Sezession
17. August 2015

Tarnt Euch! Gut!

Ellen Kositza / 100 Kommentare

„Daran, daß dem Bürger selbst jetzt nicht der Kragen platzt, sieht man, daß er casual genug gekleidet ist. Da ist Platz genug für einen mächtig 'dicken Hals'. Diese Art Kragenformen platzen nie.“ Sag ich.
Einwand von X: „Oh doch! Es gärt gewaltig. Wart nur ab. Das wird ein heißer Herbst. Aber noch ist Deckung angesagt. Bis es wirklich alle merken!“

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

Ich: „Abwarten, na klar. Wie schon seit ein paar Jahrzehnten. Immer dasselbe. Diese Hoffnung: Bald ist der Zenit überschritten. Bald kapiert’s auch der letzte. Bald…“

Immer ist „bald“. Immer ist die Apokalypse nah. Und der Zeitpunkt, aus der Deckung zu treten. X begreift nicht, daß er der wahre Verhinderer ist. Nicht er persönlich. Denn X ist Viele. X hat Angst: erstens, daß es „noch schlimmer“ wird; zweitens davor, aus der Reihe zu tanzen.

Dabei fühlt X sich bereits als Widerständler. Beweise:

  • a) er hat die ZEIT längst abbestellt, den SPIEGEL auch;
  • b) er kauft regional statt international, Kraft-Ketchup kommt ihm nicht in die Tüte;
  • c) er hat sich nie einreihen lassen in proasyl-Menschenketten, in Unterschriftenlisten für linke Umtriebe etc.;
  • d) er hält CDU/SPD/FDP schon seit längerem für unwählbar;
  • e) er hat sorgfältig betrieben, daß sein Kind nicht auf die multikulturelle Schule vor Ort, sondern an einem gehobeneren Ort unterrichtet werden kann;
  • f) er grüßt Frl. Y von der Kreis-Linken ganz bewußt nicht mehr, hat hingegen Herrn Z von der AfD neulich überdeutlich und mit einem offenen Lächeln zugenickt;
  • g) er hat in der Volleyballgruppe jüngst vorgeschlagen, das monatliche Abendtreffen nicht beim Türken/Chinesen/Inder/Thailänder, sondern im „Goldenen Anker“ zu veranstalten;
  • h) er hat in einem persönlichen Gespräch mit dem Leiter der örtlichen Volksbank durchaus zu verstehen gegeben, daß er die derzeitige Asylpolitik als Asylirrsinn versteht,
  • i) er gibt neuerdings im Internetforum XYZ unter dem vielsagenden Nickname euchgehtsvielzugut ordentlich Zunder. Dort erhält er durchaus heftigen Gegenwind, aber: Er steht seinen Mann!
  • j) hat er seine Kinder „ganz bewußt“ Josef und Luise genannt, er nennt dies eine „provokante Tat an sich“ und glaubt bemerkt zu haben, daß manche Eltern über diese traditionelle Namenswahl raunend die Köpfe zusammenstecken.

Das ist alles nicht nichts. Es ist mehr, als regelmäßig bei Burger King und Döner Ali einzukehren, Grün zu wählen, taz zu abonnieren und sein Kind Freedom oder Glory zu nennen.

X (der sich, wie gesagt, aus zahlreichen Ixen zusammensetzt) würde aber

  • a) „derzeit“ nie bei PEGIDA auftauchen. Denn dort haben sie („hört man so“) Leute, die photographieren und identifizieren. Er läßt sich
  • b) seine Sezession an die Adresse von Oma liefern. Die hat nichts zu verlieren (siehe Hirnhunde)!
  • c) hat er seine guten Ratschläge an die asylkritische Bürgerinitiative vor Ort absenderlos verschickt, weil: die Zeiten sind so,
  • d) ist er immer noch in der CDU: weil irgendwann die Zeit schon kommt, wo auch da die richtigen Weichen gestellt werden,
  • e) hat er seinem Kind die „eher mainstreamige bis linke“ Version des Geschichtstatbestands XY vorbereiten geholfen, weil: Noten sind heute halt alles,
  • f) hat er „eher nur zum Schein“ in einer offenen Abstimmung für den Sexkoffer abgestimmt, weil man sich nicht „vorzeitig outen“ sollte,
  • g) hat er einen Mordsschaff mit den unterschiedlichen email-Adressen, die er unterhält und mit der Verschlüsselung; er hält es für einen subversiven Akt, bei Focus unter wodiegefahrwächst unter bei dem strammlinken Magazin XY unter davilagomez zu „posten“, und zwar: Tacheles!

X sagt von sich, er taktiere „aus dem Hinterhalt“. Er sei nur einer von x-hunderttausend Schläfern, die dann hervortreten werden, wenn… ja, wenn? Wann?

 


Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

Kommentare (100)

E.
17. August 2015 10:11

„X“ beschreibt die Konservativen in Deutschland ganz trefflich. Also das Gros der Sezessions- und der JF-Abonnenten, letztere wahrscheinlich noch mehr. Ein entscheidendes Problem für dieses Verhalten ist die Angst der Statusnivellierung (Familie, Beruf, Bekannte, Sportverein usw.). Letztlich aber auch die fehlende Solidarität im „eigenen Lager“. Und so warten alle schön weiter auf die Vorreiter, um nach einem erfolgreichen Vorbreschen dieser, mit auf den Zug aufspringen zu können. Und wenn es schief geht, haben es all die anonymen Kommentatoren bereits im Vorfeld gewusst und sind außen vor.

Dirk Ahlbrecht
17. August 2015 11:00

Eine sehr schöne und überaus treffende Zusammenfassung der Situation, Frau Kositza.

Peter Niemann
17. August 2015 11:01

Statt des Ausrufes "Wir sind Papst" (oder eines dieser anderen blödsinnigen und trotzdem sich mental eingrabenden Massenspruches) höre ich nun "Wir sind X" und leider entspricht er der Wahrheit. Die modernen Machtmechanismen sind perfide, und Kubitschek stellte das kürzlich in seinem "poststrukturalistischen" Sezessionsartikel, in welcher Sie, Frau Kositza, und er beinahe wie Ausstellungsstücke begafft aber nicht recht mit interagiert wurden, korrekt da. Wir scheinen alle als westliche Gesellschaft zu zerfallen und der internationale Konsumismus ist unaufhaltbar. Die unglaublich starke französische, aber sogar noch stärkere US-Gesellschaft zerfallen ja auch unter ihrem Eindruck in atemberaubender Geschwindigkeit.

Mir wurde letztes Jahr mein Konto gekündigt weil ich mich gegen die multikulturell angelegte Werbung beschwerte, mein Auto wurde schon einmal (ist einige Jahre her) zerkratzt weil ich den aus linker politischer Sicht falschen Aufkleber draufhatte und ich war schon in so mancher Auseinandersetzung weil ich meine Meinung lauthals und obwohl intellektuell, eben nicht politisch korrekt darstellte - trotzdem bin ich ebenfalls eher ein "X", weil das im Prinzip mit wenigen Ausnahmen wir alle sind, Kinder der Postmoderne, ängstliche Kinder, Kinder des Konsumismus die vor allem Angst haben nicht satt zu sein, stigmatisiert zu sein, anders zu sein.

Natürlich gibt es Alternativen: Sich zu einem Bund zusammen zu schließen, sich mehrmals die Woche oder gar täglich zu treffen, vor die Häuser der bekennenden Gesellschaftszerstörer zu ziehen et cetera. PEGIDA hätte der Anfang sein können, aber weil es zu viele "X" gab blieb es bei diesen Anfängen. Die Identitären tragen die Fackel ja ebenfalls, und wir sitzen hier in den Internetforen?! Hoffentlich ändert sich das, und wir alle trauen uns Fahne zu zeigen. In der Wunde bohren ist da genau richtig - Danke, Frau Kositza!

Carl Sand
17. August 2015 11:17

Liebe Frau Kositza,
vielen Dank für diesen Beitrag.

Ich kann nur wieder und wieder dazu aufrufen, tätig zu werden. Es ist die Aufgabe eines jeden, der Gleichstellungsbeaftragen von nebenan, den Föööchtlingshelfern von 2. OG links, dem Schmierenjournalisten von gegenüber und dem pensionierten Bürgermeister 2 Tür rechts bei jeder Gelegenheit den miesestmöglichen Tag zu bereiten.

Hier ist Kreativität gefragt. Natürlich strikt am Rande des Strafrechts. Hier darf man ruhig dreckig, hinerhältig und ein bisschen feige sein. Tarnt Euch! Gut!

Und seit dem ich als böser Pfandfinder jeden Tag meine schlechte Tat begehe, muss ich sagen, geht es meinem Seelenhaushalt und der ohnmächtigen Wut durchaus besser.

Nur mit dem "eigenen" Lager bin ich noch deutlich unduldsamer geworden.

Inselbauer
17. August 2015 11:20

Mit Peilsender am Auto und LKA vor der Tür wird die Welt vielleicht besser, aber das ist normalen Menschen nicht zuzumuten. Ich stehe ständig mit einem Fuß im Knast und bilde mir nicht ein, ein besserer Deutscher zu sein.
Auch die Autoren der Sezession sollten nicht vergessen, dass man sie aus einer bestimmten Perspektive als "Weicheier" verulken könnte.
Man kann derzeit wirklich über alles froh sein, was ein wenig vom Mainstream abweicht. Wollen wir die Sezessionisten mal nicht verhaltens-katalogisieren.

Zachmann
17. August 2015 11:21

Richtig - auch wenn ich mich schon über jeden freue, der mir überdeutlich und mit einem offenen Lächeln zunickt.

Kann selbst mit Anonymität, Offenheit, usw., bißchen lässig umgehen; arbeite manuell/körperlich, außerhalb des ÖD, usw.

Ich verstehe aber manchmal, wenn sich jemand wegen der ökonomisch-sozialen Fallhöhe sorgt.
Und - je nach näheren Umständen vertretener Meinung - kann es ja bei Geschichtstatbeständen richtig zur Sache gehen.

Urwinkel
17. August 2015 11:33

Wenn dem Bürger "der Kragen platzt" möchte ich lieber nicht danebenstehen und auch noch dafür verantwortlich sein. Die von Ihnen beschriebenen Charaktere sind die Spießbürger vor denen mich mein Vater immer instiktiv warnte: Nein du darfst hier nicht parken, das ist kein Zeltplatz, Kontrolle - Angelschein zeigen! Sagen sie, und vermöbeln im Geiste schon die Eigenen, im Bewustssein an ein leichtes Ersatzopfer geraten zu sein und das Abendland vor dem Untergang gerettet zu haben und den eigenen, verklemmten Sadismus mal richtig rausgelassen zu haben. Das ist der Moment in dem denen Kragen platzen kann und man lieber in Deckung geht. Besser ist aber Taqyia, also Tarnung. Bloß keinem Idioten begegnen dem der Kragen platzen könnte. Aufgeputscht von Stammtischgelaber und Alk lassen Sie ihre Wut raus; ihr Kopf ihre Adern gefährlich zum Zerplatzen gespannt. Allerdings an den Falschen geraten. Das macht sie noch wütender und die Situation schon wieder komisch.

Ein Fremder aus Elea
17. August 2015 11:44

Druck von unten setzt voraus, daß es für die unten mehr zu gewinnen als zu verlieren gibt. Und nicht umsonst gibt es Kapitalflucht NACH Deutschland. Offensichtlich findet ein Einfluß des deutschen Volkes auf die Politik Deutschlands nicht statt, aber die Politik Deutschlands gewährt dem deutschen Volk bisher passable ökonomische Verhältnisse.

Standhaft, und auch teils häßlich, seine Meinung kundzutun, bringt nichts, wenn man mit ihr in der Minderheit ist, außer die Mehrheit in ihrer Haltung zu festigen. Von links lernen... was hat Franco und Salazar jahrzehntelang den Rücken gestärkt? Die Angst vor dem Kommunismus. Und hier in Deutschland läuft es umgekehrt. Ist es so kompliziert?

Wann raunze ich jemanden an? Na? Wenn die Mehrheit denkt: Ist auch höchste Zeit. Was passiert, wenn die Mehrheit es für unnachvollziehbar hält? Dann fliege ich aus dem Lokal. Ist die chinesische Haltung: Drohe erst mit Gewalt, wenn der andere keine Lust hat herauszufinden, wer stärker ist.

Strogoff
17. August 2015 11:58

Ja ja. Bald ist es soweit. Dann erhebgt sich das Volk. Hört man ja öfter in letzter Zeit. Ich persönlich glaub da ja eher nicht dran.

Mal sehen wie der Österreicher Helmut Thoma uns einschätzt. https://www.youtube.com/watch?v=m2b-WI-6wIc

wolfgang
17. August 2015 12:18

Das ist das zentrale Thema.
Es ist verständlich, dass Frau Kositza über die Ängstlichen spottet, sie hat sich klar entschieden und einen großen Schritt in ein neues Umfeld getan. Aber nicht jeder will seine Heimat in Westdeutschland verlassen. Nicht jeder ist so mutig.
In ihrem idyllischen Schlösschen scheinen die Sezessionisten dann auch ein bisschen die Verbindung und Respekt für die eigenen Landsleute zu verlieren, die mitten in einem bewusslosen Arbeitsleben für Familie und Hauskredit bemerken, dass etwas ganz falsch läuft, dass aber alle Kollegen in der Teamsitzung zustimmen oder schweigen, wenn wieder der "Flüchltings"kult zelebriert und "Nahtsies" exorziert werden. Soll er da mutig zur Pegida im Weststädtchen mit 100 Teilnehmern gehen, die alle dreimal fotografiert werden und dann gejagt werden? Der vereinzelte Mut hilft gar nichts, denn genau die Einzelschlachtung der Mutigen ist das Ziel der Unterdrücker (nach Mao: Bestrafe einen...).

Gerade auch um die Aktivierung dieser Xe geht es doch.
Und darüber nachzudenken und positive Vorschläge zu machen - sollte das nicht die Hauptaufgabe von Rechtsintellektuellen sein.
Denn was bringt es, noch tausendmal die schlimmen Zustände und Hintergründe zu beschreiben? Und was bringt es, die Ängstlichen lächerlich zu machen?

Wie kann die Hemmschwelle für den Normalbürger gesenkt werden, etwas Effektives zur Aufklärung und Veränderung des öffentlichen Klimas beizutragen?
Darum geht es.

Eveline
17. August 2015 12:23

https://www.youtube.com/watch?v=BKocibWGZuc

Unbedingt lauschen was Prof. Hörmann sagt.....um zu begreifen, wie tief der Abgrund ist. Es geht ums Geld, um die Installierung eines besseren Geldsystems und er Griechenland ein - durchgefallen- attestiert. Wie hoch ist die kollektive Intelligenz, ein System zu installieren, wo es bedingungsloses Grundeinkommen gibt.... z.B.

https://www.youtube.com/watch?v=hgKCSv4ZvOs

Ulrich Schacht, ein Ostdeutscher, hier bei Herrn Vogt. Spricht Klartext über die amerikanisierten Westdeutschen. -

wolfgang
17. August 2015 12:32

Hier ein Beitrag dazu:

Was tun?
Das Hauptmittel der Mächtigen während der jetzigen entscheidenden Phase des Volksaustausches in den Ländern Europas ist die Unterdrückung ÖFFENTLICHEN Widerspruchs. (Lediglich zuhause zu grummeln oder ritualisiert am Stammtisch hat vor allem Ventilfunktion und stabilisiert daher das System der Unterdrückung öffentlichen Widerspruchs).
Diese Unterdrückung ist nur möglich durch Einschüchterung, Vereinzelung und Bestrafung von Unbotmäßigen. Diese bedingen einander. Frau Noelle-Neumann hat sehr genau beschrieben, wie die „Schweigespirale“ funktioniert: Da man nicht mit jedem anderen Mitglied der Gesellschaft in Kontakt treten kann, nimmt man als Ersatz den Ton der Medien sehr genau wahr und registriert, welche Meinungen anerkannt scheinen und welche nicht. (Natürlich wird dadurch das Bild verzerrt, heute mehr denn je.) Man passt sich dem als herrschend wahrgenommenen Meinungsbild an, um nicht ausgegrenzt zu werden. Es wirkt dabei eine urzeitliche Angst vor der Verstoßung aus der Horde, was gleichbedeutend mit sozialer und häufig auch existenzieller Vernichtung ist. Der Einzelne sieht sich mit seiner Meinung oft einer überwältigend erscheinenden Übermacht der Gegenmeinung gegenüber – und schweigt. Je mehr solche Einzelne ins Schweigen verfallen, desto mächtiger wird der Druck der alles beherrschenden Gegenmeinung auf verbliebene Einzelne. Die „Schweigespirale“ ist erfolgreich.

Entscheidend ist also, den Eindruck der eigenen Vereinzelung aufzuheben, denn dieser ist es, der lähmt und hindert, Einfluss auszuüben.

Wie kann das geschehen?

Hör auf, zu warten!
Hör auf, zu jammern!
Hör auf, ein Opfer zu sein!
Hör auf!

Fang an!
Fang an bei dir selbst. Werde innerlich frei. Welche Besatzungsmacht würde dir je von sich aus Souveränität geben? Du selbst musst die Quelle deiner Kraft finden. Was ist der Kern deines Lebens?
Der göttliche Kern, der dir von deinen Vorfahren durch die Generationen weitergereicht und geschenkt wurde. Es ist Geschenk und Verpflichtung.

Stärke deine Familie! Verstehst du, was „Nächstenliebe“ ist? Liebst du Vater und Mutter? Bist du ihnen dankbar, trotz mancher Reibungen? Das ist deine zweite Aufgabe, schaffe dir ein Fundament. Denn du stehst auf den Schultern deiner Eltern, und aller Voreltern. Liebe und verehre sie! Sodann deine Geschwister, deine Verwandten. Bemühe dich um ein gutes Verhältnis zu ihnen, gerade trotz ihrer Eigenheiten (Denke an den „Splitter im Auge…“)! Das sind deine Nächsten.

Danach erst gehe weiter zu Freunden, Nachbarn und Bekannten.
Fang an, auszustrahlen. Fang an, zu leuchten.
Pflanze deine Fahne auf den Balkon. Hunderte, tausende Landsleute werden sich an dir aufrichten und selbst zu leuchten anfangen. Ob du es gleich bemerkst oder nicht.
Fang an, dich zu verbinden! Bist du noch immer nicht in einem Schützen-, Trachten-, Heimatverein? Worauf wartest du?

Kopiere gute Artikel oder Flugblätter und verteile sie. Wie und wo, das wirst du selbst herausfinden! So gibst du vielen Mut, sie spüren, es gibt doch noch mehr Leute, die so denken wie ich. Andere erfahren zum ersten Mal direkt die unterdrückten Meinungen und Argumenten, ohne den Filter der Verteufelung.
Lass keinen Tag vorübergehen, ohne nicht einem Landsmann geholfen, Mut gemacht und ihn auf die Missstände und die gemeinsame Aufgabe hingewiesen zu haben!

So trägst du dazu bei, dass viele erkennen: Ich bin nicht allein. Wir sind nicht allein. Wir haben ein Recht auf unsere Meinung, ein Recht auf Gehör.
Bei der nächsten Versammlung, bei einem Stammtisch, beim Nachbargespräch, wo auch immer, werden manche von ihnen einen Schritt in Richtung Freiheit gehen. Und wiederum ihre Nächsten ermutigen.
Wenn du es tust und viele andere, dann bewegt sich etwas. Wenn viele Sandkörner ein kleines Stück weiterrollen, bewegt sich die ganze Düne. Wenn in einem großen trägen Teig die Hefe eingemischt ist und arbeitet, wie könnte ihre Kraft nicht den ganzen Teig ergreifen und ihm Auftrieb geben?

Erkenne, dass du eine Aufgabe hast!
Erkenne, dass du eine Pflicht hast!
Ergreife und erfülle sie mit Stolz und Freude. Jahrhunderte und Jahrtausende deiner Vorfahren legen die Hand auf deine Schulter. Sie stehen hinter dir. Für sie und unsere Nachkommen kannst du Übermenschliches leisten. Fang an!

Was bringt uns zusammen und vorwärts?
- Distanziere dich nie!
(Wer sich der gegnerischen Distanzierungsforderung unterwirft, hat strategisch schon verloren.
Du bist nur für dein eigenes Tun rechenschaftspflichtig.
Nur eine große Szene von Entschiedenen und Gemäßigten hat Bedeutung und kann die Isolationsdrohung durchbrechen.)
- Verteidige dich nicht!
(Denn damit bestätigst du öffentlich, ein vielleicht zu Recht Angegriffener, „umstritten“, zu sein.)
- Greife an!
- Versuche nie, den Feind zu überzeugen!
(Das ist verlorene Mühe.)
- Versuche die Marionetten zu verunsichern!
(Viele Pseudo-Gutmenschen meinen es ja nur gut – du auch. Konfrontiere sie mit dem Schaden, den sie sich und ihren Kindern durch Austausch-Aktivismus antun.)
- Deine Hauptzielgruppe ist das Publikum!
(Baue anderen Brücken zu dir! Hole sie dort ab, wo sie sind! Predige nicht in der Kirche, sondern auf dem Marktplatz!)
- Miss die Politiker an ihren eigenen Maßstäben! Zitiere öffentlich den Amtseid der Kanzler und Minister und frage, ob sie ihn erfüllen!
Mach deutlich, dass du auf dem Boden des Rechts und der gerechten Ansprüche stehst – und es die Gegenseite ist, die das Recht bricht und Chaos verursacht!
- Verlange dir selbst viel ab, anderen etwas weniger!
Sei anderen ein Vorbild, aber belaste sie nicht mit Opfern, für die sie sich nicht selbst entschieden haben.
- Sprich niemals mit der Presse! Um die Schwächung ihrer Manipulationsmacht geht es ja gerade! Jede Integration ist Verdauung und Neutralisierung (Talkshow-Prinzip).
Stattdessen gib Presseleuten, wo immer du sie triffst, eine negative Rückmeldung. Daumen abwärts reicht. Sie wissen schon, warum. Und können sich nicht wehren. Das verunsichert sie und lässt sie weitere Fehler bei ihrer Hetze machen, die wiederum Gegenwehr erzeugen werden.
- Sprich mit dem Volk! Das Volk ist für Demokraten die einzig relevante Gruppe. Dein Mitbürger und Landsmann ist dein Bruder.
- Bestimme selbst, worum es geht, anstatt dich im Rahmen des Gegners zu bewegen!
(Einen Streit gewinnst du leichter, wenn du neu definierst, worum es geht. Durchbrich die Manipulation der Linken, z.B. durch „Demokratiekultur“ statt „Willkommenskultur“!)
- Öffentliche Konflikte werden moralisch entschieden, nicht sachlich. Ist so. Daher: Lass dich nicht unter moralischen Druck setzen! Dreh den Spieß um, setze du den Gegner moralisch unter Druck! Dränge du ihn in die Defensive!
- Hol die noch größere Keule raus!
(Sozialismus und Kommunismus: 100 Mio. Tote! Wer eine rote Fahne trägt, Che Guevara auf dem T-Shirt, eine linke Partei unterstützt, der muss als Unterstützer des Verbrechens angesprochen werden. Dass Linke öffentlich Hetze gegen unsere demokratischen Rechte und unsere schiere Existenz betreiben, ist unerträglich und inakzeptabel.)
- Enthülle die Eitelkeit als Antrieb des gegnerischen Fußvolkes – dann fällt ihr Pseudo-Gutmenschentum in sich zusammen. Es geht ihnen nicht um Gutes (Welt, „Flüchtlinge“ retten usw.), sondern um die Selbstbeweihräucherung als gute Menschen!
- Brich stets selber das Gespräch ab!
- Verweigere die Zusammenarbeit mit denen, die dich und dein Volk verdrängen wollen!
- Setze den Hebel an der richtigen Stelle an!
- Nutze Bilder und emotionale Geschichten für deine Botschaft!
(Niemand interessiert sich für nackte Fakten und seien sie noch so wahr.)
- Erkenne, wei die Völkerhasser und ihre linken Fußsoldaten Kampagnen fahren und den öffentlichen Raum beeinflussen
("Beautiful Trouble") und übernimm erfolgreiche Techniken!

Wahrheitssucher
17. August 2015 12:37

Wann hervortreten?

Viel spricht dafür, daß es nicht eher geschehen wird, bis wir konkreten, stärkeren Verlust erleben, wenn nicht sogar schlimmstenfalls nichts mehr zu verlieren haben.

Und können und wollen wir darauf hoffen?

Es scheint dieses Dilemma zu sein:
Ehe es besser werden kann, muß es zuvor noch sehr viel schlimmer kommen und schlechter gehen.

Und können und wollen wir darauf hoffen?

Gonzague de Reynold
17. August 2015 12:48

Ich liebe solche Provokationen …

Bemühe ich die intellektuelle Redlichkeit, muss ich mich teilweise – und ich bin versucht „natürlich“ zu sagen – ebenfalls als „X“ bezeichnen. Vielleicht auch eine Alters-, eine Erfahrungsfrage, abgesehen von vielen anderen Begleitumständen. Ich habe meine „hier-stehe-ich- mit-entblösster-Brust-schiesst-!“ – Phase zumindest partiell hinter mir.

Ja, auch ich habe Familie – mittlerweile ein reaktionärer Akt an sich (?) – und halte den Kopf deshalb situativ unterhalb des Grabenrandes. Andererseits wird aber z.B. die „Sezession“ u.ä. ebenso demonstrativ „ auf Mann“ getragen, und gewisse andere Dinge kommen ungeachtet der Umstände nicht in die Tüte. Sexkoffer ? Darf jeder gerne – auch ungefragt – hören, was ich davon halte. Dito für andere aufgeführte Punkte. Und erkannte Wahrheit ist und bleibt Wahrheit, es gibt Positionen, die werden nicht geräumt. Punkt. Dies betrifft vornehmlich religiös Fundiertes und davon Abgeleitetes (was sonst ...). Für mich persönlich ist das Position beziehen zwischen offener Feldschlacht und Partisanentum zugegebenermassen schwierig. Ein laufender Prozess mit wechselnden Gewichtungen. Und ich bemühe mich redlich, dabei ein Auge auf mich selbst zu werfen.

Ich würde aufgrund meiner momentan gerade vorherrschenden zweckoptimistischen Phase sagen: jeder X ist zumindest ein KateXchöntchen.

Mr. Kurtz
17. August 2015 12:52

Gegen den Konformitätsdruck der total-bunten Republik gibt es verschiedene Möglichkeiten der Sezession. Neben den geistigen Kristallisationspunkten (also hier), führt mittelfristig kein Weg an geographischen Räumen vorbei, in denen man von einem grundlegenden Bestand an gemeinsamen Werten ausgehen kann (die über den gemeinamen Besuch des nächsten Konsum-Tempels hinausgehen). Diese Räume sind tendenziell ländlich und östlich, aber selbst im Umfeld mancher bunter Stadt gibt es solche Bereiche ohne Rechtfertigungszwang für Selbstverständlichkeiten. Und ja, die Kindererziehung auf durchaus unbunten Schulen ist ein Baustein der Zukunft (neben der Familie, versteht sich).
Eine weitere Möglichkeit, die wir doch alle kennen, besteht in der "inneren Emigration", der "Guerilla-Mentalität" (Dutschke) im bunten Umfeld. Hier allerdings ist es durchaus angebracht, sich ein bißchen wie X zu verhalten, schließlich weiß der erfahrene Guerillero, daß sich ein Kampf, insbesondere einer mit unterlegenen Kräften, nicht jederzeit und um alles lohnt. (Daß der X von Frau Kositza dies mit politischen Naherwartungen verbindet, die enttäuscht werden müssen, ist ein eigenes, weitverbreitetes Problem, und hängt eher damit zusammen, daß Menschen tendenziell im Maßstab ihrer eigenen Lebenskräfte, als historisch denken. Wer stellt sich schon gerne die zukünftige Geschichte ohne eigenes zutun vor ?).
Daß man den Staatsfunk in Wort und Bild weiträumig umfährt, versteht sich von selbst. Ohnehin ist schwer zu unterscheiden, ob die auswechselbare Flüchtlingsstory, die derzeit 24-Stunden täglich auf allen Kanälen gesendet wird, nicht doch aus dem letzten Monat stammt.

Rosenkranz
17. August 2015 13:00

Vielen Dank Frau Kositza. Es ist immer wieder gut über die eigene Position, über die eigene Kleinheit nachzudenken.

Ja, es gärt gewaltig. Aber die Angst, daß dieser Staat an der eigenen Person ein Exempel statuiert ist einfach übermächtig. Und da wir die falsche Gesinnung haben, wird er dieses auch tun. Aber deshalb werfen wir die Flinte nicht ins Korn.

Carl Sand hat das treffend beschrieben: Bereiten wir den Kulturmarxisten und Denunzianten einfach mal einen miesen Tag. Das ist wie Balsam für die geschundene Seele. Das tut richtig gut, wenn dem Feind der Kamm schwillt und er trotzdem nichts tun kann.

Zur Info: Am 12.09. findet voraussichtlich der Tag der Patrioten in Hamburg statt.

gert friedrich
17. August 2015 14:32

Die Themen für die AfD liegen offen auf der Straße.
Aber die AfD scheint zu schlafen.
Gibt es die AfD noch ?
Frau Petry,sind Sie noch da?
Zum Glück gibt es hier in Bayern die CSU,die als erste darauf aufmerksam machte,daß Serbien,Montenegro,Kosovo etc.
keine Fluchtgründe liefern.
Die CSU hat Erstaufnahmelager eingerichtet für offensichtlich unbegründete Antragsteller.
So wird Politik gemacht Frau Petry!

KW
17. August 2015 14:46

Frau Kositza, herrlich, vielen Dank. Die Gegenseite hat die Macht und das Geld, sowie das Gewaltmonopol auf der Straße. Und so verklagen und lügen sie und begreifen nicht, daß wir die Kohlen aus dem Feuer holen, auch für sie, denn sie sind unsere Landsleute, habe ohne Gerichtsverfahren einen Strafbefehl am Hals mit abenteuerlichen Geschichten, sogar meinen Briefkasten haben sie fotografiert, mit den, ach so schlimmen JF Aufklebern. Ich würde für diese Phlegmatiker und Selbsthassern keinen Finger rühren, wenn ich nicht selbst betroffen wäre.
Man wird in seinem Bewegungsradius eingeschränkt, weil man Belästigungen und Provokationen fürchten muß. Nach dem Strafbefehl habe ich verinnerlicht und sage es frei heraus: Die BRD ist mein Feind.

marodeur
17. August 2015 14:50

Frau Kositza, Sie ragen zwischen den Autoren ein wenig heraus mit Ihren lebensnahen und weisen Beobachtungen. Ich freue mich jedes mal auf Ihre Beiträge.

Ja, da haben Sie auch diesmal wieder einen wunden Punkt getroffen. Bei mir ist das X-hafte Verhalten nicht nur ein Zeichen von Angst und Bequemlichkeit. Ich hadere immer noch mit dem Gedanken, ob sich das große Aufbegehren wirklich lohnt. Meine Landsleute sind kaum wiederzuerkennen. Ich bin einfach nur noch erschüttert, wenn mir diese Menschen unreflektiert die gerade gängige Mainstreammeinung entgegenschleudern. Warum muss ich mich überhaupt für all diese kinderlosen hedonistischen Marionetten opfern? Im Übrigen liegt hier im Westen die deutsche Kultur bereits in Trümmern. Eine Restauration kann ich mir garnicht vorstellen mit all den Einzelindividuen aus aller Herren Länder. Jeder ist sich hier selbst der nächste. Hier ist es nicht 5 vor 12. Hier sind wir längst 3 Stunden weiter.
Keine Frage - ich wähle rechtskonservativ und halte meine Meinung nicht hinter dem Berg. Ich will aber auch nicht mehr die "Massen wachrütteln". Ich hätte gerne eine dauerhaft etablierte rechtskonservative Opposition im Westen. Selbst davon sind wir meilenweit entfernt. Alles Weitere erscheint mir als die übliche rechte Hybris.

Westpreuße
17. August 2015 14:59

Frau Kositza,

Sie haben den Lesern den Spiegel vorgehalten. Und so unrecht haben Sie ja auch nicht. Aber, Sie lesen es ja auch an den Kommentaren:
So einfach ist das alles nicht...

Im Mittelalter, grausam auf seine Art, zugleich aber Blüte der kulturellen Entwicklung, wurden denen, die man zu foltern beabsichtigte, vorher...
die Folterinstrumente gezeigt: Willst du nicht doch lieber gestehen...
Aber auch ein "Geständnis" half ja nicht...

Niemand wird heutzutage in Deutschland gefoltert, denke ich.
Aber die Folgen, die Folgen bei Unbotmäßigkeit und Renitenz:
So "ganz ohne" sind die ja auch nicht!

Ich lese auch seit etlichen Jahren die JF und sezession. Wird mir nicht geliefert. Und der Oma auch nicht...
Ich beteilige mich finanziell dran. Und ab und zu bekomme ich sie dann. Unregelmäßig, unvollständig und zeitlich verzögert.
Aber das macht nichts...

Kleiner Einwand: Die eigentlichen Adressaten lesen hier ja nicht. Wissen vielleicht gar nicht, daß es Sie und Ihr gemeinsames Projekt überhaupt gibt. An die muß man ran. Und es braucht Mut...

Und folgendes als kleine Aufmunterung:

HEINO sang gestern in Oppeln in Schlesien. Und jetzt bitte nicht die Nase rümpfen a la "wie peinlich", dieser Barde, lebt der denn überhaupt noch...?! Sich bitte weder genieren noch distanzieren...

Der war häufig in den Ostprovinzen, im Staate Polen. Und hat sich grundsätzlich immer kernig geäußert. Aber die deutschen Medien drucken es ja nicht.Ich glaube nicht, daß er noch mal so altersmäßig "Kasse machen wollte". Wird genügend auf der hohen Kante haben...

Oppeln hat rund 130.000 Einwohner. Bei der letzten Volkszählung (2002) bezeichneten sich fast 4.000 als "deutsch" und fast 1.000 als "schlesisch".Und eine ganze Anzahl war sicherlich ängstlich. Wer will es ihnen verdenken? Bezeichneten sich doch lieber eher als "polnisch"...
Denen geht es doch ähnlich wie in der BRD, andersherum...

Gestern waren über 2.000 Leute im Konzert, und nach dem Ende zogen sie "deutschsingend" durchs Zentrum. Die Polen rieben sich die Augen und die Ohren...
Gab es Ausschreitungen oder dergleichen? Nein.
Die einen freuten sich, die anderen waren etwas verwundert...

HEINO in Breslau (vor zwei Jahren):
https://www.youtube.com/watch?v=jMHBvgSCd9U

Und ein Kommentator schrieb sinngemäß, warum denn niemand nach Schlesien käme, um hier (in Schlesien) zu siedeln. Es würden doch auch genügend Polen in Restdeutschland leben...

(Polen gehört zu den 3 Haupt-Auswander-Ländern der Deutschen.
Ist aber weitgehend unbekannt...)

Und, so der Kommentator, das würde ja sowieso alles nicht klappen in Deutschland, denn "Kinder zu machen" gehöre nun auch mal dazu,
um als Volk zu bestehen...

Patriotische Grüße aus Thorn an der Weichsel

Der Gutmensch
17. August 2015 15:24

Naja, was hilft´s? Als in einem anderen System Geborene empfand ich spätestens seit Schröder so einiges als anstößig; beispielsweise, dass Menschen, die jahrelang fleißig in die sozialen Systeme eingezahlt haben, nun nur ein Jahr von der totalen Verarmung entfernt sind - was im übrigen die Verschärfung der Entvölkerung des treuhänderisch deindustrialisierten Ostens zur Folge hatte: Verlor man dort auf dem Land die Arbeit, wollte aber nicht zur 1,00 EUR Sklavendiensten herangezogen werden (und ich habe einige kennengelernt, die das erleben mussten) - dann zog man notgedrungen in den "goldenen Westen". Mobilität gilt ja schließlich als Wert an sich, genau wie das Geldverdienen. - Also, an solche Szenarien, die hier vielleicht noch schmerzlicher - weil unausweichlicher und auch noch selbstverschuldet (89!!) - empfunden wurden als dort, hat man sich gewöhnt. Auch daran, dass man mit Ost-Biografie unweigerlich als diktaturgeschädigt gilt, dass nach 25 Jahren immer noch Unterschiede gemacht werden (wenn man selber welche machen würde, gälte man aber sofort als - na, Sie wissen schon) etc.pp. Man könnte also sagen, dass der Osten ein klein wenig zuviel Erfahrung mit dem Ergebnis von "Revolutionen" hat, als dass er darauf noch von alleine besonders großen Wert legen würde. Wofür denn auch? Der Traum vom Westen ist für viele geplatzt; das Trauma bereits weitervererbt.

Dafür erinnert man sich vielleicht wieder lebhafter an das, was man hier mal dröge auswendig lernen musste: Die Definition einer revolutionären Situation. Denn auch wenn man berechtigter Weise skeptisch sein kann, ob es "Revolutionen" überhaupt gibt - zu oft gibt es Strippenzieher - eine Situation, in der die Herrschaft über einen Staat nicht mehr aufrecht werden erhalten kann, gibt es auf alle Fälle und man kommt an diesen gruppendynamischen Prozessen auch nicht so einfach vorbei: Momentan arbeiten wir uns da vielleicht mühsam zur Stufe II vor; dem Stadium der Verschärfung des Unmuts über das gewöhnliche Maß hinaus.

Mal ganz gemein formuliert: Man hat sich vielleicht an diverse, nicht ganz so lenorduftige Seiten der lieben Landsleute gewöhnt; hilft ja alles nix! Aber die Asylbewerber mag man sich nun nicht auch noch gewöhnen. Jedenfalls - nicht im Osten. Also kann man mal beim Gemeindevorstand vorsprechen und ein bißchen Rabatz machen; hat man erstmal die nicht ganz so blitzsauberen Stellen im Haushalt gefunden und stänkert dagegen an, ist der auch deutlich zugänglicher, nehme ich mal an.

Aber wie sieht es denn im Westen aus? Wo stehen wir denn da? Na, leider auf dem hoffnungsfrohen Standpunkt, die Asylbewerber gen Osten schieben (Kretschmann aus BW) zu können, dann wird das schon wieder.

Also Leute - solange wir im Osten noch als Hoffnung herhalten müssen, so wie der Westen uns dereinst als Hoffnung galt, die uns super durch den Tag brachte (bis man es leid war, immer nur auf morgen zu warten) - so lange wird das hier auch nichts werden. Da brauchen wir uns nicht mal drüber zu unterhalten, wohin die Reise dann wohl gehen soll, das ist alles Spökenkiekerei.

Der Gutmensch.

der vielnamige Xler
17. August 2015 15:52

Ja, Frau Kositza, auch ich bin im Sinne der meisten Punkte Ihrer Liste ein Xler.
Ich bekenne es und halte mich trotzdem weder für einen Verräter noch Schweinehund noch Feigling noch peinlich.
Auch hier sehe ich mich - guten Gewissens - als Pragmatiker.

Ja, aus Rücksicht auf die bekanntermaßen zu erwartenden Widerstände IN RELATION zu den je irgend erhoffbaren 'Gewinnen'.
Das können Sie Angst oder Spießbürger nennen - ich nenne es Klugheit. Ein Grundgarant unseres Lebens in allen Fragen.

Auch das Christentum ist nicht durch die teils aberwitzigen Martyrien an die Macht gekommen - sondern allein durch einen kühl kalkulierenden Kaiser Konstantin, dem dabei die bis dato machtpolitische Erfolglosigkeit der Christen durchaus Teil seiner - Rechnung - war
Frei nach Kant ist der gute Wille entscheidend. Daraus wird von alleine entspringen, was jeder in seinem Umfeld tun kann.
Ohnehin ist eine Haltung - das propagiert doch gerade auch vor allem Ihr Gatte - wohl viel nachhaltiger wirksam als plakative Aktiönchen.

Auch Sie, Frau Kositza, haben ja neulich im Naumburger Bahnhof auf die große, nationalkonservative Antiflüchtlingsszene verzichtet - aus gutem Grund als Xlerin gehandelt.
Solche Zurückhaltung wurmt, daher vielleicht Ihr neuer Artikel.

Was die netzgestützte Vernetzung angeht, haben ja auch Sie mir mündlich das Gefahrenpotential klar eingestanden, weswegen das über SiN jedenfalls nicht (direkt) organisiert werden könnte. Das ist natürlich bedauerlich und verständlich, aber eben bis auf weiteres richtig.

- Nehmen wir also Ihre spottenden Worte, die ja auch sogar Sie selber irgendwo mit betreffen,
nicht in böser Schärfe,
sondern als Aufforderung, immer wieder einmal zu prüfen, was jedem individuell möglich wäre und ob es mehr sein könnte.
Die Konterrevolution braucht Zeit, Geduld und kleine Schritte - also zwar nicht den feigen, aber sehr wohl den klugen Xler.
Politik ist das Bohren harter Bretter, keine 'coole performance'.

Eckesachs
17. August 2015 16:12

,,Ei, ja! - Da bin ich wirklich froh!
Denn, Gott sei Dank! Ich bin nicht so!"

Wilhelm Busch, aus : ,,Die fromme Helene"

Danke Carl Sand. Der Weg des ,,miesestmöglichen Tages" ist auch meiner.

Übrigens arbeite ich zwei Tage in der Woche im halböffentlichen Dienst. Die möchten mich gern loswerden, weil ich freche Sachen über Gender und deutsche Geschichte sage, gerne biologisch argumentiere oder einfach provoziere und nachfrage.

Leider bin ich damit ganz allein. Zwar achten meine Kollegen mich dafür und helfen mir, wo sie können, freuen sich klammheimlich - aber eben heimlich. Das ist nun meiner Meinung nach der entscheidende Punkt:

Bestimmte Dinge einfach tun zu müssen, hat etwas mit Ehre zu tun. Ich kann nicht in den Spiegel schauen, wenn ich das nicht tue.

Andere können das aber sehr wohl. Ob sie dieses Ehrgefühl nicht haben, nie hatten, oder ob es ihnen aberzogen wurde, vermag ich nicht zu sagen.

enickmar
17. August 2015 16:32

Hier liegt leider ein großer Irrtum vor. Wie groß dieser Irrtum ist, wird klar, wenn man sich die Wahlergebnisse der letzten Zeit ansieht und mit seinem “sozialen Umfeld” spricht.
Die vielen Ixe sind tatsächlich nur ganz wenige.
Die schweigende Mehrheit, in unserem Sinne, welche erreicht werden könnte, existiert nicht. Die Aktionen von Outing-Ixen, so lehrt die Erfahrung, verpuffen und hinterlassen eher zerstörte Ix-Existenzen als Echos im Volk. Nun also mit Kamikaze zum Endsieg ?

Kathrin
17. August 2015 16:39

Wenn man sich den "ideologischen Feind" anschaut, braucht man keine Angst haben. Der durchschnittliche Refugee-Journalist sieht so aus:

https://www.facebook.com/EnnoLenze.de/videos/473215166192585/

Max
17. August 2015 16:53

Es ist zu spät. Das Volk ist tot. Zombifiziert. Da regt sich nichts mehr. Da gärt nichts. Man achte auf den Fäulnisgeruch, der durch die Straßen von Berlin wabert. Die westlichen Nationen verfaulen bei lebendigem Leibe. Fäulnis ist aber auch eine natürliche Form der Gärung. Die bei stinkenden Fäulnisprozessen entstehenden Abbauprodukte werden wieder in den Stoffkreislauf überführt. Können wenige Menschen diesen Prozess aufhalten, umkehren? Das Leben geht in jedem Fall weiter, ob mit oder ohne uns...
Ich find ja Frau Kositzas Beiträge immer großartig (legen den Finger auf die Wunde, ohne ('tschuldigung) allzu verkopft-elitär zu wirken), aber da bleibt auch immer Frage: Was tun, Mann/Frau? Sich und seine halbwegs intakte bürgerliche Existenz opfern? Wozu? Damit danach irgendwelche Opportunisten kommen, die mit deiner Asche ihren Rasen düngen? Offenbar sind es nur Einzelne, die hier ein Problem sehen.
Man ist/bleibt in der Regel allein, wenn man sich allzu deutlich prodeutsch exponiert. Schon der Verdacht, rechts zu sein, ist heutzutage wie ein Kainsmal auf der Stirn.
Alle Macht geht von den systemkonformen ÖR-Medien aus. Und kaum jemand wird dir öffentlich beistehen, wenn ein Shitstorm oder Mob die bürgerliche Existenz eines Niemand vernichtet. Das spüren die Menschen genau. Es fehlt eben daher auch eine klare alternative Orientierung an positiv besetzten Leitbildern, Führungsfiguren, Werten.

Bernhard
17. August 2015 16:56

Unbequeme Wahrheiten sind trotzdem Wahrheiten. Frau Kositza hat das ganz gut dargestellt.

Es wird mit sich verschlechternder Lage nicht wesentlich mehr Widerstand geben. Vielleicht sogar weniger. Alleine die Tatsache, daß wir Deutschen immer weniger werden, wird auch unsere Reihen weiter ausdünnen.

Wir werden zu einer Minderheit im eigenen Land, der die völlige Vermischung und der völlige Untergang droht.

Alles andere ist Wunschdenken.

In einer solchen aussichtslosen Lage bleiben nur wenige Optionen, die bekannt sein dürften, aber nichts für den öffentlichen Diskurs sind.

Für spätere Zeiten, wenn meine Kinder und Enkel mich fragen werden, was ich dagegen getan habe, kann ich Ihnen meine Sammlung von staatsanwaltlichen Ermittlungsverfahren gegen mich, nachträgliche Benachrichtigungen des Verfassungsschutzes über meine abgehörten Telefone, usw. zeigen. Von Antifa-Aktivitäten wollen wir gar nicht reden.

Was werden meine Nachfahren dann sagen? Auf jeden Fall war es erfolglos. Nichts konnte aufgehalten werden. Habe ich versagt?

Jeder weiß in seinem tiefsten Inneren, was er selbst tun kann. Es gibt unzählige Möglichkeiten. Ich habe noch ein paar Jahre, in denen ich was tun kann. Die werde ich gut nutzen.

Christian
17. August 2015 17:01

Wenn man sich die zu erwartende Entwicklung mit Millionen "unmittelbar ausreisepflichtiger" Balkanflüchtlinge und Afrikaner in Deutschland vergegenwärtigt, möglicherweise in zwangsenteigneten und zwangsvermieteten Gebäuden untergebracht, die Situation einer deutschen Solidargemeinschaft, die Milliarden für Menschen aufbringen muss, die nichts zu dieser Solidargemeinschaft beitragen... dann scheint es alternativlos, dass die Zeit FÜR eine politische Alternative arbeitet.
Andererseits ist zB PEGIDA wieder abgeflaut, ganz einfach weil es der veröffentlichten Meinung gelungen ist, diese Bewegung zu diffamieren, mit einem Ekelfaktor zu stigmatisieren, potentielle Teilnehmer einzuschüchtern. Mitläufer wird man eben nur, wenn man nichts zu befürchten hat.

Curt Sachs
17. August 2015 17:11

Danke schön! Ich finde mich in der Skizze sehr gut getroffen.

enickmar
17. August 2015 17:29

Es hieß hier mal: „Erkenne die Lage“. Wie klein der Handlungsspielraum ist, den wir haben, wird hier offenbar verkannt.
Es ist zumindest nicht davon auszugehen, daß wenn wir jetzt alle Handzettel in der Fußgängerzone verteilen, in Lesungen Plakate entrollen, auf dem Marktplatz Transparente tragen und die Firmen-Kantine zur Speakers Corner machen, Rockefeller dann, beeindruckt von den metapolitischen Argumenten, K&K zur nächsten Bilderbergerkonferenz einlädt, um sie über ihre Vorstellungen von einem Europa der Vaterländer sprechen zu lassen. Das wäre jedenfalls zumindest eine relevante Größenordnung. Mit welchen Mitteln ansonsten in Europa Politik gemacht wird, können wir aktuell in der Ukraine (und anderswo) sehen. Wer Lust hat, kann aber auch gerne mal wieder das Buch “Brandstätten” zur Hand nehmen.

Der Gutmensch
17. August 2015 17:52

Mir kommen die Tränen, Leute ... schnief ...

Lasst die Hoffnung fahren, dass es eine softe Option geben wird und vermeidet, wann immer, das ehrgeizige Anbiedern beim Zeitgeist; haltet im Zweifel einfach den Mund, macht im Zweifel kein kleines, sondern ein großes Kreuz, haltet Euch soweit zurück wie möglich. Der beliebteste DDR-Satz lautete: "Ich fühle mich noch nicht reif genug, SED-Mitglied zu werden ... ". Die Kanzlerin sieht als ihre höchste Tugend ihre Verschwiegenheit an. Wär doch gelacht, könnte man ihr darin nicht nacheifern, wenns drauf ankommt! Je weniger Leute laut mitmachen und ein schlechtes Beispiel liefern - desto eher kippt die Stimmung. Daran kommt man nicht vorbei; nicht ohne Mauer.

Der Gutmensch.

Waldgänger
17. August 2015 18:21

Frau Kositzas Artikel ist gut, gibt zu denken.
Hat wahrscheinlich schon vielen zu denken gegeben.

Leider fürchte ich, dass @ Enickmar mit seiner Sicht richtig liegen könnte:

"Die vielen Ixe sind tatsächlich nur ganz wenige.
Die schweigende Mehrheit, in unserem Sinne, welche erreicht werden könnte, existiert nicht."

Was mich persönlich angeht, so kenne ich in meinem privaten Umfeld leider gerade mal eine einzige Person, die auch bloß so denkt, wie die JF - geschweige denn wie die Sezession.

Diese Vereinzelung ist leider eine Tatsache.
Gespräche und Diskussionen mit Freunden und Verwandten führten überwiegend zu Widerspruch ("Nerv nicht schon wieder... !") und gingen teilweise sogar bis zum entsetzten Kontaktabbruch seitens des früheren Freundes ...
Was über den Eintritt in die AfD oder Teilnahme bei Pegida hinausgeht, stößt auch im privaten Umfeld bei vielen auf Unverständnis und Abwehr.

Den größten Zuspruch findet man bei den sog. einfachen Leuten: dem Busfahrer, der Verkäuferin beim Bäcker, dem Anwohner an einem Asylheim oder einem Polizeibeamten.
Diese Leute sind viele.
Wenn es eine "schweigende Mehrheit" gibt, dann bei den "einfachen" Leuten.
Unter den Akademikern nicht, da stimme ich @ Bernhard zu.

Wem ich mir nun aber den intellektuellen Stil hier bei der Sezession ansehe, dann darf ich annehmen, dass nur eine Minderheit der hier Schreibenden mit solchen normalen Leuten viel Kontakt hat...
Es wäre schön, wenn ich mich irre.

Man muss auch bedenken, dass jene, die wir erreichen möchten - egal ob studiert oder nicht - in Wirklichkeit sooo weit im Mainstream drin ist, dass der Weg von dort weg ein sehr viel längerer und weiterer Weg ist als manch einer denkt.
Hinzu kommt, dass man diesen Weg selbst gehen muss.
Das kann einem niemand abnehmen.

Glücklich der X, der ein anderes Umfeld hat.
Noch besser ist jener x dran, der zusätzlich auch in einer wirtschaftlichen unabhängigen Postion ist.

Das soll keine Entschuldigung für die übrigen Ixe sein und auch das große Verdienst jener, die ihre Spielräume aktiv zu nutzen wissen nicht schmälern.
Es kommt auf die individuelle Situation an.
Man muss das mit seinem eigenen Gewissen ausmachen.

Mr. Kurtz
17. August 2015 18:31

@Max
Es ist zu spät. Das Volk ist tot. Zombifiziert. Da regt sich nichts mehr. Da gärt nichts. Man achte auf den Fäulnisgeruch, der durch die Straßen von Berlin wabert. Die westlichen Nationen verfaulen bei lebendigem Leibe.
-------------------------------------------------
Das ist aber schon ein sehr lustvoll empfundener Zerfallsprozeß, den Sie so eindringlich schildern. Oder was -in Gottes Namen- hält Sie und alle anderen, die diese Sichtweise teilen, davon ab, die vom Fäulnisgeruch durchtränkten Straßen Berlins (und aller anderen verkommenen Städte) endlich zu verlassen ? Hier auf dem Lande, das versichere ich Ihnen, fault nichts, außer vielleicht eine unsterilisierte Milch. Nichts dergleichen, außer günstigem Wohnraum und halbleeren Dörfern. (Fast alle Vorteile, den das Stadtleben einst hatte, sind durch die negativen Entwicklungen und positiven Entwicklungen (z.B. Internet) völlig irrelevant geworden).
Nehmen Sie doch endlich zur Kenntnis, was Henri Bergson, Wilhelm Dilthey und andere Vertreter der "Lebensphilosophie" bereits vor geraumer Zeit über die Lebensfeindlichkeit und Unfruchtbarkeit der Städte geschrieben haben. Dort gibt es keine Zukunft für Europa, aber "Die Dörfer besiegen die Städte" (chinesischer Philosoph);)

Philip Stein
17. August 2015 18:44

Die Frage, die sich ein Großteil der Kommentatoren vermutlich stellen sollte, gestaltet sich recht einfach: Bin ich wirklich sogenannter Xler aus der Überzeugung heraus, dass ich mich im "richtigen Moment" beteiligen werde und gleichzeitig sehnsüchtig auf diesen Tag warte? Oder spiele ich rechtes Theater und bin mir insgeheim im Klaren, dass mir meine eigene finanzielle Bürgerlichkeit auch dann noch wichtiger wäre, wenn wir den ominösen "Tag X" erleben?

In den anständigen burschenschaftlichen Kreisen gibt es - zumindest manchmal - interessante Grundsätze: Wer mit seinem Namen und Beruf vorne an der "Front" steht, der kriegt jene Rückendeckung, die er verdient. Auch dann, wenn jene "Frontstellung" berufliche und monetäre Miesen mit sich bringt. Jene, die in der "Deckung" verharren, haben ihrerseits Leistungen zu erbringen. Wer viel verdient, und es tatsächlich ernst meint mit seinen Worten, der hat zu geben. Natürlich nur dann, wenn die "Front" auch sinnvoll verteidigt wird. Dennoch: Jeder muss seinen Teil beitragen! Wenn schon nicht an der "Front", dann mit Vollgas im Hinterland. Viel zu oft landen die Scheine aber eben doch in den Statussymbolen... und das allerorts!

Desprecio
17. August 2015 18:57

Frei nach Henry de Montherlant ist es sehr schwierig, seinen Mitmen-
schen zu vermitteln, warum das Nutzlose nicht das Sinnlose ist. Nur
dann, wenn man nicht nach der Wirkung schiele, sei man ganz bei
sich. Und so koennte im nutzlosen Dienen eine ebenso tragische wie
wunderbare Lebenserfüllung stecken (aus: Rezension Antaios zum
Kaplaken-Band "Nutzloses Dienen" von Henry de Montherlant).
Eine weitere Aussage von Montherlant lautet: "Was mich aufrecht er-
hält auf den Meeren des Nichts, das ist alleine das Bild, das ich mir
von mir selbst mache".

Möglicherweise erlauben beide Aussagen Montherlants, demjenigen,
dem sie richtungsweisend erscheinen, noch einen mehr oder weniger
kurzen Zeitraum in der uns umgebenden Apokalypse, diesen von den
BRD-Politikern geplanten Genozid am eigenen Volke zu überleben.
Retten werden uns seine Ratschläge mit absoluter Sicherheit aller-
dings nicht mehr. Auch wird man uns nicht mehr die Zeit dazu lassen,
eine wissenschaftliche Analyse zum Nutzlosen bzw. Sinnlosen zu er-
stellen, so sehr einige Mitkommentatoren (auch zu ähnlichen Themen)
dies auch anstreben.

Wie hier auch von anderen schon richtig erkannt, ist an dieser Stel-
le ein Diskurs über weitere Möglichkeiten nicht angebracht.

Wenn wir jedoch eines fernen Tages vor den bohrenden Fragen unse-
rer Nachfahren bestehen wollen, müssen wir ad hoc alles in Betracht ziehen, was den Untergang unseres Volkes und unserer Kultur zu-
nächst aufhält und möglicherweise gar verhindert.

Lediglich unsere Verachtung für alle, die "im Meer des Nichts" ums
Überleben kämpfen, wird uns selbst, unser Volk und unsere Kultur
nicht aufrechterhalten.

Pit
17. August 2015 19:08

Wortvorschlag: ethnozentrisch.
Gegen den Rassismusvorwurf: ich bin ethnozentrisch. M.E. unangreifbar, da Ethnozentrismus allen Gruppen zugestanden wird.

Da der Rassismusvorwurf das absolute Zentrum dieses Krieges darstellt, wäre eine wirksame Verteidigung dagegen sehr bedeutend. O.g. Wortvorschlag könnte m.E. diese wirksame Verteidigung sein.

Rainer Möller
17. August 2015 19:14

Liebe Frau Kositza,

die Angst um die "bürgerliche Existenz" kann man nur verringern, wenn man die Gefahren ernsthaft und dauerhaft thematisiert.
Also: Man muss die einzelnen Punkte präzise durchsprechen - dann zeigt sich, dass manche Gefahr über- oder auch unterschätzt wird.
Man muss Betroffene einladen, damit sie aus ihrer Lebenserfahrung berichten. Dann wird auch deutlich, dass es ein gelungenes "Leben danach" geben kann.
Die Techniken, mit denen Menschen den Verlust ihrer bürgerlichen Existenz bewältigen, müssen ebenfalls Punkt für Punkt durchgegangen werden.
Der wichtigste Angelpunkt ist letzten Endes immer der materielle Lebensunterhalt. Und da muss man schöpferische Lösungen finden und propagieren - sowohl wie man die Lebenshaltungskosten senken kann als auch wie man den Grad der Selbstversorgung erhöhen kann.
Schließlich geht es darum, Überschüsse in ein Netz von Auffangfirmen anzulegen, in denen verfolgte Mitbürger für die gemeinschaftliche Selbstversorgung arbeiten und damit zugleich ihre Subsistenz sichern können. Ein solches Netz würde die Angst vor politischer Verfolgung enorm verringern.
Übrigens muss man sich dabei natürlich die Erfahrungen zunutze machen, die andere mit politischer Verfolgung gemacht haben, u.a. auch die Erfahrungen und Coping-Techniken der Neonazis, die ja tatsächlich schon über einige Auffangfirmen (Securityfirmen) verfügen.

Rainer Möller
17. August 2015 19:17

Umgekehrt gesehen: ich halte es für unverantwortlich, Menschen ins Gefecht zu treiben, solange die o.a. Punkte nicht durchgearbeitet sind.

Roman
17. August 2015 19:21

Sehr geehrte Frau Kositza,

kennen Sie schon diese philosophische Seite, in der es um die Neue Rechte geht?

Siehe unter https://variationenderalternativlosigkeit.wordpress.com/2015/08/16/was-die-geister-scheidet-zum-streit-um-die-rechte-ecke/

Langer
17. August 2015 19:32

X sagt von sich, er taktiere „aus dem Hinterhalt“. Er sei nur einer von x-hunderttausend Schläfern, die dann hervortreten werden, wenn… ja, wenn? Wann?

Sobald es einen richtigen Anfuehrer gibt? Oh verdammt, darf man das sagen auf Sezession, "Anfuehrer"?

Weserlotse
17. August 2015 19:33

Da fühle ich mich direkt motiviert, einem Linken noch heute einen miesen Tag zu bereiten: noch eine Runde drehen und ein paar IB-Aufkleber plazieren.

Arkanthus
17. August 2015 20:03

Wenn der Messias mit seinen himmlischen Heerscharen aus den Wolken kommt. Was erwartet man denn von einem nicht netzwerkelnden forty something X ? Der Mann hat was zu verlieren und als Märtyrer wird es ihm nur die Geschichtsschreibung irgendwann mal danken, vielleicht.

Setzt lieber auf Identitären, der X hat immerhin Kinder gemacht, auch schon was wert, auch wenn es lieber vier denn zwei sein sollten.

Fredy
17. August 2015 20:28

Bin wohl nicht angesprochen. Dokumentationen, Ermittlungen und Konsequenzen gab es genug. Gab, denn es brachte nichts, außer mir selbst Unkosten und Ärger, der bis heut andauert.

Halte es für stillos wenn man seine eigene Kundschaft madig macht. Es wird immer mehr Leser und Käufer geben müssen als Verleger. Seid dankbar wenn ihr davon leben könnt, aber werdet nicht unverschämt.

Kositza: "Unverschämt"! Soo niedrig liegt Ihre Schmerzgrenze??

Mit Feigheit kann man Geld verdienen und Bücher kaufen.
Die legalen Mittel zur Unmutsbekundung in dieser Buntrepublik bieten freilich Beschäftigung und auch schon Ärger genug. Lasst mich und andere aber bitte am Sinn zweifeln. Möglicherweise haben wir unsere Erfahrungen damit gemacht.

Kositza: Dann versteh ich erst recht nicht, wie Sie sich getroffen fühlen können und bellen müssen!

Ich denke tatsächlich, dass du Zeit noch nicht reif ist.

Kositza: Hier wiederum erscheint mir Ihre Schmerzgrenze eher hoch!

Es müssen einige Dinge passend zusammen kommen: Der Herbst muß heiß sein, eine seriöse, charismatische Führungsfigur da sein; eine Bewegung abseits des bisher Bekannten entstehen.

Kositza: Also die Post-Post-Pegida? Dann aber: wirklich, gell?

Hannemann, geh Du voran.

SG
17. August 2015 20:30

Frau Kositza hat natürlich Recht (wie meistens), aber ein Gschmäckle hat so etwas dann doch: Sie verdienen schließlich an diesen X-en, oder? Nur wenn Sezessionabonnent und Käufer bei antaios ab jetzt nur noch sein darf, wer einwandfreies Engagement und "offenes Visier" einschließlich mitspazieren bei einer -ida nachweist, wäre ich bereit zuzugestehen: Ja, in einer solchen Klage über die Lebenslügen der X-en steckt kein Quentchen höchteigener Lebenslügen der Klägerin.

koprolalist
17. August 2015 20:41

Liebe Frau Kositza!
Wie ertappt man sich fühlt.
Und doch denke ich, dass die Xe mehr und lauter werden und dass diess gut so ist.
Ich habe das Kommentieren als X im Internet eingestellt - es ist mir nicht mehr anonym genug und man erreicht nur gleichgesinnte. Ich kommentiere lieber in der Öffentlichkeit. Als kleines aber lautes X rede ich schon mal im Gastgarten oder auf der Strasse so laut, dass die anderen kleinen Xe es hören und vielleicht neue Xe entstehen. Ich bin wie das Kind bei "des Kaisers neue Kleider". Meine Stimme hat keine IP Adresse und sie wird auch von desinteressierten gehört.
Neulich habe ich in einem Hipster Lokal ein wenig lauter aber emotionslos über Pensionen und Zuwanderung referiert und wie unser Ruhestand mal aussehen wird. Die Leute nebenan - garantiert Kultursubventionenten - wurden kreidebleich. Es war herrlich. Es ist noch lange nicht zu spät, es geht voran. Wir müssen nur lauter und bestimmter und vor allem respektloser werden.

knoppek
17. August 2015 21:08

... mal wieder. Auf der einen Seite schätze ich die im Sinne des Wortes freiheitlichen Ansichten der Paarung Kositza-Kubitschek - in dieser Reihenfolge - in hohem Maße, auf der anderen Seite schimmert immer wieder durch, daß das ländliche Exil ein wenig den Blick auf die Zwänge der in normalen Arbeitsverhältnissen stehenden 'Mitbürger' verschleiert.
Ob nun "Xe" oder "VW-Passat-Fahrer" (ein Kubitschek-Kommentar irgendwann 2014) - ohne Sezessions-Abonnenten sähe es in Schnellroda etwas anders aus.

d.n.
17. August 2015 21:18

Heute Morgen, als ich den Artikel las, dachte ich nur: X, dieser feige Hund! Als ich dann in der Mittagspause nochmal an den Artikel denken musste, musste ich meinem ersten Eindruck revidieren: Für einen CDU-Mann ist Xens Auftritt doch recht vernünftig. Nunmehr, nach dem zweiten Glas Wein, frage ich mich, ob es überhaupt einen Unterschied machen würde, wenn Herr X auch die Punkte aus dem zweiten Verhaltenskatalog positiv für sich verbuchen könnte...

jack
17. August 2015 21:41

Zur Beruhigung kann man zuhören, denn Gelassenheit ist das Wichtigste überhaupt in diesen Zeiten.
Ein kluger Mann, Alexander Wagand:
https://www.youtube.com/watch?v=_TNJgBVd8zs

Die geistigen Zwerge des Systems habe abgewirtschaftet und sie wissen es, darum wird das Tempo gesteigert, uns zu provozieren. Die geistigen Zwerge warten förmlich auf eine Eskalation um zuzuschlagen.

Diesen Gefallen sollte ihnen niemand tun.
Wir werden auch das überleben! Die Wahrheit braucht die Lüge nicht und darum wird sie so vehement bekämpft.

Kositza: Mal eines generell: Die Administratoren dieses Forums sind bemüht, über verlinkte Beiträge mehr oder weniger gründlich drüberzuschauen, das ist uns auch für die eigene Hygiene hier wichtig! Bei Viedoclips, die über zwei Stunden dauern, ist das ziemlich schwierig, und es sinkt dann die Wahrscheinlichkeit, daß der Kommentar freigeschaltet wird.

Nemo Obligatur
17. August 2015 21:48

Da bin ich hin- und hergerissen...

Habe den Text schnell gelesen und die meisten Beiträge hier nur überflogen. Und ja, ich fühle mich - zumindest teilweise - "erkannt". Aber dann auch wieder nicht. Denke mir: Frau Kositza hat gut reden. Hat ja alle Brücken hinter sich abgebrochen. Ist der Ruf erst ruiniert...Aber liebe Frau Kositza, wie stellen Sie sich das denn ganz konkret vor? Soll jeder von uns auch eine Zeitschrift herausgeben? Sollen wir uns samstags einzeln mit einem Halsschild in die Fußgängerzone stellen? Aber hallo! Da wären noch ein paar Kleinigkeiten. Mal ganz abgesehen davon, dass nicht jeder zum Mehrtürer taugt...da wären der Job, der die Lebensgrundlage sichert (und der hilft, die Sezession zu bezahlen und die Bücher von Antaios und die gelegentliche Spende für das IfS). Und nicht zuletzt die Familie. Mehr muss ich gar nicht ausführen.

Davon abgesehen: Gemessen am Rest der Landes und der eigenen Vergangenheit - so wenig ist das nicht. Denn wenn ich mich nicht irre, Frau Kositza, sind Sie immer schon rechts gewesen. Viele hier haben aber einen anderen Lebensweg und Lernprozess hinter sich. Auch das prägt. Man wird die Zweifel hinsichtlich der eigenen Überzeugung nie ganz los.

Ich sage mir oft, man muss in seinem kleinen Bereich das wenige wirken, was man kann. Gespräche mit Freunden und Kollegen, und ja, auch mal im Internet die Meinung posten. Das sind vielleicht für andere Unentschlossene notwendige Denkanstöße. Im übrigen (darauf haben andere an dieser Stelle schon vor mir hingewiesen) sind wir Sezessionisten (ich weiß, diesen Begriff hören Sie und vor allem ihr Mann nicht gerne, liebe Frau Kositza, habs neulich erst in ihrem wirklich wunderbaren "Tristesse Droite" gelesen)

Kositza: Jetzt steh ich aber völlig auf dem Schlauch. Hätt' ich das gesagt?! "Sezessionisten", her damit! Ich glaub, ich mochte/mag den Begriff der "Traditionskompanie" nicht- GK hingegen sehr wohl.

nur eine winzige Minderheit im Lande. Eine Subkultur, wenn man so will, kleiner noch als die Freunde mittelalterlicher Blasmusik. Der Arm ist kurz, viel zu kurz. Es ist schon viel gewonnen, wenn wir ein paar Bausteine, Denkansätze und Traditionen in die nächste Generation retten. Das zu wissen und dabei nicht zu resignieren, alles über Bord zu werfen und sich seiner Briefmarkensammlung zuzuwenden, ist nicht nichts.

Hartwig
17. August 2015 21:48

Kleine Empfehlung: "Wild Tales" ein argentinischer Film. Subversion im Alltag. Leute am explodieren. Michael Kohlhaas. Kein politischer Film, unterhaltsam. Aber eben die gezielte Darstellung des Gegenteils unseres Bürgers X.

Fredy
17. August 2015 22:18

Ok, Kositza, dann Klartext. Pegida ist tot. Die Macher haben es versaut. Aber reitet meinetwegen auf dem toten Pferd weiter rum. Es brennt euch aus, ohne dass ein Feuer entsteht.

Feldherrnhalle. Auch zu früh. Alles brauch seine Zeit. Und die richtigen Leute.

Wartet doch ab. Es ist schon alles kaputt. Der Duden kennt kein "kaputter".

Wenn ihr irgendwo wirklich Hilfe braucht oder eine Aufgabe habt, melden. Bin dabei. Kann viel und mach fast alles. Steh zu dem was ich sage. Aber am Demokratiezirkus beteilige ich mich nicht (mehr). Spazierengehen müsst ihr allein.

Monika
17. August 2015 22:20

Matthaeus 19

…20Da sprach der Jüngling zu ihm: Das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf; was fehlt mir noch? 21Jesus sprach zu ihm: Willst du vollkommen sein, so gehe hin, verkaufe, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm und folge mir nach! 22Da der Jüngling das Wort hörte, ging er betrübt von ihm, denn er hatte viele Güter.…

Der X-Typ ist eigentlich in allen politischen oder weltanschaulichen Gruppierungen zu finden. Es ist eher eine Charakterschwäche. Das Neue Testament nennt diese Menschen lau. Nicht Fisch nicht Fleisch.
Angst vor der letzten Konsequenz.
Nur etwa 2 Prozent einer Population ( eines Volkes, einer Gruppe usw.) sind bereit zum Widerstand bis zur letzten Konsequenz.
Die Mehrheit ist lau. Die Masse ist träge. Das ist einfach so. Wir sind so. Ich auch.
Umso mehr sollten wir im Kleinen versuchen, dort wo wir können, widerständig zu sein. Mit unseren je eigenen Fähigkeiten. Mit Gleichgesinnten. Die Lauen mitziehen, begeistern. Ängste abbauen.
Gelungene Aktionen machen Spaß.

Nemo Obligatur
17. August 2015 22:20

Im übrigen (darauf haben andere an dieser Stelle schon vor mir hingewiesen) sind wir Sezessionisten (ich weiß, diesen Begriff hören Sie und vor allem ihr Mann nicht gerne, liebe Frau Kositza, habs neulich erst in ihrem wirklich wunderbaren „Tristesse Droite“ gelesen)

Kositza: Jetzt steh ich aber völlig auf dem Schlauch. Hätt‘ ich das gesagt?! „Sezessionisten“, her damit! Ich glaub, ich mochte/mag den Begriff der „Traditionskompanie“ nicht- GK hingegen sehr wohl.

Jaja, da haben Sie recht, Frau Kositza. Ich habe mich da nicht sorgfältig ausgedrückt. Ihr Mann stört sich an dem Begriff...Ich will Ihnen da nichts unterstellen...Aber ich wollte nicht auch erst umständlich in dem Gesprächsband blättern, bevor ich hier etwas schreibe, und habe aus dem Gedächtnis zitiert.

Das erwähnte Buch möchte ich an dieser Stelle nachdrücklich zur Lektüre empfehlen. Es ergänzt Ihr kleines "Impulsreferat" trefflich und ist sowieso vorzüglich.

Falkenstein
17. August 2015 22:42

Ja - so ist es, Frau Kositza. Leider.
Und so war es auch 1989 in der DDR.
Und wahrscheinlich auch nach der Stauffenberg Aktion 44.
Und weil die jüngere Geschichte der Deutschen diese Warze mit sich schleppt, möchte ich an jene starke Generation erinnern, in der Adalbert Harnisch sein Vormärz Lied im Gut Böttchershof (bei Königsberg), 1845 entwarf.
"Drum ihr Bürger, Brüder, alle eines Bundes Glieder, was auch jeder thu`- thun wir denn dazu!"
Was für eine Kraft wohnte diesen Bürgern inne, welch ein Opfergeist!
Ich konstantiere; der Deutsche von heute ist derart harmlos - berechenbar, das es sich der große Welten Zampano leisten kann, der "germanischen Bestie" den Kopf in den Rachen zu stecken und im Trommelwirbel selbigen Männchen machen lassen kann.
PEGIDA hätte das Hochverratsregime der Farbenparteien der BRD bereits in diesem Sommer zwingen können, den Willen des Volkes nach
Fremdbesiedelungsstop durchzusetzen wenn die Bürgerschaft das simpelste getan hätte was ihr gefahrlos gegeben ist: den Hintern zu heben und zu 100.000 + X zu demonstrieren.
Haben sie es?
Da sind wir wieder bei ihrer treffenden Analyse.
Und doch soll es uns befleißigen, uns an Kubitscheks gute Worte in Dresden zu erinnern:" Es ist eine Lust zornig zu sein"!
Ich bin verdammt zornig.
Und deshalb nehme ich den vielen kleinen Herren und Damen "X" um mich herum ihre Saturiertheit weg, ihr Wohlfühlgefühl, ihre Scheinheiligkeit. Ist nicht minder erodiernd wie die Demos.

Ellen Kositza
17. August 2015 22:43

Ferienzeit ist Kinderzeit, drum komm ich erst am späteren Abend an den Rechner. Lieber wärs mir gewesen, direkt auf denen einen oder anderen Beitrag zu antworten. Drum hier nur kurz:

@ Waldgänger, @Knoppek: Ich muß Ihnen doch sagen, daß die schon öfters geäußerte Befürchtung, wir könnten in unserem "ländlichen Exil" eventuell zu wenig Kontakt zu den "normalen Leuten" haben, deutlich fehlgeht. Denken Sie bitte daran, daß wir sieben Kinder haben! Die besuchen völlig normale Kindergärten, Grundschulen, unterschiedliche Gymnasien, diverse Sportvereine (insgesamt sechs an der Zahl), Musikschulen etc. Wir bewältigen als kinderreiches Ehepaar deutlich mehr Sommerfeste/Aufführungen/Elternabende/Turniere/sonstige Feten als der Durchschnittsbürger; und da wir unter drei Dächern siebzehn Zimmer haben, haben wir selten keinen Handwerker hier. Die "Tierkontakte" (Hühner-, Enten-, Ziegenzuchtvereine etc.) nicht zu vergessen! Ich glaube glatt, wir stehen somit in engerem/vielfältigerem Kontakt zum Otto-Normalbürger als mancher Großstädter!

@Wolfgang: das ist auch an Sie adressiert; es ist ein Trugschluß, daß unser trutziges, hochmittelalterliches Rittergut (13. Jh.) ein "idyllisches Schlößchen" wäre! Weitgefehlt! Wir stehen schon mitten im leben. Übrigens, Wolfgang, nein, zu einer 100 Mann-West- Pegida wär ich (vermutlich) auch nicht gegangen. Aber zwischen "sich verbrennen" und "sich schonen"/"getarnt abwarten auf den Kairos" paßt doch mehr als ein Blatt, oder?

@Westpreuße: Toll, Ihr Heino-Bericht! Wir waren grad in Schlesien und haben rund um Oppeln überall die Plakate gesehen. Und mehr noch: Wie abgemeldet die Deutschen dort von der BRD sich fühlen, merkten wir daran, wir sehr dem ollen Heino (als "Brücke zur Heimat") entgegengefiebert wurde. Und: War ich früher mit meinen Eltern in Schlesien, schimpfte mein Papa immer mit den Schlesiern, daß deren Enkel kein Deutsch beherrschten. Nun, woher auch, es war verboten! Nun aber nicht mehr, und siehe da: Sie lernen es wieder, und auch weil dt. Filme nicht synchronisiert werden, beherrschen sie es mittlerweile ganz passabel. Es rührte mich sehr.

@ Desprecio: Ja, Montherlant, danke. Lesen!

@Pit: Sich offensiv (als Alternative) das Attribut "ethnozentrisch" anzuhängen... Nja. Weiß nicht, in welchen Kreisen das fruchten soll. Erscheint mir naiv. Wen soll das beeindrucken, und warum? Nur weil es irgendwie ein Fremdwort ist?

@vielnamiger Xler: Sie sprechen meine "Naumburg-Szene" an. Klar, ich/wir renne/n nicht mit dem Hammer durch die Gegend. Nur Narren tun das. Aber wenn Sie Ihre Mitmenschen kenne, wissen Sie doch um die Unterschiede!

Eckesachs
17. August 2015 22:43

@Rainer Möller

,,Umgekehrt gesehen: ich halte es für unverantwortlich, Menschen ins Gefecht zu treiben, solange die o.a. Punkte nicht durchgearbeitet sind."

Ich gebe Ihnen Recht.
Ich würde anders handeln, da bin ich ganz sicher, wäre ich nicht finanziell einigermaßen unabhängig.

Zufrieden wäre ich aber gewiß nicht! Das weiß ich noch von früher.

Dann ,,haut man eben in den Sack", ohne abgesichert zu sein. Das ist eine Frage der inneren Einstellung. geht schon irgendwie weiter. Gottvertrauen!

@Koprolalist

Auch ich rede gerne laut, wenn ich einen demagogischen Sinn darin sehe oder sehr ärgerlich werde. In den Augen der Leute sehe ich dann aber keine Zustimmung, sondern eher Unsicherheit und Angst.

Etwas ganz allgemeines:

Unser Gegner - als einzelner Proasylfuzzi oder Antifant, oder sonstwas - ist schwach! Ganz unglaublich schwach!

Man kann sie zum Einknicken bringen, nur durch nicht zurückweichen! Keinen Schritt zurückgehen!

War im Februar bei Pastor Latzel in Bremen, dort demonstrierten Pastoren und ihre Helferlein aus der Gemeinde gegen den bösen Latzel.

https://www.welt.de/regionales/hamburg/article137740590/Umstrittene-Predigt-Meinungsfreiheit-oder-Hetze.html

Mein Freund und ich sprachen zwei Demonstrantenweiber an, die Schilder hochhielten, auf denen stand ,,Gott küßt Allah". Ganz freundlich und zuvorkommend, wie man ein Weib eben behandelt.

Diese waren sofort verunsichert, wurden zappelig, wichen den Fragen aus,und, gingen weg...

Dafür gibt es im Deutschen ein Wort:

Seinen Standpunkt verlassen.

Ich mache es den Bremer Städtern zum Vorwurf, daß wir das übernehmen mußten. Offenbar wurden die Mädels noch nie kritisch angesprochen, das merkte man. Der anonymisierte Städter, der Massenmensch, verliert den Kontakt zu seinesgleichen. Er redet über ihn, nicht mit ihm. Konrad Lorenz prägte den Begriff ,,not to get emotionally involved" für dieses Städtertypische Verhalten.

Es gibt viele Möglichkeiten. Nutzen wir sie nach unseren Möglichkeiten.

Kositza: Das ist es! Ihren Beitrag würd ich theoretisch gern "liken"!

Andreas Kammnagel
17. August 2015 22:51

Also bis auf b) im zweiten Teil, was ich etwas paranoid finde, sowie i) und j), ebenfalls im zweiten Teil, was ich zum Augenverdrehen nervtötend finde, ist der X im Großen und Ganzen doch ein ganz passabler Kerl.

Ein Großteil meiner politisch interessierten Freunde (also insgesamt ein recht kleiner Teil meiner Bekanntschaften) ist so. Und sie haben recht. Wer sich verausgaben möchte, soll das tun, ich schätze solche Leute sehr, aber der vernünftige Rest ist doch schon ausreichend ausgelastet, sein eigenes Leben ordentlich zu gestalten - nicht nur heutzutage.

Also, kleiner Gruß an jene, die sich jetzt hier kasteien: Es ist wirklich nicht so schlimm, im Verborgenen zu bleiben.

Nordlaender
17. August 2015 22:58

@ Pit

"Wortvorschlag: ethnozentrisch.
Gegen den Rassismusvorwurf: ich bin ethnozentrisch. M.E. unangreifbar, da Ethnozentrismus allen Gruppen zugestanden wird."

Das ist überaus klug. Ein raffinierter Schachzug.

Kann mich da nur anschließen, denn als (proweißer) Rassist, dem die Jacke näher ist als die Büx, das Schicksal unseres deutschen Volkes mehr am Herzen liegt als das der Kurden oder Tibeter, orientiere ich mich implizit damit ebenfalls ethnozentristisch.

(Wiewohl ich in der Regel kulturmarxistische Begriiffe wie "Ethnie" meide wie der Beelzebub das Weihwasser.)

Fredy
17. August 2015 23:00

@Eckesachs

Das ist jetzt alles nicht ungewöhnlich. Hat mit rechts oder national nichts zu tun, nur mit Selbstbewusstsein. Jeder, der entsprechend auftritt (und es gibt auch Gegner, die das beherrschen) weiß, dass er in dem Augenblick Macht hat und Zustimmung erfährt, offen und verdeckt.

Und weiter? Dachte es ging um mehr. Hatte das hier als Aufruf an die Waffen verstanden.

Ich will auch "Liken" können.

Konservativer
17. August 2015 23:09

Ein guter, bedenkenswerter Beitrag von Frau Kositza

Ich habe mehrfach darüber nachgedacht, ob ich mit Klarnamen schreiben soll.
Meine berufliche Situation ist allerdings zu prekär um das zu tun. Als Linker (selbst als radikaler Linker), der ich einmal war, wäre das in meinem beruflichen Umfeld kein Problem.
Aber wenn ich mich als Rechter outen würde, wäre ich im Handumdrehen erledigt. Und dann da ist niemand, der mich und meine Frau auffangen würde.
Zudem bin ich nicht bedeutend genug, um mit einem öffentlich gemachten Bekenntnis "ich bin ein Rechter aus Überzeugung" eine Breitenwirkung zu erzielen.
Denjenigen, denen ich das sagen kann, denen habe ich es bereits gesagt und die haben es geschluckt.
Natürlich agitiere ich unter gewissen, ausgewählten Kollegen, äußere ihnen gegenüber meine Meinung. Da ich verbal gut unterwegs bin, bereitet mir das in der Regel keine Schwierigkeiten.
Selbst der Held Siegfried aus der Nibelungensage bediente sich dort, wo es es für richtig hielt, einer Tarnkappe. Wäre er nicht so vertrauensselig gewesen, hätte er mit Sicherheit länger gelebt
Wenn das eine Option für einen Helden ist, wieso dann nicht für mich, der ich kein Held bin.

Kositza: Ich konnte Siegfried deshalb nie gut leiden! (Schon im Namen von Brünnhilde nicht!) Unter Klarnamen zu schreiben, halte ich allerdings gar nicht für eine Notwendigkeit. Wie gesagt, man muß sich ja nicht "verbrennen". Übel stößt mir hingegen auf, wenn einer besonders krass/infam/feindselig schreibt und nicht mal intern seine (doch eher anonyme) elektronische Adresse hinterlegt.

In einem Land wie Deutschland, in dem, wie ich denke, allerorten der induzierte Irrsinn grassiert, in dem der ethnosuizidäre Wahnsinn propagiert, für gut und richtig gehalten wird und so zu einem Allgemeingut geworden ist, muss ich mir genau überlegen, was für mich persönlich Sinn macht und was nicht.

Fleischhauer hat sein Buch "Unter Linken" betitelt, ich würde mein Buch, wenn ich denn eines schreiben sollte, "Unter Irren" nennen.

jack
17. August 2015 23:21

@ carl sand

Hier ist Kreativität gefragt. Natürlich strikt am Rande des Strafrechts. Hier darf man ruhig dreckig, hinerhältig und ein bisschen feige sein.

Nein!
Dreckig, hinterhältig, feige - was würde uns dann von unseren Feinden unterscheiden? In der Wahrheit bleiben, alles andere ist verächtlich und unser unwürdig.

Eckesachs
17. August 2015 23:29

Einige Ausschnitte, die mir gefallen:

Von Falkenstein:

,,Ich konstantiere; der Deutsche von heute ist derart harmlos – berechenbar, das es sich der große Welten Zampano leisten kann, der „germanischen Bestie“ den Kopf in den Rachen zu stecken und im Trommelwirbel selbigen Männchen machen lassen kann."

Herrlich! Lerne ich auswendig!

Von Monika:

,,Der X-Typ ist eigentlich in allen politischen oder weltanschaulichen Gruppierungen zu finden. Es ist eher eine Charakterschwäche. Das Neue Testament nennt diese Menschen lau. Nicht Fisch nicht Fleisch.
Angst vor der letzten Konsequenz."

Ja.
Jedoch werden Leute mutiger, je mehr andere sich bekennen. So ist das mit der Masse, sie ist kurzzeitig nutzbar.

Von Fredy:

,,Wenn ihr irgendwo wirklich Hilfe braucht oder eine Aufgabe habt, melden. Bin dabei. Kann viel und mach fast alles. Steh zu dem was ich sage. Aber am Demokratiezirkus beteilige ich mich nicht (mehr). Spazierengehen müsst ihr allein."

Knappe norddeutsche Ansage! Gefällt mir.

Von Bernhard:

,,Was werden meine Nachfahren dann sagen? Auf jeden Fall war es erfolglos. Nichts konnte aufgehalten werden. Habe ich versagt?"

Ich kenne diese Frage, weil ich sie mir oft stelle. Ich komme zu dem Schluß, den man natürlicherweise nach einer Wirtshausschlägerei zieht, die Augen blau, die Zähne locker, alles tut weh, das Gesicht dick und verschrammt:
,, Ha, egal! Hauptsache dem Anderen hat`s auch ordentlich weh getan!Wieder eine gute Geschichte, die man erzählen kann!"

Sieg oder Unsieg, darüber entscheidet Gott allein. Über die Ehre sind wir selber Herr und Meister.

Von: Ein Fremder aus Elea

,,Wann raunze ich jemanden an? Na? Wenn die Mehrheit denkt: Ist auch höchste Zeit. "

Ich bin erstaunt. Gehen nicht manchmal die Pferde mit Ihnen durch? Was wäre das Leben ohne gelegentliche Kontrollverluste? Langweilig. In Elea will ich nicht wohnen.

Carl Sand
17. August 2015 23:31

@jack

Net amol ignorieren, sowas.

Gehen Sie Bücher lesen, oder schreiebn Sie einen Aufsatz oder weiter schaffe schaffe, raffe raffe. Karrikatur.

Fredy
17. August 2015 23:44

@Konservativer

Du bist echt eine arme Sau. Und das meine ich nicht beleidigend.

Wie kann man so leben? Ist das Leben? Und was hat das mit Konservativ zu tun?

Letzte Frage ziehe ich zurück. Das ist die Antwort auf die beiden Fragen zuvor.

Verdammt, wie oft sind mir Siegfriede wie Du im Weg gestanden. Und gewiss nicht nur mir. Wenn das Gegner wären, wäre alles verständlich. Man kann sich vielleicht politisch vom Linken zum Rechten wandeln. Der Charakter bleibt leider. Ihr lernt Eure Lektion nur durch persönliche Betroffenheit: Jobverlust, Vergewaltigung der Tochter, Frau verliebt sich i Refugee oder ähnliches. Was Dich nicht persönlich und tief betrifft, betrifft Dich nicht. Das braucht alles noch Zeit. Wir müssen warten.

Eckesachs
17. August 2015 23:51

@Fredy

,,Das ist jetzt alles nicht ungewöhnlich. Hat mit rechts oder national nichts zu tun, nur mit Selbstbewusstsein. "

Habe ich nicht behauptet.

Was ich aber behaupte, ist folgendes: das Selbstbewußtsein wächst mit der Übung. Es verhält sich wie mit einem Muskel, den man üben oder vernachlässigen kann. Durch die innere Festigkeit, die Überzeugung, und vor allem den Glauben an Gott tritt die Stärke hervor. Diese Stärke strahlt und wird von Freund und Feind wahrgenommen. An sich selber bemerkt man es nicht oder nur dann, wenn andere es einem mitteilen.

Mein Vorgesetzter beschrieb kürzlich meine Körpersprache, während eines ,,Personalgesprächs" mit dem ganz großen Chef. Sein Blick war bewundernd bis unsicher als er es beschrieb. Ich hätte plötzlich beide Hände auf den Tisch gelegt (vorher saß ich wohl entspannt zurückgelehnt) , fixierte meinen Gegner mit starrem Blick, rutschte auf dem Stuhl an die vorderste Kante und wurde stocksteif und gerade, bevor ich meine Rede begann.

So etwas merkt man selber nicht.

Er sagte dann zu mir, er hätte das noch nie gesehen und fand es sehr ,,interessant".

Ich fragte ihn nach dem Anlaß, welcher mich zu der Verhaltensänderung bewog, er erinnerte sich nicht.

ich schon.

Das war, als der Chef mir sagte, daß er schon längst etwas gegen mich unternommen hätte, hätte ich ihm einen arbeits - oder strafrechtlich relevanten Grund geliefert.

Hagen befragte die Nixen im Rhein und sie sagten ihm die Zukunft voraus, aber sie logen. Als er sich als ehrlich erwies und ihnen die Kleider zurück gab, sagte eine der drei ihm die Wahrheit. Keiner würde zurückkehren, nur der Kaplan.

Daran dachte ich in diesem Moment.

Jetzt suche ich mir meinen Volker und dann schmeiße ich noch den Kaplan ins Wasser, mitten im Strom. Der grimme Hagen muß ja auf Nummer Sicher gehen.

Im Deutschen sagt man zu diesem Verhalten: ,,Den Rücken gerade machen (halten)."

Kann man üben.

Andreas Walter
17. August 2015 23:57

Egal. Ich könnte mir keine bessere und gesündere Geisteshaltung zum sterben wünschen als die, die ich im Augenblick habe. Das Einzige was ich armselig, traurig und irgendwie gemein finde ist, dass wir ausgegrenzt werden, jetzt auch schon beruflich. Das ausgerechnet die Leute die sich sonst ständig für Minderheiten, Exoten, Schwache und Fremde stark machen uns abkanzeln als wären wir Aussätzige. Oder Juden im Dritten Reich. Das zeigt doch erst die ganze Verlogenheit, die Selbstlüge dieser Leute, die sich ja alle ach so liberal, verständnisvoll und tolerant geben. In der Beziehung scheint das Re-Education Programm der Alliierten an den Deutschen zu echten Demokraten doch vollends gescheitert zu sein. Zumindest kann man aber an der Gegenwart gut erkennen, wie auch damals wohl eines zum anderen kam, bis alles in einem fürchterlichen Krieg geendet hat. Wie auch schon im Krieg davor. Keiner wollte ihn angeblich, doch er kam trotzdem. Es gibt wohl Dinge, die jenseits der menschlichen Vernunft liegen, vielleicht doch niemand Herr der Lage ist ausser der Herr selbst. Liegt aber auch ein bisschen an der Natur des bösen Spiels. Wer als erster zur Mistgabel greift hat verloren. Furcht ist darum kein guter Berater, ausser bei direkter, unmittelbarer, körperlicher Selbstverteidigung. Also Geduld. Denn wie heisst es so schön: Beim Geld hört die Freundschaft auf. Wegen Geld sind die meisten aber hier. Doch auch die nächste Wirtschaftskrise, Rezession wird kommen, weil nur wahre Werte echte Werte, ewige Werte sind.

Urwinkel
18. August 2015 00:25

"Fleischhauer hat sein Buch „Unter Linken“ betitelt, ich würde mein Buch, wenn ich denn eines schreiben sollte, „Unter Irren“ nennen."

Ist seit 2012 schon auf dem Markt. Es heißt: Die Stunde der Dilettanten. Untertitel: Wie wir uns verschaukeln lassen, von Thomas Rietzschel. Nicht minder unterhaltsam als Fleischhauers Schmöker. Aber in Essayform gebracht. Nicht so subjektiv geschrieben.

WKV
18. August 2015 00:57

Ich, aus Marburg kommend, war dieses Jahr ca. 3-4 Mal bei KAGIDA und etwa 10 Mal bei PEGIDA in Frankfurt. Frankfurt war ein-, zwei Mal eine Ü-100-Mann-Veranstaltung, die letzten Male eher U-50-Mann-Veranstaltungen. Das letzte Mal als ich da war, begrüßte uns alle Freie-Wähler-Stadtrat Mathias Mund (Gatte von Veranstalterin Heidi Mund ["Die mutige Deutsche"]) persönlich per Handschlag und kannte wohl auch schon so ziemlich alle Gesichter der wenigen anwesenden Stammgäste im Gehege.

Das war ein einziges Trauerspiel, was ich dafür Leute kennen gelernt habe. Alles BRD-Bürger, die die BRD retten wollen und nicht Deutschland. Meinem Eindruck nach waren die meisten von denen bestenfalls PI-nahe, was die Weltsicht angeht, viele nicht mal das. Nach Auflösung der Veranstaltung und Polizei begleiteter U-Bahn Wegfahrt mit anschließender Rückfahrt zum Hauptbahnhof, zeigten sich meine Mitfahrerinnen sehr erfreut über den doch so freundlichen südländischen "Sicherheitsmann" in der S-/U-Bahn. Auf der Demo selbst bat mich mehrmals ein Freak, ihm behilflich zu sein, ein Gandhi-Transparent hochzuhalten. Auch dieser Typ typischer BRD-Bürger ohne jedes Wissen, also noch nicht mal wirklich islamkritisch.

Die einzigen vernünftigen Leute, die ich dort kennen gelernt habe - es war das zweite Mal in Frankfurt (und nur dieses Mal) - das waren Mitglieder bzw. Sympathisanten einer bekannten politischen Hexenvereinigung, die von Heidi Mund zur unerwünschten Personen auf der Demo erklärt wurden.

Alleine dass sich im Rhein-Main-Gebiet nur kaum 50 Leutchen zusammenfinden, zeigt wie katastrophale Lage in der West-BRD ist. Es gibt offensichtlich fast niemanden der bereit ist auch nur solche harmlose Veranstaltungen zu besuchen.

Im Zug nach Frankfurt, sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt saß ich öfters in Sichtweite von irgendwelchen studentischen Anfi- oder DIE-PARTEI-Leuten..... mit Ausnahme der erwähnten NPD-Leute gibt wohl niemanden in Hessen, der sich zu solchen Veranstaltungen aufmacht. Früher dachte ich, in Marburg und Gießen gäbs Studentenverbindungen mit entsprechenden Sympathien, aber war wohl ne Einbildung.

Andreas Walter
18. August 2015 01:04

Hahaha, "Asylbewerber gen Osten [ab]schieben". Hat der Kretschmann echt gesagt? Wie taktvoll.

https://www.youtube.com/watch?v=kzt1zYoAcKU&spfreload=10

Weil es da auch so viel Arbeit gibt, oder was? Dann eskaliert eben alles noch schneller. Das muss auch das eigentliche Ziel sein, eine Provokation. Anders lässt sich auch dieser Unsinn nicht erklären. Für mich trägt das alles die Handschrift der Kahanistin, erinnert mich aber auch an passiv-aggressive, Grüne Protest- und Demonstrationskultur. Zu dumm nur, dass die "Neuen Mitbürger" eher aktiv-aggressiv sind. Israel steht halt auch unter Druck.

https://www.youtube.com/watch?v=5mKWmmH7sZs

Konservativer
18. August 2015 01:10

Sehr geehrte Frau Kositza

Siegfried wird kontrovers beurteilt, die Sache mit Brunhilde war nicht das, worauf ich abheben wollte (ein Freundschaftsdienst für Gunther, der ihm von diesem übel vergolten wurde).
Für mich ist der Siegfried der Sage in Wirklichkeit der reale Arminius, der ab einem bestimmten Zeitpunkt getarnt unter Römern lebte, seinem Kommandeur Varus als loyaler Römer galt (obgleich er inzwischen, von den Römern unbemerkt, zu einem loyalen Germanen geworden war).
Erkenne die Lage und handele entsprechend, wenn du gewinnen willst ...

https://www.youtube.com/watch?v=gqn_8uSZlKE

Paule
18. August 2015 02:25

Sehr geehrte Frau Kositza, ihr Beitrag hat mich sehr traurig gemacht.

Herr X ist nicht zu retten er hat keinen Stolz, keinen Mut, keine Selbstachtung und er ist dumm denn er hat keine Hoffnung mehr!

Nicht weil er sich in seinem Leben eingerichtet hat und Angst vor den Konsequenzen hat wenn er seinen Herren widerspricht, nein das vergeht wenn er merkt das seine Feigheit ihn nicht vor Schaden bewahrt.

Nein, das schlimme ist das er seinen Kindern die Zukunft nimmt. Er glaubt nicht mehr daran das das Leben seiner Kinder besser werden kann, ja muß wenn es nicht schlechter als sein eigenes werden soll. Er weigert sich seinen Kindern die Wahrheit zu sagen, ihnen zu vertrauen, damit verweigert er seinen Kindern die Möglichkeit selber zu Hoffnung, Mut, Zuversicht, Stolz und ein selbstbestimmtes Leben, für sich selbst und ihre Kinder zu finden und dafür zu kämpfen.
Er hat ihnen die Alternativen, die Wahrheit vorenthalten und er weiss es!
Das ist das das schlimmste. Er nimmt seinen eigen Kindern und damit sich selbst die Hoffnung, Glaube, Zukunft, denn wer oder was, wenn nicht die Kinder sind seine Zukunft.
Er selbst löscht sich aus. Er löscht seine eigenen Erinnerungen, Erfahrungen, Taten, Hoffnungen und Glaube, die seiner Familie und damit die seines Volkes, in dem er sie nicht an seine Kinder weiter gibt. Er ermordet sich und seine Nachkommen.
Schaut Euch um überall werden die Erinnerungen an unser Volk tagtäglich ermordet. Straßennamen, Sprache, Denkmale , Helden, Mythen und Sagen, Lieder und Geschichten. Entfernt, zerstört, verfälscht, vergessen ...
Wenn sie nicht mehr sind, sind auch wir nicht mehr. Asche verweht im Wind ...
Ich bin Traurig ... und voll Wut und ...

Mit Bewunderung Paule

Olaf
18. August 2015 05:33

Das Richtige wählen und das Falsche abwählen, ist auch nicht unwichtig, (sofern es keine Wahlfälschungen gibt). Wenn alle so gewählt hätten wie ich, wären die CDUSPDLINKEGRÜNE-Politiker alle arbeitslos und raus aus dem Bundestag. Nach dem Motto: Wer Deutschland nicht liebt, soll den Bundestag verlassen.

Siddharta
18. August 2015 06:28

Wenn man schon lange aus der Schule raus ist, vergisst man nur allzu leicht die Grundsätze der klassischen Mechanik. Die Trägheit der Masse erfordert ein hohes Maß an Kraft, um sie in Bewegung zu setzen. Ist dies jedoch einmal geschehen, dann bedarf es aufgrund eben dieser Trägheit auch viel Anstrengung, um sie zu bremsen. Übertragen auf die Ebene des Politischen verspricht dies nicht nur den biologischen Fortbestand unserer Ethnie sondern auch sein Aufblühen in einer neuen - ich vermeide es, an dieser Stelle den Begriff "gesäubert" zu verwenden - Umwelt.

Arminius Arndt
18. August 2015 07:31

Aus der Generation X, die mit 30 gestorben ist, um mit 70 beerdigt zu werden und angeblich eine exhibitionistische Bescheidenheit pflegte (in Deutschland wohl eher weniger), wurde, was nahe liegt, der Konservative "X". Nur, warum aus allem einen Life Style, ein Drama machen? Das Leben geht weiter ... auch wenn man mit Mitte/Ende 40 noch nicht einmal für 15 Minuten Superstar war, wie es einem in der Jugend vorhergesagt wurde. Es geht Richtung Herbst ... und nach jedem Herbst geht es weiter.

https://www.youtube.com/watch?v=bS04QjG18UI

Hartwig
18. August 2015 08:17

@ jack

Nein.
Bin auf Seiten von @Carl Sand. Ticke ähnlich.
Und vor allem: Jeder kleine Herr X kann das tun, was @Sand tut.
Anonym bleiben, Flugblätter streuen, Aufkleber kleben, den öffnetlichen Raum mit Botschaften "verunzieren", ... da gehört nicht viel dazu, ein wenig Phantasie, gewissermaßen waldgängerisch tätig werden.
Das muss nicht JEDER machen. Aber wer sonst nichts tut, der kann wenigstens DAS tun.
Unser Gegner hat keine "Würde" verdient.

Weserlotse
18. August 2015 08:31

Gefällt mir ebenfalls, was Eckesachs sagt.

Ja, es ist so, unsere Gegner sind in ihrer Mehrzahl argumantativ schwach. Das ist kein Wunder, denn es ist immer bequemer, sich der Meinung anzuschließen, die mit viel Tralala als die richtige propagiert wird, und die einem gratis das wohlige Gefühl beschert, auf der richtigen Seite zu sein. Doch man merkt schnell, wie viele Leute wanken, wenn ihnen ernstzunehmender argumentativer Gegenwind entgegenweht. Man merkt es daran, daß sie sich auf einer emotionalen und moralischen Ebene verschanzen; es hat den Anschein, als müßten sie sich vor allem selbst ihres Standpunkts versichern.

Die meisten hier dagegen werden sich ihre Meinung durch viele Selbstzweifel hindurch hart erarbeitet haben. Wer in wesentlichen anders denkt als die meisten um ihn herum, der befindet sich in einer feindseligen Umgebung, die eine ständige Selbstreflexion erzwingt. Daraus sollten sich gewisse Fähigkeiten entwickeln lassen.

Das ist die meines Erachtens richtige Strategie: ständige Wühlarbeit, Zweifel säen, Zweifel verstärken, die Schweigespirale durchbrechen. Sich tarnen dort, wo man es muß; sich aus der Deckung wagen, wo man es kann. Dabei aber niemals die sachlich-argumentative Ebene verlassen.

Schopi
18. August 2015 08:37

Ja ja, die einfachen Leute verstehen die Dramatik der Lage, während die Intelligenteren (sog. Intellektuelle) dazu zu dumm erscheinen.

das ist doch wieder Wasser auf die Mühlen der Analytiker und Meinungsmacher.

Im Ernst: dieses Phänomen etwa, daß sich die Intelligenzija fast immer geschlossen zur gerade herrschenden Macht bekennt (das war auch bei den Nazis und in der DDR so), wäre doch auch ein höchst interessanter Forschungsgegenstand für amerikanische Gesellschaftsforscher - vielleicht kommt man dann auch zu dem Ergebnis, man könnte diese "Krankheit" im Schlaf therapieren.

Ansonsten sehr guter und provokanter Beitrag von Frau Kositza - nur bitte auch bedenken: nicht jeder kann es sich leisten mit offenem Visier überall mit Name und Adresse gerade zu stehen. Da ist ein stiller Protest, etwa nur im Gasthaus zum grünen Baum zu speisen auch was wert - würde jeder so denken, käme der einheimischen Gastronomie zu Gute und würde immerhin zur drastischen Dezimierung der fastfood Fressbuden führen.

W. Wagner
18. August 2015 09:24

Philip Stein hat einen wichtigen Punkt angesprochen:
Wenn es etwa einen Fond für Historiker etc. gäbe, oder für einige
derer, die sich in der Sezession-Leser-Datei befinden, so
könnten diese weiterhin ihre großen Werke schaffen UND aus der Deckung
kommen!!! Vielleicht könnten jene, die sich hier selbst als x bezeichnen,
mit Kubitschek & Lehnert über die Finanzierung entsprechender
Personen sprechen, ...

marodeur
18. August 2015 09:35

Weserlotse:

Doch man merkt schnell, wie viele Leute wanken, wenn ihnen ernstzunehmender argumentativer Gegenwind entgegenweht

Ja, die Naivität der Leute ist grenzenlos. Es ist fast zu einfach. Jeder hat ja seine Lieblingsprovokation. Ich mag z.B. das Gespräch über die guten Produkte aus der Region. Ich frage dann immer, ob das denn nicht diskriminierend gegenüber den leidenden Bauern in Ägypten wäre. Dann erzähle ich mit großem Vergnügen von Neonazis, die Biogemüse züchten. Besonders einfach wird es bei den Themen Fremdenfeindlichkeit oder Überfremdung. Da berichte ich gerne von meiner pathologischen Unlust auf Veranstaltungen, bei denen ich niemanden kenne. Nachdem alle zustimmen, dass das doch garnicht so pathologisch wäre, folgt mein ausgedehnter Bericht über die Zustände in Frankfurt. Die meisten äußern sich nicht groß dazu, aber man sieht den Zweifel in ihren Gehirnen arbeiten.
Ehrlich gesagt, es macht schon manchmal Spaß, eine Art Gesinnungs-UBoot in der Masse zu sein.

Laokoon
18. August 2015 09:45

Wenn man schon argumentativ gegenüber Ellen Kositza im Nachteil ist, dann sollte man als X doch wenigstens wissen, bei wem man geistigen Waffenschutz belegen könnte:

Ich ziehe unverschämterweise die Ernst Jünger Karte und lege folgendes Zitat vor:

"Wie sie das leisten, bleibt eine Frage des Widerstandes, der durchaus nicht immer offen geführt zu werden braucht. Das zu verlangen, gehört zwar zu den Lieblingstheorien der Unbeteiligten, bedeutet aber praktisch wohl das Gleiche, als wenn man die Liste der letzten Menschen den Tyrannen auslieferte."

Laokoon
18. August 2015 09:50

Schiebe schnell noch die genaue Quellenangabe hinterher: Ernst Jünger, "Der Waldgang", Vittorio Klostermann, Frankfurt a.M, 1951, S. 120.

Der Gutmensch
18. August 2015 10:19

@Pit/Nordländer
Ich halte das Benutzen des Wortes "ethnozentrisch" auch für eine gute Idee, weil ich einfach gewohnt bin, mit dem zu arbeiten, was vorhanden ist; und das ist, mag es uns nun passen oder nicht, das AGG, das Diskriminierungen wegen der Ethnie explizit verbietet! Die strikt relative Auslegung (die sich also immer nur gegen den Einheimischen richtet) ist m. E. im Hinblick auf die zugrundeliegende supranationale Richtlinie argumentativ nicht zu verteidigen. Unabhängig davon stellt sich auch in Deutschland doch immer häufiger die Frage, wer wem lokal eigentlich noch als Fremder gelten mag - Was ich also sagen möchte: Die Diskurshoheit zu erringen (was der politische Sieg wäre, das ist doch an der Debatte um die "Lügenpresse" klargeworden), ist m. E. keine kleine Aufgabe, sondern derzeit schwieriger denn je; also wer eine gute Idee hat, wie man einzelne Vorwürfe schnell und gründlich "entschärfen" kann, ohne in komplizierte Rechtfertigungen zu verfallen - nur zu; denken Sie und stellen Sie Ihre Kompetenz zur Verfügung!

Im übrigen bin ich in den letzten Wochen recht demütig geworden, was die Einschätzung der Lage angeht und schon froh darum, wenn die Leute nicht zu Opfern werden. Das hat nichts mit Bequemlichkeit zu tun. Aber man muss sich mal vor Augen halten, was es denn eigentlich bedeutet, wenn Buschkowsky und die GdP übereinstimmend erklären, dass die Strafverfolgung in Berlin aufgrund bestimmter Clans nicht mehr funktioniert. Und was es heißt, wenn die Bundespolizei erklärt, dass die Grenzen nicht mehr geschützt werden (können) und Asylbewerber teilweise nicht einmal mehr registriert werden.

Damit ist die innere Sicherheit faktisch beim Teufel - und das wird zuerst die Schwachen in der Gesellschaft treffen und die, die sich ungünstig exponieren. Niemand von uns hat Erfahrung damit. Erinnert Euch an die schlimmen Berichte Eurer Großeltern aus der unmittelbaren Nachkriegszeit - dann werdet Ihr wohl ungefähr richtig liegen!
Der Bausparer würde einwenden, dass mindestens die Aufstandsbekämpfung funktioniert; ich hege auch keinen diesbezüglichen Zweifel. Aber dem einzelnen Bürger nützt das ja - wenn überhaupt - nur punktuell etwas; vor allem gibt es "Aufstände" ja gerade dort, wo die Ordnung nicht permanent durch Prävention und Strafverfolgung aufrecht erhalten wird. Man muss auch sagen: Wo diese Ordnung gar nicht erst eingeführt wird; denn unter Asylbewerbern aus aller Welt müssten deutsche Standards ja erstmal etabliert werden; das fällt ja nicht vom Himmel! Insbesondere sind Asylbewerber keine kuscheligen Hausfreunde - sondern eben Menschen und unter ihnen befinden sich viele, die härtere Situationen durchgestanden haben, als wir es uns je vorstellen mussten; der Einsatz von Kindersoldaten beispielsweise. Wer da im Falle einer direkten Auseinandersetzung wohl die Hosen anbehält, unterliegt für mich überhaupt keinem vernünftigen Zweifel; die europäische Beisshemmung kann man(n) nicht so einfach ablegen wie ein überflüssiges Kleidungsstück.

Was also möglicherweise passieren wird, sind - schaut man sich das "Vorbild" Berlin an - brutale Verteilungskämpfe zwischen rivalisierenden Clans und Banden, die die Polizei - falls der Bausparer gut beraten hat - befrieden und damit wieder eine Ordnung über unsere Köpfe hinweg etablieren wird.

Was also tun? Auf sich und auf den Nachbarn und auf Oma Krause aufpassen, freie Räume im Haus unbedingt vermieten. Frauen nur mit Trillerpfeife auf die Straße. Ausgehverbot für die jungen, unerfahrenen Dinger. Sachlich bleiben, keine Pöbeleien auf facebook. Und der Konfrontation mit den Asylbewerbern strikt aus dem Weg gehen; nicht aus Feigheit, sondern weil sie sich doch besser ein anderes Ventil für ihre offensichtlich dramatischen Fehlvorstellungen über ihre Aussichten hier suchen sollen; dann - und nur dann - kann man noch auf die Polizei hoffen!

Der Gutmensch.

Innerer Exilant
18. August 2015 10:24

„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“ (Kurt Tucholsky)

Nicht jeder hat den Mut und die Nerven sich permanent zum Pariah zu machen, vorallem nicht in unserem sehr konformistischen Völkchen. Ein weiteres daraus resultierendes Problem ist, dass die Rechte im Grunde genommen fast nur noch schrullige Ideologen, Exzentriker und Leute, die absolut nichts mehr zu verlieren haben, anzieht. Das vermindert den "Rekrutierungssog" noch zusätzlich. Keiner will mit dem Zöllner und der Hure an einem Tisch sitzen. Als politisch rechts denkender Mensch bist du heutzutage in diesem Land das Äquivalent zum schwulen jüdischen Kommunisten von vor 100 Jahren.

Und dann natürlich immer die quälende Frage "Warum für Menschen meine Existenz ruinieren die mich im Grunde verachten und die doch mehrheitlich mehr vom selben wollen, wie jede Wahl deutlich zeigt ?"

Kraut
18. August 2015 10:51

Also ich kann aus meinem gutbürgerlichen ländlichen Umfeld berichten, dass sich etwas tut. Langsam zwar, aber es wird. Die Politiker werden nicht mehr als Handelnde wahrgenommen. Die Erkenntnis setzt sich durch, dass man nicht weiter CDU wählen darf, und das von CDU-Mitgliedern 50+

Ich glaube an so etwas wie ein kollektives morphogenetisches Feld, das mit Allen und Jedem in Verbindung steht. Aus dieser Sicht könnten die Flüchtlingsmassen auch ihr Gutes haben, könnten sie doch dieses Feld derart beeinflussen, dass die Lethargie, die sich wie Mehltau über dieses Land gelegt hat, beseitigt wird.

Als ich vor Kurzem meine Einschätzung zur weiteren Entwicklung der Flüchtlingsproblematik geäußert habe, sprich, dass im Herbst/Winter Flüchtlinge in Privatunterkünfte einquartiert werden, da habe ich eine deutliche Grenze bei den Menschen wahrgenommen. Wenn das kommt, dann geht es los.

Die Deutschen bleiben solange gemütlich, bis man sie in ihrer Gemütlichkeit stört.

Freundliche Grüße aus dem tiefen Westen.

Eisenhans
18. August 2015 11:10

Wichtig vor allem, das man vom Xer nicht zum Wixxer mutiert, sonst
gibt es Probleme mit Inspektor Even Longer. Ein paar kleine Gemein-
heiten sollte man aber immer auf Lager haben. Das überkleben von
Antinaziaufklebern kann diebische Freude bereiten, vor allem wenn
dafür nur zwei Buchstaben überklebt wurden. So heißt es dann nicht
mehr Nazis raus, sondern Sozis raus. Maßstabsgetreu sollte man aber
schon arbeiten. Oder die ebenfalls diebische Freude, wenn Haupt-
stadtgymnasiasten auf dem Weg zu Antinazi- Demo von Türken was
aufs Maul kriegen und am anderen morgen dann über ihre Antinazi-
gefühle reflektieren. Ohne Smartphone übrigen, das wurde ihnen
beim Rückweg von der Demo vom zuständigen Libanesenclan
abgezogen. Auch da halte ich es mit W. Busch:
Dummheit die man bei anderen sieht,
wirkt stets erhebend aufs Gemüt.
Manchmal ist es schon schön, Xer zu sein.

Ein gebürtiger Hesse
18. August 2015 11:14

@ Innerer Exilant

Und dann natürlich immer die quälende Frage „Warum für Menschen meine Existenz ruinieren die mich im Grunde verachten und die doch mehrheitlich mehr vom selben wollen, wie jede Wahl deutlich zeigt?“

Ja, die Frage ist außerordentlich quälend. Und doch mag eine Antwort darauf sein, was Richard Wagner über den Kern des Deutschseins sagte:

Deutsch sein, heißt, die Sache die man treibt, um ihrer selbst und der Freude an ihr willen treiben; wogegen das Nützlichkeitswesen, d. h. das Prinzip, nach welchem eine Sache des außerhalb liegenden persönlichen Zweckes wegen betrieben wird, sich als undeutsch herausstellte. Die hierin ausgesprochene Tugend des Deutschen fiel daher mit dem durch sie erkannten höchsten Prinzip der Ästhetik zusammen, nach welchem nur das Zwecklose schön ist, weil es, indem es sich selbst Zweck ist, seine über alles Gemeine erhöhte Natur, somit das, für dessen Anblick und Erkenntnis es sich überhaupt der Mühe verlohnt, Zwecke des Lebens zu verfolgen, enthüllt.

"Die Sache die man treibt" bedeutet in unserem Fall: die Stellung halten. Innerlich (in der Selbstvergewisserung) wie äußerlich (im sichtbaren Tun). Punkt. So Gott will, wird der Rest folgen.

Meier Pirmin
18. August 2015 11:32

@Innerer Exilant. Ihr Pseudonym und dass Sie Tucholsky zitieren, spricht für Ihr Niveau. Noch treffender wäre für einstige Ausgrenzungsrepräsentation "lesbische jüdische Kommunistin" gewesen; das gab es übrigens, jedoch sozial besser situiert als mutmassliche viele, die hier mitdiskutieren, oft solche, die nichts mehr zu verlieren haben. Sofern Sie nicht über die Widerstandsbereitschaft, aber doch über das Wutbürgertum und die inneren Aggressionen hinauskommen, könnte sich die Geduld in Ihrer Leidenszeit doch noch einmal auszahlen. Der Zeitgeist bleibt oft unerträglich lange, aber nicht ewig am gleichen Ort. Wechselt es, ist es gut, sich an vorher zu erinnern. Man muss vielleicht dann nicht mal in jedem Fall Gleiches mit Gleichem vergelten.

Desprecio
18. August 2015 12:21

"Die Entlarvung unserer Gegner"
(möglicherweise eine Anleitung für sinnvolles eigenes Handeln)

1.
In ihrem 1980 erschienenen Buch "Die Schweigespirale" erklärte
Frau Prof. Noelle-Neumann, Journalisten, vor allem im öffentlich -
rechtlichen Fernsehen, hätten aufgrund ihrer sozial - liberalen
Orientierung ein falsches Meinungsklima erzeugt (schon damals !!!)
und der SPD damit zum "Wahlsieg verholfen. Mit ihrer Theorie von
der schweigenden Mehrheit, die sich in einem bestimmten politi-
schen Umfeld nicht traut, ihre Meinung zu äußern (wie auch heute !!!),
stellt sie die sozialpsychologische These auf, daß Menschen aus
Furcht vor Isolation nicht sagen, was sie denken.
Da Medien den Eindruck erzeugen (wollen), das wiederzugeben,
was die Allgemeinheit akzeptiert, die öffentliche Meinung eben, kom-
me eine "Schweigespirale" in Gang. Was in den Medien nicht ver-
treten sei, obwohl es viele so sähen, werde aus Angst, mit seinen
Ansichten alleine dazustehen, verschwiegen.

Frau Prof. Noelle Neumann war ab 1965 Professorin in Mainz, wo
sie ab 1967 das Institut für Publizistik aufbaute, was sie bis 1983
leitete.

2.
Der amerikanische (USA) Soziologe Joseph P. Overton (1960 - 2003)
beschreibt in seiner These "Das Overton-Fenster" eine Technik zur
Manipulation der Einstellung zu den Dingen in der Gesellschaft, die
früher als absolut inakzeptabel galten. Laut seiner Theorie gibt es für jede Idee oder für ein Problem in der Gesellschaft ein sogenanntes
Fenster der Möglichkeiten / der Gelegenheiten. Innerhalb dieses
Fensters hat man die Option, über die Idee zu diskutieren, sie öffent-
lich zu unterstützen, zu fördern und zu versuchen, sie schließlich als
Gesetz zu statuieren. Es bestehen immer eine Reihe von Möglich-
keiten, die von "undenkbar", d.h. der öffentlichen Moral völlig ent-
gegengesetzt, bis hin zu "aktuell", d.h. breit diskutiert und angenom-
men im Bewußtsein der Massen und letztlich gesetzlich verankert.

Wir reden hier nicht über Gehirnwäsche, sondern von einer sehr fei-
nen Manipulationstechnik. Sie wird wirksam durch die konsequente, systematische Anwendung und begünstigt durch ihre Subtilität und
fehlende Wahrnehmung in der Gesellschaft, die das Opfer der Be-
einflussung (wieder durch die Medien) ist.

An vielen Beispielen kann gezeigt werden, wie eine Gesellschaft
Schritt für Schritt beginnt, zuerst über etwas Verwerfliches zu dis-
kutieren, dann dieses als angemessen zu betrachten, um es schließ-
lich zu akzeptieren. Letztlich wird es in einen Gesetz formuliert, das
das einst Undenbare schützt.

Daß beide Theorien einen realen Hintergrund haben, beweisen nicht
zuletzt Eingriffe der BRD-Legislative (im Verbund mit der BRD-Judi-
kative) in unser Denken und Handeln, die vor wenigen Jahren un-
denkbar und inakzeptabel waren (z.B. Homo-"Ehe" und vorausge-
gangene Streichungen entsprechender Paragraphen im Strafgesetz-
buch).

Vor dem Hintergrund dieser beiden Theorien kann man bereits klar
erkennen, was in absehbarer Zukunft mit der heute noch als undenk-
bar und als Verschwörungstheorie bezeichneten geplanten Umvol-
kung (Genozid) am deutschen Restvolk passieren wird. Dieser Ge-
nozid wird kommen. Wenn auch unter einem anderen Namen, ist
er bereits im Gange und er wird legalisiert werden.

Wer die genannten Theorien ("Schweigespirale" und "Overton-Fen-
ster) kennt, hat zumindest die theoretische Chance, sich dagegen zur Wehr zu setzen und sie möglicherweise für sich selbst und seine ei-
genen Vorstellungen in Stellung zu bringen.
Die eigenen Erfolgsaussichten sind vage und versprechen nicht viel
Hoffnung. Ein Volk wie das unsere, das durch unmittelbar bevorste-
henden Genozid bedroht ist, sollte jedoch noch ein paar tatkräftige
Geistesgrößen hervorbringen, die mit Ideen, Tatendrang und Phan-
tasie ihrer geplanten Auslöschung etwas entgegenzusetzen in der
Lage sind.

PS.: Wer beide Theorien verinnerlicht, und dazu noch etwas über
"Umerziehung" ("Reeducation") durch die Besatzer (nebst de-
ren willfährigen deutschen Gehilfen) liest, wird die heutige
traurige Situation, in der sich unser Restdeutschland befindet,
viel besser verstehen !
(googeln hilft ungemein !)

Rainer
18. August 2015 12:23

Lebe in einem grünlinken Umfeld, ein "Outing" würde meine berufliche Existenz zerstören. Für wen sollte ich dieses Opfer bringen, etwa für eine Gesellschaft, die kollektiv irre geworden zu sein scheint? Früher habe ich in einer kleinen, GG-treuen Rechtspartei mitgearbeitet, Flugblätter verteilt, bei Wahlkämpfen mitgeholfen, Diskussionen geführt, bei Demonstrationen hunderter aggressiver Antifas in die hassverzerrten Gesichter geblickt, etc. Inzwischen glaube ich, das war alles umsonst. Die Ignoranz und Verblendung der meisten meiner Mitbürger ist erschreckend, ihre kognitive Dissonanz ist riesig und nicht zu überbrücken, Diskussionen mit sogenannten "gebildeten" Leuten (Akademikern) meide ich, weil sie sinnlos geworden sind, aber manchmal lasse ich bei einfachen Menschen eine Bemerkung fallen, als Denkanstoss. Mit Worten ist hier nichts mehr auszurichten. Vielleicht ist die eigene Selbstverleugnung sogar ein Wesenszug der Deutschen, geprägt durch jahrhundertelange Erfahrung. Ich glaube inzwischen, dass wir in eine gesellschaftliche Katastrophe gigantischen Ausmasses hineinlaufen, die nicht mehr zu stoppen ist. Die Masseneinwanderung hat eine Eigendynamik entwickelt, die ihren Befürwortern bereits außer Kontrolle geraten ist und genau dies wird vermutlich auch beider Ende sein.

Trotz aller Resignation glaube ich, dass ich noch eine Aufgabe zu erfüllen habe, so naiv und kindisch das jetzt klingt. Wenn dieser Zeitpunkt gekommen ist, werde ich es wissen. Ich bin einer der X, von denen Frau Kositza hier schreibt, ihr versteckter Vorwurf wurmt mich etwas, aber wird meine Einschätzung der Lage und mein Verhalten nicht ändern. Ich glaube, ich kann immer noch erkennen, wann Feigheit und Mut entweder zu Dummheit oder zu Klugheit werden.

Rosenkranz
18. August 2015 12:34

@jack 23:21

Es geht darum den Kampf zu gewinnen, sonst sieht es für einen selbst übel aus. In einer gefährlichen Situation wird eben nicht nach Regeln und mit Schiedsrichter gekämpft. Viele erfahrene Kampfsportler haben große Probleme, gegen Straßenkämpfer zu bestehen. Meist gewinnt der Straßenkämpfer, weil er sich eben nicht an Regeln hält, weil er viel entschlossener ist, weil er seine soziale Konditionierung im Moment der Konfrontation über Bord wirft, weil er in den Gegner hineingeht und ihn vernichten möchte.

Deshalb lerne man wenige Techniken und arbeite aber beständig daran, diese mit größtmöglicher Entschlossenheit auszuführen. Ritterlich kann man dann gegenüber den wirklich Schwachen und seiner Liebsten sein, nicht gegenüber dem Feind.

@Gutmensch 10:19

Die Polizei ist dabei, sich das Vertrauen bei den "Bürgern" zu verspielen. Sachbeschädigungen werden kaum noch verfolgt, Araberclans können tun und lassen was sie wollen, Körperverletzung ist zum Kavaliersdelikt geworden. Andererseits wird gegen die Einheimischen wegen Bagatellen noch recht hart durchgegriffen.

Und immer ausweichen können sie nicht. Natürlich sollte man vorher sich im klaren sein, wie weit man gehen will, aber immer hoffen, daß der Kelch an einem vorüber geht, können sie vergessen. Außerdem verstehen gerade die Afrikaner viel eher die harte Sprache der Natur. Auch der berühmte schwarze 4-fache Goldmedailliengewinner von 1936, mußte in den VSA im Bus noch hinten sitzen.... Heute hat sich auch dort das Rad gedreht und der weiße Mann hat Glück, darf er überhaupt in einigen Gegenden noch mitfahren (überspitzt gesagt).

Alexander
18. August 2015 13:22

Ein gebürtiger Hesse:

@ Innerer Exilant

Und dann natürlich immer die quälende Frage „Warum für Menschen meine Existenz ruinieren die mich im Grunde verachten und die doch mehrheitlich mehr vom selben wollen, wie jede Wahl deutlich zeigt?“

Ja, die Frage ist außerordentlich quälend.

Und eine Antwort darauf habe ich in den hiesigen Kommentarspalten schon mehrmals gegeben:
Wenn Sie sich schon nicht für die heute lebenden Deutschen begeistern können (wobei Sie selbst ja nur von einer Mehrheit sprechen, es in Ihren Augen also zumindest eine aufopferungswürdige Minderheit geben dürfte), sollten Sie bedenken, daß es auch schon vor diesen viele andere Deutsche gab und es auch nach diesen noch viele weitere Deutsche geben wird, für die es sich zu kämpfen lohnt!

Monika
18. August 2015 13:37

@ Gutmensch

Oma Krause muß auf sich selbst aufpassen.

Sie hat leider keine Tarnkappe:
https://mopo24.de/#!nachrichten/handtaschen-raeuber-ist-es-eine-ganze-radlerbande-9885

Waldgänger
18. August 2015 13:38

Ein halbwegs erfolgreicher Widerstand gegen den politischen Amoklauf unserer Funktionseliten kann nur aus dem Bereich der unteren Mittelschicht und oberen Unterschicht kommen. Die ganz normalen Leute also, nicht so sehr das gebildete Bürgertum.

Das gebildete Bürgertum kann in seinen national denkenden Teilen hinzutreten, kann den Widerstand der anderen ermutigen und fördern, kann ihn aber mittels seiner oppositionell denkenden Teile und Ixe unmöglich allein bewerkstelligen.

Weil PEDGIDA mehr als alle anderen Protestformen der letzten Jahre Masse zeigte, haben sich unsere Mächtigen so sehr geärgert.
Das hätte aus ihrer Sicht nicht geschehen dürfen.

Erfolgreicher politischer Widerstand hat immer mit Masse zu tun – und nicht so sehr mit Geist oder guten Argumenten. Die besseren Argumente gab es z.B. auch vor der Euro-Einführung von den Kritikern. Geholfen hat es nicht! Nicht der Geist regiert die Welt!

Nur das Zusammenwirken von Vielen kann das jeweilige Establishment beeindrucken und zu Zugeständnissen nötigen.
Das war 1848 und 1918/19 ebenso der Fall wie 1933 oder 1989.

Die Selbstsicherheit unserer Funktionseliten beruht darauf, dass es ihnen mittels Sozialpsychologie, Schweigespirale und Medien gelingt, die große Mehrheit, die Masse der Bevölkerung zu neutralisieren.
Das gelingt ihnen heute zwar weniger als noch vor zehn Jahren, aber trotzdem noch in befriedigendem oder zumindest ausreichendem Maße.
Gelingt ihnen das nicht mehr, so wären sie genötigt, gröbere Mittel anzuwenden (z.B. Polizeistaat), was letztlich auch für sie selbst nicht ganz unproblematisch wäre.

Der Widerstand einer kleinen Gruppe Gebildeter ist aus Sicht der Eliten unproblematisch, und zwar auch dann, wenn in dieser kleinen Gruppe weitaus mehr Geist und mehr Argumente versammelt sind als im Lager der Eliten. Man toleriert – zynisch lächelnd – den Widerstand, das Murren und das bessere Argumentieren, um sich den Anschein von Toleranz zu geben sowie um seine Gegner zu kennen und nicht in den Untergrund abtauchen zu lassen. Die Macht behält man ja doch!

Die Ixe, die Frau Kositza angesprochen hat, sind Vertreter einer solchen kleinen gebildeten Minderheit. Wenn sich diese Ixe nun offen zeigen, dann ist das aus Sicht des Systems und seiner Handlanger praktisch, denn man kennt die Gegner nun besser (Könnte ja noch mal nützlich sein, man weiß ja nie …)
Für unsere Eliten bedrohlich oder die Situation merklich verändernd ist so ein Coming-out aber nicht.

Die Situation würde sich dann auch deshalb nur wenig verbessern, weil die Mehrheit in der systemtreuen mittleren und oberen Mittelschicht dennoch zu feige und zu gehirngewaschen wäre, sich neu zu orientieren. Gerade innerhalb dieser Gruppe der beruflich eher Erfolgreichen, der ins System Eingebundenen ist die Loyalität zu den Eliten (zu denen man ja selbst gerne gehören würde) groß. Die Chance, diese Leute zu beeindrucken oder mitzureißen ist ... sagen wir mal ... recht begrenzt.

Außerdem würde das Coming-out der kritischen Ixe relativ wenige Auswirkungen auf das Verhalten der murrenden schweigenden passiven Mehrheit haben.
Diese murrende, passive Mehrheit weiß sehr wohl, wer die Macht hat und dass die Ixe eine Minderheit sind.

Bewegen tut sich diese träge Mehrheit erst dann, wenn sie sich sehr ärgert, das Risiko aber überschaubar bleibt (Beispiel PEGIDA), sie nichts mehr viel zu verlieren hat und Erfolg möglich scheint (Beispiel: DDR 1989) oder wenn die alten Eliten derart erfolglos waren, dass eine existenzielle Krisensituation entstanden ist und gleichzeitig ein Wechsel realistischer wird (Beispiele: 1933, Revolution von 1918).

Anders gesagt:
Wenn man glaubt, dass überhaupt erfolgreiche Einflussnahme möglich ist, kommt es darauf an, diese große bisher passive Gruppe der normalen Leute zu aktivieren.
Und dabei ist dann beispielsweise das mutige und laute Agitieren eines Stürzenbergers oder Mannheimers auf der Straße eindrucksvoller und wirkungsvoller als ein gebildeter philosophischer Exkurs über Heidegger oder Schmitt.

(Es könnte allerdings auch sein, dass man mit Ernst Jünger zum Ergebnis kommt, dass Widerstand gegenwärtig zwecklos ist und dass man allein aus der Kraft des unangepassten Geistes widerstehen und bestehen kann.)

ConservativeInTraining
18. August 2015 13:39

Gibt es hier demnächst einen ausführlichen Kommentar zum AfD-Migrationspapier?
(Zum Rest der Diskussion kann ich nichts beitragen, da ich der Ansicht war und bin, daß es um Politik geht - nicht um Metapolitik. Offengestanden verstehe ich weder das Konzept der Metapolitik noch die Begründungen für die ihr angeblich innewohnende Erfolgsperspektive.)
Noch eine Frage: es hat ja anscheinend inhaltliche Auseinandersetzungen mit Weißmann gegeben. Ist das irgendwo offen und verlinkbar dokumentiert? (Das wäre meine "Metapolitik": Aussprache und Positionsklärung.)

Taurec
18. August 2015 13:39

"...mit dem rapiden Anwachsen der Immigrantenmassen und der sich verschlechternden Wirtschaftslage ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Fass überläuft."

Ich neige dazu, daß es gar nicht geht, ohne daß das Faß überläuft. Der Mensch (im Durchschnitt seiner Art) lernt nicht durch Argumente, Diskussionen, vernunftmäßige Einsicht, sondern durch harte Erfahrung, die ihm an's Eingemachte geht und ihn bis in seine Grundfesten erschüttert. Die Wandlung kann nur aus dem seelischen, dem vorbewußten Bereich kommen. Die Großhirnrinde folgt dem nach.

Es muß krachen, sonst wachen die Deutschen (vielmehr die Europäer) nicht auf. Zunächst müssen die USA mit ihrer erdrückenden Bevormundung und politisch-ökonomisch-kulturellen Niederhaltung jeder europäischen Lebensregung verschwinden. Das ist nur eine Frage der Zeit. Als Teil der materialistischen Polarität, seelisch hohl und ohne echte Substanz, werden sie denselben Weg gehen wie einst ihr Gegenpart, die Sowjetunion. Mit ihnen wird das Finanzsystem zugrundegehen, das neben der Demokratie ein wesentliches Werkzeug der Geldmächte ist, die Weltherrschaft durchzusetzen. Damit verschwindet auch der "Wohlstand", d. h. der Konsumismus, der den Geist betäubt. Für den Großteil, dem dies der Lebenssinn dünkt, wird dadurch bereits ein bislang ungekannter Leidensdruck erzeugt. Hinzu kommen die Verteilungskämpfe, die ausbrechen werden, wenn der angloamerikanische Vasall BRD den Dienst einstellt und die Alimentierung breiter Bevölkerungsschichten (inklusive Zudringlingen) ausfällt.

Aus sich heraus ist das System nicht reformierbar. Ich bin gar der Ansicht, daß sich tatsächlich nicht hinreichend von ihm gelöst hat und kontraproduktiv, im Sinne des Feindes handelt, wer noch versucht, mit seinen Mitteln etwas zu reißen, weil er wertvolle Lebenszeit und Geisteskräfte an der falschen Stelle vergeudet. Die Lösung kann nur jenseits und nach der modernen Zivilisation gefunden werden.

Der einzig Weg, der langfristig Aussicht auf Erfolg wenigstens verspricht, liegt darin, in sich selbst eine Geisteshaltung zu bilden und darauf aufbauend selbst so weit wie möglich Strukturen zu schaffen, die ohne das System (= Finanzsystem, Hochtechnik, Supermarkt, ...), aus sich heraus tragend und lebensfähig sind, im allgemeinen Chaos zu Kristallisationspunkten und Zentren für Schutz und Ordnung werden können. Das beinhaltet und fordert (!) insbesondere die Möglichkeit und den Willen, im poststaatlichen Europa im jeweiligen Gebiet ein Gewaltmonopol ausüben zu können und dies auch zu tun. Um es plakativ auszudrücken: Man muß zur Keimzelle eines neuen Adels werden, der gleich dem ersten Adel aus dem Unbill eines dunklen Zeitalters heraus von oben her schützend, ordnend und bildend wirkt. Die abendländische Kultur, die deutsche Nation muß eigentlich von Grund auf neugebaut werden. Das gegenwärtig (noch) herrschende schließt das aber aus. Wir müssen es erst sterben lassen.

Die Macht fällt im kommenden Umbruch von selbst nicht demjenigen zu, der die besseren Argumente hat (weibisches, modernes Denken – schon das Eingehen auf eine Diskussion/den "Diskurs" beinhaltet die Akzeptanz der Möglichkeit der eigenen Unterlegenheit), sondern sie fällt dem zu, der die Führung übernehmen kann. Der Herden-/Durchschnittsmensch, der händeringend nach Rettung sucht, hat solchen Eliten entweder nichts entgegenzusetzen oder wird aktiv ihren Schutz suchen. Erst dann gelingt es, viele für sich zu gewinnen.

Es ist bereits für jeden Versuch, auch nur etwas verzögernd zu wirken, zu spät. Deutschland und Europa sind nicht mehr zu retten. In ihrem gegenwärtigen Zustand sind sie auch nicht erhaltenswert. Hier geht eine Lawine notwendig zu Tale, die sich über lange Zeit aufgehäuft hat. Es muß erst so schlimm werden, wie nur irgend möglich, ehe es wieder besser werden kann und wir die Zudringlinge, gleich den alten Ägyptern die Hyksos, aus dem Lande werfen können.

Meier Pirmin
18. August 2015 14:12

@Conservative inTraining. Über die Metapolitik halte ich eine Diskussion mit Rechten, wie sie hier vorkommen, mit Liberalen, Katholisch-Konservativen und sogar mit Linken, die noch "radikal" im älteren Sinne denken, für möglich. Und zwar nicht, um den jeweils anderen zu bekehren. Eher wäre es so zu verstehen, dass nicht Friede, aber Waffenstillstände möglich sind, im Einzelfall Zweckbündnisse gegen einen gemeinsamen Gegner, darüber hinaus die Vermutung, dass der andere nicht automatisch kriminell sein muss. Solche Erkenntnisse wären schon besser als nichts.

Trouver
18. August 2015 14:19

Ja, ich habe mich fast wiedererkannt (fast,weil ich nie union-gehoerig war und stets brav npd waehlte, trotz eigenem Grundliberalismus) und habe was daraufhin zu sagen:

JA, liebe Frau Kositza, es wird schlechter. Zum Glueck. Wir haben eine niedagewesene Massenansiedlung der absoluten Xenos,welche Ansiedlung das Merkel-Regime selbst zum kollabieren bringt.

Ich bin ein verbissener Optimist :-)

der Kuckuck
18. August 2015 14:26

rote Lehrer und ekd Personal verbreiten jede Menge Bereicherungspropaganda ; auch im Unterricht ; sofern ohne Aufwand möglich kann man die privaten Anschriften und Urlaubsadressen der AntänzelversteherInnen ins Netz stellen

https://www.focus.de/kultur/musik/jennifer-weist-jennifer-rostock-saengerin-wird-ueberfallen-ihr-freund-bricht-blutend-zusammen_id_4886823.html

https://m.bild.de/regional/berlin/jennifer-rostock/kumpel-brutale-messerattacke-mitten-in-berlin-42223490,variante=L.bildMobile.html

bedauerlicherweise wurde Frau Rostock angegriffen und ihr Begleiter wurde verletzt - Frau Rostock hat aber bei fb die kritischen Kommentare einiger Bürger sogleich politisch korrekt kommentiert .

Der Dänemarkurlaub einer gut versorgten Integrationsfachkraft kann spannend werden - sofern man im Alltag aufmerksam bleibt .

Meier Pirmin
18. August 2015 14:26

@Waldgänger. Wenn Sie, sagen wir mal aus der Sicht der Konservativen Revolution, mit Hängen und Würgen 1933 mit einer Revolution verwechseln wollen, dann müssten Sie sehen, dass diese Revolution mit den Massenmorden vom 30.Juni/1. Juli 1934 endgültig abgestellt wurde. Kein Wunder, versteckte sich der konservative Philosoph Leopold Ziegler ab Juli 1934 längere Zeit in der Schweiz, habe über ihn publiziert. Ernst Jünger, von dem der Begriff "Waldgang" stammt und auch "Auf den Marmorklippen", hat diese Revolution nicht als solche anerkannt.

Nach meiner für Deutschnationale und Sozialisten nicht massgeblichen Meinung war eine der wenigen Revolutionen der letzten 200 Jahre, die tatsächlich langfristige politische Resultate zeitigte, in Richtung von etwas mehr Freiheit, die demokratische Revolution in der Schweiz von 1848. Die Behauptung, es sei davon noch sehr viel übrig geblieben, ist gewagt. Allerdings ist "nicht nichts" davon übriggeblieben.

Götz Kubitschek
18. August 2015 14:56

karawane zieht weiter.
gruß! kubitschek

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