25. November 2015

Sezession 69 ist erschienen!

Nils Wegner / 11 Kommentare

sez69Heute geht die Dezemberausgabe der Sezession in den Versand. Das offene Heft ist ein würdiger Abschluß des Jahrgangs 2015 und eröffnet insbesondere Perspektiven auf bislang wenig behandelte Themenfelder – ganz im Sinne Götz Kubitscheks, der im Editorial »eigentümliches und ordnendes Denken« einfordert, was bereits Michael Wiesbergs folgendes Streiflicht zu den Paris-Anschlägen des 13. November bestimmt.

Nils Wegner

Nils Wegner ist studierter Historiker und arbeitet als Übersetzer und Lektor.

+ Das Autorenporträt aus der Feder von Mag. Wolfgang Dvorak-Stocker behandelt mit Michail Bulgakow (Der Meister und Margarita) einen der großen Vertreter phantastischer und grotesker Literatur in der Sowjetunion.

+ Der Rechtsphilosoph Prof. Dr. Johannes Braun befaßt sich mit den Mechanismen der politischen Verhaltenssteuerung und »sozialen Lenkung« – er warnt vor »Erziehung und Umerziehung als Staatsziel«.

+ Martin Lichtmesz stellt einige wichtige Dinge im Hinblick auf die gegenwärtige Lage in Deutschland und Europa klar, insbesondere im Hinblick auf die von Medien und Politik absichtlich und massiv befeuerte kognitive Dissonanz zwischen eingebleutem "Refugees welcome"–Freudentaumel und realen Härten der multikulturellen Abwärtsspirale.

+ Andreas Lombard hat sich mit dem vordergründig "engagierten" Theaterstück »Fear« befaßt, das PEGIDA, AfD, den »NSU« und Zombieinvasionen in eine Reihe stellt.

+ Die Dozentin Lore Waldvogel beschäftigt sich mit der Lehre Carl Gustav Jungs und den aus ihr zu ziehenden Schlüssen über eine deutsche »Volksseele«.

+ Im Bildteil finden sich Werke des mährischen Malers Alphonse Mucha (1860–1939); Dr. Erik Lehnerts begleitender Text nimmt insbesondere sein »Slawisches Epos« in den Blick.

+ Benedikt Kaiser geht der Frage nach, ob es im globalen politischen System möglich ist, Enklaven zu bilden, die auf alternativen Herrschafts- und Wirtschaftsmodellen fußen und der Konzeption des klassischen Nationalstaates entgegengesetzt sind. Im Fokus steht dabei die kurdische Frage.

+ Dr. Stefan Scheil beleuchtet in einem Grundlagenartikel die Arbeit Lorenz Jägers von der FAZ an einer »Theologie des Weltbürgerkriegs«.

+ Der Autor dieser Zeilen liefert einen Überblick über die weitläufige Landschaft der intellektuellen, rechten Dissidenz in den Vereinigten Staaten – Denker und Organe, die »den Schmelztiegel entmischen« wollen.

+ Konrad Gill beschreibt Gedanken und Geschichten hinter den über ganz Mitteleuropa verteilten Stauferstelen, die an das legendäre Herrschergeschlecht gemahnen.

+ Prof. Dr. Günter Scholdt widmet sich im 11. Beitrag der Reihe »Vor dem Bücherschrank« Heinrich Manns Der Untertan: Epochentypus oder generelle humanpsychologische Skizze?

+ Im Rezensionsteil finden sich diesmal unter anderem Boris Sawinkows Das fahle Pferd. Roman eines Terroristen, der neue Roman von Helmut Krausser, Alexander Kissler, die aktuelle Ausgabe der Neuen Ordnung sowie Neuerscheinungen der Häuser Matthes & Seitz Berlin, Karolinger und Mittler. (Hier entlang zu einer Gesamtauswahl der in Ausgaben der Sezession rezensierten Literatur!)

Abonnenten sollten das Heft in den nächsten Tagen erhalten; Einzelbestellungen und die Einsicht in das Inhaltsverzeichnis sind hier möglich. Ein Jahresabonnement des kommenden Jahrgangs 2016 innerhalb Deutschlands und Österreichs kostet 50 Euro, ermäßigt für Nichtverdiener 35 Euro (jeweils inkl. Porto); drei ältere Hefte gibt es zudem als Prämie.


Nils Wegner

Nils Wegner ist studierter Historiker und arbeitet als Übersetzer und Lektor.


Kommentare (11)

Nemo Obligatur
25. November 2015 21:00

Sehr schön. Dem Inhaltsverzeichnis nach ist das wieder ein hochinteressantes Heft mit einem breiten Themenspektrum. Ich freue mich besonders auf die Beiträge von Lichtmesz und Dvorak-Stocker, lasse mich aber auch gerne von den anderen Themen überraschen und inspirieren.

Stil-Blüte
29. November 2015 00:40

Das Heft in die Hand zu nehmen und sich darin zu vertiefen, ist doch etwas feineres als über dergleichen Themen im Netz zu lesen. Das, was so lapidar als das 'Haptische' bezeichnet wird, ist verwandelter Geist wie Architektur, buchstäblich begreifbar. Der Wiedererkennungswert der Hefte, der schöne Wechsel in der Dauer - all das macht eine gute Lektüre aus. Und, alle Beiträge noch nicht gelesen, Lichtmesz' Beitrtag - um nur einen zu nennen, publizistischer, philosophischer Könner allererster Güte, der in gedruckter Form ganz besonders 'in Form' ist.

Liebe Teilnehmer dieser Seite: Sezession 69 kaufen!

Brettenbacher
29. November 2015 10:03

"Das Heft in die Hand zu nehmen.... ist doch etwas feineres... ."

LA CARTA CANTA sagt der Italiener

Bernhard
29. November 2015 12:56

Besonders gefreut habe ich mich über den Bericht über unsere Geistesverwandten in den USA von Nils Wegner. Vielleicht kann man da öfter und vertiefend berichten?

Z.B. auch über die verschiedenen Sezessionsbewegungen, wie die "League of the South" oder über Schriftsteller von Lloyd E. Lenard ("The Last Confederate Flag") über Gregory Kay ("The Third Revolution") bis Billy Roper ("Hasten the Day").

Immerhin hat H.A. Covington damit begonnen, seine Ideen einer Nordwestrepublik in die Tat umszusetzen. Es sind schon Hunderte in die äußersten nordwestlichen Bundesstaaten ausgewandert, um eine Basis für den neuen weißen Staat zu begründen. Covington hat als einziger eine sehr detaillierte Vorstellung und Planung.

Was noch anzumerken wäre: Die Rechten in den USA sind, wie bei uns, mehr oder weniger zerstritten.

Urwinkel
29. November 2015 19:19

Angekommen, durchblättert; hängengeblieben erstmal bei den Buchrezensionen. Das Heft noch regenklamm, dank Pisswetter. Das unvergleichliche Format stabilisiert sich erfahrungsgemäß wieder nach Trocknung. Rezi, S. 52 "Wie es rauscht!" von E. Kositza. Ein passendes Geschenk-Buch zum Jahresausklang für Leute, die immer freimütig, selbstlos und allwissend behaupten "clean" zu sein --> Erhaben über den Dingen stehend. Bitte lest' dieses offene Heft.

enricolevi
29. November 2015 20:04

Die "Rechten" in den USA? Ich kenne sie nicht, denn ich kann Euer Heft hier nicht beziehen, da ich weit im Ausland lebe.

Ich fände es aber nicht verkehrt, wenn die Rechten und Recht-Gläubigen in Deutschland ab und zu auch auf die echten amerikanischen Patrioten hören würden, die es tatsächlich - man wundert sich - anscheinend sogar in amerikanischen Geheimdienstkreisen noch gibt; es handelt sich um Personen, die jedoch gemeinhin keineswegs als "rechts" gelten. Edward Snowden ist einer von Ihnen, er hat auf die amerikanische Verfassung geschworen und hält sich daran und das ist gut so.

Ray Mc Govern ist ein anderer. Er hat 25 Jahre lang mehrere amerikanische Präsidenten gebrieft. Was er uns zu sagen hat, sollten auch deutsche Patrioten sich zu Herzen nehmen. Ich denke, die Probleme, mit denen wir Deutschland zu tun haben, sind so verschieden nicht zu jenen, die sich echten amerikanischen Patrioten (und damit sind sicher nicht die verrückten Globalisten & Universalisten wie Barnett, Friedman, Wolfowitz usw. gemeint) stellen. Die Kardinalfrage ist: "Wie werden Flüchtlinge gemacht?"
Die Antwort lautet "Lügen, Lügen, Lügen".

Der Vortrag von Ray Mc Govern ist sehr erhellend:
<a href="https://youtu.be/_EDknszjcNY

Mc Govern zitiert auf Deutsch (!) aus den
Moabiter Sonetten des Albrecht Haushofer:

Schuld

Ich trage leicht an dem, was das Gericht
mir Schuld benennen wird: an Plan und Sorgen.
Verbrecher wär' ich, hätt' ich für das Morgen
des Volkes nicht geplant aus eigner Pflicht.

Doch schuldig bin ich anders als ihr denkt,
ich mußte früher meine Pflicht erkennen,
ich mußte schärfer Unheil Unheil nennen –
mein Urteil hab ich viel zu lang gelenkt …

Ich klage mich in meinem Herzen an:
Ich habe mein Gewissen lang betrogen,
ich hab mich selbst und andere belogen –

ich kannte früh des Jammers ganze Bahn –
ich hab gewarnt – nicht hart genug und klar!
Und heute weiß ich, was ich schuldig war

Stil-Blüte
30. November 2015 14:18

@ enricolevi

denn ich kann Eurer Heft nicht beziehen

Nichts leichter als das Gegenteil: Teilen Sie dem Verlag Ihre Adresse mit und ich bin sicher, Ihnen werden die Hefte 'Sezession' zugeschickt. Garantiert!

Unter Gutmenschen
30. November 2015 23:32

Martin Lichtmesz Artikel ist so treffend und auch alltäglich anwendbar:
Ich lese seinen Artikel und mein 10jähriger Sohn erzählt mir kurz darauf, sein bester Freund, mit dessen Eltern wir ebenfalls befreundet sind und mit denen ich schon heftig über die Invasion debattiert hatte, belehrt ihn, dass "die Linken die Guten sind und die Rechten die Bösen". Da kann man Martin Lichtmesz Artikel gleich praktisch anwenden zur Immunisierung des Nachwuchses...

KlaasAvenstaken
5. Dezember 2015 09:55

Über den Artikel von Herrn Wegner hab ich mich auch gefreut. Man hätte noch RedIceRadio und TheRightStuff.biz erwähnen können. Für viele hier könnte die Lektüre der Augenöffner sein, sozusagen das fehlende Puzzleteil ersichtlich machen. Die Hälfte des Sezessionskommentarbereichs würde bei unseren Brüdern in Amerika unter "Cuckservative" kategorisiert werden.

White Survival
6. Dezember 2015 14:28

@ KlaasAvenstaken

Volle Zustimmung. Ich bin u. a. Abonnent von RedIceRadio und Mitglied der League of the South. von VDare.com bis Ramz Paul, von Right On bis zum Ulster Institute of Social Research gibt es im rechten Bereich eine immer noch wachsende Zahl an guten Seiten, prall gefüllt mit Lesenswertem.

Vielleicht ist diese Vielzahl, die man nicht einmal annähernd überfliegen kann, ein Problem. Auf jeden Fall sollte man hier dabei sein, weil nebenbei - quasi von unten - so etwas wie eine "Internationale der Weißen" entsteht.

Einige Seiten, wie Counter Currents Publishing oder The Occidental Observer bieten auch Artikelübersetzungen in vielen anderen Sprachen, darunter Deutsch, an.

Rheinländer
6. Dezember 2015 14:28

Der Text "C.G. Jung und die deutsche Seele" von Lore Waldvogel hat mir sehr gut gefallen.

Bitte mehr davon.

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