Sezession
12. November 2015

Widerstandsschritte (7): Spontandemo in Laubegast

Gastbeitrag / 50 Kommentare

Laubegastvon Christoph Hofmayer

In Laubegast hat die Stadt Dresden kürzlich das einzige größere Hotel in diesem beschaulichen, südöstlichen Stadtteil vor den Toren des weltberühmten Pillnitz mit seinem königlichem Schloß, für 3,6 Millionen Euro über eine stadteigene Tochterfirma erworben, um es als Asylheim zu nutzen.

Nach bisheriger Planung sollen noch in diesem Jahr die ersten Asylbewerber einziehen, die 47 Zimmer mit 115 Personen belegt werden. Größere Umbaumaßnahmen sind nicht nötig, das bisherige Vier-Sterne-Hotel weist geräumige und gut ausgestattete Zimmer auf.

Schon in der letzten Woche haben sich die Laubegaster Bürger immer wieder spontan vor dem ehemaligen Hotel Prinz Eugen versammelt und Grablichter auf der Eingangstreppe abgestellt. Pikant ist für Kenner der Geschichte des Abendlandes zusätzlich zum eigentlichen Affront der Außerbetriebsetzung dieses Hotels, daß "Prinz Eugen" der Oberbefehlshaber im großen "Türkenkrieg" ab 1697 gewesen war - und als Retter des Abendlandes vor der osmanischen Invasion dieser Zeit gilt.
Gestern fand nun eine unangemeldete Demonstration in Form eines Flashmobs statt.

Ab 19:00 Uhr versammelten sich zunehmend mehr Bürger vor dem künftigen
"Vier-Sterne-Heim". Es gab keine Ansprachen oder Reden, nach 15 Minuten setze sich die etwa 250 Köpfe zählende Menge mit einigen jüngeren Teilnehmern an der Spitze in Bewegung. Der Polizei wurde auf Nachfragen kein Anmelder der Demonstration mitgeteilt, sie wurde lediglich über die 2,5 km lange Route des Spaziergangs entlang der Hauptstraße in Kenntnis gesetzt. Zunächst wollten die maximal 10 Polizisten die 250 Teilnehmer in Richtung Bürgersteig abdrängen, was einfach ignoriert wurde. Somit mußte ein Polizeifahrzeug vorwegfahren und den Weg frei machen.

Den Zug eröffneten zwei Mütter mit Kinderwagen. Nachdem die Machtfrage zugunsten der Laubegaster beantwort war, wurden zahlreiche Fackeln entzündet, Deutschlandfahnen und Sachsenfahnen ausgerollt. Der ganze Zug machte plötzlich einen sehr wehrhaften und selbstbewußten Eindruck.
Ein Hauch von 1989 wehte durch die Straßen.

Nach einer Stunde kehrte der Demonstrationszug zum Ausgangsort zurück- friedlich, diszipliniert, aber nicht ohnmächtig. Es kam weder zu Personalienerfassungen seitens der Polizei noch zu Unmutsbekundungen der aufgehaltenen Autofahrern. Keine Antifantenkrawalle, einfach friedlich - aber bestimmt.

"Polizeirecht ist das reine Recht des Stärkeren." (Anwalt L.)

Am 12.11. um 17 Uhr wird eine Bürgersprechstunde in der Staatsoperette stattfinden, man kann dort die Dresdner Sozialbürgermeisterin, Mitarbeiter des Sozialamtes und des Netzwerkes „Laubegast ist Bunt“ und den künftigen Betreiber befragen. Die Laubegaster Bürgerinitiative ruft zum Boykott dieser "Opera buffa" auf, zu Recht!


 Gastbeitrag

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Kommentare (50)

Kolibri
12. November 2015 10:48

Dazu möchte ich auch einmal eine etwas andere Sichtweise aufzeigen, eine der Ursachen, wie die Flüchtlingsströme erzeugt werden, die leider von außen oft schwer erkennbar sind.

Kolonialismus 2: 0

Landraub

Als im Jahre 2008 die globale Finanzkrise ausbrach, wurde Lehmann abgewickelt, andere Banken gerieten ins Trudeln. Große Mengen an Geld suchten neue Anlagemöglichkeiten, Spekulanten wurden fündig und entdeckten Lebensmittel und Ackerland als Investitionen mit Renditeaussichten.

Fonds und Anleger haben seither vor allem in Afrika und Asien Landflächen gekauft oder gepachtet, die größer sind als die Hälfte Europas.

Häufig handelt es sich dabei um Flächen, um rechtsfreie Räume, wo die Eigentumsverhältnisse nicht klar definiert sind, die aber von Kleinbauern traditionell bewirtschaftet wurden und die somit ihr Auskommen hatten.
Dies sind Landstriche, die offiziell als Brachland bezeichnet wurden, werden.
Die großen Konzerne, deren größter der Agrarriese Cargill ist, pachten oder kaufen riesige Flächen und erhalten bei der Übernahme oft Unterstützung durch korrupte Regierungen oder mächtige Geschäftspartner, welche die Flächen mit militärischen Mitteln leerräumen.

Die EU mischt dabei kräftig mit, wie Kurt Langbein in seinem neuen Film mit dem Titel „Landraub „ aufzeigt, die EU mit rund 44% des für den Landraub eingesetzten Kapitals zu den größten Treibern des Landraubs zählt.

Kurt Langbein zeigt in seinem Film auf, dass 60% der Lebensmittel, die in Europa vermarktet werden, nicht in der EU produziert werden, dafür aber in der EU weiterhin Prämien für die Stilllegung von Agrarflächen gezahlt werden, damit jährlich Tausende von Bauern zum Aufgeben zwingt, zeigt wie zynisch, absurd und ausbeuterisch dieses Wirtschaftssystem ist.

Getrieben von der Suche immer rentableren Geschäftsfeldern findet so eine weltweite Jagd auf fruchtbaren Boden statt.
Immer größere Geldgeber kaufen immer mehr Agrarland rund um den Globus.
Im Gegensatz dazu schrumpfen die Lebensräume der Landbevölkerung drastisch.
Die weitreichenden Folgen dieser Landnahme sind von außen schwer erkenn- und einsehbar.

Auf der einen Seite erzählen die Investoren und Vertreter der großen Geldes von ihrer Entdeckung der Landnahme als gewinnbringende Investition, so vorgebracht, dass ihre Gedanken nachvollziehbar, ja sogar logisch wirken.
Auf der anderen Seite sind die Kleinbauern und Landarbeiter, die durch Vertreibung, Hunger, Konkurrenzkampf und Zerstörung ihrer Heimat ausgesetzt sind und derer beraubt werden.

Fruchtbarer Boden und billige Arbeitskräfte.
Unschlagbare Produktionsbedingungen.
Die Nachfrage ist groß und die arme Landbevölkerung schnell enteignet.

https://www.youtube.com/watch?v=EA5Mf0MZrXY

donna_alta
12. November 2015 11:02

Selber hatte ich heute wieder eine Debatte mit einer Kollegin zu dem Thema, die ihrerseits beinahe eskalierte. Sie ist - trotz kritischen Gedanken zur Asylantenflut - von einem Wahn befallen, daß alle, die "der AfD und Pegida hinterherrennen" damit eine neue Nazidiktatur errichten werden. Kein Wort dringt in diese Hirne, es kommt einfach nichts an. Das läßt mich am meisten verzweifeln.

In meinem Nest gäbe es nicht einen, der sich so eine Aktion wie in Laubegast traute.
Auf die mutigen Sachsen bin ich so stolz und schäme mich gleichsam für die Feigheit der anderen, auch meine eigene!

Thomas Wawerka
12. November 2015 11:04

Auch ein Widerstandsschritt:
Ein Freund von mir sprach letztens mit dem Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises Chemnitz, dem CDU-Mann Frank Heinrich. Frank Heinrich ist Theologe, Sozialpädagoge und Heilsarmeeoffizier, er ist ein Mann von gutem Ruf. Er sagte, dass er seine Bürgersprechstunde aufgegeben habe, weil keiner käme. Dass er nur noch Hassmails und vorgefertigte Briefe erhielte, aus dem Internet gezogen und ausgedruckt. Er fragte, wie er denn die Bürger vertreten solle, wenn sie ihm nicht mitteilten, was sie denken. Er rief dazu auf, den Bundestagsabgeordneten Briefe zu schreiben - ordentliche Briefe, mit denen sie etwas anfangen könnten. Er sagte, es sei keineswegs so, dass diese Briefe ignoriert würden, im Gegenteil: in den Beratungen hätten die Stimmen das größte Gewicht, die am stärksten auf die Meinung der Bürger verweisen könnten.
Man kann das alles für Augenwischerei halten, aber ich denke, es ist die andere Seite der Realität. Im Volk wächst der Zorn auf die Politiker, weil sich das Volk von ihnen nicht mehr vertreten fühlt - umgekehrt gibt sich das Volk auch wenig Mühe, sich vernünftig zu artikulieren. Es ist eine Zeit der Besserwisser, Maulaufreißer und Schreihälse (und nicht nur in politischer Hinsicht).
Auch das Naheliegendste kann ein Widerstandsschritt sein: ein Brief an den Bundestagsabgeordneten. Stellt euch mal eine Kampagne vor, in der wir bis Weihnachten Briefe schreiben und unsere Verwandten, Freunde, Bekannten auffordern, es ebenso zu tun. Klar: einen schnellen, sichtbaren Erfolg wird es nicht geben. Den hat aber auch alles andere bisher nicht gebracht ...

Monika
12. November 2015 11:48

Und ich dachte, es gäbe eine schwere Tourismuskrise:

https://mopo24.de/#!nachrichten/schwerste-tourismus-krise-seit-der-wende-25906

t.gygax.de
12. November 2015 13:23

Briefe an Bundestagsabgeordnete schreiben? Wenn ich jederzeit damit rechnen muss, daß mein Brief ( und wenn er noch höflich und untertänig formuliert ist) der Presse mit Namensnennung und Adresse zur Verfügung gestellt wird, und dadurch ich jederzeit in der Öffentlichkeit als "...." fertig gemacht werden kann?
Wie war das denn mit General Günzel? (und der war eine prominente Person mit Pensionsberechtigung..dagegen bin ich ein Nichts....) Günzel schrieb dem MDB Hohmann einen persönlichen Brief, Hohmann in bodenloser Naivität machte den Brief öffentlich, Günzel wurde vom damaligen Verteidigungsminister Struck sofort entlassen. Und damals 2003 war die totalitäre Herrschaft noch nicht so ausgeprägt wie heute!

Wenn Pfarrer Wawerka hier Gehör fand, dann nur deswegen, weil er zur selben Zunft gehört und als verbeamteter Pfarrer weiss, daß ihm letztlich nichts passieren wird-es sei denn, er lehnte plötzlich die Kindertaufe ab, auf der das Machtmonopol er ev. Kirche beruht, denn so züchtet man Kirchensteuerzahler......
Es gibt nur eines: sich keine Illusionen mehr machen über die, die uns beherrschen. Und Pfarrer gehören zur herrschenden Klasse, ohne wenn und aber, das läßt sich historisch belegen, oder auch lebensgeschichtlich an unserem Bundespräsidenten, vor dem der Bürger nur in demutsvoller Unterwerfung erscheinen darf.....
gehen wir doch gleich zurück ins 18. Jahrhundert "ich ersterbe in Ehrfurcht vor Hochdero Gnaden , untertänigst ein Untertan...

contact high
12. November 2015 13:30

1991 wären Westdeutsche vielleicht auch noch im fünfstelligen Bereich friedlich auf die Straße gegangen, während man ja noch weiß was im Osten der BRD, kurz nach der Teilwiedervereinigung, los war. 25 Jahre später sind die autochthonen Deutschen im Westen demographisch am Ende, da wird absolut gar nichts mehr passieren. Und da der Osten nun auch richtig geflutet wird, ist es dort auch bald mit den Spaziergängen vorbei. Ich bin mir schon lange nicht mehr sicher ob wir wirklich die Nachfahren von Leonidas, Karl Martell, Prinz Eugen usw sind.

Rumpelstilzchen
12. November 2015 14:45

contact high

Ich bin mir schon lange nicht mehr sicher ob wir wirklich die Nachfahren von Leonidas, Karl Martell, Prinz Eugen usw sind.

Ich bin mir definitiv sicher, dass wir es nicht mehr sind !
https://www.orden.de/dokumente/11_11_15_Offener_Brief_hoeherer_Ordensober_innen_an_MP_Seehofer.pdf

Thomas Wawerka
12. November 2015 14:51

t.gygax.de: Wenn Pfarrer Wawerka hier Gehör fand, dann nur deswegen, weil er zur selben Zunft gehört und als verbeamteter Pfarrer

Ich bin ... sagen wir, überrascht. Woher wollen Sie denn wissen, ob ich verbeamtet bin? Das bin ich nämlich nicht.
Nette Illustration zu meinem Diktum "Zeit der Besserwisser", vielen Dank!

Ulrich Lenz
12. November 2015 15:30

Ich beneide euch Ostdeutschen um euren Mut und die Möglichkeit, für eure Zukunft und die unseres Landes auf die Straße gehen zu können. Im Westen ist das leider nicht mehr so. Der sogenannte "Tag der Patrioten" wurde in Hamburg eindeutig rechtswidrig verboten, wie auch das Oberverwaltungsgericht Hamburg festgestellt hat. Die AfD-Demo gegen die Asylpolitik am 31.10.15 wurde von der Anifa rechtswidrig blockiert und die Polizei dachte gar nicht daran das Versammlungsrecht durchzusetzen.

Wie der FOCUS-Chef in einem PHOENIX-Interview bereits festgestellt hat: Im Westen gehen die Menschen nicht auf die Straße, weil sie Angst vor der sozialen Ächtung und der Gewalt der Anifa haben. Bei uns in Hamburg ist das extrem verbreitet.

Eisenhans
12. November 2015 15:38

§ Rumpelstilzchen

Mann, hörnse uff, der Link ist doch ein Fake, sehen Sie mal auf das
Datum, das kann doch kein Zufall sein.....

Heiko Sprang
12. November 2015 16:07

@gygax
Ruhig Blut, ich denk schon , das ist ein guter Widerstandsschritt, an Abgeordnete zu schreiben, hab ich auch gemacht, im Frühjahr schon an Arnold Vaatz sowie den CDU-Landrat und kürzlich nochmal an den Landrat. Die Vertreter des Gegners sollte man sicher meiden. Und lassen Sie mal Pfarrer Wawerka machen, der zeigt hier mit seinem Klarnamen Gesicht auf diesem Blog.

donna_ata
12. November 2015 16:44

@t.gygax.de
Bei allem Verständnis für Ihren Unmut. Auch ich habe nicht selten die Nase voll vom "Geschreibe und Gelese" und denke: Es ist doch alles schon geschrieben und gesagt. Und ich fühle mich selber schon so übervoll von alledem.

Doch, jeder an seinem Platz und mit seinen Mitteln! Das ist meine Devise in diesem verzweifelten Kampf. Die wenigsten können aus diesem System wirklich aussteigen, auch ich nicht (noch nicht?) Für mich ist die Tatsache, daß hier ein Pfarrer mitdiskutiert - und das nicht unter einem Pseudonym - etwas sehr Hoffnungsvolles!
Und so verstehe ich auch mein eigenes Denken und Tun. Ich weiß, daß es nichts besonders Mutiges ist, und doch empfinde ich eine Form von Zufriedenheit, wenn ich einen Teil meines in diesem System erarbeiteten Lohnes für unsere Projekte gebe und diesem System damit entziehe.

Winston Smith 78699
12. November 2015 17:15

Menschen werden bisweilen gegen ihren Willen versammelt, in Gefängnissen, Lagern, Kasernen. Oder sie begeben sich aus pragmatischen Gründen in Transportmitteln oder zur Arbeit auf engem Raum zueinander, ob nun aus eigenem Willen oder gegen ihn. Schließlich kann es auch noch um Weitergabe von Information oder Jagd gehen, doch bereits diese Sozialformen sind schwer von gewissen Zügen von Staatlichkeit oder Ritus zu trennen.

Alle sonstigen Zusammenkünfte, zum gemeinsamen Speisen, zum Tanz oder gemeinsamen Singen, haben einen rituellen Zug der protomilitärischen Versammlung. Ein ländlicher Gottesdienst war früher genauso auch Heiratsmarkt, Anlaß zum Stammtisch und Schau der körperlichen und geistigen Verfassung der Gemeinschaft mit Blick auf die kollektive Arbeitskraft und Wehrhaftigkeit. (Hierzu hätte ich gerne Andreas Vonderachs fundierte Meinung.)

Wenn nun der Vorwurf kommt, eine solche Aktion sei zwar friedlich, aber eben lediglich noch friedlich, und zugleich bereits eine stille Drohung durch Aufmarsch einer zukünftigen Truppe (eine Ankündigung möglicher Gewalt), so kann erwidert werden, dass dieser Vorwurf ebenso an jedes gemeinsame Friedensgebet und jede Lichterkette gehen könnte - wozu sonst zeigt sich eine Gruppe dann als Ganzes, als letztlich auch um sich und anderen ihre potentielle Schlagkraft zu zeigen?

Dem weitere Vorwurf, die stille Drohung gehe hier aber doch gegen Menschen, wehrlose und hilflose noch dazu, könnte man sich verschieden stellen. Zum Einen könnte man erwidern, dass ein Gebet oder eine Proklamation für eine Gruppe oder für bestimmte Ideale im Normalfall auch zugleich Gebet, Proklamation gegen eine andere Gruppe und gegen andere Ideale ist, auch wenn genau dies gerne verschwiegen wird, wenn man zu den "Guten" gehört. Zum anderen ist dieses konkrete "Gegen" natürlich auch ein "Für", nämlich für das kulturelle und vielleicht auch materielle Wohlergehen und Überleben der einheimischen Kinder - nur dass Zukunft und Folgen eben schlecht fotografierbar sind.

Das Problem beider Rechtfertigungen hat mit Nähe und Distanz zu tun, mit Konkretheit und Abstraktheit und mit veränderten Rahmenbedingungen. Solange keine bedrohliche Knappheit an Gütern oder Raum herrscht, kann man leicht für alle sein, und dies auch, wenn der Nachschub in der Ferne oder in der Zukunft besorgt wird und man nicht sehen braucht, wie anderen etwas weggenommen wird. Für das abstrakte Ideal der Menschlichkeit kann man ebenso leicht sein, wenn unangenehme konkrete Folgen der Ausübung nicht sichtbar sind, weil weit entfernt oder zukünftig. Hierin zeigt sich einige Heuchelei hinter den wohlklingenden Idealen und dem Gebaren von Kirchenleuten und staatlich Verantwortlichen.

Die Sachsen, die für ihre Kinder, Heimat und Zukunft eintreten, sehen sich mit dem Problem konfrontiert, dass sie in Zeiten des exponentiellen Anstiegs der Weltbevölkerung zu den ersten gehören, an denen Situation sichtbar ist, dass dieses Für unter Umständen auch ein konkretes Gegen sein muß. Das Aufwachen in der globalen Wirklichkeit ist schmerzhaft, und hierin sind sie, die ihr intimes Eigenstes bedroht fühlen, entgegen der Propaganda den Schöngeistern sogar voraus. Es gibt weitere, schwer in kurzen Sätzen vermittelbare Argumente für den konservativen Schutz des Eigenen, etwa das der Komplexität.

Ein Ökosystem ist auch in seinem natürlichen Wandel komplexer, als Menschen es zu erfassen vermögen, und einmal durch hastige künstliche Eingriffe zerstört, wird es sich nicht als solches erholen und eine andrere, ähnlich reichhaltige Gestalt erst wieder in ferner Zukunft finden. Auch ein regional kulturelles System von Sprache, Dialekt, Brauchtum, Landschaft, Geschichte, Liedgut und so weiter hat eine gegen unendlich strebende Komplexität. Die vielbesungene Vielfalt ist nicht nur Multi- oder Interkulturalität, sondern auch monokulturelle Tiefe, Referenzialität, Vernetztheit, Verzweigtheit. In diesem Sinne sollte man nichtbanale Beispielantworten auf die Frage "Was ist deutsch?" sammeln und zeigen, was wirklich bedroht ist.

Schließlich ist es den Aktivisten doch positiv anzurechnen, dass sie sich zeigen, bevor das Heim belegt wurde und unschuldige Frauen und Kinder durch sich durch ihre Gegenwart bedroht fühlen.

Hugo Treffner
12. November 2015 17:27

@ donna_alta

Man darf nicht glauben, eine Idee könne durch den Beweis ihrer Richtigkeit selbst bei gebildeten Geistern Wirkungen erzielen. Man wird davon überzeugt, wenn man sieht, wie wenig Einfluß die klarste Beweisführung auf die Mehrzahl der Menschen hat. Der unumstößliche Beweis kann von einem geübten Zuhörer angenommen worden sein, aber das Unbewußte in ihm wird ihn schnell zu seinen ursprünglichen Anschauungen zurückführen. Sehen wir ihn nach einigen Tagen wieder, wird er aufs neue mit genau denselben Worten seine Einwände vorbringen. Er steht tatsächlich unter dem Einfluß früherer Anschauungen, die aus Gefühlen gewachsen sind; und nur sie wirken auf die Motive unserer Worte und Taten.

Es ist überflüssig zu bemerken, daß die Unfähigkeit der Massen, richtig zu urteilen, ihnen jede Möglichkeit kritischen Geistes raubt, das heißt, die Fähigkeit, Wahrheit und Irrtum voneinander zu unterscheiden und ein scharfes Urteil abzugeben. Die Urteile, die die Massen annehmen, sind nur aufgedrängt, niemals geprüfte Urteile. Viele einzelne erheben sich in dieser Beziehung nicht über die Masse. Die Leichtigkeit, mit der gewisse Meinungen allgemein werden, hängt vor allem mit der Unfähigkeit der meisten Menschen zusammen, sich auf Grund ihrer besonderen Schlüsse eine eigene Meinung zu bilden. (Gustave le Bon)

https://www.gleichsatz.de/b-u-t/spdk/glebon.html

jacky
12. November 2015 17:29

@ Kolibri

Deutsche Äcker als Spekulationsobjekt
https://stopesm.blogspot.de/2013/11/deutsche-acker-als-spekulationsobjekt.html#.UofpzieFcSl

So kommen die Heuschrecken mit wertlosem Scheingeld zu Sachwerten.
Mit der Konzentration von Ackerland in der Hand von Bankstern/Spekulanten dürfte klar sein, in welche Richtung der Preis von Lebensmitteln demnächst nur noch gehen kann. Futures auf Lebensmittel und die Tatsache, dass zur "Rettung" des Klimas Lebensmittel für Biogas oder Sprit ver­ballert werden, tun ein Übriges. Dass dieser Trend sich wohl nicht mehr wird umkehren lassen angesichts einer bankrotten Politik , liegt auf der Hand. Erst wenn Ottonormaldeutsch merkt, dass er nichts mehr zu fressen hat....

Aber was geschieht hier wirklich? Es wird im wahrsten Sinne des Wortes der Boden bereitet für Monsanto, Syngenta, BASF und Co. Zunächst werden wir mit dem Freihandelsabkommen eine gesetzliche Liberalisierung von Gentechnisch veränderten Pflanzen bekommen. Mit anderen Worten, das EU-Recht wird den Gesetzgeber in Deutschland dazu zwingen, Gentechnik zu erlauben. Dann werden die aktuellen Eigentümer, also die Finanzgesellschaften, ihre Besitzungen mit satten Gewinnen an die genannten Multis verkaufen.

Wer an Spekulanten und Heuschrecken auch nur eine Hand breit Boden verkauft ist ebenfalls ein Verbrecher, denn um des schnellen Profits und aus Gier, verkauft man keinen Grund und Boden.
Das sollte uns klar sein, oder sind wir schon so beschränkt, dass wir immer noch meinen, Lebensmittel haben zu müssen, die tausende Kilometer von uns erzeugt wurden. Frage an Alle: Müssen wir Weihnachten "frische Erdbeeren" oder ähnliches haben?

ulex
12. November 2015 17:32

Wer am Samstag in Dresden ist und Lust auf ein wenig Spaß hat - die Übigauer helfen dem Dresdner OB beim innerhäuslichen Umzug. Find ich persönlich das Witzigste das bislang gestartet wurde:

"Am Sonnabend, nach dem Mittagessen werden wir gestärkt nach Klotzsche aufbrechen um Dirk unsere Hilfe anzubieten. Gegen 13 Uhr sollten wir dort sein. Wer möchte kommt vorbei, Bananenkisten nicht vergessen, wir denken 15 reichen dafür aus. Wir bilden nach Möglichkeit Fahrgemeinschaften.

Koordination der Aktion "Wir helfen Dirk" (Bitte vorherige Posts lesen) am Freitag zuvor an der Halle und gern hier über Message. Es soll ja auch Früchte tragen. Dirk H. kann alleine seine Wohnung nicht umräumen, Übigau unterstützt natürlich. Alle Helfer Welcome!"

Hintergrund ist das hier:

"Auf die Frage, ob Hilbert in seinem Haus in Klotzsche Flüchtlinge aufnehmen will, antwortet er ausweichend: „Ich denke da immer mal wieder drüber nach. Da müssten wir aber in größerer Form umräumen, um eine halbwegs abgeschlossene Einheit anbieten zu können. Sonst ergibt es für Flüchtlinge keinen Sinn.“
ENDE ZITAT SZ ■■

https://m.sz-online.de/…/asylunterkuenfte-dringend-gesucht-3…

ingres
12. November 2015 17:48

>> umgekehrt gibt sich das Volk auch wenig Mühe, sich vernünftig zu artikulieren.

Also ich weiß nicht, jeder der seinen Beruf ausübt sollte eigentlich über eine Mindestqualifikation und Eignung verfügen. Die gegenwärtige Politik wäre aber alleine bereits von einer solchen Idiotie (wenn es eben überhaupt mit rechten Dingen zugeht), dass man nicht davon ausgehen kann, dass am anderen Ende geeignete Personen zu erreichen sind. Es ist doch eigentlich viel zu albern sich überhaupt rational mit dieser Politik auseinanderzusetzen. Man macht sich doch lächerlich. Man kann das doch nicht für bare Münze nehmen. Was soll ich mich mit Leuten auseinandersetzen, die eine Politik betreiben, die einen Widerspruch nach dem anderen und eine Absurdität nach der anderen produziert. Wieso kann ich mich mit jemandem auseinandersetzen, den ich, falls der seine Politik ernst meint, für einen Vollidioten halten muß. Nein für eine kommunikative Auseinandersetzung müssen gewisse Mindestanforderungen erfüllt sein. Und da diese nicht erfüllt sind, läßt sich das auch nicht mehr kommunikativ lösen. Entweder sie stürzen oder werden abgewählt oder ... das wäre schlecht.

Frank
12. November 2015 17:48

Sehr schön fand ich auch die Vorfeldaktion von unseren schwedischen Kameraden, diese haben die Invasoren bereits bei bzw. vor ihrer Ankunft in Europa mit Flugblättern darauf hingewiesen, daß es in Schweden weder Arbeit, Wohnung noch Geld gibt und sich eine Weiterfahrt nicht lohnt. Willkommen wären sie in Schweden auch nicht.

Diese Idee ist nachahmenswert, warum klären wir "unsere" Asylanten nicht darüber auf weshalb die Machtelite sie nach Deutschland und Europa geholt hat (Humankapital, Wirtschaftsfaktor usw.) und wer sich an ihnen eine goldene Nase verdient. Ich bin zwar kein Intellektueller, aber als bodenständiger Arbeiter glaube ich, daß eine solche Informationskampange für reichlich Zündstoff sorgen könnte. Die Flugblätter müßten allerdings in Englisch, Farsi und arabischer Sprache verfasst werden, aber das sollte doch irgendwie machbar sein.

Hartwig
12. November 2015 18:07

@ Kolibri

Ich habe mir abgewöhnt, die Frage nach den "Ursachen" zu stellen. Fragen Sie doch besser nach den Verursachern. Das ist ein Unterschied. Sie werden feststellen, das Sie es nicht sind, der Staaten destabilisiert, Terroristen finanziert, Staatsstreiche vorbereitet, Soldaten entsendet, an Waffendeals verdient, immer neue Zinssklaven oder Arbeitsneger braucht. Sie sind es auch nicht, der mit billigem Zentralbankgeld Ackerflächen aufkauft. Und falls man meint, doch irgendwie auch zu profitieren, und sei es als Konsumtrottel, so geht auch diese Rechnung nicht auf. Die Frage nach den Verursachern führt zu recht monokausalen Ergebnissen.

Trouver
12. November 2015 18:09

In Laubegast hat die Stadt Dresden kürzlich das einzige größere Hotel in diesem beschaulichen, südöstlichen Stadtteil vor den Toren des weltberühmten Pillnitz mit seinem königlichem Schloß, für 3,6 Millionen Euro über eine stadteigene Tochterfirma erworben, um es als Asylheim zu nutzen.

.. Dresden weist mit 668 Millionen Euro eine noch größere Haftungssumme auf. Diese „Schatten-Schulden" belaufen sich damit in Dresden auf 1271 Euro pro Einwohner.
https://www.dnn.de/Dresden/Stadtpolitik/Rechnungshof-kritisiert-Schatten-Schulden-in-Dresden-und-Leipzig-am-hoechsten

Volker Spielmann
12. November 2015 18:55

Die Enteignung im Reich der Mitte und im Abendland im Vergleich

Da sich die hiesige Lizenzpresse ja darin gefällt das Kaiserreich China als Hort der Willkür, Ungerechtigkeit und Unterdrückung zu verteufeln, während sie die VSA und deren Vasallenstaaten als Verkörperung von Freiheit, Menschenliebe und Gerechtigkeit darzustellen versucht, so wollen wir die Handhabung verschiedener mehr oder weniger wichtiger Gegenstände hier und dort einmal untersuchen. Heute widmen wir uns der Frage der Enteignung: Eigentlich würde man ja hier denken, daß in China die Behörden nach Lust und Laue über den Besitz des gemeinen Volkes verfügen könnten. Doch nach dem Zeugnis der Lizenzpresse findet man dort immer wieder Häuser, die auf Großbaustellen oder in der Straßenmitte stehen, weil deren Besitzern die angebotene Entschädigung zu niedrig war und man so einfach um die Sturköpfe herum gebaut hat. Anders beispielsweise im deutschen Rumpfstaat, will dort ein Bürger sein Häuschen nicht zur Unterbringung der Scheinflüchtlinge hergeben, so wird es kurzerhand beschlagnahmt.

Hajo Blaschke
12. November 2015 19:00

@Kolibri Im Großen und Ganzen Stelle,n Sie die Situation richtig dar. Nur: ist es denn von Nachteil, dass auch in Afrika der Übergang zur effektiven, technisierten Großraumwirtschaft vollzogen wird? Wohl eher nicht. Und wenn Orientale und Neger (Bewohner von Afrika südlich der Sahara) das nicht selbst hinbekommen, dann müssen es eben Chinesen oder Blancos tun. Was dabei herauskommt, wenn Neger wieder die Landwirtschaft selbst übernehmen, kann man sich in Simbabwe bildlich anschauen. Da wird die Farm des Blanco (Weißer) enteignet, die Kühe, Schafe etc. werden aufgefressen, die letzte noch vom der Saat des Blancos generierte Ernte wird ebenfalls verzehrt und dann ..... Ja, dann kommt nichts, weil man ja für neue Ernten arbeiten muss und mit Arbeiten versaut man sich den ganzen Tag.
Man könnte natürlich auch eine Arbeitsstelle beim Chinesen oder beim Blanco annehmen und von deren Know-How nicht schlecht leben. Aber auch dann müsste man arbeiten und könnte nicht den Herrenmenschen spielen. Und mit genau dieser Intention kommen diese Herrenmenschen nach Deutschland und auch hier wollen sie nicht arbeiten, sondern von der Arbeit anderer leben. Und die anderen sind wir Deutsche. Und die Leute in Mitteldeutschland wissen das noch sehr gut und das wollen sie nicht. Deshalb gehen sie auf die Straße und das wird immer mehr und sie werden immer weniger nach polizeilicher Erlaubnis fragen. Und das wird das Ende der Merkelei werden.

Der Gutmensch
12. November 2015 19:18

Auf den Punkt gebracht: Da gibt eine gebeutelte Gemeinde das Geld, dass sie für die refugees erhält, also nicht brav einem Investor in die Hand, auf dass er ihr häßliche Container auf ihre schöne Wiese setze, sondern kauft stattdessen lieber ein unwirtschaftliches Schloss, bevor es - wie so viele schöne Herrenhäuser in den letzten Jahrzehnten - noch verfällt und jemand sich das Schnäppchen dann für einen symbolischen Euro sichert? Shocking!

Aber mein Urteilsvermögen ist getrübt, wie mir ein ausgewiesener Nicht-Verehrer neulich erst beschied; seiner uncharmanten Ansicht zufolge channele ich nämlich seit geraumer Zeit Sudel-Ede himself! Ich kann das als Medium natürlich nicht beurteilen, ich kann nur die Botschaft übermitteln: DAS KOMMT ALLES BLOß VOM WESTFERNSEHEN! www.youtube.com/watch?v=YAUGL1OSee8

JensN.
12. November 2015 19:49

@donna_alta

Ich habe nun schon öfters von Ihnen gelesen, dass Ihnen die Situation psychisch immer mehr zu schaffen macht. Als vielleicht kleinen Trost kann ich Ihnen sagen: Ich verstehe Sie vollkommen und mir geht es genauso. Ich kann für mich sagen, das der weitestgehende Verzicht auf den Konsum der Massenmedien zumindest hilfreich ist. Die Lügen, Halbwahrheiten und weinerliche Hetze dort, braucht kein Mensch. Alleine schon sich die Kommentare zu Pegida und zur AfD durchzulesen, kommt einer seelischen Folter gleich. Zudem versuchen sie permanent, den Feind grösser zu machen, als er in Wirklichkeit ist. Ich erinnere nur mal an die Lichterkette für "Flüchtlinge und gegen Rechts" am 17. Oktober in Berlin, wo sich angeblich 100.000 Verblendete daran beteiligten. Die Wahrheit ist, dass gerade mal etwa 8000 da waren und die Errichtung einer durchgängigen Menschenkette quer durch die Stadt damit scheiterte. Es wurde stattdessen Archivmaterial aus dem Jahr 2003 gesendet, was von den ARD- Verantwortlich sogar zugegeben wurde. Damals protestierten wirklich 100.000 Menschen, aber gegen den Irak- Krieg. Lange Rede, kurzer Sinn, das Beste ist konsequente Nichtbeachtung.

Das zweite was ich Ihnen raten kann ist: Suchen Sie sich Gleichgesinnte, aber nicht nur virtuell, sondern real. Gehen Sie zu Pegida und AfD- Demos, besuchen Sie auch deren kleinere Veranstaltungen wie Stammtische und Mahnwachen. Infos gibt es ja genug im Netz. Es wichtig persönlichen Konatkt zu Gleichgesinnten zu haben, das hilft ungemein. Wenn man sich tagtäglich mit solchen Leuten wie Ihrer Kollegin rumärgern muss und dazu noch die manipulierten Nachrichten sieht, kommt man sich unweigerlich vor wie im Irrenhaus, wo jeder den anderen in seinem Wahn überbieten will. Vermeiden Sie Kontakt zu solchen Leuten, zumindest dann, wenn klar ist, das bei denen kurzfristig keine Hoffnung aus Besserung besteht. Und: In Wahrheit sind wir mehr als wir glauben. Denken Sie dran, was Kubitschek im Januar 2015 in Leipzig sagte:

"Seid euch sicher, hinter jedem von euch stehen tausend Bürger aus allen Teilen Deutschlands. Tausend Bürger, die heute nicht in Leipzig sein können."

Damit entlasse ich Sie in die Nacht und hoffe für uns alle, dass wir trotz dieser dunklen Zeit unseren Seelenfrieden behalten, bzw. wiederfinden.

Gruß aus Hannover

Bran
12. November 2015 19:51

Contact High, Rumpelstilzchen:

Wenn Ihr nicht daran glaubt, dann seid Ihr es auch nicht. Ganz einfach.
Geniesst Euren Defätismus und ergebt Euch. Die Waffen zu strecken ist jederzeit möglich und ganz einfach.

Stil-Blüte
12. November 2015 20:08

@ Winston Smith 78699

...sondern auch monokulturelle Tiefe... In diesem Sinne sollte man nichtbanale Beispielantworten auf die Frage "Was ist Deutsch?" sammeln und zegen, was wirklich bedroht ist.

Ganz meiner Meinung - mit einer Einschränkung:

"nichtbanale Besipielantworten".

Banale Beispielantworten s i n d am ehesten noch der Erfahrungsschatz eines Jeden von uns:

Dazu gehören, wenn schon die Geschichte heutzutage wenig taugt, weggebrochen ist, und 'Dichter und Denker' nur zitiert, aber nicht in der Nachfolge gelebt werden Speisen, Getränke, Tiere, Pflanzen, Bäume, Blumen, Wohnungen, Steine, Erde, Laub, alltägliche Gebrauchsgegenstände und alles, was deutschsprachig ist,

Was man als Deutsch wiedererkennen kann, habe ich zunächst für mich und auch in diesem Forum rein additiv vorgestellt. Das Sammeln und Ordnen liegt uns Deutschen (s. Romantik, manch fremde Kultur/Natur hat davon profitiert, wäre eher verschütt' gegangen, hätten deutsche Entdecker, Forscher, Missionare, Archäologen sie nicht gesammelt und haftbar gemacht).

Nun gilt es, unsere deutsche Kultur, bevor sie 'museumsreif', also reines, in Vitrinen verstautes Anschauungsmaterial wird, so zu erfassen, daß sie reanimiert werden kann.

Auffällig beim Betrachten des Materials ist, daß es mindestens sechs (erweiterungs- und differnzierungsbedürftig) Eigenschaften/Tendenzen aufweist, die das, was man als deutsche Kultur bezeichnen könnte, auszeichnet:

1) allen Menschen eigen
2) ureigen, ursprünglich
3) eigen, aber teilend mit anderen, vor allem ein kultureller, mentaler sprachlicher Austausch mit ähnlichen und Nachbar-Völkern
4) angeeignet,übernommen,einverleibt von fremden bzw. anderen Kulturen bis es zur eigenen wurde
5) verkauft, vermittelt, offiziell weitergegeben an andere Völker/Kulturen bis sie nicht mehr als deutsche zu erkennen war
6) deutsche Kultur/Technik, die von anderen Ländern/Kulturen über-, entnommen (auf Deutsch mißbraucht, enteignet, ausgeraubt) wurde/wird.

Aber es gilt für mich das, was man im Deutschen als 'ahnen' bezeichnet, was mit den 'Ahnen' verwandt ist und ein selbstverrständliches 'So-Sein' meint.

So sehr ich mich auch anstrenge, meine eigene Sprache kann ich nicht als das hören, was Fremde vernehmen, ebenso wenig kann ich die eigene Mentalität ganz erfassen; ich kann sie letztendlich nur als familiär Gegebenes lieben, daher auch: Vaterland - Muttersprache: Man kann sich die Eltern nicht aussuchen.

Schildmaid
12. November 2015 20:17

@t.gygax.de und Thomas Wawerka:

Jeder einzelne Widerstandsschritt für sich genommen ist derzeit immens wichtig !

Der eine geht auf die Straße, der andere besetzt Zufahrten zu geplanten Asylunterkünften, verteilt Flugschriften im eigenen Viertel, schreibt Brandbriefe an seinen Abgeordneten oder einer klebt Aufleber an Ampeln oder geht zu Pegida etc, der andere kündigt Lügenpresse-Abos oder bildet spontan menschliche Grenzzäune oder legt Aufkleber aus (weil Aufkleben ist ja Sachbeschädigung).

Total sinnlos und ohne Effekt sind Vorhaltungen, Unterstellungen oder Vorwürfe hier im Forum.

t.gyax.de, ich gehe davon aus, daß Sie einen Pfarrer Thomas Wawerka und seinen Einsatz und Hintergrund nicht persönlich kennen. Also seien Sie nicht so schnell mit Urteilen.

Außerdem: Verbeamtet zu sein in diesen Zeiten ist nicht gerade einfach, das muss ich sagen. Einen Eid auf die Verfassung unseres Staates geleistet zu haben und ihm bei seiner verräterischen Einstellung ehrlichen Herzens noch bei Seite zu stehen ist schwer, sehr schwer.

Eckesachs
12. November 2015 20:29

Der wichtigste Aspekt dieses Artikels ist, daß sich 250 normale Bürger nicht von 10 Polizisten haben beeindrucken lassen.

Ein Schild ,,Straße betreten verboten" hätte im Westen wohl ausgereicht.

Nemo Obligatur
12. November 2015 21:06

Artikel 8, GG

"(1) Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.
(2) Für Versammlungen unter freiem Himmel kann dieses Recht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes beschränkt werden."

Ich lese (als juristischer Laie) vor allem den zweiten Absatz so, dass es einer Begründung bedarf, warum das Versammlungsrecht im Einzelfall eingeschränkt wird. In der Öffentlichkeit hat man ja gelegentlich den Eindruck, dass es sich hier um eine Art Gnadenrecht hanndelt, welches die Obrigkeit gewähren kann oder auch nicht, speziell wenn die Versammlung von Rechten oder Konservativen angemeldet wird. Die Laubegaster taten ganz recht daran, sich friedlich zu versammeln und nicht einschüchtern zu lassen. Eigentlich müssten sie einen Preis für Zivilcourage bekommen. Aber wahrscheinlich gehen sie mal wieder leer aus und der Preis geht an Anette Kahane oder so.

Thomas Wawerka
12. November 2015 21:33

Toller Film: https://jungefreiheit.de/kultur/medien/2015/die-wahrheit-ueber-die-asylkrise/

Winston Smith 78699
12. November 2015 21:35

@ Stil-Blüte

Ich versuch's mal mit zwei Beispielen.

1. Zu diesem Beispiel gehört, dass ich Jahrzehnte brauchte, um mich aus der Indoktrinierung herauszuwinden und dies zu finden, und dass wiederum dies eine Eigenschaft ist, die man als des Deutschen grüblerische, faustische, eigenbrödlerische Wahrheitssuche ansprechen könnte. Es gibt manche identitätsrelevante Lieder der Deutschen, aber meine geheime Hymne fand ich im Choral von Leuthen "Nun danket alle Gott", vom hungernden Rinckart während des langen Krieges erschaffen, in seiner Einfachheit in Melodie und Aussage noch im Geist der Lutherzeit. Der Sage singen sie es in Schicksalsstunden der Preußen und Deutschen spontan, wenn sie einmal nicht zu einem anderen Lied gezwungen werden, zuletzt wohl bei der Heimkehr der zehntausend, leider nicht zur Wende (vielleicht aber im Kleinen doch). Diese Resistenz über Jahrhunderte. Gut, es ist protestantisch und hat wenig Verbindung mit vorherigen Zeitaltern, aber immerhin zu der Zeit, in der die gemeinsame Sprache sich kanonisierte.

2. Dass man als überzeugter Linker sich fragt, was relevant und wahrhaftig genug ist, den eigenen Kindern beigebracht zu werden, bis man irgendwann mit ihnen und einem Sagenbuch durchs Mittelgebirge wandert und sie die Stellen suchen läßt, die darin beschrieben werden. Dass diese Sagen in den Wäldern mit ihren konkreten Orten und deren Gerüchen und Geräuschen gar nicht national (schon allein weil viel älter) oder politisch links oder rechts sind, sondern mal Weisheit über des Menschen Natur wie bei Äsop und mal explanatorische Tiefe über die Kräfte der Welt wie bei Homer oder Hesiod, und insofern doch politisch. Aber immer störrisch, robust und niemals verlogen. Dass man den Eindruck gewinnt, mehr brauche es für die Kinder eigentlich erstmal nicht als dies, in dem alles andere gespiegelt und mikroskopisch enthalten ist und sich offenbart, wenn man erzählt und fragt und denkt.

Das sind Beispiele von der Art, die ich meine.

Hartwig
12. November 2015 21:39

Das Wessi-Bashing ist genau so unangenehm, wie das Ossi-Bashing nach der Wende. Ich kenne viele reinrassige Ossis aller Altersklassen, die genau so verdummt sind, wie die hier hin und wieder aufblitzende Wessi-Karikatur.
Bringt Euch nicht gegeneinander in Stellung.

...sagt ein Ossi

Isarpreiß
12. November 2015 21:47

@Schildmaid:

Ich habe einen Eid auf die bayerische Verfassung geleistet, die mir immer wieder bestätigt, dass ich als rechter Lehrer im Gegensatz zu beispielsweise den meisten Journalisten und Politikern und natürlich den ganzen linken Lehrern gut zu ihr passe.

Denn was ist rechter als das:

ART. 131

(1) Die Schulen sollen nicht nur Wissen und Können vermitteln, sondern auch Herz und Charakter bilden.

(2) Oberste Bildungsziele sind Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor religiöser Überzeugung und vor der Würde des Menschen, Selbstbeherrschung, Verantwortungsgefühl und Verantwortungsfreudigkeit, Hilfsbereitschaft, Aufgeschlossenheit für alles Wahre, Gute und Schöne und Verantwortungsbewußtsein für Natur und Umwelt.

(3) Die Schüler sind im Geiste der Demokratie, in der Liebe zur bayerischen Heimat und zum deutschen Volk und im Sinne der Völkerversöhnung zu erziehen.

(4) Die Mädchen und Buben sind außerdem in der Säuglingspflege, Kindererziehung und Hauswirtschaft besonders zu unterweisen.

Ich muss laut meinem Eid nicht den verräterischen Politikern zur Seite stehen, die unser Volk gehirngewaschen und in Geiselhaft genommen haben.

Arminius Arndt
12. November 2015 21:50

Ein Schild ,,Straße betreten verboten“ hätte im Westen wohl ausgereicht.

So ein Schwachfug - das Problem ist sicher nicht eine wie auch immer geartete Autoritätshörigkeit (die ich für eher gering ausgeprägt halte), das Problem dort ist eher, 250 Personen überhaupt zusammenzubringen - man demonstriert im Westen eben nicht, wenn man nicht gerade Grüner, Öko oder Gewerkschaftsfuzzi ist. So einfach ist das.

Im übrigen wissen wir alle nicht, was die Polizei ernsthaft für Maßnahmen ergriffen hat oder aus Sicht gewisser Kreise unterlassen hat, zu ergreifen ...

Waldgänger aus Schwaben
12. November 2015 22:12

@Kolibri
Was Sie schreiben ist so alles richtig. Und es sollte sich jeder Gedanken darüber machen, ob er es mit seinem Gewissen vereinbaren kann, immer die billigsten Lebensmittel zu kaufen, ohne auf Herkunft und Produktion zu achten, und gleichzeitig zweimal im Jahr in den Urlaub zu fliegen.

Aber Ihre Argumente werden dann von Linken oft weitergeführt in der Weise:

Weil wir die Dritte Welt ausbeuten, müssen wir auch die Flüchtlinge aufnehmen.

Müssen wir nicht. Weil nicht "wir" ausbeuten sondern immer einzelne Menschen beuten aus. Es gibt keine Kollektivschuld und schon gar haften die Kinder und die ungeborenen Enkel für die Schuld der Eltern. Die Hauptlast der heutigen Politik werden diese nämlich tragen.

@Wawerka
Abgeordnete, die über die Liste eingezogen sind, müssen vor allem die Parteilinie vertreten, wenn sie wieder einen aussichtsreichen Listenplatz erhalten wollen.
Bei direkt gewählten Abgeordneten ist es anders. Diesen geht es vor allem um Erststimmen und sie sind gegenüber ihrer Partei auch unabhängiger. Wer an Abgeordnete schreiben will, sollte sich primär an den Abgeordneten oder dessen (aussichtsreichen) Gegenkandiaten seines Wahlkreises wenden.
Und noch was: Die Leute die "Hassmails und vorgefertigte Briefe aus dem Internet" versenden, können sich vielleicht nicht selbst so gut artikulieren. Vom Tisch fegen sollte ein Abgeordneter dies nicht. Er kan ja mal an den einen oder anderen zurückschreiben und schauen, ob da was mit eigenen Worten kommt.

Eckesachs
12. November 2015 23:25

@Arminius Arndt

,,man demonstriert im Westen eben nicht, wenn man nicht gerade Grüner, Öko oder Gewerkschaftsfuzzi ist. So einfach ist das."

Und genau so meine ich das auch.

Weil es eben für den normalen Bürger ,,verboten" ist.

ingres
12. November 2015 23:30

Ich muß meine bisherigen Aussagen an einer Stelle korrigieren. Es gibt grundsätzlich einen Politiker dem ich eventuell schreiben würde: Wolfgang Bosbach. Den habe ich selbst zu einer Zeit geschätzt als ich noch SPD war und die CDU gehaßt habe. Egal wie ich zu seine Ideologie stand, man merkte der Mann hat Verstand und Kompetenz, da ist was hinter. Er ist nach wie vor der einzige Politiker für den das m. E. gilt. Mir fällt sonst einfach keiner ein.

Aber natürlioch muß man sich fragen, warum auch er, trotz abweichender Äußerungen (letztens hat er die Eigenständigkeit de Maizieres verteidigt) letzlich Merkel gefolgt ist. Manche sehen ihn deshalb als Feigenblatt. Ich bin mir da nicht sicher, er ist dafür zu gut wenn er spricht. Aber was würde er tun wenn man ihm eine Mail schreibt die an Klarheit und Offenheit nichts zu wünschen übrig ließe? Er kann dóch auch nicht dem System heraus. Also würde er doch eher meine Mail-Adresse dem Verfassungsschutz weiter leiten. Oder?

herbstlicht
13. November 2015 00:05

Frank schrieb

Sehr schön fand ich auch die Vorfeldaktion von unseren schwedischen Kameraden

Hier können Sie das Flugblatt lesen --- ganz einfach, Engllisch, rechtsbündig gesetzt. Die Schwedendemokraten haben einige jeweils 4-köpfige Trupps an den Knoten des Stromes --- angefangen auf Lesbos, welche sich verdünnen, sobald sie bekanntt werden. .Wenn ich recht erinnere, macht die dänische Regierung etwas ähnliches.

Filmchen, von einem Syrer in Schweden: The Syrian refugee who says: 'Don't come to Sweden... or think carefully about it' . Die Schweden sind wohl so ähnlich, wie ich es aus meiner Heimat Oberpfalz gewohnt bin: man weiß noch nach drei Generationen, wer zugezogen ist ...

Anteile der Schwedendemokraten bei Antworten auf "wen würden Sie wählen" seit 2012 und
das neueste Ergebnis. Sentio hat übrigens im September 2014 das Ergebnis der Reichstagswahl richtig vorausgesagt.

Hildesvin
13. November 2015 00:29

Versprich mir, Heinrich! - Was ich kann! - Wie hältst Du's mit dem Hohlen Graus? Du bist ein herzlich guter Mann, allein ich denk', du hältst recht viel davon.
Ich würd' mich gern dem Teufel übergeben - wenn ich nicht selbst der Teufel wär'.

Magnus Göller
13. November 2015 02:02

WEM sollen die meist jungen, männlichen, moslemischen Zudringlinge zwangseinquartiert werden, auf Dauer?

Den Grünen und der Antifa?

Oder Patrioten, zur Umerziehung?

Ich halte das für die Kernfrage, die unsere Volksverräter (die von denen, die noch denken können) derzeit heiß umtreibt.

Gleichwohl hat auch Kolibri (liebe Grüße gen Tirol, solltest Du es sein) den Finger in die Wunde gelegt.

Jeder Meter Boden ist zu verteidigen.

Ackerboden wie Wohnungsboden.

Magnus Göller
13. November 2015 02:06

Die Viersternehotels für Zudringlinge gehen bald aus.

ingres
13. November 2015 06:27

>> Wir müssen uns alle gut wappnen, um für das, was sehr wahrscheinlich auf uns wartet, physisch und psychisch zu überleben.

Es ist zu 100% sicher, dass uns extrem Schlimmes erwartet. Aber das ist das Leben. Oder kennt jemand eine Generation die 80 Jahre gelebt hat und keiner extremen Unbill ausgesetzt war? Das würde mich jetzt interessieren. Ich bin historisch ja kaum bewandert, aber vielleicht kennt jemand hier eine solche Zeitspanne?
Meine Eltern haben die gesamte glückliche Zeit der BRD auskosten dürfen und sind nun beide mit knapp 90 bzw.knapp über 90 gestorben. Aber sie hatten die Zeit von 1933.45 und meine Mutter noch 5 Jahre Karaganda zur Stalinzeit (obwohl sie über die Russen nie etwas schlechtes zu berichten wußte).
Ich mache mir keine Gedanken, denn es ist halt wie es ist. Ein niemals erwarteter Albtraum. Aber ich muß sagen, dass ich meine Sinne unglaublich geschärft fühle. Und wie sagt Camus in "Der Mensch in der Revolte": Nur im Kampf findet der Mensch zu sich selbst".

Nina
13. November 2015 06:57

Hoffentlich wird es in Laubegast keine Welcome Refugee Partys geben.
https://welcome.blogsport.de/2015/11/10/stellungnahme-zur-party-am-7-november/

Kolibri
13. November 2015 07:07

@Waldgänger aus Schwaben

"Aber Ihre Argumente werden dann von Linken oft weitergeführt in der Weise"

Stimmt, aus diesem Grund habe ich dies auch hier eingestellt, damit diesbezüglich Klarheit geschaffen werden kann, und um anschaulich zu machen wie absurd das ganze Wirtschaftssystem agiert, dem entgegen gesteuert werden muss.

Hat doch schon Frau Merkel gesagt: "Europa, ist nicht unbeteiligt und müsse sich jetzt um die Flüchtlinge kümmern."
Diese Rede von ihr hab ich nicht verdaut, zumal ich selber in Lebensmittelproduktion u. Landwirtschaft tätig bin und daher weiß, dass jedes nur erdenkliche Mittel angewandt wird um uns zum Aufgeben zu zwingen, und uns somit in eine Abhängigkeit hinein zu treiben.
Es war nicht Europa, wie Frau Merkel sagt, sondern wiederum die Hochfinanz, die nur allzu gern von unseren Regierungen unterstützt wurden und werden,
Gewinne privatisieren Schulden sozialisieren. Danke! Es reicht!
Dem stell ich mich vehement entgegen.
Wir brauchen keine Fachkräfte aus anderen Ländern, die dann wiederum mit den in ihren Ländern erzeugten Nahrungsmitteln alimentiert werden müssen, die Kosten dafür aber das Volk zu bezahlen hätte.
Graf Dragula soll die Druckerpresse an schmeißen und noch ein paar so lumpige. nichtswertige Scheinchen drucken, dann schafft Mutti das schon.

Der Widerstand findet in vielen Bereichen schon statt, deshalb lassen wir uns nicht entmutigen, ich denke, wir wissen oft nur nicht, wie viele wir schon sind, die auf irgendeine Weise Widerstand leisten, nicht jeder schreibt im Netz oder publiziert dies.

Und genug mit dieser Erzeugung von Schuldgefühlen, für Entscheidungen die andere treffen übernehme ich keine Verantwortung, dafür stehen sie gefälligst selber gerade stehen.

Arminius Arndt
13. November 2015 07:24

Weil es eben für den normalen Bürger ,,verboten“ ist.

@Eckesachs,
Das hat mit "Verbot" eigentlich nichts zu tun. Es wird als sinnlose Zeitvergeudung erachtet und ist auch nicht im Repertoire der eigenen Verhaltens- und Ausdrucksweisen verankert, eher typisch deutsch sogar urdeutsch also, wenn man es genau betrachtet (vgl. den bekannten Ausspruch von Lenin über die Deutschen). Und so sieht es wohl übrigens auch die mehr als deutliche Mehrheit in Mitteldeutschland. Man muss nur ein bisschen rechnen können. Dresden hat über 500.000 Einwohner. Selbst wenn mal 30tsd bei Pegida sind, dann bleiben immer noch deutlich mehr als 90% zu Hause. Von den Faktoren, dass bei Pegida bei Leibe nicht nur Dresdner mitlaufen sondern aus halb Deutschland Leute deswegen da hin fahren, möchte ich noch nicht einmal anfangen. Es sind in Mitteldeutschland auch vor allem die paar Leute, die anno 89 den Eindruck gewannen, als ob sie damals etwas bewirkt hätten ... Irrtum sprach der Igel als er ... etc.
Das, was damals aufgrund der damaligen Rahmenbedingungen möglich war, ist heute (noch lange) nicht möglich.

Aber egal, ich schließe mich Hartwig an, der geschrieben hat:

Das Wessi-Bashing ist genau so unangenehm, wie das Ossi-Bashing nach der Wende. Ich kenne viele reinrassige Ossis aller Altersklassen, die genau so verdummt sind, wie die hier hin und wieder aufblitzende Wessi-Karikatur.
Bringt Euch nicht gegeneinander in Stellung.

…sagt ein Ossi

donna_alta
13. November 2015 09:41

Lieber JensN.
Das tut sehr wohl, wie Sie mich verstanden haben. Ja, ich leide Schmerzen ob des alltäglichen Irrsinns. Und ich spüre auch, wie ich täglich vielfach schwanke zwischen leiser Hoffnung und tiefer Verzweiflung. Schon lange befolge ich Ihre Ratschläge, sonst würde ich nicht mehr durch den Tag kommen.
Und dann ist da natürlich der Ärger über die eigene Hilflosigkeit. Doch der Mut wird mit jedem Schrittchen größer, das stärkt auch die eigene Widerstandskraft. Auch wenn die Ereignisse uns ja sehr treiben, bleibt nichts anderes übrig, als diese Schritte weiter zu gehen, einen nach dem anderen. Ich habe schon einige Demos besucht und gespürt, dass diese Stunden des "gemeinschaftlichen Inseldaseins" unter Gleichgesinnten vor allem meine Seele stärken. Mein Mann - bis vor einigen Monaten noch überzeugter, sozialdemokratisch denkender und wählender Gutmensch - steht nunmehr auf meiner Seite! Das ist mein größter Erfolg, auch wenn er mich bis jetzt noch nie auf eine Demo begleitet hat. Er hinkt halt noch ein paar Schritte hinterher ;-)

Diese virtuelle Gemeinschaft auf SiN ist ebenfalls sehr wichtig für mich und vielleicht stehen wir ja zusammen bei der nächten AfD-Demo in Erfurt am 18.11.? Hannover ist doch nicht so weit!

Rumpelstilzchen
13. November 2015 09:42

Wer soll das alles bezahlen ?
https://mopo24.de/#!nachrichten/versammlung-asylheim-dresden-laubegast-26146
Wie ist eigentlich die Situation in Heidenau ? Gibt es weitere Erfahrungsberichte ?

ulex
13. November 2015 10:34

Vielleicht noch eine wichtige Einstufung der Bürger-Ini Laubegast selber:

"Die Laubegaster zeigen Gesicht. Und jeder konnte sehen, hier laufen keine Nazis oder "besorgte Bürger" sondern eine mündige Einwohnerschaft, die Gehör verlangt."

Ich denk dies ist für das Selbstverständnis sehr wichtig.

Hildesvin
13. November 2015 18:28

Briefe an Abgeordnete, die etwas anderes als Huldigungen beinhalten?
Ich müßte ja - nuförtiden - gänzlich besengt sein.
Erstens geht es denen ausnahmlos am Gesäß vorbei, und zweitens sind denen Namen und Adressen Anderdenkender gar sehr recht willkommen.
P.S. Danke dafür, daß mein abgewandeltes Faust-Zitat durchgelassen wurde. Der Skatspieler pflegt zu sagen: Was liegt, liegt.

Stil-Blüte
17. November 2015 18:54

@ Winston Smith 78669

Danke, habe verstanden.

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