Sezession
25. Oktober 2014

Das war’s. Diesmal mit Effeffess, Fremdsein und Tips gegen Rassisten

Ellen Kositza / 56 Kommentare

21. Oktober 2014

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

Heute war so ein Tag, an dem eigentlich alles schiefging. Man könnte glatt ein kaplaken füllen mit den skrupulösen, frechen, verlogenen Abschieden, Absagen, Ausreden.  Ich meine: ein kaplaken pro Jahr, falls das ausreicht.  Man bekommt zu den ewigen grundsätzlichen auch noch ein paar Selbstzweifel:  Vielleicht sind wir die Tauben, die den überlauten Gong nicht haben tönen hören. Vielleicht ist das, was wir hier tun, wirklich völlig unverständlich und, auf gut hessisch „neben der Kapp“.  Vielleicht plagt das Gros der Mitbürger ganz andere Probleme als die, die wir sehen.

Heute höre ich beim (natürlich skrupelbehafteten) Entfernen der Spinnweben und Spinnen in der Küche im Deutschlandradio ein einstündiges, von der Moderatorin einfühlsam gestaltetes Gespräch mit Nivedita Prasad, einer „Berliner Professorin für Menschenrechte“.  Sie organisiert den studentischen Widerstand gegen den Widerstand gegen die Asylantenunterkunft in Berlin Hellersdorf, und sie versteht sich als Feministin of colour.

Ich habe einige Insidereinblicke in den Roman Hirnhunde von „Raoul Thalheim“, aber diesen nicht: Ist die Figur der migrationssensiblen Dozentin Feli Fischer-Sembene (Effeffess) direkt dieser Nivedita Prasad nachempfunden? Oder gibt es deren viele? Wie die „Effeffess“ im Roman spricht Frau Prasad von „Roma und Sinti“ statt wie üblich von „Sinti und Roma“, und sie tut es sicher auch in enthierarchisierender Absicht, also, um „Denkgewohnheiten durcheinanderzubringen.“

Als die übernette Moderatorin „Feministinnen of colour“ frohgemut und empathisch mit „farbige, bunte Feministinnen“ übersetzt, reagiert Frau Prasad, die ein „Problem“ mit weißen Feminismus hat, genauso angepiekt wie die antirassisistische Koryphäe Effeffess im Roman.  „Of colour“, so beschied sie streng,  sei ein politischer Begriff, der keinesfalls auf die Hautfarbe der Kämpferinnen für die gute Sache verweise! Genauso empfindlich reagiert Frau Prasad, wo sie nach ihren „indischen Wurzeln“ befragt wird.  Als spiele das – die Herkunft -  irgendeine Rolle!

Während ich also denke: Dieses Langinterview ist doch „neben der Kapp“ und muß doch eine völlig unverständliche Ideologie wiedergeben für das gros der Hörer, denke ich zugleich: Nein,  i c h liege völlig daneben. Gerade weil ich denke, daß die für mein Ohr abstrusen Empfindlichkeiten dieser professoringewordenen Sozialarbeiterin Quatsch mit Soße sind. Immerhin lausche ich ja keinem linksextremistischem, radikalfeministischem Spartensender, oder?

 

23. Oktober 2014

Die Tochter hat im Unterricht mal wieder so einen Film gesehen. Falls ich den Inhalt richtig zusammenfasse:  Eine Tasche steht am Bahnsteig. Fokus auf die Tasche, zunächst kein Besitzer zu sehen. Dann kommt ein Dunkelhäutiger mit seinem kleinen Sohn. Sie nehmen die Tasche. Kommt ein Polizist und fragt streng nach dem Inhalt der Tasche. Proviant, sagt der Dunkelhäutige. Der Polizist bleibt  mißtrauisch. Dann steigen Vater und Sohn in den Zug. Natürlich mit gültiger Fahrkarte. Ein weißer, böse (Tochter: „teuflisch“) ausschauender Mitreisender hingegen stellt sich bei der Fahrkartenfrage stumm. Der Dunkelhäutige reagiert fix und sagt: Der gehört zu uns, ich hab für ihn mitbezahlt.  Etwas später rastet der Weiße aus, schmeißt das Spielzeug des kleinen Jungen aus dem Zug und schreit so etwas wie: Euch hab ich besonders satt, ihr seid unser Untergang. Er jagt die beiden aus dem Zug. Danach explodiert der Zug - der böse Weiße war ein Selbstmordattentäter.

Wiedermal so ein Film, direkt aus dem Leben gegriffen. Das übergeordnete Thema heißt „Fremd sein, anders sein.“


Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

Kommentare (56)

Nordlaender
25. Oktober 2014 11:40

https://www.youtube.com/watch?v=ZCNtVRHfN-g

Irgendwie nicht. Of colour klingt zwar nett, aber dann doch lieber eine ganz normale Avon-Beraterin. Und wenn es unbedingt sein muß, eher drei Stunden auf einer Tagung von dieser unsäglichen Tupper-Sekte absitzen, als lediglich eine bei einem Vortrag der Heinrich-Böllstiftung.

Wie man unsere Kindern in Sachen "Wirtschaft" indoktriniert, das bringt mich richtig auf die Palme.
Im Wirtschaftsraum A wohnen zehn Millionen Personen. In einem Jahr werden dort 25000 Plastikpellen von Hans-Wolfshaut umgesetzt
Im Wirtschaftsraum B wohnen drei Millionen Personen. In einem Jahr werden dort 3750 Plastikpellen von Hans-Wolfshaut verkauft.

Begründe nun, warum Du zu Deiner Erkenntnis gelangst, daß der Wirtschaftsraum B droht, zu einem Entwicklungsland, wenn nicht gar zu einem Schurkenstaat abzusinken.

Ein Fremder aus Elea
25. Oktober 2014 11:43

Ach, die Menschen.

Man kann es doch niemandem vorwerfen, wenn er denkt, daß das vielleicht ja alles noch gut geht, so lange es vielleicht ja alles noch gut geht. Als ich zuletzt im Tierpark Hagenbeck war, lief eine Kindergartengruppe vorbei, welche maximal aus 1/3 Deutscher bestand.

Ich hege nicht die geringsten Zweifel, daß es nicht hingenommen werden wird, daß ein solcher Zustand repräsentativ wird. Ehrlich gesagt glaube ich auch nicht, daß es unter einer derartigen Verschiebung der Gewichte überhaupt eine Frage des Hinnehmens sein würde. Das politische System in Deutschland setzt eine bestimmte Gewichtverteilung voraus, um die für es konstitutiven Drücke ausüben zu können. Und ein Systemwechsel wird nicht ohne Verwerfungen stattfinden.

Sind Sie wirklich so empfindsam, Frau Kositza, daß Sie angesichts derartiger vorgebrachter Befindlichkeiten an sich zweifeln? Nun ja, niemand sagt was. Aber was würde das auch nützen? Nehmen wir mal die Energiewende. Darüber wurde 30 Jahre lang gesprochen und herausgekommen ist, was wir heute sehen. Vielleicht ist es besser, Fragen der nationalen Identität nicht auf diese Weise anzugehen. Brrr... jetzt schaudert's mich.

Carl Sand
25. Oktober 2014 12:31

(...) schmeißt das Spielzeug des kleinen (natürlich schwarzen) Jungen aus dem Zug und schreit so etwas wie: Euch hab ich besonders satt, ihr seid unser Untergang. Danach explodiert der Zug – der böse Weiße war ein Selbstmordattentäter.

Montags, insbesondere Montags kann ich den Mann wirklich verstehen...

Aber Ironie ab, interessantes Propagandastück. Schließlich hat der Mann ja, so pitoresk im Falle kleiner schwarzer Mohrenkinder es sein mag, im Endeffekt und auf Masseneinwanderung gerechnet recht.

Natürlich nur das mit dem Untergang. Für das andere fehlt ein schöner Kotzebue - und ich sehe nur Wurstfingerdreieck, Drei-Wetter-Flinten-Uschi und einen alten bösen Rollstuhlfahrer.

ene
25. Oktober 2014 12:31

Ach, Frau Kositza, der Gong wird schon gehört...
Ein kleines Beispiel: da erfuhr ich doch, die kleine Tochter von Bekannten wurde in einer konfessionell gebundenen Schule eingeschult (wo sogar der Besuch des Gottesdienstes zum Schulalltag gehört - ) Die Eltern: gewiß nicht "kirchlich" orientiert, an deutschen Traditionen usw. nicht interessiert, "modern" und sich international fühlend.
Reizendes Klassenphoto übrigens: mitten in einer bedeutenden Großstadt gab es da kaum ein Kind mit wirklich dunklen Haaren.
Wenn es einen selber betrifft...

marty harryo
25. Oktober 2014 12:34

In der brd von heute ist es pflicht, ein aussenseiter zu sein!

Revolte
25. Oktober 2014 13:28

Nächstes Argument, uralt: „Müllentsorgung oder der Pflegebereich wären ohne eingewanderte Pflegekräfte nicht aufrechtzuerhalten.“

Auch gut: "Was hast du gegen Multikulti? Du gehst doch auch gerne italienisch essen."

Nun ja, man ist immer so bunt wie man sich fühlt. Mir reicht die deutsche Vielfalt vollkommen aus.

Martin
25. Oktober 2014 13:39

Die Flyer kann man sich hier

https://www.zusammenhalt-durch-teilhabe.de/presse/142777/26-06-2014-praktische-handlungshilfen-fuer-engagierte-im-alltag-antisemitismus-homophobie-und-rassismus-begegnen

einmal anschauen. Interessant ist auch der Flyer zum Thema "Antisemitismus begegnen" und wie da um das Thema Islam und Antisemitismus konsequent herum geschwiegen wird. Klasse auch der Tipp, immer andere hinzuzuziehen, wie bspw. bei dem Punkt "Arm und Reich", bei dem eine Diskussion in einem Betrieb als Beispiel gegeben wird und dann geraten wird "Beziehen Sie andere Kolleginnen und Kollegen in die Diskussion ein" - "Damit der Betriebsrat anschließend die Entfernung desjenigen Verlangen kann (vgl. § 104 BetrVG)" wurde im Flyertext erstaunlicherweise weggelassen ;) .

Unke
25. Oktober 2014 15:01

Die "Argumente", die hier gebracht werden sind schlicht falsch. Gelogen? Auf jeden Fall Propaganda. Und um Diskussion geht es hier schon gleich gar nicht.
Beispiel: "Diese Menschen [...] zahlen beachtliche Steuern."
Nun, netto sind das Transferleistungsempfänger, sie zahlen somit eben keine Steuern (ebenso wie unsere Landsleute in den FNL, auch 25 Jahre nach dem Mauerfall...). Das bestreiten ja nicht einmal die GRÜNEN (uns Clautsch Roth musste ja vor der gegenteiligen Evidenz ihre Aussage von vor 15 Jahren längst zurückziehen bzw. hat sie nie wiederholt) - Kathrin Göring-Eckart hat bekanntlich * den deutschen Sozialstaat zur Beute der Eroberer erklärt.
.
Wie auch immer, wenn ich König von Deutschland wär' sind eine der ersten Maßnahmen nach Amtsantritt die Abschaffung der Schulpflicht und die sofortige Auflösung staatlicher Bildungsinstitutionen; Lehrer und Professoren sind entsprechend unter Verlust ihrer Pensionsansprüche zu entlassen (besonders rabiate Vertreter ihrer Zunft -Genderprofessorinnen etwa- kommen vor ein Tribunal). Gegen Staat wird -ähnlich wie gegen die NSDAP nach 1945- ein Wiederbetätigungsverbot im Bildungssektor erlassen.
.
*und dann diese Fachkräfte-Lüge... ich kann es nicht mehr hören!

Henry Steyer
25. Oktober 2014 15:12

Die Friedens Forschung lehrt, dass der Genozid mit drei Arten von Ideen zusammengeht: auf der Ziel Gruppe wird alles Boese projitziert, die Geschehnisse sind nicht abzuwenden, die Tat wird verdraengt oder die Ziel Gruppe weggedacht. Wenn "Auto" dem Wort Genozid vorangestellt wird, hat man Antirassismus verstanden.

Er wird bekaempft in dem klargestellt wird, dass der kulturelle und der genetische Erbe Hand in Hand gehen, dass, wenn der Krieg dann und dort notwendig ist, er keine Fatalitaet fuer alle Ewigkeit ist.

Nils Wegner
25. Oktober 2014 15:35

»Deutsch(sch)andradio« [sic!] ist für mich die Wortneuprägung des Monats, wenngleich wohl unbeabsichtigt entstanden. Sollte man sich auf jeden Fall merken.

Trouver
25. Oktober 2014 17:24

Danach explodiert der Zug – der böse Weiße war ein Selbstmordattentäter

.

AutorIn der Geschichte könnte ein besonders perfide ausgelegter Neonazi sein.

So geschickt die Kids mit dem Groteske konfrontieren zu lassen, ohne, dass die Zensur etwas merkt!

G.W.
25. Oktober 2014 17:29

"Er jagt die beiden aus dem Zug. Danach explodiert der Zug – der böse Weiße war ein Selbstmordattentäter."

Wieso denn böse? Er hat doch vobildlich die beiden Plusmenschen gerettet und einen Zug voller weißer Teufel ins Nirwana befördert, zudem praktischerweise seine eigene, durch Kolonialverbrechen behaftete, Existenz ausgelöscht. So jemanden nennt man einen tragischen Helden. Dass er ein bisschen Theater spielen muss, um bei seinen rassistischen Mitmenschen nicht aufzufallen und die beiden aus dem Zug zu befördern, ist klar.

Nein, endlich ein Antideutscher der mutiges, konsequentes Handeln an den Tag legt.

Was den Flyer über Rassismus angeht, könnte man hier mit Stichworten wie Migrationsindustrie, Bevölkerungskontrolle, der Überwindung des Sozialstaats und dem Heer billiger Arbeiter so manches anmerken. Aber diese Binsen kann man sich hier doch sparen.

Leicht OT und nach dem ersten Absatz auch wieder nicht, würde ich gerne um Auskunft bitten, wann (ob?) die nächsten Teile des Scheil/Höcke Interviews kommen.

antwort kubitschek:
demnächst.

John Haase
25. Oktober 2014 17:31

Über das Beispiel mit dem einen Kieler in München habe ich auch besonders herzlich gelacht. Würden sich die Münchner auch bei 500.000 Kielern nicht überfremdet fühlen? Würden sich die Münchner im Kontrast zu dem Kieler bereits bei einem einzigen Neger überfremdet fühlen? Keine Ahnung, neuer Flyer vonnöten.

Ich kann die BRD einfach nicht mehr ernstnehmen. Mittlerweile muß ich wirklich häufig lachen, wenn ich ihre Propaganda lese, sehe oder höre. Ob das nun Gaucks neueste Salbaderei ist oder ein weiteres Skandalurteil für schwerste Verbrechen oder die würdelose Kriecherei ausgerechnet gegenüber dem Islam oder was auch immer. Es ist einfach alles derart neben der Spur! Dazu die verkniffene Physiognomie des herrschenden Personals: Politiker, Journalisten, Professoren etc.

Vielleicht bilde ich es mir ein, aber ich habe zunehmend das Gefühl, daß sich in die Gesichter der Propagandeure eine Art ängstlicher Trotz mischt. Sie sehen, daß der ganze Kram nicht mehr so ankommt wie früher und ahnen wohl auch die wachsende Unruhe im Volk, aber sie verstehen nicht, woher das alles plötzlich kommt. Nun versuchen sie also, mit immer mehr und immer absurderer Propaganda den Laden irgendwie zusammenzuhalten, weil sie natürlich wissen, daß das Spiel schneller vorbei sein kann, als man heute denkt.

Martin Lichtmesz
25. Oktober 2014 17:32

Na sicher ist Prassad "Quatsch mit Soße", aber das ganze hat auch System: Gestalten wie diese sind einerseits ganz offensichtlich von Rassen-Ressentiments getrieben - allein der abwertend gebrauchte Begriff vom "weißen" Feminismus spricht Bände -, andererseits müssen sie dies kaschieren wie auch die Existenz von Rassen selbst leugnen. Und dann spielen sie wieder den Rassen-Joker hemmungslos aus, wenn es gerade paßt. Die Weißen können in dieser Lage gar nichts richtig machen. Die Moderatorin hat versucht, das "of color" brav ohne rassische Konnotation zu verstehen - als "bunt", "vielfältig" - , worauf sie von Prassad gerügt und korrigiert wird, aber auf widersprüchliche und unschlüssige Weise, denn der Clou ist, daß der Zusatz "of color" ein politischer Kampfbegriff ist, eben WEIL er eben doch mit der Hautfarbe und nichts mit "bunt" zu tun hat (vgl. den Ausdruck "people of color", der nicht-weiße Gruppen und Individuen bezeichnet). Andernfalls ließe sich ja gar nicht erklären, wieso er sich vom "weißen" Feminismus absetzt. Leute wie Prassad nützen aus, daß man von "weiß" nicht affirmativ sprechen darf, und nur die Farbigen je nach Gusto definieren dürfen, was wann wie "Rassismus" ist und was nicht. Wer da kritisch nachhakt, ist ein..."Rassist", ebenso wer Prassad ihre ganze Inkonsistenzen vorführen würde, wäre automatisch einer.

Das macht diese Gestalten so widerlich verlogen und perfide... der logische "Quatsch" ist nichts anderes als eine psychologische Waffe, ein gezielter "double bind". Gewiß verknotet sich das mit gewissen Lebenslügen dieser Leute, die im jetzigen gesellschaftlichen Klima noch gefördert werden, und wegen des "Rassismus"-Tabus nicht in Frage gestellt werden dürfen. Aber es zeigt sich immer wieder, daß "Antirassismus" heute nix anderes ist als Rassismus gegen Weiße.

Albert
25. Oktober 2014 18:05

Neee, Frau Kositza hat schon recht - und keiner der Kommentatoren will auf ihre deprimierende Aussage eingehen. Alle drücken sich um eine Stellungnahme zu ihrer Kernaussage rum:

Der Zug der [uns von unserer Umgebung entfremdenden] Entwicklung rast tatsächlich immer schneller, und das mit einer Geschwindigkeit, die noch vor Jahren niemand hat ahnen können. Wenn man die heutigen Zustände mit denen bei Gründung des IfS vergleicht (damals galt noch das klassische dt. Abstammungsrecht, Ausländerquote lag bei 15%), erscheinen einem die damaligen Zustände (und das war Ende der 90er) geradezu idyllisch. Schon damals zirkulierten Untergangsphantasien. Aber das diese mit einer solchen Geschwindigkeit über uns hereinbrechen würden und daß sich das Verschwinden der Deutschen aus unseren Städten so geräuschlos und widerstandsarm vollziehen werde, hat damals selbst der radikalste Apokalyptiker nicht vorausgesehen.

Und nein - unsere Zeit kam nicht!

Und nein - aus dem Volk ist auch kein neuer Retter erwachsen!

Und nein - das ganze System ist auch nicht zusammengebrochen!

Unsere Position, die Ende der 90er noch halbwegs anschlußfähig an rechte CDU-Kreise war, ist heute nicht mal mehr AfD-tauglich. Der Zug der Geschichte hat uns tatsächlich überholt - und das mit einer Geschwindigkeit, die einem den Atem raubt. Die, die einst freiwillig die Sezession gewagt haben (wegen aus heutiger Sicht eher kleinerer Marginalien), wurden letztlich unfreiwillig in die Sezession abgedrängt und auch ethnisch, religios und kulturell verdrängt.

An sich der Stoff für eine klassische Tragödie.

Noch ist die Geschichte nicht ganz zu Ende.

derherold
25. Oktober 2014 20:19

@ene, das ist kein Gong.
Man weiß seit den 70ern (USA), daß der Konsumbürger nicht mehr kämpft, sondern flieht. Man bezeichnet es deshalb auch als "white flight". Wenn ich die Zahlen richtig im Kopf habe, lag der Anteil von Weißen der USA, die ihre Kindern auf staatl. Schulen sandten, bei rd. 70%. Die we-shall-overcome-Generation liegt heute bei 15%.

"Müllentsorgung"
Nun könnte man süffisant fragen, wer in Ostdeutschland die Müllentsorgung übernimmt. Migrantenheinzelmäönnchen, die man tagsüber nicht sieht ?

Im Ernst, es ist schlimmer: Bis 2000 konnte man die Einwanderer bei der Müllentsorgung nur in einzelnen Städten sehen. Müllentsorgung war kommunaler Betrieb und damit Parteibuchversorgung. Arbeitsplätze bei der kommunalen Müllabfuhr waren/sind hochbegehrt und werden bevorzugt an jene vergeben, bei denen schon der Großvater in der SPD gewesen ist.

Ein gebürtiger Hesse
25. Oktober 2014 20:48

Nein, nein, Frau Kositza - nix von dem, was Sie tun, ist "neben der Kapp". Glauben Sie das ja nicht. Aber es gibt solche besonders garstigen Tage, die einen mit Selbstzweifeln auffüllen, ohne die geht es offenbar nicht geht. Mit all den Fässern, die keine Böden haben - es geht immer weiter runter -, und ein solches ist etwa das gräuliche Radiointerview, von dem sie berichten, verhält es sich ja außerdem wie mit dem Abgrund bei Nietzsche: wenn man lange in ihn hineinblickt, blickt er auch in einen selbst. Das eine ist eine Folge des anderen.
Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie ein gutes - weitaus besseres - Wochenende.

Carsten
25. Oktober 2014 20:57

OMG!, dass Sie sich das antun können, diesen DLF-AgitProp-Müll anzuhören! Wenn ich morgens um halb acht schon mit Schwulen-Flüchtlings-Holocaust-Gequatsche beschallt werde, mach' ich das Radio gleich wieder aus, oder stelle WDR 3 (Klassik) ein. JA, Sie HÖREN einen "linksextremistischem, radikalfeministischem Spartensender"!!
ML hat im letzten Satz seines Kommentares alles dazu gesagt!

p.s.: Mir geht's beim Spinnweben-Wegfegen genauso!

p.p.s.: Nee, die anderen haben den Gong nicht gehört, denn deren Argumente sind "soziale Konstrukte", unser Argument ist die Natur und die gilt ewig! Die anderen sind Biologieleugner.

Nordlaender
25. Oktober 2014 21:11

@ Martin Lichtmesz

"Gewiß verknotet sich das mit gewissen Lebenslügen dieser Leute, die im jetzigen gesellschaftlichen Klima noch gefördert werden, und wegen des „Rassismus“-Tabus nicht in Frage gestellt werden dürfen."

Feine Zusammenfassung, Herr Lichtmesz. "Double bind", allemal. Wegen allerlei Tellerminen darf das Feld nicht betreten werden - von uns Deutschen nicht.

Meine hier die gleiche logische Struktur wie bei der Geschlechterleugnung ("gender"-Hauptverströmung) zu erkennen: Die Lösung ist das Problem. Offiziell will man also die Unterschiede zwischen den Geschlechtern bzw. den Völkern abschaffen, vom Ergebnis her unterstreicht aber das unentwegte Hinweisen auf "Diskriminierung"-Delikte die Kategorien "Mann" - "Frau" oder "Weißer" - "Inder"/"Schwarzer".
Die "Frau" oder "Weißer/Schwarzer" soll nur ein gesellschaftliches Konstrukt sein, nun bekommt diese Kategorien eine noch viel höhere Bedeutung, als sie zuvor besessen haben.

Das Ganze begleitet von dem Irrsinn zu wähnen, daß gesellschaftliche Konstrukte per se negativ seien. JEDER sprachliche Begriff, z.B. "Jugendliche" ist ein gesellschaftliches Konstrukt.

RL
25. Oktober 2014 22:11

Das es bis jetzt ruhig geblieben ist, liegt vielleicht auch an der politischen Naivität sehr vieler jener Westdeutschen, die seit Generationen in ihrer Gegend wohnen und sämtliche Verwandte dort haben. So ist jedenfalls meine Erfahrung.

In meiner Arbeit machte ich die erschreckende Erfahrung, daß mit das wichtigste ist, daß das Sky-Abo zum günstigsten Preis zu haben ist, damit man sich die Fußballbundesliga und Championsleague anschauen kann.

Das deutsche Volk wird wie immer fünf nach zwölf aufwachen und dann überreagieren.

Stil-Blüte
25. Oktober 2014 22:34

Liebe Frau Kositza,

wie gut ich Ihre Zweifel mitvollziehen kann. Aber ich habe aus eigener Erfahrung mit mir und meinen Kindern kennengelernt, daß Indoktrination, langfristig gesehen, weniger Schaden anrichtet als wir im Moment meinen. Sie legt sich wie eine zweite Haut über ein Kind, erreicht dennoch nicht seine Seele, und wenn, dann wie ein Legende, und wird durch Häutungen später wieder abgestreift. Ich hoffe, es ist ein kleiner Trost, wahrlich keine Vertröstung, sondern Lebenserfahrung.

Anders, so glaube ich inzwischen zu wissen, verhält es sich mit der vorgesehenen und bereits stattfindenden Frühsexualisierung. Da ist Kampfbereitschaft angesagt (darüber auch gelesen und gehört, daß sich Eltern wehren). Das erreicht und verdirbt wirklich den Kern eines Menschenkindes.

@ Albert
Ich denk' wie Sie! Mir wird dieser Zustand bei jeder neuen Nachricht auch immer wieder schockartig bewußt. Wie konnte die Veränderung so schnell geschehen, so daß ein relativ kleines, dichtbevölkertes Land wie Deutschland, in dem jeder Pflasterstein dreimal verkauft ist, zu einem Einwanderungsland, das ja eigentlich freie, zu bewohnende, zu bearbeitende Flächen benötigt, um dem Pioniergeist der ersten Generation Raum zu geben, deklariert wird, und zwar von seinen eigenen Einwohnern? In so kurzer Zeit?

Die klassischen Einwanderungsländer USA, Kanada, Australien, Neuseeland machen mit Restriktionen dicht. Verkehrte Welt! Ich sehe es kommen, Deutschland wird in Zonen aufgeteilt. Einige wenige Zonen werden uns überlassen, die anderen Zonen freigegeben für die Einwanderer. Mit eigener Verwaltung, wäre vielleicht gar nicht das schlechteste. Dieses organisierte Durcheinander im Moment... Schulen, Plätze, Ferien-, Altenheime. Ist es Isarlohn (?), wo der Bürgermeister die Vermieter aufgefordert hat, freie Wohnungen zu melden? Sonst...

Und diese Prassad... Totschweigen.

Rumpelstilzchen
25. Oktober 2014 23:16

Isch bin als aach neber de kapp,
Ich versteh' des nett mit buntem Feminismus und un dene Farbe, dene colors. Is die Merkel jetz bunte oder weiße Feministin ?

https://2.bp.blogspot.com/_ELzM_S573r8/S91OzOXaEFI/AAAAAAAAOPY/jROWK47lnp0/s1600/Merkel%2BBenetton%2BWerbung.jpg

Un was soll der Schocker:

https://esistwasesist.files.wordpress.com/2008/11/2578.jpg
Is ja fast so schlimm wie die Horror Bilder bei PI.

Im Kindergarten lernen die Kleinen:
ein gelbes Kind, ein weißes Kind, ein schwarzes Kind drücken ihre Hand in den Schnee. Nun geh' hin und sag' , welche Hand ist von wem ? Das gefällt mir besser als Schocker und Provokationen .
Oder ist das jetzt auch nicht mehr korrekt.
@ Albert
Wir sind doch keine Apokalyptiker. Etwas mehr Gottvertrauen !

Von diesen Städten wird bleiben, der durch sie hindurchging,
.....der Wind. ( B.B.)

mario
25. Oktober 2014 23:25

Zum letzten Abschnitt: Diese offensichtliche Manipulation durch Auswahl eines vergleichsweise "günstigen" Jahres gibt es auch bei der Kriminalitätsstatistik. Man wählt auch hier bewusst das Jahr 2011 ("22,9
% der registrierten Tatverdächtigen „Nichtdeutsche“), obwohl die Zahlen für 2012 und 2013 bekannt gewesen sein dürften. Diese zeigen einen massiven Anstieg des relativen Anteils nichtdeutscher Tatverdächtiger (2012 sind es 23,99 %, 2013 sogar schon 25,71 %). Interessant finde ich auch die methodische Argumentation, die auf die angebliche Verzerrung dieser Statistiken hinweist, einen anderen Verzerrungsfaktor aber völlig verschweigt - die Einbürgerung von nichtdeutschen Straftätern, die den Anteil der deutschen Straftäter erhöht und den Anteil nichtdeutscher Straftäter reduziert. Ein weiterer interessanter Punkt: Der relative Anteil deutscher Opfer von Straftaten liegt massiv über dem relativen Anteil deutscher Täter (Opfer: 84,18 %, Täter 74,29 %). Zufälle gibt´s ...

Leo
26. Oktober 2014 00:39

Nun mal halblang! Gewiss, der "Normalbürger" macht sich um anderes Gedanken als (z.B.) Heideggers Schwarze Hefte, schon klar. Auch in der DDR-Bürgerbewegung wurden vor 25 Jahren Diskurse geführt, die mit dem, was Otto Normalverbraucher bewegte, nur peripher zu tun hatten. Das ist die eine Seite.

Die andere: Die offiziöse Propaganda ist dam,als zuletzt nur noch auf Kopfschütteln gestoßen. Bei beiden Gruppen.

So plump wie jetzt war Propaganda zweieinhalb Jahrzehnte nicht. Mittlerweile erscheinen selbst Stadtteilzeitungen wie unser "Abendblatt" mit "Refugee welcome"-Aufmachern. Und Czaja fordert Nächstenliebe ein. Nun ja.

Natürlich widersprechen die Wenigsten. Aber immer mehr lassen den ganzen Schmontzius Teflon-Pfannen-mäßig nur noch an sich, neben sich abtropfen. Man glaubt diesem politisch verantwortlichem Personal nur noch deshalb widerwillig, weil man eigentlich spürt und sieht und fühlt und weiß: SO WIE ES IST BLEIBT ES NICHT. Da mag die Bundeszentrale noch so viele Flyer produzieren. Papier ist geduldig. (Und die "Schule ohne Rassismus"-queer-Zeitungen der BfPB habe ich schon vor Jahren an meiner Kreuzberger Schule nicht etwa an die Schüler verteilt, sondern dem im Lehrerzimmer befindlichen Rund-Ordner (alt-deutsch: Papierkorb) anverttraut. Schade um die Zeit... ALLES MUSS RAUS!

Und damit schlußendlich auch von mir: Schönen 19. Sonntag nach Trinitatis.
TROTZ ALLEDEM.
Noch ist Polen nicht verloren---!!

Klaas Avenstaken
26. Oktober 2014 02:33

Der Deutschlandfunk ist wirklich nur etwas für ganz Hartgesottene. Selbst am Sonnabendmorgen früh halb acht, leider schon, einem nicht langschläfrigen Säugling und Kleinkindern geschuldet, Frühstückszeit bei uns, bekommt man aufs gerade erst eingebutterte, frische Brötchen den Holocaust geschmiert. Heute nicht zum ersten Mal geschehen. Man dreht natürlich sofort weg, auf MDR Figaro. Was kommt da? Nein, nix historisches, dafür aber enorm hektische Klassik, wie geschaffen für... für wen eigentlich? Jedenfalls nicht um ein Familienfrühstück bei brennenden Kerzen zu untermalen.
Das erste Problem ist: der Tag beginnt mit Zorn. Wer tut uns etwas derartiges warum an?
Das zweite Problem ist: ich kanns nicht recht lassen, morgen früh werde ich es wieder probieren und das Radio anmachen, obwohl ich jetzt schon mit nahezu 100 prozentiger Sicherheit weiß, dass innerhalb der ersten 10 Minuten entweder von Migranten, Holocaust, Hitler, sonstwie Benachteiligten oder anderen deratigen Themen die Rede sein wird, welche bei mir blutdrucktreibend wirken.
Von der Pflegebranche kann ich aus erster Hand berichten, der Anteil an Ausländern die da beschäftigt sind, jedenfalls hier bei mir, bewegt sich bis auf vereinzelte gestrandete Osteuropäerinnen bei nahezu null. Doch sind mir Anstalten in "Arm aber Sexy" Berlin bekannt, wo wahrscheinlich direkt vom Arbeiterstrich in Sofia eingesackte Frauen schon beinahe ein Viertel der Belegschaft ausmachen.
Was die perverse Indoktrination in Schulen angeht, kann man m.M.n. nur noch von Vergewaltigung von Kinderseelen sprechen. Mir graut es jetzt schon davor, obwohl meine Kinder noch etwas Schonfrist haben. Das ist schon eine extrem heikle Sache für nochdeutschseienwollende Eltern. Man hat ja schon einen Stempel drauf, wenn das Kind einen Namen trägt der heute eher unüblich ist. Mich würde es nicht wundern, wenn man bzw. das betreffende Kind dann nicht schon besonders unter Beobachtung steht. Nach der Art: https://www.youtube.com/watch?v=tAdyJe13Hmc
Was Verausländerung angeht gleicht sich die Situation hier im Osten langsam an. Hier , im Handlungsort der "Hirnhunde", sind 14 neue Asylbewerberheime geplant. Es wird bunt und irgendwann gehts wohl mal rund. In der angrenzenden Gemeinde Ottendorf-Okrilla ist auch die Ansiedlung von zukünftigen Rentenzahlern und Daslebenbuntmachern geplant. Es gab darüber neulich auf MDR im Rahmen des Formats "Sachsenspiegel" einen natürlich tendenziösen Bericht, bei dem auch Deutsche zu Wort kommen durften, welche gegen dieses Vorhaben sind. Ich weiß nicht, ob es wirklich keine Leute gab , welche auf die Nachfragen der MDR- "Reporter", warum sie diese Edelmenschen nicht in ihrer Gemeinde haben wollen, nicht mit "Verpisst euch!", "Wir wollen diese Leute hier nicht, stellt sie doch dem Tillich und den Pfaffen in den Garten!" oder ähnlichem geantwortet haben. Gesendet wurden jedenfalls nur Stellungnahmen von Menschenfreunden, die dann sinngemäß Sachen verlautbarten wie z.B., dass sie ja nichts gegen diese Schutzsuchenden hätten, jedoch die geplante Unterkunftsstätte nicht angemessen sei und es viel besser sei die Unglückseligen dezentral unterzubringen u.ä.
Es ist zum Verzweifeln aber doch auch zum wenn auch bitteren Lachen was uns täglich aufgetischt wird.
Allen trotzdem einen schönen Sonntag und vielen Dank an Fr. Kositza und Hr. Kubitschek für ihre hoffentlich weiterhin unermüdliche Ausdauer!

Urinkel
26. Oktober 2014 05:25

" von der Moderatorin einfühlsam gestaltetes Gespräch..."

Man kann von den Radioleuten viel lernen. Durch bloßes zuhören. Kompliment: Fein bezeichnet mit "übernett". Die haben alle ein Medienstudium für Journalisten absolviert und klingen entsprechend professionell. So manchen Gesprächs -und Plappereikniff konnte ich Dieter Kassel vom Deutschlandradio abgewinnen. Es gibt noch mehrere hervorragende Moderatoren im Sendebereich des "Beitragservice". Sie verfügen technisch über eine excellente Ausrüstung, die man nicht einfach so knicken und abschaffen sollte, wie es manche Totalverweigerer und Podcastzombies wünschen. Nur die Gebührenfrage ist seit der Abgabereform (für mich) noch offen. Ich höre gerne Radio, sehe aber kein fern.

Kositza: Genau; Dieter Kassel! Eine Art G. Jauch für den Hörfunk. Ich weiß exakt, was Sie meinen!

kolkrabe
26. Oktober 2014 08:58

Macht euch keine Sorgen. Propaganda war seit jeher das Scheidewasser der Intelligenz: wer drauf hereinfällt, erweist sich eben als das, was er ist – als blöd.

Scheideanstalten in diesem Sinne sind auch die Schulen und Universitäten. Als Vater dreier Kinder (mittlerweile alle im Studium) rede ich aus Erfahrung. Plattheiten und Dümmlichkeiten des Lehrpersonals führen nur dazu, dass deren Verkünder nicht ernst genommen werden. Und war es nicht schon immer so, dass die Schlaueren die Lehranstalten eher mit Verachtung straften?

Natürlich gibt es auch die Blöden. Ihrer sind viele, gewiss. Und manche von ihnen haben auch als subalterne Plagegeister Macht, die sie gern und ungeniert ausüben. Und, ja, auch die Blöden dürfen wählen. Aber die Blöden gab es doch schon immer (E. Jünger sagte irgendwo: Eintagsfliegen, mit denen der Weltgeist die Achsen schmiert).

Also: Unbeirrt den eigenen Weg weitergehen. Und sei es auch nur aus dem einen Grund, dass man morgens im Bad beim Anblick des Spiegelbilds keinen Brechreiz bekommt.

Trouver
26. Oktober 2014 10:36

Meine womöglich hypernaive Frage in die liebe Runde da:

meine Damen und Herren, warum gibt es in DE kein nationales Radio?

Ich meine einen Privatsender, im Internet sendenden.

Ist so was bei uns verboten?

Kositza: Mehr aus dritter Hand und weniger vom Selberhören weiß ich, daß es Formate wie "Netzradio Germania" (oder so) gibt. Ob die was taugen: naja, weiß nicht. Die Interviewpartner dort stammen nicht aus Indien, heißen dafür Udo Pstörs und "Tätervolk". Hm.

Helga Müller
26. Oktober 2014 12:10

https://gedichte.xbib.de/Reinick_gedicht_Deutscher+Rat.htm

Bibabutz
26. Oktober 2014 12:46

Nee, nur Europäer haben überhaupt diesen überdrehten Altruismus (andere Ethnien empfinden das alles so nicht - sogenannter "race realism", also "ethnischer Realismus". Solange die Europäer unter sich sind, ist das prima, weil eine wunderbar friedliche Gesellschaft entsteht, aber wehe die Grenzen werden geöffnet..)

Hier ein schönes Beispiel, wie durchgeknallt das ist: In dieser Diskussion geht es um den Plan, in Berlin einen "Coffeeshop" zu errichten, in dem Cannabis verkauft werden soll. Ab Minute 11:40 sagt die Frau mit dem güldnen Haar, das man sich auf jeden Fall und zu aller erst um die Afrikaner kümmern müsste, die momentan im Görlitzer Park das Dope verticken weil die ja dann arbeitslos wären. Das ist offenbar für sie der wichtigste Punkt bei der Sache. Irre.

https://www.youtube.com/watch?v=poN00P-lkTk&list=UUNJxn7JS4saCHPsnD91yf9Q&index=3

für Interessierte, dieser Vortrag #3 ist gut, (#2 auch)

https://www.youtube.com/watch?v=JT9e9h8o_M0&list=UUNJxn7JS4saCHPsnD91yf9Q&index=4

Urwinkel
26. Oktober 2014 12:56

Nochwas vergessen: Weil ichs gerade im Kalender sehe und wir bald November haben: vom 15. bis 21. Nov. soll die s.g. "Toleranzwoche" auf allen ÖR-Kanälen laufen. Fernsehen wie Radio. Dann wird aus allen Rohren geschossen. Natürlich nur medial. Vielleicht mal hinhören; die könnten die ein oder andere unfreiwillige Steilvorlage zur Medienschelte liefern. Nicht vergessen!

Bernhard
26. Oktober 2014 21:46

Während hier unter feinen Konservativen harmlos geplaudert wird, reisen Tausende nach Köln zur Ho.Ge.Sa.-Demo.

Wir sitzen entspannt im Sessel, eine Tasse Kaffee und die JF dazu. Draußen fallen die bunten Blätter von den Bäumen. Es ist behaglich und gemütlich.

Geschichte wird aber woanders gemacht.

Michael Schlenger
26. Oktober 2014 22:00

Wir müssen Frau Kositza nicht bedauern. Morgens Feindsender hören, ist vermutlich ihre Version des kalten Wannenbads, in das sich Ernst Jünger allmorgendlich stürzte. Ziel ist die Abhärtung - in ihrem Fall der geistigen - gegen allfällige Zivilisationskrankheiten.
Mir als langjährigem Rundfunk-Totalverweigerer reicht es unterdessen, schaudernd diese gruseligen Botschaften aus dem Äther aus zweiter Hand zu empfangen.
Man muss ja geradezu dankbar sein, dass das Personal der staatlichen Meinungsverformungsanstalten nur auf diese harmlose Weise tätig ist. Und noch ist es nicht so weit, dass das heimliche Nicht-Hören dieser Sender strafbewehrt ist.
Tja, wer hätte gedacht, um wie vieles listenreicher ein sich tolerant und menschenfreundlich gebender Apparat bei der geistigen Infiltration seiner Untertanen vorgehen kann. Ein perfekteres System zur Aneignung quasi unbegrenzter Finanzierungsmittel direkt von den über die Wahrheit zu Informierenden hat es wohl in keinem totalitären System der Weltgeschichte gegeben.

eulenfurz
26. Oktober 2014 23:44

Ab Minute 0:40 bis ca. 3:00 kann man "Feministinnen of colour" in den Straßen Oklahomas bewundern:

https://www.youtube.com/watch?v=Y3U5zChkmyw

Luise Werner
27. Oktober 2014 07:57

Liebe Frau Kositza, ich kann Ihren Selbstzweifel nachempfinden. Manchmal hoffe ich, dass ich die Irrende bin, dass die Anderen doch hoffentlich recht haben und deren schöne neue Welt tatsächlich auch schön sein wird, - und ich das auch bald so sehen und endlich "unbeschwert" sein könnte.

Noch etwas: Ihr DLF-Konsum ist zwar im Sinne Ihrer Kolumne ganz ergiebig. Ich rate dennoch zum Selbstschutz.

Urwinkel
27. Oktober 2014 10:22

"Wir sitzen entspannt im Sessel, eine Tasse Kaffee und die JF dazu."

Wir? Das stimmt so nicht. Alle haben was zu tun. Viele gehen zur Arbeit, manche wilddieben, andere labern an der Kneipentheke. Wir haben immer was zu tun. Erinnert sich noch jemand an das ominöse, hochrichterliche Verbot der lose organisierten "Spreelichter" 2012? Wir haben was gemacht, uns bewegt. In Bezug auf HOGESA: was geht uns das Ruhrgebiet an? Das Straßenelend habt ihr euch selbst zuzuschreiben. Als Ossis müssen wir Prämissen setzen. Blättert mal eine Straßenkarte auf, vergleicht die Besiedelungsdichte des Spreewaldes mit der Gegend um Stuttgart oder Köln. Geht weiter Richtung Oder, dann wieder runter. Es so herrlich hier. Den Platz lassen wir uns nicht nehmen. Das wissen die Oberen. Deshalb ist es ruhig. Eine ganz wichtige differenziernde Betrachtung: Anders als im Westen Deutschlands, konnte islamistische Lebenskultur im Osten keinen Fuß fassen. Wir haben auch keine Moscheen oder eine Salafistenszene im Umkreis. Dafür genug Leute mit notwehrbereiter Faust in der Tasche.
Keine Einladung: hier gibts nichts zu holen, außer Dresche!

Simon
27. Oktober 2014 10:41

Die öffentlich-rechtlichen Medien erreichen im Wesentlichen die Generation 60+. Die jüngere surfen im Internet und holen sich ihre Informationen online. Nur die Sendung mit der Maus erreicht nach eine relativ junge Zielgruppe (Durchschnittsalter 40 !) Manchmal habe ich das Gefühl junge Linke machen ein Programm für alte Konservative, damit die etwas haben, worüber sie sich aufregen können.

Das kenne ich von meinen Eltern, die seit einem halben Jahrhundert öffentlich-rechtlichen Fernsehen schauen, damit sie sich jeden Tag bestätigen können, dass sowieso nur Mist im Fernsehen kommt und die im Fernsehen einen für dumm verkaufen wollen. Ich habe so oft gesagt, dass sie die Glotze doch einfach ausschalten sollen, wenn sie sich ohnehin nur aufregen. Dann schauen die mich immer an, als wenn ich nicht ganz bei Trost bin.

Wenn man eben seit Jahrzehnten CDU wählt und ZDF schaut, kann man damit ab einem bestimmten Alter wohl nicht mehr aufhören. Mit dem Deutschlandradio wird das ähnlich sein.

Rainer Gebhardt
27. Oktober 2014 11:30

Normalerweise beginnt so ein Herbsttag mit einem fröhlichen concerto grosso. Heute mal nicht; statt dessen ein wenig Sezession-Lektüre. Und jetzt ist mir, als hätte ich gerade in der Johannes Offenbarung gelesen.

Martin
27. Oktober 2014 11:31

@Urwinkel

Was Sie schreiben zum Thema "deutscher Osten" ist Wunschdenken gepaart mit dem für uns Deutsche so typischen Floriansdenken.

Keine Sorge - Die Migrationswelle kommt auch noch in die letzten Ecken der sog. fnL. In Leipzig, Dresden, dem ehem. Ostberlin ist sie schon angekommen.

ene
27. Oktober 2014 11:53

Simon,
ich habe Ihren Text einem 77jährigen vorgelesen und der sagte: "Der Mann hat ja recht!" - Allerdings informiert sich dieser ältere Herr schon längst online und hat den Fernseher auf die Schutte gebracht.
Unterschätzen Sie die ältere Generation nicht! "Online" kann die längst auch...

Revolte
27. Oktober 2014 13:01

@Bernhard

Nun, Frontschweine und geistige Wegbereiter, beide braucht es im Kulturkampf. Wem es im heimischen Sessel zu gemütlich wird, der darf sich freilich auch gerne in die Kopfschusszonen vorwagen.
Ich könnte es nur allzu gut verstehen, wenn es Ihnen in den Fingern juckt. Dann: Voran! Frisch, fromm, fröhlich und frei!
Ich empfehle generell die Mishima-Methode: Körper und Geist stählen.

Hartwig
27. Oktober 2014 13:25

@ Urwinkel

Die Wiesen und Weiden des Spreewaldes werden gewiss nicht im nächsten Jahrzehnt mit Minaretten bebaut. Aber ansonsten sind Sie auf einem verdammt holzigen Holzweg. Die politische Agenda für den Osten ist die Gleiche, wie für den Westen.
Der Osten "profitiert" noch ein wenig von dem Ruf, den er sich in den 90er Jahren gemacht hat, wonach Nazischläger vermeintlich die Strassen beherrscht haben sollen. Für manches Provinznest mag das sogar heute gelten. Aber fahren Sie nach Dresden, Leipzig, Erfurt, Chemnitz, Ostberlin. Es ist der hier schon erwähnte schleichende Prozess, den Sie wohl tatsächlich nicht mitbekommen.
Im Übrigen sind mir meine westdeutschen Landsleute nicht weniger wert. Vor allem, wenn sich nun gerade dort mit dem sog. HOGESA irgendeine Art von Lebenszeichen zeigt.

Michaela
27. Oktober 2014 13:26

Ich war vor Ort. Gespräche haben bei mir den Eindruck hinterlassen, dass durchaus ein Querschnitt unserer deutschen Bevölkerung anwesend war. Ja, unter den Demonstrationsteilnehmern!

Überaus bemerkenswert ist die mediale Begleitung zu betrachten: Es wurde zum Beispiel auf Twitter oder in Live-Tickern schon von beleidigenden Rufen und Ausschreitungen geschrieben, als die Veranstaltung vor ! dem Gang durchs Kunibertsviertel noch ruhig und friedlich war.

Das spätere Geschehen ist zu bedauern. Allerdings sollte man zu dessen Beurteilung nicht nur die Darstellung der Mainstream-Medien und Polizei heranziehen. Im Netz befindliche Video-/Tonaufnahmen der Teilnehmer zeigen die andere Seite der Vorkommnisse auf. So wurden die noch friedlich vorbeiziehenden Demonstranten aus Wohnungen mit Gegenständen beworfen. Das lassen sich dann nicht alle mehr gefallen.

Ich bin nie gefragt worden, ob ich die Verhältnisse, so wie sie hier in Köln herrschen, haben möchte. Teile der Stadt sind für mich als Frau immer oder zu gewissen Zeiten (abends/nachts zum Beispiel die Ringe) nicht mehr zu betreten.

Rumpelstilzchen
27. Oktober 2014 14:49

@ Urwinkel

Sie Prämissensetzer,

Und ich dachte immer, Deutschland wird am Spreewald verteidigt. Da gehörst Du auch hin du kusch er.
Ich erinnere mich nicht an Spreelichter. Dabei bin ich so tolerant. Und das länger als eine Woche.
@ Rainer Gebhardt, ja die Neue Sezession ist streckenweise eine Offenbarung....ein Licht in der Finsternis...

Waldgänger aus Schwaben (e.B.)
27. Oktober 2014 17:56

Mein Kommentar zur Hogesa

Vor Monaten schon schrieb ich hier, dass sich dem von manchen als Fussball-Patriotismus geschmähtem Fahnenmeer der WM noch etwas Interessantes entwickeln könnte.

Gestern war es so weit.

Trotz einiger fragwürdiger Gestalten und nicht zu billigender Straftaten, freue ich mich, dass die Polizei diesmal die Antifa beschützt hat.

Beim Marsch für's Leben 70-jährige Omas anzuspucken, dafür reicht noch der Mut dieser Jammerlappen. Vor allem wenn die Polizei dabei noch wegschaut. Aber wird es ernst, ziehen die den Schwanz ein.

Salafisten und andere Islamisten waren nicht zu sehen. Die sind auch nur stark wenn sie 5:1 überlegen sind.

Ja Freunde, wir sind es, die den Strich auf's T machen. We are crossing the T.

crossing the T.

Als Seeschlachten noch von Schiffen mit Geschützen ausgetragen wurden, fuhren die Schiffe eines Flottenverbandes hintereinander in der sogenannten Kiellinie. So gefährdeten sie sich nicht gegenseitig, wenn sie die Geschütze in Breiteseite abfeuerten.

Der Traum jedes Admirals war das Crossing_the_T. Der Flottenverband im oberen Querstrich des T's konnte volle Breitseiten auf die auflaufenden feindlichen Schiffe abfeuern, die nur ihre schwächeren Geschütze am Bug einsetzen konnten.

Ja und heute sind wir es. Die wir uns rechts der Mitte sehen, wir sind der Querstrich am T.
Die Schiffe heissen: christlich Konservative, Eurokritiker, Islamkritiker, Kritiker der Zuwanderung, Kritiker des Genderismus, Deutschnationale und nun auch noch Hooligans. Alle können volle Breitseiten feuern und dem Feind steht nur schwache Buggeschütze zur Verfügung: Rassisten, Nazis, Ewgigestrige, Homophobe, Frauenfeinde, christliche Fundamentalisten. Alles schwache Geschoße. Platsch, Blubber und weg sind sie!

Das Gefecht hat noch gar nicht begonnen und das System erhielt schon Wirkungstreffer. Einen großen - die FDP ist versenkt. Und viele kleine: Der NRW Innenminster Ralf Jäger schreit schon nach Einschränkungen des Versammlungsrechts und Verfassungsänderungen. Ein baden-württembergischer Oberstudienrat effauchierte sich jüngt mir gegenüber, weil aufgrund der Petition dieser "christlichen Fundamentalisten", die Kollegen, die Sexualkunde geben, sich nicht mehr trauen, "modern" zu unterrichten und am liebsten zu Bienchen und Blümschen zurückkehrten. Und der Mann ist CDU-Mitglied.

Das Gefecht hat noch gar nicht begonnen, es geht richtig los, wenn die Wirtschaftskrise kommt. Dann wird der Koloss auf tönernden Füßen wanken und brechen.

Wir Rechte dürfen uns bloß nicht in die Wolle kriegen, wer denn vorne fährt. Und wenn mal ein Schiff etwas aus der Kielinie und läuft friendly fire im eigenen Verband einschlägt, nicht gleich wenden und uns gegenseitig bekriegen.

Dem Crossing_the_T kann nur durch die Gefechtskehrtwendung entkommen werden, eine Wendung um 180 Grad eines kompletten Flottenverbandes, ein Manöver welches nur die deutsche Kriegsmarine beherrschte und damit in der siegreichen Skagerrakschlacht zweimal dem Crossing_the_T entkam.

Das System ist allerdings zu so einem Manöver nicht mehr in der Lage.

Windwärgut
27. Oktober 2014 18:29

"der böse Weiße war ein Selbstmordattentäter."

Dann müsste der aber nach einschlägiger Wertung doch eher ein "Guter" sein , wenn er die Dunkelhäutigen vor dem großen Bumms aus dem Zug jagte .....

Stil-Blüte
27. Oktober 2014 21:31

@ Waldgänger aus Schwaben (e. B.)

Stark!

Für die Schwächeren, zu denen ich mich zähle, aus einem sehr, sehr deutschem Volkslied:

Zwischen Berg und tiefem, tiefem Tal
saßen einst zwei Hasen
://:fraßen ab das grüne, grüne Gras://:
://:bis auf den Rasen://:

Als sie sich dann sattgefressen hatten,
legten sie sich nieder
://:bis das der Jäger, Jäger kam://:
://: und schoß sie nieder://:

Als sie sich dann aufgerappelt hatten
und sich besannen,
://: daß sie am Leben, Leben war'n ://:
://: hüpften sie von dannen ://:

ODER

Auf, auf, sprach der Fuchs zum Hasen,
hörst du schon den Jäger blasen?

Füchse; gemeinsam mit Hasen - die sich 'aufgerappelt haben'. Wie schnell unser Oberjägermeister da ist, wenn er wittert, daß Fuchs
u n d Hase, Igel und...vielleicht sogar der Wolf gemeinsam losziehen.

Urwinkel
27. Oktober 2014 23:43

@ Hartwig und Rumpelstilzchen,

Ihr geht zuwenig raus und wandern. Das unterstelle ich euch. Zur Besänftigung des Gemüts schlage ich nachher Horst Langes "Schwarze Weide" auf. Ist das ein versöhnliches Angebot? Ihr könnt auch Techno-Musik hören, geht auch. Wir sind so flexibel, aber nicht mehr wehrhaft. Da gibt es eine Koexistenz, die bedenklich ist.

Hartwig
28. Oktober 2014 18:13

@ Urwinkel

Ich verstehe sowieso nur die Hälfte von dem, was Sie posten. Bezieht sich nicht nur auf diesen Strang. Macht aber nichts. Werde jetzt lieber meine Bilder vom September sortieren, vom Wandern, Wasserwandern, im Spreewald. Später dann 'n bissel Tec ... neenee Neofolk.

Birne Helene
29. Oktober 2014 12:20

„Ist die Figur der migrationssensiblen Dozentin Feli Fischer-Sembene (Effeffess) direkt dieser Nivedita Prasad nachempfunden? Oder gibt es deren viele? “

Es gibt viele von diesen. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einem sozialwissenschaftlichen Institut kann ich konstatieren, dass große Teile dieses Wissenschaftsbereichs in der BRD und Österreich einer geistigen Syphilis im Sinne einer Vergenderung, Vermigratisierung, „Queer-“Forschung““ etc. ausgeliefert sind.
Wer nicht mitspielt, wird abgesägt oder kaltgestellt: still lautlos und anders begründet.
Diese Zustände sind nicht auf sokratische Weise zu ändern.

Birne Helene
29. Oktober 2014 14:14

Ergänzend sollte man aber auch: Es gibt auch an den linkslinkesten und durchliberalisiertesten Fachbereichen sowohl im Professorenstand als auch im Mittelbau jene, die Antaois-kompatibel sind. Es sind nicht die Leute, die den Ton angeben, aber es gibt sie - öfter als man denkt. Man muss genau hinschauen und man wird sie auch im migrationsmäßig zersetztesten Fachbereich vorfinden. Nicht nur wir sind angewidert.
Man darf sich aber nichts vormachen, ein geistiger Wechsel kommt nicht durch Argumente zustande, sondern wie der Wissenschaftstheoretiker Thomas S. Kuhn es ausführte, sei es auf natürliche Weise oder auch anders.

Tabu
29. Oktober 2014 15:55

Werte Frau K.! Auch mich beschleichen hin und wieder Zweifel, ob meine Sicht der Dinge und Undinge richtig sind! Das ist auch gut so, denn Selbst-Reflektion ist ein wichtiger Weg zur Erkenntnis schlechthin! Die Zeit in der wir leben müssen ist für Traditionalisten oder Nationalisten oder eben Konservative eine Zumutung ohne Ende. Das Toben der " gottlosen" Linken hat aber auch seine positiven Seiten. Denn: Wenn immer mehr zerfällt was uns am Leben erhält, wird es unseren Widerstand stärken müssen!!

Nordlaender
29. Oktober 2014 23:08

@ Urwinkel

Doch, Liedermacher schätze ich sehr. U.a. Stefan Sulke. Und Hans-Eckardt Wenzel empfehle ich gerne weiter, denn sein Herz schlägt ganz eindeutig auf dem rechten ... äh ... also ... auf dem Fleck jedenfalls, den man noch zum demokratischen Bereich zählen kann:

https://www.youtube.com/watch?v=6Ln4aJ7ANXc

Stil-Blüte
30. Oktober 2014 21:51

@ Urwinkel

... wird es Zeit, sich an Zupfgeigenhansel zu erinnern...

Getreu Ihrem Motto gehe ich zwei Schritte zurück, einen vor, und verwandle '...wird es Zeit, sich an Gottfried Herders Liederbuch 'Stimmen der Völker in Liedern' (1807) zu erinnern, in dem er als Nachdichter europäisches Liedgut sammelte und einfühlsam übersetzte. In diesem Fall: Ursprungsland Schweden/Litauen.

War er gar der Erste, der dergleichen getan hat, unabhängig davon, ob aus Freundes- oder Feindesland (30jähriger Krieg!)? Das ist die ursprüngliche europäische Idee!

Nebenbei, Herder war auch sonst ein Programmatiker, schrieb er doch: 'Von deutscher Art und Kunst (1773) im Kleinen und im Großen 'Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit' (1784/91)

Übrigens - auch das schrieb/übersetzte er: 'Lieder der Liebe. Die ältesten und schönsten Lieder aus dem Morgenlande. Nebst 44 alten Minneliedern' (1778).

Von unseren zwei Augen ist das linke kurzsichtig (Zeitgeschichte), das rechte, weitsichtige, ist erblindet.

Götz Kubitschek
31. Oktober 2014 21:47

badeschluß!

Waldgänger (e.B.) aus Schwaben
31. Oktober 2014 21:53

@Urwinkel
Musik scheint für Sie wichtig zu sein. Ich habe durch meine Kinder gelernt, wie wichtig Musik für die Identität sein kann. Mein Sohn ist Technofan, aber abhold allen Drogen und politisch eher rechts.

Persönlich verstehe ich nicht warum Musik für die Identität irgend eine Rolle spielen kann. Aber je älter ich werde um so mehr ahne ich, dass es so vieles ausserhalb meines Verständnisses gibt.

Noch ein Zitat

"Bessere Lieder müßten sie mir singen, daß ich an ihren Erlöser glauben lerne: erlöster müßten mir seine Jünger aussehen!"
Nietzsche über die Christen. (Also sprach Zarathustra)

Na wenn Bach, Mozart und Beethoven diesem Nietzsche nicht ausreichen, was dann?

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