14. August 2013

Andreas Speit attackiert Dresdner Zentrum

Gastbeitrag / 7 Kommentare

BN-Druck-Vektorvon Philip Stein

In ihrer gestrigen Ausgabe prophezeit die taz das Ende des „Zentrums für Jugend, Identität und Kultur“ in Dresden. Dem Vermieter sei Sezessions-Autor Felix Menzel und sein Jugendmagazin Blaue Narzisse (BN) angeblich zu „ultrakonservativ“. Doch anstatt es anderen Projekten gleichzutun, sich zu distanzieren und dem öffentlichen Druck nachzugeben, hält Menzel zumindest mit einer Unterlassungsklage juristisch dagegen.

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Die Blaue Narzisse verklagt also die taz. Denn was Michael Bartsch und Andreas Speit in ihrem Artikel in der gestrigen Druckausgabe der taz behaupten, ist schlichtweg eine grobe Verleumdung. Speit und Bartsch postulieren, die „Pennale Burschenschaft Theodor Körner zu Chemitz“, in der Menzel Mitglied ist, sei in der Vergangenheit wegen „rechtsextremistischer Bestrebungen“ im sächsischen Verfassungsschutzbericht aufgetaucht. Erst auf Beschwerde wird die Behauptung in der Netzversion des Artikels entschärft.

Doch damit nicht genug. Die beiden Autoren behaupten weiterhin, die Lichter im Zentrum würden bald ausgehen. Sie suggerieren, mit dem Vermieter gesprochen zu haben. Fakt ist hingegen, daß der Vermieter sich in der jüngsten Vergangenheit demonstrativ vor das Projekt gestellt und darüber hinaus nicht mit der taz gesprochen hat. Das Verhältnis des Vermieters zum Zentrum sei ausgezeichnet, betont Menzel. Lediglich die linksliberale Nachbarschaft im noblen Stadtviertel „Weißer Hirsch“ scheint sich an dem nonkonformen Jugendprojekt zu stören. Speit und Bartsch stützen ihre Behauptungen auf die Gerüchteküche dieser Leute. Guter Journalismus sieht anders aus.

Doch die Anfeindungen der taz verwundern kaum. Andreas Speit, der bei verschiedenen linken Portalen als „Extremismusexperte“ geführt wird, ist eng mit der linksextremen Szene verknüpft. Felix Krautkrämer hat jene Verbindungen in seiner Studie „Das linke Netz“ aufgezeigt und eindrucksvoll herausgearbeitet. So schrieb Speit u.a. schon für linksradikale Szenepublikationen wie das Antifaschistische Info-Blatt sowie etabliertere linke Zeitungen wie Jungle World oder Blick nach rechts. Ebenso ist er regelmäßiger Redner und Gast bei „Antifa-Tagungen“.

Genau diese Kreise bereiten den Nachbarn im "Weißen Hirsch" am meisten Sorgen. Nach einer linken Demonstration gegen die Eröffnung des Zentrums schrieb dazu passend der Vermieter von Menzel, das einzige Problem sei, dass seine Projekte „im Focus irgendwelcher gewaltbereiter linker Gruppierungen“ stünden, denen „Steine in die Hand kommen“ könnten. Dass Speit und Bartsch durch ihre Verleumdungen zu einer Eskalation noch beitragen, ist ihnen wohl bewußt.

Doch das Zentrum in Dresden wird sich von solchen durchschaubaren Aktionen nicht unterkriegen lassen. Aktuell arbeiten vier Mitarbeiter an verschiedenen Projekten. Anfang August fand im Zentrum der erste Gesprächskreis unter dem Motto „Was wählen Konservative?“ statt, zu dem rund 20 interessierte Besucher verschiedenster politischer Parteien (CDU, AfD, ...) kamen. Mich selbst hat es im Rahmen eines Studienpraktikums nach Dresden verschlagen, um an einem kleinen Büchlein mit dem Titel Junges Europa – Szenarien des Umbruchs mitzuarbeiten.

Auch wenn die taz glaubt, mit dem gestrigen Artikel das Ende des Zentrums prophezeit zu haben, geht die Arbeit hier unermüdlich weiter. Felix Menzel bringt die Losung der kommenden Monate auf den Punkt: „Wir lassen uns keinesfalls vertreiben und mundtot machen. Wir halten dagegen!“ Versuche wie die Etablierung des Dresdner Zentrums haben heutzutage eine wichtige Funktion: Sie sind Zeigerpflanzen. Sollte die Etablierung gegen alle linken Widerstände gelingen, wäre dies ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer Normalität des rechten Denkens in Deutschland. Schlägt das Vorhaben fehl, weil es der Truppe von Andreas Speit gelingt, genug Angst vor dem Zentrum zu erzeugen, dann ist dies auch ein Signal: Dann wissen wir nämlich, wer festlegt, wo die Grenzen der Meinungsfreiheit verlaufen.

Mehr Informationen zu dem Fall gibt es hier.


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Kommentare (7)

Wahr-Sager
14. August 2013 17:55

Das Thema wurde bereits im Kommentarbereich der Jungen Freiheit von Viva Germania angesprochen und von mir auch kommentiert.

„Rechts“ kommt aus dem Indogermanischen und steht für „geradeaus, aufrichten, recken, geraderichten, das Gute, Wahre und Vollkommene“ (Quelle: Wikipedia), während „links“ aus dem Mittelhochdeutschen kommt und für „ungeschickt, linkisch“ steht (Quelle: Wikipedia).

Interessant, dass sich das immer wieder bewahrheitet (wie eben auch in diesem Fall) - und trotzdem die Mehrheit auf linker Seite zu finden ist.

Isabel
14. August 2013 23:14

Nicht sonderlich verwunderlich. Wer die Texte von Speit oder auch des Duos Röpke/Speit (und ihrer Lehrlinge) genauer liest, findet immer dieselben Muster der sprachlichen Gestaltung und subtilen Verleumdung. Ist man (noch) nicht selbst betroffen, fällt einem die Diskrepanz zwischen Text und Wirklichkeit gar nicht auf und man denkt automatisch: beeindruckend sauber recherchiert. Die gezielte Wahrheitsabweichung und märchenhaften Ausschmückungen findet man erst dann, wenn man erstmalig selbst direkt mit solchen Dingen konfrontiert war - dann fällt es einem wie Schuppen von den Augen.

Dabei wirken beide - Röpke genauso wie Speit - als Mensch gar nicht so unsympathisch, wenn man sie auf Vorträgen erlebt, und Speit dabei sogar trotz seiner Verbissenheit in diesen Dingen eigentlich doch auch humorbegabt (so mein Eindruck aus einer Veranstaltung in Magdeburg). Woraus die beiden dann leider eine Glaubwürdigkeit für ihre Sache erzielen, die sie nicht verdient haben.

antihunkebunk
15. August 2013 01:42

zu Wahr-Sager ergänzend: Links heißt lateinisch eher wertend sinister (wurde - wird? - durchaus abwertend, negativ auch als deutsches Lehnwort gebraucht), daneben neutral laevis. Rechts = dexter rein positiv.
Aber politisch beides neutral nach der Sitzordnung in den ersten Parlamenten.

Franz Schmidt
15. August 2013 22:06

Wir müssen uns organisieren.

Das Zentrum ist ein Vorreiter. Es darf nicht bei einem bleiben.

Immer daran denken: Mit Geld kann man sehr, sehr viel bewegen.

Also: Spenden! Heute noch!

Holzfäller
16. August 2013 11:39

Ich kann nicht gerade behaupten dass die Welt der Unterlassungsklagen und Gegendarstellungen die meine ist, allgemein wird mir auch zuviel schwadroniert und herumtheoretisiert- zudem- wer erwartet in der taz einen ausgewogenen Artikel ueber rechte Zusammenkuenfte? Ich rate juengeren Deutschen eher sich eine Garage oder einen Raum in einem Bauernhof zu mieten und diesen mit diversen Trainingsgeraeten auszustatten, dies koennte zu einer Reduzierung der so oft beklagten “Deutsche Opfer - fremde Taeter“ Artikelreihe fuehren.

PB
16. August 2013 16:35

@ Holzfäller

"diesen mit diversen Trainingsgeraeten auszustatten"

Dabei schwebt Dir wohl so ein feuchter Traum vor wie dieser hier:

"Drei Einbrecher haben sich in der Nacht zu Montag (12. August) in Köln-Meschenich definitiv die falsche Adresse ausgesucht. Zwei von ihnen dürften nach dem Kontakt mit dem Kampfsporter, dem die Wohnung gehört, erheblich verletzt sein. Ohne Beute aber um eine schmerzhafte Erfahrung reicher flüchtete das Trio. "

https://tinyurl.com/qewhkgb

Für die Mehrzahl wird das aber eine Wunschvorstellung bleiben, eine überaus leichtfertige zudem, siehe Dominik Brunner, der auch (kampf)-sportlich interessiert war.

Info und frisches update zu diesem Fall:

https://tinyurl.com/p67k5oh
_________

Sinn- und zwecklos sind sicherlich die Beschwerden beim Presserat, denn bekanntlich hackt eine Krähe der anderen kein Auge aus, wohl aber können krasse Falschaussagen die Verlage in der zivilrechtlichen Auseindersetzung teuer zu stehen kommen, wie jetzt die taz für ihre menschenverachtende Beschreibung von Sarrazins Gesicht erfahren darf:

https://tinyurl.com/odf4dr8

Also 20.000 auch für Menzels Zentrum !

Vielleicht würde die Qualitätspresse dann mit den Behauptungen von notorischen Denunzianten wie Andreas Speit in Zukunft kritischer umgehen.

eulenfurz
22. August 2013 09:47

Andreas Speit hatte auch schon enthüllt, daß die dritte Strophe des Deutschlandliedes verboten sei [tageszeitung: „Gestörte NPD-Demo“, 01.12.2003: "spielte das ,Deutschland-Lied’ an, und die Rechten stimmten ein in die verbotene dritte Strophe"].

Und so etwas geistert als "Experte" durch den politisch-medialen Komplex.

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