Raspail, Weiße Rose und KR in China: Neue kaplaken lieferbar

Der Verlag Akaplaken-3erntaios hat seine ebenso beliebte wie gewichtige reihe kaplaken fortgesetzt. Kenner wissen, daß von einer "Staffel" gesprochen wird, wenn die nächsten drei Bändchen fertiggestellt wurden. Diesmal ist es die 14. Staffel, sie beinhaltet Texte von Hans Hirzel, Jean Raspail und Peter Kuntze. Die Neuerscheinungen im einzelnen:

Benedikt Kaiser

Benedikt Kaiser ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Verlagslektor.

Peter Kunt­ze  Chi­nas kon­ser­va­ti­ve Revo­lu­ti­on oder Die Neu­ord­nung der Welt (80 S., 8 €)
Der Chi­na-Exper­te Peter Kunt­ze faßt sei­ne The­se von der Wie­der­ge­burt Chi­nas aus kon­ser­va­tiv-revo­lu­tio­nä­rem Geist in kapla­ken 42 zusam­men: Wer in die­sem längst erwach­ten Rie­sen noch immer Maos Enkel am Werk sieht, geht falsch, so der lang­jäh­ri­ge außen­po­li­ti­sche Redak­teur der Süd­deut­schen. Die Reform ist längst in Gang gesetzt, sie ent­spricht eben nicht den libe­ra­len Ent­wür­fen des Wes­tens, son­dern einem an Kon­fu­zi­us ori­en­tier­ten Respekt vor der Herkunft.

Jean Ras­pail Der letz­te Fran­zo­se (96 S., 8.50 €)
Der Roman­cier Jean Ras­pail (gebo­ren 1925) ist Welt­rei­sen­der, Mon­ar­chist, erz­ka­tho­lisch und im bes­ten Sin­ne des Wor­tes vor­nehm. Zen­tra­ler Text der vor­lie­gen­den klei­nen Antho­lo­gie ist das Vor­wort zur fran­zö­si­schen Neu­aus­ga­be des Romans “Das Heer­la­ger der Hei­li­gen”. Ras­pail benennt dar­in die Zer­stö­rer der euro­päi­schen Iden­ti­tät als das »Big Other« – einen Kom­plex, gegen den anzu­ren­nen aus­sichts­los sein dürf­te. Stand­hal­ten ist die Emp­feh­lung Ras­pails – aber natür­lich mit Stolz und Kraft!
.
Hans Hir­zel (1924–2006) kam bio­gra­phisch aus einem mythi­schen Win­kel einer fer­nen Zeit: Er war ein guter Freund der Geschwis­ter Scholl, am Ran­de in die Wider­stands­grup­pe »Wei­ße Rose« invol­viert und ent­ging nur knapp einem Todes­ur­teil. Sei­ne Erin­ne­run­gen an den Ablauf der ent­schei­den­den Tage im Febru­ar 1943 hat Hans Hir­zel kurz vor sei­nem Tod nie­der­ge­schrie­ben und in Schnell­ro­da dem Ver­lag über­ge­ben. kapla­ken 40 doku­men­tiert die­sen Text, ergänzt um zwei Inter­views mit Hir­zel und ein Nach­wort aus der Feder Ellen Kositzas.
.
Zu beach­ten ist das Paket­an­ge­bot, das nur bis zum 30. Sep­tem­ber gül­tig ist! Und: Auch ein Abon­ne­ment der gesam­ten rei­he kapla­ken ist mög­lich: Ent­we­der mit oder ohne Gesamt­ab­nah­me aller noch lie­fer­ba­ren kapla­ken-Bän­de. Sie sichern sich somit die pünkt­li­che Lie­fe­rung jeder kapla­ken-Staf­fel zum Vor­zugs­preis von 20 € und ver­hel­fen dem Ver­lag zu einer gewis­sen Planungssicherheit.
.
Bei Fra­gen sen­den Sie bit­te eine kur­ze Nach­richt an [email protected] oder Sie rufen an: 034632–90941.
Benedikt Kaiser

Benedikt Kaiser ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Verlagslektor.

Nichts schreibt sich
von allein!

Das Blog der Zeitschrift Sezession ist die wichtigste rechtsintellektuelle Stimme im Netz. Es lebt vom Fleiß, von der Lesewut und von der Sprachkraft seiner Autoren. Wenn Sie diesen Federn Zeit und Ruhe verschaffen möchten, können Sie das mit einem Betrag Ihrer Wahl tun.

Verein für Staatspolitik e.V.
DE86 5185 0079 0027 1669 62
HELADEF1FRI

Kommentare (4)

Ein gebürtiger Hesse

21. September 2014 13:29

Zunächst: es ist ja bereits eine Freude, wenn man die neuen Bände der kaplaken-Reihe (die ersten in diesem Jahr) auch nur in Empfang nimmt, das stabile Butterbrotpapier abstreift und - bevor die eigentliche Lektüre losgeht - aufs Geratewohl hineinblättert und erste Funde macht. Bei Jean Raspails "Letztem Franzosen", den ich mir als erstes vornahm, geschieht das am laufenden Band: wo man auch aufschlägt, finden sich Einsichten und Beschreibungen, auf die man, ohne es zu wissen, geradezu gewartet hat. Der Aufsatz "Die Tyrannei des Duzens" etwa ist ein echtes Fest. Raspail geht ebenso klarsichtig wie beherzt zu Werke, wenn den Verfall seiner französischen Kultur anhand des zur konformistischen Pflicht gewordenen Duzens von allen und jedem aufzeigt. Dabei schmäht er jedoch nicht nur, sondern beschreibt auch, wie sehr ein Kontakt wiederum an Würde gewinnt, wenn man dem Gegenüber - etwa Jugendlichen oder Kindern - das "Sie" sozusagen zumutet und der andere sich darüber viel ernster genommen fühlt. All das wird bestens erkannt und liest sich in den Übersetzungen von Lichtmesz und Kaiser sehr überzeugend. Wer das Buch - oder die ganze neue Staffel - demnächst im Briefkasten hat, kann sich schon auf etwas freuen ...

Stil-Blüte

22. September 2014 22:32

@ ein gebürtiger Hesse

Mein Beitrag ist zwar auf der Metaebene angesiedelt, gehört aber zu Antaios wie die Schale des Eies zum Ei. Eine feine Hülle zum feinen Inhalt.

Eine Kleinigkeit hätte ich zu bemäkeln: Sind die Tesastreifen nötig? Sind sie überflüssig, wäre es noch leichter, die Verpackung wiederzuverwenden. Ich finde, daß die Hülle ein Markenzeichen ist. Weil sie was kostet, ist sie in meinen Augen auch kostbar. Denn - eingeschweißte Bücher, was soll das eigentlichd? Vielen Dank für die Finesse.

Konservativer

22. September 2014 23:12

Wie ich in einem anderen Kommentar schrieb, freue ich mich auf die neue "Kaplaken" Staffel.

Heute telefonisch geordert, die nächsten Tage vom Postboten gebracht.

Es ist wirklich erstaunlich, jeder einzelne Band der Kaplaken Reihe hat mich erkenntnistechnisch vorangebracht.

Ein wie ich finde außergewöhnliches, bemerkenswertes und großartiges Projekt, diese "Kaplaken".

Ein Lob und meinen Dank an die vielen Autoren und an Götz Kubitschek als Initiator.

Ein gebürtiger Hesse

23. September 2014 10:42

Und noch etwas zu dem "Letzten Franzosen": Was sich in den kompakten Aufsätzen und Interviews, die der Band versammelt, vor allem ausdrückt, ist die prächtige Gesamtgestalt des Autors. Über das Inhaltliche - das, was er schreibt und ausspricht - tritt dem Leser immer auch das entgegen, was er IST. Letzteres bildet so etwas wie eine ständige Unterströmung. Dabei spielt das Persönliche gar keine so große Rolle, jedenfalls nicht in biographischer Hinsicht, vielmehr wohnt dem Persönlichen eine Art archaisches Element inne, und daran bindet sich die Lektüre. Am Ende des Bandes hatte ich ein Gefühl von Dankbarkeit und Würde, das sich schwer beschreiben lässt. Und da machte auch der Titel des Bandes, den ich zuerst etwas grobschlächtig fand, auf einmal Sinn: jenes archaische Element, das da auf den Leser wirkt, ist nämlich der Umstand, daß da einer zutiefst und zuvorderst Franzose ist.

Für diesen Beitrag ist die Diskussion geschlossen.