26. September 2014

Björn Höcke bei Maybrit Illner - eine Kurzanalyse

von Götz Kubitschek / 44 Kommentare

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

hoeckeGestern Abend saß der Fraktionsführer der AfD im Thüringer Landtag, Björn Höcke, in Maybrit Illners Diskussionsrunde zum Thema "Millionen auf der Flucht - Und wer darf nach Deutschland?". Mit dabei waren außerdem Armin Laschet (CDU, sachlich abgeklärt), Rupert Neudeck (Grünhelme-Gründer, rührend gutherzig bis naiv), Luise Amtsberg (GRÜNE, linkstheoretischer Gegenpol) und Peter-Kilian Rausch (der in Bautzen aus seinem Hotel ein Asylantenheim gemacht hat, moralische Nervensäge).

Höcke hat sich - dies vorweg - wacker geschlagen und ein paar Begriffe und Erklärungsmuster geliefert, die man sonst im Fernsehen nicht zu hören bekommt. Hier die wichtigsten Punkte:

+ Höcke hat mit Fakten und Zahlen aufgewartet und damit den Konsens unterlaufen, Deutschland stöhne über gerade einmal 20 000 Flüchtlinge aus Syrien. Tatsächlich gab es im vergangenen Jahr 113000 Asylanträge bei einer Anerkennungsquote von knapp über einem Prozent, und in diesem Jahr rechnet man mit 200000 Anträgen.

+ Höcke hat die Soforthilfe vor Ort geschieden vom Langzeitproblem der offenen Grenzen, den humanitären Akt also von der Frage nach der auf Dauer angelegten Einwanderung getrennt.

+ Höcke hat den wichtigen Ansatz von kultureller Nähe und kultureller Distanz ins Spiel gebracht: es ist natürlich richtig, Flüchtlinge aus Syrien oder aus dem Irak in der Türkei oder in anderen angrenzenden Staaten unterzubringen und sie nicht zu "entorten". denn: Diese Flucht soll immer nur eine auf Zeit sein, kein endgültiger Abschied.

+ Höcke hat zurecht den Vergleich einer Integration dieser Flüchtlingsströme mit der Integration der 13 Millionen vertriebenen Ostdeutschen in Mittel- und Westdeutschland nach dem 2. Weltkrieg zurückgewiesen: Diese Vertriebenen waren Deutsche, keine kulturfernen Gruppen, und selbst ihre Integration war nach 1945 eine schwierige, sehr harte Aufgabe, die noch im Hungerwinter 46/47 Zigtausende das Leben gekostet hat.

+ Höcke hat auf die überfremdeten Problembezirke in den großen Städten hingewiesen, hat die Kriminalität und die Überforderung der Sicherheitsbehörden angesprochen und darauf hingewiesen, daß man in solchen Fragen in Generationen zu denken habe.

+ Höcke hat moralische Fragen ("Würden Sie eine syrische Familie aufnehmen?") ("Waren Sie je in einem Asylantenheim?") so beantwortet, daß die alles andere als unparteiische Moderatorin nicht nachstochern konnte und auch der Bautzener Asyl-Hotelier ins Leere stieß ("Waren Sie je in einem Asylantenheim?"). Hier wäre die ein oder andere Rückfrage gut gewesen, ein wenig Angriffslust. Mich würde beispielsweise interessieren, was der Bautzener Hotelier pro Kopf vom Staat für die Unterbringung überwiesen bekommt. Sein 4-Sterne-Hotel hätte er sicherlich nicht zu einer Asylunterkunft umbauen lassen, wenn es ausgebucht gewesen wäre. Herr Rausch aus Bautzen kam unhinterfragt als moralische Instanz davon, das ist schade.

Insgesamt: politisches Format und Schlagfertigkeit aus Thüringen.

Buchhinweise:
Ansturm auf Europa. Ist das Asylrecht noch zeitgemäß? (IfS-Studie, 5 €, hier bestellen).
Deutsche Opfer, fremde Täter (nur noch wenige Exemplare, 19 €, hier bestellen).

 

 

 

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Kommentare (44)

Karl Eduard
26. September 2014 12:03
Da ich mir den Genuss des Staats- und anderen Fernsehens seit Jahren versage, kann ich nur sagen: schön. Andererseits soll aber, lt. ARD - Meinungsumfrage, die Mehrheit der Befragten mehr Flüchtlinge wollen. Natürlich nicht in der eigenen Wohnung. Freuen wir uns darauf.
Meier, Hans
26. September 2014 12:24
Richtig beschrieben.
Er hätte ruhig auch auf den Volksbetrug hinweisen können, dass aus "Gast"arbeitern ohne Diskussion "Einwanderer" gemacht wurden.

Und er hätte dem ganzen Stil der Moderatorin entgegentreten müssen, ihre Voreingenommenheit und Einseitigkeit ankreiden.

Er hat sich gut geschlagen, gegen die vielen Deutschenhasser und Naivlinge, auch gegen die Claqueure im Publikum.

Aber wie gesagt: Nicht verteidigen, sondern angreifen!
Holzfäller
26. September 2014 12:43
Nach diesem unsinnigen Vergleich von Rupert Neudeck (geboren 1939 in Danzig) habe ich das TV-Gerät ausgemacht.

Mich würde beispielsweise interessieren, was der Bautzener Hotelier pro Kopf vom Staat für die Unterbringung überwiesen bekommt.

Ich weiß nicht wie es in der BRD gehandhabt wird, aber in Österreich verdient man sehr gut daran, seine vielleicht schon etwas in die Jahre gekommene Pension in der Peripherie als Asylunterkunft zur Verfügung zu stellen. 19 Euro pro Tag zahlt dafür der Bund, das sind bei 40 Bewohnern immerhin 23.000 Euro im Monat.
Eberhardt Breitling
26. September 2014 13:01
Das hab ich mich die ganze Sendung lang gefragt,wieso kommt keiner auf die Idee den selbstgerechten Herrn Hotelier zu fragen was ihm der Staat pro Kopf Asylbewerber bezahlt.
Ich nehme an ,dass dies ein einträgliches Geschäft ist!
Hannah
26. September 2014 13:06
Schade, dass Martin Patzelt nicht eingeladen war. Zur Erinnerung: Das ist jene Witzfigur, die ernsthaft vorschlug, dass die deutschen Haushalten, denen die Geldscheine ja nur so aus allen Taschen quillen doch mal endlich Solidarität zeigen sollten und "Asylanten" bei sich privat und natürlich mit Übernahme der Kosten (das sind schliesslich nur Peanuts, die sich der Deutsche locker leisten kann).

DAS wäre sicher lustig geworden, wenn ein paar mehr Mainstreamschafe mal gehört hätten, was die feigen Politikerfratzen noch so an Ideen in der Schublade haben.
Daniel
26. September 2014 13:13
Der Schluß war Weltklasse!

Höcke: Langfristig müssen wir unseren Fachkräftemangel natürlich aus der eigenen Bevölkerung decken.

Illner: Vor allem tun wir das glatte Gegenteil, wir lassen uns von ausländischen Menschen unser Pflegeproblem lösen, wir haben einen Fachkräftemangel.

Höcke: Wir haben eine demographische Katastrophe in diesem Land, selbstverständlich. Die muß angegangen werden, das korreliert miteinander.

Illner: Ah! Die Vier-Kind-Familie?

Höcke: Drei-Kind. Aber ich hab vier Kinder!

Illner: (lacht) Die Deutschen sterben aus! Jetzt können wir nicht alle gerade drei Kinder kriegen um die deutsche Nation auch irgendwie noch ein bißchen aufzupäppeln..

Ich fand' Höckes Auftritt stark, sympathisch, souverän angesichts von fünf Gästen und einer Moderatorin, die von vornherein gegen ihn eingenommen waren.
Ba
26. September 2014 13:29
Herr Rausch bekommt pro Kopf am Tag 13 Euro bei momentan 143 Asylbewerbern. In einem Interview des MDR hat er gesagt, dass er kurz vor der Insolvenz stand und diese Heim auch aus finanziellen Interesse eröffnet hat. Desweiteren zählt dieses Hotel momentan weiterhin als Hotel, da die Zimmer für die Bewerber nur vom Landkreis angemietet sind. Es stehen weiterhin wenige Zimmer zur öffentlichen Vermietung zur Verfügung, da sonst der Status als Hotel verloren wäre, da sich dieses Heim in einem Erholungsgebiet befindet und laut Stadtordnung und Bebauungsplan kein Asylheim errichtet werden darf. Dies wird demnächst vom Stadtrat geändert.
Strogoff
26. September 2014 13:35
Man sieht das die Politiker bei der gewünschten Flüchtlingseinwanderung nicht alleine ins Horn stoßen. Die Wirtschaft ist sofort da um daran zu verdienen und sich im Ringen um öffentliche Gelder auch auf diesem Gebiet zu beteiligen.


Interessante Frage:
Hat der moralische Herr Rausch auch seine Mitarbeiter entlassen (müssen) um sich diesen moralischen Traum erfüllen zu können?
Ich gehe davon aus, dass in diesem Hotel in Bautzen jetzt andere Fähigkeiten gefragt sein werden als in einem normalen Hotelbetrieb.
http://www.express.de/koeln/-bonotel--wird-zum-fluechtlingsheim-wegen-der-stadt-verlieren-wir-alle-unseren-job,2856,28211378.html
Manfred
26. September 2014 13:40
So weit ich herausgefunden habe verfügt er über 150 Betten
10 x 4 Bett Zimmer
20 x 3 Bett Zimmer
25 x 2 Bett Zimmer

bei 15 € pro Bett nach offizieller Aussage , sind das 2.250.- pro Tag
oder 821.000.- im Jahr .
Da werd sogar ich noch zum Gutmenschen. Er verfügt damit sicher über eines der lukrativsten Hotels in Brandenburg.
Ava
26. September 2014 13:48
Wäre noch hinzu zu fügen, dass es 1945 auch viel weniger Einwohner in Deutschland gab. Heute ist Deutschland bereits eines der am dichtesten besiedelten Länder.
PB
26. September 2014 15:16
Höcke hat es gut gemacht. Aber man muss 3 Kategorien von Grenzüberschreitenden unterscheiden:

- Einwanderer (nach Bedarf und Sozialadäquanz ausgesucht, auf Dauer mit dem Ziel und der Bereitschaft zur umfassenden Assimilation),

- Politisch Verfolgte (Art. 16 GG, schnelle und strenge Prüfung auf der Basis einer europäischen Übereinkunft über die Zulassungskriterien, anschließender Aufenthalt mit Duldungsstatus, regelmäßig zu überprüfen, Verteilung innerhalb Europas nach festzulegenden Länderquoten),

- Sonstige Krisenopfer (unbürokratische Hilfe, jedoch bis zur Höhe von vorher festgelegten Anzahlkontingenten, weitere Unterbringung dann nur in dem Maße, wie Rückkehrer zuvor Plätze frei gemacht haben).
Dr. Butzmann
26. September 2014 15:21
Nun der zweite sehr gute Mann der Afd im Fersehen. Glückwunsch zu diesem hervorragenden Auftritt Herr Höcke. Wir benötigen beim Thema
Asylrecht klare Grenzen. Bei uns in Freiburg ist die Kriminalität um 50 %
im vergangenen Jahr gestiegen. Das verunsichert die Freiburger und unsere Gäste. Man kann nicht alle Kulturen vermischen auf Dauer.
Es gibt Länder in denen werden Mädchen mit 10 Jahren verheiratet oder verkauft.. Wir beschäftigen uns in unserem Land um den Kinderschutz und bekämpfen die Kinderpornographie. Wie sicher sind unsere Kinder in einigen Jahren ?
Alexander
26. September 2014 15:53
Daniel:
Illner: (lacht) Die Deutschen sterben aus!

Das war tatsächlich sehr bezeichnend ...

Interessant auch dies:
Sobald Höcke das Thema Einwanderung inkl. mißlungener Integration anführte, um erklären zu wollen*, daß die schwindende Aufnahmebereitschaft der Deutschen für Asylantragsteller auch an den bisher gesammelten schlechten Erfahrungen mit Einwanderern liegen könnte, hieß es vom Rest: "Das hat doch gar nichts miteinander zu tun blablablubb!"
In der weiteren Sendung behandelte jedoch eben dieser Rest die Asylantragsteller wie selbstverständlich als Einwander, als die "neuen Deutschen", mit denen man die demographischen Probleme in Mitteldeutschland** und den ländlichen Gebieten "lösen" sowie die Wirtschaft in ihrem Hunger nach billigen Arbeitskräften füttern könne.

Insgesamt hat sich Höcke wacker geschlagen, etwas mehr Aggressivität hätte aber nicht geschadet, wie hier schon andere bemerkten.

*Höcke wurde – wie bei fast allen seinen Stellungnahmen – von Illner und ihren "guten" Gästen unterbrochen und abgewürgt.
**Damit könnte man dann endlich die dort noch vorherrschende "rassistische" Bevölkerungsstruktur brechen und auch dem "Osten" die multikulturelle Fratze aufdrücken, indem man die "neuen Deutschen" einfach dorthin verpflanzt.
Hanz
26. September 2014 16:18
Herr Rausch stand in der Tat kurz vor der Pleite. Dies hat er auch selbst gegenüber u.a. "ZDF Heute" zugegeben. Immerhin sollte man ihm diese Ehrlichkeit positiv anrechnen. Björn Höcke hat insgesamt eine gute Performance abgeliefert, allerdings zeigt sich der noch geringe Professionalisierungsgrad der AfD daran, dass diese durchaus entscheidende Information über Herrn Rausch dem Herrn Höcke offensichtlich nicht bekannt war. Höcke dankte ja sogar Rausch für seinen "bewundernswerten Einsatz" und das war offenkundig kein Sarkasmus. Höcke muss angenommen haben, da habe jemand ein rentabel laufendes Luxushotel in ein zumindest weniger rentables Asylheim umgewandelt. Da wäre dann ja in der Tat anerkennenswert und würde von echter Humanität zeugen.
Thomas L.
26. September 2014 16:42
Wäre Klasse, wenn unser "charismatischer" Bundespräsident seine Vorbildfunktion, die er ja immer vorgibt nachkommt und eine Anzahl hilfsbedürftiger Flüchtlinge im Schloss Bellevue unterbringt. Das wäre doch mal eine Maßnahme, mit gutem Beispiel voran! Ich hätte mir von Herrn Höcke eine Art dieser Argumentation gegen diese am Tisch sitzenden, von jeder Realität weit entfernten "Politiker" einschließlich Frau Illner gewünscht.
Ansonsten würde ich an Herrn Höckes Stelle einer Show, wie die der Frau Illner oder ebenso anderen niveaulosen Diskussionen fernbleiben, da diese sowieso nur eine Plattform für durchweg dumme Personen ist. Die Teilnahme an solch einer "Show" ist eines AfD Politikers nicht würdig und macht ihn allenfalls nur anfällig, da seine Meinung bestenfalls abgeschnitten oder sowieso nicht verstanden wird!
Hohenstaufer
26. September 2014 17:12
Björn Höcke sorgt derzeit für reichlich Aufsehen:

http://zuerst.de/2014/09/26/thueringens-afd-chef-hoecke-im-zuerst-interview-asyl-muss-von-einwanderung-entkoppelt-werden/

http://taz.de/Rassismus-in-der-AfD/!146696/
Ein Fremder aus Elea
26. September 2014 17:21
Wenn wir anderen Ländern nicht Extremisten in den Pelz setzen würden, um ihre Regierungen zu stürzen, müßte auch niemand aus diesen Ländern fliehen.

Das Problem ist nicht, daß wir zu wenig helfen, sondern daß wir zu viel helfen.

Wir verfolgen Syrer in Syrien politisch.

Wer sonst?
Martin
26. September 2014 18:02
Ich habe die Sendung nicht gesehen, finde aber, dass es absolut überfällig war, dass dieser in der letzter Zeit ständig aufgekommene Vergleich der Vertriebenen mit den heutigen sog. "Flüchtlingen" zurückgewiesen wurde.

Ich empfinde es als eine bodenlose Geschichtsvergessenheit und eigentlich eine glatte Unverschämtheit, deutsche Heimatvertriebene mit Asylanten und anderen Flüchtlingen zu vergleichen.
Marc Thomas
26. September 2014 18:31
Solche Sendungen sind Propagandainszenierungen mit Regimefunktionären.
Der AfD-Mann hat kultiviert reagiert. Jedoch nicht als Kriegführender gegen ein destruktives Regime und seine Organe, sondern als regimeimmanenter Kritiker; das ist seine Stellung, die dem jetzigen Entwicklungsstand des Genozidregimes nicht adäquat ist.
Das Verhalten der Regimepropagandistin Illner ist dafür bezeichnend; die Gleichgültigkeit ihrer unfruchtbaren und xenophilen Hedonisten-Generation gegenüber dem eigenen Volke in Billigung des sog. Aussterbens; dabei sollte verstärkt thematisiert werden die Herbeiführung der Destruktionsvektoren als Voraussetzung des verdeckten Genozides als Zweck des Konstruktes FDGO.
Revolte
26. September 2014 18:53
Tja, würde das Geld, das in der Asyl- und Migrationsindustrie verbraten wird, deutschen Familien zugute kommen, bekämen die Deutschen auch wieder 3-4 Kinder pro Familie.
Die Milliarden an erschlichenen Sozialleistungen durch kinderreiches Fremdvolk könnten als Kindergeld, Elterngeld, Familiengeld etc. ausgezahlt und zudem in die Sanierung von Kindergärten/Krippen und Schulen gesteckt werden. Auch die gesetzliche Rente könnte man wieder erhöhen und vllt. von dem Restgeld noch ein paar westdeutsche Straßen reparieren.
Würden zudem Asylbetrüger/kriminelle Migranten konsequent abgeschoben, wäre schlagartig wieder viel Wohnraum in den Städten verfügbar.

Man sieht also, ein durch und durch wohliger Gedanke.
Hartwig
26. September 2014 20:03
Zitat Thomas L.:
"Wäre Klasse, wenn unser „charismatischer“ Bundespräsident seine Vorbildfunktion, die er ja immer vorgibt nachkommt und eine Anzahl hilfsbedürftiger Flüchtlinge im Schloss Bellevue unterbringt...."

Nein.Nein.Nein.
Dem BuPrä traue ich das zu. Das Schloss ist groß. Für ihn wäre das kein Opfer. Aber bald darauf würde sich jeder fragen lassen müssen, ob er denn nicht auch schon ... und warum nicht ... Eine Welle der Privateinquartierungen wäre nicht undenkbar. Natürlich medial begleitet. Manch einer würde das schon nur deshalb machen, um seine freundliche Vissage mal im Fernsehen bewundern zu können. Ein anderer, um Kohle abzufassen.
Bloß keine falschen Vorbilder beschwören.

Die Sendung nicht gesehen. Aus hygienischen Gründen.
Herman
26. September 2014 20:20
Herr Rausch würde selbst seine Großmutter an den Teufel verkaufen Hauptsache die Kohle kommt.Warum wurde der Typ nicht hinterfragt.?Das schlimmste der wird uns als Vorbild dagestellt.Die Bevölkerung die mit Flüchtlinge Erfahrungen gesammelt hat weis das in der Sendung Herr Höcke klartext gesprochen hat und der einzigste der Lösungsvorschläge gemacht hat.Herr Höcke ist ein würdiger Volksvertreter.
Steffen
26. September 2014 20:34
@ Revolte: Ich glaube kaum, dass mangelnde Sozialleistungen dafür verantwortlich sind, dass die Deutschen keine oder kaum noch Kinder in ausreichender Zahl bekommen! Das Argument Wohnraum ist außerdem vollkommen falsch. Alle notwendigen Erklärungen dazu finden sich auf diesem Blog.
GFC
26. September 2014 20:40
Dass der Staat dem Hotelbetreiber dafür gut bezahlt, sein Pleitehotel ins Asylheim zu verwandeln, erinnert an die Praxis des Section 8 in den USA. Einst hat der Staat in den USA riesige Plattenbauten für (meist schwarze) Armen gebaut, da man glaubte, die Ursachen deren Armut darin liegen mussten, dass sie in runtergekommenen Slums lebten. Ein kennzeichnendes Beispiel dafür war Pruitt-Igoe. Da diese neuen Armenvierteln auch schnell zu Horte der Gewalt und Kriminalität wurden, wurden sie niedergerissen, und der Staat kam auf die Idee, Menschen aus dem Ghetto mitten in Mittelstands-Vierteln anzusiedeln, in dem er auf Steuerzahlerkosten die Mieten und sonstige Unterbringungskosten für diese Menschen übernimmt. Das heißt "Section 8." Section 8 hat ganze Stadtvierteln ruiniert und die Bewohner dazu gezwungen, woanders zu leben wenn sie sich nicht hohe Gewaltkriminalität aussetzen wollten. Ferguson, Missouri ist aktuelles Beispiel dafür. Section 8 hat auch andere Zwecke, vor allem es dient die weitere Auflösung von Gemeinden und damit die dazugehörende Kollektividentität durch die Einführung gewaltbereiter Fremden; man zieht sich zurück von den öffentlichen Räumen, kapselt sich ab, oder verschwendet ein Vermögen, einen anderen, sichereren Wohnort zu finden. Somit wird die Mittelschicht als Bedrohung der totalen Herrschaft der Systemeliten ausgeschaltet. Sicher spielen die gleichen Motiven hier in diesem Fall eine entscheidende Rolle.

Man merkt auch, sein Hotel-Asylheim befindet sich in einem Erholungsort; also kann man davon ausgehen, es gibt doch auch andere, erfolgreichere Hotels in dieser Gegend - was halten die Betreiber der anderen Hotels von der Anwesenheit so vieler "Flüchtlinge" aus der Dritten Welt? Ist das gut fürs Geschäft? Ich vermute, der Herr Rausch hat nicht nur sein Unglück ins Gewinn verwandelt, dank des deutschen Steuerzahlers, sondern auch seinen einstigen Konkurrenten einen Dolchstoss zugebracht hat.
Birne Helene
26. September 2014 20:46
Ein wohlwollendes Urteil von GK, wenn man wünschenswerte Reaktionen und Aktionen von Höcke zugrunde legt. Ein realistisches Urteil, wenn man es mit sonstigen Teilnehmern in Talkshows vergleicht.
Revolte
26. September 2014 21:15
@Steffen

Ich sprach auch nicht von Sozialleistungen an Deutsche, sondern davon, eingesparte Sozialleistungen und eingesparte Kosten für den gesamten migrationskomplex (Sozialarbeiter, Sozialwissenschaftler, Psychologen et al) deutschen Familien zukommen zu lassen.
rundertischdgf
26. September 2014 22:21
Besonders unverschämt verhielt sich die Moderatorin Illner, ausgebildet an der SED Elite Hochschule “das rote Kloster” in Leipzig, indem sie den AfD Vertreter Höcke, Familie mit 4 Kindern, fragte, “würden Sie eine syrische Flüchtlingsfamilie aufnehmen?” Er hätte kontern müssen, wie sieht es denn mit Ihnen Frau Illner aus, “mehre Millionen Jahreseinkommen mit Ihrem Mann, sicherlich auch genügend Platz in ihren Wohnungen und Häusern?”
Diese erbärmliche Heuchelei und Manipulation dieser mehr als fürstlich bezahlten “Talkmaster” ist nur noch ganz schwer zu ertragen.

http://rundertischdgf.wordpress.com/2014/09/26/jede-2-deutsche-will-mehr-asylanten-aufnehmen/
daniel
26. September 2014 22:26
Dr Butzmann: in Freiburg werden bereits heute mehr Menschen mit als ohne Migrationshintergrund geboren, das war schon vor einigen Jahren in einem der Gratis-Lokalblätter zu lesen. Das hab ich als "Aufhänger" benutzt, um im Gespräch mit vielen Freiburgern für meine Positionen zu werben. Viele scheinen hier aber nicht zu verstehen, was das für uns "Bio-Deutsche" in 10, 20 Jahren bedeuten wird.

Der Fall des sächsischen Hoteliers wird in einem Artikel in der aktuellen JF angesprochen (liest hier gar niemand mehr die JF?):

Im sächsischen Bautzen schloß das Landratsamt der Kreisstadt mit dem Betreiber eines früheren Vier-Sterne-"Spreehotels" einen Mietvertrag für zehn Vierbett-, 20 Dreibett- und 25 Doppelzimmer. Damit können in der Einrichtung bis zu 150 Personen untergebracht werden. Der Hotelbetreiber erhält bis dahin 13 Euro pro Person und Nacht einschließlich Betriebskosten und Verpflegung. Das macht monatlich 58.500 Euro. Das Hotel wurde eigens für die neuen Gäste im Sommer für 300.000 Euro renoviert. "Mit dem Mietvertrag entgeht der Hotelbetreiber der drohenden Pleite", berichtete der MDR.
Hanz
26. September 2014 23:52
Ja, der sozialistische Erklärungsansatz, "die Deutschen" würden aus finanziellen Gründen keine Kinder bekommen, ist wirklich weder logisch noch empirisch haltbar. Es ist hinlänglich bekannt, dass gerade die finanzschwächeren Schichten deutlich mehr Kinder haben als die finanzstärkeren. Das war übrigens schon immer so und wird auch immer so sein. Wer "mehr Kinder" herbeizwingen wollte, würde nicht umhinkommen, den Lebensstandard der gesamten Gesellschaft massiv zu senken oder eben mit anderen drakonischen staatlichen Maßnahmen vorzugehen. Nun hat der Konservative im Allgemeinen ein durchaus eher positives Verhältnis zur staatlichen Gewalt und ist zumindest latent etatistisch, aber spätestens wenn ein staatliches Menschenzuchtprogramm gefordert wird, wie seitens der AfD, haben wir es nicht mehr mit Konservativen zu tun, sondern das ist etwas völlig anderes. Die Familie geht dem Staat immer vor, sie ist die Sphäre, die zwar im konservativen Denken durch den Staat geschützt werden soll, in die der Staat aber nicht hereinzuregieren hat. Ein Staat, der seine Bürokraten in das Schlafzimmer der Menschen schickt, um sicherzustellen, dass jeder das PLansoll an Kindern erfüllt der ist nicht konservativ, der ist totalitär.
nachgedacht
27. September 2014 00:13
Frau Illner lebt mit Rene Obermann (Mehrfachmillionär) zusammen; lebt also in Saus und Braus nimmt keinen Asylanten bei sich auf - die Dame ist nicht glaubwürdig, man sollte Ihre Sendung meiden, irgendwann wird sie dann aus dem Programm fliegen, denn Einschaltquoten sind dann doch wichtiger als die hetzerische Dame
Leo
27. September 2014 08:52
Nein, ich habe keinern Fernseher mehr.
Ein paar Mal im Jahr tut's mir leid.
Höcke muss gut gewesen sein!
Illner: "Die Deutschen sterben aus. Wir klatschen laut Applaus."

Nein, das hat sie - in voller Länge - nicht gesagt.
Das durfte ich mir aber zum x-ten M;al anhören beim letzt-sonnabenlichem "Marsch für das Leben in Berlin". Frau Illner kennt natürlich ihre Pappenheimer...
Jahr für Jahr dasselbe mit den "linken" Parolen.
Nein, stimmt nicht. In diesem Jahr stand auch ein "emnanzipierter Linker" herum mit dem Schild: "Kinder sind kacke".

Das ist ein neuer humanistischer linker Spruch, die "feministisch-linksradikale" Palette à la ""Mein Bauch gehört..." oder Hätt' Maria abgetrieben..." auf neue Diskurshöhen treibend.

Natürlich: deutscher Selbsthass deluxe.
("I have noticed that everybody whgo is for abortion has already been born.")
Und natürlich zutiefst fremdenfeindlich.
Oder sollte es bedeuten, dass Kinder, so sie z.B. türkische Eltern haben (Vorsicht: Türkentum ist nur ein Konstrukt!!!), ebenfalls abgetrieben werden sollen?!?
Arkanthus
27. September 2014 11:02
Höcke war besonnen, sachlich und selbstbewusst. Nervös und ihn ständig unterbrechend waren v.a. die grüne, passiv-aggressive Walküre und Laschet (und Illner).

Ich hab mich sehr gefreut über die Selbstsicherheit und Siegesgewißheit, die man bei echten Konservativen bis jetzt überhaupt nicht mehr kannte.

Kubitschek hat recht, ein bißchen mehr Angriffslust wäre nett gewesen. Aber Menschen mögen Sieger und sowas hat Höcke in der Runde definitiv ausgestrahlt.Weiter so !
Roman
27. September 2014 11:18
Höcke hat sich hervorragend geschlagen.
Arminius
27. September 2014 12:07
+ Höcke hat die Soforthilfe vor Ort geschieden vom Langzeitproblem der offenen Grenzen, den humanitären Akt also von der Frage nach der auf Dauer angelegten Einwanderung getrennt.


Diese fehlende Trennschärfe zwischen der Gewährung von Asyl und dauerhafter Einwanderung ist der Maluspunkt schlechthin in der von vorn bis hinten verlogenen Debatte. Es wurde schon zur Genüge darauf hingewiesen, dass ein Großteil der Flüchtlinge nicht temporär Schutz sucht, sondern gekommen ist um zu bleiben. Dieses Problem hätte sich auch gut an den Asylanten der 1990er aufzeigen lassen. Das habe ich in der Diskussion vermisst (muss aber auch gestehen, nicht die gesamte Sendung gesehen zu haben). Viele von diesen Menschen sind eben nicht wieder ausgewandert, sondern leben bis heute (und vermutlich bis an ihr Lebensende) in Deutschland. Lange Rede kurzer Sinn: Gegen die pauschale Verklärung von Wirtschaftsflüchtlingen zu "Refugees" müssen dringend Strategien erarbeitet werden. (! hier kann man nicht genügend Ausrufezeichen machen)

Nebenbei bemerkt bekam der aufmerksame Zuschauer auch vom rührigen Herrn Neudeck noch eine Menge verquasten Unsinn serviert. So seien die Vietnamesen die beliebteste Einwanderergruppe, da sie als Opfer des Kommunismus angesehen wurden. Das ist absolut unhaltbar. Wenn dem so wäre, ließe sich dieser Effekt wohl in Mitteldeutschland nicht beobachten. Auch hier sind die Vietnamesen weitaus beliebter als andere Volksgruppen. M.E.n. sind die Vietnamesen beliebter, weil sie sich an Idealen von Bildung orientieren, was mit der deutschen Kultur wohl besser vereinbar ist, als das Gebaren vieler orthodoxer Wirrköpfe aus dem islamischen Raum.
Carabus violaceus
27. September 2014 17:54
@ Ein Fremder aus Elea: "Wenn wir anderen Ländern nicht Extremisten in den Pelz setzen würden, um ihre Regierungen zu stürzen, müßte auch niemand aus diesen Ländern fliehen.
Das Problem ist nicht, daß wir zu wenig helfen, sondern daß wir zu viel helfen.
Wir verfolgen Syrer in Syrien politisch.
Wer sonst?"

- Volle Zustimmung meinerseits! Leider habe ich Sendung nicht gesehen, kann mir aber gut vorstellen, dass sich Herr Höcke den Umständen entsprechend ganz gut geschlagen hat. Er hätte aber, wie es ... aus Elea schon richtig erkannt hat, nach den Ursachen der Flüchtlingsströme und des Multi-Kulti-Asylanten-Gezwitschers fragen sollen. Höcke´s Aufgabe wäre die Hinterfragung der westlichen Bündnidpolitik gewesen. Inwiefern haben westliche Geheimdienste mittels Wühlarbeit zur derzeitigen Situation beigetragen. Welchen Beitrag leistet die USA durch ihren Wirtschaftsimperialismus im nahen Osten? Wieso plaudern US-republikanische Politiker wie Rand Paul in diversen Talkshows: "We armed ISIS' allies in Syria to fight them in Iraq" - siehe hier: https://www.youtube.com/watch?v=0e_4tUYc6ag. Wie können wir das mit der Überfremdung in Europa in Verbindung bringen? - Das wären entscheidende Fragen zur Klärung der Situation gewesen.
Carabus violaceus
27. September 2014 21:31
@ Hanz:

"Ja, der sozialistische Erklärungsansatz, „die Deutschen“ würden aus finanziellen Gründen keine Kinder bekommen, ist wirklich weder logisch noch empirisch haltbar. Es ist hinlänglich bekannt, dass gerade die finanzschwächeren Schichten deutlich mehr Kinder haben als die finanzstärkeren. Das war übrigens schon immer so und wird auch immer so sein. "

Sagen wir es mal so - es ist ein Irrglaube, dass wir die demografische Entwicklung einzig mit höheren Geburtenraten der autochthonen Bevölkerung verbessern werden. Da sich die Situation in den nächsten Jahren bis Jahrzehnten in technischer und umweltbedingter Hinsicht schlagartig ändern kann, sollten wir nicht nur auf der Geburtenfrage beharren. Die weltweite Bevölkerungszahl soll ja nochmals ansteigen, aber eben nicht in Europa, sondern nur außereuropäisch. Die Flüchtlingsproblematik wird sich in der Folge also noch mal potenzieren. Dadurch besteht die offene Gefahr einer weiteren prozentualen Erhöhung an fremden Ethnien, beziehungsweise Flüchtlingen auf europäischen Boden. Auf lange Zeit werden sich die Probleme also nur durch einen weltweiten Geburtenschwund beheben lassen - auch in Deutschland / Europa muss sich also die Bevölkerungszahl "gesundschrumpfen" - bei wesentlicher Verringerung der Zuwanderung. Natürlich ist dieser Prozess unter dem Aspekt der Rohstoffausbeutung zu betrachten.

Der von ihnen kritisierte Erklärungsansatz hat dagegen nichts näheres mit der Produktionsweise des "Sozialismus" zu tun. Es war zum Beispiel in der ehemaligen DDR so, dass aufgrund der Elitenförderung eine positive Bevölkerungspolitik zugunsten junger (besonders akademischer) Familien durchgesetzt wurde - u.a. kostengünstige Wohnraumverfügung und Kinderbetreuung für junge Studentenmütter. Solche Maßnahmen waren im Wesentlichen Leuten wie dem Human-Wissenschaftler Volkmar Weiss zu verdanken, der die Steuerungsmaßnahmen sehr gut in seinem Buch "Die Intelligenz und ihre Feinde - Aufstieg und Niedergang der Industriegesellschaft" beschreibt- Hier zu erwerben: http://antaios.de/buecher-anderer-verlage/ares-verlag/1244/die-intelligenz-und-ihre-feinde.-aufstieg-und-niedergang-der-industriegesellschaft

Auch ist es eben noch nicht immer so gewesen, dass finanzschwächere Schichten mit hohen Kinderzahlen korrelieren. Dies bildete sich erst im Laufe der Entwicklung der Industriegesellschaft heraus. Zwischen etwa 17...- 1880 / 1900 war Kinderreichtum das Markenzeichen wohlhabender Bauernfamilien in den ländlichen Regionen, wobei die in die Städte abwandernden einfachen und weniger wohlhabenden Handarbeiter im Gegensatz dazu arm an Kindern waren. Dieser Prozess kippte erst mit zunehmender Industrialisierung und Prekarisierung der städtischen Gesellschaft ins Gegenteil.
gerdb
27. September 2014 22:50
Wenn ich den Herrn Neudeck richtig verstanden habe setzt man also 1500 Dollar ein um eine Vielfaches zurückzubringen.
Man kann die Leute (Schwarzafrikaner) nicht verurteilen wenn sie diese Klapsmühle ausnutzen.
Revolte
27. September 2014 22:53
@Hanz

"Es ist hinlänglich bekannt, dass gerade die finanzschwächeren Schichten deutlich mehr Kinder haben als die finanzstärkeren."

Ach, und diese tun das nicht aus u.a. finanziellen Erwägungen? Etwa dem Anspruch auf eine größere Wohnung? Oder Kindergeld?
1. und 2. Kind 184 Euro, 3. Kind 190 Euro, ab dem 4. Kind jeweils 215 Euro.
Birne Helene
28. September 2014 09:10
"19 Euro pro Tag zahlt dafür der Bund, das sind bei 40 Bewohnern immerhin 23.000 Euro im Monat."

Wenn jemand entsprechende Lokalitäten hat, dann sollte er diese zur Verfügung stellen und das Geld zur Hälfte in nationale Projekte investieren.
Stein
28. September 2014 15:01
Hartz IV-Empfängerinnen sind nach der Geburt für 3 Jahre von der Verpflichtung zur Arbeitssuche befreit. Dies dürfte auch kein ganz unwesentlicher Aspekt sein.
Stil-Blüte
28. September 2014 17:24
@ Carabus violaceus

'Auch ist eben...'


Danke, Sie sind mir zuvorgekommen. Und das viel differenzierter als ich hätte formulieren gekonnt.
Dennoch lasse ich nun mal meinen in Gedankenen vorbereiteten Beitrag stehen, auch wenn er sich etwas überholt anhört:

@ Hanz

'es ist hinlänglich bekannt, daß gerade die finanzschwächeren Schichten deutlich mehr Kinder haben als die finanzstärkeren'


Das stimmt, historisch gesehen, so nicht. Kurzzeitig/-sichtig vielleicht. Häuptlinge, Dynastien, Königs-/Fürstenhäuser, (Geld-)adel, also Geschlechter, haben immer allergrößten Wert darauf gelegt, die (Bluts-)verwandtschaft über Herrscherhäuser durch reichliche Nachkommen zu sichern (s. heutearabische Königshäuser - Prinzen über Prinzen, s. auch britisches Königshaus, das in der 4. Generation glorifiziert wird), überhaupt garantiert die Zeugung von etlichen Nachkommnen in Kombination mit einer ausgesuchten Heiratspolitik für den Fortbestand von Einfluß und Macht. Das wird ganz gezielt gesteuert.

Das unwillkürliche, natürliche, liebende, nicht gesteuerte Kinderkriegen auf der unteren Ebene ist immer abhängig. Wovon: 1) Dereinst darauf aufbauend, daß viele Kinder Mehrwert schaffen, 2) heute, und da gebe ich Ihnen recht, die Allimentierung durch die Wohlfahrt ausnutzend. Historische Tatsache, daß der Kinderreichtum in Deutschland (nicht wenige kennen in ihrer Verwandtschaft bis zu zehn und mehr Geschwister der Großeltern -) nur vorrübergehend war. Schon in den Anfängen des 20. Jhd. warnen weitsichtige Forscher vor dem Schwund an Nachwuchs als schleichenden Prozeß der Emanzipation und Sozialisierung (Kranken- und Rentenversicherung). (Nicht umsonst sind im 3. Reich gebärfreudige Frauen geehrt worden.)

Es ergibt sch ein Zwiespalt zwischen Leben, das 1) der natürlichen Auslese folgt und 2) einer Auslese, die hocheffizient gesteuert wird. erstgenanntes gerät durch moderne Medizin und Ethik völlig durcheinander, das zweite zieht sein Fortpflanzungsprogramm (siehe nochmals: Britisches Königshaus, Kastenwesen in Indien, arabische Königshäuser, familiäre Bankendynastien) konsequent durch.
Olaf
28. September 2014 20:52
Aus Danzig sind die Deutschen vertrieben worden, also die, welche den Massenmord durch die Russen und Polen überlebt haben. Der Herr Neudeck aus Danzig scheint ein wenig verwirrt zu sein, wenn er die Reisenden aus Italien oder anderen EU-Staaten, mit den Vertriebenen gleichsetzt. Neulich ein TV-Bericht: "Flüchtlinge aus Eritrea" steigen aus einem TGV im Frankfurter Bahnhof und beantragen Asyl. Wo diese Leute in den Luxus-Zug eingestiegen sind, wurde nicht mitgeteilt.
Konservativer
28. September 2014 21:35
Laut einer ARD Umfrage ist jeder zweite "Deutsche" für die Aufnahme von mehr Flüchtlingen
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/ard-umfrage-haelfte-der-deutschen-will-mehr-fluechtlinge-aufnehmen/10758408.html

http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/morgenmagazin/videos/deutschlandtrend-september-2014-108.html

SAT.1 hat daraufhin die folgende Frage gestellt: "48% der Deutschen sind für mehr Flüchtlings-Aufnahme: Sie auch?"

Bisheriges Ergebnis:

Ja = 3,9%

Nein = 94,2%

Weiß nicht = 1,9%

Quelle: http://ttx.sat1.de/tius/teletextviewer/index.php?pagnr=182_00&ttx_select=s1de

Zum Thema Asylkompromiss (hinsichtlich leichterer Abschiebungen), den Dieter Stein in der Jungen Freiheit bereits treffend kommentiert hat ein Video der BIW (Bürger in Wut) Bremen:
http://www.youtube.com/watch?v=luWiVPjII0s

Übrigens leistet Jan Timke in Bremen seit Jahren gute Arbeit. Leider bringt es nichts. Das Machtkartell der Systemparteien sitzt zu fest im Sattel.
Thomas
30. September 2014 18:55
Bei n-tv ganz ähnlich, siehe die Telefonumfrage bei:

http://www.n-tv.de/umfragen/

Auf die Frage "Soll Deutschland mehr Geld für Flüchtlinge geben?" bisheriges Abstimmungsergebnis: 6% ja, 94% nein!

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