21. April 2016

Patriotische Solidarität und das Sozialsystem

Gastbeitrag / 62 Kommentare

von Siegfried Waschnig

Masseneinwanderung ist im aktuellen Fall eine Einwanderung in die europäischen Sozialsysteme. Die erhoffte und viel propagierte Zuwanderung der Fachkräfte blieb aus. Laut Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner sind 90 Prozent der sogenannten Flüchtlinge für den deutschen Arbeitsmarkt nicht ausreichend qualifiziert.

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Um das Sozialsystem nicht permanent zu überlasten, schlägt das Münchner Ifo-Wirtschaftsforschungs-Institut daher vor, den Mindestlohn zu senken. Gleichzeitig sprechen sich »Experten« dafür aus, auf keinen Fall den Hartz-IV-Regelsatz anzuheben, da dies den Anreiz für Migranten, eine Arbeitsstelle anzutreten, verringern könnte. In Österreich wird darüber nachgedacht, anerkannten Flüchtlingen die Mindestsicherung (Sozialhilfe) zu kürzen, und ganz nebenbei fällt immer wieder das Wort der »sozialen Hängematte«, in der es sich angeblich auch einheimische Bezieher gemütlich gemacht haben.

Das sind Vermengungen unterschiedlicher Themenbereiche, die aber separat voneinander betrachtet und behandelt werden müssen. »Die Flüchtlinge« als Sündenböcke für belastete Sozialsysteme voranzuschicken und damit Argumente für generelle Sozialleistungskürzungen zur Hand zu haben, greift zu kurz und ist eine brandgefährliche Entwicklung für ein familienfreundliches, patriotisch-solidarisches Europa.

Patriotische Politik darf nicht der Versuchung erliegen, Menschen als Ziffern und buchhalterische Größen zu betrachten und patriotische Solidarität am Altar der Wirtschaftsinteressen zu opfern. Um zu verstehen was patriotische Solidarität im Kern ausmacht, sind vorab ein paar Zahlenspiele notwendig.

Hartz IV ist in Deutschland die Grundsicherungsleistung für erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Das heißt, will jemand diese Leistung erhalten, muss er dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Der Hartz-IV-Regelsatz beträgt für volljährige Alleinstehende, Alleinerziehende und Personen mit minderjährigem Lebenspartner € 399,00 monatlich. Der Regelsatz für Kinder abhängig vom Alter liegt zwischen € 234,00 bis € 302,00 im Monat.

Die Bedarfsorientierte Mindestsicherung erhalten in Österreich Hilfsbedürftige, deren Haushaltseinkommen unter den Mindeststandards liegt und deren jeweiliger Bedarf nicht durch eigene Mittel gedeckt werden kann. Der Bereitschaft zum Einsatz der eigenen Arbeitskraft muss bestehen. Die Mindestsicherung beträgt monatlich € 837,76. Für jedes Kinder gibt es jeweils zusätzlich € 150,80 im Monat.

In Deutschland stehen nach dieser Berechnung einer alleinerziehenden Mutter mit drei Kindern im Alter zwischen 6 und 13 Jahren monatlich € 1305,00 zu und in Österreich € 1290,16. Knapp € 1300,00 also, für Essen, Kleidung, Schulsachen, Zahnspangen, Bücher, Reparaturen, Körperpflege, Bildung und eventuell ein wenig kulturell wertvolle Freizeitbeschäftigung. Neben der Herkulesaufgabe von Kindererziehung und »Haushaltscontrolling« müssen diese Mütter zusätzlich noch dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, damit sie nicht aus den Sozialprogrammen herausfallen.

Im Zuge dieser Bereitschaft müssen sie irgendwann zumindest eine geringfügige Arbeit annehmen. Diese Aufgabe stemmen bereits tausende alleinstehende Eltern – Frauen sowie Männer. Dafür gebührt ihnen unser größter Respekt. Hier von einer »sozialen Hängematte« zu sprechen, ist pervers.

Für viele Menschen aus einem anderen Kulturkreis stellen diese Beträge gepaart mit dem europäischen Lebensstandard erhebliche Pull-Faktoren dar, die sie zu einer lebensgefährlichen Überfahrt motivieren. Ist der Schritt in eines der attraktiven europäischen Sozialsysteme erst einmal geschafft, stellt das eine erhebliche Verbesserung des familiären Lebensstandards dar.

Wenn ihnen diese Möglichkeit geboten wird, ist es ihnen nicht zu verdenken, wenn sie den Schritt nach Europa wagen. Für autochthone Europäer eignen sich diese Sozialleistungen zwar um kurzfristige Notsituationen zu überbrücken, sind aber auf Grund der angespannten wirtschaftlichen Verhältnisse nicht mehr zeitgemäß.

In Österreich waren Anfang 2016 475.435 Menschen ohne Arbeit, was einer Arbeitslosenquote von 5,8 Prozent entspricht. Diesen Menschen stehen im Moment rund 50.000 freie Arbeitsplätze zur Verfügung, um die sie sich wirtschaftsliberal gerecht rittern müssen. In Deutschland beträgt die aktuelle Arbeitslosenquote rund 7 Prozent, was 2,9 Millionen Menschen entspricht.

All die Menschen, die seit 2015 in unsere Länder geströmt sind, scheinen in dieser Statistik aber noch gar nicht auf, haben trotzdem Hunger, Durst, wollen wohnen, sich anziehen und mit der autochthonen Bevölkerung zumindest auf einem bestimmen Prestigeniveau mithalten. Wird ihnen dieses Niveau nicht gewährt, dann ist auf Grund der organisierten Vorfälle der letzten Monate zu befürchten, dass sie sich dieses Prestige mit Gewalt erobern. Zusätzlicher Druck auf die europäischen Sozialsysteme.

Denkt man sich Menschen als Nummern und variable Größen am Arbeitsmarkt und möchte man diesen Markt entlasten, dann macht es durchaus Sinn, wie vom Ifo-Institut gefordert, die Mindestlöhne zu senken. Davon erhoffen sich »Wirtschaftsexperten« die Bereitschaft von Arbeitgeberseite, eine größer Anzahl von Arbeitsplätzen zur Verfügung zu stellen. Eine Arbeitskraft, die weniger kostet, wird eher eingestellt. Auf Grund des größeren Angebotes steigt aber auch der Druck auf Sozialleistungsempfänger, sich »nicht in der sozialen Hängematte« auszuruhen.

Im Endeffekt werden zwar mehr Arbeitsplätze geschaffen, das aber zum Preis einer geringeren Bezahlung und einer zusätzlichen psychischen und physischen Belastung. Auch auf unsere oben erwähnten alleinstehenden Mütter. Die Vorschläge schaffen zwar Arbeitsplätze, lassen aber in dem eingeschränkten Blick dieser Wirtschaftstheorie die verheerenden Auswirkungen auf den Menschen außer Acht. Meist sind es Arbeitsplätze, deren Löhne und Gehälter zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel bereithalten.

Auf der einen Seite wird von Eltern erwartet, »wertvolle« Mitglieder der Gesellschaft heranzuziehen, und auf der anderen Seite müssen sie flexibel, teamfähig und mit der notwendigen Erfahrung dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Eine Doppelbelastung, die auf Kosten einer der beiden Seiten gehen muss.

In Zeiten kippender Sozialsysteme ist man als patriotisch denkender Mensch vielleicht versucht, sich auf die Diskussion der Verteilung bzw. Streichung der Sozialleistungen an Menschen anderer Kulturkreise anzuschließen oder auch die autochthone arbeitslose Bevölkerung mit Sozialkürzungen zu »motivieren«. Doch steht es außer Frage, wirklich Schutzsuchenden zu helfen und sie zu unterstützen.

Warum sollte jemand, der wegen Rasse, Religion, Nationalität, politischer Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe verfolgt wird und in unseren Ländern Schutz sucht, nicht die gleiche Unterstützung wie Einheimische erwarten dürfen? Sensibel reagieren wir nur deshalb darauf, weil dieser Einwanderungsirrsinn zu einem sehr großen Teil nichts mit den anerkannten Asylgründen zu tun hat und in der Vergangenheit nur sehr, sehr lax auf Missbrauch reagiert wurde.

In erster Linie haben wir nicht darüber nachzudenken, wer wie viel bekommen soll, sondern einen vernünftigen und zeitgemäßen Umgang mit wirklich Schutzsuchenden zu finden und Missbrauch abzustellen. Wenn Asyl nur noch auf Zeit gewährt wird und wir Schutzsuchenden klar kommunizieren, dass sie nur auf Zeit Gast in unseren Ländern sind und bei Befriedung ihrer Heimat wieder in ihre Länder zurückkehren müssen, dann nehmen wir großen Druck aus unseren belasteten Systemen. Auch die Bereitschaft zur Hilfe würde steigen.

Wie die Erfahrung zeigt, gibt es noch zusätzlich jede Menge anderer Gründe, die nicht als Asylgrund international anerkannt sind und wegen denen trotzdem Millionen Menschen auf der Flucht sind. Auch wenn viele ein anderes Idealbild von Vaterlandsliebe, Ehre und Stolz haben, ist es einem jungen Mann oder einen jungen Mutter trotzdem nicht zu verdenken, wenn sie sich dazu entschließen, sich nicht auf eine bestimmten Seite im Bürgerkrieg eines Landes zu schlagen oder einfach nur die Chance ergreifen, um ihr Familienleben zu verbessern.

Aber auch das liegt nicht in der Verantwortung eines einzelnes Landes, sondern hier sind internationale Vereinigungen wie die UNO gefragt. Diese müssen im konkreten Fall auf internationaler Ebene Hilfe leisten, sind wiederum aber auf die Zuwendungen der Mitgliedsstaaten angewiesen.

Jedes Land sollte spätestens jetzt die Notwendigkeit erkannt haben, dass auch als Eigennutz und zum Schutz des eigenen Kulturraumes Geldleistungen an internationale Organisationen notwendig sind, will man künftige Einwanderungswellen vermeiden. Dieses Vertrauen müssten sich internationale Organisationen aber durch Transparenz erst wieder erarbeiten.

Setzt man diese Punkte einmal konsequent um, dann nimmt man als verantwortungsvolles Land und als ein sich der globalen Vernetzung bewusster Kontinent enormen Druck aus den weltweiten Wanderungsbewegungen und so auch aus den europäischen Sozialsystemen. Wenn nicht aus altruistischen Antrieben, dann wenigsten aus egoistischen Gründen.

Hilfe vor Ort kommt den Schutzsuchenden so am besten zugute, da sie innerhalb ihres Kulturkreises notwendige Unterstützung und Hilfe erhalten. Globale Herausforderungen zu lösen, wie es die momentane Völkerwanderung eine ist, ist nicht die Aufgabe eines einzelnen Landes oder Kontinents. Diese Aufgabe kann nur überstaatlich gelöst werden.

Doch zurück in die Heimat. Hier kommt nun die patriotische Solidarität ins Spiel. Solidarisch sein bedeutet unbedingtes Zusammenhalten mit jemandem aufgrund gleicher Anschauungen und Ziele, auf das Zusammengehörigkeitsgefühl und das Eintreten füreinander sich gründende Unterstützung. Solidarität und solidarisch sein unterscheidet sich ganz klar vom Begriff sozial (sein), der sich im erweiterten Sinne auf gemeinnützig, hilfsbereit und barmherzig beziehen kann.

Sozialismus ist eine egalitäre Weltanschauung und macht keinen Unterschied zwischen Herkunft, Talenten und realen Notwendigkeiten. Aus einem ideologischen Elfenbeinturm herab werden dem Mensch die gleichen Bedürfnisse angedichtet, während sich patriotische Solidarität nach ethnokulturellen Notwendigkeiten richtet und individuell gestaltbar ist.

Die Frage, ob Asylbewerbern/Asylberechtigten die Mindestsicherung gestrichen/erhöht/gesenkt werden soll, stellt sich in einem patriotischem Solidaritätsmodell erst gar nicht, da die finanzielle Hauptlast an andere Unterstützungseinrichtungen ausgelagert wird (wenn wir im »Business-Jargon« bleiben wollen).

Darin liegt auch die Notwendigkeit patriotischer Politik, das klar zu kommunizieren. Sichere Grenzen, Hilfe vor Ort und Remigration der bisher nach Europa geströmten Massen sind die einzig logische Antwort auf die soziale Frage. Sobald sich patriotische Politik auf eine andere Diskussionsbasis diesbezüglich einlässt, bewegt sie sich innerhalb eines vorgegebenen und etablierten »Mainstreams« und kann diese fachliche Auseinandersetzung so nur verlieren.

Gerade der FPÖ in Österreich, der sich eine Koalitionsmöglichkeit mit der wirtschaftsliberalen ÖVP auftut, sei das ins Stammbuch geschrieben. Bei der ÖVP sieht man die Zeiten für Sozialleistungsbeschneidungen günstig. Die FPÖ würde aber in diesem Falle Betrug an der autochthonen Bevölkerung betreiben, die in der »sozialen Heimatpartei« eine große Hoffnung sieht, um von der sozialistischen Faymann-Politik erlöst zu werden.

Anreize für den Wiedereinstieg bzw. den ersten Schritt in das Berufsleben zu schaffen, gehört zu einer vernünftigen Staatspolitik. Unserer alleinerziehenden Beispielmutter aber noch mehr wegzunehmen, wo sie und ihre Familie ohnehin zum Leben nur mehr das Notwendigste haben, ist der falsche Ansatz. Wenn Familien in Europa wieder eine bedeutende Rolle spielen sollen, dann müssen entsprechende Anreize geschaffen werden. Dazu hat man sich auch auf »moderne« Umstände wie alleinerziehende Mütter und Väter einzustellen.

Politik der patriotischen Solidarität muss weg von der egalitären sozialistischen und liberalen Ansicht des Menschen als »tabula rasa« oder Nummer. Konkret kann sie durchaus hierarchisch und elitär gestaltet sein und Leistung und Wettbewerb positiv besetzen. Passiert das in einem gesunden Maße, hat das belebende Wirkung auf eine Gesellschaft.

Die Nutznießer dieser Politik sollen aber ihre Früchte nicht nur für SUV und Zweitwohnsitz ernten, sondern sich auch der Verantwortung ihrer Gemeinschaft gegenüber bewusst sein. Einer florierenden Wirtschaft darf die eigene Zukunft in Form von heimischen Kindern nicht geopfert werden. Das muss sie auch nicht.

Eine Politik der patriotischen Solidarität kann beides unter einem Hut bringen und noch dabei einen wertvollen Beitrag zur Völkerverständigung leisten. Den Denkanstoß, wie im konkreten Falle so eine Politik aussehen könnte, will dieser Artikel setzen.


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Kommentare (62)

JensN.
21. April 2016 11:05

Vielleicht ist mein Kommentar etwas offtopic, aber dennoch: In dem Text finden sich meiner Meinung nach ein gedanklicher Fehler wieder, der leider immer wieder begangen wird. Die Rede ist hier wieder mal von "kippenden Sozialsystemen". Hört sich auf den ersten Blick logisch an, denn schliesslich will ja ein Millionenheer an "Neubürgern" versorgt werden. Nur, das Geld, welches die Asylanten Monat für Monat kosten, bzw. selber als Taschengeld erhalten, ist ja nicht weg. Es fliesst doch in der Regel immer zum Staat zurück, sei es als Mehrwertsteuer für gekaufte Waren oder als Gewinne für Konzerne, die ja auch wiederum Steuern an den Staat zahlen. Und nicht zuletzt profitiert natürlich die Wirtschaft selber extrem davon, wenn das "Volk" vergrössert wird, oder? 83 Millionen konsumieren schliesslich mehr als 80 Millionen. Warum heisst es denn "Geldkreislauf"? In einem Kreislauf verschwindet das Geld nicht, sondern es fliesst, genau wie das Blut im Körper. Ein Beispiel: Ein Asylant kommt nach Deutschland und erhält Asyl.

Langfristig braucht er eine Wohnung, es müssen also vom Steuergeld Wohnungen gebaut werden. Wer profitiert? Die Bauwirtschaft.
Er braucht täglich Nahrung. Wer profitiert? Die Lebensmittelindustrie.
Er braucht Kleidung. Wer profitiert: Die Bekleidungsindustrie.
Er braucht medizinische Versorgung. Wer profitiert: Krankenhäuser und Pharmaindustrie. Und selbst die Sicherheitsindustrie profitiert von den verängstigten Deutschen die Schutz vor den "Schutzsuchenden" suchen. Gerade nach den Silvester- Vorfällen in Köln, Stuttgart und Hamburg dürfte diese Branche einen mächtigen Schub bekommen haben. Die Politiker, die die Konzerninteressen umsetzen, werden von genau ebendiesen Konzernen geschmiert. Jeder profitiert von jedem, nur der Durschnittsdeutsche, der verliert.

Die hier angesiedelten Asylanten dienen dazu, die Reichen noch reicher zu machen, auf Kosten von uns allen. Ein Werkzeug der Kapitalisten und Bonzen, die ja wiederum die Komplizen von Politik und Medien sind. Eine ausgeklügelte Nummer! Erinnert sei hierbei an einen alten Artikel, den ich vor einigen Jahren mal in einem bekannten deutschen Nachrichtenmagazin gelesen habe. Titel:

" Sarrazin-Debatte: Wirtschaftsforscher fordert 500.000 Zuwanderer pro Jahr".

Dieselben Forderungen hörte man in den Jahren danach immer wieder mal. Interessant oder? Es wird immer so getan, als stehe der Arbeitsmarkt kurz vor dem Kollaps, weil nicht genügend Arbeitskräfte vorhanden wären. Wenn das die Realität wäre, dann müsste die Arbeitslosigkeit bei nahezu null liegen, dann müssten die Firmenchefs und Arbeistvermittler vor den Arbeitsämtern und Asylantenheimen Schlange stehen, um jeden Arbeitsfähigen abzugreifen. Tun sie aber nicht, weil kein Bedarf da ist. Genau das Gegenteil ist richtig, denn es gibt in Deutschland sogar eine massive Überproduktion was Lebensmittel betrifft. Und da die Industrie immer weiter automatisiert wird, werden in Zukunft auch eher weniger, anstatt mehr Menschen benötigt. Das die Wirtschaft Arbeistkräfte aus dem Ausland braucht ist somit eine LÜGE. Es werden mehr KONSUMENTEN benötigt, um die Gewinne der Bonzen explodieren zu lassen.

Das ist zumindest der finanzielle Aspekt, der die Siedlungspolitik - und nichts anderes ist es - erklärt.

Valjean72
21. April 2016 11:24

Ein guter und wichtiger Artikel. Zudem zum richtigen Zeitpunkt, denn schon wittern die Hyänen des Neoliberalismus in den bundesdeutschen Interessenvertretungen ihre Chance auf weitere Schleifungen des Sozialstaates.

Eine patriotische Partei muss solidarisch sein mit den unterschiedlichen Volksschichten, sie muss das grosse Ganze der Nation im Sinn haben und darf eben nicht dem zynischen Spiel anheimfallen Volksschichten gegeneinander auszuspielen. Ebenso liegt es auf der Hand, dass eine patriotische Partei für ein positives Bild von Familie, Kinderkriegen und Kindererziehung eintreten muss.

Jedes Land sollte spätestens jetzt die Notwendigkeit erkannt haben, dass auch als Eigennutz und zum Schutz des eigenen Kulturraumes Geldleistungen an internationale Organisationen notwendig sind, will man künftige Einwanderungswellen vermeiden.

Hier glaube ich allerdings, dass diese internationalen Organisationen Wölfe im Schafspelz sind. Dem Anstieg der Massenmigration im Hochsommer ging beispielsweise eine drastische Kappung der UN-Gelder für die Flüchtlingslager im Nahen Osten voraus.

Auf der Internetseite der Vereinten Nationen wiederum kann man ein Strategiepapier mit dem Titel „Replacement Migration“ herunterladen.

Holzfäller
21. April 2016 11:38

In Deutschland stehen nach dieser Berechnung einer alleinerziehenden Mutter mit drei Kindern im Alter zwischen 6 und 13 Jahren monatlich € 1305,00 zu und in Österreich € 1290,16. Knapp € 1300,00 also, für Essen, Kleidung, Schulsachen, Zahnspangen, Bücher, Reparaturen, Körperpflege, Bildung und eventuell ein wenig kulturell wertvolle Freizeitbeschäftigung.

Zumindest für Österreich stimmt diese Rechnung so nicht. Da fehlt nämlich noch die Familienbeihilfe (620 Euro monatlich bei 3 Kindern im Alter von 6, 10 und 13), etwaige Mietzinsbeihilfe und natürlich die Alimente, die bei einem Mann der z.B. 1.600 Euro durchschnittlich verdient, auch noch zusätzliche knapp 700 Euro im Monat ausmacht. Falls er das nicht bezahlen kann, springt der Staat ein. Wenn die Kinder, was bei alleinerziehenden Müttern mit mehreren Kindern nicht unüblich ist, von mehreren Vätern stammen, wäre das Jahreszwölftel sogar noch etwas höher. 2.620 Euro + xxx Mietzinsbeihilfe. Langt zum überleben, oder?

Eddie Kaye
21. April 2016 11:53

Der Beitrag hinkt nicht, der krabbelt am Boden ...

Kurz: Sie fordern im wesentlichen die Politik der offenen Brieftasche, wobei ohnehin schon unfassbar ist, was in den letzten Jahrzehnten der deutschen Bevölkerung alles zugemutet wurde, und wofür bezahlt werden musste. Die schier unglaubliche Summe des Kapitals das im Zuge der Wiedervereinigung versickert ist, die EU-Nettozahlungen, die D-Mark nicht nur aufzugeben, sondern wo auch beim Währungswechsel nachweislich betrogen wurde, und nun wird das Land mit Zuwanderern zu überfüllt, die -btw.- ebenfalls -nicht nur weitere Jahrzehnte finanziert werden möchten- und das soll - laut zumindest einem Identitären -nämlich Ihnen- auch so sein ... nebenbei wird sowieso die halbe Welt finanziert. Nebenbei werden Zig-Milliarden in Griechenland versenkt, die -VW-defakto-Enteignung- droht, kein Zugriff auf die eigenen 3.000 Tonnen Gold ... und Ihre Lösung? Geldleistungen an internationale Organisationen ... hierzu frei nach Manfred Deix:

Ich glaub ich hab mich grad verhört -
sind Sie deppat oder gstört?

Gegendarstellung.
21. April 2016 11:56

Auch wenn ich Ihrer Auffassung zur patriotischen Solidarität grundsätzlich zustimme, so gibt es doch verschiedene Punkte, in denen ich Ihnen widersprechen muß.

Lassen Sie mich Ihre Frage leicht verändert wieder aufgreifen:
Warum sollte jemand, der wegen Rasse, Religion, Nationalität, politischer Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe verfolgt wird und in unseren Ländern Schutz sucht, die gleiche Unterstützung wie Einheimische erwarten dürfen?

Zunächst einmal haben wir zu unterscheiden zwischen Personen, die juristischen Anspruch auf Asyl haben und sogenannten »Schutzsuchenden« (was immer Sie darunter verstehen mögen), die keinen Anspruch auf Asyl haben.

Kann Europa der Retter aller Verfolgten bzw. vermeintlich Verfolgten sein? Nein.

Ganz abgesehen davon, daß jedes Volk aufgrund seines Selbstbestimmungsrechtes selbst darüber entscheiden kann, ob und wen es aufnimmt, sollten wir der Realität ins Auge sehen und begreifen, daß unsere Mittel nicht unbegrenzt sind.

Daß die Belastungen für die Sozialsysteme geringer würden, wenn »wir Schutzsuchenden klar kommunizieren [sic], da[ß] sie nur auf Zeit Gast in unseren Ländern sind und bei Befriedung ihrer Heimat wieder in ihre Länder zurückkehren müssen«, ist eine Hoffnung, die gewiß nicht durch irgendeine Evidenz gespeist wird.
Ob die Heimat der Einwanderer jemals befriedet wird, ist ebensowenig abzusehen und steht auch nicht in unserer Macht. So müßte Europa e.g. allen iranischen Frauen seit 1979 Asyl gewähren, da diese seither durch die Ayatollahs nicht nur grundlegender Menschenrechte beraubt sondern auch verfolgt werden. Warum sollte Europa diese Frauen nicht aufnehmen, wenn man Ihren Überlegungen folgt? Dies gilt freilich auch für die Frauen aus anderen moslemischen Staaten.
Bei einer Bevölkerung von knapp 75 Millionen, wären dies mehr als 35 Millionen Frauen aus Persien, die Europa heute aufzunehmen hätte. Wie soll denn in diesen Falle die Gewährung von Asyl auf Zeit Ihrer Ansicht nach aussehen? Bis sich der schiitische Islam geändert hat? Bis der Iran christianisiert, europäisiert oder amerikanisiert ist? Wäre Europa 1979 Ihren Vorstellungen gefolgt, dann dauerte das sogenannte Asyl auf Zeit für die Iranerinnen nun schon 37 Jahre.

Widersprechen möchte ich Ihnen auch in dem Punkt, daß es notwendig sei, internationalen Organisationen Geld zur Verfügung zu stellen, um künftige Einwanderungswellen zu vermeiden. Kein internationale Organisation hat meines Wissens je eine »Einwanderungswelle« verhindert. Dies kann nur durch einen wehrhaften Schutz der Grenzen des eigenen Vaterlandes geleistet werden.
Welche Organisation Sie hierbei auch immer im Sinne haben: Schauen Sie einfach, wer diese Organisationen dominiert und fragen Sie sich bei der Beurteilung des Handelns dieser Organisationen »cui bono?«.

Ich verstehe auch nicht, welche Hilfe »vor Ort … innerhalb ihres Kulturkreises« Sie sich vorstellen. Wie wollen Sie e.g. die Christen in ihren arabischen Heimatländern vor ihren moslemischen Nachbarn schützen, die doch zweifelsfrei zu ihrem Kulturkreis gehören?

Und bitte, verschonen Sie mich mit Merkel-Floskeln wie »globale Herausforderungen« die »nur überstaatlich gelöst werden« können.
Das für das Selbstbestimmungsrecht der Völker bedrohlichste Szenario sind genau die »überstaatlichen Lösungen«, der Weltstaat, der sich ex cathedra zu bestimmen anmaßt, wie die Völker leben dürfen, welchen Regeln sie zu folgen haben (nachzulesen bei Thomas Barnett »The Pentagon's New Map«, in den Papieren der EU-Kommission und auch in den Vorschlägen von Frau Dr. Merkel, die den Osteuropäern vorzuschreiben gedenkt, wieviele »Flüchtlinge« sie aufzunehmen haben). Schauen Sie sich Afrika an, den Balkan, den Irak ... Zu was haben diese »überstaatlichen« Lösungen geführt?

Insofern stimme ich hier ausnahmsweise einmal Brecht zu, der solchen Träumereien aus dem Wolkenkuckucksheim eine Abfuhr erteilt: Um uns selber müssen wir uns selber kümmern!

Patriotische Solidarität beginnt für mich im Kleinen, nämlich damit, sich zunächst einmal auf das Eigene zu besinnen und die Eigenen zu unterstützen.

niekisch
21. April 2016 12:34

"90 Prozent der sogenannten Flüchtlinge für den deutschen Arbeitsmarkt nicht ausreichend qualifiziert."

Das dürfte bundesweit Gültigkeit besitzen. Kosequenterweise sagt der Sozialdezernent der Stadt Recklinghausen, Georg Möllers, lt. WAZ v. heute: "Es ist richtig zu versuchen, den Flüchtlingen möglichst schnell Angebote zur Sprachförderung zu machen und dafür zu sorgen, dass sie irgendwie Anschluss an den Arbeitsmarkt finden."

"Irgendwie"...keine optimistische Aussage.

Gerade schaue ich aus dem Fenster und sehe wieder Menschen vorbeiziehen, die Nachbarn wegen Essen anbetteln und dabei auskundschaften, wo am ertragreichsten einzubrechen ist.

Der_Jürgen
21. April 2016 12:50

Zum ersten Mal, seit ich Sezession lese, stosse ich heute auf einen Beitrag, dessen Grundtenor ich in Bausch und Bogen verwerfen muss. Das war bisher nie der Fall; ich fand in allen Artikeln allenfalls das eine oder andere Haar in der Suppe, doch mit der möglichen Ausnahme des Diskussionsbeitrags von Lore Waldvogel überwog stets das Positive. Im vorliegenden Fall fällt mein Urteil jedoch schroff ablehnend aus, und ich werde mit dieser Ansicht schwerlich allein auf weiter Flur dastehen.

Siegfried Waschnig stimmt das von der AFD und anderen Halb-Oppositionellen bekannte Klagelied darüber an, dass der BRD-Staat es nicht fertig bringe, echte Asylberechtigte von Wirtschaftsflüchtlingen zu trennen, und schreibt:

„Warum sollte jemand, der wegen Rasse, Religion, Nationalität, politischer Ueberzeugung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe verfolgt wird und in unseren Ländern Schutz sucht, nicht die gleiche Unterstützung wie ein Einheimischer erwarten dürfen?“

Aus verschiedenen Gründen. Erstens, weil es, wenn Hunderttausende oder gar über eine Million Asylbewerber pro Jahr in ein Land strömen, aus rein logistischen Gründen unmöglich ist, zu ermitteln, wer davon triftige Asylgründe im Sinne des Asylgesetzes hat. Wie, Herr Waschnig, wollen Sie das herausfinden, wenn die meisten Gesuchsteller keine Papiere haben und Sie ihre Geschichten schon deshalb kaum überprüfen können? Man würde viele zehntausend Sachbearbeiter, unterstützt von Dolmetschern, benötigen, um diese Sisyphusarbeit zu bewältigen, und die Entscheide wären auch dann meist nur ein Lotteriespiel.

Zweitens, weil ein Mensch, der beispielsweise in Sierra Leone verfolgt wird, in seinem Nachbarland Senegal, wo er sich kulturell und sprachlich nicht fremd fühlen wird, Zuflucht finden kann, genau wie ein politisch verfolgter Iraner in den Irak oder in die Türkei flüchten kann, wo er unter Muslimen leben wird.

Drittens, weil wir, wenn plötzlich Hunderttausende von „echt Verfolgten“ kämen, diese doch nicht aufnehmen könnten, ohne den Untergang unseres eigenen Volkes damit zu beschleunigen. Es wird immer irgendwo in Afrika oder Arabien Krieg und Verfolgung geben. Die Deutschen und die anderen Europäer werden daran nichts ändern können, und man kann nicht von ihnen erwarten, endlos die Folgen fremder Konflikte auszubaden.

Hilfe an Ort ist angebracht, in diesem Punkt hat Waschnig recht, aber mitnichten in der Form, die ihm vorschwebt. „Jedes Land sollte spätestens jetzt erkannt haben, dass auch aus Eigennutz und zum Schutz des eigenen Kulturkreises Geldleistungen an internationale Organisationen notwendig sind, will man künftige Einwanderungswellen vermeiden“, argumentiert er.

O Sancta Simplicitas! Erstens wandern Geldleistungen an internationale Organisationen grösstenteils in die Taschen korrupter Politiker und Funktionäre. Zweitens hocken in Afrika bereits Dutzende von Millionen Auswanderungswilliger auf gepackten Koffern, und sie werden sich ihre Reiselust auch durch noch viele Geldleistungen an internationale Organisationen kaum dämpfen lassen. Drittens fördert die grösste und wichtigste aller internationalen Organisationen, die UN, die Drittwelteinwanderung nach Europa nach Kräften, um, so Peter Sutherland, UN-Sonderbeauftragter für Migrationsfragen, „die europäische Homogenität zu unterminieren“. (Hierauf wurde auf diesem Forum schon von etlichen Diskussionsteilnehmern hingewiesen.) Mit dem von Waschnig vorgeschlagenen Rezept machen wir den Bock zum Gärtner.

Geht’s noch naiver, Herr Waschnig?

Um „künftige Einwanderungswellen zu vermeiden“, was sich Waschnig wünscht, muss Deutschland das Asylrecht abschaffen, keine Anträge mehr entgegennehmen, alle bereits abgelehnten Bewerber, alle illegal Eingewanderten (bis auf Ausnahmen wie alte oder kranke Menschen) sowie alle straffällig gewordenen Immigranten konsequent abschieben. Dies ist der erste Schritt. Der zweite muss dann in der Repatriierung der schon vor der grossen Flut von 2015 ins Land gelangten nicht assimilierungsfähigen bzw. nicht assimilierungswilligen Nichteuropäer bestehen. Die Alternative zu dieser Politik ist der Volkstod.

Hilfe an Ort? Ja, aber nicht mittels korrupter internationaler Organisationen, sondern direkt, z. B. indem Deutschland Aerzte, Ingenieure und Agronomen oder – bei Naturkatastrophen – unbewaffnete Bundeswehrsoldaten in die betreffenden Länder schickt. Und indem es in diesen Schulen und Krankenhäuser baut. Vor einiger Zeit war in einer Schweizer Zeitung zu lesen, dass eine „Flüchtlings“-Familie aus Eritrea den Schweizer Staat die Kleinigkeit von 50.000 Franken monatlich kostet, in vier Jahren also 2,4 Millionen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass man damit in Eritrea ein kleines, mit den nötigsten Medikamenten ausgerüstetes und mit einheimischem Pflegepersonal bemanntes Krankenhaus finanzieren könnte. Aber nein, stattdessen füttert man lieber Schmarotzer durch. Man will ja multikulturell sein und mit Mr. Sutherland „die europäische Homogenität unterminieren“.

Kritikus
21. April 2016 13:51

Mehrere Ebenen der Antwort sind nötig.

1) Es ist wichtig und richtig, so weit wie möglich dicht zu machen.
Jedes Sozialsystem KANN nur funktionieren, wenn der Kreis der Anspruchsberechtigten begrenzt, im wahrsten Wortsinn berechenbar bleibt.

2) Das Gesamtproblem im In- wie Ausland kann nur - vielleicht - gebessert werden, wenn der Kapitalismus durch ein menschenfreundlicheres, nachhaltigeres Wirtschaftssystem ersetzt wird. Er ist am Ende, weil das ewige Wachstum, das er verlangt, prinzipiell unmöglich ist, er ist am Ende, weil die Verschiebung der durch Automatisierung freigesetzten Menschen in andere Erwerbsbereiche ans Ende gekommen ist (von Agrar zu Industrie, von dort zu Dienstleistung - aber dahinter gibt es nichts mehr, außer Arbeitslosigkeit!), usw.

3) Die Arbeitslosenzahlen in D sind massiv höher. Die offiziellen Zahlen um die 3 Mio. betreffen NUR ALG I, also gemeldete Arbeitslose bis maximal 1 Jahr nach Arbeitsloswerdung.
Alle anderen werden zur Täuschung der Wähler aus der Statistik herausgerechnet!: Es fehlen Hartz IV, fehlen alle in Fortbildungsmaßnahmen der Agentur für Arbeit, fehlen Freigestellte von Familienpflege oder eigener Krankheit, fehlen die, die HartzIV nicht beantragen können, weil sie oder ihr Partner noch zu viel Vermögen besitzen (aber dennoch arbeitslos sind), fehlen natürlich auch die, die aus Hoffnungslosigkeit oder Bescheidenheit sich abgemeldet haben.
Alleine schon mit HartzIV und den sich Fortbildenden schätze ich, daß die realen Zahlen in diesem Lande bei 10 Millionen liegen dürften (3 Mio. ALG I, 5-6 Mio. Hartz IV, plus Fortbildende), also 1/5 bis 1/4 der erwerbsfähigen Bevölkerung!
Noch OHNE die Invasoren.

4) HartzIV ist für D als Existenzminimum definiert. Wer überhaupt darauf Anspruch hat, der darf nicht weniger bekommen.
Nebenbei - der Erwachsenensatz liegt mittlerweile bei 404 €.
Es stellt sich aber die Frage, ob man in manchen Kreisen nicht mit geheimen Einkünften (Kriminalität) oder geheimen Vermögen (nicht nachweisbare islamische/ausländische Bankguthaben) rechnen muß und deshalb dort weitgehend mit Sachleistungen arbeiten sollte.
Dabei ergibt sich das Unterproblem, daß viele zu den sog. Tafeln gehen, wo sie kostenlos Lebensmittel erhalten - außerhalb der staatlichen Förderung - was ihnen umgekehrt dann ermöglicht, eingespartes Geld anderweitig zu verwenden, etwa, es ins Ausland zu überweisen, wo es für die Angehörigen eine erhebliche Kaufkraft bedeuten kann.
DAS muß möglichst abgestellt werden.

Also:
1) Keine Entgrenzung der Anspruchsberechtigten
2) Sachleistungen, wo geheime Finanzen zu vermuten sind
3) Entwicklung eines besseren Konzeptes für die Wirtschaft generell.

Belsøe
21. April 2016 14:02

JensN. und Valjean72 werfen zwei wichtige Aspekte in den Raum:
Die Schaffung von Konsumenten
Die Rolle der UN
Die Schaffung von solcher Art Konsumenten tut was? Sie ist ein weiterer Strohhalm im gemeinschaftlichen Vermögen (sowohl dem materiellen als auch dem, was es vermag) eines Volkes. Denn die staatliche Alimentierung stellt eben keinen Teil eines Kreislaufs mehr dar. Die ist ein Medium, das die Erträge der Leistung tätiger Bürger über den Umweg realwirtschaftlicher Umsätze finanzwirtschaftlichen Renditen zuführt – und diese werden nicht in einem volkswirtschaftlich tragbaren Umfang versteuert, reinvestiert und in den Kreislauf zurück gegeben. Der Schlauch mag noch wie ein Kreis gewickelt sein, hat aber ein Leck.
Alimentierung meint hier im übrigen keineswegs nur den einzelnen, der von Sozialleistungen lebt. Vorgänge wie rund um den Berliner Flughafen, von übernational vorgeschriebenen Ausschreibungsverfahren bis hin zu undurchschaubaren, indirekten Quersubventionierungsgeflechten oder ganz generell die Aushöhlung öffentlicher Kompetenzen und Infrastrukturen zugunsten von horrend teuren „Beratungsleistungen“ und halbgaren Privatisierungsabenteuern – fallen auch unter diese Kategorie. Das ist ein Parallelsystem, ein riesiger Parasit auf einem gewachsenen Gemeinwesen. TTIP mit seinen gesetzgewordenen Ansprüchen auf Umwidmung gemeinschaftlicher Güter in privatwirtschaftliche Verfügungsmasse könnte man als seine Verfassung verstehen. Da der Staat in diesem Modell nur einen Zapfstachel darstellt, der in sich ruhig relativ handlungsunfähig sein darf, sind dann auch zuwanderungsbedingte Verwerfungen in seinen sozialen und ordnungspolitischen Zuständen keine Argumente.

Bei der Durchsetzung dieser Bewegungen wiederum scheint es tatsächlich eine Instrumentalisierung der UN zu geben. Der Goldman-Sachs-Funktionär Peter Sutherland, einige Jahre als Special Commissionary (also mit „Sonderaufgaben“) für die Migrationsabteilung er UNHCR eingesetzt, sagte wortwörtlich dass die EU ihr bestes geben müsse, um nationale Homogenität zu unterminieren (O-Ton, lässt sich googeln). Die dann in sich doch recht plötzliche anschwellende Massenbewegung aus nahöstlichen Flüchtlingslagern im letzten Jahr, also die berühmte 2015er Million, wird von Beobachtern ganz konkret auf eine Halbierung der Leistungen in diesen Lagern zurückgeführt. Betrieben werden diese Lager, entschieden wurden diese Kürzungen und ihr Zeitpunkt – von der UNHCR. Ein Schelm…

Was heisst das nun für den Einzelnen? Zunächst mal gibt es wenig Entrinnen. Ein durchschnittlicher Bürger nordwesteuropäischer Sozialstaaten (dazu zähle ich erstmal auch den zeitweilig auf Sozialleistungen angewiesenen Landsmann – dass man bei homogener Bevölkerung hohe Sozialleistungen und hohe Erwerbsquoten gleichzeitig haben kann, beweisen ja unsere nördlichen Nachbarn, deren diesbezügliche Probleme praktisch reine Probleme des Einwanderungsmilieus sind) ist ja in einer Zwickmühle festgesetzt worden. Er wird bildungsmässig zum Angestelltentypus und Konsumenten herangezogen, um dann in vielen Fällen gar keine wirklich tragfähige Angestelltenlaufbahn mehr angeboten zu bekommen und seine Bestimmung zu verfehlen. Woraufhin ihm vorgeworfen wird, ihm fehle der entrepreneurial spirit, der Biss des Freien im Spiel der Kräfte. In der Realität soll er für wenig arbeiten, aber selbst seine Risiken absichern und noch mehr ausgeben. Diesen Schizophrenien wird der Bürger zunehmend hart ausgesetzt. Er stellt weiterhin (teils nach Jahren der Systemfinanzierung) fest, dass die Zuständigkeit des Staates für seine Angelegenheiten eher sinkt – was in konsequenter Form auch Vorteile haben kann, wenn da nicht der Umstand wäre dass er trotzdem immer höher besteuert wird (und er noch merken muss dass es sehr wohl eher wachsende Zuständigkeiten für die kostenlose Beförderung, Unterbringung und Teilhabe von bestimmten ausgewählten Gruppen gibt, dass offenbar bestimmte Sanktionen und Bewerbungsdruck sehr ungleich ausgeübt werden usw.). Wir haben in den Sozialstaaten derzeit einen Trend zur Amerikanisierung von Leistungen bei gleichzeitiger Skandinavisierung der Abgaben – irgendetwas hat da mächtigen Hunger, womit wir wieder den Kreis zum Zapfstachel geschlossen hätten.

Ein Ansatz wäre, sich (also wirklich SICH und seine Leistungsfähigkeit) zu entziehen. Sich vorzuenthalten. Ich bin nicht sehr begabt darin, mir konkrete Wege diesbezüglich auszudenken, auch muss einem wohl klar sein dass das gesellschaftliche Opfer kosten wird. Mir scheint aber, dass sich in diesen Jahren entsprechende Wege herausbilden werden, manche bewusst, viele aus Not. Als Fussnote interessant: manche Migrantenmilieus tun das ja bereits. Sozialleistungen beziehen und nebenbei allerhand Geschäfte machen, es müssen gar nicht in sich kriminelle Dinge sein. Soll ausgerechnet das nun unsere Avantgarde sein? Egal was man tut, um eine gewisse gesellschaftliche Zersetzung scheint man nicht herumzukommen. Vielleicht fühlt sich deshalb alles so eklig an.

Friedhelm
21. April 2016 14:09

Ich finde, Japan macht es doch recht vorbildlich: 2014 wurden 14 Flüchtlinge aufgenommen, und viele Anträge stammen wohl aus Ostasien selbst, nicht aus dem Nahen Osten oder Afrika. Abe meinte, man will erst einmal die eigene Geburtenrate in den Griff bekommen, bevor man an Einwanderung denkt. Das war klug ausgedrückt für "nein ,danke". Zumal dieser Satz ja auch zeigt, daß Shinzo Abe weiß, daß die Japaner bei westlicher Einwanderungsrate auch zu einer Minderheit im eigenen Land würden.

Dieses Jahr wurden in Japan um die 20 aufgenommen, auch Türken, die sofort die Stereotype (Hitzĸöpfigkeit, geringe Selbstbeherrschung, geringe Intelligenz) bestätigten und Frauen vergewaltigten. Frei nach Philip K. Dick: Race is that which, once you stop believing in it, does not go away.

Von daher: lasst die Menschen einfach in ihren Ländern. Selbst wenn sie wirklich nur auf Zeit kämen, ist nicht gesagt, daß sie hier nicht bleiben wollen und anfangen, zu nerven.

Der Text ist also nicht gerade gut. Ich hoffe, daß man soetwas nicht in der Druckausgabe findet. Es täte weh, dafür zu zahlen.

Winston Smith 78699
21. April 2016 14:28

@ JensN.

Im Prinzip ist das ja eine Variante auch der altbekannten Perspektive von Ulfkotte bezüglich der Asylindustrie. Der sagt sogar: Asyl schafft Arbeitsplätze, haufenweise - nur was für welche: wie produktiv für das Gemeinwohl, für welche Typen, von wem bezahlt? Und in welcher Weise beteiligen sich diese Profiteure wohl an der Entscheidungsbildung und Gewaltausübung des Souveräns?

Ich finde Ihre Beobachtung, dass Konsumenten importiert werden, ja richtig. Dann aber bitte auch gleich das ganze Bild: es werden zugleich Lohndrücker importiert. Von Ökonomie versteh ich ja nix, aber ich empfehle eine Präzisierung Ihrer Aussagen.

Nur, das Geld, welches die Asylanten Monat für Monat kosten, bzw. selber als Taschengeld erhalten, ist ja nicht weg. Es fliesst doch in der Regel immer zum Staat zurück, sei es als Mehrwertsteuer für gekaufte Waren oder als Gewinne für Konzerne, die ja auch wiederum Steuern an den Staat zahlen.

Nur zum Teil eben! Den anderen Teil gibt der Staat also indirekt an die "Wirtschaft" weiter. Sie verklausulieren dies etwas.

Warum heisst es denn „Geldkreislauf“? In einem Kreislauf verschwindet das Geld nicht, sondern es fliesst, genau wie das Blut im Körper.

Vorsicht Inflation oder direkte Entgeignung. Blutzellen sind materiell, Geld nicht. Geld kann man auch nicht essen.

Die Beobachtung der Steigerung der Binnennachfrage beim Exportweltmeister läßt sich auch noch weiter treiben. Auch Zerstörung kurbelt Nachfrage an. Doch doch: Abrackprämie. Was ist mit Raub, mit Vertreibung? Gerade eben in den Nachrichten: "Mehr Förderung für Einbruchsicherung" - irgendwann wird sie wohl per Gesetz gefordert. (Aber bloß keine Waffen! Irgendwann sitzen alle wehrlos verhungernd in Bunkern unter der Erde, während droben die neuen Herren reiten. )

Mich würde jetzt interessieren, wie Sie Ihre Beobachtung mit dem Begriff "Wachstum" und dessen Rolle in der Marktwirtschaft in Beziehung setzen. Aber ich versteh von Ökonomie nix, wundere mich nur immer.

t.gygax
21. April 2016 14:37

"Doch steht es außer Frage, wirklich Schutzsuchenden zu helfen und sie zu unterstützen".
Genau das ist der springende Punkt: warum steht das außer Frage? Warum muss "ich" oder mein "Land" oder meine "Bevölkerung" oder meine "Regierung" helfen?
Ich habe es allen meinen Kindern gesagt und den Schülern in den letzten zehn Jahren: "machen Sie sich keine Illusionen- Ihnen wird, wenn es ernst wird, niemand helfen".

Alles weitere hat Raspail klar und eindeutig in "Das Heerlager der Heiligen" und "Sieben Reiter verließen die Stadt" geschrieben.
Die staatlich aufoktroyierte "Barmherzigkeit" ist unser Untergang. ( das es eh nur Heuchelei und Herrschaftssicherung der Machthaber ist, steht auf einem anderen Blatt)
Wenn bei uns für die Invasoren jede finanzielle Unterstützung sofort radikal auf null gesenkt wird, dann ist das Problem in drei Monaten erledigt. Es kommt nämlich niemand mehr!
Da offenbar auch Identitäre - sonst würde es doch nicht veröffentlicht!- das anders sehen, haben wir die groteske Situation, dass ganze Massen junger Männer hier gelassen Cappuccino trinken, die Zeit totschlagen ( falls sie nicht mit anderem beschäftigt sind....) während die jungen Männer der Bundeswehr in deren Länder gehen sollen, um dort "Sozialarbeit" zu betreiben.
Alles Irrsinn, Wahnwitz, aber frei nach Shakespeare: " es hat Methode"
Helfen ist eine individuelle Sache, geschieht von Mensch zu Mensch, das hat eine ganz andere Kategorie als die "Willkommenskultur", die de facto die Ausbeutung der arbeitenden Menschen dieses Landes zugunsten einer Masse von Menschen ist, die nicht hierher gehören.
Ausbeutung- Elsässer hat das ganz klar erkannt und fantasiert nicht mehr von irgendeiner "Verantwortung" , denn auch das ist bloß ein cleverer semantischer Trick, um den Einzelnen zu instrumentalisieren.

Winston Smith 78699
21. April 2016 15:08

@ Gegendarstellung

Kann Europa der Retter aller Verfolgten bzw. vermeintlich Verfolgten sein? Nein.
...
Und bitte, verschonen Sie mich mit Merkel-Floskeln wie »globale Herausforderungen« die »nur überstaatlich gelöst werden« können.

An den Rändern eines Baches oder Flusses finden sich Strudel; manchmal fließt das Wasser auf engem Raum in die Gegenrichtung des Flusses und man kann dies nicht adäquat erklären, wenn man das Ganze nicht sieht.

Wenn man nicht ein maximal großes Bild zur Verfügung hat, können Erklärungen für Phänomene in ganz verschiedene Richtungen gehen und keinen gemeinsamen Nenner finden. Das m.E. größtmöglich sinnvolle Bild zeigt aber einen übermächtigen und brutalen Antriebsfaktor hinter allen möglichen Teilphänomenen: die rasant (exponentiell) wachsende globale Überbevölkerung - vor allem auf dem afrikanischen Kontinent.

Ich finde, dass dieser Faktor noch viel zu wenig in den Betrachtungen berücksichtigt wird. (So gesehen hat Meyers Blick auf die blaue Murmel schon was für sich.) Durch die Überbevölkerung erst werden riesige Probleme geschaffen, im Verhältnis zu denen selbst die nationalen noch sekundär erscheinen. Globale Überbevölkerung ist noch immer ein Tabuthema, zum Teil per Zensur, zum Teil vielleicht auch freiwillig weil es zu furchterregend ist.

Damit will ich nicht sagen, dass irgendein Geschwurbel von überstaatlichen Lösungen helfen würde, solange nicht Ross und Reiter genannt werden. Bei jeder Lösungsidee sollte auch die Auswirkung auf das primäre Problem bedacht werden.

Albi aus Amerika
21. April 2016 15:45

Übersehe ich hier etwas, oder ist das ein anonymer Gastbeitrag? Wer hat diesen verfaßt? Normalerweise wird hier doch bei jedem Artikel der jeweilige Verfasser namentlich angegeben? Warum hier nicht?

Wegner:
Ja, übersehen Sie. Einfach nochmal oben anfangen.

Beim Lesen des Artikels mußte ich unwillkürlich an den Daily Mail Artikel denken, der kürzlich in einem Leserkommentar auf Akif Pirinçis Blog verlinkt war. (Habe jetzt leider den Link nicht zur Hand, schreibe auf einem Tablet, Entschuldigung!)

In jenem verlinkten Artikel ging es um die massenhafte, gigantische Geldverschwendung der UNO und ihren Untergruppen (Unicef etc). Ein Aussteiger berichtete von irrsinnigen Summen, die für unsinnige Projekte verschwendet wurden/werden, weil gewisse Abteilungen in der Uno gegeneinander arbeiten oder weil örtliche Größen (im Beispiel jordanische Transportfirmen) geförder/unterstützt (geschmiert) werden. Laut jenem Bericht ginge alles auch erheblich billger, wenn man es anders aufziehen würde.

Ich persönlich habe nicht allzuviel zum Spenden übrig und tue das daher immer nur direkt. Niemals würde ich einer Organisation meine paar Kröten zukommen lassen, die damit dann ihre Administration und Riesengehälter bezahlt. Nee danke, so etwas unterstütze ich nicht!

Das ging jetzt vielleicht am Thema vorbei, aber weil der unbekannte (ungenannte) Autor die überstaatlichen Lösungswege empfiehlt, mußte ich einfach an den Artikel der Daily Mail denken.

Darüberhinaus schließe ich mich dem Denkansatz des Kommentators "Gegendarstellung" an. Mitteleuropa kann nicht alle Unterdrückten und Verfolgten der Welt aufnehmen und alimentieren. Auf das Beispiel mit den iranischen Frauen möchte ich jedoch antworten, daß es nach 1979 sehr wohl eine große Wanderungsbewegung der persischen Oberschicht gab gen "Westen" (also nach Westeuropa und die USA). Vielleicht weiß Kommentator "Gegendarstellung" das nicht, weil diese Leute ziemlich komplett integriert sind und kaum mehr auffallen. Vergleichbar mit Akif, dem man ja körperlich noch die türkische Herkunft ansieht, der aber deutscher ist als so mancher Kevin, Justin oder Dustin mit deutschen Eltern.

A propos Pirinçi, meinen aufrichtigen Dank und Glückwunsch an K+K zu ihrem Mut, ihrer Standfestigkeit und moralischer Größe! Hoffe auf weitere Zusammenarbeit dieser Parteien und bin froh, daß beide Seiten in der Lage und willens waren, die Animositäten der Vergangenheit beiseite zu wischen angesichts des gemeinsamen übergroßen Gegners.

Waldgänger
21. April 2016 16:37

Warum sollte jemand, der wegen Rasse, Religion, Nationalität, politischer Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe verfolgt wird und in unseren Ländern Schutz sucht, nicht die gleiche Unterstützung wie Einheimische erwarten dürfen?

Ganz einfach: Es gibt einen fundamentalen Unterschied zwischen einheimischen Bürgern und Ausländern. Die Ersteren gehören dazu, die anderen eben nicht.

Herr Waschnig hat hier universalistische Vorstellungen der Linken und Neoliberalen übernommen und löst sich vom Konzept der notwendigerweise stets (personell und räumlich) begrenzten Solidargemeinschaft ebenso wie vom Konzept begrenzter und zumindest teilsouveräner Räume.

Hinzu kommt, dass er den Aspekt der bedrohten Identität unseres Landes ja völlig ausblendet und eigentlich überall nur in ökonomischen oder aber humanitaristischen Kategorien denkt.

Der Beitrag unterscheidet sich von daher so sehr von den Grundüberzeugungen und Werten der Sezession, dass ich mich wundere, ihn hier zu finden.

Herr Waschnig sollte sich vielleicht Bernd Lucke anschließen ... !

Der Gutmensch
21. April 2016 16:48

@Winston Smith

Durch die Überbevölkerung erst werden riesige Probleme geschaffen, im Verhältnis zu denen selbst die nationalen noch sekundär erscheinen. Globale Überbevölkerung ist noch immer ein Tabuthema, zum Teil per Zensur, zum Teil vielleicht auch freiwillig weil es zu furchterregend ist.

So gehen die Beobachtungen auseinander. Ich höre das mit der Überbevölkerung seit dreißig Jahren, und jede große gesellschaftliche Mode wird vor diesem Hintergrundrauschen erklärlich:

Wir alle konsumierten nämlich in beliebiger Reihenfolge und Zusammenstellung zuviel Atomenergie, FCKWs, Wald, Wiese, Reis, Mais, Werbung, Plastetüten, Papier, Fernsehen, Fleisch, Medikamente, Leder, Rentenanwartschaften, Gehalt, Trinkwasser, Platz, Luft etc.pp. Von unserer CO2-Produktion mal ganz zu schweigen. Unser Dasein ist also ein einziger großer Fehler. Wir haben das verstanden und uns nach Kräften bemüht, diese Scharte wieder auszuwetzen und nicht allzu viele Kinder bekommen, die ihrerseits schon in der Kita lernen, das Sex nicht zu Kindern führen muss oder soll. Wie können wir noch behilflich sein?

d. G.

Gegendarstellung.
21. April 2016 17:14

@ Albi aus Amerika
Die Flucht der persischen Oberschicht ist mir bekannt. Diese führte teilweise auch nach Nordeuropa. Und ganz wie Sie sagen: diese Leute sind integriert und zeichnen sich oft dadurch aus, daß sie die Sprache ihres Gastlandes nahezu akzentfrei und teilweise besser als so mancher Einheimische sprechen.

@ Waldgänger
Auch ich wunderte mich, diesen Beitrag in der Sezession zu finden.

Stefanie
21. April 2016 17:19

"Handle stets so , dass du dir wünschen würdest dein Handeln könne Allgemeines Gesetz sein."
Oder anders: "Was du nicht willst, dass man dir tu..."
Auf dieser Grundlage funktionieren die Sozialsysteme: man erwartet , dass jeder für sich selber sorgt , ausser er ist in einer materiellen Notlage und handelt handelt selbst ebenso. Dagegen steht eine Basarmentalität immer das beste für sich herauszuhandeln. Je mehr diese Mentalität innerhalb Deutschlands oder durch Einwanderer an Einfluss gewinnt, desto mehr erodiert die Bereitschaft in das System einzuzahlen, sei es in Form von Steuern oder Beiträgen. Dadurch steigt der staatliche Kontrolldruck immer mehr usw. Ähnlich sieht es in anderen Lebensbereichen aus. Wer das Sozialsystem erhalten will , muss dieses Grundprinzip erhalten. Das setzt allerdings voraus , dass man sich als gleichwertig und als Schicksalsgemeinschaft versteht und damit indirekt mit einer gemeinsamen Identität ausgestattet ist.
Und unsere eigenen Hartzer gegen die "Schutzsuchenden" ausspielen? Nun: der Bär muss erlegt werden , ehe sein Fell verteilt wird. Entweder man kürzt bei allen oder legt andere Auswahlkriterien bei der Auszahlung an oder fordert Gegenleistungen für Sozialhilfe ein ("Arbeitsdienst" -gemeinnützige Arbeit etc.) Unsere unpolitische Unterschicht könnte in so einem Fall vielleicht doch darauf komen ihre eigenen Interessen zu vertreten , genauso wie die Rotweingürtelbewohner wenn ein Flüchtlingsheim in der Nachbarschaft geplant wird. Wenn schon Doppelmoral , dann kann man sich darauf verlassen , dass im Zweifelsfall die "normale" , eigennutzoptimierte gewinnt.

Albi aus Amerika
21. April 2016 18:14

Lieber @Wegner, danke für den Hinweis auf den Verfasser. Wie prinlich, ich hatte das wirklich nicht gesehdn.

Nach Lektüre der anderen Kommentare bin ich doch etwas erlrichtert, daš ich nicht allein bin mit meinem Eindruck, daß dieser Artikel irgendwie nicht zur Sezession paß[email protected]änger hat es gut zusammengefaßt, der Artikel zeigt eine universalistische Einstellung, die einer identitären doch eigentlich entgegen stehen müßte.

Ganz klar, Sozialleistungen nur für Deutsche (und damit meine ich nicht Besitzer eines geschenkten deutschen Passes!), limitierte Sozialleistungen für Europäer, die sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren in Deutschland (Bezugdauer müßte von Beschäftigungsdauer abhängen).

Ich kenne Herrn Waschnig nicht und weiß auch nicht, wie er mit der Sezession verbunden ist. Aber komisch (nicht im Sinne von lustig!) ist das schon, daß ein solcher Standpunkt hier erscheint. Vielleicht zur Provokation? Vielleicht, um auch stille Mitleser wie mich 'mal wieder zum Kommentieren zu verleiten? Das soll keine Kritik sein, denn warum nicht auch 'mal etwas kontrovers argumentieren?

Baldur
21. April 2016 18:25

Was soll man zu diesem Artikel nur sagen?
Ist nicht der finanzielle Aspekt das Geringste unserer Probleme?
Er spielt insofern eine Rolle, als daß die Anreize beseitigt werden müssen, aber für mich ist und bleibt doch eher ein viel zentraleres Thema, nämlich der Identitätsverlust unserer europäischen Völker und damit dem Verschwinden Derselben.
Geld wird doch jetzt sowieso massenhaft ausgegeben, nähmen wir das Geld tatsächlich vor Ort, ohne den Umweg über die den Globalisten unterstellten "Hilfsorganisationen", so ließe sich ungleich mehr bewegen und es lohnte sich zurückzukehren oder dazubleiben.
Auch die Repatriierung von so vielen Menschen wird nochmal richtig, richtig teuer, nur was passiert, wenn Diese nicht in absehbarer Zeit stattfindet?
Genau, dann ist Geld erst Recht Nebensache....

Großer Teich
21. April 2016 19:04

Denkt man sich Menschen als Nummern und variable Größen am Arbeitsmarkt und möchte man diesen Markt entlasten, dann macht es durchaus Sinn, wie vom Ifo-Institut gefordert, die Mindestlöhne zu senken. Davon erhoffen sich »Wirtschaftsexperten« die Bereitschaft von Arbeitgeberseite, eine größer Anzahl von Arbeitsplätzen zur Verfügung zu stellen.

Der Arbeitsmarkt ist kein Kartoffelmarkt, auch wenn man das beim ifo-Institut traditionell anders sieht. Unternehmer stellen doch keine neuen Arbeitskräfte ein, nur weil diese billiger geworden sind. Neueinstellungen werden dann in Erwägung gezogen, wenn für die Zukunft bessere Absatzchancen gewittert werden, für deren Realisierung man neues Personal benötigt, dem man in diesem Fall auch anständige Löhne zahlen kann.

Senkt man hingegen die Löhne, verschlechtert sich das Konsumpotential der Arbeitskräfte, die gesamtwirtschaftliche Nachfrage sinkt und Neueinstellungen werden vermieden. Der einzige Pfad zur volkswirtschaftlichen Gesundung führt dann über die Lohndumping-finanzierte Ausbeutung des Exportkanals, was, oh Wunder, auch haargenau die deutsche Handelsstrategie der letzten Jahrzehnte beschreibt. Arbeit entsteht so aber nur durch den Mitexport der Arbeitslosigkeit an die Handelspartner, die man in diesem Fall auch Handelsopfer nennen könnte,

Würde man Monopolknechten wie dem ifo-Institut diese immer gleichen Parolen nicht einfach glauben, wäre das Problem eventuell gar nicht erst entstanden. Denn wenn die Besitzenden verstehen, dass man ihnen nicht erlauben wird, mit zuwanderungsgestütztem Lohndumping die eigenen Bilanzen aufzubessern, würden auch die scheinheiligen Vielfaltsheuchler in den Vorstandsetagen und ihre pseudo-wissenschaftlichen Sprachrohre in den Instituten mit dem ständigen Geplärre nach mehr Drittwelt-Diversity aufhören.

Winston Smith 78699
21. April 2016 19:14

@ Der Gutmensch

Wir haben das verstanden und uns nach Kräften bemüht, diese Scharte wieder auszuwetzen und nicht allzu viele Kinder bekommen, die ihrerseits schon in der Kita lernen, das Sex nicht zu Kindern führen muss oder soll. Wie können wir noch behilflich sein?

Der Bauch sagt: Grenzen zu und abschreckend sichern, Remigration, keine Traumverhältnisse für Immigranten (… und offtopic weiter: Ächtung der Mörderfaschoreligion, die ganze Administrative aus den Ämtern schmeißen, alle Mainstreampolitiker verklagen wegen Volksverrats, Doppelpass rückgängig, Remigration der Türken – die ja ohnehin lieber Türken als Kartoffeln sind usw.).

Denn momentan zeigt Europa der Welt: Gesellschaften bzw. Völker, die sich selbst friedlich und Kraft ihrer Intelligenz auf ein nachhaltiges Maß einschrumpfen, werden vom Jungmannenüberschuß der selbst wiederum lernresistenten Drittweltländer überrannt, von Kontinenten! Also sagt sich die Welt: bloß nicht dieses Experiment der Europäer wiederholen, sonst geht’s uns genauso. Bloß keinen relativen Unterdruck entstehen lassen, sondern immer feste weiterzeugen und aufrüsten, bis die Verteilungskämpfe den Krieg erzwingen, bis irgendein Machthaber in Bedrängnis und Verzweiflung die erste Bombe wirft und dann die nukleare Party automatisiert abgeht. Dann trifft’s wenigstens alle gleich. Aber das, was die Schweden und die Deutschen mitgemacht haben bitte nicht. (Mit diesem Argument, viel vorsichtiger formuliert, bin ich bei allen Parteien online gesperrt worden.)

Der Kopf fragt: was wissen die da oben, was wir nicht wissen? Es muß ja mächtig sein, anders läßt sich ein solcher Irrsinn nicht erklären.

Siegfried Waschnig
21. April 2016 20:07

Kontroverse Diskussion, genau nach meinem Geschmack. Erlauben Sie mir auf Ihre Anmerkungen einzugehen:

@Holzfäller: Die Rechnung stimmt so nicht ganz. Die Familienbeihilfe wird in Österreich laut www.help.gv.at ab 2016 für unsere Beispielkinder im Alter von 6, 10 und 13 Jahren wie folgt berechnet: € 119,60 + € 138,80 + € 138,80 + € 17 x 3 = € 414,50. Die Familienbeihilfe gilt "als direkte Transferleistung an die Anspruchsberechtigten" und soll "Kosten, die Eltern auf Grund ihrer Unterhaltspflicht gegenüber den Kindern entstehen" ausgleichen. Jeder der mehr als ein Kind hat weiß, dass es sich hierbei um einen Tropfen auf den heißen Stein handelt.

Bei Sorgerechtsfragen sprechen sich die Gerichte in Österreich immer häufiger für das Doppelresidenzmodell aus. D. h. die Kinder sollen in beiden Haushalten "zeitlich annähernd gleichwertig betreut werden". Was wiederum bedeutet, dass die Eltern sich auch in finanziellen Fragen den Aufwand aufteilen müssen. Also auch hier keine großartigen Zahlungen mehr.

Aber gut, nehmen wir an, eine alleinstehende Frau mit drei Kindern kommt auf monatlich netto € 2500,00. Wahrscheinlich werden ihre Kinder mindestens bis zum 18 Lebensjahr gemeinsam mit ihr in einem Haushalt leben. Hat sie zwei Söhne und eine Tochter, will sie ihnen vielleicht auch entsprechende Privatsphäre bieten. Lebt sie in Wien oder Graz und mietet sich eine entsprechende Bleibe, dann ist sie mindestens die Hälfte ihrer Nettoeinkünfte alleine für das Wohnen los. Vier Menschen mit rund € 1250,00 zu versorgen ist eine Herausforderung. Warum es unseren Familien unnötig schwer machen?

@Eddie Kaye: Nein, ich fordere nicht die Politik der offenen Brieftasche, sondern ich möchte mit meinem Artikel eine Diskussion über den (finanziellen) Umgang bedürftiger Menschen "aus den eigenen Reihen" anstoßen und Bewusstsein dafür schaffen, dass speziell in nationalen/patriotischen Kreisen aus den falschen Beweggründen oft und gerne wirtschaftsliberale Forderungen (wie z.B. Kürzungen der Sozialleistungen) goutiert werden. Das ist mMn aber der falsche Ansatz. Gerade als Patrioten müssen wir patriotische Solidarität, die sich klar von einer sozialistischen Idee unterscheidet, leben.

Deix hat auch gesagt: "Ich bin ein Produkt meiner Talente." Gerade ein patriotisch-solidarischer Staat ist in der Lage fernab vom Gleichheitsdenken Talente zu fördern, aber ohne auf die zu kurz Gekommenen zu vergessen.

@Der_Jürgen: Mich freut, wenn mit meinem Artikel an die eine oder andere Grenze stoße. Zu Ihrer Anmerkung: Ganz im Gegenteil, ich bin fest überzeugt, dass jeder Staat in der Lage ist zwischen Wirtschaftsflüchtlingen und echten Asylberechtigten zu unterscheiden. Papiere sind ja in erster Linie nur darum nicht "zur Hand", um die Einreisewahrscheinlichkeit zu erhöhen und so am sozialen Topf zu partizipieren.

Bei ihren drei Punkten und Ihrem Vorschlag für Hilfe vor Ort bin ich voll bei Ihnen. Naiv finde ich es aber so zu tun, als ob wir uns in Zukunft von den Auswirkungen einer globalen Welt abschotten könnten. Das ist unter den gegebenen Umständen nicht möglich (und ja, da bin ich auf der Seite der etablierten Politik). Daher auch der Ansatz in solchen Fällen auch die Verantwortung in die Hände globaler Organisationen zu geben. Wir sehen beide, dass diesbezüglich einiges an Arbeit notwendig ist/wäre, um eine korruptionsfreie Arbeit (wenn das überhaupt je möglich ist) zu gewährleisten.

@t.gygax: Warum? Ganz einfach: Weil ich es fernab von jeder Religion, Ideologie, usw. richtig finde, Menschen die Schutz suchen oder um darum bitten, zu helfen. Wir reagieren ja nur deshalb so sensibel darauf, weil wir eben aus tausenden Kanälen mit dem - irrsinnigen - "Barmherzigkeitsbefehl" gefüttert werden und es schon nicht mehr hören und sehen können. Wir können es schon nicht mehr hören und sehen, weil uns Abertausende Wirtschaftsflüchtlinge als Schutzsuchende "verkauft" werden. Prinzipiell gehe ich von einer altruistischen Grundanlage des Menschen aus, die auch "funktioniert" und sich selbst reguliert, wenn sie nicht überstrapaziert bzw. manipuliert wird.

@Albi aus Amerika: Es geht nicht um ALLE Verfolgten der Welt. Die Frage die sich mir stellt und die ich mit meinem Artikel auch zur Diskussion stellen möchte, ist: Wie geht man als patriotisches Land mit Verfolgten und Bedrohten an Leib und Leben um. Erstens wird es sie immer geben und zweitens werden sie immer wieder an unsere Türen klopfen. Wenn Aufnahmekriterien streng geregelt sind, dann spricht mMn auch nichts dagegen sie - in Maßen - aufzunehmen, zu versorgen und unterzubringen.

@Waldgänger: Hier muss ich Sie bitten darzustellen, wo Sie "universalistische Vorstellungen der Linken und Neoliberalen übernommen" sehen. Gerade die Idee der patriotischen Solidarität löst sich NICHT "vom Konzept der notwendigerweise stets (personell und räumlich) begrenzten Solidargemeinschaft ebenso wie vom Konzept begrenzter und zumindest teilsouveräner Räume".

Auch der Aspekt der "bedrohten Identität unseres Landes" wird nicht ausgeblendet. Ganz im Gegenteil! Aber die aktuellen Ereignisse einer globalisierten Welt machen es mMn notwendig, die Problemlösungsstrategien auf eine andere Ebene zu heben, will man die Vielfalt der Völker erhalten. Wenn der Artikel in "ökonomischen oder aber humanitaristischen Kategorien denkt", dann deshalb, um auch die Argumentationsgrundlage für in diese Richtung "gefärbte" Diskussionen zu haben.

Lucke hätte keine Freude mit mir, das dürfen Sie mir glauben.

So, ich hoffe, ich habe niemanden übersehen.

niekisch
21. April 2016 20:25

"Der Hartz-IV-Regelsatz beträgt für volljährige Alleinstehende, Alleinerziehende und Personen mit minderjährigem Lebenspartner € 399,00 monatlich. "

Nein, neuerdings 404.- E: https://www.hartziv.org/regelbedarf.html

Zum Reichtum der Leistungsbezieher trägt diese Anpassung seit 1.1.2016 allerdings nur unwesentlich bei.

Bernhard
21. April 2016 20:26

Die Kritik, die an dem Artikel geübt wurde teile ich.

Abgesehen davon bin ich für das israelische "Einwanderungsmodel"l. Meiner Meinung nach dürfte es überhaupt nur eine sehr geringe Einwanderung von mit uns biologisch eng verwandten Europäern geben.

Von der AfD bis zu Pegida will man nur den Austausch verzögern, da man zuviele "Ausnahmen" zulassen will.

Max 87
21. April 2016 20:44

Zentral ist, das Christentum wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen und den Heuchlern, Europa- und Deutschlandhassern zu entreißen.
Das Wahre und Positive müssen wir unseren Landsleuten, den Unsicheren wie den Volksverächtern entgegentragen:

"Liebe deinen Nächsten wie dich selbst"

1. Liebe dich selbst!
Du bist Deutscher, oder? Und welche Einstellung hast du zu dir als Deutschem? [...] Steh dazu! Du hast ein Recht, zu sein. Ein Recht, zu sein, was du bist. Willst du dich das ganze Leben verachten? Was soll der Gutes in die Welt bringen, der sich selbst nicht leiden kann?

2. Liebe deine Nächsten!
Wer sind wirklich deine Nächsten? Welche Menschen stehen dir auf dieser Welt am nächsten? Natürlich deine Familie, deine Verwandten! Liebst du sie, trotz ihrer Macken? Bist du etwa perfekt? Oder findest du es sehr moralisch, die eigenen Verwandten abzulehnen, zu vernachlässigen, aber Geld, Zeit und Herzblut für völlig Fremde zu opfern? Kann das christlich sein oder auch nur vernünftig?

Christus sagte nicht:
Verachte dich selbst und deine Nächsten und liebe deine Fernsten!

(Und für die Schlaumeier mit vollendetem oder abgebrochenem Theologiestudium: Der barmherzige Samariter hat sich als Nächster an Fremden erwiesen - ja. Doch diese Geschichte hatte einen anderen pädagogischen Zweck bei Christus: Die Relativierung des morallosen Auserwähltheitsglaubens bei seinen Zuhörern. Tenor: Auch ein "Halbjude", ein Samariter, könne durch seine Liebestat vor Gott gerechter sein als ein Jude.)

Colonel_Tavington
21. April 2016 20:47

Alleinerziehende Mütter gebührt NICHT Respekt in irgendeiner Weise. Wenn etwas die westliche Gesellschaft zugrunde gerichtet hat, dann diese Sorte von Frauen. Zwei Typen gibt es: Entweder sie sind von vornherein auf Sozialkohle aus und lassen ihre Kinder wahllos zeugen (gerne auch von Migranten ). Oder ihnen ist ihr Mann langweilig und lassen ihn sitzen. Kein Problem dank Sozialkohle. Sorgerechtsstreit auf Sozialkosten inklusive. Die Söhne werden Opfer der weiblichen Betreuungsindustrie, due Töchter werden Schlampen. Meine Forderung: Alleinerziehende müssen selbst für den Lebensunterhalt aufkommen oder die Kinder kommen in gescheite Pflegefamilien. Passiert auch so schon häufig.

E. K.
21. April 2016 20:54

Ich habe die Neue Rechte immer in beträchtlicher Nähe zu den Libertären gesehen und freue mich, einen solchen Artikel hier zu lesen. Nach einem arbeitsmarktlich nicht verwertbarem Studium bin ich mittlerweile Leiharbeiter in der Produktion und habe nachvollziehbares (Eigen)Interesse daran, dass es einen nicht zu niedrigen Mindestlohn, erschwinglichen Wohnraum für Geringverdiener, bezahlbaren ÖPNV und eine akzeptable Rente gibt, kurzum, dass von oben nach unten umverteilt wird.

Da die Parteien, die solches fordern, gleichzeitig auch für ein grenzenloses Europa sind, wüßte ich derzeit nicht, wer politisch meine Interessen vertritt: Gesunde junge Männer, die nicht so astrein Deutsch können, dürften die ersten sein, die mit mir um Arbeitsplätze, Wohnraum etc. konkurrieren.

Als Leiharbeiter ist eine Mitgliedschaft in der Gewerkschaft für mich unsinnig, da ich heute nicht weiß, ob ich morgen in einer ganz anderen Branche arbeiten werde. Ohnehin scheinen deutsche Gewerkschaften sich sehr dafür einzusetzen, Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu bringen, was den jetzt schon nicht unbeträchtlichen Konkurrenzdruck nur erhöhen wird.

Insofern danke für den Artikel, es gibt also noch Konservative vom Schlage eines Hans Delbrück (prononciert patriotisch, mit ausgeprägtem Interesse an und Verständnis für Sozialpolitik).

Gruß
E. K.

Desprecio
21. April 2016 21:50

Nicht nur heute bei SiN (der vorliegende Beitrag) , sondern auch
bei zwei Artikeln in der "JF" dachte ich zunächst, bei der falschen Zeitung/Zeitschrift bzw. im "falschen Film" gelandet zu sein.

Ich empfehle dazu, die heutigen Beiträge in der "JF" von Dieter Stein
und von Karlheinz Weißmann zu lesen.

Wo hat denn SiN diesen Siegfried Waschnig aufgetrieben ? Die Kehrt-
wende, die SiN mit diesem Autor vorgenommen hat, ist für einen Klein-
geist, der sich in den letzten Jahren gerne in die bisherige SiN-Denk-
weise einführen ließ und vieles auch "einsichtig" übernommen hatte,
das, was Waschnig zu sagen hat, gelinde gesagt, starker "Tobak".

Die "JF" versucht heute mit den genannten Beiträgen von Stein und
Weißmann vom und über den Islam einen Eindruck zu vermitteln, den
SPIEGEL und FOCUS mit Stolz für sich reklamieren Könnten.

Leisten die verbliebenen rechten, neurechten oder konservativen
Presseorgane heute gemeinsam ihren Offenbarungseid oder gibt es
andere Gründe, die bisher an mir vorbeigegangen sind, die diese Än-
derung, nein, diese totale Kehrtwende politischer Betrachtungsweisen
begründen könnten.

Ich habe mir mein Weltbild, meine politische Ausrichtung, in den letz-
ten Jahren mehr oder weniger u.a. von den genannten Presseorganen
wenn schon nicht prägen aber letztendlich zumindest bestätigen lassen.

Heute habe ich diesen Halt zum Teil verloren. Wenn es nicht fast gleich-
zeitig bei SEZESSION und JUNGE FREIHEIT passiert wäre, hätte ich zu
nächst an Zufälle oder eigene falsche Bewertung gedacht. Zahllose
Kommentare in beiden Fällen zeigen mir jedoch auf eine unbestechli-
che Art und Weise, daß ich mit meiner Interpretation nicht so ganz
falsch liegen kann.

Da das, was man möglicherweise seine politische Heimat nennt, be-
ginnt, ein wenig zu bröckeln, seine Halteelemente zu verlieren, wäre
ein klein wenig Aufklärung vielleicht recht nützlich.

Hat die Repressionsmaschinerie der BRD-Sicherheits- bzw. BRD-Straf-
verfolgungsorgane heute bei SiN und "JF" zugeschlagen ?

Der Gutmensch
21. April 2016 22:13

Tja - mein Bauch und mein Kopf, Winston, berichten mir übereinstimmend, dass eine Smith&Wesson auf mich gerichtet ist, die bei der leisesten Bewegung meinerseits losballern wird. Stehenbleiben, bis dass sie schlicht verrostet, scheint die einzige Option. Sonst kann man nur gezielt einen Schritt darauf zu machen, um irgendetwas zu entscheiden. Was raten Sie?

d. G.

Eddie Kaye
21. April 2016 22:30

Siegfried Waschnig (20:07)

»Reißen sie dieses Elaborat ab, verbrennen Sie es, zerbröseln Sie es zwischen Ihren Fingern und versenken Sie die Reste im Marianengraben« ... wäre natürlich weit sachlicher -und angebrachter- gewesen, als mein leichtfertig -in Rage- zweifelsohne blödsinniger, mobil-getippselter, persönlicher Anwurf.

Zur Sache: In Ihrer Entgegnung (von 20:07) schreiben Sie:

»... sondern ich möchte mit meinem Artikel eine Diskussion über den (finanziellen) Umgang bedürftiger Menschen aus den eigenen Reihen anstoßen und Bewusstsein dafür schaffen ...«

Dem wiederum muss man vorbehaltlos zustimmen. Hat nur nichts mit dem Eröffnungsbeitrag zu tun - dort steht nichts von »eigenen Reihen«, sondern im Gegenteil:

»... All die Menschen, die seit 2015 in unsere Länder geströmt sind (...) und mit der autochthonen Bevölkerung zumindest auf einem bestimmen Prestigeniveau mithalten (wollen) ...«

weiters - würde:

»... ihnen dieses Niveau nicht gewährt, dann ist auf Grund der organisierten Vorfälle der letzten Monate zu befürchten, dass sie sich dieses Prestige mit Gewalt erobern ...«

Also sollen wir uns freikaufen. Effektiver Grenzschutz wäre günstiger. Einige Absätze darunter schreiben Sie:

»... Warum sollte jemand, der wegen Rasse, Religion, Nationalität, politischer Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe verfolgt wird und in unseren Ländern Schutz sucht, nicht DIE GLEICHE Unterstützung wie Einheimische erwarten dürfen? ...«

Na schlicht, weil es nicht gerecht ist. Oder meinen Sie nicht, das zB. ältere Mitbürger in Not -die eben unter Anderem ihre Ausbildung finanziert haben, -oder das auch deren Kinder- vielleicht doch Vorrang haben müssten? Wie gesagt, bei Ihrer »Schreibe« nimmt es nicht weiter wunder, wenn Sie hier der eine oder Andere für eine Art »Kryptokommunisten im rechten Schafspelz« oder für »was-auch-immer« halten mag.

Gegendarstellung.
21. April 2016 22:55

@ Eddie Kaye

Eher: Lamm im Schafspelz.

Winston Smith 78699
21. April 2016 22:57

@ Der Gutmensch

Was raten Sie?

Die Smith&Winston wird jedenfalls nicht ballern, die hat andere Ziele, da braucht ein guter Mensch nicht bangen. (Dem Lateinbuch ORBIS ROMANUS ist eine Anekdote aus der Kesselschlacht vorangestellt: dem Jüngling, der als einer von wenigen ausgeflogen wird, gibt jemand den Thermopylengruß nach hause mit. Als dieser unverständig schaut, kommt leise die Frage unter den Verbleibenden, warum dieser dann überhaupt gerettet würde, wenn er denn kein Griechisch könne - ein unchristlicher Elitarismus nach meinem Geschmack.) Oder sind Sie in Wirklichkeit ganz anders?

Monalisa
21. April 2016 23:49

Dank an Waschnig hier ein bisschen gegen den Hauptstrom zu schwimmen. ;-)

Eins ist jedenfalls klar, mit neoliberaler Rhetorik und nach unten tretend wird die neue Rechte den Etablierten nie gefärlich werden (Und das wäre dann auch besser so.)

Alleinerziehenden die Kinder wegzunehmen ist auch so ein sympathiewürdiger Vorschlag. Dummheit, niedere Rachsucht und Blindheit für die Verantwortung des eigenen Geschlechts vereinen sich darin aufs Grausligste!

Warum denn nicht einfach alle Männer, die nicht in der Lage oder willens sind für den Unterhalt ihrer Kinder aufzukommen in Beugehaft nehmen? Vielleicht ließen sich im Endeffekt sogar noch Sozialausgaben damit sparen!

Ich würde sagen, Zwangsarbeit für Drückeberger bis der Arzt kommt, zeitweiliger Entzug der Bürgerrechte und bei hartnäckiger Verweigerung als Vater seinen Mann zu stehen bliebe noch die Kastration.

Es braucht nur ein wenig mehr echte Familienfreundlichkeit...

Ironie Ende...

Heinrich Brück
22. April 2016 00:55

"Doch steht es außer Frage, wirklich Schutzsuchenden zu helfen und sie zu unterstützen."

Wer in der Fremde getötet werden könnte, muß also davor bewahrt werden - wenn die Welt zusammenstehend das notwendige Geld zur Verfügung stellt. Ab hier wird es interessant; sollte die Welt eine Zustimmung signalisieren, und eine Systemveränderung global für legitim erachten.

Heinz Obst
22. April 2016 04:53

Auch nach der Rückmeldung des Autors Siegfried Waschnig vom Donnerstag, 21. April 2016, 20:07 bleibt dieser Text was er ist, nämlich in höchstem Maße irritierend!

»… Warum sollte jemand, der wegen Rasse, Religion, Nationalität, politischer Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe verfolgt wird und in unseren Ländern Schutz sucht, nicht DIE GLEICHE Unterstützung wie Einheimische erwarten dürfen? …«

Darum, weil er schlicht kein Einheimischer ist.

»… Jedes Land sollte spätestens jetzt die Notwendigkeit erkannt haben, dass auch als Eigennutz und zum Schutz des eigenen Kulturraumes Geldleistungen an internationale Organisationen notwendig sind, will man künftige Einwanderungswellen vermeiden. Dieses Vertrauen müssten sich internationale Organisationen aber durch Transparenz erst wieder erarbeiten. …«

Effektive, sowohl materielle als auch personelle Grenzsicherung erscheinen diesbezüglich als die wesentlich erfolgversprechendere Alternative.

Geldleistungen an internationale Organisationen bewirken genau dasselbe, wie die angebliche, seit Jahrzehnten geleistete Entwicklungshilfe. Sie kontraproduktiv, mästet korrupte Kleptokraten und sorgt ansonsten lediglich für eine apokalyptische Bevölkerungsexplosion in den jeweiligen Empfängerländern.

Nur um mal ein Beispiel herauszugreifen: Algerien
Die dortige Population schwoll während der letzten 25 Jahre von 10 Millionen auf etwa 40 Millionen an. Durch per Erdölexport finanzierte Nahrungsmittelimporte gelang es bisher mühsam, diesen gewaltigen Bevölkerunszuwachs halbwegs zu versorgen. Der gesunkene Ölpreis führt nunmehr dazu, daß dies faktisch nicht mehr möglich ist.

Warum sollte man sich in Afrika um Geburtenkontrolle scheren, wenn man seinen Bevölkerungsüberschuß just in den Ländern anderer Leute abladen kann?

»… All die Menschen, die seit 2015 in unsere Länder geströmt sind (…) und mit der autochthonen Bevölkerung zumindest auf einem bestimmen Prestigeniveau mithalten (wollen) …«

Im entchritianisierten Westeuropa frönt man Hedonismus und ressourcenfressendem, besinnungslosem Konsum.
Der westeuropäische, vermeintliche Überfluß an Waren und Lebensmitteln basiert zu großen Teilen nicht auf eigener Wertschöpfung durch reale Arbeit, sondern wird mittels Taschenspielertricks im Finanzgewerbe, Raubbau an der Natur, sowie Billigproduktion in Drittweltländern generiert.
Läßt man jetzt all die die frisch ins Land hereingewunkenen Invasoren/Sozialtouristen - steuergeldfinanziert - an dieser Konsumorgie teilhaben, werden dadurch sämtliche bereits virulenten Probleme, die diese auf's Hier & Jetzt fixierte Lebensweise unvermeidlicherweise mit sich bringt, schlicht perpetuiert.

Drei wahllos herausgegriffene Beispiele:

# Während der 1930er Jahre beherbergte Deutschland (auf einem 30% größeren Territorium als heute) 90 Millionen Menschen.

# Nach dem WK2 lebten auf den Philippinen 20 Millionen Menschen. Aktuell sind es annähernd 100 Millionen.

# Um 1960 herum wird die Masse der Weltbevölkerung mit etwa 3 Milliarden beziffert. Während der 1970er Jahre lernten wir in der Schule, die 4-Milliardenschwelle sei nun bald erreicht, ein weiterer Anstieg müsse verhindert werden. Stand 2015 wird eine Zahl von 7,4 Milliarden genannt.

# Hier gibt's einen Echtzeitzähler, der die in Nigeria stattfindende Bevölkerungsexplosion veranschaulicht: Nigeria Population (2016) - Worldometers - Klick mich!

Winston Smith 78699 deutete es bereits an: Die Reduktion der Weltbevölkerung - Stichwort: "Georgia Guidestones" - scheint unvermeidlich.

Wird der Populationsdruck nicht durch Geburtenkontrolle oder einen großen, quasi weltumspannenden Krieg vermindert, endet das Ganze zwangsläufig in einem flächendeckenden, ökologischen Desaster, welches dann für die entsprechende Reduktion sorgt.

Vulture
22. April 2016 08:42

Zitat:

Aber auch das liegt nicht in der Verantwortung eines einzelnes Landes, sondern hier sind internationale Vereinigungen wie die UNO gefragt. Diese müssen im konkreten Fall auf internationaler Ebene Hilfe leisten, sind wiederum aber auf die Zuwendungen der Mitgliedsstaaten angewiesen.

Jedes Land sollte spätestens jetzt die Notwendigkeit erkannt haben, dass auch als Eigennutz und zum Schutz des eigenen Kulturraumes Geldleistungen an internationale Organisationen notwendig sind, will man künftige Einwanderungswellen vermeiden. Dieses Vertrauen müssten sich internationale Organisationen aber durch Transparenz erst wieder erarbeiten.

Hmm. Wie lang gibt es die besagten Institutionen eigentlich schon? Was haben die bislang vorzuweisen?

Traumtänzerei! Und zwar von dem selben Kaliber wie sie hier sonst den Sozialisten regelmäßig vorgeworfen wird. Jeder der in "solchen Ländern" mehr als nur exotischen Urlaub genossen hat, also in wirtschaftlichen Zusammenhängen tätig war, weis das. Sobald es um Geld oder Ressourcen im weiteren Sinne geht: Korruption, Klau, Lug, Erpressung usw.. Es gibt kein schlechtes Gewissen. Jenes schlechte Gewissen das hierzulande dafür sorgt, dass sich diese Phänomene in einem gewissen Rahmen halten. Trifft man einfach kategorisch nicht an. Nicht existent. "Hilfe" wird umgelenkt, irgendwie, die finden immer Wege. Wären die Leute dort anders, hätten sie wahrscheinlich die Probleme gar nicht. Und weil sie so sind wie sie sind funktionieren auch keine europäischen Lösungen (UNO und sonstige Erfindungen des weißen Mannes). Die Probleme und ihre Unlösbarkeit sind zwei Seiten ein und derselben Medaille. Alles vergebliche Liebesmüh'.

Sie dürfen mich jetzt als vulgären Rassisten beschimpfen. Aber ich kann nicht anders als solchen intellektuellen Wolkenkuckucksheimen ein paar Steine in Form von -zugegeben sehr trivialen- Felderfahrungen in die Fenster zu werfen.

Der Gutmensch
22. April 2016 09:17

Die Smith&Winston wird jedenfalls nicht ballern, die hat andere Ziele, da braucht ein guter Mensch nicht bangen. (Dem Lateinbuch ORBIS ROMANUS ist eine Anekdote aus der Kesselschlacht vorangestellt: dem Jüngling, der als einer von wenigen ausgeflogen wird, gibt jemand den Thermopylengruß nach hause mit. Als dieser unverständig schaut, kommt leise die Frage unter den Verbleibenden, warum dieser dann überhaupt gerettet würde, wenn er denn kein Griechisch könne – ein unchristlicher Elitarismus nach meinem Geschmack.) Oder sind Sie in Wirklichkeit ganz anders?

Nun liegt es nicht in der Natur einer Smith&Wesson, sich für Menschen und seine Entscheidungen zu interessieren; das ist sozusagen das Dilemma, sie reagiert auf Bewegung als solche.

Und noch mehr Dilemma: Diese Erkenntnis ist nicht der Elite vorbehalten (ich weiß das so genau, weil ich so genau weiß, dass ich nicht Elite bin)! Niemand hält es aus, sich ständig zu fürchten, irgendwann führt man die Entscheidung herbei, um wirklich jeden Preis.

Und natürlich weiß ich es ganz sicher besser, als mir etwas anzueignen, nur damit ich irgendwen damit beeindrucke. Habe zuviele Leute gesehen, die wirklich etwas konnten und damit bloß vor die Wand der Schwätzer gelaufen sind und die das dann nur noch um so schmerzlicher empfanden, je mehr Mühe sie sich vorher gegeben hatten. Um Ihre Frage (Die Sie aus reiner Eitelkeit stellen. Denn wer weiß, fragt nur, um vorzuführen - alte Regel in der Strafverteidigung!) der Höflichkeit halber zu beantworten: Ich bin eben im Schatten der Sackgasse des Elitarismus aufgewachsen. Jetzt dürfen Sie sagen: "Die Trauben hängen wohl zu hoch, mein lieber Fuchs!" Und ich werde ganz unchristlich die Schulter zucken.

d. G.

Siegfried Waschnig
22. April 2016 09:56

@Eddie Kaye: Sie haben recht, in der momentanen Situation ist es tatsächlich so, dass wir uns "freikaufen müssen", wollen wir eine annähernd stabile Gesellschaft aufrecht erhalten. Daher gehört das System von Grund auf reformiert und die globalen Umstände angepasst und das bedeutet auch, sich von der Idee einer funktionierenden multikulturellen Welt (im Sinne der globalen Fantasten) zu verabschieden. "Multikultur" funktioniert mMn nur auf Basis der (wahren) Völkerverständigung und die gibt es nur dann, wenn es auch unterschiedliche Völker gibt.

Ich stimme Ihnen auch zu, dass die "Festung Europa" momentan das effektivste und kostengünstigste Mittel ist, um Merkels Wahnsinn Herr zu werden. Eine Dauerlösung sehe ich darin aber nicht. Auch wenn wir für den Erhalt der eigenen Identität eintreten, impliziert das nicht sich von anderen abzuschotten - im Gegenteil. Das Eigenen ergibt sich immer im Umgang mit dem und der Distanz zum Anderen.

Nun, eben darum weil ich finde, dass "ältere Mitbürger in Not -die eben unter Anderem ihre Ausbildung finanziert haben ... Vorrang haben müssen", bin ich für eine gelebte patriotische Solidarität und ZUSÄTZLICH dafür, dass Hilfe vor Ort die sinnvollste Art zu helfen ist. Jedes Volk, jedes Land, von mir aus jede Region, soll sich diesbezüglich eigene Gedanken machen dürfen, wie ihrer Bevölkerung am solidarischsten zu begegnen ist und wie das am angemessensten passieren kann. Was ich andeuten möchte ist, dass sich daraus nicht implizit eine Abschottung bzw. Ignoranz gegenüber Ausnahmesituationen in anderen Ländern ergeben darf. Ich bin bei Ihnen, die jetzige Masseneinwanderung zähle ich nicht zu diesen Ausnahmesituationen.

Bevor Sie mich "Kryptokommunisten" schimpfen, werfen Sie noch einmal einen Blick auf meinen Artikel. Ich denke, ganz so weit sind wir in unseren Ansichten nicht voneinander entfernt.

@Monalisa: Genau darum geht es! Die linken Tanten klatschen nicht am Bahnhof, weil sie Stalins Fratze so sexy finden. Sie klatschen, weil sich eine menschenverachtende Ideologie mit Blümchen und Schmetterlingen verzieren lässt. Weil Ihnen ein Heilsversprechen angeboten wird und sie zum Klatschen motiviert.

Meiner Meinung gibt es keinen Widerspruch zwischen einer elitären Gesellschaft, in der "die Besseren", "die Klügeren" und "die Fähigeren" den weniger Privilegierten vorne weg sind. Das ist im Sinne einer realistischen Anthropologie auch gut so und notwendig für eine tatsächlich ausgeglichene Gesellschaft. Was sich daraus aber nicht ergeben darf, ist, wie Sie richtig sagen, dass "nach unten getreten" wird. Warum nicht die Besten vorne weg laufen lassen und die Langsameren dabei mitnehmen? Die Leitwölfe nehmen den ganzen Rudel mit.

Eine rechte Utopie - und die brauchen wir - darf sich nicht nur auf die Stärksten beschränken, weil wir uns so irgendwann selber fressen und die Selbstzerstörung dieser Utopie in sich selbst angelegt wäre. Es gibt mMn keinen Widerspruch zwischen patriotischer Solidarität und realistischer Anthropologie (wenn ich diesen Begriff prägen darf). Ganz im Gegenteil: Es ist eine ganzheitliche Inbezugnahme der menschlichen Natur.

Gustav
22. April 2016 10:14

Leichtgläubigkeit gehört zu den Grundlagen moderner Demokratie. Ohne Arglosigkeit keine Wählerstimme, keine Legitimation der Herrschaft und kein Massenkonsum. Nur Narren leugnen den Zwang demokratischer Herrschaft und gehorchen bereitwillig dem Appell an wirtschaftliches oder politisches Vertrauen. In Fragen der Macht ist Vertrauen pure Torheit. Es ist ein Kredit ohne Chance auf Rückzahlung. Eine Gegenleistung ist nicht zu erwarten. Man müsste alle Einsichten in die Geschichte der Herrschaft vergessen, wollte man einer Machtelite einen Vorschuß einräumen, die es sich zur Berufsaufgabe gemacht hat, über das Schicksal ihrer Zeitgenossen zu bestimmen und die Untertanen dafür auch noch bezahlen zu lassen. Nicht die Unglaubwürdigkeit der politischen Klasse ist das Problem, sondern die Treuherzigkeit vieler Untertanen. Sie sind verstimmt, weil sie den leeren Versprechen nur zu gern glauben möchten, weil sie Politik mit einer Veranstaltung zum öffentlichen Wohl verwechseln. Begierig suchen sie Beweise für Ehre und Ehrlichkeit, nach Indizien, welche ihre Hoffnungen bestätigen könnten. Sie werden lange warten müssen. Und dennoch möchten sie an das glauben, was ihnen vorgemacht wird, möchten durch Hoffnungen betrogen und nicht von tausenden Sorgen gepeinigt werden, die sich unweigerlich einstellen, sobald man sich nur in der einen Welt aufhält, die nichts als die Summe aller Tatsachen ist.

Wolfgang Sofsky

Winston Smith 78699
22. April 2016 10:20

@ Der Gutmensch
Damit sprechen Sie mir aber die Urteilsfähigkeit ab, mit der ich auch den einen oder anderen Hausheiligen dieses Blogs dort oben bei den Trauben sehe. (Dass ich mich über deren und deren lebender Vertreter Verehrung – Stichwort gelbe und blaue Pöppel – aufrege, anstelle von Eigenleistung der Leser, rührt daran nicht.) Nehmen Sie Ihr Schicksal doch an und kokettieren Sie nicht rum – oder zeigen Sie mir mal jene Kopfelite, gegenüber der Sie sich so mickrig fühlen wollen – was ja auch eine Attitüde ist: wer angeblich die Riemen von den Schuhen des Größeren nicht zu lösen wert sei (Mt 3, 11), zieht sich damit selbst ein Kamelhaargewand an. Sie sind eine Fähe mit dem Maul voller Trauben und reden von irgendeinem fiktiven Ast, meine Liebe. Oder wollen Sie mich zum Singen bringen, damit ich meinen Käse fallen lasse? Da ist keiner. Und lesen Sie: von einer Smith&Wesson habe ich gar nichts gesagt.

Winston Smith 78699
22. April 2016 10:54

@ Der Gutmensch
Und überhaupt: meine Frage, ob Sie in Wirklichkeit anders seien, beginnt nach der geschlossenen Klammer, innerhalb welcher vom Elitarismus die Rede ist. Regen Sie sich doch bitte nicht so schnell auf, das tut mir jedesmal leid. Ich mach mir schon Sorgen wegen irgendwelcher Schritte, von denen Sie reden.

Nero
22. April 2016 11:41

Puhh... was für ein Artikel. Ganz schöne Achterbahnfahrt.
Ich würde Ihnen normalerweise zustimmen Herr Waschnig, nur sind wir einfach schon viel zu viel belogen und betrogen worden.
Ich glaube es einfach nicht mehr. Ich vermute jetzt immer eine versteckte Agenda.

Herr Waschnig, in der Kommentarspalte haben Sie nochmal erklärt wie Sie das mit der Solidarität halten. Okay, nur unterliegen Sie einem Irrtum wie ich finde:
Sie glauben, dass die Fluchtursachen in der Armut, im Krieg oder in den Perspektiven liegen. Und das ist nicht der Fall. Die sog. Flucht hat folgende Gründe. Relativer Wohlstandsunterschied verbunden mit der schwäche der weißen Völker.
Egal wie viel Geld wir spenden werden, wir werden uns nicht Freikaufen können. Solange es uns auch nur einen μ besser geht, werden Menschen nach Europa drängen. Und weiße wehren sich nicht mal dagegen. Und das ist ja auch unser Vorwurf an die Soros dieser Welt. Man will eine einheitliche Welt schaffen. Auch den einheitlichen Mensch. Das ist wie mit dem 2ten Hauptsatz der Thermodynamik. Solange auch nur ein bisschen Unterschied besteht werden die Menschen hierher kommen wollen.
Sei es der Unterschied im materiellem Wohlstand oder in der Erscheinung.

Wenn wir dann auch noch Geld spenden, dann erheben wir die momentan nicht fluchtfähigen in die Position zu flüchten. Und wie ich oben ausführte, werden Sie das dann auch tun. Wie wollen Sie das verhindern Herr Waschnig, wenn die Festung Europa keine Dauerlösung sein kann?

Dann haben wir das Problem der 5. Kolonnen in Deutschland. Wir haben bereits ZIG TAUSENDE Migranten, vorzugsweise aus Vorderasien, die uns ausbeuten, hassen und uns am liebsten tot sehen wollen.
Was ist mit denen? Die müssen weg. Und das wird nur mit Gewalt gehen.
Wie stehen Sie dazu?

Ich glaube einfach niemanden, der postuliert, dass man mit Geld alleine die Menschen fern halten kann. Wer ehrlich ist, der sagt auch ganz klar, dass die, die jetzt hier sind wieder gehen müssen und wenn diese nicht freiwillig gehen, dann eben mit Gewalt.
DAS ist Wahrhaftig.

Trotzdem interessanter Artikel. Freut mich, dass auf der SiN zu lesen.

@ JensN
Kurz zum Wirtschaftskreislauf:

Sie haben prinzipiell schon Recht nur haben Sie etwas vergessen.
a) Entzugskräfte
b) Moral Hazard und Fehlallokation
c) Zerstörung der Sparquote die Ursächlich für wirtschaftlichen Wohlstand ist, weil diese a) und b) reduziert.

In Summe schaden sich die Unternehmen auch selbst. Nur eben später.

Gustav
22. April 2016 13:02

"Eine rechte Utopie – und die brauchen wir – darf sich nicht nur auf die Stärksten beschränken, weil wir uns so irgendwann selber fressen und die Selbstzerstörung dieser Utopie in sich selbst angelegt wäre..."

Es ist ein verhängnisvoller Fehler der Nationalökonomie, daß sie ganz materialistisch und ohne den geringsten Blick für die Vielheit wirtschaftlicher Instinkte und ihre Ausdrucksgewalt von den Wirtschaftsstufen »der« Menschheit, »der« Neuzeit, »der« Gegenwart schlechthin redet. Sie trägt da alle Schwächen ihrer englischen Herkunft an sich, denn sie ist als Wissenschaft ein Produkt des modernen Engländers mit seinem ganzen Selbstgefühl und Mangel an Psychologie, seine einzige »philosophy«, die seinem Sinn für Kampf, Erfolg und Besitz entspricht und mit der er seine rein englische Anschauung der wirtschaftlichen Praxis seit dem 18. Jahrhundert in alle Köpfe des Kontinents gepflanzt hat.

Aus dem Weltgefühl des echten Siedlers der Grenzmark, des kolonisierenden Ordens ergab sich als notwendiges Prinzip die Wirtschaftsautorität des Staates. Der einzelne erhält seine wirtschaftliche Aufgabe vom Schicksal, von Gott, vom Staate, von seinem eigenen Talent – das alles sind Worte für dieselbe Tatsache. Rechte und Pflichten der Gütererzeugung und -nutzung sind gleichmäßig verteilt. Das Ziel ist nicht die Bereicherung von einzelnen oder jedes einzelnen, sondern die Blüte des Ganzen. So haben Friedrich Wilhelm I. und seine Nachfolger in den Sumpfgebieten des Ostens kolonisiert. Sie betrachteten das als eine Mission. Gott hatte ihnen eine Aufgabe erteilt. In diesen Bahnen bewegte sich der Wirklichkeitssinn des deutschen Arbeiters mit voller Entschiedenheit. Lediglich die Theorien von Marx hinderten ihn, die nahe Verwandtschaft zwischen seinem und dem altpreußischen Wollen zu erkennen.
(Oswald Spengler, Preußentum und Sozialismus, 1919)

Da haben wir unsere "Utopie"!

„Das souveräne Wort Freihandel gehört in eine Wikingerwirtschaft. Das preußische und also sozialistische Wort wäre staatliche Regelung des Güteraustausches. Damit ist der Handel im Ganzen der Volkswirtschaft aus der herrschenden in eine dienende Rolle verwiesen. Man begreift Adam Smith mit seinem Haß gegen den Staat und die »hinterlistigen Tiere, die man Staatsmänner nennt«. In der Tat, auf den echten Händler müssen sie wirken wie der Polizist auf den Einbrecher oder ein Kreuzer auf ein Korsarenschiff.“ (Oswald Spengler, Preußentum und Sozialismus, 1919)

Der Gutmensch
22. April 2016 13:27

Nun, das ist ja wohl der Klassiker, Winston, dass wir uns mißverstehen. Von vorne: Sie sprachen von der Überbevölkerung! Ich stöhnte, dass man uns davon nichts mehr erzählen brauche. Erkenne den Letzter-Tag-Adventisten schon von weitem; das ist die Übung und irgendwann - lernt das auch der Dümmste (auch die Grünen-Wähler kommen noch dahinter, hoffe ich für die). Vor allem, wo sie ja nun doch kommen, die ganzen Menschen, da hat uns unser ganzes vorauseilendes Zähneklappern und Jammern und Zagen und Kinder-nicht-kriegen gar nischt geholfen!

Im Schlepptau dessen erhält also auch die Elitetheorie die wohlverdiente Gelegenheit, sich offiziell als Sackgasse zu erweisen (mir musste man das nicht mehr erklären, aber das ist eine andere Geschichte). Denn die, die da kommen, werden zweifellos ... unorthodoxe ... Vorstellungen von "Elite" mitbringen, auch wenn ihr Aufenthalt absehbar temporärer Natur ist. Das kann man schön an unseren Diskussionen zur Kunstfreiheit ablesen, die wir im Konfrontationsfall schlichtweg in der Pfeife werden rauchen können. Wollen wir also agieren und nicht nur reagieren wie die Angsthasen, zu denen wir erzogen wurden, wird es zunehmend darauf ankommen, ob wir in der Lage sind, die Dinge auch mal aus einer Perspektive beurteilen zu können, an die wir nicht (mehr) gewöhnt sind. Diesbezüglich könnte ein bißchen Übung nicht schaden. (Deshalb habe ich auch so wild spekuliert, dass man mit den Herren B&B von der Faz besser nicht in den Ziegenstall gegangen wäre, auch nicht in die gute Stube, obwohl sie da wenigstens ein tolles Foto gemacht haben - sondern man hätte sie im Büro über den Neuerscheinungen grillen und intelligente Fragen ihrerseits anheim stellen sollen, noch schlimmer: solche in väterlicher Manier suggerieren. Nun - das können sie ja dann beim Café nachholen, wenn sie genug Sportsgeist haben.)

Damit (dem Gedanken, eine Elite würde uns retten) werden wir der Situation also nicht Herr werden. Helfen würde zweifelsfrei eine Sicherung der Außengrenzen unserer europäischen (Handels-)partner. Denn die Idee des innerdeutschen Einmauerns hat historisch irgendwie nicht gefruchtet, auch wenn der Gedanke seinen chinesisch angehauchten Charme hat. Zurück zur Wirklichkeit: Wie also kriegt man die europäischen Partner dazu, ihre Grenzen aktiv zu sichern, statt im Ernstfall durchzuleiten? Na - mit europäischen Quoten (Druckmittel: Vertragsverletzungsverfahren) und mit dem Türkeideal (Vergleiche zur Illustration spare ich mir aus naheliegenden Gründen). Das ist alles beides zwar nur eingeschränkt attraktiv, aber es gibt ganz gewiss noch viel unattraktivere Ideen - Menschen gibt es nämlich weltweit genug (damit schließt sich der Kreis) und wir wissen ja jetzt, was passiert, wenn man denen ein Stichwort gibt.

Wenn Sie sich mit mir unterhalten möchten, lieber Winston, dann seien Sie auf morbiden Humor gefasst, auch wenn Sie den nicht mögen. Ich habe dezent darauf angespielt, dass man dazu auch einen riskanteren Ansatz vertreten könnte, riskant aber eher aus meiner Perspektive als aus Ihrer.

d. G.

rundfunkfreiheit
22. April 2016 14:04

Das Milton Friedman zugeschriebene Bonmot ist wohl bekannt: man kann einen Sozialstaat haben oder offene Grenzen. In letzter Konsequenz ist das ein ausschließendes "oder". Patriotische Solidarität ist ein bedenkenswerter Ansatz. Die Wirklichkeit bewegt sich allerdings in die andere Richtung. Das Schleifen des Sozialstaats ist erkennbar bereits projektiert. Es passt kein Blatt zwischen Merkel und die Forderungen der Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände, wenn es darum geht, die Grenzen weit offen zu halten. Die politischen Eckpunktpapiere zur Kürzung der Sozialleistungen und zur Senkung des Mindestlohns liegen längst in der Schublade. Beides wird den Menschen als soziale Wohltat verkauft werden, à la wir müssen die Regelsätze kürzen, um den Sozialstaat zu retten ... . Dies wird die sich als "links" bezeichnenden politischen Parteien entzaubern, die intellektuell unredlich munter weiterhin "Freibier für alle" und "kein Mensch ist illegal" in einem Satz unterbringen. Der Preis dieses volkswirtschaftlichen Hasardspiels ist eine weitere Verelendung der Massen: materiell und kulturell.

Der_Jürgen
22. April 2016 14:31

Dankeschön, Herr Waschnig, dass Sie Ihren Kritikern antworten, und dazu noch in sehr zivilem Ton. Keiner von uns will Ihnen den Mund stopfen, aber ich beharre darauf, dass Ihr Beitrag zu Sezession ungefähr so gut passt wie ein Artikel von Kubitschek und Kositza zu einem Schwulen- und Lesbenblog. Nichts für ungut.

eleonore
22. April 2016 15:36

Was, bitte, haben diese internationalistischen Ausführungen mit Patriotismus zu tun?

Und wieso glauben immer noch so viele, daß der kriegs- und krisengeschüttelte Bewohner eines rückständigen Landes in einem anderen Kulturkreis unbedingt Frieden, Wohlstand und gesellschaftliche Strukturen nach europäischem Muster möchte?
Alle Menschen wollen Freiheit, Demokratie und Menschenrechte? Überall auf der Welt?

Denn, sehen Sie, das muß die Grundannahme sein, wenn man "globale Lösungen" für die Probleme anderer Kontinente suchen will, nachdem man sich diese ohne Not an die Backe hat heften lassen.

Die Probleme von Nationen (oder gleich ganzen Kontinenten) können nicht durch supranationale Institutionen gelöst werden. Die rückständigen Länder in ihrer Gesamtheit (ich werde "Afrika" zukünftig als Synonym nutzen) müßten nun langsam mal genug finanziellen Nutzen aus den Schuldeingeständnissen der ehemaligen Kolonialmächte gezogen haben - genug, um ihre Länder dreimal aufzubauen. Das haben sie aber nicht zuwege gebracht. Wenn also die Afrikaner gerne Krieg und Überbevölkerung haben, geht uns hier das gar nichts an, wir haben uns da nicht einzumischen. Sie werden sicherlich nach einer gewissen Entwicklungszeit blühende Zivilisationen entwickeln - wenn nicht, ist es immer noch deren Land und deren gutes Recht, eben anders zu leben. Wir sollten ihnen da weder hineinreden, noch versuchen, ihre (von uns gewünschte) Entwicklung auf unseren Kontinent zu verlagern, noch ihnen Geld ohne Gegenleistung geben. Übrigens auch keine Reissäcke und Zelte. Es gibt arme Afrikaner, die vor den Kriegen in ihren Ländern fliehen? - Diese sind dann offenbar nicht bereit, für bessere Zustände in ihren Ländern zu kämpfen. Vielleicht ist dies von so manchen Playern in den supranationalen Organisationen auch genau so gewünscht; wer wollte denn schon gesunde Nationalstaaten oder auch funktionierende, rechtssichere Stammessysteme in Afrika? Jeder einzelne Migrant aus Afrika, der in Europa aufgenommen wird, bedeutet eine Verzögerung möglicher Entwicklungsprozesse dort. Jeder Afrikaner, der sich in einem Kriegsgebiet mal seinen Reissack selber erkämpft hat (ein plattes Bild, ich weiß, aber tatsächlich geht es um genau solche Grundsätzlichkeiten) wird ihn ganz sicher mehr zu schätzen wissen als jede von den als Imperialisten geringgeschätzten Fremden hergeschenkte UNHCR-Ration. Und so stelle ich sehr wohl in Frage, daß wir "wirklich Schutzsuchenden helfen müssen". Das ist eine Phrase wie ein Cocktailglas, das jeder nach Gusto mit beliebig buntem und süßlichem Inhalt füllen kann, und wenn man zuviel davon abbekommt, hindert es am klaren Denken.

Sollten sich Ausländer, gleich aus welchem Grund, hier im Land befinden, müssen sie nicht die gleichen Rechte besitzen wie die Staatsbürger. Wieso sollten sie denn - etwa, weil alle Menschen irgendwie gleich sind und irgendwie gleich behandelt werden sollen? Wer aus einem armen Land kommt, hat kein Anrecht auf den in unserem Land mit dessen hoher Produktivität erarbeiteten Luxus, der der Standard westlicher Gesellschaften ist. Es sei denn, er verdient sich diesen Lebensstandard selber. Denn er leistet nichts für die Gemeinschaft die ihn versorgt, er wird es in den meisten Fällen auch gar nicht können, da seine "Arbeits"produktivität sich auf das Erbringen von Nachwuchs beschränkt. Da kann er nichts für? - Wir auch nicht. Ich kann auch nicht "vom Staat" fordern, er möge mir nun gefälligst meine 400 qm Villa plus Yacht bereitstellen, weil mein Nachbar sich das leisten kann. Wieso sollte also der ausländische Sozialfall dasselbe bekommen wie der deutsche?

Das ist für mich aber ohnehin eine rein theoretische Betrachtung, da ich es, s.o., für den Idealfall hielte, gar keine Flüchtlinge aufzunehmen. Gehen wir stattdessen aber von einer Aufnahme aus humanitären Gründen aus, ist eine Versorgung nach hiesigen Standards genauso unnötig - wer das nackte Leben retten will, nimmt doch sicher gerne mit einer Suppe und einem Bett in einer Gemeinschaftsunterkunft vorlieb, bei gleichzeitiger Dienstpflicht für die Allgemeinheit? Oder kann man das nur von europäisch Sozialisierten verlangen?

Patriotisch fände ich es, die in unserem Land von den dort Arbeitenden erwirtschafteten Güter zum Wohle der Bewohner und Besitzer ebendieses Landes zu verwenden. Das kann man so oder so ausarbeiten, in jedem Fall aber wären wir reich, und könnten diesen Reichtum selbstverständlich mit den alten, alleinerziehenden, kranken, arbeitslosen und sonstwie Bedürftigen teilen. Meinetwegen auch global, wenn sich das als sinnvoll erweist. Eigene Währung wieder einführen - kein Geld für UN, UNHCR, Entwicklungshilfe - Asylrecht und ideologische Steuern (Ökosteuer) abschaffen - Sozialsystem reformieren, Stichworte Familie, Altersarmut, Chancengerechtigkeit. Wer kann sich schon ausmalen, was wir alles schaffen, bewirken könnten mit unserem Geld! Mir geht jedes Mal der sprichwörtliche Hut hoch, wenn mir jemand ideologisches als alternativlos verkaufen will. Besonders unter Verwendung von Vokabeln wie "zeitgemäß", "fraglos", "vernünftig". Wenn das so ist, mag ich nicht mehr vernünftig sein!

Trouver
22. April 2016 16:10

Nur, das Geld, welches die Asylanten Monat für Monat kosten, bzw. selber als Taschengeld erhalten, ist ja nicht weg. Es fliesst doch in der Regel immer zum Staat zurück, sei es als Mehrwertsteuer für gekaufte Waren oder als Gewinne für Konzerne, die ja auch wiederum Steuern an den Staat zahlen.

Lieber Jens, wenn der Bäker jedem Mittellosen ein Zehntel einsteckt, damit er ihm die Kuchen abkauft, dann verschenkt der Bäker seine Kuchen.

Soweit zu den "Gewinnen für Konzerne".

Waldgänger
22. April 2016 16:21

@ Gustav

Ihre Spengler-Zitate führen hier weiter. Danke!

Wenn wir dieses blöde Wort "Utopie" nun denn überhaupt verwenden wollen - wohl wissend, dass es auf ein "Nirgendwo" hinausläuft und zur Sprache der Gegner gehört - dann ist der Kern dieser rechten "Utopie" die Ordnung.

Ordnung ist nun aber mehr als viele meinen ein Kontrapunkt der liberalen Ideologie. Gehört es doch zum Wesen des angelsächsisch dominierten Kapitalismus, von keiner wirklichen Ordnung auszugehen und alles zum veränderlichen Objekt jenes "Strebens nach Glück" der wirtschaftlich Tätigen und eines in Wahrheit ziellosen(!) Fortschrittswahns zu machen. Anders gesagt: Ordnung wird relativ.

Natürlich muss zu einer vernünftigen Ordnung auch das genügende wirtschaftliche Auskommen des Geringqualifizierten gehören. Darin, dass er nicht vergessen werden darf - wie es im Neoliberalismus üblich ist - ist Waschnig zuzustimmen.

Spenglers preußischer Sozialismus oder besser: sozialistisch angehauchtes Preußen ist nun allerdings eine alt und grau gewordene Idee, die angesichts des Fehlens von Preußen ohne Bodenhaftung im luftleeren Raum schwebt.

Dennoch: Jeder Rechte und Konservative, der beim Streitpunkt "Ordnung" zu größeren Zugeständnissen bereit ist und sie womöglich gar zu einer international aushandelbaren Größe erklärt - Waschnig tut das - der hat schon so dünnes Eis unter sich, dass er bald einbrechen wird.

Gustav
22. April 2016 20:08

@ eleonore

Prima Kommentar. Danke!

"Wer kann sich schon ausmalen, was wir alles schaffen, bewirken könnten mit unserem Geld!"

https://www.larsschall.com/2011/09/03/hinter-dem-lenkrad/

eulenfurz
22. April 2016 21:37

In Deutschland stehen nach dieser Berechnung einer alleinerziehenden Mutter mit drei Kindern ...

Darf man fragen, wie diese Mutter alleinerziehend geworden ist? Es genügend Fälle, da wurde Dank HartzIV-Alimentierung einer Frau die Entscheidung leicht gemacht, dem Mann den Rücken zu kehren und den Kopf in Papa Staats Schoß zu legen, zumal dann, wenn der Mann Alleinverdiener war. ... Es gibt heute keine ökonomischen Zwänge mehr, eine Ehe zusammenzuhalten, ... und viele andere Aspekte treten auch auf, welche zu sozialen Verwerfungen in einer widernatürlichen Umverteilungsgesellschaft führen.

Das Beste wäre doch, den Betreuungs- und Gouvernantenstaat gänzlich abzuschaffen, dann täte die blöde Massengesellschaft zwar zusammenbrechen und ein paar Faulpelze, Scharlatane und Nichtskönner zum Hungern oder Schuheputzerdasein verurteilt sein, aber allmählich würden sich wieder Verantwortungsbewußtsein (auch für den Nächsten) und natürliche soziale Gefüge bilden.

Karl Brenner
22. April 2016 23:59

Kein Rückfahrticket für Nicht-Asylanten und jene die ihre Ausweisdokumente verloren und ihre Staatsangehörigkeit "vergessen" haben?

Wie wäre es mit Internierungszeltlager mit angeschlossenen industriellen Fertigungen. Einfache Handarbeiten.

Natürlich streng nach Geschlechtern getrennt.
Männer in Papenburg und Frauen in der Lausitz.

Dort können dann illegale Grenzübertreter versuchen, ihr Rückfahr-Tickets zu verdienen. Wenn sie es schaffen.

Die Deutschen oder Europäer können ja wohl schlecht für die Rückreisekosten aufkommen.

Heinz Obst
23. April 2016 01:29

Siegfried Waschnig - Freitag, 22. April 2016, 9:56

@Eddie Kaye: Sie haben recht, in der momentanen Situation ist es tatsächlich so, dass wir uns „freikaufen müssen“, wollen wir eine annähernd stabile Gesellschaft aufrecht erhalten.

NEIN! Nein! Und nochmals NEIN!
Wie bitte? - Freikaufen? - Warum sollten uns freikaufen müssen?

Das Einzigste was tatsächlich nottut ist die Wiedererlangung unserer Souveränität!

Kein souveränes Land hat es nötig, horrende Tribute an irgendwelche obskuren, internationalen Kleptokratenorganisationen zu entrichten.

In diesem Zusammenhang würde ich - nur um ein Beispiel zu nennen - dann gern mal von Ihnen erfahren, wie und von was sich der Staat Singapur, Ihrer Logik folgend, "freikaufen muß"?

Fredy
23. April 2016 11:23

(....)

@Siegfried Waschnig

Sie können meinen Beitrag von mir aus wieder erneut löschen. Es reicht mir wenn Sie es selbst lesen.

Kositza: Pech, nu ist er gelöscht, und SW hat ihn (wieder) nicht gelesen, weil er hier nicht "administriert". Anonyme Beschimpfungen stell ich nicht frei.

Stefan Fischer
23. April 2016 12:25

@ JensN

Was Sie da in den Raum stellen ist vollkommen falsch, da sind Sie der linksgrünen Propaganda auf den Leim gegangen.

Stellen wir uns einmal vor wir würden 500.000 Wohnungen für die Neubürger bauen, dann gäbe es sicher einen "Bauboom" von dem die Bauwirtschaft "profitiert". In der Praxis würden also die Einheimischen Steuern bezahlen, mit diesen Steuern werden andere Einheimische dafür bezahlt Häuser zu bauen. Die Häuser bekommen dann die Neubürger. Doch was geben die Neubürger zurück?

In der Praxis stellen wir Dinge her und geben diese den Neuankömmlingen. Die Neuankömmlinge geben aber nichts (oder nur sehr wenig) zurück. Wir arbeiten also, konsumieren können wir die hergestellten Produkte aber nicht, das tun die Neuankömmlinge.

Im linksgrünen Neusprech "werden Arbeisplätze geschaffen" und "die Wirtschaft profitiert".

Ich für meinen Teil habe wenig Lust mich im Namen einer utopischen Humanität zum Arbeitstier der hier ankommenden Glücksritter machen zu lassen.

Die Leute die von der jetzigen Situation "profitieren" sind jene die Leistungen für die Neuankömmlinge erbringen.

Stellen Sie sich vor die Neuankömmlinge wären nie hier angekommen. Wir könnten dann den selben volkswirtschaftlichen Effekt erzielen in dem wir die Wohnungen trotzdem bauten (und leer stehen ließen), in dem wir die Kleidung trotzdem kauften (und wegwerfen würden), in dem wir das Essen trotzdem herstellten (und dann kompostierten).

Wenn die Einheimischen für die Neuankömmlinge arbeiten und es kommt nichts zurück ist das halt nun mal ein schlechtes Geschäft, da hilft auch linksgrüne Semantik nicht weiter...

Der_Jürgen
23. April 2016 12:35

So wie ein mieser Artikel eines linken oder liberalen Schmalspur-Denkers auf Martin Lichtmesz oder Martin Sellner aufbauend wirkt, weil er ihnen die Möglichkeit bietet, ihn mit einem rhetorischen Feuerwerk in Grund und Boden zu stampfen, war der Beitrag von Siegfried Waschnig (der natürlich trotz allem hoch über Mischa Brumlik oder den beiden Westentaschen-Philosophen von der FAZ steht) für viele Sezessionisten ein gefundenes Fressen. Er enthält so viel Angreifbares und offensichtlich Falsches, dass man beinahe die Qual der Wahl hat, wenn man ihn auf engem Raum widerlegen will.

Hat Sezession diesen Diskussionsbeitrag absichtlich veröffentlicht, um die Streitkultur der Foristen zu fördern? Dagegen wäre nichts einzuwenden. Es sollte aber die Ausnahme bleiben und nicht zur Regel werden.

Monalisa
23. April 2016 12:35

Welches Land ist schon zu 100 % souverän?

Bis auf eine Handvoll sind alle, alle irgendwo erpressbar. Darum geht es dann im Feld der "Realpolitik". Politik setzt doch lange bevor das Maximalziel erreicht werden kann, ein.

Man kann auch vor der Globalisierung nicht einfach die Augen verschließen und Deutschlands Reichtum wird nicht nur in Deutschland erwirtschaftet.

Waschnig beweist hier mehr Realitätssinn als so mancher. Über die Einzelheiten lässt sich natürlich diskutieren...

__________

Und was soll an der Umverteilung prinzipiell unnatürlich sein? Umverteilt wurde immer. Meist von Unten nach Oben, daran hat sich bis heute nichts Wesentliches geändert. Daneben gab es dann immer auch eine Umverteilung innerhalb der Familien/Generationen von Stark zu Schwach.

Was kann denn der Hartzer zum Beispiel überhaupt für sich behalten, von dem was er bekommt? Nicht mehr als das, was er sich wortwörtlich eiverleibt und vielleicht in Form von Speck an ihm haften bleibt.

Ansonsten rauscht doch alles nur so durch. Die Miete des Sozialhilfeempfängers geht an eine kleine, besitzende Schicht, wird vom Staat de facto an diese verschenkt. Heiz- und Wasserkostenübernahme fließt ebenfalls an privatisierte Unternehmen.

Und von dem bisschen, was dann verfuttert wird, fließen dann mind. 20 % Steuern an den Staat zurück. Alkohol und Zigaretten ... ebenfalls stark besteuert.

Irgendeine Art von Vermögensaufbau ist mit Hartz IV definitv nicht möglich, von konsequent kriminellem Verhalten mal abgesehen.

Trotzdem wird den Armen von einem nicht unerheblichen Teil der neuen Rechten offenbar nicht mal die Butter auf dem Brot gegönnt, bzw. gar als Ursache für die Schwäche Deutschlangs halluziniert.

Sich selbst will man dagegen die Erbschaftssteuer gänzlich erlassen (wieviel Prozent liegen in Deutschland überhaupt über den jetzt schon bestehenden Freibeträgen?). Leistungsloses Einkommen scheint also nicht grundsätzlich problematisch zu sein...

"Meiner Meinung gibt es keinen Widerspruch zwischen einer elitären Gesellschaft, in der „die Besseren“, „die Klügeren“ und „die Fähigeren“ den weniger Privilegierten vorne weg sind. Das ist im Sinne einer realistischen Anthropologie auch gut so und notwendig für eine tatsächlich ausgeglichene Gesellschaft. Was sich daraus aber nicht ergeben darf, ist, wie Sie richtig sagen, dass „nach unten getreten“ wird. Warum nicht die Besten vorne weg laufen lassen und die Langsameren dabei mitnehmen? Die Leitwölfe nehmen den ganzen Rudel mit."

Ich möchten Ihnen da gerne Recht geben, Herr Waschnig, allerding ist es sicherlich ein wenig naiv, die hierarchischen Verhältnisse in einer Gesellschaft nicht zumindest als kompliziertes Spannungsverhältnis zu begreifen. Die christliche Prägung Europas führt unter anderem auch dazu, dass nicht jegliche Herrschaftsform als "gottgegeben" hingenommen wird.

Wo ist eigentlich Carl Sand?

Peter M. Messer
23. April 2016 14:24

Wenn man Wortlamette wie "patriotische Solidarität" abkratzt, ist dieser Text reiner Geist des "Heerlagers der Heiligen", reine "Ideologie der Auflösung." Denn er zielt alleine darauf ab, durch effizienten Einsatz von Transferleistungen innerhalb und außerhalb Deutschlands sich von den Wanderungsbewegungen freizukaufen (was nicht gelingen wird), aber nicht darauf, sie abzuwehren. Diese Abwehr der Auflösung ist aber nicht anders zu haben als dadurch, dass man als Gruppe sich und sein Territorium gegen andere abgrenzt, und das bedeutet strukturelle und irgendwann auch aktuelle Gewalt gegen andere. Eine Gewalt, bei der man sich übrigens gut fühlen sollte, weil man sich selbst erfolgreich verteidigt hat.

Innerhalb einer solchen defensiven Aggressionsgemeinschaft zur tatsächlich effektiven Verteidigung des Eigenen ist dann auch eine "patriotische Solidarität" zu bestimmen, zu der neben gemeinschaftsinternen Transferleistungen genauso gehört, sich gegenseitig die Vorzüge des Lebens im eigenen Land zu erhalten, was die Ökonomen so schön "citizen rent" nennen. Wenn die Linken den Rechten vorwerfen, dass sie die Ausgrenzung anderer betreiben, dann ist das schlicht richtig, und die einzige Antwort ist darauf ist die Wowereits: Ja, und das ist gut so.

Herr Waschnigs Text zeigt leider keinerlei Anzeichen einer solchen Abgrenzungsbereitschaft, er quillt stattdessen über von Verständnis für die "Flüchtlinge". Er zeigt wieder einmal den eigentlichen Grund, warum Konservative immer verlieren: weil sie zutiefts mit dem Denken der Linken und des Systems verstrickt sind. Ist er deshalb unter der Kategorie "Dekadenz" veröffentlicht worden? Anstelle über Linke, Liberale und böse Amerikaner zu klagen, sollte man endlich diese Verstrickungen identifizieren und durchtrennen. Das wäre eine metapolitische Arbeit, die wirklich fruchtbar wäre, weil sie sich mit etwas befasst, das man selbst tatsächlich ändern kann.

Intelligenzquotient
23. April 2016 17:56

Da liegen Sie vollkommen falsch!

Niemand in Deutschland MUSS arbeiten, außer er/sie sitzt im Knast (steht so im GG).

Da ich beruflich regelmäßig mit ALG II- Beziehern zu tun habe, habe ich einen guten Einblick in die Materie.

Die Meisten befinden sich leider tatsächlich in einer Art Hängematte. Vermittlungsbemühungen der Arbeitsagentur kann man ganz leicht umgehen, z.B. durch Vorlegen von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen eines Arztes. Und die "alleinerziehende Beispielmutti" bekommt dann eben erst mal ihr 4. Kind - zahlt ja schließlich alles der Staat... also wir.

Zwingen zu medizinischen / therapeutischen Behandlungen darf die Arbeitsagentur nicht (auch dann nicht, wenn sich damit Erwerbsfähigkeit herstellen ließe), d.h. der "arbeitslose Erwerbsfähige" darf sich weiter auf seine vorgeblichen oder echten gesundheitlichen Unzulänglichkeiten zurück ziehen - der berühmte sekundäre Krankheitsgewinn.

Ich halte dieses sog. Sozialsystem für menschenverachtend, weil es jeder Eigenverantwortung entbehrt. So erzieht man sich phlegmatische und leicht lenkbare Klientel.

Die Leistungen für "arbeitslose Erwerbsfähige" sind viel zu hoch!
Die Löhne für "Durchschnittsjobs" (besonders im Osten) sind viel zu niedrig!
Arbeiten lohnt sich nicht in Deutschland!

Mein Vorschlag: Streichung aller staatlichen Transferleistungen (der Arbeitsagenturen, Jobcenter und Sozialämter) für ALLE. Und dann wollen wir doch mal sehen, wer tatsächlich nicht KANN und wer nicht WILL.

Aber dann.. uuups... hätten wir ja Zustände wie in der Weimarer Republik.

Wer will sucht Wege. Wer nicht will Gründe.

In diesem Sinne...

Paule
23. April 2016 18:06

@Heinz Obst
Danke!

Dem Freikaufen geht steht’s die Unterwerfung voraus!

Die Selbstaufgabe und das Einstellen der Gegenwehr – gutes Sklavenverhalten eben.

Zur Klarstellung: nicht die Unterwerfung gegenüber den Neusiedler, das kommt erst wenn wir unser Töchter in ihre Harems schicken, sondern gegenüber ihren Auftraggebern/Herren. Die sitzen hinter einem Ozean nicht einem Meer.
Gruß Paule

Ps: https://www.finanznachrichten.de/37156408 der Herr Präsident Obama lobt Merkel für die Einhaltung seiner Werte bei den Flüchtlingen.

Nordlaender
23. April 2016 22:47

@ Intelligenzquotient

"Ich halte dieses sog. Sozialsystem für menschenverachtend, weil es jeder Eigenverantwortung entbehrt. So erzieht man sich phlegmatische und leicht lenkbare Klientel."

Wenn jemand das Sozialsystem der BUNTEN Republik "Sozialsystem" nennt, nennt er es halt so. Ich verstehe das redundante "sogenannt" hier nicht.
Und bis der Ewige Frieden (Immanuel Kant) implementiert ist, wird es immer Menschen geben, die andere Menschen verachten.

Wen soll man denn auch sonst verachten, wenn nicht Menschen?

Man vergleiche die Chancen eines Körpermenschen in den 1960er Jahren, im Hamburger Hafen eine anständige Summe Geld zu verdienen mit der im Jahre 2016. Man beachte, bei welchem Anteil unseres Volkes eine Belehrung, wie man Textaufgaben zur Prozentrechnung löst, vergebliche Liebesmühe ist. Weil die kognitiven Möglichkeiten von Geburt an begrenzt sind. Jede Menge Jugendarbeitslosigkeit wird heute durch das Programm "Bildung, Bildung, Bildung" der Behavioristen verschleiert, wobei der Behaviorismus wissenschaftlich schon lange widerlegt ist.

Und so gibt es in einer zunehmend automatisierten Industriegesellschaft ein strukturelles Problem, wenn man Vollbeschäftigung erzielen will.

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