05. August 2015

Jean Raspail: Die Tragödie der Alakalufs

von Martin Lichtmesz / 51 Kommentare

Ist Das Heerlager der Heiligen "rassistisch"? In einem FAZ-Artikel aus dem Jahr 2011 verneinte Jürg Altwegg dies: "Das Heerlager der Heiligen ist kein rassistisches Buch. Raspail hat die Welt bereist und bedrohte Völker besucht. Er beschrieb den Untergang von Zivilisationen, deren Kampf ums Überleben er unterstützte. Jetzt, glaubt er, ist das Ende der weißen Welt gekommen. Und am meisten bekümmert ihn, dass sie sich nicht verteidigt."

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Der französische Gesetzgeber ist allerdings anderer Meinung: in dem Essay "Big Other" berichtete Raspail, daß der Roman nach Auskunft seiner Anwälte in Frankreich nicht mehr publizierbar wäre, würde er heute zum ersten Mal erscheinen: Gezählte 87 Stellen könnten inzwischen aufgrund von "antirassistischen" Paragraphen juristisch belangt werden.

Es handelt sich hier natürlich vor allem um eine Definitionsfrage. "Rassismus" ist heute ein Gummi- und Kampfbegriff, der in erster Linie der politischen Verschlagwortung dient, als Waffe, mit der man seinen Gegner mangels besserer Argumente mundtot machen kann. Michael Klonovsky bemerkte dazu lapidar:

Früher hieß Rassismus, wenn jemand behauptete, Schwarze seien schlecht. Heute heißt Rassismus, wenn jemand behauptet, Schwarze sind schwarz.


In Heerlager der Heiligen bemerkt der anonyme Erzähler:

Was für mich nur eine simple Feststellung war, nämlich daß die verschiedenen Rassen inkompatibel sind, wenn sie im selben Raum leben müssen, wurde vom Großteil meiner Zeitgenossen als Aufruf zum Rassenhaß und als Verbrechen gegen die Menschenwürde ausgelegt. Was soll’s, mögen sie denken, was sie wollen!


Wie vielschichtig die Sicht Raspails auf diese Dinge ist, wird deutlicher, wenn man auch seinen Roman Sie waren die ersten (Qui se souvient des hommes..., dt. 1986) gelesen hat. Der semi-dokumentarische Bericht über die "Tragödie der Feuerlandindianer" ist ein bewegendes Buch, ein eindrucksvolles Dokument von Raspails lebenslanger Faszination für abgelegene, selten anzutreffende, sterbende oder aussterbende Völker, deren Schicksale er etwa in seinem Buch La hache des steppes (Das Beil der Steppe, 1974) aufzeichnete:

… die weißen Ainos von Japan, die Giljaken von Sachalin, die Katholiken der Katakomben von Kyūshū, die halbgöttlichen Urus der Anden, die Westgoten von Languedoc, die Bewohner der Karibik, die Taínos und Lukayen der Antillen, die Guanaquis des Amazonas, die Nachkommen der napoleonischen Husaren, die sich in die russischen Wälder geflüchtet hatten, die überlebenden Hunnen der katalaunischen Felder ….


Es ist wohl kein Zufall, daß Raspail dieses melancholische Buch direkt auf das Heerlager der Heiligen folgen ließ, in dessen Zentrum schließlich die alpdruckhafte Vision vom Untergang der europäischen Zivilisation und ihrer Völker steht.

Im Vorwort zu Sie waren die ersten schildert Raspail eine erschütternde, prägende Begegnung:

Während einer Reise auf Feuerland im Jahre 1951 konnte ich an der Magellanstraße eine Stunde lang in einem Schneegestöber eines der letzten Boote der Alakalufs beobachten. Ich werde es nie vergessen.


Dieses Boot blieb ihm als Mahnung im Gedächtnis, daß Völker nicht ewig leben, und daß es auch uns Bleichgesichtern eines Tages so ergehen kann wie den Feuerlandindianern. Die Erinnerung an diesen seltenen Anblick, die er in mehreren Büchern verarbeitet hat, sollte ihn für den Rest seines langen Lebens heimsuchen:

Diesmal beschwöre ich sie wieder, zum letzten Mal, und ich gebe ihr dabei, wie ich hoffe, ihre wahre Dimension: die der Ewigkeit, in der dieses Volk jetzt ruht. Diese Begegnung an der Kreuzung der Zeiten bildet den Ausgangspunkt des vorliegenden Buches. Ein paar Holzscheite in der Mitte des Bootes, damit das Feuer nicht ausgeht, zwei Frauen in Lumpen, ein trauriges Kind, drei Männer am Ruder mit Augen wie aus einer anderen Welt... Gerade weil ich ermessen kann, welche Kluft mich von diesen Unglücklichen trennt, bin ich ihnen nähergekommen.


In der Tat waren die Alakalufs, oder wie sie sich selbst nannten: Kaweskar ("Menschen") schon Ende des 19. Jahrhunderts so gut wie ausgestorben. Mitte des 20. Jahrhunderts hatten sie ihre Lebensweise als Seenomaden weitgehend aufgegeben und siedelten in kleinen, von der chilenischen Regierung zur Verfügung gestellten Reservaten. Auf der chilenischen Insel Puerto Edén leben laut Wikipedia heute noch etwa 50 Nachkommen des Kaweskar.

Indien
Jean Raspail im Reservat der Shinnecock-Indianer (USA)

 

Wie Raspail in Sie waren die ersten schildert, galten die Kaweskars den europäischen Beobachtern sozusagen als Parias unter den Völkern, als die Letzten der Letzten, von stärkeren und weiter entwickelten Rassen bis ans buchstäbliche Ende der Welt abgedrängt, wo sie seit Jahrtausenden um das nackte Überleben kämpften, in einer der grausamsten, dunkelsten, kältesten, unwirtlichsten Gegenden des Planeten.

Typisch für den Blick der Weißen ist etwa der von Raspail zitierte Bericht eines jungen englischen Forschungsreisenden namens Charles Darwin, der von der steinzeitlichen Primitivität und physischen Häßlichkeit der Feuerlandindianer entsetzt und abgestossen war:

Ich hätte nie gedacht, daß der Abstand, der den Wilden vom zivilisierten Menschen trennt, so ungeheuer ist; ein Abstand, der sicherlich viel größer ist als zwischen dem wilden und dem domestizierten Tier. Wenn man diese Männer und Frauen sieht, mit ihren häßlichen Zügen, ihrer schmutzigen, fettglänzenden Haut, dem verfilzten Haar, ihrer mißtönenden Stimme und den heftigen Gesten, wagt man kaum zu glauben, daß es menschliche Wesen sind, Bewohner derselben Welt wie der unseren...


Ein Jahrhundert vor Darwin schrieb Kapitän Cook nichts anderes:

Ihr Gefühlsleben ist den Tieren verwandter als dem irgendeines anderes Volks. (...) Sie snd sicherlich der elendste Haufen menschlicher Geschöpfe, der heutzutage noch auf der Welt existiert.


Sie kannten bezeichnenderweise keine Wörter für "Glück" oder "Schönheit", und die einzigen gottartigen Wesenheiten, an die sie glaubten, waren böse, feindselige Geister, wie "Ayayema", der "seit Urzeiten die Kaweskars mit seinem Zorn verfolgt, ohne daß je eine barmherzige Gottheit in dieser endlosen Nacht erschienen wäre und einen schützenden Mantel um das Leben dieser Unglücklichen gebreitet hätte."

Und eben diesen "letzten", elendsten, verachtetsten aller Menschen setzte Raspail ein empathisches literarisches Denkmal:

Das Fehlen jeglichen Verständnisses von seiten derer - insbesondere von Darwin -, die es in der Vergangenheit 500 Jahre lang mit den Alakalufs zu tun hatten, ihre Unfähigkeit, sich in die Haut der "anderen" zu versetzen, haben mich dazu veranlaßt, die Form des Romans zu wählen. Nur mit Herz und Phantasie war es möglich, diesem Volk, dem nie jemand zugehört hat, Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.


Ob ihm dies gelungen ist, können, wenn überhaupt, wohl nur spezialisierte Ethnologen beurteilen; Raspail stützte sich immerhin auf eine bedeutende Quelle, nämlich die Forschungen seines Freundes José Emperaire,

der alles über die Alakalufs wußte, was man wissen konnte, der sie liebte und achtete, und der am 12. Dezember 1958 spurlos an der Magellanstraße in einer Grotte verschwand, in der er anhand von tausendjährigen Funden die Geschichte dieses verachteten Volkes zu rekonstruieren versuchte.


Im Grunde ist Sie waren die ersten eine verblüffende Variation des Themas von Das Heerlager der Heiligen: die übermächtigen Invasoren sind in diesem Fall die Weißen, die insgesamt nicht besonders gut wegkommen. Das mag manchen Leser des Heerlagers überraschen: denn Raspail liebt zwar glühend die Welt der Seefahrer, Entdecker und Abenteurer, ist durch und durch Abendländer der alten Schule und scheint eine erhebliche Nostalgie für das französische Kolonialreich und das weltbeherrschende, expandierende Europa des 19. Jahrhunderts zu hegen.

Andererseits ist sein Blick auf die Alakalufs so weit von dem eines selbstherrlichen Kolonialherrn entfernt wie nur irgend möglich - und er ist keineswegs blind für die historische Überheblichkeit, Grausamkeit und Gier der Europäer. Viele Passagen des Heerlagers (darunter einige, die in der alten deutschen Übersetzung bezeichnenderweise getilgt wurden) zeugen davon, daß Raspail sehr wohl weiß, daß man die Welt der Weißen mit gutem Recht so sehen - und hassen! - kann wie etwa ein Frantz Fanon, auf dessen Werk Die Verdammten dieser Erde (1961) er stellenweise ziemlich deutlich anspielt.

Er weiß allerdings auch, daß die Weltgeschichte kein Weltgericht ist, und daß Ungleiches nicht gleich gemacht werden kann. Deshalb zieht er die Form des Romans vor, die sich diesen Widersprüchen, Ambivalenzen und Aporien auf erzählerische, umkreisende Weise zu nähern vermag.

Kaweskar
"Ich, für meinen Teil, erinnere mich an sie..." (Das Heerlager der Heiligen)

 

Der Tonfall von Sie waren die ersten ist von Heerlager der Heiligen mitunter so radikal verschieden, daß man zunächst kaum glauben mag, daß diese beiden Bücher von ein- und demselben Autor stammen. Hier ist keine Spur von der grimmigen Komik und dem schwarzen Humor des Heerlagers. Die französische Wochenzeitung Le Point schrieb über den Roman:

Ein wundervolles Buch, von einer finsteren Größe beherrscht, ein von stummen Seufzern unterbrochener Totengesang.


Als die Alakalufs im 16. Jahrhundert den ersten Weißen begegnen, beginnt ihr langsamer, aber stetiger Niedergang, den Raspail bis ins 20. Jahrhundert verfolgt. Hier kommt die Vorliebe des Autors für die Unbeugsamen und Widerständigen zum Tragen, für alle jene, die auf einem verlorenen Posten ausharren und ihre Eigenart bis zum Schluß zu bewahren trachten, selbst im Angesicht eines unausweichlichen Zerfalls.

In einem Interview (nachzulesen in dem Kaplakenband Der letzte Franzose) erklärte er:

Ich hatte diesen Stamm, der unbewegt bleibt, gezielt der Welt, die sich laufend fortentwickelt, gegenübergestellt; es gab also gleichsam eine Art philosophische Parabel.


Deutlich wird auch Raspails offenbar ziemlich ambivalente Haltung zur christlichen Religion: im Heerlager attackiert der dezidiert vorkonziliare Katholik Raspail besonders heftig die vom progressiven Virus befallenen Kirchen. Deren hypermoralistische, übertrieben erweiterte Mitleidsethik hat in seinen Augen wesentlich zur Aushöhlung des abendländischen Selbstbehauptungswillens beigetragen.

In Sie waren die ersten zeigt Raspail dagegen die sozusagen "imperialistische" Seite des Christentums. Christianisierung und Kolonisierung der außereuropäischen Volker sind in der Regel nur zwei Seiten einer Medaille. Die oft aufrichtig frommen und gut gemeinten Versuche der europäischen Missionare, die Alakalufs zu zivilisierten Christenmenschen nach europäischen Maßstäben zu erziehen, zeichnet Raspail als fruchtlose Verbiegungen und Vergewaltigungen ihrer Natur. Domestikations- und Erziehungsversuche, die einerseits nur an der Oberfläche der prähistorischen Seele der Indianer kratzen, sie andererseits auf fatale Weise von ihrer traditionellen Lebensweise abschneiden. Dennoch porträtiert Raspails die Kaweskars keineswegs als "edle Wilde", sondern zeigt, daß auch sie  grausam, egoistisch und brutal sein können.

kaweskar3 - 1881, Paris
"Ausgestellte" Alakalufs, Paris 1881.

 

Der "Held" des Romans ist der immer wieder neu geborene Kaweskar Lafko, der über Jahrhunderte, wenn nicht gar Jahrtausende hinweg den gleichen Namen trägt, und dessen Leben dem seiner Väter, Großväter und Urgroßväter wie ein Ei dem anderem gleicht. In einer besonders eindrücklichen Szene begegnet Lafko einem Kruzifix, das kein geringerer als Magellan selbst auf einer der unzähligen Inseln Patagoniens errichten ließ. In dem Totem des bleichen, weißhäutigen Gekreuzigten vermag Lafko nichts anderes als einen weiteren bösen Geist zu erkennen, der seinem Stamm Drangsal, Leid und Tod bringt.

Zu allerletzt landet die Kjasto-Sippe an den Charles-Inseln: Sie war bei dem Anblick der Schiffe geflohen und wagte nicht, allein zurückzukehren, aus Furcht vor dem Blick dieser reglosen Gestalt, die die Fremden oben auf einem kleinen Hügel an eine Art Baum gefesselt zurückgelassen hatten.
Lafko geht dicht auf sie zu.
Der weiße Mann ist fast nackt. Seine aschfarbene Haut hat das gleiche abscheuliche Aussehen wie die der anderen Fremden. Er rührt sich nicht. Er ist stumm.
Lafko hockt sich zu Füßen des Kreuzes auf seine Fersen; er weiß nicht warum er das tut, er wartet einfach.


Lafko nähert sich dem Kruzifix in der Montur eines Schamanen. Er

hat sich den Körper mit roter Erde eingeschmiert, die schützende Farbe angesichts dessen, was man nicht kennt. Um seine Stirn hat er ein Band aus Vogelhaut mit weißen Flaumfedern geschlungen: das Zeichen des Zauberers.


Lafko trägt außerdem eine kleine Steinfigur mit sich, ein Sinnbild der menschlichen Gestalt:

Dann hat er aus seinem Robbendarmbeutel, der den heiligen Schatz enthält, den kleinen behauenen Stein genommen und ihn auf den Boden gelegt. Ein Kreis - der Kopf -, ein langer Strich - der Körper, zweimal zwei Linien - die Arme und die Beine - und vier Punkte, rhombenförmig angeordnet, genau über dem Kopf... Und Gott, der aus dem Himmel herabblickt und die Kaweskars sieht, murmelt: "Das ist mein lieber Sohn..."Aber er spricht ganz leise, so daß seine Stimme, von den Wolken erstickt und dem Sturmgeheul übertönt, Lafko nicht erreicht.
Lafko sieht den weißen Mann an. Irgend etwas scheint auch er auf dem Kopf zu tragen...
Drei Tage lang wartet er.
Am Morgen des dritten Tages hat der weiße Mann sich noch immer nicht gerührt. Lafko steht auf und sagt "Pektscheve! (Ein Fremdling!) Er ist tot..." Er hebt ein paar Steine auf, wirft sie auf den toten weißen Mann und ruft: "Laß uns in Ruhe!" (....)

Das Leben geht weiter. Sie haben die weißen Männer nicht vergessen, die zwar wieder gegangen sind, aber eines Tages vielleicht wieder zurückkommen. Sie werden sie nie vergessen. Aber der Tote auf dem Hügel wird nicht durch ihre Nächte geistern. Er gehört nicht zu ihrer Familie, ihrem Volk, ihrer Sippe. Er ist gewissermaßen ein toter Toter.

Viele Jahre später, als Magellans Kreuz längst verfault, zu Staub zerfallen und in alle Winde verstreut ist, wird Lafko, Taws Sohn und Lafkos Enkel, den ersten chilenischen Missionaren begegnen. Und als diese ihm von einem toten Gott erzählen, der ans Kreuz genagelt wurde und am dritten Tage wieder auferstand - zum Heil aller von Ayayema verfolgten Menschen, erwidert Lafko gleichgültig: "Den kenne ich. Der ist ein toter Toter." Und davon wird ihn nichts abbringen.


Dennoch ist Gott auf eine seltsame und schwer zu fassende Weise von der ersten bis zur letzten Seite des Romans präsent. Im Vorwort bemerkte Raspail:

Die katholische Mission auf der Dawson-Insel war einer der entscheidenden Gründe für den Untergang der Alakalufs. Sie glaubten an keinen guten und barmherzigen Gott, und dieser Gott hat sie dafür büßen lassen. Da es mir schwerfällt, das zuzugeben, habe ich mir eine andere Wendung ausgedacht: Gott ist nämlich eine der Personen dieses Romans.


Zu diesem Roman wäre noch vieles zu sagen; er ist über unzählige Motive und unterirdische Fäden mit dem Heerlager der Heiligen verknüpft. Raspails Gesamtwerk ist weitaus komplexer, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Wer seine Tiefenschichten erschließen will, wird nicht an Sie waren die ersten vorbeikommen. In jedem Fall straft dieses Buch das Klischee vom chauvinistischen, zur Empathie unfähigen "Rechten" Lügen. In diesem Sinne ist Raspail in der Tat alles andere als ein "Rassist"!

Raspail - 1952
Jean Raspail in Patagonien, 1952


Bilder: jeanraspail.free.fr.

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Kommentare (51)

Bernhard
05. August 2015 09:06
Susan Sontag hat geschrieben: "The white race is the cancer of human history".

Hier der Text im Zusammenhang:

"If America is the culmination of Western white civilization, as everyone from the Left to the Right declares, then there must be something terribly wrong with Western white civilization. This is a painful truth; few of us want to go that far. … The truth is that Mozart, Pascal, Boolean algebra, Shakespeare, parliamentary government, baroque churches, Newton, the emancipation of women, Kant, Marx, Balanchine ballets, et al., don't redeem what this particular civilization has wrought upon the world. The white race is the cancer of human history; it is the white race and it alone—its ideologies and inventions—which eradicates autonomous civilizations wherever it spreads, which has upset the ecological balance of the planet, which now threatens the very existence of life itself."

M.L.: Dasselbe hat übrigens auch Ludwig Klages paar Jahrzehnte vor Sontag geschrieben.

Tut mir leid - bei aller Kritik am Kolonialismus, Imperialismus usw. - sollte man bedenken, daß dieser Planet ohne die Weißen weitgehend immer noch im Dunkeln leben würde. Die falsche Verklärung der farbigen Völker resultiert aus dem Unterschätzen ihrer eigenen Unzulänglichkeiten und Begrenztheit. Wer von uns möchte wie diese Völker leben?

Von Rhodesien bis Jamaika sehen wir Beispiele, wie selbst nach Jahrzehnten bestimmte Menschengruppen ohne die Weißen nichts auf die Reihe bekommen.

Ein Wort noch zu Amerika: Es gibt Indizien, daß die präkolumbianische Geschichte nicht erst mit der Besiedlung durch Wikinger begonnen hat. Sicherlich gab es Weiße im Norden und möglicherweise auch Schwarze in der Mitte und im Süden vor den eingewanderten Asiaten. Haben die Feuerlandindianer sogar die Schwarzen, die vor ihnen da waren, vernichtet oder absorbiert? Da wird noch so manches zu entdecken sein.

Richtig ist, daß eine zivilisatorisch höher stehende Menschengruppe eine niedrigere verdrängen oder vernichten kann. Den umgekehrten Fall erleben wir heute bei uns.
M. M.
05. August 2015 09:57
> Sie kannten bezeichnenderweise keine Wörter für „Glück“
> oder „Schönheit“

Kleinigkeit: Die Wendung "Volk X kennt kein Wort für Y" (oder z.B. "Volk X kennt n Worte für Y" - Eskimos, Schnee) sorgt bei Linguisten stets für Sorgenfalten - stimmt meist nicht, ist aber literarisch brauchbar und beliebt. Dass Wort X in Sprache Y existiert, ist ggfls. leicht nachzuweisen, (der Forscher hat es gehört und aufgezeichnet) dass aber Wort X in Sprache Y des marginalen und im Zeitraum der Erforschung aussterbenden Volkes Z nicht existiert, ist als negativer Beweis nur schwer zu erbringen.
Nordlaender
05. August 2015 10:41
"M.L.: Dasselbe hat übrigens auch Ludwig Klages paar Jahrzehnte vor Sontag geschrieben."

"Der typische Mann ist mehr "Denker" als das typische Weib; so denken denn Frauen öfter an etwas als über etwas, Männer meist umgekehrt."
Ludwig Klages

Ob Klages Sontag als Ausnahmefrau gebührende Anerkennung gezollt hätte?
Glaube nicht, daß Sontag, die sich später für diese Äußerung entschuldigt hatte - bei den Krebspatienten - und 2004 an einer Krebserkrankung verstorben ist, selber in diese Anklage mit einbezogen hat.
Bei Klages dürften als Triebfeder überdehnte Romantik und die Instrumentalisierung ökologischer Besorgnis als nützliches Werkzeug zur Selbstgeißlung in Frage kommen.
d.n.
05. August 2015 10:44
Nebenbei: Wäre es nicht eine Überlegung wert, die vor Jahren bei Antaios erschienene Reihe von Gesprächsbänden mit Historikern (Weißmann, Nolte u.a.) in ähnlicher Form mit Schriftstellern fortzusetzen? Raspail - aber auch andere, zu denen Antaios offensichtlich guten Kontakt pflegt: etwa Bergel oder Richard Wagner - haben literarisch als auch politisch bemerkenswerte Werke geschrieben; der etablierte Literaturbetrieb lässt sie indes weitgehend rechts liegen - dabei hätten die Herren sicherlich Interessantes zu sagen, und jünger werden sie auch nicht...
Mathew Hern
05. August 2015 10:46
Ein faszinierender Schriftsteller. Ich bestelle das sobald ich in Deutschland bin. Danke!
Taurec
05. August 2015 10:56
Nicht zuletzt mag es zwar ein Wort für "Glück" geben, jedoch kann sich damit auf dem Grunde einer anderen Seelenverfaßtheit ein ganz anderes Empfinden verbinden.
Beispielsweise hatten auch die Römer ein Wort für "Raum" ("spatium"), wenngleich Spengler bei seinem Kulturvergleich nicht müde wird zu betonen, daß die antike Kultur ihrem Wesen nach völlige Raumverneinung war. Desgleichen gab es ein "ego", das aber nicht mit dem deutschen "Ich" mit seiner dynamischen Auflehnung gegen Gott und die Welt gleichzusetzen ist.
Sollte das Leben der Feuerlandindianer tatsächlich derart trist gewesen sein, wie hier angedeutet, könnte der Begriff für "Glück" durchaus ein flacheres Gefühlsspektrum erfaßt haben als das entsprechende Wort in unseren Gefilden. Der reine Sprachwissenschaftler zeichnet indes nur Wörter auf, ohne sich in die Seele einzufühlen, die sich in der jeweiligen Sprache ausdrückt.
Ein gebürtiger Hesse
05. August 2015 10:58
Sehr gute Ergänzung! Mit dieser Schilderung der Niedergangs-Erzählung eines außereuropäischen Ureinwohner-Volkes, die Raspail auf seine große Abendland-Dystopie folgen ließ, wird den Rassismus-Vorwerfern der Wind aus den Segeln genommen. Und Raspails Blick auf Kulturen, Menschen, Glauben und Welt erscheint in seiner ganzen Vielschichtigkeit.

Im Übrigen entkräftet die Lektüre des "Heerlagers" jene Vorwürfe bereits selbst. Noch in den allerhärtesten Passagen des Buches - man blättere etwa auf S. 140-141 -, die das "pflanzenartige" Leben jener Million Inder an Bord der Unglücksschiffe beschreiben, teilt sich keineswegs ein Ressentiment des Autors mit. Vielmehr steckt in allem, und noch in der abgründigsten Schwärze seiner Vision, eine seltsame Empathie und Anerkennung des menschlichen Getriebenseins (zum Leben, Überleben). Auch wenn sich einem beim Lesen die Haare sträuben, teilt sich in jener "Orgie aus Scheiße, Lust und Hoffnung" gerade da, wo es arg und abstoßend wird, eine Innigkeit des Draufblickens mit, die das Geschehen ins Weite öffnet, es nicht abschließt (was Sache des Ressentiments wäre). Etwas geradezu Zärtliches kommt einem beim Lesen solcher Passagen an. Eine gründliche Würdigung des Buches und seiner Verfahrensweisen hätte auf diesen Punkt einzugehen.
Arminius Arndt
05. August 2015 11:34
Mal wieder "der unvermeidliche weiße Mann" (Jack London, Titel einer lesenswerten Geschichte aus den "Südseegeschichten").

Als empathischer Mensch (Gruß an den Ex-Lindestraßendarsteller Till Schweiger) gehen mir solche Geschichten tatsächlich ans Gemüt - in meinem Kopf laufen dann als Soundtrack Lieder wie "Fall Apart" von Death in June. "Things Fall Apart" ist auch der Titel eines Romans von Achebe, in welchem der weiße Mann nicht so gut wegkommt (hat meiner Meinung nach garantiert nichts, aber auch gar nichts mit dem D.I.J. Song zu tun, außer der Titelähnlichkeit. Das Buch ist viel älter).

Ich fürchte, jetzt wird mir gleich kritisches Weißsein vorgeworfen ...

Aber ich denke, es hat früher zur den "Unvermeidlichkeiten" des weißen Mannes gehört, sich um all das einen ... zu kümmern. So wie es allen anderen "Farben" nach wie vor völlig egal ist, sich um Befindlichkeiten anderer zu kümmern (dem Afrikaner ist es auch völlig egal, ob er hier "erwünscht" ist oder nicht, von daher bedarf es auch keiner Willkommenskultur oder einer Ablehnung einer solchen - he just give a ... about it). Wann hat der weiße Mann seine entsprechende "Unschuld" verloren?
Teuerruh
05. August 2015 11:56
Toll, "M.M", daß Sie Abitur haben. Wenn Kommentator X seine Kommentare im Maße n verklausuliert, verhält sich das negativ reziprok zu der Aufnahmebereitschaft Y der Mitleser. (XKn = -Y).

Raspail scheint die Kulturen und Völker der Welt aus ihnen selbst heraus zu verstehen, bzw. hat er das ehrlich versucht, das unterscheidet ihn von rechten Chauvinisten auf der einen, aber auch linken Weltbeglückern auf der anderen Seite, die alle von den ihnen eigenen Prämissen ausgingen und ausgehen beim Blick auf das Andere.
Mr. Kurtz
05. August 2015 12:07
@Bernhard
Als Anhänger des "Biologismus" kann man nur immer wieder darauf hinweisen, daß es sich mit Kulturen ähnlich verhält wie mit Organismen: Ein Lebewesen, das keine "Selbstachtung", keinen Selbsterhaltungswillen besitzt, das unfähig ist, selbst existentielle Bedrohungen zu erkennen, ist in der Natur nicht vorgesehen - es hat keine Zukunft. (In diesem Sinne kann man darüber diskutieren, ob nicht die indianischen Kulturen "dekadent" waren, als sie den ankommenden Europäern zunächst die Hände schüttelten, anstatt....)
Die Hybris der "modernen" westlichen Kulturen besteht darin, daß sie in einer atemberaubenden Arroganz glaubt, sich darüber erheben zu können. Der westliche Selbsthass wird in der Welt zielsicher als das wahrgenommen, was er ist: Als Einladung einer niedergehenden, schwachen Kultur, sich an deren Restbeständen zu laben...
Rainer
05. August 2015 12:35
Sie kannten bezeichnenderweise keine Wörter für „Glück“ oder „Schönheit“, und die einzigen gottartigen Wesenheiten, an die sie glaubten, waren böse, feindselige Geister, wie „Ayayema“, der „seit Urzeiten die Kaweskars mit seinem Zorn verfolgt, ohne daß je eine barmherzige Gottheit in dieser endlosen Nacht erschienen wäre und einen schützenden Mantel um das Leben dieser Unglücklichen gebreitet hätte.“

Würde das umgekehrt nicht auch bedeuten, dass Völker, die nicht an einen gütigen, beschützenden Gott glauben, dazu verdammt sind, auszusterben? Möglicherweise ist das einer der Gründe für den demographischen Niedergang der Deutschen. Vielleicht ist solch ein Glaube auch nur ein Ausdruck eines Urvertrauens in die Zukunft, die uns fehlt. Im Moment ist leider nicht zu erkennen, woran sich so eine Zukunftshoffnung wieder aufrichten könnte.
Nordlaender
05. August 2015 12:44
@ Mr. Kurtz

"Der westliche Selbsthass wird in der Welt zielsicher als das wahrgenommen, was er ist: Als Einladung einer niedergehenden, schwachen Kultur, sich an deren Restbeständen zu laben…"

Als Schlechtmensch, der ein Gegner des Universalismus ist, finde ich es lehrreich, sich mit Konstruktivismus und Dekonstruktivismus zu befassen.
Wann immer mir eine Information dargeboten wird, z.B. das mächtige Mem über "unseren" historischen Umgang mit den Indianern, frage ich mich, welche Informationen der Informant dadurch geschickt verhüllen will.
Warum wird der Niedergang des weißen Ainu-Volkes in Japan nicht thematisiert? Oder der Riesenskandal, daß die damalige Clinton-Regierung in den VSA die Fundstätte des Kennewick-Mannes zügig zerstört hat?

Der Selbsthaß, die narzißtische Pflege des Sündenstolzes, das
Sich- Ergötzen an Weißer Schuld ("white guilt") kommt ja nicht von ungefähr. Wie weit ist die Epidemie des Pathologischen Altruismus ("pathalogical altruism") von außen induziert?

http://www.amren.com/features/2012/07/pathological-altruism/

Welchen Einfluß könnten hier z.B. die Filmstudios Hollywoods besitzen?
Alexey
05. August 2015 12:49
@Bernhard
Ich stimme Ihnen vollkommen zu. Es gibt keine wirkliche "Gleichheit" der Menschheit. Die Völker/Rassen sind gewissermaßen unterschiedlich voneinander, sowohl quantitativ, als auch qualitativ. Und das ist ganz normal. Ich glaube z. B., dass die Deutschen mehr geschaffen und erfunden haben als die Russen, obwohl ich selber Russe bin. Die Deutschen haben Russland sehr viel gegeben, sie haben sogar das Land ein paar Jahrhunderte regiert (!) (die Romanows nach Peter dem Ersten waren überwiegend deutscher bzw. germanischer Herkunft, jedoch ganz gut integriert in Russland, haha). Ich bin kein Selbsthasser, und das Schicksal der Weissen und besonders der (ethnischen) Deutschen ist mir nicht egal.
Nordlaender
05. August 2015 14:28
@ Arminius Arndt

"Ich fürchte, jetzt wird mir gleich kritisches Weißsein vorgeworfen …"

Bin nicht in Heuchelheim geboren und schweige(r) mich darüber aus.

"Wann hat der weiße Mann seine entsprechende „Unschuld“ verloren?"

http://www.amazon.de/Der-Antichrist-Versuch-Kritik-Christentums/dp/3458326472

Oder Max Stirner fragen. Vielleicht hat Nietzsche ja auch nur heimlich bei dem abgeschrieben?
Húrin Thalion
05. August 2015 15:33
"Christianisierung und Kolonisierung der außereuropäischen Volker sind in der Regel nur zwei Seiten einer Medaille."

Das ist ein wichtiges Thema, die letztlich auch Teil der ganzen Universalismusfrage ist, wie sie auch durch die IB aufgekommen ist. Auch von kirchlicher Seite gibt es hier viele Aspekte zu beachten, bspw. nach den Grenzen der Inkulturation.
Ebenfalls lassen sich viele historische Beispiele finden, an denen dieser Konflikt deutlich wird, z.B. die lateinamerikanischen "Jesuitenstaaten" (siehe auch der großartige Film "The Mission" mit de Niro und Irons).

Noch etwas: "Sie waren die ersten" klingt sehr spannend. Dürfen wir auf eine Neuauflage bei antaios oder gar Neuübersetzung durch Sie, Herr Lichtmesz, hoffen?

M.L.: Die alte Übersetzung von "Die waren die ersten" ist gut genug und antiquarisch ist das Buch leicht und billig erhältlich - und abgesehen vom "Heerlager" wollen wir uns lieber bisher unbekannten und unübersetzten Büchern von Raspail widmen, als nächstes kommt "Der Ring des Fischers", eine Art Komplementärstück zu "Sire", übersetzt von Joachim Volkmann.,
Henry Steyer
05. August 2015 15:38
Die Indianer Nordamerikas, viele Identitären interessieren sich für sie, waren auch unter sich nicht immer friedlich und dafür, dass die Weissen sie ausgerottet hätten, gibt es noch erstaunlich viele von deren Stämme. In seinem Reservat hat der Hauptling die vitale Entscheidung zu treffen, wer zum Stamm gehört oder nicht, also vor allen dingen wer genug vom Stammesblut hat. Unter der Obama Administration worden aber Gesetze erlassen, die sie dazu zwingen sollen, die Nachkommen von ihren ehemaligen schwarzen Sklaven aufzunehem. Die Frage ist nicht, was wären die Indianer, wenn der Weisse Man nicht da wäre, sondern wenn es an seiner stelle andere sind. Was ist, wenn er sich vom Antirassismus nicht befreien kann und gehen sollte?
Bernhard
05. August 2015 15:50
@ Alexey

Als Russe kennen Sie vielleicht das folgende Buch aus Rußland, das man hier nur wärmstens empfehlen kann:

http://www.amazon.de/Raciology-Vladimir-Avdeyev/dp/1257083422/ref=sr_1_1?s=books-intl-de&ie=UTF8&qid=1438781332&sr=1-1&keywords=Raciology

Die Bemühungen zur Verhinderung des Verschwindens der Weißen sind - wenn auch nur als Randerscheinung - weltweit zu beobachten. Vielleicht können wir Deutschland und Teile Europas nicht mehr retten, doch das Bewußtsein für eine völkerübergreifende, europäischstämmige Gemeinschaft ist zunehmend vorhanden. Das kann man von Red Ice Radio bis zu Counter Currents Publishing, von Arktos bis zum Occidental Quarterly sehen.

Ich persönlich fürchte, daß wir uns langsam auf die Errichtung von eigenen Refugien konzentrieren sollten, da selbst unter den Weißen die Mehrheit desinteressiert oder verblödet ist und die Hoffnung auf eine Wende im Bewußtsein der Masse kaum in Erfüllung gehen wird. Also konzentrieren wir unsere letzten Kräfte, in der Hoffnung, daß aus diesen Refugien wieder eine Reconquista möglich sein wird. Wie das gehen soll, darüber sollte jeder sich seine eigenen Gedanken machen. Weiss skizzierte in seinem "Die Intelligenz und ihre Feinde" Szenarien, die beachtenswert sind.

Jack Donovan ("The Way of Men") liefert hierzu auch konkrete Vorschläge, die auf der niedrigsten Ebene mit Internet-Vernetzungen beginnen und im Zusammenleben Gleichgesinnter ihre Vollendung finden können.
Hesperiolus
05. August 2015 15:55
Unvermeidlich eine Stelle bei Heidegger dazu: Die Verblendung wächst, so daß man auch nicht mehr zu sehen vermag, wie die Europäisierung des Menschen und der Erde alles Wesenhafte in seinen Quellen anzehrt. Es scheint, als sollten diese versiegen. Aus dem Gespräch nicht mit einem Feuerländer, sondern - in mancher Hinsicht zu dem hier Gesagten gradezu antipodisch - mit einem Japaner!

M.L.: Ja - unabhängig von all dem "White-Guilt"-Quatsch gibt es hier einiges, was man ernst nehmen und bedenken muß...
Siddharta
05. August 2015 16:07
Der induzierte Schuldkult sowie das christliche Erbe lassen Altruismus und Universalismus in Deutschland besser gedeihen als anderen Orts. Trotzdem koennte man anhand eines Gedankenspiels die Grenzen dieser Attribute versuchen einschaetzen. Nehmen wir an, in einem bestimmten Land verlange eine radikal-altruistische Ideologie, dass Vaeter und Muetter ihre elterliche Investitionen - vor allem Empathie sowie Ausgaben fuer die Ausbildung - nicht ihren eigenen Kindern zukommen lassen duerfen sondern den talentiertesten Sproesslingen des Landes. Gemaess Rushton ist ein rationales Mass an Altruismus an ein genetisches Verwandtschaftsverhaeltnis gebunden. Fazit: Am ehesten liesse sich diese Politik in einer Population realisieren, in welcher die Maenner sich ueber die Vaterschaft in hohem Masse unsicher sind. Mit dem Abnehmen des Pater-semper-Incertus sinkt die Bereitschaft diese Weltanschauung mitzutragen, mit Frauen ist sie ohnehin nicht machbar. Wenn man jetzt auch noch die universalistische Dimension miteinbezieht, also die Tatsache, dass die Maenner zu den fremden Frauen gar keinen Zugang haben, dann ist schnell klar, dass das nicht gut gehen wird.
Pommes
05. August 2015 17:53
Was für mich nur eine simple Feststellung war, nämlich daß die verschiedenen Rassen inkompatibel sind, wenn sie im selben Raum leben müssen, wurde vom Großteil meiner Zeitgenossen als Aufruf zum Rassenhaß und als Verbrechen gegen die Menschenwürde ausgelegt.


Hier ist der Kern der gesamten Problematik unserer Tage kurz und bündig ausformuliert worden. Solange dieser links-liberale Empörungs-Mechanismus nicht gebrochen wird, wird sich auch nichts zum Positiven ändern. Wir müssen uns immerzu vor Augen halten, dass der Verlust der Homogenität einer Nation auch gleichzeitig der Verlust des gesellschaftlichen Friedens ist. Diese Wahrheit müssen wir als Neu-Rechte quasi von allen Dächern schreien.
Mr. Kurtz
05. August 2015 18:09
@Siddharta
Auch, wenn es immer wieder gerne behauptet wird: Das christliche Erbe ist nicht verantwortlich, für den selbstzerstörerischen Altruismus unserer Zeit. Das christliche Erbe hat Jahrtausende lang einer Verteidigung des Eigenen nicht im Wege gestanden - ganz im Gegenteil. Die christlichen Gebote, auch die vielzitierte "Feindesliebe", sind dafür verantwortlich, daß ein möglichst aggressionsfreies Zusammenleben, soweit es die menschliche Natur überhaupt zulässt, innerhalb einer Gemeinschaft möglich ist. Wer dies mit anderen Regelsystemen dieser Welt, etwa der islamischen, vergleicht, wird die Vorteile für das alltägliche Zusammenleben schnell erkennen.
Der entscheidende Punkt ist der, daß es Solidarität nur mit Menschen (und Kulturen) geben kann, von denen Solidarität zu erwarten ist.
Der Gutmensch
05. August 2015 18:32
Die ganze Forschungsrichtung „kritisches Weißsein“ ist unwissenschaftlich, da sie das Ergebnis ihrer Untersuchungen sprachlich schon vorwegnimmt: Das „Weißsein“ ist also nicht untersuchungs- sondern vielmehr kritikwürdig; so, so! Soweit Weiße diese Disziplin betreiben wollen, kommt noch etwas Pathologisches dazu: Zu welchem „kritischen“ Ergebnis sollten sie denn hinsichtlich ihres „Weißseins“ eigentlich gelangen, wo sie auf diese ihre Eigenschaft nunmal keinen Einfluss nehmen können (Rachel Dolezal erbrachte den Beweis!) - Es ist das alte Problem, das hier schon heftig debattiert wurde: Kann/darf/sollte man seine Existenz als solche in Frage stellen lassen?

Die Antwort kann nur lauten: Will man geistig und seelisch gesund bleiben, hält man sich von derlei pseudowissenschaftlichen (weil konsequenzmacherischen) „Fragestellungen“ besser so fern wie möglich. (Hat sich Jack London, den ich übrigens früher mit Wonne gelesen habe, nicht auch umgebracht? Sowas kommt von sowas ... !) Wer sich beispielsweise mit der Kolonialgeschichte auseinandersetzt, bestellt ein ganz und gar anderes Feld.

Der Gutmensch.
cromagnon
05. August 2015 19:19
Sind nicht die weißen Völker nach wie vor überlegen? Wenn man sich den Zustand der Staatlichkeiten und Organisationen unter weißer oder "bunter" Führung anschaut, dann könnte man vermuten, daß die Weißen sich besser organisieren können. Und Organisation, also Zusammenarbeit und Disziplin, ist der Schlüssel zum Erfolg auch in ethnischen Konflikten.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die alltäglichen Bedrohungserfahrungen in der "bunten" Wirklichkeit auf die heranwachsende Generation in den europäischen Ländern auswirken wird. Wie werden sie ihre Kinder erziehen und was werden sie tun, wenn sie in die Entscheiderpositionen vorgedrungen sind?
Noch gebe ich Europa und seine Völker nicht verloren. Was haben diese in der Vergangenheit nicht alles überstanden und am Ende doch triumphiert.
Der Gutmensch
05. August 2015 19:52
@cromagnon

Wie werden sie ihre Kinder erziehen und was werden sie tun, wenn sie in die Entscheiderpositionen vorgedrungen sind?


Was wohl? http://www.gj-nds.de/aktuelles/nachrichten/nachricht/246-bums-seminar/

Ich sag ja - freie Entscheidung ...

Der Gutmensch.
Carl Sand
05. August 2015 20:11
Zunächst: Es geht nicht um Altruismus, Christentum oder Universalismus, sondern um eine geplante Vernichtung.

Zweitens: Zwischen Kahane, Gysi und Sonntag besteht eine Gemeinsamkeit. Trotz des äußeren Augenscheins fühlen sie sich nicht selbst den Weißen zugehörig.

Drittens: Die beswondere Affinität für dieses Mem mag besonderen historischen Umständen geschuldet sein ebenso wie einer gewissen Grundanlage zur Hybris bereits in der Gründungsreligion - die eben nicht mit dem Christentum identisch ist, bzw. dessen Grundlage.

Das anzunehmen wäre grundfalsch und könnte nur Calvinisten und anderen Puritanern passieren.

Das Christentum stellt(e) sogar eine Antithese dazu dar. Gott ist Dialektiker.

Fünftens:
Die Herkunft dieser Beispiele vermag nicht zu erklären, warum Merkel, Joschka Fischer, Hillary Clinton und David Rockefeller, die dieser Religions- und Volksgemeinschaft unstreitig nicht angehören, sich ebenfalls nicht mehr den Weißen zugehörig fühlen. Dafür aber dem Dunklen.

Der Teufel ist auch Dialektiker - aber diabolos - allverdreht.

P.S.

Naja, Herr Teuerruh, das war ja selbst für meine Verhältnisse vielleicht etwas garstig. Ich hoffe doch, dass wir zukünftig unser gemeinsames Talent zur galligen Formulierung eher in eklatanteren Fällen von Brdlingstum, Bummsfallarismus und herumheideggerndem Namedropping anwenden. Mich zumindest nervt das doch deutlich mehr als eine kleine Verformelung.
Arminius Arndt
05. August 2015 20:13
@Der Gutmensch

Ein Suizid wurde bei Jack London lange vermutet, aber es war wohl ein Nierenversagen, welches zu einer Urämie führte, was dann wiederum für das recht frühe Ableben sorgte - Das Ganze scheint aber wohl nach wie vor umstritten zu sein, von daher kann es auch Suizid gewesen sein. Die Story "Der unvermeidliche weiße Mann" ist übrigens keine frühe Form einer critical whiteness. Die Story wird aber wegen der häufigen Verwendung des N.- Wortes sicher nicht mehr gedruckt werden. Aber jetzt höre ich lieber auf, da es vom Thema sonst zu sehr abschweift.
Aristoteles
05. August 2015 20:22
Tolle Rezension.

Zwei Gründe sprechen im Hinblick auf uns,
die wir als Deutsche und Weiße um unser Überleben kämpfen,
nicht gegen eine Parteinahme für die Indianer,
die mittlerweile ein Randdasein in einer Art Tourismus-Zoo fristen:

1) Ähnlichkeit des Schicksals
2) politische Taktik durch Moral

Zu Punkt 1 muss wohl nicht mehr viel gesagt werden.

Zu Punkt 2:
a) Der westlich-christliche Kolonialismus hat eine moralische Schuld auf sich geladen. Inwieweit sich die Indianer vorher gegenseitig abgeschlachtet oder Menschenopfer dargebracht oder einfach als die 'Schwächeren' erwiesen haben, spielt dabei gar keine Rolle. Diese Schuld zu leugnen ist ebenso verkehrt wie sich in dieser Schuld bis zur Selbstaufgabe zu verzehren oder zu vernichten.

b) Auch die germanischen Heiden haben sich bereits vor dem Einzug des Christentums gegenseitig abgeschlachtet, wahrscheinlich (s. Tacitus) auch Menschenopfer dargebracht und sich (z.B. als Sachsen gegenüber den Franken) als schwächer erwiesen. (Übrigens gibt es auch heute noch viele Menschenpfer, nur eben ein einem anderen Sinn.)

c) Dass die germanischen Völker durch den christlichen Altruismus auf die Verliererstraße geraten sind, dagegen spricht z.B. das Tausendjährige Deutsche Reich ab Otto dem Großen. Es ist nur eine Auslegung, eine Missdeutung, ein Missbrauch des Christentums, der zur obigen einseitigen Beurteilung des Christentums führt.

d) Die moralisch-kulturelle Veränderung, die durch das Christentum stattgefunden hat ('der Tempel ist inwendig in uns', 'das ist das Blut' (der Wein, der Geist; kein Stier, kein Widder)) KANN mit dem Heidentum, mit den Völkern und ihren Riten auf einer gewissen Entwicklungsstufe und vielleicht sogar in neuen Formen in Einklang gebracht werden.

e) Die Errungenschaften, die das weiße Europa in die Welt gebracht hat, sind genauso wenig zu bestreiten, wie die Tatsache, dass es unter anderen Voraussetzungen, durch andere Entwicklungen vielleicht die Asiaten (oder Afrikaner?) gewesen wären, die den Kolonialismus nach Europa getragen hätten. Wir haben nach wie vor ein Recht auf Verteidigung.

f) Wer aber an die weiße Suprematie glaubt (so berechtigt sie sein mag), ohne - aufgrund der Geschichte - an Moral und Schuld (sic!) zu denken, der hat eine ganze kulturelle Entwicklungsstufe verpasst und bewegt sich wie ein Trampel. Das ändert zwar nichts daran, dass wir unbedingte Stärke zu zeigen haben, aber: Wer sich weiterhin in seinem esoterischen Weißsein-Starksein-Zirkel bewegt, ohne die Argumente der Gegner und der derzeitigen Humanitäts-Hegemonie aufzunehmen ('Recht für Minderheiten' [Indianer], 'Genozid' [an den Indianern], umzudrehen [Rechte der Friesen, Genozid an den Deutschen] und selbst anzuwenden, gewinnt nicht die Herzen der indifferenten und linken Fernsehgucker, sondern stößt sie nur weiter ab.

g) Wäre ich ein regenbogenfarbener Humanitäts-Hegemon und hätte ich die Schalthebel für die Migrations-Schleusen in der Hand und käme ich mal kurz auf den Gedanken, ob ich die (schuldigen) Weißen nicht vielleicht doch am Leben lassen soll, so würde ich mich abgestoßen fühlen durch dieses alte Herumreiten auf der überlegenen weißen Rasse. Geht's nicht vielleicht etwas differenzierter, subtiler, flexibler, schlauer?
Nordlaender
05. August 2015 20:39
@ Carl Sand

"Zwischen Kahane, Gysi und Sontag besteht eine Gemeinsamkeit. Trotz des äußeren Augenscheins fühlen sie sich nicht selbst den Weißen zugehörig."

Ein anderer springt allerdings keck aus dieser Reihe heraus:

http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article128754043/Wer-schuetzt-eigentlich-uns-alte-weisse-Maenner.html
Bernhard
05. August 2015 21:09
Für alle, die ein wenig mehr über den "unedlen" Anteil der Indianer wissen möchten empfehle ich das Buch des amerikanischen Historikers Thomas Goodrich:

http://www.amazon.de/Scalp-Dance-Indian-Warfare-1865-1879/dp/0811729079/ref=sr_1_sc_1?s=books-intl-de&ie=UTF8&qid=1438801617&sr=1-1-spell&keywords=Scalpdance+thomas+goodrich

Wer Karl Mays Indianerbild internalisiert hat, sollte davon allerdings unbedingt die Finger lassen und sich seine kindlich-jugendliche Traumwelt bewahren.

M.L.: Lesen Sie eigentlich etwas anderes auch, als die via Counter-Currents etc. propagierten Titel?
Carl Sand
05. August 2015 21:14
@Nordländer

Ne, is klar...

"Europa wird anders werden, und das ist die einzige Chance, die es überhaupt noch hat: sich mit den Leuten, die es eigentlich gar nicht haben will, zu revitalisieren. Die Frage ist nur, ob es sein politisches System aufgeben will. Ich würde gerne das weisse Europa aufgeben, aber ich würde ungern das "demokratische" (Hinzufügung von mir) Europa aufgeben".

http://www.hagalil.com/archiv/2006/07/europa.htm
Kiki
05. August 2015 21:24
Ein kleine Stichelei gegen die hier versammelten Christianisierungsverächter nehme ich mir als kleine Abschweifung heraus:

Wenn man sich das demographische Gesicht beider Amerikas heute so anschaut, dann muß selbst der debilste Hauptstromkonsument erkennen, daß die "Ausrottungspolitik" der Spanier irgendwie nicht besonders erfolgreich oder gründlich war (einige Länder in Lateinamerika sind heute größtenteils von Ureinwohnern bewohnt) - ganz im Unterschied zu den blitzsauberen Angelsachsen.
Auch haben die angeblich Zwangsbekehrten unter der neuen Religion nicht so bitter gelitten wie manch ein Kritiker hier es gerne hätte; wie sonst ließen sich solche Phänomene wie die Cristerosaufstände (gugeln Sie bei Interesse selbst) erklären? Von oben gewaltsam aufgedrückte Religionen haben nicht solche Kämpfe, sondern eine Erosion wegen Desinteresse der Zwangsbeglückten zur Folge wie man sie am Protestantismus in seinem Stammgebieten beobachten kann.

Dann ist es auch so, daß christliche Missionare in der Neuzeit nicht sso sehr von bösen Heidenvölkern an ihrem Werk gehindert wurden, sondern vielmehr und oft auch ganz offiziell von den kolonialherrlichen Behörden selbst. Man kannn nun einmal Christen im christlich beeinflußten Teil Welt nicht so problemlos als Sklave verkaufen wie animistische Beutestücke (in den mohammedanischen Welt klappt derartiges zwar bis heute, aber dieser Absatzmarkt ist wohl nicht groß genug).

Wahrscheinlich haben die Sklavenhändlergilden Lehren aus dem Mittelalter gezogen. Damals hat ihnen der Deutsche Orden mit der Christianisierung diverser Völkerschaften im Osten ein wichtiges "Erntegebiet" verdorben (der halt die byzantischischen Missionare noch weiter östlich). Die christliche Missionierung des europäischen Ostens hatte also verheerende Folgen für die Handeltreibenden mit der Ware Mensch; dieses Geschäft sollte ihnen in der Neuzeit kein Papst oder Patriarch mehr versauen.
Frenchman
05. August 2015 21:33
„Unter den Kulturlosen geht die Rede von der Gleichwertigkeit der Kulturen.“
Michael Klonovsky
Waldgänger (e.B.) aus Schwaben
05. August 2015 22:08
@Kiki

Sind Sie kiki de montparnasse aus kreuz.net?

Zum Thema:
Hier fehlt der europäische Bezug. Einige Völker, Ungarn, Tschechien, Polen. eigentlich alle, sie den Kommunismus live erlebten (Mitteldeutschland auch!) leisten Widerstand.
Das sollte mal heraus gearbeitet werden.
Kaliyuga
05. August 2015 22:27
Vielen Dank, Herr Lichtmesz, daß Sie Ihre Leser teilhaben lassen an den Fahrten des Herrn Raspail.

Die Entfernungen auf dieser nach Milliarden Jahren zählenden Erdkugel schrumpfen in ihrer allerjüngsten Geschichte plötzlich wie Chagrinleder; machtvolles Vehikel der Weiße; als Mann, höchst erfolgreicher, den Dämon moderner, alles und jedes egalisierender Technik ent-deckend und zum Rasen bringend. Die damit einhergehende Tragik eigener Entstellung und Entmachtung. Der Mensch nun so verwoben mit den eigentümlichen Konstruktionen seines technischen Schaffens und Machtens, daß er ihren subtilen Vernichtungscharakter nicht einmal mehr wahrnimmt. Und wo er es tut, erscheint er machtlos.

Die Vernichtung wird insgeheim gerade dort offenbar, wo sie am meisten verdrängt wird: Nicht umsonst bedarf es der Betäubung, um den Muttermund mit Gewalt aufzudehnen, einen Schlauch in die Gebärmutter einzuführen und das im Leib heranwachsende Kind in Stücke reißend abzusaugen. Millionenfach geschehend unter den fortgeschrittenen Weißen, jedes Jahr, seit langen Jahren, in den meisten Fällen ohne Not. Jean Raspail „bekümmert …., dass (die weiße Welt) sich nicht verteidigt“. Nein, sie saugt sich selbst ab. Gewissen vorausgesetzt, ist eine enorme Kompensationsleistung zur Verdrängung erforderlich.

Wie wollte dort selbst „ein Gott [noch] helfen“, wo der Mensch als Geschöpf sich zuinnerst gegen ihn wendet? Buße und Umkehr dagegen wären zur Heilung nötig und zweifellos und gnadenreich wirksam. Wer kann sie noch erbringen? Es kann, wer will. Der Mensch ist frei. Ihm wird zuteil, was er erwählt.
Arminius Arndt
05. August 2015 22:34
@Kiki

ich rate zur Lektüre von Carl Schmitts "Der Nomos der Erde", darin ist ein ganzes, umfangreiches Kapitel zum Thema "Die Landnahme einer neuen Welt". Der Missionsauftrag war nach bspw. spanischer Auffassung wesentliche Grundlage für die "Landnahme" in der neuen Welt. Auch das die Einwohner der neuen Gebiete "Menschen" waren und keine genuinen Sklaven, war unter den christlichen Europäern absolut unstreitig (noch Aristoteles hat den Status der "Barbaren" hier anders gesehen. Für ihn waren Barbaren quasi Sklaven, die man nur in Besitz nehmen musste).

Völlig unabhängig davon ist das genannte Werk ein "Muss" konservativer/rechter Bildung, welches ich jedem, der es noch nicht gelesen hat, sehr ans Herz legen möchte (gibts sogar online - ist dann aber nicht so schön lesbar).

kommentar kubitschek:
gibts hier, sehr schön lesbar. und: in der tat ein "muß"!
Kaliyuga
05. August 2015 23:09
Selbst das zunächst harte Wort der „Imperialistische[n] Seite“ des Christentums, Herr Lichtmesz, führt bei näherer Betrachtung in wohl unauslotbare Tiefen, in denen sich unter nun nicht mehr gekannter, vom „Sachverwalter“ entfachter Glut das „-istisch“ und der „-ismus“ wie selbstverständlich in ein Metaphysisches wandeln. Es steht und fällt mit der Geistbegabung des Missionierenden. Denken Sie an den in der Ostkirche zuweilen als „verrückt“ bezeichneten Hl. Franz von Assisi, der in größter Leichtigkeit, kraft seiner Inspiration, im Orient nicht nur eine ihn versuchende Hure, sondern auch den Sultan von Bagdad bekehrt hat.
Waldgänger (e.B.) aus Schwaben
05. August 2015 23:16
Reif sind, in Feuer getaucht, gekochet
Die Frucht und auf der Erde geprüfet und ein Gesetz ist,
Daß alles hineingeht, Schlangen gleich,
Prophetisch, träumend auf
Den Hügeln des Himmels.
...
Und immer
Ins Ungebundne gehet eine Sehnsucht. Vieles aber ist
Zu behalten.


(Hölderlin, Mnemosyne)

Was an unserer Kultur bewahrenswert ist, wird im Ekel und Elend der Zeit geläutert, wie Gold im Feuer.
Andreas Walter
06. August 2015 00:06
Selbst wenn man Rassist ist sagt dies doch noch nicht alles über den Menschen, und das kann man sogar auf zwei Arten richtig verstehen.

Ich habe mir gestern und heute zum Beispiel diesen Film angesehen, weil mich auch die Anthropologie und Soziologie schon seit Kindesbeinen an fasziniert wie auch die Berichte der Forschungsreisenden aller Epochen.

Filtert man geistig die versteckte politische Propaganda im Film und des Films heraus, wird er dadurch sogar noch interessanter wenn man dabei auch an bestimmte Dörfer im Erzgebirge denkt. Leider nur in Englisch:

https://www.youtube.com/watch?v=Tq0kWs1q3hI

Das alle Menschen und Kulturen, Religionen, aber eben auch Hautfarben, Haarfarben, Augenfarben, Körperbau und Gesichtszüge und -morphologie gleich sind kann mir keiner erzählen. Natürlich sehe ich gleichzeitig auch die Verbindung, die Ähnlichkeit, das, was allen Menschen gemein ist, doch diese Gemeinsamkeit existiert vor allem sowohl im ganz "Hohen" wie auch im ganz "Niedrigen". Auf der Zell-Ebene, teilweise auch auf der Körper- und "Tier"-Ebene wie aber auch auf der metaphysischen geistigen Ebene. Also eher in den Extremen, sehr persönlichen Bereichen menschlicher Existenz. Ist mir auch erst heute bewusst geworden. Doch es ist eben der alltägliche Bereich dazwischen, der die zwischenmenschlichen Probleme bringt, in dem die grössten Unterschiede unter den Menschen existieren.

Das mit Gewalt ausmerzen zu wollen ist totalitär, kann wenn nur freiwillig erfolgen und braucht selbst dann Zeit, wenn man das überhaupt möchte. Ich finde es nämlich total Klasse, dass die Menschen sehr unterschiedlich aussehen und ich teilweise sogar erkennen kann, aus welcher Region sie kommen, nicht nur von welchem Kontinent. Doch das hat auch etwas mit Wissen und Erfahrung zu tun, mit Bildung, die eben auch unterschiedlich bei Menschen ist. Ähnliche Bildung und Kultur, Sprache braucht man aber, um sich zu verstehen, auch um sich gut zu verstehen, dass weiß jedes Eheanbahnungsinstitut. Ich sehe daher keinen Vorteil für fast niemand, Menschen mit Gewalt zusammenzubringen, die sich nicht verstehen.

Es sei denn für solche, die bewusst Konflikte schüren wollen, bewusst Dekonstruktivismus Betreiben, mit welcher Absicht auch immer.
Westpreuße
06. August 2015 00:18
Ist Jean Raspail denn nicht besonders stark in seiner Aussage, sofern er in
"Bildern denkt"? Nur ein scheinbarer Widerspruch: In Bildern denken...

Unser Leben besteht aus vergessenen Erinnerungen:
Aber die Bilder bleiben haften.
Und die Bilder erinnern uns, erfreuen uns, mahnen uns...

An einem Bild gezeigt:

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/ca/Bromberg_Wappen.png

Und warum ist es ein starkes Bild?
Es ist das Motiv des halb geöffneten Burgtores. Des Stadttores. Ist im Thorner Stadtwappen ebenfalls zu finden. Und an anderen Orten, wo der
"Deutsche Orden" ein freies Bürger- und Bauerntum in sein Recht setzte.
Im Rahmen der damaligen Denk- und Glaubensvorstellungen. Wie denn sonst. Aber immerhin...

Heute, so scheint es mir, sind die Stadttore in unserem Lande nicht halb geschlossen und halb geöffnet, sondern die Tore sind aus den Angeln gehoben worden...
Von den Bürgern selbst. Teilweise. Und den Antreibern,
die da rufen und grölen:
Macht alles auf. Flutet das Land...
In diesen Zeiten der Entscheidung !

Patriotische Grüße aus Thorn an der Weichsel
Faber
06. August 2015 05:03
Martin Lichtmesz schrieb:
"Deutlich wird auch Raspails offenbar ziemlich ambivalente Haltung zur christlichen Religion: im `Heerlager' attackiert der dezidiert vorkonziliare Katholik Raspail besonders heftig die vom progressiven Virus befallenen Kirchen. Deren hypermoralistische, übertrieben erweiterte Mitleidsethik hat in seinen Augen wesentlich zur Aushöhlung des abendländischen Selbstbehauptungswillens beigetragen."

Es würde mich interessieren, Herr Lichtmesz, wie Sie den Vorwurf einer "ambivalenten Haltung zur christlichen Religion" gegenüber diesem "vorkonziliaren Katholiken" Raspail begründen.

M.L.: Sowohl im "Heerlager" als auch in "Sie waren die ersten" wird das (katholische) Christentum eher negativ und zerstörerisch geschildert. Trotzdem bekennt sich Raspail ausdrücklich dazu. Das ist ambivalent. Was muß ich da noch groß "begründen"?

Raspail erhellt die "Tragödie der Alakalufs", die aus selbstverständlich nur erahnbaren Gründen nicht in der Lage sind, das erlösende Leiden Christi auch nur im Ansatz zur Kenntnis zu nehmen. Ihre eigene Grausamkeit, womöglich gar Dämonenunterworfenheit, erweckt weniger Schrecken als Mitleid. Mitleid aus dem Blickwinkel des modernen Menschen, nicht aber Mitleid aus dem Blickwinkel des Konzils von Trient.

Tatsächlich lehren die nach(räuber)konziliaren "Katholiken", sowie natürlich diverse vorkonziliare U-Boote, sowie auch etwa ein Marcel Lefebvre eine "übertrieben erweiterte Mitleidsethik". Ein nicht-Christ könne ohne Taufe, per Begierdetaufe, per impliziter Begierdetaufe, ohne Glaube, per implizitem Votum für den Glauben, in unüberwindbarer Unkenntnis, als Rahnerscher anonymer Christ etc. pp. gerettet werden. Ist nicht das die "übertrieben erweiterte Mitleidsethik", von der Raspail spricht?

M.L.: Nein, das ist etwas völlig anderes. Lesen Sie die beiden Bücher, und die Sache wird klarer.

Falls dem so sein mag, wäre seine Haltung keineswegs als "ambivalente Haltung zur christlichen Religion" zu bezeichnen. Denn das Magisterium der Kirche hat solches nie gelehrt (jedenfalls nicht aus vorkonziliarer Perspektive).


Wenn laut Hölderlin in der Gefahr Rettung wächst, dann wachsen in der Hölle die Autobahnen, die mit Bischofsschädeln gepflastert sind, in der gleichen Geschwindigkeit, in der die "Die Hölle ist leer"-These Anerkennung findet. Und wenn die Hölle leer ist, gibt es auch keinen abendländischen Selbstbehauptungswillen, gibt es keine Reconquista.

M.L.: Das verstehe ich nicht.
Faber
06. August 2015 05:15
P.S.: Mit konziliar, vorkonzilar, nachkonziliar, räuberkonziliar ist immer das Zweite Vatikanische Konzil gemeint, sofern nicht explizit anders angegeben.
Monika
06. August 2015 07:06
Den Christianisierungsverächtern und Universalismusgegern sei entgegengehalten :
Christliche Frömmigkeit und "Überlebenswille" schließen sich nicht aus . Der Anthropologe Paul Radin schrieb über die Pilgerväter:
" Erst fielen sie auf die Knie, dann fielen sie über die Eingeborenen her":
http://www.krieg-info.eu/geschichte-der-usa/item/ausloeschung-powhattans-und-pequots.html
Das muß nicht gut finden.
Aber etwas Missionierung der ankommenden Muslime durch die christlichen Kirchen wäre schon eine hehre Aufgabe.
Wer hat's erfunden ? Die Schweizer.
rautenklause
06. August 2015 10:21
@ Bernhard Mittwoch, 5. August 2015, 21:09:

Sie können auch problemlos auf deutschsprachige Literatur zurückgreifen:

Stephan Maninger: Die verlorene Wildnis: Die Eroberung des amerikanischen Nordostens im 17. Jahrhundert.

Und da gleich eine Frage an den Verlag: Könnte man die beiden in der Reihe Ordo inter nationes der UniBw München erschienenen Texte nicht überarbeitet nachdrucken? Wäre in meinen Augen lohnend, gerade der Kosovoaufsatz ...
Nordlaender
06. August 2015 10:25
@ Andreas Walter

"Ich sehe daher keinen Vorteil für fast niemand, Menschen mit Gewalt zusammenzubringen, die sich nicht verstehen."

Zum einen bietet Segregation - wie z.B. die Wand zwischen den einzelnen Wohnungen eines Mietshauses - die besten Optionen für den Frieden, zum anderen kann man bestimmte Einzelpersonen und auch ganze Gruppen, wie z.B. Völker oder Stämme (z.B. Panker, Tekkno-Begeisterte, Fußballnarren) durchaus schätzen, von deren Andersartigkeit angetan sein UND zugleich wissen, das man auf einen räumlichen Abstand zu diesen nicht verzichten kann.

Gerade weil es in der Verpackung eben nicht enthalten ist, steht es ja auf dieser drauf: BUNTE Vielfalt. Die Huren in der Großen Kathedrale des Erlösers in Moskau, der Panker als selbsternannter "Journalist" eines Wahrheitsmediums, die Infantin (Juhu!-Theresa Reintke) im EU-Parlament), keine RECHTE Zeit soll es mehr geben, wann etwas an welchem Ort seinen Platz hat.

Nur ein Traum, ich wünschte mir, die Gründung eines riesengroßen BUNT-Staates, man kaufte z.B. die Hälfte des extrem dünnbesiedelten Kasachstans, wo sich alle Eine-Welt beseelten Feinde der bunten Vielfalt zwecks Vermischung aller Gegensätze, der Generationen, der Geschlechter und der Völker, zum Neuen Menschen vereinen könnten. Gauckianer und Flüchtlinge aus Somalia, christlich-demokratische Merkelanten und Zigeuner, Soros-Anhänger und Abenteurer, die aus Syrien, dem Libanon oder Tunesien stammen.
Sollte dieses auf Freiwilligkeit basierende Experiment erfolgreich sein, könnte andere Länder ihm ja später folgen.

@ Aristoteles

"Es ist nur eine Auslegung, eine Missdeutung, ein Missbrauch des Christentums, der zur obigen einseitigen Beurteilung des Christentums führt."

Nach wie vor knabbere ich an der christlichen Übernächstenliebe. Nur mal ein Gedanke zu der umfangreichen Thematik: Jede weltanschauliche Gruppe - auch ein universalistisch gestimmter Humanistenverein - befördert ein Wir, das die Nichtmitglieder ausgrenzt.
Schon diese Stiftung von Gruppenzugehörigkeit wird damals der Reconquista sehr dienlich gewesen sein.
Arminius Arndt
06. August 2015 10:46
Monika,

ihr erster link zitiert ausgerechnet den pathologischen und notorischen Kirchenhasser Deschner und dann weiß man ja auch, welche Richtung verfolgt wird.

Zum Thema allgemein:

Ich bin der Meinung, dass man aus heutiger Sicht die Dinge durchaus anders interpretieren sollte. Wir sind alle viel zu sehr der Darstellung aufgesessen, dass der "weiße Mann" die Welt brutal erobert, kolonialisiert und ausgeplündert haben soll und dabei auch die Einheimischen entweder ausgerottet oder versklavt haben soll.

Vom christlichen Standpunkt des 15 und 16. Jahrhunderts war es hingegen ein Segen für den heidnischen, barbarischen Teil der Welt, dass sie über den weißen Mann die frohe Botschaft überhaupt erst erfahren konnten und so dem Fluch der Erbsünde entfliehen konnten und ihnen die Erlösung durch Christi damit zuteil werden konnte.

Auch der Kolonialismus war vielfach mit dem positiver Wunsch verbunden, die dortigen Länder mitsamt den Einwohnern auf einen höheren Entwicklungsstand zu bringen, viele Länder profitieren noch heute von den Infrastrukturen, die durch den Kolonialismus etabliert wurden. Was das Thema Nordamerika angeht, so ist es bezeichnend, dass viele Indianer gerade auf Seiten der englischen Krone, also für den Kolonialisten gekämpft haben und gegen die Siedler, die sich der Kontrolle durch das Mutterland entziehen wollten. Im zweiten Krieg der USA gegen Britannien (hier: Kanada) haben bspw. Indianer erheblich mit dafür gesorgt, dass Kanada nicht Teil der USA wurde. Ein weites Feld also ...

Um es zusammenzufassen: Man meinte es überwiegend "gut" mit den "armen, wilden Heiden". Diese Auffassung war bis tief ins 20. Jahrhundert verbreitet. Ich erinnere mich z.B. noch sehr gut an den Besuch eines Missionars an unserer Schule, der von seiner Arbeit in Neu-Guinea berichtete und mit positiver Ausstrahlung und Begeisterung davon erzählte, wie richtig und wichtig diese Missionsarbeit sei und das damit auch wieder viele Seelen für Gott gewonnen werden.

Die ganze Landnahme und Kolonialgeschichte lässt sich als durchaus auch als Variante eines expansiven Gutmenschentums lesen. Genau dieses Gutmenschentum existiert ja heute auch noch und meint, man könne die Migranten "integrieren", sie bilden, um sie so quasi "höher" zu entwickeln und so in unserem Land an den Segnungen unseres Wohlstandes teilhaben zu lassen. Eigentlich ist jeder Integrations- und Sprachlehrgang unter diesem Aspekt als rassistisch und kolonialistisch zu bewerten, da wir unsere Zivilisation den anderen aufdrücken wollen.

Die Migrationsbefürworter, allen voran die kirchlichen und die der sog. Wirtschaftsverbände betreiben damit eine neue Form des Kolonialismus, nur eben einen nach innen gekehrten oder invasiven Kolonialismus im Gegensatz zum expansiven der Vorzeit.

Migration ist Sklaverei 2.0, nur dass eben keine Schiffe mehr direkt vor Ort in Afrika anlegen müssen, um sich von arabischen Sklavenhändlern die Ladungsräume voll machen zu lassen. Jetzt bringen die arabischen Sklavenhändler die Sklaven eben selber via Nussschalen zu uns.

Dies einmal nur zum weiteren Nachdenken und ohne Vorbehalt, dass diese Überlegungen nun zu hundertprozent "ausgegoren" sind.
Christian
06. August 2015 13:41
Da kann die Gutmenschenmafia heulen soviel sie will, Jean Raspails Roman "Das Heerlager der Heiligen" ist aufklärend, aber nicht rassistisch, das erfährt man spätestens, wenn die schwarze Masse an der französischen Küste gelandet ist und sich wie eine Walze alles niedermacht was sich ihnen in den Weg stellt. Dabei wird ausdrücklich betont, das jene die auf die Ankunft dieser Masse warteten, nicht niedergetreten wurden weil sie weiss waren, sondern, weil sie einfach im Weg standen.(Toleranzapostel mussten zuerst dran glauben) Damit zeigt schon Raspail auf, dass es ihm nicht um eine einseitige rassische Verklärung geht, sondern um eine Warnung und Erklärung vor falschverstandene Toleranz und Glugläubigkeit.
Aristoteles
06. August 2015 13:57
@Nordlaender

"die Gründung eines riesengroßen BUNT-Staates"

Warum nicht alle Bunten in die USA stopfen?
Sezessionistische Südstaatler sind indes bei uns herzlich willkommen.


"Nach wie vor knabbere ich an der christlichen Übernächstenliebe."

Selbst wenn Christus nichts weiter wäre als ein riesiger Propaganda-Coup ...
(was ich nicht glaube; doch hat man aus dem Menschen Christus bereits mit den ersten Texten sehr wohl auch Literatur gemacht),
... dann ist dieser gleichwohl epochal
(man denke an die platonischen Weltjahre 'Stier-', 'Widder-' und eben das 'Fische'-Zeitalter).
Mit Christus findet eine Individualisierung, Subjektivierung, Vergeistigung statt. Gesetz und Ritus erhalten eine Ausdehnung (Logos, Licht, Liebe).
Aussagen wie ...:
"Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen. Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf es weg!"
... sind Hyperbeln ("Über-"). Althergebrachte, formal versteifte Werte werden umgewertet; das Alte wird aufgebrochen, aber nicht abgeschafft.

Der jüdische Befreiungskampf gegen Besatzer, Fremde, Hellenisierung, Romanisierung wendet sich nach vielen Enttäuschungen und Niederlagen (der Messias kam nicht) nach innen (vgl. auch zwölf Jünger statt zwölf Stämme).
Hierzu sehr lesenswert der ketzerische Hans Blüher: 'Die Aristie des Jesus von Nazareth' (https://archive.org/stream/diearistiedesje00blgoog#page/n7/mode/2up).

M.L.: Das ist eines der faszinierendsten Bücher, die ich je gelesen habe!

V.a. das letzte Kapitel über den Apostel Paulus ist spannend. Auch das Kapitel über die Bergpredigt (--><-- Sinai) dürfte Sie interessieren (Feindesliebe).

Uns Deutschen ist viel aufgetragen.
Wir haben nur vergessen, dass wir es tun müssen.
Westpreuße
06. August 2015 14:20
@ Bernhard,
Dank und Gruß...

Ja, wir wissen, welche Geschichte Thorn hat.
Sie und ich und etliche andere auch noch.

Ich gehe einfach mal Ihre Sätze entlang. Nach Sinnschritten...
Anspruch auf Vollständigkeit oder gar besseres Wissen erhebe ich nicht.

Sie setzen Wegmarken:
Jahrhundertelanger Niedergang, dann das katastrophale Ende 1945.
Wie wahr. Aber es gab auch einen Anfang und Aufstieg. Die "Ostkolonisation"...

Die Stadtgeschichte Thorns ist nur bedingt mit den Zuständen im heutigen Restdeutschland zu vergleichen. Deutsche und Polen, Polen und Deutsche haben im Osten über Jahrhunderte weitgehend friedlich - schiedlich zusammengelebt...

Zumal die scharfe, trennende Nationalsicht weitgehend erst im 19. Jahrhundert entstand. Dann allerdings mit üblen Folgen für alle Beteiligten.
Die große Politik brachte das Unglück ins Haus...wie heute...

Das von Ihnen erwähnte Thorner Blutgericht:
Fatal ist nur, daß der unmittelbare Verursacher Sachsens Kurfürst August der Starke war. Um die polnische Königskrone zu erlangen, trat er zum Katholizismus über. Er unterstützte gegenreformatorische Bemühungen im lutherischen Thorn. Und als der ehemaliger Bürgermeister und etliche andere sich weigerten, zum Katholizismus zurückzukehren, wurden sie hingerichtet...
Auf Geheiß des sächsischen Kurfürsten, in Personalunion polnischer König.
Es war ihm die Sache wert...

Zu den von Ihnen erwähnten Orientalen und Schwarzafrikanern:
Es wird schlimm werden, denke ich, gelegentlich einer Machtübernahme.
Aber noch ist es nicht soweit. Renegaten, Abweichler, Abtrünnige allerorten...

Ich habe mich mit den Polen arrangiert. Und es gefällt mir außerordentlich,
daß ich die Zumutungen und Mißstände, die unsere Regierung uns zumutet, dort nicht sehe. Nicht erlebe...
Dafür andere...

Und manchmal, in gefühls- und gedankenschweren Tagen, denke ich:
In 30 Jahren, in vierzig Jahren, sollte Mitteldeutschland mit den Polen zusammengehen. Westdeutschland muß dann leider draußen bleiben...

Einen der von Ihnen genannten Schriftsteller kenne ich.

Gebrüder Grimm, Die Bremer Stadtmusikanten:
"Etwas Besseres als den Tod findest du überall..."

Patriotische Grüße aus Thorn an der Weichsel
Hartwig
06. August 2015 15:52
Sind nicht die weißen Völker nach wie vor überlegen?


Natürlich sind sie das!
Der Welthegemon ist weiß dominiert. Die (ehemaligen) Kolonialmächte sind weiß. Die Atommächte sind weiß.
Wo auch immer heute Weiße Krieg führen, so tun sie das im Ausland, zumeist in nichtweißen Gebieten.
Sie kontrollieren die Resourcen, sie kontrollieren die Finanzen, sie kontrollieren die Informationen. Und wenn sie nicht weiß sind, so sind sie zumindest hell (Chinesen, Japaner, Koreaner ..., hell an Haut und hell im Geist).
Die Probleme, die wir Europäer mit Islamisierung, arabischer und schwarzer Einwanderung etc. haben, sind das Ergebnis des Wirkens von Weißen! Darauf kann man nicht genug verweisen. Andere würden das gar nicht hinkriegen, uns solche Probleme zu bereiten.
Und genau das macht die Sache schwierig. Wir haben es mit weißen Gegnern zu tun - ergo, mit starken Gegnern.
Martin Lichtmesz
06. August 2015 16:11
Badeschluß, Karawane zieht weiter!

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