19. August 2013

Identitäre Basisarbeit (9): Aktion an den Resten der Willehadi-Kirche in Garbsen

von Götz Kubitschek / 12 Kommentare

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

IBDIn Garbsen, einem Vorort von Hannover, hat vor knapp zwei Wochen die Willehadi-Kirche gebrannt. Offiziell gibt es noch keine Tatverdächtigen, inoffiziell weiß jeder im Ort, daß Angehörige einer der beiden ausländischen Jugendbanden den Brand stifteten. Beide Gruppierungen terrorisieren seit Monaten den Ort und übertrumpfen einander mit Straftaten. Nun haben rund vierzig Aktivisten der "Identitären Bewegung Hannover" die richtigen Fragen gestellt:

In einem vor Ort gedrehten Video-Film ist zu sehen, wie die identitären Aktivisten Tafeln mit Fragen und Aussagen an den Absprrungsgittern befestigen, an denen bis dato nur der regenbogenbunte Versöhnungs- und Betroffenheitsquark der evangelischen Gemeinde flatterte. Einer der Anführer der Hannoveraner Gruppe berichtete mir, daß sich Garbsener Bürger bei den Aktivisten bedankt und ihrer Empörung über die Verschleierung der Wirklichkeit durch Gemeinde und Behörden geäußert hätten.

Interpretatorischen Spielraum gewährt indes das Verhalten der Landessuperintendentin: Den ersten Gottesdienstes nach dem Brand besuchten über 600 Gläubige, sie strömten in eine benachbarte Kirche, die Obdach bot. Dort erinnerte die Superintendentin zunächst an den Brand von Synagogen und den Feuersturm der Bombennächte, um dann resigniert festzustellen, man habe wohl vergebens gehofft, derlei sei nun vorbei.

Mag sein, daß sich die gute Frau der Dimension ihrer Vergleiche nicht bewußt war. Jedenfalls legte sie sich im weiteren Verlauf ihrer Predigt mächtig ins Zeug, um die spürbare Wut der aus der Not mobilisierten Gemeinde in Selbstzweifel zu verwandeln: Man dürfe nicht nur nach den Urhebern fragen, sondern müsse eine Ursache in den beengten Wohnquartieren suchen, in denen die Menschen nur schwer zueinander fänden. Es ist rührend, daß Robert von Lucius in der FAZ ein solches Mantra einfach zusammenfassend zitiert, ohne es als Zeichen von Willenlosigkeit, Flucht in Platitüden und in die Hoffnung auf eine liebe Welt zu deuten und die daraus resultierende Dekadenz als solche zu bezeichnen. Aber von Lucius sieht sich wohl selbst als Teil jener verantwortungsbewußten Öffentlichkeitsarbeiter, die selbst dann kein Öl ins Feuer kippen möchten, wenn um sie herum die Lichter ausgehen.

Derlei weit verschobene Maßstäbe müssen wieder zurechtgerückt werden. Aktionen wie die der Identitären Bewegung Hannover sind angesichts dessen, was in Garbsen geschehen ist, zwar immer noch mild und schüchtern, beim Blick auf die schiere mediale, strukturelle und administrative Übermacht der Gegenseite  aber wohl das Gebot der Stunde. Von den 600 Gläubigen, die in der Not zusammenfanden, hätte sicher gut die Hälfte sofort eine Predigt akzeptiert, in der es um die Verteidigung des christlichen Glaubens und seiner sichtbaren Symbole, der Kirchen, gegangen wäre.

Den Film der Hannoveraner Gruppe kann man sich hier ansehen.

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Kommentare (12)

Uwe Wiedemann
18. August 2013 23:27
Immerhin! Die kriegen ihren Hintern hoch und machen was ...
Waldgänger
19. August 2013 08:15
Ja, das Video ist mild und schüchtern, aber viiiiel besser als nichts.
Gerade dieser zarte Protest ist geeignet, den naiven Befürwortern dieser Art von Vielfalt oder auch der Berufsantifa etwas den Wind aus den Segeln zu nehmen und eine Verbindung zu den normalen Bürgern vor Ort zu erreichen.
Absolut gute Basisarbeit!!

Wichtig ist nun die Verbreitung des Videos, das auch gerade wegen seiner Unprofessionalität wirkt.
Und wichtig ist natürlich die Verbreitung der Information einer Kirchenbrandstiftung an sich. Der Fall wird ja in den den meisten großen Medien tot geschwiegen.
Unke
19. August 2013 08:33
Sehr schön!!
Das Video hat mir sehr gefallen.
Was diese Pfäffin, die Amtskirchen insgesamt und die Medien angeht: business as usual...
Rumpelstilzchen
19. August 2013 09:16
Ein ganz herzliches Dankeschön an die Identitären für diese Aktion !

ich gestehe, dass ich mit der Symbolik ( Lambda) und dem Namen "identitär" nicht viel anfangen kann.
Allerdings habe ich z.Z. auch keine bessere Idee.

Obgleich das Kruzifix vor der Backsteinwand, davor die zerborstenen Scheiben, der an das Kreuz angelehnte angekogelte Balken (siehe Foto bei PI) als Symbol für das Unfassbare mehr als nahe liegt.
(Wäre mal ein Titelbild bei der Sezession wert).
Aber:
1. die meisten Kirchenchristen sehen diese Symbolik selbst nicht. Sie üben sich auf Funtionärsebene in einer synkretistischen friedlichen Koexistenz mit dem Islam und dessen Funktionären.
2. auch die Kulturchristen sind nicht sonderlich " betroffen". Die Zeitung der klugen Köpfe quält sich mit einem verspäteten, journalistisch dilettantischem Beitrag ab. Der weder Ross noch Reiter nennt.
3. und der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, der Punkt 1 und 2 verbinden sollte, desavouiert sich mit einer (Nicht)wahlempfehlung. Als gebürtiger Donauschwabe sieht er die Zukunft Europas in der Überwindung der Nationalstaaten.
4. ja und da wäre noch der tumbe Michel und die völkisch, nationalistisch, heidnische Fraktion, die mit dem " Balkensepp" eh nichts anfangen kann.

FAZIT: so haben die Identitären schon eine große Integrationsleistung vollbracht, was die christlichen , kulturellen, nationalen , konservativen Kräfte betrifft. Auch wenn sie ( noch) keine Antworten haben, stellen sie doch die richtigen Fragen.
Und: in Deutschland beginnt immer alles mit einer Bewegung und nicht mit einer fertigen Partei.
So mögen die jungen Leute zaghaft, sanft sein.
Aber "Gott ist in den Schwachen mächtig."
Die nächste Widerstandsaktion könnte beim Prozeß gegen die Totschläger von Daniel Siefert stattfinden.
Helmut Poenicke
19. August 2013 10:50
Zwar immer noch mild und schüchtern, ja - aber danke für diese Aktion! Und zwar danke mit Klarnamen. Das gehört zur Identität und zur Achtung vor den mutigen Identitären, die im Fall linksextremrotgrünkirchlich-repressiver Unbill ihren Namen kaum verheimlichen können.
Man lese in diesem Zusammenhang den "Masterplan gegen Rassismus und Rechtsextremismus" der SPD-Genossen Yasemin Karakasoglu und Thomas Oppermann, MdB, mit dessen Verwirklichung "nach der Bundestagswahl" das deutsche Volk (Entschuldigung: "Die Zivilgesellschaft") bedroht wird.
Martin
19. August 2013 12:14
Bei den Überzeugungstätern innerhalb der evangelischen Kirche wird diese Aktion zwar nichts bewirken (da ist ohnehin Hopfen und Malz verloren), dennoch war sie gut und findet per Video/Internet hoffentlich genug andere, die darüber zum Nachdenken kommen.

Weiter so!

PS: Was mich interessieren würde wäre, wie lange die Zettel wohl am Zaun hängen geblieben sind ...
Franz Schmidt
19. August 2013 18:35
Respekt! Weiter so!
Frontberichterstatter
19. August 2013 21:36
Wenngleich auch Gewalttaten gegen Menschen schlimmer zu werten sind, wie sie z. B. auf „Deutsche Opfer Fremde Täter“ oder auf anderen Seiten dokumentiert werden, bildet der Brandanschlag auf diese Kirche doch eine Zäsur.
Das ergreifende Bild des Kruzifixes mit den Brandtrümmern im Rahmen des zerstörten Fensters, ist, wie hier schon angemerkt, ein Symbol, das mehr Intensität äußert, als der schärfste Kommentar.
Es sollte immer und überall publiziert, zum Stigma unserer Quislinge werden.
Martin Lichtmesz
20. August 2013 06:59
Hübsches Video, bei den Textkärtchen ist natürlich Bob Dylan mit "Subterranean Homesick Blues" Pate gestanden...
Rumpelstilzchen
20. August 2013 10:14
An die Deutschen, 1799

Spottet ja nicht des Kind's, wenn es mit Peitsch' und Sporn,
Auf dem Rosse von Holz, mutig und groß sich dünkt,
Denn, ihr Deutschen, auch ihr seid
Thatenarm und gedankenvoll.


Hölderlin
eulenfurz
22. August 2013 10:01
Daß dieses Volk sich noch nicht einmal empört, wenn man höhnisch grinsend seine Tempel brandschatzt, ist bezeichnend. Wahrscheinlich läßt es genauso tatenlos seine Töchter vergewaltigen und seine Söhne ermorden.

Wenigstens das aufrecht Fähnlein gibt Hoffnung!
MartinP
24. August 2013 13:21
Gute Aktion der Identitären!

Aber da muss noch VIEL mehr kommen, sie sind im Land bei den Leuten schlichtweg nicht bekannt, und damit nicht existent.
Eine Heidi Klum dürfte bei den Leuten bekannter sein als die Identitäten. Leider.

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