Das war’s. Diesmal mit: einer Fehlzündung in Menschenfreundlichkeit, mutigen Menschenketten, Nazivergleichen und richtigem Gedenken im Falschen

11.2. 2014

Frühabendlicher Spaziergang im Südpark Merseburg. Ein schwarzer Mann – gut: ein Mann einfach – sitzt vorgebeugt, kauernd eigentlich auf einer Parkbank, vielleicht zehn Meter entfernt. Kurzer Blick auf den augenscheinlich hilflos vor sich hin murmelnden Menschen, er hält sich etwas Weißes an die Schläfe. „Wart, der ist verletzt“, Kubitschek reagiert schnell und spurtet hin.

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

Kur­zer Wort­wech­sel, er: „Ey, was is los?“- „Nichts, ich dach­te nur…“ – „Was, ey?“ Kubit­schek ent­schul­digt sich. Er hat­te das Ding am Kopf für Ver­bands­mull gehal­ten. Es war ein wei­ßes Tablet, und der Kerl tele­pho­nier­te ein­fach nur in äußerst ent­spann­ter Haltung.

13.2. 2014

Es gibt kein rich­ti­ges Geden­ken im Falschen.

Frü­her Mor­gen, ich par­ke mein Auto an einer Stra­ße zwi­schen Dres­de­ner Alt- und Neu­stadt. Wäh­rend ich noch im Auto her­um­wüh­le, hält ein Poli­zei­bus neben mir. Ich gucke, sie gucken und fah­ren nicht wei­ter. Egal, irgend­wann stei­ge ich aus. Gegen Mit­tag bin ich wie­der am Auto. Ein ande­rer Poli­zei­bus steht dane­ben. Sie gucken. Ich habe ein Tages­ti­cket. Zwei Stun­den spä­ter, wie­der zurück am Auto, dane­ben ein Poli­zei­bus. Ich fra­ge: „Ist irgend­was nicht in Ord­nung?“ Sie sagen: „Nuja, sie haben ja eine wei­te­re Rei­se hin­ter sich.“

Ich lache blöd. Ist natür­lich ein Zufall oder bes­ser: Es wäre ein Zufall, wenn k e i n Poli­zei­bus neben mei­nem Auto stün­de. Dres­den besteht heu­te von mor­gens bis abends aus lau­ter Poli­zei­bus­sen. Wer kennt die Zah­len? „Was sind Zah­len?“ (Wil­helm Rudolph) Ich habe Ter­mi­ne und erle­di­ge Ein­käu­fe. Sämt­li­che Gesprächs­fet­zen, die ich im Vor­über­ge­hen erha­sche, sind vom Lem­ma „Nazi“ geprägt. Die zwei Secu­ri­ty­men­schen vor der Frau­en­kir­che beru­hi­gen eine Frau und sagen, des­halb sei­en sie hier, wegen der Nazis; in der Bou­tique geht gera­de eine Fax­mel­dung ein, in der vor Nazis gewarnt wird, im Cafe am Neben­tisch höre ich, daß das üble Poli­zei­auf­ge­bot und die Stö­rung des Stra­ßen­bahn­ver­kehrs den Nazis zu ver­dan­ken sei.

Abends in der Kreuz­kir­che,Wie liegt die Stadt so wüst, unter­hal­ten sich vor Auf­füh­rungs­be­ginn zwei Män­ner hin­ter mir. „Also letz­tes Jahr, hab ich gele­sen, 500 Nazis und 5500 Gegen­de­mons­tran­ten. Was schätz­te, wie­viel Poli­zis­ten? Die ham geschrie­ben, sechs­tau­send, eins zu eins also. Das fas­zi­niert mich. Wir sind echt ein rei­ches Land.“

Ich habe heu­te kei­nen Nazi gese­hen. Aber die wir­ken dies­mal eben ver­bor­gen. Die Stadt gedenkt unter ver­quas­ten Chif­fren: „Mut. Respekt. Tole­ranz“, das ist die ganz offi­zi­el­le Geden­klo­sung. Die Paro­le der halb­lin­ken Bür­ger lau­tet dies­mal nicht „Geh Den­ken“ wie frü­her, son­dern „Wie­der Set­zen“, in Anspie­lung auf die ille­ga­len Sitz­blo­cka­den gegen die „Nazis“ in den Vor­jah­ren. Lin­ke und Offi­zi­el­le erin­nern heu­te dar­an, daß die­se Stadt mit ihren viel­leicht 250.000, viel­leicht 25.000, am bes­ten „Tau­sen­den“ (dem­nächst: hun­der­ten?) Brand­op­fern, ja auch ein Hort des Bösen war.

Ein „Forum 13. Febru­ar“ sorgt mit Ver­an­stal­tun­gen wie „Ver­ges­se­ne Schuld – Der Holo­caust und das Fort­le­ben jüdi­schen Eigen­tums in deut­schen Haus­hal­ten“ für die erwünsch­te Ein­stim­mung. Der „Täter­spu­ren­mahn­gang“ erfuhr die­ses Jahr Mit­mach­re­kor­de. Ober­bür­ger­meis­te­rin Hel­ma Orosz erin­nert am zen­tra­len Geh-denk-Ort Hei­de­fried­hof dar­an, daß „der Hei­de­fried­hof nach 1936 auch ein Ort“ war

„an dem die Natio­nal­so­zia­lis­ten ihren Toten­kult zele­brier­ten, um das Volk, vor allem die Jugend, auf den Krieg vor­zu­be­rei­ten. Wenn ich die Sät­ze hier an der Gedenk­mau­er lese, dann sind es nicht allein die Bil­der von Dres­den 1945 die vor mei­nem geis­ti­gen Auge vor­bei­zie­hen. Es sind auch die erschre­cken­den Nach­rich­ten die uns täg­lich aus aller Welt errei­chen. Ob in Syri­en, Afgha­ni­stan oder Zen­tral Afri­ka – Men­schen ster­ben, weil Hass und Ver­gel­tung die Herr­schaft über­nom­men haben. Für sie alle gilt: „Wie­vie­le star­ben? Wer kennt die Zahl? Und gera­de weil wir unser Geden­ken nicht auf den 13. Febru­ar 1945 beschrän­ken dür­fen, ist es so wich­tig, dass wir uns den neu­en und alten Nazis ent­ge­gen­stel­len, wenn sie ver­su­chen unse­re Geschich­te zu ver­leug­nen und umzuschreiben.Nicht ver­blas­sen las­sen dür­fen wir, dass die Bom­ben auf Dres­den wie anders­wo auf deut­schem Boden unschul­di­ge Opfer wie auch Täter trafen.Nicht ver­blas­sen las­sen dür­fen wir die Erin­ne­rung dar­an, dass es Nazi-Deutsch­land war, das ande­re Völ­ker und Staa­ten einen Kampf auf Leben und Tod aufzwang.“

Schuld­kult rules, whe­re­ver, und natür­lich gera­de hier und heu­te. Es ist eine sehr spe­zi­el­le Art der geschicht­li­chen Sensibilität.

Was für ein trau­ri­ger Tag.

Ein­schlä­gi­ge anti­fa­schis­ti­sche Web­sites geben sich kei­nes­wegs zufrie­den damit, daß es kei­ner­lei dezi­dier­te Neo­na­zi-Akti­vi­tä­ten am heu­ti­gen Tag gab.

„Laut aktu­el­len Infor­ma­tio­nen, [sic] wol­len sie jetzt zu den öffent­li­chen Gedenk­ver­an­stal­tun­gen mobi­li­sie­ren. Wür­de hei­ßen, dass die Geschwis­ter im Geis­te nun end­lich auch für alle ersicht­lich räum­lich zusam­men kom­men. (Neo-)Nazis und Bürger*innen Hand in Hand zum ein­träch­ti­gen Rumgeopfer.“

Es heißt in den Dresd­ner Neu­en Nach­rich­ten, bis zu 100 „Nazis“ hät­ten sich heim­lich in die Men­schen­ket­te rund um die Alt­stadt ein­ge­reiht. Ein Nazi habe sich sogar mit der Ober­bür­ger­meis­te­rin pho­to­gra­phie­ren lassen.

„Ein Nazi­frei-Spre­cher selbst gab zu, dass auch er die betref­fen­de Per­son vor Ort nicht als Nazi hät­te iden­ti­fi­zie­ren kön­nen. Ein Mit­ar­bei­ter von DNN-Online, der den Vor­fall zufäl­lig aus der Nähe beob­ach­te­te, berich­tet von zwei jun­gen Män­nern Mit­te 20, die die Ober­bür­ger­meis­te­rin wäh­rend des Auf­baus der Men­schen­ket­te am Don­ners­tag­abend in freund­li­chem Ton um ein Han­dy-Foto gebe­ten hat­ten. Bei­de gaben sich dabei begeis­tert, das Stadt­ober­haupt zu tref­fen. Sze­ne­ty­pi­sche Klei­dung tru­gen bei­de nicht. Orosz wil­lig­te offen­bar ohne Zögern ein und scherz­te noch mit dem jun­gen Mann, ob er auch geprüft habe, dass sie wirk­lich echt sei. Bei den Umste­hen­den, dar­un­ter meh­re­re säch­si­sche Staats­mi­nis­ter, herrsch­te gelös­te Stimmung.“

Wenn sich Nazis uner­kannt in eine links­bür­ger­li­che Men­schen­ket­te ein­rei­hen kön­nen und dies als Skan­dal gilt:  kras­se Zeiten.

14.2. 2014

Ein Mode­ra­tor namens Lanz sei hart & unfair mit sei­nem zu inter­view­en­den Gegen­über Sah­ra Wagen­kecht umge­sprun­gen. Eine Frau hat­te eine online-Peti­ti­on „Raus mit Mar­kus Lanz aus mei­ner Rund­funk­ge­bühr“ gestar­tet. Über 230.000 Unter­zeich­ner haben ihr sekun­diert. ZEIT-Her­aus­ge­ber Josef Jof­fe fand das Inter­view selbst unpro­fes­sio­nell, die fol­gen­de Akti­on aber bedroh­lich. Jof­fe schrieb Anfang Febru­ar: „ In ana­lo­gen Zei­ten hieß es: ‘Kauft nicht bei Juden!´“ Heu­te sei die Ver­wün­schungs­dik­ta­tur digi­tal. Es gab dar­auf­hin kei­ne Peti­ti­on gegen Jof­fe, aber eine Mordsaufregung.

Nun hakt Jof­fe nach, und das tut (er) gut: Er beschreibt in der ZEIT von heu­te, wie sich seit Jahr­zehn­ten ein elf­tes Gebot eta­bliert habe: „Du sollst nichts mit dem ‘Drit­ten Reich´ ver­glei­chen.“ Die Tech­nik der Gebots­über­wa­chung sei sim­pel: „Nimm eine will­kür­li­che Gemein­sam­keit zwi­schen x und dem zwölf­jäh­ri­gen Reich, und schon ist x iden­tisch mit dem Bösen.“ Dabei , so Jof­fe, sei ein Ver­glei­chen nicht ein Gleich­set­zen. Und wei­ter: „Wann ist ein Ver­gleich legi­tim? Wie­so ist die Kam­pa­gne gegen Mar­kus Lanz anders als der Juden-Boy­kott? Bei­de kamen aus der Anony­mi­tät, bei­de woll­ten den Feind wirt­schaft­lich schä­di­gen, bei­de mobi­li­sier­ten das Res­sen­ti­ment. Was war dann anders? Der Boy­kott dau­er­te einen Tag, am 1. April 1933, die Anti-Lanz-Kam­pa­gne steht noch heu­te im Netz.“

Den­ken ohne Ver­glei­chen sei unvor­stell­bar. Ver­glei­chen ohne Den­ken ist unver­zeih­lich. Und, so Jof­fe: „Zum Schluss doch noch ein Rekurs auf Adolf H. Er hat offen­sicht­lich Refle­xe in den Hir­nen hin­ter­las­sen, die selbst sieb­zig Jah­re danach ihre Trä­ger dazu ani­mie­ren, auch den räso­nier­ten Ver­gleich der Empö­rungs­lust zu opfern. Links wie rechts.“

15.2. 2014

Der kon­ser­va­ti­ve Nach­rich­ten­dienst unzensuriert.at hämt über eine „prü­de ÖVP-Frau­en­spre­che­rin“. Die näm­lich  hat sich öffent­lich über eine Valen­tins­tag-Wer­bung der Bau­markt­ket­te Horn­bach empört. So wirbt Horn­bach für den Kauf von Zimmerpflanzen:

Am 14. Febru­ar ist Valen­tins­tag! Ech­te Ker­le den­ken dran. Denn sei­en wir mal ehr­lich: Wer nageln will, muß freund­lich sein. Erobern mit Zimmerpflanzen.

Ein Herz­chen-Nagel­bild illus­triert die Rekla­me. Die offen­kun­dig gar nicht-prü­den unzen­su­riert- Leu­te fin­den, der ÖVP-Frau wäre nun dieObf­rau­schaft eines ‘Komi­tees für christ­lich­so­zia­le Prü­de­rie´ sicher.“

Hach! Prü­de­rie als Feind­bild! Ob man sich über sexis­ti­sche Wer­bung auf­re­gen muß und ob es nicht hun­der­te Rekla­me- Bei­spie­le gibt, in der Män­ner als Voll­trot­tel dar­ge­stellt wer­den, ist die eine Fra­ge. Ich wür­de den Spieß umdre­hen und sagen: Die­se Wer­bung hier gehört in eben­je­ne Kate­go­rie – der nageln­de Voll­trot­tel! Da bin ich eher prü­de. Den Hei­li­gen Valen­tin hat man übri­gens vor 1846 Jah­ren enthauptet.

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

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Kommentare (11)

theodor

15. Februar 2014 22:29

Und hier noch eine schöne antifaschistische Aktion aus Dresden, Thanks, Bomber Harris. Bisher dachte ich, das jährliche Sauffest mit Hüfpfburg .. ähm ... antifaschistisches Gedenken an den Untergang von Magdeburg sei an Peinlichkeit nicht mehr zu unterbieten. Jetzt weiß ich es besser :D ^^

Olaf

16. Februar 2014 02:46

Die möglichen offiziellen Motti der nächsten Jahre:
"Respekt und Toleranz für den Mut von Bomber Harris"
"Dresden ist bunt, insbesondere wenn es durch Phosphor-Bomben brennt."
Neueste Forschungen der Historikerin Rosa Roth-Grün von der Uni Göttingen haben übrigens ergeben, dass damals nur 25 Dresdner umkamen, und die sind an den zu hastig verschlungenen Süßigkeiten und der Schokolade erstickt, welche von den Candy-Bombern abgeworfen wurden.

Julius

16. Februar 2014 08:03

ad Josef Joffe:
Die meisten hier kennen vermutlich Godwin’s law:

Mit zunehmender Länge einer (Online-)Diskussion nähert sich die Wahrscheinlichkeit für einen Vergleich mit den Nazis oder Hitler dem Wert Eins an.

https://de.wikipedia.org/wiki/Godwin%E2%80%99s_law

Rumpelstilzchen

16. Februar 2014 12:49

Hinweisen möchte ich auf eine Ausstellung in Frankfurt über den Bombenkrieg:

https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/frankfurts-zerstoerung-im-weltkrieg-luftangriff-als-gerechte-strafe-12803175.html
Wer die Möglichkeit hat, noch mit Zeitzeugen zu reden, der sollte dies tun, bevor sich eine " nüchterne historische Einordnung" (FAZ) durchsetzt.
Nur wer ohne Anbindung an seine Vorfahren lebt, gelangt zu einer nüchternen Einordnung.
Oder wird so unendlich dumm wie die Femen-Tussis. Die, wie man hört, nach Brust-Casting gezielt eingesetzt werden. Die Flachhirnigen in Deutschland.

Revolte

16. Februar 2014 15:28

Ja, wahrhaftig, wir sind ein reiches Land. Ein Entwicklungsland könnte sich den ganzen Nazi-Popanz und jährliche Millionenbeträge für den Kampf gegen imaginierte Nazis gar nicht leisten.
Und sind mal keine echten Nazis zur Hand (was selten vorkommt; in deutsche Städten sieht man die guten Menschlein vor lauter Glatzen nicht mehr), dann ist es der diffuse, genetisch immanente Rassenwahn der "deutschen Mehrheitsgesellschaft".

Toleranz war schon bei Lessing ein zäher, linksmiefiger Begriff. Heute ist er auf dem besten Weg zum Unwort des Jahrtausends. Je öfter ich das Wort höre, desto größer wird mein Ekel davor. Tolerieren sollte abgeschafft werden. Ich möchte nicht "ertragen", "erdulden" müssen. Das klingt nach Elend, Folter, Qual, Bürde. Respekt und Höflichkeit sind vollkommen ausreichend.

Axel Wahlder

16. Februar 2014 17:38

Schuldkult ist ein Element der Xenokratie und die Xenokratie ist die Staatsideologie auf dem buntesrepublikanischem Gebiet. Wie NSU-Ritual, wie Lemmermansche Attitüde nach dem Siefert-Fall (Kirchweyhe). BRD gehört entdeutscht - das ist Zweck und Ziel und Mission.

Was tun? N i c h t s. Einfach nicht mitmachen.

Axel Wahlder

16. Februar 2014 17:45

Ja, wahrhaftig, wir sind ein reiches Land. Ein Entwicklungsland könnte sich den ganzen Nazi-Popanz und jährliche Millionenbeträge für den Kampf gegen imaginierte Nazis gar nicht leisten.

BRD auch nicht. Dieses Geld hat Fr. Merkel nicht, es ist nur geliehen.

Deshalb warte ich ruhig und besonnen aufs Ende der Geduld - sei es auch als Staatsbankrott verstanden.

Gutmensch

17. Februar 2014 08:12

" Ja, wahrhaftig, wir sind ein reiches Land. Ein Entwicklungsland könnte sich den ganzen Nazi-Popanz und jährliche Millionenbeträge für den Kampf gegen imaginierte Nazis gar nicht leisten.
BRD auch nicht. Dieses Geld hat Fr. Merkel nicht, es ist nur geliehen.
Deshalb warte ich ruhig und besonnen aufs Ende der Geduld – sei es auch als Staatsbankrott verstanden."

Das sind doch aber alles Werbungskosten, mein lieber Herr Walder, fragen Sie doch mal Ihren Steuerberater! Und seit wann muss Werbung als solche denn einen tieferen Sinn haben?! Betrachten Sie nur die zitierte Hornbach-Werbung … (wobei ich bei dieser nicht mal vollständig ausschließen möchte, dass sie dem einen oder anderen tatsächlich Erkenntnisse verschafft; da bin ich so großzügig wie pragmatisch). Ob sich Werbung am Ende auch wie geplant rechnet oder ob uns allen hier doch bloß die (nicht europäische Privat-)insolvenz bleibt, ist eine ganz andere Frage und war jedenfalls nicht Thema des in Rede stehenden Artikels – oder hab ich da wieder was falsch verstanden?

Axel Wahlder

17. Februar 2014 15:55

@Ob sich Werbung am Ende auch wie geplant rechnet oder ob uns allen hier doch bloß die (nicht europäische Privat-)insolvenz bleibt, ist eine ganz andere Frage und war jedenfalls nicht Thema des in Rede stehenden Artikels – oder hab ich da wieder was falsch verstanden?:

Ich meinte die gesamte S-Verschuldung, lieber Gutmensch.

Das einzige, was die BRD von dem Griechenland unterscheidet, ist, dass die BRD deren Verschuldung noch selbstständig bedienen kann.

Nordlaender

17. Februar 2014 22:59

@ Revolte:

"Toleranz war schon bei Lessing ein zäher, linksmiefiger Begriff. Heute ist er auf dem besten Weg zum Unwort des Jahrtausends."

Nützt ja alles nichts, denn diese Toleranz müssen wir wohl alle aushalten:

https://www.youtube.com/watch?v=ffC7oeD9DlI

karlmartell

18. Februar 2014 17:35

Tolerieren sollte man höchstens den Maulwurf im Garten oder den Pickel am Hintern. Sonst nichts.

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