sind also auf Demonstrationen in Deutschland erlaubt. Wenn nun beflissen diskutiert wird, ob und wie man das Zeigen von Mohammed-Karikaturen bei solchen Anlässen verbieten könnte, dann hat das einen ganz einfachen Grund: die Salafisten lassen sich dergleichen nicht gefallen - und prompt gerät der Staat ins Wanken, und beeilt sich, ihren Wünschen entgegenzukommen.

Der Staat hat nicht nur sein Gewaltmonopol gegenüber Auswüchsen der Parallelgesellschaft kaum im Griff , er ist indessen über den von ihm geförderten "Kampf gegen Rechts" alles andere als neutral, sondern agiert zum Teil wie eine Bürgerkriegspartei. Seine Vertreter zeigen sich auch in anderer Hinsicht als parteiisch. Verdächtig kurz nach den Bonner Ausschreitungen fing Angela Merkel an kräftig zu "wulffen", indem sie die berüchtigte "der Islam gehört zu Deutschland"-Platte auflegte. Dabei erinnerte sie an die Segnungen der islamischen Zivilisation für Europa, und schob den Trost nach, fast schon spenglerisch, daß man in der Weltgeschichte eben nicht immer oben auf sein könne:

“Moslems sind heute ein Teil unseres Alltags und der Islam ein Teil Deutschlands“.Die Aussagen des ehemaligen Bundespräsidenten bewertete die Kanzlerin als ”eine Wahrheit, die zur Sprache gebracht wurde“ und erklärte: „Es ist falsch zu behaupten, der Islam würde nicht zu Deutschland gehören“. Dennoch würde dies nichts daran ändern, dass die christliche und jüdische Kultur in Mitteleuropa schwerwiegender ist als der Islam. Merkel betonte aber auch, dass Europa in der Vergangenheit vom Islam profitiert hat.Die Bundeskanzlerin sagte: „Oft vergessen wir, dass vieles von dem, was wir heute wissen durch den Islam nach Europa kam. Dies zeigt mir immer wieder: Auf der Welt gibt es keine Region, die über Jahrhunderte historisch führend war.“

Es ist sicher kein Zufall, daß diese Aussage gerade jetzt kommt, wo das Auftreten der Salafisten erhebliche Zweifel an der behaupteten Deutschlandkompatibilität des Islams gesät hat. Diese nachgiebige, selbstrelativierende Position führt dazu, daß die ganze leidige "Leitkulturfrage" nur auf der schiefen Ebene geführt werden kann. Hier wird beharrlich um den heißen Brei herumgetanzt. In der Integrationsfrage kann sich der Staat kaum zu einem simplen "When in Rome, do as the Romans do" durchringen.  Das kann man auch an der Maischberger-Gackerstunde zu dem Thema beobachten: geladen wurden ein salafistischer Imam, Michel Friedman, Wolfgang Bosbach, Matthias Mattussek, eine zum Islam konvertierte Ex-MTV-Moderatorin, und die Schauspielerin Renan Demirkan, die der Ansicht ist, daß Extremisten zwar schlecht sind, der Islam aber "zu Deutschland gehöre".

Preisfrage: wer fehlt aus dem Spektrum? Wer von den unmittelbar Involvierten? Natürlich ein Pro-Vertreter oder zumindest ein echter "Islamkritiker". So finstere Gesellen die Salafisten auch sein mögen, man setzt sich mit ihnen also eher auf eine öffentliche Couch als mit den Pro-Schmuddelkindern. Irgendwann kommt, was kommen muß: Frau Demirkan, eine Doppelpaßbesitzerin, die sich als echtes deutsch-türkisches Mischprodukt inszeniert, stellt sich genau dorthin, wo sie die Mitte vermutet, und bezeichnet allen Ernstes Mattussek, der noch am ehesten einen "identitären" Standpunkt vertritt, und den Salafistenprediger als "zwei Seiten ein- und derselben Medaille": einer sage, der Islam gehöre nicht zu Deutschland und Europa, der andere sage, der Islam sei die einzig wahre Religion. Alles klar? Aufschlußreich ist auch die Selbstdarstellung des Hassan Dabbagh: er sei natürlich kein "Extremist", auch kein "Salafist", sondern einfach - "ein Moslem".

Sehen wir uns noch die Reaktion des Zentralrats der Muslime an.

Wir verurteilen die Gewaltanwendung bei den Demonstrationen in aller Form und distanzieren uns ausdrücklich von gewaltbereiten Muslimen, die zur Selbstjustiz anstacheln und die Polizei angreifen. An dieser Stelle wünschen wir den verletzen Polizisten gute Besserung und schnelle Genesung.

Die Weltanschauung oder die politisch-religiösen Ziele der Salafisten werden nicht verurteilt. Man distanziert sich nicht von der Gruppe an sich, aber vom Verhalten einiger ihrer Anhänger. Das ist freilich das gute Recht des ZMD.

Auf diese Provokationen mit Gewalt zu reagieren ist nicht die Sache friedliebender Muslime, weil dies unislamisch ist und obendrein den Rechten in die Hände spielt.

Wenn diese Reaktion tatsächlich "unislamisch" ist, dann verhält sich offenbar ein recht großer Teil der Moslems auf aller Welt "unislamisch", so sehr, daß man im Westen dieses Verhalten inzwischen als eher typisch islamisch empfindet. In anderen Ländern, wie Tunesien, braucht es nicht einmal "Beleidigungen" und Karikaturen, es reicht schon aus, unorthodoxe Theaterstücke aufzuführen, um die "unislamische Gewalt" der Salafisten zu provozieren. Da scheint der zweite Punkt, die taktische Frage, schon wesentlich einleuchtender. Als nächstes wird die Aggression der Salafisten relativiert, indem wieder eine vermeintliche Symmetrie beider Seiten konstruiert wird:

Extremisten hüben wie drüben versuchen ein "2. Dänemark" zu inszenieren. Wir sagen dazu: Mit uns nicht!

Aber gleich im nächsten Satz werden die Gewichte wieder zugunsten der Glaubensbrüder verteilt:

Wir erwarten von Politik und Justiz, dass rechtlich alles unternommen wird, damit dieser Rassismus nicht weiter grassiert und salonfähig gemacht wird, deswegen haben wir die Staatsanwaltschaft eingeschaltet und Strafanzeige erstattet.

Also ausbuchstabiert: eine radikale islamische Gruppe bricht eine gewalttätige Ausschreitung mit mehreren Verletzten vom Zaum. Daraus zieht der ZMD die Konsequenz, daß die Polizei gegen den "Rassismus" der gegen sie demonstrierenden Gruppe vorgehen soll. "Verhaftet sie, die haben uns provoziert!" Zwei Wege, dasselbe Ziel: die einen versuchen es über Gewaltandrohung, die anderen über die Paragraphen, die ihnen in die Hand gegeben wurden.

Foto: JF
Test


Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.


Kommentare (14)

Martin
18. Mai 2012 21:46

Nun haben die Pro-Anhänger freilich eine bewußte Provokation gegenüber den Salafisten begangen und gezielt den roten Knopf gedrückt. Was da zutage trat, ist dennoch nicht ohne Erkenntniswert.

Sehr richtig! Das ganze Geschehen war/ist sehr aufschlussreich.

Wenn man davon ausgeht, dass in einer Vergleichsgruppe mit einer gemeinsamen Basis oder einem gemeinsamen Bezugspunkt (Nation, Religion etc.), eine radikale Minderheit die Mehrheit dominieren und bei einer Zuspitzung gegen eine andere Vergleichsgruppe leicht mit auf die eigene Seite ziehen kann, dann hat unser Staat sehr clever gehandelt, in dem er der "Vergleichsgruppe Moslems" Honig um den Mund schmiert, um sie so von der Versuchung abzuhalten, sich von der radikalen Minderheit mitreißen zu lassen.

Auf der anderen Seite wird der "Vergleichsgruppe Einheimische", deren Solidarisierungsfähigkeit mittlerweile als eher eingeschränkt zu bezeichnen ist, klar gemacht, dass es sich bei den "Provokateuren" doch nur um Spinner handelt, deren Wahl nichts bringt und dass die "anderen" ebenso ihre "Spinner" hätten und daher business as usual, Klappe zu, Affe Tod, etc, angesagt sei.

Ich frage mich, was dabei heraus kommen würde, wenn so ein Spiel, wie es pro-NRW gespielt hat, einmal ohne Polizei, oder mit zu spät oder zu schwach anrückender Polizei gespielt werden würde - ich würde die träge Masse "Deutschland" nicht unbedingt, aller Entsolidarisierung zum Trotz, unterschätzen ... und ich vermute, unseren "Regierenden" ist das gar nicht so unbekannt - daher auch das Gedeckele etc. ...

Warten wir also einmal ab. Aber ein Art der politischen Kanalisierung des Themas "Islamkritik", wie es sie in anderen Ländern der Europas gibt, scheint mir in Deutschland - auch nach dem Ergebnis von pro NRW - eher unwahrscheinlich und so wird es im verborgenen weiter gären. In welchem Umfang es "gärt" und ob es zu einem Wegfliegen des "Deckels vom Topf" langt, kann ich aber überhaupt nicht einschätzen ...

Gottfried
18. Mai 2012 22:20

Die Homo-, Islamo- oder Sonstwasphobiekarte würde ich niemals aufnehmen. Wenn ich eine Karte aufnehme, erkenne ich deren Wert an und verlängere diesen. Man kann sich ja z.B. nach der fachmedizinischen Spezialausbildung des Diagnostikers als Nervenarzt erkundigen. "Phobia" meint ausschließlich die irrationales Angst. Eine Phobie ist eine ernsthafte seelische Erkrankung, keine Befindlichkeit, sondern eine erhebliche Einschränkung, was die Befähigung zum normalen Alltagsverkehr betrifft. Wenn die Phobie auf "wikipedia" auch als "sozialwissenschaftlicher" Begriff aufgeführt wird, zeigt das nur das kluge Köpfe von Orwell bis Franz-Josef Strauß recht behalten haben, was den Kampf über die Sprache anbelangt. Wie "wikipedia" gestaltet wird, dürfte sich herumgesprochen haben.
Normale Angst im Sinne von Furcht ist hingegen immer ein guter Ratgeber - die Biologen nennen sie auch Selbsterhaltungstrieb.

Halte die ganze Art der Inszenierung des PRO-versus-Salafisten-Themas ebenso wie die Diskussion über Homosexualität - egal ob hier gerade die "liberals" oder die "neo-cons" ein eher kreatürlich-biologisches Thema für ihr mieses Geschäft instrumentalisieren, das solange es privat ist, vollkommen belanglos ist, für eine Stabilisierung der Matrix.
In erster Linie ist jeder Bürger, der sich mit diesen Themen befaßt, die so geartet sind, daß sie in unserer Gefüüühlsdemokratie für hohe Quoten sorgen können, ein Bürger, der sich deutlich weniger bis gar nicht mit dem monströsen ESM-Verbrechen auseinandersetzt.

Das heißt nicht, daß die Situation bezüglich des bewußt von den Herrschenden gewollten und geplanten drohenden Bürgerkrieges nicht immer brenzliger wird. Es heißt nur, daß die meisten biederen Islam"kritiker" einfach noch nicht einmal im Ansatz begreifen, mit wieviel Nitroglycerin die Auftraggeber der Kommissare und Räte der EU- und
ESM-"Menschen"rechtsdiktatur hier zu Werke gehen.
Es heißt, daß ein Einsatz des BUNT-Staates gegen diesen Konflikt im Moment, wo ESM und die Finanzdiktatur nebst Knechtung von Generationen unter Dach und Fach gebracht werden, nicht hilfreich ist.

TOBIAS RÜGER
18. Mai 2012 22:39

Das rhethorische Konstrukt des neutralen Staats, der gewissermaßen naturgegeben als beständiger Anker zur Verfügung steht, ist natürlich historisch betrachtet völliger Blödsinn. Würden die, die damit hantieren es tatsächlich selbst glauben, dürfte es keinen »Kampf gegen Rechts« geben, da das Phänomen Rechtsradikalismus ja fast ausschließlich aus Meinungsdelikten besteht, die weder Einzelpersonen noch die öffentliche Ordnung merklich schädigen.
Gerade erleben wir in Syrien – wo ein quasi-säkulares System über Jahrzehnte nur mit der eisernen Faust des Sicherheitsapparats überleben konnte – eine demografisch grundierte Destabilisierung: 80% sunnitische Moslems gegen 10% Alawiten, hinter denen weitere 10% Christen stehen. (Die Medienauftritte tätigen demokratische Gruppen, die Angriffe auf Menschen und Infrastruktur werden wiederum von der Al-Qaida-Ideologie nahestehenden Gruppierungen ausgeführt wobei die westlichen Systemmedien bis vor kurzem beide Strömungen in eins gesetzt haben.
Eine vergleichbare soziokulturell-demografische Verschiebung fand in den ’60/70er Jahren im Nachbarland Libanon statt. In der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik Mazedonien gibt es Hinweise auf ähnliche Entwicklungen. Nigeria und Äthiopien sind weitere Beispiele.
Es kann also davon ausgegangen werden, dass jeder halbwegs informierte »Antifaschist« bzw. »Antirassist« um den Zusammenhang der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und der für ihren Erhalt deutlichen Bevölkerungsmehrheit, die jederzeit für sie einzustehen bereit ist, weiß.
Wie also kommt es dann zur faktischen Unterstützung islamischer Bewegungen durch linke Parteien und Gruppierungen?
Kernforderungen wie Frauenemanzipation, Religionsferne des Staats aber auch den Ökologie-Themen stehen Moslems i.d.R. ablehnend oder zumindest desinteressiert gegenüber. In offen vorgetragenen politischen Inhalten lassen sich schwerlich Schnittmengen finden. Zu vermuten ist demnach, dass die islamische Ausbreitung von der Linken als nützlicher Hebel zur Schwächung der kulturellen Identität Europas gesehen wird. Wenn dem so wäre, dann stünde damit auch das reflexhafte Eintreten der Linken für Frauen- und Minderheitenrechte in einem schiefen Licht – es ginge dann in der Unschärfe nämlich hierbei nicht um humanistische Werte, sondern um eine Dauerstrategie des subtilen Aushöhlens der Mehrheitsgesellschaft.
Bleibt anzumerken, dass Linke in islamisch geprägten Staaten zu den am meisten verfolgten politischen Gegnern der Herrscher zählen. Offensichtlich sehen linke Gruppierungen in der BRD den Punkt allerdings noch nicht erreicht, an dem ein substanzhafter Einfluss der islamischen Ausbreitung auf den Staat stattgefunden hat. Hier scheint mir der grundlegende Unterschied zu den pro-Gruppen u.ä. erkennbar zu werden; letztere finden den durch Islamisierung, wie sie sagen würden, entstandenen gesellschaftlichen Schaden bereit äußerst bedrohlich.

TOBIAS RÜGER
18. Mai 2012 22:48

Das rhethorische Konstrukt des neutralen Staats, der gewissermaßen naturgegeben als beständiger Anker zur Verfügung steht, ist natürlich historisch betrachtet völliger Blödsinn. Würden die, die damit hantieren es tatsächlich selbst glauben, dürfte es keinen »Kampf gegen Rechts« geben, da das Phänomen Rechtsradikalismus ja fast ausschließlich aus Meinungsdelikten besteht, die weder Einzelpersonen noch die öffentliche Ordnung merklich schädigen.
Gerade erleben wir in Syrien – wo ein quasi-säkulares System über Jahrzehnte nur mit der eisernen Faust des Sicherheitsapparats überleben konnte – eine demografisch grundierte Destabilisierung: 80% sunnitische Moslems gegen 10% Alawiten, hinter denen weitere 10% Christen stehen. (Die Medienauftritte tätigen demokratische Gruppen, die Angriffe auf Menschen und Infrastruktur werden wiederum von der Al-Qaida-Ideologie nahestehenden Gruppierungen ausgeführt wobei die westlichen Systemmedien bis vor kurzem beide Strömungen in eins gesetzt haben.
Eine vergleichbare soziokulturell-demografische Verschiebung fand in den ’60/70er Jahren im Nachbarland Libanon statt. In der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik Mazedonien gibt es Hinweise auf ähnliche Entwicklungen. Nigeria und Äthiopien sind weitere Beispiele.
Es kann also davon ausgegangen werden, dass jeder halbwegs informierte »Antifaschist« bzw. »Antirassist« um den Zusammenhang der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und der für ihren Erhalt zwingend nötigen deutlichen Bevölkerungsmehrheit, die jederzeit für sie einzustehen bereit ist, weiß.
Wie also kommt es dann zur faktischen Unterstützung islamischer Bewegungen durch linke Parteien und Gruppierungen?
Kernforderungen wie Frauenemanzipation, Religionsferne des Staats aber auch den Ökologie-Themen stehen Moslems i.d.R. ablehnend oder zumindest desinteressiert gegenüber. In offen vorgetragenen politischen Inhalten lassen sich schwerlich Schnittmengen finden. Zu vermuten ist demnach, dass die islamische Ausbreitung von der Linken als nützlicher Hebel zur Schwächung der kulturellen Identität Europas gesehen wird. Wenn dem so wäre, dann stünde damit auch das reflexhafte Eintreten der Linken für Frauen- und Minderheitenrechte in einem schiefen Licht – es ginge dann in der Unschärfe nämlich hierbei nicht um humanistische Werte, sondern um eine Dauerstrategie des subtilen Aushöhlens der Mehrheitsgesellschaft.
Bleibt anzumerken, dass Linke in islamisch geprägten Staaten zu den am stärksten verfolgten politischen Gegnern der Herrscher zählen. Offensichtlich sehen linke Gruppierungen in der BRD den Punkt allerdings noch nicht erreicht, an dem ein substanzhafter Einfluss der islamischen Ausbreitung auf den Staat stattgefunden hat. Hier scheint mir der grundlegende Unterschied zu den pro-Gruppen u.ä. erkennbar zu werden; letztere finden den durch Islamisierung, wie sie sagen würden, entstandenen gesellschaftlichen Schaden bereit äußerst bedrohlich.

Asenkrieger
18. Mai 2012 23:31

Karl Martell nahm dereinst eine JF in die Rechte und eine Sezession in die Linke und schlug damit auf die Mosleminvasoren ein. so gewann der die Doppelschlacht von ...

M.L.: ... Druckerschwarz-Schwafelsberg, in der Kneipe zum Wehrhaften Demokraten.

zentralwerkstatt
19. Mai 2012 10:34

Moslems sind heute ein Teil unseres Alltags und der Islam ein Teil Deutschlands“.

Das ist auch aus meiner Sicht Unsinn. Deutsche sind ein Teil Deutschlands, sogar mehr, sie sind die Essenz dieses Landes, es nennt sich nach ihnen. Moslems sind zu 99% kein Teil Deutschlands, denn sie sind Orientalen, sie gehören nicht hierher. Da folge ich schlicht der Konsequenz der Logik.

In dem Moment, da ein Politik-Entscheider proklamiert, die Fremdländer und ihre aus der Sicht unserer tradierten Normen minderwertigen Sitten gehörten doch hierher, hat die BRD als Organisationsform eines Staates der Deutschen ausgedient - Karlsquelltrinker (…oder hießen sie Karlspreisträger?) formulieren die Vergangenheit eines Staates der Deutschen in Blitzlichtstuben ja schon aus und wagen sogar, für alle europäischen Staaten zu sprechen.

Ich bin nicht einmal Hobbyjurist, also bitte keine Polemik gegen meine Art der Juristerei. Nichtsdestotrotz verfechte ich ein Rechtssystem, das möglichst alle verstehen sollen, das also auch gesundmenschenverstandliche Herleitungen erlauben muß, denn sonst taugt es als allgemeines Rechtssystems so wenig wie eine BRD als Staatsorganisation für Deutsche.

Für mich als Deutschen ist die BRD ein Gewaltinstrument gegen meine Interessen. Natürlich lasse ich mich auch in diesem Sinne nicht in Kämpfe gegen Sekten verwickeln. Moslems können Gegner sein, wie Mückenschwärme, und wer fragt intellektualisierend nach der Motivation von Mücken? Die wollen doch nur fressen, ein redlicher deutscher Staat wäre Moskitonetz genug. Die Feinde sind andere.

Aber auch dem ESM oder ESFS sollte man meiner Meinung allenfalls ein LMAA zufügen. Die Zinsenbedienung der traditionsreichen Bankercliquen passiert sowieso – solange wir dabei mitmachen und hört in dem Moment auf, da wir ALS GESAMTHEIT dieses Zinswuchergeldbetrugssystem ablehnen, das ist der gute Teil der Nachricht.

Wer den Mechanismus des Zentralbankwesens verstanden hat, verspürt nur mehr die Motivation darüber aufzuklären und die Empörung zu genießen bei den Leuten, denen ein Licht aufgeht. Alte Wahrheiten sind auch gewachsen, man muß sie nicht immer neu erfinden: Bei Geld hört jede Freundschaft auf, übrigens auch jeder Schuldkult.

Und das Beste: Solches Geld muß gar nicht zurückgezahlt werden, denn es ist ja ein einziger, großer Betrug. Seine „Schöpfer“ und Lancierer gehören vielmehr vor Gericht. Bedienen wir also Affekte, Herumintellektualisieren – und das noch über Ablenkungsschlachten – wird keinen Erfolg in unserem Sinne bringen.

Alles hängt am Geldsystem, dafür es gab Millionen von Toten und jeden Tag werden diesen Opfern aus Gier weitere hinzugefügt.
Man sollte sich bei Hinweisen auf das jetzige Finanzsystem hüten, von Hochfinanz oder gar internationaler Hochfinanz zu sprechen, weil andere dann die Keule schwingen könnten. Es reicht schlicht, auf den Mechanismus der Geldschöpfung aus Luft hinzuweisen.

Die Gier ist ubiquitär, billig bunte Zettelchen herstellen und diese gegen Waren und Dienstleistungen tauschen, würde eigentlich jeder gerne zum Beruf haben. Argumentative Brandbeschleuniger sind hier steigende Lebenshaltungskosten, insbesondere Energie-, vor allem Benzinpreise, in die ja der steigende Zins eingepreist ist. Da kocht die Wut.

Mob ist mob und will so behandelt werden, das meine ich nicht verachtend, es ist schlicht eine Bestandsaufnahme. Man muß in seiner Sprache zu einem Menschen sprechen, denn sonst klappt die Verständigung nicht. Die anderen verstehen das und sind erfolgreich damit.

Gottfried
19. Mai 2012 11:43

@ Zentralwerkstatt

"Moslems sind zu 99% kein Teil Deutschlands, denn sie sind Orientalen, sie gehören nicht hierher."

Sehe ich auch so.

Wobei der Mohammedaner nicht der interessanteste Oberbegriff ist, sondern der kulturfremde Orientale als ein solcher. Man kann ja nicht so tun, als seien z.B. die raub- und mordlustigen Nomaden vor Auftreten Mohammeds eine Friedensbewegung gewesen. Der hat ihnen ja im Grunde nur den geeigneten ideologischen Überbau nachgereicht.
Es gibt eine ganz bestimmte Leitkultur unserer europäischen Aufklärung. Dieser widerspricht das vormoderne Stammesrecht, wie es im Orient noch gang und gäbe ist - das jetzt zunehmend durch die VN/EU-"human-rights"-Tyrannei unsere Rechtssysteme zerstört. Sonderrechte für Behindertenstämme wie z.B. Frauen, Mohammedaner und Homosexuelle.

Es gibt auch eine ganz bestimmte Form, wie sich der aufgeklärte Europäer eine ideale geistige Auseinandersetzung vorstellt. Diese Vorstellung teilt der Orientale aber nicht, man sollte das auch nicht arrogant erwarten!, das gilt freilich nicht nur für Berufsjihadisten wie Daimagüller oder Mazyek, sondern auch für Nichtmohammedaner, die z.B. als Fernsehmoderatoren/-prominente ausgesprochen unbeliebt sind mit ihrem Rabulismus, ihrem lauten Verständnis von Streit-"Kultur", die einfach nicht die unsrige ist.

Das ist KEINE Wertung, es ist ein Plädoyer für den Partikularismus und den Frieden: Wer nicht zusammenpaßt, sollte halt nicht miteinander in die gleiche Wohnung ziehen. Getrennte Wohnungen vorausgesetzt, kann man sich dann durchaus wieder gegenseitig anerkennen. Das CD-Archiv irgendwelcher Leute drei Straßen weiter muß mir nicht zusagen. Ich habe eigentlich auch keine Zeit dafür, mein Ge- oder Mißfallen über dieses zum Ausdruck zu bringen.

Zadok Allen
19. Mai 2012 13:37

In ganz Deutschland leben heute etwa 4,5 Millionen Moslems, davon haben die Hälfte die deutsche Staatsbürgerschaft, die meisten davon sind Türken. Das sind ca. 5% der Gesamtbevölkerung.

Diesen offiziellen Zahlen gegenüber bin ich höchst skeptisch. Bis vor wenigen Jahren hieß es auch noch, in der BRD lebten insgesamt 7 Millionen "Ausländer" - jeder, der vor drohender Überfremdung warnte, wurde mit dieser Zahl konfrontiert und "widerlegt". Eines Tages kam dann heraus, daß bereits etwa 20% der Wohnbevölkerung über "Migrationshintergrund" verfügen. Der Zahlenwechsel wurde von den Medien mit atemberaubender Selbstverständlichkeit vollzogen.

Dabei hat es nun seit weit über 20 Jahren keine Volkszählung mehr gegeben. Woher stammen überhaupt die offiziellen Zahlen? Aus irgendwelchen halb zusammengeführten Registern der Sozialversicherungen, nehme ich an. Man wird wohl kaum fehlgehen, wenn man die Kopfzahl der mohammedanischen Wohnbevölkerung doppelt so hoch ansetzt.

Hesperiolus
19. Mai 2012 14:12

Was wollen wir? Die Wiederanknüpfung an deutsche Kultur - die "Counter-Reedukation" - Seele, Landschaft, Geist unserer Heimat? Wir selbst werden aus unseren Altvorderen. Katharsis! Davon bin ich ausgegangen, habe deshalb "Sezession" und "JF" diskursiv an mich herangelassen. Nun hatte ich über Jahre nahezu wöchentlich die JF am Kiosk gekauft - heute zum letzten Mal! Warum - weil mir Salafisten und Rapper gleich unwillkommen sind für mein Deutschsein und Deutschwerden. Aber augenscheinlich spielt man hier binäre Sollbruchstellen vor, will durch scheinbare Gegensätze eine mögliche Selbstbesinnung auf das EIgentliche verwirren. Der Islam gehört nicht zu Deutschland und vom Amerikanismus gehört Deutschland befreit (um wieder es selbst zu werden). Kann man hier nicht bis 3 zählen? Was für eine Hütchenspielerei mit den Dreien Islam, Dekadenz und Deutschland. Sie treffen es nicht, eines ist immer drunter, Mohammed oder Pop. Weil wir - selbstverständlich - den Islam in Deutschland nicht wollen, berufen wir uns auf "westliche" Werte? JF hudelt den Rapper Oliver Harris - warum? Seinen affirmativen Patriotismus: "Wem`s also in Deutschland nicht gefällt, sollte überlegen, ob er nicht gehen will." Das sind wir, uns gefällt es nicht, wohin sollen wir gehen? Bitte? Islam und bunte Merkel-Republik sind doch wohl keine Alternativen?

Azo
19. Mai 2012 15:51

Es zeigt sich nur mal wieder, dass die Existenz von konträren Kulturen auf dem selben Territorium Unfrieden stiftet.

Der Moslem, der Orientale im Allgemeinen - ich pauschaliere bewusst - hat eine andere Welt-, Gottes-, Menschen-, und Schicksalsauffassung als wir Mittel- bzw. Westeuropäer. Und das nicht mal bewusst, sowas wird "geerbt", über viele verschiedene Weisen weitertradiert.

Er negiert die freie Verantwortlichkeit des Individuums, er kennt das Individuum als solches gar nicht. Seine Welt-, Gottes-, Menschen- und Schicksalsauffassung kann man tatsächlich als sklavisch bezeichnen, er unterwirft sich Gott und dem Schicksal, total.
Wenn er provoziert wird und gewalttätig wird, dann hat das Schicksal ihn dazu veranlasst, kismet, inschallah! Sein Aufbrausen wird als Naturgewalt betrachtet und in seinem orientalischen Milieu, siehe ZMD, auch so gewertet.

Der Germane, auch der christliche Germane, der Westeuropäer stand immer als freier Mann unter Freien vor seinem Gott. Und die daraus resultierende Auffassung von Selbstverantwortlichkeit hat sich, auch in unserem heutigen degenerierten Zustand, erhalten. Das passt nicht zusammen.

Wolf Larsen
19. Mai 2012 22:32

Der Sprechgesangler (aka Rapper aka Proll"musiker") Harris ist ein "lupenreiner Demokrat". Ganz klar!
Wem's nicht passt, der soll gehen? Folgt das der Logik: Wir leben im besten aller möglichen "Schlaaaands"? Schwarz-Rot-Gold - treudoof und stolz? Heil Dir im Siegerkranz Hüter des Mummenschanz?
Mein lieber Harris: Du und dein schwarz-rot-goldenes Partypatrioten-Pack kann mich mal kreuzweise! Wenn hier einer geht, dann seid ihr das! Ätsch!

Turmkönig
20. Mai 2012 07:20

An Hesperiolus:

Gerechterweise sollte man erwähnen, daß die JUNGE FREIHEIT den populären Rapper Oliver Harris mit all seinen Ansichten nicht unumschränkt belobhudelte, sondern erst mal nur interviewte – mit der Absicht, selbst etwas von seiner Popularität abzubekommen und das Leserumfeld zu verbreitern.

Gleichwohl teile ich Ihren Unmut:
Der liberal-libertäre Touch der JF auf der einen und ihre zunehmende Öffnung hin zum zeitgeistig-westpopkulten Unpolitischen auf der anderen Seite werden auch mir zunehmend ungenießbar. Außerdem ist es an der Zeit, daß sie sich den Rest an untragbaren CDU/CSU- und FDP-Zöpfen abschneidet, so sie denn eine wirkliche konservative Gegenkraft zum unsäglichen Nationalsuizid-Establishment in Politik und Gesellschaft bilden will.
Die JF scheint aber eine Zeitung für genau diesen Staat und diese Gesellschaft zu sein, obzwar sie von ebenjenen Institutionen geächtet wird – weil der JF-Ansporn einer nationalen Wiederbelebung Deutschlands eben die größte Feindesgesinnung ist, die von ihnen mit allen Mitteln bekämpft wird. Es ist bizarr, die politische Eigenständigkeit eines selbstbestimmten Deutschlands zu ersehnen und gleichzeitig die Existenz des Staates BRD, wenn auch eines irgendwie reformierten, zu bejahen; den Fortbestand des deutschen Volkes und deutscher Kultur sichern zu wollen und gleichzeitig ein Glied in der Gesellschaft zu sein, die diesem Ziel entgegensteht.

M.L.: Ich verstehe nicht, was an dem Harris so schlecht sein soll. Bedenkt man das Publikum, an das er sich richtet, ist seine "Message" doch sehr konstruktiv.

waldemar
21. Mai 2012 06:36

"Eines Tages kam dann heraus, daß bereits etwa 20% der Wohnbevölkerung über „Migrationshintergrund“ verfügen."

Lassen Sie sich nicht für dumm verkaufen. Darunter subsummieren unsere Mihigru-Propagandisten natürlich auch die deutschen Vertriebenen und ihre Nachkommen, die sind gemäß Neusprech auch "Migranten".

eulenfurz
21. Mai 2012 09:15

Lebensschützer und Christen werden von linksextremen Abtreibungsgegnern und homosexuellen Aktivisten...

Gemeint sind wohl linksextreme Abtreibungsbefürworter. Gestelzter Begriff! Prägnanter und an kommunistische Traditionslinien anknüpfend wäre: rote Kindermörder.

Der Islam gehört genauso nach Deutschland, wie Pinguine in die Sahara. In den ideologischen Konstrukten perverser Fanatiker fände sich selbst Platz für Kinderschändung, würden Kinderschänder der Dekomposition einer traditionellen Gemeinschaft und damit der eigenen Machtstellung Vorschub leisten.

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