Sezession
26. November 2015

Ein Wort zu einprozent.de, oder: 10 000 Euro nach Österreich

Götz Kubitschek / 28 Kommentare

einprozentEs ist zwei Wochen her, daß unter der Führung von Philip Stein (gelegentlicher Autor unseres Netz-Tagebuchs) das Projekt "Ein Prozent für unser Land" vorgestellt wurde. Ich telefonierte eben mit Stein: Die Grundidee ist von Zigtausenden sofort begriffen und umgesetzt worden, der Rücklauf ist überwältigend. Die Identitäre Bewegung Österreichs ist nun die erste Organisation, die finanziell in ordentlichem Umfang unterstützt werden konnte:

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Am Rande einer großen identitären Demonstration und symbolischen Grenzschließung in Spielfeld an der Grenze zu Slowenien demolierte die Antifa rund 80 Autos, teils von Anwohnern, vor allem aber von Teilnehmern der Demo. Aufgeschlitzte Reifen, zerschlagene Scheiben, abgerissene Seitenspiegel, zerkratzter Lack – der Schaden ist immens und hat nun eine Welle der Solidarität ausgelöst.

"Ein Prozent für unser Land" ist genau für solche Fälle ins Leben gerufen worden. "Wir halten zu denen, die für uns den Kopf hinhalten!" – das ist die Parole, und der Spendenaufruf von einprozent.de hat binnen einer Woche 10 000 € eingebracht, die nun an die Identitären in Österreich überwiesen worden sind. Dies gelang, obwohl das Projekt bisher nur von Jürgen Elsässer, einigen kleineren Seiten und uns unterstützt und publik gemacht worden ist.

In einem kurzen Videointerview, gedreht auf unserem Kongreß vom vergangenen Wochenende, bedanken sich die beiden Sellners von der IBÖ für die Unterstützung (hier ansehen). Das alles ist undramatisch, unkompliziert möglich und so sehr naheliegend. Komisch, daß wir nicht viel früher darauf kamen.

Wer sich einprozent.de anschauen will, kann das hier auf der Internetseite und hier bei facebook tun. Die versammelten Videos sind hier zu sehen.

Und in Spielfeld selbst war das Kamerateam von einprozent.de natürlich auch mit dabei, der Film ist fertig, hier ist er:


Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Kommentare (28)

Arminius Arndt
26. November 2015 09:55

... ich warte auf die ersten, die motzen, dass Kohle nach Österreich ging ;)

Spaß bei Seite, schön etwas dazu auch hier wieder zu lesen, dachte fast, dass geht jetzt ein bisschen unter, in all dem anderen und schön auch zu lesen, dass gleich etwas dabei herum kam, wie man in meinen Gegenden zu sagen pflegt.

Pasquill
26. November 2015 10:09

Verehrte Sezession,

auch ich bin über die niedrige Schwelle gesprungen, die "einprozent.de" in voller Absicht errichtet hat - wie Herr Kubitschek schrieb -, und habe mich umgehend als Unterstützerin angemeldet, als ich von dem Projekt erfuhr. Daher überrascht und erfreut mich die prompte und starke Resonanz, welche diese in der Tat so naheliegende Idee hervorgerufen hat.
Gerade für die (noch) Vorsichtigen wie mich, die ihr Gesicht vorerst verborgen halten, ist es wichtig, den Mutigen mit dem offenen Visier den Rücken zu stärken.

Meine bisherigen Versuche, im Privaten in Sachen "Flüchtlingskrise" und Deutschenhass Flagge zu zeigen, führte schon zu ersten Distanzierungen, Nazivorwürfen und ungläubigem Kopfschütteln. An meiner Arbeitsstätte käme ein "Outing" als Kritikerin des Immigrantenwahnsinns beruflichem Selbstmord gleich.

Als zunehmend begeisterte Leserin von Sezession, Compact und PI - darin besteht inzwischen meine Morgenlektüre - hoffe ich, im kommenden Jahr an den Konferenzen teilnehmen zu können, welche ich dieses Jahr versäumt habe (IfS wegen Überfüllung, Compact wegen Erkrankung). Es wäre ein weiterer kleiner Schritt dahin, das Visier zu lüften.

Mit den besten Wünschen

Pasquill

Hartwig
26. November 2015 10:14

Kleine-Hartlage hat das ja schon öfter thematisiert: Die Rechte (die bürgerlichen Konservativen) und das Geld.
Sollte eigentlich in Hülle und Fülle vorhanden sein, wenn man immer wieder liesst und hört, dass man aus Rücksicht auf seine Stellung und Karriere in der Deckung bleibt. "Stellung und Karriere" klingt nach gutem Einkommen. Ein Prozent, am besten vom Brutto. Bei mir ist das weniger als ein Kinonachmittag mit der ganzen Familie. Sollte trotzdem drin sein.

niekisch
26. November 2015 11:54

Als prekärer Leistungsempfänger der Deutschen Rentenversicherung Bund kann ich leider das Projekt EINPROZENT nur ideell unterstützen und das tue ich gerne aus Überzeugung im Rahmen meiner kleinen Seite:

https://diskuswerfer.wordpress.com/2015/11/26/oesterreichs-kampf-und-deutschlands-hilfe/

Weiterhin viel Erfolg!

Carsten
26. November 2015 11:54

an Pasquill:

Das geht mir auch so. Aber nachdem ich meinen Freundeskreis politisch entrümpelt habe, habe ich mich sehr viel besser gefühlt! Übrigens: Neue nette Menschen fand ich durch einen regionalen PI-Stammtisch und JF-Leserkreis. War ganz leicht.

der Gehenkte
26. November 2015 12:52

Man muß auch den Begriff der "Solidarität" okkupieren. Großartig! Bin weiterhin dabei.

Sellner - ich konnte ihn auf dem Kongreß kennenlernen - ist 'ne Wucht. Unglaubliche Energie, blitzgescheiter Kopf und mit seinen 27 Jahren schon richtig gut im Stoff. Gute Mischung aus Metapolitik, Philosophie und Aktion. Aus dem wird was. Den muß man sich merken. Den muß man halten.

Aristoteles.
26. November 2015 15:53

Toll.
Weitermachen.
Weiterwachsen.

Pasquill
26. November 2015 16:38

an Carsten

danke für die Rückmeldung und für den Tipp mit Stammtisch und Leserkreis. Mal sehn, ob es sich im linken Frankfurt (West) so etwas findet.

Herzliche Grüße

Pasquill

Wolfgang Müller
26. November 2015 16:59

….ja, grandios. Schnellroda nebst Satelliten ist die Herzkammer des "Geheimen Deutschlands"

donna_alta
26. November 2015 19:25

Es gibt mir Kraft in dieser schweren Zeit, mit dem Einsatz von Geld helfen zu können. Geld, das ich mit einer Arbeit innerhalb des Systems verdienen muss, was mir oft genug sehr zu schaffen macht. Aber so macht es wieder Sinn und verschafft zusätzlich Befriedigung, wenn ich dieses Geld dem System entziehe und den mutigen Patrioten gebe!

Und es freut mich unendlich, so viele junge Leute im Video von Spielfeld zu sehen, das macht Hoffnung.

Gibt es Aufkleber oder Ähnliches? Ich hätte mal wieder Lust auf eine Verschönerungsaktion auf meinem Fußweg zur Arbeit. Soetwas brauche auch ich hin und wieder!

Gegendarstellung.
26. November 2015 20:10

@ donna_alta

Aufkleber oder Ähnliches gibt es hier:

https://www.ibladen.de/

und hier:

https://versand.iboesterreich.at/de/16-infomaterial

Kleinstratege
26. November 2015 20:41

Die Videos von einprozent haben irgendwie einen ganz eigenen Stil, die Tonlage finde ich sehr ansprechend. Ein großes Kompliment für diese Arbeit, ich glaube, das wird richtig gut!

enickmar
26. November 2015 21:09

Kein Bericht in der JF !?!

Felix
26. November 2015 22:18

Liebe Pasquill,

sollten Sie Interesse an erwähntem Austausch in Frankfurt bzw. dem Rhein-Main-Gebiet haben, schreiben Sie gerne eine E-Mail an

langly222@gmail.com

Es mangelt in dieser Gegend sicher nicht an potentiellen Gleichgesinnten.

Mit den besten Grüßen

FFlecken
26. November 2015 22:28

Nur so kann es gehen. Es sind bisweilen nur Anfänge, aber die galoppierenden Probleme unserer Zeit verlangen danach. Wir brauchen ein Klima der festigenden Solidarität, die der drohenden Vereinzelung unserer Epoche Grenzen setzt. Die Menschen brauchen Sicherheit jenseits der etablierten Herrschaftsformen, eben auch materiell. Dies muss von einem Kern an beseelten Legionärscharakteren getragen werden, die sich dem kolossalen Ausmaß der Degeneration bewusst sind. Es wäre noch vieles dazu zu sagen, doch belassen wir es dabei. Die Kunst des Widerstands dieser Tage liegt darin, wie man die Kombination aus mannigfaltiger und vernetzter Neststruktur und einem einigenden befeuernden Kern gestaltet und zur Wirkung bringt.

Schlumpf
27. November 2015 07:48

... wenn man geben soll,so soll man gerne geben.Wir alle sind es diesem Projekt schuldig gerne zu geben..deshalb heute meine ersten 50 Euro....

enickmar
27. November 2015 19:01

Komisch, daß wir nicht viel früher darauf kamen.

Eigentlich hatte Felix vor Jahren zumindest schon diesen Grundgedanken:

Die Aktivierung konservativen Potenzials zur Stabilisierung der eigenen Szene.

niekisch
27. November 2015 19:42

"Die Kunst des Widerstands dieser Tage liegt darin, wie man die Kombination aus mannigfaltiger und vernetzter Neststruktur und einem einigenden befeuernden Kern gestaltet und zur Wirkung bringt."

Ein Hinweis, FFlecken, auf den Kapitan Codreanu? Wenn ja, dann gefällt mir das und wir wollen dem hier im Ruhrpott nacheifern.

Stil-Blüte
27. November 2015 20:37

Gebongt!

Bernhard
27. November 2015 20:40

Dieses Projekt kann nur überleben, wenn ständig mehr Geld fließt. Ich bin dabei. Beim nächsten Stammtisch werde ich eine Spendensammlung durchführen. Vielleicht kann man das zu einer Dauereinrichtung machen.

Falkenstein
27. November 2015 21:10

Auch wer kein Geld zum Spenden hat kann doch helfen.
Die Hilfe ist man selbst.
Jeder kann etwa tun, gerade im Rahmen seines Eigenen,
Zahnärzte, Physiotherapeuten, Anwälte, Autoschlosser und Handwerker können den Gewaltopfern von Antifa- und Zuwandererkriminalität selbstlos - im Verzicht auf Gewinn - unter die Arme greifen, sie auffangen.
(So geschehen im Fall des mit Eisenstangen in Dresden, Mitte Oktober von Antifanten zusammen geschlagenen älteren Sachsen)
Das messbare Maß, der lebbaren und wiederaufgeflammten Solidarität in Gesamtdeutschland ist die aufblühende weiße Rose inmitten einer zunehmend erodierenden Gesellschaft.
Der laufende Kataklysmus der fundamentvergessenen Deutschen Nation birgt doch auch eine Riesenchance und eine Auffangstellung für zwar wenige - Ein Prozent? von unserem Volke, die aber qualitativ in der Lage sind, unser Überleben als Volk nicht nur genetisch - sondern geistig und sozial gestärkt zu gewährleisten.
In jedem Verzagen muss daran erinnert sein und es sollte uns anfeuern.
Diese Zeit ist keine Zeit des Biedermeier, der Romantik oder des Barock - der Aufklärung schon gar nicht, sondern eine kombinierte Zeit der Renaissance und des Vormärzen.
Eine ganz neue Epoche?

enickmar
28. November 2015 00:02

Dieses Projekt kann nur überleben, wenn ständig mehr Geld fließt.

Deswegen monatlich 1% bzw. nach Kassenlage.

Laokoon
28. November 2015 13:59

Halten wir mal fest:
Ein-Prozent ist eine klasse Idee.
Ich selber war auf diversen Demos, bei ein paar Akademien, auf dem Zwischentag, unterstütze fleißig die entsprechenden Verlage, gehe gerne die Stadt mit Aufklebern verschönern und betreibe fleißig Bildungsarbeit in meinem Umfeld.
Aber für mehr hat es bislang nicht gereicht. Ich bin also der low-risk-Waldgänger mit wannabe-Samisdat-Attitüde.
Ich bin kein Stein, Menzel, oder Sellner.
Ich verstehe Ein-Prozent aber zum einen als Chance, eben jene Aktivisten zu unterstützen. Zum anderen als Freikauf für meinen Sitzplatz auf der Zuschauerteibüne. Wer schon nicht mit Gesicht einsteht, soll den Vorkämpfern wenigstens finanziell den Rücken freihalten.
Für das Spenden aus dem Hintergrund, ohne sein Gesicht zeigen zu müssen, ohne Repression fürchten zu müssen und ohne großartig was tun zu müssen, kann es keine Ausreden geben!
Selbst wenn es nur 1 € im Monat wäre. Jeder, und ich meine wirklich jeder, kann 1€ im Monat abzwacken. Würde man eine realistische Zahl von 20.000 Leuten zusammenbekommen, die monatlich 1€ zahlen, wäre mit 20.000 schon eine Menge möglich.
Ich bin Student und habe kein geregeltes Einkommen. Trotzdem zwacke ich mir Geld ab, um es zu spenden - und nicht nur 1€.
Lese ich bei Facebook einige Kommentare, kommt mir die Galle. Ich muss mir immer wieder sagen: "Auch sie gehören zu meinem Volk, auch sie haben meine Verbundenheit verdient". Auch wenn es mir sehr schwer fällt.
Wenn Vollproleten sich dort lautstark weigern zu spenden, weil sie "Geldmache" vermuten, oder forden man solle Aufkleber kostenlos verschenken, oder meinen sie würden mit ihrer minderbemittelten Facebookaktivität genau so viel ausrichten wie Einwanderungskritik, IB, SiN, BN und Co, dann schwillt mir der Kamm und ich muss erstmal an den Boxsack.
Jede Woche gründen sich dort 20 neue Gruppen und Seiten zum Thema "Jetzt reicht es" "Wir stehen ein für Deutschland" etc.
Anstatt sich auf die bestehenden großen Seiten zu beschränken ("Ich bin Patriot, aber kein Nazi" mit 120000 Gefällt mirs und diversen anderen) die dazu noch mit IB, Blaue Narzisse, Phalanx etc. bestens vermetzt sind, gründet man neue unnötige Seiten und denkt man hätte Revolutionäres vollbracht. Dann lieber 1 € an Ein-Prozent spenden!
PS: Dieter Stein soll sein Ego mal in den Griff bekommen und Ein-Prozent ordentlich bekannt machen.
PPS: Es ist ruhiger um Menzel geworden. Schade. Ich hätte angenommen, er wäre bei Ein-Prozent eingebunden.

Schatten von E.
28. November 2015 21:14

Was das Projekt braucht, sind Daueraufträge. Lieber 10 Euro monatlich unbegrenzt, als einmalig 100 Euro.

Ich empfehle die Einrichtung einer Fördermitgliedschaft und eine Organisationsform mit Gemeinnützigkeit.

Und noch was: Wenn die Spender nicht genau informiert werden, wofür das Geld gespendet wird, werden sie wieder abspringen. Ohne Transparenz läuft heute nichts mehr.

Till Eulenspiegel
29. November 2015 10:40

Die Initiative "einprozent" ist eine hübsche Idee, die zwar noch etwas anämisch wirkt, durchaus aber Potential hat und Wirksamkeit entfalten könnte. Ohnehin spielen wir alle dieser Tage gerne mit Zahlen. Ein Prozent der Deutschen erscheint als eine Menge, die ausreichend Schwungmasse besitzt, um andere mitzureißen. Wenn auch nur einem Drittel der Deutschen an ihrer Zukunft in Deutschland gelegen ist, kann das noch widerstrebende Drittel und dasjenige der Opportunisten, Gleichgültigen, Duckmäuser und Feiglinge ignoriert werden. Die Bewegung wird dann die Verhältnisse verwandeln. Allerdings frage ich mich gerade in Hinblick auf die Möglichkeiten einer solchen Bewegung, welchen Stellenwert das Lager der illegal Einreisenden in dieser Gleichung haben wird. Ist auch nur irgend jemand im Besitz belastbarer, zuverlässiger Zahlen?

Glück Auf!
30. November 2015 10:20

Neben den Aktionsfeldern von "einprozent", wir klagen, wir vernetzen etc, sollte auch noch der Punkt "wir unterstützen" aufgenommen werden. Fälle wie beim IBÖ zeigen, dass Solidarität eine Waffe ist. Dies haben die Linken gut erkannt.

Rainer Möller
1. Dezember 2015 12:44

Das Beste an der Sache ist eigentlich, dass man hier den Mythos aufgibt, es gebe ein deutsches Staatsvolk von ca. 60-70 Millionen, das man ansprechen und erlösen müsste.
Das deutsche Restvolk umfasst ca. 5 - 15 Millionen; unter extrem günstigen Umständen könnte man zwar eventuell noch weitere 15 Millionen "freischwebende" Bevölkerungsteile zurückgewinnen, aber mit denen haben wir hier und heute nichts zu schaffen. Wir Deutschen sind längst keine staatsbildende Mehrheit mehr und müssen lernen, uns als nichtstaatliche Selbsthilfeorganisation zu vernetzen.
"einprozent" repräsentiert einen neuen Realismus und könnte insoweit ein guter Anfang sein, obwohl die zentralen Aufgaben einer nicht- und außerstaatlichen Ethnogenese noch erst am Rande berührt werden.

enickmar
1. Dezember 2015 17:58

Vielleicht kann Felix Menzel hier nochmal etwas über Vernetzung schreiben.

Über seine damaligen Erfahrungen und seine Einschätzung der derzeitigen Möglichkeiten. Auch unter Berücksichtigung der bisherigen Entwicklung von einprozent.

Die Lage im Land ändert sich ja zunehmend.

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