Sezession
6. März 2015

Stehaufmännchen PEGIDA – die Lage

Gastbeitrag / 33 Kommentare

wehrdichIn der Vorbereitungszeit unseres PEGIDA-Themenhefts haben sich etliche unserer Autoren eingehend mit verschiedenen Aspekten des virulenten Bürgerprotests in der Bundesrepublik beschäftigt und Gedanken über seine Zukunft entworfen. Und auch, wenn es zeitweilig so aussah, als würde das Schwungrad der "Abendspaziergänge" pünktlich zum Erscheinen der Sonderausgabe zum Stillstand kommen, hat sich doch eine einstimmige Diagnose bewahrheitet:

Das unterschwellige Gefühl des Satthabens, des "Jetzt ist's genug", ist so verbreitet, daß PEGIDA eben nicht einfach abebben wird. Die Bewegung hat sich denn auch rasch von ihren organisatorischen und personellen Querelen erholt. Eine kluge Gesamtschau hierzu ist bei PI-News erschienen:

Pegida ist wieder auf Wachstumskurs. Die Zahl der Demonstranten in Dresden ist innerhalb von vier Wochen, nach Veranstalterangaben auf mehr als 10.000 wieder angewachsen. Die Holzpresse, die die Bewegung bereits abgeschrieben hat, hat sich verkalkuliert, zu offensichtlich war der Wunsch Vater ihres Gedankens gewesen. Zahlenmäßig steht Pegida wieder am Anfang Dezember, als das von der plötzlichen basisdemokratischen Willensregung überrumpelte politische Establishment eine wüste Diffamierungskampagne einleitete, die teilweise bis in die höchsten Staats- und Parteiämter reichte. Diese in der jüngeren Geschichte der Bundesrepublik ihresgleichen suchende Obrigkeitskampagne ist, das kann man schon jetzt konstatieren, gescheitert; es ist Politik und Medien trotz größter Anstrengungen nicht gelungen, die Menschen mit der Nazikeule von der Straße zu verjagen.

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Kommentare (33)

Patriot
6. März 2015 10:43

Der Gebrauch der sogenannten "Nazikeule" ist für die Regierigen das gleiche wie für den heroinabhängigen der regelmäßige Schuß. So wie dieser muß auch die politische Klasse und deren Geisterfahrer ihren sinnbefreiten Alltag und ihre Perspektivlosigkeit zudröhnen. Eigentlich ist es egal, wie sie es machen. Könnten auch Scheibenreiniger saufen. Kostet auch nicht viel. Aber "Nazikeule" kostet gar nichts, ist zu jeder Jahreszeit beliebig verfügbar und hat den weiteren Vorteil, daß der inflationäre Gebrauch straffrei ist.

E.
6. März 2015 11:31

Diese Einschätzung teile ich nicht. Das Gros der bei Pegia aufmarschierenden Bürger will spürbare (!) Resultate. Und zwar zeitnah. Diese wird es jedoch nicht geben. Das System spielt auf Zeit und wird die Protestierenden über kurz oder lang „aushungern“. Zudem waren bei Pegida in Dresden bereits fast 30.000 Menschen anwesend, die jetzigen 10.000 sind zwar durchaus akzeptabel aber dennoch ein Rückschritt.

H. M. Richter
6. März 2015 12:39

Überlegenswert wäre, in naher Zukunft eine PEGIDA-Großveranstaltung in den Blick zu nehmen.

In einer Art von Sternmarsch und -fahrt (incl. Fahrradfahrern, den Rittern der Landstraße) könnten Zehntausende gen Dresden aufbrechen ...

Der Tag könnte der 25. Mai sein - der Pfingstmontag.

Eine Teilnehmerzahl von 100.000 + x erscheint mir durchaus realistisch.

Und ein bestimmter Redner kommt mir dabei auch in den Sinn ...

Falkenstein
6. März 2015 13:15

Es bleibt festzuhalten das die PEGIDA Demonstranten tatsächlich in einer Art "Patt" Situation mit der gegnerischen Dame am Schachbrett des gesellschaftlichen Ringens verfangen sind.
Die Gegnerin setzt auf die Isolation des von Berlin weit entfernten Dresden, auf eine Art Eingrenzung des Problems mit gelegentlichem Beschuß aus sicherer Ferne.
Und daher tut es wahrlich not, die PEGIDA aus den vor den Bühnen stehenden, ungenutzten Volks - Energien auf ein stärkeres Fundament zu heben.
Es ist fatal zu erwarten, das durch die Orga - Truppe immer wieder jeden Montag prominente Redner aufgeboten werden können und der Bürger seinen Unmutsdruck mit den obligatorischen Rufen etwas entlastet bekommt.
Es ist falsch auf "Führer" zu warten, auf "ordentliche", leicht köpfbare Strukturen wie zb. Parteien.
Es benötigt dringend Strukturen bis in die Menge hinein. Kann mir vorstellen das nicht wenige, nicht nur etwas großartiges visionäres mitbringen - sondern auch mitarbeiten - zumindest aber spenden möchten. Pegida als lebender Organismus, getragen vom durchaus mächtigen Mittelstand - so dieser seine Hand nur ansatzweise vom Ruder der Geldschöpfung lässt.
Wenn wir uns ansehen wie bspw. die Hisbollah in Palästina & Libanon überhaupt so eine mächtige Volksbewegung werden konnte, fällt der Blick auf deren konsequenten Aufbau von sozialen Projekten - was wiederum die bis dahin hoffnungslosen, bettelarmen Araber hinter die Hisbollah versammeln ließ.
Solange die PEGIDA noch so stark läuft ist das Handlungsfenster offen.

.

Falkenstein
6. März 2015 13:20

Noch eine Anmerkung:
Der Sternmarsch zur Unterstützung "notleidender Städte" wie Berlin und Leipzig ist eine gute Idee.
Mache aber auf das Fiasko vom Vorjahr aufmerksam - als die Mährholz Friedensbewegung selbiges Vorhaben ausrief und es letztlich zu einem peinlichen Rinnsal verkam.
Wenn Sternmarsch: Dann tiptop vorbereitet

Walter
6. März 2015 13:35

Im Moment köchelt Pegida auf Sparflamme vor sich hin. Die meisten Redner sind eher mäßig und der Großteil der Spaziergänger kommt eben wegen des Sparziergangs und nicht wegen den teilweise wirr anmutenden Reden Einzelner, die sich berufen fühlen, ihre Sicht der Dinge kundzutun. Einzige Ausnahme und Konstante bildet hierbei Herr Kubitschek, dessen Blick über den Tellerrand reicht...

Ein besonderer Reiz geht von der abendlichen Athmosphäre aus, die durch die Dunkelheit abgerundet wird. Im Frühling werden die Tage länger und die Arbeit wird mehr. Hierbei gilt es den richtigen Zeitpunkt für eine Unterbrechung nicht aus den Augen zu verlieren. Im Herbst kommen wir dann wieder, mehr als je zuvor und entschlossen, uns eine Zukunft zu erstreiten.

Michael Koch
6. März 2015 13:55

@ H.M.Richter

Ich finde Deine Idee sehr gut! Kommt alle nach Dresden, trefft Euch, lernt Euch kennen, sprecht miteinander, tauscht Eure Erfahrungen aus, lernt voneinander, zeigt dem System seine Grenzen! Es wäre auch gut, wenn man dazu auch tschechische und polnische Mitstreiter gewinnen könnte. Natürlich alle anderen Europäer auch (Italiener z.B.), aber die Nähe zu Polen und zur Tschechei ist dabei natürlich von Vorteil. Ich kann mir auch vorstellen, daß man gerade auch aus Ungarn, Frankreich und Skandinavien einige Leute mobilisieren könnte. Egal woher, in Dresden wären sicherlich alle herzlich willkommen! Eine russische Delegation wäre, gerade in der gegenwärtigen Lage, sicherlich ebenfalls äußerst angebracht und willkommen.
Eine solche Großdemonstration braucht natürlich eine gewisse Vorlaufzeit (Organisation und Logistik, Kontaktaufnahme mit ausländischen Freunden, Redner gewinnen, musikalische Umrahmung, Sicherheit usw. usf.). Deshalb wäre der von Dir vorgeschlagene Pfingstmontag ein guter Termin.
Meiner Meinung nach ist es nun an der Zeit, durch eine derartige Veranstaltung europaweiten Ausmaßes, dem System zu beweisen, daß PEGIDA mehr ist, als nur eine Eintagsfliege oder eine Ein-Thema-Bewegung!
Hast Du Deine Idee schon einmal der Organisationsleitung der PEGIDA vorgeschlagen? Wenn nicht, dann mach es! Sonst mach ich es. Am besten wäre es natürlich, wenn wir alle auf eine derartige Veranstaltung hinarbeiten würden.

MfG Michael

heinrich
6. März 2015 14:31

@H.M.Richter
Sehr gute Idee! 100.000 Pegida-Bürger vor dem Reichstag in Berlin…!
Ansonsten ist klar, daß jetzt Gemurmel darüber aufkommt, wie es weitergeht.
Nach der "Pause" bzw. Teilung hatten wir gerätselt, wer sich denn nun von den Organisatoren auf die Bühne stellt, und daß es Bachmann war, ist für mich mit das größte Ding überhaupt. Weil es gezeigt hat, daß die Nazikeule nicht mehr zieht. Dem Mann gehört ein Preis verliehen für Courage!
Ich würde mir wünschen, daß sich jetzt alle parteipolitischen Akteure des konservativen Spektrums zusammenfinden und an einem Strang ziehen, von der Teilen der Afd, Stürzenberger, Rep, BPE usw. usf. Gewissermaßen daß sich die Partei zur Vorfeldorganisation konstituiert.

Gustav Grambauer
6. März 2015 14:54

Der Geheimdienstkoordinator von Merkel ist zwar nur noch ein Phantom-Beamter (was sehr viel über die geheimdienstliche Tektonik der "BRD" verrät), aber sie hockt mit den strategischen Analysten der "Dienste" sowie mit ihren Führunghsoffizieren der Besatzungsmacht regelmäßig zusammen. Von dorther ist es zu erklären, daß sie die PEGIDA so überraschend deutlich in den Vordergrund ihrer Neujahrsansprache gestellt hat, was wiederum die ganze Nervosität hinter den Kulissen offenbart.

- G. G.

Hartwig
6. März 2015 15:56

Obwohl ich viele Male in Dresden und in Leipzig mit dabei war, habe ich PEGIDA schon mehrfach abgeschrieben; erstmals vor Weihnachten. Und ich kann es nicht lassen: Ich sehe es ähnlich wie @Walter. Die Dunkelheit rundete nicht nur die abendliche Atmosphäre ab, sie bot auch einen gewissen Schutz. Dazu Rollkragen, Mütze und Schal; man war schlichtweg unkenntlich. Das ändert sich im Frühling grundlegend.

rem
6. März 2015 15:57

wer in der brd seine politik durchbringen will, muß die parlamente und medien erobern.

beides schaffen diese demos nicht.
es fehlt eine partei, die diese demo-energie in politischen erfolg ummünzen könnte. die npd ist unfähig und die afd will nicht. will nicht mal rechts sein. somit werden diese politischen energien in dresden und leipzig verpuffen wie die sonnen- und windenergie verpufft, wenn sie nicht durch sonnenkollektoren und windräder geerntet wird.

das versagen der bisherigen rechten parteien ist nicht der stärke des systems geschuldet, sondern deren brutalstmöglichen unfähigkeit. dieses versagen als anlaß zu nehmen, die strategie in richtung demos zu ändern, ist so, als würde eine armee wieder auf pfeil und bogen umstellen, weil's mit den panzern nicht geklappt hat.

Max Meier
6. März 2015 17:08

1. Reden sind nicht der Punkt. (wie oben gesagt)
Wer zur Demo geht, weiß bereits, warum - und andere sind dort kaum.
Wer hingeht, will Gemeinschaft erleben und sich einsetzen. Nicht der xxxten mittelmäßigen oder exzentrischen Rede zuhören.
Es geht um symbolisches TUN! Bekannt gemacht werden muss es außerdem, Pegida kann hier im Netz noch mehr erreichen.
Analog und digital müssen neue Formen gefunden werden, die Initiative muss Pegida wieder in die Hand nehmen. Langsames, neues Wachstum ist gut, aber dann auch neue Formen erschließen, die Aufmerksamkeit bringen.
Der Rest der Republik, vor allem der terrorisierte Westen, hofft sehr auf Dresden - doch wie kann die Verbindung neu geschlossen werden und neue Kraft verbreiten?
Pegida muss weiter überraschend sein, unberechenbar für die Volkshasser in Politik und Medien. Dann werden sie weiter mürbe. Lassen wir nicht zu, dass sie sich wieder festigen.
Unbedingt weiter verbreitet werden muss die Kenntnis der Protestformen und strategischen Überlegungen, wie sie in diesem Büchlein notiert sind:
https://www.aeinstein.org/wp-content/uploads/2013/10/FDTD_German.pdf

2. Daneben ist es wichtig, beharrlich den gesamten Linkssumpf auszugrenzen aus der demokratischen Debatte.
Wer sich in irgendeiner Weise auf Marx und den Gleichheitsfanatismus bezieht, muss als grundsätzlicher Sympathisant von Diktatur und Massenmord entlarvt und auch so angesprochen werden (100 Millionen Tote!!!). https://www.museumoncommunism.org/
Wo immer einer mit roter Fahne und linken Sprüchen aufkreuzt, muss er in die Defensive gedrängt werden. Intolerante Terroranhänger sind nicht tolerierbar! Und wer sich von diesen Leuten nicht distanziert (sondern die üblichen "breiten Bündnisse" mit ihnen schließt), ist ihr Helfershelfer.
Teile und herrsche war jahrzehntelang das Motto der Volkshasser - wir sollten es gegen sie selbst kehren.

3. Bei der Zusammenarbeit z.B. mit italienischen oder französischen Patrioten muss, um der Vereinigung und des Erfolges willen, Strittiges ausgeklammert werden. Niemand muss einen Anspruch auf Südtirol deswegen aufgeben - doch wir können heute nicht auf eine gemeinsame europäische Aktion gegen den die Abwicklung unserer Völker verzichten. Nur so wird es eine Trendwende geben, durch ein POSITIVES europäisches Gemeinschaftsgefühl von Patrioten. Siehe Ed aus Holland usw. Das verstärkt sich gegenseitig und schwächt die Hetze.

H. M. Richter
6. März 2015 17:28

Einige ergänzende Bemerkungen zum Vorschlag einer PEGIDA-Großveranstaltung zu Pfingsten 2015:

Das Hambacher Fest fand 1832 ebenfalls zu Pfingsten statt ...

Denkbar wäre also ein Dresdner Fest 2015 - ganz gewiß eine große Verantwortung hinsichtlich Vorbereitung und Durchführung, aber eine überaus lohnenswerte.

Die Anreise könnte per Bahn, Bus, PKW, Rad, Kremser, Elbdampfer, pedes in größeren Gruppen und - für in Afrika u.a. wohnhafte und hier mitlesende - gar per Flugzeug erfolgen.

So würden sich gerade auch jene auf den Weg nach Dresden machen können, die sich - v.a. in westdeutschen Großstädten - aus Furcht vor der Gewalt sog. Gegendemonstranten bisher nicht öffentlich beteiligten. Dies betrifft u.a. weite bürgerliche Kreise, für die Dresden auch ansonsten eine Reise wert sein dürfte. In Sachsen selbst würde es wohl im besten Sinne des Wortes zum Selbstläufer werden ...

Die verbleibenden Wochen bis Pfingsten könnten zur intensiven Vorbereitung und Werbung genutzt werden. Die bundesweiten PEGIDA-Veranstaltungen hätten somit auch ein vorläufiges Ziel.

Das Dresdner Fest könnte zu einer Zäsur werden ...

Urwinkel
7. März 2015 01:20

Auch ausdenkbar ist ein Kaplaken-Buch zu Pfingsten, das die rund 15-minütigen Reden einsammelt, ausführt und mit Fußnoten kommentiert. Sicherlich hat Kubitschek bereits in die Richtung gedacht. Ich bin mir sicher, daß ein solches Buchdingens gut ankäme. Mit einem Schulterschluß in Richtung der Identitären, kann der Einband gerne knallgelb sein. Dieser Farbton fehlt mir noch in meiner Kaplaken-Sammlung. Und wie schon richtig gesagt wurde, sind solche Demos Selbstläufer. Siehe Loveparade in Berlin. Die Planung findet eher berechnend statt. D.h. die Leute kommen sowieso. Jetzt gilt es, ein attraktives Rahmenprogramm zu organisieren, um sie bei Laune zu halten.

neocromagnon
7. März 2015 02:47

Die Nazikeule verliert in dem Moment ihre Wirkung, in dem man sich von der antrainierten Gedankenblockade gelöst hat und die Anwürfe als das erkennt was sie sind, Zumutungen. Vorausgesetzt, das trifft auch auf die persönliche Umgebung, insbesondere den Arbeitgeber, zu. Das sich schon Tausende nicht mehr niederbrüllen lassen, macht Hoffnung. Und selbst wenn die Pegida Spaziergänge langsam abebben sollten, das Rad wird die Herrschaftsclique wohl nicht mehr zurückdrehen können.
Leider haben viele jüngere Menschen ein vollkommen verdrehtes Bild der jüngeren deutschen Geschichte und nicht die Spur einer Ahnung, was die dauernd verwendeten historischen Begriffe um den Krieg, Deutschland und den Nationalsozialismus wirklich bedeuten und welchen Inhalt sie ursprünglich hatten. Und das gilt auch für die so genannten Neonazis, die z.B. die Frakturschrift für Nazizeug halten, obwohl die historischen Nazis diese eigentlich abschaffen wollten. Die modernen Neonazis scheinen eher so etwas wie ein Produkt der Antifa zu sein, denn sie haben deren absurde, aus der kommunistischen Propaganda stammenden und eigentlich gegen den Konservatismus gerichteten Bilder übernommen (leider auch Hollywood).
Eine neue Zeit der Aufklärung und der Rückkehr zum rationalen Denken und zur Freiheit wäre nicht das Schlechteste.

Aristoteles
7. März 2015 12:38

Die Deutschen gehen eben nicht mehr sonntags IN die Kirche,
sondern montags VOR sie.
Wenn das zum Ritual geworden ist, ist Deutschland evtl. noch zu retten.

Oder will jemand noch in den alten Pfaffenladen?

https://www.bild.de/regional/leipzig/moschee/pfarrer-wolff-spricht-sich-fuer-moschee-aus-33186652.bild.html

https://zuerst.de/2015/03/06/bayern-pfarrer-will-kostenlose-prostituierte-fuer-asylbewerber/

Die Pilgerer hören eh nur die Hälfte von dem, was von der Kanzel erzählt wird. Hauptsache, sie kriegen ihren A... hoch,
lassen Kartoffelchips und Fernsehglotze beiseite,
treffen sich mal wieder
und zeigen dem System: Mit uns nicht mehr!

Für fetzige Musik würde ich (wegen GEMA) sogar einen Euro in die Kollekte werfen.
Etwas mehr Liturgie gehört zu einem guten Rahmenprogramm.

Der Ghibelline
7. März 2015 12:41

Als regelmäßiger PEGIDA-Teilnehmer seit Dezember 2014 ein paar strategische Hinweise:

1. Die Teilnehmerzahl in Dresden ist nach dem Einbruch Anfang Februar wieder stetig gewachsen und scheint momentan relativ stabil bei ca. 10.000 Teilnehmern.

Das ist so erstaunlich wie hoffnungsvoll. Der "harte Kern" hat in jedem Fall ein für das politische Establishment inakzeptables Niveau und ist zudem ausbaufähig. Und selbst ein vorrübergehendes Nachlassen bei der Mobilisierung ist auch künftig kein Grund zum Verzweifeln: der ungelöste Problemstau im Land und der bereits geglückte "Problelauf" in den Vormonaten können die Zahlen sehr schnell wieder hochschnellen lassen. Daß die aktuelle Zahl unter den "Spitzenwerten" vom Januar 2015 liegt, hat u.a. neben dem weitgehenden Rückzug der AfD-Unterstützer (Parteidisziplin!) vor allem mit dem Entstehen der vielen kleinen GIDAs in Land und Ländle zu tun. Das führt zu einem wichtigen Punkt.

2. PEGIDA ist dabei, neben dem Dresdner Nukleus ein flächendeckendes Phänomen zu werden und sich zunehmend in den Regionen und Gemeinden zu verankern.

Dieser Prozeß muß weiter verstärkt werden. Anlässe für Bürgerproteste gibt es mehr als genug: neben dem Dauerbrenner Asyl- und Flüchtlingspolitik sollten auch andere Themen aus den "Dresdner Thesen" aufgegriffen werden, ergänzt durch lokale Problemstellungen. PEGIDA kann sich so zu einer Stimme für das ganze Volk mit seinen Sorgen, Nöten und berechtigten Forderungen etablieren. Zu den lokalen Politikern sollte im Gegensatz zur Kaste der Landes- und Bundespolitiker enger und konstruktiver Kontakt gesucht und diese bei einer bürgernahen Politik unterstützt werden. Diese Strategie eines "Preußen von unten" (Hans-Dietrich Sander) ist sehr viel erfolgsversprechender als das Schielen auf Teilhabe am Parteiensystem, das bisher alle Oppositionskräfte erfolgreich neutralisieren konnte. Wichtig: bei der lokalen Zusammenarbeit darf es keine Auswahl nach Parteibuch geben, es geht einzig und allein um die Interessen des Volkes und der Bürger! Daher auch der nächste Punkt:

3. Eine einseitige Anti-Links-Rhetorik sollte künftig vermieden werden.

Wer für das ganze Volk sprechen und handeln will, kann nicht einen erheblichen Teil davon ausschließen. Das ist unglaubwürdig und strategisch dumm. Es gibt auch bei der Linken einen Anteil von vernünftigen Menschen, denen die Zukunft unseres Landes mitsamt seiner Kultur und Ethnie nicht egal ist. Eine scharfe Abgrenzung sollte daher nicht gegenüber der "Linken" erfolgen, sondern vielmehr gegenüber allen anti-deutschen Kräften – und die sitzen nicht nur bei der "Linken"! Natürlich hat die deutsche Linke nicht erst seit 1945 ein Problem mit der Nation. Aber es gab und gibt hier auch authentischen Patriotismus, an den es wieder anzuknüpfen gilt. Die notwendige Versöhnung der Linken mit ihrem Vaterland sollte von "Rechts" gefördert und nicht torpediert werden durch das Gleichsetzen von "links" und "anti-national". Was in praktisch allen anderen Ländern der Welt völlig normal ist - eine starke patriotische Linke - sollte auch in Deutschland möglich sein. Querfront ist also das Gebot!

4. Es muß dringend an den Inhalten gearbeitet werden.

Die Straßenproteste sind ein wichtiges Standbein der Volksbewegung. Und daß sie wirken, zeigen die hysterischen Reaktionen der politischen Klasse und ihrer medialen Hofschranzen. Daneben erfolgt optimalerweise eine lokale Verankerung von PEGIDA als Ansprechpartner für die Bürgernöte. Genauso wichtig ist allerdings ein drittes Standbein: die Verbreitung der Themen und Inhalte von PEGIDA. Die substantiell dürftige "Dresdner Charta" mit ihren holprigen Formulierungen und haarsträubenden Rechtschreibfehlern (worüber sich die Gegenseitige bereits öffentlich lustig gemacht hat) ist nur ein Beispiel für den dringenden Nachholbedarf. Volkstümlich ist gut, volksdümmlich ist peinlich. Gerade aus dem Bereich Sezession/BN/Identitäre sollte hier eine tatkräftige Unterstützung erfolgen. Ich selbst arbeite gerade an verschiedenen Flugblättern, die Einzelthemen der "Dresdner Thesen" behandeln und dann auf der FB-Seite von PEGIDA als pdf heruntergeladen und verbreitet werden können. Mal sehen, ob das vom Orga-Team angenommen wird. Vielleicht kann Kubitschek hier seine Kontakte einsetzen. Die Schlagkraft kann sich jedenfalls mit gut durchdachten, knackigen Positionspapieren deutlich erhöhen. Das Establishment soll nicht nur vor den Demonstranten zittern...

Karl Martell
7. März 2015 14:00

Die Hauptbetätigung der am politischen Prozeß Beteiligten ist der Verteilungskampf. Wer hierbei Erfolg haben will, muß einer möglichst starken Gruppe angehören. In der Politik ist der Einzelne nichts, die Gruppe alles. Hieraus ergibt sich ein starker Anreiz zur Massenbildung. Es gilt: "gemeinsam sind wir stark", aber auch: "allein bin ich schwach". Die Demokratie schafft ein Milieu, das den Kollektivismus begünstigt, den Individualismus aber hemmt und schwächt.

Je straffer Massenbewegungen organisiert sind, desto größer ist ihr Erfolg. In der soziokulturellen Evolution dieser Organisationen setzen sich jene durch, die besonders kollektivistisch sind. Im politischen Kampf überleben nur jene Gruppen, die bei ihren Mitgliedern die Regression in atavistische Verhaltensweisen fördern. Nicht mehr Eigenständigkeit und kritisches Denken sind gefragt, sondern Einordnung in die Gruppe und Unterordnung. Das von Gustave Le Bon entdeckte Gesetz der geistigen Einheit von Massen wirkt dann nicht nur in den Interessenverbänden, sondern in der gesamten Gesellschaft, die sich entindividualisiert und Massencharakter annimmt. Der innengeleitete Mensch, der sich seine Werte und Ziele selbst setzt, wird unter diesen Bedingungen abgelöst durch den außengeleiteten Menschen, der sich an den jeweils vorherrschenden Mehrheiten orientiert.

"Die öffentliche Meinung ist nicht nur die einzige Führerin, die der individuellen Vernunft bei demokratischen Völkern bleibt, ihre Macht ist überhaupt bei diesen Völkern unendlich viel größer als bei irgendeinem anderen Volk. ... Es erscheint ihnen nämlich nicht wahrscheinlich, daß die Wahrheit sich nicht auf seiten der größten Zahl befinde, da sie alle gleich aufgeklärt sind."

"...welches auch immer die politischen Gesetze sein mögen, die die Menschen in demokratischen Jahrhunderten beherrschen, man kann voraussehen, daß der Glaube an die öffentliche Meinung eine Art Religion, deren Prophet aber die Majorität sein wird."

"Bei den demokratischen Völkern ... erscheint die öffentliche Gunst ebenso nötig wie die Luft, die man atmet, und mit der Masse nicht im Einklang sein, heißt sozusagen nicht leben. Diese braucht nicht die Gesetze anzuwenden, um die Andersdenkenden zu beugen. Die Mißbilligung genügt. Das Gefühl ihrer Vereinsamung und ihrer Ohnmacht übermannt sie alsbald und raubt ihnen jede Hoffnung."

Alexis de Tocqueville

Conny Kramer
7. März 2015 16:54

Auch wenn die Berliner Polit-Lobbyisten PEGIDA mit Negierung begegnen und das Merkel'sche Aussitzen zelebrieren, hat die Bewegung schon einiges bewirkt. Und eine Tatsache lässt sich nicht aussitzen, die nächsten Wahlen werden zeigen, dass es vielen mündigen Bürgern in Deutschland reicht, wie eine Polit-Industrie-, Banken und Medien-Mafia unseren Sozialstaat in den Abgrund wirtschaftet.

Bulko
7. März 2015 17:37

KARGIDA steht vor dem dritten Aufzug, die Gegenseite,Grüne Jugend und Antifa, versuchten schon letztes Mal durch Steine -und Eierwerfen der Gemütlichkeit ein Ende zu bereiten, bzw.Zwischenfälle zu produzieren.Dass es den Linken gelingen wird, ein Klima wie in Frankfurt zu schaffen, glaube ich allerdings nicht.In vielen Städten wie Mannheim (lebensgefahr),Stuttgart oder Pforzheim kann es keine Gida geben- obwohl es dort gerade am Nötigsten wäre.Mein Vorschlag wäre, in den genannten Städten (und anderen auch),regelmässige Gida - Treffen abzuhalten.Z.b. könnte man ein Ortsschild an der Deutschlandfahne anbringen und auf diese Weise Gleichgesinnte aus der jeweiligen Umgebung finden.Was haltet ihr davon ?

Peter Merbitz
8. März 2015 02:10

@Conny Kramer:
Bei den nächsten Wahlen wird sich überhaupt nichts zeigen.
Glauben Sie im Ernst, dass dieses Volk noch zu irgend etwas in der Lage ist?
Wir können ja wetten und ich würde mich freuen, wenn Sie diese Wette gewönnen.

Olaf
8. März 2015 04:47

@Der Ghibelline
"Aber es gab und gibt hier auch authentischen Patriotismus, an den es wieder anzuknüpfen gilt. Die notwendige Versöhnung der Linken mit ihrem Vaterland sollte von „Rechts“ gefördert und nicht torpediert werden durch das Gleichsetzen von „links“ und „anti-national“. "
Das entspricht leider nicht der Wirklichkeit, die Zeiten von Thälmann und dem deutschen Wedding sind vorbei, die Linken sind vollkommen antideutsch bis ins grün-verschimmelte Mark. Als Beispiel sei das Gedenken an Dresden genannt, die SED war nie so verkommen wie "Die Linke" und die "90 Grünen", welche bekanntlich heutzutage den Massenmord feiern. Der linke Nächstenhass und die strategische Fernstenliebe sind das Problem. Die RAF wollte die Heimkinder als Armee gegen das deutsche Volk einsetzen, die heutige Linke will die Asylmassen benutzen um ihre Vernichtungsträume zu verwirklichen.

L.Edler
8. März 2015 06:25

Bin skeptisch, aber mal sehen. Die "Sächsiche Zeitung" meinte ja in ihrem Bericht zur letzten Pegida-Demo, daß die mediale Aufmerksamkeit noch geringer sei als bei den Demonstrationen zuvor. Obwohl die offiziellen Teilnehmerzahlen ja gestiegen sind. Lustig, daß die "Sächsische Zeitung" dann trotzdem im selben Artikel schreibt: "Bachmann spricht auch über „die Medien“, die Pegida jetzt angeblich totschweigen würden." Ja klar, wenn die Teilnehmerzahl steigt und dann trotzdem laut Aussage der "Süddeutschen Zeitung" die mediale Aufmerksamkeit sinkt, dann ist es ja auch eine völlig abwegige These, daß Pegida totgeschwiegen wird... Ja ne, is klar.

Was andererseits vielleicht etwas Hoffnung gibt: Daß die "Flüchtlings-Problematik" in Dresden wieder aktuell ist, scheint ja nochmal Auftrieb zu geben. Vielleicht gelingt noch ein Wunder, und Pegida überschreitet ab einer gewissen Teilnehmerzahl nochmal die Aufmerksamkeits-Schwelle, die dann wiederum einen 2.Medien-Hype auslöst. Allerdings hoffe ich, daß Pegida nicht in eine schrill-einseitige Anti-Islam-Schiene abdriftet, wie der Auftritt von Herrn Stadtkewitz zuletzt befürchten ließ...

Gruß, L.Edler.

Frank Sch.
8. März 2015 10:59

Mobilisierungsvideo: PEGIDA Abendspaziergang am 09.03.2015 in Dresden - Timelapse

https://www.youtube.com/watch?v=ybQnLfYNx1o&feature=youtu.be

Respekt, sehr gute Arbeit!

Falkenstein
8. März 2015 11:57

@Conny Kramer:
wo kommt nur diese deutsche Gutgläubigkeit immer wieder her;
Das Hoffen auf Wandel durch "Wahlen".
Wandel durch Wahlen setzt das Vorhandensein einer ausgewogenen Repräsentanz von Bürgervertretungen voraus, im letzten Jahrhundert erfüllten dies: Parteien.
Wir haben weder ausgewogende Parteien noch eine einzige Partei die sich für mehr als kleinstkommunale Autonomie berufen fühlt. Mithin können sich die Deutschen die Finger wund wählen in den Kabinen und ihrem Volkstod zuschauen.
Möchte warnen vor all den noch so schillernden Parteineugründungen der letzten Jahe und der Gegenwart - sie alle haben das Down Syndrom schon im Fundament. Auch eine AfD.
Die Deutschen brauchen eine VOLKSVERSAMMLUNG freier Bürger, zunächst rudimentär erwachsen aus den Strassenprotesten,
die Besten des Volkes sollen uns in einer neuen Paulskirche vertreten. Sie werden von Ebene zu Ebene aufsteigen.
Die "Parteien" mögen draußen bleiben, sie vertreten fremde Interessen, lobbyistische Interessen und Strukturen, die zu nichts mehr tauglich sind.

Der Ghibelline
8. März 2015 12:35

@ Olaf
Ich stimme Olaf völlig zu, daß die heutige deutsche Linke in grosso modo eine Zumutung in Sachen Patriotismus darstellt. Aber was ist die Konsequenz daraus? Sie aus der Volksgemeinschaft ausschließen? Zu „Rechten“ umerziehen? Die schmerzliche Spaltung in unserem Volk weiter vertiefen? Das ist m.E. eine Sackgasse und realistisch gesehen auch gar nicht umsetzbar. Es bleibt uns nur der – zugegeben sehr beschwerliche – Weg, den "Linken" Brücken zu bauen, um sie wieder ins deutsche Boot zurückzuholen. Ansatzpunkte sind:

Die Globalisierung mit ihren ökonomischen und sozialen Kollateralschäden.Sie schreit förmlich nach einer Renaissance des Nationalstaats als Schutzraum.

Die Masseneinwanderung. Sie kann man auch als Angriff auf die deutschen Arbeiter/Arbeitnehmer ansehen, um die sozialen Standards und Löhne zu drücken.

Die Einmischung raumfremder Mächte – allen voran die USA – in die Belange der Völker und Nationen. Hier wird bei vielen Linken der tief verankerte Antiimperialismus geweckt.

Die Kriegshetze gegen Rußland. Hier plädieren selbst „Rechte“ für eine deutsch-russische Verständigung.

Das sind alles sowohl "klassisch linke" als auch PEGIDA-Themen!

Im Übrigen: Die "Linke" ist ebenso wie die "Rechte" kein monolithischer Block, hier sollten wir genauso deutlich differenzieren wie wir es beim politischen Gegner immer vermissen.

Daß sich der beschwerliche Weg des „Brückenbauens“ lohnt, zeigen die cholerischen Reaktionen der politischen Klasse und ihrer Antifa-Hilfstruppen auf erste zarte Pflänzchen á la Compact und PEGADA/EnDgAmE: nichts hassen sie mehr als eine Querfront der vernünftigen politischen Kräfte von links bis rechts. Es ist ein zuverlässiger Hinweis, daß wir hier genau auf dem richtigen Weg sind.

Michael Koch
8. März 2015 17:28

@ L.Edler

Jaja, der Stadtkewitz! Solche Leute braucht man wirklich nicht. Seine Attitüde war die eines typischen brd-Polit-Clowns (hat er ja in der CDU gelernt). Seine Rede war wertlos. Mehr sage ich zu diesem Heini nicht.

Bender
9. März 2015 00:50

@ Der Ghibelline

„Es bleibt uns nur der – zugegeben sehr beschwerliche – Weg, den „Linken“ Brücken zu bauen, um sie wieder ins deutsche Boot zurückzuholen.“

Die Querfront-Debatten sind etwas fehlplatziert. Es wurde schon unzählige Male versucht diese Brücken zu bauen und es wurden bereits unzählige Sachen dazu geäußert, auch die Praxis versuche haben dies ergeben, wie einseitig dieser Wunsch ist. Die jetzige „Linke“ will kein Bündnis, weil es dieses nicht braucht! Dabei sollte jedem schon mal aufgefallen sein, dass der Vorstoß einer „Querfront“ immer von „rechts“ kommt. Und eine Verbindung von „rechts“ und „links“ kann nie gut ausgehen für die „Linke“, sofern die „Rechte“ ihre Positionen nicht total verwässert. Es müsste August Bebel gewesen sein, der Sinngemäß erklärte: Wenn links mit rechts koaliert, verliert die Linke.
Dies heißt nicht, dass man keine „linken“ Theorien oder Methoden aufgreifen darf und sie benutzen sollte (nachdem diese transformiert wurden) auch spricht nichts gegen punktuelle Diskussionen (welche es in kleinen Kreisen gab) aber eine Querfront wird es nicht geben. Wichtig ist, dass eine Rechte nur auf vernünftige und kluge „Linke“ zu gehen kann (akzeptieren von Ethnien und Nationen als Möglichkeit der Vielfalt, nicht um diese zu terminieren) welche dann schon ganz von alleine kommen werden (Kleine-Hartlage).

Zu den einzelnen Punkten:

„• Die Globalisierung mit ihren ökonomischen und sozialen Kollateralschäden.Sie schreit förmlich nach einer Renaissance des Nationalstaats als Schutzraum.“

In der Regel sollen Staaten und Nationen aufgelöst werden, weil diese die Menschen unterdrücken. Die ausländische Linke mag dies anders sehen (was gut ist) aber in der Deutschen herrscht darüber Konsens.

„• Die Masseneinwanderung. Sie kann man auch als Angriff auf die deutschen Arbeiter/Arbeitnehmer ansehen, um die sozialen Standards und Löhne zu drücken.“

Wurde damals von Lafontaine versucht, ist aber aufgrund der Parteilinie gescheitert. Meistens wird von der internationalen Arbeiterschaft ausgegangen, welche überall dem globalen Kapitalismus unterworfen ist. Von „Lohndrückung“ will man nichts hören, weil dieses Argument angeblich die Arbeiterschaft spalten würde.

„• Die Einmischung raumfremder Mächte – allen voran die USA – in die Belange der Völker und Nationen. Hier wird bei vielen Linken der tief verankerte Antiimperialismus geweckt.“
„• Die Kriegshetze gegen Rußland. Hier plädieren selbst „Rechte“ für eine deutsch-russische Verständigung.“

Hier ist sich ja nicht mal die „Rechte“ einig wie sie vorgehen will. Auch wenn sich die „Amerika Treuen“ fragen sollten, ob ihr Verständnis ausreicht für die Gleichung: Masseneinwanderung = „American Way of Life“. Die „Linke“ kann sich nur für andere Völker begeistern, nicht für dass Eigene. Das hängt mit dem Verständnis von unterdrückten und unterdrückenden Nationen zusammen. Beispielsweise soll den Kurden eine Nation zu Teil werden, im gleichen Atemzug ist aber eine deutsche Nation stets faschistisch oder irgendwas anderes. Ob die Kurden dann ihre erkämpfte Nation auflösen müssten, bleibt unbeantwortet. Aber es wird einfach davon ausgegangen, doch warum sollten die Kurden dann für eine kämpfen?

Selbst eine antiimperialistische „Linke“ in Deutschland ist antinational und zudem gibt es den immer stärker werdenden antideutschen Flügel mit seiner Amerika-Solidarität. Also nichts mit gegen die USA, obwohl gerade jene Solidarität einigen „Rechten“, mit ihrem stupiden (!) Kampf gegen den „Islam“, gefallen könnte. Der Kampf gegen die Islamisierung Deutschlands ist was anderes, als der Kampf gegen den „Islam“.

„Im Übrigen: Die „Linke“ ist ebenso wie die „Rechte“ kein monolithischer Block, hier sollten wir genauso deutlich differenzieren wie wir es beim politischen Gegner immer vermissen.

Ja die Linke ist „kein monolithischer Block“, aber genau jener „Block“ steht einem gegenüber wenn es gegen „rechts“ geht. Da halten auch Antideutsche und Antiimperialisten zusammen, wie in Dortmund beim „Antikriegstag“ oder wie in Dresden.

Sicherlich hasst die Linke eine Querfront Bestrebung, weil sie sich immer beleidigt fühlt wenn man ihre Denker benutzt (ganz schlimm sind die Anarchisten). Aber die „Linke“ besitzt die Deutungshoheit über viele Themen und die „Rechte“ tut gut dran sich diese Themen mit ihren eigenen Standpunkten zurück zu erobern, aber eine Querfront braucht es dazu nicht. Denn die „Linke“ ist Teil des Systems und warum sollte mit diesem paktiert werden.

Siehe auch https://www.blauenarzisse.de/index.php/anstoss/item/4867-mythos-querfront

Der Ghibelline
10. März 2015 10:36

@ Bender
@ Olaf

Lieber Bender, lieber Olaf, ich kann Ihren Unmut und die Verbitterung über die deutsche "Linke" menschlich sehr gut verstehen, auch wenn ich hier vor allzu pauschalen Urteilen warnen möchte.

Allerdings war die Beschreibung des ohne Zweifel schlimmen Status quo nicht mein Anliegen, sondern die Frage, welche Aufgaben sich daraus für uns ergeben und welche konkreten Konsequenzen zu ziehen sind.

Und da bleibt die konservativ-rechte "Anti-Links-Fraktion" eine Antwort schuldig.

Um es mit einem Bild zu verdeutlichen: die Nation ist ein Haus. Dieses Haus hat viele Wohnungen, mit unterschiedlichen Einrichtungen und Bewohnern. Dieses Haus ist verloren, wenn bei einer Bedrohung von außen diese Bewohner sich gegenseitig die Köpfe einschlagen, statt eine Gemeinschaft zum Schutze des Ganzen zu bilden. Dazu muß keiner seine Wohnung in einem vorgebenen Einheitsmuster tapezieren oder seine geliebten Möbelstücke wegwerfen.

Der nationale Konsens ist lediglich, daß dieses Haus und seine Bewohner an sich erhaltens- und beschützenswert sind. Und das werden meiner Meinung nach die meisten Bewohner letztlich sein, egal welcher politischen Coleur.

Über Gestaltungsfragen des Treppenhauses, der Fassade und des gemeinsamen Gartens kann man sich später friedlich und vernünftig auseinandersetzen. Der Begriff "Querfront" ist von mir vielleicht unglücklich gewählt, da aufgrund der Historie mit negativen Assoziationen besetzt. Aber der Begriff ist unwichtig, es geht mir um die Idee der Verständigung, ohne die ein Volk keine Zukunft hat.

Leider - und da gebe ich Bender/Olaf völlig Recht - gibt es auch nicht wenige Bewohner, die das Haus komplett abreißen wollen und sich bereits am Fundament und den tragenden Wänden zu schaffen machen - diese "Anti-Deutschen" sind mit aller Kraft zu bekämpfen und an ihrem bösartigen Tun zu hindern.

Meine Zuversicht liegt darin, daß ich diese Gruppe - trotz aller Irrungen und Verwirrungen in unserem deutschen Haus - für nicht mehrheitsfähig halte und auf Herz und Verstand der anderen Bewohner baue. Und dazu förderlich ist eine grundsätzliche Gesprächsbereitschaft unsererseits und keine Vertiefung der Gräben.

Was schlagen Sie alternativ zu diesem Ansatz vor? Ich bin offen für konstruktive Anregungen und gespannt auf Ihre Antworten!

Weltversteher
10. März 2015 18:22

Die Rede von Friedrich Fröbel gestern (in Leipzig) war beeindruckend. Nicht nur sehr sicher. Es wurde doch hier schon öfter gesagt, man müßte vor den Massen mehr Inhalt vermitteln. Vor allem über die Suche nach uns selbst. Genau das hat er getan, mit gut gewählten Einzel-Gedanken, und zugleich aus einem Guß. Richtig erfrischend.

Ist der Mann irgendwoher bekannt, oder ist sein Name gar ein Pseudonym?

Bender
11. März 2015 22:08

@ Der Ghibelline

Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen, hier der Versuch einer Antwort:

Eine pauschale Verurteilung bedarf es nicht, weil - wie Sie richtig erkennen - die „Linke“ selbst Schuld ist an diesem „schlimmen Status quo“. Sie wird also nur an ihrem tun gemessen.

Gehen wir also zuerst auf die sehr schön gewählte Haus-Metapher ein. Es gibt auch die Bewohner des Hauses, die sich nicht für Politik interessieren und einfach nur ihrem Treiben nachgehen. Diese und auch andere sehen keinen gemeinsamen Feind. Wir haben es nicht, wie in Filmen, mit einem außerirdischen Gegenspieler („Independence Day“, „War of the Worlds“) zu tun, gegen die das ganze Haus, trotz aller ethnischen und kulturellen Unterschiede, zusammenhält, weil dieser wirklich ihre Existenz bedroht. Wie in jedem System kann man seinen Frieden damit machen.

Der einzige gemeinsame Feind ist oft die „Rechte“ (oft auch für einige „Rechte“ selbst, die nicht mit „Faschisten“ oder bürgerlichen zusammenarbeiten wollen). Dieser „Rechten“ werden sämtliche Schlechtigkeiten angedichtet, wo manchmal nur fehlt, dass diese Kinderschlachten würden, zumindest hatte „faz“-Mann Kohler mal von „Brunnenvergiftern“ geredet. (vgl. auch die Pegida-Beiträge bei Sezession, Lichtmesz hat dies öfters herausgestellt).

Gegen Masseneinwanderung lässt sich kein linker Blumentopf gewinnen, dass gleiche gilt für Islamisierung. Mal abgesehen davon, dass die „Linken“ einfach aus den Problem Wohnungen ausziehen und sich in eine bessere Wohnung niederlassen, um sich dann aus der Ferne wieder über ihre ehemaligen Nachbarn beschweren können, weil die mit den neuen albanischen Mitbewohnern nicht klarkommen. (Selbst die „Zitty“ musste sich diesmal in einem älteren Artikel eingestehen, im Denken hat sich aber nicht viel geändert. Noch heute können sich die meisten „Linken“ eher für einen Ausländer als für einen Deutschen begeistern, auch wenn die Arbeiterklasse, falls es gerade passt, dann und wann reaktiviert wird.)

Gegen Amerikanisierung, hier als Synonym für Kapitalismus und westliche Dekadenz, ertönt oft der Vorwurf Antisemitismus (auch hier schon vernommen) und zudem ist der Kapitalismus selbst für viele „Rechte“ immer noch eine Art Segen, auch wenn große Konzerne wie Amazon eine bestimmte Richtung verfolgen (vgl. die hier stattgefundene Auseinandersetzung, vgl. auch „eigentümlich frei“). Zwar polemisiert die „Linke“ auch gegen Amerikanisierung bzw. Kapitalismus, doch das eigene Volk spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle, geschweige dann der wirkliche Schutz des Hauses. Irgendwie soll es allen(?) besser gehen, doch wie es umgesetzt wird, können die wenigsten erklären, schließlich hatte ja auch Marx keine Blaupause für eine soziale Revolution hinterlassen.

Friedensaktivisten (oder Antikapitalisten) deswegen die Tür vor der Nase zuschlagen, wenn sie sich an den Protest von „Pegida“ beteiligen wollen, sollte man nicht. Hier wäre im Kleinen ein möglicher Verbindungspunkt. Doch auch hier läuft die Distanzierung von „links“ auf Hochtouren (vgl. einzelne Beiträge der „taz“ oder die Seite „friedenswinter“).

Die ausländische „Linke“, wie oft auch die dortigen „Rechten“, sehen das anderes mit dem Kapitalismus. Aber diese Gruppen haben unser Haus auch oft als Gegenpart ausgemacht, was man diesen nicht verübeln kann. Was hierzulande wiederum einige „Rechte“ nicht sehen bzw. falsch verstehen. Kubitschek musste in Italien ja auch erst erklären, dass nicht alle Deutschen hinter Merkel stehen. Doch sollte man sich eher der „Rechten“ zuwenden. Trotz mancher Äußerungen des Front National oder der jetzigen Forderungen der griechischen Regierung hinsichtlich von Reparationszahlungen, welche eine neue Form der Dreistigkeit darstellt. Aber die Debatten für Griechenland-Hilfe sollten von der „Rechten“, meines Erachtens, auch anders gesehen werden. Während einige zu Recht stöhnen, dass Gelder für Griechenland gezahlt werden, sollte man doch hinsehen, wo alle Gelder hingehen und dass Deutschland (also die Regierung und einige Wirtschaftsbereiche) von einem stabilen Griechenland profitiert.

Das Problem ist die jetzige Hausverwaltung bzw. die momentane Vermietung, die ihr Haus bereinigen bzw. umgestalten will, dazu manchen Mietern Zugeständnisse macht, andere zu sich einlädt, wieder andere rausekelt oder andere Hauser anfängt zu renovieren, dass ihr eigenes hübscher und schöner wird.

Insofern steht der „Hauptfeind“ (Liebknecht) im eigenen Haus und vielleicht sollte man sich erst mal mit den „rechten“ Hausbewohnern verständigen, bevor man auf die „Linken“ zugeht. Die sich dann noch entscheiden können, ob sie das Haus weiterhin mit den Herrschenden untergraben will oder irgendwann mitgestalten wollen, aber nicht so wie die Herrschenden momentan tun.

Gehen wir nun noch mal direkt auf die folgend Frage ein: „welche Aufgaben sich daraus für uns ergeben und welche konkreten Konsequenzen zu ziehen sind.“

Wie ich bereits oben (andren Beitrag) erklärte, können „linke“ Theorien aufgegriffen werden, um sie dann zu transformieren und nach „rechts“ zu überfrühen, es könnte also die Abscheu (ich will das hier mal so nennen) die teilweise vor „linken“ Theorien bzw. seinen Theoretikern besteht, behoben werden. Als ein positives Beispiel fallen mir die Überlegungen von Gramsci ein, die auch in der „Rechten“ rezipiert wurden. Fernen natürlich auch Pasolini oder Dutschke

Weiterhin gab es Diskussion im Kleinen und kann sie auch weiterhin geben, aber viel wird daraus kaum werden. Etwa „Linke“ wechseln die Seite oder als alternative, sie würden mit ihrem moralischen Gesäusel von Demokratie und Menschenrechten aufhören, die dann doch nur für ihresgleichen gilt.

Denn die „Rechte“ ist fast immer offen für Gespräche. Es sind die „linken“ Kräfte, die diese Gespräche oft nicht wollen bzw. nicht öffentlich wollen, weil sie was zu verlieren haben. Die „Rechte“ kann nur Raum dazu gewinnen, den die „Linke“ noch besetzt hält, weil sie fälschlicherweise denkt, es wäre ihrer. Statt sich „Linke“ an Zwischentagen oder Sarrazin-Lesungen beteiligen, stehen sie eher davor und rufen: „Nie wieder Rassismus“, „Nie wieder Deutschland“.

Ferner könnten noch Themen aufgegriffen werden, die die „Rechte“ nur wenig interessieren. Beispielsweise Comics, welche als Deutungskämpfe(/Metapolitik), frei nach Gramsci, zu verstehen sind.
Mit Filmen und Literatur klappt dies schon recht gut. Gerade die Rezessionen von Lesern der Sezession sind hier mehr als positiv hervorzuheben und auch die Diskussion die hier um Krachts „Imperium“ und Pirincci stattfanden, können hier ebenfalls nur positiv erwähnt werden.

Der gewählte „Konsens“; einschließlich der „Zuversicht“, werter Ghibelline, ist sicherlich schön und ehrenwert, aber nach wie vor bleibt das Problem bestehen, dass manche das Eigene nicht mehr schützen wollen, weil sie kein Haus mehr brauchen bzw. noch nicht erkannt haben, dass sie es doch brauchen. (Wie Sie ja selbst sagen: „die das Haus komplett abreißen wollen und sich bereits am Fundament und den tragenden Wänden zu schaffen machen“.)

Wie will man auch einen Begriff wie Nation retten, bei dem die meisten „Linken“ sofort an Mord oder Rassismus (nicht der gegen Weiße, der wäre ja gut) denken? Erst neulich Stand auf einem Transparent gegen „Pegida“ Nürnberg: „Jedes bisschen Deutschland ist zu viel“. Angeblich wollen sie kein Teil von diesem Haus, doch mietfrei wohnen bzw. Zuschüssen nehmen sie gerne und auch als Schläger lassen sie sich mobilisieren, um ihren Hass gegen die anderen Mitbewohner auszuleben.

Warum sollte also mit so einer „Linken“ gekämpft werden? Eher sollte versucht werden die „Rechte“ zu ähnlichen Standpunkten zubewegen oder auch eine gemeinsame „Rechte“ zu verwirklichen, umso einen gemeinsamen Flur zu schaffen. Dies wäre auch besser anstatt sich ständig von einander abzugrenzen, weil manche zu faschistisch, semilinks oder bürgerlich sind (Motto: Getrennt Spazieren, gemeinsam zuschlagen). Jeder könnte sich dann auf seine Art und weiße für das Haus stark machen und die „linken“ Bewohner können sich dann produktiv (!) dran beteiligen oder weiterhin ihre dusslige Hausordnung mit ihrer Gendersprache beibehalten und die sie allen aufzwingen wollen, bevor diese schlussendlich sowieso in den Mülleimer wandert.

Ich hoffe unter meinen spekulativen Zeilen lassen sich einige „konstruktive Anregungen“ und „Alternativen“ ausmachen.

Der Ghibelline
14. März 2015 09:50

@ Bender

Lieber Bender,

daß man mit der antideutschen Linken nicht zusammen kämpfen kann, habe ich bereits im ersten Beitrag deutlich gemacht, das ist klar. Es betrifft übrigens alle Antideutschen, auch einen solchen liberalen "Mittisten".

Ich bestreite allerdings, daß grundsätzlich jeder Linke antideutsch ist. Diese Gleichsetzung grenzt diejenigen unnötig aus, die trotz ihres "Linkssein" (was immer das bedeuten mag) einen positiven oder zumindest keinen negativen Bezug zu Heimat und Nation haben. Das ist sicherlich eine Minderheit, aber es gibt sie: bei Compact, auf den Friedensdemos, bei Endgame, bei den Maoisten, in der normalen bürgerlichen Wählerschaft der SPD etc.

Wie ich schon sagte, wird das kein einfacher Weg sein, aber für die künftige Rückverwandlung der heutigen Bevölkerung in ein Volk ist es eine conditio sine qua non.

Übrigens:
Die von Ihnen angestrebte "rechte Einigung" ist nach den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte mindestens genauso visionär...

Bender
15. März 2015 23:57

@ Der Ghibelline
Werter Ghibelline,
bei den antideutschen sind wir uns einig, diese sind aber eine große Mehrheit. Und die andere Linken vertreten oft einen Antinationalismus, zumindest für Deutschland und manchmal auch nur indirekt, wenn sie sich schützend vor den Standort Deutschland stellen.

Es geht nicht um die Ausgrenzung von produktiven „Linken“, wie ich oben schreibe, aber sollte diese auch auf uns zukommen, weil das Interesse muss schon von beiden Seiten kommen. Die Tür kann ja (zeitweise) offenstehen, aber wer reingelassen wird, sollte dann stets abgewogen werden. Ich bin eher für die Bildung eigener „organischer Intellektueller“ (Gramsci) von „rechts“.
Zu dem Beispiel mit den Friedensdemos habe schon was geschrieben, Compact ist schon sehr weit nach „rechts“ offen und hat nicht mehr soviel mit der „Linken“ zu tun (Elsässer ist ein gutes Beispiel für einen Wechsel und man kann auf seinem Blog nachverfolgen, wie die ehemaligen Mitarbeiter von der „jungen Welt“ über ihn schreiben), selbiges könnte man zu „Endgame“ sagen (auch hier die üblichen Gegner), Maoisten, hatte ich noch nicht das Vergnügen, aber mal mit Trotzkisten von der SAV, die haben auch was von der Nation geredet, wollten aber keineswegs mit irgendwas „rechtem“ in Verbindung gebracht werden und verfielen dann in den üblichen Pawlow'scher Reflex. Hinzukommt bei solchen Gruppen die ganze „Willkommenskultur“ für jegliches „Fremde“. Selbst wenn „Linke“ von Ausländern bedroht oder sogar missbraucht werden, ändert sich nicht viel im Denken, Pirincci ist mal auf so einen Fall, der bei „Indymedia“ kursierte, eingegangen. Weiterhin hatte ich mit unzähligen „Linken“ aus der Partei „Die Linke“ zutun, früher (noch gar nicht so lange her) mindestens einmal die Woche. Die jungen Leute sind oft so vernagelt oder nur gegen etwas, damit kann man nicht viel anfangen, geschweige denn undogmatische Gespräche führen.

Die meisten von Ihnen genannten Beispiele sind schon eher „rechts“ zu verorten, wobei ich lieber dazu tendieren möchte: Es sind Leute, die mit der jetzigen Politik unzufrieden sind und sich „von unten“ gegen „die da oben“ auflehnen.

Es sind die bürgerlichen Kräfte die hier noch am interessantesten sind. Diese mögen sich zwar teilweise als „links“ verstehen, sind es aber in der Regel nicht zwingend, wenn es beispielsweise um ökonomische Fragen wie die Gewinnbeteiligung geht.

„Die von Ihnen angestrebte „rechte Einigung“ ist nach den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte mindestens genauso visionär…“

Das streite ich nicht ab und ist mehr als utopisch, aber ich wollte damit ausdrücken: Man sollte erst die Nachbarn besuchen die einem ohnehin näher stehen sollten(!). Zumal sich in der AfD (die ich in der Skala bei der FDP eingestuft hätte, Kubitschek nennt es auch passenderweise FDP 2.0) was tut. Und wenn man eine ernstzunehmende Größe ist mit den eignen Freiräumen, dann kommt die „Linke“ von ganz alleine, die Frage ist nur wie sie dann auf einen zukommen wird….

Übrigens, wie die Zusammenarbeit mit „Linken“ früher aussah, kann man in vielen Ausgaben des „Fahnenträgers“ nachlesen, den es leider nicht mehr gibt.

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