Ende der Sommerpause (2): IfS-Ausstellung auf dem “zwischentag”

In einem Rundbrief vom Montag hatte ich kryptisch von einem unerwarteten, neuen Projekt des Instituts für...

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Staats­po­li­tik geschrie­ben, das auf dem zwi­schen­tag Anfang Okto­ber vor­ge­stellt wür­de. Weni­ger kryp­tisch: Das IfS hat eine Aus­stel­lung zur Geschich­te der Kon­ser­va­ti­ven Revo­lu­ti­on in Deutsch­land vor­be­rei­tet, die für den zwi­schen­tag auf­ge­baut und im Anschluß dar­an auf Rei­sen gehen wird.

Mit der Kon­ser­va­ti­ven Revo­lu­ti­on, der KR, ist es ja so eine Sache: Für die­je­ni­gen, die sich mit ihr beschäf­tigt haben, gilt sie als das vor­erst „letz­te Gol­de­ne Zeit­al­ter“ (Cas­par von Schrenck-Not­zing) des deut­schen Kon­ser­va­tis­mus. Ande­re, die sich weni­ger gut aus­ken­nen und die­sen deut­schen, gesamt­ge­sell­schaft­li­chen Gegen­ent­wurf zur Auf­lö­sung aller Din­ge für zu anstren­gend hal­ten, war­nen vor einem bruch­lo­sen Anknüp­fen an die Ideen und Köp­fe die­ser Zeit. Blöd­sinn – als ob wir das je gemacht hätten.

Die wis­sen­schaft­li­chen und weni­ger wis­sen­schaft­li­chen Ver­öf­fent­li­chun­gen zum The­ma fül­len jeden­falls Regal­me­ter. Das von Armin Moh­ler erar­bei­te­te und von Karl­heinz Weiß­mann über­ar­bei­te­te Hand­buch Die Kon­ser­va­ti­ve Revo­lu­ti­on in Deutsch­land 1918–1932 ist umfas­send, aber nicht leicht zu hand­ha­ben, und vor allem fehlt ihm die Anschau­lich­keit, die frisch Inter­es­sier­te suchen.

Die­sem Man­gel wird die Aus­stel­lung des IfS abhel­fen: Sie prä­sen­tiert auf ins­ge­samt zwölf Tafeln die Ursprün­ge und die Ent­wick­lun­gen, die ver­schie­de­nen Denk­fa­mi­li­en und die wich­tigs­ten Köp­fe der Kon­ser­va­ti­ven Revo­lu­ti­on – nicht nur, um auf­zu­klä­ren und his­to­ri­sche Infor­ma­tio­nen zu lie­fern, son­dern auch, um durch die Abbil­dung von Gegen­stän­den, Pla­ka­ten, Bil­dern und ande­ren Kunst­wer­ken einen opti­schen Ein­druck von die­ser Bewe­gung zu lie­fern, die fälsch­li­cher­wei­se wie etwas Nur-Papie­re­nes erscheint.

Zugleich geht es der Aus­stel­lung aber auch dar­um, etwas von der Fas­zi­na­ti­on der Kon­ser­va­ti­ven Revo­lu­ti­on wie­der­zu­be­le­ben, der bis dato „moderns­te Form des Kon­ser­va­tiv-Seins“ (Armin Mohler).

+ Wer die Aus­stel­lung besu­chen möch­te, kann dies am 5. Okto­ber in Ber­lin im Rah­men des zwi­schen­tags tun.

+ Auf dem zwi­schen­tag sind natür­lich auch Ver­la­ge ver­tre­ten, die das Erbe der KR pfle­gen. Vor­be­rei­tend sei auf die “Quellen­tex­te zur KR” ver­wie­sen, die im Ver­lag Uwe Berg in blau (völ­kisch), rot (natio­nal­re­vo­lu­tio­när), schwarz (jung­kon­ser­va­tiv) und grün (Land­volk) erschei­nen und auch bei Antai­os ver­trie­ben wer­den. Auch der Bublies-Ver­lag hat inzwi­schen der­lei Tex­te aufgelegt.

+ Wer sich gründ­lich vor­be­rei­ten will, sei noch­mals auf das KR-Hand­buch (Mohler/Weißmann) ver­wie­sen sowie auf das The­men­heft KR der Sezes­si­on (eines unse­rer besten!).

 

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

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Kommentare (1)

Nick N.

22. August 2013 19:50

Eine großartige Idee! Ich freue mich darauf, die Ausstellung auf dem „zwischentag" zu erleben.

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