Sezession
21. Januar 2013

Amsterdam: Ab in den Umerziehungscontainer!

Martin Lichtmesz / 40 Kommentare

Stoerenfried-cityAls ich die Meldung in der Jungen Freiheit las, dachte ich zuerst, die Autoren wären einer Satire auf den Leim gegangen. Nun kann man es aber auch in der Welt nachlesen, formuliert in schönstem Regime-Deutsch, ohne daß auch nur ein Funken Kritik erkennbar wäre:

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Amsterdam will ein Zeichen gegen Intoleranz setzen und alle Homosexuellen- und Ausländerhasser zwangsweise aus der Stadt in Container-Wohnungen umsiedeln. Liberale, Grüne und Linke beteiligen sich.

(...)

Wenn man es freundlich formulieren will, dann lautet die Strafe: ein neues Zuhause am Stadtrand. Und Tahira Limon, tätig im Büro des Amsterdamer Bürgermeisters Eberhard van der Laan, macht klar: "In ihre alte Wohnung können sie nicht mehr zurück." Ob gemietet oder gekauft spielt keine Rolle.

Die Amsterdamer Stadtverwaltung hat beschlossen, Bürgern, die ihre Mitmenschen tyrannisieren, für sechs Monate umzusiedeln, in der Zeit sollen sie zur Besinnung kommen. Das Projekt trägt den Titel "Treiteraanpak", auf Deutsch heißt das Schikane-Ansatz. Ein Jahr lang soll es erst einmal dauern und eine Million Euro kosten, danach schaut man weiter.

Ganz neu ist die Meldung nicht: bereits am 4. Dezember berichtete die englischsprachige Version des Spiegels über ein Projekt der Stadtverwaltung Amsterdam, chronische antisoziale "Störenfriede" in Container-Wohnblocks zu "schicken". Zu diesem Zeitpunkt war noch keine Rede von spezifischen Zielgruppen, dafür wurde kritisch und sorgenvoll angemerkt, daß diese Maßnahme doch dem Vorschlag des "Rechtspopulisten" Geert Wilders, "Abschaumdörfer" zu errichten, bedenklich nahe käme. Auch andere internationale Medien wie die BBC sprachen zu diesem Zeitpunkt lediglich allgemein von "serial nuisance neighbours".

Am 26.12. berichtete der Spiegel auf seiner deutschsprachigen Seite erneut über das Amsterdamer Vorhaben. Diesmal wurde konkretisiert, auf welche Art von "Störenfrieden" man es primär abgesehen hatte. Der Tonfall des Artikels war bemerkenswerterweise eher kritisch - dem Autor war offenbar doch etwas mulmig zumute:

Es klingt wie eine Idee aus dem Mittelalter: Amsterdam will ab 2013 Bürger in Wohncontainer am Stadtrand verbannen, wenn sie Migranten schikanieren oder Schwule und Lesben mobben. Die Stadt will ihre liberalen Werte verteidigen - und nimmt dafür harsche Kritik in Kauf.

Zitiert wurde eine orwellianisch geschulte Sprecherin des Bürgermeisters mit offenbar arabischem Vornamen:

Die Amsterdamer Verwaltung ist bemüht, jeglichen Bezug zu Wilders herunterzuspielen. Die Sprecherin des Bürgermeisters, Tahira Limon, sagt: "Die Bürger sollen vor Einschüchterungen und Schikane geschützt werden. Dieses Programm konzentriert sich natürlich auf die Wiedereingliederung der Täter. Es geht nicht darum, sie aus der Gesellschaft auszuschließen." Die Wohncontainer würden nur deshalb am Stadtrand aufgestellt, weil dort eine Kontrolle besser möglich sei als in der Stadt, sagte Limon zu SPIEGEL ONLINE. Zudem würden nicht alle Täter an den gleichen Ort gebracht, Ghettos sollen sich so nicht bilden können. Die Amsterdamer Verwaltung rechnet mit "höchstens zehn Tätern pro Jahr", die für die Wohncontainer in Frage kommen. Eine Grundlage für diese Schätzung nennt sie nicht.

Einen weiteren Monat später gibt also Welt-Autor Tim Röhn Entwarnung: Bürgermeister van der Laan sei kein "Rechtspopulist", sondern braver Sozialdemokrat, das Container-Programm ein genuin links-"liberales" Unterfangen, das "Ausländer- und Schwulenhasser" zur Räson bringen wolle, mithin also eine prima Idee. Konflikte zwischen Einheimischen und Zugewanderten werden von Röhn auf die Formel "Rassisten vs. Migranten" heruntergebrochen, womit von vornherein zementiert wird, wie sich Gut und Böse, Schuldige und Unschuldige zu verteilen haben.

Man erkennt hier unschwer ein ähnliches ideologisches Muster, wie in dem unlängst auf diesem Blog behandelten Propagandavideo "München schaut weg": wer "Täter" und wer "Opfer" ist, wird dogmatisch und ungeachtet der Realität festgelegt, noch dazu nach ethnischen Kriterien; an der Oberfläche werden Werte wie "Toleranz", "Zivilcourage" und "Gewaltlosigkeit" propagiert, de facto läuft es auf psychologische Einschüchterung der einheimischen Bevölkerung hinaus.


Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Kommentare (40)

tacitus
21. Januar 2013 14:09

Das ist Deportation light!

Kurt Schumacher
21. Januar 2013 14:32

Unglaublich. Einfach unglaublich. Aber funktionieren kann das nur, weil die Weißen keinen Stolz mehr haben. In einer normalen Zeit, in einem normalen Land würde man solche "Staatsautoritäten" einfach auslachen, und gut ist!

Waren Sie es nicht, Herr Lichtmesz, der in einem einprägsamen Bild geschrieben hatte: "Putzfrau putzt nicht mehr, Briefträger trägt keine Briefe mehr aus" und so weiter? Ich weiß, in anderem Zusammenhang. Aber ich meine, es paßt auch auf die Polit-Absurdität "des Kaisers neue Umerziehungskiste!"

Von alleine wandert ja auch der folgsamste Germane nicht in die Blechbox. Da kommt dann in blau-weiß der Dorfpolizist gefahren und richtet den Befehl "von oben" aus. Dann kuscht der Bürger. Aber was wäre, wenn....?! Wenn der Dorfpolizist den Befehl verweigern und dem absurden Theater "Politik" einfach ins Gesicht lachen würde?

Toni Roidl
21. Januar 2013 15:00

Was passiert denn, wenn Moslems Homopaare terrorisieren?
Was passiert, wenn Moslems andere Ausländer oder Holländer rassistisch beleidigen?
Können Moslems auch in dieses Lager deportiert werden, oder sind sie nur als Wachmannschaften vorgesehen?
Das ist der absolute Wahnsinn! Ich konnte es auch nicht glauben. Die niederländische Botschaft hat auf private Mailanfrage nicht reagiert.

»Death Camp Of Tolerance«... Die Realität holt die Satire ein.

Auf PI (jaa, ich weiß...) stand mal eine gute Satire dazu:
http://www.pi-news.net/2012/01/mein-wirrer-traum/

»...Aufgrund irgendeines Paragraphen des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte kam ich wegen »rechtspopulistischer Umtriebe« in Schutzhaft. Über dem Lagertor stand »Kein Mensch ist illegal«.

Unter Absingen des Claudia-Roth-Liedes (»Sonne, Mond und Sterne«) marschierten wir morgens durch das Tor zum Arbeitseinsatz. Wir fertigten im Akkord kriegswichtige Materialien für den Kampf gegen Rechts. »Weswegen bist du denn hier?«, flüsterte ich zu meinem Nachbarn. »Klimawandelleugnung« antwortete er...«

Wir sehen uns im Lager...

Landser
21. Januar 2013 15:06

1. Liberal sind die Liberalen immer nur zu sich selbst!
2. Eine Änderung bestehender (bzw. Abwehr in Zukunft drohender) Verhältnisse wird sich auf friedlichem und demokratischem Wege NICHT bewerkstelligen lassen. Darüber sollte langsam Klarheit herrschen!
3. Wenn ein Volk sich solches von seinen Regierenden gefallen läßt, ist es kein Volk von Bürgern, von denen die Macht ausgeht, sondern nur ein Volk von Untertanen, und hätte als solches sein Schicksal verdient!

Ein Fremder aus Elea
21. Januar 2013 15:17

Ja, Herr Roidl, es soll tatsächlich schon zu Auseinandersetzungen zwischen Moslems und Homosexuellen gekommen sein.

Und das Tollste dabei ist ja, daß es im Zuständigkeitsbereich des Bürgermeisters liegt, darüber zu entscheiden, wer in solchen Fällen in den Container kommt.

Ganz großes Kino.

Rumpelstilzchen
21. Januar 2013 15:27

Nicht klagen, nicht jammern, nicht entrüsten, nicht auf den Erlöser warten, nicht auf eine neue Partei.....
Es wird Zeit zu agieren...
Bildet Parallelvölkchen, macht subversive Aktionen, opponiert außerparlamentarisch.....
Jeder in seinem Umfeld.
Besetzt Container statt Hüttendörfer zu bauen....

Gottfried
21. Januar 2013 16:16

Spätestens seitdem die Gedankenpolizei den siebenjährigen Elliot Dearlove gestellt hat, seit sich der Bevölkerungszorn der Humanisten in den Kommentarsträngen von YouTube über Emma West ergossen hat, habe ich fest und sicher gewußt, daß der Feind Toleranzlager ("Integration camps") bauen wird, in denen man die Rechten dann sensibilisieren wird und fitmachen für die offene Gesellschaft.

Unter ihrem Kampfe für das Gute haben die Humanisten schon 1917ff, beginnend mit der Bayonettierung der Zarentöcher, sowie auch 1789ff eine ganze Menge Anstrengungen nicht gescheut.
Trotzdem war ich an dem Abend, als ich die Meldung in der WELT las, sehr schockiert. Nur aus einem einzigen Grunde: Dachte niemals, daß die sooo schnell einen anderen Gang einlegen.
Sagte mir dann: "Mal sehen, was dort morgen geschrieben steht, und ein Glas Bier zum Feierabend muß in Zukunft wohl gestrichen werden."

Gottfried
21. Januar 2013 16:20

@ Ein Fremder aus Elea

Dann nehmen wir doch gleich mal zusätzlich den Chef vom Dienst mit in die Konferenzschaltung:

"Mit einer gewissen Vorfreude erwartet man den Tag, an welchem unsere Schwulen, Lesben und Feministinnen zum Endkampf gegen die muslimischen Machos antreten."

(michael-klonovsky.de; unter "Allerlei")

Kurt Schumacher
21. Januar 2013 16:21

@ Toni Roidl

Bitte wachen Sie doch auf. PI hilft uns nicht, PI gehört zum Gegner! "Die Realität holt die Satire ein"? Oh nein. PI schreibt keine Satiren, sondern es ist eine Propaganda-Abteilung der Neuen Weltordnung. Deren Pseudo-Satiren sind in Wahrheit Umerziehungsmaßnahmen, die wie Krokodilstränen in die Augen der Deutschen geträufelt werden, um uns den Blick zu trüben.

M.L.: Na, na...

Marcus Junge
21. Januar 2013 17:36

Oh wie toll, bei der WELT ist die Kommentarfunktion nicht zu finden. Warum nur, wenn doch alles so in Ordnung ist mit den Absichten der moslemischen Herren von Amsterdam?

PB
21. Januar 2013 18:40

Tja, da tun sich Abgründe auf. Vor allem, wenn daran gedacht würde, dieses Modell nach Deutschland zu übertragen.

"Möglich wird das Projekt ... durch eine verwaltungsrechtliche Klausel. Zum Erhalt der Öffentlichen Ordnung erlaubt das Verwaltungsrecht dem Bürgermeister, Stadtbewohner umzusiedeln ... der Beschluss liegt bei der Kommune sowie den lokalen Leitern von Polizei und Staatsanwaltschaft. "

http://tinyurl.com/cfnf5ch

Ein solcher Beschluss könnte dann beispielsweise wie folgt lauten:

"Johann L. gefährdet durch sein Verhalten die öffentliche Sicherheit und Ordnung unmittelbar und war danach in Schutzhaft zu nehmen."

http://tinyurl.com/ambhbdv

Toni Roidl
21. Januar 2013 19:01

Da schau her! Eben bekam ich die Antwort der niederländischen Botschaft:

"Die Nachricht habe ich an die Stadt Amsterdam zur Beantwortung weitergeleitet. Ich gehe davon aus, dass die Stadt Amsterdam sich in Kürze bei Ihnen melden wird."

Na, da bin ich mal gespannt...

Schon länger besorgt
21. Januar 2013 19:59

Haben die Holländer eigentlich keine Verfassung, kein Gericht, an das sich der normale (oder auch der leicht asoziale, aber eben nicht kriminelle) Holländer wenden kann, wenn seine Grundrechte derart mit Füßen getreten werden?
Und was ist mit unserer hochweisen europäischen Gerichtsbarkeit, die einem Gäfgen Schadenersatz zuspricht und Sicherungsverwahrung (juristisch zwar zweifellos kein einfaches Problem) von immerhin rechtskräftig verurteilten Verbrechern für juristisch nicht tragbar hält?

Martin
21. Januar 2013 20:08

... na wenigstens ist dann zukünftig das Problem, im Winter ne warme Bleibe zu finden, gelöst - Diskriminierende Witze kann ich zum Glück bereits auswendig ...

(Achtung: Ironie! Oder eher Sarkasmus?)

Vulture
21. Januar 2013 21:07

Die ggfs. betroffenen Kaaskopjes organisieren sich hoffentlich rechtzeitig und ketten sich aktionsgruppenweise in und vor ihren Wohnungen fest. Wenn die machthabenden Verbrecher auf diese Weise die Auseinandersetzung verschaerfen wollen, sollte man sich die Gelegenheit zur Sichtbarmachung der Fronten nicht entgehen lassen.

karlmartell
21. Januar 2013 22:54

Unglaublich. Einfach unglaublich. Aber funktionieren kann das nur, weil die Weißen keinen Stolz mehr haben. In einer normalen Zeit, in einem normalen Land würde man solche „Staatsautoritäten“ einfach auslachen, und gut ist!

Falsch!

Die Weißen sind "Rassisten" und haben nichts weniger zu haben als Stolz, wegen der "Sklaven", wegen der "Kreuzzüge", wegen der "Hexenverbrennung", wegen der "Ausbeutung", wegen.....wegen....wegen...... etc.pp. Die Weißen haben ausschliesslich die Pflicht, wieder gutzumachen, sich zu entschuldigen, Tolerant zu sein, schlicht, alles zu dulden, aufgrund ihrer bösen Vergangenheit. Der Weiße, der das nicht final begreift, muss unter vehementer Drohungen in Angst versetzt werden, bis er seine nimmer endende Schuld gerne auf sich nimmt - für alle Zeiten.
Die erwähnten "normalen Länder" gibt es nicht.

Georg Mogel
22. Januar 2013 01:22

Suum cuique
Gerechtigkeit sei, wenn jeder das bekomme, was ihm gebühre, zitiert Platon den Lyriker Simonides von Keos in seinem Werk Politeia.
In Rom war das "suum cuique" ein Schlagwort für eine gerechte Verteilung. Das "Jedem das Seine" stand auch über einem Tor in Buchenwald. Aber wie schon der römische Redner Cicero meinte: "Abusus non tollit usum."

Swoboda
22. Januar 2013 09:09

@Toni Roidl ( "wir sehen uns im Lager" )

angesichts der rasanten Entwicklung der letzten Jahre nicht unmöglich, daher möchte ich mich an dieser Stelle vorsichtshalber jetzt schon als Barackenanführer empfehlen. Ich habe eine militärische Ausbildung und entwickle keine Platzangst in engen unterirdischen Gängen. Ich habe ein gutes Sehvermögen, was ggf. das Fälschen von Dokumenten erleichtert. Ich kann Fußball spielen und Motorrad fahren. Die Bereitschaft, das Schneiderhandwerk und das Schnapsbrennen zu erlernen bringe ich mit.

Schlimme Zeiten. Es werden aber auch wieder andere kommen. Das zeigt die Geschichte.

Importprimat
22. Januar 2013 11:12

Aufwachen! Wer wird von dieser Maßnahme getroffen werden? Natürlich echte Holländer wie Hassan und Mersad. Und damit nicht ein Aufschrei durch die homophoben Reihen der Religiösen geht, wird als Beispiel der weiße Mann genommen- den es so in Amsterdam kaum noch gibt (ginge es um den, wäre der Container leer – aus physischen, nicht ideologischen Gründen). Dann können die Muslime den Drop leichter lutschen und der wird richtig bitter, wenn der Umzugswagen vor der Tür steht. Ihr könnt jetzt losheulen, warum sich alle auf den weinerlichen weißen Mann als anerkannte Negativ-Figur einigen können, macht euch noch attraktiver. Viele nicht-arische Leser schmökern in der Sezession (ist auch kein Geheimtipp mehr), weil sie das Gefühl haben, da wird was angesprochen, was die Öffentlichkeit so nicht auf dem Radar hat. Auch in den Foren sind interessante Beiträge, gerade Literaturhinweise. Aus einer Meldung, deren Hintergründe wir hier nicht kennen und deren Umsetzung und deren Ergebnis noch vollkommen offen ist, eine Unterwerfungsphantasie in PI-Stil zu konstruieren – hallo! Reißt euch zusammen, mit dem Muselgrusel hat PI schon keinen Erfolg (weil es bei allem Generve nicht das Problem ist).

M.L.: Nun, das ist eine Theorie, die mir auch schon in den Sinn gekommen ist. Es kann möglich sein, daß das Ganze eine Finte ist und unter der Hand Hassan und Mersad in die Mangel genommen werden sollen - ein Indiz ist die erste Pressemeldung vom 4.12., die lediglich von "nuisance neighbours" sprach. Alsdann folgte laut Spiegel "harsche Kritik", also mußte der Drop weniger für "die Muslime" gesüßt werden, als für die notwendige Zustimmung der Linken und Liberalen, die eben noch Sorgen hatten, eine Wilders-Politik zu betreiben (wenn es dagegen gegen linke Feindbilder geht, ist natürlich alles erlaubt). Dann hätte der Buschkowsky Amsterdams einen ziemlich abgefeimten Winkelzug durchgezogen, um Hassan und Mersad in den Griff zu bekommen. Das wird allerdings erst die praktische Anwendung der Maßnahme zeigen. Andererseits sind einseitige und einschlägige pychologische und legale "antirassistische" Repressalien gegen Weiße (und zwar Männer, Frauen und Kinder) inzwischen in den USA, Großbritannien und Frankreich gängige Praxis - wie auch in diesem Blog mehrfach thematisiert. Daß es diese Tendenzen gibt, und in rapide zunehmendem Maße, ist nicht wegzudeuteln. Wenn es schließlich um die bloße Einschüchterungspsychologie geht, dann müßte man die Container-Maßnahmen theoretisch gar nicht durchziehen, oder nur in geringem Maße: bestrafe einen, erziehe tausende. - Um "Musel-Grusel" (der nebenbei sehr erfolgreich ist, wie gerade das Beispiel PI zeigt) geht es in diesem Artikel also nicht, eher um "Staats-Grusel" - und ist das nun auch nicht "das Problem"?

Ubuntu Bimbo
22. Januar 2013 11:46

Wenn 2/3 der "jugendlichen" Maroks und andere Migrantengruppen in dem Land bereits polizeilich in Erscheinung traten ist dieser schritt nur Konsequent. Es ist nichts anderes als die Fortsetzung des seit Jahrzehnten bestehenden Politsimulanten-Klüngels welches von Inkompetenz, Schwärmerei, Korruption und Größenwahn getrieben ist, ab einem gewisen Scheidepunkt muß man einfach die Realitäten verkennen und durch Umdeutung Ruhe in den Kasten einkaufen.

Allerindgs kommt so sicher wie das Amen in der Kirche ein Platzen der Blase. Ob es danach allerdings intelligenter zugehen wird mag stark bezweifelt werden. Zu stark ist der einfluß einer hauchdünnen Elite die in der Lage ist durch willfährige Idiotes ound potente Multiplikatoren ihre Vorteile durchzusetzen.

Rainer Gebhardt
22. Januar 2013 11:46

DER TAG X

(AUSZUG AUS EINEM BERICHT DER BEHÖRDE DES BUNDESBEAUFTRAGTEN FÜR STASIUNTERLAGEN):

Seit über 25 Jahren war es geplant. Schlagartig, konspirativ und vorbeugend sollte es geschehen. Fast 86000 Bürger der DDR hätte es getroffen. Sie alle waren vom Ministerium für Staatssicherheit (MfS) im so genannten "Vorbeugekomplex" erfasst und im Falle einer inneren Krise, einer Spannungsperiode oder im Verteidigungszustand zur Festnahme (2.955 Personen), Isolierung (10.726 Personen) beziehungsweise verstärkten operativen Kontrolle und Überwachung vorgesehen (72.258 Personen). In X + 24 Stunden sollten geeignete und konspirativ aufgeklärte Objekte mit Stacheldraht und Wachtürmen umgeben und das ganze Land mit Isolierungslagern überzogen werden.

...In den Panzerschränken der weit über 200 MfS-Kreisdienststellen lagen ... versiegelte Briefumschläge mit der Aufschrift "Kz 4.1.3." mit penibel ausgefüllten Personalunterlagen griffbereit. Diese Papiere, zu öffnen auf ein zentrales Codewort hin, würden den bewaffneten Verhaftungskommandos der Stasi den Weg zu DDR-Bürgern weisen, die, weil sie dem Staatssicherheitsdienst irgendwann unliebsam aufgefallen waren, zu Tausenden in Vorbeugehaft und Arbeitslager wandern sollten.

Internierung:
Mielkes Direktive 1/67 differenziert bei den Vorbeugemaßnahmen zwischen den Begriffen "Internierung" (Kennziffer 4.1.2.) und "Isolierung" (Kennziffer 4.1.3.). Zur Internierung waren Ausländer und Transitreisende vorgesehen, die sich in Spannungsperioden und im Verteidigungszustand auf dem Gebiet der DDR aufhielten.

Isolierung:
Von der Internierung strikt zu unterscheiden sind die im so genannten Vorbeugekomplex geplanten Isolierungsmaßnahmen. Sie richteten sich ausschließlich gegen die eigene Bevölkerung, gegen Bürger, die dem SED-Regime - aus welchen Gründen auch immer - missliebig aufgefallen waren und deshalb im Ernstfall ausgeschaltet werden sollten.

NOCH FRAGEN?

Marcus Junge
22. Januar 2013 12:49

Kurt Schumacher

"Aber was wäre, wenn….?! Wenn der Dorfpolizist den Befehl verweigern und dem absurden Theater „Politik“ einfach ins Gesicht lachen würde?"

Unwahrscheinlich, eher greift der brave Bürger dann zur Waffe (legal, illegal, alles scheißegal) und brät dem Kapo einen über und macht danach "Amok" (Widerstand), als daß ein dt. Dorfpolizist so einen Befehl verweigert.

Martin

Würde für Wahrheit plädieren, die aber natürlich auch ironisch und sarkastisch sein kann

Gottfried
22. Januar 2013 12:52

@ karl martell

"Die Weißen sind „Rassisten“ und haben nichts weniger zu haben als Stolz, wegen der „Sklaven“ ..."

Da kann ich dann nur hoffen, daß sich unsere Jugend der BUNTEN Republik bei ihrem Studium der Sklaverei seriöser Quellen bedient, als gutes Beispiel seien hier Hollywood-Filme höchster Qualität ala "Roots" oder "Amistad" genannt und nicht etwa über entsprechende Essays eines Fjordman oder über die kruden Vorträge des vermeintlichen Geschichtsexperten Dr. Tony Martin (VSA).

M.L.: "Django Unchained" nicht zu vergessen... und konservative schwarze Onkel Toms wie Thomas Sowell einfach ignorieren.

Importprimat
22. Januar 2013 13:50

In Österreich gibt es ein Gesetz (bitte um Korrektur), dass der prügelnde Ehemann die gemeinsame Wohnung verlassen muss, das Opfer, im Falle staatlichen Eingriffs, nicht auch noch das Heim verliert. Die Initiative scheint mir von dem Gedanken inspiriert. In dem Fall geht es aber nicht um permanente körperliche Gewalt im eigenen Heim, es geht um eine harmonische Nachbarschaft/Gesellschaft. Das Märchen von der harmonischen Gesellschaft, das ist die dunkle Seite der Sozialdemokratie, das Pendant zum gesunden Volksempfinden. Beides endet gerne in der Psychiatrie. Darum geht es hier: betreutes Wohnen für Integrationsunwillige (vulgo: Bekloppte). Wobei Staat sagt, was und wo integriert wird (und wer bekloppt ist). „Daß es diese Tendenzen gibt, und in rapide zunehmendem Maße, ist nicht wegzudeuteln.“ – wer Linksliberal nicht mit Scheißegal verwechselt, sieht es genauso. Mich befremdet, dass in den sogenannten linksliberalen Medien kein Aufschrei stattfindet – als ob das niederländische Strafrecht keine Handhabe gegen Gewalttäter hätte und es hier darum ginge. Hier geht es um Selektion nach ideologischen Kriterien. Die Frage, ob das dann bunte Republik ist, ist berechtigt.

Demo Goge
22. Januar 2013 14:10

'Reißt euch zusammen, mit dem Muselgrusel hat PI schon keinen Erfolg (weil es bei allem Generve nicht das Problem ist).'

Richtig. Denn das echte Problem ist, daß es - zumindest unter den pi-Kommentatoren eine Vielzahl gibt, die ein Unrecht begrüßen würden wenn es 'Hassan und Mersad' beträfe, aber es nun beklagen da es 'Jan und Pieter' zu treffen scheint.

Was sich auch bei der Mali-Thematik ('mal ordentlich aufräumen dort unten') zeigt.
Das ein Araber/Moslem, daß gleiche Recht auf Widerstand gegen Überfremdung/Christianisierung (und zusätzlich noch Ausplünderung der Naturressourcen) seiner Heimat hat wie ein Deutscher/Christ gegen Überfremdung/Islamisierung der seinen, scheint dort (aber auch in der FAZ) manch einem unbegreiflich zu sein.

Andreas Lange
22. Januar 2013 14:15

Na wunderbar, das erspart den Moslems doch viel Arbeit.

"Liebe Fremdinnen und Fremde, Sie würden gerne in die viel schönere Wohnung dieser/s eingeborenen "PommesIn" [analog zur "Kartoffel"] ziehen? Sie wollen den/die/das letzte(n) HolländerIn vertreiben, der/die/das noch in Ihrem schönen Klein-Islamabad wohnt? In Ihrem Viertel duftet es nicht nach frischem Schafsblut, sondern stinkt nach Frittierfett?
Keine Sorge, die Zeiten, in denen Sie erst mühsam zwei Dutzend Schafinnen und Schafe in deren Hausflur schächen mußten, damit die Eingeboreninnen und Eingeborenen freiwillig wegziehen, sind vorbei, denn ab jetzt gibt es die neuen Konzentrations-Container! Nur sechs Monate und zwei Anrufe bei der Deportations-Hotline der Stadt Amsterdam, schon kümmern wir uns um die Endlösung Ihrer HolländerInnenfrage!

Ihre BlockwartInnen

Eberhard van der Laan
Bürgermeister

Tahira Limon
Fremden-Lobbyistin

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Falls mein Text etwas schwer zu lesen sein sollte, bitte ich um Entschuldigung, aber die Seitenhiebe auf den Germanistenverband mit seinen ebenso politisch korrekten wie falschen "Mitgliederinnen und Mitgliedern" konnte ich mir nicht verkneifen... :-)

Das Schächten im Hausflur habe ich mir nicht ausgedacht. Eine damalige Schulkameradin aus meiner Geburtsstadt hatte schon in den späten 70ern das Pech, mit ihren Eltern in einem Haus zu wohnen, das ein islam(ist)ischer Moscheeverein als Standort für eine der ersten Parallelgesellschaften der Stadt [Kurzverweis zu Google Maps] auserkoren hatte. Neben häufig wechselnden, nicht besonders gut beleumdeten KFZ-Werkstätten und -Händlern nutze ein türkischer "Kulturverein" mehrere Einheiten bereits als Gebetsräume. Nur knapp 90 qm im Dachgeschoß wurden wegen der niedrigen Miete noch von "Kartoffeln" bewohnt. Also ging's ans fröhliche Schächten im Treppenhaus, bis das Haus komplett von Ungläubigen gesäubert war.
Die Moschee wurde offiziell zwar erst 2005 gegründet, exisitiert de facto aber schon seit ca. 1980.

Besonders pikant: Die Schulkameradin und ihre Familie galten als ausgemachte Türkenfreunde, da die Mutter sich durch die Betreuung mehrerer Kinder von berufstätigen türkischen Doppelverdienern ein erkleckliches Zubrot verdiente. Geholfen hat es ihnen genau nichts. :-D

blixa
22. Januar 2013 14:38

Ein derart massiver Eingriff bar jeder Verhältnismäßigkeit auf Basis absolut vager Kriterien macht sprachlos! In der DDR gab es den völlig unbestimmen Straftatbestand der "staatsfeindlichen Hetze" - wobei man diesbezüglich wenigstens von einem - wenn auch natürlich nicht unabhängigen - Gericht verurteilt werden musste. Iimmer klarer wird, dass multi-kulturelle Gesellschaften inhärent totalitär sind.

rosenzweig
22. Januar 2013 14:46

Wenn der grüne Bourgeois das Asylantenheim in seinem Viertel mit dem Argument zu verhindern versucht, dieses könnte die Ausländerfeindlichkeit fördern, befinden wir uns auf der Ebene der „Logik“, welche auch solche Experimente, wie die in Amsterdam, hervorbringt. Nichts, wovor sich hier jemand fürchten muß. Dies sind systemimmanente Konflikte, in welchen die Eliten, im Rahmen einer Ideologie, deren wesentliches Merkmal die Realitätsverweigerung ist, einen Realitätsbezug herzustellen versuchen. Sie müssen den bösen schwarzen Mann von der Straße bekommen, indem sie den rassistischen, homophonen weißen Nazi beschuldigen, dessen Existenz in einigen geschützten und bewachten Reservaten durchaus erwünscht ist. Schon die Verschwurbeltheit dieser Ideologie und ihrer Protagonisten machen deutlich, das daraus nicht die Härte hervorgehen kann, die für ein „Stasi-Grusel“ notwendig wäre. Diese Härte ist nur noch bei den „rauen“ Elementen der Geheimdienste vorhanden und wird sehr selektiv und überschaubar zur Anwendung gebracht. Gefährdet kann man sich nur dann empfinden, wenn man im Rahmen systemimmanenter Konflikte agiert. Dies ist natürlich der Fall, wenn man sich im Lager der Islamkritik befindet. Die Islamkritik gehört zu dem Rest realitätsbezogener Aufklärung, der sich gegen die konstruktivistischen Gedankenspiele von der Formbarkeit des Menschen zur Wehr setzt, die in dem Projekt der Aufklärung (Gott ist tot. Der Mensch ist Gott) selbst angelegt sind. Beim Kampf der inneren gegen die äußere Partei liegen die Nerven blank.
Schlussendlich bleibt einem nicht viel, außer die Auseinandersetzungen in einem Milieu, welches die Zukunft für sich reklamiert und sich dabei vor allem dadurch auszeichnet, daß es sich nicht reproduziert, mit Abstand und Amüsement zu betrachten. Großes Kino.

Importprimat
22. Januar 2013 16:12

Martin Lichtmesz: Meinungsfreiheit in Deutschland
„Ab einem gewissen Punkt riskiert man sehr viel, wenn man es wagt, dem allgemeinen Konsens zu widersprechen. Der Widerspruch wird zum quasi asozialen Akt, den sich nur sehr wenige leisten können. Er kann erhebliche existenzielle Folgen haben. Heute hat sich dieses System so weit perfektioniert, daß selbst die Frage nach der „Meinungsfreiheit“ nur mehr als Metaproblem abgehandelt wird.“

Widerspruch als asozialer Akt. Tja, da sind wir jetzt. Und keiner meiner Liberalen merkt was. Das muss ich bei euch lesen. Alle finden es ganz toll- jedoch weiß keiner warum, aber alle sind sich sehr sicher. Linksliberaler Relativismus ist out –heute ist alternativlos angesagt. Für das Land, die Gesellschaft und die Biografien. Wozu mit Rechten streiten? Oder überhaupt streiten? Diskurslos. In Amsterdam sind wir bald nicht mal mehr Nachbarn. Das ist der gelebte Albtraum der Aufklärung. Die Stille im Blätterwald ist eine Bankrotterklärung der liberalen Medien.

Zadok Allen
22. Januar 2013 17:34

@ rosenzweig

Vielen Dank für Ihren hervorragenden Kommentar. Ich hatte ähnliches bereits im Kopf vorformuliert und bin nun der Notwendigkeit überhoben, es hier niederzuschreiben.

Es gilt jedoch m.E. noch einen anderen Aspekt zu berücksichtigen: Sollte sich die sozioökonomische Lage der europäischen Volkswirtschaften - wie absehbar - weiter drastisch verschlechtern, so wäre es durchaus denkbar, daß sich der "steigende Druck im Kessel" doch noch in Richtung der brunnenvergiftenden Untermenschen - der "Nazis" - entlädt.

Für besonders wahrscheinlich halte ich das allerdings auch nicht. Dazu haben die autochthonen Ethnien Europas in jeder Hinsicht schon zu viele Federn gelassen. Segregation zunächst der städtischen, später auch der ländlichen Wohnlagen dürfte die wahrscheinlichste Perspektive sein.

Belsøe
22. Januar 2013 19:06

Chronologisch gelesen bietet sich mir eher das Bild einer politisch korrekten Zurechtbiegung eines ursprünglich notwehrartig gedachten Programms. Wie es zu dieser Umdeutung kam und ob sie wirklich mehr ist als verbale Schadensbegrenzung, konnte ich nicht wirklich nachrecherchieren, das Netz gibt dazu nichts her.

Ausserdem kann man sich unter den Suchbegriffen Amsterdam Container Housing einige Bilder ansehen die weniger Deportation suggerieren als das hier verwendete Foto. Es scheint sich um eine Art Notunterkunft zu handeln, mit der auch schon der Mangel an Studentenzimmern ausgeglichen wurde.

Den Bogen zur Korrektheitsproblematik würde ich eher so schlagen: man hat mittlerweile so derartige Probleme mit bestimmten Bevölkerungsgruppen, sowohl zugewanderten also auch mehrfachverarmten einheimischen, dass man nicht mehr ein noch aus weiss - kann dies aber nicht zugeben und muss daher was mundgerechtes nachschieben. Dies gilt nicht nur für Linksliberale Milieus, Wirtschaftsliberale wollen zum Beispiel über Verarmung genauso wenig sprechen wie Grüne über Migrantengewalt. Die allgegenwärtige Fassadenwirtschaft kennt hier kein Monopol. Die wirklich dringliche Knappheit günstigen und sozial niedrigschwelligen Wohnraumes in den Metropolen vermindert den Spielraum der Sozialbehörden zusätzlich (hier wohl nochmals verschärft durch die generell sehr krasse Immobiliensituation eines Landes mit wenig Raum). Zum Handeln gezwungen, aber kaum Mittel - was also tun? Da mittlerweile keiner mehr mit offenen Karten operieren kann, muss eine Migrantin etwas medial akzeptables dazu sagen, denn ihr wird nicht so schnell der Shitstorm um die Ohren wehen, der offenbar die grösste Angst derzeitiger Amtsträger ist.

Und wer weiss, vielleicht gibt es mit den vorgeschobenen Argumenten tatsächlich ein Problem? Aus zwei europäischen Städten sind mir Beispiele bekannt, wo eine Schwulen- und eine allgemeine AIDS-Beratung aus "ihren" jahrzehntelang angestammten Stadtteilen weichen mussten. Was keine noch so konservative Stadtregierung nach den 60er Jahren gewagt hätte, gewaltbereite Einwandererjungs kriegten das in unter einem Jahr mit massivem Terror hin. Diese Typen dürften indes deckungsgleich sein mit den Gewalttätern und Angstterroristen allgemeinerer Natur, die keineswegs nur solche Einrichtungen angehen. Homosexuelle sind für alle Seiten ein griffiges Thema, ich vermute aber dass es eigentlich um die generelle Stimmung in den beliebten und wirtschaftlich vielversprechenden "bunten" und liberalen Vierteln geht. Billige Ateliers bringen Galerien bringen Cafés bringen Geld bringen Immobilienboom - aber nur wenn der schwule Galerist nicht unterwegs ein Auge ausgestochen bekommt, die Designstudenten-WG nicht durch verdroschene Nachbarsfrauen abgelenkt wird und sich junge Frauen auf dem Weg zum Macchiato nicht vor Übergriffen fürchten müssen. Gerade die sogenannte "kreative Klasse", besserverdienend oder nicht, braucht für ihre Umtriebe diese bestimmten Umfelder und ist viel anfälliger als ein Malocher - der macht um 17 Uhr einfach die Tür zu und sein Feierabendbier auf und schläft trotz Nachbarlärm halbwegs zufrieden auf dem Sofa ein.

Den Impuls eines Aufräumens kann ich somit verstehen, es gibt ja unvorstellbar desolate Personenkreise die mit relativ wenigen Leuten ganze Viertel massiv abwerten können. Jeder Vermieter kann bestätigen was die Anwesenheit einer einzigen deutlich auffälligen Familie mit einem an sich normal-wurschteligen Mietshaus macht. Insofern ein interessanter Vorbote für das, was einer entkernten Staatsfassade (merke: die STADT musste sich was einfallen lassen, dort laufen die ungeliebten Probleme nämlich auf) noch übrig bleibt wenn die nicht abspeisbaren, nicht verzichtbaren Milieus in die Klemme geraten.

Sollte der Plan wirklich realisiert werden, werden dort keine rechten Journalisten oder bibeltreue Moralprediger untergebracht werden, sondern allerhand mehrfach auffälliges Volk, von notorischen Schlägern über aggressive Mietnomaden bis hin zu Problemfamilien mit gewaltpsychotischen Söhnen, die man mit der (klar: reichlich tumben) Kategorisierung des Bürgermeisterbüros halt irgendwie am Schlawittchen kriegen kann.

Interessant dürfte es indes schon werden, xenophobe Hooligans mit zu 90% muslimischen Schwulenklatschern zusammen zu pferchen.

Amerikafreund
22. Januar 2013 21:18

Der amerikanische Publizist John Derbyshire, der letzten Jahr im Rahm der Travyon Martin Debatte seinen 15 Minuten Ruhm hatte, hat einige Tips zusammengetragen für Rechte die sich im einigen Jahren in Umerziehungslagern wiederfinden könnten
http://www.vdare.com/articles/john-derbyshire-considers-his-future-as-a-zek-in-cultural-marxist-america

Kurt Schumacher
22. Januar 2013 21:24

Mir fällt gerade ein, als Ende der 90er die Sendung "Big Brother" aufkam, gab es einen Riesen-Aufschrei: man dürfe doch nicht Menschen in Container einsperren; das sei doch "ein Verstoß gegen die Menschenwürde". Sogar der Vatikan schaltete sich ein! Inzwischen sind ganze Generationen von Zuschauern, aber auch Insassen herangewachsen, die Leben im Container ganz normal finden. (Dschungelcamp ist eine Variante davon). Nur ein Zufall....? Oder handelte es sich um eine Langzeit-Strategie, die Widerstände aufweichen sollte? Nach dem Motto: vorgestern Satire ("Welt am Draht"), gestern Fernseh-Skandal ("Big Brother"), heute soziale Bestrafung (Amsterdam)...?

cromagnon
22. Januar 2013 22:38

Vor diesem Hintergrund gewinnt das R.A.D. Gesetz (Regeling aggressive dieren) in den Niederlanden eine ganz neue Dimension.
Dieses Gesetz wurde vor einigen Jahren in den Niederlanden plötzlich in größerem Umfang angewendet. Es richtete sich angeblich gegen gefährliche Hunde. Tatsächlich konnten jedoch anhand dieses Gesetzes normale Polizisten unauffällige Hunde alleine aufgrund körperlicher Merkmale (groß, kräftig gebaut), also wegen ihres Aussehens, beschlagnahmen, auch ohne das es irgendeinen Vorfall gegeben hatte, auch die Hunde von Touristen und auch dann, wenn die Hunde einen deutschen Wesenstest bestanden hatten und völlig unauffällig waren.
Die Hunde wurden dann in große Lager gebracht, mehrere Monate in Einzelzwingern ohne soziale Kontakte untergebracht, bis sie von einem der zwei damit beautragten Tierärzte begutachtet worden waren. Daraufhin konnten sie getötet werden, alleine aufgrund ihres Aussehens, bzw. der vermuteten Abstammung von bestimmten Rassen (oder seelisch zerstört ihren Besitzern zurückgegeben werden).
Die Orte der Lager war geheim, damit die Hundebesitzer nicht versuchen konnten ihre Lieblinge zu befreien.
Laut Aussage unserer Tierärztin kannte sie zwei Fälle von deutschen Urlaubern, denen ihr Hund während des Urlaubes von holländischen Behördenvertretern entwendet worden war. Das Gesetz wird seit ca. zwei Jahren nicht mehr angewendet. Vermutlich hatte es große Proteste gegeben, denn bekanntlich sind die Europäer meist sehr hundefreundlich und hat der Hund eine lange Tradition in unseren Kulturen.
Da Hunde im Islam als unrein gelten und wir vermutlich alle das Verhalten der meisten "Südländer" gegenüber Hunden kennen, deutet jetzt vieles für mich darauf hin, daß dieses Gesetz aufgrund dem wachsenden muslimischen Einfluß zur Anwendung kam und eine weitere Unterwerfungsgeste europäischer Behörden war.

cromagnon
22. Januar 2013 22:50

PS: In den letzten Jahren sind in vielen EU-Ländern, angeblich im Zuge der Harmonisierung, die Gesetze zur Hundehaltung stark verschärft worden. In Frankreich können Hunde inzwischen jederzeit durch Polizisten ihren Besitzern entwendet und ermordet werden. Dänemark und meines Wissens England haben ihre Regelungen extrem verschärft. Relativ frei sind meines Wissens nach noch Deutschland und Italien (und Spanien glaube ich). Zu Osteuropa ist mir nichts bekannt.
Jetzt beginne ich zu ahnen, wo vermutlich der Ursprung dieser Entwicklungen zu suchen ist. Interessant wäre mal zu wissen, ob es eine Korrelation zwischen Regulierungsschärfe und muslimischem Bevölkerungsanteil gibt.

Sixty
22. Januar 2013 23:15

"Ist ein Journalist wie Röhn allen Ernstes so naiv, zu glauben, daß Migranten nicht imstande wären, „ihre Mitbürger zu tyrannisieren“ oder „Schwule zu hassen“?"

Die schlichten Gemüter unter den Fans der "Political Correctness" (wie dieser Herr) sind wohl wirklich so naiv. Die eigentlichen ideologischen "Drahtzieher" wissen dagegen sehr wohl, daß (insbesondere muslimische) Migranten meist alles andere als friedliche Schwulen- oder Feministinnen-Freunde sind. Sie sind aber auch zynisch genug, alles, was ihren Klischees zuwiderläüft, einfach unter den Teppich zu kehren bzw. als absolute Einzelfälle zu verharmlosen.
Im übrigen sollte man aber bei diesem (Extrem-)Fall auch bedenken, daß Amsterdam schon seit den 70ern eine Hochburg des permissiven Ultra-Liberalismus ist und daher nicht unbedingt als "typisch" gelten kann.
Und ein Stück weit ist es wohl auch einfach Schaumschlägerei.

Marcus Junge
23. Januar 2013 03:39

Kurt Schumacher

Einspruch. Ganze Generationen sind es dann doch (noch) nicht, die mit dem letzten Dreck der Privatunterhaltung aufgewachsen sind. Ich kann stolz sagen, ich habe Big Brother von der ersten Sekunde, der ersten Folge, der ersten Staffel boykottiert. Alles was hängen geblieben ist: Zlatko, wegen dem damals nicht entfliehbaren "Musikstück" von ihm ("Großer Bruder", schlimmer als Bohlen oder Schlager es je waren) und ein Küblböck (bei dem man froh sein durfte, daß die Geschlechtsumwandlung nicht auch noch Hauptthema der Aktuellen Kamera wurde) und am Ende die Erkenntnis, wonach man Idiotie zwar in Container sperren, aber damit nicht heilen kann.

Als normal erachte ich diese und viele ähnliche Veranstaltungen, auf allen Sendern, daher aber trotzdem nicht, was sich hoffentlich nie ändern möge. Und wenn es mir nur möglich wäre, ich würde mit Freuden jegliche Erinnerungen an Figuren wie Zlatko und Küblböck aus meinem Gedächtnis tilgen, aber die Schrecken bleiben wohl für ein Leben.

Ich behaupte sogar mal, das gilt nicht nur für mich. Die Masse ignoriert den Mist schlicht und kümmert sich nicht (wie so oft). Da es ja nicht verboten ist Freiwillige in Container zu stecken und dann eine Sendung daraus zu machen, kann ich das sogar nachvollziehen, weil hier wirklich nur abschalten zur Abstetzung führen könnte (was aber nicht bedeutet, es käme dann etwas gehaltvolleres).

Aus all dem bekommt man aber keine Entwicklungslinie bis zum Amsterdamer Modell. Begriffe wie Gulag, Lager oder KZ, dürften selbst den Bestmenschen noch nicht genehm sein. Weiterhin sind Holzbaracken nicht mehr so ganz in Mode und wahrscheinlich sogar teurer, als normierte Wohncontainer, die z.B. massenhaft beim Bau oder Auslandseinsätzen verwendet werden. Die Ähnlichkeiten sind für mcih daher Zufall, aus pragmatischen (Geld) Erwägungen.

Gottfried
23. Januar 2013 08:46

@ Belsoe

"Interessant dürfte es indes schon werden, xenophobe Hooligans mit zu 90% muslimischen Schwulenklatschern zusammen zu pferchen."

Habe Ihre Analyse mit großem Interesse gelesen. Sie trägt dazu bei, über die Profanität als Triebfeder der Entscheidungen unserer Obrigkeiten nachzudenken, die als humanistische Bestrebungen auf dem Markt feilgeboten werden.

Was mir nicht zusagt ist, die Giftvokabel "Phobie" des Feindes zu übernehmen. Ein Phobie ist ein Form der Angst, die sich einem beliebigen Nächsten nicht vermitteln läßt, z.B. ein Brücke zu überqueren, unter Leute zu gehen, einen Aufzug zu betreten usw.

Weil der Humanismus die Naturwissenschaft nicht erträgt: Fremdenfeindlichkeit ist im Mandelkern (Amagdyla) im Großversuch meßbar. Den Probanden werden Photographien Rassefremder gezeigt, es erfolgen negative Reaktionen. Unmittelbare körperliche Furchtreaktionen, die Vorbereitung auf Flucht- oder Angriffshandlungen, können je nach Situation unterschiedich stark sein, z.B. beim Anblick eines Autos, das mit hoher Geschwindigkeit auf einen zufährt, bei Konfrontation mit einer Schlange usw., alle diese Reaktionen basieren auf dem Selbsterhaltungstrieb eines jeden Lebewesens.

Zahlte man den Humanisten mit gleicher Münze zurück, so könnte man diese der Oikophobie (krankhafte Angst vor dem Eigenen) bezichtigen.
Statt solcher Albernheiten halte ich es jedoch für konstruktiver, der Aufklärung und hier ganz besonders der Wissenschaft vom Leben, also der Biologie und der Evolutionslehre, wieder zu ihrem Recht zu verhelfen.

Importprimat
23. Januar 2013 09:58

@Belsøe
„Sollte der Plan wirklich realisiert werden, werden dort keine rechten Journalisten oder bibeltreue Moralprediger untergebracht werden, sondern allerhand mehrfach auffälliges Volk, von notorischen Schlägern über aggressive Mietnomaden bis hin zu Problemfamilien mit gewaltpsychotischen Söhnen, die man mit der (klar: reichlich tumben) Kategorisierung des Bürgermeisterbüros halt irgendwie am Schlawittchen kriegen kann.“

Wenn es geschieht, wird es so sein. Womit die multikulturelle Gesellschaft, zu der Konflikte gehören, beerdigt wird. Niemand hat Lust auf schlechte Nachbarn, keiner möchte neben Dauerproblemen leben. Alles OK. Das Strafrecht und das Bürgerliche Recht geben genug Werkzeuge her (genau dafür), bedeuten aber auch Auseinandersetzung. „Asis“ ausquartieren, kasernieren – polemisch: Sozial befreite Zonen - das hat eine neue Qualität. Klingt nach dem, wogegen liberal mal angetreten ist. Der Schritt zu Scherbengerichten, bei denen eine demokratische Mehrheit politische Sonderlinge ausquartiert, wird nicht mehr groß sein. Ich bin für die vollkommene Gleichberechtigung Homosexueller, es muss aber auch möglich sein, Homosexualität als eine Geisteskrankheit zu bezeichnen. Ja, und dann wird gestritten, was sonst? In Frankreich demonstrieren die Rechten dagegen und in Deutschland trauen sie sich nicht. Sind alle dafür oder ist ein Teil der Bevölkerung eingeschüchtert? Schön wäre das erste, eine Katastrophe ist aber das zweite. No one left behind – war mal ein Grundsatz. Solidarisieren, organisieren, streiten. Und jetzt? Bleibt ein Latte-macchiato Disneyland. Ein einklagbares Recht auf die Komfort-Zone? …und tschüss, was nicht zur Einrichtung passt. Das hat was von Marie Antoinette. Das ist nicht die bunte Republik, das ist Ikea-Faschismus.

M.L.: In Frankreich demonstrieren "die Rechten" nicht gegen Homosexualität (genauso gut könnte man eine Kampagne gegen die Schwerkraft starten), sondern gegen die "Homo-Ehe", was doch einen erheblichen Unterschied macht.

Martin Lichtmesz
23. Januar 2013 13:03

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