27. März 2015

Warum die 15 Millionen neuen „Fachkräfte“ zu Hause bleiben können

von Felix Menzel / 69 Kommentare

Felix Menzel ist Chefredakteur des Schülerblogs blauenarzisse.de.

Ich bin Jahrgang 1985. Das heißt: 2050 werde ich 65 Jahre alt sein. Wenn Wissenschaftler im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung fordern, Deutschland bräuchte bis dahin um die 15 Millionen „Fachkräfte“ aus Nicht-EU-Staaten, dann ist das ein Schlag ins Gesicht meiner Generation.

Im Klartext heißt das nämlich, daß diese Wissenschaftler es meiner Generation nicht zutrauen, Deutschland halbwegs über die Runden zu bringen. Gibt es für dieses Mißtrauen nun irgendwelche nachvollziehbaren Gründe?

Nein! Nicht im Geringsten. Man kann meiner Generation viel vorwerfen. Ihr mangelt es an Idealismus, sie ist opportunistisch und sie interessiert sich nicht für die Vergangenheit ihres Volkes. Aber eines zeichnet diese Generation definitiv aus, was den technokratischen Wissenschaftlern eigentlich sogar gefallen müßte: Mindestens seit 1945 hat es keine solch pragmatische Generation wie meine gegeben.

Diese Generation ist dermaßen leistungsbereit, daß sie anscheinend alle anderen Dinge, die das Leben ausmachen könnten, vergißt. Es gibt in meinem Bekanntenkreis zwei Sorten von Menschen: solche, die unermüdlich arbeiten und noch keine Kinder haben; und solche, die sich sehr bewußt für eine Familiengründung entschieden haben und in den nächsten 35 Jahren alle damit verbundenen Entbehrungen und Konsequenzen gerne tragen werden.

Niemand in meiner Generation wird meckern. Niemand wartet darauf, daß irgendwann einmal andere unseren Wohlstand erarbeiten. Das können wir selbst gut genug.

Wir sind eine selbstbewußte Generation, weil sich durch die weitverbreitete Geburtenverweigerung unserer Elterngeneration die meisten Türen wie von selbst öffnen. Wir werden zu jeder Zeit einen Arbeitsplatz finden und können es uns sogar erlauben, mit unserem Chef über unsere „Work-Life-Balance“ zu debattieren.

Pragmatismus – das bedeutet auch, daß wir die nötige Härte mitbringen, um im 21. Jahrhundert bestehen zu können. Wir erwarten keine Rente mit 65. Zugleich fehlt uns das Mitleid für kinderlose Rentner, deren Ersparnisse dafür draufgehen, daß sie sich ihre letzten Lebensjahre im betreuten Wohnen oder Altersheim versorgen lassen.



Wir sind übrigens auch klug genug, um zu wissen, daß es zu unserem eigenen Vorteil ist, wenn ein paar Polen, Spanier oder Griechen bei uns aushelfen, wenn es tatsächlich einen Engpaß gibt – etwa, wenn in einer ländlichen Gegend sich kein einheimischer Arzt mehr finden läßt, der die Behandlung unserer Eltern übernimmt. Dann freuen wir uns, wenn ein Einwanderer diese Aufgabe übernimmt, damit uns der Krankendienst erspart bleibt.

Warum aber nun 15 Millionen Afrikaner und Asiaten dafür nötig sein sollen, daß es uns auch in Zukunft gut geht, das leuchtet uns nicht ein. Nichts gegen Afrikaner und Asiaten, wir sind schließlich wahnsinnig stolz auf unsere Toleranz und Weltoffenheit, aber zwei mal drei hat eben nur bis kurz nach 1968 vier ergeben.

Zwei Google-Suchanfragen reichen aus, um die Fehler der tollkühnen Rechnungen der Einwanderungsbefürworter zu entlarven: Drei von vier Flüchtlingen, die vor zehn Jahren nach Dänemark kamen, sind heute arbeitslos. Wenn das mit den 15 Millionen neuen „Fachkräften“ genauso laufen sollte, müßten wir für über elf Millionen Menschen zusätzlich sorgen. Sorry, das Risiko ist uns zu groß, denn in Großbritannien sieht es nicht besser aus. Das Land profitierte zwar von europäischer Zuwanderung, mußte aber in den letzten Jahren 120 Milliarden Pfund an Verlusten durch Einwanderung von außerhalb Europas verbuchen.

Würden wir bei unserer eigenen Lebensplanung genauso verantwortungslos rechnen wie die Bertelsmänner dieser Republik, hätte Deutschland ein echtes Problem. Dann wären wir nämlich wirklich bald Pleite. Aber keine Sorge: Wir bleiben pragmatisch.

Felix Menzel ist Chefredakteur des Schülerblogs blauenarzisse.de.

Kommentare (69)

Wilhelm Mayrhuber
27. März 2015 17:48
Hoffen wir, dass Sie Recht behalten Herr Menzel! Ich - drei Jahre älter als Sie - kann bestätigen:

-Wer im Alter kinder- und mittellos ist, hat selten Mitleid verdient
-Wer an einen gottgegebenen Anspruch auf staatliche Rente glaubt, ist nicht ganz dicht
-Gegen harte Arbeit habe ich nichts - und erst recht nicht gegen Selbständigkeit
heinrich
27. März 2015 18:34
Hundert mal "Daumen hoch", Herr Menzel; Sie haben die Sache ganz nüchtern auf den Punkt gebracht.
Am Besten als Rundbrief an die Multikulti-"Spezialisten" schicken...
Marcus Junge
27. März 2015 18:48
Wo "Bertelsmann" außen im Titel steht, finden sich innen im Text nur Lügen. Geht es dann auch noch um "Fachkräfte", ist es die Agenda der Umvolkung, die mit jedem Mittel, egal wie absurd oder unlogisch, verkauft wird.

Waren das in Dänemark nun Flüchtlinge oder "Flüchtlinge". Erstere hätten Asyl bekommen, um zeitweise Schutz zu finden und würde auch wieder gehen / gegangen werden. Letztere sind jedoch Einwanderer ins Asozialsystem und werden von Umvolkungspolitikern eingeladen, egal ob Spanien (Legalisierungsgesetz), USA (ist ja ganz aktuell mit dem Legalisierungsgesetz von Obama), England (der aufgeflogene Skandal Brown / Blair, Schaffung einer dauerhaften Stimmenmehrheit bei Wahlen, durch hemmungslose Masseneinwanderung, in Abstimmung mit der gesamten Sozialdemokratie der EU) oder halt derzeitige Vorschläge / gelebte Realität der BRD (siehe JF "Integrationsminister" NRW / Mäurer in Bremen).
OJ
27. März 2015 19:23
Sehr richtig. Ich (ähnliches Geburtstsjahr) empfinde das ständig lauter werdende Getrommel nach immer noch mehr Buntheit auch zunehmend als ganz persönliche Beleidigung.
Hugo
27. März 2015 19:57
Vielleicht gibt es ja einen "Masterplan", so dass bis 2099 (manche sagen, dass die Geheimverträge mit den USA bis dann gültig sind) Deutschland in seiner jetzigen Bevölkerung soweit ausgedünnt sein muss, dass nur noch maximal 10 % übrig sind. Dann würde doch auf einmal alles Sinn machen, oder?
Weltversteher
27. März 2015 20:12
Toller Text! Ob's nun stimmt oder nicht - solch eine Kampfansage soll weithin erklingen.
Rüdiger
27. März 2015 20:42
Verzeihung, Herr Menzel, aber ich teile Ihre Einschätzung unserer Generation nicht.

Diese Generation ist dermaßen leistungsbereit, daß sie anscheinend alle anderen Dinge, die das Leben ausmachen könnten, vergißt.

Und das soll nun pragmatisch sein? Mit der einseitigen Fixierung auf beruflichen Erfolg verwelken die anderen Blüten des sozialen Zusammenlebens, die in Deutschland primär in der Vereins- und Verbandskultur Ausdruck gefunden haben. Was bleibt, sind blutleere Industrieparks mit 24-Stunden-Fitnessstudios und -Lieferdiensten, die die Entwurzelten und Dauergestressten flexibel in ihr vom Hamsterrad definiertes Leben einbinden können.

Darüber hinaus darf die Frage erlaubt sein, zu welchem Zweck man sich eigentlich so abrackert? Wie Sie bereits festgestellt haben, bekommt ein erheblicher Teil der jungen Leute bewusst gar keinen oder erst spät Einzelkindernachwuchs. Zur materiellen Besserstellung der eigenen Familie kann's also nicht sein, denn die ist offenbar gar nicht gewünscht; es sei denn ...

[i]Wir sind eine selbstbewußte Generation, weil sich durch die weitverbreitete Geburtenverweigerung unserer Elterngeneration die meisten Türen wie von selbst öffnen. Wir werden zu jeder Zeit einen Arbeitsplatz finden und können es uns sogar erlauben, mit unserem Chef über unsere „Work-Life-Balance“ zu debattieren.[/i]

Es sei denn, wir befinden uns gerade nicht in einer Situation der Verhandlungsstärke auf dem Arbeitsmarkt, sondern in einer einzigartig benachteiligten Position, weswegen wir uns gar keine Familie mehr leisten könnten, selbst wenn wir es wollten. Mit dem seit 50 Jahren erfolgenden Zustrom von Frauen und Ausländern auf den Arbeitsmarkt und der zunehmenden Technologisierung, die in immer mehr Branchen zu struktureller Arbeitslosigkeit führt, ist eine dermaßen perverse Konkurrenzsituation entstanden, dass die U30-Generation nicht etwa aus Pragmatismus und Überzeugung ihr Leben dem schnöden Mammon opfert, sondern weil sie sonst eine Existenz in der sozialen Hartz-4-Isolation erwartet.

Diese Generation ist nicht nur ohne Ideale, sondern auch ohne Schutz vor Ausbeutung und Fremdbestimmung, ohne Verankerung im sozialen Gefüge und ohne Möglichkeit zur Revolte. Sie kann zusehen (entweder als vom Arbeitsstress erschlafftes Humankapital oder als deprimierter Staatsmündel), wie ihr Land und ihr Volk ausverkauft und abgeschafft werden, aber ist nicht einmal mehr imstande, Opposition dazu überhaupt zu formulieren. Diese Generation hat fertig.
Vulture
27. März 2015 20:59
So mak wi dat. Nichts hinzuzufügen.
Rainer Gebhardt
27. März 2015 21:40
En garde! Allez! Touché! Sehr gut, Herr Menzel.
Grau
28. März 2015 03:01
Es spricht wenig gegen eine maßvolle und vernünftig gesteuerte Zuwanderung, nur leider wird diese nicht verfolgt.
Aber das ist mittlerweile eine derartige Binsenweisheit, dass man sie nicht bei jedem Trommelschlag für "Fachkraftzustrom und Kulturbereicherung" erneut über das Stöckchen springen muss.

Schon gar nicht wie hier begleitet von breiten Misstönen, wie etwa dem von den mitleidlos gesehenen kinderlosen Rentnern, während man die "bewußte"Kinderlosigkeit von Mitgliedern der eigenen Generation mit "unermüdlicher Arbeit" (v)erklärt.
Wir sind selbstbewußt - weil sich die Türen wie von selbst für uns öffnen ... soll es nun schon als Stärke gelten, (in) offene Türen einzutreten?
Dass Sie die nötige Härte für das 21. Jahrhundert mitbringen und die Rechnung Ihrer Lebensplanung trägt ... das ist vorab großartig und leicht behauptet, die Arbeit, gerade auch die jenseits derStudierfächer, muss trotzdem erst noch gemacht werden. Es bleibt zu sehen, ob die Menzel-Generation das hier so stark Angesagte auch liefert, die erwarteten "35 Jahren Entbehrungen" übersteht und vielleicht sogar etwas mehr schafft, als Deutschland "über die Runden zu bringen". Das hat zwar bislang noch jede Generation geschafft, als Ziel allein ist es die hier ausgebrachten Vorschusslorbeeren und das reichlich jugendlich tönende Eigenlob nicht wert.

Was das mit der Einwanderung zu tun hätte? Nun, falls die Generation Menzel nicht liefert, wäre es um so nötiger, eine maßvolle und vernünftig gesteuerte Zuwanderung zu betreiben.
Fachkraft
28. März 2015 07:22
Ihre Generation ist, wenn ich die statistische Fertilität richtig interpretiere, sogar noch schlechter als ihre Elterngeneration: Noch nie war die Geburtsrate in Deutschland so niedrig wie heute.

Obwohl die Universitäten aus allen Nähten platzen und es noch nie so viele Studenten gab wie in ihrer Generation, beklagen Politik und Industrie einen Fachkräftemangel, der in den technischen und naturwissenschaftlichen Berufen tatsächlich existiert. Was nichts anderes heißt, als das ihre Generation am Bedarf vorbeistudiert und Studiengänge belegt, die das reale Leben nicht wirklich braucht: Soviel 'Geisteswissenschaftler' wie in ihrer Generation hat es noch nie gegeben.

Genau das ist eine der wesentlichsten Ursachen für die zurecht beklagte Misere in diesem Land: Leute, die lieber dummes Zeug schwatzen, statt Maschinen zu konstruieren, dominieren diese Gesellschaft mittlerweile in einer unerträglichen Art und Weise, als direkte Folge einer völlig missratenen Bildungspolitik.

Dafür kann ihre Generation zwar nichts, aber mehr Kinder, Ingenieure oder Facharbeiter bringt sie eben auch nicht hervor.
Hartwig
28. März 2015 11:46
" die sich sehr bewußt für eine Familiengründung entschieden haben und in den nächsten 35 Jahren alle damit verbundenen Entbehrungen und Konsequenzen gerne tragen werden. "

@ Menzel
Was für ein Satz!
Wer sich bezüglich Kjnder selbst vor die Wahl stellt, ist nur unter äußersten Umständen satisfaktionsfähig. Solange sich Menschen "sehr bewußt" für Familie entscheiden und das mit "Entbehrungen und Konsequenzen"verbinden, solange kann das nichts werden!
Eine Reproduktionsrate von 2+ wird es erst dann geben, wenn Familiengründung wieder zur Selbstverständlichkeit wird, und wenn die Kinder "in die Welt gesetzt" werden, anstatt den Kindern "eine Welt zu bieten" - ja, letzteres könnte tatsächlich in 35jährige "Knechtschaft" münden.

Ihre Generation, deren junger Vater ich sein könnte, genügt meiner konkreten Erfahrung nach durchaus den beruflichen Anforderungen. Einer "Ergänzung" durch Einwanderer bedarf es nicht. Aber, ebenfalls meine konkrete Erfahrung, kann Ihre Generation politisch nicht bis drei zählen, je gebildeter desto weniger. Ersparen Sie mir, diese Beobachtung zu belegen. Und Ausnahmen bestätigen natürlich auch diese Regel.
eleonore
28. März 2015 12:12
Sehr geehrter Herr Menzel, Sie prahlen sie mit ihrem "Pragmatismus", mit "nötiger Härte", z.B. gegenüber kinderlosen Rentnern. Gleichzeitig ist Familiengründung für Sie eine Lifestyle-Angelegenheit, so eine Art Aussteigertum. Werden Sie also auch wieder eine Zweiklassengesellschaft haben, mit materiell gutgestellten unermüdlichen gegenüber Familien, die "gerne" die "Entbehrungen und Konsequenzen" tragen (weil die unermüdlichen mal wieder nichts abgeben wollen?) - Ich dachte, das hätten wir schon..?

Ich persönlich kann damit leben, nur und ganz für mich allein verantwortlich zu sein, ich arbeite selber unermüdlich (niemals ein Pfennig vom Staat, erhalte dich selbst, wohl ein Erziehungsfehler) und habe "noch keine Kinder", wie Sie so schön schreiben. Jetzt, mit 50, werde ich aber auch keine Kinder mehr bekommen, so, wie sich das für viele meiner Generation schlicht "nicht ergeben hat". Und genau das wird vielen Ihrer Generation auch passieren, wenn sie nämlich weiterhin ohne Einstellung zu Volk, Nation und Staat, sprich: Gemeinschaft, herumwursteln. Man bekommt nicht mal eben ein paar Kinder um die Work-Life-Balance aufzupeppen!

Ja, das ist Pragmatismus in Reinkultur, und Ihr unermüdlichen Selbstausbeuter von Großfinanzens Gnaden propagiert auch nichts anderes als die jetzt schon gängige Verantwortungslosigkeit. Nur ein Ich-Mensch Ihrer Generation kann sich für so wichtig halten zu glauben, die Flutung des Landes mit billigstem Menschenmaterial von weither sei eine Art Ausdruck von Mißtrauen gegenüber Ihren Fähigkeiten. Die gesteuerte Masseneinwanderung folgt anderen Zielen, Fachkräftemangel spielt dabei keine Rolle. Sie spielen dabei keine Rolle.

Aber versuchen Sie nur weiter, den Bertelsmännern zu beweisen, wie gut Sie die Entsolidarisierung selber wuppen können.

Danke für die interessanten Ausführungen, ich wünsche ein schönes Wochenende!
Martin
28. März 2015 12:20
Dieser Text ist in einigen Passagen ekelhaft. Und Achtung, das nachfolgende ist deshalb bewusst überspitzt formuliert, da auf einen groben Klotz etc., - wer "Gosse" nicht mag, einfach nicht weiter lesen:

Leute eben dieser pragmatischen, smarten "Generation" fliegen - so wie es derzeit wohl aussieht - mal eben einen Airbus in den Berg, weil ihr narzisstisches, gottloses Ego gekränkt ist, wenn es nichts mit dem Schnecken-Checker, Mr. Wonderful Aircraft Captain wird oder dieser Status nicht erhalten werden kann, da man insane in the brain ist.

Ich habe diese lieben, netten Durchschnittsbürschchen mit ihrem langweiligen Kurzhaarschnitt und dem kalten, feuchten Angstschweiß-Händedruck immer wieder mal vor mir sitzen - alle 2 -3 Jahre gehts "auf Kur" (in Wahrheit die Klapse) und alle 2,5 - 3,5 Jahre scheidet man dann mit Abfindungsvereinbarung und "gutem Arbeitszeugnis" aus, um wo anders wieder den vermeintlichen Status "vom akademischen Leistungsträger" verzweifelt aufrecht zu erhalten. Darüber kommen und gehen die Freundinnen, von denen keine bleibt, weil dieser Typus zu feige ist, die Dame einfach mal zu schwängern, bevor der Bausparer zuteilungsreif und die Firma die nächste Gehaltserhöhung abgesegnet hat. Zudem sind sie nicht in der Lage, Frauen durch echten Eros und echte Romantik an sich zu binden, wozu eben nicht Kitsch, Sportstudio-Body, Sportficken 2 mal die Woche und im Übrigen sich gegenseitig anöden zählt. Ich darf mich eigentlich nicht darüber beschweren, ich bin Teil des Spiels und rette diesen Leuten dann den Hintern, damit es weiter gehen kann oder alternativ (was deutlich häufiger vorkommt) entsorge ich sie bei den Firmen, bevor sie dort Schaden anrichten.

Diese Generation narzisstischer, gottloser Onanisten (im Studium der Typ Angstlerner, der sich 12 - 14 Stunden am Tag selber mit dem miesen Rotz, den ihm die "Uni" vorsetzt, auch noch freiwillig füttert) bekommt das, was sie in ihrer fehlenden Durchsetzungs- und Zeugungskraft vermutlich auch noch verdient: Den Darwin Arward durch Aussterben und Verdrängung durch andere, Zuwanderer, die sich nicht so dämlich anstellen, wenn es ans vermehren geht. Von wegen "die leistungsbereiteste Generation" - da kann man nur lachen, es ist die krankeste Generation seit langem, die in ihrem narzisstischem Ego-Wahn das Leben an sich nicht lebt. Und wenn sie darüber verrückt werden, dann muss der Onkel Doktor eben ein paar Pillen verschreiben und sie "einstellen", damit sie wieder funktionieren.

Sorry, Herr Menzel, ich schätze ihre Arbeit und auch die blaue Narzisse sehr, aber Sie haben manchmal eine dermaßen naive und zugleich arrogante Schreibe, die durch nichts Reales hinterlegt ist, drauf, dass man sich nur noch ärgern kann. Ihnen und gerade der von Ihnen beschriebenen Generation sollte, analog zum entsprechenden Film, mal einer zeigen, wo die eisernen Kreuze wachsen ... Ihr Text biedert sich streberhaft an die vermeintlichen wirtschaftlichen Eliten an und widert mich damit an.

Und damit Ende meines Furors - Ab jetzt lasse ich wieder milde walten ... ich gehe in meinen Wald mit Weinberg und hacke Holz.
Der Gutmensch
28. März 2015 13:06
"Man kann meiner Generation viel vorwerfen" - Ich bin weit davon entfernt, Ihnen irgendwas vorzuwerfen ... wenn irgendwas der egozentrischen Basta-Generation und ihren Speichelleckern beikommen kann, dann ist das wohl dieselbe Medizin: Wir bestimmen, wo es langgeht und Ihr haltet endlich den Mund! Zugleich rege ich an, den "pragmatischen Blick" nicht andauernd auf das eigene Spiegelbild zu richten, sondern besser auf die "Vorwerfer" (treffender: die ewigen Bevormunder). Wenn diese nämlich tatsächlich ein falschen Bild von Ihnen haben sollten, so hat das ebenfalls einen sehr pragmatischen Grund: Die interessieren sich überhaupt kein bißchen für Sie! Sondern die interessieren sich ausschließlich für sich selber! Und im Sinne ihrer Wohlfahrt möchten sie den Rest der Welt - also auch Sie - am liebsten in Konkurrenz zueinander setzen, gerne auch ein wenig blutig. Denn diese gruselige, allgegegnwärtige Autosuggestion (Ich sehe kriegstreibende Nazis! Sie sind überall!!) hat prima funktioniert, soweit ich das beobachten musste.

Meine Generation sollte noch nicht mit der ganzen Welt, aber doch immerhin mit Europa in Atem gehalten werden: Unsere Abschlüsse "angeglichen" und unsere Leistungen abgewertet ... irgendwo gings immer billiger, und nur darum gings .... Um mal Freund "Basta-Gerd" zu zitieren - der gewählte Vertreter der "Anständigen": "Brasilien produziert aber billiger als wir!!" In diesem Sinne soll Ihre Generation nun fein mit den Neuankömmlingen konkurrieren, natürlich wieder bloß darum, wer sich wohl noch tiefer bücken kann, während er den Alten den Po pudert!

Also entweder, sie warten auf die Grabsteine und schlagen auch das Erbe aus. Oder sie gehen ein Schritt weiter und nennen das Problem zunächst mal beim richtigen Namen, statt sich bloß darüber zu ärgern, dass es existiert. Das wäre mal ... pragmatisch!

Gruß,
G.
Gustav Grambauer
28. März 2015 13:22
Danke, Rüdiger.

Wir haben einen Nachbarsjungen: mit seinen viel zu großen schwitzigen Händen fleißig, bemüht sich sehr in der Lehre, kommt in der Berufsschule mit seinem IQ gerade so mit - ist eben nicht "smart", nicht "eloquent", nicht "speditiv" wie es im hiesigen Human Resources Speak heißt, nicht äußerlich attraktiv (pickelig), sicher kein "Mulktitasker" und schon gar kein "Highpotential". Für den sehe ich ganz schwarz - was sich heute schon abzeichnet, und es tut mir sehr weh, nicht nur um ihn ...

Herr Menzel, wenn bspw. Frau Merkel davon spricht, irgendetwas wäre für "Deutschland" vorteilhaft, dann ist mit diesem Orwellismus nicht Deutschland gemeint sondern die, die nach zwei Weltkriegen Deutschland als ihre Beute ansehen.

Denken Sie darüber nach. Fallen Sie nicht auf diese Farce hinein, Sie haben noch was besseres vor im Leben.

Was die Afrikaner betrifft gebe ich Ihnen natürlich völlig recht.

- G. G.
Langer
28. März 2015 14:18
Ich wuerde von den Anwesenden gerne mal ein paar Thesen zu den Gruenden der massenhaften Einwanderung in Deutschland und Europa hoeren.

Es fiel unter Verweis auf England die Behauptung, dass die demokratisch-sozialen Parteien sich damit eine dauerhafte Waehlerschaft zum Zwecke des permanenten und gesicherten Machterhalts in die Wahlkreise holen wollten.

Gegenargument: Schon und besonders die Muslime werden eher ihre eigenen Parteien gruenden und waehlen oder zumindest ebendiese Foerderparteien unterwandern und dann in einem gaenzlich selbstbezogenen Interesse regieren. Zumal dieses Interesse ganz offenkundig anderen ideologischen Partei-Stuetzpfeilern wie dem Frauenbullshit und der Einebnung aller Unterschiede hart entgegensteht.
Weltversteher
28. März 2015 15:02
Weil es hier wieder mit anklingt:
Kann man es nicht als Zeichen verstehen, daß sich so (viel zu) Viele auf Geisteswissenschaften stürzen? Weil uns nichts so sehr fehlt, wie Geist?

Da es weniger darauf ankommt, die bisherige Lebensweise noch hundert Jahre zu verlängern als vielmehr, das menschliche Dasein auch auf 500 und mehr Jahre überlebensfähig zu machen, sind noch mehr Maschinen vielleicht nicht gerade das Sinnvollste. Es ist wohl nicht die beste Antwort, wenn man etwas falsch (ge)macht (hat), davon noch mehr zu tun.

Ich will damit nicht behaupten, diese Studenten an diesen geisteswissenschaftlichen Fakultäten wären eine Rettung oder nur die Aussicht darauf. Aber sie zeigen den tatsächlichen "Fachkräfte"-Bedarf (ohne daß sie ihn wesentlich befriedigen können dürften).
Wyatt E.
28. März 2015 17:01
Ich bin schon 1 Generation weiter und habe bis 65 gearbeitet. Wurde beschissen von den Regierenden um die Höhe der zugesagten Rente, zugesagt waren 65% des Durchschnittsnetto, bekomme aber jetzt nur 51% des Durchschnittsnetto. Während die von uns finanzierten Griechen 97% vom letzten Gehalt als Rente bekommen und das 14 mal. Wir haben derzeit rund 14 Millionen Arbeitslose in ALG I und ALG II und Arbeitslose die sich selbst finanzieren müssen, weil sie Vermögen haben in Form von Lebensversicherung, Auto oder Wohnung/Haus. Ob ein Zuwanderer aus der Türkei Haus, Häuser, Vermögen, Schwarzgeld, teures Auto hat, interessiert hier kein Schwein, er bekommt trotzdem jeden Monat "Freigeld für Alle" ohne Arbeit ohne Anstrengung..

Vor allem frage ich mich warum 14 Millionen arbeitslos sind, darunter viele Facharbeiter, Fachkräfte, Ingenieure, IT Spezialisten obwohl doch Fachkräftemangel herrscht und wir dringend afrikanische und moslemische Fachkräfte aus 170 Ländern brauchen ?
Hans Richter
28. März 2015 17:17
MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik )lohnt sich nicht.


http://www.studis-online.de/Fragen-Brett/read.php?105,1607866

Auch im MINT-Bereich werden die fehlenden Fachkräfte nicht gebraucht.
Der Gesellschaft geht die Arbeit aus.


Auf Propagande sollte man nicht hereinfallen


Mangelware MINT
https://www.karrieremagazin.net/dossier/mangelware-mint.html
Erik
28. März 2015 18:25
Habe leider den Link nicht mher aber ein schlauer Mensch hat ausgerechnet das Deutschland im Jhare 2050 200 MILLIONEN(!!!) Menschen haben müsste wenn man das heutige System weiterführen wollte.

Habe zum Spass mal die Grünen gefragt wie sie dazu stehen-Anwort:Kein Problem...haha das Deutschland sich jetzt schon nur zu 80% selbst ernähren kann ist den Grünen anscheinend nicht bekannt.Das Deutschlands einziger Rohstoff der genügend vorhanden ist die fruchtbare Erde ist,die dann zugepflastert wäre,soweit kann ein Grüner anscheinend auch nicht denken.
Das die Einwanderer hier 10-100 mal mehr Energie verbrauchen soweit denken sie auch nicht.

Aber warum wir keine Einwanderung brauchen ist kurz gesagt-AUTOMATISIERUNG.
Wie lange hat man früher für einen Nagel gebraucht?100 oder 1000 mal so lange(vom Rohstoff gewinnen an)!
ein Leser
28. März 2015 21:48
Moin!

Was soll man als älterer Mensch dazu sagen? Die eigenen Kinder leisten - nach anspruchsvoller mathematisch / naturwissenschaftlicher Ausbildung - eine verantwortungsvolle Arbeit in der Industrie, kümmern sich um die Enkel...

Durch ostzonale Prägung sind mir die angesprochenen Probleme leider erst spät bewußt geworden und ich werde in paar Jahren den weiteren Verlauf ganz entspannt "von oben" verfolgen - machen Sie es gut! :-)
Nemo Obligatur
28. März 2015 22:27
Warten Sie es ab, Herr Menzel! In Ihrer optimistischen Rechnung steckt ein Fehler. Sie glauben, Sie müssten nicht für die Alten sorgen. Ich bin rund 20 Jahre älter als Sie. Also genau die Generation, für die Sie die Rente erwirtschaften müssen - immer vorausgesetzt, dass sich das System nicht ändert. Obwohl die Rentner bis dahin auf Schmalkost gesetzt werden, dürften die Abgaben (inkl. Krankenkassen), die Ihre Generation leisten muss, erheblich sein. Dazu kommt noch, dass Sie zugleich für die nachwachsende Generation sorgen müssen. Diese Last wird leichter, wenn die junge Generation ihrerseits eine geringe Kopfzahl hat. Dafür trifft Sie bzw. Ihre Generation dann die Altersarmut umso härter. Und noch etwas: Die Sache mit den Arbeitsplätzen. Wohlstand ist kein Nullsummenspiel sondern eher ein Kraftfeld. Auch eine zahlenmäßig kleine Generation hat nicht automatisch Vollbeschäftigung. Wenn der Kapitalstock schneller schrumpft als das Arbeitskräfteangebot, dann ist es schnell aus mit der "goldenen Generation".

Ich denke, es gibt nur zwei Möglichkeiten. Entweder rutscht Deutschland durch diesen demografischen Flaschenhals durch - dann gibt es eben zwei oder drei Generationen, die bescheiden, wenngleich nicht ärmlich leben wird im Alter. Irgendwann schwingt das Pendel dann wieder zurück. Immer vorausgesetzt wir haben bis dahin nicht unser kulturelles und technisches Kapital vollends verschleudert. Oder die Sache geht schief und Deutschland wird 100 Jahren nur noch eine blasse Erinnerung sein.

Dass Masseneinwanderung die Lösung ist, glaubt aber wohl niemand, die sich die Sache einmal in Ruhe überlegt. Insofern kann ich Ihre Haltung völlig verstehen.
Heinrich Brück
29. März 2015 01:40
Empfehlung an jede Generation: 3-5 Kinder pro Familie. Kindergeld
gleich selbsterwirtschaftete Steuerheimholung. Staatspolitisch gesunde
Erziehung nach Bismarck. Die Kinder dürfen keine unfreien Funktiokraten
werden.
Das Prinzip ist einfach: keine Steuern an einen verbrecherischen
Beutestaat. Leistungsbereitschaft zeugt von einer gesunden Einstellung, aber immer im Blick, für wen.
KW
29. März 2015 09:20
Nee, Herr Menzel, ich will von keinem polnischen Arzt behandelt werden? Bekannt ist doch, daß man sich gerade in Ost- und Südeuropa die Absclüsse kaufen kann. Die DDR hat sich vollständig selbst versorgt. Ich verstehe diese Hilfsprogramme für andere Länder nicht. Ist nicht bekannt, daß Entwicklungsgelder für Afrika sofort als Schulden an die IWF umgeleitet werden? Da hätte diese BRD das Geld auch gleich an die Finanzjongleure umleiten können.Wir brauchen auch keine Sportler aus dem Ausland. Was wir brauchen, sind geschlossene Grenzen und eine vernunftbegabte Regierung, die sich für Deutsche verantwortlich fühlt. Was wir hier haben, sind irre Psychopathen, die zur Selbstkritik und Fehlerkooektur nicht fähig sind. Und heute stellen wir wieder sinnlos die Uhren um.
Wolf Larsen
29. März 2015 10:16
"Den Darwin Arward durch Aussterben und Verdrängung durch andere, Zuwanderer, die sich nicht so dämlich anstellen, wenn es ans vermehren geht."

Ich nehme also diesbezüglich an, daß ich somit die nächstbeste Käthe "knallen" soll und ihr dabei dann auch gleich noch einen Braten in die Röhre schiebe?
Danke, aber bei dem "Angebot", daß mir hier im Rhein-Main-Gebiet eventuell zur Verfügung stünde, bleibe ich lieber hagestolzer Einzelgänger.
Mal sehen, wann bestimmte "Rechte" eine "Vögelpflicht" einführen wollen. So nach dem Motto "Ficken für's Vaterland" oder irgendwas in die Richtung.

Und von wegen "My Generation" und derlei … mich kann "meine Generation" mal recht gern haben. Viel mehr als Suff am Wochenende, dämliches Rumgewackel in Szene-Clubs und Fit-for-Fun-Dümmlichkeit ist vom Gros dieser Generation nämlich nicht zu erwarten. Und schaue ich mir viele dieser Gestalten an, dann hoffe ich doch sehr, daß sie zeugungsunfähig sein werden. Noch mehr von diesem Geschmeiß will ich nicht mehr sehen!
Auf "leistungswillige Kleingarten-Idylliker" kann ich persönlich aber ebenso verzichten. Kleinbürgerliche Deutschtümler und Bierbauch-Konservative … da kommt mir der Nietzsche hoch. Derlei Pöbel mag als gesellschaftlicher Grundstock nützlich sein, aber als Träger von kultureller Entwicklung ist dieser Typus ein absolut nutzloses Massenvieh.
Nichts gegen junges Unternehmertum, aber auch hier findet man nur allzu oft einfach nur die konsequente Selbstausbeutung vor, welche man ja u.a. in den Pamphleten des Sascha Lobo so freimütig angepriesen sehen kann. Letzlich hat auch da der Neoliberalismus ganze Arbeit geleistet.

"Diese käufliche Welt aber ist der Horizont, die unerlöste Weite, in der sich das Leben verirrt und verliert. Mit der neuesten Trendfrisur, ihrer kosmopolitischen Unkompliziertheit, ihren lässigen Jeans und ein paar Turnschuhen, welche Ihnen der Zeitgeist diktierte, schwimmen sie mit dem Flair von Outlaws immer mit dem Strom. Das ist die Erfolgselite in den Medienbetrieben, zwischen Filmschaffen, Werbeagenturen und New Economy. Das Arschloch, wie es im Buche steht, zwischen CAIPIRINHA, FDP Wählen, LEBEN WOLLEN und für alles offen Sein, was einen im Vorbeiflug berührt." - Occidental Dandy Club

Ja, ich mag diese Leute nicht. Aber Herrn Menzel's Text klingt für mich einfach nur nach einer Verherrlichungsrede einer "Generation Diederich Hessling". Ich lehne dankend ab und bleibe für mich und wünsche denjenigen, die meinen ihre "Kleinkariertheiten" und "erbsenzähler Seelchen" (links wie rechts) würde irgendetwas anderes sein als Material für die nächste Schlacht am kalten Buffet(t) der "Machtmenschen", die es einmal mehr im gegenseitigen Einvernehmen untereinander ausmachen und auf den Rest defäktieren, ein fröhliches dahinsiechen im eigenen Saft.

Ich hasse
die Masse
die kleine
gemeine
den Nacken gebeugt
die ißt und schläft und Kinder zeugt.

Ich hasse
die Masse,
die lahme,
die zahme,
die heut an mich glaubt
und die mir morgen mein Herzblut raubt.

(Bogislaw von Selchow)
Gustav Grambauer
29. März 2015 10:54
Die Migrationsindustrie handelt in stillem Konsens mit den Spießern, denen man 1968 von "Hier und jetzt" was ins Ohr ge-säuselt hat. Dahinter steht auch eine Klassenfrage bzw. die Frage nach "Klasse": die Pompadur konnte noch sagen "Nach uns die Sintflut" und es hatte Stil, aber wenn 90 Millionen Demokraten (Adel-Nachäffer) dies - insgeheim - sagen, dann wird aus dem Untergang mit "Klasse" der kollektive Todestrieb eines Schwarms von Süßwasserfischen, der die gesamte Kultur und Natur mit in den Niedergang reißt. Zumindest die Frage nach der Schändung ihrer Kultur müssen sie sich nicht mehr stel-len, da sie sich diese mit einem Taschenspielerrick von ihren Ideologen zu ihrer sogenannten "Zivilisation" haben umwid-men lassen, welche auch noch bestünde, wenn sie die ganze Welt zu einem riesigen Gewerbegebiet "transformiert" hätten. Zum Glück ist da die Apokalypse davor ...

Das Problem sind die Abschreibungen, gegen die sich dieser Schwarm in seiner Erbärmlichkeit sträubt und wozu er allerhand Lebenslügen erfindet. Dazu waren die Worte eines Stevanovic hier (bitte mit dem Seitensucher die Beiträge von ihm aufru-fen)

http://www.sezession.de/40121/vielfalt-in-uniformitat.html

die drastischsten, die ich je dazu vernommen habe und die mir die Lage erst so richtig plastisch greifbar gemacht haben.

- G. G.
kolkrabe
29. März 2015 11:33
Zugleich fehlt uns das Mitleid für kinderlose Rentner, deren Ersparnisse dafür draufgehen, daß sie sich ihre letzten Lebensjahre im betreuten Wohnen oder Altersheim versorgen lassen.


Herr Menzel, vielleicht verstehe ich Sie falsch, aber betrachten Sie Ihren Nachwuchs allen Ernstes als Alterssicherung? Modell "Altenteiler" wie auf dem Bauernhof? Das setzt voraus, dass Sie einen florierenden Hof weiterzugeben haben, von dem Ihre Erben leben können. Wenn nicht, können Sie nur hoffen, dass Ihr Nachwuchs nicht ähnlich "pragmatisch" denkt wie Sie.

Man erzählte sich von den Eskimos, sie hätten ihre Alten auf Eisschollen ausgesetzt, wenn sie zu sehr zur Last wurden und das Überleben der Jüngeren gefährdeten. Ähnlich die Sage, dass in irgendwelchen poly- oder melanesischen Inselwelten die Alten freiwillig in ihren letzten Sonnenuntergang hinausgepaddelt sind, wenn sie nichts mehr zum Erhalt der Gemeinschaft beizutragen hatten. Ob nun Märchen oder Wahrheit - im Vergleich zu den Zuständen in den nach ökonomischen Vorgaben geführten Altenaufbewahrungsanstalten unserer Tage wäre das vielleicht sogar die humanere Lösung. Auf jeden Fall wäre es radikaler Pragmatismus.
Langer
29. März 2015 12:08
Zum Wirtschaftsargument: Das Gros der Auslaender sind ja eben keine Fachkraefte im eigentlichen Sinne, die dann zwar eine Konkurrenz fuer Einheimische darstellen, aber wohl (und vielleicht gerade deswegen) durchaus eine Bereicherung und ein Ansporn sein koennten.
Die meisten von ihnen koennen sich gar nicht selbst unterhalten und kosten also Geld. Die Wirtschaft hat an ihnen also nur Verbraucher, die quasi Steuergelder umlenken (die dann woanders fehlen), sowie die gesamte Verwaltung auch Arbeitsplaetze sichert. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass dies der Antrieb fuer eine solche Politik ist, also diese Art inneres Parasitentum, und vor allem auch nicht, dass die Profiteure ueber eine solche Macht verfuegen, diese Interessen dermassen weitreichend durchzusetzen.

Darueber hinaus ist denkbar, dass durchaus Wirtschaftsinteressen dahinterstecken, jedoch im passiven Sinne in Richtung Naturrohstoffe. Und die Bereitsteller dieser Rohstoffe gleichzeitig eine Politik forcieren nach dem Motto "Geld gegen Oel und Muslime". Dazu kaeme der Rueckkopplungseffekt, dass mit dem Geld die Wirtschaft vermehrt in die Haende der Bereitsteller geraet und so das ideologische Interesse weiter durchgesetzt werden koennten. Eine stille Invasion.
Rumpelstilzchen
29. März 2015 12:21
Lieber Herr Menzel,

Ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten . Trotzdem hinterläßt Ihr Beitrag ein ungutes Gefühl in mir. Auch und gerade, weil ich Ihre Mutter sein könnte.
Zunächst: Die nötige Härte ( neudeutsch: Resilienz) erwirbt man sich in den Herausforderungen des Lebens, in Krisensituationen, Grenzerfahrungen usw.. Sie ist keine Einstellungssache. Was Sie Pragmatismus nennen, ist der kindliche Trotz einer im Wohlstand aufgewachsenen Generation. Dafür kann diese Generation nichts und dies ist ihr nicht zum Vorwurf zu machen.

Ich hörte einen jungen Mann bei der Abifeier meines Sohnes sagen:" Nach dem Stress muß ich mir erstmal eine Auszeit gönnen. Ich fahre für ein Jahr nach Kalifornien zu Freunden meiner Eltern".

Auch was Martin beschreibt, betrifft nicht wenige junge Menschen dieser Wohlstandsgeneration. Ein mir bekannter Psychologe, der in einer noblen psychosomatischen Klinik mit jungen Menschen "arbeitet", hat mir einiges erzählt:
Da ist der studierende Sohn eines bekannten Chirugen, der geplagt von Angstzuständen nicht mal alleine Klamotten einkaufen kann.
Die Diplomatentochter, die auf Lehramt studiert, aber nicht vor einer Klasse sprechen kann.
Der Sohn eines Schweizer Geschäftsmannes, der erstmal sein ganzes Zimmer putzt und desinfiziert, weil er an Zwangsvorstellungen leidet.
Da sind die vielen magersüchtigen Mädels, warum auch immer.
In den Therapiesitzungen würde stundenlang das Ego poliert, statt etwa mal eine schwierige Bergwanderung zu machen. So sei das Konzept, klagte der Psychologe.

Was die von Ihnen beschriebene Leistungsbereitschaft betrifft, Herr Menzel, so sehe ich das inzwischen eher kritisch. Denn wem dient letztlich diese Leistungsbereitschaft, wenn nicht der Aufrechterhaltung eines kranken Systems ? Vor allem die aug Karriere getrimmten jungen Frauen sind inzwischen so leistungsbereit, dass sie sich selbst um ihr Familienglück betrügen. Wenn sie endlich " gesettelt" sind, finden sie oft keinen Mann mehr, der ihren Ansprüchen genügt. Und mit dem sie eine Familie gründen können.

Die neuen "Fachkräfte" werden auch nicht deshalb zu Hause bleiben, weil sich eine im Wohlstand aufgewachsene Generation durch sie gekränkt fühlt .
( " Ein Schlag ins Gesicht meiner Generation")
Ein Schlag ins Gesicht Ihrer Generation ist es eher, dass die Jungen Männer Afrikas wohl bisher mehr "Härte" auf ihrem Weg nach Europa gezeigt haben als die Wohlstandskinder in ihrem ganzen bisherigen Leben.
Eine andere Art von Härte als berufliche Leistingsbereitschaft .
Dies sollte nicht überheblich abgetan werden.

Ob diese Generation die nötige Härte hat, im 21. Jahrhundert zu bestehen, das muss sich erst noch erweisen.
Was Ihren Optimismus betrifft, jederzeit als Hochqualifizierter einen Arbeitsplatz zu finden; auch da gibt es andere Meinungen. ( Siehe die vielen gutausgebildeten arbeitslosen jungen Menschen in Spanien) .
Eine andere Sicht auf die Herausforderungen der heutigen jungen Generaton ist folgender Beitrag zur Abstiegsgesellaschaft. Man störe sich nicht an dem wirklich furchtbaren Soziologendeutsch. Aber so denken auch viele junge Menschen:
http://www.kolleg-postwachstum.de/sozwgmedia/dokumente/WorkingPaper/wp4_2014.pdf

Es grüßt eine Mutter, keine besorgte....
Ihr werdet es wuppen
herbstlicht
29. März 2015 14:29
Hans Richter zitierte:


... denn es gibt weniger nervtötende Fächer mit denen
man in die Arbeitslosigkeit studieren kann! Ich hab diesen Mist
studiert, ...


Der Typ kann halt nicht! Erinnert mich an zwei Studenten, welchen ich vor Jahrzehnten auf ihre Hausaufgabe in Theoretischer Mechanik schrieb "Werft solchen Müll bitte in Zukunft in den Papierkorb, nicht in unseren Übungskasten". Das war wohl auch im Sinn des Professors, welcher an seine Übungsleiter ausgegeben hatte: "Wir helfen --- aber Konsumentenmentalität unterstützen wir nicht". Hunde, welche man
zur Jagd tragen muß, soll man unter'm Apfelbaum begraben. Zumindest belastet man sich nicht mit ihnen.

Der Anteil an Gehirnen, welche zu Forschung&Entwicklung taugen, liegt wohl im Promillebereich. Dieser läßt sich kaum erhöhen --- als Führer, Ausbilder und Züchter mehrerer Typen von Gebrauchshunden habe ich sehr gefestigte Ansichten über die Erblichkeit von Begabung. Das Bildungssystem läßt aber so manche Begabung verkommen, wenn es den jungen Leuten die Felder nicht zeigt, welche den Schweiß der Besten wert sind.
Jutta
29. März 2015 15:16
Also ich kann diesen Pragmatismus durchaus verstehen .. aber.. achja, ich gehöre genau den Menschen an, fuer die keiner Mitleid empfindet: keine Kinder, jetzt Mittelalter und ich verdiene schlecht, weil ich mein Leben nicht im Griff hatte und nicht gut genug kontrolliert habe, weil es mir eben dazwischengefunkt hat, das Leben ... wobei ich die Erkenntnis, dass ich sehr wahrscheinlich nicht pragmatisch genug war und deshalb Fehler gemacht habe, nicht verschweigen will .. muessen sich meine Eltern jetzt genieren, dass sie keine Intelligenzbestie großgezogen haben ????

....und was ist mit den Menschen, die keine Kinder bekommen können .. also nicht zeugen, nicht empfangen kurzum nicht fruchtbar genug sind ?? ..deren Kinder behindert sind und ihren Eltern auch keine Rente erwirtschaften können .. ?? ... deren Kinder getötet wurden, oder an einer tödlichen Krankheit gestorben sind.. oder bei einem Unfall umgekommen ??? ...

..haben wir nicht aufgrund der christlichen Werte einen Staat bekommen, in dem es sich bis jetzt immer noch besser leben lässt als woanders ... ???

.. a propos Religion und Christentum .. aufgrund der Klöster zB wurde die Heilkunde entwickelt, die Hospize, Armenspeisung, viele Männer und Frauen haben um Gottes Lohn und aufgrund des Gebotes der Nächstenliebe - die am Rande der Gesellschaft gepflegt, die niemanden oder niemanden mehr hatten, aber geboren waren

... aufgrund des christlichen Wertekanons durften nach langem Kampf endlich Mädchen zur Schule gehen und einen Beruf ergreifen, und es wurde die fällige Trennung von Staat und Kirche erreicht, die eine gewisse Ideologie rueckgängig machen will, natuerlich auf deren "Wert"grundlagen.

Staat ist ja eben, wenn alle fuer alle sorgen... oder besser gesagt, so sollte es sein ... dass einige mehr haben als andere, nun, das ist in Ordnung, das war schon immer so ... ich denke, das ist ja ein Grund, warum so viele hierher wollen ... denn selbst diese, die hier nie etwas dafuer getan haben, wollen etwas haben .. was aber natuerlich auch die deutschen Junkies, die Punks, die Alks betrifft ... die wissentlich und willentlich die soziale Hängematte ausnutzen .. die kann man meinetwegen gerne in einen Steinbruch nach Indien schicken und dafuer die Kinder hierherholen, die meisten dort wollen nämlich zur Schule gehen und lernen ..

..ist dieser Artikel nicht ein bisschen einseitig ?????
Simon
29. März 2015 16:13
"sicher kein „Mulktitasker“ und schon gar kein „Highpotential“. Für den sehe ich ganz schwarz – was sich heute schon abzeichnet, und es tut mir sehr weh, nicht nur um ihn …"

Um jemanden wie den Jungen, die sie beschrieben haben, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Ich habe mich vor kurzem mit einem Unternehmer unterhalten, der mit erklärt hat, dass die zukünftige Generation der Baumaschinen so einfach zu bedienen sind, dass das im Prinzip jeder kann, der nicht geistig behindert ist.

Er würde viel lieber Hauptschüler einstellen, denn Realschüler und Gmynasiasten fühlen sich in den Tätigkeiten nicht wohl und schauen sich schnell nach etwas anderem um. Für ihn seien das wichtigste die Sekundärtugenden Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, Loyalität und dass die Leute das machen, was man ihnen sagt. Das Problem ist, dass viele der Schüler, diese Sekundärtugenden nicht mehr vermittelt bekommen. Für einen jungen Mann, der vielleicht kein Genie ist, aber diese Sekundärtugenden mit einbringt, gibt es in der freien Wirtschaft genug zu tun. Da würde ich mehr eher sorgen, um die Soziologiestudentin im 12 Semester machen.
Nero
29. März 2015 16:16
Was soll das denn? - Verstehe gar nicht, warum manche hier im Blog wegen bzw. gegen Menzels Sicht der Dinge sprachlich ausflippen: „in einigen Passagen ekelhaft“; - so ein ein Schmarrn!

Herr Menzel, lassen Sie sich bloß nicht blöd anmachen. Natürlich haben Sie Recht! Vielleicht etwas einseitig für manche Ohren. Aber die Tendenz stimmt.

Ich selber gehöre bereits zur (leistungsbereiten) Elterngeneration auf dem Weg in die Rente.

Solche Sätze mag wohl nicht jeder hören, aber mir gefallen sie, und auch meine Kinder haben meines Wissens diese Einstellung:
„Niemand in meiner Generation wird meckern. Niemand wartet darauf, daß irgendwann einmal andere unseren Wohlstand erarbeiten. Das können wir selbst gut genug.“

Zum aggressiv werden ist natürlich die Realität, in der wir Deutsche entweder abgeschafft oder zum Helotenvolk umgepolt werden: Maulhalten, Platz machen und arbeiten.
Simon
29. März 2015 16:20
Ich glaube nicht, dass die GEburtenrate wieder steigen wird, der Trend geht in die andere Richtung und das weltweit.

Selbst in der Türkei ist die Geburtenteilen in großen TEilen des Landes unter das Niveau von 2,0 gefallen und angesichts des Kurdenproblems sind deren Aussichten sogar düsterer als unsere.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article110793334/Die-Kurden-und-das-Geburtenproblem-in-der-Tuerkei.html
Simon
29. März 2015 16:47
"Zudem sind sie nicht in der Lage, Frauen durch echten Eros und echte Romantik an sich zu binden, wozu eben nicht Kitsch, Sportstudio-Body, Sportficken 2 mal die Woche und im Übrigen sich gegenseitig anöden zählt."

Und Sie meinen bei den Völkern in der Welt, wo die Leute noch sehr hohe Geburtenraten haben, wie in Afrika, der islamischen Welt oder Indien geht es um "echte Romantik" und "Eros"?

Das Geheimnis der hohen Geburtenrate dort liegt nicht darin, dass dort lauter Rosenkavaliere unterwegs sind, sondern darin, dass die sich um die Bedürfnisse des weiblichen Teils der Bevölkerung einen feuchten Dreck scheren. Wenn Frauen von ihren Vätern verheiratet werden und ihren Männern Gehorsam schulden, ist Familiengründung eben "unkomplizierter". Ob die Frauen sich durch die Ehe "angeöded" fühlen, ist den Männern in diesen Kulturen egal.
Stephan
29. März 2015 21:13
Man fragt sich bei manchen Kommentatoren hier schon, wen sie eigentlich am meisten verachten: die Fremden oder die eigenen Landsleute:

"Diese Generation narzisstischer, gottloser Onanisten [...] bekommt das, was sie in ihrer fehlenden Durchsetzungs- und Zeugungskraft vermutlich auch noch verdient: Den Darwin Arward durch Aussterben und Verdrängung durch andere [...]"

"Und von wegen „My Generation“ und derlei … mich kann „meine Generation“ mal recht gern haben. [...[ Und schaue ich mir viele dieser Gestalten an, dann hoffe ich doch sehr, daß sie zeugungsunfähig sein werden. Noch mehr von diesem Geschmeiß will ich nicht mehr sehen!
Auf „leistungswillige Kleingarten-Idylliker“ kann ich persönlich aber ebenso verzichten. Kleinbürgerliche Deutschtümler und Bierbauch-Konservative … da kommt mir der Nietzsche hoch. Derlei Pöbel mag als gesellschaftlicher Grundstock nützlich sein, aber als Träger von kultureller Entwicklung ist dieser Typus ein absolut nutzloses Massenvieh.
Nichts gegen junges Unternehmertum, aber auch hier findet man nur allzu oft einfach nur die konsequente Selbstausbeutung vor [...]"
Nemo Obligatur
29. März 2015 21:27
@Jutta

..ist dieser Artikel nicht ein bisschen einseitig ?????


Vielleicht ist der Artikel nicht besonders gut, dafür ist die Diskussion umso interessanter. Und das wiederum macht den Beitrag von Herrn Menzel durchaus werthaltig.
Der Gutmensch
29. März 2015 21:47
Naja, wenn ich die Beiträge hier lese, wundere ich mich doch etwas. Im Klartext stellte der Herr Menzel doch wohl die Frage: Was tun die ganzen Asylanten hier? Und stellte - sehr richtig - klar: Der Wohlfahrt seiner Generation ist mit denen jedenfalls nicht gedient! Und was er nicht aussprach - aber natürlich darin enthalten war: Verantwortlich für diese Migrations-Flut ist eine Generation, die die langfristigen Folgen dessen nicht wird tragen müssen!

Ich kann ihm soweit nur zustimmen. Und dass seine Generation überhaupt noch Kinder zeugt (soweit das nicht aus reiner Dummheit geschieht), ist vor diesem Hintergrund geradezu tollkühn zu nennen.

Für meinen Geschmack möge die Migrations-Musik zahlen, wer sie bestellt hat: Vielleicht stecken wir "Migrationskosten" und "Pensionslasten" ganz einfach (pragmatisch!!) gemeinsam in eine Haushaltsposition? Konkurrenz belebt das Geschäft, möge der Bessere gewinnen! Davon abgesehen, können die Pensionäre doch gar nicht verlieren: Die Zuwanderung lohnt sich doch für Deutschland, haben sie selber gesagt und bewiesen - und wir geben ihnen nun die Möglichkeit, persönlich zu profitieren. Kann keiner jammern.
Kaliyuga
29. März 2015 22:21
Sehr geehrter Herr Menzel,

Ihre Feder burschikos und erfrischend, recht so! Im Deutschen also doch noch Kraft!

Auf diesem Fundament könnte man bauen, freilich soll, es wurde ja schon angemerkt, bedacht sein, dasz der Gedanke nach der dürren Leitlinie „Arbeit und Karriere“ versus „Familie“ eine blutleere und bloß technische Konstruktion darstellt, eine Niederfrequenz, in der schon kein richtiges Leben mehr pulst und die sich innert sehr kurzem ausläuft.

Sehen Sie, eine alte Mailänderin Wohnungsnachbarin, der ich in den späten Neunziger Jahren einst meine Verwunderung darüber vorgetragen hatte, dasz die junge Italienerin kaum noch gebäre, erwiderte meinen Einwand mit einem Hauch von Stolz eben unter Bezug auf diese stereotype, dichotome Worthülse: E‘ una decisione, meinte sie, die Frau könne sich nun eben entscheiden zwischen „Karriere“ oder „Familie“. Etwa zehn Jahre später dasselbe, einst sehr gediegene Mailänder Viertel: Es fiel nun schwer, noch Italiener darin auszumachen, die Fassaden standen noch, doch hinter ihnen wohnten Immigranten, in diesem Fall meist Inder, die ob ihrer Dominanz natürlich auch kein Italienisch sprachen.

Die Zukunft steht und fällt mit dem Weib, dem das Gebären eingeschrieben ist und das im untergehenden Abendland doch millionenfach und ohne materielle Not die eigene Leibesfrucht ertötet.

Hinter ihm steht oft, nicht von ungefähr, auch kein Mann mehr, der diesen Namen noch verdiente. Die von Michael Klonovsky im letzten Monat in der ef bemerkte „Aufkündigung des Geschlechtervertrags … seitens der Feministinnen und der ihnen aus den Händen fressenden Politikerkaste“ greift mit stiller, weithin unterschätzter Dramatik.

Wer unter sensendengelnden Bauern, mörtelverspritzten Maurern und ölverschmierten, nebenher eine Feuerwehr kommandierenden Mechanikern, wer sodann unter Müttern, die ein Mahl zu bereiten, und unter Tanten, die den jungen Mann recht zu trösten und recht zu befeuern wußten, aufgewachsen ist, weiß, wovon er spricht und er weiß auch, was hier unter den Autochthonen verlorengegangen ist. Die Immigranten dagegen wissen noch wie selbstverständlich darum: Dort ist Leben!

Und doch ist Hoffnung: Man entziehe dem alles und jedes ins Gleiche schwemmendem Sozialismus mit seinen Nachgeburten den Nährboden, man lasse den Geschlechtern wieder die Entfaltung ihres zeitlosen und also gewollten Wesens. Ja, was meinen Sie denn, wie dann beispielsweise eine Gruppe junger Männer, keiner von ihnen oder ihren Eltern über die Ozeane oder Meeresengen hierher gekommen, zu Beginn ihres dritten Lebensjahrzehnts stehend, vor eine anspruchsvolle, doch recht austarierte ingenieurtechnische Aufgabe gestellt und zum Lösungsweg leise an die Hand genommen, begeistert und unter Entlassung von männlicher Spannkraft loslegt, wie sie alle zusammentragen, rapportieren und referieren, wie sie bereitwillig „studentische Überstunden“ hinlegen, wie ihre Gesichter beim internen Vortrag leuchten, wie sie, auf ihre Weise, applaudieren, wie sie es schätzen, dasz man ihnen etwas zeigt und zu ihnen vom erfahrenen zum jungen Mann redet! Initiation heute.

Das ist Erfahrung, wiederholt und diamanten am Leben selbst herauskristallisiert. Sollte da kein junges Weib ein, das sich für diese Kraft als Frau und Mutter hingäbe? Die Frage ist bloß rhetorisch.
Martin
29. März 2015 23:38
@Wolf Larsen und Simon,

ich habe mich da wohl - etwas unüberlegt und emotional, aber auch das sollte einmal sein dürfen - etwas ungenau und missverständlich ausgedrückt.

Ich wollte keiner Zeugungs- und Gebärpflicht das Wort reden und schon gar nicht den Gebräuchen anderer Kulturen. Was ich damit andeuten wollte ist, dass die Leute einfach nicht mehr sich so auf das andere Geschlecht einlassen und zwar mit allen Konsequenzen, zu der immer auch Kinder gehörten, wie es ursprünglich einmal war und dieses ursprüngliche mit der allgegenwärtigen Konsequenz der Zeugung, dass war der Eros zwischen Mann und Frau. Um es zusammenzufassen: Heute ist der Akt an sich zwar recht unkompliziert geworden, dafür aber alles darum herum um so komplizierter und das ist fatal, weil ja jeder ganz pragmatisch sich möglichst lange alles "offen" halten will, gleichzeitig nicht verzichten will und am Ende steht dann oftmals eben nichts Gutes und Gesundes.

Ich möchte das nicht vertiefen, habe aber etwas zu heftig in meinem obigen Beitrag reagiert. Ich habe eben meine Vorbehalte, wenn die vermeintlich eigene Leistungsfähigkeit in den Mittelpunkt gestellt wird, da ich zu viele genau daran zerbrechen habe sehen. Auch ist es für mich Alltag zu erleben, dass genau die, die aus "habenden" Häusern kommen, eben nicht ihr Erbe "durchbringen" und unten landen sondern dann genauso "oben" sind, wie ihre Eltern und deren Eltern und deren Eltern und das deutlich leichter, als andere, weshalb ich die Aussage, dass man sich nicht den Wohlstand von anderen erarbeiten lassen wolle, nur als weltfremd betrachten konnte. Die heutige Generation kommt aus dem Wohlstand anderer, ihrer Eltern und Vorfahren, und dieses Niveau zu halten wäre schon eine Leistung an sich. Echte Aufstiege durch reine Leistung sind sehr selten, was auch nachweisbar ist, weshalb ich diesen FDP- Attitüden skeptisch bis ärgerlich gegenüber stehe. Die Religion unserer Zeit der Sklaven und seiner Sklavenmoral ist ein vermeintliches "Arbeit macht frei" und damit geht die "Leistungsorientierte" Generation genau in die Falle, welche ihnen die von "oben" hinstellen, dass sich Leistung lohne und "frei" mache - dabei sollte das Leben mehr sein, als ökonomisches Erbsenzählen und schaffe, schaffe, Häusle baue. Wenn wir tatsächlich ohne Immigration - und damit meine ich keine Armutsmigration sondern das, was AfD und FDP fordern, den Kampf um die Köpfe - auskommen wollen, dann müssen wir die, die hier seit längerem sind, gut integrieren (wozu auch Abschiebung für die, die es nicht verdienen, zählt) aber auch lernen, in irgendeiner Form weg von der reinen Wachstumsorientierung zu kommen. Dazu gehört auch eine Änderung der Einstellung zu den Bewertungen, was "gutes Leben" ist oder sein soll.
Klaus F.
30. März 2015 06:52
Was ich am allerwenigsten dabei verstehe ist die derart ostentativ ausgesprochene Forderung, jene Einwanderer müßten aus Nicht-EU-Staaten kommen. Kann man daraus auch nur eine einzige Schlußfolgerung ziehen, die NICHT aufs ideologische Glatteis führt?
Monika
30. März 2015 08:24
Auch diese jungen Frauen sind sehr selbstbewußt und leistungsbereit.


https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2015/zum-opfer-stilisiert/

Ganz pragmatisch setzen sie innerhalb dieses Systems ihre Forderungen durch und erringen einen Sieg nach dem anderen.

Was hat unsere junge Generation dem entgegenzusetzen ? Kommt ihr überhaupt miteinander ins Gespräch ? Oder lebt ihr aneinander vorbei ?
Wo ist die Härte in der geistigen Auseinandersetzung ?
Frederick van Portshoven
30. März 2015 10:18
Wertes Rumpelstilzchen,

als jemand, der in Herrn Menzels Alter ist, stimmte mich Ihr Beitrag nachdenklich, vor allem die Passage, in der es um "Härte" geht. Es sind sicherlich viele meiner Generation - weiße, wohlbehütet aufgewachsene Mittelschicht - im globalen Vergleich "verweichlicht". Ich möchte freilich nicht die Erfahrung machen, in einer Nussschale über das Mittelmeer zu schippern, aber de facto haben diejenigen, die es schaffen (und im Vorwege zudem noch eine ebenso harte Reise über den afrikanischen Kontinent hinter sich haben, um an die Mittelmeerküste zu gelangen), sich bereits als äußerst widerstands- sowie durchsetzungsfähig und damit gewissermaßen als "hart" erwiesen. In dieser Hinsicht haben die Elenden, die zu uns gelangen, eine Art Wettbewerbsvorteil, wenn auch einen sehr archaischen.

Auch wenn man als autochthoner Europäer gedient haben sollte, wie es im Umfeld der Sezession vermutlich die allermeisten getan haben (man korrigiere mich, wenn ich an dieser Stelle irre), sind wir in der Regel wohl meilenweit von solch härtenden Erfahrungen entfernt - egal, bei welchem Truppenteil man war. Es müssen bei diesem Vergleich ja nicht einmal die Mittelmeerreisenden aus Afrika bemüht werden. Es reicht ja schon, junge Männer aus bereits hier lebenden Migrantenpopulationen zu betrachten. Ich habe den Eindruck, dass deren Angehörige weitaus seltener den physisch ausgetragenen Konflikt scheuen. Davon mag man halten, was man will. Wenn es hart auf hart kommt, zieht man mit Worten den Kürzeren gegenüber der Faust. Und sollten sich noch genügend angestammte Europäer finden, die willens sind, das Eigene zu verteidigen, frage ich mich, ob einer Willensbekundung auch Taten folgen können. Sind diejenigen, die realsieren, dass es etwas zu verteidigen gilt, überhaupt dazu in der Lage? Es wäre mithin eine völlig neue Erfahrung. Wir sind ja aufgewachsen, ohne für etwas kämpfen zu müssen. Sicherlich rührt daher auch eine weit verbreitete Lethargie und um sich greifende Neurosen, wie sie von einigen hier bereits beschrieben wurden. Aus Beobachtungen in meinem Umfeld - sei es nun bei Mitabiturienten, Kameraden aus der Dienstzeit oder Kom­mi­li­to­nen im Studium - kann ich die Bemerkungen der Mitforisten hier ein Stück weit bestätigen. Die allermeisten sind "first world problems".

Die entscheidende Frage ist doch, was zu tun ist, um zukunftsfähig zu sein bzw. zu werden.
der Kuckuck
30. März 2015 10:45
sozialdemokratistische Umverteilungsagenturen haben das Erbe der oberen Mittelschicht aufm Schirm - DA will der Staat ran -UND : die obere Mittelschicht und das alte Geld haben sich von der sog. "Demokratie" bereits 1990 verabschiedet ( begreift rasch : China beschafft sich westliche Technik und reproduziert diese - das funktioniert prima - bringt Kapitalrendite - da kann man investieren - wozu noch Leute ausbilden und im Westen beschäftigen ( Ausnahmen best die Regel / Luft und Raumfahrt , technisch anspruchsvolle Rüstungsgüter , Medizin ect pp . Die Erbengeneration im Westen wird die Zusammenhänge begreifen ( und sein Erbe sinnvoll verwalten und eine Rendite oberhalb der Inflationsrate erzielen ) oder eben verschwinden ( " sooo habe ich mir die Globalisierung aber nicht vorgestellt - alles ist so hart und un-empathisch , können wir nochmal drüber reden oder so " ) .

Eine intelligente Rechte würde jetzt und heute das liberale Bürgertum in Berlin Mitte und HH Eppendorf angreifen ( sorgen wir für ein gerechtes Bussing -System ( Vorbild usa ) damit der hochbegabte Hochleistungsali gemeinsam mit der hochbegabten Bürgertochter lernt ( induziert zunächst nur mehr Nachfrage nach priv. Beschulung .

wer sich aus dem staatlichen "Bildungssystem" nicht herauskaufen kann wird wohl oder übel seine Kinder zum Doppeldenk verpflichten ( "Augen zu und durch - die Schule ist irgendwann abgehakt " ) ist aber Quatsch weil kein Kind das durchhält ( jaja Gegenbsp. ddr , da haben die Leute in der Öffentlichkeit auch anders geredet als in den Familien ) .

Die Realität in der großen Stadt : die Kinder der Nochmittelschicht machen "irgendwas mit Menschen und Medien " - allerdings ist der ndr ein Feudalsystem und die Besitzstandswahrer aus Lokstedt werden keine Kevinkinder mit Auchabitur ins Boot holen - Herr Augstein wird keinen Bereicherungsali als Politikchef einstellen .

Nochmal : wir verdienen unsere Brötchen mehr oder weniger immer im MINT - Bereich - wer hier also keinen Durchblick hat endet als Paketfahrer oder Paketehinundhertrager im Depot .

Solange der Eigentumsvorbehalt gilt wird sich die Lage deutlich verschärfen - entsprechend wollen die o.g. Kreise ans Erbe ran - wollen "gerecht" verteilen und sie haben inzwischen genug hungriges Personal im Flachbereich Geisterwissenschaften der Uni HH ausgebrütet .

der Asiate wird sich das Gemetzel ansehen und 2055 den Laden übernehmen .
der Kuckuck
30. März 2015 11:11
vielleicht kommt eine ganz andere Entwicklung .

1) Mearsheimer wird wiederentdeckt , gelesen und verstanden

2) die yankees bekommen die dann folgende Mearsheimer -Debatte nicht mehr medial unter Kontrolle ( "wer hat uns den Mist im Nahen Osten eingebrockt ; hätten wir uns nicht nach der Implosion der udssr auf China konzentrieren sollen ?? "

3) dann die Einsicht : wer hat wann die Weichen für ein dauerhaftes us Engagement im Nahen Osten gestellt - wer waren in Europa die Diskursverhinderer ( BHL in Frankreich , Jaffee / Zeit und im Fahrwasser der Zeit die taz und andere us Agenturen ) .

4) Saudis koppeln sich von der us Politik ab und innerhalb kürzester Zeit brennt im Nahen Osten der Beton ( Saudis schaffen für die nicht mehr benötigte Männerwirtschaft ein neues Betätigungsfeld - es folgen langanhaltende harte Bodenkriege ( Balkanisierung des nahen Ostens ) ; die Straße von Hormus bleibt jahrelang dicht ( schlimm für Japan und Südkorea , aber auch für China ) ; der Suezkanal wird ( von wem auch immer ) vermint . Nicht von ungefähr basteln die Chinesen an einer Schienenverbindung von Schanghai bis Duisburg ; siehe Projektbeschreibung bei DB Schenker ect pp ) .

5) Zeit nach Merkel : rohstoffpolitische Annäherung der deutschen Intelligenz an die Russen ; entsprechende Folgen ( unerwartete Großereignisse , Störfälle in deutschen Kraftwerken , Fabriken , Verkehrskollaps aufgrund div. EDV Probleme ect pp ) .

6) NATO greift China im Südchinesischen Meer an , Australien verfügt über HDW U-Boote ( 212 a ) , versenkt chin. Frachter vor Brasilien , Großkonflikt im Südatlantik als Argentinien und China die Falkland-Inseln besetzen .
der Kuckuck
30. März 2015 11:50
was die "Fachkräfte" angeht - die kommen gut zurecht .

1) Gewerbeschein holen
2) Dönerbude aufmachen
3) Bier einkaufen und wegschütten ; Brauerei , Finanzamt und Budenbetreiber verdienen gut ; aus unerfindlichen Gründen wird Umsatz "erwirtschaftet" - niemand hat die Gäste gezählt - aber jeden Tag kaufen unsichtbare Gäste literweise Bier - Geld in die Kasse , alles ordentlich versteuert - passt . der spd Mann im Finanzamt prüft ( doch doch ) und stellt fest : " alles chicko beim Dönermann .

4) Dönerspieße einkaufen , zerbraten und ab in die Tonne damit / geteilt durch Anzahl der möglichen Portionen MAL € 2,30 ( Süpersonda-Angebot ).

4b) Finanzamt prüft : "alles gut - die günstigen Preise setzen sich durch -Marktwirtschaft eben - wolln wa ja so haben "

4c) sitze hin und wieder im Dönerladen - auch nach 4 h kein Kunde in Sicht - der macht eben immer dann die hohen Umsätze wenn nur der liebe Gott zuschaut .


Plausibilitätsprüfungen wären ja mal ne Idee : "warum fährt der Hauptschulali einen großen Benz ( an dieser Stelle schimpft der taz-Leser über meinen bösen Sozialneid - aber das ist nicht mein Thema ) .

also nochmal :

der Ali hat die Schule geschmissen und arbeitet für seinen Schwager / Vater / Bruder / Kollegen ect pp .

Ali fährt einen großen Benz ( Firmenwagen ? ach so - ok - alles gut .

oder : Ali hat den Benz tatsächlich legal erworben ( Ali geht zur gelben Bank , holt 12k € cash am Schalter ab ( alles oki - versteuerte Kohle ausm Dönerbetrieb -keine Info der Bank ans Geldwäsche-AWACS - bitte keinen Sozialneid ! ) .

Ali hat eben die Marktwirtschaft wirklich begriffen .

Idee : der Finanzbeamte schaut sich den Laden an - nach drei Tagen stellt man fest : "ok - hin und wieder wird was verkauft - aber wir kommen hier nicht auf die vom Inhaber gemeldeten Umsätze " .

Dann wäre da die Miete / Pacht . Versuch macht klug : Anruf beim Makler : " jaja , die Bude in Hamburg Eppendorf ist noch zu haben , macht 8000 oiro Pacht im Monat , perfekt , wir können den Vertrag sofort unterschreiben "

Makler : "können Sie denn die Pacht jeden Monat aufbringen ? "

Ali " ja klar kann isch das -willst du Geschäft oder mich ausfragen ? "

Makler : " alllles gut Herr Ali ...hier sind die Schlüssel ... viel Erfolg "
Langer
30. März 2015 13:18
Danke fuer den Hinweis auf die Beitraege von Stevanovic.

Wir brauchen Zuwanderung, um unseren Wohlstand zu erhalten.


Die heutige Zuwanderung verringert unseren Wohlstand. Den wirtschaftlichen zuerst. Wir koennten unsere Strassen mit geronnenem Erdoel asphaltieren mit dem Geld, welches wir an diese Leute vergeben. (Und jetzt kommt irgend ein Rechter Hippie und wirft ein, dass wir dafuer unsere Seelen mit Gold asphaltieren...)

Wirkliche Fachkraefte anzuziehen, uns wie die Borg ihre Eigenschaften und Faehigkeiten zu eigen zu machen, das ist etwas gutes. Aber diese Pseudo-Konsumenten, die mit dem Geld anderer (oder ganz ohne) einkaufen gehen und mit denen sich auch kein behirntes Weibchen paaren will (das mal als gueltigsten Indikator), stellen nun mal keine Bereicherung dar.
Und dennoch passiert es. Und ich will wissen, warum, denn ich verstehe es nicht.
Coon
30. März 2015 14:50
Die Zukunft Europas ist nicht asiatisch sondern (schwarz-) afrikanisch. Die globale Bevölkerungsentwicklung und die Wanderungsbewegungen lassen kaum einen anderen Schluss zu. Transmissionskanal ist bzw. wird Frankreich sein, das sich selbst als Führungsnation der gesamten Francophonie sieht und dessen Größe in den 30er Jahren bei etwa 700 Millionen liegen wird. Jugendliches Reservoir an Menschen, über Atomwaffen verfügend, zur Aufstellung eines Massenheeres fähig. Die daraus folgenden Konflikte treten nur deswegen noch nicht offen zu Tage, weil die aktuell einrückenden Einwanderer die bisherige demographische Erschöpfung noch lange nicht ausgleichen und die Einwanderung zunächst vor allem direkt in die Alimentierung durch Vater Staat und nicht auf die Arbeitsmärkte führt. Zusätzlich kompensiert die Präsenz der US-Truppen die Ambitionen unseres westlichen Nachbarn, der seinen Gestaltungswillen trotzdem schon mal vorsorglich durch die selbst für Frankreich überdurchschnittlich hohe Massenzuwanderung nach Lothringen und nach dem Elsass demonstriert.

Dem zu begegnen bedarf grundlegender Kursänderungen: Wiederaufnahme der Kontrolle der eigenen Grenzen und Beseitigung der staatlich gesetzten Anreize für interkontinentale Massenmigration. Gerade Letzteres ist aber vollkommen unrealistisch. Die Deutschen wollen das nicht. Das Ende vom Lied: Ein Raumordnungskrieg in Mitteleuropa nach Abzug der Amerikaner (die werden nicht ewig bleiben), Eingriffe in das Staatengefüge durch Russland und Frankreich, Sezession deutscher Einzelstaaten (Bayern, Sachsen, Ost-Elbien), Französisierung des Restes als Anhängsel der franco-chinesischen Allianz. Weitgehende Schwarzafrikanisierung bis Mitte des 22. Jahrhunderts. Bevölkerung auf dem Gebiet der alten Bundesrepublik dann vermutlich deutlich mehr als 100 Millionen.

Aber ich schweife ab: Für die Demographie-Frage sind kulturelle Artefakte wie die Religion oder die ererbten Traditionen nachrangig. Es gibt etwas mehr als 60 Staaten, die wir wirtschaftlich als prinzipiell freie Gesellschaften ansehen können. In all diesen Gesellschaften mit Ausnahme von Israel und den USA bewirkt der Primat der Ökonomie demographisch das gleiche Bild: Ein Absinken der Geburtenraten unter das Bestandserhaltungsniveau. Warum? Dort wo Erwachsene potentiell eigene Kinder als nicht mehr notwendig zum Selbsterhalt ansehen (wegen eigener hoher Einkommen oder Rentengarantie und ähnlicher vor allem ökonomischer Erwägungen) setzen sie diese auch nicht in die Welt. Demographische Erholung erfolgt nur dort, wo Kinder wieder gebraucht werden: Als Versorger im Alter, als Beschützer vor den Nachbarn, als Arbeitskraft etc. Das bedeutet aber nichts weniger als das Zurückfahren des Sozialstaates auf 19.Jhdt-Niveau. Rente nur noch als Armenfürsorge ausser gegebenenfalls bei mehr als 2 Kindern. Förderung der Eigentumsbildung um vererben zu können etc. Parallel dazu die Einwanderung vollkommen freigeben (das ging bis zum ersten Weltkrieg ja auch ganz gut), Einwanderer von jeglichen nicht privat erworbenen Sozialleistungen ausschliessen, dafür sofortige freie Arbeitsaufnahme ermöglichen. Freier Erwerb von Waffen für Einheimische, denn natürlich würde die Kriminalität vorübergehend sprunghaft steigen. Es würde aber auch kein Jahr dauern bis sich herumspräche, dass es nichts mehr umsonst gäbe. Die Einwanderung ginge zurück, alle hätten ihre faire Chance. Sehr witzig, ich weiss.
von Espenfeld
30. März 2015 14:58
Tja - man läßt seine Töchter ( wenn man welche hat - ich habe welche ) heute studieren, wenn sie ihr Abi haben.
Da die Töchter meist fleißiger als die Buben sind, haben sie oft mehr Erfolg bei der Benotung . Wenn sie dann fertig sind mit dem Studium, dann sind sie oft schon Mitte 20 .

Dann promoviert noch ein Teil . Um die 30 haben sie dann den Doktor
und oft noch keinen richtigen Mann. Die wollen dann noch einige Jahre das Leben genießen, Geld ansparen , dann sind sie Mitte 30 und wenn sie und die Gesellschaft Glück haben, bekommen sie gerade noch ein Kind. Das wars dann auch , weil der Druck im Beruf immer größer wird, auf Mütter die freie Wirtschaft kaum Rücksicht nimmt und auf die heutigen Männer oft kein Verlaß ist, erziehen sie dann alleine.
Wie soll solch eine Gesellschaft überleben ?

Und die nicht studierten Töchter bei uns ? - die verdienen oft nicht soviel, müssen rackern, weil sie auch hohe Ansprüche aufgebaut haben ( Auto,
Mehrfachurlaub im Jahr, tolle, große Wohnung oder schmuckes Haus mit allen Schikanen ) , tja - auch hier stören Kinder sehr, dann noch der hohe Perfektionsdrang der Deutschen auf allen Ebenen .

Ich glaube schon , dass wir uns langsam zu Tode schrumpfen - oder es ändert sich Grundlegendes bei uns. - Diesem, unserem Land kann im Grunde nur noch eine übernatürliche Macht ( ein allmächtiger , fruchtbarer Gott ) vor dem aussterben helfen.
Die Politiker glauben das aber schon nicht mehr. Deswegen volken sie weiter im großem Stile um. Das Land, die Kultur, die Lebensweise wird sich radikal ändern, im Land der Perfektionisten und Genießer.

Keine 15 Jahre mehr und unsere hochdrehende Wirtschaft wird
voll im Niedergang sein , die bisher mit viel Geld niedergehaltenen
Konflikte zwischen den Ethnien bei uns werden dann gewaltig ausbrechen
und viele Gutmenschen werden sehr betroffen sein. -Ich nicht .
Der Gutmensch
30. März 2015 20:45
Lieber coon,

das klingt nach Reißbrett: "Jugendliches Reservoir an Menschen, über Atomwaffen verfügend, zur Aufstellung eines Massenheeres fähig." Sie reden da von nicht-verwurzelten, nicht ausgebildeten Menschen. Wozu sollen die fähig sein? Für Frankreich zu kämpfen? Wer von denen soll denn wenigstens die Gulaschkanone bestücken, geschweige denn, den roten Knopf zur rechten Zeit betätigen? Und wer soll dieses Massenheer eigentlich unterhalten, und wer dort wie für Ordnung sorgen? Die hält gar nichts zusammen, nicht mal eine gemeinsame Sprache! Das sind auch keine ordentlichen Söldner; die wollen nämlich gut für ihre spärliche Loyalität entlohnt werden - woher soll das Geld denn aber kommen? Die EU gibts dann nicht mehr, das ärgert Frankreich ja so sehr. Wer also denkt, bei diesen Experimenten spränge ein mächtiger französischer Staat heraus, dem ist echt nicht zu helfen. Das führt bloß zum Auseinanderbrechen; in Frankreich genauso wie in Deutschland, wenn wir nicht aufpassen.
Roman
30. März 2015 22:01
Man muss es leider so direkt formulieren: Ein klassischer Menzel und auch syptomatisch für weite Teile der Szene. Sobald es mal nicht direkt um den Abwehrkampf gegen Linke und Fremde geht, wird es dünn. Irgendwas mit Leistungsbereitschaft und Härte. Was man denn mit Deutschland anfangen möchte, wenn man es gegen alle Wahrscheinlichkeit in die Finger kriegen würde, weiss man nicht. Oder besser gesagt man scheut die Antwort vor sich selbst, weil der Kampf das Ziel ist. Dabei ist es auch wieder der klassische Liberalismus, nur auf Raten. Bei Manchen noch mit einem gehörigen Schuss Misanthropie gewürzt.

Franco und Pinochet in beeindruckender Form, Kohl mit seiner flickschen geistig moralischen Wende als völlige Farce. Alles schon gesehen. Nach einer kurzen wortreichen Reaktion ergibt man sich der Marktlogik, die alles in einem Strom aus Besatzerbrause wegschwemmt.

Die "Fachkräfte" sind nicht trotz der hier präsentierten Einstellungen da. Sie sind wegen dieser Einstellungen da. Es ist auch vollkommen egal ob sie nun da, solange diese Einstellungen vorherrschend sind. Die Leistungsbereitschaft ist eine schöne Umschreibung für Fügsamkeit, die die Selbstausbeutung zur Tugend erhebt. Immerhin haben zwei Weltkriege einen nationale Eigenschaft nicht wegspülen können. Deutsch zu sein, bedeutet nach wie vor, eine Sache um ihrer selbst Willen zu tun.

Mit einem Territorium oder Volk hat das Ganze freilich nicht viel zu tun. Notfalls verzieht man sich in das Ausland oder hinter hohe Zäune von befestigten Vorstädten.
Roman
30. März 2015 23:01
Die Pragmatik der Generation dürfte beim Ausbleiben größerer Umwälzungen auch ganz einfach aussehen. Wer kann setzt sich bei sich bietender Gelegenheit ins Ausland ab und schreibt von da aus böse Kommentare. Wer es nicht kann, wird den Sozialstaat und das Ganze Gedöns schleifen lassen. Ob er es dann ganz pragmatisch tut um in "weltweiten Wettbewerb" zu bestehen, oder um die Ausländer draußen zu halten, ist Geschmackssache. Arbeitsplätze wird es sicherlich geben. Das stimmt schon. Die Frage ist nur unter welchen Bedingungen, zur welcher Bezahlung und unter welchen Sicherheiten erkauft. Wir reden ja hier nicht von einer Minderheit, sondern zumindest von der Mittelschicht, die beispielsweise unter Bedingungen einer Automatisierung agieren muss.

Wobei das Schleifen des Sozialstaats nicht bedeutet, dass es weniger Staat geben wird. Ganz im Gegenteil, denn zur Logik des Systems gehört Lohnarbeit für die Mehrheit. Und wenn der Markt nicht mehr genügend Jobs schaffen kann, wird Vater Staat eingreifen. Er tut es jetzt schon. Ob man nun direkt einstellt, die "Zivilgesellschaft" fördert, oder Geld druckt, ist auch wieder bloss Geschmackssache. Schlecht bezahlte und sinnlose Jobs, die bestenfalls nicht schädlich sind, aber oft gut genug auf Gängelung der Mitmenschen hinauslaufen.

Und da wir hier eine ganz pragmatische Generation haben, wird sich auch ganz pragmatisch dem eigenen Ego verpflichtet, die allgemeine Verantwortungslosigkeit verwalten. Man wird wahrscheinlich sogar daran glauben, dass ausgerechnet die eigene Rolle in dem Stück irgendwie Sinn enthält. Notfalls sediert man sich mit Medikamenten.
Stil-Blüte
31. März 2015 05:47
Nicht erst, seitdem Gastarbeiter in unser Land geholt worden, nein, viel früher hatte sich der vernunftbegabte Wille einer hochentwickelten industrialisierten homogenen Bevölkerung, schwere körperliche und monotone Arbeit abzuschaffen, durchgesetzt und dadurch zum Ausdruck gebracht, daß die gewollte Kinderzahl gesteuert und immer mehr verringert wurde.

Denken wir an den Kinderreichtum der Ärmsten in der Zeit der Manchester-Industrialisierung. Häufig nicht weniger als 11 bis 12 Kinder in einer Familie unserer Groß- bzw. Urgroßeltern war nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Durch Krankheiten war eine natürliche und durch Kriege eine künstlich geschaffene Reduzierung sozusagen eingeplant.

Der Kinderreichtum sank kontinuierlich nach unten. Im Dritten Reich wurde das erste Kindergeld der Welt gezahlt und der Mütterorden eingeführt, weil die schon damals übliche durchschnittliche Kinderzahl auf nicht mehr als 2 Kinder pro Familie gesunken war; sie entsprach sozusagen adäquat dem technischen Fortschritt.

(Andererseits: der Adel immer schon, später der Geldadel, noch später der Staradel (Hollywood läßt grüßen!) Vermehrung der eigenen Brut ist sakrosankt!)

Für mich hat sich mehrmals die Frage gestellt, ob diese Reduktion nicht eigentlich adäquat und folgerichtig zum technischen Fortschritt verläuft, wäre da nicht die 'bunte Bereicherung' aus oftmals archaisch, feudalistisch, rein agrarisch geprägte Lebens- und Arbeitswelten.

Zwei Integrationsbewegungen - Hugenotten u.a. verfolgte protestantische Minderheiten mit einem hohen Standard an Handwerk und ausgesprochem Verständnis fürdie eigenen sozialen und fremden staatlichen Belange - und Juden - höchste Blüte im Kaiserrreich - man gehe nur mal stundenlang über das Arel den jüdischen Friedhofs in Berlin-Weißensee, letztere leider unsäglich im 3. Reich abgeschafft, waren echte Bereicherung.

Besteht die innere Kraft eines Volkes in seiner Quantität oder in seiner Qualität? Besteht die Kraft eines Staates nicht eher darin, daß darin jeder seinen zu ihm passenden Platz des Arbeitens, Wohnens, Lebens findet? Dieser Platz ist aber inzwischen dreimal oder viermal von anderen umkämpft bzw. besetzt. Das nennt man dann Wettbewerb.

Eine territorial begrenzte, auf konkrete Lebens-, Wohn-, Wetterverhältnisse eingestellte Entwicklung wurde in Deutschland zuerst durch die Gastarbeiter, später durch das Schengener Abkommen, noch später durch die gesamte sog. Integrationspolitik mit Flüchtlingen, Asylanten, Einwanderern vollkommen durcheinandergebracht. Da vermischten sich zwei völlig unterschiedliche historische Entwicklungen. Der (Hinter-)Grund: Die Wahnsinnsidee vom ständigen Wachstum durch Herstellung und Verbrauch (Verbraucher! Verbvraucherzentrale!), gepaart mit dem Wunsch, nicht mehr schwer arbeiten zu müssen (Ausbeutung)?

Heute liest und hört man ständig von jungen sog. Projektmanagern, vor allem in der IT-Branche, die zwar nicht mehr schwer, dafür aber hart arbeiten. Ihre Härte, Durchsetzungskraft, ihr Durchhaltevermögen erstrampeln sie sich beim Jogging oder in der Mucki-Bude auf einem Fahr- oder Laufrad, indem sie buchstäblich auf der Stelle treten. Paradox!

In Leopold Kohrs 'Die überentwickelten Nationen'. Rückbesinnung auf die Region. Goldmann. 1. Auflage 1962. 1. dt. Auflage 1983, viele Denkanstöße: Der hohe Anspruch der Menschen läßt sich am ehesten in kleinen überschaubaren Nationen, Völkern, Staaten, Ethnien verwirklichen.

Was ich fragen wollte, wie könnte die Manie nach Entwicklung, Mobilität, Wachstum, Flexibilität, Austausch eines globalen Nomadentums im jetzigen Stadium wieder in überschaubar und brauchbar
gefügten Einheiten beheimatet werden?

Ist das IfS die einzige stoische Einheit? Bitte andere kleinste Einheiten melden!
Nordlaender
31. März 2015 09:34
@ Stilblüte

"und Juden – höchste Blüte im Kaiserrreich – man gehe nur mal stundenlang über das Arel den jüdischen Friedhofs in Berlin-Weißensee, letztere leider unsäglich im 3. Reich abgeschafft, waren echte Bereicherung."

Rosa Luxemburg? Magnus Hirschfeld? Erich Mühsam? Kurt Eisner? Eugen Levine?

Das jüdische Volk ist ausgesprochen internationalistisch orientiert - jedenfalls solange es nicht die eigene Nation betrifft. Deswegen halte ich Ihre These in dieser Pauschalität für überaus kühn.
Rumpelstilzchen
31. März 2015 10:19
@ Frederick von Portshoven

Was ist zu tun, um zukunftsfähig zu sein ?

Zunächst, wenn sich diese Politik nicht grundlegend ändert und die Völker Europas nicht bereit sein werden, ihr Eigenes zu verteidigen, auch militärisch, wird es keine friedliche Zukunft geben. Oder eine, die mit unserer jetzigen Lebenswelt nichts mehr zu tun hat.
Da Realpolitik immer nachhängt, http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/nationalismus-massenmigration-und-zusammenhalt-13471044.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2
halte ich es für sinnvoll , alternative Lebensentwürfe zu leben. ( da war die Linke schon immer kreativer) .D.h. sich nicht mit pragmatischer Härte in dieses System einfügen, sondern konstruktiv dagegen leben.

Der Beitrag von Stil-Blüte bietet gute Ansätze.
Gegen die Wahnsinnsidee vom ständigen Wachstum gibt es heute zahlreiche Überlegungen zu Postwachstumsgesellschaften.
Ausbeutung kann z.B. durch geändertes Konsumverhalten verhindert werden. Im Moment verschandeln unzählige Shopping malls Deutschlands Städte mit Billigklamotten ( Primark, H&M, Kik) .
Hier gilt es z.B. Alternativen zu leben. Da ist die Linke auch kreativer als die rechte Manufactum- Klientel .
@Stil-Blüte
Ist das IfS die einzige stoische Einheit ?
Natürlich nicht. Niemand hindert uns daran, andere stoische Einheiten zu bilden. Etwa kleine Klöster zu bilden ( z.B. Das kleine Dreifaltigkeitskloster in Buchenhagen) Privatschulen gründen, Wagenburgen, Landkommunen bilden usw.usw.Vereine gründen usw. Da gibt es viel zu tun.
Nur: Jammern und hoffen, irgendwie mit Härte durchzukommen, das ist es nicht !
Hartwig
31. März 2015 10:38
Zur "Härte":

Die Härte gegenüber kinderlosen Rentnern? Wie auch immer das konkret aussehen soll, die Bevölkerungspyramide wird "Härten" bereit halten.

Die Härte im "Strassenkampf" gegen kulturfremde Horden? Ein Männerthema für sich.

Die Härte, die nötig wäre?
Eine von einer Mehrheit eingeforderten und getragenen Härte gegenüber der Ungleichheit hier und in der Welt. Die Härte, tausende Afrikaner im Mittelmeer abschreckend sterben zu lassen. Die Grenze grundsätzlich dicht zu machen (technisch und militärisch kein Problem) und Bilder von Not und Elend vor diesen Grenzen ertragen zu können. Die Härte, von seiner Überlegenheit Gebrauch zu machen.
Die Härte, eventuelle Konsequenzen einer solchen Politik zu tragen.

Diese Härte hat in Deutschland und Europa weder die Generation Menzel, noch deren Elterngeneration.
Zunächst bedürfte es der Härte einer innenpolitischen Auseinandersetzung, auch hier mit dem Ertragen eventueller Konsequenzen ... auf Karriere und Wohlstand.
gerdb
31. März 2015 11:20
@nordländer

Ja gewiss Bereicherung!
Man sollte doch bedenken das wenn die Göttinger Doktoranden nicht im Projekt Manhattan gelandet wären, Deutschland die Bombe gehabt hätte und wir den Krieg gewonnen hätten. Der Kampf ohne Bombe war gewisssermassen Zeit und Energieverschwendung.
Der Gutmensch
31. März 2015 11:53
"Ist das IfS die einzige stoische Einheit? Bitte andere kleinste Einheiten melden!"

Meine liebe Stilblüte - ist das Ihr Ernst? Ich dachte, hier pflegt man die Waldgänger-Romantik, die ich, wie bereits geschrieben, mit einigem Argwohn beobachte: In den viel zu kleinen kleinen Waldstücken trampelt man sich geradezu gegenseitig auf den Füßen herum! Und überall diese geistigen Ziereremiten! http://de.wikipedia.org/wiki/Schmuckeremit

Denn die Konsensbildung ist es ja gerade, die mit aller Macht verhindert wird - und so wurschtelt eben jeder allein und tut, was er gerade für richtig hält oder wozu er die anderen gerade zufällig zwingen kann.

Ich bezweifle leider im Ernst, dass Wagenburgen dem etwas eigenes entgegensetzen können. Das Leben in einer Sekte erscheint mir noch viel gruseliger; ich will tatsächlich lieber in einem Land leben, unbedingt! In diesem Zusammenhang die Selbstausbeutung zu glorifizieren, ist ganz sicher das letzte Problem von Herrn Menzels Generation. Wer die mal live und in Farbe erlebt hat ...! Der Punkt ist: Die haben Abschottungsmechanismen gegen die Zumutungen anderer entwickelt, von denen konnten wir bloß träumen. Das iron dome via smartphone! Uns konnte man ja noch trefflich mit der unbedingt zu erkämpfenden Gleichberechtigung von Transmännern oder sonstigem Unfug quälen; wir empfanden die intellektuelle Zumutung des Nonsens und begannen, uns ernstlich vor einer Zukunft zu fürchten, die angeblich bloß noch daraus bestehen sollte! Herrn Menzel und Kollegen kann man allerdings nicht mehr so leicht ins Bockshorn jagen, die haben sich sehr lässig damit abgefunden, dass ausnahmslos alle anderen bloß groben Unsinn reden; die sind folglich auch mit keinem Argument der Welt mehr zu erreichen/ erschüttern ...

Es ist also eine Entwicklung zu verzeichnen, keine schöne, aber es ist eine, die man zur Kenntnis nehmen sollte. Die Abschaffung der Zukunft durch ihr beständiges Vorwegnehmen geht jedenfalls an der Generation Menzel vorbei, die glühenden Tanzschuhe sind für andere reserviert, für Leute wie mich ...
Rumpelstilzchen
31. März 2015 12:28
@der Gutmensch

Ich will lieber in einem Land leben.


Man kann auch als Einsiedler in einem Land leben. Und für das Land Gutes tun.
http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/eremit-in-solothurn-einsiedler-in-der-schweiz-gesucht-a-965048.html
Coon
31. März 2015 14:51
Lieber Gutmensch,

gute Argumente, aber möchte ich gar nicht die Extreme beschwören (roter Knopf oder 200 Divisionen mit Blick nach Osten). Es geht mir um das vorhandene Potential, das der Staat zu seiner Entfaltung bzw. zur Entwicklung seiner Interessen zur Verfügung hat. Francois Hollande nennt diese Ende August 2012 in einer aussenpolitischen Grundsatzrede, deren Inhalt unter FAZ/Euro vom 28.08. 2012 gefunden werden kann. Er selbst nennt die Eckpfeiler Irreversibilität des Euro, Atomwaffenmacht, Francophonie. Nun kann man das für einen eklatanten Mangel an Realismus oder ein schräges Selbstbild halten. Dennoch verbirgt sich hier eine Botschaft an die Nachbarn. Diese stehen einem Jahrhunderte alten professionellen Machtapparat gegenüber, der geduldig ist und die Chancen ergreifen wird, sobald sie sich ihm bieten. Vergleichbares hat Deutschland nicht. Die das Reich tragende Schicht und ihr Erbe wurde mit einigen Ausnahmen in der Verwaltung 1945 komplett abgeräumt, und die aktuellen Verantwortungsträger verhandeln die zu entrichtenden Tribute schlechter als es möglich wäre. Dreh zurück zu den Einlassungen Herrn Menzels: Es geht bei all dem um etwas Anderes als seine Generation. Und mit Verlaub: In den letzten 100 Jahren hat Deutschland noch jede Generation in die Pfanne gehauen - wir werden jetzt keine Ausnahmen machen, trotz Leistungs- und Arbeiten-bis-zum-Umfallen-Bereitschaft. Die 15+x Millionen Fachkräfte werden kommen. Diskussionen im öffentlichen Raum bemühen sich nur um die einvernehmlichen Sprachregelungen zwischen Befürwortern und Befürwortern. So lässt man die Realität hinter der Geschichte verschwinden. Nachfrage: Gibt es eigentlich einen medizinischen Terminus für diesen nahezu pathologischen Selbstbetrug?
Der Gutmensch
31. März 2015 17:37
Lieber coon,

Hollandes tolle Ideen schnurren fix zusammen, sobald der Euro zusammenbricht, da hilft im Zweifel auch die Atombombe nicht wirklich weiter und die Frankreich-hassenden-Migranten in seinem Land helfen schon mal gar nicht. Wenn Sie Beweise brauchen: Russland musste schließlich auch durch ein tiefes Tal, nachdem es runtergewirtschaftet war. Und dieser Sorge - betreffend den Euro, den bloß Dt stützt - verleihen die Franzosen uns gegenüber auch gerade sehr nachhaltig Ausdruck, wenn mich da nicht alles täuscht! Was unsere Verantwortungsträger angeht, so mögen Sie ja recht haben. Ich bin auch da der gute Deutsche (Ihren Unkenrufen zum Trotz, müssen wohl doch die Gene sein) und sage: Das sind halt die Nappsülzen, die gerade dran sind ... Ich werde ihnen bestimmt nicht nur aus blanker Eitelkeit in den Rücken fallen, da müsste ich schon sehr genau wissen, was ich tue und dass das unterm Strich zweckmäßig und die Zeit reif dafür ist.

Anders als die Generation Menzel, die natürlich in die Röhre schaut (wie ich) wenns so weitergeht und die es natürlich persönlich härter trifft als die Nachkriegsgeborenen; das zu leugnen, ist m. E. nicht ganz fair. Aber immerhin haben die Menzels dieser Welt keinen Schiss, das Falsche zu tun! Ich bezweifle zwar, dass mir deren Entscheidungen wesentlich besser gefallen werden. Aber sie werden wenigstens wieder selber welche treffen. Denn eines können Sie mir glauben: Die sind für rührselige Migrantengeschichten nebst Sprachregelungen komplett taub; die ganze erpresserische Propaganda perlt an denen ab, die agieren auf Teufel komm raus, wenns ihnen passt. Und wenns nach denen geht, gibts hier demnächst wieder Todesstrafe und nicht mal mehr Hartz4. Ist nur eine Frage der Zeit.
Gustav Grambauer
31. März 2015 18:28
Simon

"Er würde viel lieber Hauptschüler einstellen."

Das grundlegende - strukturelle - Problem, daß es um Dimensionen mehr geringqualifizierte Bewerber als geringqualifizierte Arbeit gibt, ist längst gegeben und diese "Schere" wird sich noch um weitere Dimensionen öffnen, ebenso wie die "Schere" bei der Soziologiestudentin im 12. Semester.

Ich schätzte es, daß Sie mir offenbar nicht übel genommen haben, daß ich zuletzt recht hart mit Ihnen argumentiert habe. Hab`gerade meine Zeilen noch einmal gelesen: daß ich dabei am Rande der Übergriffigkeit war, bedaure ich.

Klaus F.

"Was ich am allerwenigsten dabei verstehe ist die derart ostentativ ausgesprochene Forderung, jene Einwanderer müßten aus Nicht-EU-Staaten kommen."

Stevanovic erklärt den Mechanismus eigentlich kristallklar: Der EU-Sklavenmarkt ist ausgetrocknet. Helmut Kohl hat sich noch gezickt, wollte nur Rußlanddeutsche, alle anderen waren ihm nicht fein genug. Diese Zeiten sind lange vorbei, heute wird um jede "Humanresource" gekämpft, bald werden sie auf Schimpansen ausweichen. Die Bösartigkeits-Dynamik hat ja seit Kohl auch zugenommen ...

Langer

"Wir koennten unsere Strassen mit geronnenem Erdoel asphaltieren mit dem Geld, welches wir an diese Leute vergeben."

Wer bitte ist "Wir"???

"Aber diese Pseudo-Konsumenten, die mit dem Geld anderer ..."
"... ich will wissen, warum, denn ich verstehe es nicht."

Denken Sie sich mal einen Kiosk-Besitzer mit atomisiertem Bewußtsein, der ein Lädchen am Bahnhof betreibt. An diesem Bahnhof lungern Marrokaner herum, wie sie richtig davon ausgehen: von der Migrationsindustrie alimentiert, und kaufen unentwegt bei ihm bunte Heftchen, Kinderüberraschungseier und irgendwelche Chips. Davon lebt er mehr oder weniger. Welche Art Partei wird er wählen?!

Dieses Geschäftsmodell können Sie jetzt bis zu den Supermärkten, Telefongesellschaften, Ärzten usw. durch alle Branchen bis zum Immobilenmarkt und den Banken hochdeklinieren.

Hier noch eine Delikatesse für alle, die Kindergarten-Kitsch-Reime und Klein-Mädchen-Poesiealbum-Sprüche lieben:

https://www.chymne.ch/de/Beitraege

Mein Favorit ist "F"!!!

- G. G.
Karl Martell
31. März 2015 19:50
@ Coon

Nachfrage: Gibt es eigentlich einen medizinischen Terminus für diesen nahezu pathologischen Selbstbetrug?

"Der Nestor der modernen
Psychiatrie, Emil Kraepelin, hat
hierfür bereits vor 100 Jahren
den Begriff des „induzierten
Irreseins“ in die Wissenschaft
eingeführt, zu deutsch „eingepflanztes
Irresein“.
Es handelt sich hierbei um die
alte, den Psychologen und
Psychiatern wohlbekannte Methode
des gezielten Irremachens
durch geistige Beeinflussung."
Karl Martell
31. März 2015 20:02
@ Coon

Hier noch ein Link zum "induzierten Irresein":

http://www.europaeische-aktion.org/Dokumente/de/Archiv/Schrift---Das-eingepflanzte-Irresein.pdf
Stil-Blüte
31. März 2015 20:32
@Nordlaender

Sie haben Recht.

Ich meinte deutsch-national gesinnte Juden.

Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht, Erich Mühsam... in erster Linie waren sie Kommunisten, Anarchisten, Gegner des jeweiligen Staates bzw. später Potentaten im ehemaligem Ostblock, am ausgeprägtesten im (nach-)revolutionärem Rußland.

Dennoch: Jüdischer Friedhof Berlin-Weißensee - der hat uns viel Gutes zu sagen über deutsch-national gesinnte Juden und auch über uns selbst.
Nordlaender
31. März 2015 22:38
@ Stil-Blüte

"Ich meinte deutsch-national gesinnte Juden."

Mit der Bitte um Namen.

"Dennoch: Jüdischer Friedhof Berlin-Weißensee – der hat uns viel Gutes zu sagen über deutsch-national gesinnte Juden und auch über uns selbst."

Wer bitte - ganz konkret - seid IHR denn nun genau?

Damit keine Mißverständnisse entstehen: Es wird kein Volk geben, bei dem jedes einzelne Mitglied uns Deutschen feindlich gesinnt ist. Ich gehe fest davon aus, daß zu Zeiten unserer Urahnen so mancher Mongole und so mancher Hunne eigentlich gar nichts gegen uns gehabt hat.
Stil-Blüte
05. April 2015 13:41
@ Nordlaender

'
Mit der Bitte um Namen


Ein herausragender - Hans-Joachim Schoeps (1909 Berlin - 1980 Erlangen), schillernder: Rathenau und viele preußisch-protestantische Konvertiten, nachzulesen in : David Korn 'Wer ist wer im Judentum. Lexikon der jüdischen Prominenz. Ihre Herkunft. Ihr Leben. Ihr Einfluß. Ergänzte, aktualisierte Neuauflage 2003. FZ-Verlag.
Leo Naphta
08. April 2015 01:40
@ Nordländer

Oder nehmen Sie unseren niedersächsischen Kultusminister Leonhard Schlüter, dessen ramponierte Ehre noch immer ihrer Wiederherstellung harrt. Nicht anders als im Falle von William S. Schlamm, bot der Skandal um Schlüter vielen demokratisch gewendeten Ex-Nazis (darunter nicht wenigen Professoren der Göttinger Universität) die Gelegenheit, einen Juden als Nazi zu diffamieren. Schlüter mag politisch naiv gewesen sein, ein "Rechtsextremer" war er nicht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Leonhard_Schl%C3%BCter


Die Deutschnationalen der Weimarer Jahre haben sich bekanntlich gegen Juden versperrt, wobei die Religionszugehörigkeit das entscheidende Kriterium war. An Getauften indes herrschte in den Reihen der DNVP kein Mangel. Zu ihnen zählten solche intellektuellen Köpfe der Partei wie der Staats- und Völkerrechtler Erich Kaufmann und der Publizist und Spengler-Intimus Paul Nikolaus Cossmann, als Herausgeber der "Süddeutschen Monatshefte" einer der schärften publizistischen Gegner der Kriegsschuldthese und des Versailler Vertrages, der in den frühen 20er Jahren zur Nemesis des republikanisch gewendeten Thomas Mann wurde.

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