Mircea Eliade heute

pdf der Druckfassung aus Sezession 16/Februar 2007

sez_nr_165von Wolfgang Saur

Gottfried Benn hat einmal die moderne Kultur als „pamphletistischen Ritus" bezeichnet und damit den destruktiven Impuls einer totalisierten Kritik aufs Korn genommen. Das ist unser Fall. Kultur und Wissenschaften um 2000 gleichen oftmals Schlachthäusern, die den Jungen zur Plünderung und Abwickelung überantworten, woran ihre Vorgänger sorgsam bauten. Statt die synthetische Kraft der Idee zu erweisen, verkommt das Denken zur Abrißbirne. Es kann weder die Zusammenschau disparater Momente leisten, noch Kontinuität in der Zeit stiften. Offenkundig wird das im Umgang der Wissenschaften mit ihrer Disziplingeschichte und den vormals legendären Fachvertretern aus älterer Zeit. Deren posthume Entnazifizierung ist, gerade in Deutschland, zur banalen Alltäglichkeit verkommen. Doch Politisierung ist noch die leichteste Übung. Mißgunst gegen Biographien, Wissen, Theorien und Methoden steigert sich zur allgemeinen Vatermörderei. Das hat zur Zerschlagung der Zeitachse und einer kompletten Fraktalisierung geführt. Statt umsichtiger Integration des schon Geleisteten und behutsamer Aneignung der Altvorderen, ruft „Paradigmenwechsel" alle 5-10 Jahre ein Sammelsurium neuer Prinzipien aus. Freilich ist all das auch bloßer Reflex des Warenzyklus und Funktion akademischen Karrierestrebens. Doch vollzieht es sich nach Maßgabe einer aggressiven Rationalität, die universalistische Fiktionen offensiv einsetzt. Ihr Hohepriester in der Bundesrepublik ist Jürgen Habermas.

 Gastbeitrag

Fremde Federn reichen Beiträge ein. Sind sie gut, bringen wir sie.


Des­sen Inter­es­se, resü­miert Joa­chim Soos­ten, gilt „nicht der Sinn­rich­tung von Pro­zes­sen der Insti­tu­tio­na­li­sie­rung, son­dern der Eta­blie­rung von Dau­er­kri­tik. Ratio­na­le Hand­lungs­ori­en­tie­run­gen und ratio­na­le Lebens­füh­rung for­men sich erst in dem Maß her­aus, in dem sich ‚durch Dau­er­kri­tik ver­flüs­sig­te‘ Lern­pro­zes­se bil­den las­sen. Die Rol­le von Meta­phern, Sym­bo­len oder Nar­ra­tio­nen schon im Bereich der Spra­che selbst und ihre Funk­ti­on in reli­giö­sen Über­lie­fe­run­gen blei­ben damit unter­be­stimmt.” Nicht die „syn­chro­ne Ver­net­zung und Ver­ste­ti­gung kul­tu­rel­ler und reli­giö­ser Ord­nungs­mus­ter”, viel­mehr die „kom­mu­ni­ka­ti­ve Ver­flüs­si­gung von Tra­di­ti­ons­be­stän­den ist das Ziel einer Theo­rie, in deren Mit­tel­punkt der ratio­na­le Sinn nor­ma­ti­ver Gel­tung steht.”
Solch „insti­tu­tio­na­li­sier­ter” Pie­tät­lo­sig­keit epis­te­mo­lo­gi­scher und „ideo­lo­gie­kri­ti­scher” Art ver­dankt sich auch der Iko­no­klas­mus gegen Mir­cea Elia­de und des­sen Werk. Elia­de, der lan­ge Zeit als bedeu­tends­ter Reli­gi­ons­wis­sen­schaft­ler des zwan­zigs­ten Jahr­hun­derts galt, als „James Fra­zer sei­ner Genera­ti­on”, teilt das Schick­sal der dam­na­tio memo­riae mit einer gan­zen Grup­pe bedeu­ten­der Kol­le­gen der zwan­zi­ger bis sech­zi­ger Jah­re, den soge­nann­ten „Reli­gi­ons­phä­no­me­no­lo­gen”. Sie alle wer­den jetzt als sub­jek­tiv, will­kür­lich, unwis­sen­schaft­lich, vor allem aber der „Kryp­to­theo­lo­gie” und des Irra­tio­na­lis­mus verdächtigt.

Der Gering­schät­zung ver­fällt so auch eine gro­ße tie­fen­her­me­neu­ti­sche Tra­di­ti­on in Deutsch­land, die von Schlei­er­ma­cher begrün­det, von Boeckh und Droy­sen ent­wikkelt, von Dil­they ent­fal­tet, bei Hei­deg­ger onto­lo­gisch ver­tieft wur­de und im Werk Gada­mers einen sys­te­ma­ti­schen Abschluß fand. Sie ver­such­te, dem sub­jek­ti­ven Fak­tor und der Eigen­art von Geschich­te geis­tes­wis­sen­schaft­lich gerecht zu wer­den und eine Struk­tur von Leben, Aus­druck und Ver­ste­hen dar­zu­tun, die im Geist­cha­rak­ter der Wirk­lich­keit wur­zelt und den Erken­nen­den zu kon­ge­nia­ler Betrach­tung ein­lädt, einer „struk­tu­rier­ten oder infor­mier­ten Empa­thie” (Nini­an Smart).
Die Zei­chen für die­sen Pla­to­nis­mus, ja Spi­ri­tua­lis­mus ste­hen heu­te schlecht. Able­sen läßt sich das an der ver­schwin­den­den Wir­kung Elia­des und der expli­zit post­phä­no­me­no­lo­gi­schen Pro­gram­ma­tik zahl­rei­cher Fachvertreter.
Meist wird von einem dra­ma­ti­schen Erd­rutsch seit Elia­des 75. Geburts­tag 1982 gespro­chen, die Äuße­run­gen jener Zeit als Gegen­pol zur heu­ti­gen Lage zitiert. Ein­schlä­gig gel­ten hier­für die von Hans Peter Duerr edier­ten Bän­de aus den Jah­ren 1983 / 84. Ter­ry Alli­band nann­te Elia­de damals den „bedeu­ten­den Reli­gi­ons­his­to­ri­ker unse­rer Zeit” und kein gerin­ge­rer als Cars­ten Col­pe kurz dar­auf den „bedeu­tends­ten Ver­tre­ter nicht nur der letz­ten 35 Jah­re, son­dern der gan­zen Epo­che der wis­sen­schaft­li­chen Beschäf­ti­gung mit dem Hei­li­gen überhaupt”.
Dage­gen neh­men sich die Wor­te im eben erschie­ne­nen Wör­ter­buch der Reli­gio­nen nur noch wie ein fer­nes Echo aus: „Der bekann­tes­te Reli­gi­ons­wis­sen­schaft­ler des zwan­zigs­ten Jahr­hun­derts ist umstrit­ten auf­grund sei­ner Metho­dik und sei­ner Bezie­hun­gen zu poli­tisch rechts­ge­rich­te­ten rumä­ni­schen Bewegungen.”
Doch täuscht die­se schein­ba­re Pola­ri­sie­rung. Denn schon sei­ner­zeit fuh­ren Kri­ti­ker schärfs­tes Geschütz auf. Col­pe kri­ti­sier­te im sel­ben Text Elia­des Werk rigo­ros als (uner­laub­ten) onto­lo­gi­schen Got­tes­be­weis, und zahl­rei­che Bei­trä­ge bei Duerr zeig­ten sich kom­pro­miß­los pole­misch. Auch vor Bös­ar­tig­keit schreck­te man nicht zurück, sprach etwa dem Jubi­lar wah­re Erkennt­nis schlicht ab. Schon in die­sen Jah­ren wer­den alle Moti­ve sicht­bar, die von weit­her in der Gegen­wart zusam­men­lau­fen und sich bün­deln in der Abkehr von der phä­no­me­no­lo­gi­schen Peri­ode. Kurt Rudolphs Grund­satz­kri­tik nimmt sie vor­weg in sei­nem zwie­fa­chen Vor­wurf: Elia­de über- und unter­de­ter­mi­nie­re zugleich. Sein inte­gra­les Den­ken belas­te die Wis­sen­schaft ein­mal mit „phi­lo­so­phi­schen, theo­lo­gi­schen und reli­giö­sen Fra­ge­stel­lun­gen und Kon­zep­tio­nen … aus denen sie sich erst müh­sam befreit hat­te”. Der Posi­ti­vist schmet­tert eine Kul­tur­funk­ti­on der Wis­sen­schaft ab, erst recht aber deren spe­ku­la­ti­ve Selbst­be­sin­nung und „erlö­sen­de” Rol­le, die Elia­de der Dis­zi­plin wünschte.

Als „uni­ver­sa­le Her­me­neu­tik” soll­te sie einen neu­en, spi­ri­tu­el­len Huma­nis­mus begrün­den. Zum andern erscheint Elia­de im Licht eines empi­ri­schen Pro­gramms defi­zi­tär: „Schon in der Ana­ly­se, ja der Dar­bie­tung des Quel­len­ma­te­ri­als, ver­schlin­gen sich phi­lo­so­phisch-nor­ma­ti­ve Urtei­le mit den deskrip­ti­ven Fest­stel­lun­gen: Die Inter­pre­ta­ti­ons­ebe­nen wer­den bei ihm nicht deut­lich geschie­den und metho­do­lo­gisch reflek­tiert. Erst der ‚nor­ma­ti­ve Hin­ter­grund‘ macht sei­ne Arbei­ten wirk­lich ver­ständ­lich und lehrt, daß streng­ge­nom­men die Reli­gi­ons­ge­schich­te als Illus­tra­ti­on die­ser vor­ge­ge­be­nen Onto­lo­gie, Anthro­po­lo­gie und Sote­rio­lo­gie dient.” Also gin­gen im Effekt „Ana­ly­se, Sinn­fin­dung, Wesens­er­fas­sung und Bewer­tung” durch­ein­an­der, sei­en angreif­bar und ver­wirr­ten den Leser. Rudolph, der Reli­gi­ons­wis­sen­schaft als Ideo­lo­gie­kri­tik ver­steht, figu­riert als signi­fi­kan­ter Anti­po­de Elia­des und der Phänomenologie.
Hans Kip­pen­berg hat uns eine ganz ande­re Gene­se der Reli­gi­ons­wis­sen­schaft auf­ge­zeigt und ihre Ent­fal­tung aus einem auf­klä­rungs­kri­ti­schen Impuls plau­si­bel gemacht. In einer Zeit, in der die Furie der Ratio­na­li­sie­rung nicht nur die Welt „ent­zau­ber­te” und Tra­di­ti­on zer­stör­te, son­dern die mensch­li­che Inte­gri­tät bedroh­te, konn­te die Reli­gi­ons­wis­sen­schaft zur ret­ten­den Arche wer­den, nicht nur für alte Sym­bo­le, Mythen und Glau­bens­sys­te­me, son­dern für die mensch­li­chen Wer­te über­haupt, die man sonst gänz­lich verlor.
Mar­kant ver­deut­licht den kul­tur­kri­ti­schen Impuls die Göt­tin­ger Schu­le mit ihrer escha­to­lo­gi­schen Evan­ge­li­en­deu­tung, mythen­kund­li­chen Kom­pa­ra­tis­tik und Bezug­nah­me auf die „ori­en­ta­li­sche Erlö­sungs­idee”. Kurz dar­auf erschie­nen die grund­le­gen­den phä­no­me­no­lo­gi­schen Arbei­ten: Rudolf Ottos Das Hei­li­ge (1917), Joa­chim Wachs Reli­gi­ons­wis­sen­schaft (1924) und Ger­ar­dus van der Lee­uws Ein­füh­rung in die Reli­gi­ons­phä­no­me­no­lo­gie (1925). Ihr Pro­gramm war anti­re­duk­tio­nis­tisch. Sei­ner ver­such­ten Ver­damp­fung im Pro­zeß der Moder­ne, setz­ten sie die Irre­du­zi­bi­li­tät des Reli­giö­sen ent­ge­gen. Des­sen Auto­no­mie wur­zelt in sei­nem aprio­ri­schen Cha­rak­ter: sub­jek­tiv als Struk­tur­form des Bewußt­seins und objek­tiv als Tran­szen­denz. Die­se Sub­stan­tia­li­tät hat­te auch epis­te­mo­lo­gi­sche Kon­se­quen­zen: Sie erfor­der­te eine spe­zi­el­le Wis­sen­schaft vom Hei­li­gen - zwi­schen theo­lo­gi­scher Nor­ma­ti­vi­tät und sozi­al­wis­sen­schaft­li­chem Ratio­na­lis­mus. Der Reli­gi­ons­his­to­ri­ker sucht sein Urteil „ein­zu­klam­mern”, beschrei­bend vor­zu­ge­hen, auf daß sich das Wesen der Sache zei­ge. Trotz Fak­ten­ba­sis bedarf es einer Intui­ti­on, die „begreift, was uns ergreift”. Damit, schrieb Gus­tav Men­sching, „ist der wis­sen­schaft­li­chen Beschäf­ti­gung mit der Reli­gi­on ein neu­er Weg gewie­sen, näm­lich der Weg des Ver­ste­hens der Reli­gio­nen von ihrem leben­di­gen Wesen her, von der jeweils wie­der ganz eige­nen Wei­se der Anschau­ung des Uni­ver­sums und der beson­de­ren Gemüts­be­stimmt­heit aus, in die die ein­zel­ne Reli­gi­on ihre Anhän­ger versetzt”.

Das Ver­ste­hen ist spon­ta­ner pro­duk­ti­ver Akt und geheim­nis­voll inne­re Teil­nah­me am Objekt. Des­sen beson­de­rer Qua­li­tät wird der struk­tu­ra­le Ver­gleich gerecht. Er zeigt, wie das Hei­li­ge, von zeit­li­cher und geo­gra­phi­scher Dif­fe­renz frei, sich welt­weit ähn­lich struk­tu­riert. Zum Ver­such, die­se For­men­viel­falt sys­te­ma­tisch dar­zu­stel­len, wur­den die Reli­gi­ons­phä­no­me­no­lo­gien van der Lee­uws (1933), Fried­rich Hei­lers (1961), Geo Widen­grens (1969) und eben Elia­des (1949). Als gro­ße Syn­the­sen doku­men­tie­ren sie das Bemü­hen, den Gegen­stand an sich und, bei inter­ner Viel­falt, doch als Ein­heit dar­zu­stel­len. Die­se Prin­zi­pi­en – Auto­no­mie, Ein­heit, Wesens­schau und Tran­szen­denz – bestim­men auch Elia­de. Er führ­te sein Pro­jekt als Mor­pho­lo­gie der Sym­bo­le durch, waren die­se doch das Medi­um des Logos, in dem das Hei­li­ge sei­ne Dia­lek­tik ent­fal­ten konn­te: als Abso­lu­tes bei sich zu sein und doch his­to­risch je kon­kret sich zu mani­fes­tie­ren. Ein Kon­ti­nu­um zog sich so von pri­mi­ti­ven Hiero­pha­ni­en bis zum Wun­der der Inkarnation.
Elia­des Sym­bo­lis­mus ist eine „tran­szen­den­ta­le Metho­de”: Ver­such, die Ver­ti­ka­li­tät des Lebens zu offen­ba­ren und in der Reli­gi­ons­ge­schich­te die Exis­tenz Got­tes. Denn „wenn Gott nicht exis­tiert”, so Elia­de, „ist alles Asche. Wenn es kein Abso­lu­tes gibt, das unse­rer Exis­tenz Bedeu­tung und Wert ver­leiht, dann hat [sie] kei­nen Sinn.” Das zu den­ken, wür­de für mich „nicht nur Ver­zweif­lung bedeu­ten, son­dern auch eine Art Ver­rat. Denn es ist nicht wahr, und ich weiß, daß es nicht wahr ist.”
Die­se meta­phy­si­sche Ein­stel­lung wird heu­te abge­wie­sen. Das zeig­te sich indes schon auf dem inter­na­tio­na­len Kon­greß in Mar­burg 1960. Er wur­de zur Zäsur. Zum Eklat führ­te dort ein Refe­rat des Teil­neh­mers C. Blee­ker, der den Wert reli­giö­ser Phä­no­me­ne als nur ver­ständ­lich ansah, „wenn wir beach­ten, daß Reli­gi­on letzt­lich die Rea­li­sie­rung einer tran­szen­den­ten Wahr­heit ist”.
Seit­dem haben sich kon­se­quent „reduk­tio­nis­ti­sche” Ideen durch­ge­setzt: funk­tio­na­lis­ti­sche, kon­tex­tua­lis­ti­sche, dekon­struk­ti­vis­ti­sche. Sie alle bestrei­ten die auto­no­me Struk­tur des Hei­li­gen und trans­for­mie­ren die Reli­gi­ons­wis­sen­schaft in eine „kri­ti­sche Kul­tur­wis­sen­schaft”, sehen reli­giö­se Phä­no­me­ne rein imma­nent kon­stru­iert, alle Fak­ten als kon­tin­gent und gewich­ten Dif­fe­renz abso­lut vor Ein­heit. So behaup­te­te 1982 J. Smith, es gebe gar kei­ne Daten für Reli­gi­on, die­se sei­en viel­mehr „aus­schließ­lich das Pro­dukt des Wis­sen­schaft­lers”; D. Sab­ba­tuc­ci for­der­te 1988 die Auf­lö­sung des Reli­gi­ons- in den Kul­tur­be­griff; D. Poll­ack defi­nier­te 1995 Reli­gi­on „nicht aus sich selbst her­aus bestimmt, son­dern von dem her, was sie nicht ist, im Aus­gang von den gesell­schaft­li­chen oder indi­vi­du­el­len Zusam­men­hän­gen, in denen sie steht”. Schließ­lich wit­zel­te man nur noch über den „Mythos des Gege­be­nen” und for­der­te wie W. Arnal 2000 den Reli­gi­ons­be­griff zu dekon­stru­ie­ren und statt sei­nes Inhalts lie­ber sei­ne Ver­wen­dung im All­tags­dis­kurs zu unter­su­chen. All das fin­det sich schon im Pam­phlet von A. Bha­ra­tis 1983, der Elia­de „ver­nich­tet” und statt sei­ner den Anthro­po­lo­gen Donald Camp­bell rühmt, einen „kom­pro­miß­lo­sen Neo­dar­wi­nis­ten”, der als Prin­zi­pi­en bio­lo­gi­scher und sozia­ler Evo­lu­ti­on „Zufalls­va­ria­ti­on und sys­te­ma­tisch- selek­ti­ve Erhal­tung” pries.

Elia­des Inter­es­se an den Pri­mi­tiv­kul­tu­ren, sei­ne Bücher über Aus­tra­li­en und zum Scha­ma­nis­mus tru­gen ihm die Feind­schaft sol­cher Eth­no­lo­gen ein, die jede Inter­ven­ti­on von reli­giö­ser Sei­te brüsk zurück­wie­sen. Elia­de, der kein Feld­for­scher war, erschien schon des­halb nicht satis­fak­ti­ons­fä­hig. Sein epo­che­ma­chen­des Scha­ma­nis­mus-Werk (1957) wird heu­te meist abge­lehnt, inte­griert es doch geo­gra­phisch und kul­tu­rell dif­fe­ren­te Tra­di­tio­nen einer ein­heit­li­chen Per­spek­ti­ve. Vor allem jedoch gilt der reli­giö­se Blick­win­kel als spi­ri­tu­ell über­zo­gen. Aspek­te wie Tran­ce und Him­mels­rei­se sei­en „roman­tisch”. Elia­de müs­se den „erheb­li­chen Ein­fluß west­li­cher Pro­jek­tio­nen auf das Phä­no­men” ver­ant­wor­ten, so das Wör­ter­buch der Reli­gio­nen 2006.
Hier ist ein gegen­läu­fi­ges Fak­tum von Inter­es­se: Sei­ner­zeit näm­lich wand­te der jun­ge Car­los Cas­ta­ne­da sich an Elia­de betreffs sei­ner Dis­ser­ta­ti­on (Die Leh­ren des Don Juan. Ein Yaqui-Weg des Wis­sens, 1972). Elia­de blieb distan­ziert, doch belegt die Epi­so­de sei­ne mit­tel­ba­re Rela­ti­on zum west­li­chen Neo-Scha­ma­nis­mus, der ja von Cas­ta­ne­da aus­ging. Ein nicht abwe­gi­ger Bezug, der offen­sicht­li­cher wird bei den Hip­pies, denen bekannt­lich Elia­des Wohl­wol­len galt. Er votier­te für den unpo­li­ti­schen Teil der Pro­test-Genera­ti­on, deren Expe­ri­men­te mit Dro­gen, alter­na­ti­ven Lebens­sti­len und exo­ti­scher Spi­ri­tua­li­tät womög­lich neue Erfah­rungs­räu­me erober­ten. Sol­che Berüh­run­gen wur­zeln in Elia­des Pro­gramm, nicht nur empi­ri­sche Beschrei­bung und Klas­si­fi­ka­ti­on zu geben, son­dern Fak­ten schöp­fe­risch zu deu­ten. Kurz: Er akzep­tier­te die Tren­nung von Gegen­stand, Inter­pret und Publi­kum nicht, sah alle drei viel­mehr als Teil des Wahr­heits­ge­sche­hens. Daß er sub­tex­tu­ell gar eine „nar­ra­ti­ve Theo­lo­gie” ver­mit­tel­te, war ein Extrem­fall star­ker Refe­ren­tia­li­tät – und den Post­mo­der­nen die Faust im Auge. So keh­ren erkennt­nis­kri­ti­sche Vor­wür­fe hier anwen­dungs­prak­tisch wie­der. Sie han­delt sich ein, wer von der Wis­sen­schaft kul­tu­rel­le Ori­en­tie­rung ver­langt, also: Sinnproduktion.
Es ver­wun­dert kaum, daß Elia­de in die Kri­tik geriet, als in den 1970er Jah­ren der „alt­eu­ro­päi­sche” Ein­fluß von Emi­gran­ten mit kon­ti­nen­ta­ler Bil­dung wie Wach und Paul Til­lich in den USA zurück­ging. Ihr Abtre­ten über­la­ger­te jetzt der wach­sen­de Ein­fluß eines Szi­en­tis­mus angel­säch­si­scher Prä­gung. Des­sen Expo­nen­ten brach­ten neue Theo­re­me ins Spiel: Ana­ly­ti­sche Phi­lo­so­phie, Neo­po­si­ti­vis­mus, ame­ri­ka­ni­schen Prag­ma­tis­mus und Pop­pers Kri­ti­schen Ratio­na­lis­mus. Was sich schon zeigt im viel­fach beschwo­re­nen Prin­zip der „Fal­si­fi­ka­ti­on”. Posi­ti­vis­ti­sche, spä­ter post­struk­tu­ra­lis­ti­sche Ideo­lo­ge­me favo­ri­sie­ren einen reduk­tio­nis­ti­schen, des­halb „har­ten” Ratio­na­li­täts­typ, der dem moder­nen Den­ken umso eif­ri­ger sei­nen Weg zur Kon­troll­ver­nunft bahnt. Wird im Fal­si­fi­ka­ti­ons­prin­zip das Kri­te­ri­um kom­mu­ni­ka­ti­ver Kom­pa­ti­bi­li­tät ver­ab­so­lu­tiert, ist Tie­fen­her­me­neu­tik als exis­ten­ti­el­le Ver­mitt­lung, als inte­grier­tes Wahr­heits­ge­sche­hen aus­ge­schlos­sen. „Rei­ne Wis­sen­schaft” ist nur um den Preis von Anti­no­mien zu haben, einer not­wen­di­gen Aus­lö­schung des Leben­di­gen. Nie­mand hat das so tref­fend auf den Punkt gebracht wie Kurt Rudolph, wenn er, gegen Elia­des Sym­bol­be­griff, sich mit H. Bie­zais iden­ti­fi­ziert und betont, die reli­gi­ons­wis­sen­schaft­li­che For­schung sei „ein Spa­zier­gang auf dem Fried­hof der toten reli­giö­sen Symbole”.

Frei­lich ist dies nicht das letz­te Wort. Ganz anders wird Elia­des her­me­neu­ti­scher Sym­bo­lis­mus ein­ge­schätzt im Umfeld der Sym­bol­for­schung und in den Schrif­ten Man­fred Lurkers.
Die von die­sem her­aus­ge­ge­be­ne Meta­en­zy­klo­pä­die zum Gegen­stand (1991) wür­digt Elia­de nicht nur gründ­lich, son­dern weist in ihren Arti­keln zahl­rei­che Bezü­ge zu sei­nen Schrif­ten auf. Des­sen uni­ver­sa­lis­ti­sche Rich­tung und Ver­wur­ze­lung in der Arche­ty­pen­leh­re, die sein Hori­zont einer „eura­si­schen Öku­me­ne” reflek­tiert, fin­det anhal­tend star­ke Reso­nanz auch bei den Yoga-Spe­zia­lis­ten. Die neue Yoga-Rezep­ti­on gip­felt in sei­ner Per­son. Karl Bai­er ver­gleicht sei­ne For­schun­gen mit denen Jakob Wil­helm Hau­ers, wobei Elia­de glän­zend abschneidet.
Die Atta­cken gegen die phä­no­me­no­lo­gi­sche Inter­pre­ta­ti­on als „Gip­fel der Anma­ßung” (Bha­ra­ti) wer­den also bis heu­te von gründ­li­cher Zustim­mung kon­ter­ka­riert. Somit wird die Rechung der Posi­ti­vis­ten, Elia­de zu erle­di­gen, nicht auf­ge­hen. Viel­mehr ist Ulrich Ber­ner zuzu­stim­men, der in den Klas­si­kern der Reli­gi­ons­wis­sen­schaft meint: „Der Blick auf die Elia­de-Debat­te zeigt, daß in die­sem Fall nicht nur die Gül­tig­keit einer Theo­rie umstrit­ten ist, son­dern die Wis­sen­schaft­lich­keit des metho­di­schen Ansat­zes über­haupt. Die Tat­sa­che, daß Elia­de trotz der schar­fen … Kri­tik immer wie­der Ver­tei­di­ger gefun­den hat … läßt dar­auf schlie­ßen, daß es von wis­sen­schafts­theo­re­ti­schen Grund­satz­ent­schei­dun­gen abhängt, ob sein Ansatz als gan­zer aner­kannt oder abge­lehnt wird.”
Bedau­er­lich, daß Elia­de kein Metho­den­buch ver­faßt oder gar „sein Sys­tem” phi­lo­so­phisch sys­te­ma­ti­siert hat. Diplo­ma­tisch, aber auch fei­ge ist er Kon­flik­ten stets aus­ge­wi­chen. Es wäre sonst offen­bar gewor­den, wie strit­tig nicht nur kon­kre­tes Wis­sen, viel­mehr der Ratio­na­li­täts­be­griff sel­ber war. Der wird in der Moder­ne umso mehr ver­engt, als er immer weni­ger immer prä­zi­ser aus­sagt und des­to effek­ti­ver funk­tio­niert. Die­ser Reduk­tio­nis­mus begrün­det die Erfolgs­ge­schich­te von Wis­sen­schaft und Tech­nik. Bes­tes Bei­spiel: der Bruch der Theo­rie­bil­dung nach 1830 mit dem Idea­lis­mus, der eben erst (1800–1830) ver­sucht hat­te, die Apo­rien der Auf­klä­rung zu über­win­den. Die hyper­kom­ple­xe Geist­phi­lo­so­phie Hegels und Schel­lings erschien nun als Zumu­tung. Wis­sen­schaft­lich und poli­tisch pro­pa­gier­te man jetzt „Rea­lis­mus”.
Umge­kehrt wie­der­holt sich bei den Phä­no­me­no­lo­gen der ratio­na­li­täts­kri­ti­sche Zug nach 1900. Das mein­te auch eine Distanz zur Mas­sen­ge­sell­schaft. Bezeich­nend erschei­nen die Wor­te Joa­chim Wachs 1931: „Mit dem Demo­kra­tis­mus des Ver­nunft-Glau­bens wird man im Bereich der Reli­gi­on nun frei­lich nicht viel aus­rich­ten; daß die Gaben des Geis­tes ver­schie­de­ne sind, daß es so etwas wie Cha­ris­ma, Stu­fung und so wei­ter gibt, soll­te eine ele­men­ta­re Erkennt­nis sein. Und was die Allein­herr­schaft der Ratio anlangt, so sind heu­te die, die von reli­giö­sen Din­gen wis­sen, nicht mehr die Ein­zi­gen, die ihr skep­tisch gegenüberstehen.”

Genau das zieht heu­te den Irra­tio­na­lis­mus-Vor­wurf auf sich. Er blieb auch Elia­de nicht erspart. Die Grob­ar­beit wird etwa von Rai­ner Fla­sche besorgt, der wüten­de Atta­cken gegen die Reli­gi­ons­wis­sen­schaft der zwan­zi­ger Jah­re rei­tet. Bei ihm lau­fen alle Wege zu Hit­ler, ja erschöp­fen sich im ste­ri­len Faschis­mus-Kli­schee. Ruhm­reich dage­gen die neue­re Elia­de-For­schung, so die Dis­ser­ta­ti­on von Han­ne­lo­re Mül­ler und die monu­men­ta­le Mono­gra­phie von Flo­rin Turcanu.
Sie dif­fe­ren­zie­ren im ein­zel­nen die mehr glo­bal ange­leg­te und spe­zi­ell auf den poli­ti­schen Aspekt abzie­len­de Inter­pre­ta­ti­on Robert Ell­woods. Der unter­schei­det poli­ti­sche Apo­ka­lyp­tik und indi­vi­dua­lis­ti­sche Gno­sis, ver­weist jedoch auf eine Affi­ni­tät des Pro­jekts der spi­ri­tu­el­len Wand­lung zur „magi­schen Revo­lu­ti­on” – der Visi­on einer natio­na­len Rege­ne­ra­ti­on und Schaf­fung des neu­en rumä­ni­schen Men­schen durch die Eiser­ne Gar­de. Ell­wood inter­es­siert die kryp­ti­sche Fort­exis­tenz von Elia­des Erneue­rungs­hof­fun­gen. Nach des­sen Bruch mit Rumä­ni­en trans­por­tier­te nach 1945 sei­ne exis­ten­ti­el­le Inter­pre­ta­ti­on der Arche­ty­pen das Motiv inne­rer Wand­lung durch meta­phy­si­sche Teilhabe.
Nicht poli­tisch „infi­ziert” wur­de dadurch sein reli­gi­ons­wis­sen­schaft­li­ches Werk. Viel­mehr ver­deut­licht uns Turca­nu, wie sehr Elia­de sei­nen „Pri­mat des Geis­ti­gen” nur tem­po­rär natio­nal­kul­tu­rell, dann ganz kurz (1937/38) poli­tisch aus­leg­te. Dahin­ter steht ein escha­to­lo­gi­sches Wand­lungs­mo­tiv, das erst­mals die Roman­ti­ker in ihrer Kri­tik an 1789 ent­war­fen: Poli­tik und Ter­ror sei­en ein Miß­ver­ständ­nis, es gel­te viel­mehr die meta­phy­si­sche Revo­lu­ti­on als Trans­for­ma­ti­on des gefal­le­nen Men­schen selbst. Die­sen eso­te­ri­schen Aspekt hat Elia­de frucht­bar gemacht. Sei­nen Oppo­nen­ten war sol­che „Kryp­to­theo­lo­gie” frei­lich suspekt, irra­tio­nal und will­kür­lich. Elia­de wie­der­um ent­setz­te, wie sehr das moder­ne Leben voll­kom­men imma­nent wer­de, sei­ne ver­ti­ka­le Dimen­si­on ver­lie­re, die his­to­ri­schen Ereig­nis­se jede tran­szen­den­te Bedeu­tung ein­büß­ten. Das war für ihn „der Schre­cken der Geschichte”.
Den real­his­to­ri­schen Trend ver­stär­ken post­struk­tu­ra­lis­ti­sche Ideen des aktu­el­len reli­gi­ons­wis­sen­schaft­li­chen Main­streams. Sie zer­schla­gen die Kate­go­rie des Hei­li­gen, was Elia­de die „Welt­for­mel” schlecht­hin war. So denun­ziert das Wör­ter­buch der Reli­gio­nen Rudolf Otto, er habe ein „bestimm­tes tyran­ni­sches Got­tes­bild zur über­zeit­lich gül­ti­gen und real exis­tie­ren­den Macht” ver­klärt und fol­gert: „Die angeb­li­che Selbst­ver­ständ­lich­keit, weil onto­lo­gi­sche Qua­li­tät des Hei­li­gen, muß für eine Beschrei­bung in die Pro­zes­se des Bezeich­nens und des Wahr­neh­mens zer­legt wer­den.” Ana­log dazu for­mu­lie­ren wei­te­re Arti­kel, Reli­gio­nen ver­kör­per­ten sich nicht in „Essen­zen, Sys­te­men oder Struk­tu­ren” und sei­en „nicht mehr län­ger als klar abgrenz­ba­re, homo­ge­ne und holis­ti­sche sozia­le Sys­te­me” ver­steh­bar. Sie sind nur mehr „wider­sprüch­li­che und offe­ne Hand­lungs­fel­der”, der Kul­tur­be­griff selbst ein „offe­nes Bezie­hungs­netz und kon­tin­gen­ter Diskurs”.

Die Umwer­tung folgt einer Ent­wick­lung, von der alle Kul­tur­wis­sen­schaf­ten betrof­fen sind. Jost Her­mand hat die­se Linie grif­fig zusam­men­ge­faßt. Sie zeich­ne sich durch „eine bewußt dezen­trie­ren­de Sicht der Geschich­te aus, die alle herr­schen­den Dis­kurs­for­ma­tio­nen …, in denen sich ledig­lich die Men­ta­li­tät der Mäch­ti­gen mani­fes­tie­re, als unde­mo­kra­ti­sche Herr­schafts­dis­kur­se zu ent­lar­ven ver­sucht”. Alle „reli­giö­sen, natio­na­len, patri­ar­cha­li­schen oder klas­sen­spe­zi­fi­schen Tota­li­täts­an­sprü­che” wer­den bekämpft. Statt Sinn­be­zü­ge zu erar­bei­ten, wird „das mensch­li­che Ich als ein Kon­glo­me­rat ver­schie­dens­ter Kom­po­nen­ten und Par­ti­ku­lar­be­stand­tei­le hin[gestellt], die kein grö­ße­res Gan­zes mehr bil­den, son­dern ledig­lich die Gebro­chen­heit längst pro­ble­ma­tisch gewor­de­ner Leit­vor­stel­lun­gen per­p­etu­ie­ren. Als wich­tigs­te geis­ti­ge Akti­vi­tät inner­halb die­ser sinn­ent­leer­ten Wider­sprü­che bleibt dem­nach die kri­ti­sche Deco­u­vrie­rung fal­scher Har­mo­nie­kon­zep­te übrig”, der Nach­weis unend­li­cher „Dif­fe­ren­zen im Rah­men nicht auf­zu­he­ben­der Antinomien”.
Die­ser Men­ta­li­tät oppo­niert die Auf­fas­sung Elia­des: „Die Erklä­rung der Welt durch eine Fol­ge von Reduk­tio­nen hat ein Ziel: Die Welt von allen außer­ir­di­schen Wer­ten zu befrei­en. Dies ist [ihre] sys­te­ma­ti­sche Bana­li­sie­rung…, unter­nom­men mit dem Zweck, sie zu erobern und zu beherrschen.”
Strit­tig ist letzt­lich also der Frei­heits­be­griff und die jewei­li­ge Anthro­po­lo­gie. Auch Ell­wood zeigt, daß es Elia­de gera­de um Frei­heit ging. Er sah sie in der archai­schen Welt tra­di­tio­na­ler Kul­tu­ren ent­fal­tet. Eine Frei­heit, die in der sinn­schöp­fe­ri­schen Fähig­keit des Men­schen liegt, sei­nem Drang, Kon­tin­genz in sinn­haf­te Ord­nung zu über­füh­ren, einen Kos­mos zu schaf­fen, sich zu zen­trie­ren und so dem uni­ver­sel­len Leben ein­zu­fü­gen. Dem steht der moder­ne Frei­heits­be­griff dia­me­tral ent­ge­gen. Es geht somit um inkom­men­sura­ble Kon­zep­te, die sich nicht ein­fach auf­lö­sen im Fort­gang der „For­schung”. Sie ver­lan­gen viel­mehr die per­sön­li­che Ent­schei­dung. Ob sich dabei der Moder­nis­mus mit sei­nem Men­schen­bild durch­setzt, ist noch lan­ge nicht ausgemacht.

 Gastbeitrag

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