9. Oktober 2015

Die Ursprünge der deutschen Selbstverbrennung

Nils Wegner / 76 Kommentare

Auch im Ausland bleiben die Ereignisse im Deutschland dieser krisenhaften Tage nicht unbeachtet. Die unterschiedlichen Portale der amerikanischen Alternativen Rechten haben sehr genau verfolgt, was in Europa vonstatten geht und welche katalytische Rolle die Bundesregierung dabei spielt. Der folgende Aufsatz von Dr. F. Roger Devlin (der einen Broder inspiriert haben könnte) erschien am 5. Oktober bei Counter-Currents.

Nils Wegner

Nils Wegner ist studierter Historiker und arbeitet als Übersetzer und Lektor.

Weitere ergiebige Analysen der deutschen Lage finden sich etwa bei Occidental Observer (mit einem scharfen Text von Dr. Tomislav Sunic zur nationalmasochistischen "Willkommenskultur"). Sein kontroverser Blick auf die deutsche Bußfertigkeit wird sicher Widerspruch finden – doch sollte nicht vergessen werden, daß diese Kritik aus dem Land der WASPs heraus erhoben wird und somit mindestens so viel Rückschluß auf die USA wie auf die BRD erlaubt.

Große geschichtliche Umwälzungen werden oft durch triviale Ereignisse angestoßen, doch haben sie stets tiefere Ursachen, die Generationen oder gar Jahrhunderte zurückliegen. Der unmittelbare Auslöser der momentan in Deutschland vonstatten gehenden, entsetzlichen Vorgänge soll ein formloser Tweet gewesen sein, den das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit Sitz in Nürnberg am 25. August aussandte. Dieser Tweet stellte schlicht fest, daß Deutschland nicht länger das geltende EU-Recht anwenden würde, wonach Asylanträge im ersten EU-Mitgliedsstaat zu stellen sind, den ein Zuwanderer betritt. Innerhalb weniger Stunden war ein Großteil Westasiens über die Umstellung informiert, und ein Heer von betrügerischen "syrischen Flüchtlingen" aus allen Ländern zwischen Gambia und Afghanistan war auf dem Weg nach Deutschland.

Kanzlerin Merkel – die früher einmal den Leichtgläubigen Honig ums Maul geschmiert hatte, indem sie erklärte, daß »Multikulti [...] gescheitert, absolut gescheitert« sei – sagt jetzt, daß es keine Begrenzung für die Zahl der von Deutschland aufzunehmenden Migranten geben wird, und bittet in jämmerlicher Weise darum, daß im ersten Jahr nicht mehr als 800 000 kommen mögen. Die deutsche Zeitschrift Der Spiegel inszenierte sie unlängst als Wiederkehr von Mutter Theresa.

Die Öffentlichkeit ist, wie so oft in unseren Tagen, verwirrt vom Widerspruch zwischen veröffentlichter Meinung und alltäglicher Wahrnehmung: Geschichten von verzweifelten Heimatlosen auf der Flucht vor gewaltsamem Tod im Hinterkopf, sehen die Bürger stattdessen Scharen von lächelnden, gesunden jungen Männern, die das Victoryzeichen formen oder über ihre Mobiltelefone chatten. Während ihnen der Papst befiehlt, die dunkelhäutigen Horden mit christlicher Barmherzigkeit aufzunehmen, wird ein prominenter Imam bei der Proklamation gefilmt: »Wir werden sie [die Europäer] unter unseren Füßen zertrampeln, Inschallah!« Um Spenden angefleht, um das Leiden zu mildern, sehen sie Asylanten dabei zu, wie diese gespendete Hilfsgüter im Moment der Übergabe von Bahnhofsgleisen werfen.

Natürlich trägt sich – so, wie der Begriff derzeit verstanden wird – jederzeit irgendwo eine humanitäre Krise zu. Jahrzehnte in Frieden und Wohlstand haben dazu geführt, daß abgeschlaffte Westler ewige Aspekte der Conditio humana, wie Krieg und Armut, für "Notfälle" halten, denen alles andere unterzuordnen ist. Und Deutschland ist ein besonders einfaches Ziel für diese Art emotionaler und moralischer Erpressung. Wir alle im Westen sollen für die Mißstände im Rest der Welt verantwortlich sein, doch nur Deutsche haben 70 Jahre einer vollständig auf Schuld aufgebauten Identität hinter sich. Der "Entnazifizierungs"prozeß im Nachkriegsdeutschland stellt in vielen Belangen die ursprüngliche Form der politischen Korrektheit dar, die später für die Anwendung in Amerika und sonstwo abgewandelt wurde. In gewisser Weise kam dieser Prozeß nie zu einem Ende: Ein Großteil der deutschen Nachrichten enthält atemlose Berichte über die Gefahr des "Rechtsextremismus", die stets zunehme. Plakate und Anzeigen erinnern die Deutschen daran, daß sie ausländische Zuwanderer akzeptieren müßten, denn »Alle Menschen sind Ausländer. Fast überall.«. Es gibt Bilder lächelnder Asiaten, die ihre angebliche »Liebe« zu ihren deutschen Nachbarn zum Ausdruck bringen und damit implizieren, daß diese Nachbarn Widerlinge seien, sollten sie das Gefühl nicht erwidern.

Aber der wohl deutscheste Weg, Schuld einzuimpfen, ist das Mahnmahl. In Wörterbüchern findet man zu diesem Wort die Übersetzung "memorial", aber darin findet sich nicht der eigenartige Ton moralischer Herablassung, den das Original befördert. Das deutsche mahnen steht für "admonish" [tadeln; N.W.], so wie man ein unartiges Kind tadelt; ebenso denkt man dabei an ermahnen, "exhort" [nahelegen; N.W.]. Ein Mahnmal ist ein Denkmal, das von oben herab spricht, das Denken und Fühlen verordnet, und das vor allem unterstellt, ohne die Hilfe der guten Menschen, die es aufstellten, könne dem Betrachter kein angemessenes Verhalten zugetraut werden – ganz zu schweigen davon, nicht zum Nazi zu werden.

Tausende solcher Mahnmäler liegen in regelmäßigen Abständen über die Landschaft deutscher Städte verstreut. Im folgenden einer meiner Lieblinge, zu finden gegenüber einem Luxuskaufhaus in Berlin:

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Viele Mahnmäler sind absichtlich häßlich, als ob sie selbst eine Art Bestrafung für den Betrachter darstellen sollten. Ist aber der deutsche Schuldkomplex lediglich ein Nachkriegsphänomen, eine einfache Verinnerlichung der Sichtweise ihrer Eroberer? Ich denke nicht; wenn er es wäre, hätte er sich niemals über 70 Jahre hinweg halten können, ohne ein Anzeichen der Abnahme bis zum heutigen Tage.

Einen Anhaltspunkt für die tieferen Quellen des deutschen Masochismus bietet der Erfolg Martin Luthers im 16. Jahrhundert. Luther und seine reformatorische Gefolgschaft entwickelten eine immer schon im Christentum vorhandene Tendenz zu einem extremen Ausmaß weiter – die Doktrin der Gnade. Diese Doktrin, deren Wurzeln über Augustinus bis auf Paulus zurückgehen, betont die unvermeidlich sündhafte Natur des Menschen und sein völliges Unvermögen, sein verderbtes Wesen ohne göttliche Gnade hinter sich zu lassen. Luther erklärt seiner Gemeinde quasi:

Ihr seid nichts als armselige Würmer, denen nichts anderes als Höllenfeuer und ewige Verdammnis zusteht – nicht so sehr für das, was ihr getan habt (wiewohl ihr nie etwas Gutes getan habt), sondern für das, was ihr seid: Erben der Erbsünde Adams. Gott wird dieses gerechte Schicksal, aus seinen eigenen, unergründlichen Veranlassungen heraus, durch einen nicht aufzuwiegenden Akt seiner Gnade einigen wenigen von euch ersparen. Aber vergeßt nie, daß ihr das eigentlich nicht verdient habt.

Es bedarf einer besonderen Sorte Mensch, um auf eine solche Lehre positiv zu reagieren. Der "kleine Mann" ist und bleibt ein Pelagier: Seiner Ansicht nach ist der Himmel für die guten Menschen und die Hölle für die bösen. Doch quer durch die Zeitalter hat es wiederkehrende Episoden der Begeisterung für die Doktrin der Gnade gegeben. Und dem Erfolg Luthers vor 400 Jahren nach zu urteilen, scheint ein ungewöhnlich großer Anteil der für solcherlei Begeisterung Anfälligen in Deutschland konzentriert zu sein.

Der Unterschied zwischen dem heutigen deutschen Schuldkomplex und dem Lutheranismus ist, daß es in der neueren Version keine Erlösung gibt: der Deutsche soll einfach immer weiter bereuen und sich im Gegenzug anhören, er möge zur Hölle fahren.

Wie so viele europäische Sünden ist auch die moralische Selbstkasteiung die ungesunde Übertreibung einer Tugend: der Fähigkeit zur Selbstkritik, der Verweigerung jeglicher Selbstzufriedenheit. Der europäische Mensch hätte ohne diese Tendenz, gegen seine amour-propre [hier in etwa "Renommiersucht"; N.W.] anzukämpfen, nichts Großes vollbringen können. Heutzutage wirkt die europäische Selbstkritik mehr und mehr wie ein selbstmörderischer Impuls. Es ist irgendwie passend, daß diese Krise sich in Deutschland entfaltet.

Photographien von Counter-Currents; Titelbild von Zazzle.

Nils Wegner

Nils Wegner ist studierter Historiker und arbeitet als Übersetzer und Lektor.


Kommentare (76)

Marcus Junge
9. Oktober 2015 15:59

"den das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit Sitz in Nürnberg am 25. August aussandte. Dieser Tweet stellte schlicht fest, daß Deutschland nicht länger das geltende EU-Recht anwenden würde, wonach Asylanträge im ersten EU-Mitgliedsstaat zu stellen sind, den ein Zuwanderer betritt."

Der Witz ist fast gut, nur wenn diese gesetzliche Regelung jemals angewendet worden wäre, dann hätte die BRD in all den Jahren davor nur wenige hunderte oder tausende Asylantragsteller gehabt. Oder sind die 20.000 / 80.000 / 250.000 in den 5 / 3 / 1 Jahr vor 2015 alle per Flugzeug zu uns gekommen und nicht über zig sichere Drittstaaten (Scherzfrage)?
Das Recht wurde und wird seit Jahrzehnten gebrochen, nur so konnten überhaupt nennenswerte Horden an Invasoren jemals "legal" einen Antrag einreichen. Die Verbrecher im Ministerium haben das also im August maximal öffentlich zugegeben und selbst dabei noch gelogen, weil es ja lautet "nicht länger", also erst ab jetzt.

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Gesunde Nationen reißen solche Schandmale ab, erwähnen derartige Vorkommnisse in einem Nebensatz der eigenen Geschichtsschreibung, unter 100 Hauptsätzen mit den herausragenden Leistungen und militärischen Taten.
Die bescheuerten BRDler bräuchten 70 Um-Umerziehung. Für alles weitere frage man Amis, Engländer, Polen, Tschechen, Russen, Jugoslawen, Rumänen oder Ungarn nach "Aufarbeitung", "ewiger Schande", "Zahlungen", "Geschichtsschreibung in Sinne und Auftrag der Deutschen" bezüglich Massenmordbefreiung, Moral bombing, Massernvergewaltigung, größtem Raubzug der Geschichte, Vertreibung, 70 Jahren Besatzung.

Rumpelstilzchen
9. Oktober 2015 16:11

Es ist linker Größenwahn, zu glauben, ein so „reiches Land“ könne einfach mal so jedes Jahr eine Million Flüchtlinge aufnehmen und ihnen menschenwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen bieten.

Taz 9.10.2015

So langsam kommen auch die Linken in der Realität an:

https://www.taz.de/Debatte-Asyl-in-Deutschland/!5240409/

Lars Geier
9. Oktober 2015 16:23

Neben der "untilgbaren Schuld" für die Verbrechen des Nationalsozialismus setzt sich die den Deutschen aufgeladene Kollektivschuld bis in die Gegenwart fort: Schuld an Kriegen auf der ganzen Welt wegen deutscher Waffenlieferungen, Schuld an der globalen Umweltverschmutzung durch ungehemmten Konsum, eigener Wohlstand als Ursache von Armut und Elend in der 3. Welt und so weiter. Ohne Befreiung der Deutschen vom "Schuldkomplex" ist die Wiederentdeckung einer nationalen Identität illusorisch.

Peter Niemann
9. Oktober 2015 17:07

Lieber Herr Wegner: Wir sollten die "Flüchtlingskrise" und das Zentrum der westlichen Krise nicht wie in einer Nabelschau auf Deutschland verlagern. "Flüchtlinge" reisen via Rußland nach Norwegen ein, stehen am Ärmelkanal um nach Großbritannien zu gelangen, strömen via Mexiko in die USA etc. Ohne daß wir wissen was Auslöser war, begann der Dominoeffekt vor einiger Zeit und nun trifft es manche Länder (Deutschland, Schweden, Österreich) härter als andere, aber alle trifft es. In jedem westlichen Land ist eine Selbstabschaffungstendenz vorhanden, die wir Deutsche, weil wir zwei Mal in wirklichen Welt-Kriegen und jahrelangem Ringen, sowohl äußerlich als auch innerlich völlig zerstört wurden, eben als Folge dieser Zerstörung etwas mehr auf die Spitze getrieben haben als die ehemals Alliierten und vermeintlichen Weltkriegsgewinner.
Diese westliche Selbstabschaffungstendenz gilt es zu finden und entgegen zu treten. Die Gottlosigkeit könnte eine Erklärung sein, das Verschwinden eines größeren Gemeinschaftgefühles, das Wegbrechen interner Werte zugunsten externer Konsumbefriedigungen, die Isolierung des Einzelnen im Rahmen der Technologisierung bzw. Digitalisierung oder die Durchdringung des Alltages mit der Natur entfremdender Technologie sind einige plausible Erklärungsansätze.
Therapie? Zu Gott finden, zu sich, zur Gemeinschaft, das wäre ein Anfang.

Ein gebürtiger Hesse
9. Oktober 2015 17:19

Viele Mahnmäler sind absichtlich häßlich, als ob sie selbst eine Art Bestrafung für den Betrachter darstellen sollten.

Hierin steckt etwas Weitreichendes. Hat die allgemeine, geradezu standardisierte Verhäßlichung unserer sichtbaren Umwelt nicht zuletzt auch daran Anschluß? Steckt in jeder Verweigerung des Schönen, Guten, Gesunden nicht zuletzt auch eine Lebensschwäche, die - natürlich uneingestanden - als Geste der Kasteiung (für einen selbst) und Buße (für die Betrachter) verbrämt wird? Gehen manche nicht sogar selbst als wandelnde "Mahnmäler" dieser Art durch die Welt?

Sakksa
9. Oktober 2015 18:44

Horst dreht auf. Interessant. Wir erleben gerade einen offenen Kampf in der Nomenklatura. Möglicherweise gibt Genossin M. demnächst aufgrund gesundheitlicher Probleme überraschend alle Ämter auf. Ich wunderte mich nicht darüber.

Waldgänger
9. Oktober 2015 19:57

@ Sakksa

Sie schreiben:
"Wir erleben gerade einen offenen Kampf in der Nomenklatura."

Diese Unstimmigkeiten in der Nomenklatura waren absehbar und sind längst überfällig. Sie werden weiter zunehmen und auch zum Fall von Spielfiguren.
Allerdings sollte man nicht denken, dass hierdurch rasch so etwas wie eine grundsätzliche Änderung erreicht werden könnte.
Andererseits wird die Partie auf diese Weise bunter, spannender und schwerer vorhersagbar.
Und: Haben sich erst einmal einige vorgewagt, werden andere folgen... Das mag sich steigern und noch zu Überraschungen führen.

Marc_Aurel
9. Oktober 2015 20:12

Ist aber der deutsche Schuldkomplex lediglich ein Nachkriegsphänomen, eine einfache Verinnerlichung der Sichtweise ihrer Eroberer? Ich denke nicht; wenn er es wäre, hätte er sich niemals über 70 Jahre hinweg halten können, ohne ein Anzeichen der Abnahme bis zum heutigen Tage.

Nun er hält sich deshalb, zumindest meiner Ansicht nach, weil er uns ständig um die Ohren geschlagen wird, entweder ganz offen oder subtil zwischen den Zeilen, je nachdem wie es sich anbietet und das rund um die Uhr und über alle Medien hinweg. Dieses Gericht wird meist mit einer Beilage garniert, die uns zeigen soll, wie es besser geht und wer "die Guten" sind. Dieses Kunstprodukt kreativer Propagandisten, dass einer ernsthaften, kritischen Analyse nicht lange standhalten kann und deshalb eher religiöse Züge trägt und das sich für den Probanden auch widernatürlich anfühlt, würde sehr schnell in sich zusammenfallen, wenn nicht ständig die Risse im Gebilde immer wieder aufs Neue zu gespachtelt würden. Ewig kann man es auf diese Art freilich nicht am Leben erhalten - es verbraucht sich, nutzt sich ab und das ist gut so.

Den Artikel von Broder habe ich gelesen - ich halte Broder für einen Heuchler, denn er selbst hat gehörig seinen Teil dazu beigetragen, den Deutschen diese "sonderbare Form der Selbstverachtung", wie er es nennt, in die Köpfe zu hämmern. Der Unterschied zwischen Broder und anderen System-Protagonisten besteht lediglich darin, dass er die Zeichen der Zeit richtig deutet und den wiedererstarkenden Patriotismus wahrnimmt. Geschickt versucht er nun auf dieser Welle zu reiten und das Ganze in die, aus seiner Sicht, "richtigen Bahnen" zu lenken.

Schatten von E.
9. Oktober 2015 20:15

Danke für die Hinweise auf die sehr informativen Seiten in den USA, sie sind mir immer eine Inspiration und gute Informationsquelle.

Kurios ist die Debatte in den USA: In dunklen Stunden wollte man früher immer die USA aufgeben und nach Europa auswandern. Bei uns hingegen gibt es viele, die gerne in die USA auswandern wollen.

Die Wahrheit ist: Für uns alle gibt es kein Entrinnen. Wir müssen da kämpfen und bleiben, wo wir sind. Es wird überall gleich schlimm werden. Man muß allerdings spätestens dann weichen, wenn alles verloren ist: Rhodesien und Südafrika sind hier Beispiele.

Jetzt konzentriert sich die Debatte in den USA auf die Frage, in welcher Form ein rein weißes Gebiet innerhalb des Territoriums der USA errichtet werden kann. Sollen es viele Einzelgebiete sein? Soll es eine neue Konföderation im Süden sein oder der größte Teil des Nordens oder die Northwest-Republic von H.A. Covington?

Fest steht eines: Die USA werden früher oder später zerfallen. Schon gibt es einen stabilen Trend, der immer mehr Schwarze in den Südosten führt, die Weißen nach Norden und die Chicanos in den Südwesten, in ihr neues Reich "Aztlan".

Es gibt auch in den USA die Tendenz zur ethnischen Entmischung, nachdem die Weißen vielerorts zur Minderheit wurden. Schon existieren Karten, die bis zum County die Verteilung und Zukunftsaussichten wiedergeben.

Die BRD wird gleichfalls beschleunigt zu einem ethnischen Flickenteppich werden.

Überall ist eines gemeinsam: Die immer weniger Weißen ertrinken letztlich in einem Meer der Nichtweißen.

Der Gast
9. Oktober 2015 21:35

@ ein geburtiger Hesse

Der Zusammenhang zwischen den hässlichen Mahnmalen und der Lebensschwäche eines ganzen Volkes wurde einem soeben beim Leipziger Lichterfest wieder einmal vor Augen geführt (die Feierlichkeit jetzt mal als Mahnmal betrachtet):

Hässlich weil:
-unabhängig vom Anlass das Thema (wie überraschend ) die Flüchtlinge waren
-dem Akt als solchem jegliche Feierlichkeit gefehlt hat, obwohl das Aufgebot an Technik, Sängern und der Moderator dies ermöglicht hätten

Sinnbild für Lebensschwäche weil:
Hier genügt eine Beschreibung einer jungen Dame die neben mir stand: Anfang 20, Typ Studentin, in der einen Hand ein Bier, in der anderen das Smartphone, auf welchem sie Schuhe eines Online-Versandhauses betrachtete.

Eine Gesellschaft mit solchen "Denkmälern" produziert eben auch ein solches Volk... Reflektiert hat das dort Gesagte m. M. n niemand.

Trouver
9. Oktober 2015 22:45

Die mexikanischen Siedler bekommem keine Hartz-IV und wenn sie Aerger machen, dann kann man sie mit .45 hinreichend verschrecken, und zwar um Rahmen der Norwehr. Vergleich hinkt also schon doppelt.

Nur unser antivoelkisches Regime liefert die Einheimischen als die fette Beute den Suedlern aus.

Der Gutmensch
9. Oktober 2015 23:00

"Kanzlerin Merkel – die früher einmal den Leichtgläubigen Honig ums Maul geschmiert hatte, indem sie erklärte, daß »Multikulti […] gescheitert, absolut gescheitert« sei – sagt jetzt, daß es keine Begrenzung für die Zahl der von Deutschland aufzunehmenden Migranten geben wird, und bittet in jämmerlicher Weise darum, daß im ersten Jahr nicht mehr als 800 000 kommen mögen."

Wenn ich mich nicht ganz täusche, spricht da einer der Freunde des Raspail?

Entweder, Raspail hat bloß genebelkräht/geraten (das wäre mir das Liebste, ich kann nämlich hellsichtige Menschen aus Prinzip nicht leiden, die unken bloß das Böse herbei!)

Oder er hatte doch einen Grund für seine erstaunlichen Vorhersagen. Und in den 70ern mit der Ölkrise etc.pp. konnte man schonmal auf den Gedanken verfallen, dass es die OPEC nicht bis in alle Ewigkeit geben werde, sondern unsere amerikanischen Freunde dem Treiben dort früher oder später ein Ende bereiten und, for good measure, die Migrationswaffe scharf machen würden. Ich meine - wenn sogar Heiner Müller Anfang der 90er auf solche Gedanken verfiel und sogar den Zeitpunkt ungefähr bestimmen konnte (las ich neulich bei Klonovsky) dann kann das kein besonders großes Geheimnis gewesen sein (oder der Klonovsky tut sich bloß dicke; schließlich ist der Müller tot und Stasiprotokolle wurden ´94 auch nicht mehr gefertigt). Nicht zuletzt erwähnen aber auch die amerikanischen Präsidenten in Ihren Reden zur Lage der Nation recht gerne, dass sie die Reserven des eigenen Landes am liebsten schonen möchten, ohne den eigenen Energieverbrauch zu drosseln.

Nehmen wir also an, Raspail schrieb schlicht und ergreifend nieder, was schon in den den 70ern die Spatzen von den Dächern pfiffen. Dann ist es dennoch nahezu ausgeschlossen, dass er damals schon etwas von dem angeblich so "speziellen" und für das ganze Chose möglichst allein verantwortlichen Treiben einer Ostdeutschen(!) wusste?

Also entweder - die Kanzlerin ist in der Tat nicht das Problem und sich an ihr abzuarbeiten, der blanke Unfug - weil die Richtung dann nämlich tatsächlich schon seit 40 Jahren feststand; Merkel hin, Merkel her! Dann liegen die Ursachen tiefer und es kommt nicht auf die Repräsentanten an.

Oder es gibt Zeugen für die Seánce, auf der unserer heiligen Nebelkrähe von den Toten offenbart wurde, dass dereinst ausgerechnet eine Uckermärkerin Frankreich und ganz Europa zu Fall bringen würde, single handed. Das hätte ja schon wieder was!

Gute Nacht.

Der Gutmensch.

Bibabutz
10. Oktober 2015 00:05

Ich glaube das Broder eine geteilte Loyalität hat. Zum einen natürlich das seine, zum anderen hat er soweit ich weiß ne Tochter, und ich stelle mir vor, dass er so viel Realismus besitzt, dass er für die kein Leben in einem islamischen Staat bereiten möchte. Damit, wenn ich denn recht habe, ist er besser als viele andere.

Frage mich eh, ob es sich bei der ganzen Sache nicht um einen latenten Generationen Konflikt handelt. Als ob die "Alten" es den "Jungen" nochmal so richtig das Leben schwer machen wollten. Darauf läuft das ja hinaus, warum auch immer. Vielleicht wollen sie schonmal für billiges Pflegepersonal sorgen oder so.

Marcus Junge
10. Oktober 2015 00:15

Peter Niemann

"Ohne daß wir wissen was Auslöser war, begann der Dominoeffekt vor einiger Zeit"

Das ist schon bekannt, nennt sich 100 Jahre der Bevölkerungsexplosion in der 3. Welt. Die Invasion wurde schließlich von Bevölkerungswissenschaftlern seit Mitte der 1990'er exakt für heute angekündigt, auf Grundlage der damals bekannten Zahlen.
Offene Grenzen, A-Sozialsysteme, Wehrlosigkeit, Verrat durch die bunten Politiker, Kriege der USA - alles nette Anreize und Verstärker, aber nicht der Auslöser.

"Diese westliche Selbstabschaffungstendenz gilt es zu finden und entgegen zu treten."

Frankfurter Schule = Spezialform des Sozialismus (die Unselbstständigkeit der Person, der totale Glaube an den Leviatan). Die irren Figuren der Frankfurter Schule haben ihre geistige Seuche von den USA aus über die westliche Welt verbreitet. Der Haß auf die eigene Rasse, Kultur, Geschichte findet sich in vielen Varianten heute überall im Westen. Jeder wurde davon getroffen, kaum einer bemerkt es und die Epigonen der FS haben erfolgreich den Marsch durch die Institutionen vollzogen und lenken daher die westlichen Völker in den Untergang, natürlich nur aus besten Absichten, um damit die Welt zu retten.

Marcus Junge
10. Oktober 2015 00:25

Trouver

"Die mexikanischen Siedler bekommem keine Hartz-IV und wenn sie Aerger machen, dann kann man sie mit .45 hinreichend verschrecken, und zwar um Rahmen der Norwehr"

Da hinken doch eher Sie ganz gewaltig. Obama und die anderen Befürworter der Umvolkung der USA, wollen ja nichts lieber tun, als den weißen Nazi-Amis die Waffen wegnehmen, noch geht das nicht, noch. Aber je mehr Nicht-Weiße reinströmen und wertlose Papiere geschenkt bekommen, umso eher wird das passieren. Außerdem könnte auch Ihnen noch bekannt sein, was die Prestituierten aus solchen Selbstverteidigern machten. Der Türke in der Garage oder Zimmermann oder einige der Polizeifälle - alles schon vergessen?

Und falls Sie mal einen Latino erlegen, dann schauen Sie mal lieber ob der zu einer der 40.000 Straßenbanden gehört, wenn ja, dann könnten 5 - 10 - 20 weitere kommen und Ihnen zeigen, was Feuerkraft ist. Nicht grundlos führen sogar schon manche Straßenkarten in den USA auf, welche Straße zu welcher Gang gehört, damit der geneigte Autofahrer vielleicht besser eine andere nimmt. Je mehr "Südländer" in den USA weilen, umso schlimmer ist das Gangunwesen geworden und es wird absolut nicht besser.

Marcus Junge
10. Oktober 2015 00:33

Der Gast

"Eine Gesellschaft mit solchen „Denkmälern“ produziert eben auch ein solches Volk… Reflektiert hat das dort Gesagte m. M. n niemand."

Oder schauen Sie sich Berlin an und seine riesigen Schandmale. Treptower Park und Straße des 17. Juni - die 2 sowjetischen Siegesmale. Kein anderes Land der Welt läßt solche Machwerke stehen, nachdem die Besatzer endlich vertrieben / abgezogen sind, außer die BRD. Da findet es das "Volk" völlig normal, daß sogar im Herzen der eigenen Hauptstadt der Mörder, Vergewaltiger, Landräuber, Unterdrücker, ... gedacht wird.

Und für Schlaumeier, es geht nicht um Soldatenfriedhöfe, sondern um die Bauwerke, deren Aussagen und die Örtlichkeiten. Ansonsten lege man bitte morgen im Stadtzentrum von "Stalingrad" mal einen schlichten dt. Soldatenfriedhof an, ganz ohne Panzer oder steinernen Krieger. Da leuchtet es seltsamerweise jedem sofort ein, daß dies keine gute Idee ist.

Karl Blomquist
10. Oktober 2015 01:24

@Schatten von E.
Sehr interessanter Beitrag:
"Jetzt konzentriert sich die Debatte in den USA auf die Frage, in welcher Form ein rein weißes Gebiet innerhalb des Territoriums der USA errichtet werden kann. Sollen es viele Einzelgebiete sein? Soll es eine neue Konföderation im Süden sein oder der größte Teil des Nordens oder die Northwest-Republic von H.A. Covington?
Fest steht eines: Die USA werden früher oder später zerfallen. Schon gibt es einen stabilen Trend, der immer mehr Schwarze in den Südosten führt, die Weißen nach Norden und die Chicanos in den Südwesten, in ihr neues Reich „Aztlan“."

Dazu Hans-Dietrich Sander:
"Die USA ist ein Land ohne Volk. Es wird daran zerbrechen.
Die BRD ist eine politische Einheit gegen das Volk. Es liegt am Boden.
Es kann sich aber wieder erheben.
Die USA hatte gedacht, sie könnte die deutsche Frage biologisch lösen, und dabei den deutschen Volksgeist übersehen, weil sie selbst nie einen hatte." (WESEN UND VERWESEN DER BUNDESREPUBLIK, 2006)

Die Aufteilung der VSA wird ohne Zweifel ein Segen sein, für deren Bewohner, egal ob weiss, schwarz oder hispanisch, und auch für uns.
Wer weiss, vielleicht kann es um die Grossen Seen ja sogar einen Staat für Deutsch-Amerikaner geben?

Marc_Aurel
10. Oktober 2015 10:31

@Bibabutz

Ich glaube das Broder eine geteilte Loyalität hat. Zum einen natürlich das seine, zum anderen hat er soweit ich weiß ne Tochter, und ich stelle mir vor, dass er so viel Realismus besitzt, dass er für die kein Leben in einem islamischen Staat bereiten möchte.

Hm, vielleicht positioniert er sich aber auch nur abwartend zwischen den Stühlen, um sich alle Optionen offen zu halten. Es ist davon auszugehen, das er Deutschland mit seiner Familie verläßt, sobald es hier für Nicht-Moslems nicht mehr erträglich oder gefährlich wird. Man beachte auch diesen Abschnitt in dem Interview mit Broder:

SPIEGEL ONLINE: Was passiert mit Ihnen in Israel? Als was gelten Sie dort?

Broder: Ich gehe da als Deutscher durch. Ich trage eine Basecap mit einer deutschen Fahne drauf. Wenn Sie dort sagen, dass Sie aus Deutschland kommen, macht der Taxifahrer sofort das Taxameter aus und fährt Sie zum halben Preis. Das ist kein Witz! Bei allen internationalen Fußballspielen sitzen die Israelis am Strand und drücken Bayern München die Daumen. Ich wundere mich immer wieder, wie deutschfreundlich die Israelis heute sind.

Ich kann nicht beurteilen, ob das stimmt, es klingt aber in meinen Ohren nach dem, zugegebenermaßen etwas plumpen Versuch, die patriotische Strömung in eine prozionistisch-patriotische Richtung umzuleiten, nachdem er im ersten Teil des Interviews die Träger der Strömung angefüttert hat, mit ungewöhnlich milden Worten über die Deutschen.

Im letzten Teil dann wieder so eine seltsame Mischung aus ungewohnt deutschfreundlichen Worten, zumindest für BRD-Verhältnisse und dem herunterbeten der üblichen Dogmen des Schuldkultes:

SPIEGEL ONLINE: Eine letzte Frage: Was muss ein Deutscher vor allem über sein eigenes Land wissen?

Broder: Geschichte! Er sollte wissen, was geschehen ist. Wissen Sie, wenn ein Deutscher sich darüber aufregt, dass Köln, Dresden und Augsburg im Krieg bombardiert wurden, dann kann ich das nachvollziehen. Aber er sollte auch wissen, dass vorher deutsche Bomben auf Warschau, Coventry und Rotterdam abgeworfen wurden. Diese Kausalität, diese Chronologie sollte man in Deutschland schon kennen, bevor man sich darüber aufregt, was uns angetan wurde.

Die Angriffe auf Warschau und Rotterdam hatte das Ziel die kämpfenden Bodentruppen zu unterstützen, das ist etwas völlig anderes als ganz gezielt zivile Ziele im (friedlichen) Hinterland zu bombardieren, unter dem Vorwand die Kampfmoral der Zivilbevölkerung brechen zu wollen. Die Angriffe auf London und Coventry waren eine, wenn auch dumme, Reaktion auf die britischen Nachtangriffe auf Berlin und immerhin hatten selbst diese deutschen Angriffe noch militärische Objekte zum Ziel, auch wenn große zivile Verluste billigend in Kauf genommen wurden. Die späteren Angriffe der RAF auf deutsche Städte, zielten von vorn herein primär auf die Zivilbevölkerung ab. Das mag der Tatsache geschuldet sein, dass man zum auslösen des Feuersturms die leicht brennbaren, mittelalterlichen Stadtkerne benötigte, was das Vorhaben dennoch nicht weniger verbrecherisch macht. Insbesondere die Bombardierung des von Flüchtlingen überfüllten Dresdens zu einem Zeitpunkt, als die Würfel längst gefallen waren und es keine nennenswerte Abwehr mehr gab, war ein ungeheurer Akt der Barbarei.

Zudem war die britische Luftwaffe, den Theorien Douhet's folgend, von vorn herein auf "strategischen Luftkrieg" ausgerichtet, das heißt Flächenbombardements von zivilen Strukturen wie Städten gehörten konzeptionell zum Programm, während die deutsche Luftwaffe auf taktischen Luftkrieg ausgerichtet war, das heißt auf die unmittelbare Heeresunterstützung, auch wenn die Gründe dafür weniger auf moralischem Gebiet zu suchen sind.

Hätte sich die deutsche Seite während der Luftschlacht um England, wie vorm Zielwechsel auf London, ausschließlich auf militärische Anlagen konzentriert, hätte es mit hoher Wahrscheinlich trotzdem Terrorangriffe auf deutsche Städte gegeben, was man umgekehrt nicht behaupten kann. Diese Tatsachen sind erwähnenswert, auch wenn die Machthaber in Berlin zu jener Zeit denen in London an Skrupellosigkeit sicherlich in nichts nachstanden.

Das was Broder da äußert, ist typisch für BRD-Historiker: durch geschicktes Weglassen von Informationen, durch Herausreißen aus dem Zusammenhang, durch das Herstellen von falschen Kausalketten und Chronologien, durch Verharmlosung und Übertreibung, durch das Messen mit zweierlei Maß, wird der historische Vorgang ganz gezielt in einem falschen Licht dargestellt – es dient der Pflege des Schuldkultes.

Ich wollte noch erklären warum ich, im Gegensatz zu Wegner, der Meinung bin, dass dieser Kult sich abnutzt bzw. seine Kraft nachlässt, obwohl man ihn mit viel Mühe versucht in Stand zu halten: er ist einfach wissenschaftlich nicht haltbar und wird zunehmend als quasi religiöser Kult entlarvt, etwa durch Bücher wie „Die Schlafwandler“ von Clark.

Wegner:
Devlin meinen Sie.

Karin Pfeiffer
10. Oktober 2015 13:38

Ich glaube, wir haben es auch mit einem bislang vernachlässigten Aspekt zu tun, der deutschen Geschäftstüchtigkeit und Gründlichkeit, mit der organisatorisch jedes Problem bewältigt wird – selbst eines, das mit der eigenen Vernichtung enden könnte.
Die emsigen Deutschen „schaffen“ es tatsächlich noch, mit der Massenimmigration fertigzuwerden! Chapeau! Es haben sich inzwischen höchst effiziente, arbeitsteilige, und lukrative Organisationsstrukturen herausgebildet. Das Asylgeschäft wird deutscher Alltag. Immer mehr Menschen haben ein persönliches Interesse an der Masseneinwanderung, weil sie direkt oder indirekt davon profitieren. Das Problem wird bestens verwaltet. Auch der Staat profitiert, denn jegliche Umsatzerhöhung bedeutet auch Erhöhung von Steuern und Abgaben für den Fiskus. Umverteilung macht die Finanzierung möglich. Aus dieser Ecke bläst übrigens auch der Wind, wenn für alle Einwanderer unterschiedslos die Krankenversicherungskarte gefordert wird.

Ein Volk, das selbst aus der Selbstvernichtung eine Zeitlang Profit schlagen kann, ist schon genial, das muß einfach einmal gesagt werden.

Keats
10. Oktober 2015 15:17

70 Jahre Schuldkult? Das stimmt so nicht. In der DDR war der Kapitalismus schuld. Auch die Bundesdeutschen wurden von ihren Besatzern gebraucht und nicht offiziell demontiert. Erst nach der Wiedervereinigung ist das Thema zur pseudoreligiösen, staatlich geschützten Kult- und Tabuzone gemacht worden. Knapp 25 Jahre Schuldkult.

Amerikaner übersehen gerne die Allgegenwart der Dämonisierung von Nazis (als Chiffre für Deutsche/Weiße) in ihrer eigenen Kultur. Nicht durch sinnlos in der Gegend herumstehende, leicht zu ignorierende "Mahnmale", sondern durch eine alle Unterhaltungssendungen durchziehende Dauerpropaganda. Und die verfehlt bei der amerikanischen Rechten ihre Wirkung nicht, was auch dieser Artikel beweist. Zu Luther zurückgehen, um psychologisch zu erklären, warum die Deutschen sich abschaffen? Ernsthaft? Die Deutschen WERDEN abgeschafft! Genauso wie die Franzosen und Engländer, und verglichen mit denen haben die Deutschen sich noch recht gut gehalten.

Der jetzige Angriff auf Deutschland beruht auf jahrzehntelanger Vorbereitung. Durch die sorgfältige Selektion des Personals in Parteien und Medien, die bestenfalls Oppositionsdarsteller wie Seehofer oder Fleischhauer übriggelassen hat, ist eine perfekte Kontrolle der Öffentlichkeit jenseits des Internets entstanden. Hier ist die Ursache für das befremdliche Verhalten vieler unserer Landsleute zu finden. Wenn man von dem Häuflein Freaks absieht, die tatsächlich die Invasoren wie Popstars bejubelt haben, handelt die Mehrzahl der Helfer nicht aus einem pathologischen Schuldbewußtsein heraus, sondern wegen ihrer - bösartig ausgenutzten - natürlichen Naivität und Güte.

Die Sehnsucht nach Anpassung spielt eine große Rolle. Man will nicht zu den "Nazis" gehören. Aber das "Da sind die Bösen. Sei nicht wie die!" hat nichts mit dem vom Rassenhaß durchtränkten "Du bist böse geboren. Tue Buße!" zu tun. Bei der aus den USA-inspirierten deutschen Rechten zeigt sich diese Anpassung in ihrem Kampf gegen "Sozialisten", zu denen - um ihr Weltbild zu erhalten - sie auch schon mal Unternehmerverbände erklären, und ihre demonstrative Verbundenheit zu den USA und einem weiteren Staat. Die deutschen Wörter "Hahnrei" und "Konservativer" eignen sich leider nicht so gut zu einem trefflichen Wortspiel wie ihre englischen Äquivalente.

Es gibt in den USA hervorragende Autoren wie Greg Johnson. Aber Ratschläge zu Deutschland sollte man von ihnen immer sehr kritisch betrachten.

AGIS
10. Oktober 2015 16:04

Soeben hielt der bayrische Ministerpräsident Dr. Horst Seehofer eine der beeindruckensten politischen Reden seit der Wiedervereinigung West- und Mitteldeutschlands: höchstsachlich, moderat sowie basierend auf den Wertvorstellungen des Abendlandes!

Dr. Seehofer betonte, dass der Staat die Kontrolle verloren habe über die Steuerung der aggressiven Flüchtlingsströme aus aller Herren Länder. Ferner, dass es nun schleunigst zu handeln gälte.

Fernab einer polemischen oder gar zynischen Angriffstaktik auf die Noch-Bundeskanzlerin, welche er namentlich nicht nannte, offenbarte Dr. Seehofer sich als neuer deutscher Bundeskanzler!

Danke, Herr Dr. Seehofer: Sie haben mir durch Ihre den Umständen entsprechend ernste Rede das Vertrauen in die Zukunft unseres Vaterlandes wiedergegeben!

Ich hoffe, dass es nur noch eine Frage von Tagen ist, dass Frau Merkel mit einem konstruktiven Misstrauensvotum konfrontiert wird. Solange es allerdings ihre Genossen wie Gabriel und Co. gibt - die SPD hat sich zwischenzeitlich selbst als unverantwortlich handelnde Partei diskreditiert -, solange dürfte es eher ein Wunschtraum sein, dem ich nachgehe ...

Was für eine Schande sind doch all diejenigen Politiker wie Frau Roth, Frau Göring-Eckardt oder auch "Herr" Beck für Deutschland, die nicht ansatzweise in der Lage sind, eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, sondern die viel lieber ihren ideologischen Wunschträumen nachhängen!

Traurig stimmt mich das!

Dag Krienen
10. Oktober 2015 17:03

Der spezifisch deutsch Schuldkult erklärt m.E. maximal, warum hierzulande die nationale Selbstauflösung besonders intensiv und z.T auch ganz offen betrieben wird. Daran gearbeitet wird aber überall in Europa, fast ebenso intensiv bspw. in Schweden, obwohl dort für einen nationalen Schuldkult keine Grundlage besteht (Nicht-Teilnahme an beiden Weltkriegen, praktisch keine Teilhabe am europäischen Kolonialimperialismus).
Daß die aktiven Agenten der Selbstzerstörung in etwa mit dem Terminus "Frankfurter Schule und ihre Adepten" umschrieben werden können, darin kann man Marcus Junge nur zustimmen, ebenso der vermutlich ironisch gemeinten Beschreibung ihrer Motivation: "natürlich nur aus besten Absichten, um damit die Welt zu retten". Das ist aber durchaus das Problem: unsere Gegner, die "Hasser des Eigenen" sehen sich tatsächlich als hochmoralische Menschen, die eine direkte universale Moral zugunsten aller Menschen realisieren zu können meinen. Eine besondere Solidarität zu und mit einer gesonderten Gruppe stellt für sie ein Greuel dar, das höchstens als Instrument der Durchsetzung der Rechte "diskrimierter" Minderheiten als temporäres Instrument zulässig ist. Ansonsten stellen für sie alle gesonderten Vergesellschaftungen, von der klassischen Familie bis zur politisch organisierten Nation, nur zu beseitigende Hindernise auf dem Weg zum grossen Ziel einer moralisch geläuterten Menschheit auf einem geeinten Planeten mit einer für allen gerechten Ordnung dar.
Daß sie im Ergebnis nichts anderes erreichen werden, als die Ablösung der westlichen durch eine islamische Hegemonie oder bestenfalls eine sich in viele verfeindete Stämme zerfallende globale Bürgerkriegsgesellschaft, versteht sich.
Aber die Hypermoralisierung der Familienmoral zu einer universalen Menschheitsmoral hat für die breiten Massen in der echten Ernst- und Kriegsfällen entwöhnten westlichen Welt eine grosse Anziehungskraft. Warum das so ist, habe ich in diesem Forum vor einigen Wochen anhand der Mem-Theorie zu erklären versucht. Man muß allerdings "Keats" zustimmen, dass die Mehrzahl der heutigen Gutmenschen

nicht aus einem pathologischen Schuldbewußtsein heraus handeln, sondern wegen ihrer – bösartig ausgenutzten – natürlichen Naivität und Güte. Die Sehnsucht nach Anpassung spielt eine große Rolle. Man will nicht zu den „Nazis“ gehören. Aber das „Da sind die Bösen. Sei nicht wie die!“ hat nichts mit dem vom Rassenhaß durchtränkten „Du bist böse geboren. Tue Buße!“ zu tun.

Auch deshalb ist die Haltung in der gesamten westlichen Welt so weit verbreitet. Den Betroffenen begreiflich machen zu wollen, dass, indem sie das vermeintlich Gute schaffen wollen, nur eine weitere Hölle auf Erden schaffen werden, dürfte vergebene Liebesmühe sein. In der derzeitigen Lage ist die einzige Hoffnung, daß es genug von ihnen aus eigener schmerzlicher Erfahrung noch selbst lernen werden. Und das rechtzeitig genug, bevor alles zu spät und das Land nicht mehr wiederzuerkennen ist.
Auf der Ebene der geistigen Auseinandersetzung sollte hingegen alle Rechten - die von ihren Feinden ja gerne als prinzipielle "Menschenfeinde" charakterisiert werden - immer wieder betont werden, daß sie durchaus eine ethische Position vertreten: die des solidarischen Volkes und seines Nationalstaates als einer unverzichtbaren Gestaltungsmacht, die allein in einer prinzipiell chaotischen Welt noch andere Ordnungsprinzipien als die einer kapitalistischen oder fundamentalreligiösen Verwertungs- und Unterwerfungslogik zur Geltung bringen kann. Auch im zwischenstaatlichen Bereich, im Sinne einer Solidarität inter nationes, die anderen Völkern hilfreich zu Seite steht, wenn sie sich auf die eignen Beine zu stellen versuchen, allerdings dabei auch darauf besteht, daß dies zuvörderst durch eigene Kraftanstrengung erfolgen muß. Ein anderer Weg als der eigene kann nur in die Hölle führen.
Auch wenn zunächst keine massenhafte Konversion aus dem anderen Lager zu erwarten sind, könnte es bei dem ein oder anderen Denkenden, dem nicht die eigene Gutmeiner- und Rechthaberei den Kopf völlig vernebelt hat, doch er Groschen noch fallen. Siehe Jürgen Elsässer.
Für die Behauptung, daß wir die "Guten" - in einem realistischen Sinne - sind, lassen sich jedenfalls genug gute Gründe finden.

Trouver
10. Oktober 2015 17:43

Außerdem könnte auch Ihnen noch bekannt sein, was die Prestituierten aus solchen Selbstverteidigern machten.

Lieber Marcus, das Gericht in VSA hat einen George Zimmermann endgültig frei gesprochen.

Jedes Jahr erfolgen in Amerika Tausende von Fällen der Notwehr mit Anwendung der Schießwaffen, ob in Haus oder im Freien. Tausende, Marcus! Die Schandpresse in der BRD berichtet darüber einfach nicht, Leser muss schliesslich die Pistole in Bürgers Hand verurteilen und nicht begrüßen.

Und solange 2. Zusatzartikel noch ja gilt, spielen Barak und die Seinen eine untergeordnete Rolle.

Lucius Felber
10. Oktober 2015 20:43

Als Besucher, der diese Seite seit kurzem entdeckt hat, möchte ich kurz ein paar Worte zu meinem ersten Eindruck verlieren. In einem zweiten Schritt will ich ein ein paar bruchstückhafte Überlegungen dazu anstellen, wie die derzeitige akute Krise genutzt werden könnte, um im Kampf um die Meinungshoheit verstärkt auch die Mitte zu besetzen.

Ich bin über mehrere Ecken, letztlich aber wohl über die Seite "politically incorrect" auf Götsch Kubitscheck, das Institut für Staatspolitik sowie die Zeitschrift und den Blog "Sezession" aufmerksam geworden. Schon seit geraumer Zeit hatte ich zuvor eine wachsende Dissonanz zwischen meiner persönlichen Wahrnehmung der gesellschaftlichen Realität und den von den Massenmedien gelieferten Darstellung und vor allem ihren subtil normativen Deutungsmustern festgestellt. Das Nachlesen mehrerer Beiträge und Diskussionsstränge in diesem Blog haben mir folgendes bestätigt: Hier schreiben durchwegs sehr belesene, überdurchschnittlich gebildete und kultivierte Menschen, und inzwischen wohl auch solche, die mit konservativem Gedankengut wenig am Hut hatten, aber sich sich schlicht und ergreifend Sorgen um die Existenz ihres Landes und der westeuropäischen Nachbarländer machen.

Niemand schwelgt in der NS-Vergangenheit, niemand entschuldigt nationalsozialistische oder von anderen Regimes verübte Greueltaten. Es besteht, so mein Eindruck, durchaus ein Bewusstsein dafür, dass gewisse gesellschaftliche Folgen der technologischen Modernisierung kaum mehr rückgängig gemacht werden können.

Während manche Aspekte des gesellschaftlichen Wertewandels ein Resultat jahrzehntelanger Gehirnwäsche sind und mit hoher Wahrscheinlichkeit von der wirtschaftlichen und politischen Elite bewusst verstärkt werden, betrachte ich andere Umstände wie etwa die zunehmende Individualisierung, messbar etwa anhand des seit Jahrzehnten abnehmenden Engagements für Verbände und gemeinschaftliche Aktivitäten als Ausdruck des heutigen Vernetzungsgrads, der wiederum auf die massiven Fortschritte im Bereich der Kommunikationstechnologie zurück zu führen ist. So haben zum Beispiel auch bis vor Kurzem sehr konservative und weitaus homogenere Gesellschaften wie Südkorea und Japan hohe Selbstmord- und Scheidungsraten zu beklagen und auch in diesen Ländern "entzaubert" die ökonomisch-technische Rationalität (jüngste Welle: Nanotechnolgie, Robotik und künstliche Intelligenz, 3D-Druck) immer mehr Lebensbereiche. Eine tragfähige konservative Vision muss solche Fragen und Themen irgendwie aufnehmen.

Wer mit moderat ausgeprägten wertkonservativen Instinkten ausgestattet ist, muss ob der derzeitigen Lage in Europa und insbesondere in Deutschland schier verzweifeln. Meine bisherigen Gespräche im näheren Umfeld zeigten, dass auch liberal denkenden und in der Welt weitgereisten Zeitgenossen mittleren Alters inzwischen mulmig geworden ist. Auch sie räumen teilweise nach kurzer Diskussion ein, dass der stattfindende Massenimport von jungen Männern aus dem Balkan, Nahost, Afrikas und Teilen Asiens eine bereits vorhandene Schieflage zusätzlich verstärkt und sowohl kurz- als auch langfristig in ganz erheblichen Kosten für die Allgemeinheit resultieren wird. Interessante Beobachtung: Gerade Männer, die sich in ihrer Sturm- und Drangzeit stark für Ideen auf der linken Seite des politischen Spektrums interessierten, sind - ganz im Einklang mit der Lebenszyklushypothese der Politikwissenschaft - heute zum Teil dezidiert für ein entschlossenes Auftreten des Staates gegenüber Zuwanderern aus dem muslimischen Kulturkreis.

Als eine der wichtigsten und zugleich für konservative Strategen zurzeit problematischsten gesellschaftlichen Subgruppen würde ich gebildete Frauen im großstädtischen Milieu betrachten. Ich sehe diese These durch die Bilder von den "Welcome"-Veranstaltungen am Münchner und anderen Bahnhöfen bestätigt, wo Frauen jüngeren und mittleren Alters offenbar besonders stark vertreten sind. Kritisch betrachte ich auch die in der Nachkriegszeit Geborenen mit universitärer Bildung, die oft keinen einzigen Tag im Leben ohne Arbeit waren und nun im Vergleich zu früheren Generationen ein sehr aktives und langes Rentnerleben geniessen. Sie alle findet man wohl kaum oder nur in homöopathischen Dosen an einer -GIDA-Veranstaltung im Osten und wohl überhaupt nicht an den ungleich erfolgloseren Events mit selbem Schlusskürzel im Westen. Was für die -GIDA-Veranstaltungen zutrifft gilt für politische Protestveranstaltungen und Diskussionsrunden, die sich klar rechts von der politischen Mitte positionieren. Wenn die politische Rechte durchschlagenden Erfolg haben will, muss sie zwingend bei diesen Zielgruppen punkten und ihr Polit-Marketing entsprechend ausrichten. Meines Erachtens könnte es sich lohnen, sich Gedanken dazu machen, das frustrierte Potenzial innerhalb von TTIP anzuzapfen und bei Demonstrationen für diese Zielgruppe vorbereitete Flugblätter abzugeben. Ich bin mir sicher, dass auch von diesen Menschen viele über die Politik der Regierung Merkel tief enttäuscht sind.

Mit Blick auf mögliche Diskussions- oder Protestthemen kann festgestellt werden, dass eine einseitige und transparente Fokussierung auf das Reiz- und Angstthema Islamisierung in westdeutschen Grossstädten offenbar nicht zielführend ist. Einerseits wird anhand dieser Problematik wie sonst selten deutlich, wie weit die Spaltung der Gesellschaft fortgeschritten ist. Andererseits ist die Tabuisierung gerade der schlimmsten Auswüchse muslimischer Parallelgesellschaften aufgrund der zu befürchtenden Sanktionen durch verschiedenste Akteure und Institutionen inzwischen so effektiv, dass schon allein dieser Umstand viele Menschen von einer Teilnahme and Diskussions- oder Protestveranstaltungen abschreckt.
Wenn sich schon Jugendämter und Polizei davor drücken, beherzt einzugreifen, warum sollte sich der Normalbürger sich exponieren? Michael Stürzenberger und Udo Ulfkotte wirken wie tragische Helden, die zwar Mut beweisen, aber von der grossen Mehrheit öffentlich gemieden werden wie der Teufel vom Weihwasser. Hinzu kommt: Das Thema Islamisierung und eine öffentliche Auseinandersetzung damit ist and und für sich nahezu ausschliesslich mit negativen Assoziationen verbunden. Wer will sich schon ständig den Kopf zerbrechen über sektiererische Religionskonflikte, archaische Brutalität innerhalb der Familie und Mobbing auf dem Schulhof? Der politische Spassfaktor rangiert tief im negativen Bereich, weil die Thematik stark angstbesetzt ist. Ich befürchte inzwischen, dass ein grosser Teil der Bevölkerung wie auch der classe politique realisiert, dass das Problem der muslimischen Parallelgesellschaften und ihrer mangelhaften Assimilation mit den heutigen rechtstaatlichen Mitteln kaum mehr zu lösen ist, sondern nur noch verwaltet werden kann. Man hat vielfach innerlich resigniert hat und des Thema konsequent verdrängt.

Welche möglichen Lösungswege gibt es? Zum einen bietet sich natürlich die Erweiterung der Themenbasis bzw. der zu kritisierenden Mängel in Staat und Gesellschaft an, was auch von Elsässer in einem Video angesprochen wird. Trotzdem muss sich eine neue politische Kraft, wenn sie von der Mehrheit der politischen Subjekte ernst genommen werden will, gerade auch mit dem Problem der muslimischen Parallelgesellschaft befassen. Vielleicht wird man nicht umhin kommen, insbesondere für das Phänomen der Islamisierung politische Code-Wörter und Slogans zu prägen, welche eine emotionale Resonanz auslösen und in , das sprichwörtliche Kind nicht beim Namen nennen (z. B. „unfreie Denk- und Lebensmuster“ anstatt Parallelgesellschaften oder „Zustrom von Elend und Unfreiheit“ anstatt Massenmigration aus Afrika und Nahost usw.). Ich erachte es als eine Grundvoraussetzung für Erfolg, dass die konservative Seite ein neues politische Vokabular prägen, das nicht nur im meta-politischen Kämmerlein und von Intellektuellen, sondern auch bei einem breiten Querschnitt der Bevölkerung Akzeptanz findet. Die Rede von Götz Kubitschek scheint solchen Überlegungen Rechnungen zu tragen.

Irrlicht
10. Oktober 2015 21:35

Anstatt dieses Textes mit seiner abstrusen These (70 Jahre Fremdherrschaft sind eine ausgesprochen gute Erklärung für die angeführten Phänomene) hätte eher der verlinkte Artikel von Tomislav Sunic, eine Zusammenstellung aus seinem Buch "Homo americanus", eine Übersetzung verdient. Er enthält zwei wesentliche Aspekte an: Zum einen wird das Agens, in einem hervorgehobenen Zitat, benannt: ' the "transformation of the German mind (was) the main home work of the military regime.". Zum anderen wird der Einfluss der "Frankfurter Schule" (der Terminus dient vor allem bei denjenigen mit einer Affinität zur amerikanischen Rechten als Chiffre) relativiert, und zwar insofern, als dass an der "Charakterwäsche" der Deutschen (und Europäer allgemein) eine größere Zahl puritanisch gesonnener WASP beteiligt war, in ihrer Mission, Europa zur "democracy" zu bekehren.

deutscheridentitärer
10. Oktober 2015 22:11

Soeben hielt der bayrische Ministerpräsident Dr. Horst Seehofer eine der beeindruckensten politischen Reden seit der Wiedervereinigung West- und Mitteldeutschlands: höchstsachlich, moderat sowie basierend auf den Wertvorstellungen des Abendlandes!

Dr. Seehofer betonte, dass der Staat die Kontrolle verloren habe über die Steuerung der aggressiven Flüchtlingsströme aus aller Herren Länder. Ferner, dass es nun schleunigst zu handeln gälte.

Fernab einer polemischen oder gar zynischen Angriffstaktik auf die Noch-Bundeskanzlerin, welche er namentlich nicht nannte, offenbarte Dr. Seehofer sich als neuer deutscher Bundeskanzler!

Danke, Herr Dr. Seehofer: Sie haben mir durch Ihre den Umständen entsprechend ernste Rede das Vertrauen in die Zukunft unseres Vaterlandes wiedergegeben!

Ihr Ernst?

MArc
10. Oktober 2015 22:18

Auf Servus TV kam eine gute Diskussion in der Christian Zeitz, Wiss. Direktor des Instituts für angewandte Politische Ökonomie Klartext redete wie es sich selten jemand traut ausser Sarazzin und Co.

https://www.servustv.com/de/Medien/Talk-im-Hangar-7108

Martin Lichtmesz
10. Oktober 2015 22:31

Die USA sind schon lange kein Land der WASPS mehr...

Der Gutmensch
10. Oktober 2015 22:36

Tja, da wird der beste Gutmensch blaß. Horst Seehofer einen Doktortitel anzudichten und von ihm Rettung zu erhoffen ... und ich befürchte, daran glauben manche wirklich. Das ist hart.

Und selbstverständlich haben die Willkommenskulturigen aus lauter Liebe, Naivität und Gutgläubigkeit gehandelt; man kannte schließlich bisher keine Reibungsverluste, die haben ja nur die Opfer aushalten müssen. Und in Marxloh/Offenbach /Neukölln ... ... haben die Bewohner sicher nur Vorurteile und deshalb verdient, was sie gekriegt haben.

Gegen die unbegrenzte Aufnahme von Flüchtlingen zu sein, ist wenigstens ein Standpunkt, und zwar ein innenpolitisch zweifellos gerechtfertigter. Das war er aber schon vor Monaten, als Seehofer noch gar nichts davon hören wollte. Und ob so ein Standpunkt im Hinblick auf Deutschlands außenpolitische Interessen auch besonders clever ist - dazu kann man mit Sicherheit auch anderer Ansicht sein. Aber zu einer diesbezüglichen Ansicht dürfte es beim Herrn Seehofer wohl nicht ganz reichen.

Was bleibt? Wir sind nicht verantwortlich, nie, wir sind die Guten, immer! Das wird uns noch nicht mal langweilig, und gewiss kriegt es keiner mit, wenn wir schummeln.

Na, dann - haut mal in die Tasten. Wollen sehen, wie weit der Seehofer kommt.

Frankfurter
10. Oktober 2015 23:52

Guten Abend Herr "Der Gutmensch",

Na, zumindest verfügt Herr Seehofer über einen Dr. h.c. Das ist ja auch etwas.

Herzliche Grüße
Frankfurter

Michael Schlenger
11. Oktober 2015 00:24

Zum Beitrag von AGIS:

Verkürztes Zitat: "Seehofer (...) Sie haben mir (...) das Vertrauen in die Zukunft unseres Vaterlandes wiedergegeben!"

Ein Berufspolitiker, der seine wirtschaftliche Existenz frühzeitig ganz der Schaffenskraft braver Steuerzahler anvertraut hat und als aufrichtiger Familienmensch ein Vorbild abgibt, das man "gut-katholisch" oder auch "barock" zu nennen pflegt, ist also der alleinige Hoffnungsträger in dunkeldeutschen Zeiten wie diesen.

Solange noch solche Satire erlaubt ist, kann es um "das Vaterland" so schlimm nicht stehen.

Man darf aber auch vermuten, dass im globalen Netz auch einige gekaufte AGItatoren unterwegs sind...

jak
11. Oktober 2015 01:30

Hier ist eine schöne Zusammenfassung zum Thema neue Völkerwanderung von Michael Stürmer.

Titel: Die Angst vor dem Flüchtlingsansturm ist berechtigt

„Fremdheit kann durchaus bereichern, aber nur, wenn sie in homöopathischen Dosen kommt. Doch der aktuelle Zuwanderungsdruck ist bei Weitem zu groß. Es wird ein böses Erwachen geben.“

Dem ist wenig hinzuzufügen. Oder um den ersten Kommentar auf welt.de zu zitieren: „Gratulation, vollständig in der Wirklichkeit angekommen. Leider wird die große Vorsitzende niemand aufhalten können bis 2017. Wahrscheinlich ist es schon jetzt zu spät umzulenken, 2017 ganz sicher.“

Fazit: Falls noch jemand einen Text sucht, um ihn Realitätsverweigerern zu schicken, wird hier fündig. Es steht zwar nichts drin, was in diesem Forum nicht Konsens wäre, aber es soll ja Leute geben, die partout keine Alternativmedien lesen und nur Dinge glauben, die auch in der Wahrheitspresse standen...

nörgler
11. Oktober 2015 04:54

@Lucius Felber
Glückwunsch zur Doktorarbeit.Allerdings hätte man diesen Sermon auch in 3 oder 4 Sätzen formulieren können.Waren Sie womöglich mal politisch tätig?Wegen „speaking loud,and saying nothing“,in diesem Fall schreibt man viel,aber alles bedeutungsloses Geschwafel.

hansi dampf
11. Oktober 2015 07:38

Lucius Felber
sehr gut ausgedrückt -
trotzdem wäre ich
bei Thema Islam
bissiger.

Eisenhans
11. Oktober 2015 09:44

@MArc

Schon seit längerem ist mir aufgefallen, das "Talk im Hangar" auf Servus- TV,
sich wohltuend von bundesdeutschen Quatschrunden unterscheidet.
Das dürfte wohl auch daran liegen, dass in dieser Runde in der Regel
weniger Politiker, dafür umso mehr Wissenschafler und sonstige
Fachleute vertreten sind. Empfehlenswert !

Monika
11. Oktober 2015 10:04

Schon wieder:

https://mopo24.de/#!nachrichten/messer-dresden-versuchter-totschlag-am-albertplatz-18667

Wehrt Euch ! Morgen in Dresden.

Rhöngeist
11. Oktober 2015 10:58

Herr Wegner spricht hier das zentrale Problem an.

Auch viele der Kommentare halte ich für sehr treffend.

Ohne ein, sich in der Zukunft durch die politischen Ereignisse einmal einstellendes politisches Klima, in denen die mehr oder weniger bekannten 12 Jahre, völlig offen, ideologiefrei und unaufgeregt diskutiert und analysiert werden können, wird es nicht möglich sein, in Deutschland so etwas wie einen aufrichtigen Patriotismus zu leben.

Die PEDIGA Bewegung zeigt bei ihren Demonstrationen u.a. ein Hakenkreuz, welches als erstes politischen Symbol, neben anderen (Antifa), im Papierkorb/Mülleimer verschwindet.
Ich gehe davon aus, dass man damit die Götter gnädig stimmen will.

Wenn man davon ausgeht, dass in den Jahren vor dem Krieg, die Mehrzahl der Deutschen, ganz ohne Zweifel hinter der NS-Führung standen, heißt das doch nichts anderes, als wünsche man sich eine ganze Generation von Deutschen, nachträglich in den Müll. Welch eine Symbolik!!

Selbst wenn PEDIGA, den Eimer bis oben hin mit Hakenkreuzen füllen würde, sie sind und bleiben in dem Moment, in dem sie sich für ein patriotisches Deutschland einsetzen, für das System, natürlich Nazis.

Waldgänger aus Schwaben
11. Oktober 2015 11:46

@Röhngeist
Ich gehe davon aus, dass man damit die Götter gnädig stimmen will.

Ich dagegen gehe davon, dass man damit bestimmte Leute fern halten will - und das sehr zurecht.
Diese Leute würden der Sache eher schaden, zahlemässig mehr abschrecken, als für die Bewegung gewinnen.

ene
11. Oktober 2015 12:32

Wer am gestrigen Tag in Berlin einen Blick auf den nicht abreißen wollenden Menschenstrom bei der Anti-TTIP-Demo richtete, der sah neben vielen jungen Leuten noch mehr ältere Leute, jenseits der 50. Wer alt genug ist, um auch im Westen noch andere Zeiten erlebt zu haben, der sieht sehr häufig die derzeitigen Entwicklungen mit großem Bedenken! Beinahe mit Hoffnungslosigkeit...Aber - wie hier schon gesagt - es gibt keine gewachsene Demonstrationskultur auf der Straße wie "im Osten". Es fehlt da die positive Erfahrung.

Langes Gespräch mit einen älteren Gewerkschafter aus Bayern, der in aller Herrgottsfrühe mit seiner Gewerkschaftsgruppe (alles Senoiren) aufgebrochen war, um in Berlin an dieser Demo teilzunehmen. Über Pegida äußerte er volles Verständnis:"Wissen Sie, das sind Leute wie Sie und ich - das sind doch keine Nazis! - ich kann die verstehen."
Was er über die Zustände an der bayrischen Grenze erzählte, will ich hier gar nicht ausführen -

Lucius Felber - das Problem bei den von Ihnen genannten Frauen ist häufig (mein Eindruck) ein blindes irgendwie "Helfen-wollen". "Sich Engagieren" steht an sich hoch im Kurs. Ohne die Konsequenzen zu bedenken.

Rhöngeist
11. Oktober 2015 12:41

@Waldgänger aus Schwaben

Könnte schon sein, dass auch diese Überlegung bei den Veranstaltern mitschwingt. Ich denke aber nicht, dass sich das Klientel welches Sie ansprechen, davon "abschrecken" lässt, wenn sie es denn überhaupt in dieser Form zur Kenntnis nimmt.

Arminius Arndt
11. Oktober 2015 13:28

Wenn man davon ausgeht, dass in den Jahren vor dem Krieg, die Mehrzahl der Deutschen, ganz ohne Zweifel hinter der NS-Führung standen, heißt das doch nichts anderes, als wünsche man sich eine ganze Generation von Deutschen, nachträglich in den Müll. Welch eine Symbolik!!

@Rhöngeist,
Das ist leider typisch linke re-education Sprache. Schon die 33er Wahlergebnisse sprechen dagegen. Vermutlich haben Sie, so wie ich, auch noch genug Leute kennen gelernt, die diese Zeit erlebt haben und zwar nicht nur als Kinder oder Jugendliche. Wenn Sie sich einmal ernsthaft an diese erinnern (gerade Menschen, die so um 1900 herum geboren wurden), dann dürften sie merken, dass sehr viele davon eigentlich eher komplett unpolitisch im Vor-68er Sinn waren. Man hatte nur gehörigen Respekt vor dem Staat, seinen Behörden und seiner Regierung - deswegen stand man noch lange nicht hinter der NS-Führung und schon gar nicht hinter deren Verbrechen, dazu war diese Generation zu sehr christlich. Das diese Menschen in der Mehrheit "dahinter" standen, will uns nur die Schuldkult-Lobby einreden. Man lebte damals sein Leben und versuchte, das Beste daraus zu machen, mehr nicht und auch nicht weniger.

Genauso verhält sich im Übrigen auch heute noch die Mehrheit der Deutschen, wenn auch mit deutlich weniger Respekt vor dem Staat und seinen Institutionen und in der Mehrheit leider nicht mehr christlich. Man will sein Leben leben und deswegen stehen die meisten noch lange nicht "hinter" dem System Merkel. Es wird nur Zeit, dass diese Masse merkt, in welchen Schicksalsstrudel sie hinein gezogen wird. Diese Zeit und auch die Aufklärungs- und Vernetzungsmöglichkeiten wie heute, hatte die Generation 33-45 nicht, da kam dann auch recht schnell der Krieg und man hatte andere Probleme - und im Nachhinein war dann natürlich jeder schlauer. Heute gilt es, rechtzeitig "schlauer" zu sein.

Exmeyer
11. Oktober 2015 16:04

Re-education ist erfolgreich. Noch immer. Und sogar hier.

Deren Kernaspekte werden hier fleißig aus den tiefen Schichten des Gehirns abgerufen, weiter verbreitet, noch vertieft und nachrationalisiert.

Der Weg raus aus dieser Aufschlagzone des psychologischen Dauerfeuers ist für die meisten - so fürchte ich - nicht möglich. Zu schwer, zu morastig, zu unsicher.

Dabei ist er so einfach: Was wird von den Kräften und Mächten, die uns erkennbar Richtung Abgrund führen, am deutlichsten verteufelt. Diese Verteufelung gelingt vor allem bei jenen, die Mangels eigener Anschauung und mangels eigener Erkundung dieser Zeit keinerlei Vorstellung besitzen. Alle Nachfragen bei denjenigen, die diese Zeit erlebten, ergeben ein viel differenzierteres und ein grundsätzlich durch diese Leute positiv gefärbtes Bild, meistens gewürzt mit einer gehörigen Menge Realitätssinn. Heute ist heute, damals ist vorbei.

Ein anderer Weg, der Propaganda zu entgehen, ist schlicht, sie als solche zu erkennen. Und als zweites zu fragen, wer es ist, der diese Propaganda betreibt. Und als drittes zu erkennen, welche Interessen diese Kräfte haben. - Als Arbeitshypothese wurde für mich also erstmal das Gegenteil der Dauerpropaganda zutreffend. - Bis man es sogar noch besser weiß. Nämlich differenzierter. Und das gelingt nur, wenn man damals Lebenden (und Agierenden) ruhig zuhört.

Heute kennen wir das Ergebnis. Das alleine sollte die damaligen Überlegungen, Handlungen und Unterlassungen in Frage stellen.

Auch ich breche den Stab über die damalige Regierung: Wieviele Friedensersuchen wurden an England geschickt? - Sind die wahnsinnig gewesen? Völlige Fehleinschätzung der Lage in England. Aber bereits dabei handelt es sich - im diesem Falle um meine eigene - Arroganz der Nachbetrachtenden. Das kann jeder. (Naja, eher "könnte". Denn dazu müßte man versuchen, der damaligen Zeit überhaupt nahezukommen. Das versuchen etwa 95% nicht. Gar nicht. Damit bleiben die immer Opfer.)

Die re-education ist gelungen, wenn man die Herrschaft der US-Elite - in Deutschland! - anerkannt hat. Das mag über die Stichworte "Bündnis", "N.A.T.O." und "Westintegration" im FAZ- oder Springer-Stil erfolgen oder über die tiefe innere Akzeptanz der US-amerikanischen "Werte", siehe Spiegel, Süddeutsche, Ignatio Silone, Böll, ARD.

Die einen "kämpfen an der Ostfront weiter" - für eine andere Macht. Und die anderen geben ihr Selbst zugunsten eines fremden auf.

Übrigens, diejenigen, die der Anti-Islam-Propaganda anheimgefallen sind, sind um keinen Deut besser.

Siddharta
11. Oktober 2015 17:50

@ Marc_Aurel

Das Interessante an Clarks "Schlafwandlern" ist, dass er keine spektakulären neuen Erkenntnisse vorlegt. Man sollte eigentlich meinen, dass solch eine Exculpation im Zuge neu entdeckter Dokumente oder plötzlich zugänglicher Archive erfolge. Stattdessen hat sich nach einer Frist von rund hundert Jahren die Sache erledigt. Die Schuld ist verjährt oder wenigstens die Anklage fallen gelassen, einfach durch eine Neuauslegung dessen, was man seit Jahrzehnten wusste.

Rhöngeist
11. Oktober 2015 17:58

@Arminius Arndt

Es stimmt, bei den Reichstagswahlen 1933 mit 43,9% hatte die NSDAP noch nicht einmal die Hälfte der Wählerschaft hinter sich.

Wie ist es aber zu erklären, dass bei der Abstimmung 1935 im Saarland, sich 90,73% dafür aussprachen, dass das Saarland wieder Bestandteil des Reiches wird.

Die neue Regierung war doch nun schon 2 Jahre im Amt, und nach Ihrer Sichtweise hätten die Menschen doch erkennen müssen, wohin der Hase läuft.

Auch die Abstimmung 1938 in Österreich, brachte diesbezüglich erstaunliche Ergebnisse.

AGIS
11. Oktober 2015 18:05

Wenn die Sache nicht so verdammt ernst wäre, könnte man lachen und müsste nicht weinen!

Warum gesteht niemand aus der führenden politischen Klasse ein, dass sie mit ihren "Antworten" am Ende ist?!

Wir alle wissen, wenn wir nicht zu einer geradezu unwürdigen Art des Selbstbetrugs neigen, dass es "so" nicht weitergehen kann - und vor allem: nicht weitergehen wird!

Jedem Interessierten, und ich gehöre keiner politischen Partei oder "Bewegung" an, empfehle ich die Lektüre des zweiten "Offenen Briefes" des Generalmajors a. D. Schultze-Rhonhoff an die Bundeskanzlerin Dr. Merkel!

Um hier nicht in den Verdacht zu geraten, in irgendeiner Weise den billigen Versuch einer wie auch immer gearteten Werbung für dritte Internetforen zu unternehmen, bitte ich jeden geneigten Leser dieser Zeilen, selbst eine entsprechende Recherche im Internet zu unternehmen, was die Quellen des zitierten Briefes betrifft!

Wenn mir jemand nach seiner präzisen Durchsicht der Schultze-Rhonhoffschen Zeilen auch nur ein einziges, vernunftbegründetes, dabei in sich schlüssiges Argument zu nennen vermag, dass gegen diesen altehrwürdigen Herrn mit seiner rationalen Interpretation der gegenwärtigen Situation Deutschlands und Europas spricht, würde ich mich sehr geehrt fühlen, eine entsprechende Antwort an dieser Stellen lesen zu dürfen!

300.000 (sic!) Menschen aus aller Herren Länder kamen im September nach Bayern, dies nebenbei!

heinrich
11. Oktober 2015 18:23

Zum Thema Amerika, Niedergang der weißen Rasse usw:
Wer H. Bergels "Wiederkehr der Wölfe" kennt und liebt wie ich mag sich an die Szenerie, den Dialog Seite 371ff. (LangenMüller Ausgabe) erinnern ("Morgen am Donauufer"). Es zerreißt einen förmlich als Leser...

Hildesvin
11. Oktober 2015 19:30

@ AGIS: Das deute ich entweder als nicht so gelungene Ironie - oder eben als eine gewisse Einfalt, nichts für ungut.
Den ersten und den zweiten offenen Brief des Generals AD kenne ich sehr wohl.
(Da war doch einmal ein offener Brief einer dreistelligen Zahl echter Wissenschaftler an die promovierte Physikerin, den sogenannten Klimawandel betreffend - und was "kam hinten heraus"?)

Hühnerbaron
11. Oktober 2015 21:09

@Exmeyer
Schön und gut, doch selbst wenn die USA morgen im Atlantik verschwinden, bleiben dann die Flüchtlinge aus? Stürzt Merkel? Natürlich nicht.
Damit ist ihre fälschlich monokausale und - mit Verlaub - unterkomplexe Prämisse zumindest halb falsch. Denn: Die Politik der Selbstabschaffung ist unabhängig vom Ursprung ein Selbstläufer geworden. Sie unterliegen gleichsam dem altertümlichen Fehlschluss hinsichtlich der gleichförmigen Bewegung. Damals dachte man auch, es bräuchte eine Kraft diese anzutreiben. Dabei ist die Bewegung der kräftefreie Grundzustand. So ist auch hier kein Antrieb aus den USA nötig. (Und welcher Schuldkomplex treibt das durchgeknallte Schweden an?)
Und was ist also ihr Lösungsvorschlag? Befreit Euch von den USA? Das wird nicht reichen. Lesen Sie einmal etwas über klassische und operante Konditionierung. Die Verhaltens- und Überzeugungsmuster sind dermaßen tief eingebrannt, das wird alles sehr sehr schwierig, selbst wenn man von realsiischer Tatsachengrundlage ausgehet.

Der Gutmensch
11. Oktober 2015 21:18

Nun gießen Sie sich schon einen Cognak ein, AGIS, und beruhigen Sie sich wieder. Ich bin zwar hier nicht der Doktor; aber wer bei irgendwelchen Militärs nachliest, wird wohl auch wissen, was eine taktische Aushilfe ist. Und dass wir keine Atombomben haben; wirklich eine sehr ärgerliche Sache, das! Die Kanzlerin würde Ihnen antworten: "Das müssen wir aushalten"! Die offenen Schengen-Grenzen inkl. Grenzkriminalität halten die Brandenburger und Mecklenburger und Sachsen ja schließlich auch seit Jahr und Tag aus, damit die Bayern ihr Schwarzgeld besser über die Grenze kriegen, gell. - Hat der Cognak übrigens geholfen? Wenn nicht, kaufen Sie sich einen besseren. Bis dahin müssen Sie in eine Plastetüte atmen. Diese aber nicht über den Kopf ziehen, versprechen Sie mir das! Und das alles nur, wenn jemand dabei Wache schiebt.

Gute Nacht allerseits,

Der Gutmensch.

PS: Lieber Exmeyer, verzweifeln Sie nicht - die Not wird manch wirren Gedanken schon klären. Jetzt müssen halt WIR durchhalten, Ironie der Geschichte.

deutscheridentitärer
11. Oktober 2015 21:18

Wie ist es aber zu erklären, dass bei der Abstimmung 1935 im Saarland, sich 90,73% dafür aussprachen, dass das Saarland wieder Bestandteil des Reiches wird.

Ohne ihrer These, dass das dt. Volk in einem gewissen Zeitraum relativ geeint hinter Hitler stand an sich widersprechen zu wollen, so ist dieses Beispiel doch nichtssagend.

Dass das Saarland Teil Deutschlands sei, hat ja gar nichts mit dem NS oder sonst einer Ideologie zu tun, sondern einzig mit dem patriotischen Empfinden der Menschen, gleiches gilt für Österreich.

Desweiteren halte ich es für eine grundsätzlich sinnvolle Sache sich vom NS klar und offensiv zu distanzieren, auch wenn das im Falle der Pegidasymbolik evtl. anbiedernd umgesetzt wurde.

Mitnichten wird hier auf unsere Vorfahren gespuckt: Verirrungen und Verblendungen müssen als solche erkannt und benannt werden, nicht mehr und nicht weniger.

eulenfurz
11. Oktober 2015 23:14

@Rumpelstilzchen

So langsam kommen auch die Linken in der Realität an

Eine radikale Neuorientierung der BRD-Ausländerpolitik forderte der langjährige hannoversche Oberstadtdirektor, Städtetagpräsident, SPD-Kommunalexperte und NDR-Intendant Martin Neuffer bereits im Jahr 1982 in seinem mittlerweile vergriffenen Buch „Die Erde wächst nicht mit. Neue Politik in einer überbevölkerten Welt“ (damals 17,80 Mark, heute 129,00 Euro). Bereits vor 33 Jahren plädierte der linke Sozialdemokrat dafür, die Einwanderung von Türken in die Bundesrepublik scharf zu drosseln und auch das Asylrecht drastisch auf Europäer zu beschränken. Seine Aussagen sind auf die heutige Situation übertragbar und brandaktuell. Auszüge hier

Schatten von E.
11. Oktober 2015 23:17

@ deutschidentitärer

Sich von etwas weiter rechts Stehendem zu distanzieren, ist einfach nur schäbig.

jak
11. Oktober 2015 23:48

Ach, Herr AGIS, ich unterstelle mal, dass Sie nicht bloß ein Forentroll, sondern ehrlich besorgt sind (auch wenn's schwer zu glauben ist)...

Ja, ich habe den Brief des Generals gelesen. Da steht nichts drin was nicht jeder wüßte, der Zeitungen ließt. Und die Bonzen dürften über ihre Geheimdienste noch deutlich besser im Bilde sein... Ja wenn das der Führer wüßte... Könnte es nicht sein, dass Mutti und Co ganz genau wissen was läuft? Könnte es nicht sein, dass unter den Machthabern der Konsens herrscht, dass Deutschland final bunt werden soll?

Und was schlägt der General vor? Ein schmieriger, opportunistischer Windbeutel wie Seehofer soll's richten? Weil der so mutig war mal ein paar ganz freche Worte ins Mikro zu stammeln? Der droht mit Notwehr? Und das heißt was? Er droht mit einer Klage vorm BVerfG? Hört, hört! Meine Oma hätte immer gesagt: Nicht nur Ja sagen, sondern Ja machen!

Wie wär's denn würde der Seehofer einfach handeln und eigenständig die Grenzen schließen? Polizei ist ja Ländersache... Oder er könnte zumindest die Koalition in der Bundesregierung aufkündigen... Das würde ich zumindest tun wäre ich Ministerpräsident. Was könnte schon passieren? Wir haben Staatsnotstand, die öffentliche Ordnung droht zu kollabieren und der Typ tut Was? Eben. Nichts. Nur leeres Gewäsch...

Vielleicht sollte der General sich besser mal bei seinen alten Kollegen umhören, ob die nicht etwas machen könnten... Aus den Blockparteien wird sicher keine Lösung kommen. Und aus der weitestgehend gleichgeschalteten Presse auch nicht...

Der Gutmensch
12. Oktober 2015 09:36

@deutscheridentitärer

Zunächst mal ist anzuerkennen, dass der Nazi-Knüppel totalitäre Ausmaße angenommen hat: Zwar kann man nicht darauf verzichten, sich zu distanzieren, das wird nämlich gefordert. Aber das Distanzieren hilft dann auch nicht mehr: "Ich bin zwar kein Nazi aber" - "WAS" gröhlt es einem dann triumphierend entgegen. In der Tat - WAS kann man da noch tun? Na, antworten: "Ich bin zwar kein Nazi - aber Du!". Begründungen braucht es im Totalitär-Modus schließlich nicht mehr, da herrscht der totale Krieg. Jeder "Distanzierungsversuch" (Aber ich bin doch nicht ....) ist folglich zu kontern mit: "Du tarnst Dich doch nur, und zwar nicht mal besonders clever!".

So hat es uns der mit seines Geschlechtes absolut sichere Nichtzudiskriminierende an der HU gelehrt, der sich - einigermaßen nachvollziehbar - an die Spitze der über ihr Geschlecht Unsicheren gesetzt hat, um die unsicheren Hascherl im universitären Schutzraum über den diesbezüglichen Standard zu unterrichten: "Seht - ich bin ein Mann! Und ihr seid - keine Männer." Möge sein wackeres Vorbild unseren Weg beleuchten.

Der Gutmensch.

S. D.
12. Oktober 2015 09:42

Ein Treppenwitz der Geschichte: Horst Seehofer spielt den Egon Krenz.

Der Gutmensch
12. Oktober 2015 09:46

Schön und gut, doch selbst wenn die USA morgen im Atlantik verschwinden, bleiben dann die Flüchtlinge aus?

Ist diese Frage denn wirklich ernst gemeint?

Stürzt Merkel?

Bei den zu erwartenden Problemen bei einem VOLLSTÄNDIGEN Verschwinden der USA in der Versenkung wäre die Kanzlerin vermutlich nötiger denn je. Spricht sonst noch wer Russisch?

Der Gutmensch
12. Oktober 2015 10:09

und zum Letzten: @jak: Ich bin auch kein Freund vom Seehofer. Auch in meinem Ansehen würde er steigen, wenn er den Weg zum BVerfG tatsächlich beschritte. Im übrigen befürchte ich leider, dass Sie von dem Ergebnis enttäuscht sein werden.

Die öffentliche Ordnung ist schon kollabiert, das sieht hier schon lange nur noch so aus als ob. Die Verantwortlichen dafür zu benennen, ist müßig. Das zur-Verantwortung-ziehen traue ich der Kanzlerin aber allemal zu.

@Lichtmesz

Darauf würde ich nicht voreilig wetten. White trash geht sicher nicht als WASP durch. Man hat den Baum wohl etwas eifrig zurückgeschnitten; aber noch lebt er.

Exmeyer
12. Oktober 2015 12:37

@ Hühnerbaron

1. Ich bitte Sie, nicht nur die Zeilen selbst, sondern auch dazwischen zu lesen. Meine Kernaussage war eine ganz andere.

2. Ich habe nicht DEN einzigen Mechanismus dargestellt, sondern EINEN. Der wirkt nicht erst seit gestern und wird auch fortwirken über den Tag hinaus. Wahrscheinlich Jahrhunderte - wie auch immer.

3. Mit Verlaub, Sie DEUTEN meine Äußerungen etwas unterklomplex und monistisch. Dagegen kann ich nichts tun, außer ein Buch schreiben. - Keine Lust! Aber lesen Sie Poseners Kernthesen Wolfsohns. Dann wissen Sie, daß hier die "politisch"-ethische Legitimierung einer bedeutend größeren Strategie vorgenommen wird, die sie "von der anderen Seite" in den aktuellen Militärdoktrinen finden und deren Auswirkungen Sie besipielhaft anhand von Libyen, der WEST-Ukraine und dem Irak beobachten können. Verkleinerung der Strukturen. Jeder gegen jeden! Immer überall.

4. Ich vertrat, an anderer Stelle die These, daß WENN die Massenmigration nach Deutschland - von wem auch immer - in dieser Gewalt und Größenordnung forciert wurde, das Entstehen einer Fundamentalopposition dagegen in Deutschland miteinkalkuliert werden mußte. Der wirkliche Feind hat immer beide Seiten finanziert.

5. Ich habe lediglich festgestellt, wer der stärkste und gefährlichste Gegner ist. Ich sprach von US-Eliten. Diese sind nicht die USA. Die USA ist deren politisch-militärischer Hebel geworden - in einem langen Kampf.

6. Thema Schweden: Die Kräfte dort am Werke sind die gleichen wie bei uns. Nur benutzen die ein anderes Thema.

7. Mein Ansatz zu einem Lösungsansatz stand verklausuliert im Text.

8. "Befreit Euch von den USA? Das wird nicht reichen! Lesen Sie einmal etwas über klassische und operante Konditionierung. Die Verhaltens- und Überzeugungsmuster sind dermaßen tief eingebrannt, das wird alles sehr sehr schwierig, selbst wenn man von realsiischer Tatsachengrundlage ausgeht." - Allervollste volle Zustimmung. Wenn das Ihre Kernsatz ist, dann haben wir weitgehend deckungsgleiche Ansätze. Bevor man sich von USA (und wem auch immer) befreien kann, muß man erst an sich selbst arbeiten! Und das können nur wenige. So daß ich davon ausgehe, daß die teilung der Welt in kleinere Einheiten gelingen wird. Auf unserem Boden ist dies mehrfach geschehen. Aus den kleineren Einheiten werden wieder große entstehen. Franken oder Preußen, in dessen Resten wir heute noch leben, sind da beste Beispiele.
Mein persönlicher Gedanke ist, dieses wieder zu beginnen. Nicht auf staatlicher Ebene. Auf persönlicher. Ein neuer Geist. Eine Sezession im Bauch der westlichen Welt. Im Kopf fängt es an. Und dort fängt es damit an, im Kleinen zu denken, statt im Großen (Die Politik - Man - Könnte, Müßte, Sollte). Lieber mal 50 Liegestützen. Ich konnte bisher immer die Seite ernstfall.org dazu empfehlen. Leider scheint die Zukunft dort ungewiß.

Anne
12. Oktober 2015 13:39

@ Schatten von E

„Danke für die Hinweise auf die sehr informativen Seiten in den USA, sie sind mir immer eine Inspiration und gute Informationsquelle.“

Dem kann ich beipflichten. Auch ich bin durch meine vielen Fragen bzgl. Ursachenforschung irgendwann auf diese Seiten geweht worden. Nicht zuletzt auf die dortigen Übersetzungen und Verweise wäre ich aus heutiger Sicht gerne schon viel früher gestoßen.

Dennoch hat es Mut erfordert, mehr als einen Blick über diesen Tellerrand zu werfen… und seine Zeit gedauert, sich den Sand aus den Augen zu wischen.

Meine Schulbanknachbarin sagte mir einst: „Lach‘, wenn’s zum Weinen nicht reicht.“

Dem möchte ich heute hinzufügen: Mitlachen kann nur der, der den Witz auch versteht.

Traurig aber wahr.

Exmeyer
12. Oktober 2015 13:52

@ jak: Es wird wohl eher so sein, daß dem zweiten Brief ein dritter folgen soll.

@ Gutmensch: Haben Sie - wirklich - den Eindruck ich würde ver- oder zweifeln? Das glaube ich nicht. Ich verzweifel auch nicht an den Menschen als solchen - obwohl sich gewiß ein Hauch Haltung aus der Gattung Cynos eingestellt hat. Doch auch dieser Anflug findet eine Lösung aus einer Schublade der Geschichte.

Mein Gedankenansatz, der freilich noch nicht geschlossen dargestellt wurde, aber unzählige historische Vorbilder besitzt, ist immer und zu jeder Zeit umsetzbar - sinnvoll und zweckmäßig. Nur gibt es Zeiten, in denen dieser Ansatz notwendiger als in anderen ist. Und umso notwendiger er ist, umso schwerer ist er umzustetzen, aber umso weniger finden sich passive Profiteure.
Und es gibt Menschen, bürgerlich aufgewachsene besonders, die die Notwendigkeit und Nützlichkeit nicht von sich aus sehen können. Sie kennen nur einen kleinen Ausschnitt aus der Realiät und können sich im Umfeld der samstäglich getrimmten Rasen keine sturzartigen Brüche vorstellen. Weder den Herzinfarkt, noch den (unbedeutenden) Einbruch, noch die Einberufung zum Wehrdienst 1914. Oder rufen dann sogar - in der Vorstellung der strukturellen Überlegenheit "Hurra!". "Katastrophe" an der Marne? Unvorstellbar.

Aber ich habe genau in diesem ultra-bürgerlichen Umfeld auch diejenigen gefunden, die genug Verstand und Power haben, konsequent zu denken und zu handeln. Und manchmal kommt mir kleine humandarwinistische Gedanke, daß nur das gehobene Bürgertum, vielleicht noch der alte Adel, durchaus aus biologischen Gründen derjenige Pool ist, aus dem diejenigen, die diese Umbruchszeit gestalten werden.

Ich glaube, daß es sich hier um eine Gesundungskrise handelt: Entweder findet die BRD Lösungen - für ihr Überleben. Sei es us Funktionsverständnis oder aus Druck. Oder es entstehen die Wurzeln der Parallelstrukturen, die antreten, die sterbende BRD zu beerben. Ach ja: Oder und. (Die beste Lösung.)

Beides soll mir recht sein.

Es gibt einen weiteren Grund, weshalb ich grundpositiv gestimmt bin: Der Deutsche zielt vor dem Schuß! -!- Eine seltene Art und Gattung. Und deswegen haben wir in der Mitte Europas überlebt, die meiste Zeit selbstbestimmt, die ganze Zeit im Überlebenskampf. Keine Propaganda der Welt kann die Biologie auslöschen - nicht auf Dauer! Aber ohne Starthilfe geht es auch nicht. Deswegen haben wir uns hier eingefunden.

Exmeyer
12. Oktober 2015 14:01

"Bei den zu erwartenden Problemen bei einem VOLLSTÄNDIGEN Verschwinden der USA in der Versenkung wäre die Kanzlerin vermutlich nötiger denn je. Spricht sonst noch wer Russisch?"

@ Frau Bismarck-Schönhausen, da kann man nur zustimmen. Die BRD würde sich möglicherweise einer neuen Triple-Entente ausgesetzt sehen. Wollen wir mal abwarten, wer in Frankreich die Wahlen gewinnt.

Die überkommene Weltordnung ist auf Rollen. Nur das ist wirklich klar.

Der Gutmensch
12. Oktober 2015 16:55

Lieber Exmeyer, Sie haben aber einen schrägen Humor!

Nicht nur, dass das Ex-Fräulein von Bismarck-Schönhausen gewiss tausendmal schöner ist als ich. Wäre ich mit Karl-Theo verheiratet - was nicht hätte passieren können - so hätte er aber jedenfalls seinen Posten behalten. Weil ich ihm seine Doktorarbeit nämlich höchstpersönlich geschrieben hätte; jede einzelne Fußnote hätte ich in liebevoller Kleinarbeit ausgegraben und poliert - um etwaige gemeinsame Zeit totzuschlagen. Rum wie num: Auch in dem Fall hätte Deutschland nun eine Verteidigungsministerin, einer möglichen Auffrischung der Triple-Entente die Stirn zu bieten.

ingres
12. Oktober 2015 17:02

Ich habe ja vermutlich eine andere Sozialisation durch gemacht als viele der hier auf diesem Blog "heimischen". Hinsichtlich der Einschätzung der Realität habe ich eigentlich keine Differenzen. Ich sehe diese Realität ohne jede Beschönigung. Hinsichtlich der Einschätzung der Vergangenheit, der ideologischen Beurteilung der Weltlage und einer tragfähigen gesellschaftlichen Alternative bin ich aber eher Pragmatiker. Bezüglich der Vergangenheit habe ich keine dezidierten Kenntnisse und kann und will mir die (mit 63) zur Gänze auch nicht mehr aneignen. Ich kann die meinem Bekanntenkreis eh nicht mehr vermitteln, (da hilft höchstens logische Argumentation bezüglich der aktuellen Lage). Ich bin aber für jeden Hinweis und jede Einschätzung offen und hole mir hier auch Anregungen.

Interessant ist für mich immer wieder der Hinweis auf "die Umerziehung der Deutschen durch die Alliierten". Davon habe ich weder jemals etwas mit bekommen noch etwas dazu gelesen. Nicht einmal durch meinen Vater obwohl der die Briten und Amerikaner immer als Besatzungstruppen bezeichnet hat. Zum einen wäre ich für einen Hinweis darauf dankbar wo man etwas über diese Umerziehungsmaßnahmen nachlesen kann. es kommt immer mal wieder vor, dass man in Privatgesprächen was dazu sagen könnte, geht aber nicht, wenn man nur sagt, da sei so was gewesen, dass vielleicht nicht koscher war. Das wird sofort abgebügelt als rechte Propaganda. Da muß man dann schon Maßnahmen im einzelnen angeben können. Also benötige ich da Quellen (obwohl auch die werden vermutlich abgebügelt, die Hirnwäsche der deutschen Schuld sitzt extrem tief, auch bei sonst verständigen Menschen, aber da kann die emotionale Sperre alles verhindern, aber mit exakten Argumenten kann man den Stein in einem extrem schwierigen Prozeß u. U. höhlen).

Allerdings kann natürlich auch das Gegenteil herauskommen. Dass es einen institutionalisierten Schuldkult gibt ist für mich unbezweifelbar. Wieweit der das Handeln des Bürger (oder des Refugee Welcomers) bestimmt will ich jetzt nicht diskutieren. Sicherlich erzeugt der instrumentalisierte Schuldkult eine Umgebung von Meinungsverboten und verbotenen Themen, bzw. er verhindert, dass bestimmte Themen überhaupt gedacht werden. insofern hat er sicher eine Auswirkung, wenn auch nicht auf emotionale Wahnhandlungen wie Willkommen an Bahnhöfen und auf Transparenten und äquivalente Handlungen.

Aber es fragt sich natürlich wie dieser Schuldkult in die Welt gekommen ist. Interessant, dass ein Kommentar meint, dass er (maßgeblich?) erst seit 1989 in der Welt ist. Ich hatte bisher zwar unterstellt, dass er sich durchgängig nach dem Krieg entwickelt hat, aber habe ihn erst so seit 1973 ff mit großen Unterbrechungen wahrgenommen. Und erst nach Sarrazin für mich unabhängig den Schuldkult-Begriff entwickelt.

Wenn der Schuldkult aber erst zunehmend nach 1989 wirksam wurde (Jenningers Rede war 1988, aber die Reaktion darauf muß ja noch kein Schuldkult im heutigen Sinne gewesen sein gewesen sein. Ich weiß nicht wann Weizsäcker auf den Plan trat), dann und damit komme ich zum Anfang zurück, was war dann das Ziel der Umerziehung von der ich ja nichts weiß. Konkret: wenn ich auch die Umerziehung eines Volkes grundsätzlich für unsinnig halte (ich denke da eher am Maos "Kultur"revolution und ähnliches) und damit die Absichten der Alliierten grundsätzlich aus fromalen Gründen für unlauter halte, so hatte ich doch zeitlebens extreme Aversionen gegen das Auftreten von Hitler und seinen Getreuen.
Ich stelle nicht in Abrede das (neben den Verbrechen) damals Unglaubliches geleistet wurde, aber (salopp formuliert) die Rum-Brüllerei auf der das beruhte war mir immer ein Greuel. Also das hatte schon eine ganz besondere Dimension des Horrors (auch wenn der aktuelle nicht (mehr) besser ist). Insofern ist diese 12 -jährige Phase für mich objektiv schon ein ganz besonderer Horror und da muß ich sagen, kann ich schon verstehen, dass man sich damals Gedanken darüber gemacht hat, ob es Möglichkeiten gibt das nach zu bearbeiten. Was dann eben auch umerziehenden Maßnahmen nicht so völlig neben der Spur erscheinen läßt.
Aber das erscheint hier immer in dem Licht, dass die Umerziehung lediglich die Fortsetzung der Einflußnahme war gegen die der " idealistische deutsche Geist" so kenn ich das von einem Partei-Kollegen und auch diese Ansicht war für mich neu) in den Krieg gestürzt wurde. Ich halte diese These interessant, so dass ich ihr trotz des unfassbaren Schreckens des damaligen Regimes nachgehen würde. Aber die Schrecken und alleine das Auftreten des damaligen Regimes lassen für mich bis auf weiteres einen etwaigen Versuch der Umerziehung zumindest als verständlich erscheinen.
Dagegen spricht, dass die Alliierten hätten wissen müssen, dass die Menschen damals eh nicht schuld waren. Und dass sie es von daher hätten lassen sollen.

Marc_Aurel
12. Oktober 2015 17:14

@Siddharta

Das Interessante an Clarks „Schlafwandlern“ ist, dass er keine spektakulären neuen Erkenntnisse vorlegt. Man sollte eigentlich meinen, dass solch eine Exculpation im Zuge neu entdeckter Dokumente oder plötzlich zugänglicher Archive erfolge. Stattdessen hat sich nach einer Frist von rund hundert Jahren die Sache erledigt. Die Schuld ist verjährt oder wenigstens die Anklage fallen gelassen, einfach durch eine Neuauslegung dessen, was man seit Jahrzehnten wusste.

Ja, dieser Aspekt ist interessant. Wobei man zum Beispiel in GB bzw. generell im Ausland offenbar schon seit längerem viel offener mit diesem Thema umgeht. In einem Interview, das ich vor einiger Zeit gesehen hatte, hat zum Beispiel Jan von Flocken ein britisches Schul- bzw. Geschichtsbuch in die Kamera gehalten und daraus zitiert. Darin stand ganz offen und unverschleiert, dass die deutsche Flottenrüstung vor dem ersten Weltkrieg von britischer Seite zu keinem Zeitpunkt als ernsthafte Bedrohung wahrgenommen wurde und somit als angeblicher Eskalationsmeilenstein auf dem Weg zum Krieg ausscheidet, während man in Deutschland bis zum heutigen Tag das genaue Gegenteil predigt. Clark hat in diesem Zusammenhang mit Verwunderung sinngemäß geäußert, dass Deutschland das einzige Land sei, in dem er sich für (seine Deutschland entlastenden) Erkenntnisse rechtfertigen musste. Der Schuldkult ist also, zumindest in voller Bandbreite, nur im deutschen Biotop existent, speziell auf selbiges zugeschnitten und er wird auch nur hier mit großer Hartnäckigkeit gepflegt und gegen Erkenntnisse des Auslandes so gut es geht abgeschottet - jedenfalls versucht man das. Ab und zu schwappt dann mal eine Welle über den Schutzwall und ein Stück unhaltbares Gelände muss aufgegeben werden, was unsere Pseudohistoriker, die eigentlich eher Ideologen sind, aber nicht darin hindert, sich mit derselben Verbissenheit an die nächste Auffanglinie zu klammern.

Desprecio
12. Oktober 2015 18:54

@ "ingres"

Hallo Ingres !

Hier möchte ich Ihnen zunächst einmal 3 Bücher empfehlen, in denen
Sie einiges über die angesprochenen Umerziehungsmaßnahmen nach-
lesen können :

--- "Transatlantische Wechselwirkungen : Der Elitenwechsel in Deutsch-
land nach 1945"
von Stefan Scheil (2012)
noch erhältlich im Verlag Antaios,

--- "Charakterwäsche : Die Re-eduction der Deutschen und ihre blei-
benden Auswirkungen"
von Caspar von Schrenck-Notzing (3. Auflage, 2010)
noch erhältlich im Verlag Antaios,

--- "Veröffentlichungen des Instituts für deutsche Nachkriegsgeschichte,
Band 3, "Das Geschichtsbuch als Umerzieher,
Verlag der deutschen Hochschullehrer-Zeitung, Tübingen, 1966,
Hrsg. Dr. habil. Herbert Grabert

Dies dürfte für einen "Einstieg" erst einmal reichen.

M.f.G.

Desprecio

Irrlicht
12. Oktober 2015 19:02

@Marc_Aurel
Das für deutsche Konservative typische Lamento "im Ausland wird ganz anders über Deutschland gedacht, nur hier wird ein 'Schuldkult' praktiziert." beruht auf einer selektiven Wahrnehmung. Neben Clark und wenigen anderen Historikern aus dem englischsprachigen Raum, die eine eher moderate Sicht auf den Ersten Weltkrieg einnehmen, gibt es andere, die z.B. eine neue Version des Bryce-Reports über angebliche deutsche Greueltaten anbieten, z.B. John Horne, Alan Kramer: German Atrocities, 1914. A History of Denial. Andere führen in der Zusammenschau der beiden Weltkriege die deutsche Kriegsführung auf die preußisch geprägten militärischen Strukturen zurück, etc. Abgesehen davon, dass abseits von der Darstellung durch die Massenmedien die Diskussion unter deutschen Historikern zumindest zum Ersten Weltkrieg seit einiger Zeit differenzierter erfolgt, und die Zeitgeschichte wie andere gesellschaftlich relevanten Fächer in der Bundesrepublik Instrumente waren (und sind) - Legitimationswissenschaften der Besatzungsherrschaft, die seit 1945 vorrangig die angelsächsische Geschichtsschreibung übernahmen.

Hühnerbaron
12. Oktober 2015 19:15

@Exmeyer
Danke für die Erläuterungen. Ich verstehe Sie jetzt besser, so weit sind wir wohl wirklich nicht auseinander. Es gibt noch einige Survival-Gruppen bei Facebook, die Deutschen Seiten sind freilich fast nur technisch ausgerichtet.

Russland und Deutschland zusammen sind unschlagbar - leider kippt die Stimmung in Russland von pro zu contra Deutschland, da das Ausmaß unserer Verweichlichung - manche dachten noch, wir wären so ähnlich wie beim letzten Treffen, nur freundlicher - langsam erkannt wird.

Demo Goge aus der polis germania
12. Oktober 2015 19:17

Exmeyer,

4. Ich vertrat, an anderer Stelle die These, daß, WENN die Massenmigration nach Deutschland – von wem auch immer – in dieser Gewalt und Größenordnung forciert wurde, das Entstehen einer Fundamentalopposition dagegen in Deutschland miteinkalkuliert werden mußte. Der wirkliche Feind hat immer beide Seiten finanziert.

Erhält nicht, vor dem Hintergrund dieses Gedankens, das Merkel'sche "WIR SCHAFFEN DAS" einen geradezu gefährlichen Klang.

USA will den Bürgerkrieg; Und Merkel glaubt, ihn durch die brutale Unterdrückung einer Partei - der Herkunftsdeutschen - verhindern zu können!

Wenn angesichts der aktuellen Einwanderungspolitik der "großen leaderin Europas" der NATO Vortrekker Berthold Kohler von der FAZ offenbar irritiert ist und an die Demokratie in BRD erinnern zu müssen glaubt, sollte das zumindest nachdenklich machen.

https://www.faz.net/aktuell/politik/merkel-und-gauck-wollt-ihr-das-13838424.html

Der Gutmensch
12. Oktober 2015 19:31

Hallo ingres,

dann verweisen Sie doch einfach auf eine "blitzsaubere" Quelle: https://www.bpb.de/geschichte/nationalsozialismus/dossier-nationalsozialismus/39605/entnazifizierung-und-erziehung.

Erziehung der Westdeutschen im Sinne der Alliierten hat also stattgefunden, erstens, und zweiten, wie Ihre eigene Einlassung zu indizieren scheint - ist man sich darüber vielleicht noch nicht einmal bewusst (oder man will es nicht wissen).

Im Osten war und ist man sich über die Einflussnahme durch die sowjetischen Besatzer hingegen sehr wohl bewusst und man streitet es auch nicht ab, sondern man arbeitet es auf. Wir wissen, dass in Katyn nicht die Deutschen wüteten. Aber was will man eigentlich "drüben" noch von der Vergangenheit wissen, um den Preis, dabei vielleicht diejenigen zu entlasten - ihnen Gerechtigkeit angedeihen zu lassen - die doch bequemer Weise aus der zweiten Diktatur auf deutschem Boden kommen, fast so böse wie die Nazis? Wer anderen einzureden versucht, die Westalliierten wären bei der Darstellung neutral gewesen (warum hätten sie das sein sollen?), will davon jedenfalls nichts wissen (Sie habe ich damit nicht gemeint).

Aber selbstverständlich kann die Propaganda bis 89 im Westen nicht so plump gewesen sein wie heute - schon weil man dem damals noch konkurrierenden Osten ja keine Steilvorlagen liefern durfte, die dort hätten genüßlich auseinandergenommen werden können. Insofern bin ich so manches Mal entsetzt, wenn ich mit älteren Leuten von dort rede; so naiv, die sie sich heute stellen, können sie in der Schule schlichtweg nicht gehalten worden sein. Und da im Alter bekanntlich zunächst das Kurzzeitgedächtnis abbaut und dann erst das Langzeitgedächtnis, haben sie wohl eine andere Veranlassung, den aktuellen Unsinn nachzusprechen.

Da kommen wir dann zu einem weiten Feld, Luise (Fontane), und zur Frage, wie es eigentlich zur Wiedervereinigung kam, was Sarrazin dazu beigetragen hat und wo eigentlich das Interesse des anderen Teils der Deutschen daran begründet lag. Zu Dingen, die sicher nicht vergessen werden dürfen; die aufzureißen jetzt aber vielleicht nicht die günstigste Zeit ist?

Der Gutmensch.

Hugo Treffner
12. Oktober 2015 19:58

@ ingres

Die Re-education der Deutschen und ihre bleibenden Auswirkungen

Die Umerziehung der Deutschen nach 1945 war eines der mentalitätsgeschichtlich prägendsten Ereignisse der Nachkriegszeit. Schrenck-Notzing zeigt minutiös auf, wie die Idee der "Re-education" Deutschlands in den USA politisch zustande kam und wer an ihr maßgeblich beteiligt war. Dabei werden auch die internen Kämpfe der Amerikaner um die Nachkriegsordnung in Deutschland eingehend behandelt.

Der Autor hat sein bekanntestes, zuletzt bei Ullstein erschienenes Werk nun erstmals aktualisiert und beschreibt die Auswirkungen bis in die Gegenwart.

https://antaios.de/buecher-anderer-verlage/ares-verlag/1263/charakterwaesche

CCCED
12. Oktober 2015 20:01

Sehr geehrter ingres,

zwei Bücher über die Umerziehung empfehle ich Ihnen:

Caspar von Schrenck-Notzing: Charakterwäsche
Stefan Scheil: Transatlantische Wechselwirkungen

Warum wird der Schuldkult zunehmend nach 1989 wirksam? Meiner Meinung nach kommt dem Aussterben der Generationen, die die Jahr vor 1945 bewußt erlebt haben, eine große Rolle zu. Diese Generationen haben nicht nur das Dritte Reich, sondern auch die Vorgeschichte des Dritten Reiches erlebt und hatten sich zu einem beträchtlichen Teil ein ausgewogenes Bild der Geschichte bewahrt.

…die Rum-Brülldrei auf der das ganz beruhte war mir immer ein Gräuel.

Prüfen Sie doch ganz einfach nach, inwieweit Ihr Urteil Folge einer „Reeducation“ oder einer eigenen Meinungsbildung ist. Gehen Sie auf YouTube und sehen und hören Sie sich die kompletten Reden der entsprechenden Personen der damaligen Epoche an. Nach meinem Urteil wird sich durchaus einmal in Rage geredet, aber dies ist der Höhepunkt eines Spannungsbogens. Ansonsten wird überwiegend ruhig, sachlich und nüchtern argumentiert.

Trouver
12. Oktober 2015 20:16

Was mich relativ kräftig stört, ist, dass die Patrioten in der VSA-Bashing mit den Linken übereinstimmen.

Hat etwa Christus DOCH mit Belial gestimmt?

Meinen die Patrioten, dass die Deutchabschaffer in diesem Fall doch was richtiges tun?

Wo ist Gebot des Maßes und der goldenen Mitte? Wo sind die eisernen Prinzipien, die Heimat an erste Stelle zu erheben?

Warum? nicht schlicht und gerade definieren: wir werden neutral sein, wir sichern uns mit termonuklearen Mitteln von äußeren Bedrohungen ab, wir handeln sowohl mit VSA, als auch mit Rußland, aber keiner von beiden darf sich un unsere inneren Angelegenheiten einmischen!

EBEN DAS wär DRITTER WEG!

Exmeyer
12. Oktober 2015 20:45

@ Hühnerbaron: Survival trifft die Sache nicht. (Turnvater) Jahns Gedanken treffen!

@ Demo Goge:
"Erhält nicht, vor dem Hintergrund dieses Gedankens, das Merkel’sche „WIR SCHAFFEN DAS“ einen geradezu gefährlichen Klang. - USA will den Bürgerkrieg; Und Merkel glaubt, ihn durch die brutale Unterdrückung einer Partei – der Herkunftsdeutschen – verhindern zu können!" - Ich denke das trifft weitestgehend zu. So sehe ich auch die BRD. Zwischen kleinen Ansätzen der Eigenständigkeit und der Amerikanisches-Protektorats-Raison hin- und hergerissen. "Verrat", Unfähigkeit und reale, fast ausweglose Situation gehen in einander über.
Alle Springerblätter schießen Merkel an - aber noch nicht ab. Ohne Rückversicherung hätte sich Seehofer nicht aus der Reserve gewagt. De Maiziere hängt an der Merkel, vdL hat ein - künstliches - Lügenproblem. Bleibt nur Seehofer. Das dachten sich wohl einige.

Annahme: Merkel lügt konsequent. Sie meint und will stets das genaue Gegenteil dessen, was sie sagt (und sogar tut?). Und das ist durchaus interessant, gerade in Bezug auf das Ost-West-Verhältnis. Den Versuch sie abzuschießen, hatte ich erwartet. Wetten, mit Seehofer ist TTIP so gut wie durch und die Sanktionen gegen Rußland werden bleiben. Dafür wird er die Flüchtlinge in den Griff kriegen.

Exmeyer
12. Oktober 2015 21:06

Ach, noch @ Gutmensch: Na, die (Nicht-Ex) Frau vom alten Bismarck-Schöhnhausen war eine geborene von Puttkamer, glaube ich. Kann mir kaum vorstellen, daß die tausendmal schöner als irgendwer war. War sie nicht.
Daß Schmalzlocke KT mit einer Bismarck verheiratet ist, haben Sie mir gerade erst näher gebracht. Der bismarcksche Hausherr hätte sie vor dem Jawort mal übers Knie legen sollen! Aber die guten alten Zeiten sind wohl endgültig vorbei.

@ Redaktion: Die Links zu den amerikanischen Seiten TOO und CC waren schon ungewöhnlich. Alle Achtung! Damit es nicht zu dicke kommt, habe ich durchaus Verständnis für die erfolgte Unterschlagung und damit gerechnet, so etwa mit 50/50.

Wegner:
Dann lesen Sie hier wohl noch nicht allzulange mit; zumindest der Kollege Lichtmesz verweist seit mindestens drei Jahren bei sich bietender Gelegenheit zur pittoresken "Blogosphere" jenseits des Großen Teichs. Von einer kurzen Einlesephase könnte denn allerdings auch die gelegentliche textliche Kraftmeierei herrühren, die in anderen Foren besser aufgehoben und wohl auch willkommener ist.

Der Gutmensch
12. Oktober 2015 21:17

Nochmal setzen, Exmeyer, nochmal nachdenken: Welchem Ziel gilt die Übung, nach Karlsruhe zu marschieren? Was ist das einzige, worum es in der BRD überhaupt geht und schon immer gegangen ist?

Richtig - wem man die Verantwortung für die malaise zuschustern kann. Das BVerfG kann gar keine Entscheidung treffen, die in der Folge dafür sorgt, dass der Flüchtlingsstrom abreißt, das ist jetzt vollständig unmöglich geworden, weil eins das andere nach sich zieht. Aber Seehofer ist dann nur nicht mehr verantwortlich ... und Merkel auch nicht. Schachtschneider wird Ihnen etwas anderes erzählen. Aber ich werde recht behalten.

Und die Annahme ist nicht einfach, dass die Kanzlerin lügt. Sondern, dass man ihr Verhalten antizipieren könne. Naja - falsch liegen sie, alle miteinander.

Der Gutmensch.

Falkenstein
12. Oktober 2015 21:52

Ich wünsche mir das die Identitäre Bewegung in Deutschland mehr vom Schwung der österreichischen IB zehren kann.
Es ist zu still um sie.
Aber anderseits sei daran erinnert, das es nicht reicht "andere" ins Feuer zu schicken und selbst auf den höheren Bänken im Colosseum den Daumen zu halten.
Es kommen nun entscheidene Wochen auf unser Volk zu die JEDEN fordern.
Auch Euch liebe Kommentatoren!
Es reicht nicht zu kommentieren, verbal sich gegenseitig die Butter von der Messerspitze zu lüpfen, wir brauchen den Widerstand und zwar von allen.
Wenn wir das weiter verschnarchen und in der Theoretisiererei verweilen, wird bald der Bildschirm verstummen.

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