»Infragestellung der Systemelite« – ein Bericht vom 8. IfS-Salon

Gestern abend fand auf dem Haus der Berliner Burschenschaft Gothia nach einjähriger Pause wieder ein Staatspolitischer Salon statt. Durch die Veranstaltung führte Erik Lehnert; geladen war Götz Kubitschek, um über »PEGIDA als politisches Lehrstück« zu sprechen. Zu den 60 angemeldeten Teilnehmern kamen noch etliche "spontane" hinzu, so daß die Räumlichkeiten mit knapp 80 Gästen schließlich bis ans Limit ausgelastet waren. Inklusive einer intensiven Anschlußdiskussion ging der offizielle Teil des Abends über zwei Stunden; der Gesamtverlauf läßt für die Folgeveranstaltungen der kommenden Monate das Beste erwarten.

Nils Wegner

Nils Wegner ist studierter Historiker, lektorierte 2015–2017 bei Antaios, IfS und Sezession und arbeitet als Übersetzer.

Pünkt­lich um 20:15 Uhr eröff­ne­te IfS-Geschäfts­füh­rer Dr. Erik Leh­nert die Ver­an­stal­tung mit einer kur­zen Erläu­te­rung des Kon­zepts der »Staats­po­li­ti­schen Salons«; hier­zu gehör­te auch eine Erklä­rung zum Pro­blem der Räum­lich­kei­ten, das die Aus­rich­tung der Vor­trags­rei­he für das ver­gan­ge­ne Jahr verunmöglichte.

Zur Wie­der­auf­nah­me des Fadens sei die Gewin­nung Götz Kubit­scheks beson­ders sinn­haft, habe die­ser auf einem der Salons der “alten Fol­ge” doch bereits über die sei­ner­zeit viel­ver­spre­chen­de “Iden­ti­tä­re Bewe­gung” und ihr Poten­ti­al refe­riert – inzwi­schen sei PEGIDA als »viel­ver­spre­chen­de Bewe­gung« an deren Stel­le getre­ten, und durch sein eige­nes Enga­ge­ment als mehr­ma­li­ger Red­ner auf Dresd­ner und Leip­zi­ger Abend­spa­zier­gän­gen brin­ge Kubit­schek in jedem Fall eine ange­mes­se­ne Urteils­kom­pe­tenz mit.

Kubit­schek kon­sta­tier­te, daß es vom ver­ant­wort­li­chen Redak­teur einer nor­ma­ler­wei­se mit The­men jen­seits der Tages­po­li­tik befaß­ten Zeit­schrift nicht gera­de erwart­bar sei, zum Gedei­hen eines poli­ti­schen Phä­no­mens wie PEGIDA bei­zu­tra­gen. Es stel­le sich also die berech­tig­te Fra­ge danach, war­um die Abend­spa­zier­gän­ger ihm »ans Herz gewach­sen« sei­en, war­um er sich per­sön­lich enga­giert habe.

Zur Erklä­rung die­ser Syn­er­gie sei die The­se unbe­dingt zu ver­tei­di­gen, daß PEGIDA in jedem Fall eine ech­te, mas­si­ve Volks­be­we­gung gewor­den wäre, wenn Poli­tik und Medi­en sie in glei­chem Maße gehät­schelt und hoch­ge­ju­belt hät­ten wie zu ihrer jewei­li­gen Zeit lin­ke Kom­ple­men­te à la attac, Pira­ten­par­tei oder Blockupy.

Aber selbst ohne einen noch grö­ße­ren Zulauf als den ohne­hin erreich­ten hät­te PEGIDA die prä­de­sti­nier­te Volks­be­we­gung vor einer Par­tei wie der AfD sein kön­nen, denn immer­hin sei die­se selbst ein­mal mit dem Selbst­an­spruch ange­tre­ten, eine “Aus­wei­tung der Kampf­zo­ne” auf real­po­li­ti­scher Ebe­ne her­bei­zu­füh­ren – dadurch wäre auch ins­be­son­de­re der »Hen­kel-Lucke-Flü­gel« in sei­ne inner­par­tei­li­chen Schran­ken gewie­sen wor­den. Die AfD habe sich jedoch nach anfäng­li­cher Füh­lungs­auf­nah­me schnell der PEGIDA ent­le­digt, als sich her­aus­stell­te, daß die­se »nicht so leicht käuf­lich wie gedacht« sei.

»Na, suchst Du auch Pöstchen?«

Die »Fie­ber­kur­ve« des Bür­ger­pro­tests sei bis Mit­te Janu­ar mit stän­dig stei­gen­der Teil­neh­mer­zahl steil auf­wärts ver­lau­fen; dar­auf sei­en dann Spal­tung und Zer­schla­gung gefolgt, die die Mas­se der Bewe­gung nun auf Sach­sen und ins­be­son­de­re Dres­den beschränk­ten. Bun­des­weit sei der polit­me­dia­le Kom­plex in die »Ver­drän­gungs- und Beschwei­gungs­pha­se« eingetreten.

Nichts­des­to­we­ni­ger lud Kubit­schek alle bis­lang unbe­tei­lig­ten Zuhö­rer ein, sich die beein­dru­cken­den Dresd­ner Demons­tra­tio­nen ein­mal anzu­se­hen und etwas von der Aura des gemein­sa­men Ein­tre­tens für Ver­än­de­run­gen zu spü­ren. Gegen eine mitt­ler­wei­le ein­ge­tre­te­ne Bedeu­tungs­lo­sig­keit PEGI­DAs sprä­chen eben­so die fort­ge­setz­ten Ver­su­che eta­blier­ter Poli­ti­ker (zuletzt etwa Cem Özde­mirs), sich auf Kos­ten der Abend­spa­zier­gän­ger als zivil­cou­ra­gier­te Mus­ter­de­mo­kra­ten zu inszenieren.

Im Anschluß an die­se Bestands­auf­nah­me reka­pi­tu­lier­te Kubit­schek knapp sein per­sön­li­ches Enga­ge­ment für PEGIDA. Nach­dem er zwei Mona­te lang als »nor­ma­ler Spa­zier­gän­ger« mit Fami­lie vor Ort gewe­sen sei, sei sein wirk­li­cher Ein­stieg auf Ein­la­dung des sei­ner­zeit den Spal­tungs­maß­nah­men des Staats rat­los gegen­über­ste­hen­den “Orga-Teams” erfolgt – jener Maß­nah­men, an denen letzt­lich der Kreis um Kath­rin Oer­tel geschei­tert sei.

Auf Bit­ten von Lutz Bach­mann hin habe Kubit­schek anfangs als in poli­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zun­gen erfah­re­ne­rer »Rat- und Tat­ge­ber« gewirkt und die Mecha­nis­men des Kampfs gegen PEGIDA ana­ly­siert, ehe er sich mit eige­nen Rede­bei­trä­gen an der Aus­ge­stal­tung von Pro­test­um­zü­gen betei­lig­te. Letz­ten Endes habe die­se Zusam­men­ar­beit für bei­de Sei­ten posi­tiv gewirkt: Der Bür­ger­pro­test sei ein »sinn­vol­ler Trich­ter« zur Gewin­nung neu­er Inter­es­sen­ten gewe­sen, gera­de weil die Teil­neh­mer­grup­pe einen veri­ta­blen »Quer­schnitt durch’s Volk« darstelle.

Die abschlie­ßen­de Zukunfts­ein­schät­zung fiel knapp und klar aus: Die Bewe­gung wer­de ihren Cha­rak­ter behal­ten, gleich­wohl müß­ten neue Stra­te­gien der Druck­aus­übung ent­wi­ckelt wer­den. PEGIDA sei bis­lang nicht »in kon­kre­te poli­ti­sche Arbeit hin­ein aus­dif­fe­ren­ziert« und sol­le dies auch wei­ter so hal­ten; der Bür­ger­pro­test sei eine mani­fes­tier­te »offe­ne Fra­ge«, was erhal­ten blei­ben und even­tu­ell durch eine grö­ße­re Band­brei­te unter­schied­lich aus­ge­rich­te­ter Red­ner ver­stärkt wer­den müs­se. Für Götz Kubit­schek und die Sezes­si­on mit ihrer dezi­diert rechts­in­tel­lek­tu­el­len Grund­hal­tung sei und blei­be PEGIDA ein selbst­ver­ständ­li­ches The­ma, um zu »ver­su­chen, Deu­tungs­be­grif­fe zu set­zen«, die in der Aus­ein­an­der­set­zung mit den Zumu­tun­gen des sta­tus quo wirk­macht ent­fal­ten könn­ten: »ein Tiger, den wir mit­rei­ten möchten«.

Von dort aus führ­te ein logi­scher Über­gang zur kur­zen Vor­stel­lung des Pro­jekts Sezes­si­on an sich. Ihre Leit­mo­ti­ve sei­en (»von sehr ruhig bis sehr angriffs­lus­tig« geordnet):

Pfle­ge des geis­ti­gen Bestands; Magne­ti­sie­rung und Nutz­bar­ma­chung des­sel­ben; Beför­de­rung der geis­ti­gen Unru­he; Mut zur Set­zung ohne Begrün­dungs­be­darf; Zusam­men­füh­rung und Samm­lung »der Selbst- und Mutig­den­ker«; Pro­vo­ka­ti­on und Aus­wei­tung der Kampf­zo­ne; Wir­kung als Kon­trast­mit­tel für den tat­säch­li­chen Zustand der Mei­nungs- und geis­ti­gen Frei­heit; ulti­ma­tiv »die Bewaff­nung der Spra­che«, um den Geg­ner zu treffen.

Dies sei für das Dasein der Zeit­schrift Sezes­si­on »Begrün­dung genug«, wich­tig und »drin­gend fort­setz­bar«. Denn letz­ten Endes gin­ge es sowohl dem IfS als auch der Sezes­si­on um die ele­men­ta­re Fra­ge der heu­ti­gen Lage: »Wenn wir nicht wis­sen, wer wir sind und wer wir sein wol­len, braucht über Zukunft, Inte­gra­ti­on und all das gar nicht gere­det zu werden.«

Die anschlie­ßen­de Dis­kus­si­on oszil­lier­te zwi­schen prak­tisch-akti­vis­ti­schen Fra­gen und Anmer­kun­gen – groß­teils von PEGI­DA-Teil­neh­mern, ins­be­son­de­re deren Ber­li­ner Able­ger Bär­GI­DA – und eher theo­re­ti­schen The­men. Kubit­schek bot man­chen inter­es­san­ten Ein­blick, so etwa auf die Fra­ge, ob eine mög­li­che “katechon­ti­sche” Funk­ti­on PEGI­DAs ange­sichts des sehr dürf­ti­gen Posi­ti­ons­pa­piers der Bewe­gung nicht doch rei­ne Augen­wi­sche­rei sei: Dies sei ein Stück weit kor­rekt und das Posi­ti­ons­pa­pier bei bier­erns­ter Aus­le­gung eine Nai­vi­tät ers­ten Ran­ges, doch sei es in Wahr­heit laut Lutz Bach­mann ein pro­gram­ma­ti­scher »Not­be­helf« gewe­sen, zu dem jeder Mit­or­ga­ni­sa­tor zwei Punk­te nach eige­nem Gus­to hät­te bei­steu­ern dür­fen und der dadurch einen »qua­si dada­is­ti­schen« Cha­rak­ter erhal­ten habe.

Nichts­des­to­we­ni­ger sei PEGIDA seit dem zwei­ten oder drit­ten Abend­spa­zier­gang etwas gänz­lich ande­res, als von ihren Grün­dern ursprüng­lich beab­sich­tigt, näm­lich kei­ne rei­ne Unmuts­be­kun­dung gegen »Stell­ver­tre­ter­krie­ge auf deut­schem Boden«, son­dern eine »offe­ne Infra­ge­stel­lung der Sys­te­me­li­te«. Wer mit den bes­ten Absich­ten mit­spa­ziert sei und die gan­ze Jau­che der polit­me­dia­len Het­ze über sich aus­ge­gos­sen gese­hen habe, der sei »jetzt für die­sen Staat verloren«.

Wei­te­re Erör­te­run­gen über die Chan­cen Tat­ja­na Fes­ter­lings als Kan­di­da­tin zur Ober­bür­ger­meis­ter­wahl in Dres­den (»natür­lich im Kern kei­ne Chan­ce«), die ope­ra­ti­ven Unter­schie­de zwi­schen Dres­den und Leip­zig (im Hin­blick auf die mili­tan­te Anti­fa wer­de in Leip­zig »das Brot auf eine etwas ande­re Wei­se getoas­tet«, denn wenn die­se Leip­zig ver­lie­re, dann sei für sie das gesam­te Bei­tritts­ge­biet ver­lo­ren) oder den geis­ti­gen Gegen­satz zwi­schen “Ossi” und “Wes­si” (zu DDR-Zei­ten hät­ten ers­te­re eine »völ­lig ande­re Wahr­neh­mung von Mach­bar­keit und Vor­stel­lung von staat­li­cher Schmut­zig­keit« ent­wi­ckelt, wohin­ge­gen letz­te­re groß­teils bis heu­te bereit sei­en, von steu­er­li­cher Aus­pres­sung bis hin zur »voll­kom­me­nen Ver­rot­tung ihres Stadt­teils« alles demü­tig hin­zu­neh­men) run­de­ten die Erör­te­rung über »PEGIDA als poli­ti­sches Lehr­stück« ab, ehe der Abend in einen inten­si­ven gesel­li­gen Teil mit reich­lich Gele­gen­hei­ten zu Gesprä­chen und Ver­net­zung über­ging. Für den nächs­ten Staats­po­li­ti­schen Salon am 20. Mai, auf dem Insti­tuts­lei­ter Erik Leh­nert selbst spre­chen wird, erwach­sen aus der dies­jäh­ri­gen Auf­takt­ver­an­stal­tung gro­ße Erwartungen.

Nils Wegner

Nils Wegner ist studierter Historiker, lektorierte 2015–2017 bei Antaios, IfS und Sezession und arbeitet als Übersetzer.

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Kommentare (8)

Ein gebürtiger Hesse

23. April 2015 17:45

Eine punktgenaue Rekapitulierung eines mitreißenden Abends, der Lust auf mehr machte. Besten Dank dafür!

Boris

23. April 2015 19:23

Trotz des Eiertanzes, die auch die sächsische AfD aufführte, steht die Mehrheit der Basis hinter Pegida. Die OB-Wahl in Dresden wird zeigen, wie groß der Rückhalt in der Bevölkerung ist. Das Ergebnis kann für die Dresdner AfD, die einen eigenen Kandidaten aufstellte und Tatjana Festerling kritisierte, peinlich werden. Ich kenne nicht wenige Parteimitglieder, die für Festerling stimmen werden.

Pegida hat sich seit der Spaltung in zwei Richtungen verändert: Zum einen sind die Teilnehmerzahlen gesunken, zum anderen ist die Qualität der Redebeiträge gestiegen, auch wenn es immer wieder rhetorisch und argumentativ unbedarfte Redner gibt. Pegida braucht jedoch strategische Unterstützung und ein Konzept, um wieder mehr Breitenwirkung zu entfalten. Die Rede von Geert Wilders war ein großer Erfolg, der allerdings nicht jeden Montag gelingen kann.

Alexander

24. April 2015 10:33

Die Rede von Geert Wilders war ein Flop. In meinen Augen. Sollte Pegida auf den Westkurs von PI einschwenken, müsste ich meine regelmäßige Teilname überdenken. Wer in Deutschland einen Religionskrieg anzetteln will, kann nicht auf meine Unterstützung bauen.

Nicht der Islam oder der Koran sind mein Thema, sondern der Sturz der Systemeliten.

Ich bin aber auch in dieser Hinsicht ein gnadenloser Realist: Ein Umsturz fordert auch immer Leute, die bereitstehen den Laden zu übernehmen, wenn er zusammenbricht. Diese Leute sehe ich bei Pegida nicht.

Nichtsdestotrotz ist Pegida ein Torbrecher, der nicht ohne Wirkung bleiben wird. Wenn ich aus meiner erlebten Geschichte wirklich etwas gelernt habe: Veränderungen kommen über Nacht, also plötzlich, und sie treten in der Regel dort ein, wo man sie am wenigsten erwartet.

Eckhart

24. April 2015 17:59

@Alexander
Gott sei Dank, war die Rede von G.Wilders ein Flop. Man darf aber dabei nicht übersehen, daß der Auftritt Wilders - wie PI überhaupt - Teil der "clash of civilisations"- Agenda der US-neo-con-elite und ihrer europäischen Zöglinge ist.

Erklärtes Ziel ist die Destabilisierung Europas auf dem Weg zu globaler US-Vorherrschaft. Dazu gehört die Islamisierung - oder besser gesagt - die Orientalisierung der europäischen Staaten durch Überflutung mit kulturfremden "Flüchtlingen" und "Migranten". Die so provozierten, unkontrollierbaren Religions-, Verteilungs- und Verdrängungskämpfe rufen dann "die Ordnungsmacht" auf den Plan. Gleichzeitig gilt es (aus deren Sicht) eine Annäherung Europas - speziell Deutschlands - und Russlands auf jeden Fall zu verhindern.

Erstaunlich scharfsichtige Analysen u.a. zu diesen Themen finden sich auf Voltairenet.org, unbedingt lesenswert.

Voraussetzung für einen absolut notwendigen Sturz der psychopathischen und kriminellen Systemeliten ist m.E. eine genaue Kenntnis ihrer Strategie und Taktik, ihrer äußerst gerissenen Schachzüge, ihrer dreisten Pokerbluffs und ihres verwirrenden Hütchenspiels.

Sie haben im übrigen völlig Recht, diese Anmerkungen nur als Ergänzung.

Die plötzlich, über Nacht kommenden Veränderungen haben meist eine längere Vorgeschichte und:

"In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn etwas geschieht, können Sie sicher sein, daß es genau so geplant war." F.D. Roosevelt

Beste Grüße

Michael Sack

24. April 2015 22:23

Lieber Alexander, Deine Kernaussage finde ich gut und richtig und mit Deinem Schlußsatz kannst Du auch recht bekommen.
Aber, es kann auch anders gehen. Wenn nämlich wir, d.h. genügend durchblickende Leute - das sind natürlich echt und gewollt Konservative - wenn solche der AfD helfen könnten, realistischer und konservativer zu sein. Denn ich sehe nicht, daß Pegida eine vielversprechende Bewegung ist. Denn die Sünden der Menschen sind zu groß und schwer - und davon wird nicht geredet. Und Sünden machen den Menschen, also die Menschen auch unfähig. Zu vielem Bedeutenden.
Es geht im Grunde also nicht darum, Werte zu verteidigen und durchzusetzen, sondern den Mißbrauch der Worte für Werte, ihre Hohlheiten nämlich zu benennen. Da darf man nicht selber in vielen Hohlheiten stecken. Es ist z.B. sehr viel Heuchelei überall, die beendet werden muß, um eine der Hohlheiten zu nennen. Und das trifft genau das Thema : Die Eliten sind unfähig und stur und noch vieles andere Schlimme : Sie veranstalten "politisches Gerede" mit vielen Hintergedanken. Es wird also ein Konzept gebraucht, wie der vorvorletzte Beitrag erkennt : Und das kann nur in Verbindung mit christlich/jüdisch/biblisch gelingen - ich muß darauf verweisen, ich bin an mein Gewissen gebunden - allerdings nicht mit den Negativerscheinungen dieser.

Man bedenke nur mal gründlich, daß es seit 35 Jahren die Auswirkungen einer zweiten Wannseekonferenz gibt, Stichworte : Lahore / Pakistan / Panislamische Konferenz 1980 / Geheimbeschluß; gültig im größten Teil des islamischen Raumes - etwas was eigentlich nie wieder geschehen soll!, so wird überall in Deutschland hochoffiziell geredet - und dabei geschieht doch vor unseren Augen der Greuel der Christenverfolgung und Judenfeindschaft in den islamischen Ländern in riesigem und so furchtbar grausamen Umfang. Und noch vieles andere wäre zu nennen. Und unsere (und andere) Politiker tun wohl nichts entscheidendes dagegen. Unsere Gesellschaft braucht also eine Erneuerung durch Buße und jeder, wenn möglich, muß seinen Beitrag tun. Der erste wäre : aufrichtiges Gebet und neu in die Bibel schauen. Ihr lieben Leute, wir sind sehr schuldig vor GOTT, und wenn das nicht ausgeräumt ist, haben wir keine Chance. So ist es wirklich.

Hugo

24. April 2015 23:39

Der Name "Pegida" deutet auf ein Ablenkungsmanöver hin. So als würde man die Abwehr einer Panzerarmee mit "Weniger Lärm für unsere Städte" bezeichnen. Eine Islamisierung ist nur ein Nebeneffekt in einer ethnischen Säuberung größten Maßstabs. Geht es doch um nicht mehr und nicht weniger als die Auslöschung des Deutschen Volkes als Mehrheit auf eigenem Territorium, wobei das Opfer in diesem perfide-genialen System kräftig am kalten Selbstmord mitarbeitet. Wäre das Frosch-im-Kochtopf-Gleichnis nicht falsch, es paßte perfekt. GEZ, BND, Bundestag etc. - wir zahlen, was uns abschafft und gefühlt 1% max. ist sich dessen bewußt.
Ist es so unwahrscheinlich, daß Leute wie Wilders von unseren Kolonialherren geschmiert werden?

Belsøe

25. April 2015 14:52

"Schmieren" ist ja ganz normal und auch wesentlich verfeinerter als ein dicker Umschlag und ein wortwörtlich formulierter Auftrag. Das sieht alles ganz harmlos aus. Unterstützungsfonds, gemeinnützige Fördertöpfe, Stipendien und nicht zuletzt ganz einfach berufliche Positionen. Dafür sucht man sich lediglich diejenigen Gruppierungen, Partien, Personen heraus die sich ganz von selbst dafür empfehlen. Sie werden dann selbsttätig den gewünschten Kurs weiter fahren.

Ein Beraterposten in den USA läuft finanziell aufs gleiche raus wie der erwähnte Umschlag: so etwas ist Millionen wert. Oberstufenabbrecher Fischer hat bis heute so etwas inne und hatte sogar einen akademischen Dozentenposten, war es Standford? Wohin ist Guttenberg verzögerungsfrei verschwunden nachdem er hier seinen Auftrag (Kanzlerkandidat) vermurkst hat? Dahin, wo er sein Netzwerk hat, und das ist eben keineswegs in Deutschland. Für die derzeitige Kanzleraspirantin (v.d. Leyen) gilt das übrigens genau so, die ist erst während ihrer USA-Jahre politisch aufgetaucht. Rösler war im Young Leaders Programm und ist auch in sein internationales Umfeld verschwunden.

Man muss nicht mal nach der CIA oder ungeschickten illegalen Winkelzügen schielen, wie manche das gerne mit wichtiger Miene tun. Einfach hingucken wer von welchem Think-Tank eingeladen wird, wer ein Fulbright Stipendium hatte (an dem das Begleitprogramm wichtig ist, nicht das akademische), sowas halt.

Natürlich gehört zum Zuckerbrot immer auch die Peitsche, so denke ich dass in Washington absolut alles über die IM Erika und Larve bekannt ist.

Also - nein, natürlich ist Schmieren auf allen Ebenen gar nicht unwahrscheinlich. Es hat sich bloß formal legale Formen geschaffen.

Und dann ist da noch die eigene Nase - konservative junge Verbindungsmänner streben ja üblicherweise genau die Positionen an, in denen solche Arbeitstechniken stattfinden. Ich weiß immer nicht so ganz genau, ob da nun prinzipielle Kritik stattfindet oder nur Furor darüber, dass es nicht die eigenen Zirkel sind, die an den Trögen herrschen. Bzw. ob man nicht selber auch ganz gerne zugreift, wenn das entsprechende Netzwerk einen andocken lässt. Der starke Wunsch nach Karriere jedenfalls ist eine heikle Sache in dieser Zeit. Es sind wohl eher die Verzichtsbereiten, die etwas ändern werden?

Michael Sack

25. April 2015 18:17

Klar, ich will nicht zu weit vom Thema dieses Thread abkommen. Daß es Leute hier und da gibt, die weniger Deutsche und weniger deutschen Einfluß in der Welt wollen, scheint gegeben zu sein. Sie wollen ja selber herrschen und verteidigen, was ihre Stellung und Macht betrifft. Das ist menschlich generell so verständlich, aber leicht auch teuflisch. Und da sind wir Deutschen ja auch von betroffen, was die Armenier betrifft. Politisch korrekt war damals 1915 von entscheidenden Leuten, also die Position der Deutschen Regierung : Mit den Türken müssen wir zusammenhalten, auch wenn die Armenier umkommen. Und das war natürlich mehr als verbrecherisch. Aber die Mehrheit der Deutschen wird damals darüber nicht informiert gewesen sein. Und, es war Krieg, der große Krieg, der in seinen Folgen dann die Urkatastrophe für das 20. Jahrhundert wurde. Aber den Irrweg der Deutschen dann nur in dem Verhalten der anderen zu sehen, das ist falsch, denn : ´Die Sünde ist der Leute Verderben`. Die Herzen der entscheidenden Leute, auch die in den Kirchen, folgten nicht dem Evangelium - und so ist das auch heute.

Also, es soll "um die Auslöschung der Deutschen gehen!". Andere, wie viele eigentlich?, wollen das? Ich meine, diese Gedanken sollten wir ad acta legen und sehen, wo unsere Sünden sind, die uns verderben, d.h. abschaffen. Großes Thema. Da ist z.B. die Abtreibung, seit Jahrzehnten, in schrecklich großem Umfang; da ist die Zerstörung der Ehen und Familien durch viele falsche Lebenseinstellungen; da ist der krankmachende und unglückbringende Alltag, das hat viele Faktoren; und auch die Islamisierung und die Überfremdung. Klar, die Islamisierung sind die Bestimmten anderen, und das stimmt ja auch. Die Islamisierung und Überfremdung ist beängstigend, das kann nicht gut ausgehen, Pegida hat recht. Aber die anderen Punkte müssen wir Deutschen auch sehen und : das tun und sollen vor allem die Konservativen.

Sicher, die Eliten haben schon bewiesen, daß sie vielfältig unfähig sind. Ich will jetzt hier nicht zu deutlich und umfangreich sein. Und Pegida muß weiter Druck machen, friedlich auch in der Argumentation, damit Veränderungen geschehen. Das können auch andere für uns machen, die den Druck vermerken, also die Regierenden selbst. Und die Einsicht dazu geschieht schon. Gründlich muß also weiter diese Art Arbeit sein zu beeinflussen. Die Dinge beim Namen nennen.
Aber wichtig ist, auch die Veränderungen, die nötige eigene Besserung des Herzens bei sich beginnen. Das heißt z.B. persönlich, auch annehmen, das drei, vier oder fünf Kinder zur Familie gehören. Auch bei den eigenen Kindern. Also Abtreibung?! : nie wieder.
Das sind übrigens viel mehr als 1 % der Menschen, die die Abschaffung des Deutschen Volkes spüren, schauen wir auch auf diese Dinge, die den Tod bringen. Es werden viel, viel mehr sein.
Das Konzept für Pegida muß also die Gründlichkeit beinhalten, die allgemeinen Mißstände in ihrer Breite zu sehen. Z.B. mit Werbekampanien : "Was gut für das Deutsche Volk ist". Da gibt es viel zu nennen. Oder mit einer eigenen Zeitung : "Pegida informiert!", die drei mal die Woche erscheint. Natürlich mit einer biblischen Andacht gleich auf der ersten Seite. Und die Entscheider und besonders die aktuellen Entscheidungen an biblischen, konservativen Maßstäben messen. Also, es ist nicht nur die deutsche Schuld an den Armeniern aufarbeiten. Es gilt, die ganze Misere zu sehen.

Hätte ich auch nicht gedacht, das ich jetzt so politisch bin. MfG, MS

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