Sezession
11. Februar 2013

Votivkirche Wien besetzt – ein Gespräch mit der „Identitären Bewegung Österreich“

Götz Kubitschek

SEZESSION: Ihr habt die Wiener Votivkirche besetzt, die eigentlich von Asylbewerbern besetzt ist, welche wiederum nur Spielmasse in der Hand linker Lobbygruppen sind. Wir kamt Ihr auf die Idee der Gegen-Besetzung?

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

IDENTITÄRE BEWEGUNG ÖSTERREICH: Im Grunde war eine Reaktion von uns längst überfällig. Wir waren ja angetreten, dem unwilligen Stammtischgemurmel des patriotischen Österreichs endlich eine klare, unüberhörbare Stimme zu geben. Eine Gegenstimme, die dort widerspricht, wo die genannten Lobbygruppen seit Jahrzehnten ungehindert ihre Wühlarbeit leisten. Uns erreichten Aufforderungen, doch "endlich etwas dagegen zu tun". Unsere spontane Tanzaktion vor der Kirche - Anfang Januar - erschien uns dann auch als zu zahnlos. Da wollten wir eins draufsetzen!

SEZESSION: Das ist Euch ohne Zweifel gelungen - die Pressereaktionen sind überraschend ambivalent, keinesfalls werdet Ihr einhellig verteufelt. Wie ist die Reaktion hinter den Kulissen? Zulauf?

IBÖ: Massenhaft! Wir kommen kaum nach mit dem Beantworten der Interviewanfragen, der Verwaltung der Unterstützungs- und Spendenangebote. Unseren lokalen Gruppen in ganz Österreich steht ein explosives Wachstum bevor. Ein Asyl-Camp in der Votivkirche aufzubauen ist derart haarsträubend und unnötig, die Organisation durch linksextreme No-Border-Spinner und der Mißbrauch der Asylanten derart offenkundig, daß die öffentliche Meinung klar gegen diese Besetzung ist.
Das brachte natürlich massive Sympathie für unsere Besetzung der Besetzung. Wie man weiß, ist dieselbe Asyl-Show derselben linksextremen Gruppen bereits in einigen anderen europäischen Ländern abgezogen worden. Immer von Unmut und Wut der Bürger begleitet, aber unwidersprochen und unerwidert. Aber in Wien sollte es anders werden.

SEZESSION: Was war im Innern der Kirche los? Warum habt Ihr eigentlich so rasch abgebrochen?

IBÖ: Als wir nach der Sonntagsmesse um 12 Uhr unser Lager im Seitenschiff aufgeschlagen hatten, begannen bald zähe Verhandlungen mit der Caritas. Inzwischen sammelte sich draußen ein linksextremer Mob, der unsere Sympathisanten und Aktivisten attackierte. An den Gittern wurde gerüttelt, vom Gegröle dröhnte die ganze Kirche. Es war eine echte Belagerungsstimmung. Wir waren fest entschlossen, vorerst dort zu bleiben und stellten einen Antrag auf Asyl für unseren staatenlosen Steirer, Sepp Unterrainer, an die Erzdiözese. Unser Ziel war im Grunde eine Räumung des Camps. Keinesfalls hatten wir vor, hier ein Matrazenlager in empfindlicher Nähe zum Tabernakel einzurichten (die Asylanten belegten das Vorderschiff der Kirche). Diese Art von "sitzendem Protest" liegt uns auch eigentlich nicht.
Die Caritas wollte unsere Aktion ins Leere laufen lassen und klein halten. Sie haben aus ihrem Mediendebakel bei unserer "Tanz die Reconquista" Aktion gelernt. Sie wollten uns isolieren und zur freiwilligen Aufgabe bewegen, was uns, gegen unseren eigentlichen Plan, sogar anspornte, dauerhaft zu bleiben. Dem machte dann aber der Pfarrer einen Strich durch die Rechnung, indem er sein Hausrecht geltende machte und uns mehr oder weniger rauswerfen wollte. Wir hatten also nur die Wahl, darauf einzugehen oder eben auf die Polizei zu warten. Direkt raus zu gehen, wäre mittlerweile ohnehin ziemlich gefährlich gewesen, da dort der linksextreme Mob wütete.
Wir wollten mit unserer Aktion eben nicht den Pfarrer gegen uns aufbringen. Als wir uns näher mit ihm unterhielten, merkten wir, wie sehr er unter der ganzen Situation litt (er musste die Christmette unter Polizeischutz feiern), und daß er ehrlich darum besorgt war, daß es zu einer Profanisierung der sakralen Plätze kommen könnte. Wir wollten ihm nicht noch mehr Ärger bereiten, vor allem, weil wir uns in einem längeren Gespräch mit ihm gut verstanden. Mittlerweile war die Sache auch medial ins Laufen geraten, und die Identitären liefen in allen Kanälen. Da wir also keine sofortige Räumung des Lagers erwirken konnten und mit unserer Aktion nicht den sympathischen Pfarrer der Kirche treffen wollten, folgten wir also seiner nachdrücklichen Bitte.


Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

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