Sezession
26. August 2013

Geduld! – Lage und Möglichkeiten der intellektuellen Rechten

Gastbeitrag / 15 Kommentare

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von Karlheinz Weißmann

Im Zusammenhang mit der Klärung der Frage, ob die AfD ein für uns nicht nur interessantes, sondern sogar wichtiges Projekt sein könnte, bat Sezession Karlheinz Weißmann um einen grundlegenden Beitrag über die politische Rolle der metapolitisch ausgerichteten intellektuellen Rechten. Dieser Beitrag erschien in der 55. Sezession. Wir bringen ihn nun im Netz-Tagebuch, weil er die Debatte unterfüttert, die Kleine-Hartlage, Kubitschek und Lichtmesz angestoßen haben.

Es gibt verschiedene Gründe, einer weltanschaulichen Minderheit zuzugehören: Erbteil, Phlegma, Geltungsbedürfnis, Überzeugung. Tatsächlich erben manche Menschen Glauben oder Ideologie wie man ein Haus, ein Aktienpaket, ein Klavier oder eine alte Puppe erbt. Das hat damit zu tun, daß sie in einer Umwelt großgeworden sind, in der entsprechende Auffassungen vorherrschen. Sie haben sie angenommen, meistens schon als Kind, und früh als selbstverständlich zu betrachten gelernt. Ihre Überzeugungen sind Gewohnheiten.

Ein entsprechend geprägtes Milieu zu verlassen, ist schwierig, schon wegen des Trägheitsmoments, und erst recht, wenn man auf Grund von Schichtzugehörigkeit oder sektenartigem Einschluß mit Sanktionen für den Fall der Abtrünnigkeit zu rechnen hat. Es wird deshalb an der Mitgliedschaft festgehalten, trotz der unangenehmen Folgen, die das nach sich zieht, etwa der Feindseligkeit der Mehrheit. Minderheiten suchen den dadurch entstehenden Druck aufzufangen, indem sie Paral­lelkarrieren anbieten und (seltener) materielle oder (häufiger) immaterielle Prämien ausloben: das Spektrum solcher Kompensationen reicht vom Auserwähltheitsglauben aller über die Posten weniger bis zur Spitzenfunktion des einzelnen als »Meister«.

Derartige Möglichkeiten erklären bis zu einem gewissen Grad die Anziehungskraft von Minderheiten auf gescheiterte Existenzen, die in der Welt nicht Fuß fassen konnten, die tatsächlichen Ursachen ihres Versagens aber nicht wahrhaben wollen. Zur sozialen Realität von Klein- und Kleinstgruppen gehört außerdem der Mißbrauch herausgehobener Stellungen, deren Inhaber nur das zynische Kalkül treibt und die das Fehlen von Korrektiven nutzen. Es gibt aber selbstverständlich auch das echte Sendungsbewußtsein, das einhergeht mit jenem Einsatz und jener Opferbereitschaft, die die Anhänger begeistern und sie dazu bringen, trotz aller Widrigkeiten an der eigenen Überzeugung festzuhalten.

Eine Führer-Gefolgschaft-Struktur ist an vielen historischen Minoritäten nachzuweisen, aber nicht unabdingbar. Weltanschauliche Minderheiten existieren auch akephal, vor allem dann, wenn es sich um Denkfamilien handelt, also Gruppierungen, die in erster Linie eine Menge gemeinsamer Ideologeme und Konzepte zusammenhält. Bei der intellektuellen Rechten handelt es sich um so eine »kopflose« Minderheit. Aber das ist keineswegs ihre natürliche Verfassung. Der Status als Minderheit erklärt sich vielmehr aus einem Prozeß des Abstiegs, der mit der Niederlage von 1945 begann, die eben auch als Niederlage der Gesamtrechten im Kampf gegen die Gesamtlinke verstanden wurde. Sie schien aufgehalten durch die besonderen Bedingungen des Ost-West-Konflikts, setzte bei der Entspannung zwischen den Supermächten wieder ein und endete schließlich im Siegeszug der großen Emanzipation.

Eine rechte Strukturmehrheit war damit durch eine linke Strukturmehrheit ersetzt, was erklärt, warum sich in der rechten Minderheit nur noch diejenigen finden, die durch Erbteil, Phlegma, Geltungsbedürfnis oder Überzeugung hierher geraten sind. Denn alle Erwartungen eines »Rechtsrucks«, einer »Tendenzwende«, einer »Kulturrevolution von rechts«, eines »Rückrufs in die Geschichte«, einer »Gegenreformation« haben sich als vergeblich erwiesen, während die Substanz immer weiter schwand und mit ihr die Einflußmöglichkeiten, Karrierechancen oder wenigstens komfortablen Nischenexistenzen, die in einer Übergangsphase möglich waren.


 Gastbeitrag

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Kommentare (15)

Ein Fremder aus Elea
26. August 2013 16:26

Ich sehe nur die Gefahr, daß die Wahrnehmung der Probleme so spät einsetzen wird, daß die Sachzwänge das weitere Handeln vollständig bestimmen werden.

Deshalb würde ich dafür plädieren, Problembewußtsein zu fördern. Es ist ja nicht so, daß die Menschen nicht tausend unrealistische Wunschvorstellungen mit sich herumtragen würden, und bei jeder einzelnen kann man deutlich machen, daß es so nicht gehen wird. Da gibt es also viel zu tun.

Hmm... privat würde ich jedem empfehlen, auf Autarkie hinzuarbeiten, nur für den Fall, daß es mit der Gesellschaft nichts mehr wird. In Mecklenburg-Vorpommern sollte das gehen. "Juncker" ist übrigens nur in Deutschland ein Schimpfwort, ansonsten von Holland bis Finnland nicht. Deutschland sieht darin nur das Andere, obwohl es das Andere schon seit 100 Jahren nicht mehr gibt. Das ist eine ziemlich schwere psychische Störung, und ich sehe auch nicht recht, wie es bergauf gehen könnte, so lange es verpönt ist, glücklich und stolz auf seinem Besitz zu sitzen und von der Erde Früchten zu leben.

Freilich, das löst gesellschaftlich gar nichts, aber wer weiß, ob gesellschaftlich überhaupt noch etwas gelöst werden wird.

Franz Schmidt
26. August 2013 18:11

Alleine der wachsende Anti-Terror gegen die AfD wird viele unbedarfte AfD-Mitglieder zum Umdenken zwingen. Hinzu kommt die unfaire Medienberichterstattung und die Blockbildung gegen die AfD.

Was glauben Sie, wie es wirkt, daß die Zahl der Verletzten ständig zunimmt. Was ist, wenn es den ersten Toten gibt?

Da wird der eine oder andere zwangsläufig aufwachen, wenn er merkt, daß er keine Chance hat, dem Stempel des "Rechtsradikalen" zu entgehen.

Der derzeitige AfD-Wahlkampf ist die beste Schulung für jene, die die Realität bisher aus dem Fernsehsessel wahrgenommen haben.

Peter Hoffmann
26. August 2013 18:40

Ich bin wohl zu ungebildet, dieses "dixit" zu verstehen - zumindest die auffallende Häufung stößt mir aber stilistisch übel auf.

antwort kubitschek:
dixit heißt "er hat gesagt", "Mohler dixit" also "hat Mohler gesagt", oder besser: "wie Mohler (treffend) gesagt hat". stil: ansichtssache.

Schnippedilderich
26. August 2013 18:53

Geduldige Rechtsintellektuelle? Handelt es sich hierbei um konservative Revolutionäre, die von der Wirklichkeit in den Käfig des Stoizismus verbannt worden sind, fragte sich Herr Zett. Desinvoltura träfe die Sache wohl eher, warf der Abiturient in der vordersten Reihe ein. Er jedenfalls,Z., wolle künftig jeglicher Metpolitik entraten und sich ganz dem Studium transneptunischer Objekte hingeben. Lüftete seinen Hut zum Gruße und legte seine Stirn in Falten.
(Sehr frei nach HME)

Irrlicht
26. August 2013 19:48

Vorgängig vor praktischen Fragen halte ich die Analyse, die, wie auch in einigen Formulierungen im Artikel von Weißmann ersichtlich, in Übernahme der zentralen These der Nouvelle Droite, politische Geschichte als epischen Kampf Links gegen Rechts ausdeutet und den 68ern die für den heutigen Zustand der Gesellschaft verantwortliche zentrale kulturrevolutionäre Rolle zuschreibt, für ein Grundproblem der Sezessionisten. In der Adaption dieser These auf Deutschland werden Machtverhältnissse seit 1945, belegbare Einflussnahmen u.ä. ausgeblendet, die Adenauer-Zeit in ein sanftes Licht gehüllt, und als Vehikel sozialpsychologische Erklärungsmuster, z.B. der "Nachkriegswohlstand" als Erklärung für die Genese der 68er, oder die fast sprichwörtliche "Feigheit der Konservativen", herangezogen.

Die praktische Auswirkung der Theorie ist die fast schematische Ausdeutung von konkreten politischen Ereignissen: Grundsätzlich sind es "Linke", die wegen ihrer Diskurshoheit, roher Gewalt o.ä. auf "bürgerliche" oder "konservative" Kreise einwirken und politische Entscheidungen bewirken. Selbst in Fällen, in denen die Initiative unstrittig von CDU-nahen Kreisen ausgeht, wie im Fall der Kündigungen von Einrichtungen, wird händeringend eine "linke" Kraft gesucht, der die initiale Verantwortung zugeschrieben werden kann. Der wegen der Fehleinschatzung der gesellschaftlichen Lage im Artikel beklagte wirkungslos verpuffende Aktionismus ist eine weitere Auswirkung. Eine Chance für Positionen außerhalb des Mainstreams wird es, und damit hat Weißmann recht, erst dann geben, wenn sich die gesellschaftliche Lage aufgrund von Fehlern oder gravierenden Fehleinschatzungen der Machthaber krisenhaft zuspitzt.

Martin Lichtmesz
26. August 2013 19:56

"meyn geduld hat ursach."

Georg Mogel
26. August 2013 22:38

CAPTATIO BENEVOLENTIAE
(Das Haschen nach Wohlwollen)

nach Cicero
* 106
+ 43 v. Chr.

VIVERE MILITARE EST
(Leben bedeutet kämpfen)

Seneca d.J.
* um 4 v. Chr.
+ 65 n. Chr.

Scheinlösungen anstelle tragischer Kollisionen ist das Programm der Heuchelei.

eddy edmund
27. August 2013 00:15

Erstaunlich...folge ich dem Artikel kommen mir Zweifel ob es ueberhaupt um "Rechts oder Links" geht.Zumindest duerfte aus "rechter Sicht" links nicht unbedingt das Contraer sein.Real geht es eher um die Frage "wieviel Staat vertraegt die Freiheit" &
folgend welche Staatsform ist mit dem Freiheitsgedanken konvertibel.Die "linke"
missionarische Staatsform heutiger Zeit hat mit staatlichen Ursprungsformen wenig bis gar nichts zu tuen.Es aehnelt mehr einer pseudoreligioesen Sekte die ihre Dogmatik in den Vordergrund stellt.Der missionarische Anteil linker Politik hat derart grotesk hohen Stellenwert eingenommen das Volksvertretung absurd klingt.Der vermeintlich rechte Gegenentwurf waere am ehsten Faschismus - sofern man heutige linke als Contraer sieht.
De facto ist es voellig sinnlos (weil aussichtslos) innerhalb des "Sektensystemes" eine Aenderung zu erwarten.Der Feind des Konserativen,Rechten,wie immer man es nennt ist keine Partei der BRD sondern das BRD System insgesamt.Das reeducativ installierte Parteien diktatorische System das sich sozialistisch fremdgesteuert laengst verselbststaendigt hat.

Schatow
27. August 2013 07:52

Eine Frage zum Verständnis: aus welchem Zusammenhang stammt bei Schmitt die Sentenz "Erkenne die Lage"? Ich kenne sie nur aus dem Glasbläser-Kapitel des Ptolomäers von Gottfried Benn aus dem Jahr 1949. Ich bin mit dem Werk von Carl Schmitt nicht so vertraut, als dass ich unterstellen würde, dass hier eine Verwechslung vorliegt. Jedoch würde mich interessieren, für den Fall, dass das Zitat auch Schmitt zuzuordnen ist, ob da der eine den anderen zitiert.

antwort kubitschek:
lesen Sie hier. https://www.sezession.de/28250/erkenne-die-lage.html. indes: dieses zitat - "erkenne die lage" - ist ja zunächst banal, selbst als aufforderung, ist grundlage jeder auch nur halbwegs geghlückten militär-, bwl- oder politikausbildung.

Kämmerer
27. August 2013 09:18

Der Konservative als »Mann der Krise« (Molnar dixit) kann dann Gehör finden, aber den Prozeß, der bis zu diesem Punkt führt, kann er nicht selbst einleiten und nur bedingt vorantreiben, denn es handelt sich um das Ergebnis des Handelns und Unterlassens der Mächtigen, mithin seiner politischen und ideologischen Gegner. 

Sollte diesem Satz der historische Status der Gültigkeit zukommen, wäre die Macht des rationalen Geistes machtlos geworden. Der langsame Niedergang der Macht der Mächtigen wäre dann aber auch die notwendige Folge. In einer dann machtlosen Welt (ohne Denker & ohne Lenker) wäre dann aber auch die Hoffnung auf Reformationen eine äußerst schwache.

Demgegenüber plädiere ich für mehr Mut.

Albert
27. August 2013 09:30

Ich erinnere mich genau an den Tag, an dem ich zum erstenmal beim IfS war: ein Vortrag von KHWeißmann über die Krise im Jahr 2007. Er schloss damals den Vortrag mit den Worten: "Unsere Zeit kommt."

Nun ist es 2013, und die nun von KHW geforderte "Geduld" weicht bei mir langsam der Resignation...

eddy edmund
28. August 2013 01:08

Konserative Intellektuelle,Rechtsintellektuelle?!Man stolpert haeufig ueber diese Begrifflichkeiten...und wundert sich ueber die diversen Interpretationen-erkennt aber recht schnell warum gestern,,heute,morgen und ganz sicher auch uebermorgen "Unsere Zeit bald kommen wird"."Bald" wird immer in gut 20 Jahren sein...die 20 Jahre von 1998 sind natuerlich 2013 immer noch 20 Jahre und ganz sicher werden die 20 Jahre von heute 2019 nicht ein Jahr kuerzer sein.Warum?! Weil die wichtigste Konsiquenz verweigert wird...die Frage die vor "Rechts oder links" kommen muesste einfach nicht diskutiert/beantwortet wird.Die Frage der Staatsform, der Organisationsform mit der -nicht unter der- ein Volk leben will.Ist die "Parteiendemokroetie" wirklich das Mass aller Dinge ? Ist eine zentralistisch missionarische Staatsform wirklich das Ideal des freien muendigen Buergers?!
Ist die Diskrepanz zwischen BRD Systemordnung und natuerlicher ethnisch gewachsener Ordnung im Sinne des freien Buergers wirklich hinnehmbar? Ist ein Wahlsystem mit Vorauswahl und folgender Entmuendigung fuer Zeitraum X ohne direkte Handlungsverantwortung seitens der sich selbst Bevollmaechtigten wirklich hinnehmbar? Ist es legitim das die vom Volk derzeit alternativlos, de facto zwangsweise mit Vollmacht versehenen Personen Politiker auf Missionierungstrip anstatt Vertreter des Volkes sind ? Wie relevant ist ein "Rechts,links" Diskurs 2013 wenn alle voelkisch wichtigen Entscheidungen der letzten Dekaden mit 70-100% Politiker Zustimmung trotz 70-90%iger Volksablehnung getroffen wurden.Allein der Fakt das dieses moeglich ist sollte erst einmal die Systemfrage in den Vordergrund stellen.Wozu braucht ein Volk ein "Wahlrecht"- ich pfeif drauf...ein Bevollmaechtigungsrecht waere mir im Sinne der Freiheit lieber.Vertreter meiner Wahl die gleich einem frei gewaehlten Advokat meine Interessen vertreten...der frei ausgesuchte Advokat erhaelt ueblicherweise eine Vertretungsvollmacht- ohne Zeitlimit,solange ich als Auftraggeber das Gefuehl habe das meine Interessen vertreten weerden.Dieser Advokat erhaelt Geld,sprich Aufwandsentschaedigung allein fuer die Wahrung der Interessen des Auftraggebers der ihn schlussendlich bezahlt...
wenn ihm das Anliegen des Vollmachtgebers missfaellt besteht natuerlich das Recht vom Auftrag zurueckzutreten...es besteht jedoch keinesfalls das Recht gegen die Wuensche des Auftraggebers zu agieren...
Euro,EU,Migration,Kriegsteilnahme,Asyl etc....alle BRD Systementscheidungen erfolgten vollkommen contraer zum Volkswillen....nicht Rechts oder links hatte Relevanz...das System BRD selbst stand als Mission im Mittelpunkt.Schon laengst steht Systemwille ueber dem Volkswillen...mehr noch: das System BRD masst sich an den Volkswillen steuern zu wollen...hier sind keine Advokate des Volkes sondern Advokate des Systems am Werk,zum Wohle des Systems BRD hat schon laengst zum Wohl des Deutschen Volkes ersetzt...
Insofern-aus dieser Sicht ist die Frage "Rechts oder links" voellig irrelevant...prior im
Mittelpunkt muss erst einmal der "Freie (moeglichst) mit der Faehigkeit zur Selbstbestimmung gesegnete Deutsche Buerger stehen"...allein seiñ Wille muss das Mass aller Dinge sein..."Politiker" sind nicht mehr als Handwerker im Sinne der Umsetzung des Volkswillen.Missionierung ist Aufgabe "des Papst"- nicht des Advokat,
gleich Volksvertreters...
Vielleicht sollte in Tendenz mehr in diese Richtung gedacht werden...letztendlich unterscheidet "rechts/konserativ"& "links/kommunistisch,sozialistisch" in erster Linie der Grad der Faehigkeit mit Freiheit fuer sich selbst umzugehen.Salopp;der Konserative braucht vom Medizinalen maximal ein Rezept & ein Ratschlag, der Kommunist benoetigt dagegen das Vollprogramm,die Einweisung...
In diesem Sinne,Deutschland vom BRD System befreien...

selder
28. August 2013 09:56

Die Analyse scheint mir schlüssig, fraglich jedoch ist, ob die Tugend der Geduld zu diesem Zeitpunkt die gute Wahl ist. Das Warten auf Oppurtunitäten ist zwingend, jedoch das verschlafen von selbigen möglich. Mit der Neuerfindung des Buchdrucks stehen wir vor wesentlichen Neuerungen. Und der Verlust der Freiheit, wohlgemerkt nicht der selbstgewählte Verlust sondern der erzwungende (siehe Staatsverschuldung, NSA, Gender etc.), ist ein gemeinsamer Nenner der uns mit den verschiedensten Gruppen verbindet.

Es wird Zeit zu agieren, nicht zu reagieren.

Gruss

Hesperiolus
28. August 2013 09:56

Die Kommenden?
Heute findet sich in der FAZ ein Artikel über den Zuwandererzuwachs des Jahres 2012. Wer ihn oberflächlich liest, merkt womöglich nicht, welche absolute Zahl hinter den Salden, den Prozentangaben und "Zuwächsen" steht: 1 081 000 Zuzüge im Jahr 2012, deutsche Rückwanderer und Spätaussiedler abgerechnet sind das 966 000 ausländische Einwanderer.
https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Bevoelkerung/Wanderungen/Aktuell.html
https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/Indikatoren/LangeReihen/Bevoelkerung/lrbev07.html
Geduld?

Realist
29. August 2013 09:21

Sich in Geduld zu üben, während die Gegenseite munter Fakten schafft ist wohl nur möglich, wenn man auf dem Standpunkt steht "es muß noch viel schlimmer werden, bevor es endlich besser werden kann".

Meines Erachtens ist dies ein Tanz auf dem Vulkan. Wenn ein Volk ethnisch, kulturell und zivilisatorisch erst einmal so ausgedünnt und verwahrlost ist, daß die konservative Idee aus dem soziokulturellen Genpool eines Volkes verschwindet, ist es zu spät. Dann ist der Konservativismus tot und begraben.

Ich persönlich bin der Meinung, daß dieser Punkt der Umkehr bereits überschritten ist. Ich kann nicht erkennen, daß sich die Entwicklung hin zu einem multiethnischen, sozialistisch-zentralistischem Zwangssystem irgendwie abschwächt.

Wenn von rechts nochmal was kommt, dann wird es eine Revolution sein, getragen von einer neuen Generation, die sich gegen dieses System auflehnt. Und sie wird rechte Positionen völlig neu definieren, weil sie keinen Anknüpfungspunkt mehr zu den alten hat.

Dies mag in 30, 40 oder 50 Jahren der Fall sein. Auf jeden Fall wird die heutige Generation der intellektuellen Rechten damit nichts mehr zu tun haben.

Auf irgendeinen Zug muß man schon aufspringen, sonst sitzt man noch um Mitternacht auf dem Bahnhof, wenn die Lichter ausgehen.

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