Sezession
30. April 2015

Das war’s. Diesmal mit: Legida, Dieter Stein, Karlheinz Weißmann und Kurt Müller

Ellen Kositza / 82 Kommentare

27.4. 2015
Der elfte Abendspaziergang der Legida, der vierte mit meiner Beteiligung. Eigentlich wollte ich nicht mehr dorthin. Wer läuft dort noch mit, wo ein ums andere Mal gezeigt wurde, daß mit körperlicher Gewalt unbedingt zu rechnen ist?

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

Eigentlich hat eine junge, sehr bürgerliche Familie den Ausschlag für uns gegeben, abermals mitzuspazieren. Sie, bislang eher unpolitisch, laufen beständig mit, sind wie wir auch mal nach Dresden ausgewichen, finden aber: Wenn man immer klein bei gibt, sich immer Gründe sucht, warum man die Sache besser aussitzt, wo soll das enden?

Also hat Kubitschek abermals eine Rede zugesagt, sind wir abermals nach Leipzig gefahren. Auf dem Hinweg begann es wie aus Kübeln zu regnen. Ich erinnerte mich an einen Satz von Kubitschek, den er am Tag unseres Kennenlernens aus Übermut sagte: „Nur Spießer haben immer einen Schirm parat.“ Wir besitzen bis heute keinen; Pech gehabt - war ja nur Wasser.

Zu Veranstaltungsbeginn vor der schönen Kulisse am Simsonplatz waren ein paar Hundert Legidisten vor Ort – viele kennt man längst. Geschätzt waren annähernd so viele Polizisten im Einsatz wie Demonstranten und Gegendemonstranten zusammengerechnet - immerhin fühlte man sich sicher. Etwa 80 Antifas hatten sich in Hörweite eingefunden. Sie lärmten unentwegt, konnten die Lautsprecheranlage aber schwerlich übertönen. Silvio Rösler sprach, dann Heiko Bernardy, eine gute, umfassende Rede.

Wir spazierten los, eine keineswegs grimmige, sondern sehr heitere Truppe, wenige Fahnen, wenige Plakate, langer Regenspaziergang. Flankiert wurden wir fast durchweg von zuverlässig abgeschirmten Gegendemonstranten, mal einzeln, mal in großen Gruppen wie an der Thomaskirche, wo sich etwa 150 meist sehr junge Menschen wie zu einem Chor aufgestellt hatten. Was sie riefen? Ich habe es nicht verstanden.

Die einsamen Protestler waren markanter: Die sehr dicke ältere Blondine mit dem sehr großen Tablet, die sich gymnastisch verrenkte. Ihr Gerät filmte Legida, die Hand andere streckte den Mittelfinger, sie selbst guckte, wie aus hygienischer Vorsicht, weg. Der hagere Radler im midlife-Crisis-Alter, der mit verkiffenem Mund an der Kreuzung stand, stoisch starrend und den Mittelfinger gen Himmel reckte. Meine Kinder fragten ihn laut und besorgt, was mit seinem Finger sei, ob er verletzt sei und Hilfe brauche. Er hatte keine Antwort. Dann der Schwarze, der einsam hinter einer Polizeikette stand und „Nazis!“, und „Haut ab aus unserem Land“ brüllte. Für allgemeines Gelächter und Mitleid sorgte eine mittelalte Frau mit Brille, die den Leigda-Spaziergang längere Zeit flankierte, eine Ratsche in der Hand und eine Trillerpfeife im Mund. Ihr Blick ging zum Boden, sie war unansprechbar, sie wirkte hilfebedürftig im engeren Sinne, aber die Fronten waren ja polizeilich getrennt.

Zurück am Platz vor dem Bundesverwaltungsgericht hielt Kubitschek seine Rede; in meinen Ohren war es die beste seiner -gida-Reden. Ein Andante, zu sehen hier ab Minute 1.33.15. Auf dem Rückweg zum Auto in kleiner Gruppe wurden wir noch ein Weilchen begleitet und beschimpft: Dreckspack, Hexe, Schande verp… euch. Die Kinder: „Was man sagt, das ist man selber!“


Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

Kommentare (82)

Ein gebürtiger Hesse
30. April 2015 13:09

Die JF schickt Claqueure in eigener bzw. Steins Sache aus, die sich unters Volk der Online-Kommentatoren mischen? Das Faß ohne Boden läuft immer weiter über ...

Zadok Allen
30. April 2015 13:54

Tja, mal sehen, wie lange es mit dem Anstieg der Verkaufszahlen der JF weitergeht. Der GAUck wurde Stein damals ja noch allgemein nachgesehen, jetzt aber das ostentative Federal Republic mainstreaming?

Zumal die absehbare Spaltung bzw. der Untergang der AfD ihr Parteiblatt mit in den Abgrund reißen könnte. Kommt es zunächst zur Spaltung der Partei in System-U-Boote und Oppositionelle, so wird sich dieses Schisma vielleicht innerhalb der JF-Truppe wiederholen

Übrigens scheint sich mein unlängst geäußerter Verdacht zu bestätigen, wonach der Rücktritt Henkels als Rauchzeichen für die mainstream-Journaille gedacht war: keine Berichterstattung über die AfD auf den großen Kanälen, obwohl die prekäre Lage der Partei solche ja zwingend nach sich ziehen müßte.

Ferner nähert sich die Bankrottverschleppung Griechenlands ihrem Ende: wo sind die Stellungnahmen der AfD, welcher Sender bringt sie? Aber das ist ein anderes Thema.

der letzte Deutsche
30. April 2015 13:59

Sofern man Björn Höcke entsprechende Möglichkeiten einräumt,
halte ich ihn zur Zeit für das (leider) einzige AfD-Mitglied in ex-
ponierter Partei-Funktion, der dieser Partei neuen Atem einflößen
und sie möglicherweise auch so positionieren könnte, daß sie in
den nächsten Wahlen alle erreichbaren rechtskonservativen Wäh-
ler in diesem Restdeutschland zu aktivieren imstande sein wird.

Eine zweite FDP benötigen wir innerhalb des ohnehin einseitig aus-
gerichteten Parteienspektrums in dieser BRD mit Sicherheit nicht.
Die bisher noch nicht von der AfD überzeugten rechten Wähler
könnten in einer Person wie Höcke einen Politiker erkennen, der
eine echte Alternative für das bisherige "Spitzenpersonal" darstellt
und der an der bisherigen AfD-Politik Änderungen vornehmen könn-
te, die dem derzeitigen linken Parteiensumpf in den BRD-Parlaman-
ten etwas entgegenzusetzen haben. Wir alle wissen, daß es rechts ne-
ben der CDU für die nationalkonservativen Rechten nichts Wählbares
gibt.

Wie ich aus zahlreichen Gesprächen erfahren konnte, wartet ein nicht
unerheblicher Teil des restdeutschen Wahlvolkes erwartungsvoll, um
nicht zu sagen sehnsüchtig, darauf, bei den künftigen Wahlen in der
BRD ihr Kreuz an der richtigen (rechten) Stelle anbringen zu dürfen.
Ich gehe davon aus, daß diese Anzahl gerade von den Rechten unter-
schätzt wird. Nicht nur rechte Wähler suchen jedoch Politiker, mit de-
nen sie sich identifizieren können und nicht irgendwelche "Laumänner",
die sich scheuen, klare Kante zu zeigen, um nicht den einen oder an-
deren unentschlossenen Wähler zu vergraulen. Rechtskonservative
Wähler erwarten klare Ansagen, mit denen sie Hoffnungen auf lange
überfällige Änderungen in die richtige (rechte) Richtung verbinden kön-
nen.
Für unser Land ist es "eine Minute vor Zwölf". In dieser Situation hilft
kein Drumherumgerede mehr, weil man Angst hat, die zutreffenden
Worte auszusprechen. Auch Samthandschuhe werden uns nicht helfen,
wesentlich besser "bewaffnete" und vor keiner Schweinerei zurück-
schreckende politische Gegner in ihre Schranken zu weisen.

Dies alles erwarten potentielle Wähler von einer alternativen Partei.
Ich bin davon überzeugt, daß so mehr als 5% der Wähler überzeugt
werden können. Mit der derzeitigen Parteispitze besteht dazu nicht
einmal mehr eine periphere Hoffnung.

Höcke sollte seine politischen Ziele nicht aus den Augen verlieren, in
dem er sich sich im Kampf gegen seine politischen Gegner und seine
Partei-"Freunde" verzettelt. Da er mit Sicherheit noch gebraucht wird,
sollte er seine Kräfte bündeln und nur gezielt einsetzen. Von Fall zu
Fall sollte er an die alte deutsche Weisheit denken:
"Was juckt es die Deutsche Eiche, wenn sich ..................!

Ein letztes Argument:
Die aufgeregten und weit überzogenen Reaktionen der BRD-Politiker
und deren Mainstream-Lohnschreiber gegen die AfD in den letzten
beiden Jahren haben doch eindeutig gezeigt, daß man diese Partei,
als sie noch die Hoffnung einer echten Alternative in sich trug, sehr
wohl ernstgenommen hat. Mittlerweile haben die etablierten Parteien
jedoch wohl erkannt, daß von diesen Anbiederern der AfD-Partei-
Spitze wohl keine Gefahr mehr ausgeht. Man hat sogar schon das
"Trojanische Pferd" (Henkel) teilweise wieder abgezogen.

Gustav Grambauer
30. April 2015 14:43

Die sich

"Liberalkonservative", "Freiheitlich-Konservative", "Kulturkonservative", "Wertkonservative"

nennenden linksliberalen Chamäleone sehen ganz schön dumm aus, jetzt wo sich herumflüstert, daß unser Götz Kubitschek, mit dem Rotweinglas in der Hand, schon lange der eigentliche "Gorilla in der Hollywood-Schaukel" auf deren Party ist.

Ich sehe einen kometenhaften Aufstieg voraus (und Dr. Weißmann wird nicht dabei sein ...) - zumal sich damit in Deutschland jenseits der Mega-Bürokratien endlich wieder Konturen von praktischer Staatskunst zeigen, wenn auch vorerst nur von einer kleinen Keimzelle ausgehend. Aber je mehr sich das Juste Milieu auf allen Ebenen und an allen Fronten selbst zerfleischt, desto mehr wird dies früher oder später von der Welt auf der Suche nach pragmatischen Ansprechpartnern in Deutschland registriert werden.

- G. G.

t.gygax
30. April 2015 15:01

Sehr gute Rede. In diesen drei Stunden....allein schon der Einstieg ist genial.

Thomas Schramm
30. April 2015 15:06

Die Reden von Götz Kubitschek sind für mich die Perlen von PEGIDA/LEGIDA. Sie sind so ehrlich und menschlich, das sie in unserer stark mythomanisch geprägten Gesellschaft fast "naiv" wirken.

Ganz große Klasse!

Die Junge Freiheit hat nur deshalb noch steigende Verkaufszahlen weil fast alle anderen Medien ungenießbar sind. Die Sezession bildet eine rühmliche Ausnahme. Sonst könnte man sich das Lesen abgewöhnen.

Rainer Gebhardt
30. April 2015 15:52

Kurt Müller - Pseudonym eines Selbstkommentators? Das habe ich leider verpasst. In psychopathologischen Begriffen gesprochen, hätten wir es dann mit einem Fall exzessiver Onanie zu tun. Das kann nicht gesund sein.

von Espenfeld
30. April 2015 15:54

Der geheime, große Traum des ehemals Rechten Dieter Stein : Leserzahlen wie der frühere Rheinische Merkur , viele , viele gut bezahlte Werbeanzeigen und endlich warme Händedrucke von der Politik und Kollegen von der TaZ auf Bundespressekonferenzen. Er hält sein ehemals rechtes Einsiedlerdasein nicht mehr aus, wie auch sein Kollege Weißmann, der immerhin eine hohe Pension als Gymnasiallehrer zu verlieren hat, falls er zu frech gegen das System argumentiert. In Hessen regieren mittlerweile auch die Grünen mit . Also lieber Vorsicht.

Wie sagte schon mal Lenin: " Bevor die Deutschen bei einer Revolution einen Bahnhof besetzen wollen, kaufen sie sich vorher eine Bahnsteigkarte" . Bei den meisten Deutschen ist also nicht viel zu erwarten, wenn sie vom Herrscher gesetzte, ungerechte Regeln brechen sollen. Die blutigen Folgen der Bauernkriege haben ihnen für alle Zeiten das geistige Genick gebrochen.

Man kann den Dieter Stein nur warnen , seinen nach Mitte-Links-getunten Kurs weiter beizubehalten. Wenn er meint, dass er sich bei den Merkelverehrern wohler fühlen kann, ist das der beginnende Suizid der JF. Da bin ich mir sicher. Da braucht er nicht mehr über die Spaltung der AfD zu jammern. Er betreibt es langsam ähnlich im Lager Mitte-Rechts, wie manche in der von ihm gerügten AFd-Spitze, nur etwas subtiler .

Noch ein , zwei solcher Verunglimpfungen von AfD-Höcke im liberal-gesetzten Henkelfreistil und er wird nicht wenige JF-Förderer und große finanzielle Stützer seiner Konservativen Bibliothek verlieren.

Soviele neue Leser kann er gar nicht gewinnen , als dass dann an
finanzieller und geistiger Unterstützer - Substanz abdriften werden. Stein hat anscheinend noch nicht kapiert, dass Mitte-Links schon alles doppelt und dreifach besetzt ist. Auch bei den Wochenzeitungen.

Zachmann
30. April 2015 16:18

Genau.

Verspannt und angstvoll (teils vielleicht in der Tat im engeren Sinn hilfsbedürftig) stehen sie in ihrem Elend da und tun ihre Pflicht.

Der Gutmensch
30. April 2015 17:21

Die Frage "Nicht Der Gutmensch?" beim Antworten ist toll ... die stelle ich mir auch immer wieder ...

Aber zum Thema: Die JF wollte also ganz gerne auch ein Bein in der Parteienlandschaft haben; immerhin hat die AfD dort auch annonciert. Dass andere (wen denn eigentlich?) solcher Ehrgeiz eher nicht plagt, muss ihr dabei aber noch kein Maßstab sein; das konnte man von der JF wohl auch kaum erwarten. Und dass einem angesichts dieses irrwitzigen Schlingerkurses (vorsichtig ausgedrückt) mal ordentlich die Brille verrutschen kann - naja ... Seid nicht so fiese zueinander, die anderen sind noch viel gemeiner!

Nemo Obligatur
30. April 2015 17:43

Man muss dieser Tage schön ganz schön auf Draht sein, um nicht den Anschluss an die Debatte verlieren. Früher reichte es, die Tagesschau zu sehen und vielleicht gelegentlich eine Zeitung aufzuschlagen. Das konnte die FAZ sein, aber die meisten anderen Zeitungen waren eigentlich auch gut.

Heute geht es nicht mehr ohne mindestens Zeit, FAZ, Spiegel, Welt, Sezession, JF, ef. Von allen natürlich auch noch die Online-Seiten und neuerdings auch noch die Leserkommentare. Hab ich was vergessen? Achja, Facebook, um die Selbtstdarstellung derjenigen Politiker und Meidenschaffenden nachzuvollziehen, die in den vorgenannten Medien gegen alle Wahrscheinlichkeit nicht vorkommen oder wenigstens nicht so, wie sie das gerne hätten. Und dann noch youtube für den O-Ton und das O-Bild.

Junge, junge, mir wird das langsam alles zu viel. Deswegen freue ich mich übrigens über die Wochenkolumne von Frau Kositza, einerlei, ob ich meinungsmäßig zustimmen kann oder nicht. Das JF-Gegenstück wäre Christian Dorn und dann noch Hans Heckel in der PAZ (eigentlich unverzichtbar, aber manchmal wird einem der Sarkasmus auch zu viel). Aber dann sind wir schon wieder bei drei Kolumnen, die Kommentare nicht zu vergessen. Kann man eigentlich auch nur mal so für sich konservativ sein. Oder rechts oder nationalliberal oder auch nur bürgerlich? Das sollten doch eigentlich festgefügte, in sich ruhende, bewährte Ansichten sein, die nicht der täglichen Prüfung und Bestätigung bedürfen.

Marcus Junge
30. April 2015 17:54

"Dann der Schwarze, der einsam hinter einer Polizeikette stand und „Nazis!“, und „Haut ab aus unserem Land“ brüllte."

Welcher Antifant ihm wohl diese Worte in den Mund gelegt hat? Es zeigt aber wohin die Reise geht, in 10 oder 20 Jahren werden die ganzen dunklen Gestalten, die derzeit das Mittelmeer ausspuckt, dann ernsthaft von der BRD als "ihrer" Heimat fabulieren, so wie es die Türken schon längst tun, zumindest wenn der BRD-Pressefutzi sie befragt.

Stil-Blüte
30. April 2015 18:21

Schon seit langem ist auch mir die Ausdünnung der Jungen Freiheit aufgefallen und ich habe das Blatt buchstäblich 'fallengelassen'.

Erst durch den Zwist mit IfS ist sie mir wieder auf- bzw. eingefallen. Ein paar Artikel zufällig gelesen. Fand ich nicht schlecht.

Wie wäre es, wenn man zwischen den 'Kadern' Stein - Kubitschek - Weißmann einen gut vorbereiteten Disput anregt, der, ausgelagert, evtl. bei Compact erscheint. Ein bißchen sollte man sich doch von den Sprechstunden, sprich 'Talk-Shows' anregen lassen, auch wenn man sie, wie ich, nicht guckt.

Strogoff
30. April 2015 18:32

Ich erinnerte mich an einen Satz von Kubitschek, den er am Tag unseres Kennenlernens aus Übermut sagte: „Nur Spießer haben immer einen Schirm parat.“
What a MAN.
Da werden Frauenherzen weich und die Männer erstarren vor so viel Schlagfertigkeit.

kommentar kubitschek:
echt? super. und das mit einem 20 jahre alten spruch ...

Dieter Stein will und kann nicht mehr umdrehen. Wenn man jahrelang das hohe Lied auf die AfD gesungen hat, wie toll alles ist, wie notwendig alles ist, wie zukunftsweisend, dann kann man nicht von heute auf Morgen sagen: "Das war es. Ich habe mich geirrt. Sorry." Jedenfalls nicht ohne sein Gesicht zu verlieren.

Die 2 "Flügel" der AfD behindern sich vielleicht wirklich. Eine Partei hat ja in der Regel Flügel aber hier sind 2 Parteien in einer und dazu noch etliche Politiker die zu Kompromissen nicht bereit sind.
Eine AfD ohne Lucke kann nicht existieren. Er ist der Kopf und das Gesicht des ganzen. Deshalb setzt Stein vielleicht auf ihn.

soulac
30. April 2015 19:07

Liebe Sezession,

jetzt bin ich in einem mir fremden Lande, das ich gleichwohl liebe und schätze, weil es meine Identität achtet und respekiert. Meine Freunde fragen mich oft nach dem Entwurzelungssyndrom, aber ich weiß nichts damit anzufangen. Ich habe keine Wurzeln, am ehesten sehe ich den Anfang in Ostpreußen, von dort stammt mein Vater.
Ich bin auf diese Seiten über die Beiträge von Ellen Kositza und Götz Kubitschek gestoßen. ich komme aus Leipzig und habe in meinen letzten Tagen in Deutschland dort auch für Lediga demonstriert. Hier am Atlantik ist mir dies alles so fern. Ich verstehe nichts mehr. Natürlich sehe ich Höcke, die Afd und auch die Sezession auf meinem Rechner, aber ich weiß nicht mehr, was ich damit anfangen soll.
Ich trinke gern Rotwein und mag Gesellschaft, lese gern die Kommentare und freue mich über das Rechte in unserer Zeit.
Na ja, ziemlich viel Quatsch habe ich geschrieben. Herzliche Grüße an Kositza und Kubitschek von der Atlantikküste.

Strogoff
30. April 2015 19:35

Na Herr Kubitschek, manche Dinge überdauern halt doch. Ein guter Spruch in der entsprechenden Situation passt immer egal ob heute oder vor 20 Jahren.
Fips Asmussen erzählt seit 50 Jahren die gleichen Witze und die Leute lachen trotzdem. Ich gebe zu es gesehen zu haben.
Sein Motto: Es gibt keine alten Witze, sondern nur Witze die man kennt oder nicht kennt.
So gilt es auch für Sprüche, manchmal richtige Eisbrecher.

@Soulac
Sie sind also im Ausland. Ich hier im Inland und wenn ich mir alles hier so anschaue dann kommt es mir manchmal so vor als wenn ich an Phantomschmerzen litte. Ist da überhaupt noch etwas? Gibt es Hoffnung? Ist es ein Leiden an etwas, was nicht mehr existiert?
Fernau schrieb: "ich war einen Monat zu früh auf die Welt gekommen. Heute weiß ich: hundert Jahre zu spät"

Alter Selbständiger
30. April 2015 19:44

Was bleibt, ist die Sezession. Ja, sie ist sich treugeblieben. Ein großes
Verdienst des Verlegers. Können Sie sie etwa in Umfang und Erscheinungstermin ausweiten?

birne helene
30. April 2015 19:51

"Guerilla, Kapitulation, Kollaboration oder Alternative "

Das ist dann die Weißmannsche auf rechts getrimmte Variante von:

change it, join it, oder leave it" ;-)

birne helene
30. April 2015 19:52

Im Ernst:
Was macht Weißmann nun? Gibt es irgendwo eine Stellungnahme zu seinen Entscheidungen?

Rosenkranz
30. April 2015 19:56

@Marcus Junge

Vor 15 Jahren sagte ein Türke in meine Richtung schimpfend: "Scheiß Ossi!" Ich mußte schmunzeln, lag doch sein Heimatland in weiter süd-östlicher Richtung. Ich sagte ihm dies, aber er verstand mich nicht. Für ihn war ich quasi der Ausländer.

Heute ist mir dieser Vorfall klarer. Viele Einwanderer (Araber, Afrikaner, Menschen aus dem osmanischen Raum) sehen sich als Besatzer in unserem Land. Da ist der "Ossi", welcher sich gegen die feindliche Landnahme auflehnt, ein Störenfried.

Die Frage nach der eigenen Identität muß endlich wieder auf den Tisch. Wer sind wir? Welche Mittel der "Verteidigung des Eigenen" sind legitim? Damit meine ich nicht die Mittel, die uns die BRD gewährt, sondern die Mittel, die "vom Himmel" kommen.

Joseph von Sternberg
30. April 2015 19:57

Was will Dieter Stein eigentlich?

Will er politischen Erfolg? Mitmischen statt metapolitischer Apatheia? Warum ist er dann nicht mit Jürgen Elsässer mitgezogen? Oder hat ihn sich als Option offengehalten? Stattdessen hat er ihn vor den Kopf gestoßen...

Während Elsässer sich recht schnell gegenüber Angreifern Respekt zu verschaffen weiß, bleibt Dieter Stein ein gemiedener Pariah... (Ich erinnere mich noch an den zähneknirschenden Nato-Kleber im ZDF als Egon Bahr Redner bei der Compact-Konferenz gewesen ist.)

Politischer Erfolg und Respekt kann irgendwie nicht sein Ziel sein. Dazu hat er sich zu dämlich angestellt - Ich glaube, daß mit der AfD Postille hat nicht geklappt - dazu bringt er den Leserstamm gegen sich auf (so die Kommentare im eignen Blatt)... ohne neue Käuferschichten zu erschließen.

Paul Gottfried hat einmal in etwa gesagt, daß Buckley seine Freunde bei National Review vor die Tür gesetzt hat, weil er gerne bei schicken Cocktailparties eingeladen werden wollte.

Kann bei Stein der Fall so ähnlich gelagert sein? Endlich von diesen Stützen der Gesellschaft ... die FAZ und Welt lesen... gemocht zu werden, die ihn heute für eine Art Nazi halten?

Sie kennen ihn besser als ich... Und ich platze vor Neugier...

Being Dieter Stein... :-)

Aristoteles
30. April 2015 19:58

"Wir spazierten los, eine keineswegs grimmige, sondern sehr heitere Truppe, wenige Fahnen, wenige Plakate, langer Regenspaziergang."

Ich spazierte auch los, allerdings war ich grimmig.
Und ohne Plakat.
Die Polizei hatte mein Plakat ...:

DEUTSCHE "MISCHPOKE" GEGEN US-IMPERIALISMUS

... nach telefonischer Rücksprache nicht zugelassen. Begründung: "Mischpoke" sei fremdenfeindlich.

Ich sagte, "Mischpoke" sei ein Zitat.
Ich fragte, was daran fremdenfeindlich sei, wenn ich als Deutscher von deutscher Mischpoke spreche?
Antwort: "Anordnung von oben."

Gute Nacht.

Harald de Azania
30. April 2015 20:22

Verehrte Frau Kositza,

Liebe rechte Freunde,

Dieter Stein mag mit seiner Beurteilung der Afd unrecht haben.
ME sind das eher taktische Erwaegungen, die valide sein koennen oder auch nicht.

JF besuche ich fast jeden Tag im Weltnetz und die meisten Artikel sind erfrischend.

Wieso die (ohnehin wenigen) Kanonen gegeneinander richten als auf den Feind?

Musz man in deutschen Landen immer wieder um des Kaiser's bart streiten?

"Viribus Unitis" bitte

wuenscht sich HdeA

P.S.: Handkuss an Frau Kositza fuer Ihre Beharrlichkeit, in Leipzig zu demonstrieren. Und die Kinder scheinen 'helle' zu sein ......

Recht so!

P.P.S.: Echten Maennern und schoenen Damen scheint immer die Sonne >>>>> Regenschirm daher Nebensache!

Marcus Junge
30. April 2015 20:48

birne helene

Es gibt noch Möglichkeit 4, "destroy it".

Marcus Junge
30. April 2015 21:00

Rosenkranz

Die Landessprache nicht sprechen, Sonderbehandlungen und Gesetze fordern (und irrsinnigerweise auch bekommen), sich nicht einfügen, als sicht- und erlebbarer Fremdkörper immer mehr Raum übernehmen und dann den heimischen erklären was Rassismus, Gastfreundschaft, Toleranz und Co.

So liebt "man" das, so "man" "sie". Noch mehr liebt "man" nur die Antideutschen, welche das alles verbrochen / ermöglicht (verbrechen / ermöglichen) haben.

Wäre in der DDR ein vietnamesischer Freund so angekommen, er wäre am nächsten Tag in Hanoi eingetroffen. Bei den Russen hat man es zwar hinnehmen dürfen, aber die hatten ja ihren Sonderstatus, wie die Amis heute noch, was der eigentliche Skandal an der Sache ist.

Ulf Friedrich
30. April 2015 21:00

Hallo Frau Kositza,
ob die AfD am 10 Mai in die Bremer Bürgerschaft kommt hängt meiner Meinung nach von ihrer Geschlossenheit ab und darum steht es z.Z. nicht zum Besten. Die real existierende Lügenpresse freut sich. Statt übereinander sollten die Vertreter der verschiedenen Flügel besser miteinander sprechen. Dabei lassen sich die Gemeinsamkeiten klären. Unterschiede muss eine Partei aushalten. Wenn die AfD sich spaltet wird das die Etablierten freuen. Wieder einmal haben sich die Rechtsdemokraten dann selbst zerlegt. Ich war 10 Jahre bei den Republikanern und habe den Niedergang einer Partei erlebt. 1990 mit großer Hoffnung ins EU-Parlament gekommen, danach ging es bergab. Das droht der AfD nun auch. Die Wählerschaft in Deutschland ist nun mal nicht mit der Wählerschaft in Österreich, der Schweiz oder Frankreich zu vergleichen. Eine "nur" rechte Partei hat in Deutschland keine Aussicht bundesweit über die 5%-Hürde zu kommen. Geistige Toleranz unter Konservativen ist nicht die Stärke der Konservativen.

Waldgänger (e.B.) aus Schwaben
30. April 2015 21:03

@Kositza
Meine Frau erzählte mir von dem Moment, an dem sich mich wählte.
Ich hob einen Käfer auf und trug ihn über die Straße:
"Damit er nicht überfahren wird."

Bernhard
30. April 2015 21:58

Gerade hat der philosemitische und amerikahörige Stürzenberger auf PI in bester Antifa-Tradition die neue Pegida München seziert und alle bösen "Nazis" dort - sogar mit Hilfe von Antifa-Seiten - geoutet. Merkt er nicht, dass er selbst eine höchst problematische Figur ist?

Im rechten Bereich kämpft jetzt wohl jeder gegen jeden. Die Methode: Ausgrenzen und Abgrenzen. Keiner will wirklich rechts sein, der andere ist immer noch weiter rechts von einem selbst und daher nicht akzeptabel.

Morgen am 1. Mai (wer hat den Tag nur zum Feiertag gemacht?) werden die Linken aller Schattierungen wieder einträchtig zusammen aufmarschieren.

Die Rechte bekommt das nicht mit, weil sie im Keller mit dem Wetzen von Messern für Ihresgleichen beschäftigt ist.

kommentar kubitschek:
Sie merken aber schon, daß wir nur reagieren, nicht wahr? ist mir wichtig, dieses reihenfolge-detail. wenns nach uns ginge, wäre längst ruhe. wir nehmen unsere vordenker ernst, und vor allem deren rede davon, daß es auf der eigenen seite keine gegner gebe, zumindest nicht öffentlich.

Bernhard
30. April 2015 22:19

@ Kubitschek

Natürlich merke ich das. Auch deshalb stehe ich 100% auf Ihrer Seite und tue alles, um Sie zu unterstützen.

Ich möchte es wirklich noch einmal erleben, dass unsere Leute hier mal anfangen, ein klein wenig mehr Unterstützung für Sie zu leisten. Da geht noch viel mehr.

Beim nächsten JF-Leser-Stammtisch werde ich das Thema wieder ansprechen. Übrigens werde ich dort beantragen, den Namen zu ändern, da mir und einigen anderen das Bekenntnis zur JF langsam zu peinlich wird.

Kiki
30. April 2015 22:35

Es muß nicht immer ein Käfer oder eine dieser oftbemühten Kröten sein.

Ich habe mich in dem Moment für meinen späteren Mann entschieden, als wir während der übelsten Stoßzeit in die Mensa der HU zum Essenfassen gingen und er einem etwas orientierungslosen Kleinkind die Tür aufhielt und es freundlich zu seiner bereits nervösen Mutter auf der anderen Seiten der Flügeltür lotste und dies mit den - für ostelbische Begriffe geradezu gefühligen Worten - "kuk ma, kleena Mann, da is ja deine Mutti und sie waatet schon uff dich," kommentierte.

Wer als Junggeselle so rücksichtsvoll und ritterlich auch fremden Kindern gegenüber reagiert, so sagte ich mir damals, in dem muß ein ganz hervorragender Ehemann und Vater stecken.

d.n.
30. April 2015 22:40

Mein Lieblingskommentar Kurt Müllers zum Stein-Artikel war übrigens folgender:

"Kubitschek sympathisiert mit dem neofaschistischen italienischen Projekt Casa Pound, tritt brüllend in Armeejacke bei Legida auf – das ist der Weg in ein Ghetto."

Dieser Kommentar spiegelt - ob gewollt oder ungewollt - das ganze geistige Dilemma wieder, in dem sich die JF gegenwärtig bewegt. Oder anders gesagt: Als ich vor über einem Jahrzehnt angefangen habe, die JF zu lesen, war sie eine rechtsintellektuelle Zeitung. Mit der Zeit verabschiedete sie sich von "rechts"; mittlerweile kommen mir auch hinsichtlich der anderen Komponente immer öfter Zweifel auf...

Waldgänger (e.B.) aus Schwaben
30. April 2015 22:50

@Bernhard
Habe ich auch gelesen.
Nun ja, der Stürzenberger mag ja zum Teil Recht haben. Jeden kann man - nicht mal im Geiste- mitmarschieren lassen. Aber übertreiben darf man es auch nicht mit dem Abgrenzen.

Wenn nun der AfD-Vorstand fordert, dass Björn Höcke seine Unschuld mit einer eidstaatlicher Erklärung belegt: Offener Brief - dann... Ja dann kommen interessante Zeiten.

Möglicherweise haben Dieter Stein und der wirtschaftsliberale Flügel der AfD sich verkalkuliert.
PEGIDA zeigte, dass die Nazi-Keule nicht mehr wirkt im Volke. Das ist der bleibende Verdienst PEGIDAs!

Alle MSM einschliesslich der JF / WfD sahen die AfD am Ende und
Forsa sekundierte und schätzte die AfD bundesweit auf 4% - wenn die nächsten Bundestags-Wahlen zwei Jahre entfernt sind, kann man dies auch tun ohne die eigene Reputation zu gefährden.
Aber die Forschungsgruppe Wahlen des ZDF sieht in der LTW Bremen - hier kann man nicht politisch opportun schätzen in 10 Tagen ist Wahl, - die AfD bei 5% und das im rot-grünen Bremen.

Ich vermute und hoffe der Höcke - Flügel wird sich durchsetzen und die AfD wird in Deutschland das werden , was der FN in Frankeich ist.

Magnus Göller
30. April 2015 22:52

Ich weiß nicht, wie rechts ein Michael Stürzenberger ist, für wie rechts er von wem gehalten wird. Das ist mir im Grunde auch egal.
Er ist für die USA und damit gegen Deutschland. Denn die USA halten uns besatzt. So einfach ist das. Manchmal frage ich mich, weshalb das nicht jeder auf Anhieb begreift bzw. längst intus hat.
Dieter Stein ist für Lucke/Henkel und damit auch für die USA. Und damit...

Gustav Grambauer
30. April 2015 23:54

Bernhard

"Morgen am 1. Mai (wer hat den Tag nur zum Feiertag gemacht?)"

Siehe

https://de.wikipedia.org/wiki/Illuminatenorden

Wir waren letzten Sommer in Gotha und haben an der Zelebration des Weishaupt-Kultes durch den örtlichen SPD-Abgeordnetem teilgenommen:

https://www.google.de/search?q=matthias+hey+illuminaten&hl=de&gbv=2&oq=&gs_l=

Weishaupt alias Spartakus (nicht zufällig ging die KPD aus dem Spartakus-Bund hervor) hatte beim "aufgeklärten" Herzog in einer Gasse in der Altstadt Asyl gefunden, noch einigen Hokuspokus veranstaltet und ist letztlich dort gestorben. Die ganze Stadt ist geistig kontaminiert, auch von Freimaurern wie Arnoldi und noch anderen, dies fällt auf, wenn man den Blick dafür und vor allem den Vergleich mit den geradezu blühenden Orten in unmittelbarer Nachbarschaft hat: den Kurorten im Thüringer Wald und den Nachbarstädten Eisenach, Erfurt, Ilmenau, Arnstadt usw. Wir haben noch nie so viele verwahrloste, meist üppig tätowierte Alte gesehen wie in Gotha, im Barock-Brunnen am Myconiusplatz nehmen tagsüber die örtlichen Alkoholiker krakeelend ihr Bad - bspw. in der Nachbarstadt Eisenach unvorstellbar.

- G. G.

Trouver
1. Mai 2015 01:11

Zu Legida.

Erstens - Ihr seid Helden. Punkt.

Zweitens - mit vorhandenem Menschenangebot un der heutigen BRD wird Euer Heldentum nichts bringen, ausser Euer Namen in das Gewissen dieses Volkes fuer die Ewigkeit eingehen. Wende kommt erst noch. Anders.

Diese Wende wird nicht legidahaft sein.

Es wird ein Kampf werden, indem Mittelfinger-Pack richtige Angst erfaehrt.

flori
1. Mai 2015 03:04

Wieder eine Rede, die einen bisher freien Platz besetzt. Das ist sozusagen Pionierarbeit. Und es stimmt wirklich: es passiert soviel Aberwitziges gleichzeitig. Und dass der Imobilienmakler einmal wieder gute Arbeit leistet und von den Küsten keine überfüllten Boote mehr starten, darauf arbeiten wir hin. Götz Kubitschek ist ein wenig steif und unbeholfen und das wird er vlt. auch nie ablegen können, aber er schauspielerte nicht, als er sagte "Das ist mein größter Traum und eurer ist es auch, oder?"
Lebendig bleiben und lachen können.

Eveline
1. Mai 2015 06:44

"Scheiß Nazis, haut ab aus unserem Land"....sagt ein Schwarzer - der sein Land gerade verlassen hat - zu den Eingeborenen.
Das verlorene Gefühl was Eigentum/Verantwortung für die nächsten Generationen bedeutet zeigt sich hier.
Der Sozialismus konnte deshalb wie eine Pusteblume auseinanderfliegen, weil die Frage Volkseigentum, Eigentum und Besitz im Sozialismus nicht beantwortet worden ist. Er blieb deshalb eine Luftnummer, Kopfkino.
Der irdische , materielle Kapitalismus konnte somit alles rasch verhökern.

Wir reagierten nur, obwohl es doch unser Volkseigentum, dazu zählten auch das Land, Wasser und Luft und die Erde, war.
Und Birgit Breuel agierte nur.

Volkseigentum ist wohl etwas sehr geistiges.

Irrlicht
1. Mai 2015 07:11

Nach der Lektüre von Stürzenbergers Artikel stimme ich Bernhard zu. Es ist nicht sonderlich kohärent, Dieter Stein und andere Autoren der JF beständig wegen ihrer Abgrenzung nach Rechts zu kritisieren und zugleich mit Stürzenberger jemanden in der eigenen Gruppe zu haben (die Einschätzung basiert auf dem "wir" in Kubitscheks Kommentar), der offenbar den Antifa-Jargon mit der Muttermilch aufsog. Lucke wehrt sich gegen eine "Unterwanderung" der AfD durch Neue Rechte, Pegida gegen eine "Unterwanderung" durch den NW. Der Unterschied? Ein Unterschied besteht darin, dass sich Lucke nicht (oder nur sporadisch) des Vokabulars des "Kampfs gegen Rechts" bedient, während Stürzenberger wie ein Berserker mit der "Nazi-Keule" herumschlägt.

Pommes
1. Mai 2015 10:51

Dieter Stein gehört zu jenen ehemals ehrbaren Rechten, die stückweise ihr Rückgrat opfern, in der Hoffnung sich so endlich Akzeptanz vom Establishment zu erhaschen. Nur, irgendwann ist das Rückgrat dann weg. Genauso wie alles Gute wofür man mal gestanden hat. Dann doch lieber ausgegrenzt, aber dafür weiterhin in den Spiegel schauen können.

peter789
1. Mai 2015 11:16

Wie immer amüsant zu lesen.

Hartwig
1. Mai 2015 11:44

"Man muss dieser Tage schön ganz schön auf Draht sein, um nicht den Anschluss an die Debatte verlieren. Früher reichte es, die Tagesschau zu sehen ..... "

@ Nemo Obligatur

Einmal am Tag einen Blick in die MSM-Onlinepresse. Den einen oder anderen Beitrag oder Kommentar lesen; knappe viertel Stunde, mehr nicht. Ansonsten Sezession und SiN und noch ein paar wenige rechte Seiten.
Politik im TV und Radio gar nicht.

Den Blick in die Medien einschränken. Keine MSM kaufen.
Ein "Anschluss an die Debatte" in Ihrem geäußerten Sinne ist ganz und gar nicht nötig.

Kürzlich mal wieder ICE gefahren. Da sitzen sie dann mit ihrer ZEIT und SZ und FAZ. Und lesen und lesen und lesen. Dabei muss man ja verblöden. Habe mir dann eine BILD geangelt - wenn schon Lügenpresse, dann hunderdprozentig. Hielt mich 10 Minuten im Sportteil auf.

Ich denke, ohne Abschied von den Medien wird echte Sezession schwer.

Andreas Walter
1. Mai 2015 13:00

Frauen noch ohne Kinder befürchte ich sind keine Zielgruppe der Sezession, doch genau darum finde ich sie ja so interessant, die folgende Information:

https://www.donaukurier.de/lokales/ingolstadt/Ingolstadt-Feiern-ohne-Fluechtlinge;art599,3047699

Stellt sich mir also gleichzeitig die Frage, warum und wofür sich Frau Oertel gerade zu entschuldigen glaubt zu müssen. Das Problem bleibt das Gleiche.

Rumpelstilzchen
1. Mai 2015 13:21

Die quantitative wie qualitative Erosion des Christentums zeigt den Zusammenbruch einer jahrhundertealten "Leitkultur" an - unabhängig von der immer wieder im Kontext von "Überfremdung" oder " Islamisierung" angestoßenen Debatte über diesen Begriff. Denn eine christliche Kultur wird ohne christlichen Glauben auf Dauer nicht zu haben sein . Konkret: Mehr als neue Minarette verändern die "Umwidmung" und der Abriss von Kirchen das Gesicht Deutschlands. Symptomatisch für die Selbstaufgabe unserer christlichen Identität ist die Aussage der Regierungschefin der größten europäischen Nation - einer erklärten Christdemokratin - , die 2007 in einer feierlichen Rede vor dem Europäischen Parlament in Straßburg als "Seele Europas" nicht mehr das Christentum nannte, sondern nur noch "die Toleranz". So notwendig und moralisch hochwertig diese Tugend auch sein mag - Werte generiert sie nicht. Sie setzt sie vielmehr voraus.

Andreas Püttmann ( Gesellschaft ohne Gott) S. 24

Ich fand ich das Buch von Püttmann eigentlich recht ordentlich und brauchbar. Seinen Beitrag im Cicero "Über die religiöse Rechte und ihre unheiligen Allianzen" kann ich nicht nachvollziehen. Was hat er gegen die Rede von der "Diktatur der Toleranz" ? Gerade auch nach seiner oben zitierten Aussage. Diese Feinheiten der Abgrenzeritis nehmen langsam wahnhafte Züge an.
Dann soll er doch Frau Kositza besuchen und mal mit ihr reden. Ich garantiere ihm, er braucht keine Angst haben. Sie macht auf mich einen sehr normalen und sympathischen Eindruck.
Ich bin auch recht religiös ( oder religiös rechts ) und kann die Feinheiten gut selbst unterscheiden. Und treffe keine Unterscheidungen, die von außen aufgezwungen werden. Da kann man sich gewaltig irren :
Wobei wir bei den rührenden Geschichten vom Kennenlernen des Liebsten/ der Liebsten wären. Ich lernte meinen Mann bei einer rechten Veranstaltung kennen. Er kam in den Raum und ich dachte: da kommt der " Feind".
Und zugleich: Scheiße, daß die gut aussehenden Männer immer Linke sind ( er trug einen Bart und längere Haare und war auch nicht blond und blauäugig) .
So kann man sich irren.

Carl Sand
1. Mai 2015 13:36

Diesmal sind die Dinge noch einfacher.

Die wichtigste Frage, die man sich bei Aggression als mehr oder minder objektiv beobachtender Dritter stellen muss, ist:

WER HAT ANGEFANGEN?

Und der ist der Böse. Punkt.

Der nächste Schritt ist die Sanktionierung des Täters. Umgehend.

Wie am Beispiel Dieter Stein und seien Wünschen, endlich dazuzugehören (und nebenbei seine neue Villa abzuzahlen), zu sehen ist, sind "Konservative" zu dieser einfachen Feindbestimmung nicht in der Lage.

Dies ist leider auch im hiesigen Kommentarbereich teilweise zu sehen.

Dies liegt am schon hündischen Unvermögen der "Rechten", nach oben zu hassen.

Der erste psychologische Ansatz ist, vor der Autorität zu buckeln und nach unten zu treten.

Dabei findet auch noch eine peinliche Selbstbeschwörung statt, die sich in gleichzeitigen Aufforderungen zur "Einigkeit" äußert.

Hans Olaf Henkel ist mit dem Auftrag in die AfD eingetreten, sie zu zerstören.

Dazu hat er mit dem Streit angefangen. Auftragsgemäß.

Bernd Lucke und der Dieter Stein waren schnell überzeugt, schließlich ist Hans Olaf ja ganz doll erfolgreich und voll die Autorität.

Gute Konservative, die beiden.

Martin
1. Mai 2015 13:46

So, so - die "Sezession" ist jetzt schon unhinterfragbares Referenz-Schlagwort für die Bezichtigung, dass jemand "Rechts" (= damit ist natürlich "Nazi" gemeint) sei, geworden. Dies offenbar wohl auch für Verantwortliche des von mir noch nie geliebten Anzeigenblättchens mit "Debatte" namens JF.

Im Moment schießt sich einiges auf Herrn Höcke ein. Man kann zu ihm stehen wie man will, die Beschreibung

er tritt meistens wie Schwiegersohn im Konfirmationsanzug auf, grinst unangemessen und redet übertrieben gestikulierend mit pseudointellektuellem Zunftjargon daher, blasiert mit pathetischem Tremolo.

halte ich zwar für fies, aber gar nicht sooo daneben (was aber letztlich nur dafür spricht, dass es Herrn Höcke an den zeitgeistigen Typ-Beratern und Rhetorik-Trainings ganz offenbar fehlt, was ihn - zu Ende gedacht - ja fast wieder sympathisch werden lässt), aber ich hege die Vermutung, dass Höcke das Bauern- und Blutopfer für einen Burgfrieden innerhalb der AfD zwischen Lucke und Gauland werden soll. Herr Höcke war in jedem Fall - rein Karrieretechnisch - schlecht beraten, sich an die Spitze der "Erfurter Resolution" gestellt zu haben und diese Erklärung kam meiner Meinung nach auch deutlich zu früh (warum halten Leute mit "rechter" Überzeugung beim "Gang durch die Institutionen" nicht einfach mal taktisch die Klappe, bis der Fahrstuhl wirklich auch oben, also im Bundestag, angekommen ist? Warum muss man "Tür auf" schon bei Ebene 2 drücken?). Einfach einmal ohne "Erklärung" weiter machen, wäre evtl. besser gewesen. Man muss sich nicht "erklären". Aber im Nachhinein ist man natürlich immer schlauer und ich gestehe, dass es selbstverständlich nach den vorherigen Vorgängen in der Partei und der Hexenjagd auf alles, was rechts oder vermeintlich rechts zu sein scheint, durchaus Anlass gegeben hat, eine Art von "show down" via Erklärung einzuleiten. Warten wir ab, wie diese "Klärung" nach der Erklärung ausgehen wird.

donna_alta
1. Mai 2015 14:09

Seit langem praktiziere ich einen beinahe hundertprozentigen Boykott der MSM, politische Talkrunden verbieten sich von selbst. Ich bin in keiner Weise versucht, die ewig gleichen Debatten ertragen zu müssen. Tagesschau und Co - absolut tabu!
Um zumindest den Überblick über den täglichen Informationsirrsinn zu haben, reichen mir 5 Minuten Spiegel-online.

Es ist sehr heilsam und tut der gequälten Seele gut! Und ich habe nicht das Gefühl, nicht auf dem Laufenden zu sein.

Auf meine Augen lasse ich nur noch Sezession und ein paar andere interessante Links und die JF: letzteres, mal sehen, wie lange noch.

Nemo Obligatur
1. Mai 2015 14:48

@ Hartwig

Ich bin aber schon von Berufs wegen zur mehrfachen täglichen Zeitungslektüre gewissermaßen verpflichtet. Aber weil heute der 1. Mai ist, nehme ich Ihren Rat mal als guten Vorsatz mit ins restliche Jahr...
Die JF werde ich jetzt wohl doch kündigen. Kostet am Inhalt gemessen zuviel Zeit&Geld.

KarlHammer
1. Mai 2015 15:12

Na ja, Herr Kubitschek, nachdem nun 20 Jahre vergangen sind, besitzen Sie ja die Fähigkeit, linke Diffamierungsbegriffe ("Spießer") zu analysieren.
Es ist seit Heine und Marx ein Hassbegriff, um junge Leute gegen ihre Eltern, gegen Patriotismus und Stabilität aufzuhetzen. Es geht für die Hetzer darum, bestehende Gesellschaften zu spalten ("Klassenkampf") und sich selbst an die Spitze zu setzen.
Lesen Sie hier ausnahmsweise mal WP.
https://de.wikipedia.org/wiki/Spie%C3%9Fb%C3%BCrger

Kositza: Uh, die alte Rede... Sie wurde mir in den letzten 30 Jahren schon öfters vorgetragen, meistens von Menschen mit Regenschirm im Herrenhandtäschchen...Dabei trifft WP es doch ganz gut: "Als Spießbürger oder Spießer werden in abwertender Weise engstirnige Personen bezeichnet, die sich durch geistige Unbeweglichkeit, ausgeprägte Konformität mit gesellschaftlichen Normen und Abneigung gegen Veränderungen der gewohnten Lebensumgebung auszeichnen." Mit letzterem sind freilich nicht abgeholzte Alleen, begradigte Straßen oder Bevölkerungsaustausch gemeint, sondern die auf den Sperrmüll gebrachte Schrankwand. Hier eins unserer am liebsten gesungenen Lieder, der Spießer kommt bei 0:57.

gert friedrich
1. Mai 2015 15:42

Dieter Stein denkt an die ehemaligen Leser von "Rheinischer Merkur","Deutschland-Magazin", "Bayernkurier", an die Zuschauer vom ZDF-Magazin .
Ich glaube,gewisse Kreise im katholischen Umfeld finanzieren ihn in dezentem Rahmen.

Legionär
1. Mai 2015 15:46

@ Kositza
stimme Ihnen zu, es war die bisher beste aus einer Reihe von guten Reden Kubitscheks! In relativ kurzer Zeit eindringlich, prägnant die Kernprobleme unseres Volkes anschaulich anhand von Beispielen beim Namen genannt.
@ Pommes
Ja, Dieter Stein ist weiter dabei sein restliches Rückgrat zu verlieren. Wobei ich mir da gar nicht so sicher bin, ob davon überhaupt noch was übrig ist. Er sollte als Anti-Vorbild für jeden echten deutschen/europäischen Patrioten dienen. Am Verhalten Steins wird auch das meiner Meinung nach größte Problem im rechten Spektrum ersichtlich. Das sich fast jeder von jedem, der 1 oder 2cm weiter rechts steht, distanziert.
@ flori
ich finde Herrn Kubitschek als Redner nicht unbeholfen u. steif, er ist lediglich eher der etwas bedächtiger auftretende im Vergleich zu anderen. Bin allerdings überzeugt davon, dass viele merken, dass bei ihm doch deutlich mehr Substanz dahintersteckt als bei einigen anderen.
@ulf friedrich
Bezüglich AFD. Es kann aber nicht um Geschlossenheit um jeden Preis gehen. Eine konsequente, drastische Reduzierung der Masseneinwanderung muss schon gemeinsamer Konsens sein, andernfalls hat es aus patriotischer Sicht keinen Sinn dieser Partei die Stimme zu geben. Das Aufbrechen des bisherigen Parteienspektrums darf kein SElbstzweck sein, sondern ergibt nur Sinn, wenn damit ein Beitrag zur politischen Neuausrichtung dieses mittlerweile völlig dekadenten Staatswesens erbracht wird.
Habe mir auch noch die Rede Bachmanns angesehen von der ich teilweise etwas enttäuscht war. 2 Kritische Anmerkungen dazu: Halte nichts von einer dezentralen Unterbringung von Asylanten. Sie sollten in großen Sammelunterkünften untergebracht werden (im Prinzip Flüchtlingslager), menschenwürdig, jedoch nur mit den notdürftigen Sachen versorgt, dies würde ein dauerhaftes Einnisten/Untertauchen in die deutsche GEsellschaft verhindern. Von einem Recht auf und einer Pflicht von Asylanten zur Integration halte ich auch nix. Zweck des Asylrechts sollte es sein, anerkannten Asylanten für eine gewisse Zeit Schutz zu bieten, jedoch nicht Bestandteil der deutschen GEsellschaft zu werden. Andernfalls hat man eine Einwanderung über den Umweg des Asylrechts, was bei der ethnischen Herkunft der Asylanten (hauptsächlich Schwarzafrika, Nordafrika und Orient) dann eine weitere Zersetzung des Volkes bedeutet. Im Prinzip bräuchten wir ein Asylmoratorium, das die Aussetzung der Aufnahme von Asylanten in den nächsten Jahren, z.b. 5 Jahren für erklärt - aufgrund der jetzigen Überbelastung (finanziell/Wohnraum).
Schlussfolgerung: Wir müssen unbedingt weitermachen, weiterdemonstrieren. Pegida/Legida in seiner jetzigen Form kann jedoch quantitativ & qualitativ nur der Anfang sein. Wir brauchen in Deutschland und Europa ein politisches Erdbeben um der existentiellen Bedrohung unseres Volkes wie auch der anderen europäischen Völker Einhalt zu gebieten. Die schrittweise Zersetzung unserer Völker durch Masseneinwanderung und Vermischung von Europäern mit Nichtweißen muss beendet werden. Es ist 5 vor 12 und das im Prinzip schon seit einigen Jahren.

Michael Sack
1. Mai 2015 17:09

@ Rosenkranz

Ja, die Lage ist prekär, wie ich eben irgendwo las. Ich habe dann mal nachgeschaut, was das eigentlich wirklich heißt. Und auf unsere Lage : 'Die Deutsche', bezogen, ist das ein noch zu schwaches Wort, die Lage richtig zu beschreiben. Mein Vorschlag wäre also, 'verzweifelt prekär' zu sagen. Man könnte es noch mehr steigern.
Aber, weil es das Evangelium gibt, ist sie, die Lage, doch nicht ohne Hoffnung, denn ´GOTT kann Großes tun`. So ist es. Auch wenn sehr, sehr viele Deutsche so nicht dem lebendigen GOTT glauben, bzw., überhaupt nicht glauben, oder nicht glauben können.

Für mich ist es deshalb eine große Freude, hier jemanden zu finden, der nach dem Himmel fragt, und, was ist legitim vor GOTT in solcher Situation. Darum gebe ich Dir gerne eine richtige Antwort hier. Und da schaun wir mal in den Psalm 149 z.B., zum Schluß des Psalmes hin - da steht die Antwort. Die wird vielen nicht gefallen, aber Konservativen schon eher. Denn Gerechtigkeit soll und muß herrschen, auch wenn die, die die Gerechtigkeit lieben und vertreten müssen, selber Sünder sind.

Aber, um solches Schwert führen zu dürfen, das auf Erden im hier und jetzt Gerechtigkeit und Vergeltung schafft, da muß ein heiliger Wandel zu gehören. Ich fasse mich kurz : Es brauchen nicht viele zu sein, um effektiv zu beten. Ich habe z.B. den Bruder kennengelernt, der vor vielen, vielen Jahren um Moskau gezogen ist und hat das Regime niedergebetet. Es ist geschehen. Etwas anderes, ähnliches ist auch hier in Deutschland geschehen und es war gut so. Es war der Anfang sozusagen. Also, um kurz zu bleiben, die falsche Frömmigkeit muß weg.

Dem gegenüber steht : Echte Frömmigkeit packt zu und bestürmt den barmherzigen GOTT, aber bitte sehr vorsichtig, und ER - hört genau hin, ihr lieben Leser - : ´... der alle zu sich zieht!`, Joh. 12, 32.

Also, ´zwei Schwerter` sollen und müssen sein : Und das erstere davon ist das Schwert der Obrigkeit, Römer 13 : ´... sie trägt das Schwert nicht umsonst`. Darauf müssen wir bestehen. Das darf und muß gefordert werden, auch außenpolitisch. Kann jeder tun an seinem Platz. (Es geht nicht, daß die unterwandernde Ideologie des Islams Wirtschaftshilfe oder Militärhilfe oder Anbiederung bekommt, um ein konkretes Beispiel zu nennen - weil man kann aus Eisen noch viel anders Geld verdienen.)
Und wenn unsere Obrigkeit ihr Schwert - wegen all den bösen Dingen in unserem Land rede ich - beiseite gelegt hat oder auch mit stumpfem Schwert und laschen Strafen droht und albert, dann bitten wir - und so wirken die Klugen - , daß eine neue Obrigkeit eingesetzt wird. Und die andere wird von GOTT abgesetzt. Niemand greife also selber zum Schwert. Denn Gericht ist beschlossen auch über alle anderen Bösen, das vergesse niemand. Die Geißel soll uns ja helfen. Weil so manche Rute und auch viele Schläge nicht halfen.

Ja, die Lage ist mehr als schwierig, mit dem Rosenkranz kommt man da nicht durch. Erschreckt, weil ihr so unverständig seid, betet selber, wie ihr so könnt, und fordert das Schulgebet z.B. wieder einzuführen, denkt an Psalm 8. Ich weiß, ich muß mich kurz fassen. MfG, MS

Michael Sack
1. Mai 2015 18:15

@ Eveline, Du hast mir mit Deinem Kommentar sehr geholfen. Ja, der Umgang mit dem Materiellen offenbart sehr viel. Und Land und Gut ist wichtiger, als man so in Selbstverständlichkeiten denkt.

Ich habe übrigens - vor vielleicht 25 Jahren schon - in der S-Bahn von Bonn nach Köln erlebt, wie ein törichter Ausländer, fast noch ein Bub, in einem Gespräch wegen dem Glauben sagte : "Ich darf dich jetzt töten".

Ebenso lange ist es ungefähr her, da sagte mir ein arabischer, gestandener Mann, der mit seinem Bruder und mit seinem sehr alten Vater nach Deutschland gekommen waren, wahrscheinlich um medizinische Hilfe für den Vater zu bekommen : Wir werden hier bald herrschen! Das überlege man sich mal. Das sagte er öffentlich im Flughafengebäude.

Es ist also ganz so, wie die SCHRIFT weiß : ´Der Tor tut kund, was in seinem Herzen ist`, für Konsevative sollte aber gelten : ´Wer ohne Tadel einhergeht und recht tut und redet die Wahrheit von Herzen ... `; Psalm 15, 2. Und deshalb gilt auch : ´... tut nicht unrecht den Witwen, Fremdlingen und Armen`, aus Sacharja 7.

Ja, viele hergekommene, verführte Gottlose haben es wirklich sehr gut bei uns, selbst viele Angehörige von Ihnen werden im Ausland medizinisch mitversorgt, wie ich nun mehrere male so hörte, (wieviel Betrug wird auch da geschehen), deswegen ist die Scham auch so eine riesige Hürde für sie, weil sie viel Böses im Herzen haben, womit sie nicht ins Licht kommen wollen. Und so ihre Unsinnigkeit erkennen müssen. Aber vorsicht mit der Anklagerei.

Aber solches unter den Teppich zu kehren geht überhaupt nicht, wie hieß es hier irgendwo : Klare Kante zeigen!! Ganz richtig so!!!

Schopi
1. Mai 2015 20:46

...Götz Kubitschek ist ein wenig steif und unbeholfen und das wird er vlt. auch nie ablegen können...

Für mich die beste ..gida Rede von Ihnen Herr Kubitschek.
"Steif und unbeholfen" wird wohl jeder von uns wirken. es ist wohl die ungewohnte Rolle gemeint, natürlich wird jemand, der jeden Tag in Mikrophone der Lügenpresse spricht oder Dauergast in den medialen Quasselrunden ist, smarter, glatter und geübter daherkommen.

Gabriel Heimann
1. Mai 2015 21:25

Ja.., sehr gute, Herz und Geist belebende Reden von GK
Den ZDF Beitrag hab ich mir mal angeschaut
Ton und Art der Fragen freundlich und gut pariert
Abgesehen davon dass man beim ZDF Dummköpfe losschickt welche den Fahnenentwurf von Ernst Wirmer nicht kennen oder kennen wollen
Zitat:

Die nordische Kreuzform der schwarz-rot-goldenen Fahne ist das Zeichen der „German Defence League“ (GDL). Die Organisation ist eine islamfeindliche Gruppe, die die „Demokratie und das jüdisch-christliche Erbe und die griechisch-römisch-germanischen Wurzeln“ verteidigen will und mit der rechtsgesinnten „Bürgerbewegung Pro Deutschland“ und dem neurechten Blog „Politically Incorrect“ (PI) zusammenarbeitet.

Peter Voit
2. Mai 2015 11:30

Zusätzlich zu dem Artikel des katholischen Publizisten Andreas Püttmann im "Cicero" - "Religiöse Rechte und ihre unheiligen Allianzen" - sollte man auch das lesen, was Püttman in der Zeitung "Christ & Welt" unter dem Titel "Die Rechtsausleger" schreibt. Die ersten beiden Sätze:

"Zu meinen prägenden Kindheitserlebnissen in einer grundkatholischen Familie gehören Tante Marias Erzählungen vom bösen Feind ihrer Jugend schlechthin: den "Nazzis". Katholisch und sozialistisch, das paßte nicht. Aber katholisch und "rechts" - nationalistisch, geschichtsrevisionistisch, autoritär, reaktionär -, das sprengte die Vorstellungskraft."

Ja, nur scheint Herr Püttmann seine eigenen prägenden Kindheitserlebnisse als die allein gültigen und "grundkatholischen" anzusehen.

Gegen Ende des Artikels schreibt Püttmann über die "frommen Rechtsausleger":

" ... entlarvend ist neben ihren eigenartigen Allianzen ihr Habitus: selbstreferentiell, selbstgerecht, selbstmitleidig, denunziatorisch, unbarmherzig und unversöhnlich bis zur Rachsucht. Mit dem Evangelium hat das ebenso wenig zu tun wie das ideologische Gebräu der politischen Rechten."

Die aufgezählten Attribute haben in der Tat wenig mit dem Evangelium zu tun. Doch Püttmann glaubt offensichtlich, daß man ihm folglich auch seine unbegründete Behauptung abnimmt, das "ideologische Gebräu" der politischen Rechten habe wenig mit dem Evangelium zu tun.

Wirklich? Der Engel des Herrn, der Joseph auffordert, das Kind zu nehmen und seine Mutter und vor Herodes nach Ägypten zu fliehen und - was von der Zuwanderung angetane Kirchenvertreter gerne unterschlagen - dort zu bleiben, "bis ich es dir sage" (Mt 2,13), dürfte von dem, was die politische Rechte will, nicht allzu weit weg sein. In das Land Israel soll Joseph, als die Gefahr vorüber ist, zurückkehren - in das Land, in dem er zu Hause ist.

Gustav Grambauer
2. Mai 2015 11:44

Die Hilflosigkeit bei der Jungen Welt ist an der langen gezierten Marxismus-Bewschwörungs-Einflug-Kurve erkennbar:

https://www.jungewelt.de/2015/05-02/060.php

Der Buschfunk (in der Lausitz, in Ostberlin und Thüringen) meldet, wie die Stimmung an der Basis der Linkspartei kippt. Viele, die früher aus soliden und konstruktiven Motiven die SED unterstützt haben, fragen sich mit Entsetzen, wie sie nur 1989 auf die linke Leimrute kommen und einem Gysi hinterherrennen konnten. Die Berührungsangst mit Insiderliteratur schwindet auch. Andere steigern sich umso mehr in die Kompensation ihres antistalinistischen Schuldkomplex hinein - wie etwa der Ober-Komsomolze Eberhard Aurich, eigentlich ein bodenständiger Sachse, ganz vorn bei welcome refugees:

https://www.eaurich.de/Welcome/index.html

- G. G.

Waldschrat
2. Mai 2015 16:37

@Gabriel Heimann

Die GDL nutzt eine schwarze Fahne mit gold umrandetem roten Kreuz. Die Wirmer-Fahne ist rot mit gold umrandetem schwarzen Kreuz. Dieser doch eigentlich nicht ganz unbeträchtliche Unterschied ist für's ZDF halt zu subtil.

Im Übrigen halte ich dennoch an meiner Ablehnung der Wirmer-Fahne fest. Die sagt mir nichts, zu der habe ich keinen Bezug. Auch keinen, den ich mir nachträglich konstruieren könnte.

Stein
2. Mai 2015 16:44

@ Michael Sack

Der Liberalismus wird in absehbarer Zeit auch die islamische Welt zerfressen und beseitigen. Nützen wird uns dies gar nichts. Also: Fokus scharfstellen und die tatsächlichen Feinde ermitteln.

Stil-Blüte
2. Mai 2015 17:01

Wäre das schön, wenn die Präposition m i t

in der Überschrift (im Abseits: Kurt Müller) wieder programmatisch würde.

Oder wie wär's mit einen 'Offenen Brief' an Herrn Stein? Mir würde ein Stein vom Herzen fallen, denn der inzwischen Viel-zu-viel-Zitierte und -Gescholtene liegt mir langsam schwer im Magen, aber immer noch irgenddwie am Herzen. Oder morsen: 'SOS, SOS! Dieter Stein, antworten Sie!'

Wahr-Sager
2. Mai 2015 19:34

Lieber steif und unbeholfen als locker und glattgebügelt.

Kaliyuga
2. Mai 2015 20:20

Die Rede des Herrn tenente ein raum-zeitliches Kaleidoskop von nüchtern-eindringlich ins Wort gebrachten, atemberaubenden Verfallserscheinungen dieser Epoche. Herzlichen Dank für Ihr induktiv in den Nabel dieser Zeit reichendes Engagement, Herr Kubitschek! Wie stets molto simpatico dabei Ihr oberdeutscher Zungenschlag. Da ist Seele! Weiter so, unbedingt!

Weil es erhellen mag, folgender Erlebnisbericht: Wie lang ist‘s her? Einen halben Mond etwa, mild war’s schon, eh‘ dann der Schnee kehrte, schon trockene Frühlingsnacht, Himmelsschlüssel blühten. Das letzte Dreistundenquart‘ vor der Mitternacht, zu der, wie die Leser des Heidegger wissen, die Nacht am dunkelsten ist, vor einem Brunnen sitzend, welcher der Gebärerin unseres Fleisch gewordenen Gottes geweiht ist. In der Tat spricht man im Augenblick just hier ein repetitives Gebet, das die römische Christenheit bis vor einigen Jahrzehnten noch gut kannte.

Es nähert sich ein junger Mann unversehens und fragt, wie je höflich, ob er sich setzen dürfe. Er ist aus der Vorlesung bekannt und auch deshalb wird seiner Bitte stattgegeben. Dasz er auch noch begabt ist, hat keinen Einfluß auf die Entscheidung. Nun, der junge Mann wurde vor gut zwei Jahrzehnten auf einer ostsizilianischen Hafenstadt auf die Erde geworfen. Vater und Mutter aber entstammen aus jener Nation, vor deren Haupt-Stadt der Saulus einst ganz unversehens zum eingeweihten, geschlagenen und die Himmel einsehenden Paulus geworden ist.

Das Gespräch bald von bebender Leidenschaft, nicht nur deshalb, weil es sich erweist, dasz der Vater des Adepten als Mediziner Dienst tut in einer lombardischen, nach einer Heiligen der Katholiken benannten Einrichtung, in welcher meine sehr verehrte A., Münchner Findelkind und nach Mailand verfrachtet, vor noch nicht zehn Jahren verschieden ist.

Eben hat der, übrigens sehr sensible und begabte, junge Mann im Studentenwohnheim den Koran studiert. Unser Diskurs fällt wie natürlich darauf, vor dem Marienbrunnen, an dem noch heute, mit hochgerichtetem Blick, vereinsamte Christen den Rosenkranz beten.

Doch fallen ja die modernen Moslems eben wie auch die bloß dieser Unzeit gehörenden Christen fallen. In seiner Abiturklasse in einer norditalienischen Großstadt sei er der einzige Nicht-Atheist gewesen. Der junge Mann erzählt mir von seiner jungen, in die Brüche gegangenen Liebschaft, auch sie Syrisch-Italienisch, beide wissen übrigens noch, was Handschrift und wahres Werben im Wort, der Liebe willen, be-deuten.

Belesen lehrt er mich, der ich doch sein Vater sein könnte, in Wörtern und lässt mich Einblick nehmen in das Leben des Propheten, der gleichwohl nach dem Christus erst kommt. Das weiß er und nimmt es in seiner Substanz doch nicht an. Seine, übrigens sehr subtile, Insistenz ist schlagend. Ein authentischer Jünger, der gläubig nach Mekka blickt. Werden seiner nur Hundertschaften sein, werden sie ein irdenes Reich gewinnen, freilich nur ein irdenes.

Als wir auseinandergehen, fällt schon Frost über den Platz, es ist es nach Mitternacht. Sonntag, der Tag des Christus ist angebrochen.

Kaliyuga
2. Mai 2015 22:06

Mit Zögern, da Männliches und Weibliches sich hier nicht gleich verflechten sollte:

Da sich hier nun die rapportierenden Frauen, auf einem (nur scheinbaren) Nebengleis zwar, dennoch, auf ihre Weise eben subtil und doch recht entschieden, erinnerungstrunken mit Melancholie zum Thema der Wahl ihres Ehemannes hervortun, wird mir, endlich wieder, einiges klar:

So wenig (als ob ein ganzes Wort „wenig“ wär‘) genügt: Ein entschiedenes, klar gesprochenes Wort, womöglich bloß ingeniös (nur der Mann ist freilich Ingenieur) der Situation geschuldet, dem Regenwetter oder dem Junior, den seine Mutter sucht. Ein starker Arm auch, dem es sehr und ganz und überhaupt „gfallt“, wenn er sie freien kann.

Oder (fast weniger noch): er sieht, so wie sie es sieht, gut aus und ist zudem, sie glaubt es erst nicht, der rechten Strickart: das löst den Bann, das bricht Dämme, das läßt, in weiblicher Verstrickung: endlich! ineinander verfließen.

Doch strebt Männliches, eigentlich und wesentlich unabhängig nicht danach, alsbald sich davon auch wieder zu lösen? Es sei denn, man sei bei seiner anima gemella angekommen und habe mit ihr Söhne und Töchter gezeugt, wie es geschrieben steht.

Ewig anziehendes, weiblich Chtonisches, nicht immer vermag es zu binden. „Mi sembra che tu assomigli Kevin Costner“, wie sollte das einen Mann, der einer ist, nur je reizen können?

Wahr-Sager
2. Mai 2015 23:03

Hat sich irgendjemand hier auch schon mal mit der Tatsache befasst, dass der Zuzug der Fremden in das besetzte Deutschland auch unweigerlich eine ideologische Beeinflussung von linker Seite zur Folge hat, die sich gegen die Deutschen richtet? Da spielt dann eine Islamisierung gar keine Rolle mehr, wenn der Linksextremismus auch den neuen Mit-BRDlern schmackhaft gemacht wird. Womöglich ist ja dieses Wissen der Grund, warum sich ein Dieter Stein langsam von der rechten Sichtweise abnabelt...

Walter Roth
3. Mai 2015 00:09

Ich hatte einen Kommentar eingestellt und darin nach den gründen gefragt, warum man es bei Pegida für nötig erachtete einen Michael Stürzenberger und eine heidi Mund auszubooten......?

Ich finde dem Kommentar nicht.

Wird hier zensiert.....?

Wenn ja sollte man dazu stehen, dann kann man sich das weitere lesen hier ersparen.

Falkenstein
3. Mai 2015 01:05

@Stein & Alle:
Es ist eine Stunde gekommen in der es "Flagge" zu zeigen gilt.
Das betrifft vor allem jene, die nicht demonstrieren möchten, können oder sonstwie differenziert fühlen.
Es steht uns Bürgern frei, die "Wirmer-Flagge", eine Flagge des Widerstandes der alten Zeit auf diese neue Zeit zu übertragen. Eine Zeit die Mut und Widerstandsgeist braucht.
Die Wirmerflagge ist 2015 zur Flagge des Widerstandes, der PEGIDA Fahne schlechthin aufgestiegen.
Zeigt Flagge ihr Redner!
Kauft euch bei Flaggenfritze im Internet oder sonstwo dieses Symbol der Freiheit und hängt es aus euren Fenstern. Hißt sie im Garten und lebt vor.
Gönnt euch diesen Akt der Unerhörtheit und tut es massenhaft im Lande.
Jede flatternde Wirmerfahne ist ein unverfängliches Bekenntnis, der Mindestbeitrag zum von GK angemahnten Mut.
Bei mir flattert sie und ich lebe noch!
Rafft euch auf!

Gustav Grambauer
3. Mai 2015 02:33

Zadok Allen

"Ferner nähert sich die Bankrottverschleppung Griechenlands ihrem Ende: wo sind die Stellungnahmen der AfD, welcher Sender bringt sie?"

Siehe

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/04/21/wegen-nato-usa-bestehen-auf-griechenland-im-euro/

1990 wurde das deutsche Volk noch vom gesamten System über die kriegsrechtliche Lage einhellig angelogen, auch in der DDR sind wir mit der Wahrheit nicht mal im engsten Kreis National-Gesinnter durchgedrungen. Nur sehr wenige hatten (und haben bis heute) die ganze militärische Dimension des Beitritts der BRD und der DDR zur UNO erfaßt. Das Wort "Friedensvertrag" war im Gebrauchtwagenkaufrausch tabu. Die Russen in unserer Bekanntschaft haben uns Deutsche schon von da an kopfschüttelnd als Volk für unzurechnungsfähig erklärt.

Heute, da wir atomisiert und sediert sind, wendet man bei uns als einzigem Volk der Welt nicht die Good-Cop- / Bad-Cop-Methode an, da die Good-Cop- / Good-Cop-Methode viel "smarter" ist.

"Good Cop 1" spricht inzwischen in aller Rotzfrechheit öffentlich die Wahrheit aus, lediglich mit der dicken Nebelkerze geschlagzeilt: "Oh, ääääääh, wir dachten so, ääääääh, alle Forderungen wären mit dem Zwei-Plus-Vier-Vertrag erledigt, ääääääh". (Jeder Jura-Student lernt gleich im ersten Semester, daß Verträge nur inter pares Rechtskraft entfalten.)

https://www.deutschlandfunk.de/zwei-plus-vier-vertrag-alle-forderungen-erledigt.694.de.html?dram:article_id=314217

"Good Cop 2" hat inzwischen schon mal psychologisch den Weg für die Schaffung von Tatsachen freigeräumt.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article140410860/Gauck-offen-fuer-Reparationen-an-Griechenland.html

Den Kohl, Genscher, Kinkel, Waigel, Rau usw. war 1990 klar, daß die Reparationsforderungen mit ihrer Vamopir-Politik - und nur mit dieser - sowieso kommen, egal ob gegen das Reich oder gegen die "BRD". Die hatten nur im Sinn: (1.) einen Friedensvertrag mit Deutschland um jeden Preis und egal mir welcher nachträglichen Begründung zu verhindern und (2.) die Wiedervereinigung nach Art. 146 zu sabotieren, d. h. das System von Jalta mit der "BRD" zur Transferunion für deutsche Sklaven-Tribute nach dem Saugpumpenprinzip umzubauen.

Das Ganze hat mit Griechenland auch wenig zu tun, Griechenland ist nur eine Verteilerstation an diesem Pump-System - das Land kriegt sowieso nichts von dem deutschen Geld zu sehen, ganz im Gegenteil, so war es bisher mit den "Rettungspaketen" uaw. und so wird es in Zukunft mit den "Reparationen" sein.

(Abgesehen davon, daß es sich sowieso um Luftbuchungen handelt.)

- G. G.

Bernhard
3. Mai 2015 22:40

Zur Frage der Flagge:

Die Freikorps kämpften unter der alten kaiserlichen Reichskriegsflagge in einem System, das bereits Schwarz-rot-Gold zur Flagge erhoben hatte. Ihre Zeit war endgültig vorbei, spätestens 1920 nach dem Kapp-Putsch.

Da gibt es eine gute Szene in Dwingers "Wir rufen Deutschland" als deutsche Kriegsgefangene nach dem 1. Weltkrieg aus Sibirien per Schiff in Deutschland einlaufen und sich die Augen reiben, als sie die schwarz-rot-goldene Flagge sehen. Sie können es nicht fassen.

Warum hat dann Hitler wohl eine gänzlich neue Flagge geschaffen? Auch sie ist im Morast der Geschichte versunken.

Die Geschichte lehrt uns, daß das Alte nicht wiederkehrt. Neue politische Verhältnisse, neue politische Bewegungen brauchen neue Symbole - bestimmt nicht die Flagge eines Wirmers.

Schaffen wir ein neues Symbol, auch wenn Kubitschek richtigerweise den Weißmannschen Verweis erwähnt hat, daß alle Symbole irgendwie schon besetzt sind. Ein neues Symbol zu schaffen, wäre eine Herausforderung für alle hier, die sich so klug dazu äußern.

Carl Sand
3. Mai 2015 22:48

"Oder wie wär’s mit einen ‚Offenen Brief‘ an Herrn Stein? Mir würde ein Stein vom Herzen fallen, denn der inzwischen Viel-zu-viel-Zitierte und -Gescholtene liegt mir langsam schwer im Magen, aber immer noch irgendwie am Herzen. Oder morsen: ‚SOS, SOS! Dieter Stein, antworten Sie!"

Dieter Stein und die Junge Freiheit sind mit aller Wahrscheinlichkeit leider verloren.

Die Erfahrung zeigt, dass wenn sich ein "Konservativer" erst einmal derartig auf einen Irrweg begeben hat, er so gut wie nie wieder davon abgeht.

Das halten die für "Konsequent sein".

Eveline
4. Mai 2015 07:35

Zum Friedensvertrag

Allein das Wort trägt ein Widerspruch in sich.
Frieden wird nur über die Kraft der Liebe gebaut und nicht über Verträge.

Da es noch so viele" Tabu - Baustellen "in der noch nicht aufgearbeiteten Weltgeschichte der letzten 100 Jahre gibt, frage ich mich schon, ob das Mauern von Kohl und Genscher sich nicht doch noch als "Vernünftig" erweist.

Vom Ende her gedacht, nur von der Wahrheit her gedacht....warum sollten die Deutschen wiederum fürs ach so speckig glänzende Fell der Alliierten zahlen?
Arbeiten muß es besser heißen !!! denn Geld auch Luftbuchungen können nicht arbeiten.

Marc
4. Mai 2015 10:25

Bei der nächsten Anbiederung von Schreiberling Stein werde ich mein JF-Abo kündigen!
Ganz einfach, ich unterstütze diese, seine Meinung mit meinem Geld nicht.

Hermann Karst
4. Mai 2015 10:34

@ Bernhard

Schaffen wir ein neues Symbol, auch wenn Kubitschek richtigerweise den Weißmannschen Verweis erwähnt hat, daß alle Symbole irgendwie schon besetzt sind. Ein neues Symbol zu schaffen, wäre eine Herausforderung für alle hier, die sich so klug dazu äußern.

Was schwebt Ihnen vor? Neue Farben? Ein neues "Logo"?

Ich möchte hier den Kommentar wiederholen, den ich auf SiN zu den Themen "Trikolore" und "deutschen Farben" am 23. 1. 2015 getätigt habe:

"Die Trikolore ist keine französische Erfindung. Die Niederländer hatten bereits eine solche im 16. Jahrhundert.

Gegenüber diesen beiden Vorläufern hat die deutsche einen Vorzug: Die Flaggenfarben sind keine willkürliche Zusammenstellung von drei Farben, sondern haben als solche eine traditionelle Grundlage, nämlich das mittelalterliche dreifarbige kaiserliche Wappen: „in Gold ein rotbewehrter schwarzer Adler“, um es in der Sprache der Heraldiker auszudrücken, übertragen in gewöhnliches Deutsch: „Auf goldenem Grund ein schwarzer Adler mit rotem Schnabel, roter Zunge und roten Klauen“. Kommt aus der Gegenwart bekannt vor? Das Wappen ist farblich erstmals dokumentiert, soweit ich sehe, in der mittelalterlichen Manessischen Liederhandschrift. Mich wundert immer wieder, daß selbst Konservative im Hinblick auf die Genese der drei Farben allenfalls bis zu den Uniformfarben des Lützowschen Freicorps zurückgehen.

Anläßlich der Kaiserproklamation 1871 schuf man ein provisorisches Wappen: in Gold ein schwarzer rotbewehrter Adler, belegt mit weiß-schwarz geviertem Hohenzollernschild. Daß Wappen und Farben dann für das neue Deutsche Reich doch nicht übernommen wurden, hat zwei Gründe: Zum einen waren von 1848 bis zu seinem Erlöschen 1866 Schwarz-Rot-Gold die Farben des Deutschen Bundes. Zum andern war die österreichische Kriegsflagge Schwarz-Rot-Gold.

Ich frage mich, warum unsere Nationalfarben von manchen Konservativen kritisch betrachtet und in Frage gestellt werden…"

Ob das traditionsreiche Schwarz-Rot-Gold als Trikolore erscheint oder als bundesdeutsches Dienstwappen, d.h. in Gold ein rotbewehrter schwarzer Adler (wie im Mittelalter), oder als Wirmer-Flagge gestaltet ist, das ist für mich zunächst eher belanglos. Alle drei Versionen haben - mit unterschiedlicher Akzentuierung - Symbolkraft. Einen plausiblen Grund, neue Farben und/oder neue Symbole zu kreieren, vermag ich nicht zu sehen.

Stil-Blüte
4. Mai 2015 10:51

@ Bernhard

Nein, es gibt Konstanten des Alten, beinahe ehern: das Kreuz, die Flagge ('Flagge zeigen'). Wie wär's mit einer weißen Flagge, gewiß, der Flagge der Kapitulation, aber auch ohne Zeichen und Schrift im Sinne von: 'Die Gedanken sind frei...'

Hartwig
4. Mai 2015 13:02

Zur Flaggendiskussion:
Wozu eine Flagge, wenn sie keiner trägt? Bei PEGIDA und LEGIDA sinken die Teilnehmerzahlen langsam aber sicher. Ich schlage vor, einfach heute hinzugehen - auch ohne Flagge.
Wer von Anfang an mitgelaufen ist, den befremdet dieses "Wir brauchen ein neues Symbol" oder "die Fahne gefällt mir nicht". PEGIDA braucht Männer und keine neuen Flaggen.
Wer Flagge zeigen will, der kann das auch mit einer ganz simplen Deutschlandfahne machen. Lege sie einfach um deine Schultern und gehe heute abend in Leipzig unbedarft in Richtung Simsonplatz. Wirst sehen, für wieviel Subversivität diese Flagge steht. Mit viel Glück bleibst du unbehelligt, wahrscheinlicher ist jedoch eine Attacke.
Ich habe bei LEGIDA schon Flaggen aller Art gesehen, die Wirmerflagge, die Nationalflagge, Flaggen des deutschen Ordens, Templerkreuzflaggen, Sachsen- , Bayern- und Preußenfahnen, Rußlandfahnen ... Wir leben in einem Land, in dem die Landesfarben oder offizielle Hoheitszeichen Zeichen des Systemprotests sind und angegriffen werden. Wer braucht da jetzt neue Symbole?

Wahr-Sager
4. Mai 2015 15:44

Bei aller berechtigten Kritik an Dieter Stein, aber dieser JF-Artikel mitsamt Kommentaren über den Massenselbstmord 1945 ist höchst lesenswert!

Martin Lichtmesz
4. Mai 2015 15:51

Bei aller berechtigten Kritik an Dieter Stein, aber dieser JF-Artikel mitsamt Kommentaren über den Massenselbstmord 1945 ist höchst lesenswert!

Klar, ist ja auch von Weißmann!

Michael Sack
4. Mai 2015 16:47

Ach ihr Lieben, man kommt kaum mit. Also eigentlich kommt man nicht mit, denn das Fass mit Komplexen ist wirklich am Überlaufen, wie die Expansion des Weltalls. Und natürlich, nicht nur hier. Und wenn hier entscheidende Leute nicht lernen wollen, was die Bibel wirklich lehrt - ihr geht ja eigentlich gar nicht drauf ein, was ich euch schreibe, obwohl ich es euch ja so einfach wie möglich mache - dann wird es auch hier ein Scheitern geben. Und Scheitern ist eigentlich ein sehr schlimmes, sehr hartes Wort. Und im Begriff Sezession steckt mir mehr eine Freiwilligkeit noch mit drin.

Nun der Reihe nach, an Herrn Stein; das sage ich ja genau, schon mit etlichen Versuchen hier : Was sind die wirklichen Ursachen der Misere, es ist die Gottlosigkeit. Es sind falsche Ideologieen. Wir Menschen, ´im Bilde GOTTES geschaffen`, sind uns selber feind, wenn wir sündigen, wie auch immer. Denn ´ist die Sünde vollendet, gebiert sie den Tod`. Und Gerichte GOTTES können nur durch Buße abgewendet werden. Es sei denn, daß GOTT die Herzen verstockt. Außerdem ist wirklich ins Auge zu fassen, daß das ´Ende der Zeit der Nationen` oder anders gesagt, daß ´die Zeiten der Heiden erfüllt`sind, und das dies ganz nahe vor der Türe steht.
Und sicher, falsch verstandener Liberalismus setzt zerstörerischen, andere zerstörenden, also 'zerfressenden' Egoismus frei.

Ja, Kaliyuga, der Apostel Paulus, einst ein Saulus, ist wirklich als ein Eingeweihter zu sehen. Das kann man wirklich merken an allem, was er so sagte und tat. Und einem Moslem kann in der Regel, ob begabt oder nicht, nur geholfen werden, wenn ihm das Evangelium in WORT und Tat gegeben wird. JESU WORTE und SEINE Kraft können also ihre Finsternis überwinden. Und unsere auch. Auch unsere Angst, Unwissenheit und Komischkeiten.

Lieber Herr Wahr, es ist wohl eher so, das diese gewisse Ideologie schon im Verhaltensmuster dieser entsetzlich Elenden drinsteckt.

Hallo Herr Roth, dann verpassen Sie aber was, wenn Sie nicht mehr mitlesen wollen. Außerdem, es wird immer wieder so sein, daß man nicht alles stehen lassen kann. Und manchmal hat löschen auch mit Laune oder Frust zu tun. Versuche also, herzgewinnend zu sein.

Herr Falkenstein, eine Flagge des Widerstandes, das kann leicht mißverstanden werden, also bloß nicht das.
Ich denke aber seit langem schon so : Die Deutsche Fahne, die muß nur andersherum gedreht werden, wenn die Gesinnung auch neu ausgerichtet worden ist : Gold, also das kostbare WORT GOTTES, muß natürlich oben sein, und rot steht dafür, daß JESUS SEIN LEBEN für viele Sünder hingab; und schwarz muß unten sein, so ist es mit dem, dem der Kopf zertreten ist. Aber die Deutsche Fahne kann jetzt nicht Thema sein. Es kann nur eine Lösung erfleht werden von Oben, ´denn der Mensch kann nichts empfangen, es werde ihm gegeben von Oben`. So viele Deutsche müssen das aber erst lernen. Ich auch immer noch und immer wieder.

Herr Grambauer, eben, weil es so tief und verworren und so schwierig ist : Es hilft nur wirklich das Beten, das ernste Beten und mit dem eigenen Leben dahinterstehen. Diese Dimensionen sind wirklich real - und kindlich müssen wir dazu auch noch sein. Das ist im Übrigen auch unser Glück. Das andere ist uns viel zu hoch und viel zu viel.

Bernhard, es ist wirklich anders, als Du denkst, das Vergangene kommt tatsächlich wieder wie vormals. Sicher, es kommt keine Sintflut mehr, GOTT hält auch nicht nochmal die Sonne an, usw., aber es steht so : Prediger 1, 9 : ´Es gibt nichts Neues unter der Sonne`. Es ist ungefähr
in der Mitte der Zeit vom weisesten Menschen geschrieben.

Herr Sand, so wird es wohl werden, denn eine 'junge Freiheit' gibt es ja auch nicht. Es ist nur unangebrachte Euphorie. Aber wenn man umkehrt auch davon, dann kann es eine Freiheit in Verantwortung geben.

Evelin, Du hast recht. Und bei der Arbeit ist auch das Paradies besser zu erkennen. Und fleißige, gute Arbeit hat GOTTES Wohlgefallen. War schön, daß Herr Kubitschek auch davon sprach.
Und ein Paulus durfte einmal ´in den dritten Himmel` reinschauen, oder hinschauen, ich weiß nicht. Ich hoffe, daß die Rechten, die Treuen, die Mitdenker, hier lernen zu beten, es kann in nächster Zeit verzweifelt schlimm werden. Aber, es stimmt : ´GOTT kann auch Großes tun`. Auf jeden Fall, friedlich bleiben.

Marc, Du mußt versuchen, ihn zu gewinnen. Rechts ist richtig!!! Aber JESUS muß dabei sein können. Es ist ganz einfach zu verstehen. GOTT hat die Grenzen um die Vaterländer selber gezogen.

´Da der ALLERHÖCHSTE die Völker zerteilte und zerstreute der Menschen Kinder, da setzte er die Grenzen der Völker nach der Zahl der Kinder Israel, 5. Mose 32, 8.

Nun zerstreut ER die Syrer, es sollen schon 9 Millionen von ihnen Flüchtliche sein, so las ich heute irgendwo. Und warum das so ist, auch das können wir wissen. Und es werden auch aus anderen Völkern immer mehr. Es ist aber dumm, ihnen hier bei uns Lösungen anzubieten, sie unbegrenzt ins eigene Land zu holen (sogar das geschieht), was aber niemals gut gehen kann. Der große Versager ist auch die UN. Schon sehr lange. In Afrika könnten aber ganz leicht mit der moderen Technik neue Länder und Städte entstehen. (Indien plant gerade 100 neue Städte) Und es ist ein Unding, wie sich die islamischen Länder insgesamt verhalten. Das kann man nicht akzeptieren. Ja, das darf man nicht akzeptieren.

Herr Karst, zur Fahne habe ich mich m. E. oben schon geäußert.

Liebe Blüte, es ist nicht so, die Gedanken, unsere Gedanken, sind keineswegs frei. Denn so vieles zwingt uns Gedanken auf. Von Kindesbeinen an. Und unsere eigenen Gedanken machen uns auch leicht zu Gefangenen. Und unsere eigenen Gedanken nehmen auch andere gefangen. Aber wir können lernen, uns richtig zu entscheiden. Und ein Fundament braucht man dazu schon. Das weist uns wieder auf die Bibel : Der Mensch, als Mann und Frau, ist im Bilde GOTTES geschaffen. Und eine Frau herrscht ohne Worte über ihren Mann, passt doch, wenn sie gemeinsam nach Oben hören. Und auf das Gewissen.

Ihr lieben Leute, seid nicht unwillig über das, was ich Euch hier von Herzen schreibe. MfG, MS

.

Wahr-Sager
4. Mai 2015 19:54

@Martin Lichtmesz:

Von Herr Stein hätte der Artikel wohl auch nicht sein können.

Bernhard
4. Mai 2015 20:17

Wir sollten ein Symbol wählen, das schlicht aber nicht zu einfach ist. Ein gutes Beispiel ist die Lambda-Flagge der Identitären. Leider ist dieses Symbol damit schon vergeben.

Wo politische Bewegung ist, werden mit der Zeit automatisch weitere neue Symbole auftauchen und sich mehr oder weniger durchsetzen.

Waldgänger (e.B.) aus Schwaben
4. Mai 2015 22:09

Symbole gedeihen auf sturmumtosten Barrikaden nicht am Schreibtisch.
Die rumänischen Fahne mit herausgeschnittenem kommunistischen Symbolen war so ein Symbol.

Die Zeit wird ihr Symbole hervorbringen, wenn denn die Stunde zu neuem Aufbruch gekommen ist. Und dass die Stunde gekommen ist, werdet Ihr auch an einem neuen Symbol sehen, hinter dem sich alle sammeln.

Cicero
4. Mai 2015 23:04

Die Junge Freiheit ist nach wie vor ein originär konservatives und widerständiges Blatt - nur Dieter Stein selbst eben nicht mehr. Eigentlich müsste er sich inzwischen von seinem eigenen Blatt distanzieren.

Gustav Grambauer
4. Mai 2015 23:26

Michael Sack

"... und kindlich müssen wir dazu auch noch sein. "

Nein, ich muß nicht kindlich sein.

"Es hilft nur wirklich das Beten, das ernste Beten und mit dem eigenen Leben dahinterstehen."

Wenn ich als Purist ein großer Befürworter der Reinheit der Liturgie bin, dann verbitte ich mir umgekehrt devotionale Umschweife in weltlichen Auseinandersetzungen, und zumal in belehrender Form. Hier ist von der Anlage her der Ort für Metapolitik, welche ihrem Wesen nach eiskalt ist. Daß wir Kalten nicht vom Munde Gottes ausgespien werden, wissen Sie aus der Apokalypse (- Offb. 3, 14 - 16).

"Das andere ist uns viel zu hoch und viel zu viel."

Sie kennen mich ja nicht einmal, aber wissen mit Ihrer projektiven Verallgemeinerung bereits, was für mich zu hoch und zu viel sei?!

- G. G.

Ellen Kositza
4. Mai 2015 23:53

Danke schön, Ende!

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