26. Mai 2009

Modische Fragen II: Neue deutsche Hals-Mode

von Götz Kubitschek / 0 Kommentare

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

schnell und lautWir hatten an dieser Stelle schon einmal auf die "Schals für ästhetische Beobachter" hingewiesen. Das Label "Lotte in Moskau" hat noch Exemplare der handgefertigten Auflage, unter anderem mit dem nebenan abgebildeten Motiv "schnell und laut an höhe verlierendes flugzeug aus dem hause junkers".

Die Halstücher sind weder in China gesäumt noch in Rumänien gebatikt: Sie stammen -- gleich den Trigema-Hemden für die ältere Generation -- zu hundert Prozent aus Deutschland und sichern nicht gerade einen Arbeitsplatz, aber ein schönes Zubrot. Weitere Motive: "oberschwäbischer bombenleger" und "wehrpaß eines einfachen muschkoten".

bl2_grau_kl_detailWas ist das also? Eine gute Idee, ästhetisch rafiniert und mit ausreichender Arroganz umgesetzt, nicht massentauglich, sondern ziemlich exklusiv. Aus meiner Sicht müssen solche Dinge einen Grad an Unverblümtheit erreichen, die sie JU-untauglich werden lassen. Sozusagen der Karriere-Stolperstein am Halse.

Kontakt: moskaulotte.de

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

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