25. August 2015

Heidenau – Das große ostsächsische Schaukeln

Nils Wegner / 123 Kommentare

Machen wir uns nichts vor: Die Ausschreitungen der letzten Tage im ostsächsischen Heidenau sind nichts weiter als die logische Konsequenz aus 1) dem jenseits von Gut und Böse betriebenen Hineinpumpen von "Flüchtlingen" in die »entvölkerten Regionen« des Beitrittsgebiets, getreu der Vision eines »emotionalen Aufbau Ost« von Anetta "IM Victoria" Kahane, sowie 2) einer jede logische Grundlage entbehrenden Ballung derselben im Großraum Dresden/Sächsische Schweiz.

Nils Wegner

Nils Wegner ist studierter Historiker und arbeitet als Übersetzer und Lektor.

Das politmediale Geschrei, mit dem Äther und Druckpapier nun aufwarten, brauchte lediglich als Lückentext zum Einsetzen von Ortsnamen und Demonstrationsteilnehmern vorbereitet zu werden.

Nachdem auch hier im Netztagebuch vom etwas unglücklich benamsten Kommentator "Direkte Aktion" zur Hilfe, »Deutschland zu retten«, aufgefordert wurde, sich daraufhin eine große Debatte über das Für und Wider des Auf-die-Straße-Tragens von Dissidenz und Widerstand entspann und diese schlußendlich in persönliche Angriffe der Mitleser untereinander wie weiland das Thema AfD-Wahlkampf umschlug, ist es vielleicht an der Zeit, einige grundlegende Feststellungen zu treffen.

  • Demonstrationen werden dieses Land nicht ändern. Das haben sie nie und werden sie auch nie. Ob man auf der Suche nach vermeintlichen Vorbildern auf der politischen Gegenseite (mal unter Auslassung der hochoffiziell steuerfinanzierten Antifa) nun das Asphaltgehampel der 1968er Weltverbesserer oder die Ostermärsche der 1980er Jahre bemüht: Die Vergleiche hinken. Abgesehen vom flauschig warmen Lichterkettenfühl einiger moralinübersäuerter Vorbildbürger (»Ein vages Gefühl des Unbehagens verbindet sich mit dem Wissen, auf der richtigen Seite zu stehen«, lt. Lukas Hammerstein) und ganz tollen Bildern für die tagesschau hat all die wohlfeile Empörung keinerlei dauernden Effekt gezeitigt. Die Universitäten sind erst jetzt, rund 40 Jahre nach all den Podiumsdiskussionen und Sit-ins, zu Sumpfgebieten aus induziertem Halbwissen und Gesinnungsprotektionismus geworden – und den NATO-Doppelbeschluß gab's trotz lautem Geheule, auch wenn er im Schulunterricht mittlerweile als ähnlich kongenialer westlicher Schachzug verkauft wird wie seit jeher die Ablehnung der Stalinnoten von 1952.
  • PEGIDA ist kein Gegenargument (genausowenig wie die Traditionslinie der Montagsdemonstrationen in der DDR, ohnehin ein denkbar krummer Vergleich). Der kurzzeitige Startvorteil, den eingefahrenen Rhythmus der Staffelstabübergabe verschiedener "zivilgesellschaftlicher" Akteure durcheinandergebracht zu haben, hat der Bürgerprotest schnell eingebüßt. Wiewohl der Grundgedanke und das Durchhaltevermögen beachtlich und anerkennenswert waren: Es war nur eine Frage der Zeit, bis die von Martin Lichtmesz im PEGIDA-Sonderheft der Sezession präzise herausgearbeiteten Zersetzungsmechanismen nach kurzem Warmlaufen – schließlich gab es seit den REPs der Wendezeit nicht mehr so viel zu tun – wieder mit gewohnter Zuverlässigkeit arbeiten würden, beschleunigt durch den Mahlstrom der Neuen Medien. Auch haben alle Hoffnungen auf eine mögliche Vorbildfunktion (was wiederum zu einer Propaganda der Tat übergeleitet hätte) der immensen Protestmärsche in Dresden nichts ausgetragen; umso bösartiger zeigt sich nun der rächende Arm des kurzzeitig schwankenden politisch-medialen Komplexes. Denn:
  • Die Zentralisierung des Zuwanderereinfalls gerade in der Gegend um Dresden etc. ist eine ganz konkrete Vergeltung für die Anmaßung der dortigen Anwohner gegenüber dem Muttistaat. Eine andere Erklärung für das Ausmaß der aus jedem erdenklichen Blickwinkel widersinnigen Ansiedlung "traumatisierter" Allochthoner in einer Gegend, die ihnen allenfalls ob der Verheißung von Sonderurlaub oder schulfreien Tagen jubelnd die Tore öffnet, ist kaum noch vorstellbar. Faktisch haben es die Briten (wiederum pünktlich zur Wende) vorgemacht: Wo das Volk vom Bürgertum sozial abwärts stratifiziert – sowas gab es damals noch – der für sie vorgesehenen, d.h. sozialdemokratischen, "Vertretung" an der Wahlurne verweigert, haut man ihr die Neubevölkerung so lange links und rechts um die Ohren, bis sie sich schließlich wieder fügt oder aber das gesamte soziale Gefüge unaufhaltsam ins Rutschen gerät, was wiederum einzelnen kurz mal "populistisch" agierenden Protagonisten sogenannter Volksparteien erlaubt, den noch staatsgläubigen Rahm von der Milch des Stimmviehs abzuschöpfen.
  • Legal ist nicht fundamental (auch, wenn wir damit quasi wieder bei 1. sind). »If voting changed anything, they'd make it illegal«, wie Emma Goldman so treffend sagte, und irgendwo ist das von einem amoralisch-machterhaltenden Standpunkt aus auch absolut nachvollziehbar – einen guten Teil seiner Verfolgung hatte etwa Carl Schmitt zu erleiden, weil er diese machiavellistische Grundkonstante sehr zum Ärger der jeweils gerade Herrschenden niedergeschrieben und eine Staatslehre darum gestrickt hatte.
  • Noch viel mehr als für Wahlen, diesen (frei nach Klonovsky) modernistischen Voodooakt, gilt das aber für Demonstrationen, die in einer dem Verhältniswahlrecht folgenden Demokratie ohnehin nur noch den Charakter einer »Wir sind übrigens auch noch da«-Äußerung der Zetteleinwerfer haben. Wie man auf diese Art und Weise, oder meinethalben auch mit Sitzblockaden et al., wirklichen Widerstandsgeist ausdrücken will, ist mir schleierhaft; mich erinnert das stets ein wenig an die Zeilen »The last resort – arch enemy / I turn to you in desperation / To understand, to set me free / Because I know you feed on desolation« der mächtigen Puissance.
  • Damit ist im Grunde die Frage »Was tun, wenn legal nichts mehr geht?« auch hinfällig, denn legal kann schon formaljuristisch nur sein, was nicht ergebnisoffen ist – festgeschrieben in einem Pappnasenparagraphen wie dem Art. 20 Abs. 4 GG. Die gebetsmühlenartige Wiederholung dieser rein theoretischen "gesetzlichen Ungesetzlichkeit" bezeugt nur, wie groß die Sehnsucht doch ist, das System irgendwie so zurechtzubiegen, daß man nur selbst darin in Frieden dahinexistieren kann: »not revolutionaries, but paleoconservatives who don’t want to change the system, but to make it work for them«, spießte Michael O'Meara einen der Gründe auf, warum Konservative immer verlieren.
  • Es kann gut sein, daß eine klare Freund-Feind-Bestimmung (so not sie auch ist; Gessenharter wird sich freuen) unangenehme Resultate zeitigt. Wer sagt denn, daß die Abgrenzung des "Wir" vom "die Anderen" nicht ergibt, daß "wir" (wer auch immer das im konkreten Fall sein mag) noch deutlich weniger an der Zahl sind, als selbst pessimistische Schätzungen im Vorfeld erahnen ließen? Und sicher kann und wird dem entgegengehalten werden, daß man eben nicht so rigoros sein dürfe und "anschlußfähig" bleiben müsse – auch so etwas, das es im halbpolitischen Miasma um die AfD so oft gab und letztlich zu gar nichts, zumindest nichts Produktivem, geführt hat. Wer an alles und jeden "anschließen", alles und jeden "erreichen" und da "abholen" will, wo es/er steht, betreibt nichts anderes als der paternalistische Umarmungsstaat. Kurzum: Wer sich nicht definiert, verschmiert.

Das aber sind im Augenblick nur ein paar umhertreibende Wolken über der Landschaft Sachsens, wo nun die von den südlichen Nachbarländern erleichtert über die Grenze gelassenen "Flüchtlinge" unterkommen sollen (die sich durchaus nicht, wie die Welt jammerte, »monatelang auf der Flucht« hätten befinden müssen, wenn ihnen Griechenland, Italien oder die Türkei "sicher" genug gewesen wären). Was in Heidenau und anderswo gespielt wird, gleicht in seinen katastrophalen Auswirkungen auf die deutsche Gesellschaft – oder was davon noch übrig ist – den Torsionsschwingungen der Brücke über die Tacoma Narrows im Jahre 1940; ihre Amplitude verläuft über Heidenau und Nauen bis nach Berlin.

Was also ist, und was kann werden? Die Eskalation wird kontinuierlich gesteigert; dazu tragen die reine Lage vor Ort sowie insbesondere die verzerrte Berichterstattung darüber bei. Der VICE etwa sieht man mangelnde Beherrschung der deutschen Sprache ja noch nach – es geht nicht ums »dürfen«, denn das ist längst gegeben, sondern ums »tun« bzw. »getan werden«.

Die Überschrift allerdings ist pures Internetgold –, während es beim wilden Gekreisch über eine ausnahmsweise vorsichtige Wortwahl der dpa schon anders liegt. Die vielen peppigen Bildchen, die schnell zur Hand waren (etwa bei der tagesschau), sprechen ebenso eine deutliche Sprache über die Bereitschaft für den medialen Ausnahmezustand, der ja immerhin der einzige ist, der Deutschland noch zugestanden wird.

Und bezieht man die eilfertigen Reaktionen der politischen Klasse – ebenso wie die ständig weiter treibende Pressemeute, bis hin zur den Verhältnissen gänzlich unangemessenen Wortmeldung der Kanzlerin, der ihr Vize schon halb den Schneid abgekauft hatte – in die Betrachtung mit ein, scheint es, als würde ob dieser willkommenen Gelegenheit schon einmal vorläufiger Wahlkampf betrieben. Denn es geht ja nicht um Flüchtlinge, »sondern Neubürger« – das gleichlautende Zitat Katrin Göring-Eckardts in diesem heute morgen gesendeten DLF-Interview fehlt seltsamerweise im Transkript.

Die, ebenso wie die "Biodeutschen", müssen nun einmal gelegentlich daran erinnert werden, wie man sich zu entscheiden hat (weswegen etwa aus und über Tröglitz oder Vorra nach kurzem, weidlich ausgenutztem Trubel kein Pieps mehr zu hören ist). Gelegentliche Fehler in der Choreographie, wie der Antifaprotest gegen die Verlegung weiterer "Flüchtlinge" aus dem bunten Connewitz nach Heidenau, bleiben kaum aus, sind aber zu verschmerzen.

Wohin das Ganze geht? Wie hier bei Sezession im Netz schon öfters angemerkt wurde: Zynismus hin oder her, ein bundesdeutscher Breivik käme den Leichenfledderern in Plenarsälen und Redaktionsstuben mehr als gelegen. Dort scheint man schon sehnlich darauf zu warten; Bände sprach der ekstatische Tanz ums Goldene Kalb Khaled Bahray (dessen Name sich auch jetzt in Graffitiform mit einem dicken »R.I.P.« in Heidenau findet) vor der Enthüllung, daß dieser scheinbare Blutzeuge des Bevölkerungsaustauschs doch "nur" von einem Mitbewohner abgestochen worden war.Und jetzt? Fackeln und Mistgabeln können es ja nun nicht sein, auch wenn selbstgefällige Antideutsche (die hier im übrigen das tatsächliche »Pack« darstellen, um dieses zur Zeit strapazierte Wort auch mal zu verwenden; zur Springerpresse, die mit diesem Gelichter ins Bett steigt, siehe Benedikt Kaisers Artikel in der aktuellen Sezession), Bestmenschenterroristen und "irgendwas mit Medien"-Fabrizierer in ihrem bundesbürgerlich verkitschten Wohlfühlfuror laufend dazu ermuntern. Zwischen eilfertigem Kotau mit Refugees-Regenbogen-Fahne und der allumfassenden (Bürger-)Kriegserklärung müßte es theoretisch einen Mittelweg geben – denkt man. Wäre eine Abschottung Deutschlands, Europas das dringend gesuchte pharmakon?

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Es kommt wohl darauf an, was man eigentlich will. Meine persönliche, große Befürchtung ist, daß bei einer (zwangsläufig nur vorübergehenden) Eindämmung des Einwandererzustroms im wahrsten Wortsinn der präsente Druck vom Kessel genommen wird: Dann werden die großen Verwaltungs- und Planspiele weitergespielt, an vielen kleinen Stellen entspannt sich vieles ein wenig, die Bürger vergessen wie immer rasant und schließlich wird ein großes »Seht ihr? War doch alles gar nicht so schlimm!« über allem zurückbleiben. So wie bei allen einschneidenden politischen Veränderungen. Andererseits scheut man als noch mit einem Anhauch des 20. Jahrhunderts versehener Erstweltler naturgemäß davor zurück, dem völligen Zerbröseln jeglicher verbliebenen Kultur und (institutionellen) Sicherheit das Wort zu reden – zumindest meistens, ich kenne genug Leute, die im Gegenteil mehr und mehr "Flüchtlinge" hereinwünschen, damit der Höllenritt endlich ein Ende haben möge.Denen, die sich für eigenes – vielleicht auch schmerzhaftes – Nachgrübeln zu fein sind, keine klaren Lösungen bieten zu können, gereicht Autoren hier bei SiN, in sozialen Netzwerken und sonstwo stets zum Tadel. Nun, damit muß man leben: Das ist deutlich besser, als sich in irgendetwas zu verrennen. Ob nun postapokalyptische Prepper-Phantasmen oder das Arrangement mit der Schariah, die ja immerhin "konservativ" sei – die Verzweiflung sitzt offensichtlich schon im Mark, wenn ich mir den Grad an Fanatismus betrachte, mit dem derartiges hier und anderswo teilweise vertreten wird.

Nichtsdestoweniger wäre es illusorisch, an dieser Stelle mit irgendwelchen neunmalklugen Ratschlägen auftrumpfen zu wollen. Daher bitte ich auch darum, das in etwaigen Kommentaren zu unterlassen, auch wenn sich dieser Ton bereits zu etablieren droht. Die grundlegende Frage ist nicht einmal mehr, wie wir leben wollen, sondern wie wir überhaupt gegenwärtig leben – in einem stählernen Gehäuse aus prasselnden Informations- und Phrasenströmen, denen man ungeachtet der Quelle nicht trauen kann, und hin- wie hergeworfen von politischen Rankünen, die mehrere Ebenen über unseren Häuptern ablaufen und von deren letztinstanzlicher Verderbtheit sich selbst die wenigen daran Interessierten wohl kaum einen Begriff machen. Ohne einen gewissen Rest eigener Integrität ist nicht nur keine irgendwie geartete Gegenbewegung auszuführen, sondern nicht einmal der Boden unter den eigenen Füßen zu halten. Wo aber liegt der Rest, und wie ist er zu bewahren, wenn man sich mit dem simplen Nichtkonsum der medialen Lethe nicht selbst ruhigzustellen vermag? Schaukeln wir also noch ein wenig und warten ab, welche Spitze-Tal-Werte uns noch blühen? Vielleicht bleibt es ja doch bei Puissance: »Stalking in the shadowlands / Always looking out for Number One ...«


Nils Wegner

Nils Wegner ist studierter Historiker und arbeitet als Übersetzer und Lektor.


Kommentare (123)

Inselbauer
25. August 2015 15:22

Es tut mir leid, das hier so deutlich sagen zu müssen: Solange die Feigheit in der Sache NSU nicht überwunden und ernsthaft Aufklärung unternommen wird, werden diese Retorten-Propagandahammer ungebremst auf die Rechte einprasseln und jede Arbeit zunichte machen.
Es ist ja nicht so, dass man es bei euch nicht begriffen hätte.
Aber heiße Eisen nicht anfassen wollen und sich dann beklagen, das ist lächerlich.

ulex
25. August 2015 15:44

"Die Zentralisierung des Zuwanderereinfalls gerade in der Gegend um Dresden etc. ist eine ganz konkrete Vergeltung für die Anmaßung der dortigen Anwohner gegenüber dem Muttistaat. Eine andere Erklärung für das Ausmaß der aus jedem erdenklichen Blickwinkel widersinnigen Ansiedlung „traumatisierter“ Allochthoner in einer Gegend, die ihnen allenfalls ob der Verheißung von Sonderurlaub oder schulfreien Tagen jubelnd die Tore öffnet, ist kaum noch vorstellbar."

Gibt es für diese Aussage auch irgendeinen empirischen Beleg oder ist dies eine reine Wahrnehmungsache, da in Sachsen jede Poppels-Unterbringung mit Protesten einhergeht und aufgrund des stark kleinstädtischen Charakters von Sachsen natürlich Unterkünfte mehr auffallen als in den Stadt-Regionen des Westens?

Bislang war es doch auch so, dass vor allem Chemnitz / Erzgebirge betroffen war mit der zentralen Erstaufnahme und entsprechenden Aussenstellen - die jetzt alle volllaufen sodass Dresden und leipzig geflutet werden, wobei Leipzig dies ein bißchen geräuchloser, eben wie die Kommunen im Westen bislang, gehandhabt und "Flüchtlinge" bspw auch in regulären Hotels untergebracht hat.

Peter Niemann
25. August 2015 16:34

Wie die beschriebene Brücke, oszillieren auch wir Sezessionisten zwischen Trotz, Kampfesmut, Depressionen, Defätismus. Man merkt, daß die Medien hysterischer und monothematischer werden - Ausländerzustrom und Börse/Rezession sind die großen Themen, wobei die Rezession tatsächlich noch die stärkste Kraft wäre den Zustrom zu verlangsamen, wird wohl u.a. deshalb auch so gefürchtet.
Danke, Sezession, für all die spannenden Berichte, Danke auch an die Kommentatoren!

Hans-Uwe
25. August 2015 17:28

Ein Blick auf die Geschichte zeigt, dass die zwangsweise Masseneinwanderung, Besiedlung, eine klassische koloniale Taktik der Briten darstellte.

Den unwilligen zu kolonisierenden Einheimischen wurden Massen von kulturfremden und teilweise auch feindlich eingestellten Fremden gegenübergestellt, mit deren Hilfe man die Einheimischen zu unterdrücken trachtete.

Katholische Iren/Protestantische Schotten, Buddhistische Singalesen/Hinduistische Tamilen, Moslemische Malaien/Daoistische Chinesen, etc.

In einigen Fällen hat dies sogar dazu geführt dass die Einheimische zur bedrohten und unterdrückten Minderheit im eigenen Land wurden, wie die Polynesier auf Fiji gegenüber den in Kolonialzeiten eingewanderten Indern.

Die Mittel dagegen finden sich auch in der Geschichte des antikolonialen Kampfes.

Was z.B. Mohandas Gandhi und Garry Adams eint, ist dass man parallele, alternative Strukturen zum feindlichen Staat errichtet, nicht aber die Machthaber frontal angreift, wo diese am stärksten waren.

Wer den Vergleich zwischen einem Terroristen wie Adams und Gandhi unpassend findet, sei daran erinnert, dass Gandhi den Rechtsbruch zum zentralen Element seiner antikolonialen Aktivitäten machte.
Wobei ich bei dieser historischen Betrachtung hier natürlich ausdrücklich nicht zum Rechtsbruch aufrufe.

Weitere Betrachtung und Erforschung verdient vielleicht welche Taktiken z.B. korsische oder baskische Nationalisten unterhalb der Ebene des Terrorismus anwenden, z.B. im kulturellem, sozialen, nachbarschaftlichem Verhältnis.

Direkte Aktion
25. August 2015 17:29

Da ich in diesem Artikel namentlich erwähnt werde, sei es mir erlaubt einige Gedankengänge zu skizzieren.

Auch ich als Neuleser dieses Blogs attestiere vielen Kommentatoren eine apokalyptisch-destruktive Apathie, die angesichts des derzeit laufenden größten Bevölkerungsaustauschexperimentes, welches die moderne Zeit je sah, vom Grundsatz her auch verständlich ist.

Doch wohin führt solch ein Denken?
Es führt in die (politische) Resignation, in die psychische (Depression) Leere, in ein Dahinvegetieren, maximal eine Flucht in konservative Traumwelten ohne Bezug oder gar Gestaltungsmöglichkeit der realen Welt.

Ich aber möchte gern die Vernichtung meines Volkes (und darüber hinaus aller europäischen Völker) durch die Vermengung zu einem multikulturellen Völkerbrei verhindern.
Ja, das mag utopisch klingen. Aber Utopie kann die Realität von morgen sein; die Geschichte hat das tausendfach bewiesen (Nachweise kann ich zuhauf nachreichen).

"Die Würde des Menschen ist unantastbar" (Art. 1 GG)...ja, das erlebe ich hier tagtäglich, wie die Würde der Deutschen bis zum Erbrechen mit Füßen getreten wird.
Ist der Verlust von nationaler Identität, körperlicher Unversehrtheit, Eigentum, Erspartem, Sprache, Sicherheit usw. etwa kein Würdeverlust?!
Und dieser Verstoß gegen die Menschenwürde wird nicht nur von linksversiffter Szene sondern organisiert von der gesamten politischen Klasse und allen Massenmedien in gleichgeschalteter Konzentration betrieben.

Nun dies in seiner ganzen Monstrosität erkann und deren Mechanismen durchschaut zu haben, zwingt einen denkenden Menschen zum Widerstand, ja ...zur direkten Aktion. Ein zwar schwammiger Begriff; aber belassen wir es hier bitte dabei.

Denn es ist ja ein bisschen wie in dem Märchen vom nackten Kaiser. Was fehlt ist ein ehrliches unbeflecktes Kind, das diesem zuruft..."der ist ja nackt"...im übertragenen Sinne:

Jeder Denkende erkennt, das der Import hunderttausender, ja vermutlich Millionen Menschen ohne Bezug zu unserer Kultur, Traditon, unseren tradierten Wertvorstellungen, unserer Rasse, oft ohne Bildung, dafür mit archaischen Vorstellungen eines wahabittischen Koran hier nur zu unvorstellbar vielen Problemen, wobei das gigantische finanzielle Problem das geringste sein dürfte, führen wird.

Doch in der veröffentlichten Meinung dazu nicht ein einziges Wort. Kolossales Schweigen zu den bereits jetzt stattfindenden - von Polizei u. Medien nach Möglichkeit verschwiegenen, kleingeredeten - Kriminalitätstsunamis. Vergewaltigungen, massenhafte Ladendiebstähle, Überfälle, uws. alles wird unter den Teppich gekehrt; nur mit Mühe wird ausnahmsweise die schwarze Hautfarbe eines Mehrfachvergewaltigers in Dortmund benannt.

Nein, es bedarf eines mutigen Kindes das die Wahrheit "der Kaiser ist nackt" einfach ausspricht. Dieses mutige Kind müssen wir alle sein; überall und immer.
Ob Merkel, Gabriel oder sonstwer "prominentes" so erscheint, um von Menschenrechten, Empathie, Toleranz oder was die Totschlagvokabeln mehr seien, so müssen wir alle da sein und unsere Stimme dagegen erheben.
Wenn Merkel nach Heidenau kommt, dann schreit ihr entgegen: Volksverräterin!
Wir haben ein kurzes Zeitfenster in der BRD um den Kaiser zu entlarven, mittels massivster Flugblattverteilungen, Proteste überall, jede nur denkbare konstruktive kreative Aktion.

Ja, auch die unorthodoxen Aktionen (Blockaden von Zufahrtsstraßen zu Asylheimen, etc.) in Heidenau haben den Focus darauf gelenkt, dass es eben nicht stimmt, wie die MSM uns weismachen wollen, alle Deutsche sehen ihrer Vernichtung fröhlich entgegen.

Nein, den der Widerstand lebt!

Sorgen wir nun dafür, dass diese Republik erbebt und das eine nicht unerhebliche Zahl Deutscher in 40 Jahren eben nicht in Reservaten dahinvegetieren möchte. Das Zeitfenster bis staatliche Repression und Medien-Gehirnwäsche (wieder?) die Oberhand gewinnen, ist aber klein. Abwarten wäre Verrat. Einzelne Aktionen können natürlich das Gesamtbild nicht ändern, aber sie ändern vielleicht die Wahrnehmung, das System bekommt Risse. Aus Rissen können große Brocken werden, die weggesprengt werden können. Am Ende kann der Große Austausch vielleicht - nur vielleicht - doch noch beendet werden.

Scaramouchè
25. August 2015 17:35

Ich will ja nicht böse sein, aber der Text ist eine Anhäufung von Worten ohne jeglichen Sinnzusammenhang. Möchte der Autor intellektuell erscheinen und sperrt somit seine Wortanhäufung jedem hermeneutischen Diskurs ab?
Heidenau ist der am Anfang des Jahres durch Pegida und Legida ausgestreute Samen, der jetzt wild vor sich hin wuchert. Es sind die Auswüchse von Menschen, die seit 25 Jahren die Welt nicht mehr verstehen, weil ihnen ihre kleinbürgerliche Welt in Form der DDR abhanden gekommen ist.
Da kommen ein paar Flüchtlinge ganz recht, um den da oben mal zu zeigen, wo der Hammer hängt. Wie Feige und ohne Verstand. Da werden Menschen mit Hass überschüttet - genauso wie die Flüchtlinge aus Schlessien und Sudetenland vor 70 Jahren bzw. Jahrzehnte vorher.
Angst, eine anthropologische Grundkonstante von Nazis, transformiert sich in Gewalt.

Der Gutmensch
25. August 2015 17:38

Art. 20 Abs. 4 GG = Generalstreik und in dem Zusammenhang auch Art. 8 GG. Die Organisation sichert Art. 5 Abs. 1 GG ab. Man müsste sich nur eben einig sein! Sieht man sich an, wogegen am lautesten krakeelt wird, steht da wohl eine Einigung zu befürchten. Anliegen: Der Bundesinnenminister möge den Bundesgrenzschutz anweisen, den Grenzübertritt so zu beschränken, dass regulär eine abschließende Bearbeitung möglicher Asylgesuche binnen 10 Tagen (incl. Eilrechtsschutz vor dem VG) ermöglicht wird, Art. 73 Abs. I Nr. 5 i. V. m. Art. 87 Abs. I Nr. 2, § 2 BPolG. Begründung: Die Überlastung der deutschen Daseinsvorsorge, Einlassung des UN-Flüchtlingskommissars.

Jetzt kann man wieder heulen, dass das ja nicht geht, weil man dafür eben wieder Grenzkontrollen einführen müsste. Aber ich sehe nicht, wie Schengen darauf hinauslaufen kann, dass wir unser Staatsgebiet aufgeben. Dafür hat hier niemand bei der Wahl ein Mandat erteilt, keinem.

Helga Müller
25. August 2015 17:41

Ratlosigkeit oder Verlogenheit- unfaßbar.

Vielleicht werden viele Aktionen zu Immigranten gezielt und verdeckt staatlich gefördert wie die Antifa in Thüringen

https://www.parldok.thueringen.de/ParlDok/dokument/55347/zusch%C3%BCsse-f%C3%BCr-fahrten-zu-gegendemonstrationen-bei-rechten-aufm%C3%A4rschen.pdf

Falkenstein
25. August 2015 17:53

Sehr guter Artikel will ich meinen. Danke Wegner.
Allerdings rate ich an, die Sprachwahl von funkelnden Fremdwörtern etwas zu entschlacken, es tut dem Inhalt keinen Abbruch.
Es ist das alte Dilemma der Intellektuellen - die steif auftretende Sprachwahl.

Zum Thema möchte ich anfügen:
Gottlob entwickeln sich die Identitären gerade in Sachsen prächtig. Sie leisten viel, viel mehr als die engstirnigen Altrechten je zusammenbrachten.
Würde gern die Leser aufrufen, die Identitären gezielt in Dresden, Zwickau, Halle und anderswo finanziell in ihrem Aufbau mit Spenden massiv zu fördern.
Denn denkt daran - die Lage ist ernst und Geld muss man nicht unnütz einem Staat in den Rachen werfen, der damit unser aller Abschaffung
finanziert.
Braucht man all den Plunder, den man sich überall (inc. eingebauter Sollbruchstellen) andrehen lässt? Muss man wirklich (typisch deutsch), so viel arbeiten das die Steuern sprudeln?
Ist das nicht gelebter aktiver Widerstand?
Greifbare, schmerzhafte, Verweigerung....

Lars Geier
25. August 2015 18:04

Richtet euren Hass nicht gegen die Flüchtlinge. Die meisten davon sind zwar entgegen der Lügen von Politikern und geltungssüchtigen Schauspielern keine "Bereicherung" für unsere Gesellschaft. Tatsächlich sind viele einfach nur arme Menschen, die die Hoffnung auf ein besseres Leben nach Deutschland getrieben hat. Sie werden jedoch angelockt durch die falschen Versprechungen der Volksverräter der pseudodemokratischen Einheitsparteien, die sie für ihre verqueren politischen und ideologischen Zwecke missbrauchen wollen. Brennende Asylantenheime und von einem bewaffneten Mob durch die Straßen gejagte Flüchtlinge sind genau die
Vorwände, die die politisch korrekten Diätenerhöher brauchen, um berechtigte Bürgerkritik an der von ihnen betriebenen Volksvernichtung durch massenhaften
Unterschichtenimport mit Gewalt niederknüppeln zu können.

Richtet eure Wut nicht gegen die zumeist deutschen Mitbürger, die in falsch verstandener Gutmütigkeit den Flüchtlingen Unterstützung gewähren und sich zum Teil bis zur Selbstaufgabe für diese aufopfern wollen. Es sind unsere Freunde, Verwandten, Nachbarn und Kollegen, die der Lüge linker Hetzer von der untilgbaren "Kollektivschuld" des deutschen Volkes für alles Elend auf dieser Welt
Glauben geschenkt haben. Jahrzehntelang wurde ihnen diese immer wieder mit der ideologischen Keule in ihre Köpfe gehämmert, deshalb meinen sie jetzt, das Richtige zu tun, wenn sie demütig und sich ihrer Nationalität schämend an ihrer eigenen Selbstabschaffung mitwirken.

Richtet eure Verbitterung gegen die machtverliebten rosarot-grün-schwarz-gelben Politschranzen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, ihr eigenes - unliebsam gewordenes - deutsches Volk auszurotten ("Deutschland verrecke!") und
eine neue - ihnen hörige - Spezies halbgebildeter "Multikulti-Primaten" zu züchten. Diese Volkszertreter unterdrücken mit Hilfe der ihnen ergebenen Medien jede Spur
einer abweichenden Meinung mit ihrer faschistoiden Kampfrhetorik ("Rechtsextreme", "Nazis", "Rassisten"). Innerhalb weniger Jahrzehnte hat dieses Blockparteienkartell das deutsche Volk zu Duckmäusern und Leisetretern degradiert, die im Würgegriff der "politischen Korrektheit" und hilflos vor sich hin "gendernd" nur noch als Wahlvieh alle paar Jahre zur Urne getrieben werden.

Richtet euren Groll gegen die Schmarotzer der Migrationsindustriemafia, die sich gerade an den Flüchtlingsströmen eine goldene Nase verdienen. Profitsüchtige Kapitalisten gieren nach immer mehr Flüchtlingen, die sie als billige Arbeitssklaven benutzen können, der Rest wird in die Ghettos entsorgt und kann dann auf Kosten des Steuerzahlers gefüttert und bei Laune gehalten werden.

Lasst euch nicht spalten. Die angeblich so toleranten und friedliebenden "kunterbunt-statt-braun"- Politaktivisten versuchen West und Ost, Nord und Süd, Arme und
Mittelschicht, Beamte und Arbeiter, Intellektuelle und ALG2-Empfänger, Bürger und Bauern gegeneinander auszuspielen und aufzuhetzen. Sie fördern den Überwachungsstaat und die Denunziation. Sie versuchen, euch mit den von ihnen besetzten oder bezahlten Leitmedien dumm zu halten. Mit den tagtäglichen Belanglosigkeiten lenken sie von den eigentlichen Problemen ab. Wenn Totschweigen,
Verharmlosen oder Verdrehen von Tatsachen keine Wirkung mehr zeigen, wird niedergebrüllt, diffamiert oder versucht, Kritiker gesellschaftlich zu ächten und damit mundtot zu machen. Wenn auch das nicht hilft, wird die Antifa geschickt, um auch den letzten Andersdenkenden, der sich gegen die ihm staatlich verordnete "Willkommenskultur" zur Wehr setzen will, ins Koma zu prügeln.

Schließt euch zusammen, klärt auf, überzeugt andere. Nur so können wir Deutschland vielleicht noch vor dem Untergang bewahren.

Aristoteles
25. August 2015 18:11

@Scaramouchè

"Angst, eine anthropologische Grundkonstante von Nazis"

Als meine kleine Tochter neulich vor einer Wespe davonlief, dachte ich auch: Scheiß Nazis.

Trouver
25. August 2015 18:15

If voting changed anything, they‘d make it illegal

Auch 1933?

Und 1930 stellten die Roten noch den Kanzler ...

Der Gutmensch
25. August 2015 18:21

Kommen Sie runter vom Baum, Direkte Aktion, Sie sind hier nicht bei den Chaoten gelandet. Hier denkt man nach, bevor man handelt! Und machen Sie die Augen auf: Die Sache fährt doch ohnehin vor die Wand; ganz sicher eher morgen als übermorgen. Das ist doch offensichtlich nicht beherrschbar! Damit entsteht eine instabile politische Situation - und in dem Moment stellt sich die Frage, wer noch über genügend politische Puste verfügt, um gestaltend zu wirken. Lassen Sie die Jungjournalistinnen gröhlen, sehen Sie zu, dass Ihnen und den Ihren kein Schaden entsteht und bleiben Sie aufmerksam. Wenn Sie sich vorher als Idiot outen, kommen Sie hinterdrein eben nicht mehr an den Kartentisch.

Langer
25. August 2015 18:58

Die grundlegende Frage ist nicht einmal mehr, wie wir leben wollen, sondern wie wir überhaupt gegenwärtig leben – in einem stählernen Gehäuse aus prasselnden Informations- und Phrasenströmen, denen man ungeachtet der Quelle nicht trauen kann, und hin- wie hergeworfen von politischen Rankünen, die mehrere Ebenen über unseren Häuptern ablaufen und von deren letztinstanzlicher Verderbtheit sich selbst die wenigen daran Interessierten wohl kaum einen Begriff machen.

Weiss da einer mehr? Oder ahnt? Oder befuerchtet? Oder was?
Alleine die Idee, dass es Bestrebungen gibt, den Weissen Mann systematisch auszurotten, ihn aus Rache und Neid endlich totzuwurmen, die ist nicht neu.

Hans-Uwe
25. August 2015 19:03

Da kommen ein paar Flüchtlinge ganz recht, um den da oben mal zu zeigen, wo der Hammer hängt. Wie Feige und ohne Verstand. Da werden Menschen mit Hass überschüttet – genauso wie die Flüchtlinge aus Schlessien und Sudetenland vor 70 Jahren bzw. Jahrzehnte vorher.

Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich.

Die heimatvertriebenen Flüchtlinge sind am Ende des Krieges direkt zu ihren deutschen Landsleuten geflüchtet, vor fremden Invasoren die schon vor dem Krieg versucht habe diese Deutschen zu ermorden und in ihrer Heimat auszurotten.

Diese Flüchtlinge sind weder durch Raub, Vergewaltigung oder Morde auffällig geworden.

Auch wenn eine selbst am Hungertuch nagende Bevölkerung sicherlich nicht begeistert war von der Notwendigkeit Lebensmittel und Unterkunft zu teile, hat man das getan.

Die heutigen Luxus-Flüchtlinge kommen um die halbe Welt angereist, durch dutzende Länder um bequeme Unterkunft in den Ländern zu suchen welche die großzügigsten Sozialleistungen bieten.

Bei Erfolg fährt der Flüchtling dann schon mal in die Heimat auf Urlaub um den daheimgeblieben Angehörigen von den Geschenken zu erzählen die sie hier ohne Gegenleistung erwarten.

H. M. Richter
25. August 2015 19:16

In Deutschlands ernsten Tagen und Stunden wurde (und wird) an unzähligen Orten ein Lied angestimmt, in dem es heißt:

„Wenn wir in höchsten Nöten sein
Und wissen nicht, wo aus noch ein
Und finden weder Hilf´ noch Rat
ob wir gleich sorgen früh und spat.

[...]

Drum kommen wir, o Herre Gott
Und klagen dir all unsre Not
Weil wir jetzt stehn verlaßen gar
In großer Trübsal und Gefahr.“

(Hier der Choral - gespielt in einer Kirche in Sachsen, von der aus etwas in Gang kam, was nur wenige für möglich hielten:) https://www.youtube.com/watch?v=7E8tMeHHa6E

Möge, wem dies möglich ist, darin heute Trost finden.

Und Kraft für die kommenden Kämpfe ...

P.S.:
Den Beitrag von „Scaramouchè“ bitte einfach links liegen lassen.

Marius
25. August 2015 19:16

Der Text ist sehr apodiktisch geschrieben. Zudem wird noch geraten, in den zu erwartenden Kommentaren nicht mit "neunmalklugen Ratschlägen" aufzutrumpfen. Die Ausführungen genügen sich offenbar selbst. Hat etwas von Autismus.

Meier Pirmin
25. August 2015 19:33

@Direkte Aktion. Obwohl ich Sie in den angekündigten Plänen mit jenen Leuten in keiner Weise vergleiche, scheint Ihre Gesamteinschätzung der Lage argumentativ ähnlich verzweifelt zu sein wie diejenige der Roten Armee Fraktion vor 40 Jahren, denen ein Horst Mahler damals noch nahe stand. Dass Sie von Wegner erwähnt werden, deutet an, dass man für das, was Sie vorschlagen oder nicht ausschliessen auf dieser Seite keine Verantwortung übernehmen kann und will. Würde was passieren, allenfalls nicht mal von Ihnen beabsichtigt oder direkt geplant, es gäbe analog die berüchtigte klammheimliche Freude der RAF-Anhänger nicht, weil solche Aktionen den freien Diskurs noch stärker behindern als dies ohnehin der Fall ist. Mit zu den politisch Verzweifelten scheint auch @Langer zu gehören oder fast hätte ich gesagt @Hans Uwe, hätte er nicht am Ende seines Beitrags, bei dem er eine britische Kolonialtaktik unterstellt, die Korsen und Basken erwähnt, aber mit kulturellen, nicht terroristischen Aktionen. Man wird aber Deutschen nie mildernde Umstände in der Art der Basken und Korsen zugestehen. Darum ist es wohl besser, wie @Gutmensch mit gesundem Menschenverstand vorschlägt, vom Baum herunterzukommen, was mich an einen verrückten Onkel in Fellinis Film "Amarcord" erinnert. @Lars Geier mahnt zum Wegkommen von falschen Feindbildern, man muss nicht gleich jede Wortwahl von ihm mitunterschreiben, der Heine-Leser weiss, dass Deutschland nicht so schnell untergeht. Immerhin sagte auch Adenauer mal "Die SPD ist der Untergang Deutschlands", aber eigentlich meinte er es nicht so. Das war noch ein Politiker, der Nerven hatte, sich sogar so über gewisse Leute von der amerikanischen Ostküste mal so äusserte, dass er heute aus der CDU ausgeschlossen würde, wäre er nun mal nicht Adenauer gewesen. In Sachen Nerven behalten beim Vertreten deutscher Interessen wäre von jenem historischen Politiker doch einiges zu lernen.

Konservativer
25. August 2015 20:16

Sehr geehrte Frau Gutmensch

Ich sehe das ebenso wie Sie, das System tilt

"Der Tilt-Mechanismus bestraft das Schlagen oder Anheben des Automaten, indem er alle Spielelemente (inklusive der Flipperhebel) außer Kraft setzt und so dafür sorgt, dass der Spieler die Kugel verliert. Neuere Flipperautomaten machen oft ein lautes Geräusch bei einem Tilt, um negative Aufmerksamkeit auf den Spieler zu ziehen. Ältere Flipperautomaten bis in die 1960er Jahre hinein beendeten durch ein Tilt nicht nur das Spiel mit der aktuellen Kugel, sondern das gesamte Spiel des jeweiligen Spielers. Da bei dynamischem Spiel auch leicht unabsichtlich der Tilt-Mechanismus ausgelöst wurde, ist davon Abstand genommen worden. Die meisten neueren Maschinen geben eine oder mehrere Warnungen, bevor es zum Tilt kommt."

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Flipperautomat#Der_Tilt-Mechanismus

https://www.youtube.com/watch?v=L2F2175_FcE

Ein fiktives Gespräch:

Horst Seehofer
https://www.youtube.com/watch?v=bNZJN_aP534
zum Merkel: "Wir müssen abbremsen, ansonsten fahren wir mit Vollgas gegen die Wand".

Das Merkel: "Keine Sorge Horst, ich fahre zu Hollande und dann machen wir was europäisches daraus. Polen wird uns vielleicht 200 bis 300 von unseren gut 1.000.000 Flüchtlingen per Anno abnehmen. Dann können wir endlich aufatmen."
https://www.youtube.com/watch?v=oU7y4ie2ELE
Horst Seehofer nickt, sichtlich erleichtert, ab.

Merkel denkt: "Natürlich fahren wir mit Vollgas gegen die Wand, Horst, du bist wirklich der Volltrottel, den ich immer in dir gesehen habe."

Meier Pirmin
25. August 2015 20:19

@Hans-Uwe. Ihr zweiter Beitrag scheint mir im Vergleich zu dem mit den Basken und Korsen wohl klar ein Vollltreffer.

Scaramouchè
25. August 2015 20:21

Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich.

Die heimatvertriebenen Flüchtlinge sind am Ende des Krieges direkt zu ihren deutschen Landsleuten geflüchtet, vor fremden Invasoren die schon vor dem Krieg versucht habe diese Deutschen zu ermorden und in ihrer Heimat auszurotten.

Diese Flüchtlinge sind weder durch Raub, Vergewaltigung oder Morde auffällig geworden.

Auch wenn eine selbst am Hungertuch nagende Bevölkerung sicherlich nicht begeistert war von der Notwendigkeit Lebensmittel und Unterkunft zu teile, hat man das getan.

Nein, auch durch die Industrialisierung sind Massen von Flüchtlinge durch Deutschland gezogen und haben sich Gegenden gesucht, in denen sie leben können. Also auch schon lange vor dem 1. und 2. Weltkrieg. Von der jeweiligen Bevölkerung - egal ob vor oder nach dem 2. Weltkrieg - wurden sie als Verbrecher und Vergewaltiger beschimpft und von den Menschen dort so behandelt.
Welche Invasoren wollten die Deutschen in ihrer Heimat ausrotten?

Die heutigen Luxus-Flüchtlinge kommen um die halbe Welt angereist, durch dutzende Länder um bequeme Unterkunft in den Ländern zu suchen welche die großzügigsten Sozialleistungen bieten.

Bei Erfolg fährt der Flüchtling dann schon mal in die Heimat auf Urlaub um den daheimgeblieben Angehörigen von den Geschenken zu erzählen die sie hier ohne Gegenleistung erwarten.

Das ist ja interessant! Wieviel Flüchtlinge kennen Sie persönlich, um sich solch ein Urteil bilden zu können?

enickmar
25. August 2015 20:23

Neunmalklug sind wir wohl alle hier mehr oder weniger. Man kann ja „Ratschläge“ als Teil eines Gedankenaustausches zur Kenntnis, als Anregung nehmen und freischalten oder auch nicht. Oder wie ist die Kommentarfunktion jetzt ganz genau gedacht ?

Nordlaender
25. August 2015 20:24

@ Meier Pirmin

"Das war noch ein Politiker, der Nerven hatte, sich sogar so über gewisse Leute von der amerikanischen Ostküste mal so äusserte, dass er heute aus der CDU ausgeschlossen würde, wäre er nun mal nicht Adenauer gewesen."

Nur als kleine Verständnisfrage dazwischen geschaltet, damit sich Ihr umfangreicher und hochinteressanter Beitrag mir auch vollständig erschließen kann, um welche Kreise handelt es sich da denn jetzt konkret, etwa um die Nachfahren der ersten katholischen Siedler in Maryland?

Schlesische Fachkraft
25. August 2015 20:36

Da kommen ein paar Flüchtlinge ganz recht, um den da oben mal zu zeigen, wo der Hammer hängt. Wie Feige und ohne Verstand. Da werden Menschen mit Hass überschüttet – genauso wie die Flüchtlinge aus Schlessien und Sudetenland vor 70 Jahren bzw. Jahrzehnte vorher.
Angst, eine anthropologische Grundkonstante von Nazis, transformiert sich in Gewalt.

Schlesien grüßt Kaschmir! Schließlich wird Deutschland am Hindukusch verteidigt.

Hier auf sezession wird es ja auch immer bunter. Wir erleben in den letzten Tagen eine wahre Explosion von vielen neu registrierten "Intelektuellen" mit ihren pseudogeschichtlichen Ergüssen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Treibt sich hier vielleicht "das Pack" von Erzengel Gabriel aus Heidenau rum?

Grau
25. August 2015 20:36

"Denen, die sich für eigenes – vielleicht auch schmerzhaftes – Nachgrübeln zu fein sind, keine klaren Lösungen bieten zu können, gereicht Autoren hier bei SiN, in sozialen Netzwerken und sonstwo stets zum Tadel. Nun, damit muß man leben: Das ist deutlich besser, als sich in irgendetwas zu verrennen. "

Gut, der Elfenbeinturm schlägt zurück ... aber die Schlußßfogerung konnte Oma kürzer ziehen: Nur wer nichts macht, macht keine Fehler. Nur Mut, sich auch mal verrennen statt immer nur tapfer zu grübeln, ist weniger schmerzhaft als Sie befürchten und zeitig oft genug Außenwirkung (da liegt oft ein Unterschied zum Grübeln).

Getz
25. August 2015 20:49

Viel Bla-Bla. Geteilt marschieren, gemeinsam zuschlagen, könnte man empfehlen. Aber nur so Sprüche klopfen? Noch ein paar der Sorte und die Sezession geht baden.

Frenchman
25. August 2015 20:54

Der amerikanische Präsidentschaftsbewerber Trump hat sich klar gegen die illegale Einwanderung positioniert. Man mag von ihm halten, was man will, er hat auf jeden Fall das Thema der mindestens 10-20 Millionen Illegalen in den USA mit einer klaren Lösung auf den Tisch gebracht.

Hierzu Greg Johnson:

https://therightstuff.biz/2015/08/24/the-trump-deportation-plan/

Meier Pirmin
25. August 2015 20:55

@Nordländer. Das müssen Sie in youtube Adenauer um etwa 1952 sich selber anhören, es ist ein Auszug von kaum zwei Minuten, weiss natürlich nicht, ob unterdessen gelöscht; sonst schweige ich in dieser Sache lieber. Betrachte übrigens unseren etwas heftigen Disput aus einer früheren Serie betr. Homosexualität durch Ihre tendenziell befriedigenden Antworten beigelegt.

PS. Zum Verständnis des Rheinländers Adenauer. Es ist zu berücksichtigen, dass er älter war als Hitler, seine erste Karriere war 1933 zu Ende, weshalb ihm die Entschuldigungmentalität der nachgeborenen Generationen abging.

enickmar
25. August 2015 21:00

Mir scheinen auch bei Nils, angesichts der allgemeinen Situation und Konzeptlosigkeit, die Nerven einigermaßen freigelegt zu sein. Das mag man dann natürlich nicht auch noch in den Kommentaren lesen. Hier könnte ein mittel- bis langfristig gedachter „Prepper“-Ratschlag vielleicht ganz beruhigend wirken ...

Roman
25. August 2015 21:10

Und hierzu paßt auch dieser üble Artikel von Posener, zu lesen unter

https://starke-meinungen.de/blog/2015/08/25/die-deutschlandhasser/

Hans-Uwe
25. August 2015 21:17

Würde was passieren, allenfalls nicht mal von Ihnen beabsichtigt oder direkt geplant, es gäbe analog die berüchtigte klammheimliche Freude der RAF-Anhänger nicht, weil solche Aktionen den freien Diskurs noch stärker behindern als dies ohnehin der Fall ist.

Beim RAF-Terrorismus scheint es sich wohl um einen von westlichen Geheimdiensten beeinflusster/initiierter Terrorismus zu handeln, analog den „Roten Brigaden“ Italiens welcher der Manipulation des Diskurses im Linken-Lager dienen sollte.

Von National-Linken Ideen zu Volkssouveränität, Unabhängigkeit, Neutralität (Stalin Note, Österreichische Staatsvertrag, Finnlandisierung) sollte im Sinne von schwarzer Propaganda abgelenkt werden.

Sefton Delmer definierte „schwarze Propaganda“ so, man spucke jemanden in die Suppe und schreie dazu „Heil Hitler“.

Falls jemand glaubt hier würde ein „Nationaler“ sich über die Absichten der „Linken“ selbst täuschen, so möge er doch die Äußerung von Marx bezüglich der Nationalen-Frage der Iren und Polen nachlesen.

Ich persönlich würde aus Anstands, juristischen und taktischen Gründen jedem davon abraten den Agent-Provocateur auf den Leim zu gehen.

Auf niederschwelliger Ebene kann viel effektiver und dauerhafter der Unmut, Unwille demonstriert werden ohne sich der Strafverfolgung zu exponieren.

Letztendlich ist jeder Staat, jedes Regime auf die Mitarbeit der Untertanen angewiesen, wenn diese nicht kooperieren, den Strebern die Anerkennung und Rückhalt verweigern, „Sand ins Getriebe streuen“ im Sinne von „Macht doch euren Dreck alleine“, „nudging”, „shunning” und moderates gegen- und abwehr-mobbing betreiben.

Man wird aber Deutschen nie mildernde Umstände in der Art der Basken und Korsen zugestehen.

Die Deutschen sind sowieso von der „westlichen Wertegemeinschaft“, dem Angloamerikanischen Imperium unseren „Freunden“ als Watschenmänner vorgesehen, man wird es ihnen nie Recht machen können es sei den wir begingen kollektiv Selbstmord.
Deshalb sollten wir uns von der Idee emanzipieren, es den anderen Recht machen zu wollen.

Dieser Wunsch unseren Unterdrückern zu gefallen ist im übrigen auch nichts anderes ist als ein „battered woman syndrome“ eine Art von „Stockholm-Syndrom“.

Meier Pirmin
25. August 2015 21:28

Scaramouché. Der Präsident der FDP Schweiz, Philipp Müller, hat die Schliessung der Eritreischen Botschaft in Genf gefordert wegen der Ausreisetätigkeit sogenannter Flüchtlinge und natürlich auch wegen der Tatsache, dass Schweizer Sozialgelder dort als eine Art Steuer einkassiert wurden; die Thematik des Flüchtlingsurlaubs ist eines der Wahlkampfthemen der FDP Schweiz, also der Partei, deren Zeitung die Neue Zürcher Zeitung ist, allerdings mit gewisser Distanz. Das heikle Thema der einstigen Übergriffe in Polen und im Sudetenland, was teilweise Hitler als Vorwand diente, ist nicht mit Ausrottung zu verwechseln, aber selbstverständlich hatten es die deutschen Vertriebenen aus dem Osten unvergleichlich härter als fast alle heutigen Flüchtlinge, "das wird man wohl noch sagen dürfen", wie die bekannte Redeweise lautet. Es ist auch unbestritten, dass das angesprochene Thema. so weit es sich um Vorkriegsereignisse handelt, von historischen Tabus belastet ist. Zu 1945: Selbst Grass brauchte Jahrzehnte, bis er auch nur von der Vergewaltigung seiner Mutter und seiner Schwester sprechen durfte oder wollte. Was Uwe sagt, ist natürlich keine wissenschaftliche Darstellung, wohl aber ist einiges von dem darin enthalten, was mir in Waldshut vor bald 6 Jahrzehnten Vertriebene aus dem Osten erzählt haben. Oral History ist keine wissenschaftliche Geschichte aber mindestens so authentisch wie das, was man von Asylbewerbern heute hört, die zum Teil abgerichtet sind betr. das, was sie für die Erlangung des Bleiberechtes zu sagen haben.

Nordlaender
25. August 2015 21:33

@ Meier Pirmin

"sonst schweige ich in dieser Sache lieber."

Nun weiterhin im Nebel stehend, sei Ihnen das trotzdestonichts gerne zugebilligt, Herr Pirmin. Ich persönlich schätze es freilich mehr, wenn entweder von vorneherein geschwiegen wird oder Klartext auf den Tisch kommt.
Das ist fein, es erfreut mich, wenn das Mißverständnis über gewisse Schwulitäten in Sachen Semantik im vorangegangenen Themenstrang sich derart zügig wieder auflösen konnte. Die weisen Worte des Karl Kraus bestätigen sich wohl immer wieder, daß halt die sprachliche Verständigung zwischen uns Menschen besonders dann nicht ganz so einfach ist, wenn diese ausgerechnet über das Medium der Sprache angestrebt wird.

Diese Person, die Sie hier zwecks eines Altersvergleiches mit Adenauer heranziehen, ist das nicht dieser Mann, mit dem der ... ääh, je nun ... geistig eher schlicht strukturierte Türke Serdan Somuncu, nach Eigenbezeichnung ein "Künstler" (was immerhin ein überaus köstlicher Scherz am Rande ist!) , lange, gefördert von der BUNTEN Regierung, auf Tournee gewesen ist?

Halte es zwar nicht gerade für hilfreich, eher für kontraproduktiv, dem Leibhaftigen so ein hohes Maß an Würdigung teilkommen zu lassen, aber wenn ER (der Untoteste aller Zeiten) nun schon von Ihnen hier auf der sezession erwähnt wurde, dann schließe ich mich dem Worte Michael Klonovskys an:
Gerade nach 1945 und nicht etwa nur zuvor, hat ER sehr vielen Menschen zu einer Arbeit verholfen.

(Denn was wäre z.B. aus diesem talentfreien und gänzlich humorlosen Somuncu sonst schon Großes geworden?)

Schopi
25. August 2015 21:36

Scaramouchè: Nein, auch durch die Industrialisierung sind Massen von Flüchtlinge durch Deutschland gezogen und haben sich Gegenden gesucht, in denen sie leben können. Also auch schon lange vor dem 1. und 2. Weltkrieg. Von der jeweiligen Bevölkerung – egal ob vor oder nach dem 2. Weltkrieg – wurden sie als Verbrecher und Vergewaltiger beschimpft und von den Menschen dort so behandelt.
Welche Invasoren wollten die Deutschen in ihrer Heimat ausrotten?

Wo sind die Quellen? Kennen Sie solche Leute persönlich, oder deren Nachfahren um sich solche Urteile oder Vorurteile erlauben zu können?

Meier Pirmin
25. August 2015 21:41

@Scaramouché. Zur älteren Flüchtlingsgeschichte. Was etwa die Hugenotten betrifft, so können Sie diese in keiner Weise mit heutigen Einwanderern aus der 3. Welt vergleichen, ausser dass auch diese nicht einfach nur erwünscht waren, es insofern sogar unvergleichlich härter hatten als fast alle heutigen Asylbewerber. Es gab 1685 auch ganze Schweizer Dörfer, die in die Mark Brandenburg zogen, übrigens frühere Teilnehmer bzw. Nachkommen von Teilnehmern des Grossen Schweizer Bauernkrieges. Sie erhielten von Kurfürst Friedrich Wilhelm jahrelang Steuerfreiheit, sonst aber mussten sich sich natürlich selber durchschlagen, ein soziales Problem entstand durch sie nicht. Theodor Fontante hat über diese Schweizer Siedler berichtet in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Mein eigener Essay zu diesem Thema liegt freilich schon 30 Jahre zurück, hier kann ich nicht ausholen. Eine Vergleichbarkeit mit den Leuten aus dem Kosovo und aus Afrika ist in keiner Weise gegeben, auch nicht mit Sinti und Roma. Es ist auch nicht rassistisch, auf das protestantische Arbeitsethos und die Vorbildung der Hugenotten und der Schweizer zu verweisen, es waren Bedingungen, welche trotz Spannungen Erwünschtheit hervorbrachten. Das Stellen von Forderungen war vollständig ausgeschlossen.

Nordlaender
25. August 2015 21:52

@ Meier Pirmin

"Es ist auch nicht rassistisch, auf das protestantische Arbeitsethos und die Vorbildung der Hugenotten und der Schweizer zu verweisen, es waren Bedingungen, welche trotz Spannungen Erwünschtheit hervorbrachten."

Mit der Bitte um die Definition von Rassismus.

Vorweg mitgeteilt: Eine Verweigerung der Definition - aus welchen Gründen auch immer - werde ich nicht akzeptieren. Kein seriöser Diskurs, ohne Vorabklärung solcher zentralen Begriffe, jedenfalls nicht mit mir.

Meier Pirmin
25. August 2015 21:55

Theodor Fontane, nicht Theodor Fontante... Entschuldigung. Eine so ruhige und kritische Stimme wie diesen Fontane gab es generationenlang nicht mehr. Das Schlimme sei, mahnte er einmal, wenn man anfange, sich etwas vorzustellen, vorzumachen, diese Mahnung, glaube ich, sollte alle Lager betreffen.

Westpreuße
25. August 2015 22:19

H.M. Richter,

danke für den Choral aus "einer Kirche in Sachsen".
Mehrmals gehört und ins Herz gelassen, auch die Bilder...

Ansonsten:
Es werden innerhalb der verschiedenen Kommentarbereiche
so viele "Lösungen" angeboten. Ich habe keine für die Lage "im Reich",
so sprechen hier vereinzelt noch ganz alte Menschen deutscher Abstammung...
Hier, im Dreieck Thorn, Bromberg, Posen (weit über eine Million Bewohner) sind die Probleme andere. Nicht die deutschen...
Und meine Lage ist gegenüber dem Normalbürger "komfortabler",
weil ich frei in meiner Lebensplanung bin...

Bert Brecht hat aber die Lösung für Deutschland, vielleicht...!
Hier "Lösung I",
Rezitator: Fritz Stavenhagen
Ich suche noch die Lösung II. Gleicher Text, aber eine andere Interpretation. Welch ein Unterschied...

https://www.youtube.com/watch?v=CPj05qh-ljo

Patriotische Grüße aus Thorn an der Weichsel

Meier Pirmin
25. August 2015 22:26

Dazu hat mein Freund Eduard Stäuble, vor ein paar Jahren verstorben, eien Essay geschrieben und dabei den Begriff der Rasse zurückgewiesen. Möglicherweise finden Sie das durch Googeln. Sonst ist Rassismus das, weswegen man nach Strafgesetzbüchern der Bundesrepublik, der Schweiz und anderer Länder wegen "Rassendiskriminierung" verurteilt werden kann, zum Beispiel neulich in der Schweiz wegen Beschimpfung von Muslimen. Ich behaupte nicht, dass diese Urteile im Niveau besser seien als etwa frühere Urteile in Hexenprozessen, letztere waren immerhin manchmal sogar recht einsichtig, weil beispielsweise bei chemisch nicht eruierbaren Speiseölvergiftungen 1654 auf keine andere Grundlage zurückgegriffen werden konnte. Wie auch immer, der Tatbestand der Rassendiskriminierung ist, wie früher widernatürliche Unzucht, ein definierter Straftatbestand mit einer inneren weltanschauungsbedingten Rationalität. Im Rahmen dieser anerkannten inneren Logik bestreite ich jedoch, dass die wertende Feststellung, die Hugenotten seien eine vergleichsweise dem Gastvolk kompatiblere Einwanderergruppe gewesen als die von Schleppern herangebrachten Bootseinwanderer aus Afrika, bereits unter den Rassismusparagraphen falle. Ich glaube nicht, dass jemand wegen dieser Aussage angezeigt und ins Gefängnis gebracht werden kann.

Westpreuße
25. August 2015 22:28

Kleiner Nachtrag zur Lösung der Probleme in Deutschland,
mein Kommentar von 22:19 Uhr.

Lösung II von Bert Brecht, Vergleichsrezitation, Samuel Weiss:

https://www.youtube.com/watch?v=wpUDeiozHwk

Patriotische Grüße aus Thorn an der Weichsel

Fredy
25. August 2015 22:31

Etwas Großes naht. Die Nerven liegen blank.

Hatte auch schon überlegt ein Schiff zu chartern und als Schleuser zu arbeiten. Dieses System kann sich mit seiner Ideologie nur selbst totsiegen. Einzig mir dauert es zu lange.

Legionär
25. August 2015 22:36

„Demonstrationen werden dieses Land nicht ändern. Das haben sie nie und werden sie auch nie.“
Dieser pauschalen Behauptung kann ich nicht zustimmen, ich verweise auf die Montagsdemonstrationen währende der Endphase der DDR, die das SED-Regime zum Einsturz brachten.
Der entscheidende Faktor ist hierbei, in welcher Größenordnung diese Demonstrationen stattfinden. Pegida-Bewegung ist – selbst mit seinen 25 000 Demonstranten während der HOchphase - noch weit von den 100 000 oder mehr Demonstranten bei den Montagsdemos entfernt. 1 00 000 könnten sehr wohl etwas bewirken! Das Hindernis für eine Entwicklung hin zu dieser Größenordnung ist jedoch die Tatsache, das nach wie vor eine Mehrheit der Deutschen der Masseneinwanderung wohlwollend bis gleichgültig gegenübersteht. Gelingt es uns Patrioten nicht, wenigstens einen größeren Teil dieser inaktiven bzw. systemkonformen Masse für unsere Sache zu gewinnen, bleibt es bei der gegenwärtigen– bei allem Respekt – nur als Kleckerkram zu bezeichnenden Größenordnung.
Eine andere denkbare, friedliche Alternative wäre ein Generalstreik oder Blockaden des Bundestages (verbunden mit der Forderung nach Neuwahlen oder besser noch einer Volksabstimmung darüber, ob eine Kehrtwende in der Asyl- und Einwanderungspolitik gewünscht ist. (Bei diesen Alternativen bräuchte es natürlich auch wesentlich mehr als ein paar hundert, ein paar tausend lassen sich jedenfalls nicht so einfach wegknüppeln – man müsste dann unter anderem mit Flugblättern und in den sozialen Medien der Staatspropaganda entgegenwirken.) Wenn es hart auf hart kommt, müssten dann allerdings die Aktivisten die eiserne Entschlossenheit der ukrainischen Maidan –Aktivisten mitbringen.

Exmeyer
25. August 2015 22:39

@Schlesische Fachkraft: "Wir erleben in den letzten Tagen eine wahre Explosion von vielen neu registrierten „Intelektuellen“ mit ihren pseudogeschichtlichen Ergüssen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt."

Treffer! Versenkt!

Darf man sich zu Harz4 oder der Sozialrente jetzt was steuer- und abgabenfrei hinzuverdienen? Oder doch schwarz nebenher?

Muß das denn auf Antifa-Niveau unter normal-null sein? Ist alles andere zu teuer? Gilt das amerikanische Prinzip, mehrere Accounts, mehrere Diskutantennamen auch für die BRD? Jeder einen eigenen Blog. Mein Gott wie altertümlich. Die Briten machen das angeblich schon automatisiert. Wahrscheinlich ohne Verlust von Qualtität zum bundesdeutschen Manufakturbetrieb.

@ Scaramouche: Hat man Ihnen wenigstens ein digitales Diktierprogramm spendiert oder müssen Sie noch per Hand tippen. War wenigstens ein moderner Laptop (mit "Touch" bitteschön!) in der Ausstattung enthalten? Dürfen Sie den dann später behalten?

Nemo Obligatur
25. August 2015 22:53

Aus dem mit viel Verve geschriebenen Beitrag von Herrn Wegner will ich nur ein winziges, scheinbar unwichtiges Detail herausgreifen.

Im DLF-Interview mit Frau Göring-Eckardt heute früh ist mir auch das orwellsche "Neubürger" aufgefallen. Dem Wort kann man getrost eine große Karrriere prophezeien. "Migrant" und "Flüchtling" sind ja eigentlich schon verbraucht. Ich bin ganz sicher, das Wort "Neubürger" genau so auch gehört zu haben. Es ist sicher keine unbeabsichtigte Nachlässigkeit, dass ausgerechnet dieses Wort im Transkript entfallen ist. Enthalten ist dagegen eine Behauptung von Frau Göring-Eckardt, für die es zahlreiche Gegenbeispiele gibt, nämlich:

" [....] Weil Gesellschaften, wo Menschen aus unterschiedlichen Nationen, unterschiedlichen Kulturen, unterschiedlichen Herkunften zusammen sind, sind - und das weiß man auf der ganzen Welt - erfolgreicher als andere."

Das alles ist nicht neu, sondern gehört zum seit vielen Jahren zum Standardsprech der Grünen und seit nicht ganz so vielen Jahren zu dem der anderen etablierten Parteien. Das Verfahren ist erprobt: An der Sprache wird mehr oder weniger plump manipuliert, unbeweisbare oder längst wiederlegte Behauptungen (Deutschland braucht Zuwanderung, kein Land profitiert so sehr vom Euro wie Deutschland) werden als Tatsachen ausgegeben.

Es ist gleichwohl immer wieder verblüffend, wenn man diese Strategie antrifft und wie wenig Gegenrede es dazu im öffentlichen Raum noch gibt. Und nicht nur dort! In der DDR gab es wenigstens die private Subversion in Form des politischen Witzes. Wann habt Ihr den letzten guten politischen Witz gehört? In gewisser Weise nötigt mir diese totale Sieg der politcal correctness Bewunderung ab. Das muss man erst einmal nachmachen!

Meier Pirmin
25. August 2015 23:01

@Legionär. Wer 100 000 Leute regelmässig zu einer Demonstration bringt, müsste auch stark genug sein, zwischen 20 und 30 Wählerprozente hinzukiegen. Das wäre eine andere Republik. Der AfD wird im Augenblick 10% dieses Potentials zugetraut. Also eine Wahnvorstellung.

Meier Pirmin
25. August 2015 23:03

hinzukriegen

Heinrich Brück
25. August 2015 23:04

Rassismus als ein Kampfbegriff, eingeführt von wem auch immer, um
Antigermanismus betreiben zu können. Wenn der letzte Weiße ein Mischling ist, verliert dieser Begriff seine Schuldigkeit. Ein Machtbegriff wie Antisemitismus, nur mit einem entscheidenden Unterschied.

Waldgänger (e.B.) aus Schwaben
25. August 2015 23:13

Meine persönliche, große Befürchtung ist, daß bei einer (zwangsläufig nur vorübergehenden) Eindämmung des Einwandererzustroms im wahrsten Wortsinn der präsente Druck vom Kessel genommen wird

Eine meiner persönlichen, großen Hoffnungen ist, dass die Nomenklatura die Kontrolle über den Prozess verloren hat und eine Eindämmung seitens der heutigen Nomenklatura nicht mehr möglich ist.

Denn:
Wieviele neue Zuwanderer in die Sozialsysteme kann z.B. Deutschland 2016, 2017 und danach finanziell verkraften? Eine Million, zwei, drei oder mehr?
Je mehr Zuwanderer da sind um so mehr werden kommen, dieAngekommenen ebnen die Wege für die Neuen. Die Zuwanderung via Asylrecht wird sich beschleunigen und das System wird aus rein finanziellen Gründen 2016 oder 2017 eindämmen müssen.

Wird es aber nicht können!

Wenn die Millionen zukünftiger Zuwanderer befürchten, dass Europa die Schotten dicht zu machen beabichtigt, nimmt der Einwanderungsdruck noch mal gewaltig zu. Die Eindämmung erforderte dann derart drastische Massnahmen, dass die Nomenklatura diese den eigenen Truppen nicht vermitteln könnte. Ich meine Massnahmen wie Sperrzäune und Militär an den deutschen Grenzen, wie aktuell schon in Mazedonien und Bulgarien. Heute wird dort schon Tränengas gegen Grenzdurchbrecher eingesetzt. In weiterer Steigerung wird dann eventuell ein Schießbefehl bei versuchtem Grenzdurchbruch folgen. Dazu rigorose Abchiebungen.

Vieles von dem was jetzt als pausenlos als rassistisch verteufelt wird, was den, der es bloß fordert, schon wegen Volksverhetzung in die Gefahr staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen bringt, werden die Herrschenden umsetzen müssen, um den finanziellen Kollaps der Sozialsystem zu verhindern.

Das werden sie politisch nicht überleben.

Nordlaender
25. August 2015 23:24

@ Meier Pirmin

"Theodor Fontane, nicht Theodor Fontante… Entschuldigung. Eine so ruhige und kritische Stimme wie diesen Fontane gab es generationenlang nicht mehr."

Überhaupt kein Problem für mich, Ihnen diesen überaus geringfügigen orthographischen Fehlgriff zu verzeihen. Wer gänzlich frei von Fehlern ist, der werfe doch den ersten Stein.

Unverzeihlich für mich indes, später geborenene kritische Stimmen derart zu diskreditieren.

So sehr ich Fontane auch zu schätzen weiß, kann er mir doch nicht ansatzweise den allerfeinsten Stoff ersetzen, den ich lieber aus dem fernen Kolumbien importiere:

https://www.youtube.com/watch?v=RIdvnhe1cNo

Einen ganz tiefen Aufprall hat bei mir sehr viel weniger "Der Stechlin" bewirkt, als es dieser epochale Essay des zurückgezogenen Uckermarkers vermocht hat:

https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13681004.html

Legionär
25. August 2015 23:48

@MeierPirmin @ an alle Pessimisten und Verzagten
"Wer 100 000 Leute regelmässig zu einer Demonstration bringt, müsste auch stark genug sein, zwischen 20 und 30 Wählerprozente hinzukiegen. Das wäre eine andere Republik. Der AfD wird im Augenblick 10% dieses Potentials zugetraut. Also eine Wahnvorstellung"
Davon sind wir im Moment noch weit entfernt, zugegeben. Aber nur weil dies im Moment noch nicht so ist, muss es keine Wahnvorstellung sein. In diesem Zusammenhang möchte ich auf die FPÖ in Österreich verweisen, die noch etwas deutlicher rechts als die AFD ist - soweit ich weiß und ungefähr so stark ist in Österreich. Wenn man als Patriot das Unwahrscheinliche - aus unserer Sicht Positive in Sachen zukünftiger Entwicklung - als reine Wahnvorstellung ansieht, sollte man sich wohl besser in die innere Emigration zurückziehen, dann spart man sich die ganze Aufregung und Frustration. Ich plädiere jedoch für das Gegenteil! Solange die Schlacht nicht endgültig verloren ist, sollten wir uns nicht geschlagen geben, und das schon gar nicht, weil verlieren den sicheren, unwiderruflichen Untergang unseres Volkes in absehbarer Zeit bedeutet.
Daher mein eindringliches PLädoyer an meine Mitpatrioten in diesem Forum: Nicht verzagen, weiterkämpfen, sich fragen wo man - jeder einzelne vielleicht noch was besser, mehr machen könnte, was nur irgendwie zumutbar ist!

Meier Pirmin
25. August 2015 23:48

@Generalstreik. Wer über einen solchen verfügen kann, hätte mindestens ein Drittel der Wähler und würde deswegen den Generalstreik eben nicht mehr benötigen. Die Zeiten von Generalstreiks liegen viele Generationen zurück. Wer kann heute schon über die Arbeitswelt verfügten? Was hier beraten wird, unter Einspruch nicht weniger besonnener Teilnehmer, bewegt sich in Richtung - wie kann es anders sein? - weltferne Allmachtsphantasien.

jack
26. August 2015 00:12

@Scaramouchè

Nein, auch durch die Industrialisierung sind Massen von Flüchtlinge durch Deutschland gezogen und haben sich Gegenden gesucht, in denen sie leben können.

Dann belegen Sie mal, dass durch die Industrialisierung Massen von Afrikanern und Asiaten nach oder durch Deutschland geschwemmt wurden. Um Deutschland geht es hier.
Die ehemaligen Kolonialmächte lassen wir mal aussen vor.

Welche Invasoren wollten die Deutschen in ihrer Heimat ausrotten?

Was schreiben Sie für einen Bullshit. Wo ist belegt, wen von "Durchziehenden" die autochtonen Deutschen ungerechtfertigt beschimpft hätten?
Ich setze voraus, dass Ihnen bekannt ist, dass 22% der "Deutschen" bereits heute einen sogenannten Migrationshintergrund haben, wobei man allerdings von seiten der bizarren sogenannte Eliten davon ausgeht, dass auch die Sachsen Migranten sind, da ehemals DDR. Man will damit wohl beweisen, dass wir alle aus irgendeiner Zeit migrantenhintergründig sind, daher keine Ansprüche zu stellen haben und froh sein müssen, überhaupt etwas von der BRD zu erhalten, was immer das auch sein mag.

Die heutigen Luxus-Flüchtlinge kommen um die halbe Welt angereist, durch dutzende Länder um bequeme Unterkunft in den Ländern zu suchen welche die großzügigsten Sozialleistungen bieten.

Bei Erfolg fährt der Flüchtling dann schon mal in die Heimat auf Urlaub um den daheimgeblieben Angehörigen von den Geschenken zu erzählen die sie hier ohne Gegenleistung erwarten.

Das ist ja interessant! Wieviel Flüchtlinge kennen Sie persönlich, um sich solch ein Urteil bilden zu können?

Entweder sind Sie noch sehr jung, oder des Lesens unkundig. In den neunziger Jahren landeten allein auf dem Frankfurter Flughafen täglich bis zu 1000, die ein Wort aussprachen:"Asyl"!
Und genau diese "armen Verfolgten" reisten bereits innerhalb der ersten zwei Jahre, stellenweise mit deutschen "Bräuten" in ihr Heimatland in Urlaub. Lesen sie mal "tausend und eine Geschichte", eine "witzige" Seite im Netz oder andere Berichte! Suchmaschinen gibt es genug!

Exmeyer
26. August 2015 00:13

Unter keinem historischem Aspekt kann man irgendetwas derzeit als Kampf bezeichnen. Wir sind gerade dabei, den Morgenkaffee aufzugießen und uns den Sand aus den Augen zu reiben.

Wir müssen nicht etwa "weiterkämpfen". Wir sollten damit überhaupt erstmal anfangen.

Und deshalb gibt es auch keinen Grund zu verzagen. Weshalb auch?

PS: Auch das Aufkleberkleben ist kein Kampf. Und selbst bis dahin ist es für die meisten ein noch ziemlich weiter Weg ...

jack
26. August 2015 00:20

@ Nordländer

Wer in Wespennestern herumprockelt, wird leicht gestochen!

Besagter westdeutscher Politiker hatte äusserst einflussreiche Bankiersfreunde.

ene
26. August 2015 00:25

Scaramouche,

lassen Sie doch den accent grave auf dem "e" weg - ist ja Unsinn, den kann es da nicht geben. - Französisch ist das jedenfalls nicht.

jack
26. August 2015 00:41

@ Roman
Der englisch-deutsche Journalist, Alan Posener, mit bewegter Vita nach Wikipdia, hat eine Deutschenphobie, die er seinerzeit bei dem irrealen Hamburger Springer/CIA/Lügenblatt versucht hat abzuarbeiten mittel eines Klingelknopfes, auf den er hämmerte. Bizarr!

Nordlaender
26. August 2015 00:58

@ jack

"Besagter westdeutscher Politiker hatte äusserst einflussreiche Bankiersfreunde."

Zu fortgeschrittener Stunde bei einem Schoppen Krötenbrunnen den gesamten Diskurs noch einmal überlesend, kann ich nur anmerken, daß ich ja nicht selber damit angefangen habe. Wenn hier nun allzu viel Pferde beigemengt werden, die mit dem Thema des Stranges zumindest nicht in direktem Zusammenhang stehen, vergaloppieren wir uns womöglich noch sonstwohin.

jack
26. August 2015 01:02

Die derzeitige überhitzte Massenflutung ist Ausdruck von Ohnmacht.
"Wenn ein Vater seiner Tochter nicht mehr kontrollieren kann, muss er sie anketten" (A.Wagandt)
Genauso ist es. Man kann uns Deutsche und alle anderen Europäer mehrheitlich nicht zur "bunten Liebe" zwingen noch viel weniger zur "Willkommenskultur" (was für ein schwachsinniges Wortkonstrukt, gewachsen in den Windungen der Weichmasse des Kopfes geistiger Zwerge)

Ruhig Blut. Nicht provozieren lassen. Sie warten nur darauf. Aber sie sind durchschaut. Sollen sie dieses Land zuschütten, die Zuschüttmasse wird sie begraben. Nicht uns. Wir Europäer haben schon die Pest überlebt.

Donny
26. August 2015 01:35

"Ein Blick auf die Geschichte zeigt, dass die zwangsweise Masseneinwanderung, Besiedlung, eine klassische koloniale Taktik der Briten darstellte. Den unwilligen zu kolonisierenden Einheimischen wurden Massen von kulturfremden und teilweise auch feindlich eingestellten Fremden gegenübergestellt, mit deren Hilfe man die Einheimischen zu unterdrücken trachtete."

Sehr weise und gut erkannt! Nun will man natürlich auch nicht der sein, der Öl ins Feuer giesst und gegen arme Schweine die Hunde los lassen. Darum sollte man klugerweise nicht in Heidenau protestieren gehen sondern vor der BDI-Zentrale, die haben ja mit ihren Fachkräftelügen und gewollter Einwanderungspolitik deutliche Schuld an der Entwicklung. Die Zielsetzung des Sozialexperiments ist die Entsolidarisierung der Gesellschaft, die mit dem Herzen solidarischen sollen sich in Kämpfen gegen die "rechte Gefahr" verzetteln.

Ich denke man darf direkt in das Herz des Kapitalismus dolchen. Der Widerstand gegen die Menschenflutung muss antikolonial sein, nicht menschenfeindlich. Die Leute, die Afrika ausgebeutet haben, beuten auch unseren Staat aus und hetzten uns gegeneinander auf, verunklaren das Faktum, dass Deutschland das Land der Deutschen ist, dass Demokratie ohne ein Staatsvolk nicht richtig denkbar ist. Wir kämpfen die gleichen Kämpfe wie die Menschen in Afghanistan oder Syrien oder Ägypten, die Verteidigung unser selbst gegen den fortgesetzten Kolonialismus und die medusenhaft alles zersetzende Globalisisierung, welche das Primat der Herrschaft des Volkes abzuschaffen gedenkt,

Nordlaender
26. August 2015 01:54

@ jack

"Der englisch-deutsche Journalist, Alan Posener, mit bewegter Vita nach Wikipdia, hat eine Deutschenphobie"

Über diese britische Technik des "posing" wurde hier auf der sezession erst kürzlich aufgeklärt:

"Es gibt einige schöne britische Worte und Redewendungen, die sich nicht ohne Weiteres übersetzen lassen.
Da gibt es z.b. den ,,Poser“( auch schön: der ,,village-never-do-well“)
Ich übersetze das als ,,Hosenträgerflippser“. Zimmermänner flippsen gern die überbreiten Hosenträger, ziehen sie lang und lassen sie geräuschvoll auf die Brust knallen, um das, was sie gesagt oder vollbracht haben, zu unterstreichen."

Forist Eckesachs

Urwinkel
26. August 2015 03:44

Kurze Umlenkung zurück zu einem obigen Kommentar von enickmar:

Mir scheinen auch bei Nils, angesichts der allgemeinen Situation und Konzeptlosigkeit, die Nerven einigermaßen freigelegt zu sein. Das mag man dann natürlich nicht auch noch in den Kommentaren lesen. Hier könnte ein mittel- bis langfristig gedachter „Prepper“-Ratschlag vielleicht ganz beruhigend wirken …

Vorab, dieser durchdachte Artikel von Nils Wegner eignet sich hervorragend dazu ihn jenen zukommen zu lassen, die sich heute blind, taub und stumm stellen, obwohl sie es gar nicht sind (wenn sie ehrlich sind - aber das sind sie nicht). Die Konzeptlosigkeit liegt auf der Seite von Asyllobbisten. Diese Leute drehen immer weiter auf, je zwingender sie in Erklärungsnot kommen. Das hat schon was von Masochismus. Masochismus kann es nicht ohne Sadismus geben; das ist eine Binse. Der Artikel von Nils ist brillant, angefangen bei der schaukelnden Brücke bis zum Einsturz, garniert mit einvernehmend, zugänglicher skandinavischer Dunkelmusik. Ohne Theatralik sind Verbildete gar nicht mehr zu erreichen und damit auch nicht mehr ansprechbar. Sie leben in einer anderen Welt. Die gegenseitige Wahrnehmung klafft auseinander. Sezession pur.

Zu den "Preppern": Der nicht ganz grundlos in Mode gekommene Begriff leitet sich aus dem engl. "to prepare" ab. Das heißt Vorsorge, nicht unvorbereitet sein. Aber das ist nicht neu. Die Generation der Großeltern hatte immer flott den Spruch beirat: "Spare in der Zeit, so hast du in der Not." Habe ich so schon lange nicht mehr gehört. Genauso flott beiseite gelassen, das nicht wenige daraus ein Geschäftsmodell machen schadet es nichts vorbereitet zu sein. Und sei es als Hobo und Landstricher. Oder im eigenen Bunker. Aber jetzt wird es kafkaesk.

Schopi
26. August 2015 08:03

Legionär: „Demonstrationen werden dieses Land nicht ändern. Das haben sie nie und werden sie auch nie.“
Dieser pauschalen Behauptung kann ich nicht zustimmen, ich verweise auf die Montagsdemonstrationen währende der Endphase der DDR, die das SED-Regime zum Einsturz brachten.

Die sog. Montagsdemonstrationen haben die DDR nicht zum Einsturz gebracht - einzig und allein der wirtschaftliche und politische Zusammenbruch der UdSSR sind für das Verschwinden der DDR verantwortlich. Die Überlebensfähigkeit der DDR war untrennbar mit der des "grossen Bruders" verbunden. Die Demonstrationen wurden in dieser Form nur gewaltlos geduldet, weil keine Alternative mehr bestand - bzw. - so meine Vermutung, das vieles im Dunklen liegt und nur die Geheimdienstakten hier Aufklärung schaffen könnten. Die BRD müßte dazu auch ihre Geheimdienstarchive öffnen.

Der Gutmensch
26. August 2015 09:31

@Meier Pirmin

@Generalstreik. Wer über einen solchen verfügen kann, hätte mindestens ein Drittel der Wähler und würde deswegen den Generalstreik eben nicht mehr benötigen. Die Zeiten von Generalstreiks liegen viele Generationen zurück. Wer kann heute schon über die Arbeitswelt verfügten? Was hier beraten wird, unter Einspruch nicht weniger besonnener Teilnehmer, bewegt sich in Richtung – wie kann es anders sein? – weltferne Allmachtsphantasien.

Mein lieber Meier Pirmin, Sie wollen doch nicht etwa Zensur ausüben? Ihnen ist aber schon klar, dass man erstmal ins Extrem denken muss, bevor man zu einer Entscheidung gelangen kann? Es hilft nicht mehr, den Kompromiss gedanklich vorweg zu nehmen, die Menschen brauchen Antworten.

Belgien hat erst im April diesen Jahres generalgestreikt. Doch Belgien ist nicht Deutschland.

Falls kein Wunder geschieht (https://www.youtube.com/watch?v=d0LeL9BUPtA) werden wir noch erleben, dass notständig regiert werden muss und dann wird die Zuzugsbegrenzung ganz oben im Maßnahmenkatalog stehen, darüber muss sich gar keiner sorgen!

Ein Generalstreik ist vor dem Hintergrund der deutschen Verfasstheit unwahrscheinlich: Die verbalen Ausfälle gegen die Sachsen verfolgen ja einen Zweck (auch wenn sie hochgefährlich und unverantwortlich sind): Es möge sich der durchschnittliche Alt-Westdeutsche eher mit dem Asylbewerber (von denen hat er nämlich schon viele erlebt) verbrüdern, als mit den Sachsen (von denen ihm in seinem Leben wahrscheinlich weniger über den Weg gelaufen sind). Ich habe 25 Jahre nach der Wende nicht den Hauch eines Zweifels, dass diese Kalkulation aufgeht.

Wir sitzen also "im Schoße der Götter" und dürfen abwarten, dass sich der Innenminister erbarmt, nun bald mal mittels Handbremse zu wenden; wohin auch immer die Reise dann wohl gehen mag. Von "direkten Aktionen", die anderen den Vorwand liefern, etwa noch die Aufstandsbekämpfung der EUROGENDFOR anzufordern, rate ich hier daher nochmals ausdrücklich ab. Damit sich hier niemand irgendwelchen heroischen Illusionen hingibt:

Artikel 2 EMRK:
Recht auf Leben

(1) Das Recht jedes Menschen auf Leben wird gesetzlich geschützt.
(...)
(2) Eine Tötung wird nicht als Verletzung dieses Artikels betrachtet, wenn sie durch eine Gewaltanwendung verursacht wird, die unbedingt erforderlich ist, um
(...)
c) einen Aufruhr oder Aufstand rechtmäßig niederzuschlagen.

Lest und begreift und passt gegenseitig auf Euch auf.

Der Gutmensch.

Heinrich Brück
26. August 2015 10:25

"Artikel 2 EMRK:
Recht auf Leben

(1) Das Recht jedes Menschen auf Leben wird gesetzlich geschützt.
(…)
(2) Eine Tötung wird nicht als Verletzung dieses Artikels betrachtet, wenn sie durch eine Gewaltanwendung verursacht wird, die unbedingt erforderlich ist, um
(…)
c) einen Aufruhr oder Aufstand rechtmäßig niederzuschlagen."

Wer plant denn hier (Sezession) gegen Gesetze zu verstoßen? Bei aller
Phantasie der Mitlesenden, noch kein Artikel lies jemals eine unmoralische
Interpretation zu. Solche Unterstellungen sind merkwürdig, aber zeitbedingt, zumindest im Rahmen unserer Historie verstanden, nachvollziebar.
Aber natürlich sind wieder andere Typen gemeint: Mitleser, Mitkommentatoren, etc. Und hier bringen ihre Warnungen nicht die Bohne
einer Wirkung. Wenn die wahren Verbrecher in diesem Lande, gegen die ihre Paragraphen nur als schlechten Witz ihre Wirkung darstellen, jemals
angegriffen werden sollten, dann von Leuten die hier eher nicht mitlesen. Diesen Leuten wird dann alles gleichgültig sein, nachdem ihr Umfeld verwandelt wurde, und der Tod, oder irgendwelche unbekannten Paragraphen, ihnen weder Angst noch Respekt einjagen werden.
So herablassend und angekettet können nur Juristen argumentieren, deren Mitschuld an der Verfaßtheit unseres Staates evident ist.

"Lest und begreift und passt gegenseitig auf Euch auf."

Sehr mütterlich. Solche Vorschläge mag ich. Aber bitte keine Paragraphen mehr, nicht in dieser Zeit!

Exmeyer
26. August 2015 10:26

@Gutmensch: Das ist doch Unfug. Art. 2 II lit. c) EMRK ist keine Ermächtigungsnorm, die einen Eingriff gestattet, sondern die Einschränkung eines Tatbestandes der einen - für die Menschen im damaligen Ostblock - ansonsten erweiterten Schutz der körperlichen Unversehrtheit bietet.
Solange sich der Staat an seine Rechtsordnung, wenigstens im Groben hält, benötigt er eine Eingriffsnorm, mit der er das Recht auf Leben eingeschränkt.
Wenn Sie eine solche nennen könnten, wäre ich alarmiert. Ich kenne keine.

Die Einführung einer solchen Norm wäre ein zwingender Grund auf die Straße zu gehen, plus Generalstreik.

Arminius Arndt
26. August 2015 10:36

Zur Zeit wird alles mit einer Emotions-Sauce überzogen und zwar von allen Seiten. Da fehlt einem die "Empathie", sei es für die armen Flüchtlinge (Til S.) oder es fehlt die Empathie für die Demonstranten in Heidenau oder sonst wo, die um "ihr Volk kämpfen" (vermutlich sehen das die meisten dort gar nicht so "global") etc.

Da wird ständig von "Hass", "Pack", etc. geredet. Auch unserem Gastkommentator Scaramuhschee fällt nicht mehr als Emotionalisierung ("Hass", "Feige", "Angst" etc.) ein (irgendwie putzig, oder?).

Vor diesem Hintergrund der Emotionen hilft das eine oder andere mal auch ein nüchterner Blick auf die Rechtslage weiter.

Das "zuwanderungswillige Menschen" und überhaupt "Ausländer" (EU- Bürger bleiben bei dieser Betrachtung außen vor), nicht ohne weiteres hier leben und arbeiten dürfen sondern dafür Aufenthaltstitel und Arbeitsgenehmigung brauchen, ist bestimmt keine Erfindung der Menschen, die von ihrem Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit Gebrauch machen und vor irgendwelchen "Heimen" demonstrieren, dass mag man dann individuell bewerten wie man will (meine Meinung dazu habe ich schon in anderen Debattensträngen mitgeteilt), aber Demonstrieren ist das gute Recht dieser Menschen. Das es keine globale Freizügigkeit gibt, ist auch uralt und Deutschland hat betreffend "Ausländer" im Mittel betrachtet keine besonderen, schärferen Regeln als anderswo auf der Welt auch.

Menschen die demonstrieren und auch sonst alle, die einmal an die schlichte Rechtslage erinnern, werden nun emotionalisiert und damit letztlich bestialisiert ("dumm", "Angst", "Pack") - mithin zum Abschuss frei gegeben.

Der Rechtsbruch liegt bei den meisten der sog. "Zuwanderer" aber klar auf der Hand, wenn man die Masse der negativen Asylentscheidungen betrachtet und auch die eigentlichen EU-Regeln hinzuzieht (alle kommen über sichere Drittstaaten zu uns!). Um es klar auszudrücken:

Es ist eine politische Entscheidung, die Behörden nicht anzuweisen, hier für die Durchsetzung bestehenden Rechts und bestehender Ordnung zu sorgen und diese nicht mit den nötigen Mitteln an Personal und Material zu versorgen. Es ist eine politische Entscheidung, "Dublin" für die syrischen Flüchtlinge nicht mehr anzuwenden, eine Dehnung des berühmten "Ermessens", aber eigentlich ein klarer Regelverstoß bzw. eine Aushöhlung der Regel, wenn man die Ausnahme zur Regel werden lässt. Es ist eine politische Entscheidung, keine Maßnahmen zur Sicherung bestehenden Rechts zu ergreifen, um so die normative Kraft des Faktischen zur Geltung zu bringen (am Ende werden die meisten ja kraft quasi neuzeitlichen "Gnadenrechts" "geduldet").

Wer Rechtsbrecher ist bzw. sich nicht an die geltenden "Regeln" hält, liegt mithin auf der Hand. Leute, die friedlich demonstrieren halten sich dagegen an eindeutig an die Regeln.

Der permanente Rechtsbruch bzw. die permanente Auslotung von "Ermessen" bis zum geht nicht mehr, die Institutionalisierung des Regelbruchs wird durch die oben genannte Emotionalisierung kaschiert und zugekleistert ("Was, Du hast was gegen diese armen Menschen? Hast Du kein Herz?" etc. - eine klare, rationale Gesetzesänderung via Bundestag oder EU zur sauberen Legitimierung wagt dagegen seltsamerweise keiner ... ).

So viel wird ersichtlich: Auf die Einhaltung bestehender Regeln wird nicht mehr geachtet. Einwände diesbezüglich werden emotionalisiert und damit auf das Niveau persönlichen Streites, einer Gesinnungskontrolle etc. herunter gedrückt. Ein Ähnliches Schema war ja auch bereits zu erkennen, als auf ein Sachbuch, welches von Herrn Sarrazin verfasst wurde, nur mit Tritten unter die Gürtellinie geantwortet wurde, da man offensichtlich nicht in der Lage war, die Thesen dieses Sachbuches sachlich und fachlich zu widerlegen.

In dieser Diskussion hier wurde auch schon das Thema von Migrationsbewegungen als Waffe und Kriegsmittel thematisiert. Ein interessantes Thema, welches eine Vertiefung verdient hat. Dabei sollte man meiner Meinung nach nicht unbedingt mit der "Nabelschau" beginnen und sich fragen, ob mit der Zuwanderung etwas bei der "aufnehmenden" Bevölkerung erzielt werden soll, sondern zuallererst schauen, wer durch den Wegzug seiner Einwohner geschwächt (oder gar gestärkt!) werden soll.

Bei Syrien liegt es klar auf der Hand, dass man durch die Schaffung der Anreize zur Flucht dem ungeliebten Assad-Regime den Boden der eigenen Bevölkerung unter den Füßen wegzuziehen versucht. So wie man zu Zeiten des kalten Krieges bereits versucht hat, den Gegner durch Auslösung von Wanderungsbewegungen zur destabilisieren.

Bei Afrika will man offenbar dort ungestörter die entsprechenden Ressourcen ausbeuten, in dem man dessen "youth bulge", der ansonsten vor Ort Probleme machen könnte, durch Wegzug abdämpft.

Insgesamt betrachtet fällt nicht alles "wie vom heiteren Himmel", hier ist ein Wille und hier sind Ziele erkennbar, ohne dass man dafür irgendwelche Verschwörungstheorien benutzen oder bemühen muss. Sich dagegen zu wehren, dagegen zu argumentieren ist das Recht eines jeden! Für dieses Recht lass ich mich dann gerne "Nazi" nennen - das berührt mich nicht mehr.

Rainer
26. August 2015 10:40

An eine Begrenzung des Flüchtlingszustroms nicht nicht mal ansatzweise gedacht, im Gegenteil, die Schleusen werden noch weiter geöffnet. Die neueste Meldung lautet, daß Syrien-"Flüchtlinge" nicht mehr dem Dublin-Verfahren ausgesetzt werden sollen. Dieses Verfahren wurde zwar zuletzt de facto nicht mehr angewendet, dürfte aber für einen neuen Massenansturm von Hunderttausenden Syrern aus den Flüchtlingslagern in der Türkei und dem Libanon nach Deutschland sorgen.

https://www.focus.de/politik/deutschland/ausnahme-fuer-migranten-deutschland-setzt-dublin-pruefung-fuer-syrische-fluechtlinge-aus_id_4903133.html

Dienstherr des BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) ist Thomas de Maiziere. Noch vor Jahresende werden wahrscheinlich dann die ersten Notstandsverordnungen, Katastrophenschutzerlasse und Sondergesetze folgen, um Grund- und Eigentumsrechte einzuschränken. Eine solche Politik kann inzwischen nicht mehr als fahrlässig, sondern nur noch als kriminell bezeichnet werden.

Was tun? Ich weiss es auch auch nicht, bin aber der Meinung, dass gegen diesen Wahnsinn demonstriert werden muss, solange es noch möglich ist. Demonstrationen werden dieses Land nicht mehr retten, aber sie bringen die notwendige Dynamik in diesen Prozess, um den Zerfall der staatlichen Legitimität und der moralischen Grundlage der BRD-Nomenklatura zu beschleunigen. Meine Voraussage lautet, das spätestens 2016 oder Anfang 2017 die BRD, so wie wir sie von früher kannten, Geschichte ist, wahrscheinlich aber schon früher.

Meier Pirmin
26. August 2015 11:04

@Gutmensch.Legionär usw. Objektiv ist der Generalstreik, aufgrund etwa der gewerkschaftlichen Organisationen, ein letzter Mittel der Linken, steht etwa in Griechenland zur Debatte. Der Schweizer Generalstreik liegt 97 Jahre zurück, am Ende des 1. Weltkrieges, ebenfalls damals eine linke Angelegenheit, immerhin mit beeindruckenden Resultaten, etwa der Aenderung des Wahlsystems, wovon auch andere profitierten. Sehr beeindruckend die polnische Gewerkschaft Solidarnosc zu ihren Pionierzeiten. Alle diese Bedingungen sind in Deutschland weder gegeben noch können sie künstlich erzeugt werden. Im Ausland spricht "man" bzw. schreibt die veröffentlichte Meinung wie die Neue Zürcher Zeitung von heute vom "Fremdenhass" in Sachsen. Das ist objektiv die Nettowirkung der Demonstrationen, vor denen hier einige Blogteilnehmer gewarnt haben.

Noch was @ Legionär. In der Schweiz ist die rechte Schweizerische Volkspartei SVP, deren Kurs, bei einem freilich viel stärkeren und auch finanziell potenten und politisch erfahrenen Führer, Christoph Blocher, ungefähr auf der Linie von Herrn Lucke liegt, bei 26% und einem einzigen von sieben Regierungsmitgliedern: Verteidigungsministerium. Ein Wahlsieg im Oktober mit 30% wäre schon ein Erdrutsch und das beste Resultat einer Partei in den letzten 100 Jahren, würde aber nicht mal ein zweites Regierungsmitglied garantieren. 30% SVP könnten mutmasslich nicht mal bewirken, dass die vom Volk angenommene Masseneinwanderungsinitiative durchgesetzt wird.

Andererseits würden, in Deutschland, Demonstrationen von 100 000 gegen Masseneinwanderung politisch wohl ebenfalls nichts bewirken, hingegen international durchaus eine Nazi-Panik auslösen und allenfalls aussenpolitisch Schwierigkeiten bereiten. Eine nüchterne Analyse eines Beobachters hat also mit Gedanken über Zensur schon gar nichts zu tun. Warum beobachte ich überhaupt? Was in Deutschland geschieht, hat, vgl. den Fall Griechenland, massgeblichen Einfluss auf die Szene und das Verhalten in ganz Europa, nicht zu vergessen die Nachbarländer. Wenn etwa ein Herr Schulz bei der Mehrheit der Schweizer "niedere Instinkte" ortet und andere glauben, wer für Einwanderungsbeschränkungen sei, sei politisch nicht informiert, dann kann man das durchaus als subtile Feinderklärung interpretieren. Dies gilt erst recht für die innenpolitische Lage in Deutschland. Wie nur schon der gemässigt rechtsliberale Lucke, solange er die AfD führte, politisch isoliert wurde, zeigt die Toleranzgrenzen klar auf. Dies bleibt nicht ohne breite Einschüchterungswirkung. Schon aus diesem Grund kann man Demonstrationen mit den erträumten Zahlen vergessen. Zu schweigen von deren fragwürdiger Wirkung samt Nebenwirkungen. Es würde sich lohnen, bei diesem "Medikament" die Packungsbeilage betreffend Risiken und Nebenwirkungen zu lesen.

Nordlaender
26. August 2015 11:10

@ Arminius Arndt

"Insgesamt betrachtet fällt nicht alles „wie vom heiteren Himmel“, hier ist ein Wille und hier sind Ziele erkennbar, ohne dass man dafür irgendwelche Verschwörungstheorien benutzen oder bemühen muss. Sich dagegen zu wehren, dagegen zu argumentieren ist das Recht eines jeden! Für dieses Recht lass ich mich dann gerne „Nazi“ nennen – das berührt mich nicht mehr."

In den Kreisen der Verschwörungstheoretiker kursieren solche Zitate:

"Wir sind der Washington Post, der New York Times, dem Time Magazine und anderen großen Publikationen dankbar; deren Chefredateure an unseren Treffen in der Vergangenheit teilnahmen und die Zusage der Vertraulicheit fast 40 Jahre lang respektierten."

"Es wäre uns nie möglich gewesen, einen Plan für die Welt zu entwickeln, wenn wir während dieser Jahre im Licht der Öffentlichkeit gestanden hätten. Aber die Welt ist auf einem komplexen Weg hin zur Weltregierung. Die supranationale Souveränität einer intellektuellen Elite und der Welt-Bankiers ist sicherlich der nationalen Souveränität der letzten Jahrhunderte vorzuziehen."

Buchauszüge aus "Memoirs" (2002)/David Rockefeller

Rockefeller gilt über die Rockefeller-Stiftung als Gründer der Trilateralen Kommission und der Group of Thirty. Gehöre nicht zur Gemeinde der Offenkundigkeitstheoretiker und gehe in der Regel davon aus, daß es bei Organisationen wie z.B. der Trilateralen Kommission oder der Atlantikbrücke den öffentlichen Teil gibt und den Verschwörungsteil (die Summe dessen, was an internen Absprachen nicht öffentlich bekannt gegeben wird.)
Weil das Nichtkundtun von internen Agenden Alltagsgeschäft ist und auch keineswegs in jedem Falle negativ bewertet werden sollte, halte ich den Begriff "Verschwörung" für gänzlich untauglich für eine seriöse politische Analyse.

Übrigens, beim "Studieren" Ihres Kommentares befiel mich dieses Mal etwa in der Mitte regelrechte "Furcht", Ihnen könnte der "Apostrophvorrat" noch ausgehen. Bin ganz erleichtert, daß dieser "Fall" nicht eingetreten ist.

Arminius Arndt
26. August 2015 11:39

@Nordlaender,

Sie haben Recht, ich sollte zukünftig eher zu der hier zur Verfügung stehenden Möglichkeit der kursiven Schrift greifen, als zu den Gänsefüßchen.

Im Hinblick auf Ihre weiteren Ausführungen möchte ich ergänzend anmerken, dass viel mehr ganz offen gesagt und verbreitet wird, als die meisten Verschwörungstheoretiker sich träumen lassen ... man muss nur ab und an mit offenen Augen sehen, lesen und bei Reden entsprechender Leute zu hören.

Treverer
26. August 2015 11:39

@Rainer
Meine Voraussage lautet, das spätestens 2016 oder Anfang 2017 die BRD, so wie wir sie von früher kannten, Geschichte ist, wahrscheinlich aber schon früher.
---------------------------------------------------------------
Solche Aussagen verkennen die Größe der Konkursmasse, die noch verzehrt werden kann. Allein 2 Billionen Euro haben die Deutschen insgesamt als Sparguthaben geparkt (sehr ungleich verteilt, versteht sich). Dazu kommen Immobilien, welche die Willkommens-Diktatur enteignen kann (und wird).
Auf apokalyptischen Naherwartungen, die emotional nachvollziehbar sind, läßt sich keine politische Strategie aufbauen - auch keine meta-politische.
Die Wahrheit ist, fürchte ich, bitterer: Erst wenn EU/EZB und Bunte Republik alles aus ihren Bürgern rausgepresst haben (und das Sozial- und Rentensystem das Zeitliche gesegnet haben), neigt sich die wilde Einwanderungsparty dem Ende entgegen.
Dass der Michel sich vorher den Schlaf aus den Augen reibt, ist nur punktuell zu erwarten, dort, wo -wie in Heidenau- der Bogen überspannt wird.

Thomas Wawerka
26. August 2015 12:01

Mich würde interessieren, wer von den Mitforisten ernsthaft glaubt, eine signifikante politische Wende (also nicht nur Anpassungen oder Milderungen bestimmter Härten) sei ohne die Ausübung von Gewalt herbeizuführen. Ist das nicht ganz und gar unrealistisch? Und kommt mir nicht mit '89 - es wäre fürs Regime ein Leichtes gewesen, beispielsweise die Zugänge zur Leipziger Innenstadt zu besetzen und ein paarmal in die Menge feuern zu lassen: Die hätten sich in der Panik vermutlich gegenseitig totgetreten. Das Regime hat nur deshalb aufgegeben, weil Gorbatschow die epochale Ankündigung machte, die SU werde sich nicht mehr in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einmischen. Damit standen die Tattergreise mit dem Rücken zur Wand. Das war der vielbeschworene "Einzelfall": alle anderen mir bekannten historischen Beispiele zeigen, dass eine echte politische Wende - die ja letztendlich nur durch den Austausch der Machthaber möglich ist - den Kampf gegen dieselben, u.d.h. Gewalt & Blutvergießen mit sich bringt.
Ich will nicht wissen, wer Gewalt & Blutvergießen befürwortet (ich gehe davon aus, dass sich das keiner von uns wünscht), ich will nur wissen, für wie realistisch ihr es haltet, dass es nicht dazu kommt (nicht im größeren Ausmaß).
Und soviel dürfte klar sein: Solang man diese Option ausschließt, sind Demonstrationen wohl das einzige Mittel, die Machthaber wenigstens ein wenig nervös zu machen (vgl. auch das Gespräch Kubitschek/Lichtschlag). Ich selbst bin auch eher Elfenbeinturmbewohner als Spaziergänger, und dafür schäme ich mich keineswegs, aber ich würde denen, die den Mut haben, unser gemeinsames Anliegen (wenn vielleicht auch in etwas vergröberter Form) auf die Straße zu tragen, nicht noch unter die Nase reiben: Det bringt nischt!
Und andererseits wurmt es mich nicht minder, wenn die Hemdsärmelfraktion den Geistesarbeitern dauernd Untätigkeit vorwirft: Denken IST Tätigkeit!
Aber zurück zur Ausgangsfrage.

Belsøe
26. August 2015 12:30

Vergessen wir nicht, daß für Karriereparlamentariker die Beschwörungsformel "Bereicherung, Demographiewende, Willkommenskultur" die einzig verbleibende Möglichkeit ist, eine aktiv und souverän erscheinende Stellung zu den aktuellen Vorhängen zu beziehen. Genau so wie die Eurokrise nur so und nicht anders angegangen werden muss wie es geschieht. Als Opportunisten und Staatsschauspieler sagen sie eben, sie würden das was vor sich geht genau so wollen.

Würden sie sich nämlich anders positionieren, würde sofort sichtbar, dass diese (und noch weitere) Vorgänge außerhalb ihres Einflusses liegen. So wie man sich aufgestellt hat, ist nichts davon beherrschbar oder aufzuhalten. In diesem Licht betrachtet, versteht man auch die Losung "alternativlos".

Tile Kolup
26. August 2015 12:37

Vielleicht wäre, um all den Spekulationen über Ursachen und Mechanismen der Krise eine andere Richtung zu verleihen, eine weitere Hypothese zu überprüfen.
Wäre es also nicht eine Erwägung wert, dass hinter all den "Rankünen", die uns neben dem Flüchtlingsstrom auch noch Hetze, Denunziationen, Propaganda und andere Gifte für ein einträchtiges Gemeinwesen bescheren, schlichtes menschliches Unvermögen steht?
Wäre es nicht denkbar, dass äußere Umstände (hier: die Kriege Orient von der Levante bis zum Hindukusch), die nur eigentlich mittelbar in Beziehung zu inneren Lage und Verfasstheit Deutschlands stehen, einen ganz praktischen Handlungsbedarf bei den politisch Verantwortlichen erzwungen haben, der dieselben geistig und moralisch überforderte; und gleichzeitig den attachierten Ideologen der öffentlichen Meinung die Gelegenheit bot, das billige Spiel der Anklage und Selbsterhöhung in ungeahnten, dramatischen Dimensionen weiterzuführen?

Ich möchte an dieser Stelle den Begriff des transgenerativen Traumas einführen zur Erklärung der Wurzel unserer Lage.

(Da ich auf diesem Gebiet lediglich Laie bin, bitte ich etwaige Unschärfen, grelle Überzeichnungen oder wissenschaftlich-methodisch unsaubere Verallgemeinerungen als lässliche Sünden anzusehen.
Meine Absicht ist es lediglich, eine alternative Hypothese zu formulieren, die vielleicht der Debatte neue Impulse verleihen könnte.)

Bei dem Transgenerativen Trauma handelt es sich um psychologisches Phänomen, das verstanden wird als kollektive Psychose, die Gedanken und Handlungen einzelner auch noch Generationen nach dem ursprünglich traumatisierenden Ereignis in unterschiedlichem Ausmaß und verschiedener Form zu prägen, beeinflussen, ja beeinträchtigen vermag.
In Falle Deutschlands wäre dieses einschneidende, traumatisierende Erlebnis der Zweite Weltkrieg, wie individuell unterschiedlich auch die Wahrnehmung der historischen Gegenwart und die anschließende Erinnerung gewesen sein mag.
Was gerne verächtlich als "Schuld-Komplex" apostrophiert wird, wäre folglich der Ausdruck einer durch den Krieg unmittelbar aus dem Gleichgewicht geratenen Seele, eines infolgedessen zuweilen mit blinden Flecken belegten Geistes, deren Dsyfunktionen nicht nur die Erlebnisgeneration selbst am umfänglichen und uneingeschränkten Gebrauch ihres Verstandes hindern, sondern auch an die Kinder, Enkel und Urenkel qua Sozialisation vererbt werden.

Ein derart beschädigter Geist, im Verein mit einer kranken Seele beschneiden die Möglichkeiten des Menschen, individuell und kollektiv. Angststörungen sind eine logische und verbreitete Folge aller Traumata. In Bezug auf unsere Geschichte könnte man nun eine weit vor das Zeitalter der Weltkriege reichende, häufig im Vergleich mit anderen Nationen angeführte Identitätskrise als Merkmal der Deutschen in Verbindung bringen mit den spezifischen Erfahrungen besonders des letzten Weltkrieges selbst, aber auch den daraus erwachsenden Selbstzweifeln, der Anklagen, Ungewissheiten und Verleugnungen des Eigenen. All das ist Ausdruck eines solchen kollektiven Traumas - und wirkt auch auf Kinder, die in einem solchen Klima aufwachsen möglicherweise traumatisierend, da ihnen jenes Urvertrauen in ihre Umgebung fehlt, das der Mensch benötigt, um seinen Platz im Leben zu finden.

Es ist daher auch nicht gänzlich auszuschließen, dass, neben verschiedenen weiteren soziologischen und historischen Erklärungen, besonders dieses Trauma dort fatal wirkt, wo Einzelpersonen Entscheidungen treffen sollen, die für die Gemeinschaft folgenreich sind.

Wäre es allzu abwegig anzunehmen, dass es neben verschiedenen politischen, sozialen, wirtschaftichen und bürokratischen Zwängen, die verantwortlichen Mitglieder unseres Staates und seiner Regierung, die - einige Fälle eindeutiger ideologischer Doktrin vernachlässigend - eher pragmatisch handeln (müssen), aufgrund ebendieser psychosozialen Umstände gar nicht anders handeln, die Wahrheit nicht bis in den letzten Winkel, ja Abgrund erkennen können, nicht die Stärke besitzen, solche Entscheidungen zu treffen, die notwendig sind, die sie aber fürchten lassen müssen, einen Frevel zu begehen?
Eine Angststörung, eine Phobie, die sich immer wieder nährend und befruchtend, da sie eben kollektiv auftritt, das praktische Denken völlig fesselt, die Augen für manche Dinge, die eine bestimmte Dimension annehmen, die über das eigene Wohl hinausdeuten erblinden und die geistigen seelischen Kräfte erschlaffen lässt.
Denn wenn wir einmal von der großen Verschwörung, der Lenkung der Regierung durch diabolische Kräfte, seien es Illuminaten, die Wallstreet oder Russel Brand als rationale Erklärung eines zwar infamen und zutiefest verderbten, aber wissend und willentlich ins Werk gesetzten Plans mit dem Ziel der Zerstörung und Unterjochung absehen, bleibt eben nur das Gegenteil: der Wahnsinn, respektive das irrationale Moment.

Ich bin der Auffassung, dass - tiefere oder höhere - Vernunftgründe nicht vorliegen, die die Handlungen der Regierung irgendwie erklärlich erscheinen ließen, und die Annahme einer Verschwörung, gleich welcher Provenienz oder Richtung erachte ich als absurd.

Was bleibt also?

German Angst.

Es ist, glaube ich, tatsächlich so banal wie tragisch: wir alle, nicht nur die Regierung, die Medien, die gesellschaftlichen Eliten (auch Til Schweiger, bei dem zu dieser Störung noch ein schlichtes, aggressives Gemüt tritt) verspüren eine diffuse Angst, die uns befangen macht, zu Gefangenen unserer Geschichte. Es mag sein, dass gerade die luzideren Geister, sich davon weitgehend zu heilen vermögen - es ändert jedoch nichts daran, dass wir diesem Irrenhaus, das Deutschland heißt, nicht entfliehen können. Und als Gesunder unter Kranken zu leben und keinen Ausweg zu wissen, lässt verzweifeln, lässt falsche Hoffnungen gären.
Vermutlich bleibt uns nunmehr nichts anderes als auf den Ansturm von jenseits der Mauern zu warten, der uns mit Gewalt ohne es zu ahnen endlich befreit...

Nordlaender
26. August 2015 12:56

@ Arminius Arndt

"Im Hinblick auf Ihre weiteren Ausführungen möchte ich ergänzend anmerken, dass viel mehr ganz offen gesagt und verbreitet wird, als die meisten Verschwörungstheoretiker sich träumen lassen … man muss nur ab und an mit offenen Augen sehen, lesen und bei Reden entsprechender Leute zu hören."

Werter Mitforist Herr Arndt, Sie haben keine gute Meinung von uns Verschwörungstheoretikern.

Die Erfolgsbilanz der Verschwörungstheoretiker kann sich sehen lassen, pars pro toto sei ein Exempel für erfolgreiche Arbeit, die Aufdeckung einer illegalen Geheimabsprache, angeführt:

https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bierbrauer-affaere-die-wichtigsten-fakten-ueber-das-preiskartell-a-943254.html

In jedem Unternehmen, in jedem Verband, in jeder Partei gibt es einen Bereich, der für jeden transparent ist, und einen Bereich, dort werden Besprechungen abgehalten, aus denen nicht alles an die Öffentlichkeit gelangt. Das ist für mich dermaßen selbstverständlich, daß ich einfach nicht nachvollziehen kann, was Ihr Offenkundigkeitstheoretiker da für künstliche Gegensätze konstruiert.

Meier Pirmin
26. August 2015 13:15

PS. Wenn man denkt, was global passiert: irgendwie müsste zum Beispiel die Einwanderungswelle wenigstens theoretisch mit Unrecht auf diesem Erdball begründet werden, auch sonst, was nicht nur im islamischen Raum passiert usw. Im Weltblatt "Neue Zürcher Zeitung" hat es nun aber der "Fremdenhass" in Deutschland auf die 1. Seite geschafft, wenngleich hauptsächlich als Sorge "Berlins". Zumal die Sächsische Schweiz hat es seit vielen Jahren nicht mehr in die Schlagzeilen gebracht. Jetzt aber mit dem Synonym "Fremdenhass".

Dieser ist medial anscheinend das grössere Thema als allfällige Fluchtgründe der Migranten. Dies belegt indirekt, dass es sich bei letzteren häufig um Vorwände handelt, jedenfalls nicht um etwas, das wirklich ernst genommen werden müsste. Als objektiv grösste um nicht zu sagen in einigen Fällen einzige Bedrohung der Asylbewegung wird die Gefahr des Fremdenhasses bei den Gastnationen deutlich gemacht. Mit zu den Unmenschlichkeiten und Unzumutbarkeiten, das wurde im Tages-Anzeiger dargestellt, gehört, im nicht übertrieben warmen August, dass neulich 1 500 Asylbewerber hätten im Freien übernachten müssen. Erinnert mich etwas an die Truppen Napoleons in Russland, allerdings im Winter 1812.

PSII: Immerhin legt die Bildzeitung in letzter Zeit den Schwerpunkt auf Syrien. In Deutschland dominiert jetzt diese Gruppe, im Gegensatz zu den Eriträern in der Schweiz. Wäre es möglich, die Problematik der eigentlichen Kriegsflüchtlinge zu isolieren, ferner Asyl klar von Einwanderung zu trennen, die psychologische Situation wäre mutmasslich eine andere.

Nordlaender
26. August 2015 13:17

@ Tile Kolup

"Ich bin der Auffassung, dass – tiefere oder höhere – Vernunftgründe nicht vorliegen, die die Handlungen der Regierung irgendwie erklärlich erscheinen ließen, und die Annahme einer Verschwörung, gleich welcher Provenienz oder Richtung erachte ich als absurd."

Von einer reinen Verschwörung kann schon lange nicht mehr die Rede sein, denn der Plan der Neuen Weltordnung wird ja immer wieder öffentlich ausgesprochen, u.a. von einem Bush senior, einem Rockefeller, einem Thomas Barnett oder auch unserer BUNTEN Kanzlerin:

"Wenn man eine wirkliche Weltordnung haben will, eine globale politische Ordnung, dann wird man nicht umhinkommen, an einigen Stellen auch Souveränität, Rechte an andere abzugeben."

Angela Merkel auf dem Kirchentag in Dresden, 4.6.2001

"Das heißt, eine der spannendsten Fragen, Mauern zu überwinden, wird sein:: Sind Nationalstaaten bereit und fähig dazu, Kompetenzen an multilaterale Organisationen abzugeben, koste es, was es wolle."

Merkel während der Konferenz "Falling Walls" 9.11. 2009

Das zweite Zitat habe ich dem Band "Neue Weltordnung" - Zukunftsplan oder Verschwörungstheorie?" - Kaplaken 2011 des hochwohlgeschätzten Manfred Kleine-Hartlage entnommen, für mich war dieser die mit Abstand wichtigste seiner allesamt vortrefflichen Veröffentlichungen.

Von dem Glauben an die Rationalität der Agenda der Elite ist man spätestens dann kuriert, wenn man zur Kenntnis nimmt, welchen gewaltigen Einfluß Endzeitreligiöse auf die Politik nehmen, Armageddongläubige wie z.B. Ronald Reagan oder George W. Bush.

Seit ich mich mit dem Niedergang des schwedischen Volkes befaßt habe, kann ich mit einem - zuvor durchaus vermuteten - deutschen Sonderweg der Traumatisierung nichts mehr anfangen. Der induzierte Wahn der Weißen Schuld ("white guilt") greift woanders nicht minder.

Der Gutmensch
26. August 2015 13:32

@Exmeyer

@Gutmensch: Das ist doch Unfug. Art. 2 II lit. c) EMRK ist keine Ermächtigungsnorm, die einen Eingriff gestattet, sondern die Einschränkung eines Tatbestandes der einen – für die Menschen im damaligen Ostblock – ansonsten erweiterten Schutz der körperlichen Unversehrtheit bietet.

Gut erkannt und schön zusammengefasst; die Ironie geht an mir vorbei.

Solange sich der Staat an seine Rechtsordnung, wenigstens im Groben hält, benötigt er eine Eingriffsnorm, mit der er das Recht auf Leben eingeschränkt.
Wenn Sie eine solche nennen könnten, wäre ich alarmiert. Ich kenne keine.
Die Einführung einer solchen Norm wäre ein zwingender Grund auf die Straße zu gehen, plus Generalstreik.

Oh, mein lieber Exmeyer, Sie müssen mal ein bißchen lockerer in den Knien werden, was die Gesetze angeht! Seit wann braucht denn die Polizei neben den üblichen Generalklauseln in den allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetzen der Länder noch weitere Ermächtigungsgrundlagen zum Eingreifen? Zum "finalen Rettungsschuss" in Sachsen siehe § 34 Abs. 2 PolG; aber wo wir den nicht haben (Berlin), war´s dann eben Notstand oder Notwehr, todsicher.

Was die Bundespolizei (ich schreib immer noch gerne Bundesgrenzschutz) betrifft, müssen Sie das BPolG wälzen; wird sich auch eine Generalklausel finden, garantiere ich Ihnen - die müssen ja was zu tun haben, wenigstens auf dem Papier, sonst wird der Rechnungshof sauer.

Normaler Weise müsste im "Erfolgsfalle" - also ein oder mehrere rettungshalber- bzw. notständig Erschossene - natürlich ein Ermittlungsverfahren folgen; der Anfangsverdacht eines Tötungsdelikts ist jedenfalls dann gegeben, wenn man außer Notstand oder Notwehr sonst nichts vorzuweisen hat (mithin: die Beamten müssten dazu erstmal vortragen, bevor man einstellt)! Aber da die EMRK ja immerhin doch ranghöher ist als das GG und das StGB, gelle, gehe ich davon aus, dass es einem (ohnehin weisungsabhängigen) Staatsanwalt im Zweifel auch nicht schwer fallen dürfte, die sofortige Einstellung des Verfahrens mangels Tatverdacht, 170 StPO, damit zu begründen, wenns pressiert und die Politik das so wünscht.

Die Ermächtigungsgrundlagen der von mir genannten Söldnertruppe, der EUROGENDFOR zu suchen, hab ich mir nie die Mühe gemacht, das soll irgendwo in den Anlagen zum Lissabon-Vertrag stehen. Das tun sie auch, da plagen mich keine vernünftigen Zweifel; es wäre ja unmöglich, eine solche internationale Truppe aufzubauen und zu finanzieren, ohne wenigstens vage ihren Zweck zu beschreiben; auch der Europäische Rechnungshof tut etwas (wenn seine jährlichen Monierungen nie gehört werden). Und angenommen, die kämen tatsächlich und würden mal ordentlich aufräumen (Gauck wäre wohl der Mann, der sie in Brüssel anfordern müsste, weil er das höchste Amt der Bundesrepublik bekleidet und also für den Mitgliedsstaat handeln darf), so möchte ich den Staatsanwalt erleben, der nicht schützend die EMRK vor sich halten würde, um eben nicht ermitteln zu müssen, was da passiert ist - sondern ermittlungslos einzustellen.

Es geht also, zusammengefasst, nicht darum, was jemand "darf". Es geht vielmehr darum, inwieweit man darauf vertrauen darf, dass ein eventuelles "Nichtdürfen" noch sanktioniert würde, oder ob die wohlfeilen Ausreden nicht schon längst auf der Straße liegen.

Das ist juristisch unelegant, ich bin mir dessen wohl bewusst, und ich hätte es auch lieber anders. Aber die eleganten Zeiten sind vorbei.

Der Gutmensch.

Hartwig
26. August 2015 14:16

@ Thomas Wawerka

Ich halte den von Ihnen angeführten Vergleich mit 1989, den Sie selbst verwerfen, für durchaus tragbar. Damals war es der Politikwechsel in der Sowjetunion (wobei die Bewertungen von 89 ein weites Feld wären und hier OT sind)
Die Parallele wäre ein fundamentaler Politikwechsel in den USA, ggf. in ein paar Schlüsselstaaten in Europa.
Dann, und wohl nur dann kann ich mir überhaupt eine signifikante Wende auch in Deutschland vorstellen.

Dem gerade seinen Morgenkaffee aufbrühenden Michel, den @Exmeyer so treffend beschreibt, traue ich einen Alleingang kaum zu.

Arminius Arndt
26. August 2015 14:54

@Nordlaender,

die Frage ist doch vielmehr, aber wann wird aus absolut üblichen, nicht öffentlichen Absprachen und Abreden eine echte Verschwörung?

Der Begriff der Verschwörung ist nicht einfach zu definieren und bringt Debatten gerne in falsche Richtungen und von daher versuche ich ihn einfach zu vermeiden bis gar nicht erst zu verwenden. Was bekannt ist, ist entweder eine Tatsache, eine bekannte These oder ein bekanntes Gerücht oder eine bekannte Unwahrheit.

@all
Immerhin, heute ging der Humorpreis des Tages an die nicht politisch korrekt Demonstrierenden in Heidenau für ihre anlässlich des Merkel Besuchs abgegebenen "Wir sind das Pack"- Rufe.

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/angela-merkel-in-heidenau-mit-buhrufen-empfangen-a-1049908.html

Meier Pirmin
26. August 2015 15:38

"Wir sind das Pack"

So weit Demonstranten sagen: "Wir sind das Pack!" - so verweisen sie auf das Hassproblem, das sie insofern als öffentlich so erklärte Fremdenhasser differenzieren. Sie sind in Wahrheit nämlich die Leute, die im Sinn von Orwells "Hass-Woche" zum Gehasstwerden zugelassen sind. Auf der anderen Seite gibt es ein gruppendynamisches Problem: Sich selber im Kollektiv als "Pack" bezeichnen ist massenpsychologisch ein Enthemmungsfaktor. Damit ist abermals auf die Risiken und Nebenwirkungen einer solchen Aktion verwiesen.

Kommt dazu, dass diese Leute in der Berichterstattung "Die Rechten" genannt wurden. Es erinnert mich an den Sprachgebrauch des Wortes "konservativ" um 1968, als dieser Ausdruck Stalinisten charakterisierte, weswegen sich in der Schweiz dann die seit 1848/1912 bestehende Konservative Partei umbenannte, sich umbenennen musste. Sicher ist, dass in den Sprachregelungen zwischen "rechts" und "rechtsextrem" kaum mehr unterschieden wird, was, analog zu "links" und "linksextrem", den Unterschied zwischen Franz Müntefering und Pol Pot einebnen würde.

Dabei wäre es noch analytisch abzuklären, wer da von den Demonstranten in der Sächsischen Schweiz "rechts" wäre, wer wohl "rechtsextrem", was gewiss nicht auszuschliessen ist so wenig wie andererseits die Gruppe, die als "nicht einmal rechts" einzuschätzen wäre. Klar ist, dass auch diejenigen unter den Demonstranten, die als gewaltlos und integer einzuschätzen sind, hier ausnahmslos vorgeführt werden. Als Student eines Lehrfachs jedenfalls wäre es mehr als empfehlenswert, sich nicht fotografieren zu lassen, weil andernfalls vielleicht mit lebenslänglichem, jedenfalls längerem Berufsverbot zu rechnen wäre. Es braucht dazu nicht mal einen Radikalenerlass, wie es das auch schon gab. Es würde genügen, dass es bekannt bleibt.

Mit anderen Worten: Demonstrationen dieser Art scheinen eher nicht zielführend zu sein.

Hermann Karst
26. August 2015 15:48

@ Thomas Wawerka:
"Mich würde interessieren, wer von den Mitforisten ernsthaft glaubt, eine signifikante politische Wende (also nicht nur Anpassungen oder Milderungen bestimmter Härten) sei ohne die Ausübung von Gewalt herbeizuführen. Ist das nicht ganz und gar unrealistisch?"

Ja, ist unrealistisch.

Die JF-Netzseite titelt heute: "Deutschland auf dem Weg zum Einwanderungsland Nummer eins."

Schußfahrt. Die Geschwindigkeit nimmt zu. Die Lokomotive hebt sich bereits in der Kurve. Der Zug wird entgleisen.

donna_alta
26. August 2015 15:49

@Tile Kolup
Auch wenn ich die psychologischen Zusammenhänge, die Sie sehr nachvollziehbar erläutern, mehr "aus dem Bauch heraus" nur nachempfinden und nicht weiter erklären kann: Absolute Zustimmung!

Hinter dem irren Agieren der Politiker in unserem Land kann ich keine Strategie, noch weniger eine Verschwörung erkennen, die schlüssig wäre.
Es ist diese Angst, die man bisweilen sogar in den Alltagsgesichtern erkennen kann. (Ich nehme mich selbst nicht aus.) Bis in den letzten Winkel ist sie vorgedrungen und sitzt dort fest. Seit mir schmerzhaft klar geworden ist, dass wir nichts, aber auch gar nichts anrichten können gegen diesen Irrsinn, bin ich ruhiger geworden. Diese Erkenntnis hindert mich nicht daran, deutliche Worte zu sagen, wenn sie gefragt sind oder mit meinen Aktionen Stiche zu setzen, Verbündete zu suchen!
Aber ich bin nunmehr überzeugt davon, dass erst die ungebremste weitere Flutung unseres Landes mit Afrikanern/Muslimen/Zigeunern mit all ihren furchtbaren Konsequenzen für unser deutsches Volk die einzige Chance in sich birgt, diese Angst abzuschütteln und aufzubegehren oder darin endgültig unterzugehen. Der Schmerz wird unfassbar groß sein (müssen), bevor der Mut daraus erwächst.

Ich bete, dass meine Lieben, alle Menschen, die mir nahe stehen und die, die nach mir kommen, das überleben. Und ich habe in diesem Gebet meine einzige Hoffnung!

Hühnerbaron
26. August 2015 15:54

@ Tile Kolup: Genauso ist es. Auch wenn die USA morgen im Atlantik mitsamt der gleichnamigen Brücke versinken, geht hier alles so weiter. Der Verstoß gegen die herrschende "Moral" ist eine Sünde von der Dimension, wie es früher Gotteslästerung war. Die Rolle der Kirchen wurde durch die Fernsehmedien eingenommen, die ihre Botschaft rituell zeremonieren. Die Unterdrückung der Abweichler erfolgt freilich mit sanfter Gewalt, dass ist ein unterscheid zu früheren Zeiten. Der fehlende Einsatz brutaler Gewalt wird allerdings durch eine gewisse Lückenlosigkeit des Sanktionensystems ausgeglichen: Jeder sozial und wirtschaftlich Verwundbare der eine andere Meinung äußert spürt sofort erheblichen sozialen Druck, wenn er in staatlichen Strukturen oder in der Öffentlichkeit tätig ist, Ausnahmen werden nicht gestattet. Selbst das Recht der Hofnarren, die Narrenfreiheit, ist beseitigt. Die Narren (exemplarisch die heuteshow) machen sich nur über die Abweichler lustig. Die Freiheit der Lehre ist ebenfalls insoweit faktisch beseitigt, als - und dies war in konservativen Systemen anders - keine abweichenden Wissenschaftler geduldet werden. Es gibt keinen Sokrates der die Jugend verderben kann. Erziehung und Ausbildung sind 98% linienkonform.

Es gibt kaum subversive Element im Bildungsystem. Houellbecq wusste schon, warum er seinen Roman in diesem Milleu spielen lässt. Es ist neben dem Sicherheitsapparat das wichtigste Element der Macht. Je länger man sich darin befindet und je besser die Noten sind, desto treuer halten die Personen zum System. Gemessen wird die Fähigkeit, von anderen vorgegebene Regeln zu verstehen und danach zu handeln (operante Konditionierung). Darum ist gerade unter Studenten und Hochschulabsolventen eine Nibelungentreue zum System zu beobachten. Nur 10% haben überhaupt die Fähigkeit, geschweigen denn den Mumm, die tieferen Gesetze,die nicht von Menschen gemacht werden zu erkennen und in einen Gesamtzusammenhang zu stellen.

Anthropologisch ist der Vorzug sozialer Konformität vor Wahrheit leicht zu erklären, da das Individuum für die Wahrheit nichts gutes zu erwarten hat, wohl aber für seine Geschmeidigkeit Belohnungen von den anderen erhalten wird. Der Weitblick dafür, dass dies unser aller Untergang sein wird fehlt. Und es fehlt uns die Zeit.

https://www.youtube.com/watch?v=k3NpKK_Ob00

Gustav Grambauer
26. August 2015 16:27

Man muß gerade bei Merkel ganz genau hinhören und sich die Worte sozusagen auf der Zunge zergehen lassen.

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/angela-merkel-in-heidenau-danke-an-jene-die-hier-hass-ertragen-a-1049893.html

"Danke denen, die auch vor Ort Hass zu ertragen haben" heißt im Klartext: der sogenannte "Hass", ob nun von Geheimdienst-Provokateuren geschürt oder wie wahrscheinlich in Heidenau direkt von der "Antifa" als "-Fa" verkleidet, ist Teil der System-Farce.

"Helfen" in der Ansage "Es gibt keine Toleranz gegenüber denen, die nicht bereit sind zu helfen" heißt im Klartext: schon sehr bald Zwangs-Einquartierungen in der eigenen Wohnung erdulden, worauf Rainer ja schon hingewiesen hat.

Jack, ein Wort zu Wagandt. Klar ist er ein "Bewußtseins-Hippie" aus der KRR-Szene, aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Im Sumpf der Rechts-Esoterik ist er noch einer der besseren, noch viel gäbe es darüber zu sagen. Ich habe seine "Tagesenergien" seit Jahren in meinen Browser-Lesezeichen und kann nur sagen: hab` viel von ihm in der differenzierten Beurteilung der Zeitverhältnisse und verschiedenster Lagen gelernt. Vor allem seine ständigen Hinweise auf Verhöhnungen durch das System zeigen sein Kaliber an Illusionslosigkeit auf.

Seine metaphysischen Positionen allerdings, die einerseits vom "Satsang"-Zirkus in der Tradition von H. W. L. Poonja, andererseits von David Icke her inspiriert sind, sind (somit) hochgradig manipulativ. Seine Einschätzung, die Oligarchie würde nur ihre steigende Ohnmacht und Hilflosigkeit offenbaren, wenn sie das Volk ankette wie der Vater die Tochter freitagabends am Heizungsrohr und ein Bewußtseins-Durchbruch stünde unmittelbar bevor, ist schon Ausdruck einer ziemlichen - wahrscheinlich geschäftswirksam gespielten - Naivität. Totalversklavung und Zivilisationsabsturz sind gerade erst im Anfangsstadium. "Der Deutschen Passion" (Lammla) ist noch lange, lange nicht zu Ende ...

- G. G.

Marc_Aurel
26. August 2015 18:43

Ich bin auf diese Seite aufmerksam geworden durch die Gesprächsrunden zwischen Götz Kubitschek und Jürgen Elsässer. Was Kubitschek zu sagen hat und die Art wie er es vorbringt gefällt. Mit Neugier beobachte ich deshalb ich schon eine Zeit lang die Artikel und die daraus resultierenden Diskussionen hier. Das zur Einleitung.

Was den Artikel von Nils Wegner betrifft und die dazu geäußerten Gedanken der Kommentatoren - nun, der Eindruck ist gemischt:
Neben vielen anregenden und fruchtbaren Gedanken, schwingt jedenfalls zum Teil ein seltsam schwermütiger, zögernder, manchmal auch resignierender Grundtenor zwischen den Zeilen mit. Bei einigen Gesprächsteilnehmern bin ich mir auch nicht so richtig sicher, auf welcher Seite sie eigentlich stehen...

Was die Frage betrifft, ob Demonstrationen/Proteste etwas bewirken können:

Meiner Meinung nach ganz klar: ja!
Sehr deutlich sieht man das an der Pegida-Bewegung.
Als diese ihren Höhepunkt erreichte mit etwa 40.000 Teilnehmern, die von der Systempresse auf 25.000 heruntergeschrieben wurden, gab es im politischen System der BRD bereits die ersten Auflösungserscheinungen. So hat etwa Sigmar Gabriel, als Berufsopportunist der er nun mal ist, versucht sich, wenn auch zaghaft, mit seinem Kiteboard in den Wind der Bewegung zu hängen.
Das heißt, der Bau hat schon deutlich spürbar vibriert.

Man darf nicht vergessen, die Systemfiguren sind keine Krieger aus Leidenschaft, sondern in ihrer Masse wohl doch eher vergleichbar mit den Söldnern der Kabinettskriege: so lange man ohne viel Gegenwind bequem vom System partizipieren kann, wird natürlich kräftig zugefasst, wird die Lage aber unangenehm, kommt schnell Angst auf und die Bereitschaft persönliche Opfer zu bringen, etwa für eine fremde Agenda aus Übersee, hält sich dann doch stark in Grenzen.

Irgendwo zwischen 40.000 und 100.000 Teilnehmern liegt eine magische Grenze, ab der eine solche Bewegung eine schwer aufzuhaltende Eigendynamik entwickeln kann. Ab einer gewissen Größe, lässt sich das Ganze auch nicht mehr leugnen und die Bereitschaft der schweigenden Masse, die es durchaus gibt, sich mit zu beteiligen wächst, weil Masse Sicherheit bedeutet: das System kann sich schwerlich an 100.000 oder 200.000 Einzelpersonen rächen.

Die Chancen so viele Menschen für das Thema zu begeistern, stehen gut. Da die politische Kaste permanent und systematisch gegen die Interessen des eigenen Volkes und des eigenen Landes arbeitet, muss sich der Leidensdruck zwangsläufig immer weiter erhöhen. Ob die Bewegung nun Pegida heißt oder einen anderen Namen trägt, spielt keine Rolle, es wird sich mit der Zeit immer mehr Widerstand bilden, es wird immer neue Bewegungen geben.

Wichtig ist, dass die Stoßrichtung stimmt und die muss ganz klar sein, die Wiedererlangung der deutschen Souveränität und die Etablierung eines politischen Systems das dem Volk und dem Land dient. Vielleicht, wie Elsässer gern sagt, nach Schweizer Vorbild.

Was kann man dafür tun?
Nun, jeder trägt einfach das bei, was er im Rahmen seiner Möglichkeiten beitragen kann: wenn man sein Gesicht aus bestimmten Gründen nicht bei Demonstrationen zeigen möchte, dann kann man zumindest aktiv die Menschen in seinem Umfeld aufklären und zum Nachdenken anregen.

Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, dass dies möglich ist und durchaus etwas bringt. Trotz anders lautender Mutmaßungen, die man hier und da hört, ist die große, schweigende Masse durchaus interessiert am Schicksal ihres Landes und am Erhalt des Volkes und der deutschen Kultur. Im Übrigen sollte man auch den deutschen Westen nicht aufgeben, den einige offenbar schon abgeschrieben haben: auch dort denkt man sich seinen Teil, wenn auch hinter vorgehaltener Hand.

Man kann sicher nicht jeden überzeugen – ja, es gibt sie jene Menschen, die ihren Egoismus und ihre Bequemlichkeit durch eine relativierende, angepasste Art zu argumentieren kaschieren wollen. Sie glauben sie würden mit Konformismus und Realitätsbeschönigung schon irgendwie unauffällig durchkommen, so als wäre ihre kleine, heile Welt unangreifbar und abgekoppelt von den Tatsachen am Boden. Es bringt auch nichts sich an solchen Charakteren aufzureiben, es gibt genug andere.

Ernst Jünger hat einmal gesagt, dass nicht die Tiefe der Gräben entscheidend ist, sondern der Mut der Verteidiger darin. Es ist also nicht wichtig, was die Systempresse schreibt oder was die Politikdarsteller äußern, entscheidend ist was jeder Einzelne in seinem Inneren wirklich denkt und fühlt, denn das ist die Basis seiner künftigen Entscheidungen.

Man muss dabei niemandem etwas einreden, es reicht völlig aus, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten und zum kritischen Nachdenken anzuregen. Jefferson hat einmal gesagt „Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt [und der Medien], die Wahrheit kann von alleine Aufrecht stehen.“

Ja, es ist mühevolle Kleinarbeit, ja es erfordert Geduld, aber es ist wenigstens auch eine konkrete Aufgabe und eine Möglichkeit aktiv etwas zu tun, dass ist um einiges besser, als sich ins schöngeistige Exil zu flüchten und – auf was auch immer- zu warten.

Die Erfahrung zeigt auch, dass der Erfolg nachhaltig ist: einmal munter gewordene Menschen bleiben auch wach, ich habe jedenfalls noch nichts Gegenteiliges erlebt, außerdem beeinflussen sie ihr Umfeld, was den Effekt erhöht.

Sollte das alles nichts bringen, kann man sich ja immer noch ins Schneckenhaus verkriechen und die Niederlage bedauern, dafür hat man ja dann Äonen Zeit, bis dahin lohnt es sich aber zu kämpfen!

Hermann Karst
26. August 2015 19:14

Ich habe eben zum Thema Masseneinwanderung die Programmankündigung der Illner-Talkshow (ZDF) für den heutigen Abend gehört. Titel: "Hilfe oder rechte Gewalt?"

Eine glasklare Alternative. Damit weiß jeder anständige Mensch schon im Vorfeld der Sendung, wie er sich gefälligst zu positionieren hat.

enickmar
26. August 2015 19:51

@ Tile Kolup

… die Annahme einer Verschwörung, gleich welcher Provenienz oder Richtung erachte ich als absurd.

Das tut Rockefeller aber nicht. Und das schreibt er auch ganz offen.

enickmar
26. August 2015 19:59

@Arminius Arndt

die Frage ist doch vielmehr, aber wann wird aus absolut üblichen, nicht öffentlichen Absprachen und Abreden eine echte Verschwörung?

Eine echte Verwörung !

“Nicht öffentliche”, genauer, geheime Absprachen sind echte Verschwörungen.

jack
26. August 2015 20:00

@ Gustav Grambauer

Keiner ist perfekt. Auch der Besagte nicht.
Er versteht es aber, auf die Punkte, die man im Tagesgeschäft übersieht, hinzuweisen. Unaufgeregt, ohne Hektik und niemals jammernd, wie es hier leider oftmals der Fall ist.
Und...auch er muss Geld verdienen ;-)

Venator
26. August 2015 20:17

„Es gibt keine Toleranz gegenüber denen, die nicht bereit sind zu helfen.“ (Merkel)

Ein fast unglaublicher Satz, mit dem die Änderung im Ton, die in den letzten Tagen stattgefunden hat, nun von höchster Stelle abgesegnet wurde. Daneben fällt Gaucks infame Rede von Dunkeldeutschland kaum mehr ins Gewicht.

Man merkt, es wird Herbst. Deutscher Herbst.

Waldgänger
26. August 2015 20:19

Erstens
@ Marc_Aurel
Bleiben Sie uns hier erhalten! Habe mit Interesse und viel Zustimmung gelesen.

Zweitens.
Ein ungewöhnlicher Gedanke.

Jede Seite neigt dazu, die Gegenseite als ziemlich geschlossenen Block zu betrachten. Linke und Liberale betrachten die Rechte aus so großem Abstand, dass sie die faktisch vorhandenen Feinheiten und Unterschiede kaum wahrnehmen.
Umgekehrt ist aber auch die Rechte so weit vom liberalen Establishment und erst recht von der Linken entfernt, dass man auch hier die teils divergierenden Strömungen und Unterschiede wenig beachtet.

Wir unterstellen manchmal, dass die Funktionseliten als annähernd monolithischer Block den aktuellen Prozess steuern und alles so wollen, wie es geschieht.
Vordergründig und verbal scheint es so zu sein.
Die Frage ist allerdings, wer mehr vorantreibt und den Prozess beschleunigt und wer lediglich als feiger Mitläufer mitzieht und verbal folgt, um nicht aufzufallen und vorgeführt zu werden, Karriereknick einschließlich.
Man hat doch auch beim medialen Fertigmachen von Kurz-Zeit-Präsident Wulff gemerkt, wie sehr eine Sache Eigendynamik(!) gewinnen kann. Die Furcht, von unseren hypergeilen Linksmedien angegriffen und vorgeführt zu werden, ist doch bei Bürgermeistern, Landräten oder anderen Politikern ein ständiger Begleiter!

Man sollte auch den ständigen Konkurrenzkampf innerhalb jener arrivierten Kreise nicht unterschätzen. Da arbeiten viele mehr gegeneinander als man meint.

Insofern steckt im aktuellen Desaster womöglich nicht nur Planung und Berechnung, sondern auch viel emotionaler Irrsinn und Eigendynamik.
Vielleicht, so könnte die zu untersuchende Arbeitshypothese lauten, vielleicht ist den deutschen Funktionseliten der Prozess in Wahrheit mehr entglitten als wir meinen und als sie zugeben.

Nein, Hoffnung macht einem das nicht. Es ist lediglich der Versuch eines etwas differenzierteren Blicks.

Gustav Grambauer
26. August 2015 20:26

"Sich selber im Kollektiv als „Pack“ bezeichnen ist massenpsychologisch ein Enthemmungsfaktor."

Aber womöglich in ganz ungeahnter Richtung ...

Die NLP-Philister des Systems werden sich über diesen Ruf die Hände reiben, diejenigen auf unserer Seite verziehen schmerzverzerrt das Gesicht.

Aber in diesem Ruf liegt jenseits der Ebene konfessioneller Bekenntnisse gleich in mehrfacher Hinsicht poterntiell das christliche Mysterium verborgen, frei von Flagellantismus:

- Sie setzen sich selbst die Dornenkrone auf.

- Sie ergeben sich der Apokalypse - bei der das Rechtmäßige in den Dreck gestoßen, der Abschaum des Niederen nach oben gespült wird und dann von dorther lügt und höhnt.

- Sie sprechen die Wahrheit darüber aus, wie das System über sie (und übrigens über uns alle) denkt - und diese Wahrheit "wird sie frei machen", Joh. 8 / 32.

- Mit diesem Ruf sagen sie: ihr seid fertig mit uns und wir sind fertig mit euch, ihr seid uns nichts mehr schuldig und wir sind euch nichts mehr schuldig - ein potentieller Anklang an den Geist des Vaterunser.

Mit diesem Ruf stellen sie sich abseits aller "Revolutionen" der letzten Jahrhunderte. Es liegt darin nicht mehr der Hauch der Fortschritts-Illusion, umso mehr der Geist der Illusionslosigkeit.

Erst in dieser Haltung der inneren "Kehre" ist ein Bruch mit dem System zu sehen (nicht nur weil etwa "Wir sind das Volk" eine Luft-Nummer ist, man lese Maschkes Abrechnung mit dem Vulgär-Rosseauismus á la "Das Volk ist gut").

Ein Ruf, der bei den Wissenden des Systems einschlägt wie Dynamit, und wobei "Lügenpresse" nur dessen zarter Anklang war.

Alles andere ist verglichen mit "Wir sind das Pack" Geblubber ohne jedwede innere Radikalität.

Kein Think-Tank von Soros konnte sich diesen Ruf ausgedacht haben, die fürchten die potentielle Einbeziehung dieser Ebene des befreiten Selbstverständnisses - eben - "wie der Teufel das Weihwasser".

Aus der errungenen Illusionslosigkeit WIRD UNWEIGERLICH etwas Neues entstehen, zumindest.

- G. G.

Nordlaender
26. August 2015 20:36

@ Arminius Arndt

"die Frage ist doch vielmehr, aber wann wird aus absolut üblichen, nicht öffentlichen Absprachen und Abreden eine echte Verschwörung?

Eine absolut übliche, nicht öffentliche Absprache ist eine Verschwörung. Eine weniger übliche, nicht öffentliche Absprache ist ebenfalls eine Verschwörung. Der Begriff "echte Verschwörung" ist redundant, zumindest so verwirrend, als berichtete ein echter Landwirt von der Haltung echter Rinder. Für Selbstverständliches werden häufig gar keine Begriffe verwendet - die gute Bäckersfrau von nebenan stellt sich z.B. nicht als Heterosexuelle und Autochthone vor - oder der passende Begriff wird nur sehr selten verwendet. Es ist kein Zufall, daß in den VSA der Begriff conspiracy (theory) nach der Ermordung des Präsidenten John F. Kennedy und dann noch einmal nach 9/11 ziemlich in Mode kam. Offenkundigkeitstheoretiker begreifen bei 9/11 einfach nicht, daß dem Sturz der Türme eine Verschwörung zwingend vorangegangen sein muß.

Eine vermeintliche, lediglich behauptete Verschwörung, daß z.B. Investmentbankier X die politische Partei Y unterstütze, ist genau dann keine Verschwörung, wenn Bankier X in der Presse immer wieder offen erklärt hat, daß er für die politische Partei Y viel Geld spendet. (Auch in diesem Falle wäre es albern, vom unechten Landwirt zu sprechen, der unechte Rinder züchtet.)

"Der Begriff der Verschwörung ist nicht einfach zu definieren und bringt Debatten gerne in falsche Richtungen und von daher versuche ich ihn einfach zu vermeiden bis gar nicht erst zu verwenden."

Der Begriff ist überaus einfach zu definieren. Obwohl ich von Andreas Popp sonst nicht sonderlich viel halte, hat er zu diesem Thema einen guten Vortrag gehalten:

https://www.youtube.com/watch?v=Z2oYTDMabZk

Dieses Mal ist Ihnen die Vermeidung ja nicht gelungen, Sie sprachen hier von Verschwörungstheorie.

"Was bekannt ist, ist entweder eine Tatsache, eine bekannte These oder ein bekanntes Gerücht oder eine bekannte Unwahrheit."

Zunächst einmal muß man demütig konstatieren, daß eine ganze Menge Verschwörungstheorien niemals verifiziert werden können. Da ist der Verschwörungtheoretiker, ein Kriminaler, der seine Aufgabe ausgesprochen ernst nimmt, der festen Überzeugung, daß ein Todesfall auf das Konto eines bestimmten Zuhälterringes gehe. Doch auch nach dreißig Jahren ist so ein Fall womöglich noch nicht aufgeklärt, dem verdächtigten Zuhälterring kann vor Gericht einfach nichts nachgewiesen werden.

Das Bekannte führt nicht viel weiter. Daß ein paar Bierbrauer sich verschworen haben, war z.B. nicht bekannt, außer den Verschwörern selber. Dann traten Verschwörungstheoretiker auf den Plan, für die die hohen Bierpreise ein Geschmäckle hatten. Richtig bekannt wurde die Verschwörung erst, als Blätter wie z.B. der SPIEGEL über die Verifizierung dieser Verschwörungstheorie durch das Bundeskartellamt berichtet haben.

Mr. Kurtz
26. August 2015 20:43

@Meier Pirmin
„Wir sind das Pack“
------------------------
Je suis Pack - und das ist gut so !

Nordlaender
26. August 2015 20:50

@ donna_alta

"Hinter dem irren Agieren der Politiker in unserem Land kann ich keine Strategie, noch weniger eine Verschwörung erkennen, die schlüssig wäre."

Es ist eine Tatsache, ein Faktum, daß jeder Interessierte überprüfen kann, daß ein enorm hoher Teil der führenden Darsteller von Politik Jungführer (young leaders) der Atlantikbrücke sind:

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Mitgliedern_der_Atlantik-Br%C3%BCcke

Ähnlich wie bei KARSTADT oder EDEKA handelt es sich bei der Atlantikbrücke um keine geheime Organisation. So darf weder leichtfertig von einer transatlantischen Verschwörung gesprochen werden, wie man sich auch überlegen sollte, ob es sinnvoll wäre, eine EDEKA-Verschwörung zu behaupten.

@ enickmar

"Das tut Rockefeller aber nicht. Und das schreibt er auch ganz offen."

Ja, so ist es.

Rockefeller hat öffentlich erklärt, daß er - in Zusammenarbeit mit der Presse - ein Verschwörer war.
Nach dieser Offenlegung zählt Rockefeller nicht mehr zu den Verschwörern.

Hans-Uwe
26. August 2015 20:52

Ich halte den von Ihnen angeführten Vergleich mit 1989, den Sie selbst verwerfen, für durchaus tragbar. Damals war es der Politikwechsel in der Sowjetunion (wobei die Bewertungen von 89 ein weites Feld wären und hier OT sind)
Die Parallele wäre ein fundamentaler Politikwechsel in den USA, ggf. in ein paar Schlüsselstaaten in Europa.
Dann, und wohl nur dann kann ich mir überhaupt eine signifikante Wende auch in Deutschland vorstellen.

Die Vietnamesen haben ja auch nicht in Paris oder Washington um Erlaubnis angefragt, ob es genehm wäre die Besatzungstruppen abzuziehen.

Wem das zu exotisch ist, De Gaulle hat das korrupte von ausländischen Interessen bestimmte Nachkriegsregime erfolgreich abgewickelt und Frankreich von ausländischen Truppen befreit.

Das er gestürzt wurde und nach ihm sofort begonnen wurde die Reformen rückgängig zu machen ist eine andere Sache, De Gaulle war halt kein Ho Chi Minh, im Guten wie im Schlechten.

enickmar
26. August 2015 21:07

@ Tile Kolup

Vielleicht ist aber der Begriff “Verschwörung” auch tatsächlich irreführend, wie Nordländer es schon angesprochen hat.
Der Eindruck einer Verschwörung oder eines unerklärlichen bzw. nur massenpathopsychologisch zu erklärenden Vorganges mag auch dadurch zustande kommen, daß dem Michel “die Agenda” nicht in den Tagesthemen, oder was er sonst so konsumiert, erklärt wird. Geheim ist aber vieles davon eigentlich nicht. Manches ist durch Think-Tanks oder Einzelpersonen auch offen publiziert oder ausgesprochen. Eine dieser publizierten Strategien nennt sich z.B. sinnigerweise “Kreative Zerstörung” (Michael Ledeen). In jenem Fall konkret in Bezug auf den Nahen Osten aber im allgemeinen in Bezug die ganze Welt. Mit “German Angst” hat das alles überhaupt nichts zu tun. Dafür umso mehr mit deutscher Naivität.

Hans-Uwe
26. August 2015 21:09

Seit wann braucht denn die Polizei neben den üblichen Generalklauseln in den allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetzen der Länder noch weitere Ermächtigungsgrundlagen zum Eingreifen? ...EUROGENDFOR...

Die radikal menschenverachtenden und rassistischen Äußerungen unserer regierenden Politiker sollte für uns Anlass zur Sorge sein.

Auf jeden Fall sollten wir klar stellen, dass wir in der Zukunft Vergehen gegen Menschen- und Bürgerrecht begangen in der Vergangenheit, juristisch verfolgen und bestrafen werden.

Klar ist, dass auch diejenigen unter den Demonstranten, die als gewaltlos und integer einzuschätzen sind, hier ausnahmslos vorgeführt werden. Als Student eines Lehrfachs jedenfalls wäre es mehr als empfehlenswert, sich nicht fotografieren zu lassen, weil andernfalls vielleicht mit lebenslänglichem, jedenfalls längerem Berufsverbot zu rechnen wäre. Es braucht dazu nicht mal einen Radikalenerlass, wie es das auch schon gab. Es würde genügen, dass es bekannt bleibt.

… weiter jemand anderes …

Die Freiheit der Lehre ist ebenfalls insoweit faktisch beseitigt, als – und dies war in konservativen Systemen anders – keine abweichenden Wissenschaftler geduldet werden. Es gibt keinen Sokrates der die Jugend verderben kann. Erziehung und Ausbildung sind 98% linienkonform.

Es gibt kaum subversive Element im Bildungsystem. Houellbecq wusste schon, warum er seinen Roman in diesem Milleu spielen lässt. Es ist neben dem Sicherheitsapparat das wichtigste Element der Macht.

Ein Münchner Polizeipräsident rühmt sich, dass Freiheitsstrafen wegen missliebiger „Facebook Postings“ ausgesprochen wurden.

Die Funktionsträger der Bundesrepublik seien daran erinnert, dass diverse frühere Staatschefs und Funktionäre in Südamerika zur Zeit Haftstrafen in genau den Zellen verbüssen müssen die sie ursprünglich für Oppositionelle vorgesehen hatten.

Immerhin besser als wenn sie dem „Islamischen Staat“ anheimfallen, wo sie dann als Gartenfackeln für das Sommerfest des „Kalifen“ dienen würden.

enickmar
26. August 2015 21:23

@ Nordlaender

Das meine ich nicht. Ich kenne bisher keine gesicherte seriöse Quelle für diese Aussagen.

Ist aber auch völlig unerheblich. Rockefeller hat in seiner Biographie schriftlich erklärt, daß er verschwörerisch an einer NWO arbeitet. Kann jeder in seiner Biographie nachlesen. Hab’ das Zitat auch schon mal hier “gepostet” …

Tile Kolup
26. August 2015 21:43

Herrschaften, eine Frage, die mich gerade umtreibt: Was wollen wir eigentlich? Es wird viel von "dem System" gesprochen, dem zu widerstehen unsere Aufgabe sei. Und danach? Stattdessen? Was ist die Alternative? Was ist das Ziel? Das sollte vielleicht einmal verhandelt werden.
Meines Erachtens ist es nämlich müßig sich wehklagend die Haare zu raufen oder mit geballter Faust die Unterdrücker zu verwünschen und grämlich vom finis germaniae zu phantasieren.
Was ist das Ziel? Welche Gestalt soll Deutschland einmal annehmen? Das ist nämlich, fürchte ich, unser - und damit meine ich nicht nur die geplagten Geister, die sich hier tummeln - eigentliches Problem! Welche Idee von Deutschland haben wir? Dieses oder jenes wird ja gelegentlich, schamhaft fast, angedeutet. Der eine nennt die Schweiz als Vorbild, dem anderen schwebt Großbritannien vor. Schön.
Klar sollte sein: Es gibt kein zurück. Das Geheime Deutschland mit einem neuen Staufer-Friedrich zu verwirklichen, erscheint mir etwas überspannt, auch wird der alte Bärtige aus dem Kyffhäuser nicht zu unserer Rettung seine Gruft verlassen. All die Friedrichs, Heinrichs und Wilhelms sind perdu - man darf das bedauern - aber sollte dabei auch durch den Tränenschleier die Zukunft im Auge behalten.
Ich weiß, dass der Konservative mit Utopien seine Schwierigkeiten hat - doch wäre es nicht an der Zeit, einen Wurf zu wagen?
Die melancholische Stimmung angesichts der vergangenen Verluste und der zukünftigen ist nachvollziehbar, doch sollten wir diese Krise als unsere historische Chance betrachten. Es gibt keinen Grund zu verzagen. Und nur der Mut gewährt uns das Recht, Scheitern zu beklagen.

Der Gutmensch
26. August 2015 21:43

"Sich selber im Kollektiv als „Pack“ bezeichnen ist massenpsychologisch ein Enthemmungsfaktor. Damit ist abermals auf die Risiken und Nebenwirkungen einer solchen Aktion verwiesen."

Lieber Meier Pirmin,

Satire ist der ultimative Akt geistiger Emanzipation. Demnächst werden sie noch Schießbudenfiguren mit der Aufschrift "Pack" aufstellen, auf die die (Selbst-)gerechten dann mit Bierernst, Feuereifer und Tränengas losgehen können, um sich gut zu fühlen.

In der DDR war die Stimmung allerdings mit dem klammheimlichen Lachen über die "Mentholzigarettenstory" unhaltbar gekippt; es kam nicht mehr darauf an, ob man das nun zugab - oder nicht.

Leider wird es so unblutig diesmal nicht zugehen; wir haben ja ein echtes Problem im Land und das wird von alleine eskalieren - es tut ja nicht mal jemand so, als hätte er einen Plan! Man kann es nicht oft genug wiederholen: Haltet Euch bitte fern von jeglichem Krawall.

Der Gutmensch.

Sakksa
26. August 2015 21:46

Merkel beantwortwet Fragen verdienter, aber vorher ausgesuchter Bürger, sie besucht einen Brennpunkt und redet nicht mit den angestammten Anwohnern, sie wird gnadenlos ausgebuht.
Danke für so viel Offenheit !

Nordlaender
26. August 2015 21:57

@ enickmar

"Der Eindruck einer Verschwörung oder eines unerklärlichen bzw. nur massenpathopsychologisch zu erklärenden Vorganges mag auch dadurch zustande kommen, daß dem Michel “die Agenda” nicht in den Tagesthemen, oder was er sonst so konsumiert, erklärt wird."

Einer der Obamaberater, der am meisten zitierte rechtswissenschaftliche Autor der VSA, Cass Sunstein, war Co-Autor eines Artikels, in dem vorgeschlagen wurde, Extremisten-Gruppen (Personen, die nicht an die offizielle Verschwörungstheorie von 9/11 glauben) kognitiv zu infiltrieren, d.h. sie rieten der Regierung:

Government agents (Regierungsbeauftragte oder -agenten) könnten Chaträume betreten, soziale Netzwerke oder sogar reale (nicht virtuelle) Gruppen, um zu versuchen, die Verbreitung von Verschwörungstheorien zu unterminieren durch das Einbringen von Zweifeln an deren faktischen Prämissen, kausaler Logik oder Implikationen für politisches Handeln.

Die Autoren analysierten die Möglichkeit, nongovernmental officials
anzuwerben. Sie schlugen vor, die Regierung könne diese unabhängigen Experten mit Informationen versorgen und sie von hinter den Vorhängen zu Handlungen veranlassen. Dabei warnen sie aber, dass zu enge Verbindungen der Regierung zu diesen Personen sich negativ auswirken würden, wenn sie bekannt würden. Die Autoren sehen in dieser Praxis den Vorteil, dass glaubwürdige, unabhängige Experten die Widerlegung anböten anstelle der Regierungsoffiziellen selbst. Es gäbe allerdings einen Verlust an Kontrolle durch den Gewinn an Glaubwürdigkeit.

von_der_Marwitz
26. August 2015 22:02

@Scaramouche
Lassen Sie sich nicht entmutigen! An Leuten wie Ihnen liegt es, dass SiN nicht zu PI für Leute mit Uniabschluss mutiert. Ich erwarte auch auf Seiten der Neurechten eine Debatte über Rassismus - wie weit kann man gehen und wer wird wofür verantwortlich gemacht? Schon ein Minimum an konservativem Ehrgefühl und christlicher Nächstenliebe verbietet manche der hier gemachten Äußerungen. Doch da hier bei manchen die Sicherungen durchgehen und die ethnische Apokalypse beschworen wird, ist's natürlich kein Wunder. Leute, behaltet Euren klaren Verstand und macht Euch nich aus falsch verstandener Solidarität mit "dem Pack" gemein.

Heinrich Brück
26. August 2015 22:07

Die Trauma-Theorie über mehrere Generationen wird nur dann plausibel,
wenn sich die Ewige-Rache-Verschwörungstheorie dazugesellt. Und wer sich unsere Regierung anschaut, sieht die Kollaborateure.
Mußte nicht Schäuble vor ein paar Tagen bei seinen Ostküsten-Investmentbanker-Freunden antanzen; sinngemäß danach über ihre Sorgen, ihre Investments betreffend, sich äußern? - Geld her!
Erst wenn die Kollaborateure ausgetauscht wurden, oder anfangen eine
deutsche Politik zu betreiben, beginnt der echte Kampf.

Fredy
26. August 2015 22:43

Die Bedeutung des Smartphones bei der Bewertung der Einwandererwelle wird außer Acht gelassen.

Nie zuvor konnten die Zurückgebliebenen, die nach Erfolg der Vorhut sich auch auf den Weg machen werden, in Echtzeit und in Bild und Ton am Erfolg der Mission und den bereitgestellten Segnungen im Land wo Milch und Honig fließt und man dafür nicht arbeiten muss und darf, teilhaben.

Die Wellen werden zwangsläufig höher. Und je besser die ersten Wellen versorgt werden um so größer die nächste Welle.

Diese System wird daran scheitern. Die Ideologie läßt eine Gegenwehr nicht einmal gedanklich zu.

Waldgänger (e.B.) aus Schwaben
26. August 2015 23:15

Hochverrat ist das einzige Verbrechen, dass nur bei Misslingen bestraft wird.
(Ein Angeklagter in München, 1923)

@Gutmensch

Art. 20 Abs. 4 GG = Generalstreik und in dem Zusammenhang auch Art. 8 GG. Die Organisation sichert Art. 5 Abs. 1 GG ab.
...
Haltet Euch bitte fern von jeglichem Krawall.

Die alte deutsche Marotte an Paragraphen zu glauben und Ruhe für die erste Bürgerpflicht zu halten ist nicht auszurotten. Der Glaube an Paragraphen gipfelt im Art. 20 Abs. 4 GG.
Ein Gesetz, das dann gelten soll, wenn Gesetze nicht mehr gelten.

Nichtdestoweniger wird es von einer gewissen Sorte Rechter gern und oft runter gebetet.

Nun denn, wenn der Krawall zu mir kommt, werde ich mich nicht von ihm fernhalten, und auch nicht Beck'sche Kommentare zum Art. 20 Abs. 4 GG. wälzen.

Der eingangs zitierte Angeklagte wurde übrigens 10 Jahre später zum Reichskanzler ernannt, und machte erst mal ein paar Gesetze, damit seine Diktatur auch ja gegen keine Paragraphen verstiess. Diktatur ohne Rechtsgrundlage hätte ja das besorgte Bürgertum verschrecken können, aber wenn es Paragraphen gab, dann war ja alles rechtens.

Nordlaender
26. August 2015 23:26

@ von_der_MarwitzLeute

"behaltet Euren klaren Verstand und macht Euch nich aus falsch verstandener Solidarität mit „dem Pack“ gemein."

Je suis pack.

Als ungehobelter Vorstadtproll aus einfachsten Hilfsarbeiterverhältnissen stammend, war ich schon immer Pack, als Altlinker besaß ich schon als Halbstarker einen sicheren Instinkt, wann ich es mit einem rinken oder lechten Bourgeoise-Schnösel der oberen Mittelschicht oder der Oberschicht zu tun hatte, bei dem äußerste Vorsicht geboten war.

Verdammt, jetzt war ich doch arg zornig, ein Teil meines HOLSTENS habe ich mir doch glatt vor Zorn über die Bomberjacke gekippt.

Arminius Arndt
26. August 2015 23:37

@ G.G.,
Ihre Ausführungen zum Ruf "Wir sind das Pack" sind hervorragend.

und in diesem Zusammenhang an
@
von_der_Marwitz

lesen Sie bitte einmal genau die genannten, oben zu findenden Ausführungen von G.G., dann werden Sie das mit dem Pack anders sehen oder zumindest einen anderen Blickwinkel darauf haben.

enickmar
26. August 2015 23:51

Tile Kolup ist ein Hochstapler und scheint ein Agent Provokateur zu sein.

Paule
27. August 2015 05:19

Nur wer Nichts tut mach keine Fehler und wer nicht kämpft hat schon verloren! Das habe ich der bisherigen Diskussion mit Freude und Zustimmung entnommen. Ich bedanke mich bei den energischen, leidenschaftlichen Diskutanten, sie erhöhen die Spannung was zur Aufladung meine Batterien führt.
Wer aber glaubt dass die herrschende Kameralia keine Plan hat ist ein böswilliger oder ein ungläubiger Thomas.
Wie der Plan aussieht hat uns schon Adenauer mit seiner Unterwerfungspolitik gezeigt die letztendlich in der Änderung des Grundgesetzes vom 21. Dezember 1992 (BGBl. I 2086) seine Fortsetzung fand.
„Art 23
(1) Zur Verwirklichung eines vereinten Europas wirkt die Bundesrepublik Deutschland bei der Entwicklung der Europäischen Union mit, die demokratischen, rechtsstaatlichen, sozialen und föderativen Grundsätzen und dem Grundsatz der Subsidiarität verpflichtet ist und einen diesem Grundgesetz im wesentlichen vergleichbaren Grundrechtsschutz gewährleistet. Der Bund kann hierzu durch Gesetz mit Zustimmung des Bundesrates Hoheitsrechte übertragen. Für die Begründung der Europäischen Union sowie für Änderungen ihrer vertraglichen Grundlagen und vergleichbare Regelungen, durch die dieses Grundgesetz seinem Inhalt nach geändert oder ergänzt wird oder solche Änderungen oder Ergänzungen ermöglicht werden, gilt Artikel 79 Abs. 2 und 3.“

Oder

Ganz aktuell nachzulesen Zitat:
"Die Idee, die Jean Monnet hatte, und die er mit dem französischen Außenminister Robert Schuman als Plan formulierte, war daher, den Nationalismus zu überwinden, indem die Nationen schrittweise zur Abgabe nationaler Souveränitätsrechte bewegt werden, bis die Nationen, gleichsam ausgehöhlt und entkernt, perspektivisch absterben, wodurch dem Nationalismus definitiv die Grundlage genommen wäre. Dazu ist die Gründung von supranationalen Institutionen notwendig, die nach und nach die Aufgaben der jeweils nationalen Institutionen übernehmen. Es begann mit der Schaffung einer Hohen Behörde, die im Bereich der Kohle- und Stahlproduktion gemeinsame Regelungen für alle Mitgliedstaaten treffen konnte. Kohle und Stahl waren kriegswichtige Güter, zugleich von eminenter Bedeutung für Wiederaufbau und Wirtschaftsaufschwung – eine supranationale Institution zu schaffen, die Kontrolle über diese Güter ausübt, für ihre gerechte Verteilung sorgt und geheime Aufrüstung unterbindet, war der erste Schritt der geplanten nachnationalen Entwicklung, die zur politischen und wirtschaftlichen Verflechtung der europäischen Nationen führen, nationale Sonderwege verhindern und schließlich die Nationen ganz überwinden sollte."
Aus https://www.theeuropean.de/robert-menasse/10143-das-ende-des-nationalismus-in-europa

Also wenn das kein Plan ist? Alle Meilensteine bisher eingehalten. 1a Projektleiter unsere "Erika".

Wie die Völkerwanderung dazu passt?
Zitat:
„Es waren hauptsächlich die Reiche der ostgermanischen Stämme (Ostgoten, Vandalen, Burgunder), die sich nicht dauerhaft etablieren konnten, da sie den Zusammenhang zu ihren heimatlichen Wurzeln aufgaben und damit die Erobererschicht gegenüber der ansässigen Bevölkerung zahlenmäßig unterlegen blieb. Zudem mussten die Unterschiede des christlichen Glaubens überbrückt werden: Die ostgermanischen arianischen Eroberer standen der unterworfenen römisch-katholischen Bevölkerung gegenüber. Ein dauerhafter Bestand der Germanenreiche war am ehesten dort gewährleistet, wo sich die Eroberer mit den einheimischen Bevölkerungsteilen sozial und kulturell mischen konnten (Franken).
Unabhängig von der unterschiedlichen Lebensdauer der germanischen Reiche, bewirkte die Völkerwanderung eine tief greifende Umgestaltung des ethnischen Gefüges. Sie prägte die politische, soziale und kulturell-religiöse Struktur Europas bis weit ins Mittelalter.“
Aus https://m.schuelerlexikon.de/mobile_geschichte/Voelkerwanderung_in_Europa.htm

Also beste Voraussetzung zur Gründung einer neuen, dann „supranationalen“ Kultur, Nation und Staate oder soll ich sagen „identitäre Nation“ „identitäre Kultur“ und „identitärer Staat“?

Ich bitte um Entschuldigung, aber die Wahrheit ist meist einfach und simpel! Der olle Fritz sagt „Meine Schweine erkenne ich am Galopp!“.

Mit freundlichen Grüßen Paule

Thomas Wawerka
27. August 2015 06:43

von_der_Marwitz: Ich erwarte auch auf Seiten der Neurechten eine Debatte über Rassismus

Meinen Sie eine Debatte über den Begriff "Rassismus" oder eine Debatte über Phänomene, die mit dem Begriff "Rassismus" gekennzeichnet und gleichzeitig verurteilt werden?
Im letzteren Fall: Wie soll man denn ausgehend von einem so schwammigen, dehnbaren Begriff sinnvoll debattieren? "Rassismus" ist ein politischer Kampfbegriff. Was "Rassismus" ist, besser: Wer "Rassist" ist, wird von dem bestimmt, der den Vorwurf erhebt. In den allerseltensten Fällen habe ich eine inhaltliche Bestimmung wahrgenommen. Ethnopluralismus, Islamkritik, Einwanderungskritik, all das wird generös unter "Rassismus" subsumiert. Irgendwo hab ich sogar mal was von "Geschlechterrassismus" gelesen. Der Begriff ist durch seinen inflationären Gebrauch genauso hohl wie "rechts". Wie kann man denn überhaupt im Ernst den Vorwurf des "Rassismus" erheben, wenn man das Konzept der "Rasse" ablehnt? Wo es keine "Rassen" gibt, kann es doch folglich auch keinen "Rassismus" geben.

Sie müssten schon mal genauer formulieren, worüber Sie debattieren wollen:
- Über die Ablehnung des Islam?
- Über die Ablehnung von Menschen mit anderer Hautfarbe?
- Über die Ablehnung der Theorie und Praxis des Multikulturalismus?
- Über die Ablehnung der aktuellen Asyl- und Einwanderungspolitik?
- Über Xenophobie? Über Kulturalismus? Über Feindbilder?

Waldgänger
27. August 2015 07:16

@ Gustav Grambauer

Sie haben die tiefere Bedeutung und die Konsequenzen des freimütigen Rufes "Wir sind das Pack!" für meine Begriffe sehr gut herausgearbeitet.

Ja:

Erst in dieser Haltung der inneren „Kehre“ ist ein Bruch mit dem System zu sehen

Dürfte stimmen:

Ein Ruf, der bei den Wissenden des Systems einschlägt wie Dynamit, und wobei „Lügenpresse“ nur dessen zarter Anklang war.

Die Lügenpresse lebt davon, dass man sich über ihre Verleumdungen ärgert. Wer nun ruft: "Wir sind das Pack!", der hat sich endlich frei gemacht, der signalisiert: "Es ist uns scheißegal, was ihr sagt! Ihr seid kein Maßstab!"

Allerdings wird die Gegenseite auf diese Aussage natürlich mit noch stärkerer Sammlung der Schäfchen und noch gesteigerter Ausgrenzung der Freien reagieren.
Zugleich wird jedoch in der Gegenseite eine (interne) Debatte beginnen, wie weit man dieses Spiel denn noch treiben kann.
Dass man das unendlich fortführen kann, glauben dort nur die ganz Dummen.

@ Tile Kolup

Ihr wichtiger Kommentar zur Frage, was denn das Ziel ist, beschäftigt mich.
Stärke und Schwäche einer Bewegung entstehen auch aus der Fähigkeit oder dem Unvermögen, ein positiv formuliertes Ziel zu benennen und nicht nur defensiv zu erscheinen.
Ja, eben das ist ein weiterer Grund für die Schwäche nationalkonservativer / rechter Gruppen. Gewiss ist es nur ein Grund, denn die rein physisch-finanzielle Überlegenheit der Gegenseite schlägt ja noch weit mehr zu Buche.

Hartwig
27. August 2015 07:53

""Was wollen wir eigentlich?""

@ Tile Kolup
Eine wichtige Frage, aber fernab des Themas.
Meine Antwort: Ein Preussen des 21. Jahrhunderts.
Vertiefung an anderer Stelle.

Meier Pirmin
27. August 2015 07:58

@von_der_Marwitz. Scaramouche. Wie Sie sehen, findet diese kritische Debatte unter Neurechten hier statt, wobei auch Altrechte und Konservative mit von der Partie sind. Der Krawall ist nicht die Losung, auch wenn einer schreibt "Je suis Pack", was legitim an die Debatte betr. "Charlie" anschliesst, vgl. auch die Ausführungen von @Gutmensch über Satire. Da geht es mutmasslich um die durchaus gefährdete Meinungsfreiheit. Das war schon bei den Sorgen, die sich der katholische Schriftsteller Heinrich Böll machte wegen der deutschen Aufgeregtheit um die RAF (war um Welten radikaler als Pegida) der Fall.

1914 erklärte der spätere Nobelpreisträger Carl Spitteler: "Die Serben sind kein Pack." Er glaubte damit eine faire Diskussion fördern zu können, was im 1. Weltkrieg nicht möglich war.

Auf die "christliche Nächstenliebe" würde ich nicht setzen, weil die Deeskalationsstrategie "Halte die linke Wange hin, wenn dich einer auf die rechte haut" ohnehin nicht funktioniert, auch ein Missverständnis der christlichen Ethik ist, die Übererfüllung des Gesetzes kann kein Gesetz sein, abgesehen davon, dass im Sinn dieser Ethik die Asylpolitik durch ein Verbot öffentlicher Zahlungen streng privatisiert werden müsste, dann sähe man endlich, was von der Bergpredigt übrig bleibt. Zumindest die Kriminellen unter den Asylbewerbern sollten in Bischofswohnungen leben.

Der Satz von Merkel, dass es keine Toleranz geben dürfe gegen diejenigen, die nicht helfen wollen, ist wohl der bemerkenswerteste dieser Tage und mutmasslich einer der denkwürdigsten ihres Lebens. Endlich mal nicht ausgewogen! Ein neuer Lehrbuchsatz für die Geschichte des Totalitarismus, auch eine strenge Konsequenz dessen, was Orwell "Das Ministerium für Liebe" nennt.

Als Nietzsche die christliche Moral kritisierte, zitierte er aus der Göttlichen Komödie von Dante, bei dem am Eingangstor der Hölle geschrieben steht: "Auch mich schuf die Ewige Liebe." Also auch die Hölle als Ausdruck der Gottesliebe und der Liebe Gottes. Nietzsche denunzierte jedoch, und damit ist selbst die Aussage der Pfarrerstochter inbegriffen: "Auch mich schuf der Ewige Hass!" In diesem Sinn gilt für die Hölle weiterhin: "Ihr, die ihr da eintretet, lasset alle Hoffnung fahren."

Finde es noch gut, dass Sie, alles andere als Sezessionisten, sich an dieser Debatte beteiligt haben. Es bleibt aber dabei, dass das Ministerium für Liebe zu den grössten Perversitäten in der Geschichte des Totalitarismus gehört. Ferner bleibt zu beachten, dass bei der deutschen Rechten das Verhältnis zum Christlichen und zum Christentum stets ein kritisches war, bei Armin Mohler etwa, ursprünglich einem Schweizer, klar ablehnend. Es stimmt aber schon, dass es bei christlichen Rechten seit je Beisshemmungen gab, was dann das Verhältnis dieser christlichen Rechten zum Nationalsozialismus charakterisierte. Darüber habe ich u.a. in meiner Dissertation über Reinhold Schneider geschrieben. Zeitschriften der Christlichen Rechten waren während der Zeit des Dritten Reiches "Die Weissen Blätter" (Guttenberg), zur Zeit Adenauers der damals noch konservative "Rheinische Merkur". Ich hatte ihn 1964 und noch später abonniert.

Es war natürlich nicht dasselbe wie die Junge Freiheit, obwohl Gerd-Klaus Kaltenbrunner eine Schnittmenge darstellte. In Kaltenbrunner sehe ich, zumal nach seinem Buch über Dionysios Areopagita, den letzten ganz bedeutenden, mehr und mehr rein metapolitischen Vertreter der deutschen christlichen Rechten. Sein ganzes Leben und auch sein Sterben waren ein Protest gegen den Krawall.

Meier Pirmin
27. August 2015 08:18

PS. Nachtrag zum "Pack". Da ich in meiner Antwort an Scaramouche, von der Marwitz usw. noch das Thema "RAF" angesprochen habe, möchte ich hier auf eine wichtige Analogie verweisen, betr. die "Pack"-Diskussion.

Vor 40 Jahren war es weltanschauungsbildend, ob man von "Baader-Meinhof-Gruppe" oder "Baader-Meinhof-Bande" sprach, welchen Unterschied auch mein Lehrer Hermann Lübbe analysierte. Die Anhänger der Sprachregelung "Bande" wollten jegliche politische Debatte unterbinden, während die Anhänger der "Gruppe" beispielsweise Kant zitierten, dessen Satz von der "Traurigkeit" über das, was die Menschen einander "in sitttlicher Absicht" antun. Es ist zum Beispiel bekannt, dass etwa die Guillotine im Namen der Tugend aufgerichtet wurde, und dass die Hinrichtungen "in sittlicher Absicht" erfolgten, so wie schon 1415, bei der Verbrennung von Johannes Hus, ein altes Frauchen noch ein Scheit herbeitrug, um so in den Himmel zu kommen. Wer Baader-Meinhof-Gruppe sagte, war mit dem Terrorismus in der Regel nicht einverstanden, schloss aber eine politische Motivation nicht aus, einen "transzendentalen" Hintergrund, nämlich die allgemeine Menschheitsbefreiung als linke Idee. Dieser transzendentale Hintergrund von im Einzelfall verirrten Rechten könnte zum Beispiel die Fichtesche "Vaterlandsliebe" sein. Diese ist, ebenfalls im Einzelfall, mit Fremdenhass nicht zu verwechseln. Letzteres ist das Stichwort der Berichterstattung in der Neuen Zürcher Zeitung und generell der Internationalen Presse, um sich über die sogenannte Wahrnehmung keine Illusionen zu machen.

"Je suis Pack!" - bedeutet wohl vordergründig. Auch ich gehöre zum Pack, auch ich bin kriminell. Hintergründig meint der Satz, was noch hinzugefügt wurde: "Und das ist gut so." D.h. es ist ethisch motiviert, vgl. die Aussage von Bürgermeister Wowereit zu seiner Homosexualität, was sogar als ein Bekenntnis zu den höchsten Werten der "bunten Gesellschaft" gemeint war.

Diese obigen Ausführungen möchte ich rein analytisch verstanden wissen, weder als Bekenntnis zur "Vaterlandsliebe" noch verstehe ich als Historiker der Homosexualität unter Homosexuellenbefreiung das genau Gleiche wie Herr Wowereit und der Mainstream der "bunten Gesellschaft".

HX
27. August 2015 08:20

Die Strategie kann nur darin bestehen, die gegenwärtige Politik auf politischem Weg zu bekämpfen. Man braucht Mehrheiten, um etwas zu verändern. So einfach ist das. Und dabei kann man von den Linken lernen: Warum gewinnen die Linken? Weil sie das Herz erobern. "Links" steht für "gut", und zwar im Sinn von "moralisch gut". Diesen Kuzrzschluss gilt es zu durchbrechen. Denn viele Menschen in Deutschland - wahrscheinlich die Mehrheit - hat bei der gegenwärtigen Masseneinwanderung ein ungutes Gefühl. Sie trauen sich aber nicht, das offen auszusprechen, weil sie fürchten, auf der moralisch falschen Seite zu stehen.

Ist Einwanderung gut, wie sie von unseren Qualitätspolitikern und Medien beklatscht wird? Nein. Und warum? Weil wir mit unseren Anreizen im Sozialsystem Millionen Menschen anlocken, sich auf Weg durch Arabien, Afrika und Europa zu begeben. Der Weg ist gefährlich. Tausende kommen im Mittelmeer um. Noch viel mehr Menschen kommen auf ihrem Weg in Afrika um, werden versklavt, beraubt, vergewaltigt - wir nehmen das nur nicht wahr, weil keine Kameras dabei sind. Ist es moralisch gut, arme Menschen mit der Aussicht auf Geld zum Sprung von einem Hochhaus zu veranlassen? Eben. Und genauso verwerflich ist unsere Politik. Die Politiker und Medienleute, die das propagieren, machen sich moralisch mitschuldig am Tod Tausender. Das muss in die Köpfe der Menschen. Ist es moralisch gut, "Facharbeiter" aus armen Ländern bei uns arbeiten zu lassen? Nein. Die Leute, wenn sie denn wirklich gut ausgebildet sind, werden für den Aufbau ihres eigenen Landes gewiss dringender gebraucht als für die Senkung der Rentenbeitragssätze bei uns. Früher haben die Koloialmächte die Rohstoffe der Dritten Welt ausgebeutet, heute beuten wir die Länder aus, indem wir ihre besten Köpfe wegnehmen. Früher nannte die Linke die Ausbeutung der Dritten Welt zu Recht ein Verbrechen. Heute beteiligen sich linke Politiker selbst daran. Das muss in die Köpfe der Menschen.

Lichtmeßz, Wegner u.Co: Findet sich ein talentierter Schreiber, der das aufschreiben und unter die Leute bringen kann? Ein Brief an Politiker, Medienleute, Bürgermeister, den jeder unterschreiben kann, weil er die moralischen Verhältnise zurechtrückt. Wenn hunderte, tausende Leute sich daran beteiligen, entstünde Druck, den auch die Medien nicht übergehen können.

Meier Pirmin
27. August 2015 08:23

PS II. Die Debatte über "Baader-Meinhof-Gruppe" oder "Baader-Meinhof-Bande" analog zur heutigen "Pack"-Sprachregelung fand vor 30 Jahren statt, nicht vor 40 Jahren.

Der Gutmensch
27. August 2015 08:44

Mein lieber Waldgänger e.B. aus Schwaben,
und auch lieber Heinrich Brück,

nun sehen Sie es mir doch nach, mein Herz ist eben aus dünnem Pergament gemacht und durch meine Adern fließt die blanke Niedertracht! Das ist meine weltliche Bestimmung.

In diesem Sinne ist es mir ganz und gar unmöglich, zu akzeptieren, dass ein Gesetz etwa "zu nichts nütze" sei. Ich bin schließlich darauf abonniert, zu erspähen, wie es sich wohl doch ausnützen lässt und notfalls denke ich mir eben was Nützliches aus! Man kann schließlich auch unter falschen Voraussetzungen zum richtigen Ergebnis kommen (Adorno wollte Euch bloß Sand in die Augen streuen, der Schlawiner).

Und wenn ich sage, dass ich hoffe, alle halten sich vom scheußlichen Krawall fern, dann diktiert das wohl die Feigheit im Schlepptau meiner scheußlichen Natur.

In diesem Sinne würde ich etwaigen Unmut hinterhältig in traditionelle Formen gießen, um im Schutze der Kunstfreiheit zu agieren (huhu, Konservativer, bravo!) oder ich würde gar alle Scham fahren lassen und aus der Bibel zitieren, so wie es der gute Gustav Grambauer ganz richtig anfängt; die Gläubigen genießen nämlich ebenfalls schrankenlose, aber nicht unbeschränkte Freiheit nach dem GG.

Aber ein anderes als ein legales Schwert steht mir nicht zur Verfügung. Wenn es mir aus der Hand geschlagen wird, steh´ich dumm da, das ist dann wohl so.

Außer Puste,

der Gutmensch.

Mr. Kurtz
27. August 2015 08:45

@Nordlaender
Verdammt, jetzt war ich doch arg zornig, ein Teil meines HOLSTENS habe ich mir doch glatt vor Zorn über die Bomberjacke gekippt.
-----------------------------------------------------
Das weist Sie -wie ironisch verbrämt auch immer- als authentischen Kenner der Szene aus! Als Neu-Altlinker aus bourgeoisen Verhältnisse, habe ich seinerzeit versucht, mir den Respekt der proletarischen Vorstadtjungend mit HANSA-Pils zu erkämpfen. Durchaus nicht immer vergeblich...

Meier Pirmin
27. August 2015 08:48

@Nordländer. Sie machen regelmässig ausgezeichnete Link-Hinweise, etwa im Zusammenhang mit dem Kolumbier d'Avila: "Der Revolutionär hasst nicht, weil er liebt, sondern er liebt, weil er hasst." Ein fürwahr tiefsinniger Satz, der sowohl für Robespierre als für Lenin zutraf. Vermutlich auch für die sogenannte Revolution von 1933. Mein Hinweis auf Fontane war selbstverständlich nicht als Diskreditierung der Nachgeborenen gemeint, überdies verwies ich ausdrücklich auf die deutsche, nicht auf die internationale Kulturgeschichte. Ignazio Silone und Alexander Solschenizyn wären für metapolitische Überlegungen noch heute von grossem Wert.

Nils Wegner
27. August 2015 08:52

Bier scheint mir ein gutes Stichwort zu sein, diesen Stuhlkreis aufzulösen. Weitergehen, hier gibt es nichts mehr zu sehen.

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