Asylpolitik: “Gefährliches Spiel”

Seit die Leistungen für Asylanten im Sommer 2012 angehoben worden sind, hat sich der entsprechende Zustrom nach Deutschland deutlich verstärkt.

 Gastbeitrag

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Wäh­rend Sozi­al­ver­bän­de und Asy­lak­ti­vis­ten von einem “Sieg der Mensch­lich­keit” spre­chen, ver­schlech­tert sich die Situa­ti­on für im Umfeld von Asy­lan­ten­un­ter­künf­ten leben­de Deut­sche drastisch.

Anders als die Anlie­gen von Asy­lan­ten und Migra­ti­ons­ak­ti­vis­ten wer­den die Sor­gen von Deut­schen in der öffent­li­chen Dis­kus­si­on jedoch wei­test­ge­hend igno­riert, was Jasper von Alten­bockum in der FAZ als “gefähr­li­ches Spiel” bewer­te­te. Statt des­sen tritt ein Bünd­nis aus Poli­tik, Akti­vis­ten und Medi­en seit Mona­ten im Rah­men einer Kam­pa­gne für eine zusätz­li­che Aus­wei­tung des Asy­lan­ten­zu­stroms und dies begüns­ti­gen­de wei­te­re Pri­vi­le­gi­en für Asy­lan­ten ein.

Kern der Kam­pa­gne sind Zelt­la­ger auf Plät­zen in Ber­lin sowie Pro­test­mär­sche und Hun­ger­streiks, bei denen Elend insze­niert und Asy­lan­ten in den Vor­der­grund gestellt wer­den, um den Ein­druck spon­ta­nen und authen­ti­schen Pro­tests zu erwe­cken. Geführt wer­den die als “bun­des­wei­ter Flücht­lings­streik” bezeich­ne­ten Aktio­nen jedoch von Links­au­to­no­men der Initia­ti­ve “Refu­gee Tent Action” mit Unter­stüt­zung des Ver­eins “Kara­wa­ne”, der nach eige­nen Anga­ben gegen “staat­li­chen und gesell­schaft­li­chen Ras­sis­mus” aktiv ist. Mehr­fach fie­len Akti­vis­ten durch Über­grif­fe gegen Poli­zis­ten auf, mit denen offen­bar Reak­tio­nen pro­vo­ziert wer­den soll­ten, die man anschlie­ßend als “Poli­zei­ge­walt” dar­ge­stellt hät­te. Aktu­ell besteht noch ein Zelt­la­ger auf dem Ora­ni­en­platz in Ber­lin. Zudem hal­ten Akti­vis­ten mit Unter­stüt­zung des dor­ti­gen grü­nen Bür­ger­meis­ters Franz Schulz eine Schu­le in Ber­lin-Fried­richs­hain besetzt. Offen­bar auf Wei­sung des Ber­li­ner Senats geht die Poli­zei zudem nicht gegen die in vie­len Fäl­len ihre Resi­denz­pflicht ver­letz­ten­den Asy­lan­ten vor, die sich an den Aktio­nen betei­li­gen. Eine ähn­li­che Akti­on läuft der­zeit in Wien, wo Akti­vis­ten und Asy­lan­ten zuletzt die Votiv­kir­che besetz­ten.

Die Akti­vis­ten bezeich­nen Asy­lan­ten­un­ter­künf­te als “men­schen­un­wür­di­ge Iso­la­ti­ons­la­ger” und for­dern unter ande­rem offe­ne Gren­zen, “Blei­be­recht für alle” und mehr Pri­vi­le­gi­en bzw. weni­ger Auf­la­gen für Asy­lan­ten. Flan­kie­rend dazu wen­det sich “Pro Asyl” gegen jeg­li­che Maß­nah­men zur Begren­zung des lau­fen­den Asy­lan­ten­zu­stroms, wäh­rend ande­re für die voll­stän­di­ge Ein­stel­lung von Abschie­bun­gen ein­tre­ten. Wie­der ande­re füh­ren eine Kam­pa­gne gegen das Bun­des­amt für Migra­ti­on, weil es in einer Bro­schü­re erwähnt hat­te, daß bereits in den neun­zi­ger Jah­ren der weit­aus größ­te Teil der Asy­lan­ten den Zuzug in die deut­schen Sozi­al­sys­te­me beab­sich­tigt habe.

Der deut­schen Gesell­schaft wird von den Akti­vis­ten all­ge­mein Ras­sis­mus unter­stellt, etwa in die­sem Bei­trag aus dem Umfeld der vom Fami­li­en­mi­nis­te­ri­um finan­zi­ell geför­der­ten “Ama­deu Anto­nio Stif­tung”. Die Akti­vis­tin Man­su­reh Komei­ga­ni wies im Gespräch mit Poli­ti­kern zudem Wün­sche nach Dank­bar­keit gegen­über Deutsch­land für den gewähr­ten Schutz vor mut­maß­li­cher Ver­fol­gung “erbost” zurück, da sie und ande­re Asy­lan­ten in Deutsch­land unter unterträg­li­chen Umstän­den leben müß­ten. Tat­säch­lich jedoch ist in Deutsch­land im Ver­gleich zu ande­ren euro­päi­schen Staa­ten die Situa­ti­on für Asy­lan­ten wesent­lich kom­for­ta­bler, wes­halb sie gezielt nach Deutsch­land ein­zu­rei­sen versuchen.

Die Kam­pa­gne ist ein Bei­spiel dafür, wie es einer rela­tiv klei­nen Zahl von Akti­vis­ten gelin­gen kann, an den rea­len Pro­ble­men der Deut­schen vor­bei The­men auf die poli­ti­sche Tages­ord­nung zu set­zen. Wäh­rend Stra­ßen­ak­ti­vis­ten mög­lichst sicht­ba­re Aktio­nen durch­füh­ren, grei­fen sym­pa­thi­sie­ren­de Medi­en die Aktio­nen ver­stär­kend auf, und Poli­ti­ker erklä­ren die Aktio­nen und die Bericht­erstat­tung dar­über zum Grund für Hand­lungs­be­darf und strei­ten (wie­der­um belohnt von ent­spre­chen­den Medi­en) um die Rol­le des größ­ten Küm­me­rers. Das Inein­an­der­grei­fen ver­schie­de­ner For­men von Akti­vis­mus funk­tio­niert in die­ser Kam­pa­gne so voll­kom­men, daß die Inter­es­sen der Deut­schen in der öffent­li­chen Dis­kus­si­on nicht mehr vor­kom­men, auch wenn die durch vie­le Asy­lan­ten erzeug­ten Pro­ble­me ansons­ten offen­sicht­lich sind. Die­se tre­ten am deut­lichs­ten im Zusam­men­hang mit dem Zustrom von Roma aus Süd­ost­eu­ro­pa zu Tage, von denen sich vie­le als Asy­lan­ten in Deutsch­land auf­hal­ten, und die eine der zah­len­mä­ßig stärks­ten Asy­lan­ten­grup­pen darstellen.

In der poli­ti­schen Dis­kus­si­on ist meist kei­ne Rede von den Belas­tun­gen, die Deut­schen im Zusam­men­hang mit der Asyl­pro­ble­ma­tik ent­ste­hen, etwa die laut Poli­zei “in erschre­cken­dem Aus­maß” durch Roma began­ge­nen Straf­ta­ten. Wo Ange­hö­ri­ge die­ser Grup­pen kon­zen­triert unter­gracht sind, wer­de ihr Ver­hal­ten laut Poli­zei “von Anwoh­nern sowie von Behör­den und Insti­tu­tio­nen als dreist, unso­zi­al und respekt­los wahr­ge­nom­men”. Das Bei­spiel eines Asy­lan­ten­hei­mes in Dort­mund unter­streicht wei­te­re übli­che Pro­ble­me, etwa den häu­fig durch schwarz­afri­ka­ni­sche Asy­lan­ten betrie­be­nen Dro­gen­han­del. Berich­te über Lärm­be­läs­ti­gung, unhy­gie­ni­sches Ver­hal­ten, Beläs­ti­gung von Frau­en bis hin zu Ver­ge­wal­ti­gun­gen und sons­ti­ge Kri­mi­na­li­tät sind im Zusam­men­hang mit Asy­lan­ten­hei­men sehr ver­brei­tet. Nicht weni­ge Asy­lan­ten wei­sen zudem psy­cho­lo­gi­sche Stö­run­gen auf, die sich in auf­fäl­li­gem Ver­hal­ten äußern, das von Anwoh­nern als stö­rend oder bedroh­lich wahr­ge­nom­men wird.

Die­se Pro­ble­me sind der wich­tigs­te Grund dafür, daß die Unter­brin­gung von Asy­lan­ten bei Deut­schen oft auf Skep­sis oder Ableh­nung stößt. Die Sor­gen vie­ler Ein­woh­ner von Krom­bach etwa sind ange­sichts der doku­men­tier­ten Pro­ble­me im Umfeld von Asy­lan­ten­un­ter­künf­ten typisch:

Die Men­schen haben unter ande­rem Angst um die Sicher­heit ihrer Kin­der, die auf dem Weg zum Schul­bus das Anwe­sen an der Holz­gas­se pas­sie­ren müs­sen, Angst um ihre Nacht­ru­he, Angst davor, dass ihre Immo­bi­li­en, die an die geplan­te Unter­kunft gren­zen, an Wert ver­lie­ren könnten.

Auch im links­al­ter­na­tiv gepräg­ten Bre­mer Stadt­teil Oster­tor wur­den ähn­li­che Sor­gen laut, wor­auf­hin von Medi­en und Akti­vis­ten Ras­sis­mus­vor­wür­fe gegen die dor­ti­ge Bevöl­ke­rung erho­ben wur­den. Von Aus­nah­men auf der loka­len Ebe­ne abge­se­hen wei­gern sich Poli­ti­ker aller Par­tei­en im Bun­des­tag gleich­zei­tig, sol­che Sor­gen zur Kennt­nis zu neh­men und wett­ei­fern statt des­sen um die Wahr­neh­mung als größ­ter Unter­stüt­zer der Asy­lan­ten. Am stärks­ten tat sich hier­bei die Inte­gra­ti­ons­be­auf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung, Maria Böh­mer (CDU), her­vor. Über ein Gespräch mit Akti­vis­ten und Asy­lan­ten, die vor dem Bran­den­bur­ger Tor in Ber­lin kam­pier­ten, sag­te sie, daß es „das bewe­gends­te“ ihrer Amts­zeit gewe­sen sei, und mach­te den Asy­lan­ten weit­rei­chen­de Zusa­gen. Eine Initia­ti­ve von Innen­mi­nis­ter Fried­rich, die Visums­pflicht für Her­kunfts­staa­ten süd­ost­eu­ro­päi­scher Asy­lan­ten wie­der ein­zu­füh­ren um deren Zustrom zu begren­zen, wur­de hin­ge­gen nicht wei­ter­ver­folgt. Die Poli­tik erwägt statt­des­sen eine zusätz­li­che Aus­wei­tung der finan­zi­el­len Anrei­ze für wei­te­ren Zustrom nach Deutsch­land, und die Par­tei­en im Bun­des­tag sind sich nur noch nicht dar­über einig, in wel­cher Höhe die­se aus­fal­len soll. Am wei­tes­ten gehen dabei die Grü­nen: Nur eine voll­stän­dig Ein­glie­de­rung von Flücht­lin­gen in die Sozi­al­sys­te­me wür­de deren “uner­träg­li­che Dis­kri­mi­nie­rung” laut rhein­land-pfäl­zi­scher Inte­gra­ti­ons­mi­nis­te­rin Ire­ne Alt been­den. Die Abschie­bung abge­lehn­ter Asyl­fäl­le in die Hei­mat­staa­ten wird in vie­len Fäl­len unter­des­sen wei­ter­hin nicht voll­zo­gen, und meh­re­re Bun­des­län­der haben Abschie­bun­gen von Roma vor­über­ge­hend ganz aus­ge­setzt, weil das Wet­ter in deren Her­kunftstaa­ten für sie unzu­mut­bar sei.

Der gegen­wär­ti­ge Kurs ist ein siche­rer Weg, um zusätz­li­che Frus­tra­ti­on in der Bevöl­ke­rung zu erzeu­gen. Das Ver­trau­en der Deut­schen in die Poli­tik hat laut Umfra­gen bereits einen Tief­punkt erreicht, und nur zehn Pro­zent der Deut­schen glau­ben noch, daß die Poli­tik wich­ti­ge Her­aus­for­de­run­gen bewäl­ti­gen kön­ne. Immer mehr Deut­sche sind der Ansicht, daß Poli­ti­ker ein ein Leben fern­ab der All­tags­rea­li­tät füh­ren. Jasper von Alten­bockum hat­te bereits im Zusam­men­hang von Gewalt gegen Flücht­lin­ge und Asy­lan­ten in den neun­zi­ger Jah­ren auf die Fol­gen einer Poli­tik hin­ge­wie­sen, die kei­ne Rück­sicht auf die Belan­ge des eige­nen Vol­kes neh­me. Er sprach bezüg­lich einer auf För­de­rung des Zustroms von Asy­lan­ten beru­hen­den Asyl­po­li­tik von einem “maka­bren poli­ti­schen und sozia­len Experiment”:

Wie lan­ge hält es eine Gesell­schaft aus, dass Monat für Monat zehn‑, zwan­zig- oder auch drei­ßig­tau­send Asyl­be­wer­ber ins Land strö­men? Das war ver­ant­wor­tungs­los. Nur Roman­ti­ker kön­nen das nicht ver­ste­hen. …[A]uf dem Spiel stan­den und ste­hen die Belast­bar­keit, die Inte­gra­ti­ons­fä­hig­keit, also die Fun­da­men­te einer Gesell­schaft. Wer Fra­gen wie die­se vom Tisch fegt mit der Bemer­kung, eine Wohl­stands­ge­sell­schaft wie die deut­sche müs­se ja wohl die­ses oder jenes aus­hal­ten und sei über­haupt nur intakt, wenn sie ihre Selbst­ver­leug­nung mora­lisch her­bei­seh­ne, hat ent­we­der ein Inter­es­se an Insta­bi­li­tät oder wohnt nicht in Ber­lin-Neu­kölln oder einer Plat­ten­bau­sied­lung, son­dern im Kiez oder in der Toskana.

In den neun­zi­ger Jah­ren konn­te die Asyl­pro­ble­ma­tik gegen den Wil­len vie­ler Akti­vis­ten durch den Asyl­kom­pro­miß von 1993 vor­über­ge­hend ent­schärft wer­den. Nun steigt mit der Frus­tra­ti­on der von der Poli­tik erneut im Stich gelas­se­nen Men­schen die Wahr­schein­lich­keit, daß die Lage wie­der eska­liert. Im beson­ders stark vom Zuzug von Roma betrof­fe­nen Duis­burg etwa neh­me die “Wut” in der Bevöl­ke­rung zu. Meh­re­re hun­dert Per­so­nen hät­ten dort vor eini­gen Wochen bei einem Angriff von Tür­ken auf Roma zuge­se­hen und teil­wei­se applau­diert. Die Poli­zei bewer­tet “das immer stär­ke­re und unge­re­gel­te Anwach­sen der Grup­pe der Roma” und die “damit ver­bun­de­nen Beläs­ti­gun­gen” als Aus­lö­ser des Vor­falls. Akti­vis­ten, die für ver­stärk­te Auf­nah­me von Asy­lan­ten und gegen Abschie­bun­gen ein­tre­ten, ver­hal­ten sich ange­sichts die­ser Lage so, als hät­ten sie ein Inter­es­se an einer Eskalation.

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Kommentare (19)

S. Pella

7. Januar 2013 09:29

Geehrter Herr Schmidt!

Zunächst meinen Dank für Ihren hervorragenden Beitrag. Nun erlauben Sie mir die direkte Frage an Sie: was tun?

Meines Erachtens führt eben nur jene Verschärfung der Lage zu einem Aufwachen in weiten Teilen der saturierten Wohlstandsgesellschaft, wodurch die massive Mehr-Einwanderung der vergangenen Monate (und Jahre) letztlich durchaus auch positive Folgen in der Mentalität sowie dem Handeln der Deutschen generiert. Dies nehme ich durchaus in meinem konkreten Lebensumfeld wahr. Doch die entscheidende Frage dürfte sein: erkennt das Deutsche Volk noch rechtzeitig die Lage!
Denn die reale Gefahr einer ethnischen Umvolkung besteht und wird tagtäglich akuter...

Steffen

7. Januar 2013 10:27

Ich kenne einige solcher Aktivisten und muss ehrlicherweise zugeben, dass bei denen alles verloren ist. Man kann endlos argumentieren, Statistiken auswendig lernen und Wege aufzeigen diesem lächerlichen Spiel mit sich selbst zu entkommen: es funktioniert nicht.
Viele solcher Aktivisten kommen entweder hauptberuflich bei den genannten Stellen unter oder sind schlichtweg arbeitslos, womit sie egal in welchen der Fälle ihre volle Zeit und Aufmerksamkeit ihrer kruden Ideologie und deren PR widmen können. An dieser Realität wird man einfach nur krank - diese Boshaftigkeit gegen das Eigene, die Realitätsverweigerung und völlige Unvernunft - alle Tugenden ins Gegenteil verkehrt!
Ich dachte einst anders, mittlerweile aber stehe ich in erwartend froher Haltung, einen Zivilisationsbruch herbeisehnend.

M.H. Ffm

7. Januar 2013 12:19

Je schneller und je mehr einwandern desto schneller sind sie in den speckgürteln. vieleicht werden unsere "eliten" ja dann wach ?.

Marcus Junge

7. Januar 2013 12:32

"hat sich der entsprechende Zustrom nach Deutschland deutlich verstärkt"

Betrachtet man sich aktuelle Urteile zur Verhinderung der Abschiebung von kriminellen und sonstigen Scheinasylanten, dann sind diese Schätze und Talente im Sommer doch nur gekommen, weil der Winter in ihrer Heimat so furchtbar kalt sein würde, weshalb man sie jetzt ja auch nicht dahon abschieben darf (sagt ein "deutsches" Gericht).

"verschlechtert sich die Situation für im Umfeld von Asylantenunterkünften lebende Deutsche drastisch."

Wie 1992/93, man will das Asylgesetz ändern, dafür braucht man Druck von unten, den bekommt nur, wenn man die Zustände zuspitzt, weil der eingelullte Michel sonst lieber GEZ und GZSZ schaut, als sich um die Zukunft von Volk und Vaterland zu kümmern, was jede Wahl eindrucksvoll bestätigt.
Am Ende kocht es völlig berechtigt irgendwo über, dann sind wieder die Nazi-Ossis mit Glatze und Springerstiefel in der Presse und in Lichtenhagen brennt ein Neubau harmlos vor sich hin. Dafür bequemt sich die SPD dann zur Einigung mit der CDU in der Gesetzesänderungsfrage.
Denen fällt echt nichts Neues mehr ein. Oder soll das heutige Asyldesaster eine Art von Belastungstest für die Pseudo-Deutschen sein, um zu ermitteln, ob Lichterketten bis zum Mond, Guido Knopp und Kampf gegen das Recht so gründlich gewirkt haben, daß es diesmal nirgendwo mehr Gegenwehr gibt und die Umvolker damit freie Bahn haben, um die Schleusen nun richtig zu öffnen (Türkei)?

eulenfurz

7. Januar 2013 12:35

Leider das übliche rechte Klagelied. Aber ganz nüchtern betrachtet: So, wie dieses System heute funktioniert, sind Menschenimporte zwingend notwendig.

Ökonomisch: Notwendigkeit eines Wirtschaftswachstums, Geburtenrückgang, Technokratisierung, Von-der-Hand-in-den-Mund-Denke. Einfuhr fertiger Arbeitskräfte, Einsparungen bei Bildung- und Erziehung, potentielle Mütter und Väter länger auf dem Arbeitssklavenmarkt. Billigarbeiter, Lohndrückerreserven. Kapitalismus pur!

Soziologisch: Zerstörung natürlicher Homogenität, Gruppen- und Clan-Bildung, Individualisierung, Vereinzelung. Schaffung von Konfliktpotential, ethnisch-ethische Verwirrung, Neu-Uniformierung, geistige Kollektivierung. Bolschewismus pur!

Was hilft es, zum x-ten Mal über Symptome zu jammern?

Marcus Junge

7. Januar 2013 13:17

eulenfurz

Sie schaffen mit Schätzen und Talenten kein "Wachstum" der Wirtschaft, auch nicht mit Zigeunern vom Balkan. Sie zerrütten damit das bestehende Wirtschaftssystem. Diese Leute sparen keine Kosten in der Ausbildung, da Ziegenhirten und Kriminelle keine haben. So diese Leute je eine Ausbildung hier dann bestehen, sind die Kosten höher, als für Deutsche. Sie kosten grundsätzlich viel viel mehr, als sie auch nur entfernt einbringen. Ihre Mütter werden nie dem Arbeitsmarkt zugeführt, sondern nur dem Kreissaal. Nein, es geht nur um einen einzigen Punkt, die Zerstörung der heimischen Völker Europas.

eulenfurz

7. Januar 2013 15:28

@Marcus Junge
Doch, auch mit den nicht ganz so fleißigen und klugen Schätzen und Talenten wächst die Wirtschaft kurzfristig.

Geburtenverweigerung setzt Arbeitskräfte und Lohndrücker frei, eben die der verhinderten Mütter und Väter, sie spart staatliche Bildung-, Erziehungs- und Betreuungskosten, durch die Verwendung billiger Humanimporte in Unterschichtberufen hat die deutsche Unterschicht bessere Aufstiegsmöglichkeiten usw. Die Sklavenimporte haben zweifelsohne einen kurzfristigen (gesellschafts-)ökonomischen Nutzen, wenn man vor allem die Einsparungen durch deutsche Kinderlosigkeit gegenrechnet.

Solange der kapitalistische Wachstumswahn im Verbund mit dem (Verantwortung entbindenden) Zwangs-Sozialversicherungsirrsinn Dogma der Machthaber und ihrer Untertanen ist, solange wird sich auch an den Zuständen nicht nichts ändern.

Petrus Urinus Minor

7. Januar 2013 15:42

@ Marcus Junge und eulenfurz

Sie müssen dialektisch denken: letzlich geht es darum, alle Völker, besser, alle Solidaritäten zugunsten eines schwammigen Mischpürees Mensch aufzulösen. Wenn es keine Mehrheiten mehr gibt, dann gibt es keine Minderheiten, dann gibt es keinen Hitler.
Aber auf dem Wege dahin kann man das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Und so lange es den Biodeutschen noch gibt, so lange wird er um so schneller aus Abstiegsangst und Arbeitsethos im Hamsterrad rotieren, je größer das Prekariat ist. Ja, und ein klein bischen verachten darf er sie auch, die Prekarier. Die Ausländer SOLLEN nie in Lohn und Brot, sie sollen niemals einzahlen. Denken Sie daran: bei der Dialektik bleiben Thesis (Inländer) und Antithesis (Ausländer) als Satz und Gegensatz erhalten, nur vereinen sie sich im (Er)Lösungs-satz oder verewigen ihren Kampf im Zer-satz. Das ist das Prinzip unserer heutigen Welt: Dialektik ohne Lösung.

Fahrnheit451

7. Januar 2013 18:27

Jedes Regime besoldet seine Truppen, die es nutzt um Bürger zu unterjochen. Kindersoldaten sind auch in Mode.

Warum sollte ein Dämokrötisches Regime nicht auch so handeln? Sie importieren ja gerade deswegen Söldner, um Wahlen mit ihnen zu manipulieren und über die Terrorisierung der Bürger Stimmen zum Schweigen zu bringen.

Die Etikette Asyl ist hier völlig bedeutungslos, es kommt auf den Inhalt an. Die Pseudo-Asylanten sind im Sinne des Söldner-Konzeptes ausgewählt, sie erfüllen ihren Zweck, die vorgeschobene Scheinargumentation ist bedeutungslos.

Werner B.

7. Januar 2013 18:58

Es ist hier noch mehr zu unterscheiden zwischen den Zuziehenden, die als Individuen einfach gewisse Schlupflöcher nutzen ...

... und den linken Aktivisten, die die Asylbewerber dann instrumentalisieren. Ohne die Agitation und die Ideen dieser Unterstützer wäre in den Medien doch gar nichts über Besetzungen usw. zu lesen.

Die kritische Auseinandersetzung mit diesen Unterstützern und ihren tieferen Motiven geschieht zu wenig bzw. wird durch die Normalmedien auch nicht unterstützt.

Das tiefere Motiv ist ja weniger Hilfsbereitschaft als vielmehr der Wunsch an der Destabilisierung der hiesigen Verhältnisse.
Das blicken manche Leute aber noch nicht.

Zarathustra80

7. Januar 2013 19:11

Junge

Sie haben eulenfurz wohl nicht richtig verstanden?

eulenfurz prangert das Lamentieren über Symptome an, während die Krankheit anderswo wütet.

Die Krankheit sind wir selbst mit unserem hyper-liberalen scheindemokratischen Regime, das die Ökonomisierung aller Lebensbereiche (totalitärer Ökonomismus?) nur durch gesellschaftliche Fragmentierung, permanente soziale Spannung und Vereinzelung erreichen kann. Und erreicht werden können diese Ziele mit den derzeitigen Deutschen spielend, da sich die Deutschen in ihrer weichlichen Pazifistenpose gefallen und sich (wie immer) in Duckmäuserei ggü der Obrgikeit üben.

Im Westen nichts Neues, so far.

Interessant an dem Artikel fand ich jedenfalls, dass sich immerhin die türkischstämmigen Anwohner handfest gegen die Zumutungen der Zigeuner zur Wehr setzen. Beim fetten Deutschen reichts da halt nur zum Danebenstehen und in die Hände patschen.

Habe die Ehre.

Georg Mogel

7. Januar 2013 23:30

Die Intaktheit der Rechtsordnung und überhaupt die Integrität von rechtlich sanktionierten Institutionen ist ausschlaggebend für die individuelle Moral des Einzelnen und für seine seelische Gesundheit...
Die Institutionen wirken wie Stützpfeiler und wie Außenhalte...Zerschlägt man die Institutionen eines Volkes, dann wird die ganze elementare Unsicherheit, die Ausartungsbereitschaft und die Chaotik im Menschen freigesetzt... Wenn die äußeren Sicherungen und Stabilisierungen, die in den festen Traditionen liegen, entfallen und mit abgebaut werden, dann wird unser Verhalten entformt, affektbestimmt, triebhaft, unberechenbar, unzuverlässig...Und wenn man die Stützen wegschlägt, primitivisieren wir sehr schnell.

s. Arnold Gehlen,
Die Seele im technischen Zeitalter, 1967
Anthropologische Forschung, 1968

Allgemeine Menschenrechte sind letztlich Fiktionen, denn Rechtsbeziehungen entspringen aus konkreten, nicht verallgemeinerbaren Lebens- und Kulturzusammenhängen, die sich nicht unter universell anwendbares Recht pressen lassen.
Wer unter dem Banner allgemeingültiger Werte eine schönere und gerechtere Welt schaffen wollte, erliegt einer fatalen Täuschung, denn das Leben ist schon deshalb ungerecht, weil es sich erhalten "muß".
Das aber bedeutet auf ewig Kampf, Schmerz und Zerstörung.
Die Setzung eigenen Rechts ist notwendig im Überlebenskampf der Völker: Das Besondere wollen, heißt einen Wert, ein Recht, eine Idee vertreten in Bezug auf etwas Anderes, Fremdes. Es heißt in Spannung zu einem Gegensatz zu sein.

"Der Mensch, ein vielfaches, verlogenes, künstliches und undurchsichtiges Tier, den anderen Tieren weniger durch Kraft als durch List und Klugheit unheimlich, hat das gute Gewissen erfunden, um seine Seele einmal als einfach zu genießen; und die ganze Moral ist eine beherzte lange Fälschung, vermöge deren überhaupt ein Genuß im Anblick der Seele möglich wird. Unter diesem Gesichtspunkte gehört vielleicht viel mehr in den Begriff »Kunst« hinein, als man gemeinhin glaubt."

Friedrich Nietzsche,
Jenseits von Gut und Böse

Axel Wahlder

8. Januar 2013 06:35

Ich hätte nichts dagegen, wenn die Initiative „Refugee Tent Action“ mit Unterstützung des Vereins „Karawane“ die Asulanten aus eigenen Ersparnissen verpflegen würden.

Stanislaus Schulze

8. Januar 2013 07:43

Das im Artikel vermittelte Lagebild ist nicht ganz vollständig. Zu den erwähnten Bremer wie auch Duisburger Verhältnissen gab es in der taz Berichterstattung, die von Unruhe auch im linken Milieu zeugt. Zwischen den erwähnten Aktivisten und den Bioladen-Bürgern (die Anwohner ....) besteht durchaus keine Interessengleichheit. Man erkennt, daß sich unter den Zuwanderern eine kritische Massee befindet, die das eigene "fortschrittliche" Weltbild nicht teilt, und daß der Kietz durchaus nicht immer kuschelig sein muß.
Auch das hier:
Die am Namen als türkischstämmig erkennbare zuständige kommunale Beamte teilt angesichts der Roma-Zuwanderung mit, daß das Boot voll sei („Egal wie viele kommen“, „Wir werden überfordert sein.“). Was will man dazu noch sagen. Es äußert sich eine in direkter Verantwortung stehende Person. Auch die Beleuchtung von Zusammenhängen zwischen Zuwanderermilieus und Unterwelt hatte man von der Linkspresse eigentlich auch nicht erwartet.

apollinaris

8. Januar 2013 11:52

Sich über einen weiter wachsenden Zustrom zu freuen, wird zu nichts führen. Es wird dann nicht zu einem Zivilisationsbruch kommen, der einen Neuanfang ermöglicht, sondern zu südamerikanischen Verhältnissen, in denen sich die Speckgürtelbewohner in gated communities zurückziehen und weiterhin nicht in Kontakt mit den Zuströmenden kommen. Der außerhalb der Speckgürtel vegetierende deutsche Restmittelstand wird indes auf Prekariatsniveau absinken und langsam verschwinden.

popmar2

8. Januar 2013 12:48

Ich kann dem Artikel und den meisten der Beiträge nur zustimmen: bei uns hier im eher ländlichen Wahren bei Leipzig sollen nach neuer Modeart dezentral und zur gleichzeitigen Sanierung des städtischen Vermieters Asylbewerber in dessen maroden und daher zunächst auf Steuerzahlerbasis aufwendig zu sanierenden und dann für 12 € /m², auch auf Steuerzahlerbasis, anzumietenden Häusern untergebracht werden, was ohne jede Kommunizierung mit den mittelständischen, durchschnittlichen Häslebesitzern mal eben so durchgesickert wurde...Deren Sorge, Anfrage, Unverständnis und auch leichter Protest, nur zur verständlich, wurde durchgehend, stereotyp und hammerschlag mäßig ausschließlich aus der gutmenschelnden linken Ecke mit "Rassist", "Faschist", "menschenverachtend", "rechts", "neofaschistisch" regelrecht "abgewichst", so dass die dann dastanden und sich dafür rechtfertigen mussten, dass sie vor 20, 30 Jahren ihre Altersvorsoge in Form ihrer kleinen Hütte mit voller rassistischer Absicht ins Grüne und gegen die Asylbewerber mal gebaut hatten...Die Presse macht eifrig mit, solidarisiert haben sich - leider - nur ein paar versprengte Rechte...Richtig ist, dass mit diesen vermeintlichen Gutmenschen, die die Menschlichkeit und Humanität gepachtert haben, müssen ja als zumeist Hartzvierler auch nichts für bezahlen, Diskutieren völlig hoffnungslos ist; da kann man gleich mit der Klobürste sprechen, die hat wahrscheinlich einen höheren IQ und hält wenigstens die Fresse...

StudentMINT

8. Januar 2013 14:31

Das einzige was unmenschlich ist in Bezug auf unsere Asylanten,ist die Länge der Wartezeit bis entschieden wird ob der Asylant bleiben oder nicht bleiben darf. Ich tendiere zu einer schnelleren Abschiebung, dann Belasten diese nicht unsere Sozialkassen und es hat zugleich auch eine Abschreckende Wirkung wenn man merkt, dass man hier keinen Fuß fassen kann.
Was die linken NGOs betrifft, sollten die Staatlichen Mittel gekürzt werden und Sie sollten selber dafür Aufkommen.
Seht Ihr ist doch alles ganz Easy, aber da es von Gutmenschen und der Politik nicht gewollt ist und der Deutsche lieber daran interessiert ist sich selber abzuschaffen, wird es nicht klappen.
Die Fragen die jeder sich stellen sollte, ist wieviele Menschen soll Deutschland aufnehmen? Soll Deutschland die ganze Welt aufnehmen? Wer soll das bezahlen?
Deutschland ist ein kleines Land und wir leben nur durch unser KnowHow, da wir keine großen Bodenschätze haben. Wenn das so weiter geht mit der unkontrollierten Zuwanderung wird aus Deutschland ein Land der dritten Welt werden, da immer mehr der Intelligenten lieber auswandern um irgend wo anders ihre Steuern zu Zahlen. Es fällt mir zwar schwer den Clown Westerwelle zu zitieren aber "Wer arbeitet muss mehr haben, als jemand der nicht arbeitet!"

Gottfried

8. Januar 2013 15:06

@ StudentMINT

"der Deutsche lieber daran interessiert ist sich selber abzuschaffen"

"Deutschland" oder "der Deutsche" ist - jedenfalls zu einer Mehrheit von 80 - 90 Prozent - mitnichten daran interessiert, sich abzuschaffen.

Das ist einfach nur eine Behauptung eines Buches, das bei BERTELSMANN verlegt wurde und nicht zuletzt per Unterstützung des Springerverlages und - deutlich verschämter - auch durch den SPIEGEL (mit Anteilen und 'Vetorecht von BERTELSMANN) ganz enorme Aufmerksamkeit erregt hat.

In der Verallgemeinerung "Jemand" will Deutschland abschaffen, ist dem Satz dann aber gänzlich zuzustimmen. Die Nichtregierungsorganisationen (die sogenannte "Zivilgesellschaft"), sind ist allemal eine sehr heimtückische Waffe, die gegen unser Land gerichtet ist.

Götz Kubitschek

9. Januar 2013 10:19

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gruß!
kubitschek

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