Sezession
24. März 2014

amazon, Antaios und der Verlag Siegfried Bublies

Götz Kubitschek / 21 Kommentare

Es gibt Neuigkeiten vom Weltkonzern amazon: Eben telefonierten wir mit dem Verleger Siegfried Bublies, den wir aus alten "Wir Selbst"-Zeiten kennen: amazon.de hat heute das vollständige Programm seines Verlags aus dem Sortiment gestrichen. Für Bublies ist das - im Unterschied zu Antaios - sofort existenzbedrohend:

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Bublies machte in den Neunzigern ein ambitioniertes, linksnationales Programm, das ihn aber nicht ernährte: Wir Verleger wissen, daß wir uns ruinierten, brächten wir nur unser Herzblut zwischen zwei Buchdeckeln heraus. Deswegen sucht jeder nach einer Milchkuh - Bublies fand sie in den Nachdrucken und neu erarbeiteten Werken über Größen des deutschen Militärs und der deutschen Geschichte sowie im militär-historischen Segment allgemein.

Die Folge dieser Programmgestaltung ist die Verschiebung der prozentualen Verteilung weg von den Direktkunden des Verlags hin zu den Wiederverkäufern. Zur Verdeutlichung ein Antaios-Beispiel: Die Biographie über Armin Mohler aus der Feder Karlheinz Weißmanns wird fast ausschließlich direkt bei uns bestellt, weil fast jeder, der sich für Armin Mohler interessiert, zum Kundenkern und Leserstamm von Antaios und Sezession gehört. Stefan Scheils Polen 1939 hingegen wird weit über unseren Kundenstamm hinaus bei Internet-Anbietern und über den stationären Buchhandel verkauft, weil das Interesse an Diplomatiegeschichte und Kriegsursachen den doch engen Kreis rechtsintellektueller Theoriebildung natürlich überschreitet.

Dies bedeutet: Der Verlag Siegfried Bublies, der seine populärwissenschaftlichen Titel, seine militärhistorischen Erinnerungsbücher und Darstellungen breit gestreut verkauft, ist sofort existentiell bedroht, wenn der monopolartig agierende, wichtigste Vertriebspartner die Zusammenarbeit aufkündigt und den gesamten Verlag auslistet. Die Junge Freiheit erwähnt in einer ersten Nachricht, daß von der Streichung auch die Bücher der unter den Nationalsozialisten verfolgten Autoren Paulus Buscher und Ernst Niekisch betroffen sind. Wenns nützt, kann man darauf ja gezielt hinweisen.

Zweierlei ist nämlich zu tun:
1. Wer nach der Auslistung der 12 Antaios-Titel bei amazon per mail oder telefonisch protestierte, sollte dies nun für den Bublies-Verlag wiederholen. Wer bisher nicht aktiv wurde, steigt vielleicht diesmal mit ein ...
2. antaios.de bietet unter der Rubrik "Bücher anderer Verlage" seit geraumer Zeit auch Titel aus dem Bublies-Verlag an, darunter Bücher von Werner Maser (Das Dritte Reich), Stefan Hug (Migrantengewalt), Christoph Eppler (Erziehung im Nationalsozialismus) oder Kurt von Tippelskirch (Geschichte des Zweiten Weltkriegs). Die von Antaios angeboteten Auswahl aus dem Bublies-Verlag ist hier einzusehen.

Doppelte Solidarität also! Ich bin gespannt, wie es nun weitergeht - ob also weitere Verlage ausgelistet werden oder ob zwei Salami-Scheiben fürs erste genügen. Daß der massenhafte Protest doch etwas ausgetragen haben könnte, zeigte mir gestern Abend der Blick ins Sortiment von amazon: Ein Leser wies mich darauf hin, daß 10 der 12 gestrichenen Antaios-Titel nun zumindest wieder recherchierbar seien - auch wenn amazon.de diese Titel selbst nicht verkauft.

Warum amazon die gelöschten Antaios-Titel nun wieder gelistet hat, können wir - wie erwähnt - nicht sagen. Die Wiederaufnahme in den Katalog ändert außerdem nichts an der Tatsache, daß wir ein paar hundert beschädigte Bücher zurückgeschickt bekamen, ohne dafür je einen Ausgleich zu bekommen. Vielleicht war die Löschung für diese unverschämte Lagerbereinigung notwendig, vielleicht haben die Beiträge in der FAZ, der Süddeutschen, der JF und bei eigentümlich frei und der Blauen Narzisse etwas bewirkt, wir wissen es nicht. Wir sind jedenfalls mit diesem Halberfolg nicht unzufrieden und danken allen, die sich auf den unterschiedlichen Ebenen für unseren Verlag einsetzten.

Drittanbieter können die Bücher über amazon verkaufen, und wer sich das dafür anfallende pauschale Porto von 3 € sparen will, findet nach seiner Recherche vielleicht sogar als Direktkunde zu unserem Verlag. Für den Verlag Siegfried Bublies wird solch eine abgespeckte Lösung nicht ausreichen - er ist auf den Direktverkauf durch Deutschlands größten Internet-Buchhändler angewiesen. Helfen wir ihm, so gut es geht!


Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Kommentare (21)

Distelherz
24. März 2014 16:52

Warum amazon die gelöschten Antaios-Titel nun wieder gelistet hat, können wir – wie erwähnt – nicht sagen.

Vielleicht haben ja noch mehr Kunden nachgehakt, statt sich mit der frechen Standardantwort zufriedenzugeben. Als mir Amazon die eMail mit dem BPjM-Verweis schickte, erhielten sie von mir jedenfalls eine relativ unsanfte Replik mit Verweis auf die Tatsache, daß die BPjM von den genannten Titeln noch niemals auch nur etwas gehört hatte.

Nach zwei Tagen erhielt ich, womit ich nicht rechnete, tatsächlich eine weitere Antwort von Amazon.

Guten Tag,

vielen Dank für Ihren Hinweis auf die genannten Titel, die wir zur Überprüfung der Entscheidung an die zuständige Abteilung weitergeleitet haben.

Viele Grüße
(Name lieber mal weggelassen, Distelherz)

Und jetzt also Bublies. Schade, daß ich bereits Titel aus seinem Angebot besitze, dann müssen ein Solidaritätskauf sparsam ausfallen. Jedenfalls bestelle ich gleich mal bei Euch.

Es hilft nichts, man muß sich unabhängig machen von dieser Globalmafia und weiter verzweifelt gegen den Strom ankämpfen. Was bleibt einem sonst übrig?

Toby
24. März 2014 20:58

Spätestens, wenn Amazon sein Monopol vollständig erreicht hat, wird Amazon auch verstärkt politisch agieren. Das kann sich mit kommerziellen Interessen decken.

Warum waren es ausgerechnet "12" Bücher? Eine tolle Zahl...

Unter dem Vorwand der Rationalisierung hatte man dort schon erwogen, kleine Verlage und Bücher, die sich garantiert nicht gut verkaufen würden, ganz aus dem Programm zu nehmen. Der Nebeneffekt wäre klar: Fast alle politisch dissidenten Bücher würden aus dem Programm verschwinden.

Vielleicht kommt ja bald eine chinesische Firma, die Amazon Konkurrenz macht, wie in den USA geplant. Dort versucht das SPLC übrigens gerade für Counter Currents Publishing einen Boykott durch Amazon und Paypal zu erreichen.

Auf jeden Fall gilt es, sich rechts selbst zu organisieren.

Es wäre zu überlegen, Spendenkonten einzurichten, da bei vielen älteren Lesern die Bücherschränke überquellen. Möglicherweise ist da eine Spende von 50 Euro eher drinne, als die desinteressierte Verwandschaft zu Ostern und Weihnachten mit politisch inkorrekten Büchern zu überschwemmen, die letztlich ungelesen in der Tonne landen.

Schopi
25. März 2014 08:17

Interessant in diesem Zusammenhang ist die weiterhin reibungslose Vermarktung von "Sarrazin" durch diesen Internet - Buchgiganten.
Sind es wirklich politische Gründe die hier vorherrschen?
Ist die Vermarktung von "rechts" oder was man allgemein davon hält, salonfähig, wenn es allen Beteiligten ordentlich Profit einbringt aber im Politischen weitgehend wirkungslos bleibt?

Carsten
25. März 2014 09:46

Sarrazin verkauft sich viel zu gut für Amazon.
Ich glaube nicht, dass man Amazon mit einer einzigen handelnden Person gleichsetzen kann. Da entscheidet nicht Herr Amazon, heute boykottieren wir die politische Rechte. Da entscheidet ein austauschbarer Manager aus dem Mittelbau, und zwar aus Angst vor einem Imageschaden für die Marke. Insofern finde ich diese Weltmonopolkraken-Nummer etwas überzogen. Ich habe bei diesem Verein noch nie irgendwas bestellt, weil er mir schon instinktiv unsympathisch ist.

Consul
25. März 2014 18:03

Jetzt heißt es von Amazon ("Executive Customer Relations"):

"Über Amazon Marketplace hat der von Ihnen genannte Verlag jederzeit die Möglichkeit, Titel anzubieten, sofern diese den Marketplace Teilnahmebedingungen entsprechen.

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir Ihnen in dieser Angelegenheit keine weitere Auskunft geben können."

jeff mamazon
25. März 2014 19:25

Ich glaube, dass es sich so mancher Nieschenverlag in den letzten Jahren mit den Amazon-Verkäufen ganz gemütlich eingerichtet hat und nicht mehr groß über Strategien nachdachte sein Buchprogramm an den Mann zu bringen. Die Zeiten scheinen jetzt vorbei zu sein und ich hoffe, dass diese Verleger den Warnschuss entsprechend ernst nehmen und an neuen Wegen arbeiten werden. Davon unabhängig habe ich selbst bei beiden nun betroffenen Verlagen Solidaritätsbestellungen vorgenommen. Das sollten möglichst viele machen. Dann hätten beide erstmal soviel Luft um weiterplanen zu können.

Future Man
25. März 2014 21:49

Hätten wir uns nur schon früher mit Solidaritäts- und Protestaktionen gegen Amazon gestellt, als es den DS-Verlag und später Grabert/Hohenrain getroffen hat. Aber das waren doch nur die von ganz weit rechts. Jetzt sieht man die Salamitaktik wirken.

Spätestens jetzt dürfte auch für Konservative die rote Linie überschritten sein. Tun wir, was zu tun ist.

Habe gerade eine Email an Amazon versandt und eine Solidaritätsbestellung aufgegeben.

Nils Wegner
25. März 2014 22:02

Wie sollten diese "Strategien" für Verlage, die - wie Bublies, Hohenrain, Ares, Grabert, Arndt et al. - in der Schweigespirale stecken und allenfalls mal in JF-Randspalten vorkommen, denn aussehen? Vielleicht nervige Postwurfsendungen, wie bei den "Unabhängigen Nachrichten", oder regelmäßige und sündhaft teure ganzseitige Inserate in der WfD, wie es der Helmes-Siegerist-Zirkel praktiziert?

Das ist doch albern. Wer überhaupt je in Amazon (wie in so vielem...) "mehr Freiheit" gesehen hat, hat das deshalb getan, weil man sich dort und im Netz generell jenseits des bundesdeutschen Totschweigens wähnte, und nicht aufgrund müheloseren Marketings.

H. M. Richter
26. März 2014 00:39

Möglicherweise ist alles bisher nur ein Vorgeschmack.

In einem Hintergrundgespräch zur Leipziger Buchmesse erfuhr ich, wie nahe wir dem Ende der Buchpreisbindung in Deutschland sind.

Freihandelsabkommen. Mit späteren Gewinnern, die dieses derzeit anstreben, durchzusetzen versuchen und - so sieht es aus - wohl durchsetzen werden.

Im Vorfeld wird da auch schon mal Entgegenkommen gezeigt ...
Titel werden gestrichen, Verlage ausgeblendet.

Es geht um Geld.

Um sehr viel Geld ...

Future Man
26. März 2014 08:18

@ Nils Wegener

Mit destruktiven Kommentaren kommen wir nicht weiter. Es gilt jetzt eine Strategie auszuarbeiten. Zunächst sollten Vorschläge gemacht und gesammelt werden. Vergessen Sie nicht, daß hier Tausende auf unserer Seite sind, von denen viele über reichlich Geld verfügen, um Bücher zu kaufen. Es ist eine Kundengruppe, die aber auch intellektuell über der Masse steht. Dieses Potential muß eingesetzt werden, um das Problem zu lösen und die eigenen Strukturen auszubauen. Strengen wir mal unsere Gehirne an und zeigen wir, daß wir was drauf haben.

jeff mamazon
26. März 2014 08:39

Ach, Herr Wegner, da haben sie natürlich recht: Besser mal den Kopf in den Sand stecken und nicht weiter drüber nachdenken, weil abseits von "nervigen Postwurfsendungen" ja eh nichts möglich ist. Das ist der Geist von Siegern... ;-)

Noah
26. März 2014 10:33

Die JF hat gezeigt, daß es möglich ist, eine Wochenzeitung abseits des Mainstreams zu etablieren. Es war ein langer und dornenreicher Weg, aber ein notwendiger und erfolgreicher, der auch noch lange nicht abgeschlossen ist. Warum sollte es nicht möglich sein, mittel- bis langfristig einen großen und übergreifenden Buchvertrieb als Alternative zu amazon aufzubauen? Auch das scheint notwendig zu sein!

Nils Wegner
26. März 2014 10:34

Nein. Der "Geist von Siegern" ist es, nicht allerorten betteln zu gehen, sondern zu wissen, was (und wen!) man hat und sich daran zu halten.

Sofern denn "Sieger" überhaupt noch ein brauchbares Bild ist. Aber jedem seine eigene politische Romantik.

jeff mamazon
26. März 2014 12:05

Herr Wegner, schon der Duktus ihres Kommentars zeigt, dass Sie gänzlich im Denksystem des "Kulturwissenschaftlers" gefangen sind. Damit trifft der Begriff der "politischen Romantik" eher auf Sie zu. Also: Schuster bleib bei Deinen Leisten."
Überlegungen, wie Wirtschaftsunternehmen auf dem Markt - auch unter widrigen Bedingungen - sich durchsetzen können dürfte daher nicht zu Ihren Kernthemen gehören.
Ich hoffe schwer, dass die betroffenen Verleger sich nüchterner, überlegter, weniger in der Opferrolle fühlend und tatenlustiger mit der Aufgabe umgehen werden.

Nils Wegner
26. März 2014 16:24

"Destruktiv" ist hier gar nichts, solange alle Beteiligten die Antwort schuldig bleiben, welche "neuen Wege" nun beschritten werden sollen.

Bücher werden vornehmlich durch Besprechungen, teils auch durch Zitationen bekanntgemacht (von verliehenen Preisen im Nachhinein und gelegentlichen, geschickt eingesteuerten Skandälchen im Vorhinein einmal abgesehen). Das fällt für "einschlägige" Verlage weitgehend flach, da diese im etablierten Pressebetrieb als nicht existent behandelt werden - von einzelnen Ausnahmen mal abgesehen, wenn sich etwa, soweit ich mich recht erinnere, die junge welt das "Alternativen für Deutschland"-Sonderheft der Sezession vornimmt.

Durch die Querverbindungen von Werken hat Amazon diesen Mantel des Schweigens ein Stück weit gehoben - aber die Möglichkeit, ihn wieder abzulegen, war dabei immer offen und wird nun ja auch mit technokratischer Effizienz ausgedehnt genutzt. Kleinere Onlineversände stellen da ein erstes Medium des Ausweichens dar, denn die entsprechenden Algorithmen sind ja längst allgegenwärtig; sie erreichen aber nicht die Streuung des Marktführers, auch kann dort prinzipiell gleiches wie jetzt bei Amazon geschehen.

Sonstige Möglichkeiten der Herstellung einer Parallelstruktur zu der durch die Medien gelenkten Wahrnehmung gibt es nicht, jenseits von Mundpropaganda und den sozialen Medien, wobei diese beiden Faktoren längst bedacht und abgedeckt sind. Sicherlich mit deutlich mehr Ertrag, als ihn klassische Werbung abwürfe.

Höchstens die übliche Netzkosmetik, also SEO-Optimierung und derlei, käme wohl noch infrage, ist aber angesichts der bestehenden Problematik auch nur für'n hohlen Zahn.

Und was das "Denksystem des Kulturwissenschaftlers" angeht, so irren Sie sich. Die Lehre, bei Problemen nicht gespannt darauf zu warten, daß irgendjemand anderes gleich mit dem Durchbruch schlechthin daherkommen wird, gehört zu den Erträgen meines vorherigen Medizinstudiums. Hilft allerdings überall weiter, auch im Job.

jeff mamazon
27. März 2014 10:10

Herr Wegner, auch hier ist ihnen wieder ein gehöriger Denkfehler unterlaufen. Ich erkläre es Ihnen, obwohl es Ihnen als "bekennender Wehrdienstverweigerer" doch selbst auch bekannt sein müsste: Das Wesen einer Strategie (davon habe ich gesprochen) ist es, wohlüberlegt und auf Grundlage aller zusammengetragenen Fakten und Bedingungen der Umwelt und des eigenen Unternehmens ausgearbeitet zu werden. Was sie wünschen, ad hoc Antworten zu "neuen Wegen", kann man genau aus diesem Grund nicht geben.
Wie Ihnen als "Kulturwissenschaftler" und Medizinabbrecher möglicherweise nicht bekannt ist: Das Marketing ist eine Ableitung aus militärischen Maßnahmen. Von hier kommt das Muster Analyse, Stragie, Maßnahmenplanung und von hier kommen auch viele Begriffe. Z.B. Campagne (=Der Feldzug). Deshalb wurden nach dem verlorenen Krieg viele Militärs auch erfolgreiche Agenturmanager. Was bedeutet das aber? Es ist im Marketing auch ein militärischer Geist nötig. Nämlich der der kühlen Berechnung und des mutigen Schritts. Ihre Argumente sind aber nicht kühl berechnend und mutig, sondern erinnern an das transusige Neofolk-Gedudel, dass ihnen ja bekanntermaßen gefällt.
In diesem Sinne äußere ich erneut meine Hoffnung, dass die betroffenen Verlage ebenso wie die noch nicht betroffenen, kühle, konsistente Überlegungen anstellen um weitermachen zu können. Dass sie dabei eine überproportional hohe Diskriminierung beachten müssen ist dann sicherlich ein Teil der Lageanalyse, der sich in Strategie und Maßnahmen niederschlägt, hoffentlich aber nicht das Brett vorm Kopf, dass alles sowieso sinnlos erscheinen lässt.

F451
27. März 2014 17:54

@Jeff
Herzlichen Glückwunsch, viel gelabbert und nichts gesagt. Aber wer von so einem hohen Ross herunterargumentiert wie Sie, der muss wahrscheinlich verbale Streubomben werfen um überhaupt mal einen Treffer zu landen, was? Gibt es außer dem Geschwurbel über militärischen Geist und Campagne noch etwas mit Substanz von ihnen zu hören, oder war es das jetzt?

Distelherz
27. März 2014 19:25

Sehr schneidig, Herr Jeff. Aber Sie kennen ja das Wort: Wer die Lippen spitzt, der muß auch pfeifen. Denn pfeifen Sie mal, Kamerad. Derweil empfehle ich, das Geplänkel in eigenen Reihen zu beenden. Sieht verdammt nach Kleinkrieg aufgrund persönlicher Ressentiments aus. Aus ökonomischer Sicht auch nicht gerade empfehlenswert, oder? Übrigens halte ich Fatalismus, der mir selbst gewiß auch nicht immer fremd ist, in diesem Falle für einen schlechten Ratgeber; aber das nur nebenbei.

Magnus Göller
27. März 2014 22:42

Hier noch ein erhellender Hinweis zur Sache Amazon.

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/hochsicherheitsfreigabe-amazon-im-pentagon-12866537.html

jeff mamazon
28. März 2014 09:29

Nein, es gibt meinerseits kein persönliches Ressentiment. Ich habe eingangs lediglich eine Hoffnung ausgedrückt, die von Herrn Wegner ungebührlich kommentiert wurde. Im Laufe dieses Fadens ging es mir im Wesentlichen darum drei Dinge zum Ausdruck zu bringen.
1. Ich empfinde die Haltung von Herrn Wegner als falsch, da sie implizit die Machtverhältnisse anerkennt.
2. Wer keine in gewissen Bereichen (z.B. BWL, Marketing etc.) keine Sachkenntnis besitzt, sollte auch nicht seinen Senf dazu abgeben.
3. Wer die Instrumente und Methoden des Marketings nicht systematisch durchdacht hat sollte ebenfalls Zurückhaltung üben.
Ich finde, das hat zumindest mehr Substanz als "Bringt ja eh nix".
Aber Sie haben Recht, damit können wirs auch gut sein lassen.

Markus Willinger
30. März 2014 14:43

Bezüglich anderer Wege:

Natürlich kann grundsätzlich NICHTS Amazon gleichwertig ersetzen. Das ist eine Tatsache. Das bedeutet aber nicht, dass keine Gegenstrategie möglich wäre.

Es gibt in Deutschland unzählige "rechte" Nischenverlage. Diese müssen sich zusammen tun und einen eigenen großen Onlineversand erstellen.
Einen Versand, der schnell liefert, unkompliziert agiert, nicht der "Hausversand" EINES Verlages ist (also ein wirklich großes Angebot hat) und vor allem über geringe Lieferkosten verfügt. (Also Gratislieferungen ab einer gewissen Bestellsumme anbietet).

Sowie ein solcher Versand gegründet und beworben wäre, würden alle rechten/konservativen Nischenverlage sich darum drängen auch dort ihre Bücher anzubieten. Denn sie wissen ja nie, ob sie nicht als nächstes auf Amazon dran gestrichen werden. Ein solcher Versand könnte und würde breit beworben und geteilt werden und könnte auf etliche Solidaritätskäufe spekulieren.

Natürlich hätte ein solcher Versand verglichen mit Amazon Nachteile. Vor allem, dass er keine ebooks anbieten kann. (Die Zukunft des Buches)
Andererseits sind rechte/konservative Leser ohnehin eher älter und skeptisch bei technischen Neuerungen, weswegen der Mangel an E-books sich wohl erst in 10 Jahren als entscheidender Nachteil bemerkbar machen wird.

Wer könnte so einen Großversand gründen?
Eigentlich nur das Team um die Sezession und BN mit Unterstützung der Jungen Freiheit. Die "Gründungsmitglieder" könnten jene am Zwischentag vertretenen Verlage sein. Arktos Media würde einen solchen Schritt jedenfalls unterstützen und definitiv werden alle "rechten" Verlage sich sehr rasch bemühen in einen solchen Onlineversand einzusteigen.

DAS Herr Wegner wäre zB. eine mögliche Antwort unserer Seite.

Ich nehme an, dass in Schnellroda solche Ideen bereits durchgespielt werden. Die Frage ist nur ob das Sezessionsteam sich zutraut eine solche zusätzliche Last noch zu stemmen, und wenn nein, wie wir ihm unter die Arme greifen könnten.

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