Sezession
21. Dezember 2012

Gewalt gegen Deutsche – Auswahl 2012

Felix Menzel / 10 Kommentare

51pdf der Druckfassung aus Sezession 51 / Dezember 2012

Felix Menzel

Felix Menzel ist Chefredakteur des Schülerblogs blauenarzisse.de.

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Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) forderte eine „schonungslose Debatte über diese Gewaltspirale“, nachdem am 14. Oktober am Alexanderplatz sechs junge Türken den aus Thailand stammenden Jonny K. (20) zu Tode geprügelt und ihn danach sogar noch bespuckt hatten. Die Täter wurden wenige Tage später gefaßt, kamen aber ebenso schnell wieder frei, weil ein Richter ihre „sozialen und familiären Bindungen“ nicht gefährden wollte.

Frappierend an diesem Fall ist, daß Henkel diese „schonungslose Debatte“ ausgerechnet führen will, als sowohl Täter als auch das Opfer einen „Migrationshintergrund“ haben. Dabei gibt es genug schwere Fälle mit deutschen Opfern, bei denen Politiker gänzlich schweigen. Zudem ist das, was Henkel unter „schonungslos“ versteht, eine Verschleierung der offensichtlichsten Tathergangsmerkmale: Statt ganz nüchtern auf die ethnische Bruchlinie zwischen Tätern und Opfern hinzuweisen, spricht er allein von „Verrohung“, „Gefühlskälte“ und dem Verlorengehen „zivilisatorischer Standards“, die er mit mehr Geld für den Sicherheitsapparat eindämmen will. Dieses Vorgehen ist zum Scheitern verurteilt, weil die eigentlichen Ursachen der Gewalt nicht benannt werden. Ein Blick in das Buch Deutsche Opfer, fremde Täter bringt ebenso Licht ins Dunkel wie der in die Online-Chronik von deutscheopfer.de:

16.1.2012 - Dessau: Senegalese sticht Fußballer André Schubert Messer in den Kopf

Ein 30-jähriger Asylbewerber aus dem Senegal will vermutlich einem älteren Bürger ein Handy stehlen. Der 29-jährige André Schubert mischt sich ein und will helfen. In diesem Moment zieht der Täter ein Messer und rammt es Schubert in den Kopf. Eine Notoperation kann das Leben des Opfers retten. Der Täter kann von der Polizei trotz Widerstands festgenommen werden und wird später in die Psychiatrie eingewiesen. Er war bereits zuvor polizeilich aufgefallen. Besondere Brisanz erhält der Fall, weil Schubert Fußballer der ASG Vorwärts ist, einem Verein, der immer wieder mit der rechten Szene in Verbindung gebracht wird. Am Abend des Tattages bildet sich in der Innenstadt eine spontane Demonstration mit rund 400 Menschen, bei der auch „rechten“ Parolen skandiert werden. Dessaus Oberbürgermeister Klemens Koschig sagt gegenüber dem MDR, man dürfe die Tat nicht für politische Zwecke mißbrauchen.
Ein halbes Jahr nach der Tat erkundigt sich die Mitteldeutsche Zeitung bei Schubert, wie es ihm geht. Sie schreibt, es sei eine „Verschwörungstheorie“, die „nicht nur explizit Rechtsextreme“ vertreten, daß kriminelle Ausländer vom Staat vor Abschiebung und Bestrafung geschützt würden. Außerdem berichtet die Zeitung von einem Imbißstand, den Schubert gerade eröffnet hat, und fragt ihn in diesem Zuge nach seinen kulinarischen Vorlieben: „Döner mag er, Hamburger auch.“

16.2.2012 - Osnabrück: „Kartoffel“ bei Messerstecherei getötet / Opfer: „Nur weil ich Deutscher bin …“

Vor dem Landgericht Osnabrück müssen sich vier Jugendliche für eine tödlich ausgegangene Messerattacke verantworten. Am 18. September 2011 war die Gruppe auf den 22-jährigen Matthias B. aus Ibbenbüren getroffen, der in Begleitung seiner Freundin und drei anderer junger Frauen unterwegs war. Die Frauen kannten die Täter bereits und hatten schon vor der Tat ein ungutes Gefühl. Es gelang ihnen jedoch nicht rechtzeitig, die Straßenseite zu wechseln. Dann kam es zum Streit: Matthias B. wurde als „Kartoffel“ beschimpft und erwiderte, daß er die Aggression nicht verstehen könne, „nur weil ich Deutscher bin“. Danach soll zunächst Ömer S. (19) zugeschlagen haben. Die Brüder Hüseyin (18) und Michael Arol A. (17) hätten jedoch sofort mitgemacht. Nur der vierte Jugendliche, Marco E. (19), habe unbeteiligt dabeigestanden. Als Matthias B. zu Boden ging, hoben ihn die Täter wieder hoch, um ihn weiter zu malträtieren. Sie demütigten ihn, indem sie ihm das T-Shirt auszogen. Danach zog Michael Arol A. ein Messer und stach zu. Das Opfer Matthias B. starb wenig später im Krankenhaus. Als die Tat bekannt wurde, veranstalteten Bürger eine Mahnwache sowie einen Schweigemarsch. Vor Gericht versuchte der Verteidiger, dem Opfer Ausländerfeindlichkeit vorzuwerfen, was die Gegenseite empört zurückwies.
Im Mai 2012 wird Michael Erol A. schließlich wegen Totschlages und schwerer räuberischer Erpressung zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt. Ömer S. erhält zweieinhalb Jahre wegen gefährlicher Körperverletzung und räuberischer Erpressung. Hüseyin kommt mit einer Bewährungsstrafe von 15 Monaten davon. Marco E. soll von der Justiz 18 Monate lang beobachtet werden, weil er Beihilfe zur räuberischen Erpressung leistete.


Felix Menzel

Felix Menzel ist Chefredakteur des Schülerblogs blauenarzisse.de.

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Kommentare (10)

Asenkrieger
21. Dezember 2012 23:10

In den USA ist es noch dramatischer. Wie lange wird es dauern, bis deren Zustände uns erreicht haben?

Hier ein aktuelles Buch aus den USA von Colin Flaherty (Washington Post -Award Winning Author):

https://www.amazon.com/White-Girl-Bleed-Lot-Edition/dp/1479299022/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1356127367&sr=8-1&keywords=white+girl+bleed+a+lot

Das Buch "Deutsche Opfer - Fremde Täter" sollte man auch an Leute verschenken, die nicht besonders politisch sind. Alleine der einführende Artikel ist es wert weit verbreitet zu werden. Noch nie habe ich eine derart prägnante Zustandsbeschreibung der sog. "Multikulturellen Gesellschaft" gelesen.

Marcus Junge
22. Dezember 2012 01:49

"und dem Verlorengehen „zivilisatorischer Standards“, die er mit mehr Geld für den Sicherheitsapparat eindämmen will."

Man kann nur etwas verlieren, das man vorher besessen hat.

Mehr Geld für "Sicherheit", also mehr "fähige" Richter und Kameras und Polizei, die eine Lachnummer ist, außer sie darf gegen Deutsche vorgehen, die nicht von den Politclowns, Medienschmierfinken, Verbänden/Zentralräten oder Großclans gedeckt werden.

Wenn solche Politiker wie Henckel, zu einem derartigen Thema den Mund öffnen, dann:
- Beschwert sich die Ursache über die Wirkung;
- Vernimm man Lügen, Halbwahrheiten, Propaganda;
- Wird sich garantiert nichts ändern.

Traurige Realität
22. Dezember 2012 11:48

Bewährungsstrafen und Sozialstunden für mehrfache Vergewaltigung von minderjährigen Mädchen? Wie tief ist man heutzutage nur gesunken? Wird es nicht langsam Zeit, aufzuwachen?

Wolf
22. Dezember 2012 14:02

Eine Bewährungsstrafe wegen mehrfacher Vergewaltigung an zwei 13-jährigen Mädchen? Solche Richter hätte ich mir in Verfahren wegen rechter "Gefährdung des demokratischen Rechtsstaats" auch gewünscht! Verständnisvoll und empathisch die Herren.

cashca
22. Dezember 2012 17:03

Es gibt ein Sprichwort das sagt : "Währet den Anfängen!"
Das hat man ignoriert, in einer derart selbstherrlichen und arroganten Art und Weise, dass die Spirale der Gewalt sich immer schneller drehen konnte.
Sie haben bekommen, was sie verharmlost haben. Jetzt werden sie nicht mehr damit fertig. Das war zu erwarten, die Gewalt ufert aus und die dazugehörigen Clans haben sich eigenen Reviere erkämpft.
Wer kann zieht weg aus diesen Brennpunkten, übrig bleibt eine gewalttätige Bevölkerung, in die nicht mal mehr die Polizei Autorität anerkennt und nicht mehr für Ordnung sorgen kann.
Sage keiner, es wurde davor nicht gewarnt. Die Rechtsprechung zu verübten Gewalttaten ist ein Witz, das kann man schon gar nicht mehr ernst nehmen. Immer schön nach dem Motto, das arme Kindchen und das Kindchen lacht sich kaputt. Fast wie im Kindergarten, wo man selbstverständlich erst mal sehr sensibel mit den Kindern umgeht.
Aber doch nicht mehr mit Jugendlichen Krimminellen, die wissen genau was sie tun. Wie soll jemand damit Respekt vor der Justiz bekommen?
Sie agieren nach dem Verständnis der Herkunftsfamilie und werden dann konfrontiert mit unserer Vorstellung und Verständnis-und Kuscheljustiz. Das geht nicht zusammen.
Wann begreifen wir, das der kriminelle Teil der Menschheit eine andere Sprache spricht. Da geht gar nichts mit Samthandschuhen.
Das wird sich wohl erst ändern, wenn die Opfer aus den Justizkreisen selber kommen, wennes die Mädchen und Frauen der Richter und Staatsanwälte trifft.

Schopi
23. Dezember 2012 11:28

...vergessen sollte man bei all den richtigen Kommentaren dabei nicht, daß es nur eine gesamteuropäische (oder gar globale) Lösung geben kann. Der Zwang zur Anpassung ist universell. Stellen Sie sich das Nazigebrülle vor, würde ein deutscher Richter hier einmal ein, den Taten adäquates, hartes Urteil fällen - dieser wäre dann der Freisler der Jetztzeit und könnte von Glück sagen, wenn er mit heiler Haut arbeitslos werden würde.

pommern
25. Dezember 2012 21:35

ob gesamteuropäische (wie jetzt?) oder globale (kleiner gehts nicht?) lösung: bei allem respekt! für den anfang würde schon mal sicherer machen, wenn man ein messer bei sich führt, oder?
wenn man angegriffen wird, ist dieser doch ein feind, oder etwa nicht?
ist selbstverteidigung verboten?

Asenkrieger
26. Dezember 2012 13:58

Wenn jemand einen "rechten Hintergrund" hat, sollte er das Gewaltmonopol des Staates genau beachten, sonst wird er doppelt bestraft, auch wenn er angegriffen wurde: Als "Rechter", der es provoziert hat und weil der Waffeneinsatz "unverhältnismäßig" war. Das haben schon viele erfahren müssen.

PB
26. Dezember 2012 16:45

Sorge bereitet uns auch die Gewalt: in U-Bahnhöfen oder auf Straßen, wo Menschen auch deshalb angegriffen werden, weil sie schwarze Haare und eine dunkle Haut haben.

Joachim Gauck, Bundespräsident, Weihnachten 2012

Werner B.
6. Januar 2013 13:34

Die Tatsachen sind bedrückend.
Statt nun aber immer weitere Fälle zu schildern, sollte man aber mehr über die möglichen Gegenmaßnahmen und Szenarien diskutieren.

a. mehr Polizei, mehr Repression
Sinnvoll, aber teuer (wegen Erhöhung der Polizistenzahl).
Nur gegen politischen Widerstand durchsetzbar, was aber möglich erscheint. Info über Taten und Vorfälle müssen bekannten werden.

Risiko: zunehmende Militanz des harten Kerns (z.B. jene arab.-kurdischen Großfamilien) bis hin zu bürgerkriegsnahen Verhältnissen.

Bloße Repression würde aber so lange wenig bewirken, wie man die Ursachen der Probleme nicht weitaus energischer angeht.
Die Probleme wachsen ja buchstäblich nach...
So müssten schulisches Versagen und sonstige fehlende Anpassungsleistungen an sich schon ein Grund sein für finanzielle oder aufenthaltsrechtliche Konsequenzen, um eine aktive Anpassung doch noch zu erzwingen.
Theoretisch wäre es auch möglich, die Kinderzahl zu thematisieren und bei mehr als zwei Kindern finanziell zu sanktionieren.

Dies würde allerdings noch mehr als die Repression eine geistig-politische Wende in unserem Land voraussetzen.

b. Beschwichtigung durch die "Eliten" bei gleichzeitiger Segregation und zunehmender Tatdichte
Das ist im Prinzip die jetzige Situation. Wer es sich leisten kann, zieht weg. Die räumliche Trennung nimmt zu - ähnlich wie in den USA bei Washington/DC - und wird immer mehr der Normalfall deutscher Großstädte.

Angesichts zu geringer Repression und wachsender Problemlage (Anteil orientalischer Jungmänner an der Bevölkerung) verschärft sich die Lage.
Bürgerkriegsartige Ausschreitungen wie inkürzlich in England wären dann auch hier möglich.

So wird es wahrscheinlich kommen.

c. Ruf nach Ordnung von Seiten der Zuwanderer selbst
Die Gewalt könnte in mittelfristiger Zukunft sogar den etablierten und wirtschaftlich erfolgreichen russischen oder türkischen Vertretern der Zuwanderer zu viel werden.
Ihr Ruf nach Ordnung würde von den kleinmütigen deutschen Behörden eher gehört und dazu führen.

Folge: Relative Abnahme der Gewalt bei gleichzeitigem unerwünscht großen Einfluss von Zuwandererorganisationen.

Eine ebenfalls nicht ganz unwahrscheinliche Entwicklung, die indessen nur punktuell oder lokal Erfolge bringen dürfte.

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