Sezession
20. Juni 2012

Die Bundeswehr ist keine Söldnerarmee

Gastbeitrag / 51 Kommentare

von Martin Böcker

Felix Springer hat einen klugen und wichtigen Beitrag zur Debatte über die Behandlung einsatzgeschädigter Soldaten geschrieben. Springer ist - so weit ich das überblicken kann - der erste deutschsprachige Autor, der deutlich darauf hingewiesen hat, daß unsere Soldaten nicht erst als Versehrte unsere Achtung verdienen, sondern für ihren Dienst an sich.

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Daraufhin wurde in einigen Leserkommentaren die Bundeswehr, als „Bunte Wehr“ verballhornt, der Soldat werde zum Söldner, weil er nicht mehr seinem Volk, sondern nur noch amerikanischen Interessen diene. Wer diesen Standpunkt lauthals vertritt, sollte wissen, daß er damit den Eid und den Dienst des deutschen Soldaten offen verhöhnt, denn nach dieser Logik wäre der Soldat ja Volksverräter und bald schon Kriegsverbrecher.

Allerdings soll es in den folgenden Überlegungen nicht um diesen „Soldaten sind Mörder“-Stil gehen, den ich, offen gestanden, von rechts nicht erwartet hätte. Stattdessen möchte ich diesen ganz bestimmten „Verteidigern des Eigenen“ zwei Perspektiven zeigen. Einerseits die Mikroperspektive des Eid leistenden Soldaten, andererseits die Makroperspektive der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik. Gemeinsam ergeben sie eine Draufsicht mit etwas mehr Gleichgewicht.

Mikroperspektive: Springer ist in seinem Kommentar wie selbstverständlich davon ausgegangen, daß die Aussage unseres soldatischen Eides gilt, „das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen“, womit er die Legitimität des soldatischen Dienstes begründet.

Dieser Eid kann auch nicht mit der Vermutung in Frage gestellt werden, daß viele Rekruten ja nur aus rein ökonomischen Gründen oder aus Abenteuerlust ihren Dienst anträten. Bestimmt spielen solche Antriebe auch eine Rolle, wenn sich jemand für die Armee entscheidet. Doch sobald der Soldat den Eid geleistet hat, sind diese anderen Antriebe irrelevant, ihm gebührt Vertrauen in seine Aufrichtigkeit, solange er nicht ersichtlich gegen den Eid verstößt.

Ansonsten müßte man den Eid abschaffen oder eine leistungsstarke Gedankenpolizei etablieren. Die selbstverständliche Annahme Springers dürfte der Intuition aller deutschen Soldaten entsprechen. Schließlich leisten sie diesen Eid mit dem Wissen, daß Töten und Sterben wenigstens möglich sind. Wer also Interesse am rechten Maß hat - etiam si omnes, ego non“ - sollte diesen Eid respektieren und damit den deutschen Soldaten nicht für dumm verkaufen.

Makroperspektive: Selbst mit einer deutlich größeren Armee wäre Deutschland mit eigenen Kräften nicht dazu in der Lage, seine außen- und sicherheitspolitischen Interessen ohne Bündnispartner durchzusetzen. Freilich könnte man über die Definition dieser Interessen streiten, doch mindestens zwei liegen offen auf der Hand: permanente Rohstoffversorgung und freie Handelswege. Es entspricht einem sachlichen Kalkül, sich für die Durchsetzung dieser Interessen unter den möglichen Verbündeten den stärksten zu suchen.

Das sind derzeit die Vereinigten Staaten. Eine moralische Diskussion über unsere Niederlage 1945, die Behandlung unserer Großväter in den Rheinwiesen und die „Charakterwäsche“ der Deutschen ist interessant und wichtig, genauso wie die über den Imperialismus. Doch wer die daraus resultierenden Ressentiments in deutsche Bündnispolitik einfließen läßt, ist zur Beantwortung machtpolitischer Fragen schlichtweg ungeeignet.

Es ist inkonsequent, einen Sarrazin dafür zu feiern, daß er das Ende einer holocaustorientierten Finanzpolitik fordert, aber gleichzeitig irgendwelche Überleitungsverträge hervorzukramen. Nun wären sicherlich auch andere Formen der Sicherheitspolitik möglich, vielleicht kämen auch andere Bündnispartner in Frage. Allerdings kann die Entscheidung für diese Form der Sicherheitspolitik nicht als Begründung für die Mißachtung der Bundeswehr dienen, die ja aus guten Gründen kein Akteur, sondern Instrument der Politik ist.

Außerdem wurde in der Debatte der Kommentatoren der Begriff der „Vasallenarmee“ verwendet, was sicherlich abwertend gemeint war. Allerdings ist der Begriff des „Vasallen“ im Bezug auf das sicherheitspolitische Verhältnis der BRD zu den USA vielleicht sogar angemessen und gar nicht mal ehrenrührig.

Ein Verhältnis des Vasallen zum Lehnsherrn ergibt sich einerseits natürlich aus seiner praktischen Schwäche, andererseits aber auch aus beidseitigem Vorteil. Ein Einzelner könnte diese vermeintlich erniedrigende Form der Vorteilsnahme für sich ablehnen und die Konsequenzen als Einzelner tragen.

Diese Gesinnungsethik darf jedoch kein Antrieb für einen Politiker sein, wenn sein Volk weiterhin Rohstoffe beziehen und Produkte verkaufen muß. Und selbst wenn es zur derzeitigen Außen- und Sicherheitspolitik bessere Alternativen gäbe (ich weiß es nicht), auch dann wäre die Vasallenpolitik kein Grund, den Soldaten für seinen Dienst, der ja dem Volk gilt, in diesem Sinne zu mißachten.

Auch aus solchen Gründen bin ich ein republiktreuer Offizier. Nicht etwa aus Liebe zur Demokratie oder zum Staat (tatsächlich gilt sie nämlich Gott, Familie, Vaterland), sondern aus Einsicht - Einsicht darin, daß dieses System noch, trotz drängender Zukunftsfragen und bei aller berechtigten Kritik!, eine lebenswerte Ordnung aufrechterhält, in der ich mich mit meinen Lieben einrichten und für meine private Zukunft planen kann. So wie andere auch.

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Kommentare (51)

Gottfried
20. Juni 2012 17:02

"Allerdings soll es in den folgenden Überlegungen nicht um diesen „Soldaten sind Mörder“-Stil gehen, den ich, offen gestanden, von rechts nicht erwartet hätte."

Das Statement "Soldaten sind Mörder" entstammt IHRER Feder. Rabulistik für Anfänger, erste Stunde, Strohmannargument.

"Doch wer die daraus resultierenden Ressentiments in deutsche Bündnispolitik einfließen läßt, ist zur Beantwortung machtpolitischer Fragen schlichtweg ungeeignet."

Es gibt - als politisches relevantes Subjekt hier und heute, das ein Eigeninteresse vertritt - kein Deutschland. Es ist Ihr persönliches Anliegen, die Selbstaufgabe Deutschlands fortzuschreiben, mehr nicht.
Den Stil, unter dem Sie sich dafür einsetzen, mit Verlaub, kann ich beim besten Willen weder als rechts noch irgendwie als deutsch einordnen. Sie betreiben hier nur Rhetorik, Sie wollen das Stellen der anstehenden machtpolitischen Fragen gar nicht zulassen.
Aber Sie werden diese Debatte nicht mit Rabulistik und Wortmagie ala "Ressentiments" verhindern können. Eine gewissen Offenheit und Gradlinigkeit dürfe gerade auf einer rechten Seite wohl eher Eindruck erzeugen können.

"Diese Gesinnungsethik darf jedoch kein Antrieb für einen Politiker sein, wenn sein Volk weiterhin Rohstoffe beziehen und Produkte verkaufen muß."

Zum Nulltarif ist eine eventuelle Umorientierung unseres Landes freilich nicht zu haben. Das gesamte militärische wie wirtschaftliche Bedrohungsszenario bedarf eine sehr sorgfältigen Analyse.
Eine Einstellung/Gesinnung ergibt noch keine Gesinnungsethik ala Max Weber. Daß viele die aktuelle Bündnispolitik ablehnen, erfolgt aus tiefer Verantwortung gegenüber den eigenen Kindern und Enkeln, denn die über der ganzen westlichen Welt schwebende "diversity"- und "antiracism"-Agenda ist eindeutig gegen unsere eigenen Enkel ausgerichtet. Die Masseneinwanderung ist alles andere als ein Naturereignis.

"... trotz drängender Zukunftsfragen und bei aller berechtigten Kritik!, ..."

Vergessen Sie es, der Kritik haben Sie weiter oben gerade erst jegliche Berechtigung abgesprochen.

Martin Lichtmesz
20. Juni 2012 17:38

Wer diesen Standpunkt lauthals vertritt, sollte wissen, daß er damit den Eid und den Dienst des deutschen Soldaten offen verhöhnt, denn nach dieser Logik wäre der Soldat ja Volksverräter und bald schon Kriegsverbrecher.

Was hat das mit Verhöhnung zu tun? Welchen Interessen die Bundeswehreinsätze im Ausland heute dienen und wem nicht, darüber läßt sich trefflich streiten. Wofür der Soldat seinen Eid ablegt, und wofür er dann tatsächlich eingesetzt wird, sind zwei paar Stiefel. Zudem fragt sich, wieviele Soldaten heute tatsächlich sich groß den Kopf darüber zerbrechen, ob sie nun dem Volke dienen oder nicht.

der Fahnenträger
20. Juni 2012 17:39

Aufgrund der modernen Entwicklungen, geht jede ernsthafte Diskussion über die Ehrwürdigkeit einer Deutschen Armee und ihrem Eid absolut an der Realität vorbei.
Wie viele der Bundeswehrangehörigen nehmen ihren Eid überhaupt noch ernst, welcher all die Ideale aufzählt, die in der heutigen Gesellschaft nur noch als Randerscheinungen anzutreffen sind? Die Bemitleidung von Soldaten allgemein, stellt doch lediglich eine Folgerichtigkeit einer historischen Tendenz dar, welche den Begriff des Vaterlandes längst in die Mottenkiste verbannt hat. Im Grunde genommen wäre eine Abschaffung des Eides sogar die logische Konsequenz aus diesen ganzen Entwicklungen – und vielleicht kommt das ja bald noch. Wirklich staunen könnten darüber nur noch die ganz „Treuen“.
Und wo ist eigentlich der Unterschied, ob ich mich als Deutscher aus der Kriegsgefangenschaft ’45 heraus von der Fremdenlegion für den Krieg in Indochina anheuern lasse, oder ob ich heute in der Uniform eines nur bedingt souveränen Staates für US-Interessen an den Hindukusch eingeflogen werde?
Fest steht: wer sich heute primär über offene Handelswege und problemlose Ressourcenbeschaffung Gedanken macht, hat immer noch nicht verstanden, was dieses Land eigentlich bräuchte.

Walter
20. Juni 2012 17:47

Gottfried hat alles Notwendige gesagt. Besser hätte ich es nicht formulieren können. Danke, Gottfried.
MfG
Walter

Inselbauer
20. Juni 2012 19:02

Selten einen so vernünftigen Beitrag zur Bundeswehr gelesen (...) Herr Lichtmesz, bei aller Verehrung: "Wofür der Soldat seinen Eid ablegt, und wofür er dann tatsächlich eingesetzt wird, sind zwei paar Stiefel." Das schreibt nur einer, der nie ein Soldat war! Einsatz und Eid sind eins, das ist ja die Tragik, und genau da liegt der Hund für uns begraben.

Martin Lichtmesz
20. Juni 2012 19:22

Selten einen so vernünftigen Beitrag zur Bundeswehr gelesen (…) Herr Lichtmesz, bei aller Verehrung: „Wofür der Soldat seinen Eid ablegt, und wofür er dann tatsächlich eingesetzt wird, sind zwei paar Stiefel.“ Das schreibt nur einer, der nie ein Soldat war! Einsatz und Eid sind eins, das ist ja die Tragik, und genau da liegt der Hund für uns begraben.

Ich habe auch gedient. Aber das tut nichts zur Sache: gemeint ist, daß der Soldat mitunter nicht dafür kämpft, wofür er glaubt, daß er kämpft. Und wenn er das entdeckt, gerät er in einen Gewissenskonflikt und wird eidbrüchig, wie etwa Stauffenberg. Er kann glauben, daß er die Freiheit Deutschlands am Hindukusch verteidigt, und in Wirklichkeit hilft er nur amerikanische geopolitische Interessen zu sichern.

Gabriel
20. Juni 2012 19:37

Ich stimme Böcker zu.
Fragen wie Einwanderung und linke Umerziehung sind (eher) innenpolitische Themen. Auch wenn die Bundeswehr natürlich darunter leidet.
Hat aber beides nichts mit Militär und außenpolitischen Bündnissen zu tun.
Und dass ein Eid erstmal ernstzunehmen ist, finde ich auch

Martin
20. Juni 2012 19:49

Ich danke Herrn Böker ausdrücklich für seinen Beitrag!

Was ich in einem der Diskussionsstränge zu einem vorherigen Beitrag bereits angerissen habe, möchte ich hier noch einmal ein bischen anders ausdrücken:

Das Ganze erinnert ein wenig an "Fundi" und "Realo" Diskussionen bei den Grünen. Die einen haben ihren Standpunkt quasi ideologisch wasserdicht gemacht und die anderen bemühen sich darum, unter gegeben Umständen das mögliche möglich zu machen.

Einfacher hat man es in einer bloßen Diskussion immer als Fundamentalist, da von einem gewissen Ausgangspunkt aus betrachtet schwarz eben schwarz ist etc.

Die Wirklichkeit ist aber differenzierter. Wer Ziele politisch erreichen will, muss in diesem Lande Mehrheiten finden oder zumindest Interessen-Pools von einer gewissen Größe zusammenfinden (militärisch ausgedrückt: Seine Truppen sammeln).

Eine Vergrätzung von Soldaten und dann später womöglich noch Polizisten und dann natürlich auch noch Beamte, Richter, Lehrer etc. macht die Möglichkeiten der Bildung von starken Interessengruppen immer unwahrscheinlicher.

Vom Standpunkt eines Ideals aus betrachtet konsequent. Politisch gesehen aber dumm wie nur sonst etwas. Klar - jetzt bin ich natürlich wieder ein typischer Bäh-eR-Däh Opportunist ... mit dem Vorwurf kann ich aber gut leben.

Meyer
20. Juni 2012 21:00

"Das sind derzeit die Vereinigten Staaten. Eine moralische Diskussion über unsere Niederlage 1945, die Behandlung unserer Großväter in den Rheinwiesen und die „Charakterwäsche“ der Deutschen ist interessant und wichtig, genauso wie die über den Imperialismus. Doch wer die daraus resultierenden Ressentiments in deutsche Bündnispolitik einfließen läßt, ist zur Beantwortung machtpolitischer Fragen schlichtweg ungeeignet."

Widerspruch, Herr Böcker. Der "deutsche Hang zum Objektivismus", sprich die Einordnung des eigenen Handelns in eine höhere Ordnung, ist in der Rechtsgeschichte schon lange vor den Sachsen und Franken nachweisbar. Bündnispolitik, die langfristig ausgerichtet sein will, muß sich an der innenpolitischen Tragbarkeit genauso orientieren (und damit an dem objektivistischen Charakter äußerst vieler Deutscher), wie an dem sicherheits- und wirtschaftspolitischen Nutzen.
Zudem ist wohl schlicht falsch, die "militärische Zusammenarbeit" der Bundesrepublik und der Vereinigten Staaten als gleichberechtigte Partner in einem "Bündnis" zu bezeichnen. Es handelt sich um für ein jeden erkennbares (innerhalb und außerhalb der Bundeswehr) Unter-Überordnungsverhältnis zwischen einem Hegemon und seinem Vasallen.

"Daraufhin wurde in einigen Leserkommentaren die Bundeswehr, als „Bunte Wehr“ verballhornt, der Soldat werde zum Söldner, weil er nicht mehr seinem Volk, sondern nur noch amerikanischen Interessen diene. Wer diesen Standpunkt lauthals vertritt, sollte wissen, daß er damit den Eid und den Dienst des deutschen Soldaten offen verhöhnt, denn nach dieser Logik wäre der Soldat ja Volksverräter und bald schon Kriegsverbrecher."

Zum ersten Satz dieses Absatzes:
Sie unterscheiden hier nicht ausreichend zwischen Institution Bundeswehr und den Individuen, den Soldaten. Wenn Sie, Herr Böcker, wie meine Wenigkeit über ein wenig Menschenkenntnis verfügen und eine gewissen Überblick über die Menschen, die in der Bundeswehr dienen haben, dann wissen Sie selbst, daß die Wenigsten einen Befehl verweigern würden, der sich eindeutig gegen den Eid richtet, selbst wenn man innerlich den Befehl ablehnte. Angenommen, die Hälfte der Soldaten reflektiert überhaupt über einen solchen Befehl. Angenommen davon würde die Hälfte diesen Befehl ablehnen. Angenommen, davon würde die Hälfte das Befehlsprinzip deswegen außer Kraft setzen wollen, wieviele fänden wohl noch den MUT, einen solchen Befehl mit allen Konsequenzen zu verweigern? Nochmals die Hälfte? Etwa ein Sechzehntel?

Zum zweiten Satz:
Die meisten tätigen solche Äußerungen nicht zuletzt in einer gewissen Anti-Haltung, der einem gewissen Neid geschuldet ist. Dem Neid, nicht dazuzugehören, dazugehört zu haben. Gerade diese Äußerungen sind es, die somit indirekt eine Werthaftigkeit für den Dienst in der Bundeswehr implizit konstatieren. Wollen wir ehrlich sein: Die meisten die nicht gedient haben, waren schlicht zu ängstlich.

Ein Fremder aus Elea
20. Juni 2012 21:32

Sie sind damit aber auch geschichtsvergessen, Herr Böcker.

Es ist wahrlich nicht gerade das traditionell deutsche Anliegen, für die Offenheit der Märkte zu kämpfen.

Waren wir damals in Japan dabei?

Oder auf der Krim, um den Schwarzmeerhandel offen zu halten?

Ich erwarte von einem Soldaten nicht mehr, als daß er Werkzeug der Politik ist, und der Eid kann beliebig ausgelegt werden, es gibt schließlich die unterschiedlichsten Güter, welche man verteidigen kann.

Sie kämpfen für die deutsche Wirtschaft und damit für unser aller Wohlstand.

Freilich ist das ein Gut und Ihr Eid erfüllt, denn so lange etwas nur ein Gut ist, kann ich es immer so wenden, daß es für Recht und Freiheit wesentlich ist.

Wenn es Ihnen bei Ihrem Beitrag um diesen Punkt geht, also ob Sie Ihren Eid erfüllen, bittesehr, das tun Sie, nur wenn ich von Ehre rede, so meine ich damit eine Motivation und nicht ein Anrecht.

Ein Anrecht darauf, als ehrenvoll zu gelten, haben Sie, aber ich glaube Ihnen nicht eine Sekunde lang, daß Ehre Ihre Motivation ist.

Genau so waren meine bisherigen Beiträge gemeint. Die Lage der Bundeswehr ist eine solche, daß niemanden das Ehrgefühl zu ihr treibt.

Und Sie sollten nicht darüber schimpfen, wenn ich das ausspreche. Es ist ja auch nicht weiter schlimm. Ich denke auch, daß man als Deutscher sein Ehrgefühl besser kanalisieren kann.

Nun gut, was das andere angeht, worum es Ihnen nicht geht, so sollte sich doch niemand darüber täuschen, daß, wer immer mit dem Strom schwimmt, sein Lebensumfeld nicht gestalten kann.

Das geht natürlich die Bundeswehr auch überhaupt nichts an. Nur wenn Sie denken, daß es schlecht für Deutschen sein muß, wenn Sie etwas bescheidener leben müßten (alles in vernünftigen Maßen und Schritten natürlich), dann irren Sie sich.

Himmler hat ja 43 gesagt, daß es das Schlimmste wäre, wenn die Deutschen fett würden, nach der Niederlage. Nun stimme ich nicht in allem mit Himmler überein, (gut, seine Meinung bezüglich wünschenswerten Stadtgrößen, so um die 300 000 Einwohner, teile ich auch), aber da hatte er nicht so ganz Unrecht.

Aber das ist eine politische Frage, und Sie sind das Instrument der Politik.

Eine Sache aber noch. Wenn wir keine Soldaten hätten, weil wirklich alle Grüne wären, dann wäre das hinsichtlich dessen, wofür Sie dienen, also unseren Wohlstand und unseren Zugang zu den Märkten, nicht schlechter.

Niemand würde Deutschland von den Märkten abschneiden. Was meinen Sie, was wir für ein Steueraufkommen produzieren? Daran verdienen viele.

Man würde es akzeptieren. Die Deutschen sind halt grün.

Und das ist durchaus so. Eine wahre Hilfe ist die Bundeswehr doch sowieso für niemanden. Das ganze ist doch in erster Linie Symbolpolitik.

"Wir Deutschen haben gelernt, für offene Märkte zu kämpfen."

"Toll, mein Kleiner. Kriegst 'ne 1 Plus."

nino
20. Juni 2012 21:32

@Gabriel

Ist es nicht fraglich, ob man das einfach so trennen kann? Wenn bspw. die Zuwanderung, die Deutschland definitiv schadet, auch auf die geopolitischen Interessen der aussenpolitischen Bündnispartner zurückzuführen ist (die Amerikaner waren ja sehr auf darauf erpicht, dass Deutschland die Anwerbeabkommen abschliesst), so kann man doch nicht einfach sagen, das hätte nichts miteinander zu tun.
Nein, die BRD ist ein Vasall und das im schlechten Sinn des Wortes. Ein Lehnsverhältnis basierte ursprünglich einmal auf Freiwilligkeit. Zweitens hatte der Lehnsherr dem Vasallen gegenüber auch Pflichten. Und diese bestanden nicht nur darin, ihm seine Rohstoffe zukommen zu lassen.

Und war es im Übrigen nicht das deutsche Kaiserreich, welches gerade zu den heute umkämpften Regionen ein gutes Verhältnis hatte. Ganz ohne dass man sie dazu erst hätte ausbomben und demokratisieren müssen? Deutschland hätte es wohl nicht nötig für seine geostrategischen Interessen in diesen Regionen Krieg zu führen, zumindest nicht gegen die dort lebenden Völker. Die BRD hat das vielleicht nötig, aber nicht Deutschland. Und bevor nun jemand kommt und sagt, dass die BRD aber die Lebenswirklichkeit des deutschen Volkes sei und man sich deshalb an sie halten muss: die BRD ist die Agonie des deutsch Volkes. Man muss sich als deutscher nicht unbedingt damit identifizieren. Und somit auch nicht mit seiner Armee. Es ist schade um die anständigen Soldaten, die vielleicht sogar gerne für ihr Vaterland kämpfen würden, von diesem Staat aber in solch sinnlose Einsätze geschickt werden.

"Es ist inkonsequent, einen Sarrazin dafür zu feiern, daß er das Ende einer holocaustorientierten Finanzpolitik fordert, aber gleichzeitig irgendwelche Überleitungsverträge hervorzukramen."

Inkonsequent? Ich habe eher das Gefühl das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Es gibt wohl noch einen Unterschied zwischen "nicht völlig geschichstvergessen zu sein" und einem "singulären historischen Ereignis, das über weite Strecken moralisch missbraucht wird". Vorallem hat das eine heute noch folgen für die deutsche Rechtswirklichkeit, während dem das andere ein historisches Ereignis ist, das grndsätzlich keine weiteren rechtlichen Folgen mehr im Gesetzbuch hat, ausser dass das in Abrede stellen strafbar ist.

Gottfried
20. Juni 2012 22:10

@ Martin

"Die Wirklichkeit ist aber differenzierter."

Alles fließt. Am Nachmittag ist es später als morgens. Pfffffh ...

"Wer Ziele politisch erreichen will, muss in diesem Lande Mehrheiten finden oder zumindest Interessen-Pools von einer gewissen Größe zusammenfinden (militärisch ausgedrückt: Seine Truppen sammeln)."

Ja.
I) schonungslose Erfassung der Ist-Zustandes II) Reflektion des Ist-Zustandes III) je nach Ergebnis der Reflektion entsprechende Gruppierungen von Gleichinteressierten

"Eine Vergrätzung von Soldaten und dann später womöglich noch Polizisten und dann natürlich auch noch Beamte, Richter, Lehrer etc. macht die Möglichkeiten der Bildung von starken Interessengruppen immer unwahrscheinlicher."

Strohmann.

"Vom Standpunkt eines Ideals aus betrachtet konsequent. Politisch gesehen aber dumm wie nur sonst etwas."

Unter I) muß der eigene Standpunkt als Ideal definiert werden. Alles andere ist Weicheierei.

"Klar – jetzt bin ich natürlich wieder ein typischer Bäh-eR-Däh"
Opportunist "

Richtig, Sie sind ein BUNTER.

"... mit dem Vorwurf kann ich aber gut leben."

Ihre Beharrlichkeit finde ich überaus bewundernswert. Alle Achtung!

S. Pella
20. Juni 2012 22:11

Ein anekdotischer Einschub aus der Nachkriegszeit

In dem 1958 erschienenen Buch „Zwischen Eid und Befehl“ entwickelte der Verfasser Hans Hagen (exakt: Dr. Hans W. Hagen, Kulturhistoriker und seit 1943 Leutnant im Wachbataillon „Großdeutschland“) das Spannungsfeld um Treue, Eid und Befehl.

Hagens 94seitiges Büchlein überzeugt den Leser mit der minutiösen Schilderung aus Sicht einer der Protagonisten der Niederschlagung des Staatsstreiches und verzichtet im Darstellungsteil weitestgehend auf wertende Äußerungen. Gleichwohl bezieht Hagen in einem als Anhang abgedruckten Vortragstext eindeutig Stellung und läßt die den Putschversuch abwehrenden Kräfte nicht – wie in den allgemeinen Darstellungen, auch rechtskonservativer Organe üblichen Weise – als nationalsozialistische Überzeugungstäter, sondern als einzig dem Ethos der Eidestreue, dem Vaterland und der Kameradschaft verpflichteten Soldaten erscheinen:

„Jawohl, wir waren es; aber nicht im oberflächlichen Sinn und im Hinblick auf die eine oder andere reale Lösung einer verwickelten Lage, die wir in diesem Augenblick überhaupt nicht übersehen konnten, sondern im Hinblick auf die Bewahrung der tragenden Ordnung des sittlichen Gefüges einer im Kampf auf Leben und Tod stehenden Gemeinschaft eines Volkes.
Es gab für uns nur eine Frage: wo steht in diesem Augenblick der Eid? Als es sich herausstellte, daß der Eidträger lebte, gab es kein Wanken oder Zweifeln.“ (S. 77f.)

Dies als Impuls für die Debatte...

Ein Fremder aus Elea
20. Juni 2012 22:29

S. Pella,

"sondern im Hinblick auf die Bewahrung der tragenden Ordnung des sittlichen Gefüges einer im Kampf auf Leben und Tod stehenden Gemeinschaft eines Volkes"

Ist doch selbstverständlich. Man fängt nicht an, sich eine neue Lauftechnik zu überlegen, wenn man vor einem Keiler wegläuft.

Zadok Allen
20. Juni 2012 23:25

Kurzes Pro und Contra zur Bundeswehr:

Contra

- Die Bundeswehr ist organisatorisch (schon mangels Generalstabs) unselbständig und - Hand aufs Herz - weder zur traditionellen noch zur "postmodernen" Kriegsführung in der Lage.
- Sie wird - insbesondere auf ihren höheren Führungsebenen - von Karrieristen, Opportunisten und Gesinnungsethikern geprägt. Es findet in ihr eine ähnliche "Negativauslese" statt wie im Parteiensystem.
- Der Abbau ihrer noch vorhandenen Bestände an Mensch und Material schreitet in atemberaubenden Tempo voran, so daß sie schon in absehbarer Zeit wohl das bloße Potential verloren haben wird, ein Instrument zur Durchsetzung deutscher Interessen zu sein.

Pro

- Die Bundeswehr zieht einen staatstragenden, ideologisch unverblendeten, zur Illusionslosigkeit neigenden Menschenschlag an und konzentriert diesen räumlich und organisatorisch - bei annähernder ethnischer Homogenität.
- Sie bewahrt - keineswegs in der Mehrheit ihrer Angehörigen, sondern in Gestalt einiger weniger soldatischer Typen - ein Spurenelement preußisch-deutscher Militärtradition.
- Sie ist - selbst in ihrer gegenwärtigen agonalen Verfassung - von Aufbau und Umfang her immer noch weit mehr als das, was beispielsweise die Römer ihren Klientelvölkern und -stämmen zugestanden haben (nämlich bloße Auxiliartruppen, die den aus cives Romani gebildeten regulären Legionen in jeder Hinsicht untergeordnet waren). Freilich scheinen die USA derzeit auf die endgültige Zurechtstutzung der Rumpfbundeswehr auf Auxiliartruppenmaß zu drängen.

Welche Seite überwiegt?

Martin
20. Juni 2012 23:45

Gottfried,

den Unterschied zwischen Idealismus und Pragmatismus kennen Sie aber schon, oder?

Gut, Pragmatismus ist zu sehr anglo- amerikanische Denke, daher pfui, ist mir schon klar ...

und jetzt an alle USA- Hasser:

1. Die USA existieren erst seit 1776, können daher nicht an allem Übel schuld sein. Entgegen allen Verschwörungstheorien hatte die Gründung der USA auch keinen wesentlichen Einfluss auf die aus späterer Sicht als "Urknall" der Linken in Europa zugespitzt bezeichenbare französische Revolution (hierzu empfehle ich die Lektüre von Tocquevilles: „L’Ancien Régime et la Révolution“ ).

2. Das Bestreben der USA war eigentlich immer, sich aus Europa heraus zu halten, seit 1823 hatte das ganze sogar einen Namen, nämlich Monroe- Doktrin, diese bestand eigentlich bis Ende des WK II.

3. Wer hat denn die USA entgegen deren Absichten nach Europa hineingezogen und wer konnte 2 Weltkriege nicht ohne die USA führen? Jawohl, die Europäer und im WK II sogar einschließlich Russland. In wessen Interesse lag denn die aus dem WK II resultierende Truman- Doktrin? Doch wohl auch im Interesse der hilflosen (West-) Europäer.

4. Wer konnte nach dem WK II nicht ohne die USA? Ja, die Europäer, da ansonsten die Russen sie platt gemacht hätten ...

5. Wer hat also dafür gesorgt, dass die USA sich auch außerhalb ihrer ursprünglichen Interessensphären überhaupt bewegt haben? Die Europäer ...

6. Wer ist Teil Europas? Richtig, Deutschland. Deutschland kann daher nicht einfach sagen, na gut, dann war es eben die Schuld der Tommies etc., sondern muss sich auch an die eigene Nase fassen.

7. Ein klever agierendes Deutschland, eines, indem man nicht nur Homer gelesen und Altphilologie betrieben hätte (was für sich betrachtet, sicher kein Fehler war), eines, das sich nicht nur am "Ideal" ausgerichtet hätte sondern einfach auch mal einen Schuss Pragmatismus mit in seine Entscheidungsmechanismen aufgenommen hätte und manches wäre anders gelaufen ... aber egal, es ist gelaufen, wie es gelaufen ist.

Ergo: Jemand ist immer nur so stark, wie andere ihn machen. Die USA sind nicht aufgrund irgendeines Illuminaten -Masterplanes zu einer Weltmacht aufgestiegen, sondern nur, weil Europa nicht in der Lage war, seine eigene Interessensphäre "sauber" zu halten. Das die USA im Zuge dessen dann auch den Pazifikraum eine Zeit lang aufgemischt haben, lag aber wiederum 100% auf der allen bekannten Linie der USA, die dort klar ihr Interessengebiet definiert hatten, kann man ihnen daher auch nicht vorwerfen und vor allem: Was hätte Europa dagegen halten oder haben können?

"Halb zog sie ihn, halb sank er hin ..." fällt einem im Verhältnis USA/Europa dazu ein ...

Die Stärke der USA auf der Welt ist mittlerweile wieder abgeschwächt, da eben andere "Player" das Feld betreten oder wieder betreten haben (China, Rußland - selbst in der ureigenen, amerikanischen Hemisphäre haben die USA mit bspw. Brasilien einen ernstzunehmenden Gegner). Die Karten werden seit einiger Zeit wieder neu gemischt.

Und wie sieht es hier aus? Die Europäer sind zerstritten wie nie zu vor, haben sich mit Russland nicht ausgesöhnt, hängen am Markt- und Finanzplatz China und Amerika und können daher auch heute nicht ohne USA ... oder glaubt einer ernsthaft, mit einem "Ranschmeißen" an Russland oder China würde sich irgendetwas verbessern?

Das ist Teil einer schonungslosen "IST"- Analyse. Es gibt keinen Grund, die USA zu hassen - die jetzige Lage Deutschlands hat sich Deutschland zum großen Teil schön selber eingebrockt. Bspw. wurden "Anwerbeabkommen" zwar von den USA begrüßt, aber mitnichten von diesen uns auf-oktroyiert. Das war schön der Wunsch unserer eigenen Wirtschaft (und ist es auch noch heute) und es ist fast schon schäbig, dies jetzt den Amis in die Schuhe schieben zu wollen.

Und da hilft es auch nicht, dass es irgendwo im intellektuellen Milieu einige "aufrechte Denker" gab, die ohnehin immer schon alles anders und besser wussten (das ist jetzt nicht abwertend gemeint).

Unser Blatt liegt vollständig auf unserem Tisch - Kartentausch ausgeschlossen - es wird Zeit, dass wir die Karten aufnehmen und zu spielen beginnen. Zum Spiel gehört auch die Mobilisierung von Menschen. Mit Elfenbeinturm-Tiraden kommt man dabei nicht weiter. Ein wesentlicher Teil des "Spiels" ist, dass man zumindest eine "gefühlte Sympathie" bei den staatlichen Organen wie Armee, Polizei, Beamtentum hat - Denn das waren früher einmal konservative Hochburgen!

Ich sehe keinen Grund, warum derartige Kreise, von Ausnahmen abgesehen, auch nur einen funken Sympathie für die meisten hier entwickeln sollen, wenn man sie als US-RAEL Knechte aufs dümmste beschimpft oder ihnen scheinbar intellektueller kommt, mit Sätzen wie "gegen Dich habe ich ja nichts, aber weist Du, Du bist Teil einer "fremden Macht" ... erwartet hier einer wirklich, damit Ernst genommen zu werden oder sich Freunde zu machen?

Gut, die meisten haben jetzt wohl ja gesagt, daher Klappe zu, Projekt neue rechte als politische Hoffnung tot. Als Nische wird sie immer weiter leben und auch den einen oder anderen ernähren können - denn das ist ja das schöne an dieser hier mehrheitlich so verhassten "freiheitlich demokratischen Grundordnung": Sie hat etliche, kleine ökologische Nischen, in denen man es sich recht nett einrichten kann (fragt mal einen chinesischen Dissidenten, was er so alles erlebt). Nur ändern wird sich nichts.

Inselbauer
21. Juni 2012 08:59

Herr Lichtmesz, ich habe das nicht zynisch oder abwertend gemeint. Mir fällt nur auf, dass bei der politischen Analyse der Lage des Soldaten gern vergessen wird, dass es für ihn nicht die einfache Trennung zwischen einem abstrakten Eid und einem konkreten Einsatz geben kann. Eine solche Trennung würde einen auf die Dauer krank - oder eben fahnenflüchtig, was nur eine Variante des Selbstmords ist - machen. Der Kern des Problems ist wohl, dass sich der Soldat der rein politischen Analyse entzieht, er ist kein politisches Wesen, wenn er noch eine Verbindung zu seiner echten Bestimmung hat. Nichts für ungut und freundlichen Gruß.

Gottfried
21. Juni 2012 09:08

@ Martin

"Entgegen allen Verschwörungstheorien ..."

"Verschwörungstheoretiker" sind all jene, die der Meinungs sind, daß nicht alle Pläne in den Zeitungen und anderen Medien transparent gemacht werden. Mit nur halböffentlichen oder nichtöffentlichen Agenden befassen sich zum Beispiel Kriminalkommissariate oder investigative Journalisten. Wie in den Naturwissenschaften auch sind "Verschwörungstheorien" nichts anderes als Arbeitshypothesen. Wie in den Naturwissenschaften auch müssen die Arbeitshypothesen permanent mit der Wirklichkeit verglichen werden und gegebenenfalls korrigiert.

"3. Wer hat denn die USA entgegen deren Absichten nach Europa hineingezogen und wer konnte 2 Weltkriege nicht ohne die USA führen?"

"Das unverzeihliche Verbrechen Deutschlands vor dem Zweiten Weltkrieg war der Versuch, seine Wirtschaftskraft aus dem Welthandelssystem herauszulösen und ein eigenes Austauschsystem zu schaffen, bei dem die Weltfinanz nicht mitverdienen konnte."
(sic, Winston Churchill)
Money makes the world go round ...

"Die USA sind nicht aufgrund irgendeines Illuminaten -Masterplanes zu einer Weltmacht aufgestiegen, sondern nur, weil Europa nicht in der Lage war, seine eigene Interessensphäre „sauber“ zu halten."

Es ist ein sehr langer und noch keineswegs beendeter Krieg des Systemes der privaten Zentralbanken gegen alle partikulären Kulturen. , siehe derzeit die Berichterstattung über Syrien und den Iran. Als Rechter finde ich es unerträglich, wenn "pimp up your education" den endgültigen Sieg über unsere deutsche Bildung davonträgt, wenn wir nicht alles geben, diesem angestrebten Primat Molochs die Grundposition entgegen zu setzen, daß die Wirtschaft lediglich ein Werkzeug ist, um unsere Bedürfnisse zu befriedigen.

"... wenn man sie als US-RAEL Knechte aufs dümmste beschimpft oder ihnen scheinbar intellektueller kommt ...

Werter scheinbarer Sezession-Forist, jetzt bin ich beim Zählen durcheinander geraten, das wievielte Strohmannargument erlaubten Sie sich hier gerade zu verwenden?

Druide
21. Juni 2012 10:02

Lieber Martin Böcker,

niemand bezweifelt die Eides- und Prinzipientreue der allermeisten Angehörigen der Bundeswehr. Die prinzipielle Bereitschaft für sein Vaterland auch in den Tod zu gehen, rechne ich allen, die das nicht nur vom Schriebtisch aus für sich reklamieren, sondern verpflichtend in ihren Lebenslauf eingebaut haben, hoch an. Dass deine Kameraden genauso wie du einerseits nicht ohne gewissen Stolz darauf aufmerksam machen, dass es das auch heute noch gibt, und andererseits Akzente gegen die gemeinhin grassierende Verblödung hinsichtlich der Einschätzung von Militaria setzen, ist richtig und wichtig. Wir sollten in der Neuen Rechten nun auch nicht mehr Differenzen herbeifabulieren, als wirklich vorhanden sind. Denn in Bezug darauf sind wir ja nicht weit auseinander.

Dennoch bin jedenfalls ich nicht bereit die strukturelle Schieflage der deutschen Nachkriegsstaatlichkeit, in der wir nunmal leben müssen, aus dieser Betrachtung heraus zu lassen. Die Bundeswehr ist numal der Arm der Exekutive.

Die Bundeswehr ist sicherlich keine Söldnerarmee in dem einfachen Sinne, dass sie unmittelbar fremden Interessen dient, sondern sie leidet zwangsläufig darunter, dass es nicht der deutsche Staat, respektive die deutsche Regierung, ist, der letztverbindlich die deutschen Interessen definiert. Hier liegt der Hase im Pfeffer.

Dazu kommt, wie ich bereits in vorigen Kommentaren angedeutet hatte, dass alliierte Soldaten in Deutschland nach wie vor weder der deutschen Gerichtsbarkeit noch auch nur irgendeiner Form der deutschen Kontrolle unterliegen. Im Gegenteil trägt sogar unser Staat die Kosten dafür, wenn GIs vor dem Abflug in Krisengebiete nochmal einen in der Disko draufmachen und jemanden zum Krüppel schlagen. (Ist alles schon vorgekommen.) Du, Martin Böcker, kannst aber sehr wohl von GIs in deinem eigenen Vaterland kontrolliert werden. Über die Nutzung deutschen Luftraums durch die Airforce, etc. existieren nicht mal statistische Daten in Berlin. Der Verteidigungsauftrag der Bundeswehr ist dann fragwürdig, wenn Zweifel darüber aufkommen, ob sie ihm überhaupt gerecht werden kann, unabhängig davon, ob sie oder ihre Angehörigen es wollen.

Dass uns diese Assymetrien medienwirksam als gleichberechtigte Bündnispartnerschaft verkauft wird, hat eher massenpsychologische Gründe als eine reale Basis.

Zbiegniew Brzezinski hat diese Umstände in "Die einzige Weltmacht" ganz klar ausgesprochen.

@ Martin (Kommentator)
Ich empfehle zur Lektüre:
Carl Schmitt - Völkerrechtliche Formen des modernen Imperialismus (1923)
abgedruckt in Positionen und Begriffe, Duncker & Humblot

Das dürfte einige Bildungslücken schließen, was die US-Außenpolitik, insbesondere die Bedeutung der von ihnen eingebrachten Monroe-Doktrin, angeht.

tacitus
21. Juni 2012 10:53

"Jemand ist immer nur so stark, wie andere ihn machen."

Völlig richtig! Und die USA wollten sowohl 1917 als auch 1941 nicht, daß Deutschland zu stark werde. Und auch heute sorgt sich Washington um die Aufrechterhaltung einer "balance of power", die die amerikanische Suprematie nicht gefährdet. Um das zu konstatieren, muß man weder "USA-Hasser" noch "Verschwörungstheoretiker" sein, sondern es genügt historisch-politisches Wissen und ein wacher Verstand, um das zu sehen.

Das alles entbindet eine deutsche Regierung nicht von einer Definition deutscher Interessen. Das wenigste, was die USA heute weltweit unternehmen, hat mit deutschen Interessen zu tun. Aber das Pentagon freut sich natürlich, wenn es seinen Etat schonen und bestimmte militärische Aufgaben an andere Staaten delegieren kann.

Freddy
21. Juni 2012 11:33

Man kann nicht in soldatischer Tradition für einen Staat Dienst versehen, der mit der soldatischen Tradition gebrochen hat. Und es geht heutzutage um den Staat (Gesellschaft, Interessen und Bevölkerung) und nicht mehr um Land, Volk, Verteidigung und Bewahrung des Eigenen.

Soldat bei der Bundeswehr ist ein "Job" wie jeder andere auch. Man kann dabei draufgehen wie in jedem anderen Job auch. Der Maurer fällt vom Gerüst; der Soldat wird in Afghanistan erschossen. Letzterer wurde dafür noch gut entlohnt.

Werte Bundeswehrsoldaten: Stolz, Ehre, Pathos, Eid, Loyalität, Einsatz, Selbstaufgabe und andere soldatischen Tugenden könnt ihr euch sparen. Euer Geldgeber verachtet dies und erwartet von euch Toleranz, Respekt, Gesetzestreue, Selbstverleugnung, Wahrung der Interessen von Fremden und Minderheiten ... - und das alles in Demut und möglichst ohne Waffengewalt zu Lasten persönlichen Risikos.

Herr Böcker und zustimmende Soldaten: Es ist alles sehr einfach. Ihr habt den falschen Beruf gewählt.

Ein ehemaliger Soldat.

Martin Lichtmesz
21. Juni 2012 11:49

dass bei der politischen Analyse der Lage des Soldaten gern vergessen wird, dass es für ihn nicht die einfache Trennung zwischen einem abstrakten Eid und einem konkreten Einsatz geben kann.

Freilich, und daraus folgt eben, daß die politische Kritik an den Bundeswehreinsätzen nicht automatisch den einzelnen Soldaten angreift oder gar "verhöhnt", wie Böcker oben nahezulegen scheint.

E.
21. Juni 2012 12:28

…. der Soldat werde zum Söldner, weil er nicht mehr seinem Volk, sondern nur noch amerikanischen Interessen diene…..

Um dem deutschen(!) Soldaten diese moralische Bürde nicht länger aufzuerlegen, wirbt Thomas de Maizière nun für die Aufnahme von Menschen mit Migrationshintergrund in die Bundeswehr.

Hier eine kurze Passage:

„Verteidigungsminister Thomas de Maizière ist zu Gast im Nato-Land Türkei. Neben den drängenden Problemen im Nachbarland Syrien ist die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in der Bundeswehr ein großes Thema.“

Hier geht’s weiter im Text:
https://www.rp-online.de/politik/deutschland/de-maiziere-macht-die-bundeswehr-multikulti-1.2879364

Martin
21. Juni 2012 12:52

Druide,

ich kenne durchaus Herrn "Schmitt" und antworte daher mit einem Hinweis auf dessen Nachkriegswerk:

"Der Nomos der Erde"

Daraus kann man schön lernen, was "Räume" sind und wie entsprechend Politik betrieben wird. Die USA lässt sich dort sehr gut einordnen. Die Vorstellungen vieler hier, lassen sich nur in einen Isolationismus einordnen, der mit einer "Weltpolitik" oder "Raumvorstellungen" oder "Interessenssphären" nichts mehr zu tun hat (und meiner Meinung nach auch nicht umsetzbar ist).

Konservative, rechte oder auch "nationale" Politik sollte in der heutigen Zeit zum Ziel haben, dass so etwas wie "außenpolitische Interessen" oder "nationale Interessen" überhaupt wieder ernsthaft im Sinne einer Nation "Deutschland" durch Deutschland diskutiert und definiert werden dürfen. Eigene Interessenbildung und in Folge Durchsetzung derselben ist das Thema.

Wie kann ich dann, als konservativer, es einer USA überhaupt zum Vorwurf machen, wenn diese konsequent eigene Interessen definiert und durchzusetzen versucht?

Es ist der alte gedankliche Fehler vieler der "die USA ist an allem Schuld"-Rufer, dass sie selber gerne sich Interessen und Rechte für Deutschland erhoffen, diese aber den anderen natürlich nicht zubilligen.

Im Wettbewerb der Länder sucht jeder seinen Vorteil - soll ich es jemanden neiden, wenn er erfolgreicher war und man selbst nicht erfolgreich darin war oder ist?

Nein, es gilt doch vielmehr sich auf sich selber zu konzentrieren - Das Geheule, dass immer an allem der böse westliche, USA- basierende Lebensstil Schuld sei, ist einfach nur auf Dauer nervig, da er nichts voranbringt. Er löst keine Probleme.

Und wenn im "Wettbewerb" der Kulturen salopp formuliert Cola, Pommes und Burger bevorzugt werden, dann hilft es mir wenig, wenn mir Sauerkraut und Bratwurst lieber sind ...

Inselbauer
21. Juni 2012 13:36

Die formale Logik und das Gefühl, verhöhnt zu werden, das sind zwei paar Schuhe (oder Stiefel). Ich finde, wir sollten froh und stolz sein, dass sich Bundeswehrangehörige trauen, hier ihre Meinung zu sagen. Natürlich kommt man sich als Soldat "verarscht" vor, wenn einem ständig vorgehalten wird, dass die Einsätze für die Katz sind. Ernst Jünger hat einen anderen Blick auf die Soldaten gehabt; der "Sinn" einer kriegerischen Aktion war für ihn ja ganz und gar nicht in politischen Kategorien bemessen sondern eher in der Verwirklichung eines soldatischen Ideals, das es von mir aus auch bei den Bolschewiken gegeben hat.

Frontinus
21. Juni 2012 13:50

Ich sehe Parallelen zum Soldatenhandel deutscher Fürsten im 17. und 18 Jahrhundert. Friedrich Schiller greift diesen in Kabale und Liebe mutig an. Siehe 2. Akt, 2. Szene. Das Diamantenkollier für die Mätresse des württembergischen Herzogs, Lady Milford, kostet 7.000 Landeskinder. „Juchhe, nach Amerika!“, „Am jüngsten Tag sind wir wieder da!“ Oder der Aufruf von 1777 des Comtes de Mirabeau (mutmaßlicher Verfasser) an die Hessen und andere deutsche Stämme: „Avis aux hessois & autres peuples de l`Allemagne vendus par leur princes à l`Angleterre.

Martin Lichtmesz
21. Juni 2012 14:05

Apropos "gedankliche Fehler". Hier gelangen wir zu einem Klassiker des Diskussionsunfugs:

Wie kann ich dann, als konservativer, es einer USA überhaupt zum Vorwurf machen, wenn diese konsequent eigene Interessen definiert und durchzusetzen versucht?

Es ist der alte gedankliche Fehler vieler der „die USA ist an allem Schuld“-Rufer, dass sie selber gerne sich Interessen und Rechte für Deutschland erhoffen, diese aber den anderen natürlich nicht zubilligen.

Dergleichen kommt immer irgendwann von irgendwem, wenn die Lageanalyse der Machtverhältnisse angesprochen wird. Wer redet denn von "vorwerfen" geschweige denn "zubilligen", als ginge es um moralische Bewertungen? Wenn ich Angehöriger einer besetzten Nation bin, dann werde ich dem Besatzer selbstverständlich den "Vorwurf" machen, daß er mich besetzt, und ihm nicht "zubilligen", daß er seine Interessen auf meine Kosten durchsetzt. Ich muß ihm nichteinmal "zubilligen", daß er meine Nachbarnationen oder irgendwelche anderen unterwirft, weil er entschieden hat, daß das seinen Interessen dient! Oder gar erst "neiden"! Also nun wird es endgültig unfreiwillig komisch! Na geh, Andreas Hofer, was bist denn so neidig auf den Napoleon und seinen "Erfolg"? Laß den Zaubertrank stecken, Asterix, und gönn dem Cäsar doch sein Imperium! Da haben wir offenbar einen neuen Typus: den Besatzer- bzw. Imperialistenversteher (eine Abart des Stockholm-Syndroms?) Überhaupt schert sich eine Macht, die ihre Interessen realiter durchsetzen kann, gelinde gesagt nicht wirklich darum, ob andere ihr das "vorwerfen" oder ihr "zubilligen", es sei denn, diese sind imstande, reale Gegenkräfte zu entwickeln.

Meyer
21. Juni 2012 14:06

@ Martin

zu 2.: "Das Bestreben der USA war eigentlich immer, sich aus Europa heraus zu halten, ..." und endete mit dem Kriegseintritt der USA im ertsen Weltkrieg, der von "bestimmten" Kräften mit ALLEN Mitteln forciert wurde. Die USA als solche mögen übrigens gar nicht hassenwert sein. Diejenigen, die seit Wilson die wirklichen Entscheidungen treffen, sind es. Die USA sind nur deren Mittel. Die Entscheideungen werden nicht in Washington, sondern in New York getroffen.

zu 3.: "Wer hat denn die USA entgegen deren Absichten nach Europa hineingezogen...?" - Ja das ist hier wohl die Frage. Wer sah denn seine Kriegskredite im Jahre 1917 verloren gehen? Schauen sie sich mal die Forschungen Steafn Scheils näher an. Die entscheidenden Verbindungen sind dort entstanden.

zu 4.: "Wer konnte nach dem WK II nicht ohne die USA? Ja, die Europäer, da ansonsten die Russen sie platt gemacht hätten …" - Wow.

zu 5. "Wer hat also dafür gesorgt, dass die USA sich auch außerhalb ihrer ursprünglichen Interessensphären überhaupt bewegt haben? Die Europäer …" Verlangen Sie, daß man ernst nimmt? Delano-Roosevelt hatte also Ihrer Ansicht nach (entgegen aller Forschung) weder ein persönliches, noch ein ideologisches, noch ein finanz- und wirtschaftspolitisches Interesse an einem Krieg mit Deutschland? Er hat sich also schon vor seinem Amtsantritt aller anti-deutschen Kriegsäußerungen entahlten? Seine erste Amtsmaßnahme war nicht die massive Aufrüstung?

zu 6.: "Wer ist Teil Europas? Richtig, Deutschland. Deutschland kann daher nicht einfach sagen, na gut, dann war es eben die Schuld der Tommies etc., sondern muss sich auch an die eigene Nase fassen." - In Bezug auf was? - Ist das mehr als Gefasel?

zu 7. "Ein klever agierendes Deutschland, ..." so clever, wie Sie sind? "... eines, indem man nicht nur Homer gelesen und Altphilologie betrieben hätte (was für sich betrachtet, sicher kein Fehler war), eines, das sich nicht nur am „Ideal“ ausgerichtet hätte sondern einfach auch mal einen Schuss Pragmatismus mit in seine Entscheidungsmechanismen aufgenommen hätte und manches wäre anders gelaufen … " - Nochmal: Wow.

Amerika ist eine Realität wie es Rußland, China, Frankreich und Großbritannien als Staaten genauso sind, wie die Finanzoligarchie, deren Macht und Einfluß der Gott-sei-bei-uns völlig zutreffend beschrieben hat. Deren Einfluß auf Obama ist mit den Fingern zu fassen. Diese Mächte, deren Interessen und Mittel sauber zu analysieren, ist die eine Seite. Aber bevor man anfangen kann, die Mittel und Möglichkeiten des "Wir" zu analysieren, gewisse Handlungsoptionen zu entwickeln, wird man wohl erst mal das "Wir" analysieren müssen. Dieses "Wir" ist kaum eine reine Frage des Deutschseins, sondern es ist auch eine Frage des Charakters. Sowenig, wie ich mit einem Volker Kauder irgendein "Wir" teile, so wenig mit Ihnen.

(Geehrter "Fremder aus Elea", daß Ihre Hypothesen bezüglich der Gruncharaktere sehr brauchbar sind, erweist sich fast täglich im Beruf. Sie haben mir schon manche Analyse entscheidender Personen vereinfacht, ja erst bewußt gemacht.)

Michael H.
21. Juni 2012 14:32

da hat aber einer eine ganz andere meinung :o) -

https://www.rp-online.de/politik/deutschland/de-maiziere-macht-die-bundeswehr-multikulti-1.2879364

Martin
21. Juni 2012 14:59

@Martin Lichtmesz,

ich habe die "Emotionalisierung" oder "Moralisierung" durch Verwendung entsprechender Worte nur deshalb verwendet, weil ich damit geade den entstandenen Eindruck der Jammerei über die Gegebenheiten verdeutlichen wollte - im übrigen ist es kein Widerspruch, dem anderen eine Interessendurchsetzung "zuzubilligen", da dieses "Anerkenntis des faktischen" erst eine halbwegs wertneutrale Beurteilung zulässt und mir es selber ermöglicht, nach dem Grundsatz "gleiches Recht für alle", eigene Positionen aufzubauen.

Dies war übrigens auch der große Vorteil des vormaligen Grundsatzes aus dem Kriegsvölkerrecht, dass jeder souveräne Staat das Recht "jus belli ac pacis" hatte. Man wollte damit gerade die Diskussionen, wer hatte denn jetzt Schuld an was, vermeiden (@all: Dazu kann man sehr viel aus dem Heft 1 der Sezession erfahren). Von einem Stockholmsyndrom bin ich also weit entfernt.

Wenn ich "besetzt" bin, dann ist es meine Aufgabe, das zu ändern - nicht aber unebdingt die der "Besatzer". Wenn bspw. in Bayern im Moment gejammert wird, dass die "Besatzer" zum großen Teil aus eigenem Interesse abziehen, dann sagt das viel über den "Besetzten" aus, aber nichts über den "Besatzer". Wenn ich eigene Interessen habe, dann muss ich dafür sorgen, dass ich diese weitestgehend durchsetzen kann.

Es gibt keinen deus ex machina im politischen Leben.

Das Gängelband der USA ist so lang, dass wir hier fast alle Möglichkeiten selber in der Hand haben, Dinge zu gestalten. Wenn wir Dinge selber gestaltet haben, haben wir auch wieder eine Position, mehr zu verlangen. Es ist die Taktik des "steten Tropfens", die man aber nur dann erfolgreich verwenden kann, wenn man das Kind nicht mit dem Bade ausschüttet.

Das möchte ich ganz nüchtern so feststellen. Aus meiner Sicht haben wir in unserem Lande dringendere Probleme, als ein Bündnis mit den USA in Frage zu stellen.

Landser
21. Juni 2012 15:10

Einige Anmerkungen sowohl zum Beitrag als auch zu einigen Kommentaren:

"Daraufhin wurde in einigen Leserkommentaren die Bundeswehr, als „Bunte Wehr“ verballhornt..."
-Die BW ist inzwischen eine "Bunte Wehr" und sie wird es immer mehr (siehe Frauenquote, Migrantenquote,Traditionsvergessenheit, political correctness in Uniform u.v.m.) Insgesamt: immer weniger militärisch und statt dessen immer ziviler. Und wo bleibt der Widerstand der Militärs gegen diese Entwicklung?

"bin ich ein republiktreuer Offizier. Nicht etwa aus Liebe zur Demokratie oder zum Staat (tatsächlich gilt sie nämlich Gott, Familie, Vaterland), sondern aus Einsicht – Einsicht darin, daß dieses System noch, trotz drängender Zukunftsfragen und bei aller berechtigten Kritik!, eine lebenswerte Ordnung aufrechterhält, in der ich mich mit meinen Lieben einrichten und für meine private Zukunft planen kann. So wie andere auch."
-"Einrichten" kann man sich in jedem System! Millionen von Menschen haben dies bspw. unter Stalin und Mao auch getan, fanden dies offensichtlich auch "lebenswert" und planten ihre "private Zukunft". Die Frage ist doch: will man das!?

"Ein wesentlicher Teil des „Spiels“ ist, dass man zumindest eine „gefühlte Sympathie“ bei den staatlichen Organen wie Armee, Polizei, Beamtentum hat – Denn das waren früher einmal konservative Hochburgen!"
"Eine Vergrätzung von Soldaten und dann später womöglich noch Polizisten und dann natürlich auch noch Beamte, Richter, Lehrer etc. macht die Möglichkeiten der Bildung von starken Interessengruppen immer unwahrscheinlicher."
-Von "gefühlten Sympathien" merke ich immer weniger. Es mag ja sein, daß diese Kreise früher mal "konservative Hochburgen" waren, heute finden sich hier allzu viele Nutznießer des jetzigen System und der heutigen Zustände. Wer heute Beamter ist, hat ein Interesse daran, daß alles bleibt, wie es ist, schon allein, um nicht die schöne Pension zu gefährden. Und die Regierenden wissen das. Im Übrigen sind auch die Beamten von heute durch eine jahrzehntelange entsprechende Sozialisation gegangen, weshalb der Beamtenapparat eben keine konservative Hochburg mehr ist (von Resten abgesehen).

"Wie kann ich dann, als konservativer, es einer USA überhaupt zum Vorwurf machen, wenn diese konsequent eigene Interessen definiert und durchzusetzen versucht?"
-Also ich mache dies den USA nicht zum Vorwurf. Was ich ihnen aber zum Vorwurf mache, ist das unglaubliche Maß an Heuchelei und Bigotterie, mit denen alle eigennützigen Interessen als Menschheitsinteressen ausgegeben werden. So etwas findet man im Falle Russlands und Chinas übrigens nicht. Diese mischen sich übrigens auch viel weniger in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten ein, als man es von einer gewissen "Vorzeigedemokratie" gewohnt ist.

Inselbauer
21. Juni 2012 15:30

Ich bin der Ansicht, dass wir Rechte aufpassen sollten, dass wir trotz aller berechtigten politischen Kritik nicht den Kontakt zu den Soldaten verlieren und uns irgendwelchen abstrakten ideologiekritische Schemata hingeben. Das sollen die Linken machen. Wir wissen doch alle, dass Deutschland gar kein richtiger Staat ist, und dass das deutsche Volk gar nicht völkerrechtlich repräsentiert ist, die Diskussionen, ob also eine Armee in einem solchen Zusammenhang "das Richtige" tut, sind doch sinnlos. Es liegt gar nicht in unserer Hand, und dadurch kommt es ja schon zu einer Entfremdung zwischen Gedanke und Tat, die wir dann in solchen Diskussionen spüren.

Die Verhöhnung, die Herr Lichtmesz in der politischen Kritik nicht sehen will, kommt doch aus dem Widerspruch zwischen dem Bestehen einer Armee und dem Fehlen eines völkerrechtlichen Subjekts, das einem erst sinnvolle politische Perspektiven verschaffen könnte. Es kommt einem Hohn gleich, unter den Umständen der völkerrechtlichen Nichtexistenz die unfreien Taten von Soldaten zu kritisieren. Sympathischer wäre es doch, hier ein Soldatentum abseits der Politik anzuerkennen.

Faschist
21. Juni 2012 16:08

@Martin Lichtmesz

"Wer redet denn von „vorwerfen“ geschweige denn „zubilligen“, als ginge es um moralische Bewertungen? Wenn ich Angehöriger einer besetzten Nation bin, dann werde ich dem Besatzer selbstverständlich den „Vorwurf“ machen, daß er mich besetzt, und ihm nicht „zubilligen“, daß er seine Interessen auf meine Kosten durchsetzt. Ich muß ihm nichteinmal „zubilligen“, daß er meine Nachbarnationen oder irgendwelche anderen unterwirft, weil er entschieden hat, daß das seinen Interessen dient! Oder gar erst „neiden“! Also nun wird es endgültig unfreiwillig komisch! Na geh, Andreas Hofer, was bist denn so neidig auf den Napoleon und seinen „Erfolg“? Laß den Zaubertrank stecken, Asterix, und gönn dem Cäsar doch sein Imperium! Da haben wir offenbar einen neuen Typus: den Besatzer- bzw. Imperialistenversteher (eine Abart des Stockholm-Syndroms?)"

Doch, da hat Ihr Gegendiskutant schon Recht.
Wer, wie wir Rechten, eine subjektivistische Weltsicht vertritt, in der jeder für sich und seine Partei das Recht in Ansprucht nimmt, kann Gegnern/Feinden nicht moralisch vorwerfen, dass er seine Interessen vertritt, auch wenn sie den eigenen zuwider laufen.
Daraus folgt keineswegs, dass man sich diesen zu fügen hätte, im Gegenteil, natürlich versuchen wir genauso unsere Interessen durchzusetzen.
Der Rückgriff auf moralische Argumente kann allerdings Sinn machen zum Zweck der Mobilmachung der Massen, die weltanschaulich zu einem konsequenten Subjektivismus unfähig sind.
Das ist dann aber reine Propaganda. Aber die kann manchmal ja durchaus nötig sein.

Hier berühren wir im Übrigen ein entscheidenen Punkt rechter Schwäche.
Wem sich die Welt prinzipiell als Wille zur Macht offenbart, aus Mangel an Macht aber ständig wehleidige moralische Klagen im Munde führt, widerlegt seinen Standpunkt selbst und macht sich lächerlich.

Konkret zeigt sich das z.B. an der Art wie die ganze Dresdensache behandelt wird. Die Opferzahlen werden tendenziell von rechter Seite lieber höher als niedriger veranschlagt, man legt es nach geradezu daraufhin an, sich zum Opfer zu stilisieren.
Unabhängig von der tatsächlichen Sachlage sollten wir uns aber vielmehr die von der Gegenseite sattsam bekannte Parole "Deutsche Täter sind keine Opfer" auf die Fahnen schreiben, d.h. die ganzen peinlichen Folgen unserer Niederlage - Vertreibung, Massenvergewaltigung, luftgestützte Massenvernichtung - verschweigen und hinter dem Bild des heroischen deutschen Täters zurücktreten lassen.
Das wäre eine wahrhaft nicht-dekadente Sichtweise.

Die einzige Chance für die Rechte ist es, auf den Zug der Verdammung alles Deutschen ausgehend vom NS aufzuspringen, in der Hoffnung, bei einem Zusammenbruch des Systems die Vorzeichen umkehren zu können.

Martin Lichtmesz
21. Juni 2012 16:37

Wer, wie wir Rechten, eine subjektivistische Weltsicht vertritt, in der jeder für sich und seine Partei das Recht in Ansprucht nimmt, kann Gegnern/Feinden nicht moralisch vorwerfen, dass er seine Interessen vertritt, auch wenn sie den eigenen zuwider laufen.

Was habe ich denn anderes gesagt? Dies:

1. Gemeint ist: sobald man eine politische Machtlage benennt, kommt zuverlässig irgendeiner und verwechselt das mit einem "moralischen" Argument, "Vorwürfen" etc. Und damit ist alles mal wieder auf der falschen Ebene und der Schwanz wird eingezogen, um nicht mehr Roß und Reiter benennen zu müssen. Ich sehe da eher eine Angst und Zögerlichkeit vor der Feindbestimmung.

2. Wer eine "subjektivistische Weltsicht" vertritt, muß keineswegs darob zum objektivistischen Prinzipienreiter werden. Diese gewissenhafte Skrupulosität, sogar bei jemanden, der als Nick "Faschist" wählt, ist richtig drollig, und schön deutsch und eine rein intellektuelle Angelegenheit.

3. Ich muß mich auch mit einer "subjektivistischen Weltsicht" keineswegs einer Wertung eines beliebigen Machtanspruches und seiner Folgen enthalten, ob sie nun mich betreffen oder sonst jemanden. Selbstverständlich kann ich beispielsweise auch als Rechter einen imperalistischen Machtanspruch als "unmoralisch" dh ethisch verwerflich werten, sofern ich zB einen anti-imperialistischen, "ethnopluralistischen" Standpunkt vertrete.

4. Und wie wäre es zur Abwechslung mal mit einer "realistischen Weltsicht"? Da nimmt in der ganzen Weltgeschichte auch "jeder für seine Partei das Recht in Anspruch", und betrachtet in der Regel nur bei Überzeugungsschwäche und Rückenmarkschwund die andere Partei als gleichwertig, und da hat es noch keinen Besetzten gegeben, der die seine Besetzung nicht als böse, unrecht und unmoralisch empfunden hat, und keinen erfolgreichen Besetzer, der seinen Machtanspruch nicht mit einem höheren moralischen Anspruch begründet hat, um die Widerstandskraft der Besetzten zu brechen, gerade die Deutschen sollten das wissen.

Martin
21. Juni 2012 17:14

Landser schrieb:

Also ich mache dies den USA nicht zum Vorwurf. Was ich ihnen aber zum Vorwurf mache, ist das unglaubliche Maß an Heuchelei und Bigotterie, mit denen alle eigennützigen Interessen als Menschheitsinteressen ausgegeben werden

Dieser Vorwurf ist berechtigt und kann auch nur erklärend damit erläutert werden, dass in representativen Demokratien man dem Volk eine "Story" erzählen muss, was dann ja letztlich die Quadratur der Heuchelei darstellt.

Zu M. Lichtmesz

da hat es noch keinen Besetzten gegeben, der die seine Besetzung nicht als böse, unrecht und unmoralisch empfunden hat

Doch, einen solchen Besetzen gab und gibt es: Deutschland ... (von einigen wenigen Einwohnern einmal abgesehen).

Martin
21. Juni 2012 17:23

Meyer

zu 6.: „Wer ist Teil Europas? Richtig, Deutschland. Deutschland kann daher nicht einfach sagen, na gut, dann war es eben die Schuld der Tommies etc., sondern muss sich auch an die eigene Nase fassen.“ – In Bezug auf was? – Ist das mehr als Gefasel?

Deshalb:

https://www.youtube.com/watch?v=f9BetL3rlZY&feature=related

Niemand hat uns zur Blödheit des ersten Schusses auf Polen gezwungen ...

Gottfried
21. Juni 2012 17:28

@ martin

"Konservative, rechte oder auch „nationale“ Politik sollte in der heutigen Zeit zum Ziel haben, dass so etwas wie „außenpolitische Interessen“ oder „nationale Interessen“ überhaupt wieder ernsthaft im Sinne einer Nation „Deutschland“ durch Deutschland diskutiert und definiert werden dürfen."

Nationale Politik APO-strophiert, hier auf der Sezession!! "Scha-hatz, ich finde, Du sollstest mein Mann-Sein viel mehr anerkennen. Darf ich Dir jetzt als Mann mal etwas dazu sagen?"

"Wie kann ich dann, als konservativer, es einer USA überhaupt zum Vorwurf machen, wenn diese konsequent eigene Interessen definiert und durchzusetzen versucht?"

Konservativ ist ein Reaktionär ausschließlich in Zeiten, in denen es etwas zu bewahren gibt. In BUNT-Land wäre immerhin die Möglichkeit gegeben, sich als konservativer mit kleinem "k" damit zufrieden zugeben, noch ein paar Jahre gut mit COKE und neuen CDs von Madonna oder Lady Gaga versorgt zu werden. Es ist aber nur ein Aufschub, es sei denn man sieht seine Nachfolger in Europa in internationalistisch-humanistischer Weise nicht als Deutsche, nicht als Angehörige unserer westlichen Kultur, sondern als sogenannte "Menschen", wie sich die BUNTEN Parteien auszudrücken pflegen.

Gottfried
21. Juni 2012 17:47

@ Martin Lichtmesz

"3. Ich muß mich auch mit einer „subjektivistischen Weltsicht“ keineswegs einer Wertung eines beliebigen Machtanspruches und seiner Folgen enthalten, ob sie nun mich betreffen oder sonst jemanden. "

Es gab hier im letzten Jahrhundert mal einen Sozialisten mit österreichischem Einwanderungshintergrund. Dieser verwendete in seinem einzigen Werk den polemischen Terminus "Objektivitätsfimmel".
Nun hat ja bereits Archimedes auf die Unmöglichkeit von Objektivität verwiesen, verschiedene Aufklärer wie z.B. Immanuel Kant haben noch viele Angebote nachgereicht, sich mit der Begrenztheit jeder Erkenntnis auseinanderzusetzen.
Behaupte mal, daß Adorno recht hat mit seiner These, daß die Aufklärung blind für sich selber geworden ist. Mit anderen Worten: Der
totalaufgeklärte Europäer oder Nordamerikaner im Jahre 2012 ist zu 95 Prozent geistig überhaupt nicht mehr in der Lage, seine eigene Subjektivität und die seines Volkes noch zu denken und zu formulieren.
Er kann dem Herrschaftskonstrukt der Realitätsmatrix nicht entkommen, die keine räumlichen und zeitlichen Dimensionen mehr zuläßt. "Menschen", "Kulturen", "Diskriminierung" - alles Reißbretterfindungen von totalitären internationalistischen Bürokraten. Die Komplementärmenge zur Realität ist die Wirklichkeit. Nur in der Wirklichkeit kann Leben stattfinden, dazu bedarf es Fleisch und Blut, Sinnlichkeit, Augen, Ohren, Tastsinn, Geruch, Wirklichkeit kann naturgemäß ausschließlich subjektiv erfaßt und gelebt werden.

Kurt Schumacher
21. Juni 2012 18:00

Dieser Martin Böckler sollte endlich von Sezession entfernt werden, ich halte ihn für einen verkappten CDU-Wähler.

antwort kubitschek:
echt? scheiße. und nun? kann mal jemand helfen? sind wir jetzt mitte?

Gottfried
21. Juni 2012 20:32

@ Kurt Schumacher

"Dieser Martin Böckler sollte endlich von Sezession entfernt werden, ich halte ihn für einen verkappten CDU-Wähler."

Warum sollen hier denn keine radikalen und überzeugten Linken schreiben?
Was mich allerdings durchaus provoziert dabei, ist die Verkapptheit.

Meyer
21. Juni 2012 21:20

"CDU-Wähler"? - Ja, Mensch! Wo wäre denn sonst die Schanierfunktion!

Im Übrigen nutze ich regelmäßig die ganze Bandbreite aller Rechtschreibreformen seit dem 16. Jhdt. regelmäßig aus. Aber einen Namen richtig zu schreiben, ist wohl doch eher eine Frage des Mindest-Anstands.

Zum Thema "Objektivitätsfimmel": Die germanische und deutsche Rechtsgeschichte gibt dazu hinreichend Aufschluß, wenn auch nicht auf die (vielleicht hirnphysiologisch-genetische Entwicklung dorthin) Ursache derselben, warum man das Recht als objektive übermenschliche Ordnung wahrnahm und deswegen "suchte" und nicht "gestaltete". Ein Bruch des Rechts, auch wenn es sich dabei um zivilrechtliche Ansprüche handelte, wurden strafrechtlich gelöst. Aber für seine Ansprüche aus dem als objektiv empfundenen Recht mußte jeder selbst, ggf.mit dem Leben einstehen. Dazu gibt es auch heute in der Rechtswissenschaft eine auffallende Nähe der Begriffe Recht (statt Gesetz), Naturrecht, Gewohnheitsrecht und ius cogens. Gerade die verschiedenen Begriffe dieser Rechtswörter in nationalen Rechten und Völkerrecht zeigen diese Nähe. Sie alle umfassen ein "etwas", das sehr objektivistisch ist und (zumindest scheinbar) dem Zugriff der Menschen nicht zu unterliegen scheint.

Auch die Lakedaimonier brauchten die Objektivisierung des Lykurgischen Gesetzes als von Apoll gewollte übermenschliche Ordnung durch das Orakel von Delphi, um zu dem zu werden, was sie durch diese Ordnung wurden.

Richtig, Recht, rechts, recht, gerecht haben alle eine Wurzel und letztlich nur eine einzige Kernbedeutung. Link, links, hinkend, lahm, linkisch, ungelenk auch.
Ich stelle als Arbeithypothese die Behauptung auf, daß es so etwas wie ein Metarecht sehr wohl gibt und die meisten Menschen (mindestens dieser Kultur) dafür auch eine Empfindung oder eine mittelbare Tradierung haben.

So sehr ich den Objektivismus als (alleine) gedanklich nicht weiterführend ablehne, so sehr wehre ich mich dagegen, daß eine Subjektivität und Partikularität nicht sehr wohl Gegenstand einer (wie auch immer gearteteten, empfundenen und überkommenen) objektiven Ordnung ist. Subjektivität und Partikularität lassen sich am besten in der Verantwortungsethik wiederfinden, Objektivismus (und Universalismus) in der Gesinnungsethik. Wir Konservativen sind nicht zuletzt deswegen vom naiven Objektivismus so angewidert, weil er seit 1871 das Vehikel der angelsächsischen Aggressionen ist. Aber wenn man ihn in Gänze verneint, macht man eben auch den Fehler wie Hitler. Der moralische Schock, ob nun auf Tatsachen beruhend oder nicht, hat wahrscheinlich das eigene Vertauen in die Legitimität des eigenen Handelns auf Jahrhunderte beschädigt. Die Tatsache, daß dies natürlich Gegenstand der täglichen Psychologischen Kriegsführung, teils um banalste Ziele, ist, macht einen konservativen Realisten noch feindlicher gegenüber objektiven Normen.

Als Partikularist habe ich mich deswegen für folgende Formel entscheiden: Für mich und meinesgleichen sollten Normen gelten, die dem menschlichen Zugriff entzogen sind und die nur für "unser" Verhalten Richtschnur sind und nicht missionarisch verbreitet werden müssen. Wir messen andere daran im Verhältnis zu uns und halten uns an die Regeln im verhältnis zu anderen. Wir Deutschen haben mit diesen nun 2000 Jahre überlebt. Ich frage mich, ob wir ohne sie überhaupt noch Deutsche sind, oder ob wir dann nicht Wesentliches, ggf. sogar ein Erfolgsrezept aufgäben, gäbe man den Objektivismus, das "deutsche" Metarecht, gänzlich auf?

Das ist übrigens das Gegenteil davon, die Augen von den realen Machtverhältnissen zu wenden. Das Vorhandensein eines eigenen (tradierten) Regelchanons ersetzt doch nicht eine Feindlageanalyse, bzw. die Analyse deren Methode, die deutsche Naivität auszunutzen?
"Anstand", die einfache Form des Objektivitismusses erscheint mir deswegen ein aus der Geschichte recht erfolgreiches, langfristig angelegtes Wachstumsprinzip zu sein.

Im Übrigen ist "Inselbauer" völlig zuzustimmen. Auch wenn das nicht bedeutet, daß man deswegen auch nur einen Millimeter von seiner Überzeugung abweicht. Dazu folgende Beobachtung: Als ich eine "JF" am Bahnhof kaufte, sagte die Verkäuferin hinter meinem Rücken zur Kollegin: "Es sind immer nur Soldaten, die diese Zeitung kaufen." Wohl weil ich die Kampftragetasche bei mir hatte. Natürlich ist die Nähe groß. Naturgemäß.

blixa
21. Juni 2012 21:53

Die Bundeswehr ist - noch - keine Besatzungsarmee, aber manche schicken sich an, aus ihr eine zu machen. Und damit meine ich nicht die USA, sondern die auch insoweit ihr Unwesen treibenden EUropafanatiker:

Erst kürzlich haben 2 CDU-Abgeordnete sich für eine Aufweichung des Parlamentsvorbehalts ausgesprochen, damit sich die Bundeswehr leichter in internationale Strukturen und Einsätze einfügen lasse.

Und die Schaffung einer europäischen Armee ist das nächste Projekt der EUropafanatiker, um nach der Währung das nächste zentrale Element nationaler Staatlichkeit auf die EU-Ebene zu übertragen. Deutsche Angehörige einer solchen Armee wären für mich auch eine Art Besatzer, würden sie doch den Größenwahn und Willen der EU-Kommissare exekutieren.

Faschist
22. Juni 2012 11:47

3. Ich muß mich auch mit einer „subjektivistischen Weltsicht“ keineswegs einer Wertung eines beliebigen Machtanspruches und seiner Folgen enthalten, ob sie nun mich betreffen oder sonst jemanden. Selbstverständlich kann ich beispielsweise auch als Rechter einen imperalistischen Machtanspruch als „unmoralisch“ dh ethisch verwerflich werten, sofern ich zB einen anti-imperialistischen, „ethnopluralistischen“ Standpunkt vertrete.

Meinem Verständnis von "Rechts" nach müssen sie das doch, was auch dazu führt, dass ich "Ethnopluralisten" nicht der Rechten zurechne, das sind lediglich verkappte Linke.

Wenn eine Macht imperialisisch auftritt, dann ist dem eben so. Es liegt dann an dem Objekt der imperialistischen Machtenfaltung dieser effektiv Widerstand zu leiste.

Aber irgendwelche ethischen Wertungen sind davon unabhängig. Ethisch richtig handelt, wer die Interessen SEINER Gruppe möglichst wirksam vertritt. Wobei das eigentlich auch nicht stimmt, aber auf jeden Fall mehr Richtigkeit hat, als die globalen Gerechtigkeitsuotpien a la Ethnopluralismus.

Ob man den Gegener objektiv oder nur subjektiv im Unrecht sieht, das macht natürlich nur intellektuell einen Unterschied, aber darum geht es hier auf dieser Seite ja wohl.

S. Pella
22. Juni 2012 12:46

Konkret aus der Metaebene in die Politik zu wirken und ein Signal an die militärische Elite dieses Staatskonstrukts zu senden, böte der 29. Juni, an dem Offiziersanwärter im Rahmen eines Appells im Münchner Hofgarten zu Offizieren befördert werden.

Linkslinke Gruppen polemisieren sowie mobilisieren bereits gegen das "militärische Spektakel" und versuchen dies energisch zu bekämpfen.

Demgemäß müßte der Auftrag für die konservative Rechte lauten, unbedingte Solidarität mit den Nachwuchsoffizieren, beispielsweise in Form einer konservativ-subversiven Aktion pro Deutsches Militär! Dem Offizierskorps vermitteln, WIR stehen auf Eurer Seite, wäre durchaus eine Geste von politischem Mehrwert.
[Dies träfe wiederum nicht auf die nationale oder identitäre Rechte zu]

Meyer
22. Juni 2012 12:47

@ Faschist

Darf ich Ihnen den Vorschlag machen, zwischen Gebot und Verbot zu unterscheiden?

Als Gebot: "Ethisch richtig handelt, wer die Interessen SEINER Gruppe möglichst wirksam vertritt." Das teile ich.

Als Verbot: Handle nicht (zumindest nicht ohne existenzielle Not) gegen DEINE EIGENEN VORSTELLUNGEN von Recht, Gerechtigkeit und Ordnung, auch wenn es Dir einen Vorteil bringen würde.

Zur Klarstellung: Die eigene Vorstellung von Recht und Ordnung soll, ja darf nicht bedeuten, sie in der Welt durchzusetzen zu müssen oder zu sollen. Das würde nämlich sehr Wohl gegen so ziemlich jede Vorstellung von Recht verstoßen, nämlich dem Recht des anderen seine eigenen Angelegenheiten selbt durchzusetzen.

Ihre Definition von "Rechts" steht aus meiner Sicht in keinem Zusammenhang mit der etymologie des Wortes, das eben in rechtmäßig, gerecht, Recht, rechts, richtig zu finden ist, noch in einer spezifisch deutsch-partikularischen Version. Ich würde sie als "römisch" bezeichnen. Ihre Haltung ist aus meiner Sicht eben "eher" links, als rechts.

Die eigenen tradierten Vorstellung von Recht und Gerechtigkeit zu schützen und anzuwenden ist Ausprägung der eigenen Souveränität, die gegen Imeprealisten zu verteidigen ist. Es ist eine Ausprägung des eigenen Selbst.

Nun habe auch ich lange gedacht, eine rein existenzialistische Selbstbehauptunghaltung, nüchtern, analytisch, sachlich, würde sie von einer ausreichend großen und einflußreichen Gruppe egtragen, würde ausreichen, um zweckmäßig zu handeln.
Aber welcher Bürger würde wegen einer kühlen Analyse bismarck'scher, richelieu'scher, schmittscher, machiavellistischer Art (die ja alle richtig sind) Soldat werden, und welcher Soldat würde mit der Analyse an der Fahnenspitze sein Leben freudig riskieren?
Aber für sein eigenes Recht einzutreten, das ist eine starke Kraft. Nicht zuletzt für das Recht, sein eigenes Recht selbst zu bestimmen, wenn Ihnen das sonst nicht dezisonistisch genug ist.

Die Welt ist voller (scheinbarer) Paradoxien. Eines davon ist Beispielsweise: Statistisch gesehen machen Unternehmen, die sich am konsequentesten auf eine hohe Eigenkapitalrendite orientieren, geringere Umsätze, als diejenigen, die sich zuerst auf eine hohe Fertigungs- und Produktqualität orientieren. Zufall?
Ein weiteres: Daß es Selbstverständlich höchstes Ethos der Spartiaten war, im Krieg (für seinen Nebenmann) sein Leben zu riskieren hat dazu geführt, daß sie trotz der Bereitschaft die geringsten Verlustquoten hatten. Zufall?
Während die amerikanische Armee, die bspw. im WK 1 und 2 streng darauf achtete, geringe Verluste zu erleiden, die höchsten Verluste erlitten. Zufall?

Der Mensch funktioniert nicht eindimensional. Ich persönlich glaube nicht so sehr an übermenschliche Gerechtigkeit, an eine übergeordnetes Recht, schon gar nicht an "Ethik" (während ich unter Moral überkommenes Recht verstehe, das meistens funktionelle Regeln enthält; ich hoffe, daß sich meine Gegner an keine Moral halten, während ich für die Meinen hoffe, daß eine Moral besitzen).
Ich selbst bin ein klarer Machiavellist, der die Machtkostellationen sehr offen sieht. Aber ich weiß um einen Gutteil der mich umgebenden Menschen, daß sie dies einfach nicht interessiert, interesieren kann. Dies ist für sie kein Antrieb zum Handeln, sondern nur wenn eine "Schweinerei" passiert, also ein Verstoß gegen überkommene informelle Rechtsnormen. Meine Vermutung ist, daß Lykurg diese Situation erkannt hat.

Zu Ihrem Namen: Faschismus habe ich immer als einen Versuch einer Populär-Renaissance der Antike gewertet, das gilt für den konkreten Faschismus, wie für den Falangismus, für den Nationalsozialismus a la hitlerienne, also eine germanisch-römisch-preußische Renaissance, bzw. a la himmleriene, also eine germanisch-nordisch-mediavistische Renaissance.
Dazu: Als die Spartaner anfingen, ihrem Konkurrenten Athen, in Abwehr seiner Angriffe gleichzutun, war das ende besiegelt. Vielleicht hätten sie, wären sie bei ihren Leisten geblieben, einen Krieg verloren. Vielleicht. So haben sie nicht nur einen Krieg verloren, sondern ihre Substanz, die sie solange getragen hat, aufgegeben.

So ist es für uns Deutsche auch.

Die Frage ist also nicht, ob man subjektive Vorstellungen von einer übermenschlichen Rechtsordnung hat, sondern darum (ganz dezisionistisch und renaissanceisch zugleich, diese zu rekonstruieren, sie von christlichen, katholischen und spätprotestantischen "Fehlern" zu befreien und auf die moderne zeit anwendbar zu machen. Einfach und schlicht zu formulieren, was Gerechtig´keit ist und wie man sie findet. Dazu: Ich bin der Ansicht, daß zufällige Entscheidungen des Orakels von Delphi "gerechter" waren, als 90% der Strafurteile deutscher Gerichte, und dem zugrundeliegenden Straf- und Strafprozeßrecht. Das gleiche gilt für historisch-germanisches Recht und seinem Prozeß.)

Karl Eduard
22. Juni 2012 12:58

Natürlich ist das Argument mit den Rohstoffen richtig. Im Privaten geht man ja auch erst los, besetzt die Bäckerei, erschiesst einige Familienangehörige des Bäckers und kauft dann dem verängstigten Bäcker die Brötchen ab. Das macht ja jeder. Andererseits gibt es auch Leute, die gehen manierlich an die Ladentheke und kaufen ihren Teil. Die sind ja irre.

Komischerweise bekommt China Rohstoffe in Afrika, ohne reihenweise Regierungen wegen der Menschenrechte stürzen zu müssen.

Martin
22. Juni 2012 13:08

..., dass ich „Ethnopluralisten“ nicht der Rechten zurechne, das sind lediglich verkappte Linke.

Diesem Aspekt ist zuzustimmen, da die "Ethnopluralisten" letztlich auch nur eine Variante auf der genuin von Linken so gern verwendeten Klaviatur des "Aufstands der Entrechteten, der Rächer der Witwen und Waisen" spielen ...

Wie überhaupt auffallend ist, wie häufig nur aus der Perspektive des "Losers" argumentiert wird, der sich seine Niederlage und Situation eben zu Recht redet. So wie Rechte zutreffend unserem "Establishment" den Vorwurf des "Schuldstolzes" immer wieder vorhalten, so muss doch festgestellt werden, dass es auf der "Rechten" als Spiegelbild dieser Medaille ein ewiges "Verliererraunen" gibt (Das ist doch nur, weil ...., weist Du nicht, dass ..., etc.).

Wer Dinge mitgestalten oder beeinflussen will, kann aber nicht in einer Nische verharren, aus der er alles und jedes bzw. jeden schulmeistert ("Söldnertruppe"!), ohne etwas selber vorweisen zu können. In diesem eigenen "Biotop" gibt es dann natürlich auch wieder den oder die Leader of the Gang oder ein paar wenige, die davon evtl. sogar ihren Lebensunterhalt verdienen können (schön für sie und ich gönne es ihnen) - es bleibt aber dann meist alles unter sich, es wird zunehmend "selbstreferentiell", um diesen soziologischen Sprech zu verwenden, und hat im Ergebnis nur sehr wenig Strahlkraft nach außen. Wer, außer einem Loser, der sich ein Stück Selbstrechtfertigung und Individualität bzw. "Exotik" mit einer "rechten " Attitüde einkaufen will, die er sonst nicht so ohne weiteres so billig bekommt (so wie andere sich eben ein besonderes Auto kaufen, entsprechende Klamotten, Punk werden etc.), findet das letztlich dann noch überhaupt überlegenswert oder gar attraktiv.

Und das ist schade, denn im Konzert der Meinungen, die eine "bunte Republik" hat und die dies auch, entgegen allen Unkenrufen und tatsächlich vorhandenen Schwierigkeiten, die ich nicht klein reden möchte, zulässt (wenn man es richtig anstellt! Die "Sezession" zeigte bislang richtige Ansätze), wären Leute mit "Standing" gefragt, die auch eine Rechte oder konservative Stimme wirksam erheben können, da ansonsten ein Verlust von Werten und Interessen droht, die ich bspw. nach wie vor gerne gut vertreten wissen möchte.

Und damit wäre ich so ziemlich am Anfang meiner eigenen Leier, dass es gar nichts bringt, unsere BW Soldaten als "Söldnerknechte" oder in ähnlicher Form abzuwerten und damit letztlich erst einmal vor den Kopf zu stoßen.

Die Leute in unserer Armee sind die Leute, die wir brauchen und die von einer rechten oder konservativen Bewegung, die mehr als eine ökologische Nische besetzen will, mit als erstes mitgenommen werden müssen!

balu
22. Juni 2012 14:39

Zitat:

"Und damit wäre ich so ziemlich am Anfang meiner eigenen Leier, dass es gar nichts bringt, unsere BW Soldaten als „Söldnerknechte“ oder in ähnlicher Form abzuwerten"

Ja sicher bringt das nichts und es zahlt sich auch nicht aus.
Aber man fühlt sich einfach besser wenn man es gesagt hat.

Danke Sezession!

S. Pella
22. Juni 2012 15:26

Ergänzend der Verweis auf den Bericht in der Süddeutschen Zeitung:
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/bundeswehr-appell-im-hofgarten-zweifel-an-der-befoerderung-1.1374458

nino
22. Juni 2012 22:05

Die Leute in unserer Armee sind die Leute, die wir brauchen und die von einer rechten oder konservativen Bewegung, die mehr als eine ökologische Nische besetzen will, mit als erstes mitgenommen werden müssen!

Zugegeben, wahrscheinlich gibt es in der BW noch viele aufrichtige Leute. Ganz treffend ist auch, dass Deutschland sie braucht. Deshalb erkenne ich auch nichts falsches daran, wenn man den Leuten sagt, dass sie für die falsche Armee kämpfen. Manchmal muss man die Menschen eben vor den Kopf stossen, damit sie erwachen. Oder wie will man denn die Leute gewinnen? Vieles hier tönt für mich nach Ersatzbefriedigung. Weil einige Leute hier gerne das soldatische Ideal des Kämpfers fürs Vaterland hochalten wollen, was ja nicht verkehrt ist, klammert man sich mangels Alternativen an die Bundeswehr, die nun einmal der militärische Arm der BRD ist, welche definitiv nicht installiert wurde, um den Deutschen ein Leben in Selbstbestimmung und Freiheit zu gewähren.

Nicht dass wir uns falsch verstehen. Natürlich soll die BRD kriegsverseherte Soldaten anständig entschädigen (ist ja wohl das Mindeste). Und selbstverständlich kann man auch als Rechter einem BW-Soldaten respekt zollen. Dafür nämlich, dass er bereit ist, sein Leben für andere einzusetzen, für das soldatische Ideal der Selbstaufopferung. Es wäre aber alles andere als gerecht und anständig, wenn man diesem Soldaten nicht auch sagen würde, dass er für die falsche Seite kämpft.

Das Vorschieben von geostrategischen Interessen ist meiner Meinung nach auch nur selbstbetrug. Welche geostrategischen Interessen? Die der Amerikaner! Ich empfinde es schon beinahe schizophren, wenn hier einerseits darüber lamentiert wird, man solle quasi den Willen zur Macht zelebrieren und auf der anderen Seite schön brav am Gängelband derjenigen läuft, die einem genau diese Macht in den eigenen vier Wänden streitig machen. Das Gängelband mag zwar lang sein, kann es ja auch, solange der Gegängelte schön brav das macht, was man von ihm verlangt. Ansonsten kann man dieses aber ganz schnell viel straffer führen.

Martin
22. Juni 2012 23:21

Ich empfinde es schon beinahe schizophren, wenn hier einerseits darüber lamentiert wird, man solle quasi den Willen zur Macht zelebrieren und auf der anderen Seite schön brav am Gängelband derjenigen läuft, die einem genau diese Macht in den eigenen vier Wänden streitig machen.

Diese Empfindung ist nachvollziehbar. Man kann aber nicht alles sofort haben, schon gar nicht, wenn man sich in absoluten Randbereichen und Zonen der offiziellen Mindermeinung bewegt. Man muss daher abschichten und Schritt für Schritt denken und schauen, wo es nun wesentlich mehr brennt. Und da sehe ich zur Zeit bspw. die wachsenden Selbstauflösungstendenzen Deutschlands zu Gunsten der EU eindeutig gefährlicher als eine Einbindung in die NATO und einen Einsatz in Afghanistan.

Unsere Soldaten leisten Dienst am Vaterland, in dem sie militärisches know-how im Lande halten, ein Lobby bilden können für den Erhalt eines notwendigen militärischen Kerns und gegen eine Gesellschaft eintreten können, die am liebsten alles mit einem Scheck lösen wollen würde und wenn es irgendwo noch außerhalb von Afrika "Mietsoldaten" gäbe, dann würden die ersten sicher sofort nach einem "Outsourcing" rufen ...

Da gilt es dagegen zu halten, gerade aus konservativer oder auch rechter Sicht.

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