Deutsche Opfer: Lebensgefahr von Hamburg bis München

Im gestrigen Münchner Tatort mit dem Titel "Macht und Ohnmacht" ging es um Straßenpolizisten, die mit dem alltäglichen Unrecht überfordert sind und ihre Wut darüber mit Brutalität an Tatverdächtigen ausleben. Unter anderem sorgte dafür ein junger, ausländischer Intensivtäter, der aber am Ende - nach dem Willen des Regisseurs - nicht der Mörder war, sondern das Opfer von Polizeigewalt

Felix Menzel

Felix Menzel ist Chefredakteur des Schülerblogs blauenarzisse.de.

In Deutsch­land wer­den jähr­lich rund 2000 Poli­zis­ten wegen gewalt­tä­ti­ger Angrif­fe ange­zeigt. Aller­dings kommt es nur in 10 Pro­zent der Fäl­le zu Ver­ur­tei­lun­gen. Man dürf­te damit tat­säch­lich wie Bay­erns Innen­mi­nis­ter Joa­chim Herr­mann von “Ein­zel­fäl­len” spre­chen dür­fen. Gro­ßer Unsinn ist es, nach sol­chen Fäl­len eine “aus­ge­streck­te Hand” der Poli­zei oder “Dees­ka­la­ti­ons­stra­te­gien” zu for­dern, weil dies nach­weis­lich ein­zig und allein Gewalt­tä­ter moti­viert, es der Poli­zei das nächs­te Mal so rich­tig zu zei­gen. Poli­zei­ge­walt muß intern auf­ge­ar­bei­tet wer­den. Wer über die Strän­ge schlägt, muß bestraft wer­den. So ein­fach ist das in einem Rechtsstaat.

Den gest­ri­gen Tat­ort mit die­ser Klar­stel­lung zu kom­men­tie­ren, reicht jedoch nicht aus, da hier ein sehr typi­sches Argu­men­ta­ti­ons­mus­ter zum Vor­schein kommt. Der aus­län­di­sche Räu­ber wird in die­sem Kri­mi für den Zuschau­er nur im ers­ten Moment als Täter prä­sen­tiert. Im wei­te­ren Ver­lauf folgt die volks­päd­ago­gisch sinn­vol­le Beleh­rung, daß die Ver­ro­hung eine ande­re Ursa­che haben muß. Am Ende ist nicht mehr klar, wer eigent­lich ange­fan­gen hat. Der Räu­ber oder der Poli­zist, dem die Siche­run­gen durchbrennen?

In fik­tio­na­len Gen­res ist frei­lich alles erlaubt. Häu­fig ist es sogar span­nen­der, einen Son­der­fall zu schil­dern, anstatt ein all­ge­mein bekann­tes Pro­blem auf­zu­wär­men. Jedoch ist es bei den Ver­dre­hun­gen und dem Schwei­gen der Mas­sen­me­di­en zur all­täg­li­chen Rea­li­tät für den Zuschau­er auf dem Sofa schwie­rig, kor­rekt zwi­schen Son­der­fall und sta­tis­tisch nach­weis­ba­ren Pro­ble­men zu unterscheiden.

Gera­de nach dem Fall Dani­el S. wäre es das Schlimms­te, wenn er auf­grund der Unkennt­nis wei­te­rer Fäl­le als etwas Außer­ge­wöhn­li­ches abge­stem­pelt wird. Aus die­sem Grund sei an die­ser Stel­le als Kor­rek­tiv zum Tat­ort-Wis­sen auf drei aus­ge­wähl­te Fäl­le von Aus­län­der­ge­walt von Ham­burg bis Mün­chen hingewiesen:

  1. Ham­burg, 31. März 2013: 31-Jäh­ri­ger nach Atta­cke von einem Süd­län­der in Lebensgefahr.
  2. Dres­den, 23. März 2013: 24-jäh­ri­ger Käl­te­tech­ni­ker über­lebt nur mit Glück die Atta­cke eines Kurden.
  3. Mün­chen, 27. März 2013: Die 36-jäh­ri­ge Deutsch-Slo­wa­kin Danie­la K. ist noch immer ver­mißt. Die Poli­zei ver­mu­tet, daß ihr ehe­ma­li­ger Lebens­ge­fähr­te Bülent A. (43, arbeits­los) sie nach einem Streit am 12. März umge­bracht hat. Der Tat­ver­däch­ti­ge sitzt in Untersuchungshaft.

Wei­te­re Fäl­le von Aus­län­der­ge­walt auf deutscheopfer.de!

Felix Menzel

Felix Menzel ist Chefredakteur des Schülerblogs blauenarzisse.de.

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Kommentare (13)

Kurt Schumacher

2. April 2013 15:56

Apropos: heute stand in der Zeitung, daß Berlin sehr stolz darauf sei, bereits einen Anteil von Migrantenpolizei von 20 Prozent zu haben! Man wolle dies noch steigern, bis eine Angleichung an den ausländischen Bevölkerungsanteil von 27 Prozent erreicht sei. (In Wirklichkeit sind natürlich weit mehr als 27 Prozent der Berliner Bevölkerung Ausländer, wie jeder weiß; aber das ist eben zur Zeit die politisch korrekte Zahl.)

Kurt Schumacher

2. April 2013 16:04

P.S. Für die Menschen aus Kleinstädten oder vom Land, die nicht wissen, was hier gemeint ist: Es geht nicht etwa um eine Abteilung der Deutschen Polizei, die zur Bekämpfung der kriminellen Ausländer dienen würde - ganz im Gegenteil! Es handelt sich um Ausländer, die man ungeniert in eine deutsche Polizei-Uniform gesteckt hat! Ich nehme an, daß sie routinemäßig mit der Dienstwaffe und dem Funkgerät auch einen Deutschpaß ausgehändigt kriegen. Naja, aus legalen Gründen wahrscheinlich zeitlich andersrum: erst Deutschpaß, dann Dienstwaffe. Aber das kommt ja aufs gleiche raus.

In den USA hat man ja schon seit (ich glaube) 1968 Negerpolizei (an USA-Flughäfen begegnet man ja praktisch nur farbigen Schergen), und Frankreich hatte bereits im 19. Jahrhundert Negersoldaten, die dann im 1. Weltkrieg und auch bei der Rheinlandbesetzung 1923 gegen das deutsche Volk eingesetzt wurden. Wir biederen Deutschen waren also mal wieder nicht "up to date" und mußten erst mit Verspätung "auf Linie gebracht" werden.

rundertischdgf

2. April 2013 16:24

Volksvertreter, wie der Grüne Ströbele, kennen dieses Problem nicht, obwohl sie im Brennpunkt Berlin leben.

https://rundertischdgf.wordpress.com/2013/03/31/mdb-strobele-grune-es-gibt-keine-armutszuwanderung-und-keine-deutschfeindlichkeit/

Areopagitos

2. April 2013 16:41

Das Wichtigste ist jetzt Vernetzung. Wenn tatsächlich im näheren Umkreis eine tatsächliche Gefahr für das eigene Wohl besteht und die Verantwortlichen den Bürger auf den Straßen allein lassen, dann muss man sich aus eigenem Antrieb die Strukturen schaffen, die einem helfen.
Anrufe betätigen. Auf Treffen der Identitären Bewegung gehen und Angebote des IfS wahrnehmen. Es muss eine Struktur gebildet werden, die es ermöglicht, dass der Stärkere dem Schwächeren beistehen kann.

Martin

2. April 2013 17:09

In fiktionalen Genres ist freilich alles erlaubt. Häufig ist es sogar spannender, einen Sonderfall zu schildern, anstatt ein allgemein bekanntes Problem aufzuwärmen.

Das sehe ich anders - all diese "neuen" Krimis, vor allem auch die "Schweden-Krimis", die eine möglichst brutal zugerichtete Leiche oder Leichen nehmen und dann irgendein Brimborium darum herum konstruieren, in denen dann zwingend Nazis oder internationale Nazi-Netzwerke, oder internationale Waffen-/Prostituierten- und/oder Drogen/Pharma-Schieber oder schlicht "Kapitalisten", garniert mit korrupten Bullen, vorzukommen haben, sind von der hohen Kunstform des Krimis, bei dem die Leiche nur die Folge und das Umfeld, das Milieu das Interessante - da realistisch geschildert! - war, meilenweit entfernt.

Da greife man doch lieber auf die gute alte hard- boiled Fraktion eines Chandler, Dashiell Hammett oder für Deutschland der leider zu früh versorbene Jörg Fauser zurück. Jeder Thriller eines Forsyth, der heute, nach Ende des kalten Krieges eher abgedroschen wirken mag, ist besser als der aktuelle Bestseller- Schmarrn.

Ich schaue diesen GEZ- Müll daher auch gar nicht erst an.

Uns fehlt ein Krimiautor, der seine Protagonisten direkt im multikulturellen Dreck einer (west-) deutschen Großstadt spielen lässt und dieses Umfeld schonungslos und realistisch darstellt, ohne Belehrungen, Out-of-the-box-Nazis oder Leichen, die vom Himmel fallen, weil sie die Sache pornöser machen ...

Gibt es so etwas? Wenn ja, bitte Literaturtipps!

Andreas R.

2. April 2013 17:21

Den Tatort schaue ich mir schon seit vielen Jahren nicht mehr an. Es war, vor langer langer Zeit, mal eine gute und unterhaltsame Kriminalreihe. Heute ist es zu einer politkorrekten Erziehungssendung für Erwachsene verkommen. Der deutsche Michel bekommt erklärt, wie er sich die Welt vorzustellen hat. Für sowas muss ich keine Lebenszeit verschwenden.

Anstatt sich einen kompletten Tatort anzutun, kann man sich auch die Kurzfassung
"Der typische Tatort in 123 sekunden" anschauen:
https://www.youtube.com/watch?v=9QENcN-srE0

Es ist immerhin schon bemerkenswert, das in dem Film überhaupt thematisiert wurde, das ausländische Intensivtäter existieren. Bis vor kurzem galt man schon als "Ausländerfeind" wenn man die Existenz migrantischer Intensivtäter nicht konsequent abstritt. Nun wird also versucht, diese mittlerweile selbst für den mit größten Scheuklappen durchs Leben laufenden nicht mehr zu übersehende Tatsache irgendwie umzuinterpretieren indem man mal wieder Opfer und Täter verdreht und Verständnis für migrantische Intensivtäter und Gewaltverbrecher zu wecken versucht.

Axel Wahlder

2. April 2013 19:41

Mir ist es, eigentlich, nebensächlich, ob d. Migrantenanteil bei berliner Polizei 27% ausmacht, oder 72%. Sie sind so oder so die Knechte jenes xenokratischen Regimes, welches die Verbrennung von Autos duldet und die Patrioten und Dissidenten verfolgt. Ich bete nur noch lieben Herrgott, dass Er meine Familie schont, zumal die, ausser mich, nur aus Frauen besteht.

Unke

3. April 2013 09:48

Ojeh... den Tatort als Referenz heranzuziehen...
Ein Programm von klimakterischen ÖD- Tussen für ebensolche... irgendwoher muss das Durchschnitts(!)alter von 60 Jahren beim ÖR- Rundfunk ja kommen!
Am "Tatort" ist einfach ALLES nur schlecht - Drehbuch, (schablonenhafte) Kameraführung, schauspielerische Umsetzung... örx
Man kann sich ja nicht wegen jeden Mists aufregen!
Interessanter finde ich folgende Fragestellung (wenn sie denn einmal bearbeitet würde): warum laufen im ÖR- Fernsehen, das doch eigentlich pazifistsch bis ins Mark war (kein Kriegsspielzeug für Kinder etc.), so unfassbar viele Krimis? Mit Mord&Totschlag, Uniformen, Schießereien etc. (dass die Eigenproduktionen alles von der gleichen Machart sind ist hier nicht der Punkt)? Das ist m.E. Teil einer (der) Zersetzungsstrageie. [...]

Andreas R.

3. April 2013 10:39

Martin schreibt:
"Uns fehlt ein Krimiautor, der seine Protagonisten direkt im multikulturellen Dreck einer (west-) deutschen Großstadt spielen lässt "

Ich habe mir kürzlich einen eReader, einen Kindle Paperwhite gekauft. Zuerst war ich skeptisch und gehörte zu denen die sagen: "Es geht nichts über ein Buch in der Hand". Mittlerweile habe ich mich aber von den Möglichkeiten dieses elektronischen Mediums überzeugen lassen. Zahlreiche deutsche und fremdsprachige Klassiker gibt es kostenlos oder für wenige cents. Ich habe mir als einen der ersten Käufe eine Gesamtausgabe von A.C. Doyles Sherlock Holmes im englischen Original für 0,89 € zugelegt. Dafür erhält man im Cafe um die Ecke nicht mal eine Tasse Kaffee.

Warum ich das erzähle ist folgendes. In einem Tipps & Tricks Buch zum Kindle wurde ich auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht, das es relativ einfach ist im Selfpublishing ein selbstgeschriebenes eBook bei Amazon zu veröffentlichen. Wesentlich einfacher als eine Druckpublikation. Natürlich muss man sich auch ein bissel mit den technischen Hintergrunddingen beschäftigen, aber kostenlose Konvertierungprogramme die ein z.b. mit Open Office erstelltes Dokument in das Kindle-Format umwandeltn, gibt es im Internet.

Ich finde diese Möglichkeit ungeheuer spannend! Gerade für konservative potentielle Hobbyautoren bieten sich hier ungeahnte Möglichkeiten! Es muss ja nicht gleich ein Roman sein, aber vielleicht ein paar gute Kurzgeschichten in einer kleinen Sammlung, das wäre doch was. Mit etwas Geschick bei Graphikprogrammen lässt sich heutzutage auch ein ansprechendes Cover gestalten. Da dieses neue Medium noch nicht so überlaufen ist, reichen - so hörte ich - bereits einige dutzend downloads bei Amazon aus, um das eBook auf einen verhältnismässig guten Platz zu positionieren so das es auch für größere Bevölkerungskreise sichtbar wird.

Also konservative Hobbyautoren die hier mitlesen - macht euch ans Werk!

ene

3. April 2013 10:45

@rundertischdgf

Ströbele lebt in keinem "Brennpunkt", sondern Holsteiner Ufer, in einem Bau der Gründerzeit mit Blick auf die Spree. Ein entzückendes Haus, schneeweiß mit üppigem Blumenschmuck.
Es gibt dort noch einen kleinen geschlossenen Restbestand von Bauten der Gründerzeit und der Jahrhundertwende, zentrumsnah aber verschlafen.
Ein sehr bürgerliches Ambiente.

Ich entdeckte das einmal zufällig bei einem Spaziergang.

rundertischdgf

3. April 2013 23:44

@ene

Gut, daß die Fassade dieses "Volksvertreters" bröckelt. Wir meinen aber Berlin mit seinen Brennpunkten, die wahrscheinlich auch Ströbele genau kennt und nachts allein meiden wird. Auch alle anderen Abgeordneten kennen ganz genau die Probleme, die sie totschweigen.

ene

4. April 2013 12:04

@rundertischdgf

Das genau ist ja d i e Frage! "totschweigen" - oder tatsächlich nicht wahrnehmen? Auch diesen letzten Fall würde ich durchaus für möglich halten. Dinge, mit denen man selbst nicht hautnah konfrontiert wird, nehmen viele nicht wahr. Oder blenden sie aus.
Man kann in der gleichen Stadt, aber in völlig verschiedenen Welten leben!

Sara Tempel

6. April 2013 13:49

Dieser ideologisch befrachtete Tatort war tatsächlich kein Einzelfall. Es deutet alles darauf hin, dass nur Migranten-verharmlosende Sichtweisen und Themen bei unseren ö.r. Sendern erlaubt sind. Am 2.4. lief im SWR "Der Wald steht schwarz und schweiget". Dort geht es um eine Gruppe krimineller Jugendlicher, die dank des pädagogischen Geschicks der Kommissarin Lena O. (Ulrike Folkerts) zuletzt als Opfer ihres Milieus immer sympathischer wurden. In dieser Gruppe war nur ein Türke - bzw. keine weiteren Muslime- und dieser war der netteste der Gruppe, den die Polizistin am besten beeinflussen konnte. - Ich kann mich nur der Mehrheit anschließen: Keinen Tatort mehr ansehen und auch sonst so wenig wie möglich ö.r. Sender! Gegen deren Zwangsabgabe sollten weitere Sammelklagen folgen!

@Martin und Andreas R.
Für einen knallharten Krimi aus der Migrantenscene fände man sicher genug Stoff und ich empfehle eine Veröffentlichung im "Print-on-Demand-Verfahren", das ist nicht teuer! Mit meinem eigenen historischen Roman fand ich in der Pro-BUSINESS GmbH einen kompetenten Verleger. Aktuelle Kriminalromane sind bisher nicht mein Metier, ich scheue die Feldforschung und flüchte mich lieber in eine andere Welt! Mein Mann ist ein begeisterter Leser von Jörg Fauser, der wohl ein Opfer seiner Recherchen im damaligen Rotlichtmilieu wurde. Heute könnte es noch weitaus gefährlicher werden, hinter die Fassaden unserer Städte zu blicken.

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