„Faschistisches Schottland“ oder Das schlechte Gewissen

In Schottland wird im September dieses Jahres über die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich abgestimmt.

Benedikt Kaiser

Benedikt Kaiser ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Verlagslektor.

Befür­wor­ter und Geg­ner einer Los­lö­sung von Lon­don hal­ten sich quan­ti­ta­tiv wohl die Waa­ge; mit 30 Pro­zent stel­len die Unent­schlos­se­nen den ent­schei­den­den wie schwer zu kal­ku­lie­ren­den Fak­tor dar. Was macht sich da aus Sicht der Unab­hän­gig­keits­geg­ner bes­ser, als „faschis­ti­sche“ Wur­zeln der sepa­ra­tis­ti­schen Scot­tish Natio­nal Par­ty (SNP) zu entdecken?

Nun ist die SNP eine grü­ne Par­tei, die sich kei­nem „inte­gra­len Natio­na­lis­mus“ à la Charles Mau­rras ver­schrie­ben hat, son­dern einem kom­mu­ni­ta­ris­ti­schen, „inte­gra­ti­ven“ Kon­zept, das im Kern besagt, daß ein jeder in Schott­land leben­der Mensch – mag er auch gebo­ren und sozia­li­siert sein, wo er möch­te – als schot­ti­scher Citoy­en anzu­se­hen ist. Die­ser dezi­diert zeit­ge­mä­ße Ent­wurf eines mul­ti­kul­tu­rel­len Staats­bür­ger­na­tio­na­lis­mus schreckt nie­man­den aus dem Heer der­je­ni­gen ab, die sich eine abschlie­ßen­de Mei­nung zum Refe­ren­dum noch im Ver­lauf der Kam­pa­gnen bil­den möchten.

Doch ver­schwie­ge­ne oder nicht glaub­wür­dig „auf­ge­ar­bei­te­te“ faschis­ti­sche Ver­stri­ckun­gen der schot­ti­schen Inde­pen­dis­ten könn­ten der SNP scha­den und waren bis­her auch kaum bekannt. Bekannt: Das war ledig­lich, daß mit Alex­an­der Raven Thom­son aus­ge­rech­net ein auto­chtho­ner Scot der Vor­den­ker eines an Beni­to Mus­so­li­nis Ita­li­en ori­en­tier­ten Kor­po­ra­tis­mus im Füh­rungs­zir­kel der Bri­tish Uni­on of Fascists (BUF) gewe­sen ist. Raven Thom­son ver­leg­te sei­nen Haupt­wohn­sitz indes früh nach Lon­don, um bei sei­nem poli­ti­schen Lea­der Sir Oswald Mos­ley, des­sen rech­te Hand der Ver­le­ger auch nach 1945 im Uni­on Move­ment (UM) blieb, wir­ken zu kön­nen. Auch daß die pri­mär in eng­li­schen Bal­lungs­zen­tren akti­ve BUF klei­ne­re schot­ti­sche Depen­dan­cen besaß, wird zumin­dest als knap­pe Fuß­no­te in ver­schie­de­nen Unter­su­chun­gen zu bri­ti­schen Faschis­men ver­merkt. Tat­säch­li­che Beach­tung fand dies aber eben­so wenig wie zwei recht bün­dig gehal­te­ne Auf­sät­ze in bri­ti­schen Fach­zeit­schrif­ten zur Schott­land-Poli­tik der BUF.

Jetzt hat jedoch Gavin Bowd ein Buch vor­ge­legt, das den aus­drucks­vol­len Titel Fascist Scot­land. Cale­do­nia and the Far Right trägt und bereits im Titel Bahn­bre­chen­des erwar­ten läßt. Der Fran­zö­sisch-Lehr­be­auf­trag­te an der renom­mier­ten Uni­ver­si­ty of Saint Andrews gilt eigent­lich als Exper­te für Kom­mu­nis­mus und Sozia­lis­mus; außer­dem ver­faß­te er Kri­mi­nal­ro­ma­ne. Nun wen­det sich Bowd aber aus­ge­rech­net kurz vor dem viel­leicht ent­schei­den­den poli­ti­schen Ereig­nis für die moder­ne schot­ti­sche Nati­on einem neu­en The­ma zu, der äußers­ten Rech­ten Schott­lands, und publi­ziert damit das ers­te Buch zum „schot­ti­schen Faschis­mus“ über­haupt – ein Zufall?

Jeden­falls steigt Bowd der Dra­ma­tik hal­ber mit einer Schil­de­rung des Schott­land-Flu­ges von Rudolf Heß ein, die dadurch abge­run­det wird, der Leser sol­le nicht den­ken, daß Faschis­mus in Groß­bri­tan­ni­en nur in Eng­land (und dort spe­zi­ell im Lon­do­ner East End) ver­stärkt auf­trat, son­dern daß der „Faschis­mus Unter­stüt­zung in der schot­ti­schen Gesell­schaft fand“. Der fol­gen­de Abschnitt der Stu­die ist des­sen unge­ach­tet der bemer­kens­wer­tes­te. Da Bowd ver­schie­de­ne loka­le Archi­ve und zeit­ge­nös­si­sche Doku­men­te zur Ver­fü­gung stan­den, ent­fal­tet er ein Pan­ora­ma des hete­ro­ge­nen Faschis­mus in Schott­land, das es so in der bis­he­ri­gen Sekun­där­li­te­ra­tur nicht ansatz­wei­se gege­ben hat.

Anschau­lich beschreibt er die ers­ten Geh­ver­su­che der von Eng­land aus kom­men­den Bri­tish Fascis­ti (dann Bri­tish Fascists, BF) 1924 in Glas­gow, ihre ers­ten Stra­ßen­schlach­ten mit Kom­mu­nis­ten 1925, ihre Ver­su­che, außer­halb ihrer 100-Mann-Split­ter­grup­pe zu reüs­sie­ren, sowie ihr Pro­gramm für Schott­land. Hier wird das ers­te Mal über­ra­schend deut­lich, was sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht: Faschis­ten in Schott­land waren im Regel­fall Anti-Sepa­ra­tis­ten und tra­ten dezi­diert für Kro­ne und Empi­re an. Daß die BF die­se pro­bri­ti­sche und bei der Mehr­heit der Schot­ten unge­lieb­te Linie spä­tes­tens ab 1930 mit natio­nal­so­zia­lis­ti­schen und anti­se­mi­ti­schen Ver­satz­stü­cken gar­nier­te, sorg­te für eine aus­nahms­lo­se Ableh­nung ihrer Orga­ni­sa­ti­on; die BF zerfiel.

Eini­ge der gemä­ßig­te­ren Mit­glie­der gin­gen zur ab 1931 in Schott­land auf­tre­ten­den Mos­ley-Bewe­gung (erst New Par­ty, dann BUF) über. Von 1932 bis 1934 ent­fal­te­ten Mos­leys weni­ge Hun­dert schot­ti­sche Par­tei­gän­ger, die zum Schwarz­hemd schot­ti­sche Kilts tru­gen, rege Akti­vi­tä­ten, und auf Ver­samm­lun­gen sprach die ehe­ma­li­ge Labour-Hoff­nungs­ge­stalt vor bis zu 3000 Inter­es­sier­ten. Tenor der Reden, so Bowd, war dabei die kon­stan­te Absa­ge an den schot­ti­schen Sepa­ra­tis­mus bei Her­vor­he­bung der eng­lisch-schot­ti­schen Ver­bun­den­heit im Zei­chen des Uni­on Jack. Dies ver­an­laß­te schot­ti­sche Natio­na­lis­ten, etwa vor der Usher Hall in Edin­burgh, gemein­sam mit kom­mu­nis­ti­schen Grup­pen gegen die BUF-Ver­an­stal­tung vor­zu­ge­hen; es kam wie­der­holt zu Ausschreitungen.

Ein wei­te­rer Aspekt, der eine BUF-Aus­strah­lung in Schott­land – und zwar über ihren mili­tan­ten Kern hin­aus – erschwer­te, war die Reli­gi­ons­fra­ge. Weil gemes­sen an den Bevöl­ke­rungs­zah­len über­pro­por­tio­nal vie­le Katho­li­ken in Mos­leys Rei­hen strit­ten und der inter­ne Grund­satz galt, daß den Mit­glie­dern die kon­fes­sio­nel­le Ori­en­tie­rung voll­kom­men frei gestellt sei, in der schot­ti­schen Rech­ten aber pres­by­te­ria­ni­sche Bekennt­nis­se grund­le­gend waren, kam es zu Angrif­fen ver­schie­de­ner Grup­pen auf die BUF. Neben der sepa­ra­tis­ti­schen Ver­ei­ni­gung Scot­tish Pro­tes­tant League (SPL) und der gewalt­tä­ti­gen, anti-katho­li­schen Pro­tes­tant Action (PA), tat sich hier­bei auch die kurz­le­bi­ge Scot­tish Fascist Demo­cra­tic Par­ty (SFDP) her­vor. Letz­te­re war extrem anti-irisch aus­ge­rich­tet – vie­le iri­sche Arbei­ter ver­ding­ten sich in den schot­ti­schen Fabri­ken – und for­der­te die reso­lu­te Aus­sied­lung aller Katho­li­ken. Die BUF wur­de von der SFDP um Weir Gil­mour als rein katho­li­sche Inter­es­sen­grup­pe und als ver­län­ger­ter Arm sowohl des Vati­kans als auch Mus­so­li­nis bezeichnet.

Die per­ma­nen­te Agi­ta­ti­on ver­fehl­te ihr Ziel nicht. Auch inner­halb der BUF bro­del­te es nun ob der betont Empi­re-loya­len Argu­men­ta­ti­on sowie der gene­rö­sen Hal­tung zum Katho­li­zis­mus und eine klei­ne Grup­pe spal­te­te sich ab. Etwa 70 Män­ner und Frau­en bil­de­ten die kurz­le­bi­ge Scot­tish Uni­on of Fascists (SUF), deren Akti­vis­ten spä­ter in der heu­ti­gen Regie­rungs­par­tei SNP auf­gin­gen. Auf der ande­ren Sei­te des faschis­ti­schen Spek­trums, in den Rei­hen der Impe­ri­al Fascist League (IFL) um Arnold Lee­se, ging man sogar noch einen Schritt wei­ter. Dort erschien Mos­ley nicht nur als noto­ri­scher Katho­li­ken­freund, son­dern wur­de als „Mose(s)le(v)y“ anti­se­mi­tisch kari­kiert. Die (eben­falls gegen eine schot­ti­sche Unab­hän­gig­keit agie­ren­de) IFL konn­te in Schott­land jedoch ledig­lich eine Kleinst­grup­pe in Glas­gow vermelden.

Nach die­sen teils neu­en Erkennt­nis­sen flacht das Buch Bowds ab. Daß Faschis­mus und Avant­gar­de sich nicht aus­schlos­sen, kann als bekannt gel­ten. Her­nach stellt er einen Freund Ezra Pounds, den SNP-nahen Schrift­stel­ler Gra­ham Set­on Hut­chi­son, als „schot­ti­schen Ernst Jün­ger“ vor und führt viel­sa­gend aus, daß eben­je­ner Jün­ger der „Lieb­lings­au­tor“ Adolf Hit­lers gewe­sen ist. Auch daß die BUF-Schwarz­hem­den in Edin­burgh eine von vie­len Kin­dern besuch­te „Fascist Xmas Par­ty“ ver­an­stal­te­ten, ist ihm eine Berück­sich­ti­gung wert, bevor er den Nie­der­gang der (schot­ti­schen) Blackshirts bis zum Zwei­ten Welt­krieg skiz­ziert: Von den 1000 BUF-Akti­ven, die 1940 als poten­ti­el­le „Fünf­te Kolon­ne“ Deutsch­lands und Ita­li­ens ver­haf­tet wur­den, stamm­ten dem­entspre­chend nur drei aus Schottland.

Gewinn­brin­gen­der lesen sich wie­der­um die anschlie­ßen­den Aus­füh­run­gen zu den Fasci di Sco­zia, den ita­lie­ni­schen Aus­lands­nie­der­las­sun­gen in Schott­land, die jedoch viel­mehr kul­tu­rel­le Arbeit für die emi­grier­ten Lands­leu­te leis­te­ten, als sich mit bri­ti­schen Adep­ten ihrer Staats­dok­trin zu beschäf­ti­gen. Das schütz­te sie nach Kriegs­be­ginn frei­lich nicht vor anti­fa­schis­ti­schen Exzes­sen natio­na­lis­ti­scher und kom­mu­nis­ti­scher Schot­ten: Im Zuge der in ganz Groß­bri­tan­ni­en auf­kom­men­den Aus­schrei­tun­gen vom Juni 1940, ver­wüs­te­ten auch in meh­re­ren schot­ti­schen Städ­ten bis zu 3000 Per­so­nen Geschäf­te und gas­tro­no­mi­sche Ein­rich­tun­gen ita­lie­ni­scher Ein­wan­de­rer und ver­letz­ten dabei meh­re­re Ita­li­an-Scots.

Man merkt bereits zu die­sem Zeit­punkt, daß die SNP wenig mit den faschis­ti­schen Erschei­nun­gen Schott­lands zu tun hat­te. Regel­recht kon­stru­iert wirkt es dem­entspre­chend, wenn der Autor ein­zel­ne Kon­tak­te von schot­ti­schen Natio­na­lis­ten zu Ger­hard von Teve­nar, dem Lei­ter der „Deut­schen Gesell­schaft für kel­ti­sche Stu­di­en“ und Mit­glied des Fried­rich-Hiel­scher-Krei­ses, aus­führ­lich dar­legt, und Teve­nar als Joseph Goe­b­bels’ „Vize­kö­nig“ über­in­ter­pre­tiert. Daß Tevenars Vor­lie­be für euro­päi­sche regio­na­lis­ti­sche Bestre­bun­gen dafür sorg­te, daß er noch nicht ein­mal in die NSDAP auf­ge­nom­men wur­de, und daß er auf­grund der von NS-Offi­ziö­sen ange­nom­me­nen poli­ti­schen wie sexu­el­len Ori­en­tie­rung mehr­fach von Gesta­po-Scher­gen ver­haf­tet und miß­han­delt wur­de, erfährt der Leser des Wer­kes nicht.

Statt des­sen folgt ein abschlie­ßen­der Blick auf intel­lek­tu­el­len und par­tei­ge­bun­de­nen Neo­fa­schis­mus in Schott­land, der dort im übri­gen noch erfolg­lo­ser war als die Ursprungs­va­ri­an­ten um BF, IFL, BUF, SUF, SFDP und der­glei­chen mehr. Auch hier ver­mißt man die Begrün­dung dafür, wes­halb Bowd – wie ein­gangs ver­merkt – annimmt, der Faschis­mus habe in der schot­ti­schen Gesell­schaft tat­säch­li­che „Unter­stüt­zung“ über die teils sek­ten­ähn­li­chen Zusam­men­schlüs­se hin­aus gefun­den. Denn den Aus­füh­run­gen etwa zum Peri­odi­kum The Euro­pean ent­nimmt man wie­der­um, daß auch die­ses von Dia­na Mos­ley ver­ant­wor­te­te Maga­zin vor­nehm­lich in rech­ten Lon­do­ner „Book Clubs“ und in klei­ne­ren eng­li­schen Zir­keln des Uni­on Move­ment gele­sen wur­de, nicht aber in Schott­land. Zum Unab­hän­gig­keits­wunsch der Schot­ten wur­de gar nicht erst Stel­lung bezo­gen, da Mos­leys Nach­kriegs­pro­gramm den Fall aller inner­eu­ro­päi­schen Gren­zen zuguns­ten der „Nati­on Euro­pa“ vor­sah. Kon­tak­te zur heu­te so bedeu­ten­den Scot­tish Natio­nal Par­ty oder auch nur zu deren Vor­feld­or­ga­ni­sa­tio­nen gab es daher, wenig über­ra­schend, nicht.

Daß die 1934 im wesent­li­chen aus einer Fusi­on zwi­schen zwei sepa­ra­tis­ti­schen Klein­par­tei­en ent­ste­hen­de SNP in ihren Anfangs­zei­ten auch Ein­zel­per­so­nen auf­nahm, die tem­po­rär in faschis­ti­schen Split­ter­grup­pen aktiv waren oder Wur­zeln im radi­kal-pro­tes­tan­ti­schen Lager der 1930er Jah­re besa­ßen, bringt sie nicht in die Nähe des Faschis­mus. Und selbst wenn eine der­ar­ti­ge Nähe auf­tritt, muß dies 80 Jah­re spä­ter nichts bedeu­ten. Der Ire Eoin O’Duffy, auf­ein­an­der­fol­gend Kopf der natio­nal­ka­tho­li­schen Blues­hirts wie der faschis­ti­schen Green­s­hirts, wirk­te bei­spiels­wei­se 1933/34 als Par­tei­grün­der. Der ers­te Vor­sit­zen­de der heu­te größ­ten (und in Irland regie­ren­den) christ­de­mo­kra­ti­schen Par­tei Fine Gael (dt. Fami­lie der Iren) bleibt indes eine Rand­no­tiz aus der Früh­ge­schich­te der Par­tei, wel­che die­ser bis heu­te nicht gescha­det hat.

Die links­li­be­ra­le SNP und das mit ihrem Haupt­an­lie­gen sym­pa­thi­sie­ren­de Umfeld – wie auch auf­ge­schreck­te pro-schot­ti­sche Rezen­sen­ten des Buches – kön­nen also voll­kom­men gelas­sen blei­ben. „Faschis­mus in Schott­land“ mein­te im Regel­fall: Bekennt­nis zum Ver­ei­nig­ten König­reich und der Völ­ker­fa­mi­lie Groß­bri­tan­ni­ens, loka­le Selbst­ver­wal­tung, auto­ri­ta­ti­ver Kor­po­ra­tis­mus, Absa­ge an einen eigen­stän­di­gen schot­ti­schen Staat. Dies ent­spricht mit­hin dem Gegen­teil der For­de­run­gen schot­ti­scher Sepa­ra­tis­ten. Und das Refe­ren­dum? Das wird ohne­hin auf­grund ande­rer Fak­to­ren ent­schie­den (so der Wäh­rungs­fra­ge, dem strit­ti­gen Punkt einer Auf­nah­me als neu­em Mit­glieds­staat in der Euro­päi­schen Uni­on usw.).

Der Titel Fascist Scot­land kann dabei mehr ängst­li­che Erwar­tun­gen erzeu­gen, als daß er wirk­lich ein „faschis­ti­sches Schott­land“ offen­bar­te; viel­mehr soll­te er als ver­kaufs­för­dern­des Mit­tel zum Zweck ver­stan­den wer­den. Daß dabei en pas­sant all­zu for­sche schot­ti­sche Natio­na­lis­ten ein schlech­tes Gewis­sen ver­paßt bekom­men, wenn Gavin Bowd am Ende des Buches einen merk­wür­di­gen Bogen spannt – von der SNP zur Bri­tish Natio­nal Par­ty (BNP), wei­ter zur Scot­tish Defen­se League (SDL), bis hin zum Mas­sen­mör­der Brei­vik –, und in die­sem Zuge vor einem stets dro­hen­den Rechts­rutsch warnt, vor dem auch ein unab­hän­gi­ges Schott­land nicht gefeit wäre, wird eben­so dem Kal­kül entsprechen.

Benedikt Kaiser

Benedikt Kaiser ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Verlagslektor.

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