07. Januar 2013

Asylpolitik: "Gefährliches Spiel"

von Thomas Schmidt / 19 Kommentare

Thomas Schmidt stammt aus dem Rheinland und arbeitet als Sicherheitsberater, Themen: Innere Sicherheit, Zuwanderung.

  • baldSeit die Leistungen für Asylanten im Sommer 2012 angehoben worden sind, hat sich der entsprechende Zustrom nach Deutschland deutlich verstärkt. Während Sozialverbände und Asylaktivisten von einem "Sieg der Menschlichkeit" sprechen, verschlechtert sich die Situation für im Umfeld von Asylantenunterkünften lebende Deutsche drastisch.

    Anders als die Anliegen von Asylanten und Migrationsaktivisten werden die Sorgen von Deutschen in der öffentlichen Diskussion jedoch weitestgehend ignoriert, was Jasper von Altenbockum in der FAZ als "gefährliches Spiel" bewertete. Statt dessen tritt ein Bündnis aus Politik, Aktivisten und Medien seit Monaten im Rahmen einer Kampagne für eine zusätzliche Ausweitung des Asylantenzustroms und dies begünstigende weitere Privilegien für Asylanten ein.

    Kern der Kampagne sind Zeltlager auf Plätzen in Berlin sowie Protestmärsche und Hungerstreiks, bei denen Elend inszeniert und Asylanten in den Vordergrund gestellt werden, um den Eindruck spontanen und authentischen Protests zu erwecken. Geführt werden die als "bundesweiter Flüchtlingsstreik" bezeichneten Aktionen jedoch von Linksautonomen der Initiative "Refugee Tent Action" mit Unterstützung des Vereins "Karawane", der gegen nach eigenen Angaben gegen "staatlichen und gesellschaftlichen Rassismus" aktiv ist. Mehrfach fielen Aktivisten durch Übergriffe gegen Polizisten auf, mit denen offenbar Reaktionen provoziert werden sollten, die man anschließend als "Polizeigewalt" dargestellt hätte. Aktuell besteht noch ein Zeltlager auf dem Oranienplatz in Berlin. Zudem halten Aktivisten mit Unterstützung des dortigen grünen Bürgermeisters Franz Schulz eine Schule in Berlin-Friedrichshain besetzt. Offenbar auf Weisung des Berliner Senats geht die Polizei zudem nicht gegen die in vielen Fällen ihre Residenzpflicht verletztenden Asylanten vor, die sich an den Aktionen beteiligen. Eine ähnliche Aktion läuft derzeit in Wien, wo Aktivisten und Asylanten zuletzt die Votivkirche besetzten.

    Die Aktivisten bezeichnen Asylantenunterkünfte als "menschenunwürdige Isolationslager" und fordern unter anderem offene Grenzen, "Bleiberecht für alle" und mehr Privilegien bzw. weniger Auflagen für Asylanten. Flankierend dazu wendet sich “Pro Asyl” gegen jegliche Maßnahmen zur Begrenzung des laufenden Asylantenzustroms, während andere für die vollständige Einstellung von Abschiebungen eintreten. Wieder andere führen eine Kampagne gegen das Bundesamt für Migration, weil es in einer Broschüre erwähnt hatte, daß bereits in den neunziger Jahren der weitaus größte Teil der Asylanten den Zuzug in die deutschen Sozialsysteme beabsichtigt habe.

    Der deutschen Gesellschaft wird von den Aktivisten allgemein Rassismus unterstellt, etwa in diesem Beitrag aus dem Umfeld der vom Familienministerium finanziell geförderten "Amadeu Antonio Stiftung". Die Aktivistin Mansureh Komeigani wies im Gespräch mit Politikern zudem Wünsche nach Dankbarkeit gegenüber Deutschland für den gewährten Schutz vor mutmaßlicher Verfolgung "erbost" zurück, da sie und andere Asylanten in Deutschland unter unterträglichen Umständen leben müßten. Tatsächlich jedoch ist in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Staaten die Situation für Asylanten wesentlich komfortabler, weshalb sie gezielt nach Deutschland einzureisen versuchen.

    Die Kampagne ist ein Beispiel dafür, wie es einer relativ kleinen Zahl von Aktivisten gelingen kann, an den realen Problemen der Deutschen vorbei Themen auf die politische Tagesordnung zu setzen. Während Straßenaktivisten möglichst sichtbare Aktionen durchführen, greifen sympathisierende Medien die Aktionen verstärkend auf, und Politiker erklären die Aktionen und die Berichterstattung darüber zum Grund für Handlungsbedarf und streiten (wiederum belohnt von entsprechenden Medien) um die Rolle des größten Kümmerers. Das Ineinandergreifen verschiedener Formen von Aktivismus funktioniert in dieser Kampagne so vollkommen, daß die Interessen der Deutschen in der öffentlichen Diskussion nicht mehr vorkommen, auch wenn die durch viele Asylanten erzeugten Probleme ansonsten offensichtlich sind. Diese treten am deutlichsten im Zusammenhang mit dem Zustrom von Roma aus Südosteuropa zu Tage, von denen sich viele als Asylanten in Deutschland aufhalten, und die eine der zahlenmäßig stärksten Asylantengruppen darstellen.


    In der politischen Diskussion ist meist keine Rede von den Belastungen, die Deutschen im Zusammenhang mit der Asylproblematik entstehen, etwa die laut Polizei "in erschreckendem Ausmaß" durch Roma begangenen Straftaten. Wo Angehörige dieser Gruppen konzentriert untergracht sind, werde ihr Verhalten laut Polizei "von Anwohnern sowie von Behörden und Institutionen als dreist, unsozial und respektlos wahrgenommen". Das Beispiel eines Asylantenheimes in Dortmund unterstreicht weitere übliche Probleme, etwa den häufig durch schwarzafrikanische Asylanten betriebenen Drogenhandel. Berichte über Lärmbelästigung, unhygienisches Verhalten, Belästigung von Frauen bis hin zu Vergewaltigungen und sonstige Kriminalität sind im Zusammenhang mit Asylantenheimen sehr verbreitet. Nicht wenige Asylanten weisen zudem psychologische Störungen auf, die sich in auffälligem Verhalten äußern, das von Anwohnern als störend oder bedrohlich wahrgenommen wird.

    Diese Probleme sind der wichtigste Grund dafür, daß die Unterbringung von Asylanten bei Deutschen oft auf Skepsis oder Ablehnung stößt. Die Sorgen vieler Einwohner von Krombach etwa sind angesichts der dokumentierten Probleme im Umfeld von Asylantenunterkünften typisch:
    Die Menschen haben unter anderem Angst um die Sicherheit ihrer Kinder, die auf dem Weg zum Schulbus das Anwesen an der Holzgasse passieren müssen, Angst um ihre Nachtruhe, Angst davor, dass ihre Immobilien, die an die geplante Unterkunft grenzen, an Wert verlieren könnten.

    Auch im linksalternativ geprägten Bremer Stadtteil Ostertor wurden ähnliche Sorgen laut, woraufhin von Medien und Aktivisten Rassismusvorwürfe gegen die dortige Bevölkerung erhoben wurden. Von Ausnahmen auf der lokalen Ebene abgesehen weigern sich Politiker aller Parteien im Bundestag gleichzeitig, solche Sorgen zur Kenntnis zu nehmen und wetteifern statt dessen um die Wahrnehmung als größter Unterstützer der Asylanten. Am stärksten tat sich hierbei die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), hervor. Über ein Gespräch mit Aktivisten und Asylanten, die vor dem Brandenburger Tor in Berlin kampierten, sagte sie, daß es „das bewegendste“ ihrer Amtszeit gewesen sei, und machte den Asylanten weitreichende Zusagen. Eine Initiative von Innenminister Friedrich, die Visumspflicht für Herkunftsstaaten südosteuropäischer Asylanten wieder einzuführen um deren Zustrom zu begrenzen, wurde hingegen nicht weiterverfolgt. Die Politik erwägt statt dessen eine zusätzliche Ausweitung der finanziellen Anreize für weiteren Zustrom nach Deutschland, und die Parteien im Bundestag sind sich nur noch nicht darüber einig, in welcher Höhe diese ausfallen soll. Am weitesten gehen dabei die Grünen: Nur eine vollständig Eingliederung von Flüchtlingen in die Sozialsysteme würde deren "unerträgliche Diskriminierung" laut rheinland-pfälzischer Integrationsministerin Irene Alt beenden. Die Abschiebung abgelehnter Asylfälle in die Heimatstaaten wird in vielen Fällen unterdessen weiterhin nicht vollzogen, und mehrere Bundesländer haben Abschiebungen von Roma vorübergehend ganz ausgesetzt, weil das Wetter in deren Herkunftstaaten für sie unzumutbar sei.

    Der gegenwärtige Kurs ist ein sicherer Weg, um zusätzliche Frustration in der Bevölkerung zu erzeugen. Das Vertrauen der Deutschen in die Politik hat laut Umfragen bereits einen Tiefpunkt erreicht, und nur zehn Prozent der Deutschen glauben noch, daß die Politik wichtige Herausforderungen bewältigen könne. Immer mehr Deutsche sind der Ansicht, daß Politiker ein ein Leben fernab der Alltagsrealität führen. Jasper von Altenbockum hatte bereits im Zusammenhang von Gewalt gegen Flüchtlinge und Asylanten in den neunziger Jahren auf die Folgen einer Politik hingewiesen, die keine Rücksicht auf die Belange des eigenen Volkes nehme. Er sprach bezüglich einer auf Förderung des Zustroms von Asylanten beruhenden Asylpolitik von einem "makabren politischen und sozialen Experiment":
    Wie lange hält es eine Gesellschaft aus, dass Monat für Monat zehn-, zwanzig- oder auch dreißigtausend Asylbewerber ins Land strömen? Das war verantwortungslos. Nur Romantiker können das nicht verstehen. ...[A]uf dem Spiel standen und stehen die Belastbarkeit, die Integrationsfähigkeit, also die Fundamente einer Gesellschaft. Wer Fragen wie diese vom Tisch fegt mit der Bemerkung, eine Wohlstandsgesellschaft wie die deutsche müsse ja wohl dieses oder jenes aushalten und sei überhaupt nur intakt, wenn sie ihre Selbstverleugnung moralisch herbeisehne, hat entweder ein Interesse an Instabilität oder wohnt nicht in Berlin-Neukölln oder einer Plattenbausiedlung, sondern im Kiez oder in der Toskana.

    In den neunziger Jahren konnte die Asylproblematik gegen den Willen vieler Aktivisten durch den Asylkompromiß von 1993 vorübergehend entschärft werden. Nun steigt mit der Frustration der von der Politik erneut im Stich gelassenen Menschen die Wahrscheinlichkeit, daß die Lage wieder eskaliert. Im besonders stark vom Zuzug von Roma betroffenen Duisburg etwa nehme die "Wut" in der Bevölkerung zu. Mehrere hundert Personen hätten dort vor einigen Wochen bei einem Angriff von Türken auf Roma zugesehen und teilweise applaudiert. Die Polizei bewertet "das immer stärkere und ungeregelte Anwachsen der Gruppe der Roma" und die "damit verbundenen Belästigungen" als Auslöser des Vorfalls. Aktivisten, die für verstärkte Aufnahme von Asylanten und gegen Abschiebungen eintreten, verhalten sich angesichts dieser Lage so, als hätten sie ein Interesse an einer Eskalation.

    Thomas Schmidt stammt aus dem Rheinland und arbeitet als Sicherheitsberater, Themen: Innere Sicherheit, Zuwanderung.

  • Kommentare (19)

    S. Pella
    07. Januar 2013 09:29
    Geehrter Herr Schmidt!

    Zunächst meinen Dank für Ihren hervorragenden Beitrag. Nun erlauben Sie mir die direkte Frage an Sie: was tun?

    Meines Erachtens führt eben nur jene Verschärfung der Lage zu einem Aufwachen in weiten Teilen der saturierten Wohlstandsgesellschaft, wodurch die massive Mehr-Einwanderung der vergangenen Monate (und Jahre) letztlich durchaus auch positive Folgen in der Mentalität sowie dem Handeln der Deutschen generiert. Dies nehme ich durchaus in meinem konkreten Lebensumfeld wahr. Doch die entscheidende Frage dürfte sein: erkennt das Deutsche Volk noch rechtzeitig die Lage!
    Denn die reale Gefahr einer ethnischen Umvolkung besteht und wird tagtäglich akuter...
    Steffen
    07. Januar 2013 10:27
    Ich kenne einige solcher Aktivisten und muss ehrlicherweise zugeben, dass bei denen alles verloren ist. Man kann endlos argumentieren, Statistiken auswendig lernen und Wege aufzeigen diesem lächerlichen Spiel mit sich selbst zu entkommen: es funktioniert nicht.
    Viele solcher Aktivisten kommen entweder hauptberuflich bei den genannten Stellen unter oder sind schlichtweg arbeitslos, womit sie egal in welchen der Fälle ihre volle Zeit und Aufmerksamkeit ihrer kruden Ideologie und deren PR widmen können. An dieser Realität wird man einfach nur krank - diese Boshaftigkeit gegen das Eigene, die Realitätsverweigerung und völlige Unvernunft - alle Tugenden ins Gegenteil verkehrt!
    Ich dachte einst anders, mittlerweile aber stehe ich in erwartend froher Haltung, einen Zivilisationsbruch herbeisehnend.
    M.H. Ffm
    07. Januar 2013 12:19
    Je schneller und je mehr einwandern desto schneller sind sie in den speckgürteln. vieleicht werden unsere "eliten" ja dann wach ?.
    Marcus Junge
    07. Januar 2013 12:32
    "hat sich der entsprechende Zustrom nach Deutschland deutlich verstärkt"

    Betrachtet man sich aktuelle Urteile zur Verhinderung der Abschiebung von kriminellen und sonstigen Scheinasylanten, dann sind diese Schätze und Talente im Sommer doch nur gekommen, weil der Winter in ihrer Heimat so furchtbar kalt sein würde, weshalb man sie jetzt ja auch nicht dahon abschieben darf (sagt ein "deutsches" Gericht).


    "verschlechtert sich die Situation für im Umfeld von Asylantenunterkünften lebende Deutsche drastisch."

    Wie 1992/93, man will das Asylgesetz ändern, dafür braucht man Druck von unten, den bekommt nur, wenn man die Zustände zuspitzt, weil der eingelullte Michel sonst lieber GEZ und GZSZ schaut, als sich um die Zukunft von Volk und Vaterland zu kümmern, was jede Wahl eindrucksvoll bestätigt.
    Am Ende kocht es völlig berechtigt irgendwo über, dann sind wieder die Nazi-Ossis mit Glatze und Springerstiefel in der Presse und in Lichtenhagen brennt ein Neubau harmlos vor sich hin. Dafür bequemt sich die SPD dann zur Einigung mit der CDU in der Gesetzesänderungsfrage.
    Denen fällt echt nichts Neues mehr ein. Oder soll das heutige Asyldesaster eine Art von Belastungstest für die Pseudo-Deutschen sein, um zu ermitteln, ob Lichterketten bis zum Mond, Guido Knopp und Kampf gegen das Recht so gründlich gewirkt haben, daß es diesmal nirgendwo mehr Gegenwehr gibt und die Umvolker damit freie Bahn haben, um die Schleusen nun richtig zu öffnen (Türkei)?
    eulenfurz
    07. Januar 2013 12:35
    Leider das übliche rechte Klagelied. Aber ganz nüchtern betrachtet: So, wie dieses System heute funktioniert, sind Menschenimporte zwingend notwendig.

    Ökonomisch: Notwendigkeit eines Wirtschaftswachstums, Geburtenrückgang, Technokratisierung, Von-der-Hand-in-den-Mund-Denke. Einfuhr fertiger Arbeitskräfte, Einsparungen bei Bildung- und Erziehung, potentielle Mütter und Väter länger auf dem Arbeitssklavenmarkt. Billigarbeiter, Lohndrückerreserven. Kapitalismus pur!

    Soziologisch: Zerstörung natürlicher Homogenität, Gruppen- und Clan-Bildung, Individualisierung, Vereinzelung. Schaffung von Konfliktpotential, ethnisch-ethische Verwirrung, Neu-Uniformierung, geistige Kollektivierung. Bolschewismus pur!

    Was hilft es, zum x-ten Mal über Symptome zu jammern?
    Marcus Junge
    07. Januar 2013 13:17
    eulenfurz

    Sie schaffen mit Schätzen und Talenten kein "Wachstum" der Wirtschaft, auch nicht mit Zigeunern vom Balkan. Sie zerrütten damit das bestehende Wirtschaftssystem. Diese Leute sparen keine Kosten in der Ausbildung, da Ziegenhirten und Kriminelle keine haben. So diese Leute je eine Ausbildung hier dann bestehen, sind die Kosten höher, als für Deutsche. Sie kosten grundsätzlich viel viel mehr, als sie auch nur entfernt einbringen. Ihre Mütter werden nie dem Arbeitsmarkt zugeführt, sondern nur dem Kreissaal. Nein, es geht nur um einen einzigen Punkt, die Zerstörung der heimischen Völker Europas.
    eulenfurz
    07. Januar 2013 15:28
    @Marcus Junge
    Doch, auch mit den nicht ganz so fleißigen und klugen Schätzen und Talenten wächst die Wirtschaft kurzfristig.

    Geburtenverweigerung setzt Arbeitskräfte und Lohndrücker frei, eben die der verhinderten Mütter und Väter, sie spart staatliche Bildung-, Erziehungs- und Betreuungskosten, durch die Verwendung billiger Humanimporte in Unterschichtberufen hat die deutsche Unterschicht bessere Aufstiegsmöglichkeiten usw. Die Sklavenimporte haben zweifelsohne einen kurzfristigen (gesellschafts-)ökonomischen Nutzen, wenn man vor allem die Einsparungen durch deutsche Kinderlosigkeit gegenrechnet.

    Solange der kapitalistische Wachstumswahn im Verbund mit dem (Verantwortung entbindenden) Zwangs-Sozialversicherungsirrsinn Dogma der Machthaber und ihrer Untertanen ist, solange wird sich auch an den Zuständen nicht nichts ändern.
    Petrus Urinus Minor
    07. Januar 2013 15:42
    @ Marcus Junge und eulenfurz

    Sie müssen dialektisch denken: letzlich geht es darum, alle Völker, besser, alle Solidaritäten zugunsten eines schwammigen Mischpürees Mensch aufzulösen. Wenn es keine Mehrheiten mehr gibt, dann gibt es keine Minderheiten, dann gibt es keinen Hitler.
    Aber auf dem Wege dahin kann man das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Und so lange es den Biodeutschen noch gibt, so lange wird er um so schneller aus Abstiegsangst und Arbeitsethos im Hamsterrad rotieren, je größer das Prekariat ist. Ja, und ein klein bischen verachten darf er sie auch, die Prekarier. Die Ausländer SOLLEN nie in Lohn und Brot, sie sollen niemals einzahlen. Denken Sie daran: bei der Dialektik bleiben Thesis (Inländer) und Antithesis (Ausländer) als Satz und Gegensatz erhalten, nur vereinen sie sich im (Er)Lösungs-satz oder verewigen ihren Kampf im Zer-satz. Das ist das Prinzip unserer heutigen Welt: Dialektik ohne Lösung.
    Fahrnheit451
    07. Januar 2013 18:27
    Jedes Regime besoldet seine Truppen, die es nutzt um Bürger zu unterjochen. Kindersoldaten sind auch in Mode.

    Warum sollte ein Dämokrötisches Regime nicht auch so handeln? Sie importieren ja gerade deswegen Söldner, um Wahlen mit ihnen zu manipulieren und über die Terrorisierung der Bürger Stimmen zum Schweigen zu bringen.

    Die Etikette Asyl ist hier völlig bedeutungslos, es kommt auf den Inhalt an. Die Pseudo-Asylanten sind im Sinne des Söldner-Konzeptes ausgewählt, sie erfüllen ihren Zweck, die vorgeschobene Scheinargumentation ist bedeutungslos.
    Werner B.
    07. Januar 2013 18:58
    Es ist hier noch mehr zu unterscheiden zwischen den Zuziehenden, die als Individuen einfach gewisse Schlupflöcher nutzen ...

    ... und den linken Aktivisten, die die Asylbewerber dann instrumentalisieren. Ohne die Agitation und die Ideen dieser Unterstützer wäre in den Medien doch gar nichts über Besetzungen usw. zu lesen.

    Die kritische Auseinandersetzung mit diesen Unterstützern und ihren tieferen Motiven geschieht zu wenig bzw. wird durch die Normalmedien auch nicht unterstützt.

    Das tiefere Motiv ist ja weniger Hilfsbereitschaft als vielmehr der Wunsch an der Destabilisierung der hiesigen Verhältnisse.
    Das blicken manche Leute aber noch nicht.
    Zarathustra80
    07. Januar 2013 19:11
    Junge

    Sie haben eulenfurz wohl nicht richtig verstanden?

    eulenfurz prangert das Lamentieren über Symptome an, während die Krankheit anderswo wütet.

    Die Krankheit sind wir selbst mit unserem hyper-liberalen scheindemokratischen Regime, das die Ökonomisierung aller Lebensbereiche (totalitärer Ökonomismus?) nur durch gesellschaftliche Fragmentierung, permanente soziale Spannung und Vereinzelung erreichen kann. Und erreicht werden können diese Ziele mit den derzeitigen Deutschen spielend, da sich die Deutschen in ihrer weichlichen Pazifistenpose gefallen und sich (wie immer) in Duckmäuserei ggü der Obrgikeit üben.

    Im Westen nichts Neues, so far.

    Interessant an dem Artikel fand ich jedenfalls, dass sich immerhin die türkischstämmigen Anwohner handfest gegen die Zumutungen der Zigeuner zur Wehr setzen. Beim fetten Deutschen reichts da halt nur zum Danebenstehen und in die Hände patschen.

    Habe die Ehre.
    Georg Mogel
    07. Januar 2013 23:30
    Die Intaktheit der Rechtsordnung und überhaupt die Integrität von rechtlich sanktionierten Institutionen ist ausschlaggebend für die individuelle Moral des Einzelnen und für seine seelische Gesundheit...
    Die Institutionen wirken wie Stützpfeiler und wie Außenhalte...Zerschlägt man die Institutionen eines Volkes, dann wird die ganze elementare Unsicherheit, die Ausartungsbereitschaft und die Chaotik im Menschen freigesetzt... Wenn die äußeren Sicherungen und Stabilisierungen, die in den festen Traditionen liegen, entfallen und mit abgebaut werden, dann wird unser Verhalten entformt, affektbestimmt, triebhaft, unberechenbar, unzuverlässig...Und wenn man die Stützen wegschlägt, primitivisieren wir sehr schnell.

    s. Arnold Gehlen,
    Die Seele im technischen Zeitalter, 1967
    Anthropologische Forschung, 1968

    Allgemeine Menschenrechte sind letztlich Fiktionen, denn Rechtsbeziehungen entspringen aus konkreten, nicht verallgemeinerbaren Lebens- und Kulturzusammenhängen, die sich nicht unter universell anwendbares Recht pressen lassen.
    Wer unter dem Banner allgemeingültiger Werte eine schönere und gerechtere Welt schaffen wollte, erliegt einer fatalen Täuschung, denn das Leben ist schon deshalb ungerecht, weil es sich erhalten "muß".
    Das aber bedeutet auf ewig Kampf, Schmerz und Zerstörung.
    Die Setzung eigenen Rechts ist notwendig im Überlebenskampf der Völker: Das Besondere wollen, heißt einen Wert, ein Recht, eine Idee vertreten in Bezug auf etwas Anderes, Fremdes. Es heißt in Spannung zu einem Gegensatz zu sein.

    "Der Mensch, ein vielfaches, verlogenes, künstliches und undurchsichtiges Tier, den anderen Tieren weniger durch Kraft als durch List und Klugheit unheimlich, hat das gute Gewissen erfunden, um seine Seele einmal als einfach zu genießen; und die ganze Moral ist eine beherzte lange Fälschung, vermöge deren überhaupt ein Genuß im Anblick der Seele möglich wird. Unter diesem Gesichtspunkte gehört vielleicht viel mehr in den Begriff »Kunst« hinein, als man gemeinhin glaubt."

    Friedrich Nietzsche,
    Jenseits von Gut und Böse
    Axel Wahlder
    08. Januar 2013 06:35
    Ich hätte nichts dagegen, wenn die Initiative „Refugee Tent Action“ mit Unterstützung des Vereins „Karawane“ die Asulanten aus eigenen Ersparnissen verpflegen würden.
    Stanislaus Schulze
    08. Januar 2013 07:43
    Das im Artikel vermittelte Lagebild ist nicht ganz vollständig. Zu den erwähnten Bremer wie auch Duisburger Verhältnissen gab es in der taz Berichterstattung, die von Unruhe auch im linken Milieu zeugt. Zwischen den erwähnten Aktivisten und den Bioladen-Bürgern (die Anwohner ....) besteht durchaus keine Interessengleichheit. Man erkennt, daß sich unter den Zuwanderern eine kritische Massee befindet, die das eigene "fortschrittliche" Weltbild nicht teilt, und daß der Kietz durchaus nicht immer kuschelig sein muß.
    Auch das hier:
    Die am Namen als türkischstämmig erkennbare zuständige kommunale Beamte teilt angesichts der Roma-Zuwanderung mit, daß das Boot voll sei („Egal wie viele kommen“, „Wir werden überfordert sein.“). Was will man dazu noch sagen. Es äußert sich eine in direkter Verantwortung stehende Person. Auch die Beleuchtung von Zusammenhängen zwischen Zuwanderermilieus und Unterwelt hatte man von der Linkspresse eigentlich auch nicht erwartet.
    apollinaris
    08. Januar 2013 11:52
    Sich über einen weiter wachsenden Zustrom zu freuen, wird zu nichts führen. Es wird dann nicht zu einem Zivilisationsbruch kommen, der einen Neuanfang ermöglicht, sondern zu südamerikanischen Verhältnissen, in denen sich die Speckgürtelbewohner in gated communities zurückziehen und weiterhin nicht in Kontakt mit den Zuströmenden kommen. Der außerhalb der Speckgürtel vegetierende deutsche Restmittelstand wird indes auf Prekariatsniveau absinken und langsam verschwinden.
    popmar2
    08. Januar 2013 12:48
    Ich kann dem Artikel und den meisten der Beiträge nur zustimmen: bei uns hier im eher ländlichen Wahren bei Leipzig sollen nach neuer Modeart dezentral und zur gleichzeitigen Sanierung des städtischen Vermieters Asylbewerber in dessen maroden und daher zunächst auf Steuerzahlerbasis aufwendig zu sanierenden und dann für 12 € /m², auch auf Steuerzahlerbasis, anzumietenden Häusern untergebracht werden, was ohne jede Kommunizierung mit den mittelständischen, durchschnittlichen Häslebesitzern mal eben so durchgesickert wurde...Deren Sorge, Anfrage, Unverständnis und auch leichter Protest, nur zur verständlich, wurde durchgehend, stereotyp und hammerschlag mäßig ausschließlich aus der gutmenschelnden linken Ecke mit "Rassist", "Faschist", "menschenverachtend", "rechts", "neofaschistisch" regelrecht "abgewichst", so dass die dann dastanden und sich dafür rechtfertigen mussten, dass sie vor 20, 30 Jahren ihre Altersvorsoge in Form ihrer kleinen Hütte mit voller rassistischer Absicht ins Grüne und gegen die Asylbewerber mal gebaut hatten...Die Presse macht eifrig mit, solidarisiert haben sich - leider - nur ein paar versprengte Rechte...Richtig ist, dass mit diesen vermeintlichen Gutmenschen, die die Menschlichkeit und Humanität gepachtert haben, müssen ja als zumeist Hartzvierler auch nichts für bezahlen, Diskutieren völlig hoffnungslos ist; da kann man gleich mit der Klobürste sprechen, die hat wahrscheinlich einen höheren IQ und hält wenigstens die Fresse...
    StudentMINT
    08. Januar 2013 14:31
    Das einzige was unmenschlich ist in Bezug auf unsere Asylanten,ist die Länge der Wartezeit bis entschieden wird ob der Asylant bleiben oder nicht bleiben darf. Ich tendiere zu einer schnelleren Abschiebung, dann Belasten diese nicht unsere Sozialkassen und es hat zugleich auch eine Abschreckende Wirkung wenn man merkt, dass man hier keinen Fuß fassen kann.
    Was die linken NGOs betrifft, sollten die Staatlichen Mittel gekürzt werden und Sie sollten selber dafür Aufkommen.
    Seht Ihr ist doch alles ganz Easy, aber da es von Gutmenschen und der Politik nicht gewollt ist und der Deutsche lieber daran interessiert ist sich selber abzuschaffen, wird es nicht klappen.
    Die Fragen die jeder sich stellen sollte, ist wieviele Menschen soll Deutschland aufnehmen? Soll Deutschland die ganze Welt aufnehmen? Wer soll das bezahlen?
    Deutschland ist ein kleines Land und wir leben nur durch unser KnowHow, da wir keine großen Bodenschätze haben. Wenn das so weiter geht mit der unkontrollierten Zuwanderung wird aus Deutschland ein Land der dritten Welt werden, da immer mehr der Intelligenten lieber auswandern um irgend wo anders ihre Steuern zu Zahlen. Es fällt mir zwar schwer den Clown Westerwelle zu zitieren aber "Wer arbeitet muss mehr haben, als jemand der nicht arbeitet!"
    Gottfried
    08. Januar 2013 15:06
    @ StudentMINT

    "der Deutsche lieber daran interessiert ist sich selber abzuschaffen"

    "Deutschland" oder "der Deutsche" ist - jedenfalls zu einer Mehrheit von 80 - 90 Prozent - mitnichten daran interessiert, sich abzuschaffen.

    Das ist einfach nur eine Behauptung eines Buches, das bei BERTELSMANN verlegt wurde und nicht zuletzt per Unterstützung des Springerverlages und - deutlich verschämter - auch durch den SPIEGEL (mit Anteilen und 'Vetorecht von BERTELSMANN) ganz enorme Aufmerksamkeit erregt hat.

    In der Verallgemeinerung "Jemand" will Deutschland abschaffen, ist dem Satz dann aber gänzlich zuzustimmen. Die Nichtregierungsorganisationen (die sogenannte "Zivilgesellschaft"), sind ist allemal eine sehr heimtückische Waffe, die gegen unser Land gerichtet ist.
    Götz Kubitschek
    09. Januar 2013 10:19
    diskussion ist geschlossen.
    gruß!
    kubitschek

    Für diesen Beitrag ist die Diskussion geschlossen.