Akademikerball, Antifa & Ausnahmezustand

Alle Jahre wieder befindet sich Wien im Ausnahmezustand, wenn das freiheitlich-korporierte Milieu in der Hofburg...

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

sei­nen seit 1952 bestehen­den Tra­di­ti­ons­ball fei­ert und tau­sen­de von links­ra­di­ka­len Kra­wall­de­mons­tran­ten in die Stadt gekarrt wer­den, um einen Klad­de­ra­datsch “gegen Rechts” in Sze­ne zu setzen.

Und alle Jah­re wie­der darf man sich an der so wun­der­bar “aus­ge­wo­ge­nen” Bericht­erstat­tung der Medi­en erfreu­en, die in der über­wie­gen­den Mehr­heit die Tat­sa­che her­un­ter­zu­spie­len belie­ben, daß sich der “Pro­test­ler” genann­te Mob aus links­ex­tre­men Grup­pie­run­gen rekru­tiert, ja über­haupt, daß es sich hier um Lin­ke und eine lin­ke Agen­da handelt.

Besag­te Sze­ne, allen vor­an die noto­ri­sche “Links­wen­de” pißt sich bereits seit Wochen vor lau­ter Vor­freu­de auf das Event in die brunz­war­men Hosen und hat die Stadt mit auf­wie­geln­den Pos­tern voll­ge­pflas­tert, auf denen viel von “Haß” die Rede ist, “Unsern Haß, den könnt ihr haben” etwa, wobei zum lin­ken Haß-Ablas­sen ja auch immer das gute Gewis­sen gehört, wofür mit wei­te­ren, krass dif­fa­mie­ren­den Hetz­por­nos gesorgt wird, an denen sich die Kli­en­tel auf­geilt und in Stim­mung bringt.

Das ist bekannt­lich eine der lieb­rei­zends­ten Eigen­schaf­ten der Lin­ken, ihre so ins Auge ste­chen­de Dop­pel­mo­ral und Selbst­ge­rech­tig­keit: Haß, Into­le­ranz, Gewalt sind nur dann ganz empö­rend böse und ver­werf­lich, wenn sie von den Rech­ten kom­men, man selbst darf sich dage­gen alles, aber auch wirk­lich alles erlauben.

Ich muß da immer an ein altes Lied von Kon­stan­tin Wecker den­ken (der übri­gens heu­te als flei­ßi­ger Kämp­fer “gegen Rechts” zeigt, daß er zu däm­lich ist, sei­ne eige­ne Bot­schaft zu verstehen):

Immer noch wer­den Hexen ver­brannt, auf den Schei­ten der Ideo­lo­gien. Irgend­wer ist immer der Böse im Land und dann kann man als Guter und die Augen voll Sand in die hei­li­gen Krie­ge ziehn. Täte­rä­tä! Täte­rä­tä, täte­rä­tä, täterätä!

Jeder, der schon ein­mal Bekannt­schaft mit sol­chen Exem­pla­ren wie den “Linkswende”-Typen gemacht hat, wird bestä­ti­gen kön­nen, daß es sich hier oft um patho­lo­gisch ver­an­lag­te Figu­ren han­delt, denen jedes mensch­li­che und poli­ti­sche Maß abhan­den gekom­men ist. Dafür kann man einen enorm aus­ge­präg­ten Wil­len fest­stel­len, sich auch ein­mal auf eine Unter­men­schen­grup­pe ein­zu­schie­ßen, gegen die jede Form von Nie­der­tracht gerecht­fer­tigt ist.  Vie­le von die­sen Leu­ten suchen ein­fach Ven­ti­le, an denen sie ihren eige­nen “Haß” und Frust ablas­sen können.

Dazu kommt eine kras­se Blind­heit für die eige­ne, durch­aus pri­vi­le­gier­te Posi­ti­on im poli­tisch-media­len Koor­di­na­ten­sys­tem: der fana­ti­sche Lin­ke hält sich auch dann für einen “Rebel­len”, wenn ihn das Sys­tem andau­ernd für sei­ne guten Absich­ten hät­schelt und prä­miert, und er hält sich auch dann noch für ein “Opfer”, wenn er den Stie­fel mal wie­der auf ein unlieb­sa­mes Gesicht preßt. Für den fana­ti­sier­ten Lin­ken wäre selbst ein blu­tig zusam­men­ge­schla­ge­ner Rech­ter ein Typ, der sich fre­cher­wei­se “zum Opfer stilisiert”.

All das ist ernst­haft gru­se­lig und jen­seits jeg­li­cher ratio­na­ler Zugäng­lich­keit – und der Fair­ness hal­ber sei noch dazu­ge­sagt, daß sich ein sol­cher Typus selbst­ver­ständ­lich in allen poli­ti­schen Lagern fin­den kann. Die ech­te Kanail­le fin­det immer gute Grün­de, um ihren inne­ren Schwei­ne­hund von der Lei­ne zu lassen.

Es zeigt deut­lich die herr­schen­den poli­ti­schen Kräf­te­ver­hält­nis­se, daß eine umge­kehr­te Situa­ti­on – etwa: rech­te Demons­tran­ten ver­sam­meln sich pöbelnd gegen die Gäs­te irgend­ei­nes SPÖ-Bal­les oder ein grü­nes Stra­ßen­fest – völ­lig undenk­bar wäre, und schon im rei­nen Ansatz wochen­lang andau­ern­de Hys­te­rien, Leit­ar­ti­kel und Brand­re­den über die Gefähr­dung der Repu­blik aus­lö­sen wür­de. Ich wer­de die­sen gan­zen Kom­plex heu­te nicht noch ein­mal ana­ly­sie­ren.

Es wun­dert mich aber den­noch immer wie­der von Neu­em, daß unse­re Her­ren und Damen von der Pres­se es nicht fer­tig­brin­gen, ein­mal klipp und klar zu sagen, was für ein haar­sträu­ben­der, skan­da­lö­ser Witz es ist, wenn zivi­le Ball­be­su­cher durch gan­ze Poli­zei­ba­tail­lo­ne vor einem Lynch­mob geschützt wer­den müs­sen. Das ist ein Zei­chen, wie sehr man sich schon an bestimm­te Ver­hält­nis­se gewöhnt hat, wie sehr man ein laten­tes Bür­ger­kriegs­ver­hält­nis gegen­über einem erheb­li­chen Teil der Bevöl­ke­rung und des poli­ti­schen Spek­trums für selbst­ver­ständ­lich und legi­tim hält.

Die tri­via­len Eigen­in­ter­es­sen, die hier eine Rol­le spie­len, lie­gen natür­lich auf der Hand. Sei­tens der SPÖ wird man kein böses Wort über links­ex­tre­me Meu­ten fin­den, wenn die­se Sturm­trup­pen behilf­lich sind, den poli­ti­schen Kon­kur­ren­ten aus­zu­schal­ten. Die­se wer­den dann halt in “mas­si­ver öffent­li­cher Gegen­wind” umbe­nannt, und sich ihrem Druck nicht zu beu­gen, ist dann, hört, hört, “anma­ßend und zynisch”:

Kul­tur­stadt­rat Andre­as Mai­lath-Pokor­ny (SPÖ) for­der­te, dass die Hof­burg künf­tig nicht mehr für die Ver­an­stal­tung zur Ver­fü­gung gestellt wer­de: “Die Hof­burg-Betriebs­ge­sell­schaft täte gut dar­an, den Ball als das zu behan­deln, was er ist: Ein Ver­net­zungs­tref­fen für Rechts­ex­tre­me an einem der sym­bol­träch­tigs­ten Orte der Repu­blik”, so Mai­lath-Pokor­ny in sei­ner Funk­ti­on als Prä­si­dent des Bun­des sozi­al­de­mo­kra­ti­scher Aka­de­mi­ke­rIn­nen (BSA) in einer Aus­sendung. Dass die FPÖ “auch nach mas­si­vem öffent­li­chen Gegen­wind fort­fährt, einen Ball zu ver­an­stal­ten, für des­sen Titel sie alle Aka­de­mi­ke­rIn­nen ver­ein­nahmt”, sei “anma­ßend und zynisch”.

Mir geht gera­de das Voka­bu­lar aus, um die­se Aus­sa­gen des Herrn Mai­lath-Pokor­ny ange­mes­sen zu klassifizieren.

Indes­sen jam­mern die Herr­schaf­ten von der Pres­se her­um, wie schröck­lich “unde­mo­kra­tisch” das von der Poli­zei erteil­te Platz­ver­bot sei, und was für qua­si-ukrai­ni­sche Zustän­de dadurch ein­bre­chen wür­den, daß die Poli­zei ihren Job erle­digt und ein paar Men­schen vor einer auf­ge­putsch­ten “demo­kra­ti­schen” Mas­se schützt. So etwa Rubi­na Möh­ring, Prä­si­den­tin von “Repor­ter ohne Gren­zen Österreich”:

Repor­ter ohne Gren­zen Öster­reich (ROG) kri­ti­siert scharf die Zen­sur­maß­nah­men im Zusam­men­hang mit dem heu­ti­gen Aka­de­mi­ker­ball in der Wie­ner Hof­burg. „Das ist das Ende der Pres­se­frei­heit”, erklärt Rubi­na Möh­ring, Prä­si­den­tin von Repor­ter ohne Gren­zen Öster­reich. „Bericht­erstat­tung nur in Beglei­tung von Poli­zei­be­am­ten, begrenzt auf  ledig­lich 30 Minu­ten, wider­spricht sämt­li­chen Regeln eines demo­kra­ti­schen Rechts­staa­tes “. Sol­che Maß­nah­men sind weder mit der öster­rei­chi­schen Ver­fas­sung noch mit der EU-Grund­rech­te-Char­ta ver­ein­bar. Sie sind alar­mie­ren­de Ver­stö­ße gegen demo­kra­ti­sche Grund­prin­zi­pi­en und das Recht aller in Öster­reich leben­den Men­schen auf Informationsfreiheit.

Den Vogel abge­schos­sen hat Medi­en­mo­gul Wolf­gang Fell­ner, Her­aus­ge­ber des von der Lin­ken nicht gera­de gelieb­ten und als “popu­lis­tisch” ver­ach­te­ten Bou­le­vard-Blatts “Öster­reich”. Das also “sagt Öster­reich”, bezie­hungs­wei­se Meis­ter Fell­ner zur Akademiker-Ball-Causa:

Im Prin­zip bin ich dafür, dass jeder dort Wal­zer tan­zen soll, wo er will.

Der Aka­de­mi­ker­ball in Wien frei­lich wird immer mehr zu einem skan­da­lö­sen Ärger­nis, das abge­stellt gehört. Wenn 500 Bur­schen­schaf­ter einen eigent­lich harm­lo­sen Ball bewusst so zur Pro­vo­ka­ti­on gestal­ten, dass er Tau­sen­de Demons­tran­ten anzieht und als Fol­ge die gan­ze Innen­stadt zur Sperr­zo­ne erklärt und sogar das Tra­gen von Schals als „Ver­mum­mungs­ver­bot“ unter­sagt wird, dann hört sich der Spaß auf. Fasching soll­te nicht mit Ter­ror ver­wech­selt werden.

Der wah­re Skan­dal am „Aka­de­mi­ker­ball“ ist, dass die­se Ball-Pro­vo­ka­ti­on in der Hof­burg statt­fin­det – dem reprä­sen­ta­tivs­ten Ort die­ser Republik.

Zustän­dig für die Ver­mie­tung der Hof­burg ist – über eine halb pri­va­ti­sier­te Gesell­schaft – die Bun­des­re­gie­rung, sprich: der Wirtschaftsminister.

Längst ist eine kla­re Ansa­ge von Kanz­ler und Minis­ter über­fäl­lig, dass die Hof­burg nicht mehr an sol­che Kra­wall-Pro­vo­ka­teu­re ver­mie­tet wird.

Die Regie­rung hat es in der Hand, die­ses rechts­ex­tre­me Ärger­nis end­lich abzu­stel­len. Sie soll­te die Ver­mie­tung (an der sie gera­de 35.000 Euro ver­dient) sofort beenden.
Sonst ist sie für den Kra­wall verantwortlich.

Kann man die Sach­ver­hal­te noch hin­ter­fot­zi­ger und dreis­ter auf den Kopf stel­len? Der Aka­de­mi­ker­ball, der bereits seit vier Jahr­zehn­ten in der Hof­burg statt­fin­det, und min­des­tens so lan­ge kei­ne müde Socke “pro­vo­ziert” hat, ehe sich ein paar Rad­au­lin­ke dar­auf ein­ge­schos­sen und ihn skan­da­li­siert haben, wird von dem ver­an­stal­ten­den Milieu in kei­ner Wei­se “zur Pro­vo­ka­ti­on gestal­tet”, son­dern abso­lut unpo­li­tisch prä­sen­tiert. Die Poli­ti­sie­rung fin­det auf der Stra­ße davor statt.

Aber nein, nicht die mili­tan­ten links­ex­tre­men Demons­tran­ten, die die Stras­sen blo­ckie­ren und mit Kra­wal­len unsi­cher machen und ver­wüs­ten, son­dern die von ihnen ange­grif­fe­nen fried­li­chen Ball­be­su­cher sind laut Fell­ner das “Ärger­nis”, sind die “Pro­vo­ka­teu­re” und die Schul­di­gen dar­an, daß “die Innen­stadt zur Sperr­zo­ne” erklärt wird. Und die net­ten und harm­lo­sen, mutig gegen den “Skan­dal” demons­trie­ren­den “Ver­mumm­ten”, die wol­len doch nur spie­len, die ver­mum­men sich doch nur wegen Spaß und Fasching. Glaubt Fell­ner eigent­lich selber,was er da schreibt? Nun gehen mir erst recht die publi­zier­fä­hi­gen Voka­beln aus.

Ich bin mir bewußt, daß es sich hier um eine his­to­risch ungleich ver­schärf­te­re Situa­ti­on han­delt, und ich bin auch kein Freund die­ser all­zu rasch gezück­ten Ver­glei­che – aber zumin­dest struk­tu­rell ist das unge­fähr das­sel­be, wie zu sagen: die SA hat mal wie­der Stunk und Ter­ror gemacht und gan­ze Stra­ßen­zü­ge van­da­li­siert, ergo muß sich der Staat ihrem Wil­len beu­gen, ergo müs­sen die fre­chen Juden und Kom­mu­nis­ten, die das pro­vo­ziert haben, das Feld räumen.

Wol­len wir uns nicht täu­schen, wor­um es eigent­lich geht. Die “Pro­vo­ka­ti­on” besteht letz­ten Endes nur dar­in, daß es über­haupt noch rech­te und kon­ser­va­ti­ve Milieus gibt, die sich noch nicht voll­stän­dig auf­kna­cken und ernied­ri­gen haben las­sen. Das nach­sich­ti­ge Wohl­wol­len, mit denen das lin­ke Stra­ßen­ge­ze­ter auf­ge­nom­men wird, hat Methode.

Hier ein paar Fotos von den gest­ri­gen Verwüstungen.

Zum Schluß sei hier also noch auf einen sehr guten und lei­den­schaft­li­chen Kom­men­tar eines Akti­vis­ten der Iden­ti­tä­ren Bewe­gung Öster­reich verwiesen:

Die Haupt­rol­le des anti­fa­schis­ti­schen Milieus, und hier wird es für das Empi­re zum nütz­li­chen Werk­zeug (wie das sogar die ortho­do­xen Mar­xis­ten der „Roten Fah­ne“ erkann­ten), ist und bleibt der „Kampf gegen Rechts“. Der ist natür­lich nicht revo­lu­tio­när, weil die „Rech­ten“ alles ande­re als herr­schend sind. Er wäre nicht ein­mal nötig: im der­zei­ti­gen Zustand schei­tern die rech­ten Zusam­men­hän­ge ohne­hin an sich selbst, gespal­ten in welt­an­schau­ungs­lo­se Popu­lis­ten und alt­rech­te Fana­ten und mit einer demo­gra­phi­schen Zeit­bom­be, die gegen sie tickt.

Der Kampf gegen die Ver­tre­ter einer „extre­men“ Rech­ten hat vor allem ein wich­ti­ge Züch­ti­gungs­funk­ti­on für das Bewusst­sein der indi­ge­nen Bevöl­ke­rung. Die rech­te „Sau“, die alle paar Wochen medi­al durchs Dorf getrie­ben wird, hat den­sel­ben Zweck wie öffent­li­che Hin­rich­tun­gen und Fol­te­run­gen in einem besetz­ten Land. Sie sol­len den Bür­gern so viel Angst ein­ja­gen, vom Kurs abzu­wei­chen, dass sie es erst gar nicht ver­su­chen. Dem demo­kra­ti­schen Rechts­staat sind hier enge Gren­zen gesetzt. Wenn er auch gegen die extrems­ten Erschei­nun­gen der NS-Sze­ne juris­tisch auf­tre­ten kann, so hat er gegen die Mas­se der patrio­ti­schen Bür­ger (das revo­lu­tio­nä­re Poten­ti­al einer Iden­ti­tä­ren Bewe­gung) kaum ein Mit­tel zur Hand. Hier wirkt die Anti­fa Wunder.

Sie kann genau das machen, wofür der Rechts­staat sich zu fein ist: Leu­te bespu­cken, ver­prü­geln, Autos abfa­ckeln, Hetz­pla­ka­te im Wohn­vier­tel ver­tei­len und so Fami­li­en aus­ein­an­der brin­gen, beruf­li­che Exis­ten­zen ver­nich­ten und Men­schen bis in Depres­si­on und Sui­zid trei­ben. Als „Nazis“ haben sie kein Lebens­recht, son­dern müs­sen „raus“, womit anders als beim „Aus­län­der raus“ kein kon­kre­ter Ort, son­dern die tota­le Ver­nich­tung gemeint ist. Zum auf­rich­ti­gen Bedau­ern der Anti­fa klappt es meis­tens nur mit der sozia­len Ver­nich­tung – mit der dafür blen­dend. Vor allem die Ver­leum­dung wirkt hier Wun­der und bedeu­tet, egal wie falsch und ver­lo­gen die Anwür­fe sind, ein unaus­lösch­ba­res Kains­mal. „Irgend­was wird schon dran sein“ am Faschis­mus­vor­wurf, wenn erklär­te „Anti­fa­schis­ten“ so einen Radau machen.

Die Anti­fa ist vom radi­ka­len Mar­xis­mus zum „Gegen Rechts“-Werkzeug der herr­schen­den libe­ra­len Mul­ti­kul­ti-Ideo­lo­gie umge­züch­tet gewor­den. Sie erle­di­gen die Drecks­ar­beit und wer­den dafür gnä­dig von der Jus­tiz geschont. Allein die Tat­sa­che, dass ihre Zen­tren, die Brut­stät­ten ihrer Radi­ka­li­sie­rung und sozia­len Ver­nich­tungs­at­ta­cken nicht aus­ge­ho­ben wer­den, ist dafür ein unwi­der­leg­ba­rer Beweis. Das Sys­tem braucht sie und lässt sie am Leben.

Die Exem­pel, die die Anti­fa hier­bei, immer will­kür­li­cher, für ihre „eman­zi­pa­to­ri­schen“ Exis­tenz­ver­nich­tun­gen aus­sucht, sind meist harm­lo­se Per­so­nen. Leu­te, die tat­säch­lich aus der zahn­lo­sen Sze­ne der Neo­na­zis ent­stam­men, oder harm­lo­se Patrio­ten, die das Pech hat­ten, irgend­wo, irgend­wie in die Ras­ter­fahn­dung der Anti­fas zu gera­ten. Gera­de mit dem Auf­kom­men der „Islam­kri­tik“ schla­gen die Radar­ge­rä­te der links­ex­tre­men Revo­lu­ti­ons­gar­den unun­ter­bro­chen Sal­tos. So wur­de etwa vor nicht all­zu lan­ger Zeit ein schwu­ler, anti­spe­zie­zis­ti­scher, lin­ker Leh­rer, weil er sich kri­tisch gegen den Islam geäu­ßert hat­te, auf indy­m­e­dia neben JN-Funk­tio­nä­ren und Prü­gels­kins geoutet.

Die­se Will­kür und Belie­big­keit, die tota­le Streu­ung der anti­fa­schis­ti­schen Zer­stö­rungs­schlä­ge gegen ver­schie­dens­te Per­so­nen, die aber in ihrer Inten­si­tät und Kains­mal-Wir­kung immer die glei­chen sind, erzeugt eine zusätz­li­che Unsi­cher­heit in der Bevöl­ke­rung, was sich im zusätz­li­chen Kon­for­mis­mus niederschlägt.

Foto: unzensuriert.at

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

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Kommentare (30)

Waldgänger aus Schwaben

24. Januar 2014 20:41

Zwei Anmerkungen:
1) Nirgends weder hier noch in der JF wird über den ethnischen Hintergrund des AntiFa-Pöbels berichtet. Ich nehme an, es sind kaum Ausländer darunter.

2) Über kurz oder lang wird das "Empire", bei sich verschlechternder wirtschaftlicher Lage das Problem haben dieses Pack unter Kontrolle zu halten.

M.L.: Siehe hier:
https://www.sezession.de/25885/linksextremismus-betteln-um-die-watschen.html/2

Noch eine Beobachtung: unter den Linksextremen überwiegen die nicht-migrantischen Gesichter bei weitem. Fast könnte man sagen, daß die Antifa so „implicitly white“ (oder hier: „implicity German“) ist wie die Tea Party. Ähnlich verhielt es sich seltsamerweise mit den Schaulustigen und den sympathisierenden Mengen. Dabei kam es zu kabarettreifen, bezeichnenden Szenen. In einer Ecke stand eine Gruppe junger Kurden, allesamt große Machokerls mit arrogant ausrasierten Nacken und Kurzhaarschnitt, muskulösen Oberarmen, niedrigen Stirnen und sauberen Hemden. Der männliche Durchschnittsantifant ist weiß, deutsch, multipel gepierct, mit unsportlichem, geschlechtsneutralen Habitus, in bewußt verlotterten Klamotten, und mit langen Haaren, die entweder im Punkstil getragen werden oder zu Rastazöpfen oder Dreadlocks geflochten sind.

Revolte

25. Januar 2014 00:17

Hierzu passt auch wunderbar die hysterische Debatte um das Lanz-Wagenknecht-Streitgespräch, wegen dem Lanz jetzt qua Petition seinen Sendeplatz verlieren soll. Ein wild gewordener Hühnerhaufen von Internet-Soziopathen läuft jetzt Sturm gegen den unerhört harten Journalismus, mit dem Lanz an jenem Abend an der Unberührbaren kratzte. 160.000 Unterzeichner soll die Petition bereits haben.
https://www.tagesspiegel.de/medien/reaktion-auf-online-petition-markus-lanz-entschuldigt-sich-bei-wagenknecht/9380952.html )

Hier das Video:
https://www.youtube.com/watch?v=ZAYjDGP2kJQ

Was Jörges ab 5:37 von sich gibt, ist ohne Betablocker kaum zu ertragen und offenbart den bestürzenden, antidemokratischen Geist der schwätzenden Klasse (der Lanz ja ebenso angehört). Da lässt der Honorar-Schmierfink endlich mal die Maske fallen.
O-Ton Minute 5:56: "...die (CDU/CSU) wollen das Parteiensystem nach rechts (gegen die AfD) absichern. Und das ist im Prinzip richtig..."
Als stünde der Schicklgruber schon wieder vor der Tür. Dieser Laden ist nicht mehr auszuhalten.

Michael Schlenger

25. Januar 2014 00:45

Werter Herr Lichtmesz,

wenn ein Meister des pointierten Ausdrucks wie Sie nicht umhin kann, Vokabeln wie "pisst", "Pornos" und "aufgeilt" zu verwenden, muss das schon seinen Grund haben. Tatsächlich gibt Ihr Bericht reichlichen Aufschluss darüber, weshalb man heiligen Zorn verspüren kann.

M.L.: Ich hab mal kurz Céline gechannelt.

Aber es bleibt die Frage, was uns der Beitrag nun sagen oder lehren soll. Die beschriebenen Mechanismen in den Medien sind hinlänglich vertraut. Wozu braucht es die x-te, noch so unterhaltsame Bestätigung?

M.L.: Sie werden lachen, aber dasselbe denke ich mir auch.

Was soll der nicht am Walzer in der Wiener Hofburg sich ergötzende Konservative, der in seinem Studierzimmer vielleicht lieber Bach oder Händel hört, dem erschröcklichen Geschehen in Wien nun Neues entnehmen?

Mir fehlt hier ein wenig die Aufforderung zum konsequenten Handeln jenseits des puren Lamentos. Damit meine ich keinen von ehrgeizigen Medienlieblingen angeführten Pseudoaufstand wie in der Ukraine, sondern schlicht Vorschläge zu realistischer Reaktion und Haltung gegenüber dem Unvermeidlichen im Alltag.

M.L.: Wenn Sie eine Idee haben, nur zu.

Dazu könnte schon gehören, gewisse Provokationen, die nur eitle Selbstdarsteller betreffen, schlicht zu ignorieren (auch wenn sie heimattreu tun) und sich auf überzeitliche Qualität zu konzentrieren. Das gilt für die belanglosen Bekenntnisse abgehalfterter Fußballspielender ebenso wie für die Beleidigungen eines in jeder Zivilisation unvermeidlichen Straßenmobs.

Freundlicher Gruß
Michael Schlenger

antihunkebunk

25. Januar 2014 01:18

Innigen Dank für diese Information oder besser: Richtigstellung der Fakten nach der gerade im öffentlich-rechtlichen Fernsehen verbreiteten Umerziehungswahrheit!

M.L.: "Um"-erziehen braucht man da heute nix mehr.

Orange

25. Januar 2014 01:39

Was bitte ist rechtsextrem an der FPÖ? Ich hab mir ihr Parteiprogramm durchgelesen, und es wäre vor 50 Jahren absolut unkontroversiell gewesen und hätte in der Grundaussage das Parteiprogramm jeder christlichen Volkspartei in Europa sein können.

Aber was mich tatsächlich am meisten verwundert, dass diese Antifanten glauben, irgendeine Art von "Opposition" darzustellen. Wundern die sich eigentlich nie, warum die EU ihre ganze "No Border, No Nation" Projekte fördert?

siehe hier: https://noborder.antira.info/de

Diese traurigen Gestalten sind einfach nur die Steigbügelhalter der anti-christlichen und anti-europäischen Elite

Joseph von Sternberg

25. Januar 2014 08:01

@ Waldgänger aus Schwaben:
nun eigentlich war der Mob ziemlich rassisch diversifiziert - ich habe in der Fotostrecke recht viele Neger und Negerinnen gesehen. Das sind dann die, die nach der Party dann die AktivistInnen zu dem Sex zwingen der ihnen zusteht - so geschehen in Berlin - bei Occupy - und überall wo sich Lombroso-Gestalten unter protestierende und/ oder kiffende Heranwachsende mischen.

Ich selbst habe so eine spannende Gemengelage im Ansatz als zarter 17 jähriger in Juan-les-Pins erleben dürfen. Zum Glück ist niemandem was passiert.
So wie diesem Sozialarbeiter hier ;-)
ab: 1:36:00 (Tropa de Elite lohnt sich ganz zu schauen...)

Als letztes habe ich von Kerry Bolton Die psychopatische Linke gelesen. Da kam das auch - Vergewaltigung - am Ende wird das Opfer dann von der gestörten Peer-Group als Rassist denunziert. Das ist ein typisches,, universelles Merkmal der Next Left:
https://schwertasblog.wordpress.com/2011/04/03/wir-sind-nicht-eure-waffen-wir-sind-frauen/ (Artikel passt nicht ganz - offenbart aber wie zeitgenössische Feministinnen gepolt sind)...

Ein anderer Aspekt des Akademikerballs, der mir auffällt, ist das es mit jedem Jahr schlimmer zu werden scheint...
Ich glaube aber nicht mehr, daß diese Art darin begründet liegt, daß das System Angst vor einem kippen der Lage wie im Ostblock hat und deswegen die Daumenschrauben anzieht. Hier werden vielmehr die Reste ausgemärzt.

Im Übrigen ist es erstaunlich wieviel Identifikation mit dem Aggressor in den angegriffenen Milieus existiert - konservative Katholiken, Korporierte, Evangelikale, Abtreibungsgegner, AfD usw..

Um nochmal auf Kerry Bolton zurückzukommen: ich dachte seit meiner Jugend, diese Linken seien ein pseudorevolutionäres fashionables Milieu, die 1789 & 1917 + spanischen Bürgerkrieg (no passaran! ) nachspielen. Für Bolton sind diese Filzläuse aber genauso Avantguarde wie Marodeure - und er begründet dies überzeugend.
Wenn dieses System kippen sollte, dann werden diesen idiotierenden Massen Kommissare mit Mauserpistolen entwachsen.

Gramsci selbst sagte das die Revolution in Russland geklappt hat, weil schon in der Vorphase alle Traditionsbestände abgebaut worden waren. Vor der französischen Revolution hat sich ja die Kirche und die Monarchie selbst entleibt. Genau wie heute!
Ich habe einmal ein Erlebnis von Ernst Jünger im Nachkrieg gelesen - wie ein aggressiver Pöbel von ein paar Soldaten mit einem Maschinengewehr unblutig auseinandergetrieben werden konnte.
Ich glaube Jünger hat geschrieben, es sei gewesen wie aus einem Alptraum auf zu wachen.

Ein ähnliches Gefühl hatte ich, als ich Birth of a Nation gesehen hab, bzw. müssen die Südstaatler dieses Gefühl gehabt haben:
nachdem der drohende Negeraufstand durch den KKK - fast ebenso unblutig - niedergerungen worden war - brachte man die Schwarzen mit vorgehaltenem Revolver dazu die richtige Partei zu wählen:
https://www.youtube.com/watch?v=iEznh2JZvrI (ab 2:56:50 min).

Jetzt aber gibt es keine Freikorps und keine Klansmen (außer die Polizei in Baden-Württemberg ;-)) mehr. In den Südstaaten passieren deswegen jetzt solche Sachen:
https://schwertasblog.wordpress.com/2013/10/21/der-doppelmord-von-knoxville-an-christopher-newsom-und-channon-christian/

Es scheint also schlimmer zu werden bevor es vielleicht mal besser werden kann (besser heißt: als Zivilisation nicht unterzugehen)...

Die Kirche ist mit dem neuen Papst (den ich am liebsten anpapsten möchte) sowieso gefickt. Die Grünen treiben ihre Homo-Agenda voran - und die Grenzen stehen weiter weit offen in die Dritte Welt, und die meisten der biederen Arschgesichter die von ihrem Habitus eigentlich Konservative im Kaiserreich gewesen wären, tragen ihre Progressivität bei jeder Gelegenheit auf ihren Zungen. Sie sind mit Memen verseucht die ihnen in mittlerer Frist sehr, sehr schaden werden...

Aber einen Lichtstreif am Horizont könnte es geben, nämlich Russland.
Jürgen Elsässer hat gerade einen kleinen Sieg errungen, der uns zum nachdenken bringen sollte:
https://www.compact-magazin.com/bundesregierung-bekundet-bedauern-ueber-angriffe-auf-compact-konferenz/

Vielleicht könnte Russland als Schutzmacht rechter Bewegungen taugen - so wie die Sowjetunion für die Linken früher.

Matt Parrot hat darüber schon nachgedacht:
https://www.counter-currents.com/2014/01/the-next-cold-war/

Nun es gibt auch schlechte Nachrichten aus Russland – siehe im Occidental Observer - Überfremdung, wie Maulkorbparagraphen soll es auch dort forciert geben.
Oder hier:
https://www.youtube.com/watch?v=YPFAXLxeAEY (mit Elsässer und Friederike Beck)

Aber die Hoffnung stirbt ja zum Glück als letztes...

M.L.: Bitte keine exzessiven Linksammlungen und keine zu großen OT-Abschweifungen.

Rumpelstilzchen

25. Januar 2014 10:16

Lieber Herr Lichtmesz,
zunächst, Willkommen zurück !
Und bittschön, regens sich net auf !

Im " Stern" vom 16. Januar 14 findet sich ein Bericht über die Autonomen in Hamburg. Statt die Gewalttaten dieser schwarzen ( teure North face Jacken) Truppe zu verurteilen, findet sich eine vermeintlich wertfreie Beschreibung dieser Spezies.
O-Ton:
"Was wollen Autonome ? Einfach ausgedrückt wollen sie eine herrschaftsfreie Gesellschaft. Also keine Polizei, keinen Staat, keine hierarchischen Strukturen.
Wie soll so eine Gesellschaftsform aussehen ? das wissen die Autonomen nicht....ungefähr Solidarität, Freiheit, Antirassismus. In der autonomen Szene wird alles im Plenum diskutiert."
Weiter erfährt man, dass die Autonomen sich selbst als Bewegung verstehen und gegen Parteien sind, dass es in Deutschland schätzungsweise 6000 gewaltbereite Autonome gibt, dass sich der Schwarze Block über einen Mailverteiler organisiert. Und vermummen tun sie sich, damit sie nicht erkannt und verhaftet werden. Denn viele ihrer Aktionen würden als Straftaten betrachtet. Ob sie gefährlich seien, wird da gefragt ? Aus Sicht der Polizei und vieler Bürger seien sie das.
Sie sind jung und überwiegend männlich. Wenn sie auf die 30 zugehen, sind sie häufig weg. Die gewaltbereiten Autonomen seien nicht weniger gebildet als der Durchschnittsbürger. Allerdings läge die Arbeitslosigkeit mit 43 Prozent weit über dem Durchschnitt.

Soweit die völlig wertfrei, emotionslos beschreibende ,zoologische Studie.
Und damit natürlich Position beziehend. Für Gewalt. Für Rechtlosigkeit.
In den 70-er Jahren stand auf klapprigen 2 CV's:
"Lachen Sie nicht, es könnte Ihre Tochter drinsitzen".
Über diese autonome, schwarze, vermummte Truppe könnte man sagen:
"Erschrecken Sie nicht, es könnten Ihre Jungs drunterstecken".
Und vielleicht sind Ihre Töchterlein sogar auf dem Akademikerball.
Will heißen, das ist ein Teil von uns.
Die Schlüsse daraus mag jeder selbst ziehen.

Mauretanier

25. Januar 2014 11:47

An den, der Handlungsanweisungen jenseits des bloßen Lamento gesucht hat: die finden sie im kompletten Artikel, den ML auf Seite 3 zitiert hat, vollständig einzusehen auf identitäre-generation.info

Sicarier

25. Januar 2014 12:23

Rumpelstilzchen, Sie nehmen diese Spacken zu ernst, was die wollen ist ideologisch völlig diffus. Mit Marx oder Bakunin hat das so viel zu tun wie die NS-Rassenlehre mit Darwin. Die sind mehr von Hiphop und amerikanischen Serien geprägt worden als von irgendwelchen theoretischen Wälzern.

Das nennt man radical chic: die haben einfach Spaß an der Gewalt und am Aufruhr. Gleichzeitig sonnen sie sich in dem Gefühl, für das Gute zu kämpfen, zum Nulltarif, es besteht ja keine Gefahr für sie: ein Rundum-Sorglos-Paket mit Action und seelischer Wellness.

Julius

25. Januar 2014 13:31

Was sich hier in Wien, aber auch anderswo abspielt ist schlicht und einfach nicht mehr auszuhalten. Daher gehen einem die "publizierfähigen Vokabeln aus" oder man "channelt" Céline. Um die Zusammenhänge einzuschätzen bzw. in Erinnerung zu rufen ist vielleicht ganz interessant, was die Presse - eigentlich recht fair - in der Ausgabe von heute über den Akademikerball schreibt:

1952 fand er erstmals statt, seit 1968 wird er in der Hofburg abgehalten. Von Protesten war lange keine Spur – im Gegenteil, bis in die 1990er-Jahre saßen sogar die Rektoren aller österreichischen Universitäten im Ehrenkomitee des Balls, der von den schlagenden deutschnationalen Burschenschaften veranstaltet wurde. Und der seit jeher zahlreiche Gäste aus dem rechtsextremen Spektrum anzog.

Unmut und Widerstand gegen den Ball regte sich erst um die Jahrtausendwende, als Wolfgang Schüssel gemeinsam mit der FPÖ eine schwarz-blaue Regierung bildete.

https://diepresse.com/home/panorama/wien/1553493/Der-Kampf-um-die-Hofburg

Mich regen ja sogar die militanten "Demonstranten" weniger auf als die Politiker und "Intellektuellen", die mittels "Haßpredigten dazu anstacheln" (um den "Jargon der Weltoffenheit" zu bemühen). Diesen Hooliganismus hat es ja früher gegen den Opernball gegeben, das ist fast schon Folklore, eine Art Wiener Form des Perchtenlaufes.

Einer der demagogischen Wortführer gestern war z.B. Hans-Henning Scharsach, der hinter dem Mirkofon (sic) den Mob aufgepeitscht hat. Er produziert am laufenden Band Bücher wie "Strache: Im braunen Sumpf" und "Haiders Clan. Wie Gewalt entsteht". Anschließend wurden in der Innenstadt zahlreiche Schaufenster eingeschlagen und sogar eine Wachstube und ein Polizeiwagen demoliert, Verletzte gab es auch. Also nochmal: Wie entsteht Gewalt? Von diesen Typen gibt es hunderte, ja tausende, und sie werden meistens in irgendeiner Form aus öffentlichen Quellen alimentiert.

Übrigens sehen manche Medien die FPÖ in den bundesweiten Umfragen bereits auf Platz 1.
https://www.österreich.at/nachrichten/Sensation-FPOe-neue-Nummer-1/128244450
Das muß einem ja nicht unbedingt gefallen, darum geht es nicht. (Die Mehrheit ist eben gegen linke Gesellschafts-Experimente und die Errichtung einer EUdSSR und läßt sich - ich glaube in Österreich mehr als in der BRD - auch nicht mehr vom Antifaschismus und irgendwelchen Schreckgespenstern gängeln.) Aber das Gerede der Linken und "Antifaschisten" von Demokratie und Meinungsfreiheit ist dermaßen verlogen, daß ... einem eben die Vokabeln ausgehen.

@Rumpelstilzchen
Wienerisch müßte es heißen: "regens Eana net auf"

Carsten

25. Januar 2014 13:55

70 Jahre Frieden sind einfach zu lang. Das halten junge Männer nicht aus.
Die schaffen sich also Kriegsersatz. Die einen werden Hooligans, die anderen Hells Angels, die nächsten Salafisten und wieder andere Antifanten. Ihr Vorteil: Bei der Antifa ist es am ungefährlichsten, darum zieht sie auch die feigsten und niederträchtigsten Schweine an.

Hartwig

25. Januar 2014 14:08

Ich lebe in einer ostdeutschen Großstadt und habe selbst hier, hunderte Kilometer nördlich in dem entsprechenden Viertel Plakate gesichtet, die zum Aufmarsch nach Wien aufriefen. Dieser und ähnlicher Kram ist hier an jede fünfte Strassenlaterne geheftet worden. Die Linksautonomen haben es schon recht schwer, wirklich Aufmerksamkeit zu erregen. Diesen Unrat nimmt einfach kaum mehr jemand zur Kenntnis. Andererseits auch kein wirklich gutes Zeichen ... Ein kleiner Sticker an meinem Revers "pro border pro nation" ermuntert dagegen viele, einen zweiten und dritten Blick zu wagen.
Ein Mann meines Alters läuft zwar nicht mehr mit nem Mottoshirt in der Gegend rum, aber ein kleines dezentes Symbol (z.B. ein eisernes Kreuz) oder ein kleiner Slogan auf dem Poloshirt, dort wo sonst ein Krokodil oder Markenschriftzug ist, erregt immer Aufmerksamkeit und ggf. sogar Ansprache. Ohne hier werben zu wollen, habe nichts mit dem Laden zu tun, so etwas kann man bei spreadshirt online selbst kreieren.

Inselbauer

25. Januar 2014 15:14

Ich bin selber Österreicher, aber diese Wiener Ereignisse sind mir fremd. Als ich vor 20 Jahren nach Deutschland gezogen bin, wäre so etwas noch nicht vorgekommen: die berüchtigten Opernball-Demonstranten sooffen schließlich selber Sekt, dann Champagner, und am Ende erhielten sie Beraterverträge für die Raiffeisenkasse. Das hier ist etwas Neues, vielleicht hilft es wirklich, ein wenig Céline zu channeln, er ist ja der König der Autoren, die ohne intellektuellen Durchblick gut schreiben können: "Sehen Sie sich diese Leute an, sie erhalten später eine Rente, mit jährlicher Anpassung, verwöhnte und vernagelt Existenzen... Und wohlhabend, Das auch noch! Ein Haufen Schwule an der Spitze, Leute die verstehen zu "urteilen" usw. --- Gar nicht so weit daneben.

Landser

25. Januar 2014 16:05

"Mir fehlt hier ein wenig die Aufforderung zum konsequenten Handeln jenseits des puren Lamentos."
- Als erstes sollte man mal aufhören, die sog. und selbsternannte "Antifa" als solche zu bezeichnen. Wenn die nämlich "Antifaschisten" sind, was sind dann ihre Gegner? Eben!!!
Es handelt sich bei diesem linksextremistischem Bodensatz von total Sozialverwarlosten viel eher um Neo-Bolschewisten, sowohl was die politischen Zielsetzungen als auch, was die Methoden anbelangt. Und deshalb sollte man sie in Zukunft eben als (Neo-)Bolschewisten bezeichnen; oder wenigstens den Begriff "Antifa" in Anführungszeichen setzen und selbigen immer mit den Zusätzen "sogenannte" bzw. "selbsternannte" versehen. Es kann doch nicht angehen, daß man deren Vokabular und damit auch deren Selbsteinschätzung einfach so, ganz unkritisch, übernimmt! Damit wäre schon ein erster Schritt auf dem Weg des Widerstandes getan, der übrigens nichts kostet, und der auch von Printmedien wie z.B. der JF, BN, Sezession u.a. begangen werden sollte.

Nihil

25. Januar 2014 16:44

Mediale Rückendeckung ist wichtig! (vgl. https://orf.at/stories/2215545/2215546/)

Die Polizei vermeldet "Insgesamt elf Streifenwagen sind ein Totalschaden, bei der Polizeiinspektion Am Hof wurden sämtliche Fenster eingeschlagen, dasselbe passierte auch bei zahlreichen Geschäften in der City, privaten Pkws und Büros."

Das wird zwar auch vom ORF berichtet, aber dann (allein dieser Mini-Artikel!):

"Die Polizei spricht von 'willkürlicher Gewalt'" - Trick #1: Polizei als eine Partei im Tumult unter anderen darstellen, ja keine staatliche/gewaltmonpolistische Legitimation zulassen. Dieser Text steht übrigens unter einem Bild wo Vermummte eine Polizeidienststelle mit Mistkübeln, Stangen und Steinen zerstören.

"Außerdem bedauerte die Innenministerin, 'dass eine Gruppe gewaltbereiter Chaoten' die Mehrheit der friedlichen Demonstranten diskreditiere." - Die ÖVP-Innenministerin übernimmt 1:1 die Diktion der linken NGOs, die sich nicht unmittelbar mit der Gewalt identifizieren lassen dürfen.

"In der City gingen zahlreiche Auslagen zu Bruch" - Nein, sie gingen nicht zu Bruch, sondern sie wurden von "Demonstranten" eingeschlagen, eingetreten mit herausgerissenen Verkehrsschildern zertrümmert.

"Kundgebungsorganisatoren kritisierten Gewalt von Beamten" - Natürlich, von wem denn sonst? Sonst war ja alles friedlich.

Martin

25. Januar 2014 17:10

Der im Artikel zitierte Kommentar aus dem identitären Bereich ist gut, treffend und richtig.

Die Antifa reanimiert und schändet immerfort die selbe Leiche der angeblichen "rechten Netzwerke". Gerade in Bezug auf akademische Verbindungen wird dieses Klischee seit Jahrzehnten immerfort gedroschen.

Ja wenn dieses Klischee der rechten Vernetzung, der sich bis in die "Führungspositionen" protegierenden Rechten, denn zu träfe, ja dann .... ja dann sähe unser Land wohl ganz anders aus ... (ich spreche jetzt von der BR Deutschland - in Österreich kann ich die Verhältnisse nicht Beurteilen). In der Realität ist dieses Klischee jedoch nur ein linker Mythos, der die linken Reihen geschlossen und zur Aktion veranlassen soll.

Denn diesen "Vorwurf" kann man den Verbindungen schon machen:

Politisch und gesellschaftlich gesehen sind sie zahnlose Tiger und haben nichts, absolut nichts "pro patria et honore" erreicht. Vor diesem Hintergrund sind auch irgendwelche Bälle nichts anderes als fruchtlose Gesellschaftsonanie.

Zam

25. Januar 2014 18:43

Liege ich ganz falsch, wenn ich den Vergleich mit dem "Ventil" durch unsere gestrige Begegnung mit einer dieser Spukgestalten inspiriert sehe? :)

M.L.: Nein, lieber Zam, der Artikel erschien schon VORHER im Netz. Quod erat demonstrandum...

Kleine Anekdote: Ich stand also gestern in einem Anzug in einem Wiener Klub, da ich direkt von der Oper dorthin gekommen war. Dort wurde ich nun von einer im Prinzip durchaus lieblich aussehenden jungen Dame gefragt, ob ich denn vom Akademikerball gekommen sei. Sie erschien bereits erregt, und ich gestehe, ich ließ mich hinreißen und meinte etwas wie: "Und wenn?"
Sie schluckte und dreht sich weg, konnte es aber nicht lassen und fing nach etwa 5 Minuten an, mir Tiraden in einer Lautstärke vorzuwerfen, dass ich mir schon Sorgen zwecks einer möglichen Hyperventilierung machte. Es ist wie im Artikel beschrieben: Der Linke ist so verdammt froh, wenn er endlich mal einen Rechten trifft, dem er es so richtig reinsagen kann. Da schlugen die Blitzkaskaden nur so ein.
Ich hörte es mir also ein paar Minuten an, nickte recht brav und mußte immer wieder die Frage stellen, was sie denn nun am liebsten mit mir machen würde. Sie zog es vor, nicht darauf zu antworten, wollte dann herausfinden, wer ich denn sei. Bitte verzeihen Sie die Großbuchstaben, aber hier sind sie angemessen, um den Tonfall auszudrücken: "WER BIST DU?? WER BIST DU?? WAS MACHST DU?? WAS MACHST DU??" in etwa 20 Wiederholungen, wo es mir dann doch zu bunt wurde und ich die Unterhaltung abbrach.

M.L.: Da ich Zeuge dieser Szene war, kann ich diesen Eindruck nur bestätigen, das war eine bizarre, quasi-erotische Erregung, in die sich das Fräulein hineingeredet hat. Die ist an Dir geklebt wie an einem Magneten. In dem Geschnatter habe ich lustigerweise ständig die Wörter "Strache" und "Toleranz" heraushören können...

Es ist schon seltsam.. sie repräsentiert die Krone der menschlichen Ästhetik und steht in der absoluten Blüte ihres doch viel zu kurzen Lebens und alles, was ihr einfällt, ist die Selbstverachtung.

Das dort gestern war mein erstes Outing als Rechter, ich schätze, jetzt trage ich ein sichtbares Zeichen.

M.L.: Und dabei warst Du nicht einmal auf dem WKR-Ball, das finde ich besonders ironisch...

Stein

25. Januar 2014 19:16

Passend hierzu und sicher sehr zu Herrn Lichtmesz´Freude folgende journalistische Glanztat.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/chaoten-oder-heilsbringer-danke-liebe-antifa/9382378.html

Holger

25. Januar 2014 19:24

Fast ohne Worte. Dass so etwas kurz vor der Nazi-Machtübernahme noch erscheinen darf... sensationell:

https://www.tagesspiegel.de/berlin/chaoten-oder-heilsbringer-danke-liebe-antifa/9382378.html

M.L.: Danke, liebe Leser, den Artikel bitte nicht mehr verlinken, er bestätigt den von mir zitierten Beitrag des identitären Autors mal wieder aufs Schönste...

rundertischdgf

25. Januar 2014 19:40

................Dazu kommt eine krasse Blindheit für die eigene, durchaus privilegierte Position im politisch-medialen Koordinatensystem: der fanatische Linke hält sich auch dann für einen „Rebellen“, wenn ihn das System andauernd für seine guten Absichten hätschelt und prämiert, und er hält sich auch dann noch für ein „Opfer“, wenn er den Stiefel mal wieder auf ein unliebsames Gesicht preßt. Für den fanatisierten Linken wäre selbst ein blutig zusammengeschlagener Rechter ein Typ, der sich frecherweise „zum Opfer stilisiert“......

....

Na klar sind sie die nützlichen Idioten des System. Sogar der linksliberale Berliner Tagesspiegel ist begeistert über diese Schlägertruppen, sorgen sie doch dafür, daß die Straßen "nazifrei" sind, so der gestrige Artikel, "Danke, liebe Antifa".
Aber daß die jetzt auch noch in Bussen von Hamburg, München und Leipzig nach Wien transportiert werden, um gegen eine Tanzveranstaltung zu randalieren, ist schon mehr als absurd. Es sollte keinen wundern, wenn die auch noch auf einem Ticket im Kampf gegen Rechts der Bundesregierung reisen.
https://rundertischdgf.wordpress.com/2014/01/25/gewalttatigen-und-gefahrlichen-linksextremismus-gibt-es-in-deutschland-nicht/

Revolte

25. Januar 2014 20:46

@Holger

Beruhigend, dass viele Leser den Tageslügl für diesen Artikel kräftig ohrfeigen, trotz der Omnipräsenz des dort ansässigen Klientels, das natürlich nach Kräften applaudiert. Das derlei Protegieren von berufskriminellen Schlägerbanden keine Rüge durch den Presserat nach sich zieht, ist mir schleierhaft.

War der Tageslügl ursprünglich ein Wegwerfblatt für Sozialdemokraten, verhinderte Soziologen und verkrachte Existenzen aus dem Öffentlichen Dienst, kippen Redaktion und Leserschaft seit Jahren zunehmend in den linken Sumpf ab. Aber da sind sie in guter Gesellschaft. Die SZ, die Münchner Abendzeitung, der SPIEGEL, der stern, die WAZ, die Berliner Morgenpost (von der taz ganz zu schweigen) - alle versuchen sie einander links zu überholen.
Das ist gelebte Pressefreiheit im 21. Jhd.

bazille

25. Januar 2014 20:56

Das wäre doch als Aktion, für nächstes Jahr , gar nicht so schlecht. Mit Anzug ind Krawatte in der Stadt fortgehen.

Luise Werner

25. Januar 2014 22:45

"Aber es bleibt die Frage, was uns der Beitrag nun sagen oder lehren soll. Die beschriebenen Mechanismen in den Medien sind hinlänglich vertraut. Wozu braucht es die x-te, noch so unterhaltsame Bestätigung?

M.L.: Sie werden lachen, aber dasselbe denke ich mir auch. "

Naan, ds passt schoo.
Herr Lichtmesz, Ihr Sezieren solcher Vorgänge und Zusammenhänge ist immer wieder erhellend, auch wenn sich die Dinge wiederholen und wiederholen. Artikel wie die Ihren stacheln immer wieder aufs Neue zur Widerborst an, gerade wenn man erlahmt ist und meint, es sei eh alles sinnlos.

Th.R.

26. Januar 2014 10:43

Wozu sich künstlich aufregen. Sehen wir es nüchtern: Das gottlose liberale materialistische Westlertum, das sich die liberale egalitaristische Demokratie der Neuzeit

(Männer, Frauen, Gebildete und Ungebildete, die wenigen Durchblicker und die vielen Proleten - alle bekommen vom System ein gleiches demokratisches Recht zugewiesen)

als Herrschaftsform erfunden hat (nur dem Namen nach, denn Demokratie ist das natürlich nicht, was wir hier haben), will die Macht und sie gegebenenfalls gegen alle ihr entgegen gerichteten Kräfte behaupten.

So weit ja auch verständlich. Denn jede Idee, die was auf sich hält, "will" schließlich die Macht. Denn die Idee, die letztlich die Macht errungen hat, die allein ist frei und souverän (genauer gesagt: ihre weltlichen Vertreter!) und der fällt als Beute die Verfügungsgewalt zu über das, was "Recht" ist und was nicht.

Es ist der ewig gleiche Algorithmus, der immerfort zu allen Zeiten und in allen sozialen Formen, wo Menschen ihre sozialen Belange organisieren, unbeirrt und konsequent seines Amtes waltet. Im Zeitverlauf variieren tun allein die Vorstellungen der Menschen, die die Ziele und Inhalte des von ihnen Gewollten pö-a-pö ihren neuen Neigungen entsprechend anpassen.

Gerade die Deutschen verkörpern diese Wahrheit in ihrer Geschichte musterhaft. Schaut man auf die letzten 120 Jahre zurück, so sieht man die vielen politischen Geisteskapriolen, die über die Deutschen gekommen sind. Eine derartige inhaltliche Instabilität im Geistesleben dürfte es bei keinem zweiten Volk geben: Antideutsch-sozialdemokratisch, deutschnational, internationalistisch-kommunistisch, nationalsozialistisch, individualistisch-materialistisch-liberal, infantilisch-pubertär-vulgär-affenhaft-geitesgestört-grün, amerikanisch-besatzersatrapistisch-christdemokratisch, und heute alle ausnahmslos totalitär volksverräterisch-sozialdemokratisch und merkelcäsaristisch.

Über die Zeit konstant geblieben ist über alle ideologischen Vorstellungen hinweg allein die Herrschaftstechnik (siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCnf_Herrschaftstechniken und https://kamelopedia.net/wiki/Herrschaftstechnik) der dualistischen Menscheneinteilung in einen postiven "guten" und einen negativen "bösen" Teil. Die Guten kommen ins Töpfen (werden also im übertragenen Sinne bspw. in den Staatsdienst, den ÖRF usf. übernommen oder bekommen von Typen wie Gauck BRD-Orden an die Brust geheftet) und die Schlechten kommen ins Kröpfchen (das sind wohl wir).

Und auch das abscheuliche rote Sabotagegesindel, das in Busse gefercht und nach Wien gekarrt wurde, um dort im Sinne des Systems eine Drohkulisse gegen das korporierte Widerspenstlertum aufzubauen, muß besagten Futterkrippen-Algorithmus durchschaut haben, wenn auch nur intuitiv.

"Wenn ich - ein nichtsnutziger, arbeitsscheuer Gammler - es in meinem verkorksten Leben noch zu einem erträglichen Einkommen (bei minimaler Arbeitsleistung) bringen will," so sagt sich der links-angehauchte Krawallmacher, "dann muß ich den Leuten vom System beweisen, dass ich hinter ihrem System stehe. Damit sie sehen, dass ich ein zuverlässiger Mann bin, der ggf. zu jeder Schandtat breit ist. Darum muß ich tun, wie mir der rote Herr von der Personalabteilung im Rathaus aufgetragen. Ich melde mich also freiwillig, morgen mit nach Wien zu fahren und werde den Genossen tatkräftig beweisen, dass sie auf mich zählen können. Morgen in Wien, später dann sowieso bei den diversen anstehenden Wahlen als Wahlhelfer bei der Stimmenauszählung."

Rumpelstilzchen

26. Januar 2014 11:22

"Der Antifaschismus als Weltanschauung war einmal eine linke, besser gesagt, eine staatssozialistische Propaganda-Revue. Heute ist er ein Zwangsritual der negativen Ortung und eine Reverenz vor Adolf Hitler. An ihm bleibt die selbstreflektierte Gesellschaft hängen, weil sie keinenOrt und keinen Horizont hat. Auch das antifaschistische Klischee zeigt nicht etwa eine Hegemonie der Linken an, sondern deren Abschied von der Geschichte."

S. 82 Frank Böckelmann, Jargon der Weltoffenheit

Man könnte daraus ableiten: da die Rechte auf die antifaschistische Weltanschauung reagiert, bzw. sich die faschistische und antifaschistische gegenseitig generieren, handelt es sich um Phantomkämpfe.
Auch die Rechte hat sich von der Geschichte verabschiedet. Identität wurde zu identitär.
Es geht um Fühlung von Heimat, Tradition, Herkunft, Geschichte etc.
Wo man nicht fühlt, entsteht Hass, unbändiger Hass. Bis man wieder fühlt.

Tiber

26. Januar 2014 14:03

Ich war beim Volksgarten unterwegs, als mir eine Gruppe von jugendlichen Türken entgegenkam, die Spaß daran hatten, das Gegröle der "Aktivist*Innen" nachzuäffen.
"Na Burschen, seids auf der Flucht?" fragte ich, und einer antwortete: "Da hinten sind überall Nazis! Gehörst du zu den Nazis?"

Wahr-Sager

26. Januar 2014 16:44

Dass Martin Lichtmesz hier "härtere" Vokabeln verwendet, ist in Anbetracht dessen, worüber er schreibt, absolut zu verzeihen. Mich erinnern diese Worte an die Bissigkeit eines Akif Pirincci, dessen Artikel, die er 2013 auf der Achse des Guten geschrieben hat, sowohl als Print-Buch als auch E-Book bei Amazon erscheinen. Die bittere Pille dabei ist, dass ein Vorwort von Henryk M. Broder geschrieben wurde.

Der Kommentar des Aktivisten der Identitären Bewegung Österreich gefällt mir sehr gut. Dass das System sie braucht und sie deswegen am Leben lässt, ist unzweifelhaft und offensichtlich. Etwas Verdorbeneres als diesen Abschaum kenne ich außer Zionisten nicht - wobei Antifanten ja gerade infolge ihrer Hinterfotzigkeit oft auch mit dem Zionismus Hand in Hand gehen und mit Israel-Fähnchen oder -Bannern zu sehen sind.


M.L.: Das ist aber nur die "antideutsche" Fraktion, die innerhalb des eher israel- und zionismuskritischen Spektrums umstritten ist, und mit "Hinterfotzigkeit" per se hat diese Parteinahme nichts zu tun.

Der jüdische und pro-nationale Blogger Gerard Menuhin (auch ins Visier der Zionisten geraten) hat im September 2008 einen Artikel mit dem Titel "Antifa" - Die nützlichen Idioten der Mächtigen geschrieben. Darin heißt es u. a.:

In den letzen Wochen gab es zahlreiche Anschläge gegen politische Gegner. Neuköllns konservativer SPD-Bürgermeister Heinz Buschkowsky ist am 5. September ebenso ins Visier der autonomen Szene geraten wie in der vergangenen Woche wieder einmal der Verlag der National-Zeitung. Und wie ist der äußerst brutale Überfall von vier jungen Männer auf ein Erntedankfest in Bad Sooden-Allendorf zu erklären? Haben diese „Südländer” einfach entschieden, willkürlich eine andere Gesellschaft zu attackieren? Vielleicht. Oder sind sie durch irgendeinen Anreiz dazu veranlasst worden, ein traditionelles, kulturverbundenes Ereignis zu zerschlagen?

...

Die Massaker der Französischen Revolution wurden unter hochtrabenden, aber unsinnigen Schlagwörtern wie „Liberté“ (Freiheit), „Egalité“ (Gleichheit), „Fraternité“ (Brüderlichkeit) durchgeführt. Heute erreicht man mit ins Gegenteil verkehrten Wörtern wie „Toleranz”, „Antirassismus”, „Antifaschismus”, dass die meisten in unserer Gesellschaft nur noch gedankenlos mit dem Strom schwimmen, um nicht um Leib und Leben fürchten zu müssen.

Im Jahr zuvor äußerte sich Menuhin bei einem Vortrag auf dem „Freiheitlichen Kongress“ des Deutsche Stimme Verlages folgendermaßen:

Das deutsche Volk wird in Schach gehalten, von oben von der Regierung und von unten von ihren willigen Vollstreckern – um einmal den Ausdruck vernünftig zu benutzen – von dem gehirngewaschenen Fußvolk der Antifa-Koalition, der Fünften Kolonne Israels. Es ist unwichtig, ob die niedrigeren Regierungsmitglieder in den Anti-Deutschland-Plan eingeweiht sind oder ob sie nur aus Macht- und Geldgier oder aus Kleinmut mitmachen. So wie es auch unwichtig ist, ob das Fußvolk aus tatsächlicher Dummheit und Ignoranz mitmacht oder weil es aus den Kassen des DGB usw. bezahlt wird.

Als ich angefangen habe, meine Meinungen zu veröffentlichen, war ich naiv genug zu glauben, der normale Gegner sei nur zu ignorant, zu ungebildet, um die Wahrheit zu erkennen. Man müsse ihm nur geduldig und wahrheitsgemäß erklären, was im letzten Jahrhundert eigentlich abgelaufen ist. Jetzt aber – nach unzähligen Beispielen, da man mich aus dem Zusammenhang gerissen oder einfach verdreht zitiert hat – weiß ich, das der normale Gegner zwar ignorant ist, aber auch willkürlich blind. Ihm ist nicht zu helfen. Er atmet vom Morgenlicht bis zur Dunkelheit bewusst und absichtlich die Lüge ein. Er ist nicht nur Knecht aufgrund der Belohnungen, sondern auch, weil er der Masse ergeben ist. Das ist ihm besonders wichtig und gibt ihm Sicherheit, weil er allein diese Lügen nie aufrechterhalten könnte. [...]

Der gesamte Text ("Die deutsche Rechte muss an einem Strang ziehen") ist hier zu finden.

Leider ist auch Menuhin ein einsamer Rufe in der Wüste. Umso dringlicher ist es, die Worte des oben erwähnten Aktivisten der Identitären zu beherzigen:

Wir dürfen keinen Schritt zurückgehen, keine Anschuldigung hinnehmen und kein Terrain aufgeben. Vor allem aber müssen wir eine echte Solidarität in den rechten Zusammenhängen aufbauen, ...

Die Antifanten beziehen ihre Stärke einzig aus ihrem Zusammenhalt - in jeder Situation. Und sie werden von korrupten Politikern und gleichgeschalteten Medien gestützt, die die gewünschte Desinformation verbreiten.
Es wäre verkehrt, sich in Defätismus zu üben und der kriminellen Ader der Antifa-Bewegung nachzugeben. Das führt nur zu einer weiteren Stärkung dieser und zu einem dreisten Verhalten der Medienmeute, wie oben schon anhand des Berliner Tagesspiegels erörtert wurde. Jedes Einknicken ermuntert diese dekadenten Zeitgeistnutten dazu, noch stärker zuzubeißen und sich in "Courage" zu üben.

Zum Schluss noch eine kleine Anmerkung zum erwähnten Kommentar des Aktivisten, der darin schreibt:

Die jeweilige Abgrenzung der Christlich-Konservativen, Liberal-Islamkritischen und Identitären vom NS als Ideologie und Szene muss allen als Ehrenwort genügen.

Das ist auch völlig richtig und in Ordnung. Nur sollte es auch möglich sein, über den Nationalsozialismus sachlich zu diskutieren, weil nur auf diese Weise die Instrumentalisierung dieser Ideologie durch die heutigen Zeitgeistnutten, aber auch natürlich durch die Zionisten selbst verhindert werden kann.

Demo Goge

26. Januar 2014 20:27

M.L.: Das ist aber nur die „antideutsche“ Fraktion, die innerhalb des eher israel- und zionismuskritischen Spektrums umstritten ist, und mit „Hinterfotzigkeit“ per se hat diese Parteinahme nichts zu tun.

Die 'Hinterfotzigkeit' liegt darin, daß auch diese Fraktion der Linken prinzipiell antinational eingestellt ist und den Nationalismus der Juden (Zionismus) nur benutzt um dem Nationalismus der Deutschen zu schaden.

Rumpelstilchen

27. Januar 2014 12:45

Aus Feldstudien sind mir einige Antifanten bekannt, nennen wie sie
BLACK, BLOCK, BLICK ( böser).
Ja, diese Wesen sind antichristlich ( was soll dieser Christenscheiß, hat der Balkensepp überhaupt gelebt ?) , sie sind zum Teil hochintelligent, zynisch, verwöhnt, ängstlich bis hypochondrisch, gelangweilt ( hoffentlich geht's bald rund ), mit Argumenten kommt man ihnen nicht bei ( Faktenresistenz, da es gar nicht um Fakten geht), manchmal sentimental .
Und, sie sind ein Teil von uns:auch wir sind: s.o.
Ich neige deshalb zu der Sicht von Carsten:
70 Jahre Frieden sind einfach zu lang, nicht nur für junge Männer.
Das hält niemand aus, der intelligent, kreativ, leistungsbereit, lebendig ist.
Da muss doch mal was passieren.

Diese Wesen sind Autonome und deren Eltern auch.
Wer noch jung und unverbraucht ist, weiß noch nicht, wie wunderbar es ist, in erlösende Arme zurückzukehren. Und die autonome Elterngeneration ist immer noch beschäftigt mit ihrer unbeendbaren Selbstverwirklichung und sei es auf dem Akademikerball.
Wer ist verlorener ???
"Es tut uns so gut, zu IHM zurückzukehren, wenn wir uns verloren haben!"
(Papst F. in EG)

Unabhängig von dieser Sicht bleibt natürlich zu fragen: Wem nutzt das ? Und ganz linksdumm gefragt: was macht das mit uns ?

Martin Lichtmesz

27. Januar 2014 19:40

Karawane zieht weiter!

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