11. September 2012

zwischentag - Der Film zur Messe ...

von Götz Kubitschek / 7 Kommentare

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

... stammt von Martin Lichtmesz (von wem sonst?), dauert knapp drei Minuten, zeigt in den Hauptrollen die Angehörigen der Division Antaios und wird am 6. Oktober gegen 19 Uhr im Rahmen des zwischentags auf der Jubiläumsveranstaltung zur 50. Sezession präsentiert. Aber natürlich gibt es auch eine Kostprobe:



[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=1boo7tXgPQg]

 Weitere Schnipsel folgen ...

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Kommentare (7)

Honoré de la Canardière
11. September 2012 21:36
Les optimistes sont des imbéciles heureux, les pessimistes des imbéciles malheureux.
GEORGES BERNANOS

[Optimisten sind glückliche Dummköpfe, Pessimisten unglückliche Dummköpfe]
Kurt Schumacher
12. September 2012 18:24
Spengler hat aber nie gesagt, daß er Pessimist sei. Das haben ihm nur seine Gegner vorgeworfen. Er hat dazu in einem Interview erklärt (ich zitiere aus dem Gedächtnis, nicht wörtlich): "Diese Leute verwechseln den Untergang des Abendlandes mit dem Untergang eines Ozeandampfers (Anmerkung von mir: man denke an die "Titanic", die 1912 sank, also nur 5 Jahre vor der Fertigstellung von Spenglers Hauptwerk). Ich hätte statt Untergang genauso gut Vollendung sagen können. Vollendung des europäischen Zeitalters."
ML
13. September 2012 10:01
Es hat auch niemand gesagt, daß Spengler "Pessimist" war.
Hesperiolus
13. September 2012 12:25
@ K. S.

Die ähnlich lautende Stelle findet sich in Spenglers Text "Pessimismus?" von 1921. Ebenda auch eine Warnung vor u. a. politischer und weltanschaulicher "Kunstgewerblichkeit". Daß er sich über derartige Gefahr, bei all diesen Kreisen und Bünden, Cafés und Vortragssälen, Ausstellungen, Verlagen und Zeitschriften, erheben und Tatsachenmenschen für Deutschland zurüsten möge, wünsche ich dem zwischentag!
Hesperiolus
13. September 2012 12:41
@ ML

Spengler selbst:

Aber allerding, was das "Ziel der Menschheit" angeht, so bin ich ein gründlicher und entschiedener Pessimist....Ich sehe keinen Fortschritt, kein Ziel, keinen Weg der Menschheit, außer in den Köpfen abendländischer Fortschrittsphilister., in "Pessimismus?"

Und für Kenner und Verehrer die 50. Stelle im "Eis heauton".
Kurt Schumacher
13. September 2012 13:53
Das Büchlein "Eis heauton" habe ich auch. Aber ich muß zugeben, ich wünschte mir manchmal, ich hätte es nicht gelesen. Spengler erscheint darin wie eine Art Psychopath kurz vor dem Amoklauf. Ein Mann, der mit sich selbst und der Welt hoffnungslos zerfallen ist, ein Nervenbündel. Dagegen steht dann aber seine gigantische Weltanschauung, die man "pessimistisch" nennen mag oder auch nicht (man findet bei Spengler, fast wie bei Nietzsche, immer auch Zitate für das Gegenteil). Mit Spengler kann man sich wohl ein Leben lang befassen und lernt immer weiter.
Hesperiolus
13. September 2012 19:50
Letzteres sehe ich ebenso und der UdA liegt hier in immerwährender Griffnähe als kaleidoskopisches Kulturprisma zu allen möglichen Lektüren und Fragen. "Psychopathen" würde ich den großartigsten Synästheten zwischen den Zeiten nun aber doch nicht nennen wollen, sein zur mikrokosmischen Abbreviatur der faustischen Seele erhobenes Schicksal nicht mit "der Welt hoffnungslos zerfallen". Ich habe das Eis heauton wohl mit Beklemmung, aber stärker noch mit epilogischer Bestätigung (UdA S. 149 u. 199 etwa), Rührung und Zuneigung gelesen. Interessante Frage, welches metapolitische Selbstverständnis sich aus dem Pessimismus-Verdikt zu heutiger Lage herausläutern könnte?

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