Das war’s. Diesmal mit: Sex, so schön wie lange nicht mehr, einem weiblichen und einem chinesischen Gott

23.12. 2013

Die Lautstärke der Klage über die Benachteiligung von Homosexuellen verhält sich umgekehrt proportional zur Repräsentation von Schwulen und Lesben in Kunst & Medien.

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

„So schön war Sex im Kino lan­ge nicht mehr“, schwärmt ein Welt-Redak­teur (m) hin­ge­ris­sen über den all­seits gelob­ten Les­ben­por­no Blau ist eine war­me Far­be. Man könn­te das voy­eu­ris­tisch nen­nen, was aber falsch wäre, weil die Kame­ra selbst dau­ernd auf der Suche ist, auch in den expli­zi­ten Sze­nen, wo sie die Kör­per sel­ten als Gan­zes zeigt, son­dern in Groß­auf­nah­men fragmentiert.

Eben­falls begeis­tert zeigt sich eine Deutsch­land­ra­dio-Redak­teu­rin (w) von „einem Film über Lie­be“, näm­lich den Schwu­len­por­no Der Frem­de am See:

Die­ser Film kennt nur einen ein­zi­gen Schau­platz. Am Ufer eines Sees tref­fen sich jeden Nach­mit­tag schwu­le Män­ner. Sie zie­hen sich aus, lie­gen nackt in der Son­ne, beob­ach­ten ein­an­der, kom­men ins Gespräch, flir­ten und haben Sex. Sel­ten dürf­te man so viel ent­blöß­te männ­li­che Geschlechts­or­ga­ne auf der Lein­wand gese­hen haben und den­noch fühlt man sich nicht als Voy­eur, weil der Film kei­ne voy­eu­ris­ti­sche Kame­ra hat. In aller Selbst­ver­ständ­lich­keit filmt Alain Gui­rau­die die Män­ner, ihre Erek­tio­nen und die ver­schie­de­nen Stellungswechsel.

Auf wiki­pe­dia ist nach­zu­le­sen, wann wel­che Fil­me lie­fen, die Homo­se­xua­li­tät zum The­ma hat­ten. Der offen­bar ers­te lief 1919 und hieß Anders als die ande­ren (heu­te hie­ße er viel­leicht: Nor­mal wie alle, oder?), in den Zwan­zi­gern sol­len sechs Homo-Fil­me ange­lau­fen sein, in den gesam­ten Drei­ßi­gern sie­ben, in den Vier­zi­gern acht, in den Fünf­zi­gern zehn. Ab 1968 gab es einen quan­ti­ta­ti­ven Sprung, da waren es für län­ge­re Zeit etwa zehn Fil­me pro Jahr, mal auch weni­ger. Für 1994 sind dann 24 Homodra­men ver­zeich­net. 2009 waren es 50.

Logi­scher­wei­se hat der­je­ni­ge, der dem Gen­re ent­ge­hen will, nach wie vor gute Chan­cen, einen Film rein mit hete­ro­se­xu­el­len Prot­ago­nis­ten anzu­schau­en oder einen, wo die sexu­el­le Prä­fe­renz kei­ne Rol­le spielt. Ich ken­ne nur weni­ge Fil­me mit Homo­the­ma aus eige­ner Anschau­ung, würd´ aber gern wis­sen: Wie stark wer­den in die­sen Fil­men lis­ti­ge, gar hin­ter­lis­ti­ge, dum­me, gemei­ne, nie­der­träch­ti­ge, berech­nen­de, mord­lüs­ter­ne Cha­rak­te­re reprä­sen­tiert? Ich mei­ne: ver­gleich­bar mit Fil­men, die defi­ni­tiv hete­ro­se­xu­el­le Charaktere?

25.12. 2013

Das 20jährige Fräu­lein Jose­phi­ne Mark­mann ali­as J. Witt­mann hat erneut ihren exhi­bi­tio­nis­ti­schen ali­as poli­ti­schen Nei­gun­gen gefrönt, aus­ge­rech­net wäh­rend der von Kar­di­nal Joa­chim Meis­ner zele­brier­ten Weih­nachts­mes­se im Köl­ner Dom. Nur mit einem schwar­zem Schlüp­fer beklei­det rann­te die Femen- Jose­phi­ne durch den Dom, hüpf­te auf den Altar, warf dort den Kopf zurück und die Arme gen Him­mel und kra­keel­te ein Kike­ri­ki. Auf ihre Brüs­te hat sie die fremd­spra­chi­ge und den­noch unmiß­ver­ständ­li­che Bot­schaft „I am God“ geschrie­ben. Die taz spricht ange­hei­tert von einem „beson­de­ren Geburts­tags­ge­schenk“ für den Kar­di­nal (er wur­de an die­sem Tag acht­zig), die Welt ver­gleicht das Geba­ren des Fräu­leins mit dem Gezi­cke eines Klein­kinds an der Super­markt­kas­se. Bei­des mag´s nicht voll­ends treffen.

Die unfro­he Bot­schaft läßt viel­mehr Raum für lin­gu­is­ti­sche, juris­ti­sche und medi­zi­ni­sche Betrach­tun­gen. Die Tri­via zuerst: „Ich bin Gott“, das wären vier Buch­sta­ben mehr gewe­sen, war es Platz­man­gel? Hat die Jose­phi­ne ihre Spra­che ver­lo­ren? Soll vor­ran­gig das anglo­ame­ri­ka­ni­sche Aus­land ange­spro­chen wer­den? „I am Godess“, das wären drei Buch­sta­ben mehr, und es erschie­ne irgend­wie korrekter.

Bei den juris­ti­schen und medi­zi­ni­schen Erwä­gun­gen bewe­ge ich mich auf glat­tem Eis, ich bin kei­ne Fach­frau. Soge­nann­tes öffent­li­ches Ärger­nis hat das Fräu­lein gewiß erregt, aber wie wäre es mit dem Volks­ver­het­zungs­pa­ra­gra­phen 130? Hat sie nicht zu Haß gegen eine reli­giö­se Grup­pe auf­ge­sta­chelt, indem sie krä­hend das „patri­ar­cha­li­sche Geba­ren der katho­li­schen Kir­che“ beschimpfte?

Zum medi­zi­ni­schen Aspekt: Es gibt eine umfäng­li­che Band­brei­te an Per­sön­lich­keits­stö­run­gen, die hier zur Erör­te­rung kom­men könn­ten. Die Jose­phi­ne selbst (sie hat­te bereits mal mit ent­blöß­ter Brust bekun­det, Putin ali­as den „Dic­ta­tor“ “f…“ zu wol­len“ ) hat gesagt, sie sei durch ihre wochen­lan­ge Haft in Tune­si­en (wo sie an sie gerich­te­te emails nur aus­ge­druckt zu lesen bekam und sie danach gleich wie­der abge­ben muß­te; Mer­kel und Men­schen­rechts­be­auf­trag­te grif­fen glück­voll ein) „trau­ma­ti­siert“. Das „Trau­ma“ dürf­te allein ein sekun­dä­rer Fak­tor sein.

Grund­le­gend dürf­te hier eine dis­so­zia­le Per­sön­lich­keits­stö­rung gege­ben sein, man ist davon abge­kom­men, bei Vor­lie­gen ent­spre­chen­der Sym­top­me von „Psy­cho­pa­thie“ zu reden. Fer­ner könn­te eine Bor­der­line-Stö­rung vor­lie­gen oder ein his­trio­ni­sches Krank­heits­bild, dafür sprä­che die Nei­gung zur kör­per­be­ton­ten Thea­tra­lik. Seit eini­gen Mona­ten dür­fen Per­so­nen, die „mas­siv öffent­li­che Rechts­gü­ter gefähr­den“, wie­der zwangs­ein­ge­wie­sen wer­den. Bei der Jose­phi­ne hat man dem Anschein nach davon abge­se­hen. Kar­di­nal Meis­ner ent­schloß sich zu einer sym­bo­li­schen Rei­ni­gung des Altars und schloß die Exhi­bi­tio­nis­tin in sei­nen apos­to­li­schen Segen ein:

„Jeder hat den Segen ver­dient, sogar die ver­wirr­te Frau vor­hin. Sie schlie­ße ich mit ein, sie hat es wohl auch am Nötigsten.“

 

26.12 2013

Der japa­ni­sche Minis­ter­prä­si­dent Abe habe sich vor dem Yasuku­ni-Schrein ver­neigt, wird in den Deutsch­land­funk­nach­rich­ten ver­mel­det, und es klingt nach einem Kriegs­ver­bre­chen. Am Yasuku­ni-Schrein wird der gefal­le­nen Mili­tär­an­ge­hö­ri­gen gedacht, die seit 1868 auf der Sei­te der kai­ser­li­chen Armeen ihr Leben lie­ßen, unter­ge­ord­net aber auch der Gefal­le­nen aller Natio­nen, ein­schließ­lich der Kriegsgegner.

Chi­na und Süd­ko­rea hät­ten gegen die Ver­nei­gung pro­tes­tiert, sagt das Radio, und es klingt nach einem Auf­schrei im Namen der Menschwürde.

Kurz nach den Nach­rich­ten ein Bericht aus Chi­na: Maos 120. Geburts­tag wird an der Pil­ger­stät­te des mil­lio­nen­fa­chen Mas­sen­mör­ders zünf­tig gefei­ert. „Er war ein Gott“, „er hat getan, was unter den dama­li­gen Umstän­den getan wer­den muß­te“,  sagen die tau­send­fach ange­reis­ten Besu­cher. Maos getra­ge­ne Socken wer­den aus­ge­stellt und sei­ne Zahn­bürs­ten. Es ist ein Volks­fest. In Peking selbst wer­den Thea­ter­stü­cke zu Ehren des Schläch­ters auf­ge­führt, die obers­ten Char­gen des Polit­bü­ros legen Krän­ze ab und hal­ten Gedenk­mi­nu­ten ab. Dies: kein Nachrichtenwert.

27.12. 2013

Aha, der bis­he­ri­ge NPD- Chef Hol­ger Apfel ist aus sei­ner Par­tei aus­ge­tre­ten. Gerüch­te machen die Run­de, wonach nicht ein all­ge­mei­ner „Burn-out“ ursäch­lich sei, son­dern sexu­el­le Über­grif­fe auf einen jun­gen Mann. Soll man hof­fen, daß Herr Apfel auf eine ähn­lich ver­ständ­nis­vol­le Jour­na­lis­tin trifft wie jüngst der bay­ri­sche Land­rat Micha­el Adam? Adam, ver­hei­ra­tet (mit einem Mann), habe alles zugegeben:

Sex mit drei ver­schie­de­nen Män­nern in sei­nem Dienst­zim­mer in Regen und mit drei wei­te­ren in sei­nem frü­he­ren Bür­ger­meis­ter­bü­ro in Boden­mais, dazu den Kon­sum des in der Schwu­len­sze­ne bekann­ten Aphro­di­sia­kums Pop­pers. Seit­dem hat Adam alle Inter­view­an­fra­gen abge­blockt, bis jetzt. Die Gast­stät­te Rial­to in Regen, Mit­tags­tisch inklu­si­ve 0,4‑Liter-Getränk zu sechs Euro. Micha­el Adam sitzt vor einem Tel­ler Gnoc­chi und ringt um die Deu­tung sei­ner Geschich­te, um sei­nen Ruf. “Ver­bockt hat man’s ja grund­sätz­lich mal sel­ber”, sagt er. “Aber Sie wer­den nicht einen Kom­mu­nal­po­li­ti­ker fin­den, der kei­nen Dreck am Ste­cken hat.” In sein Schuld­be­wusst­sein mischt sich all­mäh­lich auch Trotz. “Mei­ne Fra­ge ist: Wel­che Mecha­nis­men haben gewirkt, dass die Geschich­te so groß auf­ge­zo­gen wur­de? Das war ja eine Hexenjagd!“

Die Zeit-Dame zieht ein gene­rö­ses Fazit:

Die Mecha­nis­men, die aus dem Intim­le­ben eines Kom­mu­nal­po­li­ti­kers eine bun­des­wei­te Debat­te mach­ten, folg­ten den Regeln des Bou­le­vards, der es sel­ten ver­säumt, Ver­feh­lun­gen aus­zu­schlach­ten. Adam ver­an­stal­te­te das Gegen­teil: Er betrieb Poli­tik ohne Filter.“Es ist halt immer der Druck da: Der ist so jung, der muss jetzt rich­tig Gas geben. Ich war prak­tisch immer im Dienst”, sagt Adam. “Die Dif­fe­ren­zie­rung zwi­schen Berufs- und Pri­vat­le­ben hat es so nicht gegeben.”

Ha, Gas geben… Viel­leicht mag sich die ver­stän­di­ge Jour­na­lis­tin mal mit Apfel zusammensetzen.

 

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

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Kommentare (26)

DF

28. Dezember 2013 13:45

Herr Adam und seine Metaphern. Wie soll man die hier zitierte nun wieder verstehen:

"Aber Sie werden nicht einen Kommunalpolitiker finden, der keinen Dreck am Stecken hat."

Meint er, die sind alle schwul oder alle Verbrecher?

Belsøe

28. Dezember 2013 13:50

Also dieser Mädchenfilm dürfte eher von Männern für Männer gemacht sein. Und ist vielleicht nicht so überpositiv wie unterstellt, schliesslich schmiert er offenbar die gleiche zweifelhafte Idealsauce aus makellos und gekonnt verrenkten Körpern im vollkommenen Glück nun eben über junge Homosexuelle; die Mehrheit der Jugend muss sich ja schon länger mit solchen unerreichbaren Bildern messen.

So würde ich die beiden Filmchen vielleicht auch nicht gleich setzen, denn während ersterer wie gesagt zumindest heimlich wohl gern besabbert wird, würde so mancher zweiteres Werk sicher gern mit Zensur, Gefängnis oder härteren Bandagen bedenken.

Ich fühle sehr mit den Millionen völlig unversauter Seelen, die gezwungen werden sich diese Massenprodukte an jeder Strassenecke anzuschauen. :)

Rumpelstilzchen

28. Dezember 2013 14:45

Mit der medialen Überschwulung, bzw. Übersexualisierung ist es wie mit der Weihnachtsvöllerei: zu viel, zu fett, zu süß, am Schluß zum Kotzen.
Den finalen Würgereiz verursachte das " Orgasmusgesicht von Transe Olivia Jones" kurz vor Weihnachten in Bild-online.
Ich ertrage das nicht mehr !!!
Manchmal ertappe ich mich bei dem PI-Gedanken, daß eine zunehmende Islamisierung Deutschlands diesem Sodom und Gomorrha Einhalt gebieten könnte.
Ob Paragraph 130 gegen Fräulein Wittmann greift, weiß ich auch nicht.
Sind die Katholiken ein Völkchen ?

Das mit den Völkchen und überhaupt mit dem Völkischen ist ein heikles Thema. Das hat der vorhergehende Thread " Nordöstliche Weihnachten" mal wieder deutlich gezeigt.

Interessant fand ich Marc's Einwurf, daß eine doch so intelligente metapolitische Seite wie die Sezession zu viele Kommentatoren der völkischen Sozialisten oder gar NPD'ler anziehe. Auch ich finde das nicht so toll und kann ihm nur beipflichten.
Die Lautstärke der Rechtsideologen verhält sich manchmal umgekehrt proportional zu den wirklich intelligenten und konstruktiven Beiträgen der Sezession und zu vielen reflektierten Kommentaren.
Da geht es mir wie mit den Schwulen: Ich möchte sie nicht verbieten oder kriminalisieren, sie sollen teilhaben an der Volksgemeinschaft.
Aber wenn es zu dominant oder provokant wird, empfinde ich ihre Attitüde zum Kotzen ! Und will das auch sagen dürfen.
Das war's dann. Ach ja:
Wird eigentlich nach der Umvolkung Paragraph 130 wieder abgeschafft ?

https://www.jubelkron.de/index-Dateien/anhang.htm

Nordlaender

28. Dezember 2013 17:08

An dem Beispiel von Holger Apfel (NPD) sieht man es doch mal wieder, was in den Kreisen anständiger Demokraten und Demokratinnen schon lange gemunkelt wurde: Diese Natziehs sind samt und sonders doch alle von der anderen Fraktion.

Und als Kämpfer gegen Rechts habe ich aus diesem Grunde auch allergrößte Bedenken, die Ehe für gleichgeschlechtlich Orientierte zu öffnen.
Letzlich werden dann durch das Ehegatten-Splitting doch nur solche Kameradschaften Ewiggestriger vom Steuerzahler unterstützt.

Nebenbei angemerkt: Die Ehe ist die einzige gesellschaftliche Institution, in der hundertprozentige Quotengerechtigkeit herrscht. Tritt ein Mann in die Ehe ein, dann muß die andere Position mit einer Frau besetzt werden und umgekehrt. Und nun an dieser Geschlechtergerechtigkeit etwas verändern?

Axel Wahlder

28. Dezember 2013 17:32

Das 20jährige Fräulein Josephine Markmann

... hat einen beträchtlich großen Bogen um eine Moschee gemacht.

Antichristliche Blasphemie kann so feige sein.

Martin

28. Dezember 2013 18:01

Es ist übrigens § 167 StGB, der hier bei der Aktion der Dame einschlägig wurde und der hat eine Putin-ähnliche Strafandrohung von bis zu 3 Jahren Knast (die die Dame eh nicht bekommen wird).

Im Übrigen war diese Aktion ein kleiner Ausblick darauf, wie das Aussehen könnte, wenn man Frauen zum Priesteramt zulassen würde - Sicher wäre dann so mache Kirche wieder voller, wenn eine Dame, nur im Lendenschurz bekleidet, auf dem Altar herum hopst ... man müsste dann aber auch konsequenterweise eine strikte Altersbegrenzung für die Ausübung des Priesteramtes einführen, die bei max. 35 als Ende liegen sollte (OK, ich gebe ja jetzt schon freiwillig 5 Euro in die Macho-Kasse ...).

Bei der Schwuleritis im aktuellen Kintopp darf man dann doch noch auf "Na gut, dann bin ich ein Nazi"- Lars von Triers "Nymphomaniac" hoffen ...

Gutmensch

28. Dezember 2013 19:34

Frau K., Frau K.,

wen soll es überraschen, wenn ein Mann so von einem Film mit verliebten Damen schwärmt. Wie erkläre ich´s bloß einer Dame … sehen Sie, da gab es schon früher immer so ´ne Ecke … in der örtlichen Videothek …!! Davon ahnt man wohl offenbar auch bei den Wikipedia nichts; schade eigentlich – vielleicht sollte der schwer begeisterte Redakteur dort mal was aus seinem privaten Fundus vorschlagen.

Auch für die weibliche Begeisterung für Filme männlich-homosexuellen Inhalts gibt’s mitunter profane Erklärungen. Schwärmen Sie doch mal einem interessierten Mann (muss ja nicht immer der eigene sein) von „Brokeback Mountain“ vor, schildern Sie ihm die sehnsüchtigen Küsse zwischen Heath Ledger und Jake Gyllenhaals Hemd und die zärtlich-herben Szenen im Zelt der zwei Cowboys und schlagen Sie einen gemeinsamen blue-ray-Abend vor.

Und womit hat das junge Fräulein, das sich so ungebührlich in der Kirche betragen hat, denn Ihr „öffentliches Ärgernis“ erregt? Sollte ich etwa Putins spontane Annahme der freundlichen Einladung verpasst haben?! Exhibitionistische Handlungen als solche sind ja selbstverständlich nur bei Männern strafbewehrt … bei Frauen heißt das ggf. Prostitution und ist im Erfolgsfalle einkommenssteuerpflichtig. Wenn man dem heranwachsenden Fräulein partout grollen muss, kann sie zumindest die Religionsausübung (insbesondere der Kinder und einiger Damen unter den Kirchgängern) gestört haben; das ist auch schon mal was und steht ja immerhin auch unter Strafe.

Wie eine Psychopathin sieht sie mir aber nicht aus. Ich meine – sie kam doch bloß barbusig und schreilustig daher und nicht gleich mit der tropfenden Kettensäge! Liebe Frau K.! Das ist doch noch kein Grund, dem Fräulein den Weg zu Herrn M.s verwaister Zelle zu weisen! Obwohl es vermutlich sogar zu Fräuleins eigenem Besten wäre … bei Gotteshäusern und Gläubigen kann man sich schon mal verzetteln ...

Fröhliche Grüße,

der Gutmensch.

Carsten

28. Dezember 2013 19:57

Ich glaube nicht, daß die politische Verschwulung der Medien die normale Veranlagung der Mehrheit groß beschädigt. Jedesmal wenn kommunistische Gesellschaftsklempner an der Natur herumschrauben wollen, gewinnt die Natur.

Der China-Japan-Konflikt illustriert gut den asymetrischen "Humanismus" der Linken. Mao lieb - Japan böse. Klar, Japan ist wegen seiner politisch geschützten kompakten Ethnizität sowas von Sarrazin. Maos Millionen-Massenmorde waren dagegen ja "gut gemeint".

Unke

28. Dezember 2013 20:20

Maos Zahnbürsten?
Selbst hat sich der mit Sicherheit die Zähne NICHT geschrubbt. Ist vielleicht nicht so das chinesische Ding (was heisst "Hollywood-weiße Zähne werden gnadenlos überschätzt" auf Mandarin?); auf jeden Fall gibt es auf diversen Fotos eines lachenden Mao zu sehen, dessen Zähne verrotet sind. Muss da bei Gelegenheit mal Tantel Gugel befragen.

Unke

28. Dezember 2013 20:29

verrottet. Nicht verrotet (oder verrötet).

neocromagnon

29. Dezember 2013 04:37

„Aber Sie werden nicht einen Kommunalpolitiker finden, der keinen Dreck am Stecken hat.“

Das könnte stimmen. Ich habe zwei Politiker persönlich gekannt. Einer war von den Grünen und im Stadtrat und einer Wahlkampfleiter der CDU. Später stellte sich heraus, daß der Grüne wegen Körperverletzung und Urkundenfälschung vorbestraft war (und inzwischen untergetaucht ist) und der CDU-Mann wurde während einer IHK-Prüfung wegen Betrugsverdacht von der Kripo festgenommen. Dann kennt noch ein Bekannter von mir Gülistan Yüksel, die jetzt für die SPD im Bundestag sitzt. Die hatte ihn (selber Türke) mal um einige tausen Euro beschissen. In dieser Zeit hatte sie auch, als Vorsitzende des Integrationsrates, eine art Schleuserorganisation für ihre aus der Türkei einreisewilligen Landsleute und einen "Beratungsservice" fürs deutsche Sozialsystem laufen und sie für ihre "Dienste" danach dann kräftig abgezockt (das wird sie jetzt nicht mehr nötig haben). Nichtkriminelle Politiker sind mir persönlich nie begegnet.

Grau

29. Dezember 2013 13:25

An Unke
Ausweislich der Lebenserinnerungen des Leibarztes von Mao hat der gelbe Oger sich die Zähne tatsächlich nicht geputzt, denn: "Der Tiger putzt sich nicht die Zähne" (Anmerkung dazu - die Ratte auch nicht) .
Verrottet trifft es und nicht nur die Zähne, die stehen nur für die Denkungsart.
Oh weh, das war jetzt aber "off topic".

Hesperiolus

29. Dezember 2013 20:41

Auffällig wie Presse und Agenturen der altarbesteigenden "Feme" sekundieren, mit Foto-Dokumentation ihres "Triumphes" und dpa-bzw. Spiegel Interview-Rechtfertigung zu ihrer "Motivation". Welches Medienecho hätten demgegenüber KSA Aktivisten bei Einsätzen zu gewärtigen? Skandalöser noch als das hoffentlich blessurenreiche "Event" der Irren ist die unerklärte Komplizenschaft der Medien. Als gebührenfronender Staatsbürger darf man auf die baldige Talk-Tournee durch die öffentlich-rechtlichen Anstalten gespannt sein.

Heinrich Brück

29. Dezember 2013 22:15

JOSEPHINCHEN:

https://www.femen.org/uploads/images/M8ktPA96NO.jpg

- Femen ist Teil meiner Identität.

- Ich glaube, meine Brüste schaden niemandem. Außer dem
Patriarchat - und darüber bin ich froh.

- Wir sind keine Philosophengruppe. Die feministische Szene redet viel
über Theorie, wir bringen den Aktivismus zurück.

- Wir müssen die universellen Menschenrechte überall auf der Welt
verteidigen. Darum ist auch unser Protest überall auf der Welt
gerechtfertigt.

- Aber eine muslimische Feministin wäre eine Frau, die viel von dem
ignoriert, was im Koran steht. Die Bibel ist kaum besser.
Religionsbücher sind oft frauenfeindlich. Die großen Weltreligionen
lassen sich kaum mit Feminismus vereinbaren. In Deutschland stirbt
Religion zum Glück aus, das ist die logische Konsequenz unserer
aufgeklärten Welt.

- Ich glaube, mit der Nacktheit hat das auch ganz stark diese Stärke
der Ambivalenz. Dass das halt einmal erwartet wird in den Medien,
dass die nackte Frau eben in diesem sexualisierten oder
kommerzialisierten Kontext erscheint. Und dann ist sie eben wütend
und aggressiv, fordernd, und sexualisiert sich überhaupt nicht.

Femen:

- Worum ging es Femen bei der Aktion im Kölner Dom? Die
Stellungnahme auf der offiziellen Webseite sagt "Femen protestieren
gegen Vatikans Propaganda der Kriminalisierung von Abtreibung. Sie
fordern von Vatikans Ältesten und ihren fanatischen Anhänger,
die Produktion mittelalterlichen Chimären einzustellen und Sie Ihre
faulen Dogmen in Übereinstimmung mit der modernen Welt und
Menschenrechten zu überarbeiten. Der wahnsinnige Wunsch der
katholischen Kirche, die Fruchtbarkeit der Frauen zu kontrollieren,
setzt die Religion mit dem Nationalsozialismus, Nationalismus und
anderen vorsintflutlichen anti-humanistischen Ideologien gleich".

Wer mißbraucht hier wen und warum?

Henricus Kramer

29. Dezember 2013 22:17

@ Die arme, kranke Frau?

Es war nicht zu übersehen. Ein großes Drecksblatt hat die kleine Dreckschlampe ganzseitig voyeuristisch abgeBILDet: Blasphemischer Exhibitionismus auf dem Allerheiligsten der Katholiken während der Weihnachtsmesse im Kölner Dom. So weit sind wir.

Als zutiefst Beleidigte durften die braven Gläubigen im Dom dann wenigstens beten für die „arme, kranke Frau“. Dieser spontane Konter des 80jährigen zelebrierenden Bischofs war nicht schlecht, aber er reicht nicht zum gerechten Ausgleich.

Ich hoffe nur sehr, die arme, kranke Frau irrt sich bei ihrer nächsten Provokation in der Kirchentüre und gerät in die mit bärtigen Muslimen gefüllte Kölner Moschee.

Realist

30. Dezember 2013 01:29

Dazu paßt das Deckblatt des Münchener Familienpasses 2014. Hier hat man es doch tatsächlich geschafft, einen Familienpaß aufzulegen, auf dem ein schwules und ein lesbisches Paar mit Kindern abgebildet ist, jedoch keine einzige klassische Familie.

Würden Außerirdische unsere Funksignale auffangen, so würden sie sich sicherlich ernsthaft fragen, wie wir denn den Fortbestand unserer Art sichern, wo doch augenscheinlich homosexuelle Partnerschaften der Normallfall sind.

Kositza: Als ich mir das - jenen Familienpaß- eben anschaute, wollte ich´s nicht recht glauben. Meine Neigung, anzunehmen, daß hier zwei junge Großelternpaare (die abgebildeten Herrschaften dürften wohl im Schnitt gut fünfzig sein) mit ihren gemeinsamen Enkeln fröhlich sind, war groß. Und Großväter dürfen ja schon mal den Arm sich gegenseitig über die Schultern legen... Aber nein, auch in den Klauseln/ Bezugsbedingungen stehen die Homos extrem im Vordergrund! Bei denen kommt es auch auf verwandtschaftliche Beziehungen nicht an, Hauptsache Kinder hängen irgendwie mit drin in der Chose. Anders bei Großfamilien,wo ein Paß nicht ausreicht: Die müssen dann nachweisen, daß es "eigene" Kinder sind. Geil.

Nordlaender

30. Dezember 2013 11:51

@ Heinrich Brück

"... und Sie Ihre
faulen Dogmen in Übereinstimmung mit der modernen Welt und
Menschenrechten zu überarbeiten..."

Ob die Summe aller Dogmen konstant bleibt? Gut, dieses alte Dogma, daß die Sonne die Erde umkreise, stellte sich als Irrtum heraus.
Aber schon damals war man immerhin so weit, zu erkennen, wo die kleinen Kinderlein herkommen, nämlich aus der Begegnung von Mann und Weib.
Heute herrscht eben die Religion des fundamentalistischen Humanismus, mit all ihrer Erblehreleugnung, Evolutionsleugnung, Geschlechterleugnung, und es wird allmählich durch Tabuisierung und Verfolgung der Ketzer in Vergessenheit geraten, was unsere Ahnen noch über die Grundbedingungen des Lebens gewußt haben.

Mir scheint es sich hier um so eine Art Bruderkrieg zu handeln, zwischen der Religionsgemeinschaft all der Humanisten innerhalb des Christentums und der atheistischen Möntschheitsgläubigen.

Der Atheist verdrängt es halt gerne, von wem er seine Weltverneinung (Feindesliebe, auch die andere Wangen hinhalten, Sündenstolz) geerbt hat, natürlich von den pöhsen christlichen Eltern.

So kann sich in versteckter Form die Essenz des christlichen Universalismus, all seiner Fernstenliebe und Mißachtung der Interessen des eigenen Volkes gut weiter behaupten.

"Die Atheisten sind fromme Leute."

@ Henricus Kramer

"Ich hoffe nur sehr, die arme, kranke Frau irrt sich bei ihrer nächsten Provokation in der Kirchentüre und gerät in die mit bärtigen Muslimen gefüllte Kölner Moschee."

Mann, Sie sind aber gemein, ein fieser Nachtreter.

Ich hoffe, daß dieser Frau das nicht passiert, wer weiß, wie die Moslems reagierten. Wenn schon Irrtum, dann lieber eine Synagoge.

Rumpelstilzchen

30. Dezember 2013 12:57

Die Altherrenphantasie vom ästhetischen Lesbensex ist so altbacken und pseudoliberal wie seinerzeit BILITIS. Dieses Geschäft geht immer.
Zu dem "oben ohne Spektakel" hat der Komiker Tom Gerhardt m. E.den besten Kommentar abgegeben.
Man sollte dem Struwellieschen Ritalin verabreichen.
https://www.express.de/koeln/kritik-an--femen--aktion-tom-gerhardt--was-fuer-ein-peinlicher-auftritt,2856,25741210.html

Gutmensch

30. Dezember 2013 16:14

Na, sehen Sie, liebe Frau K.,

es war weniger unkontrollierte Wirre im Kopf als womöglich ein prima gefülltes Handtäschchen für die Aktion unserer Jungfeministin verantwortlich – jedenfalls wenn man mal der Suggestion der Süddeutschen folgt:

www.sueddeutsche.de/medien/femen-aktion-im-koelner-dom-halbnackte-wahrheit-1.1852851

Das erscheint ja auch irgendwie moderner und zeitgemäßer, nicht wahr?

Da aber nun immerhin die Störung der Religionsausübung im Raume steht (ein sachter Vorwurf, aber immerhin ein strafrechtlich relevanter), wünsche ich unserer Jungfeministin von Herzen ein Duett aus Staatsanwältin und Jugendrichterin, die ihr zeigen, dass eine Frau von heute weniger Busen zeigen, sondern sich vielmehr ein paar Eier wachsen lassen sollte: Zwei knallharte Damen wünsche ich der Jungfeministin an den Hals, zwei, denen für feministische Politik oder überhaupt mal ein paar soziale Kontakte leider nie viel Zeit blieb, sondern die sich stattdessen in der Unibibliothek den attraktiven Arsch abgelernt haben, um dem dem geblähten Ego der Uni-Assis und Ausbilder irgend etwas entgegen zu setzen. Möge unsere Jungfeministin auf ein paar Frauen treffen, die nie den einfachen Weg gegangen sind – nur damit sie heute mit völlig überfüllten Dezernaten da sitzen und täglich einen verzweifelten Kampf gegen überbordende Jugendkriminalität ausfechten dürfen, damit sich auch Jungfeministinnen noch nach Einbruch der Dunkelheit auf die Straße trauen und dort ggf. unbehelligt Journalisten in schmierigen Ecken treffen können. Ich schätze, die Lernkurve unserer Jungfeministin wird bald steil nach oben zeigen, wenn solcherart emanzipierte Frauen ihr zunächst mal ihren womöglich kassierten Lohn abnehmen und ihr dann ein gerüttelt Maß an Sozialstunden – vorrangig in einer kirchlichen Einrichtung, in der man noch weiss, dass vor der Vergebung erstmal ehrliche Reue und bittere Buße stehen müssen – aufbrummen. DAS käme meinen Vorstellungen von einer angemessenen Reaktion der Gesellschaft auf die Aktion der Jungfeministin jedenfalls näher als die Idee, ihr auch noch einen Erholungsaufenthalt in einer Vollkomfort-Klinik zu finanzieren und so die Voraussetzungen für ein warmes Bad im Märtyrerstatus (= lukrativer Buchvertrag) zu schaffen.

Gruß,

der Gutmensch.

Rumpelstilzchen

31. Dezember 2013 08:48

Alles inszeniert, alles Geschäft:

money makes the world go round

https://kath.net/news/44296

waldgänger aus Schwaben

31. Dezember 2013 10:06

Das 20jährige Fräulein Josephine Markmann ist mehr Opfer als Täterin. Sie leidet vermutlich, wie Sie Frau Kositza richtig erkennen, an einer dissozialen Persönlichkeitsstörung. In diesem Alter wäre das noch gut behandelbar, wenn bei der Patientin ein Minimum an Einsicht in die Krankheit vorläge. Zur Einsichtsgewinnung müsste sie aber von ihrem Umfeld, Eltern, Verwandtschaft, Freunde unterstützt werden. Doch sie wird fatalerweise von linken Medien hofiert. Früher "Ruhm" auf den dann nichts mehr folgt ist selbst für seelisch gesunde junge Menschen schwer zu verkraften. Was wird aus jenem seelisch labilen Fräulein werden, wenn die öffentliche Aufmerksamkeit sich von ihr abwendet?

Kardinal Meißner hat Recht wenn er ihr Gottes Segen wünscht. Sie braucht ihn dringend.

Unsere manistream-Medie aber schert das Schicksal einer junge Dame wenig. Hauptsache gute Fotos und gute Schlagzeilen. Sollte diese Dame in den nächstem Jahren zum Teufel gehen, wird man schon einen Weg finden der katholischen Kirche die Schuld daran zu geben.
Verlogenes Pack!

Gutmensch

31. Dezember 2013 12:26

Lieber Waldgänger,

bevor man so junge Menschen wie unser ungezogenes Fräulein zum Pillenschlucken schickt, sollte man sie doch wohl erstmal erziehen; darauf haben junge Leute nämlich einen Anspruch, oder meinen Sie nicht? Naja, aber wenn man "Waldgänger" ist ... dann sind vermutlich die Bäume die favorisierten Ansprechpartner; die geben wenigstens keine Widerworte.

Nebenbei bemerkt lebe ich hier in einem Gebiet, das von "Waldgängern" nur so wimmelt ... das merke ich jedes Jahr am ersten Mai. Dann ist in der Nähe nämlich großes Bohei mit ungefähr drei Bescheuerten links und dreien rechts, die unser aller Demonstrationsrecht fair untereinander aufgeteilt haben und offensichtlich einen Heidenspaß daran haben, die gefühlte halbe Bundespolizei in Aufregung zu versetzen (vielleicht haben die ja auch Spaß - es sei ihnen natürlich gegönnt ...). Währenddessen flieht die Mehrheit der Bevölkerung vor dem Tohuwabohu- ja, wohin kann man denn noch fliehen?! Natürlich in den für sie alle viel zu kleinen Wald, in dem sich dann mehr Menschen als Bäume befinden und jeder dort starrt einsam und völlig fixiert in den Himmel und hält sich dabei die Ohren zu, weil die Hubschrauber auf dem Weg zur Demo einfach eine unerträgliche Lärmkulisse bilden. Nur im Hause selber ist es noch schlimmer; da kriegt man einen lebhaften Eindruck von Krieg und Bombenterror und murmelt unwillkürlich die "Bitten der Kinder" (Brecht) vor sich hin, von denen man eigentlich gehofft hatte, sie ganz und gar vergessen zu haben.

Also zusammengefasst: Wenn hier jemand hinter Gitter gehört (und ob er dazu noch Pillen schlucken muss), dann wohl diejenigen, die vergessen haben, was sie den jungen Leuten schuldig sind. Die Schandtaten des armen Josephinchens fallen jedenfalls im Zweifel unters Jugendstrafrecht (sie hat womöglich noch nicht die volle Reife eines Erwachsenen) und sollten dementsprechend erzieherisch behandelt werden, denn da kann es ja noch Hoffnung geben.

Einen guten Rutsch,

d. G.

Kositza: Lieber Gutmensch, Sie öffnen da ein großes Faß. Verrücktheit und Normalität, Verzogenheit und in Frage kommende Erziehungsinstanzen. Es ist so wahnsinnig teuer hierzulande, einen Menschen auf sozialverträglichen Weg zurückzuführen. I h r e Steuern!, meine nicht, bin ja Hausfrau. Aufenthalt in der Psychiatrie wäre ein Mittelweg, von den Kosten her gesehen. Ein paar Pillen, um das ganze biochemisch zu sedieren, zu bahnen, erschiene mir angesichts der zur Verfügung stehenden Erziehungsinstanzen als probates Mittel der Wahl. Es gibt doch heute eine Vielzahl gut bezahlbarer Neuroleptika.

Eva Prima Pandora

31. Dezember 2013 13:45

A propos "in den nächsten Jahren zum Teufel gehen" stellt sich die Frage nach von Ehrfurcht und Pietät gesetzten oder immer weiter verschobenen Grenzen neu, sollte die Frau dann tatsächlich ableben, womöglich an Brustkrebs sterben, denn das Schicksal geht manchmal sonderbar zeichenhafte Wege, und eine Gruppe unerschrockener Nacktprotestler, Männer, Ithyphalliker auf natürliche Weise, verschafft sich Zutritt zur wie auch immer gearteten Abschiedszeremonie, lässt wild bacchantisch sich gebärdend die Korken ins Angesicht der Trauerversammling knallen, selbstverständlich alles konzeptuell motiviert - was jammern uns dann Eltern und Freunde dieser Josephine vor? Auf "Werte" oder "Würde", die solchem Treiben Grenzen setzen, mögen sie sich nicht berufen, wenn sie jetzt gutheißen oder schweigen....

waldgänger aus Schwaben

1. Januar 2014 09:34

Lieber Gutmensch,
weder "Pillenschlucken" noch Zwangseinweisungen sind geeignete Therapien bei Persönlichkeitsstörungen. Wie Sie leicht nachlesen könnten:

Persönlichkeitsstörungen

Die Behandlung von Persönlichkeitsstörungen erfolgt in erster Linie mit psychotherapeutischen Verfahren, wie psychoanalytischer oder tiefenpsychologischer Therapie sowie mit kognitiver Verhaltenstherapie Auch kommen in einigen Fällen Medikamente, meist Psychopharmaka, zum Einsatz.

Voraussetzung ist natürlich stets die Kooperationsbereitschaft des Patienten. Und genau diese wird nun durch das Medienecho in diesen Falle kaum mehr gegeben sien. Deshalb schrieb ich:
Frau Markmann ist mehr Opfer als Täterin.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Frau Markmann in 20 Jahren an Neujahr im Kreise ihrer Kinder, ihres Gatten, Eltern und Geschwister vielleicht in Zeitungsausschnitten blättert: "Schaut mal Kinder so hat Mama damals gegen die bösen Patriachen gekämpft!"

Eher vorstellen kann ich mir, dass sie alleine, verbittert, früh gealtert, vereinsamt sich mit einer Flasche Likör vor der Glotze über die Ungerechtigkeit einer Welt hinwegtröstet, die einer so wichtigen Person wie sie es ist, kein Interesse mehr entgegen bringt. Falls sie in 20 Jahren überhaupt noch am Leben ist.

Nicht dass ich ihr dies wünsche, aber ich befürchte dies ist ihr Schicksal. Abwenden könnte dies eine Therapie, doch die ist nun ja leider kaum mehr möglich. So bleibt nur die Hoffnung auf Gottes Segen.

Was Ihre, Gutmenschens, Ausführungen zum Thema "Waldgänger" betrifft, bin ich mir nicht sicher, ob Sie den Hintergrund des Namens kennen und verstanden haben. Auch hier hülfe wikipedia: "Der Waldgang"

Recht geben muss ich Ihnen, dass zuviele Waldgänger auf einem Haufen sich nicht gut machen. Deshalb bin ich mit meinem Namen hier auch nicht mehr ganz zufrieden.

Auch Ihnen und allen Lesern einen guten Rutsch.

@Kositza:
Kardinal Meisner hat nicht den Altar symbolisch gereinigt oder wie andernorts zu lesen war, ihn mit Weihwasser besprengt. Des klingt nach "Magie". Hintergrund ist Folgendes:

Nach der Entweihung eines Altars durch ein Sakrileg dürfen an ihn nach dem Kirchenrecht keine liturgischen Handlungen mehr vollzogen werden. Das wäre sonst ein Herabwürdigung der entsprechenden Liturgie.

Kardinal Meisner hat deshalb den Altar erneut geweiht. Dazu war er als Erzbischof von Köln befugt. Ohne diese Altarweihe hätte er die Christmette beenden oder an einen anderen Altar im Dom wechseln müssen.

Gutmensch

1. Januar 2014 20:15

Liebe Frau K.,
und lieber Waldgänger,

fragen Sie mal in der geschlossenen Psychiatrie nach, was man dort so alles warum behandeln muss … und wie teuer insbesondere auch die Medikation als solche ist ... Die deutsche Justiz für sich betrachtet ist dagegen im europäischen Vergleich sogar recht preiswert; jedenfalls gibt es deutlich schlechtere Preis/Leistungs-Verhältnisse. Aber damit das Argumentationsniveau nicht versehentlich abrutscht: Der Einsatz von „Zuchtmitteln“,§ 13 ff. JGG, durch den Jugendrichter erscheint mir im Hinblick auf unser Josephinchen doch eher angezeigt. Zweifelsohne kann man auch anders darüber denken!

Und was den Waldgang angeht … da kann ich Sie, lieber Waldgänger, ganz und gar beruhigen. Man kann in diesem Forum ja gar nicht lesen/schreiben, ohne den Wald vor lauter Bäumen glatt zu verpassen!

Ein frohes 2014,

d. G.

Wahr-Sager

2. Januar 2014 17:56

Ein schönes neues Jahr allerseits!

Ich lese zu der Sache mit dieser geistig verwirrten Femen-Trulla eben, dass die Polizei Ermittlungen aufgenommen hat.
Nee, natürlich nicht gegen diese dekadente, hedonistische Titte, sondern gegen einen Gottesdienstbesucher, dem vorgeworfen wird, das 20 Jahre junge Weib geohrfeigt zu haben.

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