14. Dezember 2015

Die »Pflicht zur Rückgewinnung« – Gespräch mit Thor v. Waldstein

Nils Wegner / 26 Kommentare

thor-v-waldstein_metapolitik5630daf66d213_720x600Im aus seinem Festvortrag auf dem II. Staatspolitischen Kongreß entstandenen kaplaken-Band Metapolitik. Theorie – Lage – Aktion rekapituliert Dr. Thor v. Waldstein die vergangenen 45 Jahre metapolitischer Arbeit von rechts. Gleichzeitig liefert er eine politische Lageanalyse für unsere heutige Zeit und eine klare Scheidung von Möglichkeiten und Grenzen des "Kampfs um die Köpfe". Wir präsentieren sein Bändchen im Rahmen eines kurzen Gesprächs:

Nils Wegner

Nils Wegner ist studierter Historiker und arbeitet als Übersetzer und Lektor.

Sezession: Sehr geehrter Herr Dr. Dr. v. Waldstein, wie Sie bereits in der autobiographischen Einleitung zu Ihrem Buch feststellen, ist die Einsicht in die Bedeutung der Metapolitik keineswegs eine Neuentdeckung. Spätestens mit dem Erscheinen der franzöischen Nouvelle Droite und ihrer enormen geistigen Ausstrahlung innerhalb Europas (und inzwischen selbst in den Vereinigten Staaten) wird von etlichen Gruppen und zahllosen Einzelnen an einer »Kulturrevolution von rechts« gearbeitet – viel mehr noch aber davon geträumt.
Nun ist Ihr Buch auf mehr als eine bloße Bestandsaufnahme ausgelegt. Wenn es eine genuin rechte Metapolitik zum gegenwärtigen Zeitpunkt überhaupt gibt: Welche Impulse möchten Sie setzen, um sie nach den vergangenen rund 45 Jahren der geistigen Kärrnerarbeit auf eine neue Ebene zu heben?

v. Waldstein: Jenseits der ausgetretenen Pfade des Habermas'schen Diskurses, dem wirklich nichts Prickelndes mehr innewohnt, gibt es heute kaum etwas Spannenderes als den Kosmos der rechten Ideenwelt.

Sich diesen Kosmos – von der faszinierenden Aura der Konservativen Revolution bis zu den neuesten Erkenntnissen der Evolutionsforschung – geistig anzueignen, bleibt der Anspruch einer rechtsintellektuellen Elite, die morgen die notwendigen (Ein-)Schnitte vornehmen will. Die Aufgabe des politischen Schriftstellers ist es dabei, die geistigen Kräftefelder immer wieder neu zu vermessen und politischen Ordnungsangeboten die nötige Attraktion zu verschaffen. Wenn man als Autor vom Glück verfolgt wird, gelingt es einem dabei, einige – gerade junge – Leser entscheidend zu prägen.

Bernard Willms hatte mir sein movens, das politiktheoretische Feld zu beackern, einmal wie folgt erklärt: »Bücher schreibt man in der Hoffnung, daß sie von den richtigen Leuten gelesen und verstanden werden.«

Sezession: Von den zahlreichen weitläufig bekannten Beispielen erfolgreicher linker und liberaler Metapolitik ausgehend, die Sie in Ihrem Büchlein anführen, müßte die logische Folgerung lauten, dem homo bundesrepublicanensis sei der Irrglaube auszutreiben, er lebe »im richtigen Staat« – in dem das Diktum Noam Chomskys gilt, es stehe »dem Volk frei zu denken, daß es regiert; wenn es nur nicht versucht, sich in die eigenen Angelegenheiten ›einzumischen‹«.
Wie erfolgreich kann ein solches Vorhaben in "alternativlosen" Zeiten sein, in denen das blanke Durchwursteln mit der höchstoffiziösen Parole »Wir schaffen das!« zur Staatsräson erhoben wird? Und welche Konsequenzen könnte eine – nur allzu verständliche – vermehrte Unruhe im Wahlvolk für das staatliche Handeln haben?

v. Waldstein: Um Mißverständnisse zu vermeiden: Der Bundesbürger lebt durchaus im richtigen Staat. Im falschen Staat lebt indes der Deutsche, der sich dem Gedächtnis seiner Ahnen und der Zukunft seiner Kinder und Enkel mehr verbunden fühlt als den Eintagsfliegenwellnessbefindlichkeiten vieler seiner Zeitgenossen.

Diese freizeitentfesselten Figuren schienen bis Mitte des Jahres nach dem bekannten Motto »Nach uns die Sintflut« zu leben, während sie seit Sommer 2015 ihre seltsame Existenz offenbar nach dem neuen Motto »Mit uns in die Sintflut« fortzusetzen beabsichtigen.

Die Gretchenfrage wird sein, ob es angesichts der jetzigen elementaren Bedrohung gelingen kann, den Bundesbürger – in einer Art politischer Geschlechtsumwandlung – wieder zu einem Deutschen rückzumendeln.

Wenn das geschähe, wenn also der homo non bundesrepublicanensis als geistige Gestaltungskraft an Einfluß gewönne, sollten sich die »Wir schaffen das«-Apologeten schon einmal auf ganz andere Dinge einstellen als »vermehrte Unruhe im Wahlvolk«.

Sezession: Ihre Analyse der strukturellen Defizite politischer (Rechts-)Parteien ist geeignet, dem Leser jede Hoffnung auf eine parlamentarische Lösung der immensen Probleme, mit denen sich Deutschland konfrontiert sieht, auszutreiben.
Welche Funktion kann nun planmäßige metapolitische Arbeit in einer solchen Notlage haben? Legt sie das Fundament für die Arbeit parteiförmiger Zusammenschlüsse neuen Zuschnitts, kann sie einen "Druck nach oben" formieren, um die etablierten Parteien vor sich herzutreiben, oder geht es vielmehr tatsächlich um die "Einschleusung" von Begriffen in den politischen Diskurs, die linke Politologen spätestens seit dem Mauerfall überall ausmachen?

v. Waldstein: Daß das Parlament nur noch als – Demokratie  simulierende – Herrschaftsfassade dient, hinter der apokryphe Mächte den Gang der Dinge bestimmen, konnte man in der vergangenen Woche beim "Durchwinken" des völkerrechtswidrigen Bundeswehreinsatzes zur Optimierung  der (weiteren) Bombenverwüstung Syriens wieder einmal nachgerade lehrbuchartig beobachten. Für den politischen Ideengeschichtler ist diese Erkenntnis freilich spätestens seit Carl Schmitts Parlamentarismuskritik von 1923 eine bare Selbstverständlichkeit, über die kein Wort mehr zu verlieren ist.

Die Aufgabe metapolitischer Arbeit besteht ja gerade auch darin, den Handlungswilligen von solchen Illusionen, von solchen Fehlvorstellungen über die Zugangswege zu tatsächlicher politischer Macht zu befreien. Nur wer diesen Gemeinschaftskundemüll gründlich entsorgt hat, eröffnet Perspektiven, wie wirkliche tektonische Verschiebungen der vollständig verkrusteten Herrschaftverhältnisse der BRD ins Werk gesetzt werden könnten. Dabei scheint mir nach dem Komplettversagen der Pseudoeliten in Politik, Medien, Wirtschaft etc. der wachsende "Druck von unten", wie er etwa in der DDR spätestens ab Frühjahr 1989 aufgebaut wurde, das entscheidende energetische Element für echte Veränderungen.

Das schließt nicht aus, daß Wahlantritte – ebenso wie die Gründung von Nichtwählerinitiativen, die gezielte Wahlboykotts organisieren und publizistisch befeuern – im Rahmen eines ausgefeilten Gesamtkonzepts im Einzelfall sinnvoll sein können. Wesentlich bleibt indes, daß sich die Köpfe des geistigen Widerstands von den Hamsterrädern eines hohlen parteipolitischen Aktionismus fernhalten.

Sezession: Ihr vielleicht nachdrücklichster Rat an all jene, die in sich bereits den Willen und die Bereitschaft zur Dissidenz gefunden haben, ist der »Mut zur Provokation« Hand in Hand mit einem »Ende der Distanzeritis«. Daß es in der gegenwärtigen Lage unseres Landes ums Ganze geht und man sich – mit Günter Maschke – den »Luxus« gar nicht leisten kann, sich »innerhalb der Rechten von irgendwelchen Leuten öffentlich zu distanzieren«, liegt auf der Hand.
Wo genau liegt der metapolitische Wert der direkten Aktion, abgesehen vom Erregen öffentlicher Aufmerksamkeit und der verstärkten Durchsetzung eines widerständigen Gemeinschaftsgefühls?

v. Waldstein: Angesichts der Geschehnisse in unserem Land in den vergangenen vier, fünf Monaten bin ich noch mehr als zu der Entstehungszeit meines Metapolitik-Vortrages (Mai/Juni 2015), der der jetzigen kaplaken-Buchveröffentlichung zugrunde liegt, davon überzeugt, daß das hiesige etablierte Politsystem aus sich heraus unter keinen Umständen mehr reformierbar ist. Wenn die Deutschen denn eine Zukunft haben und demokratische Verhältnisse für die eigene Nation wiederherstellen wollen, werden sie nicht umhinkommen, die eigenen Reihen zu schließen und den federführenden BRD-Mandarinen, die die Verfassung mit Füßen treten und das eigene Volk zu verabschieden sich anschicken, den politischen Fehdehandschuh hinzuwerfen.

Die Zeiten vermeintlich filigran gesponnener "Berührungsfelder" mit der Machtelite in Medien und Parteienoligopol sind aus meiner Sicht ebenso vorüber wie die Ära der Wahloptionen zugunsten angeblich kleinerer Übel. Ganz im Hegel'schen Geiste eröffnet sich jetzt ein dialektisches Schachbrett, auf dem sich die Feinde des Volkes und die Verteidiger der Nation unversöhnlich und ohne irgendeine Aussicht auf "Kompromisse" gegenüberstehen.

Durch zahllose erfolgreiche Widerstandsaktionen haben die Deutschen, insbesondere in Mitteldeutschland, in den vergangenen Monaten deutlich gemacht, daß es bald um mehr gehen könnte als nur um Provokation eines über weite Strecken apathisch und hilflos wirkenden Regimes. Auch die Lückenpresse (M. Klonovsky) wirkt derzeit – wie schon vor knapp einem Jahr auf dem Höhepunkt des seinerzeitigen PEGIDA-Protests in Dresden – erfreulich nervös. Und wenn man in diesen Wochen aufmerksam den halbgar-lavierenden Verlautbarungen des bayerischen Ministerpräsidenten zur sog. "Flüchtlings"krise lauscht, überkommt einen bisweilen die Vorstellung, daß die Zeitspanne bis zu dem Auftauchen der ersten BRD-Kerenskijs möglicherweise kürzer bemessen ist als es derzeit erscheinen mag.

Als jemand, der das zweifelhafte Vergnügen hat, das bundesdeutsche Elend in einem  ca. 40 Jahre lang währenden Horrorfilm zu verfolgen, glaube ich, daß das Jahr 2016 in der Tat tiefgreifende Umwälzungen, positiv wie negativ, bringen könnte. Vielleicht wird das kommende Jahr tatsächlich zu einem "Jahr der Entscheidung" in Spengler'schem Geiste. In dieser Situation bleibt es die Pflicht jedes verantwortungsbewußten Deutschen, seinen Teil zur Rückgewinnung nationaler Selbstbestimmung beizutragen.

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Thor v. Waldstein: Metapolitik. Theorie – Lage – Aktion, reihe kaplaken, Bd. 46, Schnellroda 2015. 68 S., 8,00 Euro – hier bestellen!


Nils Wegner

Nils Wegner ist studierter Historiker und arbeitet als Übersetzer und Lektor.


Kommentare (26)

Ein gebürtiger Hesse
14. Dezember 2015 10:03

In einem "Best of" der in der Sezessions-Sphäre dieses Jahr erschienenen Texte rangiert Thor von Waldsteins "Metapolitik" ganz weit oben. So groß die Freude war, ihn vorort, im Juni bei dem IfS-Jubiläum zu hören, so weitreichend und instruktiv wirkt er auf einen, wenn man ihn nun lesen und wiederlesen kann. Und genau das - die innige Aneignung - empfiehlt sich, denn er hat echten Lehrbuch-Charakter und gibt einem all das komprimiert an die Hand, was man im täglichen argumentativen Umgang benötigt. Eine "Beigabe", wie sie das obenstehende schöne Gespräch darstellt, macht denen, die das Buch schon kennen, Lust es wieder hervorzuholen, und anderen, es kurz vor Weihnachten noch zu bestellen (vielleicht gleich in mehreren Exemplaren, um sich und auch Freunden ein fulminantes Geschenk zu machen).

Man kann es kaum erwarten, von Waldstein bei der nächsten IfS-Akademie einen neuen Vortrag halten zu hören.

franz spitzauer
14. Dezember 2015 10:37

franz spitzauer aus Österreich

Direkt ein Glück, dass von Waldstein nichts mit der AfD zu tun hat. Diese Partei hätte sich längst distanziert von ihm. Wie der jetzige "Fall Höcke" zeigt, sind es meist die Besten, von denen Parteien abrücken, nur weil sie das Richtige präzise auf den Punkt bringen. Oder, um es mit von Waldstein in seinem Metapolitik-Bändchen zu sagen: "Wer vor den Geßlerhüten der Political Correctness einknickt, unterwirft sich freiwillig den Loyalitätserwartungen eines Staates, der sich in der Lüge eingerichtet hat. Wer so handelt, begibt sich sehenden Auges in die Position des nützlichen Idioten, der das Geschäft des politischen Gegners betreibt..." /Waldstein, S. 51)

franz spitzauer
14. Dezember 2015 11:14

nachtrag franz spitzauer aus Österreich

Ich war dieser Tage bei einer von der Identitären Bewegung mitorganisierten Demonstration in Freilassing gegen die Einwanderer-/Flüchtlingsflut. Distanziert von dieser Demo haben sich - was Wunder - die Fraktionen des Kreistages Berchtesgadener Land. Als Rechtskonservativer ist man ja solche Distanzierungsrituale schon gewohnt. In einem Fall blieb mir aber doch das fassungslose Staunen nicht erspart: distanziert von der Demo hatte sich nämlich auch der Kreistagsvertreter der Republikaner, Tilo Schöne. Die Republikaner!!! Womit wir einmal mehr bei von Waldstein und seiner Meinung, dass von Parteien nichts Mutiges zu erwarten ist, sind. Oder, wie Andreas Mölzer dies immer sagt: "Parteien sind grundsätzlich miese Organisationen!"

Heinrich Brück
14. Dezember 2015 12:24

Das Gegenstück zu diesem Interview steht in der JF.
Dr. Nicolaus Fest ist der Befragte ("Konservatismus ist wesentlich Ideologieresistenz"). Im Kontext ein Trauerspiel der Extraklasse.

Hermann Karst
14. Dezember 2015 13:04

@ Heinrich Brück

Da haben Sie völlig recht.

Interessant ist übrigens die Überschrift, mit der die JF das Fest-Interview versehen hat: "Vom Konservatismus verabschiedet." Wenn auch Zitat, mit dieser Überschrift wird der Stab über Höcke gebrochen - und zwar durch die JF.

Ein gebürtiger Hesse
14. Dezember 2015 13:10

@ Heinrich Brück

In der Tat - der Abschnitt in von Waldsteins Büchlein, das "Ende der Distanzeritis" überschrieben ist, findet in dem diffamierenden JF-Interview mit Fest seinen "Schatten", indem genau die hasenfüßige Haltung eingenommen wird, die von Waldstein u. a. so charakterisiert:

Wer über jedes hingehaltene Abgrenzungsstöckchen springt, bestätigt damit nur seine eigene politische Unterlegenheit gegenüber dem Stöckchenhalter.

Wobei das Stöckchen inzwischen gar nicht mehr von außen kommen muß, sondern von der JF in vorauseilendem Gehorsam bereits durch Antizipation kreiert wird, was umso kläglicher ist.

Gegendarstellung.
14. Dezember 2015 13:26

@ Heinrich Brück

Wenn Fest in dem (in dem für mich durchaus befremdlichen) Interview in der JF sagt, "jeder sollte kommen dürfen, sofern dieses Land ihn braucht und er sich zur freiheitlich-demokratischen Rechtsordnung bekennt" oder "Ich liebe diesen Rechtstaat, und ich kämpfe gerade für seinen Erhalt", dann ist doch über Herrn Fest alles gesagt.

Arminius Arndt
14. Dezember 2015 13:32

Vom Katheder her lässt sich´s immer schön stringent daher reden. Auch das Genöle über "Parteien" nervt so langsam aber sicher. Bin selber kein Parteigänger, kenne aber einige und deren Galgenhumor über Parteien ist viel sagend bzw. charakteristisch (Häufigster Kalauer: Wie steigert man Feind? Feind, Todfeind, Parteifreund). Dennoch bleiben sie dabei, weil sie der - nach v. Waldstein irrtümliche - Glaube bewegt, dass austreten den Platz für ganz andere frei machen würde und nichts verbessern würde.

Aber egal, alles schon tausendmal durch diskutiert, die Argumente sind bekannt, von daher gilt an alle Metapolitiker:

Hic rhodus hic salta!

Und zum Thema AfD:
Ich sehe keine Distanzierung zu Höcke - Ich sehe lediglich einen Rüffel für politische "Torheit", was nachzuvollziehen ist, da sein Afrika-Vergleich - auch noch mit falsch angewendeten Begriffen aus der Biologie unterlegt - einfach sachlich falsch war. Man hätte das Ganze auch positiver formulieren können, bspw.:

Früher hatten die Deutschen sehr viele Kinder, vermutlich eine der höchsten Geburtenraten der Welt - Ihre Töchter und Söhne bildeten das positive Fundament vieler Nationen, von den USA, Kanada bis nach Australien. Man stelle sich die Frage, wo und warum die Lebensbejahung der Deutschen abhanden gekommen ist? etc.

Und schon wäre das Ganze in einem anderen Fahrwasser gelandet, mit der richtigen Fragestellung, was 70 Jahre totale Niederlage für Folgen hatte und zwar vor allem psychologisch bei den nachfolgenden Generationen. Nix verquaster Biologie-Begriffs-Transfer, einfach nur das, worum es geht: Ein sterbendes Volk! Ohne Bewertung anderer Völker. Ein jeder kehr vor seiner eigenen Tür ...

Thomas Wawerka
14. Dezember 2015 14:21

franz spitzauer: Wie der jetzige „Fall Höcke“ zeigt, sind es meist die Besten, von denen Parteien abrücken, nur weil sie das Richtige präzise auf den Punkt bringen.

Die umstrittene Passage war ja aber sachlich gar nicht richtig. Menschen sind redroduktionsbiologisch gesehen "K-Typ", und zwar alle Menschen. Zum Vergleich: Ein Froschweibchen legt bis zu 8000 Eier, DAS ist "r-Typ"!

KJ
14. Dezember 2015 15:22

Jürgen Habermas mag hin und wieder Meinungsbeiträge geleistet haben, politisch links ist seine wissenschaftliche Theorie jedenfalls nicht. Überhaupt nicht, null. Das für mich beeindruckenste Werk neurechter Theoriebildung der letzten Jahre ist ausgerechnet Philipp Ruchs Streitschrift "Wenn nicht wir, wer dann?: Ein politisches Manifest" für die Grenzöffnung, nicht dass ich mit seiner Agenda übereinstimme, ganz im Gegenteil... Nun ja, Jürgen Elsässer war ja auch mal die Speerspitze der Antideutschen.

Wenn eine "konservative Revolution" sich einleitet neben dem fahl gewordenen Körper der sozialdemokratisierten Kreise, dann kommt sie aus einer bisher nicht vorhersehbaren Ecke. Wenn man nun erwartbar Positionen bezieht, ist das problembehaftet. In der Bastelstunde der politischen Bewegungen verlangt die Zeit eigentlich nach einer Kreuzfahrerbewegung, die es zu ihrer Hauptaufgabe macht Muslime zu taufen.

Parteipolitisch ist das Knallerdatum der 13. März 2016. Dann werden wir sehen, ob wir eine konservative Orientierung wieder institutionalisieren konnten. Waldenstein ist klug gegen eine parteipolitische Vereinnahmung sich zu stellen.

Frederick van Portshoven
14. Dezember 2015 16:22

Als treuer Leser sowohl von SiN als auch der Printausgabe schwanke ich in letzter Zeit immer öfter zwischen Optimismus, der nicht zuletzt den Beiträgen und auch dem Vlog Martin Sellners geschuldet ist, und Pessimismus.

Letzterer überwiegt seit vergangenem Wochenende. Wie ich sah, wurden das Video mit Björn Höcke und auch der Blogeintrag, der auf dieses verweist, entfernt. Dies wird sicherlich seine Gründe haben. Dazu: Anstatt mit dieser aus Fachperspektive falschen Analogie daherzukommen (die ja die ganze Aufregung ausgelöst hat), wäre es doch ein Leichtes gewesen, schlicht darauf hinzuweisen, dass es de facto in den unterentwickelten Ländern Afrikas eine weitaus höhere und gleichsam negativ zu beurteilende Geburtenrate gibt, die es nicht erlaubt, diese Menschen menschenwürdig zu versorgen. Ebenso, dass es nicht sein dürfe, dass die durch die mitunter unbedarfte überschüssige Reproduktion entstehende Mehrbevölkerung von an der Sache, id est dem ungeschützten Geschlechtsakt, unbeteiligten Dritten - westliche Welt, Europa, you name it - in die Bresche springen müssen - Stichwort Eigenverantwortung. Durch die unzulässige biologistische Fehlinterpretation (War diese gewollt oder ungewollt?) wurde dem Establishment eine Steilvorlage sondergleichen geliefert. Das darf nicht passieren. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Liest denn keiner die Manuskripte solcher Vorträge vorher einmal durch? Und das hat nichts mit Distanzeritis zu tun. Zum Leben in der Lage gehört eine Beurteilung der Lage, mittels derer man Schlüsse für etwaiges weiteres Vorgehen zieht. Das sollte auch eine Sensibilität dafür miteinbeziehen, was man wie formulieren kann/darf/sollte, ohne damit der Sache zu schaden.

Es sei denn, dass dies eine bewusst in Kauf genommene Provokation war, die einem Köder gleich ausgeworfen wurde, um möglichst viel publicity zu generieren.

Venator
14. Dezember 2015 16:25

@ Thomas Wawerka

Gewiss waren sie sachlich richtig! Im Vergleich zu anderen Tieren ist der Mensch wohl auf K-Strategie ausgelegt. Aber das bedeutet ja nicht, dass wir nicht innerhalb der menschlichen Art Unterschiede benennen können und dürfen, zwischen den Geschlechtern (Mann r, Frau K), den Rassen, den sozialen Schichten, selbst vielleicht den Lebensaltern. Die Evolution differenziert selbstverständlich auch innerhalb der Arten.

Auch Höckes Schluss daraus, dass Deutschland die Grenzen schließen solle, um Afrika - in the very long run - von seiner r-Strategie abzubringen, ist gewagt und überspitzt, aber nicht falsch. Und er ist zudem hochsittlich: Denn je später in Afrika die unausweichliche Malthusianische Falle zuschnappt - Bevölkerungsprognose 4 Milliarden zu Jahrhundertende bei konstanten Wachstumsraten - desto schlechter ist es, desto mehr Menschen werden verhungern.

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Höcke sich ja nicht entschuldigen sollte. Hat er bisher geschickt vermieden.

Friedhelm
14. Dezember 2015 16:34

@Thomas Wawerka: Nein, falsch war seine Aussage nicht, sondern im Grunde dasselbe, was Rushton in seinem Hauptwerk Race, Evolution, Behaviour (deutsch: Rasse, Evolution und Verhalten, erschienen im ARES-Verlag) darlegt. So gibt es -- im Schnitt -- zwischen den Rassen Unterschiede im Verhalten, unter anderem auch im Reproduktionsverhalten.

Siehe z. B. diese furchterregende Grafik:

@KJ: es geht nicht darum, Moslems zu taufen, sondern sie über Rückführungsprogramme wieder in ihre Länder zu bringen. Wir haben hier sowieso fast nur die Unterschicht im Land, und der mittlere IQ der moslemischen -- ganz zu schweigen von Schwarzafrika -- Länder liegt bei erbärmlichen 77-84. Das sind keine Menschen, die eine Industrienation benötigt.

Auch Fest versteht nicht, daß Bevölkerung auch eine Qualität hat. Schwarzafrikaner, selbst wenn sie intelligent sind, sind aggressiver im Auftreten und weniger kooperativ. Moslems sind ebenfalls recht aggressiv[0] und teilweise recht verlogen. Moslems betreiben gegenüber Deutschen gerne Wucher, klarer Fall von Nepotismus. Neben der mäßigen technischen Begabung und dem geringen mittleren IQ ist das ein weiterer Grund, weshalb es kein arabisches Sony oder Samsung gibt.

Kurz: wir brauchen weder Moslems noch Schwarze. Sie sind eher nervig als bereichernd, und belasten unser Zusammenleben zu stark als daß man sie dulden könnte. Von daher: bitte ausweisen. Man kann denen ja auch ein wenig Geld zahlen, damit sie gehen. Alles billiger, als sie im Land zu behalten.

[0]: In Vonderachs "Völkerpsychologie" kann man lesen, daß das MAOA-2R-Allel, auch "Krieger-Gen" genannt, zu 15% in der arabischen Population vorkommt; bei den Europäern nur zu 0,1 bis 0,5%. Also sehr inkompatibel.

Friedhelm
14. Dezember 2015 16:35

Nachtrag: hier die furchterregende Grafik.

Aristoteles.
14. Dezember 2015 17:38

Drei Beobachtungen stechen heraus:

Die Gretchenfrage wird sein, ob es [...] gelingen kann, den Bundesbürger - in einer Art politischer Geschlechtsumwandlung - wieder zu einem Deutschen rückzumendeln.

[D]as hiesige etablierte Politsystem [ist] aus sich heraus unter keinen Umständen mehr reformierbar.

Ganz im Hegel’schen Geiste eröffnet sich jetzt ein dialektisches Schachbrett, auf dem sich die Feinde des Volkes und die Verteidiger der Nation unversöhnlich [...] gegenüberstehen.

Alles gut zu veranschaulichen am Fall Höcke:

1) Eine Partei, in der 'Politisch Korrekte' wie Pretzell wie Hyänen über Höcke herfallen, darf von einem Deutschen eigentlich nicht gewählt werden.

2) Eine 'Demokratie', in der über die Fundamente der Volksherrschaft
(1. Volkserhalt 2. Land für das Volk),
nicht offen gesprochen werden darf,
ist keine Demokratie, sondern eine Diktatur
(und zwar eine Diktatur von Völkermördern).

3) Es ist gut, dass es so viele Höckes wie möglich in der AfD gibt,
damit die Themen, die eigentlich tabuisiert werden sollen,
von den letzten Deutschen offensiv vertreten werden:
I. 'Ich bin für das Weiterleben meines Volkes.'
II. 'Ich bin für ein Territorium, auf dem dieses Volk überleben kann.'
III. 'Ich bin für eine Regierung, die I. und II. ermöglicht.'

Spielhahn
14. Dezember 2015 17:56

@Wawerka: Die Sache mit dem K- bzw. r-Strategen ist immer relativ. Man vergleicht zwei Populationen miteinander und eine folgt dann eher der K- ,die andere eher der r-Strategie. So kann man z.B. Laub- mit Nadelbäumen vergleichen. Das ginge auch mit Stadt- und Landbevölkerung, West- und Mitteldeutschland usw.

Höcke liegt also an sich nicht (ganz ) falsch.Das Problem bei der Argumentation ist, dass sie nicht leicht verständlich und daher leicht umzudeuten ist. Da muss er besser werden.

Waldgänger
14. Dezember 2015 18:26

Mit ziemlicher Sicherheit dürften sich weder Herr Fest noch die AfD-Führung um Herrn Meuthen überhaupt mit der inhaltlichen Komponente von Höckes Aussage beschäftigt haben.

Sie schrecken allein davor zurück, dass der Gegner ihnen "biologistisches" Argumentieren unterstellen könnte.
Sie springen über das Stöckchen.
Brav dressiert vom inneren Zensurbeamten.

Als ob das ein Argument wäre oder als ob die Biologie nicht existieren dürfe.
Die Angst zu denken - ein Armutszeugnis für Fest, Meuthen und (vermutlich) Herrn Sten von der Jf.

Wilhelm II.
14. Dezember 2015 20:09

Soeben mein JF-Abo gekündigt. Das Interview mit Fest und die hetzerische Berichterstattung über die Höcke-Rede waren der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Diesen gepflegten Salon-Konservatismus - dem Stein und Fest huldigen - hätte man vielleicht noch vor 20 Jahren praktizieren können, doch diese Zeiten sind unwiderruflich vorbei.

Aristoteles.
14. Dezember 2015 21:03

@Spielhahn

Ich schätze mal, dass höchstens fünf Prozent aller Diskutanten vorher wussten, was r- oder k-Strategie bedeutet. Jeder wusste, was Höcke meinte, und diejenigen, die etwas gegen Höcke haben, haben schnell bei Wikipedia nachgelesen, dass sich diese Strategien angeblich auf Species und nicht auf Subspecies beziehen.

Bei Wikipedia steht, dass der Eintrag zuletzt am 14.12.2015 geändert wurde - möglicherweise von einem BRD-Sittenwächter.
Auf anderen Internetseiten habe ich in Bezug auf die r- und k-Strategie überhaupt nichts von 'Arten' gelesen, sondern nur von LEBEWESEN und ORGANISMEN; in diesem Bezugsrahmen wäre also richtig, was Höcke gesagt hat, zumindest aktuell.

Auf der englischen Wikiseite (https://en.wikipedia.org/wiki/R/K_selection_theory) steht sogar Folgendes:
While usually applied at the level of species, r/K selection theory is also useful in studying the evolution of ecological and life history differences between subspecies, for instance the African honey bee, A. m. scutellata, and the Italian bee, A. m. ligustica.

Die englisch-sprachigen Wissenschaftler dürfen also eine afrikanische Honigbiene mit einer italienischen vergleichen,
die deutschsprachigen Wikipedia-Leser aber sollen nicht sagen dürfen, dass eine schwarzhäutiger Afrikaner schwarzhäutig ist und ein weißhäutiger Europäer weißhäutig.

Was für ein Irrenhaus.

Natürlich hätte Höcke einfach sagen können, dass sich Afrikaner und Orientale zur Zeit quantitativ stärker fortpflanzen als Europäer.
Dass er nichts weiter als das gemeint hat, wissen sogar seine Gegner, doch diese fürchten um ihre warmen BRD-Sessel und ihre totalitär-rassistische Einheitsbrei-Ideologie. Und deshalb unterdrücken sie die Wahrheit.

Ich glaube sogar, im Mittelalter waren die Menschen intelligenter.

https://www.laenderdaten.de/bevoelkerung/geburtenrate.aspx

(Das erste nicht-afrikanische Land ist auf Platz 10 Afghanistan.)

Thomas Wawerka
15. Dezember 2015 00:20

Frederick van Portshouven: Es sei denn, dass dies eine bewusst in Kauf genommene Provokation war, die einem Köder gleich ausgeworfen wurde, um möglichst viel publicity zu generieren.

Das vermute ich auch, zumal es sich hierbei um eine Nebenaussage handelt, die für die Hauptaussage piepegal ist. Die Hauptaussage lautet ja: Vitale Leute mit Geburtenüberschuss treffen auf ängstliche Besitzstandswahrer mit schwindender Nachkommenschaft, für Letztere kann das nicht gut ausgehen. Ob man jetzt Vitalität und/oder Geburtenüberschuss biologisch begründet, oder kulturell, oder - wie es, vermute ich, am vernünftigsten wäre - mit beidem (denn so viel ich weiß, kommt nie das eine ohne das andere in Reinform vor): das ist doch vollkommen irrelevant. Für die Hauptaussage hätte es völlig genügt, sich auf Gunnar Heinsohn zu beziehen statt auf missverständliche "r- und K-Typen".
Wenn es einen tieferen Grund für diese seltsame Passage gibt, dann offensichtlich nur einen: uns, d.h. den europäischen "K-Typ", zu entlasten. Wir sind halt so. Die niedrige Fortpflanzungsrate ist genetisch bedingt. Kann keiner was für. Schicksal. Schlussfolgerung: Wir brauchen ein Biotop, in dem wir "K-Typen" vor den aggressiven, expandiven "R-Typen" geschützt sind. - Das wiederum wäre natürlich völliger Unsinn, denn die rapide sinkende Geburtenrate (bei gleichzeitig rapide gestiegener Abtreibungsrate) ist eindeutig ein kulturelles Phänomen (es sei denn, innerhalb von nur drei Generationen hätte sich in der gesamten europäischen Bevölkerung ein wundersamer genetischer Wandel ereignet).
Nee, wie man es wendet, wie man es dreht, diese Aussage war entweder ein verzeihlicher Lapsus oder eine geplante Provokation. Beim Hören konnte ich mich des facialpalmierens nicht enthalten, wenngleich ich dieses diabolische Vergnügen, eine Arschbombe in die Fettfässer des Gegners zu machen, durchaus verstehe. Das liegt auf einer Linie mit dem Pirincci-Auftritt in Dresden. Diese tiefe Befriedigung, einfach mal mittenrein zu latschen, zu gucken, was passiert, und sich über die Hysterie der Ameisen kaputtzulachen.
Dem Herrn Pirincci darf man so etwas zugestehen, er ist Künstler und als solcher ein anarchisches Schandmaul. Herr Höcke jedoch ist Politiker, Volksvertreter, von ihm erwarte ich, dass er sich um Wählerstimmen bemüht, und zwar um jede einzelne. Wir brauchen eine Mehrheit, um das Schiff wieder auf Kurs zu bringen, wir müssen überzeugen und nicht abschrecken.
Überzeugen durch die besseren Argumente und durch das bessere Beispiel, und ich weiß: Es ist frustrierend, denn das alles kommt ja kaum an. Es scheint für die Katz zu sein. Ein Teil der Zeitgenossen ist sediert, ein Teil ist fanatisiert, warum also noch Haltung bewahren und sauber reden und handeln?! Warum nicht mittenrein latschen?!
Um der Sache selber willen!

Thomas Wawerka
15. Dezember 2015 00:22

Nachtrag: https://www.youtube.com/watch?v=zintiGyN0nc

Heinrich Brück
15. Dezember 2015 02:00

R-K-Strategie interessiert niemanden.
Für die CDU-SPD-Parteien zählt die Koalitionsfähigkeit. Wer koalitionsfähig ist, darf mitspielen, ist demokratisch.
Das Programm ist schon vorgegeben; und macht die Lückenpresse erst lebensfähig. Angewiesen auf die Bereitschaft des Wählers, seine eigene Überflüssigkeit nicht sehen zu können.
Westdeutschland wurde geistig, und zum Teil körperlich, internationalisiert; und diese Internationale vertritt ihre eigene Demokratie. Eine Nationale Demokratie kann überhaupt nicht mehr bildlich vorgestellt werden, mangels praktischer Erfahrung und historischer Phantasie der Selbstabschaffer. Deren Wahlberechtigung in diesem System lediglich ihren Untergang vorhersehbar macht.
Alles, was nicht zur Koalitionsverstärkung führt, muß intellektuell verstörend wirken. Zumindest für solcherart Konservative, deren Ablaufdatum noch nicht zu ihrem Niveau vorgedrungen sein mag - den Barbaren aber schon immer bekannt war.
Es muß wohl Instinkt sein, den eigenen Kindern eine Heimstatt im Ausland zu empfehlen, aber auch Eingeständnis einer Niederlage. Mit dem zugestandenen Latein am Ende zu sein, nicht hilfreich. Gleichzeitig eine Desavouierung jedweder konservativen Intellektualität im Ernstnehmen deutscher Standpunkte.
Ich bilde mir wirklich ein, soviel Verstiegenheit muß sein, einer meiner Vorfahren hätte im Teutoburger Wald gegen die Römer gekämpft. Er siegte, nahm sich ein blondes Weib (die blauen Augen sind vielleicht schon zuviel des Völkischen) zum Leben, und sie zeugten fünf Kinder. Na ja, meinetwegen auch umgekehrt, liegt an der Stimmung. Aber wehe, jemand hätte sich getraut sie zu demütigen.

Bernhard
15. Dezember 2015 19:04

Natürlich kann man die r/K-Theorie auf Menschen anwenden.

Leider muß ich immer wieder feststellen, daß die "Konservativen" gravierende Defizite bei den modernen Humanwissenschaften haben.

Zur Debatte empfehle ich die folgende Auswahl zu lesen. Da wird Höcke voll bestätigt:

https://antaios.de/buecher-anderer-verlage/ares-verlag/1265/rasse-evolution-und-verhalten-eine-theorie-der-entwicklungsgeschichte?c=15

https://www.amazon.de/Science-Race-Selected-Professor-Philippe/dp/1300958138/ref=sr_1_3_twi_pap_1?s=books-intl-de&ie=UTF8&qid=1450202469&sr=1-3&keywords=rushton+the+science+of+race

https://www.amazon.de/Life-History-Approach-Human-Differences/dp/0993000118/ref=sr_1_1?s=books-intl-de&ie=UTF8&qid=1450202543&sr=1-1&keywords=the+life+history+approach+to+human+differences

In der BRD ist man immer mehr von der internationalen wissenschaftlichen Forschung abgehangen.

Georg Mogel
16. Dezember 2015 22:25

...»Wer viel lernt, der verlernt alles heftige Begehren« – das flüstert man heute sich zu auf allen dunklen Gassen.

»Weisheit macht müde, es lohnt sich – nichts; du sollst nicht begehren!«- diese neue Tafel fand ich hängen selbst auf offnen Märkten.

Zerbrecht mir, o meine Brüder, zerbrecht mir auch diese neue Tafel! Die Welt-Müden hängten sie hin und die Prediger des Todes, und auch die Stockmeister: denn seht, es ist auch eine Predigt zur Knechtschaft! –

Daß sie schlecht lernten und das Beste nicht, und alles zu früh und alles zu geschwind: daß sie schlecht aßen, daher kam ihnen jener verdorbene Magen, –

– ein verdorbener Magen ist nämlich ihr Geist: der rät zum Tode! Denn wahrlich, meine Brüder, der Geist ist ein Magen!

Das Leben ist ein Born der Lust: aber aus wem der verdorbene Magen redet, der Vater der Trübsal, dem sind alle Quellen vergiftet.

Erkennen: das ist Lust dem Löwen-willigen! Aber wer müde wurde, der wird selber nur »gewollt«, mit dem spielen alle Wellen.

Und so ist es immer schwacher Menschen Art: sie verlieren sich auf ihren Wegen. Und zuletzt fragt noch ihre Müdigkeit: »wozu gingen wir jemals Wege! Es ist alles gleich!«

Denen klingt es lieblich zu Ohren, daß gepredigt wird: »Es verlohnt sich nichts! Ihr sollt nicht wollen!« Dies aber ist eine Predigt zur Knechtschaft.

O meine Brüder, ein frischer Brause-Wind kommt Zarathustra allen Weg-Müden; viele Nasen wird er noch niesen machen!

Auch durch Mauern bläst mein freier Atem, und hinein in Gefängnisse und eingefangne Geister!

Wollen befreit: denn Wollen ist Schaffen: so lehre ich. Und nur zum Schaffen sollt ihr lernen!

Und auch das Lernen sollt ihr erst von mir lernen, das Gut-Lernen! – Wer Ohren hat, der höre!

Friedrich Nietzsche,
Also sprach Zarathustra,
Von alten und neuen Tafeln
(16)

Olle
17. Dezember 2015 23:51

Tja, da geht es um Thor v. Waldstein und die Diskussion endet bei Höcke. Das ist schade und bezeichnend. Waldstein zeigt in aĺlen seinen Publikationen ein geradezu atemberaubendes Niveau. Ich würde wirklich noch gerne jeden Einkaufszettel von ihm lesen! Das solche Leute erstmal Rechtsanwalt werden müssen, sagt alles über das herrschende politische System. Ich bin als Sezessionsabonnement stolz, das er bei uns veröffentlicht!
Höcke ist Aktivist in schwerster Zeit. Es ist unter den obwaltenden Verhältnissen nichts weniger als heldenhaft (sic!), seinen eigenen Kopf auf Rednertribünen für die nationale, die konstruktive Sache hinzuhalten. Und nun hat so ein Mann sich im Bestreben, mündlich wissenschaftlich zu werden, vielleicht sachlich leicht vergaloppiert.... Und das kreidet man ihm auf dieser Webside auch noch an....
Die aktuelle Lagebeurteilung muß sich auf die Frage konzentrieren, ob man ernsthaft darauf rechnet, irgendetwas Konstruktives innerhalb des Regimes bewirken zu können. Sieht man klar, d.h., man nimmt den inneren Zusammenbruch der herrschenden egalitaristischen politischen Ordnung als selbstverständlich, unvermeidlich und als Voraussetzung für jeglichen konstruktiven Neubeginn hin, wird jeder abgrenzeritische Ansatz einfach zur Farce.
Kein Taktieren jetzt! Klartext!

Georg Mogel
19. Dezember 2015 18:37

Dieter Stein empfindet Leser-Kommentare zu Artikeln der online-Version der "Jungen Freiheit" als "peinliche Wortmeldungen" und als "Überbietungskampf um die immer radikalere Parole":
Die Entwicklung hin zu Aufhebung der Kommentarfunktion (s. "FAZ") war in Kenntnis des Gesinnungswandels von Herrn Stein absehbar. Das Volk wird lästig. Die Zensur wird zur Regel.

https://jungefreiheit.de/allgemein/2015/online-kommentare-nerven/

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