Sezession
8. Oktober 2012

Ein ganz normaler „zwischentag“

Götz Kubitschek / 13 Kommentare

Wir haben am Samstag den ersten zwischentag absolviert, 713 zahlende Besucher registriert und neben dem geradezu schillernden Angebot der Aussteller auch ein Begleitprogramm mit einzelnen Höhepunkten geboten bekommen. Martin Lichtmesz' Messefilm war der würdige Abschluß eines Tages, der vor allem eines war: normal.

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Damit meine ich nicht, daß wir etwas auf die Beine gestellt hätten, was es sowieso schon gab. Ich meine damit, daß ich nach Öffnung der Türen für die Besucher an meinem Doppelstand die Bücher von Antaios und die Hefte der Sezession präsentierte und dabei nicht das Gefühl hatte, eine metapolitische Großtat zu vollbringen.

Die Besucher kamen, schauten, prüften, fragten, kauften oder gingen weiter: Studenten, Ehepaare, vertraute Gesichter und unbekannte Leser, deren Namen man vom Telefon oder aus online-Bestellungen her kannte und die nun ein Gesicht bekamen. Dies alles ohne Eifer und Geifer, sondern im Fluß einer wohlwollenden Anwesentheit. Es gab keine schlechte Stimmung, keine Unzufriedenheit, keine Distanzierungen, es gab keine Antifa vor der Tür und keine Selbstdarsteller, die sich nicht an die Spielregeln gehalten hätten. Es war, noch einmal gesagt, ganz normal, dort zu sein, wo so viele andere auch waren.

Der Vortragssaal des Begleitprogramms war immer voll besetzt, bei zwei Podiumsdiskussionen sogar mehr als überfüllt, und die Auseinandersetzung zwischen Michael Stürzenberger (PI) und Karlheinz Weißmann (IfS) um die Frage nach dem Feinbild Islam machte - um ein Beispiel herauszugreifen - neben den verschiedenen Differenzierungsgraden vor allem deutlich, daß es keinen Sinn hat, solche Themen um des lieben Friedens willen nicht ins Programm zu nehmen.

Wer nicht dabei sein konnte oder nochmals Revue passieren lassen will, was es zu erleben gab, wird auf zwischentag.de fündig. Dort gibt es Bildergalerien und weiterführende Berichte.

Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen. Auf die Frage, ob es den zwischentag nun jährlich gebe, kann ich antworten: In aller Ruhe werten wir aus, bilanzieren, führen Gespräche mit möglichen Ausstellern, die für diesmal noch skeptisch waren und entscheiden dann, ob sich hier etwas etablieren könnte, was gleich beim ersten Mal zu einem guten Erfolg geführt hat.


Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Kommentare (13)

Meister Herrmann
8. Oktober 2012 17:31

Alle Zwei Jahre würde reichen....
...der Zwischentag sollte ja auch noch wachsen.....

Mir hat es jedenfalls gefallen!

Stilleben
8. Oktober 2012 18:20

Mir war es leider nicht vergoennt, teilzunehmen.

Ein Lob aber fuer den Stil, das Formgebende quer durch alle Ankuendigungen. Wer das Vorfeld gut bestellt, wird auch auf dem feld Ernte einfahren. Das nenne ich Uebersicht und Umsicht. Wenn das keine konservativen Kriterien sind, weiss ich nicht.

Kreuzweis
8. Oktober 2012 20:17

Ich hätte mir gewuenscht, es waere nicht nur überwiegend Papier da gewesen. Manche der Aussteller haben hervorragende CD und DVD im Programm, die ich dort vermißte. Zu guten Messepreisen hätte ich gerne davon eingekauft.
Kuenftig würde ich auch gerne 'normale' Anbieter, wie Computerhändler, Touristik, Druckereien, Genußmittelhändler - also nicht nur bedrucktes Papier - sehen.
Die Kleiderhändler waren schon die richtige Richtung!

Honoré de la Canardière
8. Oktober 2012 22:17

Jetzt ist es also an der Zeit, den vorigen Samstag völlig beanspruchten Götz Kubitschek (und die nicht anwesende Ellen Kositza) ganz herzlich zu beglückwünschen:

1. Für die 20 Jahre unermüdlicher Arbeit;
2. Für den sehr gelungenen Zwischentag;
3. Für die gutaussehenden und hervorragend erzogenen blonden Walküren, die die undankbare Aufgabe der Garderobe meisterlich erfüllt haben.

Es tut auch gut, sich mit so vielen Gleichgesinnten treffen zu können, gute Bekannten z.B. aus JF-Studienreisen wiederzusehen.

So kann ich Alain de Benoist nicht folgen, als er mir vor anderthalb Jahren sagte, die von mir vermißten jährlichen Tagungen und Sommeruniversitäten der G.R.E.C.E. (seiner Studiengruppe) seien sehr teuer und brächten wenig.

Vielleicht sollten sich die Franzosen vom deutschen Sinn für Organisation eine Scheibe abschneiden…

Und, Herr Kubitschek, Sie wissen schon, wenn Sie meine beruflichen Dienste brauchen, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung! (falls Silke Lührmann ausfällt…)

Faschist
8. Oktober 2012 22:19

Zu der Weißmann/Stürzenbergerdebatte:

Es ist unfaßbar, wie verblendet das PI-Klientel ist, man lese sich hierzu den Kommentarstrang dieses Beitrags durch:

Beispiele:

"Stürzenberger hat meine Hochachtung. Das Sammelsurium der Konservativen stößt mich eher ab. Mit deutschnationalen Tönen ist heutzutage kaum jemand zu mobilisieren. Wir sollten mehr darauf achten, wie sich die grüne Bewegung allmählich auflöst. Die “Gutmenschen” beachten und auf den realistischen Weg bringen!"

"Ich war bei Weissmann/Stürzenberger am Anfang anwesend
und hörte mir Weissmanns Ausführungen an.
Dabei erkannte ich, dass er die Gefahr, die vom Koran/Sunna ausgeht scheinbar nicht erkennt oder erkennen will.
Mit diesen Voraussetzungen ist kein greifbares Ergebnis möglich, sondern nur endloses Gelaber.
Und endloses Gelaber ist dem Islam Tür und Tor NICHT verschliessend. Zeitverschwendung, und die ist immer kostbarer.
(...) Leider war das das Buch „Das Dschihad-System“ nicht käuflich auf den Zwischentag zu erwerben. Schade, manchen hätte man es direkt um die Ohren hauen müssen."

Wenn Herr Klein-Hartlage das lesen würde, würde er dem Kommentator sein NWO-Buch um die Ohren schlagen!
Wie von Herrn Klein-Hartlage in vielen Artikeln herausgearbeitet, ist die Stärke des Islams unsere Schwäche, und nichts anderes waren Herrn Weißmanns Thesen.

Wie man Herr Weißmann derart missverstehen kann, dass man ihm unterstellt, den Islam nicht als Gefahr zu erkennen, entzieht sich meinem Verständnis.

"Stürzenberger ist viel zu gut für die!"

Ja, ist klar.

PI ist ein Phänomen, dass ich nicht einordnen kann. Alles andere als rechts, aber nichtsdestotrotz von System so geschmäht, wobei sich hierdoch die Möglichkeit auftut, der echten Rechten Wind aus den Segeln zu nehmen.

Toni Roidl
8. Oktober 2012 22:25

Danke für alles und weiterhin von Herzen alles man dazu braucht.

apollinaris
9. Oktober 2012 02:08

Herr Kubitschek, Sie und Ihre Mitstreiter von der Division Antaios haben den Zwischentag großartig gestaltet. Eine Sternstunde war vor allem Ihre "Andacht" im abendlichen Jubiläumsteil nach Art eines freikirchlichen Predigers, wie Sie selbst anmerkten; ich fühlte den "Mantel der Geschichte" und ich meine, anderen Anwesenden ging es ebenso. Vorangegangen der Festvortrag von Prof. Scholdt, ebenfalls eine aufbauende Sternstunde.

Ihr Bild von der Ein-Mann-Kaserne, den Holzfällern im Wald u. a. ist einprägsam, das Wort von der Expressiven Loslösung stimulierend.

Mir hat der Zwischentag viel Kraft mit auf den Weg gegeben, ich habe viele gute Gespräche geführt und würde mich auf ein jährliches Wiedersehen freuen.

Haben Sie vielen, vielen Dank, Sie haben Großes geleistet und sicher nicht nur mir den konservativen Akku ordentlich aufgeladen. Vergelt`s Gott.

Erwalf
9. Oktober 2012 11:34

Vielen Dank auch von mir für die im Rahmen des Möglichen großartige Veranstaltung sowie für die viele, hervorragend gelungene Arbeit und Organisation! Ich hätte gerne hunderte von Büchern und Artikeln unterschiedlichster Art kaufen mögen; leider reichte mein Budget nur für zwei. Schön war es darüber hinaus, für einen Tag in eine angenehme Atmosphäre eintauchen zu können, die geprägt war von der Sezession vom Toleranz anderer Meinungen, soziale marktwirtschaft und eine Verfassung für das deutsche Volk vorgaukelnden Parteien-, Schulden- sowie Europa-und-Welt-Utopistenstaat. Interessant fand ich auch die bereits äußerlich, man könnte sagen, vom Stil her in Erscheinung tretende Vielfalt der Teilnehmer. Anzug- und Jeans-, Mütze- und Band- sowie Division-Antaios-Uniformträger, Kurz- und Langhaariger unterschiedlicher Form und dergleichen mehr. Das zeigt die Notwendigkeit eines auch inhaltlich erforderlichen gewissen Binnenpluralismuses, ohne bestimmte Grenzen aufzuweichen. Die Grenzen richtig zu bestimmen, ist allerdings eine sehr schwierige Kunst. Einer der Höhepunkte, der Disput zwischen Weißmann und Stürzenberger, gab mir zu denken. Ich verstand beide. Sehe die große Gemeinsamkeit, ohne die grundlegenden Unterschiede zu verkennen. Weißmanns Standpunkt ist mir näher. Andererseits denke ich, daß in der heutigen Zeit und Situation die Stürzenberger-Strategie die größere Durchschlagskraft hat gegenüber des langwierigen Versuchs der Verankerung eines selbstbewußten, nicht nach dem Wind wehenden, eigenen religiösen, kulturellen und politischen, ewigen abendländischen Werten verbundenen Standpunkts im deutschen Volke. Es ist ein Dilemma, daß man den eigenen Standpunkt bewahren muß und Unterschiede nicht verwischen sollte, aber auch keinen Kampf führen gegen partielle Bündnispartner in der eigentlichen Auseinandersetzung mit einem übermächtigen wirklichen Feind.

Nick N.
9. Oktober 2012 12:47

Ich bedanke mich aufrichtig bei Herrn Kubitschek und der Mann- und Frauenschaft der „Sezession" für dieses wunderbare Ereignis. Der „Zwischentag" stellte ein bisher einmaliges, unübertreffliches Erlebnis dar und machte zudem Mut. Mir gefiel die Messe außerordentlich gut, und sie bildete zweifellos den passenden Rahmen, in dem das Erscheinen des 50. Heftes der „Sezession" gefeiert werden konnte. Großartige Aussteller, fesselnde Vorträge und die Möglichkeit des Wiedersehens alter Bekannte sowie des Kennenlernens neuer. Ich wäre auf jeden Fall dafür, daraus eine jährliche oder zweijährliche Veranstaltung zu machen. Meine Gratulation zum gelungenen Tag. Weiter so!

Torsten Koch
9. Oktober 2012 12:48

Ihr Kämpfer wider die Dummheit, auch ich war nicht dabei. Ein Mangel an Zeit und augenblicklich zumindest Geldmitteln, um die Reise anzutreten. Reue macht sich breit, denn der zwischentag wäre es sicher wert gewesen! Beim nächsten Mal, das habe ich mir geschworen, werde ich sicher weder Geld noch mühen scheuen um dabei zu sein.

Lion Edler
9. Oktober 2012 23:16

Auch ich möchte hier nochmal Dank sagen an Herrn Kubitschek und alle anderen Initiatoren und Unterstützer des "Zwischentag"! Es gibt nichts, was zu beanstanden wäre. Leider konnte ich wegen gesundheitlicher Probleme erst gegen Nachmittag eintreffen, als gerade die Islam-Debatte stattfand.

Das breite Meinungsspektrum und die ausgetragene Islam-Kontroverse fand ich fruchtbringend & gut, auch wenn ich bereits häufiger zum Ausdruck gebracht habe, für was für einen völligen Irrweg ich diese ganze sog. "Islamkritik" halte. Der geringe Frauenanteil ist ausgesprochen bedauerlich, jedoch in diesem Leben unser wohl nicht zu änderndes Schicksal. Die Abschlussreden waren bestens, weil sie vor allem ins Zentrum stellten, was auch für mich letztlich der Hauptgrund für die Solidarität mit diesem politischen Lager ist: nämlich das in diesem Lager vorhandene Rückgrat, Schneid und Charakter. Ich würde mich über einen neuen "Zwischentag" freuen.

mfG, L.Edler.

Chris
10. Oktober 2012 11:54

Auch von mir noch mal vielen Dank für Ihr Engagement, auch an alle hinter den Kulissen und auch noch mal gesondert für Ihre Bereitschaft in sicher grossem Umfang in Vorleistung zu gehen.

Verbesserungswünsche ist sicher das falsche Wort, aber eventuell trifft es Erweiterungswünsche besser- diese sollte man bei Gelegenheit getrennt erörtern.

Und zur Islamdebatte würde ich sagen- oder besser fragen:

Ist es für "uns" so schwer einen anderen Standpunkt einfach stehen zu lassen, ihn zu respektieren? Ich teile ihn in wesentlichen Punkten auch nicht, aber das halte ich aus.

Weiterhin viel Erfolg und Mut!

Asenkrieger
11. Oktober 2012 21:57

Das Mindeste, was man tun kann, ist dem Link zum Film des rbb im neuesten Beitrag bei Sezession im Netz folgen und dort über das rbb-Kontaktformular denen mal richtig die Meinung über ihren dubiosen Film und Artikel sagen!

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