Sezession
20. Oktober 2015

30000 beim Pegida-Geburtstag – über die Verhältnismäßigkeit der Dinge

Götz Kubitschek / 183 Kommentare

Als gestern Abend Siggi Däbritz vom Orga-Team der Pegida die Versammlung für beendet erklärte, hatten die Gegendemonstranten und ihre selbstverständlich in dieser Menge schwimmenden Schlägertrupps fast alle Zugangswege rund um den Theaterplatz blockiert. Zu diesem Zeitpunkt stand bereits fest, daß ein Pegida-Spaziergänger auf dem Weg zur Kundgebung niedergeschlagen worden war. Er liegt seither mit schweren Verletzungen im Krankenhaus.

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Obwohl der Tatgrund politisch ist, hat es keinen medialen Aufschrei gegeben, keine Solidarisierung der Politik mit einem, der friedlich demonstrieren wollte und dabei halb tot geschlagen wurde.

Auf der facebook-Seite des für die Gegen-Demonstrationen und Blockaden verantwortlichen Bündnisses "Dresden nazifrei" ist folgender Dialog zu lesen:

Jan Meier: Ich vermisse von Dresden Nazifrei eine klare Abgrenzung zu Linksextremisten. Gerade was gestern von einigen Chaoten gezeigt wurde, hat nichts mit friedlichem Protest zutun- ganz im Gegenteil sogar.

Dresden Nazifrei: Zunächst: Wir teilen die Extremismustheorie nicht, daher sprechen wir weder von Links- noch von Rechtsextremist_innen. Das dieser Theorie zu Grunde liegende Bild der "guten Mitte" und der "bösen Ränder" ist durch die Realität widerlegt: Pegida hat Anhänger in allen Bevölkerungsschichten und zum großen Teil aus der so oft beschworenen, vermeintlichen Mitte und ist dennoch offen rassistisch und in den Ansichten extrem.
Daher gibt es für uns auch keinen Grund, uns von wem auch immer zu distanzieren. Zur Frage der Gewalt haben wir im Vorfeld alles nötige gesagt: es gilt unser Aktionskonsens. Dieser ist auch gestern aus unserer Sicht auf allen unserer Veranstaltungen (das war genau eine der vier Sternmarsch-Demos) eingehalten worden. Für alles andere können wir keine Verantwortung übernehmen, weil wir darauf keinen Einfluss haben.

Derlei wird nicht "problematisiert", weder von den Medien noch von den Veranstaltern selbst, die Verklammerung von friedlicher Demonstration, Blockade, Hetze und Gewalt ist eben etwas Selbstverständliches auf der linken Seite. Zu dieser Seite gehört übrigens auch der SPD-Landesvorsitzende Martin Dulig, dessen Sohn bekennend linksradikal agiert: Dulig selbst zog hinter dem Banner eines der Demonstrationszüge von "Dresden nazifrei" mit und hat sich bisher nicht darüber äußern müssen, daß seine Anwesenheit die linke Gewalt ganz und gar mit der Mitte der Gesellschaft verklammert.

Vor diesem Hintergrund werden die Verbalinjurien Akif Pirinccis nicht schöner, sind aber nicht mehr so grell auszuleuchten. Konsequenzen für Innenminister Dulig, der von Steuergeldern lebt, wird es wohl nicht geben. Pirincci aber hat seine Quittung bereits bekommen hat: Bertelsmann hat die Auslieferung seiner Katzenkrimis heute sofort gestoppt und alle Verträge mit ihm gelöst.

Das sind harte Konsequenzen für einen Autor, der vom Verkauf seiner Bücher lebt. Ausgeliefert wird morgen jedenfalls noch Die große Verschwulung, das Buch erscheint ja nicht bei Bertelsmann, und Pirincci konnte es immerhin noch rechtzeitig im Rahmen seines vielbeachteten Auftritts am Buchmessestand der Jungen Freiheit präsentieren.

Die Lage spitzt sich zu, die Gräben werden immer tiefer

 


Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Kommentare (183)

Th.R.
20. Oktober 2015 19:13

@Fremder aus Elea - 30000 beim PEGIDA-Geburtstag – eine Anmerkungen zu Akif Pirincci

"Schlimmer war Tatjana Festerling mit ihrem Sezessionsgerede. Wenn die Sachsen EIN Volk sind, sind sie nicht DAS Volk. Schlimmer kann man sich doch nicht in den eigenen Fuß schießen. Es tat mir geradezu weh, das mit anzusehen."

25 Jahre nach der Wende wird den Deutschen in Sachsen und Thüringen mehr und mehr bewußt: Diese BRD ist nicht unser Staat.

Anfangs bestand sicherlich die Zuversicht, dass sich die Ostdeutschen in den neuen Staat einleben und irgendwann heimisch fühlen werden, aber diese Hoffnung ist allmählich vergangen. Insbesondere während der letzten Jahre rapide.

Die Ostdeutschen haben sich von diesem Staat entfernt, weil sich dieser Staat vom Volk entfernt hat:

Das Volk ist 1989 ganz sicher nicht auf die Straßen gegangen, um sich 25 Jahre später von dieser BRD abwickeln zu lassen!

So haben wir uns das nicht vorgestellt.

Und darum wird die Idee des sogenannten "Säxit" mehr und mehr um sich greifen. Da bin ich mir ziemlich sicher.

Dieses unbestimmte, trotzdem irgendwie spürbare Vakuum, keine richtige geistige Heimstätte (mehr) zu haben, sollte auch Pegida als Thema erkennen und dieses Feld für sich besetzen. Und einen Vertretungsanspruch darauf erheben.

Niemand hätte sich 1989 vorstellen können, 25 Jahre später einmal dazu verdammt zu sein, identitäts- und orientierungslos auf der Suche nach einem Ort zu sein, wo man sich als Deutscher, und als Volk insgesamt, geistig wieder heimisch fühlen kann.

Die BRD hat sich als unfähig erwiesen, allen Strömungen des Volkes eine angemessene Möglichkeit zur Vertretung einzuräumen. Sie hat stattdessen, und zwar nicht erst heute, auf den Modus des totalitären antideutschen Gesinnungsstaates umgeschaltet.

"Die alte geistige Knechtung wurde durch eine neue eingetauscht" -, so stellt sich die Lage heute dar!

Zu spät. Wir wollen ohnehin nicht mehr.

Es fällt schwer, wenn nicht unmöglich, für uns noch eine lebenswerte Zukunft in dieser BRD zu erblicken.

Wenn es tatsächlich die einzige "alternativlose" Perspektive ist, die uns diese BRD anbieten kann, nämlich in einem multikulturellen Gesinnungsstaat als Volk unterzugehen, dann ziehen wir es vor, auszutreten und unsere eigenen Wege zu gehen.

MfG,
Th.R. aus Sachsen

Ein gebürtiger Hesse
20. Oktober 2015 19:15

Selbst seine Webseite ist Pirincci heute abgestellt worden. Die Konsequenz seines einen Satzes, den die Ausgrenzung sich zur Grundlage nimmt, könnte kaum ärger sein. Man ist hier praktisch im Bereich des Berufsverbots. Hat es in diesem Orwell-Jahr 2015 bereits einen ähnlichen Fall gegeben, wo ein (im Grundsatz) konservativer Autor und Asyl-Kritiker zur Persona non grata gemacht und derart ostentativ an den Pranger gestellt wurde?

Ohne Führerschein
20. Oktober 2015 19:20

Mein Informationsstand ist, dass ihm zudem wohl noch sein Webmaster gekündigt und ihm einen offenen Brief auf seiner Webseite hinterlassen hat, die aber momentan nicht erreichbar ist.

Pirincci führt damit die Repressionsmechanismen des Systems vor. Sein "veröffentlichter Ruf" ist ihm laut eigenen Aussagen ohnehin egal. Nun scheint die nächste Phase - Vernichtung der wirtschaftlichen Existenz - anzulaufen zu sein. Als nächstes dürfte die Phase der Zersetzung einsetzen - sein Umfeld wird unter Druck gesetzt um ihn zu isolieren, der Webmaster - so es denn der echte und kein Hacker war - dürfte der erste Vorbote sein.

Für mich stellt sich die Frage wie man sich dazu stellen soll. Pirincci hat Pegida ein ganz schön grosses Ei ins Nest gelegt, allerdins kann es auch keine ernsthafte Option sein, nun mit den Wölfen zu heulen, denn abseits der Form gibt es inhaltlich wenig zu kritiseren.

Ich sehe die Gefahr dass wir es unseren Gegner gleich tun wenn wir Pirincci verstossen, obgleich er eine ordentliche Abreibung durchaus verdient hat.

Eben sah ich Maas im TV, wie er sinngemäß davon sprach, dass zuerst die Worte verrohen und ent. Taten die Folge sind - vor dem Hintergrund des schwerverletzen Demonstrationsteilnehmers eine mehr als zynische Aussage.

Trouver
20. Oktober 2015 19:34

Nun scheint die nächste Phase – Vernichtung der wirtschaftlichen Existenz – anzulaufen zu sein.

es gibt andere Verlage außer Be-mann; der kleine Akif lebt von der Provokation.

Ich bin mir zuversichtlich, er landet zunächst wieder nen Bestseller.

RL
20. Oktober 2015 19:35

Was folgt daraus?
Daraus folgt, wir sind im Krieg und da gilt es die Reihen geschlossen zu halten, anstatt sich über jemanden zu mokieren, dessen Wortwahl halt keinem sächsischen Kaffeekränzchen entspricht.
Divide et impera so heißt es doch, wir sollten dem Feind aber nicht die Arbeit abnehmen, indem, daß wir uns selbst zerfleischen.

Harald de Azania
20. Oktober 2015 19:39

Offenbar will die REHEKLA den Krieg. Bitte......

Die Antwort hat diszipliniert zu sein.

Und endlich den Satz verinnerlichen "Qui excuse, accuse'

Wieso kann man noch immer ueber die abgrundtiefe Gemeinhei, Skrupellosigkeit, Verlogenheitt und Heimtuecke der Feinde ueberrrascht sein ?

Konservative und Nationale: Ehrbar, Ritterlich, fair, anstaendig aber es gilt

"A Corsaire Corsaire et demi"

Gratulation zu 30,000 Buergern, wahre quirites. Nicht mehr aufzuhalten, niht vergessen, diese Feinde sind feig!

Wer sich angesichts der Hetze und der Repression sichtbar engagiert, ist 10x einen Systemfellachen wert. Also waren es substanzhaft gemessen 300,000 !!

Ave Quirites, salve Patria!!

HdeA

Thylacin
20. Oktober 2015 19:40

Danke für den zweiten, die Dinge wieder etwas zurecht rückenden Artikel heute. Ich selbst war gestern auch wieder da, stand direkt vorn am Flatterband. Beim Pirincci-Beitrag bin auch ich ein paar mal zusammengezuckt. Ich hatte und habe allerdings keine Probleme mit dem KZ-Zitat, das im Kontext absolut unproblematisch ist. Im Gegensatz zur Systempresse habe ich eher Probleme mit seiner Vulgärsprache. Wenn man zum Beispiel über Vergewaltigungen spricht, kann man das auch anders ausdrücken, als "mit Moslemsaft vollpumpen". Aber auch das ist letztlich Geschmackssache und ein eventuell schlechter Geschmack ist selbst heute (noch) nicht strafbar. Wenn das nicht gewesen wäre, würden wir jetzt über etwas anderes reden. Ich glaube das alles läuft auf ein Verbotsverfahren hinaus. So oder so wird man die nötigen Gründe schon an den Haaren herbeiziehen.

Eckesachs
20. Oktober 2015 19:47

,,Derlei wird nicht „problematisiert“, weder von den Medien noch von den Veranstaltern selbst, die Verklammerung von friedlicher Demonstration, Blockade, Hetze und Gewalt ist eben etwas Selbstverständliches auf der linken Seite. "

Und warum ist es das bei uns nicht? Weil wir die Redlicheren sind? Weil wir uns nicht trauen, weil wir keine Hartzer sind und etwas zu verlieren haben?

Wünschenswert wäre es allemal.

Wenn einer mal ausflippt, so ist es doch nicht die ganze Gruppe.

Ich möchte mehr Zusammenhalt.

Akif ist ein unberechenbarer Anarchist und Hofnarr. Na und? Es ist unser Anarchist, nur wir verkloppen den.

Fredy
20. Oktober 2015 19:48

Solidariät mit AP sollte sein!

Sein Auftritt war, wenn auch unpassend, keine Überraschung. Es sind also auch die schuld, die eingeladen und geplant haben.

Aber egal. Kritik nach innen; Zusammenhalt nach außen. Diesbezüglich kann man vom Gegner lernen.

Claus
20. Oktober 2015 19:49

Sehr geehrter Herr Kubitschek,

ihre Ausführungen sind wie immer treffend und sie bringen die Analyse wie immer auf den Punkt. Das Problem ist nur, dass sich das patriotische Lager scheinbar nur mit der Analyse der Lage beschäftigt. Dabei wirkt es wie ein Zuschauer am Rande, was zwar die Katastrophe kommen sieht, aber nichts dagegen unternimmt.

Zwar fängt man an (speziell sie Herr Kubitschek) nach Widerstandsformen zu suchen. Das ist zwar richtig, aber warum erst jetzt?

Den 3Sat Bericht über sie habe ich mir schon oft angeschaut. Demnach haben sie insgeheim immer darauf gehofft, dass solch ein Umbruch, wie er gerade stattfindet, geschehen müsse, damit sich etwas ändert. Aber dennoch haben sich scheinbar alle nur mit der Analyse der Lage beschäftigt. Warum?

Desweiteren fehlen handfeste Visionen, wie denn das „neue Deutschland“ konkret aussehen soll. Das heißt, zu erst einmal müssten die konkreten Fehler des Systems analysiert werden (z.B.: fehlerhafte Gesetze; Einfluss der Wirtschaftslobby auf die Politik; Presse-Lügen; usw.) und anschließend konkrete Maßnahmen erarbeitet werden. Dazu müssen Experten des jeweiligen Bereiches daran arbeiten (z.B. Herr Schachtschneider).

Ansonsten laufen wir gefühlt noch in 10 Jahren bei Pegida im Kreis und es ändert sich nichts in unserem Sinne.

P.S. Ich weiß, das patriotische Lager ihnen schon viel zu verdanken hat. Ich habe auch bereits viele Bücher von ihnen gelesen, auch die Sezession. Meine Kritik soll keine persönliche, sondern eine konstruktive sein. Und die Fragen, die ich ihnen stelle sowie die damit verbundene Aufforderung, richte ich auch an mich selbst und versuche daran mitzuarbeiten bzw. zu zuarbeiten.

Claasen
20. Oktober 2015 19:56

Ein Herr Bachmann hat sich auch gleich eingereiht.

Der Webmaster vom Kleinen Akif hat mit einem abartigen Foto (zeigen einer in der BRD strafbewehrten Handlung) den Blog geschlossen.

Gut, daß ich 1968 nicht von solchen Typen umgeben war.
Keiner meiner Mittäter hat mich verunglimpft weil ich mit dem Roten Punkt wegen Fahrpreiserhöhungen die Straßenbahnen lahm gelegt habe.

Als der Polizeipräsident von Berlin sich an Laternen festklammerte und hysterisch zu seinen "Kurrassen" schrie "nachsetzen - draufschlagen", da hat sich auch keiner von mir distanziert.
Damals war wohl mehr die Zeit des Zorns und der Tat.

Heute scheint eher die Zeit des Hoffens auf einen differenzierten, abwägenden, fruchtbaren Dialog mit den Herrschenden zu sein.

Warum fühle ich mich so an die beiden Philosophen erinnert, die auf den Zinnen von Konstantinopel gesessen und sich darüber unterhalten haben sollen, ob Engel männlichen oder weiblichen Geschlechts sind, während die Janitscharen die Mauern erklommen?

Fredy
20. Oktober 2015 19:56

hehe, selbst der Kopp-Verlag geht auf Distanz zu AP. Gerade Kopp selbst verlegt doch jeden Müll.

Marcus Junge
20. Oktober 2015 20:12

Da es Pegida eh Dauerthema ist, gibt es dazu handfestere Erkenntnisse?

https://www.contra-magazin.com/2015/10/pegida-kameramann-von-ruptly-in-dresden-zusammengeschlagen/

Darin liest man, daß "Pegidas" den russischen Kameramann verprügelt hätten, was ja so gar nicht passen würde, da Russia Today seit Monaten völlig fair und ungeschminkt, als einziger Sender der Welt, aus Dresden eine stundenlange Liveschaltung Montags macht.

Aristoteles
20. Oktober 2015 20:13

Das mit dem "sächsischen Kaffeekränzchen" ist totaler Schwachsinn, denn wenn sich die Menschen noch irgendwo lautstark und stark zusammentun, dann hier in Sachsen und Thüringen.
(So sehr ich mir das Überschwappen auf andere Regionen wünsche.)
Horst der Deutsche hat eine gute, kräftige Rede gehalten.

Ich halte den BRD-Rufmord an Pirincci auch für überzogen, dennoch bleibt festzuhalten, dass es Grenzen gibt (dabei denke ich nicht einmal an diesen im wahrsten Sinne des Wortes lachhaften KZ-Vergleich).

Und da es hier aus dem anderen Strang irgendwie weiterzugehen scheint:
Sagt doch jemand glatt, Akif Pirincci mache sich eben um seine Heimat Sorgen.

Wie bitte?
Ich habe in seiner Rede nichts davon gehört, dass er sich um die Türkei Sorgen macht.

RL
20. Oktober 2015 20:23

Bachmann ist über das Stöckchen gesprungen. In meinen Augen ein Fehler. https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2015/pegida-distanziert-sich-von-akif-pirincci/

Fenris
20. Oktober 2015 20:27

Alles Gesagte wird Makulatur, angesichts der 3,7 Millionen, die allein über Griechenland nun anreisen. In wenigen Wochen sprechen wir hier über ganz andere Notwendigkeiten - im Wortsinn.

Pirincci ist nach eigener Aussage finanziell unabhängig. Ihm ist von unserer Seite aus Gelegenheit zur inneren Einkehr/ Selbstreflexion zu geben. Im Nachgang folgt eine Aussprache, dann sieht man weiter.

In keinem Fall wird nachgetreten, wie das Bachmann schon wieder tut, mit seiner Distanzierung. Ich bleibe dabei: Bachmann ist nicht sauber.

Die Reaktionen der Pegida-Teilnehmer auf seinen Beitrag sind für den kleinen Akif eine gute Gelegenheit, sich noch etwas mehr in die Tiefe der deutschen Seele einzudenken. Ein guter Koch ist nicht zwangsläufig auch ein guter Gastwirt. Ein jeder an seinem Platz.

Carsten
20. Oktober 2015 20:30

RL sagt: "Wir sind im Krieg und da gilt es die Reihen geschlossen zu halten."
Dem ist nichts hinzuzufügen.

Vielleicht könnte das jemand noch Dieter Stone mitteilen...

FFlecken
20. Oktober 2015 20:34

Eine wichtige Ergänzung zum vorherigen Beitrag vom Tage. Wir müssen schon die Relationen wahren und klarmachen, dass die Herrschenden direkt und indirekt mit innenpolitischen Gewalttätern paktieren.
Bei aller berechtigten Kritik an Pirincci (NS-Fixierungen jeglicher couleur, wie bei ihm gegeben, führen zu geistiger Verengung, die oft übel in der Sackgasse enden) sollte man also dennoch die Kirche im Dorf lassen. Und mit Dieter Stein haben wir ja schon den ungekrönten König der Abgrenzer, den wir uns nicht zum Vorbild nehmen sollten.

budda wayne
20. Oktober 2015 20:38

@Rheinländer

da die Kommentarfunktion für den vorigen Pegida-Pirincci Artikel abgeschaltet wurde, erlaube ich mir nun hier eine Antwort auf Ihre Frage. Sie haben recht: ich bin ein gebürtiger Türke, der im Laufe seines Lebens immer "deutscher" wurde. Immer "deutscher" wurde ich zum einen aufgrund meiner halbdeutschen Verwandschaft, die kein oder kaum türkisch spricht, und zum anderen aufgrund des Respekts und der Achtung meiner Eltern gegenüber der Gesellschaft und der Kultur, in die sie einwanderten. Ich bin jemand, der seine türkische Muttersprache perfekt spricht und für den die kulturellen Traditionen seiner Eltern genauso normal sind wie die Gepflogenheiten und Umgangsformen seiner (halb)deutschen Cousins und Cousinen. Im Laufe der Jahre habe ich oft die Erfahrung gemacht, daß nicht die nach außen ausländerfreundlich scheinenenden Deutschen, die eben durch "Umerziehung" usw. oft große Probleme mit der eigenen Identität haben, - bis hin zum Selbsthaß - mir mit Respekt und Anerkennung begegneten, sondern diejenigen Deutschen, die sich ein natürliches und gesundes Verhältnis zur eigenen Identität und Geschichte bewahren konnten und ihre Kultur und Traditionen natürlich und würdevoll auslebten und sie mich auch miterleben ließen. Mit diesen kultivierten Deutschen, die eben nicht versuchten etwas anderes zu sein als sie sind, hatte ich viele meiner schönsten und wertvollsten menschlichen Erfahrungen machen dürfen. Viele linke Scheinausländerfreunde hingegen, die ja paradoxerweise in ihren alltäglichen Gewohnheiten und in ihrer Wesensart oft durch und durch deutsch sind, mögen vor allem einmal die Ausländer, die nichts Deutsches annehmen und die man vor allem irgendwie bemitleiden kann. Der linke Gutmenschdeutsche, der alles Deutsche - also quasi sich selbst - ablehnt, kommt mit selbstbewußten Ausländern, die gebildet, traditionsbewußt und zugleich aufgeschlossen für deutsche Kultur und Werte sind, nicht gut zurecht. Bei solch einer Begegnung tritt das eigene völlig verstümmelte Selbstwertgefühl voll zu Tage. Mit einem Ausländer, den man nicht bemitleiden kann oder der einem geistig überlegen ist, fühlt ein Gutmensch sich gänzlich unwohl! Anders gesagt: wer das Eigene nicht schätzt und liebt, kann das Fremde auch nicht wirklich schätzen oder gar lieben lernen. Noch schlimmer: wer das Eigene nicht schätzt und liebt, kann es auch nicht vermitteln und dafür sorgen, daß es im eigenen Hoheitsbereich von ALLEN geachtet und respektiert wird. Wer das Eigene also nicht schätzt und liebt, wird letzten Endes zu etwas anderem, er wird übernommen von etwas anderem...

Wie kann man nun also Menschen wie mich für den Kampf um den Erhalt der deutschen Identität und die Erlangung deutscher Souveränität gewinnen? Indem man die ausgstreckte Hand von Menschen wie mir annimt. Indem man den Kontakt zu Menschen nichtdeutscher Herkunft sucht, denen Deutschland am Herzen liegt, und die bereit sind vernünftig, sachlich und kontrovers zu diskutieren.
Wir müssen einander vertrauen können. Dieses Vertrauen läßt sich nicht durch einen Beschluß oder durch ein Gesetz erzeugen, sondern durch gemeinsame menschliche Erfahrungen. Wer sich durch einen Weltnetzeintrag über Götz Kubitschek blenden läßt, ist ohnehin nicht der richtige Gesprächspartner. Aber glauben Sie mir eines, es gibt viele junge Menschen nichtdeutscher Herkunft, die die Dinge so sehen wie ich. Und die sehr ähnliche Erfahrungen gemacht haben wie ich.
Eines steht allerdings fest: beleidigende, pauschalisierende, hetzende, unkultivierte und auch ungebildete Personen wie Pirincci, Stürzenberger, Wilders usw. sind eher hinderlich beim Vertrauensaufbau. Die Frontlinien müssen eben richtig gezogen werden. Nur um ein par radikale Islambekämpfer, geistlose Marktschreier und vulgäre Hetzer - in Pirinccis Fall ja auch noch selbsthassend wie die Gutmenschdeutschen - mit im Boot haben zu können, wurden bisher hunderttausende potentielle Unterstützer - auch junge Deutsch-Türken usw., aber auch viele Deutsche, die eben enge menschliche Beziehungen zu Ausländern und Deutsch-Türken usw. haben - für diesen deutschen Selbsterhaltungskampf vergreult. Es ist nun endlich an der Zeit, die Weichen nochmal richtig zu stellen. Die Energie ist da. Jeder Ausländer, der ein Funken Vernunft und Anstand hat, wird begreifen müssen, daß Deutschland das Land der Deutschen ist und bleiben muß. Meine derzeitige Hoffnung liegt beim Zusammenschluß von Kubitschk und Elsässer.

Reklof
20. Oktober 2015 20:45

Dem deutschen Volk, und Allen die es gut mit Ihm meinen, hat man den Krieg erklärt. Und zwar 95 % aller Musiker, Schriftsteller, Radio- und Fernsehmoderatoren, Schauspieler, Komiker, Schriftsteller, Pastoren und Pastorinnen und fast alle Politiker, Lehrer, Beamten. Grund: Sie sehen sich nicht als Deutsche, sind Weltbürger, Europäer, Menschen und Nutznießer dieses politischen Systems. Sie können es gar nicht verstehen was diese Leute da in Dresden und in anderen "Provinznestern" überhaupt wollen. Ich habe heute das Radio nach ca 2 min. abgeschaltet. Der Fernseher bleibt aus. In die Zeitungsauslagen am Kiosk konnte man auch nicht gucken ohne zu erblinden.
Ich empfinde nur noch Verachtung für diesen Staat und seine Büttel und einen Teil seiner Bürger. Ja, am liebsten würde ich selbst der Politesse die Ihren Dienst verrichtet ins Gesicht spucken. Dieser ganze BRD Staat ekelt mich an. 3,7 Mio. "Schutzsuchende" stehen in der Türkei in den Startlöchern. Sollen Sie doch kommen. Hier gibts nichts mehr zu bewahren außer Besitzständen. Das nicht einer aufsteht - Ich kann Herrn Pirinci verstehen, man kann nur noch ausfallend werden. Ja Pegida wurde damit ein Bärendienst erwiesen - und ? Was wollen die Spaziergänger eigentlich - noch ein Jahr friedlich im Kreis laufen und stoisch "Lügenpresse" und "Wir sind das Volk" rufen. Als Fixpunkt für Leute die sonst nichts zu tuen haben ? Das ist doch kein Selbstzweck. In der Zwischenzeit haben wir 2 Millionen neue Einwohner ! Leute: Ihr seid nicht das Volk ! Leider. Das Volk scheißt auf Euch seine Kultur weil es Sie schon vor zwanzig oder mehr Jahren verloren hat. Das sind nur noch Phantomschmerzen. Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin = Stell dir vor wir werden ausgetauscht und keinen juckts ! Die Mehrheit der Deutschen vermisst nichts, Sie sind zufrieden, Sie wollen helfen. Die Völkerwanderung ist nur noch der Schlußpunkt. In einem Jahr gibt es Pegigda nicht mehr, aber 6 Millionen neue Bundesbürger. Die werden uns dann so in Atem halten das uns Hören und Sehen vergeht.
Macht Schluß mit diesen Spaziergängen, ein Jahr ohne Ergebnis ist genug. Macht entweder die ganz große Nummer in Berlin vor dem Bundeskanzleramt oder teilt Euch auf in kleine Gruppen und blockiert Asylunterkünfte oder besetzt Rathäuser. Nazis sind wir sowieso egal ob einer rumpöbelt oder die Lippen spitzt. Dieser Konflikt wird auf der Straße entschieden mit zvilem Ungehorsam. Seht Euch Stuttgart 21 an, dann seht Ihr was auf Euch zukommt. Tränengas, Wasserwerfer, Verleumdung, Platzverweise und Bußgelder. Glaubt Ihr die Freiheit Deutschlands bekommt man im gemietlichen Dresden beim Spaziergang geschenkt. Träumt weiter. Seht in die Gesichter der Schutzsuchenden und versteht was die Stunde geschlagen hat. Kaffeekränchen mit Eierschecke kommt später.

Nemo Obligatur
20. Oktober 2015 20:47

Was folgt daraus?
Daraus folgt, wir sind im Krieg und da gilt es die Reihen geschlossen zu halten,

Vielleicht wäre es besser, sprachlich etwas abrüsten. Wir wissen die besseren Argumente auf unserer Seite und die Zeit wird das ihrige tun. Setzen wir uns ins Unrecht, wird uns das nur schaden. Man kann auch wehrhaft sein, ohne bewaffnet zu sein.

Wie geht es eigentlich dem schwerverletztenden Demonstranten? Vielleicht kann man ihm Solidarität zeigen? Und wie verhalten sich die Behörden hinsichtlich der Täter? Dass Galgenvorzeiger und Fäkalredner auf strafrechtliche Relevanz durchleuchtet werden, kann man ja inzwischen in jedem Käseblatt nachlesen.

jak
20. Oktober 2015 20:51

1.) Wer Pirincci einlädt bekommt Pirincci. Was denn sonst? Das ist aber offensichtlich keine Frage von Pirincci sondern von der Organisation dieser Veranstaltung. Eine politische Demonstration ist keine Lesung eines Künstlers. Kubitschek und Klonovsky haben die KZ-Schlagzeile kommentiert und für jeden, den es interessiert in den Zusammenhang gestellt. Ansonsten hat Maschke in einem alten JF-Interview alles nötige dazu gesagt:
„Maschke: Ich lehne es ab, mich innerhalb der Rechten von irgendwelchen Leuten öffentlich zu distanzieren. Den Luxus können wir uns gar nicht leisten. Das habe ich auch in der Linken kaum gemacht. Am besten schweigt man. Etwas anderes sind Gewalttaten gegen mißliebige Personen bis hin zum Mord. Das ist eine Sache des Strafrechts.“
So ist es!!!
2.) Was mich persönlich an der Spät-BRD so anwidert ist die allgegenwärtige Lüge. Migrassoren werden pauschal zu Schutzsuchenden, die Schläger der Staatsantifa sind Zivilgesellschaft, jeder noch so brave Dissident ist Nazi, usw usw...
3.) Höcke hat bei Jauch vieles gut und richtig gemacht. Was mich da gestört hat war, dass er bei den ganzen Krokodilstränen der Gegenseite nicht immer auch den Terror der Staatsantifa angesprochen hat. Der alberne Galgen letzte Woche war für ihn „widerlich“, der Angriff auf die Kölner Politikerin auch. Ja, zumindest bei letzterem hat er natürlich recht. Ich hätte Maas und Konsorten aber nicht vorgehalten, dass sie die Internationale mehr mögen als die Deutschlandflagge (der durchschnittliche ARD-Zuschauer weiß vermutlich nicht einmal was die Internationale ist). Dabei geht politische Gewalt in der BRD hauptsächlich von der Staatsantifa aus. Das kann man bei solchen Anlässen nicht oft genug betonen...

Dresdner
20. Oktober 2015 20:52

Ich finde allerdings die Distanzierung von Bachmann befremdlich. Er wusste doch wen er einlädt. So geht man mit Gästen nicht um.

Weserlotse
20. Oktober 2015 20:54

Nicht verantwortlich für das, was nach der Demo passiert? Interessant. Vor drei Wochen hat die Linke die AfD in Erfurt genau dafür verantwortlich gemacht, was Stunden nach dem Ende der Veranstaltung ganz woanders in der Stadt passiert ist. Nun ja, die Doppelmoral liegt den Linken in Fleisch und Blut, da kann man nichts machen.

Schatten von E.
20. Oktober 2015 21:01

Wir sollten gelassen reagieren und uns auf keinen Fall von der Person Pirincci distanzieren. Statt dessen sollten wir weiter versuchen, in die Offensive zu gehen.

ulex
20. Oktober 2015 21:02

Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass mehrere, weit von der Innenstadt entfernt, parkende Autos einer Inititiative aus Heidenau "abgefackelt" wurden.

Man sollte erwähnen, dass es am Wochenende einen linken Überfall auf die Mahnwache in Übigau gab, wo einem Rentner das Schlüsselbein gebrochen wurde.

Auf die Legida-Bühne gab es letzte Woche auf dem Heimweg fernab des Kundgebungsortes bei voller Fahrt einen offenbar geplanten Anschlag mit Molotow-Cocktails.

Von all den vielen spontanen Übergriffen, die dann auch mal in offensiver Gegenverteidigung resultieren, die Leipziger LVZ heult grad weil es am Montag rund um den Leipziger Hauptbahnhof wohl einige Scharmützel gab, mal ganz zu schweigen.

Zumindest irgendwelche Galgenmännchen an der Hauswand relativierenden diese realexistierenden Zustände in der realexistierenden BRD selbst in Sachsen mE schon ein wenig...

Lepanto
20. Oktober 2015 21:05

Passend dazu : Die Lügenpresse im beschleunigten Niedergang, hier die Magazine (aktuelle Zahlen, Vergl. zum Vorjahresquartal):
Spiegel: 635.297 -36.656 (-5,5 %)
Stern: 412.737 -38.816 (-8,6 %)
https://meedia.de/2015/10/20/ivw-blitz-analyse-auflagen-verluste-der-magazine-dramatischer-denn-je-nur-sieben-gewinner-in-der-top-50/

bibabutz
20. Oktober 2015 21:08

Wir haben es doch alle gesehen, Innenminister Maas hält es für höchst bemerkenswert, das jemand wie Höcke auch eine Meinungsfreiheit hat. Da müsste man doch mal etwas tun.

Desprecio
20. Oktober 2015 21:09

@ "RL"

Ihr Beitrag gefällt mir - kurz und prägnant !

Besonders der letzte Satz hat es in sich. Daran sollte man sich immer
wieder erinnern, bevor man dem eigenen Lager schadet.

Ich hoffe nur für Pirincci, daß sich wirkliche Freunde seiner annehmen,
die ihn, obwohl er in der Sache meistens Recht hat, ein wenig von sei-
ner abstoßenden Fäkalsprache wegführen können.

ulex
20. Oktober 2015 21:14

Aber um das Thema Akif mal abzuschliessen:

Dass sein provokativ-vulgärer inhaltlicher Stil nicht jedem schmeckt, kann ich gut nachvollziehen.

Dass er nicht reden kann, weiß eigentlich auch jeder.

Dass man nicht eingreift wen statt einer abgesprochenen Lesung eine nicht-abgesprochene Rede gehalten wird, ist natürlich auch nicht ok.

Letztlich sind das Einladender und Eingeladener gemeinsam in der Verantwortung wenn ein solcher Auftritt zu Irritationen führt. Insofern hätte ich mir ein ausgewogeneres Statement von Bachmann gewünscht, insbesondere da Festerling ja augenscheinlich grosser Akif-Fan ist. Aber vielleicht rumpelt es da auch grad ein wenig intern.

Was aber garnicht geht, ist die Skandalisierung von aus dem Zusammenhang gerissenen Wortfetzen.

Was garnicht geht ist die Existenzvernichtung und Aufkündigung von 20 Jahre alten Geschäftsbeziehungen aufgrund aktueller nicht-genehmer politischer Verhaltensweisen.

Erfreulicherweise gibt es diesbezüglich genügend Leute, sei es bei Facebook oder anderswo, die dementsprechend Dinge gerade rücken.

Ewiggestriger
20. Oktober 2015 21:15

Die Linke sieht eine Entschuldigung als Schuldbekenntnis und Zeichen der Schwäche. Somit würde der, der sich entschuldigt, nie Gnade erfahren sondern würde umso heftiger und gnadenloser angegriffen. Man hat es zu tun mit Menschen, die ihre Menschlichkeit geopfert haben im Namen politischer Religion. Deshalb nie, nie, NIE entschuldigen. Ich fürchte Bachmanns Entschuldigung den Feind nur ermutigt.

ingres
20. Oktober 2015 21:18

Übrigens man dreht das auch so, als ob Pirincii gesagt habe, es wäre schade dass die KZ’s nicht mehr existieren in den Sinne, dass sie für die Juden nicht mehr existieren. D. h. man meldet lediglich isoliert, er habe gesagt "es sei schade dass die KZ's nicht mehr existieren".
Ich würde an Pirinciis Stelle jetzt Justizminister Maas (et al) wegen dieser offensichtlichen, durchaus ungeheuerlichen Verleumdung (wenn mich bei diesem System auch nichts mehr überrascht) anzeigen. Wenn allerdings die Richter die völlig andere Logik von Pirinciis Aussage nicht mehr begreifen (dürfen), dann ist es temporär erst mal vorbei.

Flaneur
20. Oktober 2015 21:18

Das Problem solcher Beiträge - so richtig sie inhaltlich sind - ist die darin zum Ausdruck kommende unterschwellige Hoffnung, es gäbe einen Schiedsrichter, der beim Lesen aufmerkt und Foul pfeift - rote Karte für die Antifa und ihre Schreibtischunterstützer!

Wenn die Presse, das Volk oder wer auch immer dieser Schiedsrichter wäre, hätte er schon lange die Gelegenheit dazu gehabt.

Es ist erklärte und offene Taktik der extremen Linken, selbst die Mörder in ihren Reihen nicht auszugrenzen, siehe RAF, Mescalero-Nachruf, etc. Nachdem in FFM bei Blockupy Molotowcocktails auf besetzte (!) Polizeiwagen geworfen wurden, erklärte der Anmelder der Veranstaltung, das sei "so nicht geplant" gewesen (wie dann, eine halbe Stunde später? mit besserem Erfolg?).
Das wird auch in Zukunft nicht "problematisiert" werden. Das war so und wird so bleiben. Das es ungerecht ist - geschenkt.

Thomas
20. Oktober 2015 21:26

Ich konnte die Begeisterung mancher Akademiker für Pirincci noch nie verstehen. Bemühte mich hin und wieder diese Ergüsse zu lesen, musste immer nach dem ersten Absatz abbrechen. Ein Grobian, bei dem ich den Verdacht hege, er ist ein Lockspitzel diverser Schlapphüte. Mag sein, ich irre im Letzteren. Jedoch sind mir solche durchgeknallten Typen aus der DDR bekannt. Sämtlich mit dubiosen Hintergründen. Leute mithin, von denen man sich besser fernhält.

Bernhard
20. Oktober 2015 21:37

Gerade jetzt sollte man sich mit Pirincci solidarisieren sich keinesfalls distanzieren. Das machen die Linken auch so und sind damit erfolgreich.

Keine Entschuldigung und keine Distanzierung! In den kommenden Zeiten werden ganz andere Worte fallen.

Arminius Arndt
20. Oktober 2015 21:42

Im Nachhinein und nachdem ich mitbekommen habe, was jetzt dem kleinen Akif passiert, möchte ich unter Verwendung des Stilmittels der Übertreibung behaupten, dass sich die einen auf einem Altar in einer katholischen Kirche pathetisch selbst entleiben und die anderen eben in schlecht ausgesprochenem Deutsch in einer mies übertragenen Rede vor Zehntausenden ganz bewusst dem Establishment den Dreck, den es selber seit Jahren in konstanten Dosen in seinem Volk aussäht, in gut gefüllten Eimern wieder zurück ins Gesicht wirft, um sich so gesellschaftlich selber zu exekutieren.

Beides war ein Fanal - das eine wurde hier als intellektuelle Meisterleistung abgefeiert, obwohl damit ein Haus Gottes und damit das Symbol des Heiligen eindeutig besudelt wurde, beim anderen aber rasch das Näschen hoch gezogen, weil man die Idee von der edlen, friedlichen Volksbewegung durch ein paar saftige Kraftausdrücke besudelt sah, obwohl dies ebenso eindeutig nicht der Fall war.

Das sich Bachmann, wie ich es vernommen habe, jetzt entschuldigt, halte ich für eine sehr schwache Leistung. Das Kubitschek oben im Artikel jetzt die Sache hingegen nicht mehr so grell sieht, dafür um so besser.

Wie auch immer, ich werde mir jetzt ein paar Bücher von A.P. und auch sein Neues kaufen - und zwar am Besten über den Antaios- Vertrieb und hoffe, damit es beiden Seiten Recht zu machen ...

PS: Wie war das damals bei Charlie Hebdo? Diesem üblen Gülleblatt?
Von daher:
Je suis Akif

Stefan
20. Oktober 2015 21:42

Liebe Sezessionisten, lieber Kubitschek,

bei aller Kritik an Akifs Rede von gestern, an seine provokativen Äußerungen (Ich bin nach wie vor der Meinung, eine systematisch marginalisierte Opposition muss provozieren um sich Gehör zu verschaffen, denn es herrscht ein kalter Bürgerkrieg von oben gegen das eigene Volk, da müssen Geschmacksfragen nebensächlich sein.), finde ich es nicht richtig, dass Ihr Euch von ihm distanziert. Ich bin darüber hinaus der Meinung, dass verlagsinterne Informationen über das Nichtzusammengekommensein zwischen Akif Pirincci und dem Antaios Verlag (sinngemäß: "Akif Pirincci wollte zuviel Geld und akzeptierte mein (Kubitscheks) Lektorat zur Glättung seiner Fäkalsprache nicht") nicht an die Öffentlichkeit gehören. Ich unterstelle, dass Götz Kubitschek Geschäftsmann genug ist, zu wissen, dass man sich über Geschäftspartner - auch über die, mit denen man nicht zusammenkegommen ist - öffentlich äußert. Ich werte das als eine Distanzierung von Akif Pirincci.

Wie der erste Kommentator ("Ein gebürtiger Hesse") schon eingangs bemerkte, hat das Ganze auch noch Folgen für seine eigene Website, d. h., seine engsten Mitarbeiter (sein Webmaster) distanzieren sich von ihm. Hier wird vom BRD-Regime systematisch versucht, seine Existenz zu ruinieren (Bertelsmann hat bereits die Auslieferung sogar seiner Katzenkrimis gestoppt.). Was jetzt mit ihm geschieht, treibt ganz mir ganz einfach die Tränen in die Augen! Die BRD zeigt einmal mehr ihre hässliche Fratze.

Ich denke, dass alle Oppositionellen ihm unbedingt beistehen sollten, sei es durch einen Kommentar bei Facebook oder sonstwo, durch einen Leserbrief oder was auch immer. Ich weiß, dass Sie, lieber Götz Kubitschek, sehr viel Wert auf die Einhaltung von Stil und gewisser Formen legen, wozu vor allem auch die Vermeidung einer Sexual- bzw. Fäkalsprache gehört. Es ist auch völlig in Ordnung, wenn der Antaios-Verlag deswegen nicht mit Akif zusammen kommen kann. Allerdings scheren sich die unsere Feinde (ja, "Feinde", nicht "politische Gegner", denn sie hassen alles was ihrer Agenda im Wege steht, wie die Pest und ziehen alle Register, um) einen Dreck um Formen, Sitte, Anstand und Recht (siehe RAF-Terror, siehe die ganzen "Dekonstruktionen" sogenannter "Regietheaterregisseure" und "Autroenfilmemacher" oder irgendwelcher "Avantgardisten") im Umgang mit ihren Feinden. Sicher: Niveau und Formen sollten nach Möglichkeit eingehalten werden, aber im politischen Kampf dürfen sie diesem nicht im Wege stehen. Und vor allem: Distanzierungen sind in jedem Fall unangebracht. Ich möchte nicht, dass Akif Pirincci den gleichen Weg gehen muss, wie Percy Hoven (aka Dr. Alfons Proebstl, aber dazu hat ja ML schon das Nötige gesagt: https://www.sezession.de/51738/je-suis-dr-proebstl.html )!

Sakksa
20. Oktober 2015 21:58

Ich solidarisere mich nicht mit diesem Kerl. Da suchte einer den Tabubruch um jeden Preis als Geschäftsmodell, fäkal, sexuell, ....rechts ? Nein. Lese ich als nächstes vielleicht Charlotte Roche ? Nein. Ich freue mich, dass der unsägliche Typ ausgebuht wurde, völlig zu recht.

match
20. Oktober 2015 22:07

OK, die Gräben werden tiefer. Dennoch, einfach weitermachen wie bisher! Lass sie alle bellen, die Pegida-Karavane zieht weiter.
Allerdings muss man sich für die Zukunft politisch etwas einfallen lassen, da ja evtl. auch wieder Montage mit weniger Teilnehmern kommen werden und Pegida dann wieder medial von der Bildfläche verschwunden ist.
Irgendeine Kooperation mit der AfD muss her, wie auch immer geartet -> könnte man ja mal öffentlich drüber brainstormen...

Gerd Neuenfels
20. Oktober 2015 22:07

Wir waren gestern zum ersten Mal bei Pegida dabei. Die zivilisierte Art, dort gemeinsam zu protestieren, finden wir gut und wichtig.

Pirincci, der die Dinge zuspitzt bis zur Verzerrung, der so rücksichtslos, grob und unflätig formuliert, dass man es meist kaum lesen geschweige denn hören möchte, war in diesem Kontext doch ein Schock. Der KZ-Vorwurf ist natürlich lächerlich, anderes allerdings in der Grauzone zwischen Satire, Sarkasmus und Hetze angesiedelt. Es war ja keine Autorenlesung sondern Pegida.

Hoffentlich wird es in Zukunft wieder sachlich, bodenständig, mit realen Forderungen an unsere Politik. Ideologischer Überbau und Satire sind an anderer Stelle besser aufgehoben. Gemeinsamkeit und breite Zustimmung gibt es eher durch konkrete Beschreibung der erschreckenden Zustände und konkrete Forderungen.

Wolfgang Kapp
20. Oktober 2015 22:15

Ich vermute, Herr Pirincci hat heute in aller Ruhe ein Kapitel seines neuen Buches geschrieben oder nimmt die ganze Geschichte als Vorlage für sein nächstes Buch. Ich bin jedenfalls gespannt auf "Die große Verschwulung", die nun hoffentlich pünktlich erscheint! Dass er ein Schriftsteller und kein Redner ist, hat er nun wohl gemerkt und wird nur noch ein Buch nach dem anderen schreiben - und hoffentlich mutige Verleger haben!

Nordlaender
20. Oktober 2015 22:20

@ Ohne Führerschein

"Eben sah ich Maas im TV, wie er sinngemäß davon sprach, dass zuerst die Worte verrohen und ent. Taten die Folge sind."

Maas hat vollkommen recht.

Das ist die Politik, die z.B. BERTELSMANN verfolgt: Die Zerstörung des Ortes - siehe das Programm von RTL -, die Grenzen zwischen privatem Raum, Gosse und öffentlichem Raum werden mutwillig zerstört.

Von daher ist es Heuchelei, wenn ausgerechnet Random House (BERTELSMANN) Pirinccis Katzenkrimis aus dem Programm nimmt.

Bei der Wahl zwischen Pest (Tourettekranker südländischer Neocon Pirincci) und Cholera (Globalisten von BERTELSMANN) entscheide ich mich lieber für einen leichten Schnupfen.

Wahr-Sager
20. Oktober 2015 22:30

Ob der heutige Tag ein schwarzer ist, liegt u. a. auch an euch. Genau in solchen Momenten ist unbedingte Solidarität wichtiger denn je. Die Enttarnung der Kunstfigur Dr. Alfons Proebstl vor Kurzem hat deutlich gemacht, wie sinnvoll und notwendig eine Maskierung und Anonymisierung im "Rechtsstaat" BRD (indem ausgerechnet die größten Feiglinge sich damit brüsten, Gesicht zu zeigen) eigentlich ist, in dem von einem bunten Maas-Männchen und seinen Gleichgesinnten offen zu Denunziation aufgerufen wird, die selbstverständlich nicht als solche bezeichnet wird.

Ich gehe völlig konform u. a. mit Bernhard, der um 21.37 Uhr schrieb, dass man sich gerade jetzt mit Akif Pirincci solidarisieren sollte - nein: solidarisieren muss - um sich nicht selbst den Anstrich eines feigen, jämmerlichen Bücklings zu geben, den man so lange malträtieren darf, bis er klein beigibt. Ansonsten können wir Deutschland nämlich abhaken! Wahrscheinlich wird sich Dieter Stein wieder zu Wort melden und das Verhalten von Pirincci anprangern - aber mal ehrlich: Spätestens seit dem jüngsten Schmähartikels Steins über Björn Höcke hätte ich ein Junge Freiheit-Abo gekündigt, würde ich eins haben! Was denkt sich dieser Mann eigentlich? Dass man der Lügenpresse und dem BRD-Staat generell immer mehr Zugeständnisse machen soll, damit man möglichst unbehelligt bleibt , während der rotgrünlinksversiffte Staat einem (rechten) Dissidenten den Atem endgültig nimmt?
Auch wer sich distanziert, erweist den LINKen einen Bärendienst und trägt somit zur Verfestigung des totalitären Systems bei, das sich nur mit der Nazi-Keule und dem Holo-Dogma aufrechterhalten kann.

Schlimm und traurig genug, dass ein politisch Gefangener wie Horst Mahler nicht die nötige Solidarität erfahren hat bzw. erfährt und von einer dem bunten Zeitgeist huldigenden Staatsanwaltschaft weiterhin im Knast verrotten soll, obwohl es kürzlich noch so aussah, dass man den armen Mann wegen seiner "verbrecherischen" Gedanken entlassen wollte, aber wenn jetzt auch noch Pirincci fallengelassen wird, brauchen wir uns über den Fortbestand der Deutschen wohl keine Sorgen mehr machen... Der Mann hat seine Verleger verloren, sein Webmaster - und angeblicher "Freund" (ihgitt, solche Freunde will ich niemals haben) - hat ihm die Website gesperrt und sich in einem Brief nicht nur für ihn geschämt, sondern sich auch von ihm distanziert. Wer jemals in so eine Situation gerät, der braucht eine starke Stütze und keine schlauen Belehrungen von rechten Intellektuellen, die solange philosophieren, bis der Zug abgefahren ist. Pirincci hat im Gegensatz zu den üblichen Hasstiraden der Antideutschen tatsächlich nichts Fürchterliches gesagt, nur haben die Buntdämonkraten endlich etwas gefunden, um das Schwein zu schlachten (auch hier würde die Lügenpresse meine Aussage für ihre Zwecke interpretieren, obwohl ein mit Rückgrat ausgestatteter Mensch aus dem Gesamtzusammenhang weiß, wie sie gemeint ist).

Wie Bernhard schon schrieb:

Keine Entschuldigung und keine Distanzierung! In den kommenden Zeiten werden ganz andere Worte fallen.

Dresdner
20. Oktober 2015 22:30

Herr Kubitschek sie werden vermutlich auch wissen, dass Bachmann und Däbritz monatelang gebettelt haben, dass Pirinci in Dresden auftreten soll. Er wollte nicht, da er selber weiß, dass er kein guter Redner ist. Dann schafft es Festerling endlich Pirinci zu überzeugen, und dann wird er von Pegida auf eine beschämende Art und Weise verraten. Jeder weiß doch was er bekommt, wenn er Pirinci einlädt.

Es ist jetzt genau das eingetreten, was Pirinci in seiner Rede angedeutet hat: die fehlende Solidarität unter uns Deutschen. Solange wir uns gegenseitig voneinander distanzieren, können wir nichts erreichen. Gerade jetzt wäre Solidarität mit Princi angesagt.

Das war Bachmanns bisher größter Fehler, er ist nicht mehr tragbar für Pegida.

Karl Blomquist
20. Oktober 2015 22:30

@Ein gebürtiger Hesse
"Man ist hier praktisch im Bereich des Berufsverbots. Hat es in diesem Orwell-Jahr 2015 bereits einen ähnlichen Fall gegeben, wo ein (im Grundsatz) konservativer Autor und Asyl-Kritiker zur Persona non grata gemacht und derart ostentativ an den Pranger gestellt wurde?"

So ist es.
Und der Feind versucht zu spalten.
Vor Distanzeritis sollten wir uns daher hüten.

ingres
20. Oktober 2015 22:31

Also ich meine nicht, dass die Gräben tiefer werden, Der Graben ist seit ich ihn begriffen habe schon immer maximal tief. Es ist immer nur die Frage wann des System jemand maximal tief in den Graben fallen läßt und was das Maximum konkret bedeuten wird.

Pit
20. Oktober 2015 22:37

Lügen über Akifs KZ-Bemerkung: und in unserem Internet-Zeitalter... sollten sie damit durchkommen?
Wenn 20 Millionen Hörer von Mainstream-Lügen mit 1 Klick die Wahrheit erfahren können: da sollte diese Mainstreamlüge sich nicht zu einem gigantischen Eigentor verwandeln?
Vielleicht bin ich zu optimistisch...

Was Akif angeht: ich unterschreibe jedes Wort. Er agiert als Künstler und ich bin begeistert von seinem Stil. Guckt maln bißchen auf Ami-Seiten... mit Dildos, cuckservatives, dindus, usw. (s. die neuen Stars von therightstuff.biz). Wir sind Deutsche und etwas bedächtig... aber vielleicht ist die Empfindlichkeit ein bißchen zu bourgeois !

Nordlaender
20. Oktober 2015 22:41

@ Wolfgang Kapp

Sehr geehrter Herr Kapp, wenn Herr Pirincci einen mutigen Herrn trifft, der als Verleger bereit ist, Herrn Pirinccis Werke zu veröffentlichen, die endlich einmal - ohne jede Scheu vor dem Tabu - darüber aufklären, daß die ganze Kampagne der "gender"-Hauptverströmung ein Irrweg ist, dann wird vielen Herren (und auch Damen) bei Lektüre endlich mal ein Licht aufgehen.

Ich - der Herr Nordlaender - bewundere jeden Herrn - sei es nun der Herr Effenberger, der Herr Bohlen oder sonst jemand -, die unter einem ungebrochenen Freiheitssinn, ganz in der Tradition unseres großen Herrn Schiller, die ungeschminkte Wahrheit auf den Tisch bringen.

ominöser Gast
20. Oktober 2015 22:43

Ich muss gestehen, ich tue mich schwer mit der Vorstellung, dass bei derKundgebung des Jahres, so ein Lapsus durchrutscht.
Während die Pegida-Gemeinde nun in Klausur geht und bußfertig den Sünder in die Wüste entsendet, weil er irgendwas mit KZ genuschelt hat, schreiten die Dinge voran.
Pegida hat gefühlt an Tempo verloren und ist auf unbestimmte Zeit mit sich selbst beschäftigt.
Cui bono?
Wer mag, darf da gerne an Zufall glauben.

Zarathustra
20. Oktober 2015 22:44

Sehr geehrter Herr Kubitschek,

Zunächst zum Thema Pirinçci: Es ist für mich unerklärlich, warum das Organisations-Team von Pegida diesen niveaulosen Fäkalsprecher überhaupt eingeladen hat, und wenn ich davon ausgehe, daß Sie, Herr Kubitschek, einen gewissen Einfluß auf das Orga-Team haben, dann hätte ich mir gewünscht, daß Sie von diesem Einfluß Gebrauch gemacht und seine Ausladung erwirkt hätten.

Auch abgesehen von seinem völlig ungeschickten KZ-Vergleich (Er hätte das, was die »Wahrheitspresse« daraus machte, eigentlich schon sehen müssen!) war seine Rede ganz niveaulos und abstoßend. Mit seiner unsachlichen und vulgären Art hat er den gegnerischen Propagandisten ein willkommenes Beispiel für die sogenannte »rechte Hetze« in die Hand gegeben, das für sehr viele Ottonormal-Medienverbraucher die Emanzipation weiter erschweren wird.

Man kann doch nicht für die Rettung des Abendlandes auf die Straße gehen, sich über die Ungeniertheit von Invasoren beklagen, und dann selber der proletenhaftesten Geistlosigkeit und der ärgerlichsten Ungeniertheit auf die Bühne helfen!

Nun versteht vielleicht der eine oder andere, was ich vor ein paar Monaten (anläßlich des Beitrags von Lutz Meyer über die sogenannten Nachtwölfe) mit dem »Kampf um das Image« meinte: Will man das Ziel, dann muß man auch das Mittel dazu wollen. Will man die Unterstützung der Massen, dann muß man die Massen auch überzeugen; und mit solchen widerlichen Auftritten erreicht man bei über 70% der Leute genau das Gegenteil. Mit Rednern wie Pirinçci gewinnt man und beglückt man vielleicht den einen oder anderen Proleten, der auf seine Art seiner Frustration Ausdruck verleihen und die Sau rauslassen will. Aber lohnt sich das?

Auch bei Höckes Auftritt bei Günther Jauch fiel auf, daß man auf Demos nicht nur das gerade anwesende Publikum im Blick haben, sondern auch ein, zwei Schritte weiterdenken muß: Kann man zu dem, was man gerade sagt, stehen, egal in welchem Kontext? (Höcke wurde bei Jauch mit Aufnahmen seiner eigenen Demo-Auftritte konfrontiert.) Ist das Gesagte über das aktuelle Publikum hinaus (das bei solchen Veranstaltungen ohnehin mehrheitlich auf der eigenen Seite steht und argumentativ nicht erst überzeugt werden muß) mitteilungsfähig? Betreibt man bloße Rhetorik für eine jubelnde Menge, oder hat die eigene Aussage einen sachlichen Kern? Muß man bei der nächsten Konfrontation damit gleich zurückrudern? (wie Höcke es bei einigen seiner Aussagen tun mußte).

Daher: die eigene Sprache behalten, aber immer absolut sachlich bleiben! Und wenn ich sage »die eigene Sprache«, so meine ich eine Sprache, welche die Bezeichnung »nationalkonservativ« zu Recht verdient. Provokation, ja, aber doch bitte schön auf eine Art, mit der man sich als Bewahrer der Tradition von großen Dichtern und Denkern identifizieren kann!

Daß nun dadurch die Brutalität der neuen Rotfront und die indirekte Verantwortung von geistigen Brandstiftern wie des roten »Justiz«-ministers Maas dafür völlig marginalisiert werden, ist natürlich auch ärgerlich.

    Beste Grüße,
    Zarathustra

Carl Sand
20. Oktober 2015 23:03

1.

Natürlich würden uns die Systemlinge am liebsten alle in Lager stecken.

Mit einiger Wahrscheinlichkeit werden sie dies auch.

Die Masseneinwanderung DIENT der Installierung eines Totalitarismus.

Unruhen sind das Mittel. Autoritärer Staat das Ziel.

Mit Sicherheit dann unter dem Beifall der Ordnungsliebhaber. Der Spießer. Eines Teils der Bummsfallaristen, Mehrleister, BRDlinge und conservativen Feingeister.

2.

Ja, auch mir schmeckt der Neocon-Stil, den Pirnicci von der "Achse des Guten" übernommen hat überhaupt nicht.

Auch bei der Lengsfeld findet man leider Teile dieser Attitüde - und die schmeckt mir sehr.

Mir schmeckt insbesondere der Broder überhaupt nicht.

Broder ist ein Teil des Feindes. Mehr nicht dazu.

Viel weniger schmeckt mir der Broder übrigens, als die so genannte "Fäkalsprache", über die man sich hier im pheinen Ohrensessel entgeistert.

Allerdings ist doch die Frage zu stellen, ob Pirincci und Lengsfeld überhaupt klar ist, mit wem sich sich da eingelassen haben.

3.

Ausgerechnet der Dandy der Rechtskonservativen, Klonovsky hat den Schneid und den ANSTAND, Pirincci mit den angemessenen Worten zu verteidigen und das Gesagte ins richtige Licht zu setzen.

Ich zitiere:

"Und besonders infam, wie vergaunerte Journalistenimitate auf den natürlich nicht gleichgeschalteten, sondern bloß so wirkenden online-Plattformen (Mollusken muss man nicht gleichschalten) im üblichen hetzmeutenhaften Sich-gegenseitig-Überbieten nun dem Gastredner Akif Prinicci unterstellen, er habe für die Wiedereröffnung von Konzentrationslagern plädiert, wo doch genau das Gegenteil richtig ist, er äußert ironisch Sorge, dass sie wieder eröffnet werden könnten, und zwar gegen "Fremdenfeinde"; Pirincci begibt sich in die Warte des CDU-Regierungspräsidenten von Kassel, der einem Bürger seiner Stadt, welcher gegen die Errichtung eines Aufnahmelagers protestierte, empfohlen hatte, er könne ja auswandern, wenn ihm das nicht passe – und dann fällt der ominöse Satz, der nichts anderes bedeutet als: In ein Lager können wir dich Fremdenfeind ja leider einstweilen nicht stecken. C'est tout".

4.

Fäkalismus funtioniert.

Beweis: Diskursherrschaft der Fäkalen.

Vom Feind lernen heisst siegen lernen.

5.

Distanzieren funktioniert nicht.

Beweis: Hat sich je die "Linke" distanziert?

6.

Manches schmeckt mir nicht. Der feige BRDling. Der pheine Rumheideggerer. Der Bummsfallarist und "Das-Leben-ist-hart-bummsfallara-Forumsmöchtegernleitwolf. Der Reserveoffizier mit verbalen Halsschmerzen. Der Verräter.

6.

Ausgerechnet Kubitscheck macht hier den Dieter?

Ich nehme ihm ja ab, dass er in "seine" Pegida Hoffnungen gesteckt hat - und meint, nur "sein" Stil wäre geeignet, die Anfeindungen zu begrenzen.

Allein - Das funktioniert nicht.

Nichtmögen ist erlaubt. Schweigen befohlen. Distanzieren unter Verbot gestellt.

7.

Denn es ist Krieg.

8.

Punkt.

9.

Je suis Akif - nicht weil ich ihn mag, sondern weil der Feind ihn hasst.

Und weil man nur so gewinnt.

Oder zumindest zusammenhält.

Ein gebürtiger Hesse
20. Oktober 2015 23:20

Man schaue heute Abend mal auf die Videotext-Nachrichten egal welchen deutschen TV-Senders. Überall wird die inkriminierte Stelle aus Pirinccis unvollständig, also ohne den sinngebenden Kontext zitiert. Überall wird der Eindruck erweckt, Pirincci würde irgendwen am liebsten im KZ sehen wollen. Überall wird gelogen.

Am derbsten vielleicht hier (3. Absatz): https://www.spiegel.de/panorama/akif-pirincci-hassrede-bei-pegida-geburtstag-a-1058742.html

muotis
20. Oktober 2015 23:35

AP einzuladen heißt ihn zu kriegen, mehr ist da nicht hinzuzufügen. Um im übrigen nicht mißverstanden zu werden: Ich wünsche PEGIDA und AfD allen möglichen Erfolg, fühle mich ihnen verbunden, fürchte aber, daß hier ein wenig die Sachlage verkannt wird, auf deren genaue Einschätzung wir Rechten uns doch so viel einbilden. Was geschieht hier gerade, im Herzen Europas und des ehemaligen Abendlandes? Hier wird umgevolkt, und zwar im ganz großen Stile. Seit Jahrzehnten in maßvoller und damit anpassungsfähiger Geschwindigkeit und jetzt, da ohnehin emotional und geistig kaum noch Gegenwehr zu erwarten ist, werden die Hähne eben voll aufgedreht. Wir unterstellen also unseren Eliten völlig zu recht die Absicht oder wenigstens den Eventualvorsatz, das eigene Volk kulturell und ethnisch zu vernichten, glauben aber dennoch, dieses Jahrhundertverbrechen könnte mit Spaziergängen aufgehalten werden, wenn die Reden nur nicht zu drastisch formuliert werden und ein hohes Niveau gehalten wird? Wen genau juckt in diesem Staat nochmal das richtigere Argument, der gute Ton, die Höflichkeit - also allesamt Mittel, über die wir Rechten verfügen? Richtig, niemanden. Mit friedlichen Demonstrationen und lebenden Grenzen gegen einen Staat ankämpfen zu wollen, der willens ist, nicht nur seine gesamte Exekutive gegen uns zu schmeißen, uns durch das Heer der Medienschaffenden bis weit über die Schmerzgrenze hinaus zu verleumden, uns sozial völlig zu vernichten und auch noch mit handfesten Verbrechern von der Antifa gemeinsame Sache macht, ist ohnehin ein recht kühnes Unterfangen, jeder Buchmacher würde da einen für uns ungünstigen Kurs ansetzen. Und komme mir keiner mit dem Volk, das auf unserer Seite sei. Das Volk steht ebenso bei PEGIDA, wie es auf PEGIDA eindrischt und anschließend mit vor freudiger Aufregung ganz rosigen Bäckchen am Grenzübergang Luftballons und Herzchenkissen an die zukünftigen Volksangehörigen verteilt. Ich weiß, eine politische Bewegung unter diesen Umständen ist ein zartes Pflänzchen, das grobe Behandlung nicht verträgt. Aber machen wir uns doch bitte nichts vor: Hätte AP nicht "KZ" gesagt, wäre irgendein anderer Quatsch konstruiert worden, dann hätte man eben auf die Steineschmeißer-Hooligans abgestellt und irgendeine Trulla von der Antifa hätte ihre blutige Nase ins Bild gehalten und wäre zur Jeanne d'Arc der Guten Deutschen erkoren worden und hätte den Talkshow-Marathon mitgemacht und wäre am Ende von Onkel Joachim mit einem feuchten Händedruck in Bellevue begrüßt worden.

Das ganze erinnert mich ein bisschen an die HOGESA-Diskussion hier. Das Naserümpfen steht Menschen nicht, die in der veröffentlichten Meinung ohnehin mit NSU-Mördern wenigstens im geistigen Verbund, wenn nicht auf gleicher Stufe stehen. Und das sage ich als Leser von "Deutschland von Sinnen", der ob der Verbalinjurien über ganze Abschnitte hinweg nur querlesen mochte. Wenn wir auf friedlichen Protest setzen, muß wenigstens die gesamte Niveaupalette bedient werden. Denn wenn nur die Braven spazieren, werden die Widerborstigen und Harten kaum Interesse hieran finden.

d.n.
20. Oktober 2015 23:46

Pirincci ist, ungeachtet seiner Gossensprache, ein verdienstvoller Mann. Die Frage ist nur: Was hatte er bei Pegida zu suchen?
Doch dies bleibt nicht das einzige Rätsel bei Pegida: Pirincci war als Redner nicht der erste Fehlgriff; auch der Auftritt Wilders stellte mehr Fragen, als er Antworten gab - von manch namenlosen Rednern gar nicht zu sprechen. - Die Facebook-Seite von Pegida ist, vorsichtig ausgedrückt, ziemlich alte Schule, ja der gesamte Außenauftritt ist stark verbesserungsbedürftig. - Bachmanns Ankündigung einer Pegida-Partei zeugt von Realitätsferne und Finsterlings Säxit-Gedanken sind bestenfalls skurril. - Und überhaupt: Was will Pegida, was ist das Ziel? Ein Schreiberling der Lügenpresse kommentierte vor ein paar Monaten sinngemäß: "Irgendwann ist die Sohle ausgelatscht." Leider war die Feststellung nicht ganz unberechtigt.
Das Unklare, Undeffinierte und Unprofessionelle an Pegida mögen ihren Reiz haben, doch auch der ist irgendwann verflogen.
Pegida ist jetzt ein Jahr alt und alle bisherigen Fehltritte sind als Jugendsünden entschuldbar. Im kommenden Jahr muss sich die Bewegung jedoch inhaltlich und äußerlich formieren: Pegida ist der bedeutendste nicht-linke Volksaufstand in Deutschland seit 1989 ist, die Verantwortung wiegt daher viel zu schwer, als dass man sich weiterhin solche Jugendstreiche erlauben dürfte.

Dresdner
20. Oktober 2015 23:48

Was war denn an der Rede jetzt so schlimm, außer dass sie zu lang war?

https://www.youtube.com/watch?v=I2v42cO5SUk

Er bekam auch am Anfang sehr viel Beifall. Sogar mehr als die anderen Redner. Die Medien werden doch eh immer negativ berichten.

Ich halte die Distanziererei für einen sehr großen Fehler. Wo bleibt da die deutsche Solidarität?

Patriot
20. Oktober 2015 23:48

Gegen das, was zu jeder Gelegenheit an Menschenverachtung, Gewalt und krimineller Energie cvon Links kommt, ist Akif Pirinci bisher jedenfalls so rein wie ein Chorknabe. Durch ihn ist noch niemand körperlich beschädigt worden. So what?

ingres
20. Oktober 2015 23:51

Übrigens das "System" gibt sich hinsichtlich der Äußerung von Pirincii jetzt bereits differenzierter.
Zunächst hieß es nur er habe bedauert, dass es keine KZ's mehr gebe , was ja offen ließ, wem er sie zugedacht habe. Meine Interpretation wäre ja gewesen, wenn schon, dann den Juden (also aus Sicht des Systems).

Nun mußte ich freilich gerade lachen (der WDRII sorgt bei mir häufig für Erheiterung) und die Nachrichtensprecherin tat mit ein wenig leid, weil sie folgendes vorlesen mußte: es sei nicht klar ob die Äußerung für Flüchtlinge gegolten habe. D.h. also, man hat inzwischen jedenfalls gerafft, dass man erklären muß, dass die Äußerung angeblich auf irgend jemanden bezogen war. Sie hätte ja auch für das System gelten können.

Interessant ist aber, dass man nun die Äußerung nicht auf die Juden, sondern auf die "Flüchtlinge bezieht". Von wem das wohl angeordnet wurde? Mal sehen wie sich das entwickelt. Interessant ist auch, dass man zunächst offen läßt auf wen sich die Äußerung angeblich bezog (ich meine den echten Inhalt können sie ja nicht thematisieren), es sei ja nicht klar

Das zeigt doch erste Unsicherheiten. Wie ist das eigentlich juristisch wenn man nicht nachweisen kann, worauf Pirinciii sich angeblich bezogen haben soll, wenn man darüber hinaus den tatsächlichen Bezug nicht thematisiert?

budda wayne
21. Oktober 2015 00:00

Wer das Eigene verteidigt und dabei die vermeintliche Schützenhilfe eines Pirinçci, der fast alles eigene Eigene zutiefst verachtet und herabwürdigt, in Anspruch nimmt, macht sich leider unglaubwürdig. Und wenn die vernünftigen und anstaendigen deutschen Patrioten nicht bald alles Notwendige tun, - dazu gehört auch die offene Aussprache und der Schulterschluss mit vernünftigen, patriotischen Mitbürgern nichtdeutscher und Herkunft, auch aus dem islamisch gepraegten Kulturkreis - um die breite Mitte der Gesellschaft für den Kampf um den Erhalt eines deutschen Deutschlands zu mobilisieren, dann werden sie mitverantwortlich für das Chaos sein, dass uns in naher Zukunft erwarten könnte.

budda wayne
21. Oktober 2015 00:01

Wer das Eigene verteidigt und dabei die vermeintliche Schützenhilfe eines Pirinçci, der fast alles eigene Eigene zutiefst verachtet und herabwürdigt, in Anspruch nimmt, macht sich leider unglaubwürdig. Und wenn die vernünftigen und anstaendigen deutschen Patrioten nicht bald alles Notwendige tun, – dazu gehört auch die offene Aussprache und der Schulterschluss mit vernünftigen, patriotischen Mitbürgern nichtdeutscher Herkunft, auch aus dem islamisch gepraegten Kulturkreis – um die breite Mitte der Gesellschaft für den Kampf um den Erhalt eines deutschen Deutschlands zu mobilisieren, dann werden sie mitverantwortlich für das Chaos sein, dass uns in naher Zukunft erwarten könnte.

Eckesachs
21. Oktober 2015 00:22

@Zarathustra

Jajaja.

Stimmt ja alles.

Dennoch wird so etwas intern diskutiert. Sie und ich und alle, die die Wende wollen, müssen jetzt zu Pirincci (und morgen zu jemand anderem) halten.

Geschlossenheit. Ruhe bewahren. Gegenschlag.

Carl Sand
21. Oktober 2015 00:29

Ich möchte den Punkt "Kubitschek macht den Dieter" noch etwas erläutern.

PEGIDA ist wohl für Kubitschek zu seinem "Kind" geworden. Das ist löblich und absolut nachvollziehbar. Insofern ist dieser Artikel nachvollziehbar.

Ich möchte na dieser Stelle sogar eine für mich ungewöhnliche, depressive Milde mit Dieter und Lucke zeigen. Ihr Verhalten, so verächtlich es gewesen sein mag - im Gegensatz zu Kubitschek, dessen Artikel ausdrücklich nicht von mir als verächtlich bezeichnet wird - ist aus ähnlicher Motivlage erklärlich.

JF und AfD waren wohl psychologisch ebenfalls ihrer "Kinder". Dies machte eitel, feige und letzlich auch gemein.

Aber es sei, wie es ist -

Klonovsky hat Recht - und Kubitschek nicht.

Curt Sachs
21. Oktober 2015 00:31

Eckesachs schrieb:

Ich möchte mehr Zusammenhalt.

Exakt. Ich muss nicht jeden mögen und alles gut finden. Dennoch springe ich nicht über jedes hingehaltene Distanzeritis-Stöckchen.

JensN.
21. Oktober 2015 00:38

@Dresdener

"Herr Kubitschek sie werden vermutlich auch wissen, dass Bachmann und Däbritz monatelang gebettelt haben, dass Pirinci in Dresden auftreten soll. Er wollte nicht, da er selber weiß, dass er kein guter Redner ist. Dann schafft es Festerling endlich Pirinci zu überzeugen, und dann wird er von Pegida auf eine beschämende Art und Weise verraten. Jeder weiß doch was er bekommt, wenn er Pirinci einlädt."

Pirincci hat aber ungeplant auf eigene Faust etwas völlig anderes vorgetragen, als ursprünglich gedacht war. Wurde zumindest so vermittelt. Abgesehen davon, ist diese Fäkalsprache auch nicht mein Ding. Wenn man vor 30.000 Leuten spricht, sollte man schon was Vernünftiges zu bieten haben. Trotzdem sollte man aus der Sache keinen Hermann machen. Es gibt Schlimmeres...von daher schlage ich jetzt ganz allgemein vor, das wir die Diskussion über Pirincci beenden sollten und uns an unseren Feinden abarbeiten.

Konservativer
21. Oktober 2015 00:40

Es ist für einen ehemaligen Linken wie mich erstaunlich, wie sich die hiesige Rechte, der ich mittlerweile selbst angehöre, selbst zerlegt und das in einer Situation, in der es förmlich um Sein oder nicht Sein geht. Als hätte niemand die Rede von Thor von Waldstein gehört und begriffen.

Ich hätte seinerzeit durchaus als "Kämpfer gegen Rechts" Karriere machen können, habe allerdings darauf verzichtet. Ich werde mich jetzt erst recht nicht nicht an dieser Selbstzerlegung beteiligen. Punkt.

Akif Pirinçci ist nun kein ausgewiesener Rechter, sondern ein Anhänger der BRD in einem Zwischenstadium, ein Anhänger Deutschlands, das sich seinerzeit in einem gewissen Stadium der Transformation befand.
Wenn solch ein Mensch, dazu ein Einwanderer, wegen einiger provozierender Äußerungen ( „Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“
Evelyn Beatrice Hall) in seiner Existenz erledigt werden soll, ein Mensch, der immerhin einige Millionen D-Mark und Euros an Steuergeldern für diesen Staat erwirtschaftet hat, dann müssten hier bei jedem die Alarmsirenen heulen, im Dauerton. Immerhin, bei einigen Kommentatoren heulen sie bereits und das mit gutem Grund.

Westpreuße
21. Oktober 2015 00:41

Nein, das war kein Ruhmesblatt für die Organisatoren von "Pegida":

Ich bin mit einer Bekannten aus Posen nach Dresden gefahren.
Eine nun wirklich nicht so kurze Strecke. Polen ist groß (geworden)...
Müde und ziemlich kaputt kamen wir in DRESDEN an.
Die Rede von dem eingeladenen Herrn bekamen wir nur teilweise mit.
Und das reichte uns auch. Wir gingen...
Und müde und kaputt kamen wir wieder in Posen an, da ich am nächsten Tag einen Termin hatte. Und enttäuscht, aber sowas von...

Wie kann man einen solchen Auftritt überhaupt zulassen?
Es muß ja keine Reden-Zensur stattfinden, aber ein kurzes Gespräch über das, was der Redner zur Sprache bringen will, ist im Vorfeld IMMER angebracht. Schon im Interesse der Sache, die PEGIDA vertritt.
Das kann durchaus freundschaftlich, "kameradschaftlich" geschehen...

Diese "Fäkalisierung" der Redekultur ist widerlich und abstoßend.
Und KZ - Wortspiele, wie auch immer gemeint, verbieten sich einfach:
DAS war zu ernst, was "damals dort" geschah...

@ Aristoteles: KZ - Vergleiche sind nie "lachhaft", nie!
(Mir soll mal jemand erzählen, daß erinnernde Vergleiche an die Vertreibung "lachhaft" sind...)

Ansonsten empfehle ich, mal wieder (oder überhaupt) zu lesen:
Heinrich von Kleist:
"Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden" (1805)
https://gutenberg.spiegel.de/buch/-589/1

PEGIDA sollte sollte hartnäckig, meinetwegen auch stur, immer wieder auf das hinweisen, was im Moment geschieht:
Die Gesetze werden von der Regierung in BERLIN auf Veranlassung von der Frau Bundeskanzlerin gebrochen: Täglich. Dieser Hinweis auf die Aushebelung der Gesetze und die Folgen ist das A und O des Protestes...

Patriotische Grüße aus Posen an der Warthe

Falkenstein
21. Oktober 2015 00:47

Ich sehe als recht häufiger Besucher der PEGIDAS und zuweilen LEGIDAS das Problem in dem mangelnden "Hineinversetzenkönnens" mancher Redner in die Welt der Zuhörer vor den Bühnen.
Erstens: Reden sind oft zu lang (Akif P., Ed) (10 Minuten Kante)
Zweitens: oft zu belanglos und schleppend, verfangen in der Selbstbestätigung (Ed der Holländer, der "Mansfelder")
Drittens: von vollkommener Pathosfreie im Vortrag gezeichnet (Horst, Ed, Akif P.)
Viertens: Nuschelnd, rhetorisch eine Katastrophe (Horst, diverse Selbstdarsteller, Ed, Akif P.)
Fünftens: im Duce - Format: (Der ehem. Mitgründer von LEGIDA, Mann mit Hut und grandiosem Bass: "Wir stellen ihnen hier eine Million auf den Platz!"
Wir müssen aber gut aufpassen, nicht die PEGIDA zum Cicus Maximus, zum Colloseum der Gladiatoren oder zum Speaker Corner Niveau zu stilisieren.
Es geht hier nicht um hochwertige Unterhaltung, nicht um "Ja gib`s Ihnen Stimmung" und schon gar nicht um Ersatzbefriedigung von fehlendem eigenem polit. Engagement auf der physischen Frontlinie dieser Probleme.
Im übrigen ist mir klar, dass das süchtige Warten auf den nächsten Montag - Kräfte lähmt. Ein Jahr spazieren - und?
Sicher, Kubitschek hat Recht: es ist EINE Widerstandsform - aber wie soll das weitergehen?
Ich habe den Eindruck, das es zwei Sorten Menschen gibt, die ihre Energie verschleudern:
1 - der ewige Kommentator und Besserwisser (zb. Winkler der am Stuhl festgewachsen scheint)
2 - der ewige brave Demonstrant der sich Montags ab 22.00 UHR für 6 Tage entfrustet sieht
Wir brauchen die Schwarmintelligenz und zugleich die vollkommene Abservierung von Gesichtsfratze, Handtelefonfummelei und anderen Frühwarnsystematiken für die Gegner.
Es braucht unangemeldetes Zusammentreffen nach Gefühl, nach "Zwischen den Zeilen Rauchzeichen" - so war es 1989 in der DDR - Verklumpungen von renitenten, sich blöd stellenden, rauchenden und glotzenden Passanten auf EINEM Platz zur zufällig gleichen Zeit.
Ich höre die Einwände: "Die Polizei wird uns verweisen"
Ja und? Will sie 1000 Leute einsperren? Und ist die Polizei nicht stets an Deeskalierung interessiert? Kennt man unter uns das Gesetz der: "kritischen Masse?" (aus der Kernphysik?)
Ein Schneeball, eine mutige Entscheidung löst eine Lawine aus, die Rede allein tut es nicht.
Die Abkehr von den Verwaltungsspielregeln der Unterdrückerorgane, die Aufgabe der Hoffnung mit "Spazieren" diese antideutsche Regierungsmelange aus den Angeln zu heben - darin liegt die Hauptaufgabe des Jahres 2.

Christin
21. Oktober 2015 00:52

Jesus ist damals vor 2000 Jahren, während seiner Zeit hier auf Erden, immer wieder auch bei Menschen zum Essen und zum Gespräch eingekehrt, zu denen auch der kleine Akif wunderbar gepasst hätte. Ich bin sicher, Jesus hätte sich von seiner Sprache nicht schockieren lassen, weil Er sie einzuordnen gewusst hätte; Er hätte in sein Herz gesehen und dieses hätte Ihn angezogen – im Gegensatz zu so manchem Herzen eines heutigen Politikers. Während und nach der Begegnung mit Jesus hätte sich ohne Zweifel auch Akifs Ausdrucksweise verändert, und die Flamme, die in seiner Seele brennt, würde lodern. Kleiner Akif, verlier nicht den Mut, Du bist nah dran. (Oder mit den Worten von Edith Stein: Wer die Wahrheit sucht, sucht Gott, ob es ihm klar ist oder nicht.)

P.S.: Damit keine Gerüchte entstehen, ich bin weder jung, noch Kunststudentin.

Ein Kommentator
21. Oktober 2015 00:57

reklof bringt es auf den Punkt - so und nicht anders ist es leider.
Aber hierzulande geht eben die Krankheit der Distanziererietis um.
Bachmann und Pegida können sich ständig nur distanzieren, wie auch schon einst Pro Köln/NRW und andere solche Experten, die meinen, wenn sie sich nur ständig von "Nazis" distanzieren, sind sie in der Wahrnehmung von Presse und Bevölkerung keine. Hahaha! Wo stehen denn Pro und co. heute? Da hört man gar nichts mehr. Als "Nazis" wurden sie trotzdem bis zum Schluß abgestempelt.
Und Pegida? Ein Haufen handzahme Demonstranten, die für den Staat keine echte Bedrohung darstellen. Demonstrationen von "rechts außen" werden nämlich immer schon im Keim erstickt. Und da denken die Spaziergänger von Pegida, daß sie wirklich oppositionell sind? Man muß ja kein Freund von "rechts außen" sein, aber eine angebliche Demokratie müßte auch das verkraften und könnte da ja sinnvolle Argumente zur Widerlegung anbringen, stattdessen gibt es nur Polizeiwillkür und randalierende Antifa.
Daß man jetzt brav ins Echo der doch sonst berechtigterweise gescholtenen "Lügenpresse" stößt, zeigt doch, daß man sich trotz allem von der weiterhin beeindrucken läßt, statt nichts darauf zu geben.
Und so will man was verändern? Ganz ehrlich, die Politiker mögen ja nach außen hin empört sein, in Wahrheit lachen sie darüber.
Und was Pirincci angeht, der Mann ist nun mal Provokateur, wer jetzt erwartet, da feinsinnige Worte zu hören, sollte mal einen Realitätscheck machen. Mal ganz abgesehen davon, daß man sich gar nicht mal darüber aufregt, sondern nur über das völlig aus dem Zusammenhang gerissene Zitat. Daß man jetzt genau deshalb zurückrudert, bestätigt doch nur die Gegner, anstatt einfach über solchen Blödsinn zu lachen.
Wirkliche Veränderungen bewirkt man so sicher nicht...

Andreas Donath
21. Oktober 2015 00:57

Nur eine kleine Randnotiz: Weshalb machen wir uns immer etwas kleiner als wir sind? Fehlt uns das womöglich doch typisch linke Sendungsbewusstsein, müssen wir deswegen ständig das Eigene relativieren?

Ich beziehe mich jetzt mal auf die Teilnehmerzahl. In zwei Überschriften erscheint hier groß und breit die Zahl 30.000. Das ist eine stolze Menge - ohne Frage. Dennoch haben sehr seriöse Menschen, die ich persönlich kenne und für deren Korrektheit und Selbstdisziplin ich die Hand ins Feuer lege, am Montag ihre Zählungen/Schätzungen vorgenommen, was natürlich angesichts der Dichte nicht einfach war. Kurzum: die lagen alle zwischen 36.000 und 39.000. "Fast 40.000 beim Pegida-Geburtstag" - das wäre doch mal eine Headline gewesen.

Ich bin überzeugt, das System der Merkel und Maas weiß genau, dass es an die 40.000 waren - damit ist für die die kritische Masse bereits erreicht, an dem es aus ihrer Sicht brenzlig zu werden verspricht. Dementsprechend verschärfen sie Ton und Gangart. Was meint Ihr, was die nicht alles anstellen werden, wenn an einem späten November-Abend 50.000 Menschen in Dresden auf die Straße gehen und für ihr Vaterland demonstrieren.

Dann werden sie zwar wieder ihre picklige Studen-Crew "Durchgezählt" ("Durchverzählt" wäre passender!) vorschicken, die dann behaupten wird, dass 14.250 Menschen dabeigewesen wären - und die Gegendemo wird flugs von 1.500 auf 10.500 hoch-interpoliert -, doch hinter den Kulissen werden sie alle Register ihrer Bösartigkeit ziehen, um Vorfälle zu konstruieren, die ein Verbot begründen könnten.

Dieses defekte, marode und dem eigenen Volk gegenüber gnadenlose System, das ich als lupenreine Gesinnungsdiktatur identifiziere, wird nicht klein beigeben, es wird alles an Hässlichkeiten auffahren, was in seiner Macht steht. Man muss diese Leute stürzen, von sebst treten sie nicht ab. Dazu sind sie viel zu sehr ideologisch Getriebene und von ihrer Mission überzeugt.

Inselbauer
21. Oktober 2015 01:07

Nach nochmaliger Durchsicht der "Akif-Affäre" samt abfallendem Webmaster und anstandsbürgerlich ersprossenem Bachmann sind mir nur noch die Distanzierungen peinlich. Wie lächerlich ist es, mit Benjamin Franklin-Zitaten oder Vangelis-Imitaten auf die Bühne zu steigen und von bürgerlichem Anstand zu faseln.

M. M.
21. Oktober 2015 01:16

Pirincci ist ein schlechter Redner, schreibt Kluges, aber auch Vulgäres, ist eine problematische Figur. Er hat Hilfe, Solidarität und ggfls. Korrektur verdient, Bachmann hätte ihn vor sich selbst schützen müssen. Wir sind wenige, haben keine Pfründe zu vergeben, also fehlt uns das politische Talent, das verdingt sich woanders - nicht schön, aber das müssen wir stoisch ertragen. Pirinccis kluge Texte gehören zitiert, zum Rest kann man schweigen. Dank wie immer an alle, die sich exponieren, ihr seid Helden - auch Pirincci.

> Orga-Team
...das wären die Organisatoren - mann sprikht deutsh, bitte.

Sumsemann
21. Oktober 2015 01:32

Zu Pirincci: Er ist nicht doof und weiß sehr wohl wie derbe seine Sprache, wie provokant der Inhalt seiner Texte ist. Eigene Verantwortung. Ob Pirincci nun mit dem was er vortrug zu PEGIDA passte oder nicht, die Entscheidung traf Lutz Bachmann, ob es schadet oder nützt galt es für ihn in letzter Instanz zu entscheiden. PEGIDA ist längst so groß, daß weder Bachmann noch Pirincci die ganze Bewegung repräsentieren. Jene nun infrage zu stellen wäre Unsinn.

Den Pirincci Auftritt hinter uns lassen und einfach nüchtern und überlegt weitermachen.

Bazong
21. Oktober 2015 01:56

Ich finde es schade, dass man sich von Pirincci nun so oft "distanziert", legt er doch in bekannter unflätiger Art den Finger in die Wunde. "Ficken" ist bei ihm nunmal "Ficken" und mit "Wixen" ist es dasselbe.
Sind wir erwachsen oder nicht ?
Auch seine KZ-Analogie fand ich absolut treffend und überhaupt nicht übertrieben. Genau so muss das laufen.
Und man sieht ja an den News überall, wie man ein Versatzstück seiner Rede dazu hernimmt, um völlig andere Zusammenhänge zu konstruieren und den Pöbel in die Irre zu führen. Nordkoreanisches Propaganda-TV in Reinform und das mitten in Deutschland. Gebührenfinanziertes TV greift nun zu allen möglichen Mitteln, um zu denunzieren und zu hetzen. Das sollte uns die Augen öffnen, wie weit fortgeschritten dieser Propaganda-Apparat schon ist. Das ist absolut alarmierend, dass das Ö/R System schon so weit geht, um politische Gegner anzuschwärzen. DAS ist für mich Dunkeldeutschland.

Ganz schlimm das Verhalten von Bachmann. Für mich offenbart dieser Herr nun seinen wahren Charakter. Besser jetzt als nie.
Oertel in männlich. Absolut untragbar, dieser Herr.

Mathias
21. Oktober 2015 02:31

Gut an dem Eklat um A. P. ist, daß er zur Folge hat, Stil- und Wertefragen auszudiskutieren.
Wer auf die Verschärfung der Sprache setzt, sollte daran denken, daß der ständige Gebrauch von Kraftausdrücken und Vulgärem maulheldenhaft wirkt und zwangsläufig dazu führt, nicht mehr ernst genommen zu werden.

Zu den Werten: Wenn Pegida die Errungenschaften der Aufklärung verteidigen will, dann muß sie für Glaubens- und Gewissensfreiheit eintreten. Die Aussage, eine bestimmte Religion gehöre zu Deutschland wie Scheiße auf den Eßtisch, paßt dazu überhaupt nicht.
Wir müssen mit dem Konflikt zurechtkommen, daß der Islam dem Geist der Aufklärung widerspricht, aber aufgrund der freiheitlichen Grundrechte, die die Aufklärung hervorbrachte, zu akzeptieren ist.
Außerdem ist es kontraproduktiv, diejenigen Muslime vor den Kopf zu stoßen, die einen Weg in die moderne Gesellschaft finden wollen.

Der_Jürgen
21. Oktober 2015 02:38

@Zarathustra
Sie sprechen mir aus dem Herzen. Akif Pirincci hat in einer seriösen patriotischen deutschen Bewegung nichts verloren - nicht wei er Türke ist (integrierte Migranten können durchaus Bündnispartner sein), sondern weil seine widerliche Fäkaliensprache Menschen mit Niveau abstösst.

Kontraproduktiv ist auch sein rabiater Hass auf den Islam, den er mit anderen koscheren Konservativen wie Geert Wilders, Michael Mannheimer oder Michael Stürzenberger teilt. Das Problem ist nicht der Islam. Das Problem ist die verräterische Regierung, die eine uferlose Zahl aussereuropäischer Migranten ins Land lässt, um es zu zerstören. Zugegeben, wenn die Einwanderer nicht grösstenteils islamische Orientalen und Afrikaner, sondern beispielsweise Chinesen wären, wäre die Katastrophe weniger gross, weil letztere einen höheren durchschnittlichen Intelligenzquotient besitzen, fleissiger sind und ihre Weltanschauung nicht missionarisch-aggressiv ist, doch auch eine chinesische Masseneinwanderung wäre natürlich klar abzulehnen.

Ich hoffe, dass Pirincci künftig nicht mehr bei Pegida und anderen, ähnlichen Bewegungen auftreten wird. Er liefert den antideutschen Kräften willkommene Munition, denn an seinem Beispiel können sie "beweisen", dass die Einwanderungskritiker hasserfüllte Primitivlinge sind.

No Vallis
21. Oktober 2015 06:24

Witzigerweise hatte seinerzeit im Radio Akif Pirincci Herrn Kubitschek als "nicht ganz dicht", oder so ähnlich, bezeichnet auf die Frage hin, wieviele Pirinccis das deutsche Volk vertragen könne.

alemannischer Recke
21. Oktober 2015 08:07

Ich bin ganz ihrer Meinung Herr Kubitschek. Pirinçci hat der gesamten Bewegung einen Bärendienst erwiesen. Es war aber auch von vorn herein nicht zu erwarten, dass er auch nur entfernt im Stande ist einen konstruktiven Beitrag zu leisten.

Gleichwohl eröffnet die Reaktion der Medien und die Reaktion von Einzelpersonen und die Reaktion von Geschäftspartnern die Möglichkeit die kranke Art und Weise des Umgangs mit unerwünschten Meinungen aufzuzeigen. Das sollte hier und an geeigneter anderer Stelle auch in möglichst systematischer und unaufgeregter Form geschehen. Weniger auf die Reaktion der Geschäftspartner bezogen. Das ist eine Privatsache von jedem einzelnen und die Verlage würden wahrscheinlich von den entsprechenden Horden genügend Druck und schlechte Publicity bekommen. Das kann man noch einigermaßen nachvollziehen, zumindest bei derartigen Ausfällen.

Schwerer verständlich hingegen die vertrackten Artikel in der Presse und die Äußerungen von Einzelpersonen. Namentlich denke ich an den Spiegelartikel, in welchem der KZ-Vergleich reißerisch in der Überschrift auftaucht, anschließend eine krude Mischung aus Zitaten, Berichterstattung und Autorenmeinung zum Vorschein kommt um dann ganz am Ende das Pirinçci-Zitat zerlegt in mehrere Einzelteile zu präsentieren. Tut mir leid, suggestiver geht es nicht. Jeder der den Artikel überfliegt und zum Frühstück nur kurz Zeit dazu hat denkt, dass dieser Vergleich auf die "Flüchtlinge" bezogen war.

Die Krone setzt dem ganzen Gysi mit seinem Facebook-Post auf. Ohne den Kontext zu beachten das Teilzitat veröffentlicht mit einer gepfefferten Meinungsmache gegen PEGIDA. Diesem Mann kann man nun beileibe nicht unterstellen, dass er nicht wusste, was wirklich gesagt wurde. Es ist schockierend wie schamlos das instrumentalisiert wird. Dieser Mensch ist der schlimmste Populist von allen! Erschreckend auch, lauscht man Gesprächen in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Kantinen wie es um die Lesekompetenz der meisten Zeitgenossen bestellt ist. Keiner hatte den eigentlichen Inhalt erfasst.

Zahlreiche weitere Beispiele für Tatsachenverdrehungen wurden zudem in der JF genannt. Über den Begriff der Lügenpresse muss man sich bei weitem nicht mehr wundern!

Waldgänger aus Schwaben
21. Oktober 2015 08:21

Die Lage spitzt sich zu, die Gräben werden immer tiefer

Ja das tut es. Habe ich gerade in der engeren Verwandtschaft. Letzte Woche hatte ich eine etwas heftigere Diskussion mit einem Verwandten. Was er von sich gab, war absoluter mainstream-Blödsinn, abgereichert um einige persönliche Dummheiten:

1. Nach dem Krieg haben wir 12 Milllionen Flüchtlinge aufgemommen.
2. Wir haben genug Geld, der Staat kann Geld aus dem Nichts schaffen, wie bei der Bankenrettung oder für Griechenland.
3. Solange sich die Leute alle paar Jahre neue Flachbildschirme kaufen können, haben wir genug Geld für Flüchtlinge.

Nun denn, es gibt auch ein Grundrecht auf Dummheit. Was mir auffiel war der Fanatismus in Stimme und Gestik mit der er seine Argumente vorbrachte.

Gestern erfuhr ich aus zuverlässiger Quelle, warum er so erregt war. Dieser Depp, mir fällt kein besserer Ausdruck ein, wollte im Gästezimmer seines Hauses einen Flüchtling unterbringen und er hat zwei (blonde) Töchter 14 und 16. Da allein reisende Flüchtlinge fast nur junge Männer sind, hätte er auch einen solchen aufgenommen.

Seine Familie war natürlich total dagegen. Doch erst als die Frau drohte mit den Kindern auszuziehen, es muss wohl um den Zeitpunkt unserer Diskussion herum gewesen sein, war er von seinem Vorhaben abzubringen.

Wer einen solchen Fanatismus an den Tag legt, dass er bedenkenlos für seine Überzeugungen die eigenen Kinder in vorderster Front in's Feuer zu jagen bereit ist, wird auch vor anderen Akten nicht zurückschrecken.

Die sogenannte Flüchtlingskrise spaltet unser Volk zutiefst und ich hoffe nur die Sache wird friedlich in einem heftigen Wahlkampf 2017 oder gerne früher entschieden.

Rhöngeist
21. Oktober 2015 08:51

Jede Rede und jeder Kommentar, in welcher/welchem die aktuellen politischen Vorgänge mit Begriffen aus der NS-Zeit verglichen oder gleichgesetzt werden, sind nicht nur dumm, sondern in der Regel vollkommen unpassend (SAntifa).
Diese Bemerkungen zeugen nur davon, daß die Redner/Schreiber, bis zum Stehkragen in der Umerziehung gefangen sind und es selbst nicht einmal merken.
Die Reden von Bernd Höcke heben sich in dieser Beziehung, so weit ich das mitbekommen habe, wohltuend von den „Einschleimern“ ab, die immer noch meinen, sie könnten durch solche verbalen Entgleisungen, bei „denen da oben“, punkten.
Es müsste doch möglich sein, auch ohne die vom politischen Gegner verwendeten und entsprechend negativ belegten Begriffe, auszukommen.

Dirk Ahlbrecht
21. Oktober 2015 09:12

@Waldgänger aus Schwaben

Wir können nur hoffen, lieber Waldgänger, dass die Dinge, so wie Sie schreiben, "gerne früher" entschieden werden.

Denn bis zur Wahl sind es noch gut 700 Tage. Wenn man bis zum Wahltermin einen täglichen Zugang von ca. 10.000 der sog. "Flüchtlinge" unterstellt, dann wären das bis zum Wahltag ca. 7 Millionen Zuwanderer.

Dann, so steht wohl absolut zu befürchten, gibt es nichts mehr zu entscheiden. Dann ist die Katastrophe längst da.

Anders
21. Oktober 2015 09:15

<<Derlei wird nicht „problematisiert“, weder von den Medien noch von den Veranstaltern selbst, die Verklammerung von friedlicher Demonstration, Blockade, Hetze und Gewalt ist eben etwas Selbstverständliches auf der linken Seite.<<

Könnte da nicht auch Kalkül hinterstehen? So machte ich mir mehr Gedanken aufgrund der z.. "beherzten" Angriffe der sogenannten Gegendemonstraten und die Tatsache das diese Gegendemonstration in der Art so genehmigt wurde. (Die angekündigte Kölner Hogesa-Demo wurde nicht zugelassen aufgrund der Annahme(!) einer zu befürchtenden Eskaltion - aha.)

Polizeibeamte mussten wohl zwei Wege freiwässern, Bachmann´s Appelle und Ratschläge (u.a. nicht in Gruppen unter 10 Leuten zu laufen) hatten wohl auch befriedende Wirkung. Und der Schutz der Polizei hat sicherlich auch dafür gesorgt, dass es im grossen und ganzen "ruhig" verlief.

Ich stellte mir die Frage, was wohl passiert, wenn man sich auf die körperlichen Angriffe auch körperlich not-wehrt? Wie schnell kann ein Fünckchen springen, dass dies zu einer Mengen-Eskalation wird?

Wäre das nicht ein einfacher "an-maaßender" Grund und für die Regierenden, im Handstreich die -Gida-Demonstrationen ab sofort und überall zu verbieten (wegen erwartender Eskalationen, siehe Köln) ? Wäre es dann nicht möglich, mal eben den Notstand auszurufen - legitimiert dann (weiter) Grundrechte einzuschränken, z.B. die Freizügigkeit - zur Vorbeugung strafbarer Handlungen, usw ....

Bei einer publizierten/öffentlich gemachten Nennung der im Selbstverständnis der "Linken" gewählten Mittel könnte die Sichtweise der Bürger auf die Geschehnisse sich verändern, mit der Nichtnennung hat man doch ein As im Ärmel, dass im Eskalationsfall die Pegida-Teilnehmer (bewusst als Generalisierung) als die Übeltäter stigmatisiert und kriminalisiert werden.

Die Lage spitzt sich zu, die Gräben werden immer tiefer.

Gerade deswegen bin ich froh, dass bisher die Teilnehmer der Pegida-Demonstrationen so besonnen und den Provokationen nicht erlegen sind.

Ist da der "kleine Akif" nicht jetzt auch eine nette willkommene mediale "Blendgranate" um abzulenken und - subtil - zu spalten?

.... nur Gedanken .... die nicht bedeuten, in Paralyse zu verfallen, sondern weiter besonnen, mutig, kritisch, achtsam weiterzumachen ....

corvusacerbus
21. Oktober 2015 09:19

Es geht um's Ganze, um das, was faktisch ist, nicht mehr nur um die Metaebene. Es geht um die real existierende Hoheit auf Straßen und Plätzen und, ja, um die Herzen und Gemüter der Deutschen, nicht mehr um die über den Stammtischen. Aber gerade weil das so ist und die Meta- und also auch die Sprechebene ja deshalb nicht verschwunden, sondern Element des Ganzen sind ("It's poltics, stupid!"), sind Piriccis peinliche Rede, sein Jargon und die Unfähigkeit fertig zu werden, so daß er von der Bühne abgeräumt werden muß und Bachmann Nutella-/Pegida-Glas so fatal. Es ist naiv zu glauben, man habe die Chance, über Kontextualisierung von Textstellen und Bildern deren Symbolwirkung relativieren: "ha ha ha, braun als Symbol, ich kann ja sooooo selbstironisch sein" oder längliche Erläuterungen, wer wen auf der deskriptiven Textebene in ein Lager stecken könne, gäbe es diese Lager noch. Und das in der sowieso kaum zu gewinnenden Auseinandersetzung gegen eine Fronde aus Exekutive, Verwaltung und Medien. Weitere Fehler von der angesprochenen politischen Qualität darf man sich nicht erlauben. Die selbstreferentielle Kameraderie mit den Verantwortlichen ist gut gemeint und tröstet das Gemüt. Das war's dann aber auch, politisch ist das unbedeutend.

Treverer
21. Oktober 2015 09:34

@Waldgänger aus Schwaben

Eine Zuspitzung, die auch im persönlichen Umfeld erfahrbar ist, ist sicher unverkennbar, doch scheint mir, daß derzeit nur die Spaltungen offensichtlicher werden, die seit Jahrzehnten unter der dünnen Decke einer Schönwetterperiode verdeckt blieben - ein typisches Zeichen für Umbruchsituationen.
Schon vor Jahren, wenn ich in die Straßenbahn einer sehr bunten westdeutschen Stadt stieg, fragte ich mich fast täglich, was diese Gesellschaft eigentlich zusammenhält, außer Konsum und dem Hass auf das Eigene.
Die Szenarien konnten bizarrer nicht sein, wie in einer überzeichneten Satire: Erst stieg ein schwules Pärchen ein, dann folgte die Burka-Dame mit Kinderwagen, dann die kinderlose grün-alternative Lehrerin und eine Haltestelle weiter der versteckte deutsche Trinker um die 50, auf dem Weg zur Arbeit. Und das war kein "Problemviertel", kein sozialer Brennpunkt.

Ich denke, daß der "Kampf gegen Rechts", der "Anti-Rassimus" eine der letzten ideologischen Fäden ist, ein Religionsersatz, der die gescheiterte multi-kulturelle Gesellschaft verbindet. Und deshalb muß die Hysterie mit steigendem Problemdruck immer größer werden.

Chris
21. Oktober 2015 09:41

Achtung: Alle Pirincci Verehrer und Verteidiger mal herhören:

Zarathustra hat es eigentlich schon sehr gut auf den Punkt gebracht- aber noch mal die Frage:

Was bringt das bei PEGIDA?

Ganz unabhängig davon, wie er was gemeint hat, ob das ein Spiessrutenlauf oder was auch immer war oder erst noch werden wird- die Frage ist und bleibt eine andere:

Gehört das wirklich auf eine PEGIDA- Veranstaltung?

Ob das Berufsverbot und was auch immer gerechtfertigt ist, ist eine völlig andere Frage. Und ich werde seine Bücher von der Aktion unberührt nach wie vor Lesen, wenn ich gerade darauf Lust habe. Trotzdem bin ich stinksauer!

Nordlaender
21. Oktober 2015 09:46

@ Rhöngeist

"Jede Rede und jeder Kommentar, in welcher/welchem die aktuellen politischen Vorgänge mit Begriffen aus der NS-Zeit verglichen oder gleichgesetzt werden, sind nicht nur dumm, sondern in der Regel vollkommen unpassend (SAntifa)."

Mal angenommen, es gäbe ein Gesetz, daß die Leugnung der offenkundigen Schönheit einer allseits bekannten Schauspielerin unter Strafe stellt (bis zu fünf Jahre Haft).
Mal angenommen, jemand findet diese Schauspielerin einfach bezaubernd, ist von ihrem blendenden Aussehen fasziniert.

Unter diesen Umständen wäre es unappetitlich, unanständig bis zum Anschlag, teilte er in der Öffentlichkeit mit, wie attraktiv er diese Frau findet. Er hätte von dem Gut unserer Europäischen Aufklärung überhaupt nichts verstanden, besäße keinen Sinn für Ehre und Freiheit.

Es ist ein Trauerspiel, daß in keiner Gemeinde der Kult um die uns aufdiktierte Zivilreligion um 1933-1945 derartig exzessiv und linientreu, Tag für Tag und Stunde betrieben wird als auf der Achse der guten Islamkritiker. Da hat sich mancher dermaßen verbrodern lassen, daß er sich gar nicht mehr vorstellen kann, daß ein Leben jenseits des verordneten Paradigmas überhaupt möglich ist.

JEDE Bezugnahme auf den Leibhaftigen ist verkehrt unter den herrschenden Bedingungen und für einen Rechten ein dämlicher Schuß in das eigene Knie.

Rumpelstilzchen
21. Oktober 2015 09:46

Interessant ein Beitrag in der Berliner Zeitung unter dem Titel:
"Widerstand gegen Pegida in Dresden wacht endlich auf"

https://www.berliner-zeitung.de/politik/gegendemo-zu-islamfeindlichen-kundegebung-widerstand-gegen-pegida-in-dresden-wacht-endlich-auf,10808018,32208112.html

Die Organisatoren von Herz statt Hetze wundern sich doch tatsächlich, daß man ohne "prominente Anschubhilfe" oder ein " lockendes Gratiskonzert" tausende Menschen auf die Straßen bringen kann.
Und ziehen ein gemischtes Fazit: es gibt das Problem mit der Gewalt !!
( wie geht es eigentlich den Verletzten Pegida-Spaziergängern ?)

Sollte die Gegenseite lernfähig sein ?
Auch Pegida braucht übrigens keine prominente Anschubhilfe oder Vangelis Gedudel zur Stimmungsmache.
Vielleicht kommt ja doch bald zusammen, was zusammengehört:
Mit Herz und Verstand für das Vaterland ! Und die Vaterländer.
Der Italiener war sehr ansehnlich . Und erst die Sprache ! Auch die polnische Sächsin oder sächsische Polin - toll.

Waldgänger (der Ältere)
21. Oktober 2015 09:53

Das Ausmaß der Debatte über Pirincis Auftritt erstaunt mich.
Sein Beitrag war nicht gelungen, das kann passieren.
Fertig.

Zurück zur Tagesordnung

Rumpelstilzchen
21. Oktober 2015 09:53

Ergänzung:
Ja , selbst weltonline hat als Überschrift:
Empörungsrituale wegen Pegida sind Ersatzhandlungen

So ist es.

Andreas Törner
21. Oktober 2015 09:56

Warum sich ausgerechnet hier so viele Sorgen um Pirincci machen, der nach eigenen Aussagen finanziell abgesichert ist und seinen Redemüll selbst zu verantworten hat, kann ich nicht nachvollziehen. Er hat zwei neue Bücher am Start und einen "werbewirksamen" inszeniert. Soll er damit glücklich werden.

Daß es sich um einen "Skandal mit Ansage", zur falschen Gelegenheit, am falschen Ort gehandelt hat, ist das Problem - und daß ihm das ermöglicht wurde von Leuten, die es hätten besser wissen oder zumindest ahnen müssen, ist ein erstaunlicher Umstand und deutet auf ein Problem hin, das einmal in Ruhe durchdacht werden sollte. Mit wem macht man sich wann gemein - und zu welchen Bedingungen.

Nehmen wir an, es fiele mir irgendwann noch ein guter Grund ein, warum man ausgerechnet einem bekannten Fäkalsatiriker und Pornographen mit rhetorischen Schwächen als Gastredner zu einer Geburtstagsfeier im überwiegend gutbürgerlich-familiären Milieu einlädt, auf deren "nächsten großen Skandal" die Gegner dieses Milieus schon vorfreudig erregt warten. Geht es dann an, den Anlaß und Tenor der "Rede" nicht gründlich vorher zu erläutern und abzusprechen? (Herr Bachmann!)

Geht es an, sich darauf zu verlassen, daß einige "mahnende Worte" vorab genügen, um einen geistig disziplinlosen Selbstdarsteller und Selbstbewerber in die Schranken zu weisen (Herr Kubitschek!) in der optimitischen Hoffnung, daß dieser gewiß zumindest Reste von Anstand und politischem Urteilsvermögen besitzt und darum am Ende schon alles gut gehen bzw. der Schaden sich in Grenzen halten wird?

Für mich schwer vorstellbar, wie ein Auftritt Pirinccis ohne Schaden und ohne Beschmutzung hätte absolviert werden können. Es sei denn nach der Veranstaltung, bei einer zufälligen Begegnung in der Toilette einer Kneipe. Oder von mir aus am Stammtisch derer, die als "echte Kerle" noch von den niveaulosesten und verfänglichsten Auswürfen eines notorischen Schmierfinks "zu begeistern" sind, obwohl genau diese Schwächen dem Wert und der Wirkung der Werke und Auftritte Pirinccis von jeher im Weg stehen.

Also bitte, kurz fremd- und selbst schämen, aus dem Fehler lernen, dann schütteln und weiter mit den eigentlichen Aufgaben. Und falls es wirklich noch zu einem deutschen Maydan kommen und der lüstern-lebensfrohe Pirincci es nicht vorziehen sollte, das Treiben von seiner Dachterasse mit einem Dutzend williger "Kunststudentinnen" und Schampus zu beobachten (wovon ich nach einigen Blicken auf seine Internetpräsenz allerdings ausgehen würde), kann man ihm immer noch "tätige Selbstkritik" üben und hinter die Barrikaden lassen, obwohl ich auch und gerade hier empfehlen würde, ihn im Auge zu behalten...

Schopi
21. Oktober 2015 09:56

Der Webmaster vom Kleinen Akif hat mit einem abartigen Foto (zeigen einer in der BRD strafbewehrten Handlung) den Blog geschlossen.

Äußerst bedenkliche Entwicklung. Ein Webmaster bereitet Inhalte für einen Auftraggeber und dafür wird er bezahlt. So ist es normalerweise. Herr Pirincci dürfte wohl sicher der rechtmäßige Inhaber / Besitzer seiner Domain sein, für die er auch Geld zahlen muß - ohne Einwilligung oder Auftrag des Domaininhabers ist der Webmaster nicht berechtigt dort eigenwillig Inhalte einzustellen. Das ist nichts anderes, wie wenn jemand ein Malerunternehmen beauftragt sein Haus neu anzustreichen und dieses Unternehmen beschmiert dann die Giebelwand mit Parolen wie "Kauft nicht bei....." oder sonstigem Unfug.

Waldgänger (der Ältere)
21. Oktober 2015 10:03

@Waldgänger aus Schwaben

Lieber Namensvetter, die von Ihnen geschilderte Episode über den Riss selbst in der eigenen Verwandtschaft und dieses kann ich leider bestätigen.
Es ist dies etwas völlig Neues, etwas, das man allenfalls aus den Zeiten des Dritten Reiches oder aus der DDR. kannte.
Dass es nur noch damit vergleichbar ist, spricht Bände ...

Sehr zutreffend Ihre Worte:

Was mir auffiel war der Fanatismus in Stimme und Gestik mit der er seine Argumente vorbrachte.

Ganz ähnlich dem wie programmiert wirkenden "Argumentieren" der (zum Glück harmlosen) Werber bei Jehovas Zeugen oder dem stur-fanatischen Endsieg-Geschwafel bei Goebbels oder Honecker.
Mit Flüchtlingen zum Endsieg - so ist heute die Parole.
Dumme glauben es wirklich.

Hartwig
21. Oktober 2015 10:10

Was bedeutet denn "distanzieren"?

Erstens hätte ich persönlich allen Grund, mich von 90 Prozent aller PEGIDA/LEGIDA-Reden zu distanzieren, wenn man damit einen inhaltlichen Dissenz meint. Da bleibt wenig übrig, dem man Beifall klatschen konnte. Trotzdem wurde natürlich eifrig applaudiert, weil es eben nicht um das Gesagte ging, sondern um die Herstellung eines gemeinsamen Nenners, einer Stimmung bzw. Atmosphäre. Wie das auf einer Demonstration halt sein muss, auf der sich wildfremde Menschen zu Tausenden treffen.
Die Pirincci-Rede war unterirdisch, so wie die meisten Reden des vergangenen Jahres in jeder Beziehung unterirdisch waren.

Zweitens ist "Distanzieren" aber ein Kampfbegriff geworden. Schon allein deshalb verbietet sich die öffentliche Distanzierung, was ja nicht automatisch eine Zustimmung und Solidarisierung nach sich ziehen muss und interne Auseinandersetzungen nicht verbietet.

Ein Letztes: Ich habe mir auch mal Gedanken gemacht, wie eine Rede, MEINE Rede zu sein hätte. Unterm Strich hätten die meisten Demonstranten wohl nur wenig von dem geteilt, was ich hätte sagen wollen. An der Stelle auch nochmal mein Respekt an GK für dessen Reden, die am ehesten einen Nerv trafen.
Von ganz wenigen abgesehen (Wilders, Elsässer) sind die meisten Redner einfache und ungeübte Leute, die ins kalte Wasser springen. Ich will also mit meiner Kritik an den Reden nicht missverstanden werden, als ob ich es tatsächlich viel besser könnte.
Wie schon gestern von mir bemerkt: Weniger Reden!

Johannes Ritter
21. Oktober 2015 10:12

Hallo Herr Dr. Frei

Ich habe Ihr Interview bei der Tagesschau gesehen. Sie sagten im Interview, alle Demonstranten der PEGIDA können oder sollten zur Rechenschaft gezogen werden.

https://www.tagesschau.de/inland/pegida-347.html

Ein Freund von mir überlegt, eventuell bei PEGIDA mitzulaufen. Bitte beantworten Sie mir drei Fragen:

1. Wie könnten oder sollten Demonstranten für das mitlaufen bzw. demonstrieren bei PEGIDA zur Rechenschaft gezogen werden? Muss mein Freund mit Gefängnis rechnen? Oder welche genauen Strafmaße sollen angelegt werden?

2. Soll ich meinen Freund vorsichtshalber beim Verfassungsschutz melden?

3. Gehören solche Meinungsäußerungen bzw. Handlungsaufforderungen wie Ihre in der Tagesschau zu Ihrem Auftrag als Wissenschaftler? Wenn ja, wo wurde das festgelegt? Und von welchen Mitteln bzw. Organisationen wird Ihr Lehrstuhl finanziert?

Grüße
Johannes Ritter

Depeche Mode
21. Oktober 2015 10:17

Hallo Götz Kubitschek!

Hier eine kleine Anfrage, ob Ihr nicht einmal einen Kommentar über das Innenleben von Frau Reschke bringen könntet.

Als Beleg würde ich mal Panorama vom 08.10.2015 https://www.youtube.com/watch?v=3jmSbPbfFM0 heranziehen.

Hier beantwortet bei 10:14 Min. ein Extremismusforscher die Angst der deutschen Männer vor schwarzen Flüchtlingen. Dieser erklärt, die Deutschen wären auf die starke Potenz der Schwarzen eifersüchtig!

So einen geistigen Schwachsinn übermittelt uns die Frau Reschke. Es wundert mich doch sehr, dass bis dato im gesamten Netz weder Konservative noch Asyl-Kritiker ihren offensichtlichen Blödsinn, den diese Frau veröffentlicht, thematisiert haben.

Immerhin wird dieser geistige Müll, den Panorama ausstrahlt, auch noch mit unseren Geldern finanziert!

Eisenhans
21. Oktober 2015 10:21

Mittlerweile müsste doch jeder Hansel begriffen haben, dass KZ- Vergleiche,
in welchem Zusammenhang auch immer, in diesem Land gerade für
Rechte tödlich sind. Das sind eigentlich Anfängerfehler, wie kann man
nur so dämlich sein, vor 40000 Menschen, etlichen Kameras der System-
medien und jede Menge sonstiger Spitzel, solch einen Spruch abzulassen.
Da fällt mir nur noch das bekannte Zitat des französischen Polizeiministers Fouche ein:
Das ist mehr als ein Verbrechen, das ist ein Fehler !

Monika
21. Oktober 2015 11:01

9 Dies ist die Geschichte Noahs: Noah war ein gerechter, vollkommener Mann unter seinen Zeitgenossen; Noah wandelte mit Gott. 10 Und Noah zeugte drei Söhne: Sem, Ham und Japhet. 11 Und die Erde war verderbt vor Gott, und die Erde war voll Gewalttat. 12 Und Gott sah die Erde, und siehe, sie war verderbt; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verderbt auf Erden. 13 Und Gott sprach zu Noah: Das Ende alles Fleisches ist vor mich gekommen; denn die Erde ist voll Gewalttat durch sie; und siehe, ich will sie verderben mit der Erde. 14 Mache dir eine Arche von Gopherholz; mit Kammern sollst du die Arche machen und sie von innen und von außen mit Harz verpichen. 15 Und also sollst du sie machen: Dreihundert Ellen sei die Länge der Arche, fünfzig Ellen ihre Breite und dreißig Ellen ihre Höhe. 16 Eine Lichtöffnung sollst du der Arche machen, und bis zu einer Elle sollst du sie fertigen von oben her; und die Tür der Arche sollst du in ihre Seite setzen; mit einem unteren, zweiten und dritten Stockwerk sollst du sie machen. 17 Denn ich, siehe, ich bringe die Wasserflut über die Erde, um alles Fleisch unter dem Himmel zu verderben, in welchem ein Hauch des Lebens ist; alles, was auf der Erde ist, soll verscheiden.

Genesis 6
@Christin
Liebe Christin, liebe Schwester, danke für Ihren Beitrag. Jesus hätte Akif Pirincci verziehen. Und dieser hätte seine Fäkalsprache abgelegt.
Denn seine Rede hatte etwas zutiefst prophetisches. Ich gestehe, ich habe Tränen gelacht über diesen Beitrag. Der alle Tabus brach. Und manchmal blieb mir die Luft weg, über das, was er uns prophezeite.
Und wie er leidet. Und verzweifelt an der Gefühllosigkeit und Dummheit seiner Mitmenschen.
Das große Schlachten hat begonnen. Und es geht weiter
Irgendeine linke Zeitung hat sich sogar mit seiner Anklage, dass eine Berliner VHS Nacktbilder aus Rücksicht auf Muslime abgehängt hat , beschäftigt. ( Finde die Quelle nicht mehr).
Da hat irgendwas ins Schwarze getroffen.

P.S. Auch ich bin keine 21 mehr, aber ich war mal Kunststudentin.
Mich stört es, dass sein Buch Verschwulung" das Bild den heiligen Sebastian so verweichlicht zeigt. Der war bestimmt nicht schwul. Sondern der Künstler nutzte das Thema, um einen Nackten Mann zu malen.
Vielleicht kann Navid Kermani dazu mal was schreiben.

Alles Gute, Bruder Akif, ich bete für Dich.

der Kuckuck
21. Oktober 2015 11:11

Der Akif ist ein wortgewaltiger Sprachberserker ; nur vergleichbar mit François Villon , Martin Luther und K. Kinski ; habe ihn in einer großen grauen Stadt live und in Farbe erlebt ; als junger Mensch habe ich seine Katzenkrimis gerne gelesen ; der Akif ist im besten Sinne des Wortes ein Aufklärer , er spielt in einer Liga mit Sloterdijk und de Benoist . Der Akif hat viel für die Volksgemeinschaft geleistet , ich bewundere seinen Mut und sein Stehvermögen ; der Akif ist einfach ein guter Typ .

Chris Weisser
21. Oktober 2015 11:24

... Konsequenzen für Innenminister Dulig, kleine Korrektur Herr Kubitschek: Dulig ist Wirtschaftsminister. - Aber ebenso austauschbar !

Noch etwas zum "Mut" mal mit auf die Pegida-Demo zu gehen: selbst Freunde von mir haben Angst, daß der/die Ehepartner/in Schwierigkeiten bei ihren Arbeitgebern (Ausnahmslos Institute, Schulen, Großunternehmen) bekommen, wenn sie da mitlaufen sieht. Für mich fast DDR 2.0 !

Toni
21. Oktober 2015 11:46

Wer Pirincci einlädt, sollte wissen, was er tut.
Darüber hinaus ist Pirincci weder ein guter Vorleser noch ein guter Redner. Das ist nicht erst seit Montag bekannt.
Im Übrigen hätte ich mir, gerade zum Jahrestag, ein anderes Programm gewünscht.
Die deutsche Klassik ist reich gibt dazu genug zitierfähiges her. Das hätte sowohl in der Aussendarstellung eine andere Qualität gehabt als auch dem Kern unserer Sache weit besser entsprochen.

Verdienste und Standfestigkeit von Bachmann in der Sache PEGIDA sind zweifellos unbenommen, hier aber haben er und sein Team, nicht nur nach meinem Dafürhalten, daneben gelegen.
Ein A.P. macht auf seiner Ebene sein nebenbei gesagt gut alimentiertes "Ding". Das soll er gerne weiter tun, auf dem derzeit größten deutschen ausserparlamentarischen Protestarm hat er nichts verloren.

Dirk Ahlbrecht
21. Oktober 2015 11:52

Lieber Eisenhans,

nehmen wir einmal an, sämtliche PEGIDA-Veranstaltungen wären samt und sonders in wohlgesetzen Worten abgelaufen - ohne auch nur eine einzige Provokation; und zwar ohne eine Provokation, die wir (also das rechtskonservative Lager) für eine ebensolche halten. Wären dann die Angriffe aus dem linken Lager ausgeblieben und man hätte sich bereitwillig zu einem Dialog zusammengesetzt? Natürlich nicht.

Oder anders gefragt: Wird jemand, der schon vor dem Auftritt von Akif Pirincci in großer Sorge um die Zukunft des Landes ist, nun wieder fest an der Seite der Altparteien stehen; und zwar nur, weil Herr Pirincci in seiner Rede eine unglückliche Wortwahl verwendete?

Wer diese Frage bejaht, ist noch lange nicht dort, wo er angesichts der Zustände im Lande schon längst sein müsste. Und solche Leute werden in der Regel eh nur durch die kommenden Ereignisse gleichsam zu einem Umdenken gezwungen.

Und alle anderen werden auch nach der Rede Pirinccis diese in keinen sinnvollen Zusammenhang mit den Zuständen im Lande bringen; schon weil es keinen gibt. Deshalb: Bleiben wir gelassen.

Wie sagte doch Götz Kubitschek bei seinem letzten PEGIDA-Auftritt: "Es ist gut, dass es jetzt knallt!" Und es wird noch lauter knallen, darauf jede Wette. Und dann, lieber Eisenhans, wünschen sich ganz sicher viele Leute jene Zeit zurück, in der Akif Pirincci vermeintlich unglückliche Reden hielt.

Ralf
21. Oktober 2015 12:00

Diese Distanzierungen (von der selbst bestellten Musik), das ist hier teils sehr gut dargelegelgt worden, sind überflüssig und zeigen das Problem der politischen Konservativen. Sie sind für praktische Politik nicht zu gebrauchen. Ihr Agieren ist geradezu peinlich und die nüchternen unter den Linken, zumal die leninistisch geschulten, werden sich über so viel Dummheit scheckig lachen. Es ist sehr schwer im Augenblick die richtige Mittel zu wählen, aber wo Pegida allein endet, das hat Reklof vermutlich treffend beschrieben. Man muss nicht dem Konstruktivismus anhängen, um den Unsinn solcher Äußerungen wie "Wir wissen die besseren Argumente auf unserer Seite und die Zeit wird das ihrige tun." anzuerkennen. Wenn dann noch solche Aussagen dazukommen, in dieser Situation "Sagt doch jemand glatt, Akif Pirincci mache sich eben um seine Heimat Sorgen. Wie bitte? Ich habe in seiner Rede nichts davon gehört, dass er sich um die Türkei Sorgen macht.", dann werde ich richtig wütend und ich bin immerhin wegen Aufstachelung zum Rassenhass vorbestraft. Es gibt guten und schlechten Stil, aber wenn ich die Masse gewinnen will, muss ich dem Volk auch aufs Maul schauen (Luther) und da wird nicht überwiegend gehoben theoretisiert.

Gegenwind
21. Oktober 2015 12:00

"Die Frage nach der Lage - Claus"

Sehr geehrter Herr Kubitschek,

zur Kritik in Betrachtung zur Lage möchte ich mich gern anschließen.

Insbesondere bei PEGIDA bekommt man das jetzt stark zu spüren.

Viele die nicht in Verlage wie Antaios oder Zeitschriften wie Sezession eingeweiht sind, klammern sich zu sehr an die Bewegung.

Ich für meinen Eindruck habe das Gefühl es ist Zeit die Leute geistig zu verorten.

Im Kern sozusagen ein Millieu zu formen, dass 7 Tage die Woche im Geiste einen Ausstieg wagt und vollendet.

Das klingt vermutlich sehr pauschal ist aber vielleicht der Schlüssel zur positiven Entwicklung einer neuen Oposition.

PS: Noch eine kleine Kritik zur IB. Bei mehrmaligen Anfragen zu einer aktiven Mitarbeit in der IB bekam ich aus meiner persönlichen Sicht keine wirkliche Antwort.

Peter Schmitz
21. Oktober 2015 12:02

Ich halte es für absolute Zeitverschwendung – und für so etwas wie Schattenboxen mit dem Rücken zum Gegner - sich überhaupt noch weitere Gedanken zur Pirincci-Affäre zu machen. Nicht weil das Kind nun ja bereits in den Brunnen gefallen ist. Nein, weil wir doch eigentlich viel besser wissen müßten, was hier gerade passiert.

Im Großen betrachtet arbeitet der Apparat (sämtliche Bestandteile des Staates, nahezu alle Medienbetriebe, linke NGOs und deren Schlägerabteilungen) im Auftrag einer fremden Macht an der Abwicklung der Nation und des Volkes. Es findet hier also ein Kampf zwischen zwei Lagern statt: Die Linke als Staatsmacht mit dem US-Imperialismus als Dienstherr im Rücken gegen den Fortbestand der europäischen Völker und der Nationalstaaten an sich. Und auf der Gegenseite, komplizierterweise, nur kleine Teile dieser betroffenen Völker.

Denn die Mehrheiten wollen die Illusionen, die man ihnen vermittelt, nicht verlieren. Sie haben sich darin eingerichtet, und sie wollen die Konsequenzen des Umdenkens nicht tragen. Die Leute genießen das bundesdeutsche Lebensgefühl des freien, demokratischen, weltoffenen und liberalen Bei-uns-hätte-Hitler-keine-Chance-gehabt-Bürgers, der mit sich und seiner Obrigkeit vollständig im Reinen ist. Die Identifikation mit den ausgegebenen Parolen suggeriert wohlige Geborgenheit im Großen und Ganzen, eine quasi rundum anwendbare Scheinideologie, die ganz ohne tiefere Befassung oberflächlich konsumierbar ist und obendrein das wunderbare Gefühl hochintellektueller Belesen- und Weltgewandtheit gleich mitliefert.

Würde man sich durch informationsbasierte Erkenntnis von diesem Lager abwenden, hätte man nicht nur den Abschied von der weltoffenen moralischen Unangreifbarkeit zu verschmerzen, man müßte auch damit klarkommen, daß die Obrigkeit Ungutes im Schilde führt und man daher also entweder in den Widerstand gehen oder sich sein Untertanendasein eingestehen müßte.

So findet hier also eine ernsthafte Auseinandersetzung statt: Links gegen das Volk.

Da sich das Volk leider zu großen Teilen auf Seiten seiner Gegner befindet, steht also quasi ein mehr oder weniger unorganisierter Bruchteil der Deutschen gegen die Mehrheit, den Staat und die Medien.

Und nochmals erschwerend kommt hinzu: Der übermächtige Gegner bestimmt die Regeln. Denn er legt fest, was in dieser Auseinandersetzung gesagt werden darf. Und was gut ist und was böse.

Ein Resultat dessen ist die – sogar öffentlich anerkannte – Tatsache, daß jüdische oder türkische Publizisten und Satiriker aufgrund ihrer nichtdeutschen Herkunft kraftvolle Äußerungen von sich geben dürfen, für die man als Bundebürger mit der Nazikeule erschlagen würde.

Und so hat sich die Marktlücke des nichtdeutschen Kritikers des Politisch Korrekten erschaffen, dem der Deutsche befreit applaudieren kann, ohne daß seine Firma ihn zwangsbeurlaubt. Broder ist damit sehr erfolgreich, Serdar Somuncu fällt mir da noch ein – und natürlich Herr Pirincci, der sich ja auch irgendwann entschlossen hatte, dieses Marktsegment zu bedienen.

Daß er damit Erfolg hatte, steht wohl außer Frage. Aber wie auch immer man zu dieser Sparte der Publizistik stehen mag – sie ist vor allem ein ureigenes Produkt der linken BRD.

Wenn nun ein Türke vor einer Versammlung konservativer Deutscher unflätig Linke und Ausländer beschimpft, dann müßten die Grünen doch eigentlich Tränen der Rührung in den Augen haben.

Und festzuhalten wäre auch noch, daß die Einladung Pirinccis durch die PEGIDA-Führung ebenfalls den linken Spielregeln entspricht: Der Gedanke war ja wohl, sich durch einen Ausländer in den eigenen Reihen vom rechten Klischee zu distanzieren.

Der wesentliche Punkt dieser ganzen Angelegenheit ist aber doch: Der Gegner nutzt jede Gelegenheit, seinem Feind zu schaden, er kämpft mit allen Mitteln. Daß die Versammelten die niveaulose Rede ausgebuht haben und der Veranstalter daraufhin diesen Vortrag abbrach, schmälert den Skandalwert dieser Angelegenheit ebenso wie die Tatsache, daß der Apparat gezielt Aussagen verdreht, um Substanz zu erhalten. Eigentlich ist der Skandal gar keiner, weigern wir uns also, ihn als solchen anzuerkennen. Und der Apparat geht hier auch nicht gegen Pirincci vor, sondern nutzt diesen ausschließlich zum Schlag gegen PEGIDA. Pirincci wird als Teil von PEGIDA definiert, ob man sich nun von ihm distanzieren möchte oder nicht. Und man wird diesen Vorfall bestmöglich nutzen, um diese Form der politischen Opposition zu bekämpfen.

Es ist vollkommen albern, im Angesicht der offensichtlichen Verdrehungen der KZ-Äußerung Pirinccis durch Staat und Medien noch soviel Redlichkeit im Apparat zu vermuten, daß eine Distanzierung der PEGIDA von Pirincci überhaupt irgendeine Wirkung haben könnte. Man erkennt damit nur die Spielregeln des Gegners an.

T. de Ahumada
21. Oktober 2015 12:15

Offenbarung Kap 13: "Und es wurde ihm (dem Tier aus der Erde, das die Religion des Antichristen propagiert)Macht gegeben, Geist zu verleihen dem Bild des Tieres, damit das Bild des Tieres reden und machen könne, dass alle, die das Bild des Tieres nicht anbeteten, getötet würden. Und es macht, dass sie allesamt, die Kleinen und Großen, die Reichen und Armen, die Freien und Sklaven, sich ein Zeichen machen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn und dass niemand kaufen oder verkaufen kann, wenn er nicht das Zeichen hat, nämlich den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens."

Der Papst (die eine der zwei Institutionen, die immer für das Abendland gestanden haben) hat letzte Woche per ordre du mufti das verbindliche Lehramt der Kirche "aufgelöst", weil es ihm angeblich der Heilige Geist eingeflüstert hat.

Sie können mich für eine religiöse Spinnerin halten, aber m.E. wurde damit dem "Abendland" der endgültige Gnadenstoß verpasst, die Pforten der Hölle endgültig geöffnet und die Welt den Dämonen preisgegeben.

Das "Tier" ist der institutionalisierte Abfall vom Christentum. Abfall von einem Gott, der sich selbst hingegeben hat, um die Menschen von der Erbsünde zu erlösen. Wenn man diesen Gott ablehnt, ist man auf sich selbst zurückgeworfen und das, was wir zur Zeit erleben, ist die Konsequenz daraus...

Das, was Herrn Pirincci passiert ist, ist nur ein Vorgeschmack dessen, was uns alle erwartet, wenn wir "das Tier" aus eigener Kraft, ohne Gnade, zu bekämpfen versuchen.

Arminius Arndt
21. Oktober 2015 12:21

Ich halte für mich folgendes, nach der Lektüre dieser Beiträge hier und auch auf anderen Plattformen, fest:

Pegida wollte zum Jahrestag internationale und nach Möglichkeit bekannte Redner, um so seinen Teilnehmern, aber auch der restlichen Öffentlichkeit, etwas zu bieten, aber auch um zu zeigen, seht her, hier redet sich nicht der tumbe Claus seinen provinziellen Muff von der Seele weg, sondern Leute, die allesamt nicht dem Verdacht unterliegen, nur schlichtweg Deutsche zu sein.

Tja, die ganz großen Namen, wie Marine Le Pen, hat man nicht bekommen und dann wurde es so langsam eng mit den Kandidaten (spricht ja auch für die Lage im Lande, dass sich kein einziger, echter Promi auf die Bühne traut). Am Ende war A.P. übrig und er war dann zunächst gern gesehener, hofierter und beworbener Gast. Obwohl man genau wusste, was der so von sich gibt und insgeheim sein Fan war. Man hat also ganz bewusst auch "auf die Kacke hauen" wollen - A.P. hat zudem entsprechendes vorher angekündigt.

Gut, die Außenwirkung war dann evtl. nicht ganz gelungen, da eben nicht nur auf die genannte gehauen wurde, sondern diese auch noch verspritzt wurde. Es kann immer passieren, dass ein Import-Böller unkontrollierter hoch geht, als die gute BAM geprüfte Ware mit Identifikationsnummer, die man nur an wenigen Tagen vor Sylvester einkaufen darf. Aber das weiß man vor dem zünden desselben und dann schweigt man als Einladender, wenn es nicht so knallt, wie man es sich vorgestellt hat, zieht im Stillen die Konsequenzen und macht es beim nächsten mal besser. Aber man tritt nicht öffentlichkeitswirksam nach und stellt sich so in die Linie der anderen. Das war das Allerletzte von Bachmann. Das ist niedriger als das Niveau von "Ja, ich habe Marihuana auf Parties geraucht, aber inhaliert haben nur die anderen, nicht ich".

Wie auch immer, ich habs an anderer Stelle schon geschrieben, schaden wird es Pegida nicht und jedem, dem etwas an solchen Veranstaltungen liegt, geht eben weiter hin und bringt wieder einen mit ... man geht ja bestimmt nicht wegen L. Bachmann zu so einer Veranstaltung.

Ach ja: Trotz meiner Kritik distanziere ich mich damit nicht von Bachmann und wünsche ihm weiterhin viel Erfolg - auf ihn kommt ja auch einiges zu und evtl. hat er im Hinblick auf das gegen ihn laufende Verfahren wegen Volksverhetzung auch einfach Bammel, dass ihm hier falsches Nachtatverhalten oder Ähnliches untergeschoben werden kann (bin kein Strafrechtler, aber so etwas soll ja eine Rolle spielen).

Heute Abend dann Erfurt,
sehen wir, was noch alles kommt!

jacky
21. Oktober 2015 12:42

Das bei dem Wort KZ, selbst im Kontext von dem Deutsch Türken, sofort die Konditionierung greift, zeigt, dass wir wie gewünscht reagieren. Vor vielen Jahren sagte mir ein Amerikaner, dass die Deutschen, wenn sie Begriffe aus den zwölf Jahren (die ich nicht explizit zitieren will) laut aussprechen wollten, sie vorher in den dunklen Keller gingen, die Türen schlössen und ganz leise sprächen, vor lauter Angst.

Warum reagieren wir noch immer so verstört, wenn über Deutsche Geschichte, die sie nun mal ist, gesprochen wird? Auch wenn Teile unserer Geschichte unrühmlich sind, es ist und bleibt unsere Geschichte, für die kein heute Lebender Verantwortung trägt.

Die übliche Hysterie ist daher unangebracht.

Dass der Deutsch-Türke sich den „Schmachmantel“ nicht anzieht, spricht für seinen gesunden Verstand. Er hat mit der Deutschen Geschichte nichts zu tun. Ihn zu Pegida einzuladen, ist unsinnig. Auch die übrigen Redner, zumindest die am 19.10. hätten besser geschwiegen. Wenn jemand von denen meint, stimmlich etwas von sich geben zu müssen, lasst sie singen.

deutscheridentitärer
21. Oktober 2015 13:03

Obwohl ich an sich keine Probleme mit Fäkalsprache habe, wo sie angemessen ist, also ziemlich oft, haben mich Akifs Ergüsse haben schon immer eher angewidert. Insgesamt schien mir da selber ein krankhaft sexualisierte Person zu sprechen. Eine Ausnahme hiervon ist "Das Schlachten hat begonnen".

ABER: Noch viel mehr widert mich an, wie mit diesem Mann jetzt umgegangen wird. Ich verstehe Kubitscheks Distanzierung von der Rede. Was ich nicht verstehe ist, wie man ihn einladen kann und ihn dann öffentlich demütigt, wenn er genau das liefert, was zu erwarten war. Insbesondere wenn man ihn dazu gedrängt haben sollte, wie hier verlautbart wurde, eine unfassbare Sauerei. Akif wird jetzt ostrachiert wie es sogar innerhalb der Rechten selten vorkommt. Und das auch noch wegen dem absurd aus dem Kontext gerissenen KZ Vergleich. Ich verstehe, dass man sich angesichts seines Habitus ungern mit ihm solidarisieren möchte. Ich tue dies, zumindest in Worten, die bekanntlich billig sind, trotzdem. Es ist eine absolute Schweinerei, wie er vom System angegriffen wird und von Bachmann verraten wird. Das Kubitschek sich in diesem Sauhaufen engagiert ist ihm hoch anzurechnen.

Andreas Walter
21. Oktober 2015 13:23

Die sollen den Akif mal schön in Ruhe lassen, diese Kulturmarxisten. Das sind nämlich jetzt die gleichen Leute die sich über ihn aufregen, die früher einen Charles Bukowski oder Klaus Kinski beklatscht und gnadenlos auf das Volk losgelassen haben, um die Konservativen und Bürgerlichen damit vor den Kopf zu stossen. Wobei ich auch denen hin und wieder etwas abgewinnen kann:

https://www.youtube.com/watch?v=AVbWNOQqfiI

Wer aber B zulässt, der muss eben auch A zulassen, doch diese Toleranz und vor allem das Selbstbewusstsein, die Selbstsicherheit und Gelassenheit besitzen Marxisten meist eben nicht und am wenigsten davon die Antifa, die darum ja auch glaubt Menschen halbtot schlagen zu müssen, um ihre kranken Überzeugungen durchzusetzen, die sie übrigens mit dem schwächsten Justizminister gemein haben, den Deutschland jemals hatte.

Wobei ja in Deutschland der Innenminister für die innere Sicherheit zuständig ist, doch auch dem ist ja bereits jedes vernünftige Mass, der gesunde Menschenverstand und damit eben auch die Kontrolle entglitten. Deutschland ist derzeit wie ein Schiff, dessen Kapitän wie auch die gesamte Mannschaft von einer seltsamen Krankheit befallen worden ist die sie verantwortungslos macht.

Daher steht jetzt die Selbstermächtigung an. Die Selbstermächtigung des deutschen Volkes. Eigene Verfassung, eigene Gesetze, eigene Justiz, eigene Regierung, eigene Polizei, eigene Armee. Das geht auch ohne Hitler, ohne Stalin, ohne die VSA, ohne die EU. Denn nur wer auch Verantwortung übernimmt, gesellschaftlich vertretbar handelt darf auch herrschen, Macht besitzen.

Exmeyer
21. Oktober 2015 13:52

Zurecht distanzieren die Linken sich nicht von der handgreiflichen Vorhut. Die sind doch nicht blöd. Feind ist Feind, Freund ist Freund.

Zarathustra
21. Oktober 2015 14:00

Ein Nachtrag zum Thema Solidarität und Distanzeritis:

Natürlich gehören Solidarität und Kameradschaft zum Erfolgskonzept einer jeden erfolgreichen Bewegung. Aber stellen Sie sich vor, man ist als Truppe im feindlichen Gelände unterwegs, und da gibt es einen Kameraden, der immer wieder auf törichte Weise die ganze Mannschaft in Gefahr bringt. In so einem Fall läßt man diesen Kameraden selbstverständlich nicht weiter mitmachen und schickt ihn zurück.

Nun ist es bei Leuten wie Pirinçci von vornherein mehr als fraglich, ob sie zu unserer Mannschaft gehören: Denn was will so jemand langfristig? Will er mit seinen Büchern nur Geschäfte machen? Oder will er die nationalkonservative Wende? (was ich mir in dem Fall gar nicht vorstellen kann). Und wenn er dies will, ist er überhaupt charakterlich geeignet, in so einer exponierten Position mitzuwirken und z.B. beim Jahrestag von Pegida auf die Bühne zu gehen?

Diese Überlegungen haben nichts mit Distanzeritis zu tun, denn es geht nicht darum, unter dem Druck des Gegners sich von einem Kameraden zu distanzieren, der zweifellos zur eigenen Mannschaft gehört, seine Eignung zum Mitmachen bewiesen hat, und zu dem man unter anderen Umständen stehen würde, sondern es geht um eine Person, die aus nationalkonservativer Sicht ohnehin fragwürdig ist: Wenn ich z.B. sage, daß ich seinen Auftritt widerlich finde, dann nicht erst seit der Skandalisierung durch die »Wahrheitspresse«, sondern ich fand seine Art immer schon abstoßend und »nicht hilfreich«.

Solidarität und Distanzeritis-Weigerung bedeuten nicht, daß man auch von sich aus keine Linien zieht, jeden alles machen läßt und bei personellen Entscheidungen dilettantisch vorgeht!

    Beste Grüße,
    Zarathustra

Revolte
21. Oktober 2015 14:13

Was interessiert in diesen turbulenten Zeiten wohl den durchschnittlichen SPIEGEL-Leser? Sehen wir uns mal die fünf Top-Artikel an:

* Telekom-Kunden betroffen: Betrüger hacken Online-Banking
* Konzentration aufs Wesentliche: Wahlverlierer
* Flüchtlingspolitik: Grüner Palmer auf Linie - mit der CSU
* Siegeszug des Craft Beer: Gebt mir mein Bier zurück
* Weihnachtsgeschäft: Lego gehen die Steine aus

So viel zum Thema "die Republik steht Kopf" und PEGIDA-Hysterie.

Aristoteles
21. Oktober 2015 14:28

Nochmal zum Thema KZ:

Wir wir wissen, sind in der BRD alle Menschen gleich, aber manche Menschen gleicher als gleich.
Gehört man zu den Gleicheralsgleichen, gehört man mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zu einer auserwählten Subspecies:

https://www.welt.de/kultur/article145820379/Lasst-uns-Auschwitz-wieder-eroeffnen.html

"Niemand hat eine Lösung für die Flüchtlingsproblematik. Ich schon. Lasst uns doch einfach Auschwitz wieder eröffnen, wobei, es ist ja offen. Aber nein, so wie früher. Lasst uns all diejenigen, die Steine werfen, Häuser anzünden und auf Menschen urinieren, in Viehwaggons packen, Richtung Osten transportieren. Sie an der Rampe in Auschwitz empfangen, sie ausziehen lassen, ihnen ihr Hab und Gut wegnehmen, rasieren muss man sie ja nicht mehr – und sie in die Gaskammern schicken. Hinter ihnen die Türen verriegeln und dann, statt Gas, über die Lautsprecherboxen Helene Fischers "Atemlos" spielen."

Lustig.

Habe neulich gehört, dass auch Linksfaschisten Häuser anzünden,
dass nicht nur Palästinenser mit Steinen werfen.
Sogar dass IS- und US-Terroristen auf Menschen urinieren, las ich irgendwo. Also ab nach Auschwitz zu Helene Fischer.

Satire soll ja auch lustig sein!

So ist das in der Welt:
Alle Menschen sind gleichlustig.
Aber manche Menschen dürfen eben lustiger sein als die Lustigen.

Oder kommt Polak jetzt mit Pirincci mit auf die Anklagebank?

Oder lachen sich beide jetzt darüber kaputt, dass in Deutschland mal wieder durch alle Medien Religion ausgeübt wird?

Marcus Junge
21. Oktober 2015 15:43

Sofern es noch keiner getan hat, will ich auf den PI-Artikel zu Pirincci und Pegida-Geburtstag verlinken:

https://www.pi-news.net/2015/10/p487477/

Durchaus lesenswert.

Und dann noch auf die JF und ein Interview mit Michael Paulwitz:

https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2015/uns-droht-ein-buergerkrieg/#comment-379843

TutnichtszurSache
21. Oktober 2015 16:03

Ich finde es nicht gut, wie jetzt alle auf Pirincci rumhacken. Klar kann man seine Rede schlecht finden, aber die Kritik geht zu weit. Ihm werden Buchverträge gekündigt und auf seiner eigenen Webseite fällt ihm der Administrator in den Rücken!

Man sollte sich eher mit Pirincci solidarisieren.

Gerade jetzt, wo wegen eines verfälschten Zitats von der Gegenseite auf ihn eingedroschen wird. Da sollte man gelassen bleiben und einfach die Medienlügen richtigstellen.

Ich habe mir die Rede angeschaut. Die ersten 2/3 davon waren sehr kurzweilig und das Publikum ging gut mit. Da störte keine Vulgärsprache und auch keine NS-Analogien. Gerade dann, als er keine anschauliche Gossensprache mehr benutzte, sondern ernsthafter wurde, und die Auswirkungen der mohammedanischen Jungmänner-Invasion etwas zu ausführlich schilderte, kam beim Publikum Langeweile auf.

Meinten Sie das eigentlich mit "auf das Niveau zu achten und das Dresdner Publikum zu würdigen", Herr Kubitschek? Dass ein gewisses Niveau nicht überschritten werden sollte? Der Publikumsteil "sächsischer Rentner mit Glühwein intus" wurde dann unruhig und feindselig, als eben gerade nicht mehr eine Schlagwortsalve nach der anderen abgefeuert wurde, wo es bei jedem Halbsatz "Volksverräter" und "Widerstand" skandieren konnte. Das geht natürlich bei einem viel zu langen, ernsthaften und dazu noch holprig vorgetragenen Buchauszug nicht. Das ist auch die einzige Kritik, dass die Rede 10 Minuten zu lang war.

Hackt nicht alle auf dem kleinen Akif rum, er hat einfach das vorgelesen, was man immer von ihm liest. Schaltet lieber mal ein paar Tage die Glotze aus, und lasst die Lügenmedien einfach Lügenmedien sein.

Exmeyer
21. Oktober 2015 16:52

Es gibt seit Montag nur diese eine Möglichkeit: Akif hat recht. Wie auch immer.
Ende und aus.

ingres
21. Oktober 2015 17:05

>> Denn was will so jemand langfristig? Will er mit seinen Büchern nur Geschäfte machen? Oder will er die nationalkonservative Wende?

Also ich lasse auf die Aussagen Pirincci's nichts kommen. Pirincci ist, wenn er es ehrlich meint, was ich unterstellen muß, allerdings ein Einzelkämpfer dem der Einzelkampf vermutlich in erster Linie Spaß macht. Er ist ja finanziell unabhängig (wobei ich seine laufenden Ausgaben nicht kenne) und da ist das natürlich wenn man dieses korrupt perverse aber auch lächerlichste (wenn auch tödlich gefährliche) System aller Zeiten durchschaut, ein Vergnügen, das System und dessen Protagonisten zu zerpflücken. Ernsthaft auseinandersetzen kann man sich mit denen ja nicht.

Mit irgendwelchen Strömungen hat Pirincci sicherlich nichts am Hut (womit ich nichts gegen Strömungen sagen will). Er demaskiert das System ganz einfach frontal und ungeschminkt. Damit trifft er auch manche Aussage, die im übertragenen Sinn wirken soll wenn sie auch in der Realität nicht eins zu eins zutrifft. So hat er doch lediglich gesagt, das das System (wenn es könnte) mit Asyl"kritikern am liebsten ganz anders umspringen würde als sie nur außer Landes sehen zu wollen. Ich hätte das öffentlich nicht so geäußert, aber privat weiß ich doch was Sache ist und was kommen wird,. wenn nicht noch etwas außergewöhnlich Positives passiert. Pirincci paßt allerdings nicht zu Pegida und kann nicht reden. deshalb verstehe ich nicht, was ihn zu Pegida gezogen hat.

t.gygax
21. Oktober 2015 17:05

Auf der Online Seite der JF habe ich vor 5 Minuten ein Interview mit Akif P. gelesen. Da wird alles wesentliche gesagt. Und zum Schluss: anständige und ehrliche Leute werden in diesem Land von hochbezahlten Politikern als "braune Scheiße" und dergleichen mehr beschimpft...und diese Leute regen sich über den ordinären Stil von Pirincci auf? Forget it. Es gibt nur eines: zusammen stehen, erkennen, wer der Feind ist, und sich bewußt machen, daß dieser Feind entschlossen zur Vernichtung ist, von dem haben wir keine Gnade zu erwarten.

Andreas Törner
21. Oktober 2015 17:12

Die "Lügenmedien" berichten diesmal doch sogar auffallend korrekt über die ungeschickte KZ-Formulierung. Es wird, von ersten übererregt-euphorischen Sensationsmeldungen abgesehen, doch geradezu betont, daß sich die entsprechende Aussage des "Volksautors" nicht auf die Flüchtlinge bezog, sondern auf Deutsche.

Die eigentlichen Geschmacklosigkeiten Pirinccis an dem Abend liegen ganz woanders. Die Medien werden sie gelegentlich noch genüßlich auskosten.

Schon der Umstand, daß Pirinccis Mist die ganze Pegida-Debatte blockiert, und nicht etwa z. B. die von Klonovsky - wem sonst - hervorgehobenen Tatsachen, zeigt, daß es keine gute Idee war, sich mit ihm einzulassen, nur weil einige Problemfälle feuchte Höschen bekommen, wenn ihr "kleiner Akif" von "Mösentüchern", "Muslimsaft" und "Menschenmüll" handelt...

"Volkes Stimme" geht nun wirklich anders, offenbar nicht nur in Dresden, sondern auch bei uns daheim...

vorwärtsimmer
21. Oktober 2015 17:16

Wenn man wissen will, warum es seit ca. 60 Jahren in Deutschland keinen intellektuell fundierten Konservatismus gibt, der politisches Gewicht gewinnen könnte, braucht man nur die beiden Beiträge von Herrn Kubitschek und die Kommentare hierzu lesen.

Köstlich.

Sektiererisch, egozentrisch und unsouverän.

Die verschreckte Art und Weise wie die selbst gefühlte rechte Avantgarde mit den Reaktionen auf eine Provokation umgeht, sagt alles über das Milieu.

Die gespiegelte Seite des grünlinken Spießbürgertums.

Deutschland hat es wirklich nicht besser verdient....

Nordlaender
21. Oktober 2015 17:20

@ TutnichtszurSache

"Ich habe mir die Rede angeschaut. Die ersten 2/3 davon waren sehr kurzweilig und das Publikum ging gut mit. Da störte keine Vulgärsprache und auch keine NS-Analogien."

Habe bei Betrachten des Videos als Reaktion auf die Ausscheidung von Fäkalien so etwas wie strategisches Lachen gehört. Klang nicht danach, als wenn ein Bedarf nach Pornotainment da war, als wenn es von Herzen gekommen ist.

@ Aristoteles

""Hinter ihnen die Türen verriegeln und dann, statt Gas, über die Lautsprecherboxen Helene Fischers „Atemlos“ spielen.“
Lustig."

Was Polak da herausgebrodert hat, will ich nicht kommentieren. Nur ganz allgemein formuliert wäre zu sagen, daß die Spassgesellschaft nach einer Entwicklung, die man über Jahrzehnte nachzeichnen könnte, hier wohl endlich ihr Ziel erreicht hat.

Wem spielt die Verwahrlosung des öffentlichen Raumes in die Hände?

Stil-Blüte
21. Oktober 2015 17:20

Wäre die Rede von A. P. nicht an der entscheidenden Stelle durch den Ruf 'Widerstand, Widerstand...' unterbrochen worden, wäre klar gewesen, daß er nicht die Errichtung von KZ's für Flüchlinge meint, sondern die Steigerung des 'Raus' aus dem Land, in 'rein' der deutschen Deliquenten ins noch nicht vorhandene Lager meint.

Akif Pirinci ist eine Ausgeburt an Spott und Hohn, seine Vorfahren nicht von schlechten Eltern: Diogenes, Till Eulenspiegel, Jahrmarktschreier, Wiener Schmäh auf Bönnsch, nicht von Geblüt, aber von Gemüt Rheinländer, Witzbold - eine exgtra-vagante Lachnummer, die, geben wir es zu, guttut.

Wer hier der 'kleine Akif' nicht als Zitat kennzeichnet, ist ein Schuft.

Sakksa
21. Oktober 2015 17:21

Donnerwetter. Sehr viele Akif-Unterstützer hier. Dabei folgt der Mann doch offensichtlich einer Agenda, nämlich : seiner eigenen. Bitte, der Mensch hatte nach Jahren Funkstille plötzlich wieder Erfolg im Buchverkauf mit dem Verkauf seiner fäkalen Machwerke und fand wohl heraus, Tabubruch geht immer, na dann, warum nicht rechts. Offensichtlich wird im gerechtfertigten Kampf gegen einen als übermächtig empfundenen Gegner von vielen von uns nach jedem Strohhalm gegriffen, wenn man darüber lachen soll, haha, er hat F**** gesagt ! Ich bin ja auch eher ein Gegner durchgeistigten ******, aber das ist mir dann doch zu flach und durchschaubar. Der Mann war ein politischer Jahrmarktsverkäufer in eigener Sache. Ich bin aber niemandem böse, wenn er anders denkt. Zusammen halten ist das Gebot der Stunde.

Aristoteles
21. Oktober 2015 17:22

@TutnichtszurSache

Ich habe keinen einzigen sächsischen Rentner gesehen, der den Anschein erweckte, er habe so viel "Glühwein intus" gehabt, dass er sich nicht mehr auf die Redeinhalte konzentrieren konnte.

Sie sagen:
"Gerade dann, als er keine anschauliche Gossensprache mehr benutzte, sondern ernsthafter wurde, und die Auswirkungen der mohammedanischen Jungmänner-Invasion etwas zu ausführlich schilderte, kam beim Publikum Langeweile auf."

Ich behaupte zwar, dass
- ich auch gegen die Islamisierung Deutschlands bin
- der Islam als Institution (z.B. Moschee) nicht nach Deutschland gehört
- dass Moslems eine Heimat dort finden können, wo der Islam kulturell und religiös von jeher im Staat verankert ist.

Aber eine Moschee als „Allah hat den Größten-Tempel“ zu bezeichnen, das ist - bei aller (Charlie-Hebdo-Niveau-)Satire - unsensibel, unanständig bis unverschämt.

Auch mir tut jede europäische Frau im Herzen weh,
die sich an einen Orientalen schmeißt und so (egal ob Moslem oder - wie Pirincci scheinbar - nicht) aus Humanitäts- oder Bleiberecht-Gründen ein Kind mit ihm zeugt,
aber von Moslems als denjenigen zu sprechen, die über deutsche Frauen herfallen und in diese „ihren Moslem-Saft reinpumpen“, eine solch plumpe Pauschalisierung treibt die Lena-Sophies und Marie-Luises vor lauter Angewidertheit von dieser Wortwahl noch viel eher in die Arme der Mitleid heischenden Muselmanen als vielleicht vorher.
Außerdem soll es tatsächlich (auch interkulturelle) Liebebeziehungen geben, die sich nicht nur auf den Austausch von Körpersäften reduzieren lassen.

Das sächsische Volk hat das gespürt und deshalb hat es gepfiffen - nicht aus Langeweile.

Exmeyer
21. Oktober 2015 17:35

Im Übrigen: Die haben Strafanzeige gegen Akif erstattet. Das wird natürlich eingestellt. Das wird also eine Niederlage für "die". Oder war das GEWOLLT? So dumm können "die" gar nicht sein. Und: Sie haben Pegida NICHT totgeschwiegen. Das hätte ich an deren Stelle gemacht, wenn ich Ruhe reinkriegen wollte. Wollen die nicht.

Nein. Ich sehen den Druck auf die Regierung wachsen. Durchaus - ganz leise - aus den Systemmedien.

Sie können nicht eine solche Hysterie aufbauen, eine solche Spannung erzeugen ohne Ableiter. Der Ableiter kommt.

ingres
21. Oktober 2015 17:55

Ich hätte übrigens nicht gedacht, dass dieses System jemand wie Pirincci vernichten könnte. Als er loslegte mit "Das Schlachten hat begonnen" dachte ich, ein einzelner Mann kann dieses System aus den Angeln heben.

Aber das geht anscheinend besser in einer echten Diktatur als in einer zum Totalitarismus pervertierten "Demokratie". Ich hatte nicht gedacht, dass man ihm jede Möglichkeit nehmen könne sich zu äußern. Ich hatte nicht daran gedacht, dass wir so weit sind, dass das System überhaupt nicht mehr einschreiten muß, sondern dass sich die gesamte Umgebung, auf die auch der Stärkste angewiesen ist, von selbst distanziert.

Das System mußte keinen Finger rühren (lediglich verfälschende Diffamierungen ausstoßen) und schon wandte sich die eigentlich unabhängige Öffentlichkeit (Verlage, usw.) ab. Das ist das Schlimmste, dass niemand mehr Befehle geben muß, der politkorrekte vorauseilende Gehorsam ist totalitärer als jedes offen totalitäre System. Aber das weiß ich nun eigentlich schon länger, aber ich dachte nicht, dass es so perfekt funktionieren würde.

mitdenkender
21. Oktober 2015 18:59

Pegida ist jetzt in der Außenwahrnehmung nur noch fremdenfeindlich und radikal: "gegen Islam, gegen Asyl, gegen Ausländer, gegen alles fremde"
Warum gibt es nach einem Jahr Existenz noch keine Mechanismen, die Redner bei Grenzüberschreidungen von der Bühne holen? Gerade bei Pirinci war das doch absehbar. Der Mann kennt keine Grenzen.
Warum reagieren die Ordner bei Geschmacklosigkeiten wie dem Galgen nicht?

Kubitschek liest dann eine Rede eines Engländers vor, der politisch verbrannt ist, weil er aus der extremen, gewalttätigen Ecke kommt. Es geht um Kreuzzüge. Will Pegida eine Hooligan-Bewegung werden, die Krawalllustige für den nächsten Kreuzzug sucht?

Warum nutzt Kubitschek nicht die Gelegenheit zu einer programmatischen Rede?
Wo sind die positiven Politikansätze von Pegida?
Warum präsentiert Pegida kein Gegenmodell zur derzeitigen Regierungspolitik?
Am Montag wurde eine historische Chance vertan.

>>> Thema Demogratische Katastrophe
Warum stellt Pegida keine Forderungen im Bereich Familienpolitik auf? Im Staatssäckel ist so viel Geld wie nie da. Deutschland hat einen Haushaltsüberschuss, das erste mal seit Jahrzehnten.
Wann, wenn nicht jetzt wäre der Zeitpunkt für AKTIVE Geburtenpolitik?
Warum spricht nicht mal eine Mutter von mehr als 3 Kindern bei Pegida und schildert ihre Situation?

>>> Thema Christen / Abendland
Warum thematisiert Pegida nicht, dass die deutsche, aber auch die internationale Politik in ihrem verlogenen Gutmenschengrößenwahn bei der Auslöschung der Christen in Syrien und Irak wegschaut?
"Die westliche Politik verfolgt wirtschaftliche Interessen, das geht auf Kosten der Christen"
In der Welt steht heute:
Wir müssen wieder so etwas wie Macht entdecken
Aufgrund ihrer Geschichte haben die Deutschen verlernt, was Macht- und Geopolitik bedeutet. Unsere europäischen Nachbarn sind da zum Glück ganz anders. Doch für uns wird es Zeit, dies nachzuholen.

Alles hängt jedoch davon ab, wie viel Raum sich die Politik verschafft, um all die Fragen anzugehen, die die Identität der Deutschen bis ins Innerste treffen: Ist es wünschenswert, als offene Gesellschaft die Grenzen eines ganzen Kontinents strikt zu sichern? Kann man Hilfsbedürftigen sagen, dass sie keine Hilfe finden werden? Wie reagiert Deutschland, sollte es zu dem Schluss kommen, dass der europäische Zusammenhalt in der Flüchtlingskrise nicht ausreicht? Und schließlich: Sind wir bereit, uns notfalls an einem Krieg zu beteiligen, in dem womöglich Tausende Landsleute sterben?

Die Deutschen werden sich schwer tun, Lösungen zu finden. Zu lange sind sie mit Fragen dieser Größenordnung nicht mehr konfrontiert worden.


https://www.welt.de/debatte/kommentare/article147822115/Wir-muessen-wieder-so-etwas-wie-Macht-entdecken.html

>>> Thema "das Eigene"
Warum feiert Pegida keine Nationalfeiertage, Gedenktage, Traditionen?
Auch Pegida ist geschichtsblind.
Die Ereignisse von 1870/71 (Sedan) Anfang September hätten sich angeboten. Das Gedenken an die Völkerschlacht am 18.10 war auch ein Trauerspiel
https://www.bild.de/regional/leipzig/voelkerschlacht-bei-leipzig/nur-noch-ein-trauerspiel-43060084.bild.html

So bleibt Pegida für den Mainstream eine reine Hass- und Dagegenveranstaltung.
Teilweise selbstverschuldet...

Hajo Blaschke
21. Oktober 2015 19:01

Gibt es da nicht den Antaios-Verlag? Warum kann der nicht die Bücher von Akif verlegen und verkaufen? Scheint doch auch ein gutlaufendes Geschäft zu sein. Jetzt hat Akif doch noch mehr Werbung.
Ulfkotte hat sich nun zum wiederholten Male als feiger Dummschwätzer geoutet. Ich habe schon immer ein ungutes Gefühl bei ihm gehabt und nie ein Buch von dem gekauft. Mit seinem Statement hat er sich auch zum Denunzianten erniedrigt.

n0by
21. Oktober 2015 19:14

Freiheit für Pirincci, seine Kunst und sein Wort!

https://n0by.blogspot.de/2015/10/freiheit-fur-pirincci-seine-kunst-und.html

Hajo Blaschke
21. Oktober 2015 19:17

@Thylacin Das mit dem Moslemsaft kann nur derjenige abstrus finden, der noch nicht weiß, wie diese Typen mit Frauen umgehen. Akif hat übrigens in seinem Buch "Deutschland von Sinne" anthropologisch genau beschrieben, wieso moslemische Orientale und Afros nicht über einen IQ von 76 hinauskommen. Weil die Frau, die sich für eine Schwangerschaft den Beglücker selbst aussuchen soll, da sie sich darauf verlassen muss, dass dieser für die Aufzucht seines Erzeugten aufkommen muss und kann. Bei Muselmanen hat sie aber kein Mitsprachrecht, ihr wird der Beschäler zugeteilt und danach ist sie sein Eigentum, das er auch töten kann.

Jetzt muss es heißen: Weiter so, gerade jetzt!

Corax
21. Oktober 2015 19:38

Des öfteren wird hier apodiktisch behauptet, für einen "Rechten", einen "Konservativen" (oder was auch immer) verbiete es sich irgendwelche Vergleiche mit KZ's zu ziehen.

Warum das? Eine plausible Begründung vermisse ich.

Ich denke dagegen, Pirinçci hatte mit der in Frage stehenden Passage in seinem Vortrag recht: Unsere Politiker würden uns Radikalkritiker sehr wohl nur allzugerne in KZ's stecken, wenn sie nur könnten. Denn wie oft hört man denn von diesen Politikern den Spruch "Kein Platz für Nazis". Überall ist "kein Platz für Nazis". In den Vereinen nicht. In Schulen nicht. In Gastwirtschaften nicht. In Veranstaltungssälen nicht. Dem "kein Platz für Nazis" entspricht eins zu eins die Parole der offizösen BRD-Hilfspolitzei Antifa "Nazis raus." Überall sollen die "Nazis" rausgetrieben werden. Wohlgemerkt: "Nazis", also Rechte, Konservative, Radikalkritiker. Aber wohin denn mit ihnen? Wenn sie überall raus müssen, wenn überall kein Ort für sie ist, wo sollen dann hin. Ja, genau. Eben dahin, eben an diesen Unort.

Dirk Ahlbrecht
21. Oktober 2015 19:42

@Sakksa

Was mich betrifft, so bin auch ich sehr fürs zusammenhalten. Ob man sich bei der Kritik an Pirincci dennoch gleich linker Argumentationsmuster, der Art: "Der tut es eh nur des Geldes wegen!", bedient, steht dann freilich dahin.

Als Konservativer, und ich zähle Akif Pirincci klar dazu, sollten Sie eigentlich wissen, nämlich das Geld nicht alles ist im Leben. Billigen wir Pirincci also doch ruhig eherne Beweggründe zu. Schon weil solches erst echte Solidarität ist.

Thomas Wawerka
21. Oktober 2015 20:04

Eine Grundsatzfrage: Muss ich mich denn mit jedermann gemein machen lassen, nur aus dem einen Grund, weil er eine gleiche oder ähnliche politische Position einnimmt wie ich? Wenn ich's nicht tue: Bin ich dann an "Distanzeritis" erkrankt?
Wenn man nur 5 Minuten darüber nachdenkt, merkt man, wie unsinnig dieses Argument ist. Es ist praktisch auch gar nicht durchzuhalten. Natürlich muss man sich distanzieren und tut es auch mit jeder Aussage, zumindest implizit. Man soll sich bloß nicht dazu zwingen lassen - die eigene Erkenntnis soll dazu führen, dass man sich von etwas distanziert, das mit dieser Erkenntnis nicht übereinstimmt, und nicht der politische Gegner.

Was Akif P. betrifft: ein Brachialkomiker und Touretterhetoriker, der viel zu anarchistisch ist, um sich von irgendwem vereinnahmen zu lassen. Mit grimmiger Lust verteilt er Verbalarschtritte, dass einem Hören und Sehen vergeht. Der "kleine Akif", der ständig auf der Suche nach 21-jährigen Kunststudentinnen ist, die er mit Billigwein abfüllen und dann abschleppen kann, ist eine Kunstfigur. In permanenter Selbstüberbietung übt er sich im Provokationsbusiness. Mir ist bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht klar, ob das alles nicht nur eine lustvoll zelebrierte PR-Maßnahme zum Verkauf seiner Kunstfigur ist, hinter der möglicherweise nicht der geringste tiefere Gedanke steht. Ich hab ihn das mal gefragt, da hat er mich als linksgrünen Stiefellecker beschimpft, ohne jedoch die Frage zu beantworten - das hat mich gar nicht geärgert, weil mir auch diese Reaktion so, nun ... auf den Effekt hin getrimmt vorkam. Vielleicht war der Auftritt in Dresden sogar wohlkalkuliert (das "Fanverschrecken" um der unbedingten eigenen Freiheit willen ist ja auch von anderen Künstlern bekannt, Bob Dylan beispielsweise - und immerhin hat die Kunstfigur Akif P. einen schlechten Ruf zu verlieren!). Vielleicht schert er sich gar nicht um die Anliegen von Pegida, sondern hat nur die Bühne genutzt, die ihm bereitgestellt wurde, um seinem Ruf als Deutschlands größter Skandalautor kräftig Rückenwind zu geben.
Wie auch immer, Herr Bachmann und er haben Pegida mit diesem Auftritt einen Bärendienst erwiesen. Nach Canossa muss deswegen aber keiner gehen, im Gegenteil: die Demonstranten zeigten einen Willen zur Mäßigung, der unter anderen Umständen gar nicht sichtbar geworden wäre.
Auch über die mäßigenden und richtungsweisenden Texte von Götz Kubitschek und Martin Sellner freue ich mich sehr, beiden Autoren gebührt Anerkennung. Irgendwer hat Herrn Kubitschek irgendwo hier letztens einen "Lotsen" genannt - eine Metapher, die mir sofort einleuchtete.

Demo Goge aus der polis germania
21. Oktober 2015 20:05

Exmeyer

Ich sehe den Druck auf die Regierung wachsen. Durchaus – ganz leise – aus den Systemmedien.

Und genau das ist das Interessante an der jetzigen Situation.
Haben die die Kontrolle über Merkel verloren; macht die "leaderin" vielleicht doch irgendwas richtig ?!
Denn eins sollte man, bei allem Ärger über die moslemischen Einwanderer, nie vergessen:
Deutschland ist nicht vom Islam besetzt, sondern von den USA!

Auch der IS kann Arabien nur befreien, wenn Ramstein vernichtet wird.

Andreas Törner
21. Oktober 2015 20:11

@ vorwärtsimmer

Wenn man wissen will, warum es seit ca. 60 Jahren in Deutschland keinen intellektuell fundierten Konservatismus gibt, der politisches Gewicht gewinnen könnte, braucht man nur die beiden Beiträge von Herrn Kubitschek und die Kommentare hierzu lesen.

Ich fürchte, das liegt vielmehr daran, daß die entsprechenden Protagonisten im Zweifelsfall eher bereit sind, ihr Länz'chen für einen Pirincci zu brechen als etwa - nur mal so als Beispiel - einem Nur Ali Qalandar die Hand zu reichen.

Bazong
21. Oktober 2015 20:15

Pirincci ist für mich mehr deutsch als viele dieser Vollpfosten, die bei Pegida mitlatschen (nein, ich stelle nicht Pegida in Frage, wohl aber das Klientel, aus dem Pegida sich zusammensetzt).
Und ich kenne viele Leute mit Migrationshintergrund (aufgrund meiner Tätigkeit sind dies Türken, Kroaten, Russen, Kasachen, Italiener, Spanier, Griechen...), die ebenfalls viel mehr deutsch sind und deutsch denken, als der Großteil der Leute, die man in Dresden je vor ein Mikrofon bekommen hat (was eh zu 95% in Fremdschämen bei mir mündet).

Auf so manchen "Deutschen" in und um Sachsen könnte ich gerne verzichten.

Viele dieser minderbemittelten Gestalten sind kein Ruhmesblatt für dieses Land, Pirincci aber sehr wohl.

Ich halte 100% zu ihm und dieses Distanzierungsgewäsch allerseits kann ich nicht nachvollziehen, in keiner Weise.

Waldgänger
21. Oktober 2015 20:16

Dresden Nazifrei bekennt:

Daher gibt es für uns auch keinen Grund, uns von wem auch immer zu distanzieren.

Anmerkung dazu:
Ein wie mir scheint,recht lehrreicher Satz, will man seinen politischen Gegner wirkungsvoll bekämpfen!
Die sog.Rechte ist viel zu kultiviert und verkopft um derartige kriminelle Positionen ernsthaft zu erwägen.
Es ist an der Zeit vom politischen Gegner zu lernen!
Distanzierung schafft Uneinigkeit. Uneinigkeit spaltet die Kräfte und wird so zur Bedrohung des Eigenen.

Bernhard
21. Oktober 2015 20:33

Mein Vorschlag: Der Antaios-Verlag sollte einen selbständigen Ableger gründen und die kommenden Bücher von Pirincci verlegen.

Exmeyer
21. Oktober 2015 20:39

Die Rechte ist ja gerade erst auf dem Truppenübungsplatz angekommen. Man sollte nicht so hart mit ihr ins Gericht gehen - Sie lernt noch. Die meisten befinden sich sogar noch in der Grundausbildung.
Am Fall Princi gab es folgendes zu lernen: Es kommt nicht auf den Inhalt, noch auf die Optik an. Es kommt darauf an, daß man GERADE steht!

Nordlaender
21. Oktober 2015 21:28

@ Corax

"Des öfteren wird hier apodiktisch behauptet, für einen „Rechten“, einen „Konservativen“ (oder was auch immer) verbiete es sich irgendwelche Vergleiche mit KZ’s zu ziehen.
Warum das? Eine plausible Begründung vermisse ich."

Bin jetzt zwar kein "Rechter", sondern ein Rechter, erkläre das aber mal:

I) Generell finde ich es unerträglich, wenn ein Ausländer wie Pirincci einen ständigen Bezug auf dunkle Flecken (seien es tatsächliche, seien es welche, die wir als Zivilreligion aufdiktiert bekommen haben) unserer Geschichte herstellt.
II) Sperma- und Hodenromantik - wie sie Pirincci permanent pflegt - gehören für einen Rechten nicht in den öffentlichen Raum. (Als Reaktionär bin ich kein Spießer und habe nichts dagegen einzuwenden, wenn eine solche in Hafenkaschemmen gepflegt wird.)

Sakksa
21. Oktober 2015 21:34

@Dirk Ahlbrecht

es tut mir leid wenn der Eindruck entstand, linke Argumentationsmuster liegen mir wirklich fern, allerdings erinnere ich mich an einen Blogeintrag von A.P. nach seinem Bucherfolg "Deutschland von Sinnen", indem er ausführlich darüber schwadronierte, was für Kohle er nun einsammle, und wie er diese auszugeben gedenke. Muss morgen wieder früh hoch, es suche sich daher jeder selbst die entsprechenden Stellen. Man kann jetzt sagen, solche Einträge seien Satire gewesen. Dann möchte ich aber zurück fragen, was war denn jemals an ihm echt ?

Pirincci sehe ich persönlich nicht als Konservativen, noch weniger als rechts.

Ich bin aber niemanden böse, wenn er das anders sieht. Über solchen Petitessen müssen wir jetzt angesichts einer wirklich landesbedrohenden Krise gemeinsam zusammen stehen.

Hildesvin
21. Oktober 2015 22:25

@ Pit gestern 22.37: Doch, das geht (Gerhard Polt). Ofenkundig finden die dicksten Lügen Anklang, Internet hin, Gustave le Bon her. Die dickste Lüge, zwischen der Donatio Constantini und der CO2-Lüge, zeitlich weit eher zur letzteren hin angesiedelt, hat immer noch eine erstaunliche Zahl an Anhängern, bei Leuten, die sich verständig dünken. Doch ich will nicht auf die Spitze / treiben meine Galgenwitze - wie das Astloch W.B. einst sang.

Kautschuk
21. Oktober 2015 22:30

Ich möchte mich inhaltlich der Meinung des Kommentators "mitdenker" anschließen und in diesem Zusammenhang auf einen radikalen Lösungsvorschlag hinweisen:

So etwas mit Verve auf einer Demonstration vorgetragen wird die Teilnehmer "Mehr davon!" rufen lassen.

Das Potential der Pegida Bewegung ist so groß, aber es ist ein Trauerspiel was daraus gemacht wird.

Wie wäre es mit Humor, Musik, Gesang, Tanz, klare Ansagen (siehe oben).

Bisherige Reden und Inhalte sind so ermüdend, da brauchte es Pirinci gar nicht. Das ewige Islamgejammer von Festerling und Co. ist ermüdend.

ene
21. Oktober 2015 22:34

Da ja nun Pirincci gegenwärtig aller Möglichkeiten beraubt ist, sich öffentlich zu äußern, wäre es nach so ausführlicher Debatte über ihn doch angemessen, ihn selbst in eigener Sache hier zu Wort kommen zu lassen.

Kiki
21. Oktober 2015 23:08

@T de Ahumada
Falsch (das hätte man im korrupten Westen gern)!

Das Tier, das aus dem Meer steigt, ist das hier und heute übliche Finanzwesen/ die Geldreligion/ das fiat-money Unwesen oder wie man dieses Zinswucherungeheuer und seine Zivilisation bezeichnen will.

@t.gygax
Besser kann man es nicht ausdrücken!

Peter B.
21. Oktober 2015 23:49

Etwas OT, aber doch wieder zum Thema gehörend - wer steckt hinter den Strömen:

https://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/friederike-beck/wie-das-big-money-die-migrationskorridore-nach-europa-steuert-teil-i-die-international-migration.html

Schein seriös zu sein. MKH hat auch verlinkt!

Michael Schlenger
22. Oktober 2015 00:50

Viel Pro und Contra um einen in jeder Hinsicht der Sache nicht dienlichen Redenableser vernimmt man hier. Warum so viel Aufhebens um einen Rohrkrepierer? Fehler erkennen, Kurs korrigieren und weitermachen mit Öffentlichkeitsarbeit, nur künftig bitte etwas zielsicherer und souveräner. Wie das geht, haben zwei Generationen von Linken vorgeführt.

inge
22. Oktober 2015 00:52

Ich habe mir gerade fast alle Kommentare durchgelesen und finde da durchaus meine eigene Meinung wieder. Die Eitelkeiten der Konsvervativen und Rechten gehen mir sagenhaft auf den Nerv, wir dürfen uns nicht selbst spalten. Zu wenig wird auf den Inhalt der Pirincci-Rede eingegangen, der ist nämlich richtig gut, der Höhepunkt des Abends war das. Und so ist doch wohl klar, welchen Kameraden die Ewigen Distanzierer da von sich gestoßen haben.
Desweiteren finde ich in den Kommentaren, daß Pegida sich "handzahme Spaziergänger" herangezogen hat. Ja so sehe ich mich auch und genau deshalb verliere ich das Interesse an Pegida. also wir spazieren dann bis zum Umvolkungsende weiter. Und eines Montags komme ich heim und andere gucken aus den Fenstern meines Hauses?

Jurij
22. Oktober 2015 00:54

Ich habe mir jetzt alle Kommentare gegönnt und möchte kurz folgende Passagen anmerken. Erstens A.P. ist ein guter Schreiber, sofern man seinen Stil akzeptabel findet, aber das ist eine Geschmacksfrage. Im übrigen nach hochliterarischer Kost, finde ich derbere Literatur, die es auf den Punkt bringt durchaus angebracht. Widerlich und richtig unangebracht finde ich aber das in den Rücken fallen von Leuten wie Lutz Bachmann. Wenn man einen Autor einladet, der sich durchaus auch der Gossensprache bedient, dann sollte man sich über die Resultate nicht wundern. Ich hätte ihn nicht als Redner eingeladen, da er mit seinem Blog und Büchern viel bessere Wirkung erzielt und ein lausiger Redner ist. Auch seine Fernsehauftritte sind meist so lala. Er ist nicht eloquent und schlagfertig was das angeht. Höcke hätte sich aber den Auftritt auch sparen können. Bei dem Verhältnis 4:1 und einen parteiischen Moderator muß man schon über alle Maßen im politischen Geschäft gewitzt und schlagfertig sein, um dagegenzuhalten. Jörg Haider konnte das oftmals. Strache in AT hat den Vorteil, daß er etablierte und starke Partei hinter sich hat. All das fehlt in DE. Das Verhalten von Ulfkotte, Kopp und anderen ist nun wirklich an Erbärmlichkeit nicht mehr zu übertreffen und von dem Webmaster ganz zu schweigen. Beim Militär nennt man so etwas eine Kameradens....Ich gehe davon aus, daß das System (Regierung, Medien, Parteien ect..) werden die Zügel noch mehr anziehen, um das Ganze unter Kontrolle zu bringen. Es wird so oder so in Deutschland und vor allem für die unteren Schichten immer unlustiger. Daß ein Autor, der in der Türkei geboren ist, sich stärker am Islam abarbeitet und sich von ihm getrennt hat, war doch wohl zu erwarten. Da dieser nun, in Gestalt vieler Orientalen und Afrikaner, nun hier ist werden wir mit diesem unmittelbar konfrontiert. Angesichts einer derartigen Konstellation sind Apostaten dieser Religion eher tendentiell Verbündete als Gegner. Daß er auch in den dortigen Länder ein Fortschrittshindernis ist, sollten wir ihn desto nachhaltiger ablehnen.

Kautschuk
22. Oktober 2015 01:08

In meinem obigen Beitrag ist der Verweis auf die klare Ansage verlorengegangen, den würde ich gerne nachreichen, wenn es genehm ist:

https://www.rolandtichy.de/meinungen/vorschlaege-zur-loesung-der-migrationskrise/

Olaf
22. Oktober 2015 07:20

Wie wärs mal mit rechtem Kabarett auf der Pegida-Bühne?
Einer setzt sich ne blonde Perücke auf und spielt Anja Reschke, die sich hysterisch aufregt, und dabei ihre antideutsche Gesinnung offenbart, mangels Cleverness und Bildung. Da könnte man doch einige Leute karikieren, die stotternde Sandra quasi-quasi-quasi Maischberger, oder den schmierigen Lanz. Oder den femininen, hysterischen Volker Beck. Eine Claudia Roth-Maske wäre auch gute Unterhaltung für junge Leute, die Zombie-Serien mögen. Oder Sigmar Gabriel, der ob seiner Adipositas vom Kaviarexzess, nur noch Schlitzaugen hat, und den man vor der roten SPD-Wand für einen Nordkoreaner halten könnte.

Gesangseinlagen wären auch gut, in den 70ern gabs doch Protestsongs wie: Heja, leistet Widerstand, das deutsche Volk hat die Macht im Land.

Exmeyer
22. Oktober 2015 09:16

@ Demo Goge:

Diesen Verlust der Trautsamkeit zwischen Politik und Medien konnte man im Fall Helmut Kohl, Gerhard Schröder bestens beobachten. Weggeschrieben von der eigenen Presse.
Auch der Fall Ronald Schill in Hamburg: Ein kurzer Beweis der Macht von Springer UND Spiegel.

1. Diese Macht ist gedämpft durch
- Auflageverlust,
- Glaubwürdigkeitsverlust,
- Alternativmedien.
2. Ein Teil dieser Presse, Springer sicher, Bertelsmann wahrscheinlich, ist in Übersee verankert.
3. Ein anderer Teil ist im Politgeschehen - am Rande - integriert.

Die Frage ist, WER versucht, dem Merkelkabinett oder nur Merkel selbst, eins zu verpassen. Und weshalb. Schuß vor den Bug? Oder Anfang vom Ende?
Am interessantesten wäre die Situation, in der es von Übersee kommt. Die Flüchtlinge als Hebel Merkel zu beseitigen.
Dazu ist festzustellen, daß Merkel keineswegs den Euro aufgegeben hat, auch Europa nicht, sie steht wohl - immer noch - zwischen Rußland/China und USA. Sie hat sich an keiner Militäraktion zur Destabilisierung des Milttelmeerraumes beteiligt.
Aber alle gegensätzlichen Impulse kamen von Übersee! Sie hat widerstanden, vor allem den Atlantikern aus den eigenen Reihen, und fuhr ein langsames, vor allem wirtschaftliches Annäherungsprogramm an den Osten. Siemens sehe ich hier als Signalmarke in Bezug auf Rußland, den geplanten Güterschnellzug von Duisburg bis China als wesentliches Element. Nach Effenberger war die Bagdadbahn ein ausschlagebendes Element für den ersten Weltkrieg, nach Churchill die die Entlondonisierung und Entnewyorkisierung des Außenhandels einer für den Zweiten.
TTIP? Ist noch lange nicht da.

Ich denke, hier wird auf die Merkel zuerst Druck gemacht. Nach den Lippenbekenntnissen ist sie ja auf alles eingeschwenkt, was von ihr verlangt wird. Aber das ist eigentlich schon ein empirischer Anscheinsbeweis, daß sie das Gegenteil anstrebt.

ingres
22. Oktober 2015 10:22

Also ich muß sagen, dass an Pegida vieles nie gestimmt hat:

1. der untertitel: gegen Religions- und Glaubenskriege auf deutschem Boden ist völlig unspezifisch und verwässernd und irreführend, denn das gibt es indirekt zwar, aber das sind ja nicht in erster Linie Glaubenskriege, sondern gewalttätige Auseinandersetzungen. Den Untertitel sollte man beseitigen

2. Die Forderungen rund um Asyl und das Auftreten gegenüber dem Islam waren inkonsistent. Ich hab des jetzt nicht so verfolgt wieweit diese Inkonsistenzen noch bestehen. Ein wenig ist man jetzt wohl konkreter geworden. Der Brite sprach meine ich Klartext.

3. Die Distanzierung von Pirincci halte ich für eine Katastrophe. Das interessiert den Mainstream einen Dreck. Sich ja nicht dem Gegner (Todfeind) anbiedern bzw. seine Kategorien übernehmen ist für mich gefühlsmäßig die Devise, bevor ich je von dieser Strategie gelesen habe.

Insbesondere Keine Distanzierung. Höcke meinte ich, habe es vorgemacht wie es sein sollte, als er sich weigerte sich von seiner "NPD-Äußerung" zu distanzieren. Obwohl gestern Abend hörte ich, dass er wohl doch irgendwas in dieser Richtung unternommen habe. Wie dem auch sei Höcke ist in Thüringen super, bei Jauch habe ich ihn sehr gemischt betrachtet.

Aber was falsch ist, jetzt gerät er innerhalb der AfD stärker unter Druck. Es wird sich distanziert, intern jedenfalls. Das hat er nicht verdient, das ist schädlich. Genauso schädlich wie die Distanzierung von Pirincci. Der hat unseligerweise die Wahrheit öffentlich so ausgesprochen, wie ich seit eh und je (seit ich prinzipiell zum Durchblick gelangt bin) denke und privat auch so ausspreche.
Sehr mißlich, auch für Pirincci jetzt. Eine der mächtigsten Stimmen ist nun vielleicht für immer tot. Er wird wohl nie wieder die Irren so angreifen, wie sie es verdienen (z. B. die Genderisten Ich wollte mir die große Verschwulung eigentlich nicht kaufen, aber ich werde es jetzt dich tun, vielleicht steht ja dort der Klartext wie ich ihn liebe). Die verdienen nämlich i.a. keine sachliche Auseinandersetzung.

Höcke hat doch bei Jauch auch gesagt: das System ist verrückt geworden. Nun muß man freilich immer noch in gewissen Formen die sachliche Auseinandersetzung führen, aber keine Distanzierung. Wenn das notwendig ist, dann war man amateuerhaft. Bei Pirincci war es jedenfall, da der immer noch die Wahtheit gesagt hat, nicht nötig.

Konservativer
22. Oktober 2015 10:52

Günter Maschke sagte vor 9 Jahren u.a. folgendes:

https://youtu.be/wEiioKo9Hwk?t=491

Krischan
22. Oktober 2015 11:21

"Ich habe eine Rede gehalten, und ich bin wohl der schlechteste Redner der Welt, und habe das mit einer Lesung verwechselt. Wenn ich das bei einer Lesung gesagt hätte, wo nur Fans sind, wäre das was anderes gewesen. So ist das aber wohl in die Hose gegangen.", sagt Pirinçci dazu. Ja, die Rede war ungeschickt, zu lang, zu vulgär. Im Detail hat er jedoch mit allem, was er sagte, recht. Das zeigt nicht zuletzt die Reaktion auf seine Rede selbst. Dem linken Mob reicht es nicht mehr, zu diffamieren, jetzt soll seine Existenz vernichtet werden, und das in bester nationalsozialistischer Manier. Das zeigt aber auch, wie ungeschickt es war, sich als Pegida offiziell von ihm zu distanzieren. Man hätte es auch als das bezeichnen können, was es ja ist und weshalb man ihn offensichtlich eingeladen hatte: eine polemisch-satirische Überspitzung der Realität. Und weil diese Realität sich in negativer Hinsicht zunehmend mehr und mehr selbst karrikiert, hätte man auch dazu stehen und das genau so moderieren können. Meine Kritik richtet sich deshalb insbesondere auch an Herrn Kubitschek (dessen Schriften ich ansonsten sehr schätze), der schrieb: "Pirincci hat der Pegida einen Bärendienst erwiesen, und ich habs nicht verhindern können. Ein schwarzer Tag, der schwarz ist, weil man den Pegida-Gegner das Futter lieferte, das sie – unterernährt bis zur Auszehrung – dringend brauchen." Wenn Herr Kubitschek der Meinung ist, hier sei der Bewegung ein Bärendienst erwiesen worden, kann man das durchaus so sehen. Verantwortlich dafür wäre dann jedoch niemand anderes, als derjenige, welcher Pirinçci eingeladen hat.
Alles, was Pirinçci sagte, wäre zuvor auf seiner Homepage - fast wörtlich - nachzulesen gewesen. Es zeugt von überaus schlechten Manieren, sich einen Gast einzuladen, weil er so ist, wie er ist und ihn anschließend dafür zu maßregeln, daß er sich genau so, wie erwartet, verhalten hat.
Und besonders bitter dabei ist, daß durch diese Schützenhilfe nun die Rache des Systems an diesem Autor besonders gnadenlos ausfallen wird, 'wo doch sogar Pegida sich von ihm distanziert hat'. Darüber sollten all jene, die Pirinçci für seine Rede kritisieren, einmal nachdenken! Und vielleicht sollte man sich für diesen Fehltritt bei Akif Pirinçci sogar entschuldigen und ihm jetzt zur Seite stehen. Denn sie meinen uns, wenn sie jetzt mit allen Mitteln versuchen, den Menschen Pirinçci zu zerstören!

Dirk Ahlbrecht
22. Oktober 2015 11:37

Aus aktuellem Anlass und weil hier verschiedentlich von Distanzeritis zu lesen war:

Die AfD-Führung distanziert sich von Björn Höcke. Offenbar, und gemäß den schönen Ausführungen des Herrn Dr. von Waldstein, zieht es auch die neue AfD-Führung an den seitens der Eliten bereitgestellten Katzentisch.

Rheinländer
22. Oktober 2015 11:41

@ budda wayne:

Ich kann Ihre Standpunkte gut nachvollziehen. Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Gemeinsame Erfahrungen mit patriotischen Migranten und Vertrauensaufbau - ja, das könnte der Schlüssel sein. Aber dafür braucht es einen gemeinsamen Raums, in dem man sich untereinander austauschen und Erfahrungen miteinander machen kann.

PEGIDA als ein solcher Raum ist noch zu uneinheitlich und widersprüchlich. Die Bewegung wirkt zurzeit für viele Migranten absolut abschreckend.

Es gibt bei PEGIDA die entschiedenen Islamgegner, vielleicht sogar Hasser; dann gibt es Kritiker der kulturellen Islamisierung und es gibt Deutsche, die die Islamisierung eher als Folge unserer Abwehrschwäche betrachten und demzufolge in der Stärkung des Eigenen und nicht im Bekämpfen der Islamisierung die Lösung sehen.

Ähnlich widersprüchlich scheint die Haltung zu Migranten oder Ausländern zu sein: Einige begrüßen jeden Mitstreiter für unser Land, egal welcher Herkunft. Andere rümpfen hier schon die Nase.

Ein weiterer, wichtiger Punkt Ihrer Antwort ist das Bekenntnis zum Eigenen.

Von hier aus scheinen sich mir Entwicklungsmöglichkeiten aufzutun in Richtung eines "gemeinsamen Raums".

Nämlich vorrangig das Eigene zu stärken und sich weniger (in unzähligen Beitragen auf der PEGIDA-FB-Seite) auf das Fremde und Trennende zu fokussieren.

Sich über die Asylpolitik und auch das Verhalten von Flüchtlingen zu echauffieren, mag für eine gewisse Zeit psychohygienisch wichtig sein, um die eingeflößte Selbstverleugnung abzuschütteln.

Aber dann sollte man auch weitergehen und das freigewordene Selbst wertschätzend entwickeln. Ansonsten landet man irgendwann inhaltlich im Pro NRW-Lager oder ähnlichen Gruppierungen.

Ich befürchte aber, dass eine solche Arbeit noch zu anspruchsvoll ist für eine breite Massenbewegung. Vielleicht wäre es ein Anfang, kleine private Initiativen zu starten ?

Siddharta
22. Oktober 2015 12:22

@ Olaf

Das Verlesen sogenannter Hate-Lyrik (also Hass-Post an Pegida und AfD) wäre sicher auch unterhaltsam.

jacky
22. Oktober 2015 13:16

"Billige Reflexe bedient"
AfD-Führung distanziert sich von Rechtsaußen Björn Höcke
In der rechtsgerichteten Partei AfD gibt es neuen Ärger in der Führungsebene: Parteichefin Frauke Petry sagte ihre Teilnahme an einer Kundgebung der Thüringer AfD in Erfurt ab und verband dies mit scharfer Kritik am dortigen Landesvorsitzenden Björn Höcke.

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_75847122/afd-spitze-um-frauke-petry-distanziert-sich-von-bjoern-hoecke.html

Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Für mich und viele Andere, ist die AfD und Frauke Petry das wirklich Allerletzte. Wer heute noch immer nicht begriffen hat, dass sich diese Partei durch nichts von den Altparteien unterscheidet, dem ist nicht zu helfen.

Man darf mich steinigen, wenn ich sage "Weiber". :-)

Hartwig
22. Oktober 2015 13:43

@ Exmeyer
Da verfügen Sie aber über extrem empfindliche Antennen, wenn Sie einen "Verlust der Trautsamkeit zwischen Politik und Medien" feststellen.

@ alle
Ich würde es begrüßen, wenn jeder wo er kann dementiert, dass es Angst oder Ängste sind, die uns antreiben.
Ich habe keine Angst vor Einwanderern, keine Angst vor den Folgen millionenfacher Einwanderung, ich habe keine Angst um meine Familie, und auch nicht vor der Potenz afrikanischer Jünglinge (die ich gar nicht in Abrede stellen will).
Mich beschämt lediglich, wenn Einwanderungsgegner ihre "Angst" beteuern, in der Annahme, dies sei ein schwer zu widerlegendes Argument; von den entgegnenden Sprüchen ala "Angst nehmen" oder "Ängste ernstnehmen" mal ganz zu schweigen.
Mich stört ferner, das die Medien und die Schar der Soziologen als Hauptgrund einer gerade noch redlichen Gegnerschaft "Angst vor ..." benennen.
Angst ist der völlig falsche Terminus!

Arminius Arndt
22. Oktober 2015 15:34

Für mich und viele Andere, ist die AfD und Frauke Petry das wirklich Allerletzte.

Leute, die der AfD ein echtes, bekanntes Gesicht in der Öffentlichkeit geben bzw. Gefahr laufen, als das Gesicht der AfD in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden, wegbeißen kann sie, die Frau Petry. Hat sie mit Lucke bewiesen und jetzt versucht sie es mit Höcke, der derzeit schlichtweg das Gesicht der AfD geworden ist. Selber zum Gesicht der AfD zu werden, scheint ihr dagegen wohl zu schwer - dabei hatte Höcke sie ja sogar eingeladen, um ihr eine Profilierungsmöglichkeit zu geben. Aber anders geht ja auch ...

Es bleibt schwierig, mit dieser AfD, die ich dennoch nicht pauschal abschreiben und als das "Allerletzte" bezeichnen möchte. Gauland hat sich dazu ja bislang noch nicht geäußert.

Peter Niemann
22. Oktober 2015 16:41

Diese Diskussionen zu beobachten, auch die hier in der Sezession gefuehrten, ist aufschluszreich. Es ist eindrucksvoll zu beobachten wie erstens viel Energie ins Reden und Schreiben statt der Tat gesteckt wird, zweitens sich intern im rechten Spektrum Distanzeritis, Angriffe und Gegenangriffe auftun ("divide et impera") und drittens die allermeisten kopflos in der Fluechtlingskrise geworden sind. So kann kein Sieg zustande kommen.

Stil-Blüte
22. Oktober 2015 17:39

Seltsam, seltsam,
Akif Pirincci ist, seit er im öffentlichen Raum in Erscheinung tritt, ein offenes Buch, wäre er nicht seßhaft, ein genialer Vagant, Extravagant. Kennt man ihn als Autor oder gar privat seit langem, kann man nur sagen, daß es selten einen besseren Spötter gegeben hat, der eben kein Blatt, also auch keine Manuskriptseite, vor den Mund nimmt. Da es uns um das Identische, das Eigene geht - da haben wir ein Musterexemplar mit ein mephistophilischen Zügen, aber unverstellt. Bricht sogar Götz Kubitkschek über ihn den Stab? Einen Bruder im Geiste, weil er ein Schlawiner, maßregeln? Ich mag die ganze Spannbreite unserer Kultur in Vergangenheit und Geghenwart. Und da gehören die Vorlauten, Ungehobelten, Dreisten auch dazu. Vor der Semper-Oper - das ist nicht nur ein historischer Platz - Semper stand ja auch auf den Barrikaden 1848 - sondern, wie jeder Platz eine Art Marktplatz für Marktschreier! - Mir war Akif Pirincci beinahe zu brav, zu bieder. Naja, das mit der Länge stimmt, es sei der Eitelkeit eines jeden Autors geschuldet und - geduldet.

Mir fällt Goethes 'Faust' ein, wo sich Mephisto in einer Szene schamlos entblößt, ganz zu schweigen von Goethes, im Stile von Hans Sachs' geschriebenen obszönen Volksstücken. .Ja jedem anderen würde ich es vorwerfen, sieht man aber in das verschmitzte Gesicht von Akif Pirincci, da weiß man, dem sitzt der Schalk im Nacken. Solche Originale dürfen, nein müssen, weiter ihre Narrenfreiheit behalten. Also, lasst uns mit ihm wieder gut sein. Ich mag einfach seine Fresse vom Anschauen und Zuhören ohne Maulkorb, ohne Vermummung.

Bernhard
22. Oktober 2015 18:35

Die AfD ist ein stetes Ärgernis. Vor allem diese Abgrenzungen und Ausgrenzungen nerven. Vergessen wir nicht, daß sie Kubitschek und Frau nicht haben wollten.

Ohne Führerschein
22. Oktober 2015 21:19

@Bernhard

Vergessen wir auch nicht die Pros, die Freiheit und wie sie alle noch hiessen oder heissen.

Kubitschek und Kositza sind Schwergewichte, sie hätten selbst als einfaches Mitglied durch ihre Tätigkeit einen Hebel in der Hand der zwar jedem Parteioberen das Wasser im Munde zusammen laufen lässt - der aber eben auch eine pot. Gefahr darstellt falls es Meinungsverschiedenheiten gibt.

Insofern muss man hier andere Maßstäbe anlegen als bei einfachen Parteimitgliedern - und wenn man sie in die Partei aufnimmt, dann auch in eine Position in der sie ihre Fertigkeiten einbringen können - und das wäre im Zweifel sicher nicht der Afd-Infostand oder Plakate kleben.

Wie dem auch sei, ich habe nicht den Eindruck dass die beiden darunter leiden denn das Rad das sie hier drehen läuft um einiges runder besser geschmiert als das der Afd - sie haben es, salopp gesagt, nicht nötig.

@Stil-Blüte

Bisher die beste Verteidigungsrede von A.P. die ich gehört habe, beweist sie doch dass er auch Verehrer hat die seine Sprache nicht etwa mögen weil sie nicht anders können, sondern weil sie sie trotz - oder gerade wegen - ihrer Grobheit schätzen.

Auch A.P. dürfte was daraus gelernt haben - und wenn es nur sei, dass man sich vor Familienpublikum Ausdrücke wie Moslemsaft verkneift - nicht als Kotau vor der PC, sondern aus Respekt vorm gegebenen Publikum. Das kann er dann gerne alles doppelt & dreifach bei Lesungen o.ä. nachholen, wo das Publikum genau auf derlei Dinge wartet.

ene
22. Oktober 2015 22:01

Es wäre zu wünschen, Pirincci läse hier mit...
Denn so viel einfühlsame Würdigung von Mann und Werk, so viel verständnisvolle Einbettung in literaturgeschichtliche Zusammenhänge müssen einem Autor ja guttun.
Täusche ich mich, oder sind es vorzugsweise Frauen (Christin, Monika, Inge und andere), die - und gar nicht abgestoßen von drastischen Formulierungen - mit feinem Empfinden das Zartbesaitete hinter dem Furor wahrnehmen, die Empörung eines Sensiblen über die menschliche Dummheit und Niedertracht, die sich in seinen verbalen Eruptionen entlädt?
Jemand, der immer wieder erstaunt ist, was auf dieser Welt so alles an Blödsinn möglich ist...

Nordlaender
22. Oktober 2015 22:14

@ Ohne Führerschein

"die beste Verteidigungsrede von A.P. die ich gehört habe"

Daß diese Märtyrerfigur, der vernichteten Existenz des Kulturschaffenden Pirincci, in den Niederungen von PI-News gefeiert wird, begreife ich. Als heiterer Misanthrop habe ich zu diesem Phänomen schon lange eine düstere Theorie entwickelt. Existiert jemand gar nicht mehr als ein Deutscher (Schockstarre, Stockholmsyndrom), dann findet halt eine Verbroderung ... pardon ... Verbrüderung mit dem guten Bullen statt.

Daß nun auch die allgemeine Bohlenisierung der BUNTEN Republik, der Charlotte-Rochismus und der Pirinccismus, mit anderen Worten die Spass- und Pornogesellschaft, der geistig-moralischen Wende der christlichen Demokraten unmittelbar folgend, hier auf der sezession aufmarschiert, befremdet mich. Hier stehe ich nun und kann nicht anders. Selbst wenn sämtliche Foristen hier begeistert wären von der Sperma- und Hodenromantik südländischer Schwerverbrecherräpper, hielte ich die Frage nicht zurück, ob nicht die Taliban in Mitteleuropa das kleinere Übel wären, um so eine Art von Kloake zu entfernen.

Doppelte Moral? Wäre die sezession auch bereit, hier Beiträge zu veröffentlichen, die zwar in Sachen Gewöhnlichkeit und Kreatürlichkeit einiges böten, ohne das aber der Bonus des "integrierten" (pfui Deibel) Edlen Wilden orientalischer Abstammung in Anspruch genommen werden kann?

Jurij
22. Oktober 2015 22:55

Ich möchte Akif auch wünschen, daß er die mediale Hetze gut übersteht und gestärkt aus ihr hervorgeht. Vielleicht sollte Herr Kubitschek auch erkennen, daß das Florett alleine den Kampf nicht gewinnen wird. Die Axt und der Dreschflegel können verbal auch ganz hilfreich sein.

Andreas Törner
23. Oktober 2015 00:25

@Nordlaender: Nichts gegen Sperma- und Hodenromantik, wo sie am Platz ist... Letztlich vor allem eine Stilfrage. - Aber zugegeben, der Gedanke mit den Taliban blitzte mir angesichts des realexistierenden Schamverfalls und gottverlassenen Niedersinns auch schon mal durch die malträtierten Synapsen. Ich erschrak kurz vor mir selbst. (Pflege ansonsten eigentlich eine gesunde Distanz zu Wahabismus und Arabismen aller Art.) - Dann tröstete ich mich mit Ecclesiastes 3...

G. Sasse
23. Oktober 2015 00:58

Statt endlos darüber zu diskutieren, wer hier nun „würdig“ ist, sich an unserem Überlebenskampf zu beteiligen, sollten wir bedenken, wieviel Tausende dieser Invasoren sich jeden Tag hier niederlassen!!! Wir sollten eigentlich andere Sorgen haben, als uns in ästhetischen Befindlichkeiten zu zerfleischen. Mir ist jedenfalls, trotz seines ordinären Stils, ein Herr Pirincci 10x lieber als Millionen „kultivierter“ Landsleute, welche das Verbrechen, was an unserem Volk begangen wird, nichts anzugehen scheint!

Ohne Führerschein
23. Oktober 2015 03:34

@Nordlaender

Deutschland ohne Migranten im Jahre 2015 ist ein thoretisches Konstrukt ähnlich dem Urknall - eine Welt ohne Materie in der nichts undenkbar ist.

Tatsache ist aber dass Sie - ebenso wie ich - physikalische Realität sind - so ist das eben mit der Entropie.

Man wird nicht 20% der derzeitig stimmberechtigten Bevölkerung dauerhaft als Bürger 2. Klasse behandeln können - weder rechtlich noch sozial oder gesellschaftlich. Dies muss berücksichtigt werden.

Ich sehe keine Alternative. Falls Sie eine haben, bitte benennen Sie diese.

budda wayne
23. Oktober 2015 07:32

@Rheinländer

Ihren Einschätzungen bezüglich der Zusammensetzung der PEGIDA-Gemeinschaft und der Notwendigkeit einer Entwicklung weg vom Protest gegen das vereinnahmende Fremde hin zu einem selbstbewußten, starken, gelebten Eigenen, daß eine Ende der Überfremdung auf ganz natürliche und selbstverständliche Weise mit sich brächte, kann ich nur zustimmen.

Anfang des Jahres hatte ich noch die Hoffnung, daß PEGIDA schnell und deutschlandweit wachsen könnte durch die Einbeziehung muslimischer und anderer migrantischer Bevölkerungsteile. Leider war das wohl etwas naiv gedacht von mir...

Ihre Idee der Schaffung "gemeinsamer Räume" im Privaten, in denen ein Bekenntnis zum Eigenen und der Wunsch nach friedlichem Zusammenleben in einem deutschen Deutschland als gemeinsame geistige Grundhaltung herrscht, halte ich für sehr interessant und sinnvoll.

Ich wäre bereit einen ersten Schritt zu solch einer Initiative mitzugehen und mitzugestalten...

budda wayne
23. Oktober 2015 07:33

@Rheinländer

Ihren Einschätzungen bezüglich der Zusammensetzung der PEGIDA-Gemeinschaft und der Notwendigkeit einer Entwicklung weg vom Protest gegen das vereinnahmende Fremde hin zu einem selbstbewußten, starken, gelebten Eigenen, daß ein Ende der Überfremdung auf ganz natürliche und selbstverständliche Weise mit sich brächte, kann ich nur zustimmen.

Anfang des Jahres hatte ich noch die Hoffnung, daß PEGIDA schnell und deutschlandweit wachsen könnte durch die Einbeziehung muslimischer und anderer migrantischer Bevölkerungsteile. Leider war das wohl etwas naiv gedacht von mir…

Ihre Idee der Schaffung „gemeinsamer Räume“ im Privaten, in denen ein Bekenntnis zum Eigenen und der Wunsch nach friedlichem Zusammenleben in einem deutschen Deutschland als gemeinsame geistige Grundhaltung herrscht, halte ich für sehr interessant und sinnvoll.

Ich wäre bereit einen ersten Schritt zu solch einer Initiative mitzugehen und mitzugestalten…

Nordlaender
23. Oktober 2015 11:30

@ Ohne Führerschein

"Man wird nicht 20% der derzeitig stimmberechtigten Bevölkerung dauerhaft als Bürger 2. Klasse behandeln können – weder rechtlich noch sozial oder gesellschaftlich. Dies muss berücksichtigt werden."

Ginge ich nach Japan, arbeitete dort zwanzig Jahre und verlangte, ein Gleicher unter Gleichen zu sein, dann wagte ich es nicht mehr in den Spiegel zu schauen ob so einer Anspruchsunverschämtheit. Zwischen dem höflichen Deutschen in Japan und dem lautfrechen selbsternannten
(Neu-)Japaner lägen für mich Welten.

Man kann auch gut in einer Gemeinschaft leben als ein Anderer, sich zu den Angelegenheiten dieser zu Wort melden. Sobald sich ein Orientaler hier nicht so aufführt, als sei er einer von uns, sieht die Sache für mich sofort ganz anders aus.

Eine Kultur kann sich nur tradieren, indem unerwünschte Personen bzw. unerwünschte Verhaltensweisen ausgegrenzt werden. Damit ich nicht falsch verstanden werde: In bestimmter Hinsicht finde ich den deutschen "Sie geh'n mir auf den Sack"-Prominenten Til Schweiger genauso unerträglich wie die tragische Märtyrer- und Lichtgestalt des Hoffnungskanzlers der Politisch-Inkontinenten aus dem Morgenland, dessen Existenz nach seinem selbstlosen Kampf für uns deutsches Vaterland nun vernichtet ist.

Übrigens gibt es auch im sozialen Mikrokosmos zwar formal Gleichstellung, gleichberechtigte Zugehörigkeit, tatsächlich gehört z.B. in einem Sportverein nicht jeder in gleichem Maße diesem an. Da gibt es auch vom innersten Kreis bis zum Randständigen jede Menge Abstufungen.

Rheinländer
23. Oktober 2015 11:53

@ budda wayne

Ich war mir zuerst unsicher, jetzt bin ich es nicht mehr:

Wir kennen uns bereits über Facebook, ich hatte Dir vor Wochen auch einmal einen sehr langen Brief geschrieben.

Mit PEGIDA erging es mir vermutlich ähnlich wie Dir:

Ich sah im vergangenen Jahr die Dokumentation der Jungen Freiheit über PEGIDA, in der Wolfgang Hübner mitten im Geschehen sichtlich bewegt von einer neuen außerparlamentarischen Opposition sprach.

Diese Doku berührte etwas in mir, dass sich unbewusst schon lange nach einer solchen Bewegung gesehnt hatte. Oder besser: Nach einem Resonanzraum, in dem das Eigene, das "wir selbst", wieder gelebt und erlebt werden kann.

Kurz: Diese ersten Bilder von der PEGIDA trafen mich bis ins Mark. Ohne das ich etwas von dem Positionspapier gehört oder gelesen hatte, wusste ich intuitiv, worum es hier ging. Ich konnte es fühlen.

Und ich vermute, dass es genau dieses Gefühl, diese Sehnsucht nach etwas war, dass im Alltagsleben so gar nicht mehr vorkommt, das viele Menschen zu PEGIDA-Anhängern werden ließ.

Ich war deswegen sogar bereit, eine gewisse Primitivität vorübergehend hinzunehmen, wohlwissend, dass sich die bürgerliche Mittelschicht, gerade hier im Westen, erst einmal vornehm zurückhält.

Leider ist es dem ORGA-Team aber nicht gelungen, PEGIDA innerhalb dieses einen Jahres entscheidend weiter zu entwickeln. Immer noch werden die üblichen Aufregernachrichten auf der PEGIDA-FB-Seite veröffentlicht, immer noch werden Islam, Islamisierung und Islamismus völlig miteinander vermischt und zu Unrecht als eines der Hauptthemen behandelt, immer noch geht es fast nur um die Symptome.

Umstrittene Personen wie Pirincci und Stürzenberger waren gut, um eine Schneise durch die politische Korrektheit zu schlagen. Jetzt müssen aber seriöse und ersthafte Leute nachziehen und das gewonnene Terrain besetzen.

Sehr gut gefallen haben mir die Grußworte des unbekannten Dresdner Komponisten am vergangenen Montag; sie hatten die Tiefendimension, die m.E. jetzt angesprochen werden muss. Leider scheint dies aber eine einmalige Angelegenheit gewesen zu sein.

Deswegen warte ich jetzt nicht mehr auf irgendwelche Bewegungen, sondern werde selbst aktiv. Was könnte man tun ?

Nun, alleine unseren Wortwechsel hier auf SiN, halte ich für so interessant, dass man ihn doch in anderer Form, auf einem Blog, in mehreren Videos, zu einem längeren Dialog ausweiten könnte.

Das wir beide quasi exemplarisch die Diskussion führen: Wie patriotische Deutsche und Migranten zueinander finden könnten.

Denn das kann ich Dir versichern:

Dein Erleben der linken "Ausländerfreunde", Deine Meinung zu dem deutschen Selbsthass, das wissen und ahnen viele Deutsche überhaupt nicht. Das dürfte für sehr Viele absolutes Neuland sein.

Holger
23. Oktober 2015 15:18

Versuchen Sie mal, evtl. linken Freunden und Bekannten klarzumachen, was A.P. wirklich gesagt. Nicht auf einer politischen, sondern einer rein sprachlichen Ebene. Die Leute begreifen es WIRKLICH nicht. Sie verstehen nicht, dass er eine fiktive Person gewählt hat, um dieser einen Wunsch unterzuschieben.
Ihr rechten Bildungsbürger hier rechnet damit, dass die Linke den Sinn der KZ-Passage begriffen hat und nun böswilligerweise mit einer schlampig recherchierenden Presse im Hinterhalt darüber lügt. Das ist -vielleicht kenne ich aber auch nur die falschen Leute- aber nicht der Fall. Die Leute verstehens einfach nicht. A.P. hätte mit den Händen ein Ironie-Emoticon dazu malen müssen.

Max
23. Oktober 2015 15:25

Pirincci war von vornherein als Kunstfigur angelegt (mindestens 50/50, wie er zugab). Dank Türken- und Katzenbonus hat ihm der linke Mainstream sein provokatives und im Laufe der Zeit immer vulgärer werdenden Geschreibsel durchgehen lassen, solange er sich aufs Schreiben beschränkt hat. Jetzt heult er rum. Zu hoch gepokert und verloren. Unglaubwürdig.
Solche Gestalten richten in einer Graswurzel-Volksbewegung nur Schaden an, liefern dem Gegner bequeme Steilvorlagen und sind im Übrigen nicht authentisch, daher nicht glaubwürdig als vorzeigbare Aushängeschilder. Das sind Krawallkünstler ohne echte Überzeugung, die alles tun, um wahrgenommen zu werden ... Wir brauchen authentische, bodenständige Vorbilder.
Es ist problematisch, sich mit Ego-Künstlern zu solidarisieren, die sich allein an der Wirkung der Provokation berauschen und denen der Erfolg zu Kopfe gestiegen ist.
Genau wie der Darsteller des Maskenmanns Dr. Alfons Proebstl distanzierte sich auch A.P. in Nullkommanichts von sich selbst (Zitat Interview mit der Welt

...habe mit Rechten nichts am Hut... Er sei doch nur ein Provokateur, der unterhalten wolle. Pegida sei ähnlich einem Rockkonzert, wo es darum ginge, sich selbst zu feiern..

)
Als Problembär sehe ich daher eher den dubiosen Bachmann, der ihn (wohl auf Festerlings Rat) eingeladen hat, um sich hinterher von ihm zu distanzieren? Als Pegidianer wäre ich da doch ziemlich
befremdet und würde wohl an seinem Urteilsvermögen zweifeln.

Ist Bachmann wirklich noch glaubwürdig (war er das jemals), oder versuchte da ein V-Mann, die Protestbewegung mittels Pirincci als wirkungsvolles Dum-Dum-Geschoss zu torpedieren?

ene
23. Oktober 2015 15:42

"Deutschland von Sinnen" im denkwürdigen Herbst 2015 - es verschlägt einem die Sprache:

"Unterdessen hat eine Buchhandlung im nordrhein-westfälischen Hamm angekündigt, am Wochenende Bücher von Pirinçci vernichten zu wollen. Der Inhaber des Atrium-Buchpalastes Friedhelm Nonte möchte laut dem Westfälischen Anzeiger während des verkaufsoffenen Sonntags „ein Zeichen“ setzen. „Zwischen 13 und 17 Uhr werde Nonte seinen Bestand von Akif Pirinçci in seinem Antiquariat öffentlich schreddern. „Bürger, die sich an dieser Aktion beteiligen möchten, lädt er ein, mit Büchern ins Ladenlokal zu kommen“, heißt es in dem Bericht. (krk)"

Westpreuße
23. Oktober 2015 17:33

Und bei allem aber bitte nicht vergessen, mit wem wir es zu tun haben,

bezogen auf die Polit - Darsteller in BERLIN und anderswo, die Nomenklatura jeglicher Art:

Sogenannte Journalisten, sogenannte Künstler, sogenannte Agitprop - Leute in den öffentlich - rechtlichen Anstalten jeglicher Art, sogenannte Brüssel-EU-Faulenzer, sogenannte Werktätige im Flüchtlingsgeschäft, Religions-Verkünder ohne Religion, Deutungshuber, Welterklärer, Bastler an den Stellschrauben unseres durch die Jahrhunderte gewachsenen deutsch-seienden Gemeinwesens. Nicht frei von schuldhaften Brüchen, aber sich immer wieder aufrappelnd,
lernend, besinnend, häufig zu "selbstgrüblerisch", aber ehrlich und treu...

Und die Obigen hecheln diesem + jenem nach, rufend:

Dort, dort ist einer... Laßt ihn nicht entkommen!

Ich auch, ich auch, ich will auch einen Stein werfen, bitte bitte:
Und ALLE sollen es sehen: Ich ein Guter...!
Und wie gut sich das anfühlt...
"Man" wird mich belohnen...

Eben bei Arthur Schopenhauer gelesen, muß ja nicht mehr arbeiten,
kann es mir also leisten:

"Sagt nicht das Gebiß des Haifisches, die Kralle des Adlers, der Rachen des Krokodils schon aus, was sie wollen..(...) ?"
(VN II, Kap. 5)

Schopenhauer, der Mann mit der schönsten deutschen Wissenschaftsprosa, beschreibt im Zitat die Erscheinung des "Willen als solchen" in der Tierwelt...:
Könnte man aber auch den oben Genannten zuschreiben...

Patriotische Grüße aus Posen an der Warthe

ingres
23. Oktober 2015 18:46

Also was auch immer Pirincci war oder ist. Für mich hat er auf unnachahmliche Weise die Perversen usw. enttarnt. Und ich dachte, er könnte dieses korrupteste und lächerlichste System aller Zeiten aus den Angeln haben.
Nun vielleicht habe ich viel zu naiv gedacht. Vielleicht wollte er das gar nicht? Ich habe jedenfalls zu kurz gedacht. Ich dachte nur an Verfolgung durch den Staat. Aber die ist im Gutmenschen-Totalitarismus nicht notwendig. Der Gutmensch ist von selbst konditioniert (hatte Höcke das nicht dem Jauch gesagt?). Dazu bedarf es keiner Intervention des Staates mehr wie in offenen Diktaturen.
Ich erinnere mich der Aussage Sarrazins, der 2009 (meine ich) meinte: In dieser Gesellschaft gäbe es weniger Courage als in der Weimarer Republik. Das ist es: der Staat muß kaum noch etwas tun, Verlage, Webmaster, Internet-Konzerne und und machen im vorauseilenden Gehorsam alles von selbst. Die einzige Hoffnung ist jetzt (was es nicht mehr geben darf) das Volk.
Zum Abschluß will ich aber mal klören, warum ich persönlich so auf Pitincci stehe. Natürlich muß man nicht so agieren, das kann nicht jeder und wie gesagt es muß nciht sein, aber für mich paßt es wie die Faust aufs Auge. Ich muß die Wahrheit nicht im Klartext sprechen, aber ich liebe es wenn ich sie im absoluten Klartext lese. Aber lassen wir jetzt den Meister dazu sprechen: (wenn man das nicht mag, kann man diesen Kommentar ja löschen)
Jeder hier weiß in etwa was Gender ist. Aber vielleicht weiß nicht jeder alles dazu. Es muß jemanden geben der bestreitet, dass die Gebärfähigkeit ien Kennzeichen von Frauen sei. Es ist klar was dahinter steckt. Frauen können alles nur was spezifisch weiblich ist, das dürfen sie natürlich nicht können oder als Eigenschaft haben. Zumindest darf man darauf nicht hinweisen. Denn dann sind sie ja diskriminiert. Ich will es bei dieser Erläuterung belassen.
Was macht Pirincci: Nun er geht nicht auf diese absurdeste Behauptung und (einen der perversesten Züge der aktuellen "Gesellschaft" ein). Nein er fragt den Professor (meine es war ein Gender Professor) der den Frauen die Gebärfähigkeit als Eigenschaft abspricht (weil nicht jede Frau gebärfähig sei):
wie er denn auf die Welt gekommen sei, etwa als Arschgeburt eines Mannes?
Das ist der Ton mit dem man mit diesen perversen Irren umgehen muß, zumindest wenn alle anderen Stricke reißen Aber man muß drauf kommen.

Wie gesagt kann man löschen wenn man sich am A*geburtAusdruck stört.

Hildesvin
23. Oktober 2015 20:04

@ Holger 15.18: Ganz genau so ist es. Vierbeiner gut, Zweibeiner schlecht. Ozeanien war schon immer mit Ostasien verbündet, und wenn auf der Veranstaltung seltsamerweise Plakate gegenteiligen Inhalts herumhängen, hat der tückische Goldstein sie (durch Zauberkraft) angebacht - runter damit.
@ ene: Paßt dazu.
----
P.S. Erinnert leicht an die Jenninger-Rede und den Hohmann-Günzel-"Skandal".
Perceptio populi, perceptio Rindvieh. Ohne Wertung oder gar Entrüstung. Ist halt so.

ene
25. Oktober 2015 12:25

ingres,
wenn einer was zur sagen hat - wirklich zu sagen hat und sich keine Probleme erst aus den Fingern saugen muß - und wenn einer eine Sprache führt, die die seine ist, die man wiedererkennen kann - dann hat dieser Autor "Stil". Denn genau das ist Stil! - und keineswegs das gepflegte Ausdrücken anspruchsvoller Gedankengänge.
Ich nehme ihr Wort "Arschgeburt" - habe ich nie zuvor gehört. Wenn einem so etwas einfällt, und wenn es trifft und hier etwas Komplexes verdichtet wird und den Leser oder Hörer "anspringt", so daß der es nicht mehr aus dem Kopf bekommt, wie ja bei Ihnen geschehen - dann kann da jemand schreiben.

Ob das nun "Fäkalsprache" oder zarte Poesie sonst etwas ist, ist dabei völlig nebensächlich.
Wie sagte Tarkowski in bezug auf unerträgliche Gewaltszenen, die er aus seinem "Andrej Rubeljow" herausnehmen sollte? "Ich bin für die gute Stimmung meiner Zuschauer nicht zuständig". (Aus dem Gedächtnis zitiert).
So ist es! Kein Autor hat die Aufgabe, sich in das sog. Stilempfinden des Publikums hineinzufühlen. Es reicht, wenn er wahrhaftig ist. Nehmt oder laßt es bleiben! - so geht Kunst. Gefällig zu sein und den Erwartungen von wem auch immer zu entsprechen ist nicht ihre Aufgabe. Und Erwachsene müssen das aushalten können.

Es ist auch nicht wichtig, ob ein Autor "rechts" oder "links"oder sonstwas ist - es reicht ja, wenn er recht hat...

Mich hat der Text "Das Schlachten hat begonnen" überzeugt. Solche Unerschrockenheit, solcher Zorn, solche Bildlichkeit. Eine Stimme!

(Und ich bin weder "Fan" von P., noch von "Fäkalsprache" - was immer das sein mag-)

budda wayne
26. Oktober 2015 08:04

@Rheinländer

Lieber Rheinländer,

auch ich hatte die starke Ahnung, daß DU es bist :).

Was Du schreibt ist sehr interessant.
Ich kenne z.B. auch fleißige und anständige Ausländer oder Bürgerdeutsche, die sich zwar unwohl in ihrem meist scheinsozialdemokratischen und grünen Umfeld fühlen, aber der Überzeugung sind, daß die konservativen oder gar „neurechts“ gesinnten Deutschen sie am liebsten einpferchen und abschieben würden, was ja völlig absurd ist. Wir haben ein großes Kommunikationsproblem in unserer Gesellschaft. Die Medien und die Politik sind verantwortlich dafür, weil sie keine Räume für wirklichen Diskurs schaffen, uns stattdessen seit Jahren mit Oberflächlichkeiten besudeln. Mit Provokation und schockierender Wortwahl kann man sicher Aufschrecken, Wachrütteln und Aufmerksamkeit auf bestimmte Themen ziehen. Aber als Dauerzustand bewirken wahnhaftes Gebrüll und platte Provokation eben das Gegenteil von dem, was man eigentlich bräuchte: Ruhe, Kraft, den breiten Zusammenschluß. Um tatsächliche Fortschritte in der Sache, um Lösungen und Verbesserungen zu erzielen bedarf es sachlicher, Kommunikation zwischen konstruktiven Menschen. Dieses konstruktive Element ist, wie Du ja auch festgestellt hast, einfach noch viel zu zahm im Hintergrund…
Wenn die patriotische deutsche Souveränitätsbewegung nur 100 gut integrierter Bürgerdeutsche orientalischer Prägung in ihren Reihen hätte, wäre das wohl das Ende jeglicher Antimoslem- bzw. Rassismusvorwürfe.
Eine der größten Waffen der bewußten und unbewußten Selbstauflöser und Deutschlandhasser wäre neutralisiert. Das Tor für viele Deutsche weit geöffnet, um endlich dazuzustoßen …

Warum versteht das kaum einer :)???

Was uns beide angeht: da fügt sich anscheinend was zusammen, unabhängig von Plattformen oder anderen Äußerlichkeiten…

Ich antworte Dir diese Woche nun endlich auf Deinen Brief!

Laß uns aktiv werden!

Ganz herzliche Grüße
Dein bw

Götz Kubitschek
26. Oktober 2015 16:48

badeschluß!

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