09. September 2013

"zwischentag" am 5. Oktober - doch in Berlin?

von Götz Kubitschek / 12 Kommentare

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Karte.Wenn alles gutgeht und der mögliche Vermieter hält, was er verspricht, können wir am Mittwoch den Vertrag für ausreichend große Räumlichkeiten im zentrum Berlins unterschreiben. Eine weitere, gar kurzfristige Absage wird es dann nicht geben. Einziger Wermutstropfen: Wir müssen tiefer in die Tasche greifen. Deshalb mein Aufruf:



  • Melden Sie sich zum 2. zwischentag (Samstag, 5. Oktober) an, alle Informationen über Messe- und Abendkarten finden Sie auf der Internet-Seite des zwischentags unter dem Punkt "Besucher".

  • Es wird alles ein bißchen enger, der Ausstellungsraum und die Kapazität der beiden Foren (Politik und Kultur) ist begrenzt, aber das darf uns alle nun nicht davon abhalten,  den 2. zwischentag zu einem Erfolg zu machen - trotz des Gegenwinds und der lässigen, feigen Denunziation durch die Gegner unserer Arbeit.

  • Nehmen Sie teil! Betrachten Sie das, was geschieht, unter dem Aspekt der "Zeigerpflanzen": Meinungs- und Versammlungsfreiheit werden nicht daran gemessen, ob irgendein CDU-Verband tagen darf: Es ist der Umgang mit uns, an dem deutlich wird, ob der Staat das hohe Gut dieser Grundrechte zu schützen und durchzusetzen bereit ist.

  • Informationen zum neuen Veranstaltungsort gibt es Anfang nächster Woche. Dann versenden wir auch endlich die Eintrittskarten!

  • Also: auf zwischentag.de anmelden oder hier den Anmeldebogen als pdf herunterladen!

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Kommentare (12)

Schnippedilderich
09. September 2013 18:13
Möge die Übung gelingen ! Chinesisches Artisten Motto. Bierzelt wäre ja eine eigenartige Alternative gewesen. Während sich Nomadenvölker hier immer breiter machen und manifeste steinerne Zeugen ihrer Anwesenheit in Form von Prunkmoscheen errichten, müssen deutsche Patrioten ins Nomadenzelt ausweichen, um die Restbestände nationalen Sinns zu präsentieren. Verhältnisse wie bei der jüngsten Bürgermeisterwahl zu Moskau. Haben wir es hier mit einem Strukturwandel der Öffentlichkeit nach russischem Modell zu tun? Eigentlich werden derlei Zustände von unserer vereinigten Linken ja erst fürs vierte Reich prognostiziert. Irrungen, Wirrungen.
Inselbauer
09. September 2013 20:23
Toll, dass es doch noch klappt!
karlmartell
10. September 2013 00:20
Und so wird die Politik des “cordon sanitaire”, also des politischen Ausschlusses praktiziert, von dem in dem Papier der Friedrich Ebert Stiftung, die Rede ist.
http://library.fes.de/pdf-files/do/08337.pdf


"Bereits halten sich die Schandtaten nicht mehr heimlich,
sie treten vor jedermanns Augen auf, und die Schlechtigkeit ist so öffentlich geworden und hat sich in eines jeden Brust so gewaltig gemacht, dass die Unschuld nicht etwa nur eine Seltenheit geworden, sondern gar nicht mehr zu finden ist, denn hat wohl etwa nur der eine oder der andre das Gesetz durchbrochen?
Von allen Seiten, wie auf ein verabredetes Zeichen, haben sie sich erhoben, um Recht und Unrecht eins zu machen." (Seneca)
Stevanovic
10. September 2013 06:28
Nehmen Sie teil! Betrachten Sie das, was geschieht, unter dem Aspekt der „Zeigerpflanzen“: Meinungs- und Versammlungsfreiheit werden nicht daran gemessen, ob irgendein CDU-Verband tagen darf: Es ist der Umgang mit uns, an dem deutlich wird, ob der Staat das hohe Gut dieser Grundrechte zu schützen und durchzusetzen bereit ist.

Leider kann ich nicht teilnehmen, genau da keine Zeit. Auch sind mir viele Aussteller, milde gesagt, sehr fremd. Weil ich aber an die genannten Grundrechte glaube, werde ich eine Karte kaufen. Soli-Beitrag. Ist eine Möglichkeit für alle, die nicht kommen können.
Franz Schmidt
10. September 2013 07:39
Für mich war klar, daß es derartige Probleme geben würde. Wo gibt es denn noch störungsfreie Versammlungen? Sie werden immer weniger. Selbst AfD-Stammtische werden zunehmend verhindert.

Wir brauchen eigene Räumlichkeiten, da mittlerweile fast jede Veranstaltung verhindert wird. Selbst eigene Räumlichkeiten müssen gegen übelste Angriffe behauptet werden, weshalb sie in unserem Besitz sein müssen.

Stellen wir uns darauf ein, daß es noch viel, viel schlimmer kommen wird.

Es ist Zeit für konkrete Planungen. Hier wird sich zeigen, ob die vielen Tausende saturierte, vermögende, gut verdienende Konservative auch einmal zu finanziellen Opfern bereit sind.

Man sollte sich mit gleichgesinnten Organisationen zusammen schließen, um die Kosten zu reduzieren (JF-Stammtisch, Sezession-Stammtisch, lokale Gruppen aller Art und vielleicht auch AfD, usw.).

Gründet zuerst lokale oder regionale "Konservative Clubs" und bildet flächendeckend ein Netzwerk Gleichgesinnter!

Wenn wir uns nicht einmal mehr versammeln können, sind wir endgültig erledigt.

Daher ist ein Projekt, wie in Dresden von Felix Menzel initiiert, ein gutes Beispiel. Ohne Spenden läuft allerdings auch da nichts.
Ein Fremder aus Elea
10. September 2013 09:58
Nun, als Sie den zwischentag erfunden haben, Herr Kubitschek, da haben Sie ja schon gesagt, daß feststehende Einrichtungen auf der rechten Seite des politischen Spektrums nicht mehr möglich sind und es immer nur die Möglichkeit für ein kurzes "Dazwischen" gibt. Und das scheint sich so zu bewahrheiten. Immer neue Vermieter, um den Angreifern nicht ein ganzes Jahr Zeit zu geben, den jeweiligen Vermieter einzuschüchtern.

Was mir bei der ganzen Ausgrenzeritis nicht genug thematisiert wird, ist die Anmaßung, die Absichten anderer zu beurteilen. Es ist ein christlicher Kernwert, sich auf die Durchsetzung des Rechts zu beschränken und andere nicht auf jede Abweichung vom persönlich als gut Empfundenen hin zurechtzuweisen. Viel fehlt nicht, und wir sind bei "Was, du gehst morgens auf die Toilette? Der Morgen ist doch so eine schöne Zeit, um draußen was zu arbeiten!"

Es ist kein Verbrechen, an der Form der Gesellschaft, in welcher man aufgewachsen ist, zu hängen, oder auch ohne diese Erfahrung schlicht eine europäisch geprägte Gesellschaft zu bevorzugen. Daß eine solche Gesellschaft nicht allen Menschen, egal woher sie kommen, gerecht wird, läßt sich sowieso nicht ändern, denn eine Gesellschaft, welche es täte, gibt es nicht. Und wer etwas anderes behauptet, ist ein Traumtänzer.
E.
10. September 2013 10:14
Herr Schmidt:
Ich habe bis vor einigen Jahren noch selbst größere politische Veranstaltungen organisiert. Der Aufwand ist enorm. Neben der reinen Veranstaltung (Ablauf, Programm, Referenten etc.), müssen zahlreiche weitere Faktoren bedacht werden. So ein schlüssiges Sicherheitskonzept, die Versorgungsfrage (Catering), eine gute Anbindung, die Gewährleistung einer sicheren An- und Abreise sowie sichere Parkmöglichkeiten, die Unterbringung der angereisten Referenten usw. usf. Je mehr Teilnehmer kommen, umso größer ist der logistische Aufwand. Besonders wichtig für das Gelingen ist, wie Sie auch festgestellt haben, eine optimale Räumlichkeit. Klar kann einem diese kurz zuvor gekündigt werden, jedoch ein Ausweichobjekt für 1000 Gäste in petto zu haben ist schier utopisch. Es wäre demzufolge in der Tat optimal, wenn man diesen Schikanen mit eigener Infrastruktur begegnen würde. Hier sollte man aber klein anfangen, was bis auf wenige Ausnahmen bislang noch nicht einmal geschieht, und nicht mit voluminösen Objekten die ein Fassungsvolumen von über 1000 Personen aufweisen.
Konspirativer
10. September 2013 12:48
"Wenn wir uns nicht einmal mehr versammeln können, sind wir endgültig erledigt."

Es wird so kommen, aber erledigt sind wir dann noch lange nicht. Ich habe mich ehrlich gesagt schon gewundert, dass Herr K. nicht mit so einem Szenario gerechnet hat.

Wir haben hier am Ort einen größeren Kreis konspirativer Konservativer, die sich regelmäßig treffen, austauschen und planen. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit ausländischen Restaurants gemacht.

Um eigene Strukturen zu schaffen, muss man von den Moschee-Türken lernen: Grundstücke kaufen und Gebäude errichten. Dazu muss man alleridngs einen Haufen Geld einsammeln. Leider gibt es keinen rechten »Emir von Katar«, der dafür Kohle spendiert. Putin vielleicht.
Alexander
10. September 2013 12:57
Stevanovic:
Da es nur eine begrenzte Anzahl an Karten gibt, könnte es passieren, daß man durch diese Methode gewillten Besuchern die Plätze wegschnappt. Besser, Sie spenden gleich an das IfS, da gehen auch keine Steuern verloren.
Hartwig
10. September 2013 15:49
Ich bin mir sicher, dass die Organisatoren die Sache mit eigenen Immobilien auch schon erwogen haben. Die größte Hürde würde wahrscheinlich das nötige Geld sein.
Aber mal angenommen, solch eine Messe findet in einem eigenen Haus statt. Wer könnte verhindern, dass der Mob die Veranstaltung stört? Die Tatbestände des Haus- und Landfriedensbruchs scheinen nicht mehr zu zählen, und wenn es um die "gute Sache" geht, dann hilft auch kein Gesetz mehr, - jedefalls nicht akut und im Moment. Wem nützen denn irgendwelche Strafbefehle gegen die Randalierer, die erst Monate nach der Tat (und der Tagung) verkündet werden? Außerdem hört man immer mal in der Presse, dass Gemeinderäte gegen "braune Nester" mobil machen. Denen ist das Eigentum anderer kaum sakrosankt. Zumindest wäre man gegen Störungen aller Art nicht gefeit. Eigene Immobilien, quasi nur für solche Zwecke vorzuhalten, ist in Ballungsräumen wahrscheinlich unmöglich machbar. Und immer nur in winzigen Städtchen Nordhessens oder Mecklenburgs zu tagen, ... ich weiss nicht?
eulenfurz
11. September 2013 09:57
Der Besitz einer eigenen Immobilie für derartige Zwecke sollte wohlüberlegt sein. Will man die auslasten, dann muß man die auch für andere konservative / rechte Gruppen öffnen. Macht man das, sollte man eine gute Brandschutzversicherung haben oder gegen behördliche Willkür gewappnet sein.

Für ein oder zwei Tage im Jahr eine 1000-Mann-Halle vorzuhalten? Die Kosten kann man mal mit einer Miete vergleichen. Ansonsten wäre mehr Kreativität und Flexibilität wünschenswert - Tugenden, die bei Konservativen bekanntlich Mangelware sind. Anstatt sich nach derartigen Schikanen unter Gespött in ein Bierzelt oder eine zwielichtige Spelunke prügeln zu lassen und im übernächsten Jahr im Pißpott zu tagen, wäre die Ausführung des Treffens im öffentlichen Raum unter Einbeziehung der Bevölkerung eine gute Alternative. Da müßten aber auch alle potentiellen Teilnehmer des Treffens mitziehen, und daran wird es angesichts des konservativen Phlegmas schon hapern.

Wenn wir uns nicht einmal mehr versammeln können, sind wir endgültig erledigt.


Aha. Ich sehe das alles etwas entspannter. "Wir", bzw. das Sammelsurium an Vorstellungen und Ideen, das unter diesem "wir" subsumiert wird, ist noch nicht einmal erledigt, wenn man versucht, seine Träger totzuschlagen. Im Gegenteil! Welch besseren Beweis für seine eigene Wirkmächtigkeit (der Totschläger nennt das dann: "Virulenz") will man noch bekommen?
Michael Kanther
13. September 2013 17:38
Ich habe keine Erfahrung mit der Organisation von größeren Veranstaltungen, aber mir scheint angesichts der Vorfälle und Vorgänge in den letzten Jahren der Erwerb eines eigenen Gebäudes in Berlin die einzige Möglichkeit zu sein, behördlichen und polizeilichen Schikanen und Absagen von Vermietern, die von den unverschämten und teilweise gewaltbereiten Feinden des freien Wortes eingeschüchtert wurden, zu entgehen. Wer kann einen solchen Erwerb finanzieren? Ich weiß es auch nicht. Noch ein weiteres scheint mir unabweisbar zu sein. Veranstaltungen wie der Zwischentag, ob in einem eigenen Haus oder in gemieteten Räumen, brauchen einen effektiven Saalschutz. Denn es wird gewiß immer wieder zu Störungen, womöglich zu Überfällen durch Trupps aus der bekannten Szene kommen. Müssen dann die Störer oder Angreifer obsiegen und ihr Ziel erreichen?

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