Sezession
13. März 2013

Kirchweyhe und Fall Daniel S.: Migrantische Jugendliche als Akteure deutschfeindlicher Gewalt

Gastbeitrag

Gewaltaffine Kultur in Verbindung mit Deutschfeindlichkeit kann ihre Wirkung jedoch nur aufgrund deutscher Schwäche in diesem Ausmaß und beinahe ungehindert entfalten. Bereits die Wahrnehmung entsprechender Probleme wird in der deutschen Diskussion etwa verbreitet unter Rassismusverdacht gestellt. Deutsche sind zudem individuell und kollektiv kaum zur Selbsthauptung fähig. Auf die problematischen Folgen des Verlusts traditioneller Vorstellungen von Ehre und Stärke unter Deutschen hatte der Sozialdemokrat Heinz Buschkowsky hingewiesen:

 Wir erziehen unsere Kinder zur Gewaltlosigkeit. Wir ächten Gewalt in der Begegnung und bringen das unserem Nachwuchs bei. Andere bringen ihren Jungs bei, stark, tapfer und kampfesmutig zu sein.

Die Vorstellung, daß es heroische Deutsche geben könnte, gilt allgemein als unerträglich, und mit viel Aufwand wird in ganz Europa versucht, nichtmigrantischen Jungen Männlichkeit abzuerziehen. Mit zunehmendem "Erfolg" solcher Vorhaben wird auch die Verachtung von Deutschen sowie deren Wehrlosigkeit zunehmen.

Notwehr und Nothilfe sind darüberhinaus auch für wehrhafte Deutsche, die in der Regel nicht auf die Unterstützung ethnischer oder familiärer Strukturen zählen können, mit hohen Risiken verbunden. Dies zeigte etwa im März 2012 der Fall des Deutschen Sven N., der sich mit einem Messer gegen 20 angreifende Migranten verteidigte und dabei den 18-jährigen Araber Jusuf El-Abed tödlich verletzte. Die Araberpopulation Berlin-Neuköllns solidarisierte sich daraufhin größtenteils mit dem getöteten Angreifer, an dessen an Szenen an Orten wie dem Gazastreifen erinnernde "Märtyrerbegräbnis" tausende Muslime teilnahmen. Bereits 2008 waren in Köln ähnliche Entwicklungen zu beobachten, nachdem ein Marokkaner im Stadteil Kalk bei einem Raubüberfall von einem Deutschen in Notwehr getötet worden war und sich daraufhin mehrere tausend Personen aus der lokalen Migrantenpopulation mit dem Angreifer solidarisierten. Auch Daniel S. war nicht schwach, sondern nur in der Unterzahl.

Mit der Unterstützung deutscher Behörden dürfen Deutsche bei Vorfällen dieser Art nicht rechnen. Allgemein verzichten Behörden aufgrund des Gewalt- und Widerstandspotentials bestimmter Migrantengruppen zunehmend auf Versuche, auf diese Gruppen korrigierend einzuwirken, und fordern statt dessen mehr Anpassung von Deutschen.  Im Fall des erwähnten Sven N. reagierten Behörden auf die Drohungen von Arabern aus Furcht vor Eskalation mit Dialogversuchen und rieten den Angehörigen des angegriffenen Deutschen, den Drohungen gegen sie nachzugeben und Neukölln vorläufig fernzubleiben.

Auch auf Seiten der Politik besteht nur geringes Interesse, auf die Problematik im Sinne der Betroffenen einzugehen, da dies ein Eingeständnis darstellen würde, daß Zuwanderung nicht immer die versprochene "kulturelle Bereicherung" mit sich bringt. Es wird daher versucht, die Anspreche der Probleme zu unterbinden. Staatlich finanzierte Aktivisten wie Yasemin Shooman etwa unterstellen Personen, die auf Deutschfeindlichkeit hinweisen, pauschal Nähe zum Rechtsextremismus:

Sie kritisierte vor allem den Begriff der "Deutschenfeindlichkeit". Das sei ein Kampfbegriff rechtsextremer und rechtspopulistischer Gruppen, dem eine ausgrenzende Logik zugrunde liege.

Migrantische Täter übernehmen diese Vorlagen dankbar und bezeichnen ihre Opfer als teilweise als "Nazis". Vertreter der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mutmaßten in diesem Zusammenhang, daß die "sogenannte Deutschenfeindlichkeit" eine “Rückgabe erlebter eigener Diskriminierung" auf Seiten der Täter darstelle. Lehrer, die von Deutschenfeindlichkeit berichteten, wurden unter Verdacht gestellt, nicht ausreichend "kultursensibel" zu sein. Andere GEW-Mitglieder warnten davor, daß durch die Ansprache des Themas "antimuslimische Ressentiments geschürt werden". Dadurch sollen Kritiker sozial isoliert und andere von öffentlicher Kritik abgehalten werden, was bislang meist auch gelingt.

Deutsche Politiker versuchen zudem, Personen aus den entsprechenden Migrantengruppen als Wähler zu gewinnen, indem sie diese nicht durch Ansprache der von ihnen erzeugten Probleme abschrecken und sich demonstrativ mit den Rollenvorbildern migrantischer Krimineller zeigen. So trat der frühere Kanzlerkandidat der SPD, Frank-Walter Steinmeier, etwa gemeinsam mit dem Rapper "Muhabbet" auf, und Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) zeigte sich mit "Bushido".

Wie die Entwicklung weitergeht, ist kaum abzusehen. Setzt sie sich ungebrochen fort, wird sie vorläufig darin münden, das Deutsche ihren Bewegungsspielraum immer weiter einschränken, und sich ihr Leben wie in Teilen der USA oder Südafrikas zunehmend auf gesicherte Wohnanlagen im Umfeld der Städte, bewachte Einkaufszentren und Büroparks sowie die Schnellstraßen dazwischen beschränkt. Dies wird aber nur eine Zwischenstation darstellen, da sich mit der Veränderung der Bevölkerungsanteile auch Machtfragen verbinden werden. Deutsche werden dieser Frage durch immer weitere Rückzüge auf Dauer nicht ausweichen können.


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